Elements Obturation Unit

von Olaf Löffler

In unserer Praxis wird für die Wurzelfüllung die Elements Obturation Unit von SybronEndo eingesetzt. Die hauptsächlich verwendeten Spitzen ( BuchananPlugger System B) Extra- Fine 04 und Fine 06 zeigen in letzter Zeit häufig Probleme. Die auf dem Plugger angeklebte Mutter als Drehschutz lockert sich nach wenigen Anwendungen und der Ansatz dreht sich im Handstück. Diese Muttern scheinen jetzt nur noch geklebt zu sein. Früher gab es diese Probleme nicht und ich meine das war ursprünglich anders befestigt.
Für meine altes E&Q Gerät musste ich diese Muttern entfernen. Das war sehr mühsam.

Deshalb eine kleine Umfrage, wer kann sich ebenso über dieses Problem beklagen.

Melag

von Olaf Löffler

Mit unserem Melag hatten wir schon einige Probleme.

Am Montag kommt  bei unserem Melag Vacuklav 40-B die Meldung „Wasserqualität schlecht“.
Die zuständige Helferin tauscht die Mischbettharzpatronen.
Ein Set ist immer vorrätig, da ansonsten keine Sterilisierung möglich ist. Das wäre der Supergau für die Praxis.

Plötzlich herrscht Aufregung. Die neuen Patronen lassen sich nicht einsetzen.
Der Innendurchmesser der Patronenöffnung ist knapp 1mm kleiner.
Die Kontrolle der bestellten Meladempatronen ergab, die Patronen müssen passen.
Meladem 40 Mischbettharzpatrone lautet die korrekte Bezeichnung.

Anruf bei unserem Servicetechniker. Er kommt umgehend vorbei. ( An dieser Stelle mal ein außerordentliches Lob an Herrn Neumann und Henry Schein Leipzig für die oftmals prompte Hilfe. )
Auch er ist erstmal ratlos. Ein Anruf bei Melag klärt das Problem. Es gibt jetzt zwei Sorten von Patronen. Bei der Bestellung muss man die Seriennummer angeben, damit man die richtigen Patronen bekommt.
Melag hat die Depots laut eigener Aussage bereits informiert.

Ob alle Händler das wissen?
Die Kontrolle und Seriennummerabstimmung der vorrätigen Mischbettharzpatronen ist unbedingt angeraten.

Melag hat uns die Patronen getauscht, nach zwei Tagen, auf Kulanz.
Wir haben mit Hilfe des Servicetechnikers die nichtpassenden Patronen mit etwas Kraft aufgesetzt. Hoffentlich lassen diese sich auch wieder ohne Probleme entfernen. Eine andere Lösung gab es nicht für uns.

Zwei Tage ohne Vacuum – Steri – undenkbar. Wird sich etwas ändern?
Ich glaube es nicht. Die Industrie ist leider nicht in der Lage die berechtigten Hygieneanforderungen des Robert Koch Institutes technisch reibungslos umzusetzen. Die Praxen sind mit Improvisationslösungen und zusätzlichen finanziellen Mitteln gefordert.
Müssen die Praxen zwei Steris anschaffen, einen als Reservegerät? Bei den derzeitigen Gerätekosten und Honoraren – undenkbar, aber wahrscheinlich nicht vermeidbar.

Unsere Probleme mit dem Vacuklaven haben wieder ein neues Kapitel bekommen.

Neustart (VIII) – Kinderkrankheiten (III)

von Christoph Kaaden

Bei der Wahl der Armatur für die Hinterkopf-Behandlungszeile haben wir uns nach einigen Überlegungen für eine Miscea CLASSIC dental entschieden.

Schlicht aus dem Grund, dass wir es aus der Vergangenheit leid waren mit (separaten) Spendern für Seife und Desinfektionsmittel zu arbeiten, die dann auch gerne nachtropfen und unschöne Flecken hinterlassen.

Unter anderem dieses Problem sollte durch die gewählte Armatur beseitigt zu sein…

Nach einem 3/4-Jahr kann ich bestätigen, dass dem so ist.

Auch die Benutzerfreundlichkeit empfinde ich als sehr hoch und die Armatur gefällt uns.

Leider kämpfen wir aber auch mit „gewissen“ Problemen.

Aktuell scheint irgendetwas (ein Fehler in der Elektronik?) dazu zu führen, dass keine Desinfektionsllösung abgegeben wird …

„Daueraktivierter“ Desinfektionsspender

Unsere bisherigen eigenen „Reparatur-Bemühungen“ konnten das Problem nicht lösen.

Und so kommt am Donnerstag der Techniker, um sich des Fehlers anzunehmen.

Leider nicht zum ersten Mal.

Eine erste Reparatur sowie einen zusätzlichen kompletten Austausch der Armatur (wegen eines Technikfehlers, der dazu führte, dass kein Wasser kam) haben wir bereits erlebt.

Mal schauen, wie es weitergeht…

Neustart (VIII) – Bewährte Anschaffungen (I)

von Christoph Kaaden

letzte Woche habe ich hier über unsere bisherigen (teilweise suboptimalen) Erfahrungen mit dem von mir ausgewählten Dentalmikroskop berichtet.

Der heutige Bericht ist der erste von einer Reihe von zukünftigen Beiträgen über (für uns sehr) bewährte Anschaffungen in Zuge des Praxis-Neustarts…

die Anschaffung und Integration des Dentalmikroskops für und in den täglichen (endodontischen) Praxisalltag ist weit mehr als der Kauf eines (optischen) Hilfsmittels.           Er bedeutet eine Änderung der Philosophie mit umfassenden Abwandlungen der bisher gewöhnten Arbeitsweisen. Zusätzliche Neuanschaffungen von Instrumenten und Einrichtungsgegenständen sind ferner sinnvoll bzw. notwendig.

Hierzu zählt insbesondere die Wahl des OP-Stuhls, da eine suffiziente Abstützung der Arme während der Behandlung für Behandler _und_ Assistenz unerlässlich ist.

Nach reichlicher Information über in Frage kommende Modelle (u.a. Coburg Medicalift 3014 von Jörg&Sohn) entschieden wir uns für den von JADENT vertriebenen ERGOsit

Nach einem 3/4 Jahr im Einsatz kann ich diese Anschaffung mehr als empfehlen. In meinen Augen kommt man bei der Wahl eines OP-Stuhls um den ERGOsit kaum herum…

ob „Regular“ oder „Support“ ist ein stückweit Geschmacksache; auf die Führungsschienen für die Armlehnen und den Fuss-Aktivator sollte man in meinen Augen jedoch in keinem Fall verzichten.

P.S.: An dieser Stelle noch eine Frage in eigener Sache… hat jemand der WS-Leser Erfahrungen mit dem von Jadent angebotenen Endocart ?

Keramik-Kinder-Kronen

von Christian Danzl

Nachdem wir eine Kinderzahnärztin in der Praxis eingestellt haben, hat es nicht lange gedauert, bis auch Kinderkronen bei uns Einzug gehalten haben.

Die Mädchen sind meist sehr stolz auf ihre Prinzessinnenzähne und die Jungs auf ihre Ritterzähne auch.

Der Zahnarzt ist froh, dass die Zähne gut restauriert sind, die Eltern auch.
Aber lange nicht alle:

„Gibt es die Kronen denn nicht in weiss??????“

Das ist die Frage, die in letzter Zeit häufiger gestellt wird (komischerweise oft von zugezogenen ethnischen Gruppen, die vorher für ihre goldenen Zähne bekannt waren).

„Ja. Gibt es!“, ist seit neuestem die Antwort

„Weisse“ Zirkonkronen für Milchmolaren.

Pro Zahn in zwei verschiedenen Größen, zumindest bei den EZ-Pedo Kronen.

Sie sind zwar fürchterlich zu verarbeiten, weil viel mehr präpariert werden muss, die Kronen nicht nachgeben, somit nicht „raufschnappen“ und aufwändiger zementiert werden müssen.

Das geht dann nicht mehr ohne Zuzahlung.

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Tsunami-Endodontics Teil 6 NSK

von Christian Danzl

Unter Tsunami-Endodontics finden sich hier, hier, hier und hier schon Einträge.
Auch NSK hat was im Portfolio.
Der V-S50 Spitzenhalter mit den Spülspitzen V-S 51 bis 53 (auch diamantner lieferbar) für Ultraschall-Geräte ist schon länger im Angebot. Funktioniert, mir persönlich ist jedoch die E5-Spitze deutlich lieber.
Der Spitzenhalter ist auch für den Airscaler lieferbar: V-S 75.

Jetzt gibt es dazu NiTi-Spitzen, die ähnlich dem SF 65 von Komet sind. Sie können einfach in den V-S 75 eingespannt werden.

Diese Spitzen funktionieren im Airscaler sehr gut, im US dagegen ist die Spülwirkung eher mittelmässig, da das flexible NiTi die hochfrequente Schwingung des US absorbiert und die Spitze wenig schwingt. Zumindest in der vorliegenden Länge.

Die Schwingung um die 6 kHz des Airscalers harmoniert jedoch sehr gut damit.
Die NiTi-Spitzen sind vorne jedoch sehr spitzig, nachdem ich die Spitze auf einem Abziehstein etwas entschärft hatte ging sie deutlich leichter in die Kanäle.

Bilder mit dem Plastik-Block: Original geht die Spitze 18 mm in den „Kanal“da sie sich in der ersten Scharte fängt, abgerundet geht sie locker auf Länge.

Da die Spitze ja aus Nickel-Titan-Legierung ist, fällt das Vorbiegen leider flach :-(

Was also tun? – Teil II – „Auflösung“

von Bonald Decker

Vor einiger Zeit hatten wir hier gefragt, wie Sie den gezeigten Fall therapeutisch angehen würden.

Vielen Dank an dieser Stelle für die Kommentare und Therapievorschläge von Dr. Susanne Kirchem und Dr. Guido Vorwerk.

Nachfolgend möchte ich unser Procedere erläutern:

Als Ursache für den Entzündungsprozess im Frontzahnbereich des 1. Quadranten hatten wir primär Zahn 12 verantwortlich gemacht und unser weiteres Vorgehen darauf ausgerichtet. Unsere Diagnose lautete:

Zahn 12:

  • Pulpal: Pulpanekrose
  • Periapikal: apikale Parodontitis
  • Weiteres: Zustand nach Frontzahntrauma (wohl Subluxation) mit nachfolgender Abszessbildung bei nicht abgeschlossenem Wurzelwachstum

Nach eingehender Aufklärung der Eltern und des Patienten über die verschiedenen Therapieoptionen fiel die gemeinsame Entscheidung zu Gunsten eines Revitalisierungsversuches bei Zahn 12 aus.  Ferner wurde die Entfernung des Zahnes 53 (bei vorhandener negativer Sensibilität) vorgesehen.

Unser klinisches Vorgehen der Revitalisierung haben wir in der Vergangenheit u.a. hier bzw. hier bereits beschrieben.

Die nachfolgenden Abbildungen verdeutlichen die Situation direkt nach Behandlungsabschluss:

Und so stellte sich das Ganze in der radiologischen Nachkontrolle durch den Hauszahnarzt ein Jahr später dar:

Ein (für uns) erfreuliches wie erstaunliches Comeback. Insbesondere, wenn man die Ausgangssituation und die 1-Jahres-Kontrolle gegenüberstellt:

 Wir sind auf zukünftige Nachkontrollen sehr gespannt, die dann hoffentlich die Nachhaltigkeit der Therapie untermauern werden…

Licht

von Christian Danzl

Wie viele Kollegen, habe auch ich mich für eine Lupenbrille entschieden.
Schon vor langer Zeit. Damals war es eine Brille von Sandy Grendel.
Sie war sehr leicht und mit einer 2,3-fachen Vergrößerung geeignet als erste Lupenbrille.

Aber damit kommt man schnell an die Grenzen. Also muss eine neue Brille her. Die Wahl fiel auf die Orascoptic, 3,8-fach, Keppler’sches System.
Die Umstellung war anfangs mühsam, da der Schärfentiefebereich im Vergleich zur 2,3-fachen Vergrößerung deutlich kleiner war.
Und es war einfach dunkler. So kam die Brille seltener zum Einsatz als sie sollte.
Was auch daran lag, dass ja auch schon lange ein Mikroskop in der Praxis war und man ja da auch „ausweichen“ konnte.

Irgendwie wollte ich aber doch eine Beleuchtung für die Lupe.
Es gab mittlerweile verschiedene Lichtsysteme auf dem Markt.
Eines heller, kleiner und ausdauernder als das andere. Jeder Kollege hatte seinen Geheimtipp, aber auch triftige Gründe, warum er gerade das andere nicht nahm.
Was mich immer noch störte war
– einerseits das Kabel, das von der Brille irgendwie zum Gürtel – wo der Akku war – geführt werden musste, und
-andererseits der Preis.
Die Lichter lagen alle um die 1.000,-. Mal mehr mal weniger.

Die Brille war teuer genug, wenn jetzt auch noch das Licht dazu rumliegt, ist es definitiv zu teuer.
Somit hab ich mir bei Conrad-Elektronik mal eine LED-Stirnlampe bestellt, nur um zu testen, ob es sich für meine Belange lohnen würde Geld für ein Lupenbrillenlicht auszugeben.

Das Ergebnis:

Es lohnt sich Geld dafür aus zu geben.
Klar, wird jeder bestätigen, der eine Lupe mit ordentlichem Licht hat.
Man darf auch sagen, dass eine Lupenbrille OHNE Licht KEINEN Sinn macht.

Meine LED-Stirnlampe von Conrad ist eine LED-Lenser H7R, mittlerweile bei auch bei Amazon verfügbar. Der kleine Akkupack (3 handelsübliche Micro-Zellen) sitzt am Hinterkopf auf dem Gummiband. Die Lampe ist dimmbar und hat einen neigbaren Zoomreflektor.
Sie ist mir hell genug, der Akku hält (wenn ich sie nicht auf dem Kopf habe, hängt sie am Ladegerät) einige Stunden und ich habe kein Kabel an mir rumbaumeln.

Nachteile:
kein Orangefilter und sie sieht richtig unprofessionell aus.

Wie gesagt, die Lampe hab ich nur zum Testen gekauft. Ich finde die Lampe allerdings so gut, dass ich immer noch keine teuere, „professionelle“ Lampe gekauft habe, sondern noch eine zweite LED-Lenser H7R dazu, denn die Lampe funktioniert auch ohne Lupenbrille.

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Neustart (VI) – Patientenaufklärung und Beratung

von Christoph Kaaden

Mit der Anschaffung einiger technischer Neuerungen (wie z.B. dem 40 Zoll Flachbild-Fernseher zur Übertragung des Mikroskopbildes für die Assistenz) haben sich für uns eine Reihe weiterer Anwendungsmöglichkeiten ergeben.

Als _die_ Beste hat sich binnen kürzester Zeit die Nutzung des Fernsehers für die Patientenaufklärung und Beratung herauskristallisiert.

Während ich „früher“ z.T. kleine Zeichnungen oder Ähnliches zur Erläuterung der Situation und des Vorgehens auf einem Stück Papier (oder „schlimmer“, auf die Trayauflage skizziert habe) nutze ich nun eine Kombination folgender Dinge:

Die Idee ist eigentlich recht simpel.

AppleTV erlaubt eine Synchronisierung von IPad und Fernseher. So ist es mir nun möglich, meine Skizzen auf dem IPad anzufertigen während der Patient diese ganz ungezwungen am TV verfolgen kann.

_Endlich_ ist es nun nicht mehr notwendig, dass der Patient gezwungen ist mir über die Schulter zuschauen, damit er etwas sehen kann…

Wie bei jedem „normalen“ Gespräch kann ich dem Patienten mit dieser Variante gegenübersitzen, während er bei Bedarf ggf. den Blick auf den Beratungsbildschirm richten kann.

Eine, wie ich finde, sehr komfortable wie auch professionelle Lösung.

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Die über Adobe Ideas erstelle Datei kann ferner im Anschluss sehr einfach weiterverarbeitet werden (Z.b. Zuordnung in die digitale Patientenakte) und dem Patienten auf Wunsch problemlos mitgegeben werden.

Für uns ist diese Form der Patientenaufklärung binnen kürzester Zeit (quasi) unverzichtbar geworden…

Probieren Sie es aus… Sie (und besonders ihre Patienten) werden es „lieben“

:-)

P.S.:

Vielleicht fragt sich der ein oder andere, wie ich das Röntgenbild („so schnell“) auf`s IPad bekomme…

ganz einfach…

ich fotografiere es mit der integrierten IPad-Kamera von dem PC Monitor ab, um es dann mit dem digitalen Zeichenblock zu verwenden und zu bearbeiten.

Die Qualität reicht (mir) auf alle Fälle spielend aus und übersteigt im Übrigen auch meine Zeichenkünste bei Weitem…

;-)

Erstellung eines Desktop Mitschnittes

von Christoph Kaaden

Bonald Decker hatte im Zuge seines jüngsten Fallberichtes letzte Woche auch (erstmals bei Ihm) ein Kurzvideo einer DVT-Aufnahme eingearbeitet. Bisher handelte es sich bei Ihm immer um Screenshots, die einzeln oder als Abfolge gezeigt wurden.

Diesmal erfolgte die Erstellung anders…

Über einen Desktop-Mitschnitt.

Programme zur Erstellung hierfür gibt es wie Sand am Meer:

Als der Klassiker für solche Fälle wird in der Regel Screentoaster.com, ein Java-basiertes Tool gennant.

Bonald Decker hingegen hat nach einer Alternative gesucht und ist auf screencast-o-matic.com gestossen.

Trotz des „bescheidenen“ Namens (und Logos) bietet Screencast-o-matic alle notwendigen Features zur Erstellung eines Bildschirmmittschnittes und ist „Kinderleicht“ zu bedienen.

Und auch die Filegrösse hielt sich in dem gezeigten Fall in Grenzen… keine 4 MB umfasste das „Oster-Ei“Video…

try it… you`ll like it

:-)

Glück gehabt …

von Ronald Wecker

… hatte dieser 8-jährige Patient.

Durch ein Frontzahntrauma Anfang Dezember 2011 kam es zu einer Lockerung der Zähne 21 und 11. Hartsubstanzdefekte waren nicht zu diagnostizieren. Beide Zähne waren achsial und lateral leicht perkussionsempfindlich.

Zahn 11 sowie die Zähne 32-42 zeigten eine positive Reaktion auf Kälte und elektrischen Reiz. Zahn 21 zeigte bei beiden Tests eine negative Reaktion.

Auf dem angefertigten Röntgeneinzelbild ist das noch nicht abgeschlossene Wurzelwachstum zu erkennen. Eine apikale Aufhellung fehlt.

Drei Monate später sind beide Zähne klinisch frei von Symptomen. 21 reagiert weiterhin negativ auf Kälte und elektrischen Reiz. Das Röntgenbild lässt deutlich ein Voranschreiten des Wurzeldickenwachstums erkennen.

Ein schönes Beispiel für den Unterschied zwischen Vitalität und Sensibilität.

Neustart (V) – Spiegel

von Christoph Kaaden

Im Zuge einer Praxis-Neugründung bzw. eines Umbaus stehen eine Vielzahl (um nicht zu sagen eine „Unmenge“) an zu treffenden Entscheidungen an. Dazu zählen u.a. auch die Auswahl von diversen Einrichtungsutensilien.

Wie zum Beispiel der Badspiegel… ein nicht unwichtiges, wie sensibles Thema, dass viel mit „Geschmackssache“ zu tun hat

Hier unsere Wahl:

Modell: Vernissage

Bestellt bei Lionidas.

Individuell nach Mass gefertigt.

Kosten pro Stück: 150 Euro
Wie ich finde ein gutes Preis – Leistungsverhältnis

Auch, wenn die Lieferung ein paar Wochen auf sich warten liess… können wir sie uneingeschränkt empfehlen…

P.S.: Den Tipp für diesen Onlineanbieter habe ich (wie könnte es anders sein, Florian Krekel zu verdanken)

wenn’s schnell kleben soll …

von Christian Danzl

Kerr hat mit Vertise Flow ein „selbstklebendes“ lichthärtendes Komposit auf den Markt gebracht und ihm sogar eine Webseite spendiert (ob es von anderen Herstellern ein ähnliches Material gibt, weiss ich nicht).
Wenn ich ehrlich bin, hab ich schon lange auf so ein Material gewartet und sofort mal eine Spritze zum Testen bestellt.

Meine Einsatzgebiete wären:

  • Abdecken bzw. Fixieren von Calciumhydroxid oder MTA bei einer direkten Überkappung. Das wäre deutlich einfacher als mit Harvard oder einem Liner.
    Anschliessend kann man ätzen und bonden, ohne Wartezeit.
  • direktes Abdecken von MTA bei einer WF oder Perforation

Ob sich das – wie gewünscht – durchführen lässt, weiss ich noch nicht, ich werde berichten.

Kerr empfiehlt das Material jedenfalls unter anderem als

  • Liner
  • Fissurenversiegler
  • Milchzahnfüllungsmaterial
  • Keramikreparatur

Lt. Hersteller soll eine erste dünne Schicht mit einem Pinsel aufgebracht werden, ähnlich einem One-Bottle-Bondingsystem, diese aushärten, dann weiter applizieren (siehe Anwendungsvideos auf der Homepage).

Neustart (III) – Kinderkrankheiten (I)

von Christoph Kaaden

Zu unserer “Multi-Media”-Ausstattung des Behandlungszimmers habe ich bereits an dieser Stelle berichtet…

nicht unerwähnt möchte ich lassen, dass eine solche Ausstattung auch eine Kehrseite hat…

eine Kehrseite, die das tägliche Arbeiten (sehr) erschwert oder im schlechtesten Fall unmöglich macht…

in unserem Fall trifft dies z.T. auf die „PC-Anlage“ im Behandlungszimmer zu…

und so kämpfen wir mit den „Kinderkrankheiten“ eines Neustarts…

eine dieser möchte ich heute vorstellen…

Im Rahmen unserer Behandlungszimmerplanung galt es u.a. die „Hinterkopf-Behandlungszeile“ zu konzipieren.

Nach eingehender Beratung und Besprechung über unsere Anforderungen folgten wir den Empfehlungen von Dental-Depot und Möbelfirma (spezialisiert auf die Einrichtung von Zahn-/Arzt-Praxen).

Hierzu zählte u.a., dass man (wir) den PC des Behandlungszimmers in einem der Oberschränke unterbringen solle. Dies schien uns aus diversen Gründen eine gute Idee.

Das Thema „Wärmeentwicklung“ sollte durch die (liebevoll) „ausgeschnittene offene“ Rückwand des Schrankes „gelöst“ werden…

Diese „Lösung“ bzw. „Empfehlung“ erwies sich bereits nach kürzester Zeit als „Wunschdenken“.

Als Konsequenz schaltete sich der PC nach recht kurzer Betriebsdauer automatisch ab, um eine Überhitzung zu vermeiden. Somit war damit u.a. auch das Anfertigen von Röntgenbildern unmöglich.

Ein Punkt, der insbesondere in einer „Endo-Praxis“ von grosser Bedeutung ist…

als „Lösung“ des Problems würde uns von der Einrichtungsfirma vorgeschlagen, weitere „Lüftungsöffnungen“ in Decke und Boden des PC-Fachs bohren zu lassen, um so eine bessere Luftzirkulation zu erlauben…

gesagt, getan…

das Resultat…

fünf Löcher, (quasi) null (positive) Wirkung…

extrem unbefriedigend…

aus verschiedenen Gründen.

