LED am ProErgo (II)

Vor circa sechs Wochen habe ich von unserer Licht-Umrüstung am Mikroskop berichtet.

Nach diesem Zeitraum fällt unserer erstes Fazit mehr als positiv aus. Ein wenig schwingt sogar der Gedanke mit…:

„Warum haben wir das nicht schon viiiel früher gemacht“…

Wir geniessen die „Stille“ durch den wegfallenden Geräuschpegel der Lüftung.

Außerdem stellt sich die Ausleuchtung als subjektiv viiiel besser da. Insbesondere in tieferen Arealen.

Daher meine uneingeschränkte Empfehlung für diese Investion.

Do it!

Noch eine Anmerkung in merkwürdigen Zeiten: Da bereits die bloße Nennung eines Produktes auf einer Homepage als Werbung interpretiert werden kann, benennen wir diesen Blogbeitrag (wie auch jeden bereits geschriebenen sowie alle zukünftigen Beiträge, in denen Produkte benannt werden) als unbezahlte Werbung. Sollten wir (jemals) finanzielle Zuwendungen von Firmen erhalten, die Erwähnung bestimmter Produkte betreffend, werden wir die entsprechenden Blogbeiträge als „bezahlte Werbung“ ausweisen.

Sturz im Bad (III)

Von Christoph Kaaden

Vor ein paar Tagen erreichte uns eine kurz gehaltene E-Mail des Zuweisers zu diesem bzw. diesem Traumafall.

Magdalena war heute bei mir zur Kontrolle. Beschwerdefrei, klinisch fest, keine apikale Druckdolenz“

Hier noch die mitgeschickten Recallaufnahmen.

Alio loco angefertigtes Kontrollröntgenbild ca. 6 Monate nach Trauma

Klinische Situation – alio loco aufgenommen

Ich werde weiter über den Verlauf bei Magdalena berichten…

Sanyo E6/E60 Nachfolger – Olympus Stylus Tough TG 4 – Teil 3

von Christian Danzl

Nachdem die Kamera hier und hier schon beschrieben wurde, hier nun der Test ausserhalb der Praxis.

  1. Einsatz an Land:
    Problemlos. Ein Sucher fehlt mir persönlich, da im hellen Umgebungslicht die Darstellung Bildschirm teilweise schlecht zu sehen ist.
    Der Akku ist kein Wunder, was Kapazität angeht, das ist aber mit einem oder zwei Wechselakkus problemlos behebbar. Gibt es von Fremdherstellern für wenig Geld. Ob die Stossunempfindlichkeit auf hartem Boden hält, was sie verspricht, musste ich noch nicht testen, jedoch hielt sie dem Fall aus einem Meter Höhe auf meinen großen Zeh deutlich besser aus, als der Zeh selber (Nagel ist nach 4 Wochen immer noch blau, löst sich aber Gott sei Dank nicht ab).
  2. Einsatz beim Schwimmen/nasser Bereich:
    Bewährt hat sich eine schwimmfähige Handschlaufe. Die original Olympus trägt die Kamera locker und geht nicht unter (ist auch Sinn der Sache, ich hab’s aber vorher getestet).
    Beim Schwimm-Einsatz, also Kamera mal im mal über Wasser, zeigt sich ein altes Problem (wie auch bei anderen UW-Kompaktkameras): Kondenswasser.
    Da die Kamera normalerweise in normaler Umgebung (Temperatur und Luftfeuchtigkeit), ist natürlich auch eine gewisse Feuchtigkeit in der Kamera. Sobald die Kamera in Wasser kommt und abgekühlt wird, kondensiert die Feuchtigkeit im kältesten Teil der Kamera, und das ist beim Schwimmen oder nass/trocken-Wechsel meist der Wassertropfen aussen auf der Frontscheibe vor der Linse, der selber verdunstet und somit abkühlt.
    Mist, wenn die Scheibe vor der Linse trüb ist. Also, wenn die Kamera aus dem Wasser kommt, kontrollieren, dass kein Wasser auf der Linse ist, denn es dauert etliche Minuten, bis der Nebel wieder verschwindet.
    Andere Möglichkeit: Kameragehäuse offen mit ein paar Päckchen Silicagel in einer Plastiktüte lagern, bis sie gebraucht wird.
  3. Einsatz unter Wasser:
    Kondensproblem ist hier weniger vorhanden, da die Kamera gleichmässig abgekühlt wird, also keine „Kälteinseln“ auf der Frontscheibe entstehen und das Metallgehäuse schneller abkühlt, als die Frontline aus Glas.
    Größtes Problem unter Wasser: Der Bildschirm ist schlecht zu erkennen, besonders, wenn man von schräg oben draufschaut (und das ist beim Schnorcheln meist der Fall). Das heisst Bildauschnitt, Focus und Bildkontrolle ist unter Wasser schwierig bis nicht möglich. Hier also „aus der Hüfte schiessen“ und ein paar mehr Fotos machen, es wird schon was dabei sein.
    Und. In kälteren Gewässern sinkt die Lebensdauer des Akkus rapide ab. Also nur mit vollem Akku unter Wasser gehen, denn auch der Akkuwechsel mit (salz)wasser-nasser Kamera ist nicht zu empfehlen.
    Die Bedienung der Kamera unter Wasser funktioniert ohne Handschuhe gut, mit wird es sehr schwierig.

Allgemein:
Die TG-4 kann, wie schon beschrieben, raw-Dateien speichern. Allerdings nur im Einzelbildmodus. Im Serienbildmodus bleibt die Auflösung bei 16 MP, allerdings wird als JPEG gespeichert. In den schnellen Serienbildmodi (Hi1 und Hi2) geht die Auflösung auf 3 MP JPEG zurück.
UW-Blitzeinsatz (mit oder ohne FD-1)  ist nur sinnvoll im klaren Wasser, sonst treten die Schwebeteilchen zu sehr in den Vordergrund.
Nach dem Salzwassereinsatz muss die Kamera in Süsswasser gereinigt werden.
Und die Deckel möglichst nur bei trockener Kamera mit trockenen Händen öffnen.

Fazit:

Passt.
Die Bildqualität über, wie unter Wasser, ist gut, gemessen an Objektiv und Sensorgröße.
Und einen Arbeitsspeicher, der 5 fps in 16 MP raw abspeichert, kann man in einer Kamera dieser Größe und Preisklasse nicht erwarten. Ich bin schon froh um den raw-Modus.
Die Bedienbareit (kleine Tasten) unter Wasser könnte nach meinem Geschmack besser sein.
Eine nette kleine Kamera für die Praxis, die aber auch gut und gerne mit in den Badeuralub genommen werden kann.
Die nächst höhere Qualitätsstufe (z.B. bei einer Sony alpha 6300, 24 MP raw, 11 fps, 4K video) wäre eine spiegellose Systemkamera mit Unterwassergehäuse. Der Preis vervierfacht sich dann aber.
Hier noch ein paar Beilspielbilder der TG-4:

 

Sanyo E6/E60 Nachfolger – Olympus Stylus Tough TG 4 – Teil 2

von Christian Danzl

So, nachdem ich letzten Montag über die TG 4 berichtet habe, heute nun der Vergleich der „Makro-Lichter“.
Also Light-Guide LG-1 und Blitzdiffusor FD-1.

  1. Light-Guide:
    Nimmt das Licht des eingebauten LED-Lichtes auf, und verteilt es per Lichtleiter in einem Ring um das Objektiv.Das nicht allzu starke LED-Licht, mit einer Fläche von ca. 3 qmm, wird auf die Fläche von ca. 700 qmm aufgeteilt. Die Fläche also über das 200-fache vergrößert, dann bleibt – da haben Sie vollkommen Recht, lieber Leser – nicht mehr viel übrig.
    Zumindest genug um im extremen Nahbereich, also bis 5 cm Entfernung (je nach Umbebungslicht) das Licht zu modellieren.
    Für Bilder vom Patienten (oder dessen Zähnen im Mund) eher weniger geeignet, für Details am Modell durchaus.
  2. Blitzdiffusor:
    Ist geeignet für Motivabstand von 2 – 30 cm. Funktioniert auch unter Wasser. Der FD-1 ist äusserst simpel aufgebaut, das Blitzlicht wird durch eine matte Plastikscheibe auf einen Spiegel geleitet, welcher dann das Licht wiederum durch eine matte Plastikscheibe in einen weissen „Trichter“ reflektiert, dieser wirft das Licht dann mehr oder weniger auf des Objekt.
    Per Schalter kann der Blitz volle Leistung bringen, oder zur Hälfte abgedunkelt werden.

Die Intraoralaufnahmen unten sind „out of the box“, also nicht bearbeitet.
Einstellungen: Makro (Mikroskop), Blitz, natürlichen Farben, Weissabgleich automatisch, ISO 100, volle Auflösung/Raw.
Das sind die ersten Versuche, Einstellungen sind eher als Ausgangswerte zum weiteren Testen zu sehen.

 

Sanyo E6/E60 Nachfolger – Olympus Stylus Tough TG 4

von Christian Danzl

Die Olympus Tough TG 3 wurde schon öfter hier auf dem Blog beschrieben.

Vor einiger Zeit hat Olympus die Tough TG 4 herausgebracht.
Was hat sich geändert?

Nicht viel, um es gleich zu sagen.

Zwei entscheidende Dinge sind es jedoch, die die Kamera für die Zahnarztpraxis interssanter machen:

  1. Raw – Support: Die Kamera bietet jetzt neben JPEG-Bildern auch Bilder im Raw-Modus an, was durchaus interessant, wenn es um Darstellung feiner Details geht.
  2. Nach Firmware update kann ein neues Zubehörteil angesteuert werden:
    Der FD-1 Blitzdiffuser. Ähnlich dem LG-1 Light Guide, der das eingebaute  LED-Licht per Lichtleiter als „Ringlicht“ verwendet, jedoch mit deutlich mehr Licht.

Ansonsten hat sich nicht viel getan, der bewährte Sensor (1/2,3 Zoll CMOS mit 16 MP) und das Objektiv (2,0-4,8/4,5 – 18 mm – KB-Äquivalent 25 – 100 mm) ist geblieben.

So auch die WiFi-Funktion, mit der über die Olympus Image Share-App Bilder problemlos und schnell auf ein Smartphone übertragen, und von da schnell per Messenger (WhattsApp, ICQ, Threema, Telegram …) weiter geschickt werden können.

So ist die TG-4 noch attraktiver als die TG-3.

Ein Umstieg von der TG-3 auf die TG-4 ist meiner Meinung nach nicht notwendig, ausser man braucht den Blitzdiffusor (ob die TG-3 für den Diffusor nachrüstbar wird, weiss ich nicht).

Interessant auch, das Olympus selbst die Kamera auch schon für den medizinischen Sektor (Dermatologie und Zahnmedizin) anpreist, siehe pdf (leider nur ein Scan, des vom Händler ausgedruckten Info-Blattes).

Im Anschluss nochmal Bilder mit/ohne Focus-Stacking und Ausleuchtung mit Light Guide, Beispielbilder intraoral und mit Blitzdiffusor folgen demnächst.

 

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Ausleuchtung mit Light Guide 1

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

mit Focus-Stacking

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

ohne Focus-Stacking

Dentalfotos mit dem Iphone – ein neuer Kandidat

von Hans – Willi Herrmann

 

Das ist eigentlich nicht mein Thema.
Normalerweise ist dentale Fotografie mit dem Iphone das Steckenpferd von Christian Danzl.
Aber das soeben vorgestellte neue Ergänzungsset zu Iphone 6 und 6S sieht nun mal so interessant aus, dass ich hier bei WURZELSPITZE vorstellen möchte.

Es ist von der Hong Konger Firma Meike.

Es hat den etwas sperrigen Namen MK-H65 PRO und was es für mich interessant macht ist ein in das Iphone- Case integrierbares LED- Ringlicht MK-H16, dass über die Makrolinse geschwenkt werden kann. Damit wird es für mich interessant zur QM- Dokumentation von Arbeitsabläufen in der Praxis.
Die Smartphone-Fotografie ist nunmal für unsere Mitarbeiter als Digital Natives etwas, was mit der Muttermilch aufgesaugt wurde und damit keiner Erklärung bedarf.
Einfach losknipsen.
Los gehts.

Produktfotos auf der Homepage des Herstellers findet sich hier.

Und in diesem Youtube- Video gibt es einen Überblick über Ausstattung und Anwendung des Meike MK-H6S PRO Iphone Cases.

Nachfolger für Sanyo E6/E60 – Erste Erfahrungen mit der Olympus Tough 3

von Jörg Schröder

Im Rahmen des alljährlich stattfindenden Teamdays der „Wurzelspitze“-Praxen gab Hans-Willi-Herrmann am Freitag in seinem Workshop „Ritsch-Ratsch-Klick – und fertig ist das Foto!“  neben vielen  Tipps zum perfekten Foto auch eine Empfehlung für eine einfach zu handhabende Kamera für intraorale Aufnahmen.

Die bewährte Sanyo E6 / E60, vor langer Zeit von Michael Logies empfohlen, ist nicht mehr, oder nur gebraucht erhältlich. Eine unserer beiden E60 hatte vergangene Woche ihr Leben ausgehaucht.

Also gleich am Montag die von Ha-Wi Herrmann empfohlene Olympus Tough 3 mit LED Ringlicht bestellt. Dienstag wurde geliefert und am Mittwoch kam auch die bestellte Speicherkarte an.

Neben einem „Mikroskop“-Modus für Nahaufnahmen besticht die Kamera durch ein besonders Feature : Ein Stacking-Modus. Dabei erstellt die Tough 3 beim Auslösen im Stacking-Modus 8 Bilder mit jeweils geringfügig verändertem Schärfebereich auf und stapelt (stacked) diese Bilder übereinander. Das Ergebnis ist eine, trotz hoher Vergrößerung, über das gesamte Objekt verteilte scharfe Darstellung.

Als Beispiel eine hoch vergrößerte Aufnahme eines ca. 0,6 mm dicken Guttapercharestes nach Entfernung aus dem Wurzelkanal.

OLYMPUS TOUGH 3 ohne Blitz , Mikroskop-Modus ohne Stacking

OLYMPUS TOUGH 3 ohne Blitz , Mikroskop-Modus ohne Stacking

 

OLYMPUS TOUGH 3 ohne Blitz , Mikroskop-Modus mit Stacking

OLYMPUS TOUGH 3 ohne Blitz , Mikroskop-Modus mit Stacking

ohne Stacking

ohne Stacking

mit Stacking

mit Stacking

Danke für den tollen Tip, Ha-Wi!

Schon wieder Dentalfotografie – Olloclip

von Christian Danzl

Nachdem ich hier und hier schon die Systeme Manfrotto KLYP+ und Exo-Lens vorgestellt habe hier heute ein System von Olloclip.

Olloclip scheint mir sehr universell. Es werden Clip-Linsen angeboten für iPhone 4,5 und 6 jeweils S,C und Plus, sowie iPad (Mini 1,2,3 und 4, Air 1 und 2) und Samsung Galaxy.

Sinnvoll für die Dentalfotografie auch hier wieder Makrolinse, Polfilter und evtl. ein Televorsatz, falls eine Porträt-oder Profilaufnahme gebraucht wird, denn das 28er Weitwinkel (35mm Äquivalent) des Iphone 6 ist nicht direkt als formatfüllendes Porträtobjektv geeignet.

