
Weck, Worscht, Woi 2027
10 Jahre später
15. bis 17. April 2027
Bad Kreuznach
Rund zehn Jahre ist es her.
Zwischen 2016 und 2018 habe ich dreimal eine Fortbildung veranstaltet, die ein wenig anders war als die üblichen endodontischen Kurse.
Der Titel…
Weck, Worscht, Woi.
Drei Tage.
Drei Schwerpunkte.
Und das Anliegen, mein gesamtes endodontisches Arbeiten so vollständig, ehrlich und praxisnah wie möglich darzustellen.
„Weck, Worscht, Woi“ war kein Hands-on-Kurs.
Keine Live-Behandlung.
Und schon gar keine jener industriegetragenen Veranstaltungen, bei denen die fachliche Fortbildung lediglich als Vorwand für eine mehr oder weniger unverhohlene Produktpräsentation dient.
Es war vielmehr eine Monographie meines endodontischen Arbeitens.
Eine lückenlose Aneinanderreihung all jener klinischen, ergonomischen, organisatorischen und wirtschaftlichen Details, die darüber entscheiden, ob eine endodontische Behandlung im Praxisalltag nicht nur gelegentlich, sondern vorhersehbar und reproduzierbar erfolgreich und bestmöglich funktioniert.
Vom ersten Nadelstich der Anästhesie bis zur abschließenden Politur der postendodontischen Versorgung.
Von der Gestaltung der Zugangskavität über Aufbereitung, Desinfektion und Wurzelfüllung bis zur Dokumentation und Rücküberweisung.
Von der Lagerung des Patienten über das Arbeiten am Dentalmikroskop bis zur Zusammenarbeit eines eingespielten Behandlungsteams.
Von der Terminplanung über die Abrechnung und den Schriftwechsel mit Kostenerstattern bis zur Kommunikation mit Patienten und überweisenden Kollegen.
Alles wurde gezeigt.
Schritt für Schritt. In Bildern und Videos.
Mit allen verwendeten Geräten, Instrumenten und Materialien.
Wenn sinnvoll, bis hin zur Bestellnummer.
Und vor allem sprachen wir nicht nur über das, was gut funktionierte.
Wir sprachen auch über Probleme.
Irrwege, Fehlentscheidungen und Dinge, die sich im klinischen Alltag weniger bewährt hatten als ursprünglich erhofft.
Denn aus Erfolgen kann man lernen.
Aus Fehlern häufig noch mehr.
Drei Tage Weck, Worscht und Woi
Der erste Tag.
Weck, das Brötchen.
Als Grundlage des Früstücks.
Widmet sich den Basics jedes Praxiskonzeptes: der klinischen Endodontie. Zeigt den vollständigen Ablauf einer Behandlung, vom ersten Patientenkontakt über Diagnostik, Therapieplanung und Durchführung bis zur postendodontischen Stabilisierung und den Recalls.
Der zweite Tag.
Worscht, die Wurst.
Sie macht das Brötchen schmackhaft und nahrhaft: Es geht um Praxis-Ergonomie. Um Praxis-Organisation.
Wie sollte ein Behandlungsplatz gestaltet sein?
Wie arbeiten Behandler und Assistenz zwei-, vier- oder sechshändig zusammen?
Wie lassen sich Dentalmikroskop, Behandlungseinheit, Instrumente und Materialien so anordnen, dass nicht nur präzise, sondern auch ruhig und körperlich möglichst wenig belastend gearbeitet werden kann? Anmerkung am Rande – Hier hat sich in 10 Jahren sehr viel getan. 3D-Druck, Laser, CNC haben mein Arbeiten extrem positiv gestaltet.
Der dritte Tag.
Woi, der Wein.
Rundet das Essen ab und macht es zum Erlebnis.
Beschäftigt sich mit allem, was rund um die eigentliche Behandlung geschehen muss: Honorierung, Abrechnung, Patienten- und Überweiserkommunikation, Dokumentation, Außendarstellung, Backoffice und Schriftverkehr mit Kostenerstattern.
Die Praxis auszurichten im Sinne einer klaren Vision und eines definierten Zieles als anzustrebendes Großes Ganzes über Jahrzehnte hinweg, bedeutet, das Gesamtkonstrukt zahnmedizinischer Tätigkeit kontinuierlich einem Optimum anzunähern: Was möchte ich erreichen? Wo möchte ich hin? Wie gelange ich dorthin? Wie überwinde ich die Schwierigkeiten und Hindernisse, die mir von unterschiedlichsten Seiten in den Weg gelegt werden? Und wie entwickle ich meine Praxis zu etwas Besonderem, Eigenständigem und Unverwechselbarem, um ihre Position auch unter schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht nur zu behaupten, sondern sie – wenn nötig gegen den Strom und in schwierigen Zeiten – weiter auszubauen und nachhaltig zu verbessern?