Ein „ständig“ abstürzender PC, der z.T. dazu führte, dass man Patienten nicht wunschgemäss behandeln konnte.

Man könnte auch sagen …

„Alptraum“

und das für gut 12.000 Euro, die man in die Behandlungszeile investiert hat…

die Lösung des Problems verdanke ich einem extrem findigen und engagierten Kollegen und Freund der sich eine kleine Ventilator-Einheit für unseren PC-Schrank ausgedacht und dann ge-/eingebaut hat.

Dr. Florian Krekel

Im Zuge unserer Blog-Staffel “ Neustart“ werden Sie diesen Namen noch häufiger lesen… was daran liegt, dass Florian uns nicht nur bei der Bewältigung der PC-Wärmeentwicklungs-Krankheit geholfen hat, sondern auch noch diverse andere kleine und grosse Wunder bei uns vollbracht hat…

hier aber zunächst seine Lösung unseres PC-Wärme-Problems.

Ein Einbau von fünf (vier oben und einen unten) kleinen Ventilatoren zur besseren Luftzirkulation. Um die Geräuschentwicklung möglichst gering zu halten hat Dr. Krekel ferner eine Silikonunterlage zwischen Schrankholz und Lüfter eingelegt.

Die Ventilatoren stammen von der Firma Papst  und haben einem Durchmesser von 60 mm (Typ 612Fl (mit 12 V und 19 m3/h bei gerade mal 16db).

Bestellt hat er diese bei www.pcsilent.de

Und so sieht das Ganze jetzt  fertig aus…

Die Temperatur innerhalb des PC-Fachs misst ein kleiner Thermostat, der bei Übersteigen der eingestellten „Kerntemperatur“ das Lüftersystem aktiviert (und nach Abkühlung auch wieder abschaltet).

Seit dem beschrieben Einbau ist das Wärme-Problem für uns gelöst und erlaubt nun endlich einen reibungslosen Behandlungsablauf.

Eigentlich hätte ich gedacht (oder besser erwartet), dass sich die „Dental-Profis“ im Vorfeld darüber Gedanken gemacht habe (wenn man es so verkauft)…

aber (leider) weit gefehlt…

umso dankbarer bin ich unserem „Retter“ für seinen Erfindungsgeist und sein Engagement…

D A N K E

Florian

und nicht nur dafür…

;-)

Programmierung Endopilot

von Christian Danzl

Wie hier schon beschrieben, lässt sich beim Endopilot von Schlumbohm seit dem Update  die Reziprok-Bewegung leichter programmieren. Die Umdrehung in rpm lässt sich in 50er Schritten eingeben und die Zeit des Recht- bzw. Linkslaufes lässt sich in Millisekunden eingeben (in 10er Schritten).
Rechnen muss man leider immer noch selber. Ich hoffe, dass beim nächsten Update die Programmierung nochmal vereinfacht wird (wie es geht hat Satelec/Acteon vorgemacht mit dem i-Endo Dual. Dort kann neben der Drehzahl auch der Drehwinkel für die Pendelbewegung zwischen 10° und 360° für Recht- und  Linkslauf direkt eingegeben werden. Jedoch verfügt der Motor weder über ELM, noch über andere Erweiterungen, wie Ultraschall oder ein Downpack/Backfil-System).

Bei 600 rpm dreht die Feile 10 mal die Sekunde, also einmal in 100 Millisekunden. Somit steht der Wert 10 (entspricht 100 ms) im Display für 360°, also entspricht dem Wert 1 (10 ms) 36° Drehung (bei 600 rpm!).
Entsprechend 3° bei 50 rpm.

Der Wert 1 (10 ms) entspricht bei
50 rpm   3°
100 rpm   6°
150 rpm   9°
300 rpm 18°
400 rpm 24°
usw.

Meine Standard-Reziprok-Einstellung ist zur Zeit:
400 rpm, rechts 6 (entspricht 144°), links 2 (macht 48°), Pause 1, bei 2,20 ncm.

So wird momentan die VDW Mtwo 25/06 betrieben. Funktioniert.

Ob die wirklichen Drehwinkel einigermassen mit der Programmierung übereinstimmen, kann überprüft werden, indem man eine alte maschinelle Feile um 90° abknickt (in diesem Fall eine Micro Mega Giro-File) in das Handstück einspannt und laufen lässt. Wenn man direkt auf die Feile schaut fungiert sie gewissermassen als Zeiger. So kann zumindest grob abschätzen, ob die Feile das tut, was man will.

Teilmatrizen und Separierringe – Erfahrungen aus fast 3 Jahren

von Christian Danzl

Ich habe schon des öfteren von Teilmatrizensystemen berichtet. Von Neuerungen und Neuentdeckungen. Ich habe etliche Systeme ausprobiert.

Was bleibt nach 3 Jahren?

Die Antwort ist einfach.

Von den Teilmatrizenbändern ist eigentlich jedes gut zu verwenden. Jeder Hersteller hat eigene Formen und jede Form hat ihr Einsatzgebiet, das eine wird mehr gebraucht das andere weniger. Übrig bleibt keines.

Von den Separierringen ist bei mir die erste Wahl ganz eindeutig das V3 System, von Triodent.

  • Die Ringe sind stark, separieren ordentlich
  • die geteilten Füße lassen das Einbringen von Interdentalkeilen auch nach dem Aufsetzen des Ringes zu
  • der Kunststoffüberzug hält gut, hält den Autokraten aus, verschleisst kaum,
  • seit sie im Einsatz sind mussten die Ringe noch nicht nachgespannt werden.
  • sind sehr gut geeignet, wenn der Approximalraum weit offen ist

Nachteile (wie überall, so auch hier):

  • Wenn die Zähne nicht weit aus der Gingiva herausschauen und die Füsse nicht genug Unterschnitt finden, rutschen sie wieder nach oben ab.
  • Preis

An zweiter Stelle: die Standard Ringe von Garrison.

  • sie separieren ordentlich
  • halten die Spannung gut
  • in verschiedenen „Fusslängen“ erhältlich (farblich codiert)
  • Füße sind am Ende etwas verdickt, so können sie sich besser fest halten

Nachteile:

  • Keil muss vorher gelegt sein
  • wenn der Approximalraum weit offen ist, wird das Matrizenband oft nur unzureichend adaptiert, oder die Füße rutschen durch.

An dritter Stelle die Ringe on Polydentia

  • sehr ähnlich den Ringen von Garrison, jedoch ohne „Kodierungsgriff“
  • sehr preiswert
  • keine Kanten und Nischen, somit leicht zu reinigen und sterilisieren
  • für die Füße gibt es Aufsteckteile aus Silikon, um eine bessere Konturierung im weiten Approximalraum zu erreichen

Nachteile:

  • Spannung lässt sehr schnell nach, sie müssen vor fast jedem Einsatz nachgespannt werden.
  • Keine Verdickung an den Fußenden (sonst könnte das Silikonteil nicht aufgesetzt werden), rutschen dadurch eher ab

Keiner der Ringe ist schlecht, auch wenn der eine weniger oft zum Einsatz kommt, als der andere.

Neustart (III) – Deutschland vs. Schweden (I)

von Christoph Kaaden

Im Zuge der Praxisplanung standen natürlich auch bei uns ein paar grundlegende Überlegungen und Entscheidungen an.

Unter anderem die Wahl des Autoklaven.

Ein sensibles und heikles Thema.

Wie nicht zuletzt auch der kürzlich hier erschiene Beitrag von Olaf Löffler zeigt…

Die Empfehlung des Depots war eindeutig:

MELAG !

Die Empfehlung von Freunden und Bekannten auch:

_BLOSS KEIN MELAG_ !

An dieser Stelle galt es abzuwägen und sich um mögliche Alternativen zu kümmern.

Erstmal brachte Dr. Thomas Weber (der Autor des – Memorix Zahnheilkunde-)  den Namen – Getinge – für mich „ins Spiel“…

Auch Dr. Andreas Habash hat sich im Kommentar zu diesem Artikel für „seinen“ Getinge K5+ „stark gemacht“. Ebenso wie weitere Kollegen.

Fragt man bei den „üblichen“ Depots (und auch bei Kollegen) hinsichtlich möglicher „Getinge“-Erfahrungen nach, ist die Reaktion (in der Regel) immer die selbe:

GETINGE ?

„Kenn` ich nicht…“ oder „Nie gehört…“

Erstaunlich eigentlich, wenn man sich ein bisschen mit der Materie beschäftigt.

Handelt es sich doch bei dieser schwedischen Firma um alles andere als eine Hinterhof-Firma.

Wie hier nachzulesen ist.

„Vergleichen“ Sie dies mal mit der in Deutschland zumeist bekannten Firma in diesem Bereich der Medizintechnik.

Wer sich näher über die Getinge-Tischsterilisatoren informieren möchte kann dies zunächst einmal hier tun.

Demnächst werden wir von unseren bisherigen praktischen Erfahrungen berichten…

Crystal Tips – Update

von Hans – Willi Herrmann

Unser ehemals riesiger Vorrat an Riskontrol- Ansätzen der Firma Acteon (gekauft, um die Praxis mit kostenlosen Adaptern ausrüsten zu können)  ging langsam zu Ende.
Das hatte ich schon länger zum Anlass genommen, mich nun intensiver mit den Crystal Tips – Ansätzen zu beschäftigen. Vielleicht erinnern sie sich – ich hatte die Crystal Tips auf der  Info- Dental in Frankfurt im November 2010 kennengelernt und der erste Eindruck in der Praxis, hier beschrieben, war vielversprechend. Alles funktionierte einwandfrei, lediglich die Länge der Kanülen hatte ich als zu lang empfunden.

Und genau das ist jetzt geändert, es gibt zwei Varianten, Crystal Tip Original und Crystal Tip HP, letztere 2,5 cm kürzer als die Standard – Variante.

HP steht im Übrigen für High Pressure.
Diese Kanülen weisen lediglich 2 Luftkanäle auf gegenüber 4 Luftauslässen bei der Original- Kanüle. Ein höherer Luftdruck soll das Resultat sein. Warum diese Änderung ? Je nach Adapter kam es mit den Original- Kanülen zu einem deutlich feststellbaren Druckluftabfall gegenüber dem Original- Ansatz.  Die Modifikation soll nun dies beheben.

Kurze Kanüle, 4 Luftauslässe.

Das wäre eigentlich meine Traumkombination, denn ich war mit dem Luftausstoss an meinen Sirona Sprayvit – Spritzen eigentlich zufrieden.
Gibt es noch nicht, soll aber in absehbarer Zeit erhältlich sein.
Es ist nämlich von Herstellerseite geplant, sowohl die kurze wie auch die lange Variante als normale und HP – Variante anzubieten. Dann sollte eigentlich alles perfekt sein. Fast zumindest – bei der Riskontrol habe ich es als vorteilhaft empfunden, die Spitze biegen zu können. Das geht bei der Crystal Tip nicht in gleichem Maße, wenngleich im Schaftbereich sehr wohl eine gewisse Biegung möglich ist. Dafür ist der Kopf wesentlich kleiner als bei der Riskontrol, und der Adapter ist drehbar, was die geringere Flexibilität ausgleicht, für manche Anwender sogar überkompensiert.

Nachwievor gibt es die Crystal – Tip Ansätze (einschließlich kostenloser Adapter) nur im Direktvertrieb. Bei Interesse wenden Sie sich an CRYSTAL TIP GERMANY / EUROPE

Soren & Lars Schneider
Wettiner Strasse 5

04105 Leipzig

Oder  direkt per eMail über:

wr.germany@me.com

Ausserdem  existiert eine kostenfreie Nummer zur Bestellung für Anrufe aus dem Fest- oder Mobilfunknetz:

0800 801 12345

Wäre noch der Preis.
Den hatte ich günstiger in Erinnerung.
Ein schneller Preischeck ergab Kosten von 13 Cent für die Riskcontrol und 23 Cent für die Crystal Tip. Sind sie den Aufpreis wert ?  Ich werde es ausprobieren. Bislang funktioniert alles einwandfrei. Meine Riskontrol – Adapter habe ich dennoch erst mal nur beiseitegelegt, um sie gegebenfalls reaktivieren zu können.

Endlich das Update

von Christian Danzl

Lange hat es gedauert, aber Schlumbohm hat endlich das Update für den Endo-Pilot rausgeschickt (für die Kunden, die am Update-Service teilnehmen).

Was ist neu?

  1. Die Feilenbilbliothek ist erweitert worden.
  2. Der Reziprok-Modus ist überarbeitet worden.
    Die Programmierung ist einfacher geworden.  D.h. Rechts- und Linkslauf sowie Pause wird jetzt in Millisekunden angegeben und die Geschwindigkeit im rpm.
    Ein einfaches Verstellen der Geschwindigkeit bei gleichbleibenden Drehwinkeln ist aber leider immer noch schwierig (schön wäre es, wenn die Drehwinkel direkt eingestellt werde könnten, wie beim alten ATR-Motor).
    Desweiteren funktioniert jetzt auch die Auto-Stop Funktion im Reziprokmodus.
    Die volle Drehmomentkontrolle bei Reziprok ist natürlich geblieben.
  3. Frei programmierbare Feilensequenzen.
    Man kann jetzt – wenn man die die vom Hersteller vorgegebenen Feilensequenzen nicht benutzen will – sein eigenes Hybridsystem einprogrammieren, und muss nicht kreuz und quer durch die Systeme springen.Die eigenen Feilenfolgen werden in der „my file“-Bibliothek abgelegt.
    Vorgeschlagen sind hier schon:
  • enge Kanäle
  • normale Kanäle
  • weite Kanäle
  • Spezial
  • Revision

Pro Kategorie können bis zu 10 Feilen in beliebiger Kombination einprogrammiert werden.

So sind bei mir z.B. unter „enge Kanäle“ die von Michael Arnold vorgeschlagenen
Maillefer ProFile 15/06 > Maillefer ProFile 20/04 > VDW FlexMaster 15/06 einprogrammiert.
In „Spezial“ ist die Two-File-Endo mit FKG Scout RaCe 10/02 normal und FKG Easy RaCe 25/06 im Reziprok-Modus (momentan Rechts 12, Links 6, Pause 2 bei 400 rpm) abgelegt (Alternativkombination: Maillefer PathFile 13/02 normal und VDW Mtwo 25/06 reziprok.
Für eine weitere Aufbereitung kann ja noch eine 35/06 bei gleichen Parametern nachgeschoben werden (wenn die 25/06 reziprok nicht leicht auf Länge geht, kann mit einer RaCe 15/02 evtl. 20/02 oder Pathfile 16/02 evtl. 19/02 der Gleitpfad erweitern werden).

Die frei programmierbaren Sequenzen sind sicher für viele das „Killer-Feature“, denn so können bewährte Feilenkombinationen mit den richtigen Drehzahlen und Torsionswerten sehr einfach eingesetzt werden.
Wir werden sehen, ob uns hier einige Vorschläge diesbezüglich erreichen.

Ich glaube, man kann sagen, dass der Endopilot seine einzigartige Vielseitigkeit mit diesem Update noch weiter ausgebaut hat.

Neustart (II) – Verkabelung

von Christoph Kaaden

Letzte Woche habe ich hier über unseren Praxis-Neustart geschrieben.

Hierzu heute der nächste Beitrag:

Im Zuge der „Multi-Media“-Ausstattung unseres Behandlungszimmers hatte ich recht konkrete Vorstellungen…

Ich wollte gerne 3 Monitore an der Behandlungszeile (12-Uhr Position hinter einer Glasscheibe) zur möglichen Darstellung von

– Abrechnungssoftware

– Röntgensoftware

und

– Mikroskop-Video-Bild

Ferner sollte ein Monitor an der Behandlungseinheit in der Lage sein, dass Mikroskop-Video-Bild bzw. wahlweise das Röntgenbild zeigen zu können (Hiermit hatten wir in den letzten Jahren bei den Patienten sehr gute Erfahrungen gemacht).

Als Röntgensensor haben wir uns im Vorfeld für einen Kodak 6100 Sensor entschieden, der mittels USB-Anschluss an der PC im Behandlungszimmer angeschlossen werden muss.

Zuletzt war auf „9 Uhr“ die Übertragung des Mikroskop-Video-Bildes auf einen Fernseher (zur besseren Mitbetrachtung der Behandlung u.a. für die Assistenz) gewünscht.

Zur vereinfachten Bearbeitung der von uns häufig mitgefilmten Behandlungen hatte mich ferner Oscar von Stetten (Danke Ossi!!!) in der Planungsphase auf die Idee gebracht, einen H264-Recorder „zwischenzuschalten“. Dieser ist in der Lage, das über die HD-Videokamera Aufgenommene gleich in eine MP4-Datei umzuwandeln, um diese dann auf einem Computer zu speichern… somit endlich kein „lästiges“ Auslesen der MC Karte mehr…!!!

Klingt kompliziert das Ganze…???

na ja…

was soll ich sagen…

so sieht die entsprechende Planungsskizze der „Verkabelung“ aus…

Um dies umsetzten zu können, müssen im Vorfeld u.a. einige Leerrohre vorgesehen werden, die einen entsprechenden Durchmesser (u.a. für den HDMI Stecker) aufweisen. Ferner sind z.T. (passive) HDMI bzw. USB Repeater notwendig.

Mein Dank für die quasi reibungslose „Planung und Umsetzung“ geht massgeblich an Holger Stölting (Fa. Advance Computer).

Und hier noch ein paar Impressionen des Ganzen:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Turbinenlaser

von Christian Danzl

Hiermit oute ich mich: Ich habe keinen Laser in der Praxis.

Weniger aus Preisgründen, da es mittlerweile günstige Geräte gibt, aber mir fehlt in meiner Praxis noch des Einsatzgebiet.
Klar, wenn er dasteht, findet man schon etwas, wo man draufleuchten kann.
Wo ich schon ab und zu einen Laser brauchen könnte, wäre die Gingivektomie an Implantaten (sonst reicht mein Elektrotom), wenn sich das Zahnfleisch gar zu euphorisch regeneriert hat.
Aber Minimum 2.500,- für einen Laser (AMD Picasso lite) ist es mir persönlich nicht wert, wenn man ihn nur ein-, zweimal im Jahr braucht.

Der Tip für den „Turbinenlaser“ kam von Stefan Verch.

Verschiede Hersteller haben Zirkon“Bohrer“ im Programm. Es ist einfach nur ein Konus aus Zirkonoxidkeramik. Dieser wird in der Turbine ohne Wasserspray bertrieben.
Drehzahl 300.000 bis 450.000 U/min.

Er nimmt die Gingiva weg und verschmort die Oberfläche. Schneiden und koagulieren in einem Arbeitsgang (wie bei einem Elektrotom oder Laser auch). Verschleissfrei.

Ich hab mich für den CeraTip von Komet entschieden, der ist aus einem Stück Zirkon und somit schlanker als andere Produkte, die aus Metall sind und oben eine Zirkonspitze eingesetzt haben. Denn Platz ist sowieso immer knapp, wenn man interdental irgendwo hin muss.

Einsatzgebiet bei mir hauptsächlich die Blutstillung nach Kronenpräp, dann kann man sich oft das Fädenlegen sparen, oder Excision der Gingiva interdental beim Füllung legen.

Funktioniert gut.
Auch wenn ein Laser ab und zu besser wäre.

wenn die Spritze nicht wirkt…

von Christian Danzl

Gott sei Dank kommt es nur sehr selten vor, dass ich einen Zahn für Wurzelkanalbehandlung nicht anästhesieren kann.
Aber hin und wieder funktioniert die Anästhesie nicht.

Sitzende Leitung, 2 x nachgespritzt, buccal, lingual und in aufsteigenden UK-Ast anästhesiert, intraligamentär, (im OK analog buccal, palatinal und Leitung, wo es geht) und auf die offen liegende Pulpa Gingicain. Trotzdem ist die Pulpa nicht berührbar, ohne dass der Patient an die Decke geht, was eine intrapulpale Injektion unmöglich macht.

Ein Patient hat es mal so beschrieben: „Meine linke Gesichtshälfte spüre ich nicht mehr. Und mitten in diesem Nichts ist ein ekelhafter Schmerz.“

Fast immer war diese Situation vergesellschaftet mit einem Dentikel.

Was machen Sie in so einem Fall?

Aktuelles von Komet

von Christian Danzl

Letzte Woche war mein Komet-Vertreter wieder da.

Was gibt es neues?

  • Easy-Seal, ein Wurzelkanalsealer in der Automix-Spritze. Er ist weisslich transluzent. Die Überschüsse lassen sich sehr gut mit einem alkoholgetränktem Microbrush aus der Kavität entfernen, deutlich besser als Ah Plus. Praktisch ist die Automix-Spritze, wenn man komplette Pastenfüllung mit 02er Zentralstiftmethode macht. Für die Fülltechniken, bei der fast das ganze Kanallumen mit Guttapercha ausgefüllt werden (laterale, vertikale Kondensation und Singlecone mit passendem Taper von Aufbereitung und GP-Spitze) empfiehlt es sich zur Materialersparnis, auf die Automischkanüle zu verzichten und die zwei Pasten auf einen Anmischblock auszudrücken und mit einem Spatel zu vermischen.
  • Den Endo-Bohrer H1SML  gibt es nun endlich in 34 mm Länge und in größeren Größen. Und zwar von 06 ins 14 in zweier Schritten. Unten im Bild ist er in der Mitte zu sehen, zwischen zwei Mounce-Bohrern, die weiter ausgedünnt sind und mit Tiefen- und Größenmarkierung versehen sind.Bestellnummern 205.006 bis 205.014 je nach Größe.

Transparenter Kunststoff

von Christian Danzl

Ich bin bekennender Quixfil-Anwender. Seit Jahren.
Umgestiegen auf X-tra Fil von VOCO bin ich nie, obwohl es keine Gründe gäbe das Material zu verschmähen, einzig, dass es vielleicht einen Hauch opaker sein könnte als das Quixfil. Auch die die „Flow“-Variante von Quixfil, das SDR, findet „reissenden Absatz“ in der Praxis, besonders als erste Schicht unter dem Quixfil und als perfekt anliegendes Material am Übergang von der Präpgrenze zur Matrize. Dessen einziger, aber entscheidender Nachteil, ist – nach meiner Meinung – die alleinige Verfügbarkeit in Compules. Und ich mag das Flow nun mal lieber in Spritzen, weil es in meinen Händen einfacher zu applizieren ist, als mit Compules in der Appligun.

Genau in diese Lücke springt nun VOCO und liefert mit dem X-tra base ein, dem SDR vergleichbares Komposit in der Spritze. Und noch dazu in der genialen Spritze mit Tropf-stop (lassen Sie sich nicht täuschen vom Bild unten, der Tropf-stop funktioniert!).
SDR wir bei mir definitiv ersetzt durch X-tra base.

Weiters wurde bei VOCO umgesetzt, was schon viele Zahnärzte lange Zeit gefordert hatten:
„Macht mal ein Komposit, das dem Amalgam optisch ähnlich ist. So dass es als „Amalgamersatz“ (was man darunter auch immer verstehen mag) taugt.“

Hier ist es. Alfacomp LC. Grau.

Mein Favorit ist es nicht, bei mir gibt es als Kassenfüllung statt Amalgam den GIZ Fuji IX in Farbe A2, und als günstige Kunststofffüllung Quixfil/SDR/G-Bond (demnächst Quixfil/X-tra base/G-Bond. Und da Quixfil/SDR/G-Bond auch mein Standard für Zahnhalsfüllungen ist, da es sich fast immer sehr gut an die bestehende Zahnfarbe anpasst, wäre das Alfacomp LC als „Amalgamersatz“ nur wieder eine Spritze mehr im Schubladen, was ich eigentlich vermeiden wollte…..