Praktisch für die Praxis finde ich 2 Clips:

  • Telephoto + CPL Lens für rund 100,-
    das 2-fach Tele verdoppelt die Brennweite auf 50-60 mm und der Polfilter nimmt die nichtmetallischen Reflexe (mehr oder weniger) weg
  • die neue Makro Pro Lens für ca. 70,-
    mit 7, 14 und 21-fach Vergrößerung. Brauchbar scheint mit die 7-fache Vergrößerung. Auffällig ist ein starke kissenförmige Verzeichnung.
    Lieferung erfolgt mit Linsenclip (21er ist eine feste Linse, die 14er wird per Schraublinse zur 7er reduziert), 3 verschiedenfarbige Clipträger, die man sich per Schlüsselring und -band um den Hals hängen kann, sowie Linsenkappen, Abstandhalter und Stoffbeutel.

Zumindest die Makrolinse funktioniert NICHT mit einer Diplayschutzfolie.

Ein Stativgewinde, wie bei Manfrotto oder Exo-Lens ist NICHT im Lieferumfang, wird es aber im Rahmen einer zusätzlich erhältlichen Hülle ab Februar geben.

 

Neues von der Messe – Teil 3

von Christian Danzl

Vor der Messe ist nach der Messe. Hier ein paar Eindrücke aus New York. Das Wetter war diesmal sehr angenehm, bis 15° und meist sonnig.

Quiz du jour – reloaded – Part II

Von Bonald Decker

Das Feedback auf unseren ersten Teil des „Quiz du jour – reloaded“ war überschaubar. Heute folgt Teil I der „Auflösung“.

Neben den multiplen Befunden und Informationen fiel mir auf, dass die Unterlippe circa drei Monate nach dem initialen Trauma immer noch eine signifikante Schwellung aufwies:

Extraorale Inspektion nach Avulsion von Zahn 21 und Dislokation von Zahn 22

Extraorale Inspektion nach Avulsion von Zahn 21 und Dislokation von Zahn 22

Bei der erneuten Betrachtung der mitgebrachten alio loco angefertigten Röntgenaufnahmen fiel mir auf, dass Zahn 21 eine mehrflächige Kompositrestauration aufwies:

xss

Auf genauere Nachfrage äusserten Patient und Mutter nun weitere Informationen hinsichtlich der genauen Unfallverletzungen. Schnell kristallisierte sich heraus, dass bei Zahn 21 neben der Avulsion auch eine unkomplizierte Kronenverletzung vorgelegen hatte. Ferner berichteten beide von einer  Weichgewebsverletzung der Unterlippe, die genäht werden musste.

Aufgrund der kombinierten Befunde musste ich an diese Publikation denken.Eine daraufhin bisher nicht angefertigte Röntgenaufnahme der Unterlippe links brachte dann eine mögliche Erklärung für die persistierende Schwellung:

Rö Unterlippe links

Röntgen der Unterlippe mit erkennbaren Fremdkörper links

Neben der endodontischen Behandlung wird daher nun wohl auch eine explorative Eröffnung der Unterlippe notwendig um den/die Fremdkörper (=wohl Zahnfragmente) zu entfernen…

Tag des Frontzahnes II

Von Bonald Decker

Sieben Frontzahn-Behandlungen waren es gestern „zum Glück“ nicht nochmal.

Aber doch wieder eine ganze Reihe.

Prä-op vs. Post-op

Prä-op vs. Post-op

Auch eine Revision mit Zirkonstift Entfernung war wieder dabei.

Ausgangsröntgenbild (alio loco)

Ausgangsröntgenbild (alio loco)

Auch dieses Mal liess sich dieser (deutlich kürzere Stift) mittels Ultraschallansätzen besser entfernen, als im Vorfeld befürchtet.

Postoperative Aufnahme Zahn 21 nach zweizeitiger Revision

Postoperative Aufnahme Zahn 21 nach zweizeitiger Revision

Und auch eine endodontische Behandlung ohne Traumahistorie galt es zu versorgen:

postoperative Aufnahme von 13 und 14 nach kariesverursachter Endoproblematik

postoperative Aufnahme von 13 und 14 nach kariesbedingter Endoproblematik

Die letzte „Frontzahn-Patientin“ (34 Jahre) des Tages kam gestern zunächst zur Erstuntersuchung und Beratung. Ihre alio loco angefertigten 2D-Röntgenaufnahmen zeugen von einer lang zurückliegenden Historie:

Alio loco präoperativ angefertigtes OPG

Alio loco präoperativ angefertigtes OPG

Einzelzahnaufnahme Regio 22 bei endodontisch insuffizienter Vorbehandlung eines Zahnes mit nicht abgeschlossenem Wurzelwachstum

Einzelzahnaufnahme Regio 22 bei endodontisch insuffizienter Vorbehandlung eines Zahnes mit nicht abgeschlossenem Wurzelwachstum

Aufgrund der DVT-Aufnahme bin ich jedoch zuversichtlich, dass das bakterielle Problem auch bei diesen Zahn durch eine orthograde Revision beherrschbar sein wird.

DVT Regio 22

DVT Regio 22 (FOV 5×5)

DVT Regio 22 (FOV 5x5)

DVT Regio 22 (FOV 5×5)

Eine zentrale Rolle bei der Desinfektion werden hierbei die zu verwendeten Spüllösungen spielen. Insbesondere Natriumhypochlorit.

Bedenken, dass wir aufgrund des offenen Apex einen „Spülunfall“ verursachen habe ich indes nicht. Diese Problematik würde sich nur ergeben, wenn diese Lösung „aktiv“, als mit Druck, in das umliegende Gewebe injiziert wird. Ein schlichtes „Baden“ der Apikalregion hingegen kann gefahrlos erfolgen und wird routinemässig bei uns durchgeführt.

Wieso Natriumhypochlorit zum Teil in „Misskredit“ gerät, zeigen die beiden Zähne der letzten Patientin. Während der alio loco durchgeführten endodontischen „Behandlungen“ war es wiederholt zu „Problemen“ während der Kanalspülungen gekommen. Als Grund hierfür wurde laut behandelnder Zahnärztin eine NaOCl-Allergie der Patientin angesehen…

multiple iatrogene Perforationen zweier Zähne  während alio loco durchgeführten Spuren endodontischer Behandlungen

multiple iatrogene Perforationen zweier Zähne während alio loco durchgeführten „Spuren endodontischer Behandlungen“

Der Transparentmacher

Von Christoph Kaaden

In der endodontischen „Szene“ ist der Name – Dr. Holm Reuver – seit Langem ein Begriff. Insbesondere verbindet man mit seinem Namen die von ihm in den letzten Jahren perfektionierte Technik der „Transparentmachung von Zähnen

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Vor sehr Kurzem hat dieser „Daniel Düsentrieb“ der Zahnheilkunde beschlossen sein Wissen und seine Erkenntnisse der „breiten Masse“ zuteilwerden zu lassen. Mittels einer eigenen Homepage:

Transparentmacher.de

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Die Seite richtet sich primär „an Zahnärzte, die auf Endodontie spezialisiert sind oder ein besonderes Interesse an diesem Fachgebiet haben. Hier können hochwertige Bilder durchsichtiger Zahnpräparate für die Praxis erworben werden.“

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Der zwei Teil der Seite stellt mit „CLEARINGSERVICE ein ganz neuen und besonderen Dienst zur Verfügung. Es ist eine weltweit einmalige Einrichtung zur Untersuchung von Zähnen mit Hilfe der Clearing-Technik. Sie eignet sich besonders zur Untersuchung wurzelbehandelter Zähne. Von Ihnen eingeschickte Zähne werden in transparente Präparate überführt und anschließend mit einer hochwertigen Fotodokumentation ausgewertet.“

Transparentmacher.003

Ich bin mir sehr sicher, dass diese Seite und seine Inhalte ein voller Erfolg werden.

Machen Sie sich selber einen Eindruck!

Es lohnt sich!

Unterkiefer-Prämolar mit Perforation

Von Bonald Decker

Hier ein in meinen Augen interessanter Fall, der uns seit einiger Zeit begleitet hat.

Kurz zu den Hintergründen: Aufgrund von klinischen und radiologischen Befunden wurde bei diesem 76-jährigen Patienten alio loco die (berechtigte) Notwendigkeit einer endodontischen Intervention an Zahn 35 im Sinne der Zahnerhaltung gestellt.

UK - Prämolar mit Perforation.001

Leider kam es in einer sehr frühen Phase der Therapie zu einer Behandlungskomplikation im Sinne einer Perforation. Daher wurde der Patient an uns verwiesen.

UK - Prämolar mit Perforation.002

Bei der Erstvorstellung im April 2014 präsentierte sich die Situation als klinisch unauffällig. Nachdem mit dem Patienten die verschiedenen Behandlungsoptionen besprochen wurden entschied sich dieser zur Fortführung der endodontischen Therapie. Im ersten Termin sollte dann eine intrakoronale Diagnostik darüber Aufschluss geben, ob weitere therapeutische Maßnahmen im Sinne der Zahnerhalt erfolgsversprechend wären.

Leider kam es aus persönlichen Gründen des Patienten erst gut 4 (!) Monate später zu einer Behandlung bei uns. Zu diesem Zeitpunkt imponierte nun ein zwischen 33 und 34 gelegenes Fistelmaul. Zur näheren Klärung der Ursache fertigten wir ein Röntgenbild mit Guttaperchastift im Fistelgang an. Dieses verdeutlichte abermals, dass die alleinige klinische Position der Fistel (ggf.) wenig über den Ursprung der Ursache aussagt.

UK - Prämolar mit Perforation.003

Intrakoronal stellte sich die Situation des Zahnes 35 wie folgt dar:

UK - Prämolar mit Perforation.004Klinisch und radiologisch kamen wir zu dem Urteil, dass es sich um eine (knapp) intraalveolär gelegene Perforation handelte. Aus diesem Grund wurde diese nach eingehender Desinfektion mit MTA (Fa.Angelus) abgedeckt. Eine darüber geschichtete Kompositfüllung sollte ferner verhindern, dass der (mühevoll) platzierte Verschluss während der weiteren Therapie wieder (versehentlich) verletzt wird.

Das weiter distal gelegene Kanalsystem konnte in der weiteren Folge recht schnell aufgefunden und chemo-mechanisch gereinigt werden. Die dann angefertigte Masterpointaufnahme kontrollierte den MTA Verschluss sowie die bestimmte Arbeitslänge inklusive Passung des Guttapercha-Meisterstiftes (ISO 35).

UK - Prämolar mit Perforation.005Gut drei Wochen später stellte sich der Patient nun gestern zum Abschluss der Behandlung erneut vor. Bei Beschwerdefreiheit und geschlossener Fistel (nach Ca(OH)2-Einlage) erfolgte daher der Verschluss des Kanalsystems mittels warm vertikal verdichteter Guttapercha und Sealer. Die Zugangskavität wurde mittels intrakanalär verankerter Kompositrestauration versorgt.

Es scheint als wäre es gelungen der komplexen (apikalen) Anatomie dieses Zahnes gerecht geworden zu sein.

UK - Prämolar mit Perforation.006

Zukünftige („langfristige“) Kontrollen müssen die Nachhaltigkeit der Behandlung dieses kompromittierten Zahnes jedoch erst noch belegen…

UK - Prämolar mit Perforation.007

 

Erster Tag nach der Sommerpause

Von Bonald Decker

Montag war unser erster Behandlungstag nach der WURZELSPITZE Sommerpause.

Es ging gleich wieder ordentlich „rund“ bei uns und es war eine Menge geboten:

– Revisionsbehandlung bei wiederauftretenden Beschwerden trotz multipler Vorbehandungen

Zahn 16: Wiederauftretende Beschwerden bei Zustand nach alio loco durchgeführter Wurzelkanalbehandlung und nachfolgender Wurzelspitzenresektion inkl. retrogradem Verschluss bukkal mittels Amalgam

Zahn 16: Wiederauftretende Beschwerden bei Zustand nach alio loco durchgeführter Wurzelkanalbehandlung und nachfolgender Wurzelspitzenresektion inkl. retrogradem Verschluss bukkal mittels Amalgam; apikale Parodontitis mesio-bukkal; Karies 25 distal, 26 mesial

– Beratung hinsichtlich möglicher Erhaltungswürdigkeit eines bereits endodontisch behandelten Zahnes 37 mit rekurrierenden Beschwerden

Zahn 37: Zustand nach zweimaliger endodontischer Behandlung (zuletzt vor 2,5a) und wiederauftretenden Schmerzen

Zahn 37: Zustand nach zweimaliger endodontischer Behandlung (zuletzt vor 2,5a) und wiederauftretenden Schmerzen

– Kanalsuche und Präparation von vier Kanalsystemen bei massiver Obliteration

Ausgangssituation: Zustand nach alio loco begonnener Behandlung mit Abbruch der Therapie bei mangelnder Darstellbarkeit aller Kanalsysteme

Ausgangssituation: Zustand nach alio loco begonnener Behandlung mit Abbruch der Therapie bei mangelnder Darstellbarkeit aller Kanalsysteme

Dokumentation der Orifiziendarstellung disto-bukkal

Dokumentation der Orifiziendarstellung disto-bukkal

– Therapie einer iatrogenen Perforation bei Trepanationsversuch

Ausgangssituation Zahn 36: Zustand nach Pulpakammerbodenperforation während der Suche nach "fehlendem" mesio-lingualem Kanalsystem;zusätzliche insuffiziente Restauration distal

Radiologische Ausgangssituation Zahn 36: Zustand nach Pulpakammerbodenperforation während der Suche nach „fehlendem“ mesio-lingualem Kanalsystem; insuffiziente Restauration distal

– Weiterbehandlung zweier Überweiser nach alio loco begonnenen endodontischen Behandlungen (Zahn 45 bzw. 16 und 17)

Zahn 45: Zustand nach alio loco begonnener Behandlung und persistierenden Beschwerden;radiologisch imponiert eine insuffiziente Restauration distal mit Sekundärkaries sowie apikal verbrachtes Ca(OH)2

Ausgangssituation Zahn 45: Zustand nach alio loco begonnener Behandlung und persistierenden Beschwerden;radiologisch imponiert eine insuffiziente Restauration distal mit Sekundärkaries sowie ungewollt extraradikulär verbrachtes Ca(OH)2; Karies 46 distal

 

Ausgangssituation Zähne 16 und 17 mit pulpitischen Beschwerden nach Kariesexkavation&Aufbaufüllung sowie nachfolgender Hohlkehl-Präparation

Ausgangssituation Zähne 16 und 17: Pulpitische Beschwerden nach Kariesexkavation&Aufbaufüllungen mit nachfolgenden Hohlkehl-Präparationen

– Schmerzbehandlung bei irreversibler Pulpitis

Ausgangssituation Zahn 26: Pulpapenetrierende Sekundärkaries distal

Ausgangssituation Zahn 26: Pulpapenetrierende Sekundärkaries distal

Obgleich es ein anstrengender erster Tag war fällt unser Fazit „trotzdem“ positiv aus:

9. fol.009

 

Schlüsselloch-Endodontie – reloaded

Von Bonald Decker

Erinnern Sie sich noch an unseren Bericht zur Schlüsselloch-Endodontie inklusive Abschlussbericht. Den ersten Teil hatte ich im Mai 2012 veröffentlicht.