Bei Weck, Worscht, Woi 2016–2018 wurde die Fortbildung von umfangreichen Büchern begleitet, die weit mehr sein sollten als ein konventionelles Kursskript.
Vor einigen Monaten erzählten mir mehrere ehemalige Teilnehmer unabhängig voneinander, dass diese Bücher noch immer in ihren Praxen stünden und bis heute als Nachschlagewerke genutzt würden.
Das hat mich gefreut.
Die Bücher wird es wieder geben. Aber diesmal noch ausgedehnter, über die reine Seminardokumentation weit drüber hinaus.
Und damit steht nun offiziell fest. Es gibt ein Weck, Worscht, Woi 2027.
Was zehn weitere Jahre Spezialisierung verändert haben
Zehn Jahre sind in der Endodontie eine lange Zeit.
Geräte, Instrumente und Materialien haben sich verändert. Digitale Volumentomografie, Laser, neue Aufbereitungs- und WF-Techniken, Bildgebung und Dokumentation haben einen anderen Stellenwert erhalten. Manche Verfahren, die 2016 neu und vielversprechend erschienen, haben sich bewährt. Andere sind wieder in der Bedeutungslosigkeit verschwunden. Wieder andere betrachten wir heute differenzierter als damals.
Der vielleicht wichtigste Unterschied liegt jedoch an einer anderen Stelle.
Durch die langjährige konsequente Limitierung meiner klinischen Tätigkeit auf die Endodontologie konnten sich die Behandlungs- und Organisationsabläufe in unserer Praxis immer weiterentwickeln.
Wer mich kennt, weiß, dass ich mich nie mit dem Erreichten zufriedengebe. Immer bemüht bin, einen bestehenden Standard – egal wie hoch – wenn immer möglich, weiter zu verbessern. Bestehendes wurde repetitiv angewendet, hinterfragt, verändert. Verworfen oder beibehalten, modifiziert und neu zusammengesetzt.
Manche Veränderungen waren groß und offensichtlich. Viele andere bestanden lediglich aus kleinen Verschiebungen: ein Instrument an einer anderen Stelle, ein veränderter Handgriff, eine präzisere Aufgabenverteilung, ein besser vorbereiteter Behandlungsschritt, eine klarere Formulierung in der Patientenkommunikation oder ein Dokumentationsablauf, der die notwendigen Informationen zuverlässiger erfasst.
Über Jahre und Jahrzehnte haben sich auf diese Weise Strukturen herauskristallisiert, die heute noch präziser und ausgereifter sind als zur Zeit der ersten drei Fortbildungen.
Die Behandlung selbst ist dadurch nicht spektakulärer geworden.
Im Gegenteil.
Sie ist ruhiger geworden.
Und als positiver Nebeneffekt
Noch effizienter.
Und noch wirtschaftlich rentabler.
Effizienz entsteht nicht per se dadurch, dass schneller gearbeitet wird.
Sie entsteht, weil die Abläufe ebenso klar wie bewährt sind.
Weil die benötigten Materialien bereitliegen.
Weil jedes Teammitglied weiß, was als Nächstes geschieht.
Weil Entscheidungen, die sich wiederholen, nicht bei jedem Patienten vollkommen neu getroffen werden müssen.
Und so für die wirklich schwierigen und unerwarteten Situationen dadurch mehr Aufmerksamkeit zur Verfügung steht.
Genau diese über viele Jahre entwickelte Verbindung von Präzision, Ruhe, Effizienz und Rentabilität soll im Mittelpunkt der Neuauflage stehen.
Nicht die Ansammlung möglichst vieler neuer Geräte oder Techniken.
Sondern die Frage, wie aus zahllosen einzelnen Arbeitsschritten ein funktionierendes Gesamtsystem wird.
In all den Jahrzehnten klinischer Tätigkeit hat sich eine enorme Menge an Wissen angesammelt. Damit meine ich nicht das Wissen, das sich in Lehrbüchern und wissenschaftlichen Veröffentlichungen findet. Sondern vor allem jenes Erfahrungswissen, das im täglichen Arbeiten entsteht.
Welche Vorgehensweise sich tatsächlich bewährt haben.
Welche kleinen Details eine große Wirkung haben.
Wo entstehen typische Fehler?
Welche vermeintlich einfache Lösung verursacht später neue Probleme?