Helfer im Einsatz – ENDOGUIDE™ Hartmetallinstrumente

von Jörg Schröder

Vor kurzem hatte Christoph Kaaden an dieser Stelle die Endoguide-Instrumente von SS White vorgestellt. Nachdem kurz zuvor die gleichen Instrumente in einem internationalen Endodontie-Forum von einer renommierten Kollegin gelobt worden waren, habe ich mir das „Molaren-Kit“ kurzerhand bestellt.

Am Montag trafen die Instrumente ein und bereits am Dienstag konnten sie im praktischen Einsatz überzeugen.

Der Metallstift in einem Zahn 11 sollte im Zuge einer Revisionsbehandlung entfernt werden.

Nach Anlegen des Kofferdams wurde zunächst der koronale Stiftanteil mit einem flammen-förmigen Diamanten freigelegt.


Unter dem Mikroskop zeigte sich ein zementierter Titanstift, der zudem mit einem sehr gut adaptierten adhäsivem Kompositaufbau verbunden war. Um die Zementfuge vollständig darzustellen war es notwendig den Stift zirkulär von der Kompositumfassung zu befreien.

Herkömmliche rotierende Instrumente mit FG-Schaft weisen entweder eine zu kurzen Schaft auf oder haben Durchmesser, die dazu führen, dass nach der Kompositreduktion auch der noch verbleibende koronale Zahnanteil unerwünscht reduziert werden würde.

Die Endoguide-Instrumente mit FG-Schaft haben eine Gesamtlänge von 27 mm und haben eine ausreichend grazile Hartmetallspitze, sodass die sichtkontrollierte, hochtourige Reduktion des Komposites mühelos gelang.

Das Reduzieren der Zementfuge mittels Ultarschallfeilen ISO 20 und das Lösen des Stiftes war daraufhin ebenfalls sehr kontrolliert durchzuführen.

Definitiv 5 Wurzelspitzen dafür. Ein Werkzeug das ich schon jetzt nicht mehr missen möchte.

Zudem eine gute Aufbewahrungshilfe mit klarer Beschriftung nebst Bestellnummern für das Nachbestellen neuer Instrumente.

Ich bin gespannt welche Einsatzgebiete sich mir noch erschliessen werden.

Neue Visionen – Neue Möglichkeiten

von Christoph Kaaden

Endlich ist er „da“…

der Endodontie Kalender 2012 

Mit neuen Visionen & Möglichkeiten möchte Michael Arnold zusammen mit zahlreichen Autoren über neue Möglichkeiten in der Endodontologie auf der Basis aktueller Forschung informieren.

Dies gelingt nicht nur aufgrund der optisch ansprechenden zwölf Kalenderseiten, sondern insbesondere durch spannende und sehr versiert gelöste Behandlungsfälle eindrucksvoll.

Online zu bestellen gibt es den Kalender hier.

Bericht aus Bonn

von Christian Danzl

Vergangenes Wochenende war die 10. Jahrestagung der DGEndo/1. Jahrestagung der DGET in Bonn.
Mein Bericht hierüber wird sich sehr beschränken, und zwar auf die Neuerungen bei Schlumbohms EndoPilot.

Herr Schlunbohm hat für den EndoPilot angekündigt.

Kommen soll:

  • Optimierung der Reziprok-Funktion.
    Die Drehmomentkontrolle wurde verbessert, wie auch die Genauigkeit der elektrischen Längenmessung während der Aufbereitung.
  • Es gibt jetzt einen eigenen Menü-Punkt für Reziprok-Feilen (My Reziprok) bei dem drei verschiedene Feilen einprogrammiert werden können, die reziprok arbeiten.
  • Daten von neuen Feilen wurden aufgenommen: HyFlex, CMA und Mani NRT

Ein Vorschlag, die Fußsteuerung für den 2-Kanal-Fußanlasser zu erweitern wurde positiv aufgenommen und die schnellstmögliche Umsetzung versprochen:

Select Pedal lang drücken: zurück ins Hauptmenu.
Dort mit dem Select Pedal die einzelnen Menus anwählen und mit dem Start Pedal auswählen.

Wäre schön, wenn diese Funktionserweiterung des Fußanlassers schon im nächsten Update dabei sein könnte.

Kleine Helferlein „plus 1“

von Christoph Kaaden

Christian Danzl hat vor zwei Tagen über einige „neue“ kleine Helferlein für den zahnärztlich-endodontischen Alltag berichtet…

diesem Beitrag möchte ich ein weiteres Produkt hinzufügen…:

Die ENDOGUIDE™ Hartmetallinstrumente von SS White:

Entwickelt und gedacht als Alternative bzw. Ersatz von üblicherweise verwendeten runden Hartmetallbohrern, wie den Munce Discovery Burs (Hanchadent)

Das nachfolgende Video soll die Vorteile des neuen Instrumentensatzes verdeutlichen:

ENDOGUIDE™-Video

Erhältlich sind die Instrumente seit Kurzem in Deutschland bei Atec-Dental.

Markierte Spritzen

von Hans – Willi Herrmann

Endlich.

Endlich gibt es farbig markierte Spritzen in 4 verschiedenen Farben.

Seit Jahren suchte ich danach, um die NaOCl- , EDTA, Alkohol- Spritzen zum Spülen der Wurzelkanäle schon von weitem eindeutig und sicher unterscheiden zu können.

Was hatte ich nicht schon alles ausprobiert. Weisse und grüne Spritzen verwenden ? Mindestens eine Farbe zu wenig. Blaue Spritzen als dritte Farbe verwenden ? Leider ohne Luer Lock, geht also nicht. Unterschiedliche Größen ? Ginge, sieht aber zusammengestoppelt aus.

Am ehesten noch kam ich meinen Vorstellungen nahe mit einer Beringung der Einweg – Luerlock – Spritzen mittels farbigem Kunststoff – Klebeband. Aber so ganz zufrieden war ich damit noch nicht. Gummiringe als Markierung ? Als Einmalartikel zu teuer, zu wenig sichtbar.

Letztendlich liess ich Kunstoffklebe – Ettiketten herstellen. Das funktioniert einwandfrei und gut. Das Datum der Abfüllung und die Initialien des Abfüllenden werden auf dem Etikett vermerkt, unterschiedliche Abfüllungen mittels farbiger Verschlussstopfen gekennzeichnet für ein „First in, first out“.

Wenn Coltene jetzt auch noch bereit wäre, neben den 10 ml Spritzen kleinere Spritzen anzubieten (wir verwenden 5 ml Spritzen, weil diese einen geringeren Stempeldruck aufweisen, eine Vorsichtsmassnahme, um einen NaOCL – Zwischenfall nicht zu provozieren).

Dann wärs ja fast perfekt und ich würde die Klebeetiketten vielleicht weglassen.
Fehlt nur noch ein günstiger Preis für die Spritzen.
Ich muss gestehen, ich hab vergessen, zu fragen, was die Spritzen kosten.

Ich werds nachholen, am Freitag auf der Jahrestagung.
Passend zu den Spritzen gibts von Coltene einen Spritzenwärmer. Er sieht einem in USA bei  Vista Dental erhältlichen Gerät zum Verwechseln ähnlich und scheint sehr gut zu funktionieren. Darüber wird hier bei WURZELSPITZE am Samstag Andreas Habash berichten, der seit einigen Wochen schon mit diesem Gerät arbeitet.

Kleine Helferlein

Von Christian Danzl

Letzten Freitag und Samstag fand in Salzburg die Jahrestagung der OEGENDO statt. Da das fast direkt vor meiner Haustür ist bin ich mal hingefahren.

Auf der Dentalausstellung gab es einige neue Dinge.

  • Von Thomas gibt es für ihr Endocart und auch für alle anderen Einheiten eine neue Wasserspritze, ähnlich der DCI-Spritze. Ist aus Kunststoff, ohne Heizung innen, aber mit geänderter Taster-Belegung, nämlich mit der deutschen Version mit „Luft-links“


    Ist an jeder Einheit nachrüstbar, die Starz Tipz Einweg Spritzenaufsätze passen hier ohne Adapter. Zu beziehen auch über HanChaDent.
  • Bei Coltene gab es ganz normale Luer-Lock Spritzen, die für verschiedene Spüllösungen unterschiedliche Farben (gelb, rot, blau grün) haben, dazu gibt es einen neuen Spritzenwärmer für vier 10 ml-Spritzen und zwei Composite-Spritzen.
  • die bewährte digitale HD-Adapter von HanChaDent mit der Sony Nex 5 wurde upgedated auf die Sony Nex 5N. Mit besserem Video 1080p mit 50 frames, 16 MP Foto und neuer verbesserter HDR-Funktion.

Das ganze gibt es nächste Woche auch zu sehen auf der 10. Jahrestagung der DG-Endo /1. Jahrestagung der DGET in Bonn.

Schlumbohm Ultraschall

von Christian Danzl

wie schon hier beschrieben läuft bei mir in der Praxis der Schlumbohm EndoPilot in Verbindung mit dem CoPilot, somit auch mit dem neuen Ultraschall-Handstück.

Mit dem 2-Kanal-Funkfussanlasser lässt sich auch sehr schön zwischen Aufbereitung und US-Benutzung wechseln. Die Laufzeit hab ich auf 30 Sekunden eingestellt, nach dieser Zeit schaltet der US ab, somit kann man gewährleisten, dass genügend lange gespült wird.

Das von Schlumbohm ist nicht mein erstes Ultraschall-Gerät.

Es läuft noch ein Satelec Suprasson P5 Booster und ein NSK Varios. Und wer auch verschiedene US-Geräte hat, weiss, dass nicht jede US-Spitze in jedem US-Handstück gleich gut schwingt.

Beispiel: Meine heiss geliebte Maillefer Pro Ultra Tip Endo 6 – 8 (sehr dünn, reichen weit in den Kanal, leicht zu verbiegen für krumme Kanäle) funktionieren prima im Satelec, im NSK bewegen sie sich kein µ. Der „Endo-Chuck“ von NSK (U-Feilenhalter E11) bleibt hingegen im Satelec vollkommen regungslos.

Hier nun die aktuelle – sicher nicht vollständige und auch nicht allgemein gültige – Auflistung der von mir bis jetzt getesteten Spitzen zur US-Spülung.
Die Erfahrungen beziehen sich auf MEIN US-Handstück, es kann sein, dass andere Handstücke anders schwingen.

  1. NSK
    E5

    läuft am besten, mehr als ausreichend Leitung bei 30% Leistung, Spitze kann leicht durch Verbiegen an gebogene Kanäle angepasst werden
    E7

    nur minimal schlechter als die E5, schwerer zu verbiegen
  2. Maillfer
    ProUltra Endo 6 A 0621
    ProUltra Endo 7 A 0621
    ProUltra Endo 8 A 0621


    springen leider in Meinem Handstück nicht an.
  3. Satelec
    ET 20 Tip
    ET 40 Tip
    benötigen mehr Leistung, funktionieren einigermassen gut, schwieriger zu biegen als die NSK E5
  4. Carr
    eie2 CT4 
    eie2 SP1
    brauchen sehr viel Leistung, schwingen wenig, springen nicht richtig an, schwierig zu biegen

Während, wie gesagt, im Satelec die ProUltra Ende 8 meine Lieblingsspitze zum Spülen ist, bewegt sie sich im NSK und auch im Schlumbohm-US überhaupt nicht. Hier ist die NSK E5 die beste Spitze (von denen die ich bis jetzt getestet habe), sie benötigt wenig Leistung ist leicht an die Kanalkrümmungen anzupassen.
Da sie im Originalzustand an der Spitze plan geschliffen ist, breche ich die Kanten vorne mit einem Arkansas-Steinchen und poliere sie anschliessend mit einem weisse Gummi-Polierer. So lassen sich die Scharten an der Kanalwand reduzieren.

neuer Thermaprep Ofen

von Christian Danzl

Maillefer hat einen neuen Ofen für das Thermafil-Wurzelkanal-Füllsystem im Angebot.
Den thermaprep 2.

Der bisherige thermaprep plus hat zwar funktioniert, der Nachfolger ist aber an einigen Stellen verbessert worden.

Dem neuen Ofen wurde eine Temperatur-Regelung spendiert, so dass die zweite Lage der Obturatoren nicht überhitzt. Diese sind nach 20 bis 50 Sekunden einsatzbereit, je nach Größe, danach bleiben sie 90 sek einsatzbereit.
Der Hebemechanismus wurde verbessert, nun wird verhindert, dass die warme Guttapercha beim Ausfahren die Wand der Heizkammer berührt.
Der neue Reinigungsmodus ermöglicht nach einer Aufheizzeit das Reinigen der Heizkammer.

Silberstiftabenteuer


von Ronald Wecker

Das präoperative Röntgenbild verhiess einen interessanten Behandlungsverlauf:

Der im periapikalen Gewebe endende Silberstift in Zahn 22 war durch einen gegossenen Stiftaufbau mit sehr gutem Randschluss am Herausfallen „gesichert“ worden.

Nach Abnehmen der Langzeitprovisorien mussten beide Zähne zunächst adhäsiv aufgebaut werden um das Anlegen des Kofferdams zu ermöglichen. Nach Reduktion des koronalen Stiftanteils konnten die gegossenen Aufbauten mit Hilfe des Thomas-Post-Puller-Systems entfernt werden.

Der im oberen Kanaldrittel gelegene Silberstiftanteil hatte durch das Präparieren und Einsetzen des gegossenen Aufbaus deutliche Deformationen erlitten, sodass ein Entfernungsversuch mittels Greifinstrument nicht in Frage kam. Zu groß die Möglichkeit den Silberstift dabei zwischen oberen und mittlerem Wurzeldrittel abzureissen.

Daher wurde das um den Stift befindliche Obturationsmaterial vorsichtig mit einer Endosonore-Feile der Größe 20 entfernt. Dabei ist darauf zu achten den Silberstift nicht zu touchieren. Durch intermittierendes Spülen konnten so drei Viertel des Silberstiftes freigelegt werden. Anschliessend wurde das apikal verbliebene Obturationsmaterial mit Handinstrumenten der Größe 008-12,5 passiert um ein Verklemmen des Silberstiftes im Bereich des Foramens zu vermeiden.

Die Entfernung erfolgte mittels Kanülentechnik: Eine klemmungsfrei den Silberstift umschliessende, stumpfe Luer-Lock-Kanüle wurde nach Trocknung von Silberstift und Kanal mit einem dualhärtendem Komposit gefüllt und unter visueller Kontrolle bis zu der vorher durch eine Markierung gekennzeichnete Einbringtiefe auf den Silberstift geschoben.

Nach langen 3 Minuten des Wartens konnte der Silberstift nun mit einer Arterienklemme samt Kanüle aus dem Kanal entfernt werden. Das angefertigte Röntgenbild zeigt sowohl die vollständige Entfernung des Silberstiftes als auch den mit Obturationsmaterial gefüllten, sehr weiten Kanalhohlraum an Zahn 22.

Nach chemomechanischer Aufbereitung beider Zähne stellte sich nun die Frage der temporären Versorgung.

Um einen erneuten Zugang zu den Kanalsystemen zu erleichtern kamen DT Illusion Stifte von VDW zum Einsatz. Thermisch reaktive Farbpigmente machen die Stifte nach Abkühlung durch Luft oder Wasserspray sichtbar. Bei Körpertemperatur haben die Stifte ein normales, milchglasähnliches Erscheinungsbild.

Nachdem das Kalziumhydroxid mit einem kleinem Schaumstoffpellet abgedeckt worden war wurde eine kleine Schicht Cavit in den Kanal eingebracht. Anschliessend wurde die Zahnhartsubstanz konditioniert und beide Zähne nach Einbringen eines passenden DT Illusion Stiftes dentinadhäsiv aufgebaut. Nach Grobpräparation erfolgte das Adaptieren und Zementieren der vorhandenen Langzeitprovisorien.

In der zweiten Behandlungssitzung konnte, da beide Zähne adhäsive Aufbauten trugen, auf den Einsatz von Butterfly-Klammern zur Befestigung des Kofferdams verzichtet werden.

Die Fixierung des Kofferdams an den präparierten Zähnen erfolgte durch Anfertigung einer individuellen „Klammer“ aus einem fliessfähigen Komposit. Nach erneutem Anlegen der Zugangskavitäten wurden beide Kanalsysteme nach ausgiebiger ultraschallunterstützter Irrigation obturiert. Aufgrund des großen Foramendurchmessers und dem Fehlen einer Konstriktion kam an Zahn 22 MTA zum Einsatz. Die Zugangskavität wurde nach Insertion eines Quarzfaserstiftes dentinadhäsiv verschlossen.

Wenngleich das Entfernen von Faserstiften unter dem Mikroskop recht unproblematisch durchzuführen ist, erleichtert der Einsatz der DT Illusion Stifte diesen Behandlungschritt nochmals deutlich.

Elektrischer Pulpa Tester

von Christoph Kaaden

Vor einigen Wochen habe ich es „getan“,…

und einen elektrischen Pulpa Tester bestellt.

Soweit nichts besonderes… allerdings handelt es sich um ein Produkt hergestellt und geliefert aus China

Geordert hier bei Ebay…

Für knapp 74 Euro.

Zuzüglich Versandkosten von 14,85 Euro

Fünf (!) Tage später wurde es geliefert.

Wie „versprochen“.

Unser erster Eindruck…

Tadellos

Ob`s so bleibt…?

Ich werde berichten…

PS: Ein seeehr ähnlich aussehendes Produkt gibt es ansonsten hier

far, far beyond endodontics

von Christian Danzl

Sollten Endodontie, Chirurgie, Implantologie versagt – oder nicht zur Debatte gestanden sein, bleibt oft nur der Schlappen – t’schuldigung – natürlich gingivagetragener Zahnersatz.

Aber zahnlos, das weiss jeder Zahnarzt, wird nichts besser. Denn nicht nur der Patient leidet sehr unter der Druckstelle, auch die Entfernung derselben wird dem Zahnarzt verleidet mit einem BEMA Honorar von ca. 16,- € für eine Mu und Sk.
D.h. nicht ganz 4 Minuten hat der Durchschnittszahnarzt Zeit, um keine Miesen zu machen.
Das beinhaltet die Begrüßung, die langwierige Belehrung durch den Patienten, was eine Druckstelle ist, wie weh sie tut, und  wann sie weh tut, wann es am schlimmsten…………, das Auffinden der Druckstelle im Mund, dabei drei mal dem Patienten die Finger aus dem Mund zu nehmen, mit denen sie die Druckstelle zeigen, und zu erklären, dass man mit Fingern im Mund überhaupt nichts sieht; das Zuviel an Kunststoff auf der Prothese ausfindig zu machen, weg zu schleifen, Kontrolle, Polieren, Salbe auf die wunde Gingivastelle auftragen und eine Aufklärung über Prothersenkarenz, sinnlose Tinkturen, Wiedervorstellung bei Persistenz und Verabschiedung.
Mit Vor- und Nachbereitung des Arbeitsplatzes und Instrumentenaufbereitung will ich gar nicht anfangen.

Lösung?

Ich hab keine. Zumindest keine die realistisch wäre.

Vorgehensweise, die sich bei uns mittlerweile etabliert hat:

Übertragung der genauen Stelle von Gingiva auf Prothese funktioniert zuverlässig mit Temporan-Paste. Eine kleine Menge auf die betroffene Stelle der Gingiva aufbringen, Prothese einsetzen, wieder rausnehmen und die weisse Paste haftet an der Prothese und markiert genau die korrespondierende Stelle der Prothese – sofern die Prothese trocken war.

Die Entfernung des Kunststoffes geht wunderbar mit den Faservlies Rädern von Komet (Vorsicht! Abtrag bei neuen, noch harten Rädern sehr hoch!). Diese nehmen nicht nur punktuell den Kunststoff weg, sondern schaffen gleich saubere Übergänge. Die Kunststoffoberfläche ist danach schon sehr glatt, so dass die Politur auf ein Minimum reduziert werden kann.

Das „Drumherum“ bleibt trotzdem, Finden und Entfernen der Druckstelle geht zumindest schneller.

Dass man bei einem Decubitus an einem Sublingualbügel aus KoCr-Stahl mit den Faservlies Rädern nichts ausrichtet ist – glaube ich – nicht erwähnenswert.

Feuerlöscherchen?

von Christian Danzl

Nach unserem frisch überstandenem Wasserschaden fragt man sich, was es Schlimmeres gibt?

Die Antwort ist klar:

Feuer.

Nicht umsonst sind Feuerlöscher vorgeschrieben. Die Menge, Löscheinheiten und Wartung sind ja jetzt durch QM kein Problem mehr.  ;-)

Was tun, wenn es dann doch mal zu einem kleinen Feuer kommt?

Feuerlöscher!

Ich schätze, dass aus Kostengründen 80% der Feuerlöscher, die in den Praxen hängen, ABC-Pulver-Löscher sind.
Das heisst im Bandfall bei einem 6-Kg-Löscher: 10 sek. löschen und danach 5 Stunden putzen – wenn man davon ausgeht, dass das (hoffentlich Klein-)feuer gelöscht ist und die Feuerwehr nicht benötigt wird.

Da in einer Zahnarztpraxis ab und zu mit offener Flamme hantiert wird, Spiritusbrenner für das Wachsmesser, Bunsenbrenner im Praxislabor und im Advent der unvermeidliche Adventskranz, usw. ist ein unkontrolliertes Entflammen von leicht brennbaren Materialien nicht ausgeschlossen.

Hilfsmittel zum Feuerlöscher bei einem Entstehungsbrand:

– Löschdecken sind Kleinlöschgeräte aus unbrennbarem Gewebe, um entstehende Feuer durch Luftabschluss zu ersticken.

– Feuerlöschsprays sind Löschhilfen, sie sind keine Feuerlöscher nach Norm, da

  • die Löschmittelmindestmenge nicht erreicht wird
  • die vorgeschriebe Wurfweite nicht erreicht wird
  • der Sprühwinkel zu gering ist
  • die Haltbarkeit mit 3 Jahren weit von den 20 Jahren eines Feuerlöschers entfernt ist
  • das EN3-Niveau unterschritten wird
  • thermische Stabilität unzureichend ist

Trotzdem können sie durchaus Kleinbrände löschen und sie verursachen durch Löschschaum keine löschpulverbedingten Putzorgien.

Sie sind NICHT geeignet und auch NICHT dazu gedacht Feuerlöscher zu ersetzen.
Es kann aber eine Person mit dem griffbereiten Löschspray/Löschdecke einen entstehenden Brand schon eindämmen, evtl. löschen, während eine weitere Person einen Normlöscher zum „Einsatzort“ bringt. So kann durchaus Schlimmeres verhindert werden.

Die Kosten sind mit ca. 15,- bis 25,- Euro überschaubar („Strassenpreis“).

Ultradent- Update und neue Patientenbrille

von Hans – Willi Herrmann

Vor einiger Zeit habe ich  hier von Problemen mit den lila Ultradent EndoEze „capillary tip“- Kanülen berichtet. Ein Fehler, der in mehreren WURZELSPITZE – Praxen zur gleichen Zeit auftauchte und bis dato unbekannt war. Und ziemlich ärgerlich, wenn man den stolzen Preis für diese Kanülen in Betracht zog.