Kaum wartet man zwei Jahre, schon treffe ich gestern auf einen sehr sehr ähnlichen Fall…:

Schlüsselloch-Endodontie reloaded -- Ausgangssituation

Schlüsselloch-Endodontie reloaded — Ausgangssituation

Bei aller Ähnlichkeit zum damaligen Fall kann ich nicht sagen, ob die selbe Person die endodontische Behandlung durchgeführt hat…was ich aber festhalten kann ist, dass sich unser Procedere nicht grossartig von dem damals Berichteten unterschieden hat:

Schlüsselloch-Endodontie reloaded -- klinische Situation

Schlüsselloch-Endodontie reloaded — klinische Situation

Im zweiten Teil dieses Beitrages stellen wir dann demnächst wieder die Röntgenbilder der Therapie vor…

 

Eisbachsurfer 2

von Hans – Willi Herrmann

Dem Wurzelspitze Ü- Day 2014 in München schloss sich nahtlos unser Osterurlaub an und der erste Urlaubstag führte auf Wunsch meiner Tochter wieder zu den Surfern am Eisbach hinter dem Haus der Kunst.  Im Sommer 2013 waren uns beiden aussergewöhnliche Fotos gelungen und so war auch dieses Mal unsere Hoffnung, das eine oder andere spektakuläre „Action“ -Foto zu schiessen. Während wir beim letzten Mal mit seiner Sony NEX 5N und einer NEX 6, sowie einer LEICA M 240 unterwegs waren, waren wird dieses Mal mit einer Sony NEX 6, einer Sony A 7R und einer LEICA M Monochrom ausgerüstet. Für die Fototechnik-Interessierten unter unseren Lesern gibt es also die Möglichkeit, die Schwarz-Weiss – Resultate einer Sony NEX 6 und einer LEICA M 240 mit denen hier in der Galerie der LEICA M Monochrom zu vergleichen. Alle Anderen dürfen sich an den Fotos per se erfreuen oder ignorieren einfach diesen Blog- Beitrag.

 

Fotodokumentation am Dentalmikroskop – Wireless

von Christian Danzl

Die Zahl der Zahnärzte, die ein Dentalmikroskop nutzen steigt immer weiter.
Sei es zur Wurzelkanalbehandlung, zur Chirurgie, zur minimalinvasiven Behandlung oder zu, was auch immer. Es gibt viele Gründe mehr sehen zu wollen.
Dem Wunsch mehr zu sehen, folgt meist der Wunsch, sein Tun auch andern zu zeigen, oder es zu dokumentieren.
In letzter Zeit wurde die Dokumentation etwas einfacher.
Jetzt wird das ganze noch etwas komfortabler. Durch die WLAN-Funktion der spiegellosen Sony NEX 5 R/T oder NEX 6 kann das Live-Bild direkt über WLAN an ein iPad/Tablet (auch iPad 1. Gen., somit wäre für ein altes iPad auch wieder Verwendung gefunden ;-) ) ausgegeben werden (die NEX 5 T unterstützt auch NFC). Dieses kann per Schwanenhals an verschiedene Mikroskope angebracht werden und somit als (zusätzlicher) Monitor genutzt werden. Plattform ist PlayMemories.
Auch das Auslösen ist über das iPad möglich, die Bilder können gleich gespeichert, verarbeitet, weitergeschickt oder dem Patienten gezeigt werden.
So kann, wenn man auf’s Stromkabel verzichtet und die NEX im Akku-Betrieb laufen lässt, die Dokumentation und die Mitbeobachtung kabellos ablaufen.
Wieder ein Kabel weniger.
Strike!
Zu beziehen über Hanchadent.

2013-10-18-Mat4379 - Arbeitskopie 2 2013-10-18-Mat4380 - Arbeitskopie 2

Eisbach Surfer

von Hans – Willi Herrmann

Im Sommer ist es lange hell und so nutzte ich den Abend meiner Anreise zu meinem letzten Münchner Curriculumskurs, um mir wieder einmal im Englischen Garten hinter dem Haus der Kunst die mittlerweile weltberühmten Eisbachsurfer anzuschauen. Mag sein, daß das Eisbachsurfen schon lange nicht mehr „underground“ und vermutlich aus dem Sichtwinkel der Gründerväter von vor 20 Jahren längst „kommerzieller mainstream“ geworden ist. Aber ich finde immer noch, das ist mit Abstand die coolste Sache, die München zu bieten hat. Ich kann dort jedes Mal stundenlang zuschauen, gäbe sehr viel darum, dies machen zu können und wenn es wirklich Idiotische Deppen geben sollte, die Müll in den Eisbach schmeissen, dann sollen diese in der Hölle schmoren.

Weitere Fotos der Surfer (alle gemacht ohne Autofokus) gibt es hier.

Z A H N T R A U M A – Aufklärung tut dringend Not (III)

Von Bonald Decker

Heute ein kurzes Update zum aktuellen Stand der Behandlung von Jan, dessen Schicksal  wir in den letzten Beiträgen dieser Reihe hier und hier vorgestellt hatten.

Leider ein (weiteres) sehr trauriges Kapitel seiner Krankengeschichte:

Drama.001

P.S.: Das Foto wurde mir „freundlicherweise“ von einem weiterbehandelnden Kollegen überlassen…

Kapsadapter für Sony Nex am Kaps SOM 62 (1)

von Olaf Löffler

Nachdem Test des Hanchadentadapters in diesem, jenem und noch diesem Beitrag haben wir nun den Adapter von Kaps für die Sony Nex5 am Kapsmikroskop getestet.

Auffälligster Unterschied war, daß der Kapsadapter ein vergrößertes Bild gegenüber dem Hanchadentadapter liefert. Die Behandlungsassistenz in unserer Praxis fand dieses Bild angenehmer. Allerdings ist dadurch das dargestellte Gebiet kleiner und etwas unübersichtlicher.

Wir haben uns die Mühe gemacht und versucht gleiche Situationen an einem Modellzahn darzustellen. Damit kann sich der Leser ein Bild von beiden Systemen machen.

Listenpreis des Kapsadapters € 1800,00. Es gibt diesen für die Kapsmikroskope und ebenso eine Zeissvariante.

Erste Aufnahme bei gleicher Vergrößerung (0,3).

Hanchadent

Hanchadent

Kaps

Kaps

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Zweite Aufnahme bei gleicher Vergrößerung (0,85).

Hanchadent

Hanchadent

Kaps

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Dritte Aufnahme bei gleicher Vergrößerung (1,0).

Hanchadent

Hanchadent

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Kaps

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Vierte Aufnahme bei gleicher Vergrößerung (2,0).

Hanchadent

Hanchadent

Kaps

Kaps

Brückentag 1

von Christian Danzl

Brückentage eignen sich hervorragend, den Laden zu schliessen und einen Kurztrip zu machen. Wir im Süd-Osten der Republik haben das Glück in 4 Stunden mit dem Auto in Venedig zu sein. Ab und zu muss man es auch machen. Hier ein paar Eindrücke.

Halbe Rahmen

von Olaf Löffler

Über meine Erfahrungen mit Whitewall habe ich bereits hier geschrieben.

Fotoaufnahmen als Lumasec habe ich in der Praxis hängen. Diese Aufnahmen zeigen eine hohe Farbbrillanz und sind faszinierend. Leider auch sehr kostenintensiv. Allerdings ist dieses Verfahren für Schwarz/Weiss Aufnahmen nicht so gut geeignet. Deshalb habe ich nach der Möglichkeit gesucht entwickelte Bilder in Wechselrahmen selbst austauschen zu können. Mein Anspruch war, dies sollte nicht erkennbar sein und der Rahmen muss perfekt aussehen und er sollte kein Vermögen kosten.
Durch Zufall bin ich an den Hersteller Halbe Rahmen gekommen. Das Magnetrahmenprinzip dieser Firma schien mir vielversprechend. Im Online Shop kann man seinen Rahmen selber entwickeln, Passepartouts schneiden lassen und auch das Glas entsprechend den eigenen Vorstellungen konfigurieren. Heraus kommen perfekt verarbeitete Rahmen. Durch das Metallgerüst absolut stabil. Neben verschiedenen Sicherungen der Rahmen sind auch Speziellösungen für hochwertigste Kunstobjekte zu erhalten.

Ich habe keinen finanziellen oder materiellen Nutzen aus der Empfehlung erhalten. Mich haben die Produkte der Firma Halbe-Rahmen überzeugt und ich empfehle diese gerne weiter.

 

Lightbox DIY

von Stefan Klinge

Manchmal möchte man eine schöne prothetische Arbeit, einen Zahn mit besonderer Anatomie oder vielleicht auch nur ein Gipsmodell
fotografisch dokumentieren. Schon stellt sich die Frage: “ Wie fotografiere ich das?“

Professionelle Fotografen benutzen sehr gerne hierfür eine sogenannte „Lightbox“ also einen Lichtkasten oder auch bekannt unter Fotozelt. Der Vorteil eines solchen Fotozeltes ist die (fast) perfekte und schattenfreie Ausleuchtung des Objektes  Meist mit einen weißen Hintergrund, auf dem sich das Produkt ( in unserem Fall also ein dentales Motiv) schön abhebt.
Diese professionellen Lightboxen kann man nun teuer kaufen oder sich einfach und schnell selbst basteln.

Hierzu benötigt man:

einen quadratischen Karton mittlerer Größe,
einen weißen Fotokarton A3,
ein wenig Klebeband,
etwas transparenten Stoff zb. weißes Backpapier oder dünne Schaumfolie ( Verpackungsmaterial ),
zwei oder drei Schreibtischlampen
und Leuchtmittel E27 5200 – 5500 Kelvin.

( z.b. http://www.amazon.de/Grundig-B%C3%BCrolampe-Schreibtischlampe-Tischlampe-Leselampe/dp/B006932QLI/ref=sr_1_1?s=officeproduct&ie=UTF8&qid=1360356603&sr=1-1 )

und Leichtmittel mit 5500 Kelvin zb. hier

http://www.pearl.de/a-NC1952-1123.shtml?vid=917&gclid=CLPItNjLp7UCFcfwzAod31wAZg

In den Karton schneidet nun man drei Fenster hinein – oben, rechts und links. Der Boden des Kartons und eine Seite bleiben unberührt, diese bilden Wand und Boden unserer Lightbox. Nun schneiden wir den weißen Fotokarton so zu, dass er sich über den Boden zur Wand hin einziehen läßt. Es ist dabei darauf zu achten, dass sich keine Falten oder Ecken bilden, diese werfen sonst später Schatten. Der Fotokarton wird dann nach oben zum oberen Ende der Kartonwand gezogen und dort mit ein wenig Tesa angeklebt. So kann er später nicht verutschen. Der weiße Fotokarton soll vom Kartonboden zur Wand hin eine leichte Hohlkehle bilden – also eine runde Ecke .
Die Fenster bedeckt man nun mit weißem Backpapier oder einer Schaumfolie und klebt diese wieder mit Tesa fest. Vor diese Fenster ( bzw. über das obere Fenster ) werden später die Lichtquellen aufgestellt. Die Beklebung dient als Diffusor, und spendet ein sehr weiches Licht und damit weniger Schatten.

Und das war es auch schon. Zeitaufwand 10 min. Kosten: ca. 9€ + Schreibtischlampen + Leuchtmittel. Das sollte sich also deutlich unter 80€ bewegen.

In meinem Beispiel habe ich auf das Verkleben der Fenster verzichtet, da ich schon über Softboxen verfüge, die eh schon ein weiches Licht spenden. Diese bekommt man recht günstig bei Ebay.
Leider hatte ich zuhause kein Zahnmodell zur Verfügung. Also musste ein Apfel herhalten, der nach dem „Fotoshooting“ auch ordnungsgemäß verspeist wurde.
Viel Spass beim Nachbau.

4 5

Kleiner Bruder – HR Front Spiegel -Mini-

von Christoph Kaaden

Über unsere Vorliebe für HR-Front Spiegel der Firma Röder haben wir bereits vor einiger Zeit hier berichtet…

Pünktlich zur IDS wartet der Hersteller mit einer sinnvollen Erweiterung seiner Produktpalette auf.

Als „kleiner Bruder“ des bisherigen 14 Millimeter Spiegels (Grösse 0) ist nun auch einer mit einem Durchmesser von 10 Millimetern (Grösse 000) verfügbar.

HR Front Spiegel Grösse 0 vs 000

HR Front Spiegel Grösse 0 vs 000

Eine wirklich sinnvolle Ergänzung und in vielen kleinen und grossen endodontischen Alltagssituation ein sehr nützliches Tool.

Sony Nex5 und HDadapter am Kaps – Bilder (1)

von Olaf Löffler

Hier nun die ersten Bilder.

Die Bilder wurden nicht nachbearbeitet. Für die Darstellung hier im Blog wurden die Bilder um 50% komprimiert. Ausgewählt wurden Bilder aus verschiedenen Behandlungen und der Vorbereitung eines Kurses.

SNHDA  015 SONY DSC SNHDA  013 SNHDA  012 SNHDA  011 SNHDA  010 SNHDA  009 SNHDA  008 SNHDA  007 SNHDA  006 SNHDA  005 SNHDA  004 SNHDA  003 SNHDA  002

Adventskalender 2012 (19) – HR Front Spiegel

von Christoph Kaaden

Wie bereits in der Vergangenheit in anderem Zusammenhang erwähnt bedeutet die Anschaffung und Integration des Dentalmikroskops für den Praxisalltag weit mehr als den Kauf eines optischen Hilfsmittels. Um die Optik (und die Lichtquelle des Mikroskops) allerdings möglichst optimal nutzen zu können sind ferner zusätzliche Neuanschaffungen hilfreich. In diesem Zusammenhang ist die Wahl des zu verwendenden Mundspiegels zu nennen. Dieser sollte eine möglichst maximale Lichtreflexion bieten. Für uns haben sich dafür in den letzten Jahren HR Front Spiegel (Firma Röder) bewährt, die durch ihre besondere Helligkeit und Bildschärfe überzeugen. Laut Herstellerangaben ist eine Reflexion des vorhandenen Lichts von bis zu 98% möglich, was unter anderem der Beschichtungsart geschuldet sein soll.

Helligkeitsvergleich HR-Front mit herkömmlichen Beschichtungen.Quelle:Röder Dental

Helligkeitsvergleich HR-Front mit herkömmlichen Beschichtungen.Quelle:Röder Dental

Standardmäßig kommen bei uns Spiegel der Grösse 0 ( Ø 14 mm) und 4 (Ø 22 mm) zum Einsatz. „Montiert“ an doppelendigem Spiegelhalter der Firma Harzell & Son.

HR Front.001

Die HR Front Spiegel sind für uns ein unverzichtbares Utensil einer _jeden_ endodontischen Behandlung geworden.

Daher von mir ohne Wenn und Aber:

5 Wurzelspitzen

Bildschirmfoto 2012-12-02 um 11.55.51

Adventskalender 2012 (17) – Jung Mikroskopadapter/Sony Nex 5N

von Christian Danzl

2012-12-12-HDIP 2 2012-12-12-HDIP 5 2012-12-12-HDIP

Als ich das erste Mal mit dem Dentalmikroskop gearbeitet habe, war ich fasziniert von dem, was man alles  sieht. Vor allem in der Endodontie erkennt man sehr schnell, wo die anatomischen Besonderheiten der jeweiligen Zähne sind und es wird einem klar, warum in der Vergangenheit Wurzelbehandlungen schief gingen, obwohl sie doch auf dem Röntgenbild sehr gut ausgesehen hatten.

Nach dem man selber mehr gesehen hat, wollte man diesen Blick natürlich „konservieren“ und auch mit anderen teilen. Also muss eine Kamera her, um Fotos im Wurzelkanal machen zu können. Ausserdem könnte ein „live-Bild“ nicht schaden, dass die Assistenz zumindest einen groben Plan von dem hat, was der Behandler gerade macht.