Wann technische Perfektion sinnvoll ist und wann sie lediglich zusätzlichen Aufwand erzeugt.
Wie Behandlung, Ergonomie, Organisation, Kommunikation und Wirtschaftlichkeit ineinandergreifen müssen, damit eine spezialisierte Praxis dauerhaft optimal funktioniert.
Je näher das Ende meiner klinisch aktiven Zeit rückt, desto deutlicher wird mir, wie viel Wissen ich über die Jahrzehnte angesammelt habe – und wie schade es ist, wenn dieses Wissen nicht weitergegeben wird.
Es ist frustrierend zu beobachten, dass sich jede neue Zahnärztegeneration viele grundlegende Dinge erneut mühsam erarbeiten muss. Nicht, weil dieses Wissen grundsätzlich unbekannt wäre, sondern weil es häufig unsystematisch und unreflektiert weitergegeben wird. Verloren geht oder nur in den Köpfen einzelner Behandler existiert.
Dann werden Erfahrungen wiederholt, die andere längst gemacht haben.
Fehler erneut begangen.
Umwege noch einmal beschritten.
Und Lösungen müssen mühsam neu „erfunden“ werden, obwohl sie an anderer Stelle bereits seit Jahren, teils seit vielen Jahrzehnten funktionieren.
„Weck, Worscht, Woi 2027“ ist deshalb auch der Versuch, einen möglichst großen Teil dieses über Jahrzehnte entstandenen Erfahrungswissens rückblickend – gewissermaßen als Essenz eines erfolgreichen Berufslebens – noch einmal zusammenzutragen, zu ordnen und weiterzugeben.
Nicht als unveränderliche Wahrheit.
Nicht als alternativloses Behandlungskonzept.
Sondern als Angebot, auf praxisbewährten Erfahrungen von hohem Niveau aufzubauen. Anstatt alle Erfahrungen selbst machen zu müssen.
Warum zum letzten Mal
Nicht, weil es nichts mehr zu sagen gäbe.
Im Gegenteil.
Ich sehe mit großem Bedauern und mit großer Sorge den Verlust wertvollen Wissens für die nachfolgenden Generationen. Weil, wie in vielen anderen Bereichen des Lebens, auch in der Zahnmedizin die falschen Impulse gesetzt werden. Gut gemeint möglicherweise, aber dennoch fatal.
Aber.
Es war immer eine meiner Grundüberzeugungen, dass man Fortbildungen über die klinische Zahnmedizin nur so lange geben sollte, wie man selbst noch klinisch tätig ist.
Wer über den Praxisalltag spricht, sollte diesen Praxisalltag auch noch erleben.
Wer Behandlungskonzepte vermittelt, sollte sie weiterhin selbst anwenden.
Wer über Probleme, Fehler und Lösungen berichtet, sollte noch unmittelbar mit ihnen konfrontiert sein.
Klinische Fortbildung darf nicht ausschließlich aus der Erinnerung heraus erfolgen.
Sie braucht die tägliche Rückkopplung mit der Realität der Behandlung.
Deshalb ist jetzt für mich der Zeitpunkt gekommen, das über Jahrzehnte erarbeitete Wissen ein letztes Mal in dieser umfassenden Form weiterzugeben.
Solange es noch unmittelbar mit meiner eigenen klinischen Tätigkeit verbunden ist.
Deshalb wird „Weck, Worscht, Woi 2027“ meine letzte Fortbildung dieser Art sein.
Weck, Worscht, Woi 2027
Die Neuauflage wird keine nostalgische Wiederholung der Veranstaltungen von 2016 bis 2018.
Sie wird eine Bestandsaufnahme nach weiteren zehn Jahren spezialisierter endodontischer Tätigkeit.
Was ist geblieben?
Was hat sich verändert?
Was hat sich tatsächlich bewährt?
Welche Abläufe haben sich verfeinert?
Wo ist durch konsequente Strukturierung mehr Ruhe entstanden?
Wie lassen sich Behandlungsqualität, Ergonomie, Effizienz und Rentabilität miteinander verbinden?
Welche technischen Entwicklungen verbessern unsere Behandlungen wirklich?
Und welche erzeugen vor allem zusätzliche Kosten, Abhängigkeiten und Komplexität?
Es geht nicht um einzelne Instrumente und nicht um isolierte Behandlungsschritte.
Es geht um das Zusammenspiel von Diagnostik, Behandlung, Ergonomie, Teamarbeit, Dokumentation, Kommunikation, Organisation und Wirtschaftlichkeit.