Heute rückblickend war es vermutlich ein Chargenproblem, denn in all der Zeit ist in unserer Praxis der Fehler nicht mehr aufgetaucht. Unsere Box, in der wir alle Kanülenmisserfolge gesammelt haben, hat nun schon lange, sehr lange keinen Zuwachs mehr bekommen. Grund genug, den Deckel endgültig zu schliessen. Jörg Schröder hatte für sich an dieser Stelle mittelfristig schon mal Entwarnung gegeben und auch ich möchte nun – nach ausreichend langer Zeit der Beobachtung – sagen, daß ganz offensichtlich  wieder alles okay ist in der Produktion, so wie ich es von Ultradent gewohnt bin in den vielen Jahren, in denen ich gerne mit deren Produkte arbeite, was auch der Grund war, warum ich trotz der Mängel nicht auf ein anderes Fabrikat ausgewichen bin.

Und dann noch ein Neuzugang in der Praxis.
Schon lange tragen unsere Patienten während der Behandlung Schutzbrillen.
Bisher haben wir mit zwei unterschiedlichen Modellen zwischen normalem Arbeiten und dem Arbeiten unter dem Dentalmikroskop unterschieden.
Jetzt gibt es nur noch orangene Brillen für alle Tätigkeiten und zwar von M& W, 14,90 Euro das Stück, auf Vorschlag eines Patienten „Happy Laune- Brille“ getauft.

EndoPilot jetzt endlich mit CoPilot

von Christian Danzl

Letzte Woche ist er endlich angekommen. Der CoPilot von Schlumbohm. Die Erweiterung des EndoPilot. Zur IDS wurde er vorgestellt, jetzt ist er verfügbar.

Der EndoPilot ist – meiner Meinung nach – das innovativste Produkt auf dem Endomarkt.
Ein all-in-one Gerät für die Endodontie.
Drehmomentkontrollierter Motor, Apex Locator mit programmierbarer Arbeitslänge, der während der Aufbereitung reproduzierbar funktioniert, aber auch alleine arbeitet, ein Feilenmanagement, welches die Belastungen der jeweiligen Feile berücksichtigt und ein Warmabfüllsystem mit Downpack und Backfill. Alles in einem Gerät.

Bis jetzt.

Jetzt ist der CoPilot da.

Was ist nun der CoPilot eigentlich?

Der CoPilot ist die passende Erweiterung zum EndoPilot und macht ihn dadurch zum kompletten Endo-Cart.

  • Akku-Pack: macht den EP unabhängig von der Steckdose
  • Ultraschall-Handstück
  • Funk-Fussanlasser, 2-kanalig. Das rechte Pedal zum Starten und Stoppen einer Anwendung, und das Linke zum Wechseln von einer Anwendung zum US
  • Eine weitere Anschlussbuchse, so dass das lästige Umstecken von der Aufbereitung zum Downpack wegfällt.

Durch den Akkubetrieb und den Funkfussanlasser fallen 2 Kabel weg, die auf dem Boden liegen und gestört haben. Die Pilot/CoPilot-Kombination ist somit deutlich flexibler, geworden. Durch die kompakte Größe des Carts kann das System in den meisten Fällen auch auf 12-Uhr Position eingesetzt werden. Ohne störende und limitierende Strom- und Fussanlasser-Kabel.

Selbstverständlich kann auch während der Akku-Ladung mit dem Gerät gearbeitet werden und ebenso selbstverständlich kann das US-Handstück mit EMS- oder Sattele-Gewinde geordert werden.

Neu ist auch der Update-Service.
Über einen ansteckbaren Kartenleser können neue Feilendaten eingelesen und neue Funktionen einprogrammiert werden (durch die Touch-Screen Bedienung sind auch die möglichen Schalter und Regler am Gerät nicht über die Hardware limitiert, da eine „neue Taste“ einfach programmiert werden kann).

Die in der Feilenbibliothek gespeicherte Feilendaten können jederzeit vom Behandler geändert werden. Drehmoment, Winkelgeschwindigkeit, Drehrichtung, Pause zwischen Dehrichtungsänderung können im Reziprokmodus dem eigenen Geschmack angepasst werden. Der Motor ist weder limitiert auf kontinuierliche Drehung, noch auf eine Drehrichtung.

Nettes Feature:

Im US-Betrieb, kann ein Countdown-Timmer (bis zu 240 Sekunden) eingestellt werden. Somit hat man die Möglichkeit die Zeitdauer der aktivierten Spülung – für das eigene Spülprotokoll – zu standardisieren, ohne auf die Uhr blicken zu müssen.

Spülprotokoll bei Revaskularisierungstherapie

von Christoph Kaaden

Letzte Woche wurde hier über das mögliche klinische Vorgehen bei der Revaskularisierungstherapie von nekrotischen Zähnen mit nicht abgeschlossenem Wurzelwachstum berichtet.

Da passt es gut, dass Trevino et al. in der aktuellen Ausgabe des Journal of Endodontics ihre Ergebnisse zu unterschiedlichen Spülprotokollen in solchen Fällen veröffentlicht haben.

Als Quintessenz dieser in-vitro-Untersuchung  leitet sich folgendes mögliche klinische Vorgehen ab:

Erster Behandlungstermin: Spülung mit NaOCl gefolgt von EDTA (17%)-Anwendung. Danach Applikation der Antibiotika-Mixtur.

Zweiter Behandlungstermin: Alleinige Anwendung  von EDTA zur Ausspülung des Antibiotikums. Von einer NaOCl- oder CHX-Spülung wird aufgrund der abtötenden Wirkung auf mögliche Stammzellen abgeraten.

Näheres zu dieser Studie und dem Abstract findet der interessierte Leser hier.

Kanonenrohre (II)

von Bonald Decker

vor einiger Zeit habe ich auf Wurzelspitze über den ersten Teil unseres Kanonenrohr-Falles berichtet.

Persönlich hätte ich mir ein paar mehr Kommentare von Lesern zu diesem Fall gewünscht. Aber das, was als Feedback kam hat mich darin bestätigt einen Erhaltungsversuch durchzuführen.

Hier also das von uns durchgeführte Vorgehen:

Nach Entfernung des alten WF-Materials folgte eine Ca(OH)2-Einlage. Da die Fistel an Zahn 21 zunächst persistierte, entschieden wir uns für wiederholte medikamentöse Einlagen, bis diese abgeheilt war. Anschliessend erfolgte der Verschluss der Apices mittels weissem MTA Angelus. Aufgrund der ausgeprägten apikalen Osteolyse an Zahn 21 applizierten wir vorab ein resorbieres Widerlager (Colla Cote), um so eine massive Extrusion des MTAs zu umgehen. Im nachfolgenden Kontrolltermin mussten wir dann jedoch leider feststellen, dass das MTA in Zahn 21 nicht abgebunden hatte und ein neuer „Anlauf“ von Nöten war. Diesmal entschieden wir uns für die Anwendung von grauem MTA Angelus, da hier in der Vergangenheit von anderen Anwendern ein solches „Problem“ nicht festgestellt wurde. Tatsächlich stellte sich die weitere Nachkontrolle als positiv dar und somit konnte der Patient zur Weiterbehandlung (adhäsive Stiftversorgung und Kronenversorgung nach Langzeit-PV-Eingliederung) an den weiterführenden Kollegen übergeben werden…

nachfolgend einige Impressionen der bisherigen Behandlungsergebnisse:

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Tsunami-Endodontics – Teil 5 – Fotos

von Christian Danzl

Einen herzlichen Dank an Oscar von Stetten, Stuttgart, der mir heute Morgen um 8.00 Uhr aktuelle Bilder der SF 65 zur Verfügung gestellt hat.

Tsunami-Endodontics Teil 4 – SF 65

von Christian Danzl

Das „Original“ von Tsunami-Endodontics ist hier, hier, da und hier beschrieben.
Gesehen hat es hier auf dem Blog eigentlich keiner.
Das kommt daher, dass es ein Eigenbau ist, der zwar hervorragend funktioniert, aber dennoch ein Eigenbau ist. Ohne CE-Zeichen.

So wie es aussieht hat sich jetzt Komet dessen angenommen.

Das Prinzip ist gleich:

Airscaler mit „weicher“ Schallspitze, die sehr weit in das Kanallumen eingeführt wird und trotz einer guten Spülwirkung wenig Schaden an der Kanalwand setzt.

Die Schallspitze aus Glasfaser-Kunststoff des Ruddle-Endoaktivators wurde ersetzt durch eine NiTi-Spitze, was wahrscheinlich die Reinigungswirkung erhöht, aber evtl. auch die Kanalwand nicht ganz unberührt lassen könnte.
Wie gesagt könnte, weil momentan noch keine Tests vorliegen. Es wird sich zeigen.
Wie die – subjektive – Spülwirkung aussieht, kann ich auch noch nicht sagen, da ich die SF 65 nur kurz in der Hand und keine Möglichkeit zum Probieren hatte.

Plastik-Bohrer

von Christian Danzl

Nachdem Komet vor einiger Zeit Rosenbohrer aus Keramik auf den Markt gebracht hat, wurde jetzt ein „Rosenbohrer“ aus Kunststoff nachgeschoben. Die Anführungszeichen deshalb, weil es der Schneidengeometrie nach kein Rosenbohrer ist. Der Bohrer hat 4 Schneiden, oder sollte ich besser sagen  „Arbeitsbereiche“.

Für was jetzt einen Rosenbohrer aus Plastik, wenn sich doch Hartmetall und Keramik gut bewährt haben ?

Einsatzgebiet ist die sehr pulpanahe Karies, wenn die andere Karies schon exkaviert wurde. Durch das im Vergleich zu Metall sehr weiche Material wird nur weiches Dentin weggenommen, kariesfreies Dentin wird stehen gelassen. So sollen sich artifizielle Pulpaeröffnungen vermeiden lassen.

Der PolyBur sollte maximal mit 8.000 rpm laufen, optimal seien 2.000 rpm.

Dass der PolyBur ein Einweginstrument ist dürfte klar sein.
Auch die Standzeit der „Schneiden“ ist sehr überschaubar und wirklich nur für die Restkaries direkt vor der Pulpa ausreichend.

Preis ca. 1 Euro.
Durchaus praktisch, wenn man eine Pulpaeröffnung vermeiden kann.

Biodentine – neues Dentinersatzmaterial

von Christian Danzl

Freitag Mittag erwischte mich gerade noch der Verkaufsrepräsentant der Fa. MDS in der Praxis, neben vielen kleinen Dingen, die das Leben des Zahnarztes leichter machen sollen war auch „Biodentine“ von Septodont.

Biodentine soll ein Dentinersatzmaterial sein, und zwar in jeder hinsicht. Also wo Dentin am Zahn fehlt, kann es mit Biodentine wieder ersetzt werden.
Laut Hersteller ist es geeignet für:

  • Unterfüllungen
  • Cp
  • Dentinrekonstruktion vor Inlay- /Onlayversorgung
  • direkte Überkappung bei freiliegender Pulpa
  • Verschluss von Perforationen

Momentan ist es so, dass da nichts dabei wäre, was man nicht schon Versorgen könnte.

  • Unterfüllungen werden seit der Adhäsivtechnik sowieso immer weniger
  • Tiefe Stellen werden mit Calciumhydroxid versorgt
  • Dentinrekonstruktion vor adhäsiver Inlay- /Onlayversorgung ist jetzt nicht in jedem Fall notwendig, reduziert auch nur unnötig die Fläche für den adhäsiven Verbund
  • Deckung offener Pulpen und Perforationen gelingt mit MTA zuverlässig. Wenn auch bei der Perforationsdeckung etwas Übung erforderlich ist.

Kosten:

Der Preis liegt momentan bei ca. 10,- pro Anwendung.
Das ist stolzer Preis, wenn man das Material für Cp/Unterfüllung verwendet, er relativiert sich allerdings, wenn man in den Bereich der Anwendung des MTA kommt – vorausgesetzt man mischt immer eine komplette Packung MTA an.

In der Broschüre wird die Versorgung der Eröffneten Pulpa als Einsatzgebiet von Biodentine dargestellt, er wird aber nicht erwähnt, wie die Behandlung vor dem Auftragen Dentinersatzes aussehen soll.
Muss die Kavität mit der offenen Pulpa desinfiziert werden?
Wenn ja, mit was? Natriumhypochlorid, oder reicht Alkohol?
Oder reicht aus Aussprayen mit Wasser?

Wenn das so ist, könnte dem Zement (das ist es dem Anschein nach – der Vertreter schwieg allerdings sich über die Zusammensetzung gründlich aus)  eine antibakterielle und womöglich noch eine entzündungshemmende Substanz zugesetzt sein.

Bisher wurden bei uns offene Pulpen nach diesem Verfahren versorgt. Mit – bis jetzt -großem Erfolg.
Weisses, wenn auch nicht röntgenopakes MTA, kann hier preisgünstig bezogen werden.

Im Großen und Ganzen ist Biodentine ein interessanter Ansatz. Wenn es die Versprechungen halten kann, ist es sicher ein Material, auf das wir gewartet haben, insbesondere wenn man mit wenig Aufwand eine eröffnete Pulpa retten kann.

Zahnersatz aus China? Das war der Anfang, nicht das Ende – Teil 2: Gedanken dazu

von Christian Danzl

Was H.W. Herrmann am 14. Juni geschrieben hat, entspricht ziemlich genau meiner Meinung. Hier meine eigenen Gedanken zu diesem Thema:

Etliche „Original“-Geräte, die wir in Deutschland für viel Geld von bekannten Herstellern kaufen, sind bereits „Made in China“.

Der Hersteller spart also Geld in der Produkion. Was wir dann teuer bezahlen, bleibt im (Zwischen) Handel und als Gewinnmarge irgendwo hängen.

Dass viel Geld „irgendwo“  hängen bleibt, hat auch zur Folge, dass auf einigen Gebieten keine Entwicklung mehr erfolgt. Wenn die Herstellungskosten eines Gerätes nur noch 10% des Kaufpreises ausmachen (dürfen) – und da sind wir noch im Bereich westlicher Produktion, der Rest Handelsspanne ist (wo auch immer), kann kein Geld mehr für Entwicklung da sein.

Beispiel Endometrie.

Seit etlichen Jahren kosten die ungefähr 1.200,- €

Was können sie?

Sie zeigen uns an, wenn wir mit einem WK-Instrument, welches wir auf einer Seite in den Zahn einführen, auf der anderen Seite wieder verlassen.

Mehr oder weniger zuverlässig. Es gibt aber immer wieder unterschiedliche Messwerte oder Fehlmessungen, wenn der Kanal zu feucht ist, wenn eine Metallkrone drauf ist, wenn ein anders Desinfiziens im Kanal ist.

Wenn ein Behandler sagt, daß „sein“ Gerät sehr zuverlässig funktioniert liegt es zum Großteil an dessen Erfahrung, aus der Masse der Daten (falsche und richtige Messungen) die sinnlosen auszublenden.

Und weniger an der tollen Entwicklung, die diese Geräte in der letzten Zeit erfahren haben (ich warte nur bis es ein iPhone App für 0,79 € „lite“, die genauso gut misst wie die bisherigen Geräte, und eine Vollversion für 4,99 €, die den Kurzschluss über Metallkrone oder Flüssigkeit erkennt und meldet. Das Kabel für die Messung gibt es dann für 29,- € beim Apple-Zulieferer).

Nächstes Beispiel.

Polymerisationslampen.

Eine Lichtquelle, die blaues Licht abgibt (nativ oder gefiltert), ein Zeitschalter, der nach vorbestimter Zeit das Licht wieder ausschaltet, eine Stromquelle und evtl. ein Lichtleiter, der das Licht dahinbringt, wo es hin soll.

Nichts anderes als eine (Taschen)Lampe mit Abschaltautomatik.

Würde man die Einzelteile im Electonicversand (Also im Einzelhandel! Hier sind bereits Herstellungs-, Handels-, Export-, Fracht-, Importkosten abgegolten) bestellen, käme man – großzügig gerechnet – locker mit 20,- € hin.

Vom namhaften Hersteller zahlen wir dafür im Schitt 1.000,- €

Und nach einem Jahr macht der Akku dann die Grätsche, weil man ihn – auf Nachfrage beim Hersteller „nicht richtig ge- und entladen“ hat (das kommt aber nicht mehr vor, da man dafür jetzt QM installiert hat, was genau solche Sachen vermeidet!).

Da braucht sich niemand wundern, wenn man sich nach billigeren Alternativen umschaut.

Allerdings, und da schliesse ich wieder an die ersten Zeilen an, muss ein Billig-Gerät aus China nicht zwangsweise eine Kopie sein.

Etliche Geräte sind, wie gesagt, sowieso schon „Made in China“.

Jetzt fragt sich der interessierte Zahnarzt, ob „die Chinesen“ die Geräte, die sowieso schon „Made in China“ sind, nochmals kopieren um sie dann nochmal billiger herzustellen?

Es würde reichen, wenn die Fertigungsmaschinen, die für einen namhaften westlichen Hersteller 10.000 Stück auswerfen, nach Beendigung des Auftrages ein paar Wochen weiterliefen, um den eigenen Markt zu versorgen – dabei könnte auch ein gewisser Anteil in den Direkt-Export laufen. So könnte man erklären, dass es „Billig-Geräte“ gibt, die genauso aussehen und genauso gut (oder schlecht) funktionieren wie die Originale. Das ist aber eine reine Vermutung.

Ich als Provinzzahnarzt kann es aber nicht ausschliessen.

So und nun der Aufruf an Handel und Industrie:

Dass viel Geld eingenommen werden muss um Angestellte und Entwicklung zu bezahlen ist hier jedem klar, der eine Praxis führt, uns geht es genauso.

Jedoch kommen sich viele, die für ihr Geld hart arbeiten müssen, einfach nur veräppelt vor, wenn man für eindeutige Billig-Produkte horrende Summen ausgeben muss und denn richtig abgezockt wird, wenn man einen Ersatzakku dazu braucht.

Dann schaut man sich nach Alternativen um.

Auch wenn man unter Umständen mit der billigen Alternative nur scheinbar billiger fährt und langfristig draufzahlt – aber das, und genau das – haben wir schliesslich von den Krankenkassen gelernt.


					

Pro Design S




von Jörg Schröder

Vor einer Woche hatte ich an dieser Stelle von meinen ersten Erfahrungen mit einem neuen Feilensystem berichtet.

Das“Pro Design S“- System, entwickelt von Dr. Henrique Bassi, besteht aus 4 Feilen mit folgenden Abmessungen: 30/10, 25/08 25/01 und 20/06. Die Schneidengeometrien und Querschnitte variieren zwischen den verschiedenen Instrumenten. Bei stark obliterierten Kanalsystemen kommt zur Erlangung der Patency eine 15/05 in reziproker Arbeitsweise zum Einsatz.

Der dazugehörige Motor kann sowohl in rotierender als auch in reziproker Weise betrieben werden. Bei der vollrotierenden Arbeitsweise wird kontinuierlich der Verschleiss/die Belastung der verwendeten Feilen ermittelt und in „% Lebensdauer“ angezeigt.

Leider konnte ich keine Muster der Feilen mitnehmen. Allerdings konnte ich Kanalsysteme extrahierter Zähne aufbereiten. Einen Zahn, einen oberen Molaren mit einer starken Krümmung im apikalen Drittel des MB1, habe ich nach der Aufbereitung als Souvenir mitgebracht und in der Praxis röntgenologisch betrachtet.

Die zur Messaufnahme eingebrachte ProTaper F1 (20/07) zeigte sich dabei äusserst störrisch und wies nach dem Einsatz deutliche Aufdrehungen des Arbeitsendes auf.

Die Aufbereitung dieses Kanalsystems mit den Pro Design S Feilen gestaltete sich unkompliziert, und dass trotz unzureichender Zugangskavität.
Dabei war das taktile Empfinden ähnlich dem beim Einsatz einer ProFile 15/04 oder 15/06 beim pickenden Erschliessen obliterierter Kanäle.

Ich denke, dass wir von diesem System noch hören werden.




Fit Kofferdam Set

von Hans – Willi Herrmann

Das Fit Kofferdam- Set von Hager und Werken verwenden wir nun seit über 18 Jahren in größerer Zahl in unserer Praxis.

Jetzt habe ich wieder 5 Sets nachbestellt.
Schwachpunkt ist die Kofferdam – Lochzange. Nach entsprechender Zeit locht der Dorn nicht mehr einwandfrei. Und ein eingefranstes Loch ist nicht selten der Grund für einen Kofferdam, der beim Aufspannen reißt.

Eigentlich müsste ich also nur  eine neue Kofferdamzange nachbestellen.
Auf der IDS,  bei Roeko / Coltene hat man mir die firmeneigene Hygenic-Lochzange ans Herz gelegt.
Hygenic schwört Stein und Bein auf die überragende Qualität ihres Produktes.
Ist aber knapp 3 mal so teuer wie die Zange aus dem Set.
Ich mache nun die Probe aufs Exempel. 3 Zangen  von Hager und Werken werden bestellt und eine von Hygenic. Mal sehen, was länger hält.

Warum ich trotzdem noch 5 Sets nachbestellt habe ?

Weil – wir auch noch neue Klammern gebraucht haben und – das Set deutlich günstiger ist als die Summe der Einzelteile. Die Metallkofferdamrahmen nutzen wir nicht, und 3 (große) UK – Klammern des Sets eher selten.  Summa summarum ist das Set aber immer noch billiger, als wenn ich den Rest des Sets einzeln kaufen würde.

Die Klammern halten im Übrigen ebenfalls sehr, sehr lange. Hin und wieder bricht mal eine, aber das ist ein seltenes Vorkommnis.

Die Fit Kofferdam – Sets haben 1993 mal 278 DM gekostet, jetzt kosten sie (ebenfalls bei M & W)  knapp 180 Euro.
30 Prozent Preissteigerung hin oder her,  in meinen Augen immer noch ein sehr gutes Preis/Leistungsverhältnis und daher ist das Fit – Kofferdam – Set eines der wenigen 5 Produkte, dem ich 5 „Wurzelspitzen“ verleihe. 

Endopilot to go

von Christian Danzl

Schlumbohm hat seinen Endopilot mobiler gemacht. Nicht, dass er vorher immobil gewesen wäre, aber ihm wurde jetzt eine Halterung spendiert, mit der man das Gerät in verschiedenen Zimmern einfach und schnell fest fixieren kann.

Die Halteplatte besteht auch zwei Teilen, einer Montageplatte, die an einer Arbeitsfläche montiert wird und einem dazu passenden Einschub mit Kugelgelenk, der mittels 1/4″ Stativ-Schraube am Endopilot selbst  besfestigt wird.

So lässt sich das Gerät mit wenigen Handgriffen von einer „Dockingstation“ entfernen und an einer weiteren in einem anderen Behandlungszimmer anbringen.

Das funktioniert natürlich auch mit dem hinten am EP anbringbaren/angebrachten Instrumententräger, was auf den Fotos aber nicht gezeigt ist.

… wird nicht mehr repariert

von Christian Danzl

Wie hier schon beschrieben, laufen unsere Optilux Demetron 401 Polymerisationslampen  immer noch.

Alle.

Bis auf eine. Die hat jetzt Aussetzer. Das heisst, die Lampe geht hin und wieder aus. Wahrscheinlich ein Wackelkontakt.

Meine Helferinnen – nicht erst seit QM – angehalten, dass die Geräte in der Praxis funktionieren, haben die Lampe ins Depot geschickt, mit Bitte um Reparatur.

Sie kam postwendend zurück mit der Bemerkung vom Hersteller:

„Dieser Lampentyp wird nicht mehr repariert.“

Das heisst: Die Lampe wurde nicht mal angeschaut, ob es sich um einen Bagatellschaden handelt, der mit ein paar Handgriffen repariert werden kann. Es war auch keine Aussage von fehlenden Ersatzteilen – was ich erwartet hätte. Aber nicht mal die Mühe hat man sich gemacht.