An meinem damaligen Kaps-Mikroskop hatte ich über einen Adapter von Kaps eine Canon Power Shot G2 angeschlossen. Das ging. Eine Offenbarung war es nicht. Im Laufe der Jahre wurde sie durch eine HD-Video-Kamera ersetzt. Das Ergebnis war besser, und man konnte auf einem 40″ Monitor mitbetrachten. Auch am Zeiss ProErgo verrichte die Canon Legria mit einem einfachen Adapter noch gute Dienste – zumindest was das Preis-Leistungsverhältnis angeht.

Auf der Suche nach einer besseren Lösung hab ich mir verschiedene Systeme angesehen. Hängen geblieben bin ich bei dem HD-Imaging-Port von Jung.

Bestückt mit einer Sony NEX-5N, einer Mirrorless Kamera, wie gestern von HaWi Herrmann beschrieben. Der Adapter ist gerechnet auf genau diese Kamera. D.h., dass die NEX-5 genau passt, Bildausschnitt und Schärfeebene stimmen mit dem Bild durchs Mikroskop überein.

Mitbeobachtung, Bilder und HD-Video. Am ProErgo und am Kaps. Bilder und Videos werden sofort per Eye-Fi – Karte auf den Mac zur Archivierung oder Weiterverarbeitung übertragen.

Problemlos geliefert und montiert von Hanchadent. Komplett mit Verkabelung, Fernbedienung, WLAN-Karte, Monitor und Installation.

Von mir 4 Wurzelspitzen

Bildschirmfoto 2012-12-02 um 11.41.11

Adventskalender 2012 (16) Mirrorless Cameras

von Hans – Willi Herrmann

Eine der, wie ich finde, besten Entwicklungen der letzten 2-3 Jahre im Fotobereich war die Einführung einer neuen Gruppe von Fotoapparaten, den sogenannten „mirrorless cameras“.

Das sind Systemkameras mit Wechselobjektiven, aber ohne den von den Spiegelreflexkameras bekannten namensgebenden Spiegelkasten. Das Resultat sind kompakte Kameras, die aber dennoch eine den SLR – Kameras vergleichbare Abbildungsqualität liefern.

Ich jedenfalls habe Schwierigkeiten, Fotos, die mit der LEICA R8 + DMR bzw. mit der Canon 5D Mk2, oder mit der Leica M9 gemacht wurden, von denen mit der Sony NEX 5N gemachten Fotos zu unterscheiden. Gleiche Objektive an allen 3 Kameras vorausgesetzt, ein weiterer Pluspunkt zum Beispiel der Sony NEX 5N, dass ich mein vorhandenes Leica R und Leica M- Glas (allerdings mit einem Crop -Faktor von 1,5) einsetzen kann.
Sehen Sie einen Unterschied ?



Im Moment gehe ich davon aus, mit der Canon 5D Mk 2 meine letzte Spiegelreflexkamera gekauft zu haben.

Wer also kurz vor Weihnachten mit dem Gedanken spielt, sich einen neuen Fotoapparat zuzulegen, dem möchte ich vorschlagen, sich  folgende Kameras näher anzuschauen:

Sony 

  • NEX 5N
  • NEX 5R
  • NEX 6
  • NEX 7

ausser Konkurrenz, weil ohne Wechselobjektiv

  • Sony RX 100
  • Sony RX 1

Fuji

  • X100
  • XE-1
  • X1 Pro

Olympus

  • OMD  E-M5
  • Kameras der PEN Serie
  • E- PL5
  • E-P3
  • E-PL3

Panasonic

  • GH2
  • GH3

Nikon

  • V1
  • V2

Diese Fotokameras (ganz gleich ob „mirrorless“ wie die Sony NEX oder die Panasonic GH2 und GH3 oder SLR ´s wie die Canon 5d MK 2 und Mk3) liefern im Übrigen nicht nur hervorragende Fotos, sondern auch qualitativ hochwertige Videos. Es ist wirklich unglaublich, daß man heutzutage mit „Fotoapparaten“ fernseh – und sogar Hollywoodkino- taugliche Filme drehen kann.

Anbei eine Filmdokumentation über Magnus Walker, einem Porsche- Enthusiasten aus Los Angeles, gedreht mit einer Canon 5 D Mk2.

URBAN OUTLAW – THE MOVIE from Tamir Moscovici on Vimeo.

Selbst mit einem Iphone kann man heute fernsehtaugliche Videos drehen. Vor ein paar Jahren undenkbar.

Gillian Chase – iPhone 4s Music Video from Camp 4 Collective on Vimeo.

Und hier noch ein Videovergleich 3er sehr unterschiedlicher Kamerakonzepte, den ich bei Datenschmutz gefunden habe.

Allein die Tatsache, dass man überhaupt einen derartigen Vergleich in Erwägung zieht, zeigt schon, inwieweit solche Amateurkamera – Konzepte sich in den letzten Jahren den professionellen und semi- professionellen Lösungen angenähert haben.

Ich für meinen Teil kann sagen, dass die SONY NEX 5N + EVF (dem elektronischen Sucher, den ohne Sucher geht gar nicht) mir weitaus mehr Spass macht als die LEICA R + DMR – Digitalmodul, Canon 5 D Mk 2, aber auch als die LEICA M9.

Und das ich gerade auch letzteres einmal sagen würde über eine 700 Euro Kamera- Kombi im Vergleich zur 6000+ Euro-  Ikone, hätte ich mir vor 2 Jahren nicht träumen lassen.

Adventskalender 2012 (13): Fototisch

von Olaf Löffler

Hans Willi Herrmann hat mir diesen Fototisch von Heinz Kirschner vorgestellt. Anfangs wusste ich nicht so richtig, ob dies uns Vorteile in der Praxis bringen wird. Man braucht etwas Platz und muss fotoverückt sein, dachte ich.

2009 habe ich den Tisch gekauft. Es hat sich als sehr guter Tipp herausgestellt. In Zeiten, in denen  Fotodokumentationen immer wichtiger werden, bringt der Tisch einige Erleichterungen.

Die Vorteile sind:

– ständig Fotobereitschaft für nahezu alle Situationen der Produktfotografie und Behandlungsdokumentation,

– Anwenderfehler sind nahezu ausgeschlossen,

– optimale Ausleuchtung,

– Freistellung der Objekte durch neutralen Hintergrund

Alle Mitarbeiter der Praxis können akzeptable Aufnahmen machen, ohne daß spezielle Fotokenntnisse notwendig sind.

Es können Produktfotos erstellt werden, oder behandlungsrelevante Befunde fotografisch dokumentiert werden. In unserer Praxis werden zum Beispiel Okklusogramme und Modelle fotografiert ( unbearbeitete Beispiele anbei ).

Ohne Fototisch wurden meistens 4-5 Aufnahmen gemacht und keine war ernsthaft brauchbar. Durch die Möglichkeit der optimalen Ausleuchtung, des konstanten Abstandes und der schnellen Aufnahme werden die Fotos zu 99% gut.

DSC01550 - 2012-12-10 um 12-27-47 DSC01567 - 2012-12-10 um 12-33-21 DSC01565 - 2012-12-10 um 12-32-55

SANY0161Bildschirmfoto 2012-12-02 um 11.55.51

Valplast Prothese

von Bonald Decker

Geht ein Zahn trotz intensiver (endodontischer) Bemühungen verloren stellt sich in der Regel die Frage nach einem (temporärem) prothetischen Ersatz.

Bisher kannte ich hierfür primär (kleine) Klammerprothesen.

Aus eigener Erfahrung weiss ich um den suboptimalen Tragekomfort sowie die eingeschränkte Ästhetik dieser Option…

Umso erfreuter war ich kürzlich auf eine (für mich) neue Zahnersatzvariante für diese (und andere) Indikationen gestossen zu sein.

Die Valplast Prothese. Ein Zahnersatz gefertigt aus thermoplastischen Nylon, der  werkstoffkundliche und optische Vorteile gegenüber der mir bisher bekannten Variante zu bieten scheint.

Unsere erste, mit dieser Prothesenart (übergangsweise) versorgte Patientin ist auf jeden Fall „happy“.

Interessante weiterführende Links zu dieser Thematik und dem Werkstoff finden sich hier

Licht 3

von Christian Danzl

Über die Fotografie im Dentalbereich haben wir hier auf Wurzelspitze schon oft berichtet. Geeignete günstige Kameras für den Dentalbereich gibt es wenige. Im Spiegelreflexbereich ist es nicht schwierig. Gehäuse der Wahl, ein passendes Makroobjektiv und einen Makroblitz (ob Zange oder Ring ist eigentlich egal).
Aber der Blitz ist oft eine etwas schwierige Sache.
Es bedarf etwas Übung. Blende, Stellung und Stärke der einzelnen Blitze (beim Zangenblitz).
Der Blitz bedeutet aber auch mehr Gewicht vorne ab Objektiv, was den Autofokus belastet, wenn man ihn nicht ausstellt (was oft empfohlen wird).
Meist sehr teuer, wenn man bei Originalzubehör des Kameraherstellers bleibt, etwas günstiger wenn man zum Blitzspezialisten greift, deutlich billiger wenn man zu eher unbekannten Marken greift.
Alternative waren in letzter Zeit LED-Ringlichte, die man statt dem Makroblitz auf das Objektiv aufgeschraubt hat, hier gab es aber hin und wieder Probleme mit der richtigen Ausleuchtung des Objektes, da der Focus der Beleuchtung nicht einzustellen war. So blieb bei der falschen Entfernung des Objekts das Zentrum des Bildes dunkler.

Nachteil des Systeme, die am Filtergewinde des Objektives befestigt werden:
Wenn kein Filtergewinde vorhanden ist, wie bei Kompaktkameras, auch kein Makroblitz.

Möglicher Ausweg:

LED-Video-Leuchten.
Sie sind auf dem Blitzschuh der Kamera zu befestigen, oder über eine Schiene, die am Stativgewingde zu befestigen ist.
Sie sind mit der heutigen LED-Technik hell genug.
Durch ihrer große Fläche erzeugen sie sehr wenig Abschattung im Makrobereich, die Ausleuchtung ist mit der einer Softbox zu vergleichen.
Größter Vorteil in meinen Augen ist das konstante Licht, so sieht man durch den Sucher schon gut, wie das Bild ausgeleuchtet ist.

Der Preis richtet sich nach Hersteller (bekanntes Markenprodukt oder chinesisches NoName Produkt), Anzahl und Leistung der LEDs und Ausstattung (Dimmer, Filter, Akku, Blitzfunktion, Qualität).

Anbei Bilder von
Manfrotto ML 360HP Midi Plus mit eingebautem Li-Ionen-Akku, Blitzfunktion (über Synchronkabel, 4 x heller als Dauerlicht), längs und quer verwendbar, erweiterungsfähig, 36 LEDs, Lichttemperatur 5.600K und 420 Lux in einem Meter Abstand für eineinhalb Stunden und
Nanguang CN-126 (BV & Jo electronics), 126 LEDs, Lichttemperatur 5.400K, 9,6 W, dimmbar, für 6 Mignon-Zellen, oder verschiedene Sony oder Panasonic Lithium Akkus, 900 Lux in einem Abstand von 1 m.

Beide selbstverständlich Made in China.

Schlüsselloch-Endodontie (I) – Catch of the day

von Bonald Decker

Die Wichtigkeit und Bedeutung einer suffizienten (primären und sekundären) Zugangskavität als einer der ersten Schritte für eine vorhersagbare endodontische Therapie ist in der Literatur hinreichend beschrieben worden.

Trotzdem wird diesem Behandlungsschritt gerne nicht die entsprechende Aufmerksamkeit geschenkt bzw. versucht, „auf-Teufel-komm-raus“ Zahnhartsubstanz zu schonen…

in meinen Augen erfolgt dies leider zumeist an der falschen Stelle.

Anbei unser jüngstes (und gleichzeitig) „extremstes“ Beispiel einer minimal gehaltenen Trepanationsöffnung mit dem Versuch einer endodontischen Schlüssellochbehandlung.

 

Der überweisende Kollege des Patienten ist erst seit sehr kurzem der Behandler und empfahl eine Revision vor der (in meinen Augen wirklich indizierten) prothetischen Neuversorgung des Zahnes 46.

Nachfolgend sehen Sie die Abfolge der Zugangskavitäten-Modifikation:

Natürlich haben wir durch die ausgedehntere Kavität  jetzt mehr Zahnhartsubstanz „geopfert“…aber nur so ist es uns möglich, eine vorhersagbare Behandlung durchzuführen und nicht Gefahr zu Laufen, bei einem Misserfolg (durch die Entfernung des Zahnes) noch „viel mehr“ Zahnhartsubstanz zu verlieren…

Im zweiten Teil dieses Beitrages stellen wir dann demnächst die Röntgenbilder der Therapie vor…

wenn’s schnell kleben soll …

von Christian Danzl

Kerr hat mit Vertise Flow ein „selbstklebendes“ lichthärtendes Komposit auf den Markt gebracht und ihm sogar eine Webseite spendiert (ob es von anderen Herstellern ein ähnliches Material gibt, weiss ich nicht).
Wenn ich ehrlich bin, hab ich schon lange auf so ein Material gewartet und sofort mal eine Spritze zum Testen bestellt.

Meine Einsatzgebiete wären:

  • Abdecken bzw. Fixieren von Calciumhydroxid oder MTA bei einer direkten Überkappung. Das wäre deutlich einfacher als mit Harvard oder einem Liner.
    Anschliessend kann man ätzen und bonden, ohne Wartezeit.
  • direktes Abdecken von MTA bei einer WF oder Perforation

Ob sich das – wie gewünscht – durchführen lässt, weiss ich noch nicht, ich werde berichten.

Kerr empfiehlt das Material jedenfalls unter anderem als

  • Liner
  • Fissurenversiegler
  • Milchzahnfüllungsmaterial
  • Keramikreparatur

Lt. Hersteller soll eine erste dünne Schicht mit einem Pinsel aufgebracht werden, ähnlich einem One-Bottle-Bondingsystem, diese aushärten, dann weiter applizieren (siehe Anwendungsvideos auf der Homepage).

Sony NEX 5N am Dentalmikroskop – Erste Bilder, erste Eindrücke

von Hans – Willi Herrmann

Mit der  NEX-5N hat Sony  die zweite Generation NEX-Systemkameras auf den Markt gebracht.

Lohnt sich der Umstieg ? Das fragen sich nicht nur  viele Spiegelreflexkamerabenutzer sondern auch Besitzer des gerade mal 1 Jahr alten Vorgängermodells.

Auf den ersten Blick kaum, denn rein äußerlich erinnert bis auf kleinere kosmetische Änderungen alles an die Vorgängerin NEX-5.

Unter der Oberfläche werkelt   nun der Bildsensor im APS-C-Format und Cropfaktor  1,5  mit 16 Megapixel Auflösung. Und glaubt man den Lobpreisungen des Herstellers und ersten Testberichten, dann  zaubert die NEX-5N eine Spitzen-Bildqualität aus dem Fotochip, die insgesamt  neue Bestwerte in der DSLR- und Systemkameraklasse unter 1.000 Euro setzt. Verantwortlich dafür sind unter anderem die gesteigerte High ISO Leistung der Kamera, die in Kombination mit einer neuen JPG- Engine  überragend gute Leistungen beim Bildrauschen und  hohe Detailtreue in Bildbereichen mit feinen Kontrastunterschieden liefern soll.