Um die vielen kleinen Entscheidungen, die für sich genommen unbedeutend erscheinen mögen, in ihrer Summe aber darüber bestimmen, ob eine Behandlung strukturiert, reproduzierbar und mit einem vertretbaren Aufwand durchgeführt werden kann.
Und selbstverständlich wird auch 2027 offen über das gesprochen, was nicht funktioniert hat.
Über Entscheidungen, die ich heute anders treffen würde.
Über technische Sackgassen.
Über unnötige Komplexität an falscher Stelle.
Über überschätzte Neuerungen.
Über die Grenzen dessen, was selbst mit großem Aufwand klinisch erreichbar ist.
Und vor allem auch über meine grössten und dümmsten Fehler.
WECK, WORSCHT, WOI 2027
Donnerstag, 15. April 2027
Freitag, 16. April 2027
Samstag, 17. April 2027
Bad Kreuznach
Veranstaltungsort und Seminarzeiten
„Weck, Worscht, Woi 2027“ findet vom 15. bis 17. April 2027 im Haus des Gastes in Bad Kreuznach statt. Die Seminarzeiten sind an allen drei Veranstaltungstagen jeweils von 9.00 bis 17.00 Uhr.
Am Donnerstagabend besteht die Möglichkeit zu einem gemeinsamen Abendessen im Sternerestaurant Meisenheimer Hof in Meisenheim.
Seminargebühr
„Weck, Worscht, Woi 2027“ ist als zusammenhängende dreitägige Gesamtfortbildung konzipiert. Die einzelnen Seminartage können nicht separat gebucht werden.
Der reguläre Teilnehmerpreis für die gesamte dreitägige Fortbildung beträgt:
2.397 Euro netto + 19 Prozent Umsatzsteuer = 2.852,43 Euro brutto
Das entspricht 799 Euro netto je Seminartag.
Mir ist es wichtig, frühe Entscheidungen zu honorieren.
Denn eine frühzeitige Anmeldung schafft nicht nur für die Teilnehmer Klarheit, sondern gibt uns auch die notwendige Planungssicherheit.
Deshalb bieten wir zwei zeitlich befristete Frühbucherstufen an.
Bis zum 31. Dezember 2026
Nach Vergabe der ersten zwölf Plätze und für alle weiteren verbindlichen Anmeldungen bis zum 31. Dezember 2026 beträgt die Seminargebühr:
1.998 Euro netto zuzüglich 19 Prozent Umsatzsteuer = 2.377,62 Euro brutto
Das entspricht 666 Euro netto je Seminartag und einer Ersparnis von 474,81 Euro gegenüber dem regulären Bruttopreis.
Vom 1. Januar bis zum 28. Februar 2027
Für verbindliche Anmeldungen vom 1. Januar bis einschließlich 28. Februar 2027 beträgt die Seminargebühr:
2.196 Euro netto zuzüglich 19 Prozent Umsatzsteuer = 2.613,24 Euro brutto
Das entspricht 732 Euro netto je Seminartag und einer Ersparnis von 239,19 Euro gegenüber dem regulären Bruttopreis.
Ab dem 1. März 2027
Für Anmeldungen ab dem 1. März 2027 gilt der reguläre Teilnehmerpreis:
2.397 Euro netto zuzüglich 19 Prozent Umsatzsteuer = 2.852,43 Euro brutto
Das entspricht 799 Euro netto je Seminartag.
Wer früh entscheidet, wird belohnt.
Für die ersten zwölf Teilnehmer gab es sogar die vollständig aktualisierte Neuauflage von „Weck, Worscht, Woi“ nahezu zum Preisniveau von damals. Dieses Kontingent war nach 8 Stunden aber schon vergeben.
Wer sich anmelden möchte, der schicke mir eine E-Mail an h2w2@gmx.de.
Dann versende ich die weiteren Kursinformationen.










































































































































































































































































