„Dieser Lampentyp wird nicht mehr repariert“, was soviel heisst, wie
„Reparieren – wovon träumen Sie nachts? Ihre Lampe interessiert uns nicht mehr, kaufen Sie uns doch gefälligst eine Neue ab! Da verdienen wir wenigstens was. Da könnte doch jeder daherkommen und das alte Zeug repariert haben wollen.“

Analog:
„Diesem Zahn eine neue Füllung machen???? Den haben Sie doch schon seit 20 Jahrem im Mund!!! Lassen Sie sich doch ein Implantat setzten.

Da ist die Praxis schnell leer…
Ich würde ja nichts sagen, wenn es eine Billig-Lampe wäre, aber für die dieses Polymerisationslicht wurden damals schon 1.600,- DM aufgerufen (wohlgemerkt für 2 Meter Kabel, 1 Trafo, 1 Halogenleuchtmittel, 1 Zeitschalter, 1 Taster, 2 Kunststoffgehäuse, Lüfter und Lichtleiter – Herstellungskosten großzügig bemessen 50 Mark).

Wie schon geschrieben, bin ich mit der Lampe sehr zufrieden gewesen, und ich hätte mich für einen Ersatz beim gleichen Hersteller umgeschaut.

Aber sicher nicht wenn solche Aussagen vom Kundendienst kommen.

Eigentlich muss ich wahrscheinlich auch noch froh sein, dass die Lampe zurückgeschickt, und nicht gleich einbehalten wurde. So wurde sie jetzt dem örtlichen Elektriker/RF-Techniker zur Reparatur übergeben.

Beklagenswert

von Jörg Schröder

Das Vorhandensein austauschbarer und vor allem auch sterilisierbarer Griffhülsen war beim Kauf zusätzlicher Geräte für die Warmfülltechnik das für mich ausschlaggebende Kriterium gewesen. Dieses Feature bietet die Elements Obturation Unit an.

Beklagenswert finde ich, dass offensichtlich zwar das Material auf Thermobeständigkeit nicht jedoch auf mögliche Verfärbungen als Folge regelmässiger Sterilisationsvorgänge hin geprüft worden ist.

Die Verfärbungen sind zwar durch Bimssteinpolitur wieder entfernbar, tauchen jedoch spätestens nach dem zweiten Mal Sterilisieren erneut auf.

Sie erscheinen sowohl beim verpackten als auch beim unverpackten Sterilisieren. Mit aufgeschobener Gummihülse und ohne.

Sterilisiert wird trotzdem weiter und man kann nur hoffen, dass der Patient aus dem farblichen Zustand der Griffhülsen keine falschen Schlussfolgerungen zieht.

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Helfer in der Praxis

von Christian Danzl

Heute mal zwei (kleine) Helfer.

Das erste Helferlein ist kaum der Rede wert, aber es ist doch immer wieder praktisch.
Es ist ein kleines Lineal.
Was macht es erwähnenswert?

3 Dinge:

  • es ist aus Aluminium, also autoklavierbar
  • die Null, also der Messbeginn ist nicht aufgedruckt, sondern die linke Kante, also brauchbar, um Endo-Feilen einzustellen (wenn gerade kein Messblock zur Hand sein sollte, oder zusätzlich für die Helferin) und zum Messen der Mundöffnung (Schneidekantendistanz) – auch das soll in der Zahnarztpraxis hin und wieder vorkommen.
  • der Preis. 3,50 € Für das Geld kann man mehrere davon in den Schubläden liegen haben

Zu beziehen bei Muji.

 

 

 

Der zweite Helfer ist größer, schwerer, teuerer und schwieriger.

Den Tip habe ich von meinem sehr geschätzten Kollegen Frank Sanner aus Frankfurt, einer der treibenden Kräfte der „Endopedia„.

„Orofacial Pain & Headache“ von  Yair Sharav und Rafael Benoliel,
ein umfangreiches Werk über Schmerzen in Kiefer- und Gesichtsbereich.


Es werden verschiedenste Aspekte von Diagnose, Einteilung, Hintergrund und mögliche Behandlungen usw. zum Thema dargelegt. Leider momentan nur in englischer Sprache verfügbar.

2D vs. 3D

von Jörg Schröder

Im zweidimensionalen Röntgenbild diagnostizierbare Aufhellungen sind aufgrund der Tatsache, dass es sich um eine Summationsaufnahme handelt in ihrer wahren Ausdehnung oft nicht beurteilbar.

Das nachfolgende Beispiel verdeutlicht den Unterschied zur dreidimensionalen Röntgendiagnostik recht anschaulich.

Der Patient konnte sich übrigens nicht an eine an 36 durchgeführte Wurzelspitzenresektion erinnern. Die Frontalschnitte des DVT lassen deutlich das Gegenteil erkennen.

IDS-Rückblick 4 – Schlumbohm

von Christian Danzl

Schon auf der DG-Endo-JT in Berlin angekündigt, hat jetzt Schlumbohm zum Endo-Pilot auf der IDS den Co-Pilot vorgestellt. Eine gelungene Erweiterung.

Der Co-Pilot beinhaltet

  • einen Akku-Pack, um von der Steckdose – zumindest während der Behandlung unabhängig zu sein (ein Kabel weniger!!!)
  • ein Ultraschall-Handstück, lieferbar mit Satelec- oder EMS-Gewinde
  • die von mir ersehnte blaue „Steckdose“ mehr, um von der Aufbereitung zum Downpack nicht mehr umstecken zu müssen
  • einen 2-Kanaligen Funk-Fussanlasser (nochmal zwei Kabel weniger!!!)

Mit diesen Zusätzen und auf dem lieferbaren Wägelchen ist es schon fast ein komplettes Endo-Cart. Vervollständigt wir es dann noch in naher Zukunft mit einer ansetzbaren Peristaltik-Pumpe, um mit dem US auch verschiedenene Spüllösungen zum Einsatz bringen zu können.

Desweitern:

  • Es gibt ein Nachrüstmodul, um jeden Endo-Pilot – ohne Co-Pilot – mit Funkfussanlasser (1 Kanal, da kein US zu steuern ist) zu betreiben (auch hier ein Kabel weniger!!!)
  • Ein Update-Service ist geplant, um die Daten für neue Feilen einzupflegen. An einem Steckplatz wird der neue Kartenleser angeschlossen, dort wird dann die Datenkarte eingelesen.
  • Ein Universal-Montage-System, mit dem der Endo-Co-Pilot in verschiedenen Behandlungzimmern schnell und sicher montiert und demontiert werden kann – wenn man denn keinen Wagen will. Besfestigung über das Stativ-Gewinde hinten am Pilot


IDS Rückblick 3 – Nachtrag zur HyFlex CM

von Christian Danzl

Die Coltene HyFlex CM wurde heute schon beschrieben, hier das Video dazu.

Die Feile habe ich mit den Händen verbogen – ohne großen Kraftaufwand. Anschliessend wird sie eingetaucht in den Glasperlen-Sterilisator von Hager und Werken.

Mundschutz

von Christian Danzl

Michael Jackson hat ihn oft getragen. In Asien sieht man ihn auch viel auf den Strassen.
Wir tragen ihn auch mehrere Stunden am Tag.

Der Mundschutz.

Was bringt er eigentlich?

Er verhindert, dass Flüssigkeitsspritzer oder größere, herumfliegende Partikel direkt in den Respirationstrakt gelangen.

Mehr aber auch nicht.
Luft und Aerosol wird fast ungefiltert eingeatmet, da die Ränder nicht dicht abschliessen und somit die Luft „am Filter vorbei“ angesaugt wird. Ein Filtereffekt tritt erst ein, wenn man die Ränder des Mundschutzes an der Gesichtshaut festklebt.

Abhilfe soll der Crosstex Isolator Plus bringen. Durch eine andere Faltung des Fliesses, eine weiter Metalleinlage, nicht nur an der Nase, sondern auch am Kinn, und zwei Gummibändern, die, statt hinter den Ohren zu greifen, um die Kopf gehen, liegt der Isolator Plus sehr gut am Rand an und dichtet sauber ab.

Preislich bewegt er sich im gleichen Bereich, wie andere FFP 2 Einwegschutzmasken auch.

Update zum Zumax-Mikroskop

von Günther Stöckl

 

nach den Erfahrungsberichten mit Zumax hier die aktuellen Neuerungen.

  • das LED mit dem 6-fach-Wechsler ist nun seit fast 2 Monaten im Einsatz. Es ist nicht so hell wie das 150W Xenon, aber deutlich heller als das 150 W Halogen.
    Größter Vorteil: Lautlos.
    Beim Laserfilter kommt es durch den individuellen Weissabgleich zu keinen Farbstichen mehr.
  • Mit dem Target-Okular kann der richtige Bildausschnitt fotografiert werden, ohne über den externen Monitor gehen zu müssen.
  • Adapter für Sony NEX und HD-Camcorder funktionieren gut.

Der Schatz im Silbersee!

von Ronald Wecker

Über den Begriff „zeitgemäße Endodontie“ kann sicher ausgiebig diskutiert werden. Was gehört zwingend dazu, was ist „State of the Art“?

Das die hier gezeigte Ausgangssituation das Ergebnis endodontischer Bemühungen aus dem Jahr 2010 darstellen war für mich nur schwer vorstellbar. Das in meinen Augen einzige erfüllte Kriterium war die gute Röntgensichtbarkeit des verwendeten Obturationsmaterials.

Bereits der erste Blick im vom bröckelnden Cavit-Provisorium befreiten Pulpakavum liess erahnen, warum der Zahn nicht beschwerdefrei war.

Das Entfernen von Silberstiften, insbesondere wenn es wie hier ineinander verdrillte Stifte sind, birgt immer die Gefahr, dass die Stifte bei ausreichender Klemmung im Kanal während des Entfernungsversuches am Kanaleingang abscheren.  Um dieses zu vermeiden gilt es zunächst durch Einsatz von Microopener, intensivem Spülen und vorsichtigem Einsatz eines schallbetriebenen Kunststoffspülansatzes das Pulpakavum bestmöglich zu versäubern. Anschließend konnten die Silberstifte vorsichtig „entwirrt“ und aufgerichtet werden.

Das Entfernen der Stifte wurde mit einer grazilen Wurzelfasszange von Hartzell & Son durchgeführt. Diese an eine Arterienklemme erinnernde Fasszange weist sehr schmale aber dennoch stabile Branchen auf. Das Instrument kann in mehreren Stellungen arretiert werden, was den Einsatz deutlich erleichtert.

Wichtig ist das Herausziehen möglichst parallel zur Kanalachse durchzuführen. So kann ein Abknicken oder gar Abreissen der Silberstifte verhindert werden.

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Endodontiemotor

von Olaf Löffler

die SAF wird derzeit Endodontiemotoren nicht ersetzen können. Die rotierende Aufbereitung ist nach wie vor aktuell. Endodontiemotoren gibt es reichlich. Aber nicht immer entsprechen die den Anforderungen der Kunden. Was würden Sie für einen Kaufentscheid voraussetzen?

Messblock-Modifikation

von Christoph Kaaden

Zur Längenjustierung der von uns verwendeten Wurzelkanalinstrumente und Guttapercha Mastercones verwenden wir in der Regel den Endo-M-Block (Fa. DENTSPLY Maillefer). Dieser erlaubt die Einstellung der Arbeitslänge in 0,5 mm Schritten im Bereich von 10 mm bis 30,5 mm. Er ist aus Aluminium gefertigt, sterilisierbar und ausreichend standfest (anders als entsprechende Versionen aus Kunststoff).
Neben diesen positiven Eigenschaften weist dieses Produkt leider einen (für uns) gravierenden Mangel auf. Ab der 20 bzw. 21 mm Messlänge ist die Bohröffnung im Messblock für die abzumessenden Instrumente und Guttaperchastift grösserer Konizität (z.B. 6%) zu klein dimensioniert. Eine adäquate Einstellung ist so nicht möglich.
Abhilfe schafft hier eine „pfiffige“ Kollegin die die Bohrungen „kurzer Hand“ mit einer Fräse (aus dem Bereich Zahntechnik) entsprechend modifiziert.
et voilà…
Das Lob für die Idee und Umsetzung gebührt in unserer Praxis Franziska Lori
Danke Franzi
:-)
Bleibt für die Zukunft zu wünschen, dass der Hersteller den Endo-M-Block gleich entsprechend modifiziert produziert…

Reziproke Instrumentation

von Bostidald Wucker

Auf Wurzelspitze wurde zu dem Thema Reziprok um Ghassan Yared bereits einiges geschrieben. Seit gestern ist die VDW Reciproc-Feile im Handel erhältlich. Nun können die klinischen Bilder das Geschriebene bestätigen oder kritisch betrachten lassen.

Wichtig zu wissen ist, diese Feile funktioniert in keinem umprogrammierten ATR Motor. Für die Reciproc ist der VDW Reciproc Motor notwendig, da die Schneidrichtung entgegen der Uhrzeigerrichtung gerichtet ist.

Hier nun ein klinischer Fall aus meiner Praxis. Instrumentiert wurde mit 25.08 Reciproc, 30.05, 35.04 Mtwo.  Patencyfeilen waren #08 und #10.

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Erfahrungen mit dem Zumax

von Günther Stöckl

Wie kam ich vor mehr als zwei Jahren dazu ein in Deutschlandvöllig unbekanntes Mikroskop zu importieren?

2004 hatte ich das Endo-Curri der Endoplus gemacht, da mein Chef kein Interesse hatte Patienten hochwertige Endodontie anzubieten musste ich mir damals alles mit meinem bescheidenen Assi-Gehalt besorgen. Mein erstes Mikroskop war dann damals ein relativ neues Low-budget Mikroskop (Optomic). Nach anfänglichen Schwierigkeiten in der Handhabung mit dem Mikroskop kam ich immer mehr in die Endo rein und so reichte mir schon bald mein Optomic nicht mehr. Ich verlängerte meinen Assi Vertrag für den Kauf eines Denta 300.

Im März 08 wollte ich dann meine eigene Praxis eröffnen und ich wollte in jedem Behandlungszimmer vernünftig mit Mikroskop arbeiten können. Damals nahm ich erstmal direkt mit Zumax Kontakt auf. Auf Grund von Importhindernissen hätte ich das Mikroskop nur über den Umweg Russland-Polen bekommen können, dies war mir zu heikel und ich legte mir ein Seiler Revelation zu.

Nachdem alles in geordneten Bahnen lief und das dritte Zimmer zum Ausbau stand war ich wieder auf der Suche nach einem Mikroskop und wandte mich erneut an Zumax, dieses Mal bestanden keine große Hindernisse im Import und ich kaufte auf gut Glück das Mikroskop.

Nach 4 Wochen stand es schließlich in meiner Praxis.

Was kann man erwarten:

In meinen Augen besticht dieses Mikroskop mit einem ausgezeichneten Preis-Leistungsverhältnis.

Man kann und darf dieses Mikroskop nicht mit den High-End Modellen anderer Hersteller vergleichen (das wäre durch den Preis auch nicht gerechtfertigt), aber mit einem Pico oder Denta 300 nimmt es das ZUMAX allemal auf.
Ich finde es hat eine gute Optik. Die modulare Aufbauweise bietet für  spätere Aufrüstungen gute Voraussetzungen. Ich hatte Zumax empfohlen die Standardvariate nur mit 180° inclinable binoculars anzubieten, leider ist dies bei ADS nocht nicht so angekommen. Entscheidend für eine gute Positionierbarkeit sind der binocular extender und der binocular rotation ring beide Teile zusammen bilden das MORA-Interface nach (ähnlich ist es auch beim Seiler) gelöst. Als Lichtquellen gibt es Xenon, Metallhalid, Halogen und LED.

Mein 1. Zumax hat noch Halogen, das Mikroskop in LED Version ist grade im Schiff zu mir unterwegs. Über die Lichtleistung kann ich daher nix sagen, da mein Möller mit einer 150W Xenonlösung und mein Seiler mit ner 300W Xenonlösung ausgestattet ist. Für die Dokumetation ist ein Beam-Splitter verfügbar mit Adaptern für Photo- und Videolösung. Ähnlich dem Pico ist eine integrierte Videolösung verfügbar, ich habe Zumax allerdings aus Qualitätsgründen davon abgeraten dies auf dem deutschen Markt zu vermarkten.

Sehr zu empfehlen ist auch die optionale Doppel Irisblende.
Ein Target-Objektiv hängt ebenfalls momentan als Prototyp an meinem Zumax, mit ihm soll die Notwendigkeit der Fokussierung und Bildausschnittauswahl auf einem externen Monitor verringert werden.
Ebenfalls sind wir gerade dabei den Laserfilter (für Diode, Er:YAG und Co2) etwas zu verbessern, hatte Zumax vor 3 Monaten nur eine Vorsatzlinse, gibt es nun einen integrierten Filter in einer Höheneinheit. Ob es hierbei zu Farbveränderungen im Normalbetrieb und bei der Dokumentation kommt, kann ich momentan noch nicht sagen, da der Prototyp erst seit Samstag an meinem Zumax hängt. Ich möchte aber die Entwicklung eher in Richtung der GLOBAL-Lösung sehen, bei der man verschiedene Filter einsetzen aber eben auch aus dem optischen Weg nehmen kann.

Die Adaptation für die CENTRO-Säule ist ebenso in der Endphase der Produktentwicklung.
Für mich bestand die Anforderung für mein Mikroskop immer in einer vernünftigen Optik und einem vernünftigen Handling. Die Annehmlichkeiten eines motorischen Zooms oder dergl. sind mir den Aufpreis bei diesen Modellen nicht wert. Ich kann lieber in allen meinen Zimmern mit Mikroskop arbeiten als nur in einem (was so bei dem Preis eines Pro Ergo oder dergl. durch meinen finanziellen Rahmen wäre).

Als weiterer Punkt ist eine sehr gute Zusammenarbeit mit Zumax zu nennen, innerhalb relativ kurzer Zeit werden meine Änderungswünsche umgesetzt und die Prototypen zum Test verschickt.


„Superendo-Alpha & Beta“-Erfahrungen nach 12+ Monaten

von Christoph Kaaden

Letzte Woche hat Hans-Willi Herrmann hier von seinen Erfahrungen mit dem Superendo-Alpha Gerät berichtet.

Auch wir möchten an dieser Stelle unsere Erkenntnisse der letzten 12+ Monate über die Geräte „Alpha & Beta“ kurz zusammenfassen. Besonders, da wir auch nach gut einem Jahr von unseren initialen Einschätzungen nur bedingt abweichen „müssen“.

Als besonders positiv möchten wir folgende Punkte hervorheben:

  • keine Wartung & Reparatur in der bisherigen Nutzungsphase
  • keiner der insgesamt 9 unterschiedlichen Hitzeplugger musste in der bisherigen Anwendungszeit defektbedingt ausgetauscht werden.
  • (weiterhin) sehr gute Akkuleistung
  • auch nach einjähriger Anwendungszeit keine (bzw. kaum) vorhandenen Abnutzungserscheinungen

Diese positiven Einschätzungen umfassen allerdings nicht das Beta-Gerät. Während die „Umstellung“ auf den „Hitzeträger“ nicht nur aus ergonomischen Gründen problemlos gelang fiel die Anwendung der Guttapercha-“Pistole“ in der täglichen Anwendung bei uns „durch“. Neben Handling-Problemen missfielen uns unter anderem ein deutlich erhöhter Aufwand für Reinigung und Instandhaltung.

Unser persönliches Fazit steht daher fest. Während das Beta-Gerät in unserer Anwendung noch Optimierungspotential besitzt fällt das Superendo-Alpha unter die Kategorie „must buy“. Daher ist es für uns ein unverzichtbares Gadget im täglichen endodontischen „Alltag“.

Schnelle Schienung

von Christian Danzl

Beim Durchblättern des JFM-Kataloges bin ich schon auf verschiedene interessante Produkte gestossen. Diesmal möchte ein das Glasfaser-Band zur Schienung von Zähnen vorstellen.

F-Splint-Aid von Polydentia.

Es ist sicher nicht das einzige Produkt auf dem Markt.
Was ist hier anders?

Das mehrlaginge Glasfaserband (12 cm) ist schon gebrauchsfertig mit Bond getränkt und wird in einer Flasche geliefert, es kann so leicht die benötigte Länge entnommen werden, kippt man die Flasche nach unten, kann zusätzlich Bond entnommen werden. Weiters sind 5 Klammern zur interdentalen Fixation in der Packung enthalten.

Das Rad wurde hier bestimmt nicht neu erfunden, aber es ist einfach und schnell in der Handhabung. Ideal für eine „Notfall-Schienung“.
Und preislich mit 69,- im Rahmen.

Das Fiber Splint multilayer ML ist auch ungetränkt erhältlich. Demo-Video gibt es hier.

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Einmalpuster im Praxiseinsatz

von Jörg Schröder

Auch für die Autoren von „Wurzelspitze“ bringt dieser Blog hilfreiche Anregungen für den Praxisalltag, wie Hans-Willi Herrmann hier vor kurzem am Beispiel der Handgriffabdeckungen für die Dentalmikroskope Pro Ergo und Pro Magis beschrieb.

Eine solche Anregung war der Beitrag zu den Crystal Tips der Ende November mein Interesse weckte.

Noch am gleichen Abend besuchte ich die Homepage der Firma und hinterliess dort eine Anfrage zur Zusendung eines Musters nebst Adapter für unsere Dentaleinheiten.

Bereits 2 Tage später erhielt ich die Kontaktdaten der für den Vertrieb in Deutschland zuständigen Firma. (Lars und Soren Schneider, Crystal Tip Germany, Wettiner Str.5, 04105 Leipzig, 0176 / 69477694, soren@westsideresources.com ).

Die Muster kamen rasch und in ausreichender Anzahl. Die mitgelieferten Adapter (Inbusschlüssel wurden mitgeliefert) passten problemlos auf unsere amerikanischen ADEC-Einheiten.

In Länge und Erscheinungsbild gleichen die Crystal Tips unseren bisher verwendeten Metallluftbläsern. Diese wurden bis dahin für jeden Patienten neu bestückt, nach Gebrauch im Thermodesinfektor gereinigt und anschliessend sterilisiert, bevor sie erneut zur Anwendung kamen.

Im Vergleich zu den Riskkontrol-Ansätzen der Firma Aceton sind die Crystal Tips deutlich schlanker. Die Klemmung im Adapter verhindert eine Rotation um die eigene Achse, was beim Abhalten der Wange hilfreich ist. Die Trennung von Luft und Wasser erfolgt zuverlässig. Im Gegensatz zu den Riskkontrol-Ansätzen verfügen die Crystal Tips über keine hinzugefügten Duftstoffe, ein Umstand mit dem ich jedoch sehr gut leben kann. Der Luftstrom ist im Vergleich zu den bisherigen Ansätzen etwas geringer aber immer noch völlig ausreichend.

Der Bulk-Pack Crystal Tips mit 1500 Stück kostet 295,- Euro. Einschließlich aller für die Praxis benötigten Metalladapter. Die Auslieferung hatte sich aufgrund der Markteinführung in Deutschland ein wenig verzögert, das Bemühen des deutschen Vertriebspartners um einen reibungslosen Ablauf (ausreichende Musterstellung, kostenlose Metalladapter) glich dies mehr als aus.