Soweit die ersten Marketing- News.

Ich muss gestehen, dass mich die NEX 5 nie besonders gereizt hat.

Dies ist  insofern erstaunlich, da ich dem Konzept einer spiegellosen Systemkamera mit Wechselobjektiven als LEICA M- Besitzer  von jeher sehr zugetan bin.

Und die Entwicklungen von Olympus und Panasonic, das in die gleiche Richtung gehende  Micro 43 – System betreffend, mit großem Interesse verfolgt habe, denn eine solches Kamerakonzept unter Wegfall des Spiegelkastens bietet gleich mehrere Vorteile: Zum einen kleine, leichte Kameras und Objektive, was eine solche Kombi zum idealen hochwertigen Reisebegleiter werden ließe und – um im zahnmedizinischen Kontext zu bleiben – für das Dentalmikroskop eine ideale, weil tragbare Zusatzlast, bei der ein  nicht mehr  vorhandener Spiegelschlag unserem Streben nach einem verwacklungsfreien Bild entgegenkäme.

Ausprobiert habe ich daher im letzten halben Jahr 3 unterschiedliche Kameras am Dentalmikroskop: Die PANASONIC G3, die SONY NEX 5 und die SONY NEX 5N.

Welche würde das Rennen machen im Kampf um die Nachfolge der bislang an dieser Stelle dominierenden Spiegelreflex Kamera CANON 5 D MK 2 ?

Die Panasonic G3, um es kurz zu machen, schied schon kurz hinter den Startblöcken aus. Sie erlaubt nämlich keine Kontrolle von Videoaufnahmen mittels Fernseher über HDMI. Das war sehr bedauerlich, da die Kamera ansonsten einen guten Eindruck hinterlassen hatte, aber es ging nunmal  gerade darum, eine Kamera zu finden, die ein permanentes Livebild, dass einer Behandlungsassistenz die Mitbeobachtung des Mikroskopgeschehens gestattet, liefern könnte.

Dies kann die NEX 5 mit Bravour.

Sie liefert ein tadeloses HD Live – Bild, dass via HDMI auf einen großflächigen LCD-Fernseher ausgegeben werden kann und der  Endo – Assistenz zur Mitbeobachtung dient. Nach 30 Minuten schaltet die Kamera ab, ein kurzer Griff zum Ein/Ausschalter stellt den Ursprungszustand wieder her. Nervig, aber systemimmanent, zumindest was europäische Kameramodelle angeht. Wer die Möglichkeit hat, eine Kamera in USA zu ergattern, hat diese Probleme nicht, dafür aber vermutlich eine unterschiedliche Bildfrequenz, die Videoformate betreffend.

Warum dann also nicht die NEX 5 ? Aus zwei Gründen (denn ich lasse das  häßliche Aussehen einer extrem kleinen Kamera mit Riesenobjektiven aussen vor):

1. Die Fotoqualität.

Sie ist, wie ich schon hier schrieb und zeigte, akzeptabel, aber nicht ausserordentlich. Ich würde sie nicht einmal als „gut“, sondern eher als „noch befriedigend“ bezeichnen.

Es geht  definitiv besser. Punkt.

2.  Und für mich als ambitionierten Fotografen mindestens genauso unbefriedigend, die mangelhafte Bedienqualität dieser Kamera.

Mir fällt auf Anhieb keine Kamera ein, die einer schlechteres Bedien – Interface aufweist als die NEX 5.

Grauenhaft.

Die unterschiedlichen Einstellungen sind fast ausschließlich nur über verschachtelte Tastendruck- Menues zu erreichen und eine Reihe von Optionen sind  so versteckt und unlogisch zugeordnet, dass man auch nach längerer Eingewöhnungszeit immer wieder in Situationen kommt,  nach zeitintensivem ratlosem Suchen zur Bedienungsanleitung greifen zu müssen, nur um festzustellen, dass auch dort keine Lösung des Problems zu finden ist.

Seit 3 Wochen teste ich  nun die NEX 5N, der nachgesagt wird, dass sie in beiden Kritikpunkten deutliche Verbesserungen aufweist.

Fangen wir an mit der Bildqualität.

Mag sein, dass diese besser geworden ist gegenüber dem Vorgängermodell, aber am Dentalmikroskop ist davon auf den ersten Blick nicht viel zu erkennen. Die Verbesserungen sind also zumindest nicht auf Anhieb augenfällig. Ein paar Beispielbilder der letzten Tage sind beigefügt.

Und die Bedienung ?

Ist in der Tat besser geworden, aber immer noch grottig. Sony hat das Problem im Übrigen sehr wohl erkannt und mit dem neuen Modell NEX 7 grundlegend aus der Welt geschafft. Die NEX 7 erlaubt eine intuitive und schnelle Einstellung der unterschiedlichen Bildparameter mittels dreier Drehräder. Leider verwendet diese Kamera einen 24 Megapixel Chip, der  zwangsläufig in Sachen Lichtempfindlichkeit und Rauschverhalten der NEX 5 unterliegt und obendrein im Randbereich zu Farbfehlern neigt. Am Dentalmikroskop scheint die NEX 5N gegenüber der NEX 7 die bessere Wahl und ist obendrein mit einem Kaufpreis von 580 Euro gegenüber 1200 Euro  beim 7er Modell deutlich preisgünstiger.

Also doch die NEX 5N ?

Sie verfügt immerhin über eine Besonderheit, die uns Mikroskop -Nutzern sehr gelegen kommt. Sie setzt im sogenannten Anti Blur Mode aus mehreren maschinenpistolenartig geschossenen Bildern ein Foto zusammen und kann in gewissem Maße bewegungsbedingte Unschärfen ausfiltern.

Dieses Feature funktioniert überraschend gut, leider jedoch nicht mit Fernauslöser.

Und noch eine willkommene Neuerung. Das LIVE- Vorschaubild scheint über die bekannte 30 Minutengrenze erhalten zu bleiben. Ich habe die Kamera in diesem Modus über mehrere Stunden benutzt, ohne dass diese abschaltete und dabei auch keine Überhitzung des Chips (ein bei der NEX 7 nicht unbekanntes Phänomen) beobachten können.

Wer also eine günstige HD Videokamera sucht, die der Endo Assistenz ein sehr gutes Video Live- Bild der Behandlung liefern kann und wer darüber hinaus diese Kamera zur (zwar nicht hochwertigen aber im normalen Praxisalltag ausreichenden) Fotodokumentation einsetzen möchte, der kann zur SONY NEX 5N greifen. Für Besitzer einer NEX 5 und für Fotografen mit sehr hohen Ansprüchen an die Bildqualität lohnt der Umstieg vermutlich nicht.

Neue Visionen – Neue Möglichkeiten

von Christoph Kaaden

Endlich ist er „da“…

der Endodontie Kalender 2012 

Mit neuen Visionen & Möglichkeiten möchte Michael Arnold zusammen mit zahlreichen Autoren über neue Möglichkeiten in der Endodontologie auf der Basis aktueller Forschung informieren.

Dies gelingt nicht nur aufgrund der optisch ansprechenden zwölf Kalenderseiten, sondern insbesondere durch spannende und sehr versiert gelöste Behandlungsfälle eindrucksvoll.

Online zu bestellen gibt es den Kalender hier.

Tsunami-Endodontics – Teil 5 – Fotos

von Christian Danzl

Einen herzlichen Dank an Oscar von Stetten, Stuttgart, der mir heute Morgen um 8.00 Uhr aktuelle Bilder der SF 65 zur Verfügung gestellt hat.

Dental Video Award

von Olaf Löffler

Für alle Foto- und Videografen am Zeiss-Mikroskop besteht die Möglichkeit bis zum 30.06.2011 am Dental Video Award von Zeiss teilzunehmen.

Die möglichen Formate wären:
Fotos: jpg oder tif, max. Datengröße: 10 MB
Videos: max. 4 Minuten, MPEG-2, MPEG-4 avi, wmv, mov, flv, max. Datengröße: 30 MB

Hier geht es weiter zur Anmeldung und Upload.

IDS 2011 Rückblick 1 – Zeiss

von Hans – Willi Herrmann

Ich habe zwei ZEISS – Mikroskope und weiss daher ziemlich genau, dass ich dieses Jahr kein weiteres PRO ergo zukaufen werde. Zum ZEISS – Stand kam ich daher eher zufällig. Zum Glück – denn mir haben  zwei Neuheiten in der Produktpalette so gut gefallen, dass ich meinen IDS Rückblick 2011 genau damit beginnen möchte:

Neuheit 1:
Ein neuer Mikroskop – Kopf für das ZEISS PRO ergo.  Endlich – hat der Mikroskop – Kopf  die Ergonomie, die der Carr-Extender beim Global schon vor vielen Jahren im Hinblick auf die Kopfposition des Behandlers als sinnvoll vorgegeben hat.  Ein weiterer Schritt  auf dem Weg zur optimalen Ergonomie für das Arbeiten unter dem Dentalmikroskop.

Was bewirkt dieser Mikroskopkopf ?
Der Behandler sitzt deutlich weiter weg vom Mikroskop, muss den Kopf nicht mehr oder kaum noch  im Nacken beugen. Die Wirbelsäule und die Nacken – und Schultermuskulatur wird es danken. Ich kenne eine Reihe von  Mikroskop – Besitzern, die wissen (wenn sie das hier lesen) genau, was ich meine.

Darüberhinaus erlauben die nun möglichen  unterschiedlichen Winkeleinstellungen der Okulare eine bessere Anpassung an die Größe des Behandlers.

Und dann wäre da noch der Extender, der eine zusätzliche 50 %ige Vergrößerung erlaubt. Ein  praktisches Feature, da es den Zoombereich des PRO ergo nach oben hin den Vorgaben der Festbrennweiten der anderen Mikroskope  annähert.
Bei wohlgemerkt erstaunlich geringem Lichtverlust.

Der neue Mikroskopkopf, für mich wäre es ein Pflichtkauf bei der Zusammenstellung eines ZEISS PRO ergo´s.

Neuigkeit 2:
Eine vollständig in den Mikroskopkörper integrierte HD – Kamera.
Saubere Lösung.
Echtes Full HD.
Zunächst beim Pico, aber auch das PRO ergo wird früher oder später  nicht aussen vor bleiben.

Externe Lösungen sind günstiger, reichen jedoch in der Summe ihrer positiven Eigenschaften nicht an die ZEISS – Lösung heran. Und – wer eine Kamera als Videoquelle für die Assistenz zur Mitbeobachtung sucht, der ist bei ZEISS mit diesem Produkt genau richtig, denn die Assistenz ist auf diese Art viel viel näher am Okularbild des Behandlers als mit all den anderen bisherigen Lösungen.

Eine genauere Betrachtung der neuen Kamera demnächst hier bei Wurzelspitze.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

GH1 – Fotos am Dentalmikroskop – Update

von Jürgen Wettlauffer

Vor ein paar Tagen hatten wir hier DM – Beispielfotos der Panasonic GH 1 eingestellt. Jetzt hat uns der Fotograf, Jürgen Wettlauffer, seine  Fotos in größerer Auflösung geschickt.

DM – Fotos mit der Panasonic GH 1

von Jürgen Wettlauffer

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Update zum Zumax-Mikroskop

von Günther Stöckl

 

nach den Erfahrungsberichten mit Zumax hier die aktuellen Neuerungen.

  • das LED mit dem 6-fach-Wechsler ist nun seit fast 2 Monaten im Einsatz. Es ist nicht so hell wie das 150W Xenon, aber deutlich heller als das 150 W Halogen.
    Größter Vorteil: Lautlos.
    Beim Laserfilter kommt es durch den individuellen Weissabgleich zu keinen Farbstichen mehr.
  • Mit dem Target-Okular kann der richtige Bildausschnitt fotografiert werden, ohne über den externen Monitor gehen zu müssen.
  • Adapter für Sony NEX und HD-Camcorder funktionieren gut.

Sony NEX 5 + HD Adapter am ZEISS PRO ergo – Beispielbilder

von Hans – Willi Herrmann

Anbei ein paar Bilder eines Milchmolaren 75 mit interner Resorption  bei einem erwachsenen Patienten.

Aufgenommen mit der Sony NEX 5 am HD – Adapter von Hanchadent am ZEISS PRO ergo mit Xenon – Beleuchtung.
Die Bilder sind nicht nachbearbeitet, 2 der 5 Bilder stellen eine leichte Auschnittsvergrößerung da.

Die Bilder wurden in einer Galerie abgelegt, so dass bei Interesse die Originalgrösse als auf 50 % komprimiertes JPG bei 72 dpi abgerufen werden kann. Die Original Metadaten wurden mit ausgegeben und können so ebenfalls  ausgelesen werden. Videos sehen naturgemäß besser aus, auch hier werde ich zu gegebener Zeit ein Beispiel einstellen.

Sony NEX 5 am Zeiss Pro Ergo Dentalmikroskop

von Hans – Willi Herrmann

Die Möglichkeiten der Foto / Video Dokumentation am Dentalmikroskop sind sehr übersichtlich (um es mal zurückhaltend zu formulieren).
Umso erfreulicher, dass nun mit der Kombi Sony NEX 5 und HD  Adapter von Hanchadent eine weitere vielversprechende Lösung zur Verfügung steht. Vielversprechend zum einen  wegen des in der Kamera  verwendeten Sensorchip (ein APS C – Format, welches mehr als die 13-  fache Fläche des früheren  Kompaktkamera – Goldstandards Nikon Coolpix aufweist) und weil  die NEX 5 gegenüber digitalen SLR Kameras durch Verzicht auf den Reflexspiegel und Wegfall des damit konstruktiv verbundenen Spiegelschlags geringere Bewegungsunschärfen aufweisen sollte.

Die Kamera/Adapterkombination ist nun  schon mehrere Monate im Markt und wie immer sind die Meinungen, Qualität und Nutzen des Kameraeinsatzes  betreffend,  inhomogen.

Hier ein erster Kurzcheck am Zeiss Pro Ergo, Bild – und Videomaterial werden folgen.

1. Plug and Play ?
Kamera anschliessen, kurzer Vergleich der Schärfeebenen Auge, Kamera. Identisch. Sehr gut. Im Vergleich zur Canon 5D ein Riesenvorteil und in der Praxis ein wichtiger Punkt für die Kaufentscheidung.

2. Fotoqualität ?
Geht so. Wer eine deutliche Verbesserung gegenüber dem bisherigen Standard erwartet, wird enttäuscht sein. Was andererseits bedeutet, dass nicht wenige mit den erzielbaren Ergebnissen hoch zufrieden sein werden. Die Knackpunkte: Wenns dunkel wird im Zahn, kommt der Sensor an seine Grenzen. Details im Wurzelkanal im Foto festzuhalten wird zunehmend grenzwertiger, je tiefer es in den Kanal hineingeht.

Videoqualität ?
Gut. Als Mitbeobachterquelle für die Assistenz brauchbar. Die Wahlmöglichkeit des Videoformats zwischen AVCHD und MP4 erleichtert die Verwaltung mit Lightroom 3.0, da sich Dateien des letztgenannten Formats problemlos in Lightroom verwalten und am Mac mit Quicktime direkt aus Lightroom heraus abspielen lassen.

Benutzerführung ?
Das geht bei vielen anderen Kameras wesentlich einfacher, besser, intuitiver, aber da man nicht allzuoft Änderungen vornimmt, ist dies ertragbar.

MAL – 1 Olympus Close Up LED Licht für den Blitzschuh

von Hans – Willi Herrmann

Wie wär´s denn damit ?