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Und wer glaubt, das Einwegluftbläser aus hygienischer Sicht unnötige Investitionen darstellen, dem sei die nachfolgende  Nahaufnahme von „sterilisierten“ Metallluftbläseransätzen empfohlen. Wie Ansätze aussehen, die nur wischdesinfiziert werden und ungetauscht auf den Behandlungseinheiten verbleiben, mag man sich gar nicht vorstellen.

Finger oder Pen?

von Christian Danzl

Das iPad hat sich in den Praxen der Wurzelspitze-Autoren schon einen festen Platz gesichert. Ob Aufklärung von Patienten mittels selbst erstellter Präsentationen, zeigen gerade importierter Röntgenbilder oder mit dem DM aufgenommene Bilder, die per EyeFi übertragen wurden ….
Brauchbare Apps für die Zahnarztpraxis gibt es genug.

Das schöne am Ipad ist die Bedienung über Touchscreen. Es ist aber auch ein Nachteil, denn man ist dauernd am Putzen, will man dem Patienten nicht ein verschmiertes Tablet präsentieren.

Bei mir hat sich ein Pen bewährt, mit dem das iPad bedient werden kann. Auf dem Markt sind viele Eingabestifte. Dieser hier ist leicht zu desinfizieren, da er keinen Clip hat und komplett aus Aluminium ist. Also keine lösungsmittelempfindliche Kunststoffteile ausser der „Spitze“.

Der Pen und die Spitze (Arbeitsende) sind relativ dick, so dass der Stift nicht optimal geeignet ist, um feine, genaue Zeichnungen auf dem iPad auszuführen, das war aber auch hier nicht die Vorgabe. Für die Anwendung in der Praxis, also navigieren durch die Apps, markieren und in Bildern etwas einzeichnen ist er gut geeignet.

Er funktioniert natürlich auch auf dem Touchpad.

Kompositwärmer

von Jörg Schröder

Mein absolutes Material/Geräte-Highlight 2010 ist der hier im Blog von Stefan Verch vorgestellte Kompositwärmer.

Eine einfache Heizplatte die über den USB Anschluss eines Computers mit Strom versorgt wird und die Oberfläche auf ca. 55 Grad Celsius erwärmt.

Die für einen dreistelligen Betrag erhältlichen Spritzenwärmer haben den Nachteil, dass immer die gesamte Kompositmasse aller im Gerät befindlichen Drehspritzen erwärmt wird und somit einem nicht erwünschten Alterungsprozess ausgesetzt ist.

Ausgediente Inkubatoren, die ebenfalls in Frage kämen, haben neben dem gerade genannten Nachteil (alle Massen werden erwärmt)  zudem ein nicht gerade ansprechendes äußeres Erscheinungsbild.

Die USB-Heizplatte hingegen kostet ca. 6 Euro, nimmt wenig Platz weg und ist innerhalb von 2 Minuten einsatzfähig.

Nimmt man noch ein im Dentalhandel erhältliches Lichtschutzschild hinzu können die Massen auch über längere Behandlungen hinweg lichtgeschützt und erwärmt vorgehalten werden.

Vielen Dank, Stefan.

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Reciproc

von Christoph Kaaden

Vielleicht geht es ja dem ein oder anderem Leser dieses Blogs wie mir und hatte keine Möglichkeit in Wien oder Berlin (oder anderen Ortes) Vorträge von Dr. Ghassan Yared zu der von Ihm neu entwickelten Aufbereitungstechnik incl. neuer Instrumente zu hören…

aber heute habe ich erstmals im ROOTS Journal davon gelesen.

Hier der link zu dem Bericht (auf Seite 40) und weiteren lesenswerten Artikeln…

Schon wieder Teilmatrizen…

von Christian Danzl

Die Suche geht weiter. Obwohl, diesmal kam ich durch Zufall auf das Matrizensystem, als ich den Katalog von JFM durchgeblättert habe. Dort gibt es das Polydentia Quickmat deluxe.
Die enthaltenen Ringe sind bekannt, sie sind so ähnlich auch bei anderen Herstellern im Angebot und funktionieren gut. Weiterhin enthält das Set Holzkeile in verschiedenen Farben Größen (farblich codiert) und natürlich Teilmatrizen in zwei verschiedenen Größen und Stärken (in 0.04 und 0.025 mm).

Anders bei diesem System ist, dass auf die Füße der Klemmringe rund oder dreieckige „Schuhe“ aufgebracht werden können, um den weit eröffneten approximalen Bereich besser ausformen zu können.

Vorteil der „Schuh-lösung“:
einfach, billig, da keine zusätzlichen Ringe notwendig

Nachteil:
Keil geht da keiner mehr durch, da cervical keine Aussparung vorhanden ist (also wenn man einen braucht, dann vorher legen), und beim Runterdrücken (Nachjustieren) des Ringes nach cervikal rutschen die Schuhe nicht mit Richtung cervikal, sondern gleiten auf dem Fuß des Ringes nach oben und bleiben somit da, wo man sie an Zahn angelegt hat.

Fazit:

Nicht perfekt für alle Bereiche – wie die anderen Systeme auch.

Aber es ist ein preiswertes System, welches fast alle Situationen abdeckt.

ENDOXPLUS

von Christoph Kaaden

Zuletzt haben einige technische Neuerungen wie das SAF-System oder die Ghassan Yared Technik in der endodontischen Welt für Aufmerksamkeit gesorgt.

Passend hierzu scheint die Schweizer Firma Enos diesen aktuellen Entwicklungen mit der Markteinführung von ENDOXPLUS nicht nachstehen zu wollen…

Nähere Informationen zu diesem Gerät, dass eine Sterilisation des Wurzelkanalsystems mittels Hochfrequenzimpuls verspricht finden sich in dieser Broschüre

Man darf gespannt sein…

Kälte

von Christian Danzl

In unserer Praxis wird der Kältetest zur Sensibilitätsprüfung mit Kältespray und Schaumstoffpellets gemacht. Die Handhabung ist einfach und der Test funktioniert relativ gut.

Aber eben nur relativ. Besonders bei älteren Patienten mit Zähnen, die schon Jahrzehnte überkront sind, stößt der Test schnell an seine Grenzen und vitale Zähne reagieren nicht mehr auf den Kältereiz.

Beholfen hatten wir uns für solche Fälle mit Einwegspritzen, die mit Wasser befüllt eingefroren wurden. Zum Kältetest wurde dann das vordere Ende mit dem Luer-Konus angetrennt, so dass man mit dem Stempel das Eis rausdrücken kann. Es funktioniert, ist aber umständlich.

Durch einen Fehler beim Bestellen (schlechtes QM ;-) ) wurden nicht die „normalen“ Schaumstoffpellets bestellt mit 5mm Durchmesser, sondern größere mit 8mm Durchmesser.

Die größeren Pellets speichern viel mehr Kälte, so dass bei „schwierigen“ Zähnen oft viel leichter eine Aussage getroffen werden kann.

Wieder mal ein Teilmatrizensystem

von Bodald Necker

Auf der Suche nach neuen „3-dimensionalen“ Spannringen für meine vorhandenen Teilmatrizen bin ich auf das V3 System von Triodent gestossen.

Die Spannringe sind nicht wie die von Garrison aus gebogenem federharten Stahldraht, sondern aus gestanztem Nickel-Titan (zumindest sieht es so aus). Die Füsse der Ringe sind unten geteilt, damit man sie über einem Keil platzieren kann. Die farbige Beschichtung der Füße ist angeblich Fiberglas.

Wir werden sehen wie lange sie hält. Jedenfalls ist es keine Materialkombination aus verschiedenen Kunststoffen.

Im Set mit zwei Ringen noch enthalten sind passende Teilmatrizenbänder in drei Größen. Diese haben an den Enden jeweils ein Loch, und auch eines in der Lasche, die okklusal angehängt ist. Die Lasche der Matrize dient auch als Höhenkontrolle für die zu restaurierende Randleiste. Mit der dazugehörigen Klemmpinzette lassen sich die Matrizen sicher einbringen und meist auch entfernen. Das Arbeitsende der Pinzette ist – wenn geschlossen – kugelig, um die Matrize bei Bedarf bombieren zu können. Ausserdem ist das Arbeitsteil der Pinzette, welches den Dorn enthält, vergoldet. Es sollte beim Einbringen der Matrize okklusal sein, um beim Entfernen der Pinzette nicht aus Versehen die Matrize wieder zu entfernen.

Ebenfalls im Set sind Interdentalkeile (wave-wedges) in drei Größen, die ebenfalls mit der Klemmpinzette eingebracht und auch wieder entfernt werden können. Die Keile sind zentral zu den Approximalflächen der Zähne hin eingezogen, somit verdrängen sie den Kofferdam bzw. den Col der Gingiva nicht so stark und sind einfacher zu applizieren bzw. verringern die Blutungsneigung im Interdentalraum. Sie zentrieren sie sich durch die Einziehung selber interdental und rutschen nicht zurück

Mal sehen, wie sich das System bewährt. Demnächst klinische Bilder.

Little Toys and Tools (3)

von Olaf Löffler

Ultradentkanülen werden in unserer Praxis sehr häufig eingesetzt. Neben den Capillary Tips für die Mikroabsaugung und den Navitips für die Spülung gibt es seit kurzem eine weitere Variante.

Navitip als eine Art Pastenkanüle für Ultracal (29ga). Dies haben einen Außendurchmesser von 0,33 mm und lassen somit durch einen ebenso größeren Innendurchmesser (0,29mm) Ultracal einfacher aplizieren. Bei den „normalen“ Navitips (30ga=0,25mm) gelingt das in meiner Hand eher selten.

Tipp von Jörg Schröder: Vorher mit NaOCl und den Navitip spülen. Danach an die Ultracalspritze und vorsichtig das NaOCl ausspritzen. Danach gelingt das applizieren mit den Navitip immer.

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Hand-Plugger (I) — reloaded —

von Christoph Kaaden

Im Januar diesen Jahres habe ich hier über unsere ersten Erfahrungen mit den Pluggern der Firma B&L Biotech berichtet.

Knapp ein Dreivierteljahr und etliche Wurzelkanalfüllungen später kann ich über weitere Erkenntnisse berichten. Diesmal allerdings weniger positiv…

Leider sieht man allen Instrumenten mittlerweile sehr sehr deutliche Gebrauchsspuren an, was ggf. nicht nur bei Patienten einen negativen Eindruck hinterlässt.

„Saubere“ und „sterile“ Instrumente sehen anders aus…

Sehr schade; sind diese Instrumente ansonsten wirklich empfehlenswert…


Das nenne ich Service II

von Christian Danzl

Wie hier schon mal beschrieben, war eine komplette Packung Microbrushes nicht zu gebrauchen, weil sie beim Abbiegen des Arbeitsendes abbrachen.
Auf der letzten Fachdental habe ich den Repräsentanten von Microbrush darauf angesprochen. Er bat mich, die gebrochenen Microbrushes an die Firma in Irland zu schicken, um der Sache auf den Grund zu gehen. Man wäre sehr interessiert an solchen Fehlern.

Und im gleichen Augenblick hat er mir 3 Packungen Micrubrushes inclusive Dispenser in die Hand gedrückt mit der Bemerkung es täte ihm leid, dass ich mit dem Produkt Unannehmlichkeiten hatte.

Das nenne ich Service!

Es ist zwar nur ein Pfennig-Artikel, aber das tut nichts zur Sache. Ich kenne genügend andere Beispiele, wo einem statt  „oh das tut uns leid“ zuerst einmal ein Anwendungsfehler untergejubelt wird…

Neues von der Fachdental München am 16.10.2010

von Christian Danzl

Letzten Samstag war die Bayerische Fachdental. In München, wie jedes Jahr.

Was gibt es Neues zu berichten?

Hier eine nicht-repräsentative Auswahl:

Schlumbohm

Der Endo-Pilot von Schlumbohm hat mir immer schon gefallen. Aufbereitung, simultane Längenmessung und Warmabfülltechnik (Downpack und Backfill) in einem kompakten Gerät ist eine äusserst interessante Sache. Es reduziert die Geräte, die rumstehen, gewaltig und es gibt auch nur einen Fussanlasser.

Interessant ist auch die Möglichkeit verschiedene Endo-Boxen zu verwalten, der Endo-Pilot misst für jede ihm einprogrammierte Feile, die aufgetretene Belastung und rät bei Überschreitung der programmierten Lebenszeit zum Feilenwechsel (Feilenalarm).

Die Bedienung und Programmierung des Endo-Pilot erfolgt einfach und angenehm über Touch-Screen.

Zur DG-Endo JT in Berlin wird Herr Schlumbohm noch den Co-Pilot vorstellen. Dieser soll ein Akku-Pack beinhalten um von der Steckdose unabhängig zu werden und noch zusätzlich ein US-Gerät.

Leica Microsystems

Das neue Leica-Mikroskop M320 F12b hab ich mir angesehen. Die Verarbeitung ist teilweise (Arm), wie von Oscar von Stetten hier schon beschrieben (momentan) sehr durchschnittlich, allerdings seien es – wie mir bei KaVo und Henry Schein versichert wurde, Protptypen. Die „richtigen“ Exemplare sollen auf dem gewohnt hohen Standard sein.

  • Die Optik hat mir ganz gut gefallen, auch bei hohen Vergrößerungen
  • Das LED Licht ist nicht viel dunkler als die Xenon-Lichtquelle des Zeiss-Pico (zumindest im Vergleichsaufbau auf den Henry Schein-Stand), allerdings hatte das Xenon für mich im direkten Vergleich eine angenehmere Farbtemperatur
  • Die Feinfokussierung fand ich im Gegensatz zu OvS sehr gut, weil sie mit einem Finger funktioniert.
  • Die integrierte Video/Foto-Lösung in Kombination mit dem LED-Licht (kein Lichtleiter) gibt es keine störenden Kabel. Foto und Video (Mpeg 4) werden auf einer leicht zugänglichen SD-Karte gespeichert. Über eine Eye-Fi-Karte dürften die Daten auch ohne Umstecken schnell auf dem Rechner zur Weiterverarbeitung sein.

VDW

hat das Mtwo Feilensortiment um 4 Feilen erweitert. Neu sind 30/.06, 45/.04, 50/.04 und 60/.04.

Der „Gold“ Endo-Motor ist jetzt auch für Reziprok-Technik geeignet.

Über die hier gezeigte Reziproc-Feile hat man sich ausgeschwiegen. Das allerdings sehr ausgiebig.

Schade.

Das SAF-System – ein kleiner Erfahrungsbericht Teil 2

von Oscar von Stetten

 

Hier mein Fazit

Es scheint manchmal, dass das ganze Produkt sehr schnell auf den Markt gebracht wurde. Vielleicht zu schnell. Einiges läuft noch nicht ganz rund und wird sicher noch seine Zeit brauchen.

Bisher hat die SAF keine einzige Feile aus meinem Aufbereitungsprotokoll eliminiert. Aber sie ist ein gutes Zusatzinstrument. Für die Spülung und um einfach die Fläche der mechanisch bearbeiteten Kanalwand zu erhöhen. Nach nun etwa 80 Kanälen mit der SAF kann ich die Feile deutlich besser einschätzen. Zwar immer noch skeptisch, aber Neues kennen zu lernen und Einzuführen dauert seine Zeit. Und ich habe sie umgetauft, von „self-adjusting-file“ in „super-additional-file“.

 

Verzichte ich auf die PUI? Nein, auf keinen Fall. Die Beobachtung war, dass auch nach 4 Minuten SAF und anschliessender PUI immer noch trübe Wolken aus dem Kanal kommen. Ob das eine Signifikanz besitzt, kann ich auch nicht sagen. Aber bis es endgültig geklärt ist, mache ich es noch.

Habe ich mehr Seitenkanäle gefüllt? Nein, auch das nicht.

Wie obturiert man mit SAF aufbereitete Kanäle? Laut Hersteller mit der Methode, die einem am meisten liegt. Bei uns ist es warme Guttapercha, ob als Squirt oder als modifizierte Schildertechnik. Es ist die philosophische Frage nach der besten Abfüllmethode und deren Einfluss auf den Outcome, die diesen kleinen Artikel bei weitem sprengen würde. Wer nun auf den Gedanken kommt, die Toronto-Study zu zitieren, dem sei eine kritischere Würdigung dieser Studie ans Herz gelegt  ;-)

Es soll eine grössere Feile mit 2,0 mm Durchmesser auf den Markt kommen. Von dieser verspreche ich mir weit mehr als von der 1,5 mm-Feile. Auch eine IntroFile, so habe ich von den Dächern pfeifen hören, soll erscheinen.

Wie viel schabt die Feile denn nun vom Kanal ab? Dr. Frank Paqué von der Uni Zürich war so freundlich, mir Bilder zur Verfügung zu stellen. Grün ist stets die Originalanatomie, rot das Überlagerungsbild nach Aufbereitung. Die Ortsauflösung beträgt 20 µm. Man sieht immer noch grün durchscheinen, was bedeutet, dass an dieser Stelle die Feile unter 20 µm abgeraspelt hat.

Es sind keine 100%. Das war aber auch nach der Studienlage nicht zu erwarten. Was man aber sehen kann, dass diese Feile ganz hervorragend in den ovalen Kanälen arbeitet (recessi, cul-de-sac´s). Das wird die Stärke der SAF sein. Das wird auch durch bakteriologische Studien bestätigt werden, da bin ich mir sicher. Interessant wird es werden, wenn die desinfizierende Leistung der SAF mal gegen die PUI verglichen wird.

Das Bild des Molaren mit C-förmigem Wurzelkanalquerschnitt habe ich von der Redent-Website. Nur exemplarisch, man kann sich die Kataloge als PDF downloaden. Wie man sieht, ist der c-shaped-Teil des Kanals nicht vollständig abgeraspelt worden. Und: die POE´s sind GAR NICHT bearbeitet. Also: Handfeilen oder rNITI zur Ausformung. Und mir kommen sofort die Bilder von Nair oder Ricucci in den Kopf, die eine Biofilmbesiedlung bis an die Wurzelspitze nachweisen. Dieser Teil wird von der SAF nicht touchiert. Diese Anteile müssen konventionell behandelt werden.

Es lohnt sich, die µCT-Bilder von der Website genau anzuschauen. Es wird auffallen, dass die Aussenkurvaturen stets mehr bearbeitet werden als die Innenkurvaturen. Wie sollte es auch anders sein……

Was das Instrument aber sehr gut kann, ist Isthmen zu spülen. Es wurde eine ProTaper-Aufbereitung gegen eine SAF-Aufbereitung gestellt. Es fällt auf, dass die Isthmen in der SAF-Gruppe nach Aufbereitung frei von opakem Material sind, während in der ProTaper-Gruppe sich immer noch röntgendichter Debris in den Isthmen befindet. Man sieht aber auch, dass die SAF den Isthmus zwar extrem „sauber“ hinterlassen, aber nicht aufbereitet hat (dafür kann es mehrere Gründe geben). Ob die ProTaper-Gruppe mit Einsatz der PUI ebenfalls dazu in der Lage gewesen wäre, kann zu diesem Zeitpunkt nicht bewertet werden. Am Rande sei erwähnt, diese Untersuchungen wurden an einem geschlossenen Modell vorgenommen.

All diese Fakten haben mich die SAF in mein Protokoll integrieren lassen. Aber nur als Supplement, nicht als Ersatz. Das Instrument macht einfach sauber. Diese Tatsache kann und sollte auch nicht geleugnet werden. Die Gretchenfrage wird sein: welchen Einfluss hat es auf die Prognose? Ich weiss es nicht, aber ich weiss, was raus ist, ist raus ;-)

In unserer Praxis stellt die Revisionsbehandlung ca. 80% der gesamten Endodontiebehandlungen. Dafür ist die SAF schlichtweg ungeeignet. Zumindest in meinen Händen (Handschuhgrösse 10). Es muss vor Einsatz der SAF die komplette konventionelle Revisionssequenz gefahren werden.

Spart mir also der Einsatz der SAF Zeit? Nein, eher im Gegenteil. Die Feile benötigt ihre Zeit, um effektiv zu sein. Mit schnell, schnell ist der Frust schon vorprogrammiert, da Brüche und/oder Einrisse der Feile vorkommen. Wenn man für einen Molaren 3 SAF-Feilen benötigt, lernt man schnell, ruhiger zu werden ;-) Auf zahnmed (einer Mailingliste) wurde der Preis von ca. 40-50€ für eine Feile genannt. Dann versteht man auch den Zusammenhang zwischen Feileneinsatz und innerer Ruhe…..

Die SAF überwindet weder verblockte Kanäle, noch findet sie übersehene Anatomie. Dazu die ungeklärte Frage nach der geeigneten Obturationstechnik. Ob ein Stift in Sosse (single-cone) der Anatomie gerecht wird? Sicher kann man über den Einfluss auf den Outcome diskutieren. Was man aber nicht diskutieren kann ist die Tatsache, dass eine erfolgreiche WKB multifaktoriell bedingt ist. Da gehört weit mehr dazu, als nur eine Feile irgendwo reinzuhalten und zu hoffen, jetzt wird alles gut. So wird die SAF aber positioniert. Es ist aber nicht die eierlegende Wollmilchsau.

Zu diesem Zeitpunkt zumindest nicht.

Die Umsetzung ist in meinen Augen nicht so perfekt gelungen. Das System sollte qualitativ noch deutlich zulegen. Die Preisgestaltung wird sicher nicht einfach. Der Preis wird den Erfolg dieses Systems jedoch stark beeinflussen, davon bin ich überzeugt. Und das System wird sich evolutionieren, weiterentwickeln, umso stärker, desto mehr es klinisch genutzt wird. Die ersten Schritte dahin sieht man in der Einführung der grösseren Feile, die einfach mehr Druck auf die Wände entwickeln kann. Viele mögliche Faktoren wie z.B. Ledgeformation, Transportation etc. sind (noch) nicht untersucht.

Dennoch sollte man dieses System im Auge zu behalten. Es hat grosses Potential. Den Marketingaussagen sollte jedoch mit einer gesunden Portion Skepsis und Menschenverstand begegnet werden, nicht zuletzt mit seinem Fachwissen.

Ach ja, falls die Frage nach Röntgenbildern im Raume steht, ich habe absichtlich keine in diesen Artikel eingefügt. Denn: welche Aussage könnte man wohl anhand der weissen Striche auf dem Rö über den Einsatz dieser Feile schon treffen……

Und noch ein kleiner Hinweis am Rande:

Bei der Jahrestagung der DGEndo in Berlin vom 04.11.2010-06.11.2010 wird ein SAF-Workshop angeboten und Prof. Metzger wird einen Vortrag über das System halten. Interessierten sei der Workshop ans Herz gelegt, um sich selber ein Bild machen zu können.

Mein abschliessender Dank gilt Dr. Frank Paqué von der Uni Zürich. Ohne seine exzellenten Bilder, seinen fachlich sehr fundierten Widerstand gegen meine empirischen Behauptungen und seine Ratschläge wäre dieser Blogeintrag nicht halb so interessant.

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Das SAF-System – ein kleiner Erfahrungsbericht Teil 1

von Oscar von Stetten

Die Idee dahinter ist bestechend. Man kann es einfach nicht anders bezeichnen. Für mich auf einer Stufe mit der Einführung des Dentalmikroskopes, der rNITI, des MTA.