Eine LED Beleuchtung für Olympus M43 – Foto – Kameras.
Vielleicht etwas, was wir für die intraorale Fotografie gut gebrauchen könnten. Eine kompakte Kamera mit sehr guten Bildeigenschaften, die eine gezielte Ausleuchtung auf kurze Distanz ermöglicht.

Einen Versuch wäre es wert.

Das Close Up Licht ist ein Original  Olympus – Zubehör (MAL – 1) und wird am Blitzschuh befestigt. Es benötigt keine zusätzliche Stromversorgung. Liefertermin und Preis stehen gegenwärtig noch nicht fest.



Hama – Funkfernauslöser fürs Arbeiten am Dentalmikroskop

von Hans – Willi Herrmann

Mit den digitalen Spiegelreflexkameras kommt der lange Zeit in Vergessenheit geratene Fernauslöser wieder zu neuen Ehren, erschließt er doch so manche Möglichkeiten, die im abschließenden Bildresultat mehr als überzeugend sind. Nicht nur, wenn bei langen Verschlusszeiten, wie sie zum Beispiel für Nachtaufnahmen erforderlich sind, schon die bloße Kameraberührung zu Verwacklern führen könnte, oder in der Naturfotografie mittels Funkauslöser Abstand zum Objekt geschaffen werden muss, ist er ein probates Hilfsmittel. Auch in der Mikroskop – Fotografie ist er von Nutzen und so ist die Neuvorstellung eines Fernauslöser – Systems der Firma Hama auch für die Zahnmedizin von Interesse.

Hama stellt drei Fernauslöser als Kabel-, Timer- und Funkvariante vor, die in puncto Kameraanschluss auf einem einfachen Systemgedanken beruhen. Darauf weist bereits die Produktbezeichnung DCCS (Digital-Camera-Connecting-System) hin. Der Fernauslöser an sich ist die Basis, für alle gängigen Kameramodelle mit Remote Control gibt es ein spezifisches Anschlusskabel, das separat erhältlich ist. Sollte also die Kamera einem Neukauf weichen oder aber mehrere Modelle im Einsatz sein, muss nur das entsprechende Kabel ausgetauscht werden.

Zwar gibt es No Name – Billig – Auslöser, für unter 20 Euro, aber zumindest mein Exemplar reagierte nicht im Zusammenspiel mit der Canon 5D Mk 2.

Den  Hama – Funkfernauslöser habe ich heute auf die Kamera montiert, er funktionierte auf Anhieb. Mal sehen wie er sich im Alltag bewährt. Heute zumindest schon mal bestens.

Nähere Infos zum Produkt gibt es hier.

Neues von der Fachdental München am 16.10.2010

von Christian Danzl

Letzten Samstag war die Bayerische Fachdental. In München, wie jedes Jahr.

Was gibt es Neues zu berichten?

Hier eine nicht-repräsentative Auswahl:

Schlumbohm

Der Endo-Pilot von Schlumbohm hat mir immer schon gefallen. Aufbereitung, simultane Längenmessung und Warmabfülltechnik (Downpack und Backfill) in einem kompakten Gerät ist eine äusserst interessante Sache. Es reduziert die Geräte, die rumstehen, gewaltig und es gibt auch nur einen Fussanlasser.

Interessant ist auch die Möglichkeit verschiedene Endo-Boxen zu verwalten, der Endo-Pilot misst für jede ihm einprogrammierte Feile, die aufgetretene Belastung und rät bei Überschreitung der programmierten Lebenszeit zum Feilenwechsel (Feilenalarm).

Die Bedienung und Programmierung des Endo-Pilot erfolgt einfach und angenehm über Touch-Screen.

Zur DG-Endo JT in Berlin wird Herr Schlumbohm noch den Co-Pilot vorstellen. Dieser soll ein Akku-Pack beinhalten um von der Steckdose unabhängig zu werden und noch zusätzlich ein US-Gerät.

Leica Microsystems

Das neue Leica-Mikroskop M320 F12b hab ich mir angesehen. Die Verarbeitung ist teilweise (Arm), wie von Oscar von Stetten hier schon beschrieben (momentan) sehr durchschnittlich, allerdings seien es – wie mir bei KaVo und Henry Schein versichert wurde, Protptypen. Die „richtigen“ Exemplare sollen auf dem gewohnt hohen Standard sein.

  • Die Optik hat mir ganz gut gefallen, auch bei hohen Vergrößerungen
  • Das LED Licht ist nicht viel dunkler als die Xenon-Lichtquelle des Zeiss-Pico (zumindest im Vergleichsaufbau auf den Henry Schein-Stand), allerdings hatte das Xenon für mich im direkten Vergleich eine angenehmere Farbtemperatur
  • Die Feinfokussierung fand ich im Gegensatz zu OvS sehr gut, weil sie mit einem Finger funktioniert.
  • Die integrierte Video/Foto-Lösung in Kombination mit dem LED-Licht (kein Lichtleiter) gibt es keine störenden Kabel. Foto und Video (Mpeg 4) werden auf einer leicht zugänglichen SD-Karte gespeichert. Über eine Eye-Fi-Karte dürften die Daten auch ohne Umstecken schnell auf dem Rechner zur Weiterverarbeitung sein.

VDW

hat das Mtwo Feilensortiment um 4 Feilen erweitert. Neu sind 30/.06, 45/.04, 50/.04 und 60/.04.

Der „Gold“ Endo-Motor ist jetzt auch für Reziprok-Technik geeignet.

Über die hier gezeigte Reziproc-Feile hat man sich ausgeschwiegen. Das allerdings sehr ausgiebig.

Schade.

HD-Video am DM

von Christian Danzl

Wie schon beschrieben habe ich am KAPS Dentalmikroskop eine HD-Videocamera mit 40″ HD-Ferseher als Mitbetrachter-Monitor.

Hier nun Bilder vom Aufbau mit einem Beispielfoto.

Zur Kamera:

Bei mir ist es eine Canon Legria HF 20.
Full-HD Video, Fotofunktion mit ca. 3 Megapixel. Funktioniert soweit ganz gut. Videoausgabe ist nicht überragend wegen relativ starker Vignettierung (was aber nicht verwundert, wenn ein 16:9 Bildschirm das runde Bild aus dem Mikroskop wiedergeben muss), allerdings deutlich besser als die interne VGA-Video-Kamera von KAPS und Videoausgabe über Nikon Coolpix 4500.

Die Fotofunktion liefert Bilder die ganz in Ordnung sind, aber auch nicht besser als die von der Nikon Coolpix. Obwohl ich immer noch glaube, dass der limitierende Faktor bei mir der alte stufenlose Vergrößerungswechsler ist. Die Legria hat eine schnurlose Fernbedienung, was das Fotografieren deutlich erleichtert.

Was an der Legria nicht gefällt, ist die Videoaufzeichnung in AVCHD-Format. Speicherkarte entnehmen und Videodateien auf den Rechner übertragen funktioniert nicht. Die Daten können nur direkt von der Kamera in iMovie übertragen werden, und dann auch nur, wenn die Kamera ans Netzteil angeschlossen ist. Da ich nicht dauernd die Kamera samt Netzteil vom Mikroskop abschrauben will, funktioniert es am besten, wenn das MacBook über USB an die montierte Kamera angeschlossen wird.

Ob das bei anderen Videoformaten einfacher funktioniert, weiss ich leider nicht.

Die Fotos können übrigens ganz normal von der Karte gelesen werden.

Patriotismus

von Christoph Kaaden

Seit ein paar Tagen rollt der Ball wieder bei der Fussballweltmeisterschaft in Südafrika…

insbesondere in dieser Zeit scheint der Patriotismus für das eigene Vaterland besonders ausgeprägt zu sein…

und auch vor Zähnen macht – Schwarz – Rot – Gold nicht halt…

;-)


Drei Augen und ein „Oooh…“

von Christoph Kaaden

Die Behandlungssitzung neigt sich dem Ende entgegen. Drinnen läuft zum ersten Mal dieses Jahr die Klimaanlage, draussen sind es gut 26 Grad. Die WF bei dem  Patienten ist unter “Dach&Fach”, die Kavität versäubert und bereit für die adhäsive Deckfüllung.…

und beim Blick durch das Mikroskop scheinen mich wieder einmal ein „Gesicht“ mit drei Augen und Mund “anzuschauen”, als würde es sagen:

“Ooooh…“ endlich kommt der Sommer.

Bleibt zu Hoffen, dass das „Zahnorakel“ recht behält

;-)

P.S.: Nachdem ich vor Kurzem per privater Mail gefragt wurde, welches Material wir zur weiteren Abdichtung um jeden Zahn applizieren, möchte ich dies an dieser Stelle gerne beantworten. Es handelt sich um lichthärtenden Kofferdam (Opaldam; Fa. Ultradent). Einen weiteren Beitrag zu dieser Thematik findet sich hier

Zahnhalsfüllung, die Zweite

von Bodald Necker

wie zügig eine Zahnhalsfüllung gelegt werden kann, die ästhetisch überdurchschnittlich ist, wurde hier schon beschrieben. Dentsply hat mit SDR nun eine „Flow-Version“ von Quixfil auf den Markt gebracht. Es ist in einer Farbe – transparent – erhältlich. Man kann es als unterste Schicht für die Zahnhalsfüllung einsetzten, speziell, wenn ein keilförmiger Defekt vorliegt, der schon tief ist und einen kleinen Öffnungswinkel aufweist, da es sehr schön in kleine Ritzen fliesst. Quixfil lässt sich hier nicht immer optimal adaptieren. Da das Material auch sehr schön fliesst, lässt sich auch leicht eine glatte Oberfläche erzielen, die sich ohne großen Aufwand sehr gut polieren lässt.

Thronfolger für die Sanyo Xacti E6 / E60 (3)- Erfahrungen aus der Praxis PENTAX Optio W90

von Andreas Habash

Wir haben jetzt seit ca. 3 Wochen die Pentax Optio W90 im normalen Praxisalltag getestet.

Die Pentax  ist im Vergleich zur Sanyo Xacti E6 deutlich robuster und „griffiger“.
Auch kleinenere „Unfälle“, z.B. mit noch feuchten Arbeitsplatten im Behandlungszimmer oder einem kleinen Sturz, waren im Gegensatz zur Xacti gar kein Problem.

Es benötigte einige Zeit, um die Einstellungen zu erforschen und brauchbare Bilder zu erhalten, da ein völlig  anderer Weg in der Bedienung der Kamera  gewählt werden musste.

Die Makro-LEDs der Pentax leuchten leider nur einen sehr begrenzten Bereich aus, so dass nur im Frontzahnbereich damit gearbeitet werden kann. Hierzu ist dann auch der sogenannte Mikroskopmodus in der Kamera wählbar.

Für die normalen Anwendungen hat sich ein anderes Vorgehen bewährt.
Wir haben „nur“ den Makromodus genutzt und den Blitz zugeschaltet.
Das bekannte Problem, dass es zu deutlichen Abschattungen im Makrobereich kommt, wenn der Blitz nicht in der Nähe des Objektives ist, hält sich wegen dem „Verhalten“ der Kamera in Grenzen.
Man wird nämlich im Makromodus der Kamera zu einem bestimmten Abstand zum Objekt „gezwungen“, da sonst eine Auslösung nicht erfolgt. Der Kamera ist es nämlich nicht möglich im Makromodus bei zu geringem Abstand zu fokussieren (scharfzustellen). Ist es nicht möglich das Bild scharf zu stellen, so ist der Auslöser blockiert. Auf diese Weise ist der Kamerablitz gut für den Makrobereich nutzbar, da der Abstand zwingend vorgegeben ist.
Dadurch ergibt sich zwangsläufig ein deutlich größerer Bereich der abgebildet wird.
Bei der Sanyo E6 waren formatfüllende Fotos von Einzelzähnen kein Problem.
Mit der Pentax ist das nur nach einiger Übung und speziellen Einstellungen möglich und nur bedingt alltagstauglich.

Im Vergleich zur Xacti bietet die Pentax  die doppelte Auflösung mit 12,1 Megapixel. 
Dies lässt es zu, mit nur mäßigem Qualitätsverlust Bildauschnitte aus der Originalaufnahme herauszuvergrößern.
Die Funktion für das Zuschneiden ist direkt im Kameramenü anwählbar und der Bildausschnitt kann sofort als eigenes Bild abgespeichert werden.
Nach dem Motto „ein Bild sagt mehr als tausend Worte“ war es uns problemlos und sofort möglich die  Aufnahmen in der Vergrösserung mit den Patienten zu besprechen. Es folgten oft sehr erstaunte Reaktionen der Patienten, da sich z.B. undichte Füllungsränder, sehr deutlich auf dem Display der W90 erkennen ließen.

Sehr gute Ergebnisse ergaben sich beim Abfotografieren von analogen Röntgenbildern. 
Die Bilder waren deutlich genauer und Strukturen wurden deutlich schärfer wiedergeben als bei der E6.

Zusätzlich gibt es in der W90 ein Programm zur Aufnahme von Dokumenten. Dieses Feature könnte sich bei der Digitalisierung von Dokumenten bewähren. Unsere Erfahrungen haben gezeigt, dass durch die vorprogrammierten Einstellungen für den Kontrast sehr gute Ergebnisse erzielt werden konnten.

Auf zwei Funktionen soll noch hingewiesen werden, die sich bereits jetzt bewährt haben.
- Die W90 unterstützt eye-fi Karten, die bei uns in der Praxis genutzt werden, um die Bilder auf den Computer zu übertragen.
- Es lässt sich im Menü unter der Funktion „Speicher“ festlegen welche Einstellungen beim Abschalten der Kamera bis zum nächsten Einschalten erhalten bleiben. So kann man die gewünschten Einstellungen sofort ohne Neuprogrammierung wieder nutzen.

Folgendes Vorgehen für intraorale Fotos hat sich bis jetzt bewährt:
- Makromodus
- Zoom auf fast maximale Teleeinstellung bei ausgeschaltetem Digitalzoom
- Blitz zuschalten
- Aufnahme mit Fotospiegel
- Zurechtschneiden des Bildes direkt in der Kamera

Alle Nutzer einer Xacti E6 sind natürlich ein anderes Vorgehen gewöhnt und von den Ergebnissen aus der Kamera verwöhnt.

Ich denke dass die Pentax im Moment eine Alternative darstellt.
Wir werden die Kamera, auf alle Fälle, weiter in der Praxis einsetzen und die Augen offen halten, immer mit Blick auf den „spannenden“ Markt der Neuentwicklungen auf dem Kamerasektor.
Einen direkten Ersatz für die Sanyo Xacti E6 wird es sicherlich nie geben, da der große Vorteil des Blitzes direkt über dem Objektiv zwar für die zahnärztliche Praxis tolle Ergebnisse bringt, aber im Alltagsgebrauch immer das Problem der „roten Augen“ bei Blitzaufnahmen bewirkt.

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Thronfolger für die Sanyo Xacti E6 / E60 (2)- Erste klinische Bilder aus der PENTAX Optio W90

von Andreas Habash

Seit einer Woche haben wir jetzt die Pentax Optio W90 in der Praxis.

Nachdem die Sanyo E6 / E60 die Messlatte für einen würdigen Nachfolger sehr hoch gelegt hat, ist es zu früh für die abschließende Beurteilung.

Deshalb zeige ich hier erst einmal einen Querschnitt der Bilder aus dem normalen Praxisalltag, aufgenommen mit der Optio W90.

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Endlich – mal was Neues – das LEICA M320 F12 Dentalmikroskop !

von Oscar von Stetten

Leica….

Ein Name, der bei Fotografen Glanz in die Augen treten lässt. Zumindest in meine. Die optischen Qualitäten der Objektive sind IMHO das beste auf dem Markt. Irre.

Kaum jemand weiss, dass Leica auch im Bereich der Medizin als Mikroskophersteller tätig ist. Aber es ist sehr leise um Leica geworden. Schade, denn Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft. Und Leica hat das Potential.

Nun kommt Bewegung auf den Markt. Der erste Hersteller hat es geschafft, zeitgemässe Technik in ein neues Gerät zu integrieren. Keine Kabel mehr, kein verlustreicher Lichtleiter mehr, hygienisch einwandfreie Oberflächen, schönes Design. Auch die Dokumentation ist endlich integriert worden. Sowohl Video als auch Foto.

Leider nur in 720p, die Bilder in 3MP. aber das ist etwas, was wohl vollkommen ausreichen wird. Mit Fernbedienung.

Ich bin sehr gespannt, wie dieses Gerät performt. Die Anfrage wegen einer Leihstellung ist bereits gestellt. Sobald diese erfolgt, folgt mehr.

Sehr spannend. Der Preis ist heiss ;-) Auf dem Papier hat das Mikroskop eindeutig Killerqualitäten. Was ich mir wünschen würde, wäre ein Vario-Mikroskop mit diesen Eigenschaften. Aber wer weiss, vielleicht kommt ja was nach. Leica holt auf jeden Fall auf.

Leica_M320_F12_Dental_bro_de

Thronfolger für die Sanyo Xacti E6 / E60 – Erste Eindrücke von der PENTAX Optio W90

von Andreas Habash

Es gibt Abläufe im Praxisalltag, die stark Geräte-abhängig sind.
Leider trifft dies auch für digitale Fotografie in der zahnärztlichen Praxis zu.

Moderne kompakte digitale Kameras sind in den meisten Fällen ungeeignet.
Die einzige Kamera, die in den letzten Jahren problemlos in vielen Praxen im Einsatz war,  ist die Sanyo Xacti E6 oder deren Nachfolger E60.

Leider sind beide nicht mehr käuflich zu erwerben.

Die letzten Versuche mit anderen Kompakten brachten keine annähernd guten Ergebnisse. Nun ist vielleicht der Ersatz gefunden. Die Pentax Optio W90. Die Auslieferung des Gerätes erfolgt im Moment an die Händler.

Die Liste der Features ließ Einiges erwarten (www.pentax.de).

Hier einige Herstellerangaben:

  • Makrobereich (1cm)
  • Makrolicht um das Objektiv (3 Leuchtdioden)
  • AF Hilfslicht
  • Eye-Fi Karten Support integriert in die Kamera
  • Video Funktion (HDTV 16/9 1280×720 30B/Sek)
  • 12,1 Megapixel
  • 5 fach optisch Zoom 28-140mm KB
  • HDMI Ausgang
  • wasserdicht bis 6m
  • stossfest bis 1,2m

Interessant für die Praxis sicherlich die o.g. Funktion: Ausleuchten des Makrobereiches (1cm) mittels der 3 Leuchtdioden die um das Objektiv angeordnet sind.

Heute war die Kamera in der Post und so hatte ich Gelegenheit für erste Eindrücke und Testbilder.

Die nachfolgende Slideshow zeigt Fotos von der Kamera und erste Bildeindrücke beim Rundgang durch die Praxis.
Ausführliche Tests folgen.

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Drei „lugelnde“ Augen & ein Lächeln

von Christoph Kaaden

Die Behandlungssitzung neigt sich dem Ende entgegen. Die WF bei dem  Patienten ist unter “Dach&Fach”, die Kavität versäubert und bereit für die adhäsive Deckfüllung.…

und beim Blick durch das Mikroskop scheinen mich erneut drei „lugelnde“ Augen (und ein Lächeln) “anzuschauen”, als würden sie sagen:

“Ok Doc, Zeit fertig zu werden für heute, der Frühling steht vor der Tür!

Geh raus und geniess den Rest des Tages”.

PS: Dieses Bild ist mit der recht neu an unserem Mikroskop installierten HD Videokamera Canon Legria HF20 (in der Fotofunktion) aufgenommen und erfüllt „meine“ Ansprüche quasi vollends…

Jobo Cube CF

von Hans – Willi Herrmann

Christian Danzl hat davon berichtet.

Passte ganz gut, denn ich  habe sowieso einen weiteren Cardreader gebraucht.
Also hab ich den Jobo Cube CF bestellt.

Funktioniert. Tut was er soll. Einwandfrei die SD- und die CF- Cards der Praxiskameras lesen. Was nicht alle  tun. Die Karten aufbewahren. Was eigentlich keiner tut.
Und da er neben einem weißen Imac steht, passt er auch noch farblich gut ins Gesamtbild, vom wenig dezenten Firmenlogo mal abgesehen.

Gefällt mir. Danke für den Tipp, Christian.

Noch ein Speicherkartenleser

von Christian Danzl

Speicherkartenleser gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Die meisten liegen irgendwo am oder um den Computer. Genau so sieht es oftmals mit den Speicherkarten aus. Mittlerweile sind es bei mir verschiedene Systeme : CF, Microdrives und SD Karten. Und sie liegen – zumindest bei mir – statistisch verteilt auf meinem Schreibtisch herum. Groß sind sie nicht, und es werden immer mehr.

Jobo hat nun einen Kartenleser auf den Markt gebracht, der ein Fach integriert hat, in dem man die Karten ablegen kann. Für mich DER Kartenleser.

Es gibt ihn in zwei Ausführungen:

Im Fachhandel für ca. 20,-

Platzangst

von Jörg Schröder

… bekommt man recht schnell, wenn man zum Beispiel nach Öffnen der Motorhaube in den „Maschinenraum“ moderner Automobile schaut. Da möchte man kein Marder sein. Nirgendwo ein überflüssiger Zwischenraum. Alles vollgepackt mit Kabeln, Leitungen und Aggregaten.

Ähnliches hatte ich erwartet, als ich vor der Aufgabe stand , die Kabel meiner Dokumentationsgeräte (Fotokamera, Fokussiermonitor, Videorekorder) am bzw. im Gehäuse meines ProErgo zu verlegen. Doch weit gefehlt. Unter den Verkleidungen geht es platzmässig recht großzügig zu.

Insgesamt 7 verschiedene Kabel konnte ich mittlerweile weitgehend unsichtbar verlegen. Selbst ein sehr gut abgeschirmtes und somit dickes HDMI-Kabel verläuft jetzt im „Bauch“ meines Mikroskopes.

Die vorhandenen Kunstoffabdeckungen können mit jeder Laborfräse einfach modifiziert werden und ermöglichen so den Austritt der Versorgungskabel aus der Mikroskopverkleidung.

Sieht ordentlich aus und staubt nicht ein. Nur auf der letzten Strecke zur Videokamera am linken Strahlenteilerausgang müssen zwei Kabel offen verlegt werden.

Spiegelauflage selbstgemacht (2)

Spiegelbild

von Olaf Löffler


In Wiesbaden zur Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Endodontie (DG Endo) hatte ich Gelegenheit,mich etwas länger mit Herrn von Schauenbrug von der Firma Roeder zu unterhalten.

Die Firma Roeder hat eine großes Sortiment erstklassiger Mundspiegel in ihrer Produktlinie parat.
Im gemeinsamen Gespräch haben wir Lösungsmöglichkeiten gesucht , um den Spiegel besser reproduzierbar am Gegenkiefer, Zahnreihe, Klammerbügel oder auch Kofferdammrahmen positionieren zu können. Dies ist hilfreich in der Fotodokumentation und besonders in der Videodokumentation.

Wichtig erschien dabei:

  • schnelle reproduzierbare Positionsfindung
  • individualisierbare Formung der Positionierungshilfe
  • mechanische Stabilität
  • unproblematische und einwandfreie Hygienefähigkeit

Das Interesse von Seiten der Firma Röder ist da, jedoch benötigt es noch mehr Input bis zur konkreten Ausführung. Für weitere Anregungen und Ideen bin ich dankbar. Bitte diese einfach in die Kommentare einfügen.

Erste Ideen waren auf der Spiegelrückseite eine kleine Kugel anzubringen, an welcher man mit Kunststoff oder Silicon einen „POSITIONIERER“ modellieren kann.
Am Spiegelschaft könnte solch eine kleine Retention ( Durchmesser ca.2-3mm ) auch zur besseren Positionierung dienen.

Spiegelauflage selbstgemacht

Von Jörg Schröder

Der Einblick in die apikalen Kanalabschnitte unterer Molaren gestaltet sich aus unterschiedlichen Gründen oftmals schwierig: eine reduzierte Mundöffnung, die Lingual- bzw. Mesialkippung des zu behandelnden Zahns oder eine Krümmung im apikalen Kanaldrittel erschweren nicht nur die visuelle Inspektion sondern auch das kontrollierte Arbeiten mit Hand- oder Ultraschallinstrumenten unter Sicht.

Häufig muss aufgrund eingeschränkter Platzverhältnisse auf sehr kleine Spiegel zurück gegriffen werden. Nur eine lagestabile  Positionierung  des Spiegels erlaubt ein kontrolliertes Arbeiten in der Tiefe des Kanals. Kann der Spiegel nicht ruhig gehalten werden, gerät die Instrumentenspitze aus dem Fokus. Gerade die kleinen Spiegel neigen jedoch dazu nach dem „Anlegen“ von der Auflagefläche wegzurutschen.

Abhilfe schafft hier ein einfacher Trick:

1. Der Spiegel wird so platziert, dass der zu bearbeitende Kanalabschnitt scharf dargestellt ist.

2. Das einzusetzende Instrument wird so in den Kanal eingebracht, dass die geplante Bewegung unter Sicht im Spiegel nachverfolgt werden kann.
Spiegel plaziert3. Nach erneuter Überprüfung der Spiegelposition wird unter und hinter dem Spiegel eine kleine Menge Opaldam aufgebracht und lichtgehärtet.

Lager aus Opaldam

4. So entsteht eine stabile Spiegelauflage die ein reproduzierbares Einsetzen ermöglicht.

Spiegel auf Opaldamlager

Kollagenschwämmchen vor dem Einbringen

Das zeitaufwändige und mitunter nervige Korrigieren der Spiegelposition gehört der Vergangenheit an.

Bewegte Bilder (4)

Von Jörg Schröder

In den vergangenen Wochen wurde an dieser Stelle bereits über erste Erfahrungen in der Videodokumentation mit  FullHD-Camcordern berichtet.

Trotz aller Freude über die schönen Videosequenzen muss ich aber feststellen, dass der benötigte Bearbeitungsaufwand angefangen vom Herunterladen in FullHD-Qualität bis zum fertigen Videoclip trotz der guten Software iMovie09 erheblich ist.

Nutzt man die zur Verfügung stehenden Tools auch nur ansatzweise aus (Bildausschnitt so platzieren, dass die Übergänge ruckelfrei erscheinen, Bearbeiten der Tonspur, Anlegen von Hintergrundmusik, das Herausfiltern der aussagekräftigsten Videosequenzen) dann ist für einen Clip von ca. 4 Minuten Länge mit einer Gesamtbearbeitungsdauer von mindestens 90 – 120 Minuten zu rechnen.

Daher wird in meinen Augen die Fotodokumentation weiterhin ihre Berechtigung haben. Das Einbinden der klinischen Bilder in die Überweiserschreiben oder eine zeitnahe Nachbesprechung der erfolgten Behandlung mit dem Patienten ist problemloser in den Praxisablauf zu integrieren.

Für die zahnärtzliche Fortbildung eröffnet sich jedoch mit dem Medium FullHD-Video eine große neue Welt.

Anstatt ein klinisches Bild wortreich zu erläutern (wie z.B. das Einbringen von MTA auf der Pluggerspitze, das Verdichten mittel steriler Papierspitzen) vermittelt ein Video die zu transportierende Botschaft besser und eleganter. Zudem besteht die Möglichkeit für den Referenten bei vorhandener Internetanbindung auf einen großen Pool von Videos zuzugreifen, ohne dass dafür nennenswerter Speicherplatz benötigt wird. YouTube und ähnliche Plattformen machen es möglich.

Ich bin überzeugt davon, dass dies erst die Spitze des Eisbergs ist, die wir sehen und das Videodokumentation in einigen Jahren einen festen Platz in vielen Praxen haben wird.

Weissabgleich am Dentalmikroskop – Das Outing.

von Hans – Willi Herrmann

Ich oute mich jetzt.

Seit fast  12 Jahren arbeite ich jetzt mit dem Dentalmikroskop.

Und ich habe noch nie einen Weissabgleich vorgenommen.

So. Jetzt ist es raus. Nicht das ich es hätte nicht tun können.

Nein, ich wollte nicht.
Ganz ehrlich, ich sehe wenig Sinn drin in einem solchen Weissabgleich am OPM, auch wenn ich grundsätzlich nichts dagegen habe, Taschentücher unter Mikroskope zu halten. Ist ne gute Sache. Ehrlich. Gibt ein gutes Gefühl.

Jedoch, die Frage sei erlaubt. Warum mache ich einen Weissabgleich ?
Und mindestens genauso wichtig, was mache ich bei einem Weissabgleich in der Dentalfotografie ?

Ketzerische Antwort: ich mache einen Weissabgleich, weil oder sagen wir besser damit ich ein Fotoprofi bin. Oder so ausschaue.  Alle Dentalfotoprofis machen Weissabgleich. Da muss es doch richtig sein. Oder ? Und deshalb macht man es dann auch.

Sie merken, für mich ist das ein wenig ein Reizthema. Warum ? Weil, wenn man die Sache zu Ende denkt, es ein typischer Fall von Guru- Gehabe ist. Viel Lärm um wenig. Weil, um ein wirklich brauchbares Ergebnis zu bekommen, muss ich noch einen weiteren Schritt tun, und wenn ich diesen Schritt tue, dann kann ich mir Schritt 1 sparen.

Ich will versuchen, es zu erklären, aber dazu muss ich weiter ausholen.

Zu Beginn der Fotografie hatte der Fotograf neben der Kamera als Werkzeug keinerlei Hilfsmittel, die ihm eine adäquate Bilderzeugung erleichterten. Entfernung und Belichtung musste er nach eigener Erfahrung und Gutdünken je nach Situation und Sujet einstellen.
Was in Merksätzen wie „Sonne lacht, nimm Blende 8“ seinen Widerhall gefunden hat.

Heute sind in die Kamera integrierte oder externe Belichtungsmesser vorhanden, um die richtige Belichtung zu finden.
Das klappt in den meisten Fällen sehr gut, aber jeder, der schon mal Bilder im Schnee gemacht hat, weiss, dass es Ausnahmesituationen gibt.  Der weisse Hase im Schnee, die schwarze Katze im Kohlenkeller, mal wird das Bild deutlich unter, mal deutlich überbelichtet wiedergegeben.
Warum ? Weil der Belichtungsmesser von einer durchschnittlichen Hell/Dunkelverteilung ausgeht, die fotografiert wird. Der Belichtungsmesser wurde also auf eine bestimmte Standardsituation geeicht. Und immer, wenn das nicht der Fall ist, dann gibt es suboptimale Ergebnisse. Will man diese vermeiden, dann gibt es verschiedene Möglichkeiten. Am gebräuchlichsten ist es in solchen Fällen, eine Spotmessung (idealerweise auf eine 18% Standard Graukarte) durchzuführen. Bei der Spotmessung visiert man ein bildwichtiges Detail an, stellt die Kamera manuell danach ein bzw. speichert den Messwert bei Automatik-Kameras zwischen, richtet danach die Kamera auf den gewünschten Ausschnitt aus und drückt dann ab. Dieses Verfahren hört sich kompliziert an, ist es nach einiger Gewöhnung aber nicht. Die Spotmessung bietet so bei geringem Mehraufwand und mit etwas Erfahrung eine wesentlich bessere Kontrolle über das Belichtungsergebnis.