Warum? Weil das System viele Vorteile in sich vereint. Eine schonende, dem Kanalverlauf genau angepasste Aufbereitung. Keine schnelle Rotation unter Scherlast, daher keine Bruchgefahr im herkömmlichen Sinne. Hohlnadelsystem, simultane Spülung möglich. Netzartige Struktur, dadurch extrem flexibel, die Spitze mit Durchmesser 0,2mm , Feilendurchmesser 1,5 mm. Vertikale Hubbewegung  mit einer Amplitude von 0,4mm, raspelt damit von der Kanalwand ab und aktiviert gleichzeitig die Spülung. Das sind die Eckdaten, die einem das Herz höher schlagen lassen. Nimmt man nun noch die Studien zur Hand, alles perfekt. Spricht man mit denjenigen, die diese Studien gemacht haben, bleibt einem das Staunen in den Erzählungen und der Enthusiasmus in Erinnerung. „So saubere Kanäle habe ich noch nie gesehen“ ist einer der prägnantesten Sätze.

Alles, wonach wir immer gesucht haben. Einfach die SAF 4 Minuten in den Kanal halten, das Instrument macht alles von alleine. Debris weg, SmearLayer weg, alles gut. Apikal bis zu 65% bearbeitete Kanalwand.

So waren meine Gedanken, als ich das System recherchierte.

Mitte August gab es einen SAF-Kurs bei Jadent, Wolf Richter hat das System schon seit kurzer Zeit im Betrieb und hat uns wertvolle Tipps gegeben. HenrySchein hat jedem 10 Feilen in die Hand gegeben, wir konnten in aller Ruhe das System an die Grenzen bringen. Nach den ersten drei Feilen war ich ernüchtert. Jahrelang trainierte Reflexe übernahmen die Kontrolle, ich behandelte die SAF wie eine rNITI. Fazit: so geht es nicht. Niemals. Auf keinen Fall. Die Feile verhält sich nicht wie eine konventionelle rotierende Feile. Druck mag die Feile nicht, sie knickt sofort ein. Als die Testfeilen beerdigt waren, wusste ich nicht, was ich von diesem System zu halten hatte. Sicher, die Kanäle der extrahierten Zähne sahen aus wie polierter Speckstein. Glänzend. Aber die Anwendung per se, schon seltsam. Der transparente Zahn ist ein Molar mit C-förmigem Wurzelkanalquerschnitt. Die abgerissenen und verkeilten Fragmente sind zu 100% meiner nicht vorhandenen Erfahrung zu verdanken. Trotzdem fand ich es nicht beruhigend, dass man die Fragmente so verkeilen kann, dass sie nicht wie beschrieben einfach zu entfernen sind, wie beschrieben.

Nun kam Anfang September mein System in die Praxis und voller Zuversicht habe ich meinen ersten Zahn damit behandelt. Mit Handinstrumenten bis ISO 20 den Gleitpfad erstellt, danach die SAF versucht zu verwenden. Versucht? Ja, versucht. Wenn die Spitze der Feile nicht (in meinen Händen) ca. 5-6 mm als Führung im Kanal steckt, geht gar nichts. Also PreFlaring mit einer ProTaper SX. Dann ging es.

Das klinische Protokoll wurde erweitert um das PreFlaring mit der SX. Dann die nächste Hürde…..

Ich habe mir extreme straight-line Zugänge aus Gründen der Zahnhart-substanzerhaltung abgewöhnt, natürlich immer fallindividuell entschieden. Aber es ist nun mal so, dass ich eine ProFile, M2 oder eine TwistedFile auch mal ein bisschen gebogen in den Kanal einführen kann. Das geht mit der SAF nicht. Gar nicht. Die Feile knickt sofort ein und beginnt zu reissen. Also: ein sehr guter straight-line-access ist essentiell. Ohne den wird man mit der SAF schnell gefrustet sein.

Eine Besonderheit des Kopfes RDT3 von RedentNova ist nicht nur die Hubbewegung. Die Feile kann, wenn sie ohne Last ist, auch rotieren. Das ist wichtig, damit die Spitze auch den Krümmungen folgen kann und eine Führungsfunktion übernimmt.  Nun ist es leider so gewesen, dass sich die Feile nicht gedreht hat, weil sie irgendwo klemmte. Damit konnte die Spitze auch Krümmungen nicht folgen und die Feile hat nicht gearbeitet, ist eingerissen oder eingeknickt. Ob eine Stufe präpariert wurde, kann ich natürlich nicht sagen, die behandelten Zähne sind noch im Patienten. Aber ich konnte eine leichte Stufe mit einer Handfeile tasten. Also habe ich begonnen, den Gleitpfad mit der ProFile 04/20 zu formen.

Damit kam zur SX meine klinisch bewährte Gleitpfadsequenz dazu.

Seit dieser Änderung des klinischen Protokolls habe ich keine Probleme mehr mit der SAF. Man bekommt ein Feeling für die Feile und die Kanäle. Inzwischen habe ich sie in mein Aufbereitungsprotokoll eingegliedert und mir ist schon komisch zumute, wenn ich sie nicht einsetze. Inzwischen weniger zum Aufbereiten, mehr zum Spülen, als Finish. Dabei habe ich stets die Studienbilder im Kopf, diese machen einfach ein gutes Gefühl. Und wenn man sieht, was da von apikal hochgespült wird….

Dennoch: die Feile hat Probleme. Und ist nicht für alle Fälle geeignet.

Grosse, ovale Kanäle sind problematisch. Das Prinzip der Feile beruht auf der Tatsache, dass sie gestaucht wird und aufgrund des Rückstellungsvermögens des NiTi wieder in die alte Form zurück will. Nur dann erzeugt die Feile ausreichend Druck auf die Seitenwände und bearbeitet diese. Sind die Kanäle zu gross, dann wird auch keine Arbeit verrichtet. Redent selber sagt, die SAF nicht in Kanälen gleich oder grösser ISO 45 einzusetzen. Was Bände spricht. Und die Indikation ein wenig einschränkt.

C-shaped-Wurzelkanalanatomien oder Isthmen sehe ich auch als problematisch an. Wenn die Feile sich aufgrund ihrer Bauart in einem Überhang verhakt, dann klemmt sie und geht auch nicht unbeschadet wieder raus. Es bleiben kleine Fragmente der Feile in den Kanälen. Es wird zwar propagiert, dass man diese Fragmente einfach wieder rausspült, aber das ist so nicht immer einfach und auch unbedingt möglich. Isthmen sollten, so meine Erfahrung, vorher mit US eröffnet werden, wobei nicht eine ISO 50 gemeint ist. Es reicht, mit einer ISO 20 oder ISO 25 Endosonore einmal zu eröffnen, damit die SAF einen Pfad hat, dem sie folgen kann.

Revisionen

Bei Revisionen muss vorher die komplette konventionelle Sequenz gefahren werden. Danach kann man versuchen, die Guttaperchareste mit der SAF wie in einem Korb nach oben zu transportieren. Kann klappen, muss aber nicht. Manche Sealer sind so hart, dass die SAF einfach machtlos ist. Und manche sind so weich, dass die SAF auch machtlos ist. Mit unpolaren Lösungsmitteln ist sicher mehr möglich, deren Einsatz in der Endodontie wird jedoch sehr kontrovers diskutiert und ich bin mir auch nicht sicher, ob der Kunststoffkragen der SAF das lange aushält.


Aus ergonomischer Sicht ist die Pumpe ein wenig suboptimal. Noch ein Gerät, noch ein Fussanlasser. Der Tank der Pumpe ist NICHT abnehmbar, vielleicht wird das geändert. Es sollte geändert werden, da das unverbrauchte Hypo dann die ganze Zeit über im Gerät steht. Wie wir wissen, ist es ein hervorragendes Oxidationsmittel, was der Haltbarkeit der Pumpen sicher nicht zuträglich ist. Der Zufuhrschlauch nervt manchmal und verhakt sich sehr gerne. Gut ist, dass die Pumpe über einen Akku verfügt und deswegen nicht permanent am Strom hängen muss.


Das ganze Handling ist zumindest bei uns nicht unproblematisch. Die Feile benötigt eine genaue Geschwindigkeit von 5000 UPM. Bei meiner Sirona C4+ ist das gut einzustellen. Leider habe ich nur zwei EL-Motoren an der Einheit, d.h. ich muss die Speicherplätze umschalten und umprogrammieren. Das stört den Workflow erheblich. Glücklich ist, wer eine NaCl-Pumpe in der Einheit hat. Vielleicht kann man das Hypo einfach in einen alten NaCl-Beutel füllen (und fett beschriften und/oder Neongelb markieren!!) und spart sich so die Pumpe. Oder aber die Assistenz bekommt eine grosse Spritze in die Hand und sorgt so für die Spülung. Viele Wege führen nach Rom, wie man es gerne hätte, muss jeder für sich rausfinden. Wie die Empfehlung der 5ml/min Durchflussmenge entstanden ist, kann ich nicht sagen. Aber ich kann es vermuten: es ist die maximale Durchflussmenge, die durch den Spülkragen der SAF passt. Bei einer grösseren Menge geht ein Teil der Spülflüssigkeit nach oben Richtung Arbeitskopf und kann zu Korrosionen führen.


Das klinische Arbeiten ist unspektakulär. Zuerst sortiert man die Kabel und den Schlauch, programmiert die Einheit auf die neue Geschwindigkeit und ist dann bereit. Nun ein Druck auf den Fussanlasser, die Pumpe arbeitet, man versucht die Feile ohne Knick und zu viel Druck in den Kanal zu führen und arbeitet mit leichten vertikalen Bewegungen (laut Dr. Zeppenfeld/Flensburg „und jetzt mach den Specht“) und schaut zu, wie die Feile im Laufe der Zeit immer tiefer in den Kanal sinkt, dabei rotiert und wieder tiefer geht bis nach einer gewissen Zeit die Feile nur noch rotiert, weil sie keine Arbeit mehr an der Wand vollführt.

Moment, versucht die Feile einzuführen? Ja, bei OK/UK Molaren kann das durchaus schon mal problematisch sein, wenn die Mundöffnung nicht allzu viel hergibt.


Die Reinigungswirkung ist unter dem DM schon beeindruckend. Wenn man sieht, was da selbst noch nach 3 min. Einsatz aus der Tiefe hoch schwimmt, das ist schon ein Wort.


Bei komplexeren Anatomien (oder mangelhaften Zugängen) kann es passieren, dass die SAF einfach aufreisst. Bei einem OK-Molaren können so schon mal 3 Feilen das Zeitliche segnen.


Die Bilder der zerstörten Feilen stammen vom Kurs. Wie jedes System kann man auch die SAF falsch einsetzen und bewusst zerstören. Keine Frage. Das geht mit rNiti auch, sogar ohne grössere Probleme.


Nachdem die ersten Einstiegshürden genommen waren, hatte ich Zeit, mir die Arbeitsweise der Feile näher zu betrachten.

Seltsam mutet  an, dass die Spülflüssigkeit sich rein über Kapillarkräfte an der Feile nach apikal hangelt (wenn man im OK behandelt und die Feile nicht zum Erdboden zeigt) Die daraus resultierende Frage ist: wie effektiv ist der Flüssigkeitsaustausch tatsächlich?  Er wird effektiver, wenn man die Feile 5-7mm aus dem Kanal rauszieht und dann wieder einführt. Diese grosse vertikale Bewegung bringt dann den gewünschten Austausch, so wie man es z.B. bei der PUI gewohnt ist. Die Assistenz darf beim Absaugen nicht zu nahe an der Feile sein, da sonst alles NaOCl im Sauger verschwindet, bevor es das Kavum erreicht hat.

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Das nenne ich Service!

von Jörg Schröder

Vor nicht all zu langer Zeit hatte ich an dieser Stelle von meinen unerfreulichen Erfahrungen mit den RAYFIX RWS BEYCODENT® Sensor-Halter berichtet.

Bereits nach kurzem Gebrauch  drückte die Fixierschraube für die Edelstahlstange beim Koppeln von Adapterring und Sensorhalter die Halteschrauben für die Stangenaufnahme aus dem Kunststoffgewinde.

Der gesamte Halter wurde dadurch instabil und konnte nicht wie vorgesehen eingesetzt werden.

Wir hatten darauf hin beide defekten Haltersysteme an Beycodent mit der Bitte um Stellungnahme zurück geschickt.

Letzte Woche kamen per Post 2 neue Adapteringe von Beycodent sowie die für uns erfreuliche Mitteilung, dass der Austausch auf Kulanz und somit kostenlos erfolgt.

Zudem der Hinweis, die Rändelschraube nur sachte anzudrehen, da die eingebaute Blattfeder die Sensorhaltestange auch ohne  angedrehte Rändelschraube sicher zu halten vermag.

Das nenne ich Service!

SAF System Präsentation

von Christoph Kaaden

Nach dem vor einigen Tagen hier vorgestellten Video über das SAF System möchte ich auf eine weiterführende Präsentation zu dieser Thematik hinweisen…

Herzlichen Dank an das Internetforum „Zahnmed„, aus dem der Hinweis zu diesem link stammt…

Mehr als ärgerlich!

von Jörg Schröder

Schon lange waren wir in unserer Praxis auf der Suche nach einem funktionierenden Rechtwinkelhaltersystem für unsere digitalen Kodak-Sensoren. Nach einigen frustierenden Erfahrungen mit bunten Kunststoffhaltern verschiedener Anbieter haben wir uns auf Empfehlung von Olaf Löffler den aus Edelstahl und Kunststoff gefertigten RAYFIX RWS BEYCODENT® Sensor-Halter angeschafft.

Für stolze 255,- Euro netto.

Dieses Set enthält neben einem Adapterring auch zwei Edelstahlstangen nebst Sensorhalter. Mit ihm gelingen ohne große Einarbeitung reproduzierbare Röntgenbilder in Rechtwinkeltechnik.

Bereits nach ca. 4 Wochen ein trauriges Ereignis: Die Fixierschraube für die Edelstahlstange drückte beim Koppeln von Adapterring und Sensorhalter die Halteschrauben für die Stangenaufnahme aus dem Kunststoffgewinde.

Der gesamte Halter wird dadurch instabil und kann nicht wie vorgesehen eingesetzt werden. Zunächst glaubten wir noch an einen Handhabungsfehler. Der sofort georderte Ersatz für 165,80 Euro (netto) zeigte ebenfalls nach einigen Wochen dasselbe Fehlerbild.

Also den Adapterring ein drittes Mal bestellt und bei der Firma Beycodent nachgefragt. Der zuständige Mitarbeiter war nicht am Platz. Ein Rückruf wurde zugesagt. An der Art der gestellten Fragen und dem Gesprächsverlauf bei unserem Anruf konnte man den Eindruck gewinnen, dass das geschilderte Problem am anderen Ende der Leitung bekannt war. Schade.

Der versprochene Rückruf des zuständigen Mitarbeiters blieb im übrigen aus. Nicht nur schade, sondern ärgerlich.

Beim näheren Betrachten der Konstruktion (Maschinenschrauben in einem Kunststoffgewinde)  verwundert es nicht, dass es bereits bei bestimmungsgemässem Gebrauch zu einem Ausreissen der beiden kleinen Fixierschrauben kommt.

Was bleibt abschliessend zu sagen?

1. Weiterempfehlen kann ich diesen Halter der Firma Beycodent aus oben genannten Gründen zur Zeit nicht.

2. Die Ausprägung der Kundenorientierung der Firma Beycodent und die Qualität der gelieferten Adapterringe scheinen auf ähnlichem Niveau zu liegen.

Und das ist einfach mehr als ärgerlich.

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Retro ist angesagt

von Stefan Verch

Schon in den 1920ern waren erstaunliche Grundlagen zur Parodontitis bekannt. Da muß man nur mal die alten Schinken wälzen… War alles schon mal da?

Naja, ich bin auch retro.

Zumindestens , was das Zementieren von Vollkeramiken angeht.

Was habe ich nicht alles genommen: Rely X, Multilink und ach ja – unbedingt Panavia!

Ich habe bei allen diesen Systemen ein riesiges Problem: Wie kontrolliere ich die Überschüsse? Wie nehme ich sie weg? Anhärten, brechen? Aushärten, brechen? Wegwischen – verwischen…

Ich durfte an der FU Berlin Prof Roulet kennenlernen, damals , in den Steinzeit 80ern. Roulet war sicher einer der Adhäsivpäpste, mein heutiges Wissen basiert auf der guten Ausbildung durch Roulets Abteilung.

Roulet propagierte damals – vielleicht erinnert sich noch einer: die Vollkeramiken hießen DICOR und waren aus Glas… – eine neue Art des Zementierens. Ob er es erfunden hat? Weiß ich so nicht mehr. Aber er propagierte es. Statt irgendwelcher flüssigen dualhärtenden Zemente auf Kompositbasis, nahm er auf einmal ein hochvisköses Paste-Paste Kompositgemisch, das als Zement ohne Hilfsmittel nicht anwendbar war. Er wollte so für die Fuge einen hochgefüllten Kompositzement, der sich nicht so leicht auswusch. Mittels einer gummierten Ultraschallspitze , die er auf das zu zementierende Keramikteil setzte, rüttelte er den Zement ein. Dies ging erstaunlich gut. Problem war für mich, dass die Ultraschallaktivierung die oftmals retentionsarmen Teilkronen irgendwohin schwimmen ließ oder der Zement gar durch Wärme, die eigentlich gar nicht von der Gummispitze entstehen konnte (….) vorzeitig erstarrte. Auch die Anmischung der zwei pastösen Komponenten war nicht einfach…

Alles in allem  – nach der ein oder anderen Bisserhöhung durch eingefrorenen Zement oder ungenauen Sitz der Teilkrone – wechselte ich wieder zu den niedrigviskösen Zementen.

Anfang dieses Jahres hatte ich  das Zemententfernen satt: unter der Lupe oder dem Mikroskop konnte einem nur schlecht werden, was Überschüsse anging, die zahnsubstanzschädigend entfernt werden mussten – mit viel Zeit! Irgendwie kam mir der Fortschritt irrwitzig vor: das Zementieren dauerte länger, die Überschussentfernung war ein Graus und die Frage, ob es denn das bessere Zementieren wäre, konnte ich auch nicht beantworten. Harvard Zement hielt ja auch jahrzehntelang und ist erstklassig und substanzschonend zu entfernen!

Da stieß ich auf mein Uraltwissen: warum nicht ein hochvisköses Komposit nehmen? Paste-Paste? Nein, das nun nicht wieder… aber warum nicht ein Hybridkomposit wie Micerium Enamel HFO?

Micerium Enamel HFO ist selbstglättend ( dafür schätze ich es als Dentinkern, der sich anschmiegt) und ist fast flüssig, wenn ich es auf meine Spezialwärmeplatte bei 55 ° Grad lege. Andere Komposite sind ungeeigneter. Dieses hier jedoch fließt unter Druck hervorragend.

Gedacht, gemacht: eine 2-3 mm dicke grobe Schicht ins Lumen ( die silanisierte Keramikkrone oder Teilkrone benetze ich vorher noch mit Optibond FL Bondig hauchdünn) und dann mit gleichmäßigem Fingerdruck das Zementieren beginnen. Schon fließt unter dem alleinigen Fingerdruck eine schöne Fahne aus der Fuge. Die kann man sehr kontrolliert mit der Sonde oder einer Endonadel wegpuhlen – ohne Reste!!!

Zum Anfang hatte ich auch noch die gummierte Zementierhilfe fürs Sonicsys System benutzt. Aber der alleinige Fingerdruck reicht aus, um die Krone richtig in situ zu bringen. Nach dem finalen letzten Überschussentfernen – ich drücke immer noch einmal nach – bleibt der Finger auf dem Werkstück, bis die Lampe die erste Härtung gemacht hat. So kann nichts mehr verrutschen, denn beim Überschussentfernen zwischendurch kann es durchaus zu einem kleinen „Verschwimmen“ des Werkstückes kommen.

Angst , dass die reine Lichthärtung nicht ausreicht? Nein!

Erstens habe ich zwei Valo LED Lampen… und zweitens leiten die EMAX  Keramiken das LED Licht bis in die Tiefe, auf jeden Fall… ich glaube man könnte noch palatinal Härtung erzielen, wenn man bukkal an der EMAX Keramik die Valo ansetzt…

Der Zahn wird übrigens so konditioniert, wie ich es hier im Blog schon mal beschrieben habe: mit Syntac classic und ausgehärtet- sage einer, Retro sei nicht angesagt!!!!

Hand-Plugger (I) – update –

von Christoph Kaaden

vor einiger Zeit habe ich hier über die BL Condenser der koreanischen Firma B&L Biotech berichtet.

Zum Zeitpunkt damals waren diese (in meinen Augen sehr ergonomischen) Handinstrumente in Deutschland noch nicht erhältlich. Dies hat sich seit einiger Zeit geändert…

Zu bestellen sind sie nun im Online- Shop von American Dental Systems.

Zahnhalsfüllung – Nachtrag

von Christian Danzl

Im Lokschuppen Rosenheim ist derzeit eine Gewürzausstellung.

Dort hab ich ein Rezept zur Behandlung von Zahnhalskaries gefunden…

Es erscheint aus heutiger Sicht nicht besonders kostenintensiv, damals war es das mit Sicherheit.
Über die Wirkung wurde leider keine Angabe gemacht :-(

Frontzahntrauma – die Auflösung

von Ronald Wecker

Die Abstimmung zeigt, dass offensichtlich mehrere Therapieoptionen möglich sind.

Das Abwarten der Revaskularisierung bei avulsierten und massiv intrudierten Zähnen mit abgeschlossenem Wurzelwachstum ist nicht zu favorisieren. Da es in beiden Fällen mit sehr großer Wahrscheinlichkeit zu einer Zerstörung des Nerv-Gefässbündels gekommen ist, sollte das in der Folge nekrotisch gewordene Pulpagewebe ca. 7-10 Tage nach Reposition/Trauma entfernt werden, um das Risiko eines resorptiven Geschehens zu minimieren.

Sowohl die chirurgische Reposition beider Zähne, als auch das Belassen von 11 in der elongierten Position bei gleichzeitiger chirurgischer Reposition von 12 oder die kieferorthopädische Reposition von 12 wäre denkbar gewesen.

Ursprünglich hatte ich aufgrund der Tatsache, dass sich 12 mit seiner mesialen Frakturkante mit 11 verkeilt hatte daran gedacht beide Zähne chirurgisch zu reponieren. Eine antiresorptive Therapie wäre sicher sinnvoll gewesen. Das Zahnunfallzentrum in Basel empfiehlt dazu den Einsatz von Emdogain und Dexamethason. Im vor einiger Zeit hier von Christoph Kaaden vorgestellten Dental Trauma Guide wird  dazu eine Lagerung in 2%-iger Natriumfluoridlösung für 20 Minuten empfohlen.

Nun zusammengefasst wie es wirklich ablief:

6 Tage nach Trauma und Reposition 11 wurde eine systemische Antibiose mit Doxycyclin eingeleitet. Nach Entfernung der rigiden Schienung wurde ein Titan-Trauma-Splint von 13 nach 21 eingeliedert.

10 Tage nach Trauma wurde zunächst 11 initial endodontisch therapiert. Das nekrotische Pulpagewebe wurde entfernt und der Kanal nach ultraschallunterstützter Irrigation mit CaOH2 gefüllt. Anschliessend wurde die semirigide Schiene entfernt um Zahn 12 chirurgisch zu reponieren. Zahn 11 zeigte maximal Beweglichkeit Grad 1.

Nach Auflösung der Verkeilung mit einem sehr feinem Finierdiamanten wurde versucht den Zahn mit einer diamantierten grazilen Zange zu reponieren. Aufgrund der tiefen Intrusion und dem Verlust eines Großteils der klinischen Krone misslang dies. Die Zange konnte nicht angesetzt werden, ohne dass sie abrutschte. Nach Entfernung eines distopalatinal von 11 gelegenen knöchernen Sequesters (1×3 mm) wurde unter dem Mikroskop und unter relativer Trockenlegung die Pulpakammer an 12 eröffnet und nach Aufbereitung CaOH2 eingelegt. Dank sehr guter Assistenz gelang dies gut.

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Die nach Sequesterentfernung gelegten Einzelknopf- und Matratzennähte wurden 2 Tage später entfernt. Im Nahtentfernungstermin wurde ein Attachment zur kieferorthopädischen Extrusion geklebt. Diese begann weitere 5 Tage später.

In der Folge wird der Verlauf der Behandlung regelmässig klinisch und röntgenologisch überprüft. Klinische Kontrollen erfolgen wöchentlich in den ersten 4 Wochen nach Trauma. Die periapikale Situation wird 4, 12, 24 Wochen nach Trauma überwacht. Die weiteren Röntgenkontrollen erfolgen jährlich.

Nicht unerwähnt kann bleiben, dass die wertvollen Tips und Hinweise von Dr. Gabriel Krastl und Prof. Dr. Andreas Filippi, beide am Zahnunfallzentrum in Basel tätig, massgeblich zum bisher positiven Verhandlungsverlauf beigetragen haben. Ihnen gilt mein besonderer Dank.

NSK Endo-Mate TC2

von Christian Danzl

Wie hier schon öfters berichtet wurde, bin ich ein Anhänger der Ghassan-Yared-Technik. Sie bringt mir persönlich in der Praxis oft eine große Erleichterung bei der Wurzelkanalaufbereitung. Der größte Nachteil – auch schon öfters beschrieben – ist die Abhängigkeit vom ATR Endo-Motor.  War eigentlich nicht so schlimm, da ich ja einen habe.

Aber trotzdem schielte ich immer neidvoll auf die neueren kabellosen Endo-Motoren wie den Entran von W&H, den NSK Endo-Mate TC2 und die damit verbundene Möglichkeit mit 2 Motoren arbeiten zu können – ein Motor arbeitet im Wurzelkanal, während der andere von der Helferin mit der nächsten Feile der Sequenz bestückt wird. Somit kann man sich mehr auf die Aufbereitung konzentrieren und wird nicht immer durch den Feilenwechsel aufgehalten. Natürlich kann man dieses Spiel auch mit zwei kabelgebundenen Motoren machen, aber ohne Kabel ist es deutlich einfacher.

Nach langem Überlegen habe ich mit doch dazu entschlossen 2 NSK Endo-Mate TC2 zu kaufen. Es wurden die NSK, da ich noch einen alten Maillefer X-Smart Motor habe, dieser ist mit dem NSK Endo-Mate DT Motor nahezu baugleich und somit sind die Köpfe kompatibel.

Fazit nach zwei Wochen Betrieb:

Ich habe mich fast geärgert, dass ich diesen Schritt nicht schon deutlich eher gemacht habe. Die Motoren sind leicht, handlich, äußerst laufruhig, die Kraft reicht überall hin und die Akku-Standzeiten sind vollkommen ausreichend (nach zwei Wochen in einer Generalisten-Praxis musste ich noch nicht nachladen). Es gibt 5 programmierbare Speicherplätze und eine akustische Warnung, wenn man sich der Drehmomentgrenze nähert. Durch Wechsel auf einen anderen Kopf mit Schleifkontakt gibt es auch noch die Möglichkeit ein ELM-Gerät anzuschiessen um während der Aufbereitung die Aufbereitungslänge zu überwachen. Noch ein schönes Detail ist, dass die Akkus Standart-Akkus sind: AAA Micro-Zellen, das heißt, man ist in 1-2 Jahren, sollten die Zellen nach dieser Zeit schon schwächer werden, beim Akkutausch nicht gleich wieder ein halbes Vermögen los.

Der ATR-Motor kommt jetzt nur noch für GYT zum Einsatz.

Endo Rescue – ein neues System zur Entfernung abgebrochener Instrumente

von Christian Danzl

Maillefer hat das IRS Instrument Removal System – zumindest in Deutschland –  nicht mehr im Programm.

Komet schliesst jetzt diese Lücke mit einem neuen Kit. Endo Rescue.

Dazu gehört ein Endo-Bohrer um die Zugangskavität zu optimieren, zwei Gates-Bohrer, um sich dem abgebrochenen Instrument zu nähern, danach kommt ein neuartiger Zeigerbohrer um sich um das Instrument herum ein Plateau zu schaffen (wir haben hierfür früher immer noch einen Gatesbohrer in der Mitte der Olive abgeschnitten), danach kommt ein Trepanbohrer im Gegenuhrzeigersinn zu Einsatz. Dieser „umfräst“ das Instrument und dreht es, wenn es sich dann im Trepanbohrer verklemmt – so Gott will, heraus.

Ein Video dazu von Komet gibt es hier.

Sieht gut aus, nur im gekrümmten Kanal wird dieses System an seine Grenzen stossen, vielleicht schneller als das IRS.

Weiter Informationen dazu nach dem ersten Test.

Übungszahn

von Christoph Kaaden

Endodontische Arbeitskurse sind in aller Regel stark von Abschnitten geprägt, in denen praktische Schulungen eine zentrale Rolle einnehmen.

Speziell bei Übungen zur maschinellen Präparation von Wurzelkanälen muss jedoch häufig auf Kunststoffblöcke ausgewichen werden, da natürliche, extrahierte Zähne zumeist garnicht bzw. nur im begrenzten Mass zur Verfügung stehen.

Jeder, der mit diesen jedoch schon Erfahrungen sammeln „durfte“, erkennt schnell die Limitationen dieser artifiziellen Wurzelkanäle, da hier u.a. das Schneidverhalten der Instrumente je nach Typ mehr oder minder stark von der tatsächlichen klinischen Realität abweicht.

Für Anfang Juli ist in diesem Zusammenhang jedoch eine Neuerung zu erwarten.


Gemeinsam mit Teilnehmern eines Workshops hatte ich beim Roots Summit in Barcelona die Möglichkeit, Eindrücke und Erfahrungen mit diesen neuen artifiziellen Oberkiefer-Molaren von VDW zu sammeln.

Mein Fazit, wie auch das der Teilnehmer, stand schnell fest. Dieser Übungszahn kommt dem Natürlichen bisher am Nächsten (bei genauem Suchen findet sich „sogar“ ein mb2) und stellt hierfür eine sinnvolle Alternative dar. Für einen Stückpreis von 12,50 Euro kann man sie zukünftig hier beziehen. Rechnet man 4 Plastikblöcke, die ein solcher Zahn ersetzen kann, gegen, so wird der Mehrwert um so deutlicher.

GYT – ProTaper F2 im Vergleich

von Christian Danzl

Über die Ghassan-Yared-Technik wurde hier schon hin und wieder berichtet. Auch über die ATR-Motoren, die man dafür braucht, und wie man sie einstellt.

Nochmals eine kurze Zusammenfassung, der von Ghassan Yared beschriebenen Wurzelkanalaufbereitungstechnik:

  • Etablierung eines Gleitpfades mit einer K-Feile ISO 008
  • mit einer ProTaper F2 Nickel-Titan-Feile den Wurzelkanal in reziproker Drehung aufbereiten.
  • die NiTi-Feile dreht dabei abwechselnd 4/10 Umdrehung im Uhrzeigersinn und 2/10 Umdrehungen im Gegenuhrzeigersinn
  • regelmässige Spülung mit NaOCL 3%
  • bei sehr engen Kanälen empfiehlt Yared einen Gleitpfad bis ISO 15 zu erstellen
  • für einen größeren Taper wird nach der reziproken Aufbereitung eine „ausbürstende Bewegung“ in normaler Drehrichtung mit der F2 empfohlen

Die Technik hat meiner Meinung nach dramatische Vorteile:

  • es wird nur eine (teuere) NiTi-Feile gebraucht
  • Torsions- und Ermüdungsbrüche sind seltener
  • größtenteils ist die Aufbereitung erheblich schneller

Durch die Zeit- und Materialersparnis ist die Aufbereitungsmethode deutlich weniger preisintensiv.

Nachteil: Man braucht eine ATR-Motor, oder einen anderen, auf reziproke Arbeitsweise einstellbaren Motor. Ich kenne gegenwärtig keinen anderen Motor, der dies kann.

Soweit zur Technik. Yared hat seine Methode mit einer ProTaper F2 beschrieben.

Doch funktionieert diese Technik mit anderen Feilen?
Getestet habe ich die Technik mit folgenden Feilen (jeweils in 25/06 – was am ehesten einer PT F2 entspricht):

  • Komet Alpha Kite
  • Komet Easy Shape
  • FKG Easy RaCe
  • VDW Mtwo

Ergebnis:
Am schnellsten und schneidefreudigsten erschien mir die Easy RaCe, gefolgt von der VDW M2, und Komet Easy Shape, danach „das Original“  ProTaper F2 und schliesslich die Komet Alpha Kite.

Das Ergebnis ist mein persönliches Empfinden. Ein anderer Behandler wird durchaus zu einem anderen Ergebnis gelangen.

Anmerkung:

Wo Licht ist, wird auch Schatten sein:
Je schneidefreudiger die Feile ist, desto höher wird die Bruchgefahr sein. Und bei der Easy RaCe ist das Klicken – wo sich die Feile apikal klemmt und sich dann wieder löst – deutlich vernehmbar. Und deutlich öfter als bei den anderen getesteten.

SDR

von Hans – Willi Herrmann

Es ist schon über 10 Jahre her, aber ich erinnere mich noch immer sehr genau an das Komposit -Debakel mit „Ariston“.

Auch ich hatte damals, auf das gute Renomee der Firma Vivadent und ihre Aussagen vertrauend,  Ariston eingesetzt.
Nur in wenigen Fällen und nicht wie angepriesen „en passant“ sondern in klassischer 3 Schritt Adhäsiv Technik mit Syntac.

Von sichtbar gewordenen Problemen mit dem Material kann ich nicht berichten, aber ich hatte, nachdem sich herausstellte, dass das Material nicht den Anpreisungen der Marketings genügte, auch kein Interesse mehr, das Material einzusetzen. Und, um ehrlich zu sein, kein Interesse mehr, irgendein Vivadent Material zu verwenden, denn wenn man aus Marketinggründen den guten Ruf meiner Behandlung aufs Spiel setzt, reagiere ich nachtragend.

Und jetzt, mit SDR von Dentsply, wieder einmal ein neues, sensationelles Komposit – Material.

Mit professoralem Gütesiegel. Weil es endlich das dringend benötigte „kostenlose“ Budget – Material ist, das die Volkszahnmedizin braucht.

Zwei Dinge dazu: Erstens, wir haben bereits ein solches Material. Es heißt Amalgam und hat für den Patienten den Vorteil, in seinem mechanischen Eigenschaften seit vielen Jahrzehnten bewährt und vollkommen zuzahlungsfrei zu sein.

Zweitens – ein Material, wie SDR, dass okklusal mit einem konventionellen Komposit – Material überschichtet werden kann, ist mir als Füllungsmaterial suspekt. Weil es voraussetzt, dass besagte Schicht immer (und immer in ausreichendem Maße) aufgetragen werden muss.

Ich weiss nicht, warum, aber ich befürchte, dass nicht alle Zahnärzte dies in ausreichendem Maße tun werden.
Und was dann ? Wird die oklusale SDR – Füllung den Kaubelastungen standhalten oder was wird passieren ?
Denn dafür scheint sie nicht gemacht zu sein, sonst hätte man nicht besagte Kontraindikation dem Produkt ins Beiheft geschrieben.

Ich habe SDR ausprobiert.

Und nachbestellt.

Für postendodontische Blockstabilisierungen, für endodontische Aufbauten vor WK, für Aufbaufüllungen vor ZE setze ich das Material ein.
Dafür, finde ich, ist es gut geeignet, lässt sich dafür sehr schön verarbeiten. So schön, dass es meine bisher in diesen  Indikationen verwendeten Materialien abgelöst hat.

Für einen kritischen Behandler wie mich schon eine Aussage, oder ?


wenn MTA nicht abbinden soll…

von Christian Danzl

Als MTA auf den Markt kam, ging zwei mal ein Aufschrei durch die Zahnärzteschaft:

der erste, dass endlich ein Material da ist, auf das man schon lange gewartet hat, und

der zweite (zumindest in Deutschland) wegen des nicht unerheblichen Preises.

Das ist jetzt einige Jahre her. Das Material ist immer noch hervorragend, der Preis ist ein wenig moderater geworden, da es nicht nur von Dentsply als ProRoot MTA vertrieben wird, sondern auch von anderen Firmen, wie Riemser oder Angelus.

Trotzdem ist der Preis immer noch so hoch, dass man die angebrochene Packung nicht gerne verwirft, sondern aufbewahrt bis zum nächsten Einsatz (eine preiswerte Version wurde hier beschrieben, diese Version ist aber kaum röntgensichtbar, und somit für einige Einsatzzwecke nicht optimal. Bezugsquelle)

MTA ist – wie Portlandzement – ein hydraulisches Bindmittel, das heisst, es wird mit Wasser angemischt und braucht Wasser um abzubinden. Keine Luft, was es ja so interessant macht für die Anwendung im Wurzelkanal.

Wenn das MTA-Päckchen einmal geöffnet ist, reicht jedoch die Luftfeuchtigkeit, um im Laufe von einigen Tagen und Wochen, die Abbindereaktion zu starten, und es unbrauchbar zu machen.

Abhilfe: Aufbewahrung in einem feuchtigkeitsdichtem Behältnis (Filmdosen von einem 135er KB-Film sind sehr gut dafür geeignet, aber heute im digitalen Zeitalter nur noch selten zu finden). Und um die Restfeuchte aus der Luft noch vom MTA fernzuhalten, und  somit ein ungewolltes Abbinden zu verhindern, noch ein Päckchen Silicagel mit dazu rein.

Und wenn man sich nicht gerade eine neue Digitalkamera gekauft hat und somit ein Beutelchen in der Kameraschachtel findet, gibt es Silicagel bei Amazon, oder auch bei aquapac in Kleinmengen und verschiedenen Größen. Also für den Endverbraucher geeignet.

Grenzen der Yared-Technik

von Christian Danzl

die Ghassan-Yared-Technik wurde auf diesem Blog schon öfters beschrieben. Einer der Vorteile dieser Aufbereitungstechnik ist das geringere Frakturrisiko der Feilen. Durch die diskontinuierliche Drehung ist die Anzahl der Umdrehungen insgesamt geringer, was weniger Ermügungsbrüche nach sich zieht. Durch die regelmässige Rückwärtsdrehung wird ein Festfressen der Feile meist vermieden. Die Gefahr eines Torsionsbruches wird geringer, weil sich die Feilenspitze durch die Rückwärtsdrehung wieder lösen kann.

Genau das, ein vereitelter Torsionsbruch,  ist wahrscheinlich hier in diesen Bildern zu sehen.

Fehler behoben!

von Jörg Schröder

An dieser Stelle habe ich vor einiger Zeit über Qualitätsmängel der Capillary Tips der Firma Ultradent berichtet. Auch Hans- Willi Herrmann und Olaf Löffler hatten ähnlich Beobachtungen gemacht.

Heute fiel mir auf, dass das Abknicken der Kanülen kurz nach dem Luer-Lock-Ansatz seit einiger Zeit nicht mehr auftritt und die Kanülen auch nicht mehr beim Einbringen des dualhärtenden Komposites entlang der Längsachse aufreissen.

Haben die Blogeinträge den Hersteller erreicht und zu einer Fehlerbehebung bewogen? War es nur das Problem von wenigen Chargen?

Ich freue mich jedenfalls, die Capillary Tips wieder in der gewohnten Ultradent-Qualität einsetzen zu können.

Schutzbrille reloaded

von Christian Danzl

Endlich habe ich die Schutzbrille gefunden, die ich gesucht habe. Mit meinen 2720 von 3M bin ich sehr zufrieden. Als Standard Schutzbrille zum Arbeiten für die Helferinnen und für mich. Es gab sie nur nicht mit orange-Roter Scheibe zum Ausfiltern des Blaulichtes der Polymerisationslampe. Die Swiss-eye war schon besser als nichts, aber im neuen Ultradent-Katalog (Dan Fischer) ist sie drin: Gleiche Form wie die 3M, aber in orange-rot. Sie filtert das Licht von 290 bis 320 nm Wellenlängen aus.

Wer sie braucht?

Ich nicht, aber Patienten, zum Schutz gegen das grelle blaue Licht der Polymerisationslampe.

Und Helferinnen, die nie dorthin schauen können, wo sie Komposit polymerisieren, und somit nicht immer dass Licht da ankommt, wo es hin soll…..

Schutzhüllen für Mikroskopgriffe – Gib AIDS keine Chance (2)

von Christian Danzl

Einfache, preisgünstige Schutzhüllen für das Zeiss Pro Ergo Dentalmikroskop hat Oscar von Stetten an dieser Stelle schon vorgestellt. Leider sind diese Überzieher nicht für die kleinen Griffe von Kaps geeignet. Hier bin ich bei Praxisdienst fündig geworden. Latex-Fingerlinge 100 Stück zu 0,89 €.

wieder mal Garrison (4)

von Christian Danzl

Dass die Garrison 3-D Spannringe für die 3D-Matritzen gut sind, um große Defekte im Approximalraum sauber  und einfach zu rekonstruieren, wurde hier schon beschrieben.
Dass sie das Standard Hygieneverfahren in einer Zahnarztpraxis nicht lange aushalten, auch.

Da mir die Spannringe, nachdem sich die elastischen Kunststoffteile verabschiedet haben, zu schade waren zum Wegwerfen, habe ich sie modifiziert. Die harte Retention für das weiche Kunststoffteil habe ich weggefräst und die Kanten geglättet. Die vorher sehr gute Adaption der Matritze ist nicht mehr 100%ig gewährleistet, aber immer noch besser als mit den Standard-Ringen. Und jetzt definitiv zu schade zum Wegwerfen.

Amalgam? – Amalgam!

von Christian Danzl

Beim Durchforsten meiner Festplatte habe ich durch Zufall diese Bilder wieder gefunden. Ich wollte sie Euch nicht vorenthalten. Es ist eine Brücke, besser gesagt, der distale Teil einer Brücke, die ich schon vor Jahren aus dem Patientenmund entfernt habe.

Mit was macht man die Aufbaufüllung unter eine Krone? – Mit Amalgam selbstverständlich?

Was macht man, wenn der untere Achter als Brückenanker eigentlich zu dünn ist? – Man macht den Aufbau dicker!

Und mit was macht man ihn dicker? – Mit Amalgam selbstverständlich!

Und wie weit soll das Amalgam reichen? – Bis es auf der Gingiva steht selbstversändlich!

Und das soll wie lange halten?

Tja, was glauben Sie? Wie lange war diese Brücke in situ?

Auflösung folgt…

Kleine Dinge

von Christoph Kaaden

Wie so oft im Leben sind es nicht selten die kleinen Dinge die dazu führen, dass wir etwas z.B. als schön und angenehm oder eben auch als unangenehm empfinden.

Und nachdem gestern innerhalb kürzerer Zeit die dritte Patientin (von unterschiedlichen Zuweisern) berichtete, dass Sie den von uns bei jeder endodontischen Behandlung verwendeten Kofferdam als viel angenehmer empfunden hat, als dies bei Behandlungen des Hauszahnarztes der Fall war, macht es Sinn, sich hierüber ein paar Gedanken zu machen warum dem so war…

Die Antwort war schnell gefunden.

Die von uns ebenfalls immer unter dem Kofferdam verwendete Serviette führt offensichtlich dazu, dass das (Non-) Latex Tuch nicht direkt auf der Haut aufliegt, was von den Patienten als unangenehm beschrieben wird. Insbesondere dann, wenn es durch Speichel feucht geworden ist.

Und es bestätigt sich, dass eine solch kleine Massnahme zu einer erheblich gesteigerten Akzeptanz der Kofferdam-Verwendung führen kann.

Sollten Sie bisher noch keine Kofferdam-Serviette bei der Behandlung benutzen, empfehle ich die Anwendung bei Ihren Patienten einmal zu testen.

PS: Und noch etwas haben wir durch Erzählungen erfahren, was ich gerne weitergebe. Bei Patienten, die bisher noch keine Erfahrungen mit der Kofferdam-Applikation gemacht haben sollten Sie insbesondere „beim ersten Mal“ das Anlegen nicht delegieren, um so eine reibungslosen Ablauf zu garantieren.

…und weiter geht es mit den Ärgernissen

von Christian Danzl

Wie schon beschrieben bin ich ein großer Fan der Microbrushes.

Doch die letzte Charge funktioniert nicht so wie sie soll. Sobald man das Arbeitsende abknickt um den gewünschten Winkel zu erreichen, bricht es ab. Ärgerlich. Somit ist nicht nur der Vorsprung zu den Mitbewerbern (nach dem Abknicken doch noch eine stabile Verbindung zu haben) dahin, sondern das Bürstchen auch unbrauchbar. Wenn man das Bürstchen seeehr laaaangsam umknickt kann man den Bruch umgehen, aber man muss jedesmal vorher daran denken, dass es nicht so ist wie in den letzten 10 Jahren.

Sehr ärgerlich.

Sehr ärgerlich !

von Hans – Willi Herrmann

Wie hab ich sie all die Jahre gelobt, die capillary tips von Ultradent. Wer meine Kurse besucht hat, kennt meine Empfehlungen diesbezüglich.

Und jetzt das.
Jörg hat es beschrieben. Und ich weiss nicht, ob ich mich freuen soll darüber oder nicht. Denn ich habe das Problem seit einiger Zeit ebenfalls.

Beim Applizieren von chemisch härtendem Komposit zur adhäsiven Befestigung eines Wurzelstiftes platzt die Kanüle kurz vor der Spitze auf. Mit dem Risiko der Blasenbildung im Wurzelkanal. Eigentlich genau das, was ich mit dem Einsatz der capillary tips und der skinny syringes grundsätzlich ausschalten möchte.  Denn genau das ist schließlich der Grund, warum ich soviel Geld für diese Kanülen – Spritzen – Kombi ausgebe. Das es eine absolut narrensichere Methode ist, eben keine voids zu produzieren.

Und  – mindestens genauso schlimm. Die Kanülen passen nicht mehr auf die Adapter für die Mikroabsaugung. Sie lassen sich nicht mehr auf den Luerlock der Adapter aufdrehen. Sind ein wenig zu groß. Man muss sie mit einem Diamanten in Form bringen, um sie dafür verwenden zu können. Hatte ich in all den Jahren nie zuvor.

Was ist los, Ultradent ?  Ist das die Toyota – Inzidenz ?

Ärgerlich!

von Jörg Schröder

Eigentlich bin bisher ich von den Produkten der Firma Ultradent Products (UP) immer sehr angetan gewesen.

Qualität die ihren Preis hat. Dafür aber genauso funktioniert wie man es erwartet.

Besonders die Capillary Tips gefallen mir. Auf einen Luer-Lock-Adapter geschraubt dienen sie als flexible Mikroabsaugkanülen, die aufgrund ihrer Konizität so gut wie nie verstopfen. Darüber hinaus haben sie sich zusammen mit einer Skinny Syringe als luftblasenvermeidende Einbringhilfe des dualhärtenden Komposits bei der postendodontischen Versorgung bewährt.

Seit ca. 3 Wochen reißen die Capillary Tips nun bei dieser Anwendung der Länge nach auf. Das Komposit tritt seitlich aus, es kommt zum Entstehen von intrakoronalen Luftblasen.

Eine Montags-Charge? Ein neuer (billigerer) Kunststoff? Auf jeden Fall eines:

Ärgerlich!