Mit der digitalen Fotografie ist noch eine zusätzliche Varianz hinzugekommen.
Bei der analogen Fotografie ist durch die Wahl des Speichermediums Film das Farbergebnis in einem genau definierten Rahmen festgelegt. Auch wenn es unter den verschiedenen Filmmarken teils beachtliche Farbunterschiede gibt und auch die Art der Filmbearbeitung einen großen Einfluss auf das Endergebnis Bild und Dia hat, so kann man doch davon ausgehen, dass bei standardisierter Filmbearbeitung und gleichem Film im Wiederholungsfall mit konstanten Ergebnissen gerechnet werden kann, was die Farbcharakteristik des Bildes angeht.

Dies ist in der digitalen Fotografie in viel viel größerem Rahmen variabel.
Das bietet gerade uns in der Dentalfotografie neue Möglichkeiten, stellt uns aber auch vor neue Probleme.

Jetzt nämlich müssen wir der Kamera nicht nur sagen, was ein „durchschnittliches“ Grau ist, um richtig zubelichten, sondern auch noch, was eigentlich weiss ist, damit die Farben des Bildes korrekt wiedergegeben werden. Die Kamera braucht also gewissermaßen eine Farb – Referenz, an der sie sich ausrichten kann.

Anbei zwei Bilder, geschossen mit einer Profikamera, im Abstand von Zehntelsekunden. Das gleiche Motiv, die gleiche Belichtungsituation, aber zwei vollkommen unterschiedliche Farbstimmungen.

Weissabgleich-2Weissabgleich

Wohlgemerkt, dies kann passieren unabhängig davon, ob ein Weissabgleich gemacht wurde oder nicht.

Fakt ist, der Weissabgleich führt zu einer Änderung der Farbtemperatur, die Aufnahme betreffend. Tageslichtaufnahmen liegen bei 5500 Kelvin, Kunstlicht bei 3400 Kelvin. Arbeite ich unter dem Dentalmikroskop oder mache Fotos im Schein der Halogenlampe meines Behandlungsstuhls, so kann ich mittels Weissabgleich den „Farbstich“ der Lichtquelle kompensieren.

Soweit so gut. Hier hilft ein Weissabgleich mit Taschentuch durch das Dentalmikroskop.

Aber reicht das ? Reicht uns das ? Klare Antwort: Nein, es reicht nicht.

Denn unsere Kamera weiss immer noch nicht, was genau in unserem Bild jetzt nun wirklich „weiss“ ist. Wir können es der Kamera auch nicht sagen, dazu müsste es eine Farb – Spotmessung mit einer Weisskarte geben, die im Bild platziert wird.

Und damit sind wir bei des Pudels Kern, sofern es den ein weißer Pudel wäre.

Mit einem Weissabgleich ala „Taschentuch vor die Linse gehalten“ (der Trick ist ja nicht neu und nicht auf Mikroskope beschränkt) schaltet man zwar idealerweise den Farbstich der Lichtquelle aus, hat aber noch lange keine Gewähr, dass die Farbwiedergabe des jeweiligen Sujets der Realität entspricht.

Und dies gilt umso mehr, je weniger alltäglich die fotografierte Situation ist (und machen wir uns nichts vor, großformatig fotografierte Prämolaren oder kofferdamumrahmte Trepanationseingänge sind weit vom fotografischen Mainstream entfernt.)

Die Lösung ist einfach. Sie lautet: Wenn der Prophet nicht zum Berg kommt, dann kommt der Berg eben zum Propheten.

Wir nehmen Adobe Lightroom, nutzen die Weissabgleich -Funktion der Pipette (siehe Blogbeitrag von Oscar von Stetten) und richten diese auf einen weißen Gegenstand, den wir in unserem Bild platziert haben.

Zu Beginn habe ich weisse Silikonstopps auf die Zähne aufgebracht (die alten Hasen bei ENDO2 wissen es vielleicht noch), aber schnell festgestellt, dass eine weiße Watterolle es noch einfacher und besser tut (siehe auch Kommentar von Andreas Habash zum Blogbeitrag von gestern).

Watterolle einlegen, Foto machen, Watterolle raus, und jetzt kann man soviele Fotos machen wie man will, all diese Fotos können dann im Computer innerhalb von Sekundenbruchteilen angepasst werden über die Synchronisierungsfunktion.

Naja, aber schaden kann ein Weissabgleich mit dem Taschentuch doch nicht, oder ?

Nein, schaden tut es nicht. Insofern – wer es tun möchte, der soll es tun.

Hier noch ein paar Bilder zur Verdeutlichung.

Weissabgleich mit SilikonstopperWeissabgleich WatterolleWeissabgleich Watterolle-2Weissabgleich Watterolle 3

Und hier noch 3 Bilder mit Oraseal. Da ich das eigentlich immer bei der Endo verwende, habe ich immer meine Weiss – Referenz mit im Bild. Bild 1 ist das Original, Bild 3, die Korrektur mittels Oraseal und Lightroom – Pipette, die im Übrigen in allen möglichen und unmöglichen Situationen, wie auch Oscar von Stetten gestern schon schrieb, sensationell funktioniert.

Ja und Bild 2, das ist mein Weissabgleich. Vollautomatisch. Den habe ich nämlich als Vorgabe in Lightroom hinterlegt und beim Import oder auf Knopfdruck wandelt das Programm das Halogenlicht des Dentalmikroskops in Tageslicht um. Nur für den Fall, dass ich mal vergesse, eine Watterolle einzulegen. Die Kamera macht nämlich auch nichts anderes als eine Farbtemperaturverschiebung und so ist es egal, ob es am Mikroskop oder im  Computer geschieht.

Aber ich gebe zu, am Mikroskop ist es beeindruckender.

Weissabgleich der Kamera

von Oscar von Stetten

 

Der Vorschlag des Kollegen Habash zum einfachen Weissabgleich der Kamera beim Fotografieren am Dentalmikroskop hat mich begeistert. So einfach, keine Graukarte o.ä., ein einfaches Taschentuch.

Aber: spielt die Farbe des Kofferdams vielleicht auch eine Rolle?

Flugs eine Sammelaktion gestartet und ein paar Testbilder geschossen. Offensichtlich spielt die Farbe des Kofferdams auch eine Rolle. Alle Bilder sind in Lightroom mit dem Automatischen Farbton korrigiert worden, mehr wurde nicht durchgeführt. Normalerweise ist diese Funktion bei Lightroom sehr gut. Aber in diesem Fall wird die Funktion durch die Farben der Umgebung massiv gestört. Was hilft also in solchen Fällen?

Die Pipette. Mit der Pipette kann man sich einen Bereich im Bild aussuchen, der am weissesten ist. Damit kann man die Tonwertkorrektur manuell und vorhersagbar durchführen. Es wird das „weiss“ in dem individuellen Bild bestimmt und die anderen Tonwerte daran kalibiriert. In schwierigen Fällen hilft diese Methode enorm, einen halbwegs vernünftigen Farbeindruck zu erhalten. Wenn der Bildschirm denn kalibriert ist…. aber das ist ein ganz anderes Thema.

Bewegte Bilder (2)

von Jörg Schröder

Aller Anfang ist schwer. Weiss man, vergisst man aber auch gerne immer wieder.

So ging es mir bei der „Einführung“ der Videodokumentation meiner endodontischen Behandlungen in den täglichen Praxisablauf. Ungewohnte Bedienungsabläufe, neue Kamera und ein nicht zu unterschätzender Archivierungsaufwand. Diese Stressfaktoren führen anfangs dazu, dass die noch nicht verinnerlichten Abläufe einfach ausgelassen werden und „nur“ fotografiert wird. Es gilt einmal mehr den inneren Schweinehund zu überwinden.

Doch auch hier wird Hartnäckigkeit belohnt. Bereits die ersten Versuche zeigen, dass mit wenigen simplen Massnahmen ein deutlich verbessertes Endprodukt entsteht: Der Ausschnitt ist besser zentriert, der Spiegel wird ruhiger gehalten, das Bild ist besser fokussiert. Und durch entsprechendes Arrangieren der einzelnen Filmsequenzen , hier in iMovie 09, nimmt sowohl der Informationsgehalt als auch die Betrachtungsqualität zu.

Zu sehen auf YouTube. Zahn 27 mit ungewöhnlicher Anatomie (2-in 1-in 4)  und einem Instrumentenfragment.

Bewegte Bilder

von Jörg Schröder

Schon seit längerer Zeit habe ich mir gewünscht,  bewegte Bilder aus dem Wurzelkanal aufzunehmen. Zum einen um Behandlungsabläufe besser erläutern zu können, zum anderen um den Workflow bei der Bilddokumentation zu vereinfachen. Denn das Erstellen guter Photos ist in unserer Praxis mit einem gewissen Zeitaufwand verbunden: Entfernen des Spritzschutzes vom Mikroskopobjektiv, Austauschen der Spiegel (Carr-Spiegel statt oberflächenverspiegelte Rhodium-Spiegel) erneutes Fokussieren, Erhöhen der Xenon-Lampenleistung und Fernauslösung durch die Mitarbeiterin.

Wäre es nicht schön, wenn die Kamera, die das Livebild auf dem Mitbeobachterbildschirm erzeugt gleichzeitig auch die Dokumentation bewältigen kann? Und das in Full-HD. Und für relativ kleines Geld zu haben. Die in meinem Pro-Ergo eingebaute 1CCD Videokamera hat keine ausreichende Bild-Qualität und das Geld für eine 3CCD Kamera möchte ich nicht ausgeben. Im Elektronikfachmarkt meines Vertrauens entdeckte ich beim Rumstöbern einen Full-HD-Camcorder der während der Aufnahme auch ein Livebild auswerfen kann.

Auf der letzten SSE- Tagung in Basel erzählte ich Oscar von Stetten von dieser Idee. „So eine Kamera gibt’s noch nicht“ . Da ich nicht locker liess und Oscar noch Geschenke für seinen Sohn brauchte, betraten wir das nächste MANOR-Kaufhaus. 30 Minuten und eine Livevorführung später  war ich Besitzer einer Sony HDR SR 10E.

Erste Versuche an Oscar’s ProErgo und das Experimentieren mit verschiedenen Adaptern führten zu einer recht simplen Lösung: das Anflanschen der Kamera direkt an den Strahlenteiler. Den Rest erledigte mein Vater: er zeichnete meinen Wunschadapter und liess ihn in einer auf Kleinserien spezialisierten CAD-CAM-Firma herstellen.

Adapter mit montiertem Camcorder

Vor 2 Wochen dann der erste Einsatz,  der recht viel versprechende  Ergebnisse brachte. An einigen Details muss noch gefeilt werden. Das Schneiden des Films und das Hinzufügen von Musik war fast das größte Vergnügen. Mit iMovie 09 dauerte es gute 30 Minuten und der Film war fertig.

Einziger Wermutstropfen: beim Hochladen auf YouTube gab es offenbar urheberrechtliche Probleme mit den von mir gewählten Musiktiteln. Zu sehen auf YouTube.

Fiat lux

von Christian Danzl

In meinem Kaps Dental-Mikroskop arbeiten seit Jahren 150W-Halogenbirnen. Eine nach der anderen. Die eine hält länger die andere weniger lang. Es reicht zum Arbeiten, zum Fotografieren so einigermassen mit der Canon Power Shot G2. Das war alles ausreichend
(das live-Bild der Canon war allerdings nicht ausreichend. 320 x 240 Pixel auf einem 23″-LCD-Fernseher mit PAL-Auflösung macht keinen Spass – aber es war besser als nichts). Und die Alternativen waren teuer, nicht viel besser und/oder nicht mehr im Handel. Ich war im großen und ganzen (mehr oder weniger) zufrieden.

Bis der Stuttgarter Zahnarzt Oscar von Stetten mir anbot, sein Xenon Licht und die Video-Kamera zu testen, weil er es momentan nicht im Gebrauch hat. Ein paar Tage später kam ein Paket mit der Post. Darin waren ein Kaps Xenon samt Lichtleiter und die Videokamera von Kaps. Die Kamera mit ein paar Handgriffen eingebaut – dank des modularen Konzepts von Kaps; Die 180W Xenon-Beleuchtung wurde auf die Wandhalterung gestellt und der Lichtleiter angeschlossen.

Erster Eindruck:

LICHT!

Mit allen Vor- und Nachteilen.

Vorteile:

  • Licht. Bis zum Apex, wenn der  Wurzelkanalverlauf es zu lässt. Man hat das Foramen mit 150W Halogen auch gesehen, aber deutlich schlechter und man musste sich sehr anstrengen
  • Farbtemperatur ist dem Tageslicht ähnlicher
  • Verschlusszeiten beim Fotografieren sind verwacklungsunfreundlicher und man kann abblenden um die Schärfentiefe zu erhöhen

Nachteile:

  • Licht. Das Licht ist sehr hell. Zu hell, wenn die Helferin in das OP-Gebiet schauen muss.
    Ein Mitbetrachter-Tubus oder ein Mitbetrachter-Monitor ist unumgänglich.
  • Licht. Auch das längere Arbeiten unter dem starken Licht macht sich bei mir bemerkbar. Besonders, wenn die Umgebungsbeleuchtung nicht angepasst ist.
  • Licht. Zum Thema UV-Belastung beim Behandler und die Folgen habe ich noch nichts finden können. Aber ich bin nicht scharf darauf, mit einem Katarakt in Rente zu gehen, aber mit der Gewissheit etliche Apices besser gesehen zu haben.
  • Licht. Die Patienten sind nicht begeistert, wenn ihnen mal durch Zufall das Xenon-Licht in die Augen gespiegelt wird. Wir habe dieses gelöst durch eine dunkle Schutzbrille für Patienten.
  • Wenn eine Xenon-Lampe kaputt geht, dann tut sie das meistens mit einem riesigen Knall und vielen Scherben – habe ich mir sagen lassen. Bis jetzt funktioniert noch alles.

Fazit:

Schon nach ein paar Tagen war klar: Der Umstieg auf Xenon wird bei meinem Kaps unumgänglich werden…

Weisse Wände

von Olaf Löffler

Bild

Die Wandgestaltung meiner neuen Praxis hat mir einiges Kopfzerbrechen bereitet. Ich wollte keine der typischen Katalogbilder.

Zunächst habe ich mich in den einschlägigen Onlineprintstudios (ooge.com) umgetan und den einen oder anderen Leinwandprint bestellt. Vorteilhaft ist die große Auswahl an Kunstwerken aller Genres und der qualitativ gute Druck. Die Produkte sind sorgfältig verpackt und werden umgehend geliefert.
So ganz zufrieden stellte mich das Angebot jedoch nicht.

Inzwischen ist so ziemlich in jedem Haushalt in Deutschland eine Digitalkamera vorhanden.
Der Preisverfall von digitalen Spiegelreflexkameras führte auch dazu, daß ich neugierig wurde und auf diesem Gebiet erste Gehversuche unternahm. Recht bald hatte ich eine Ansammlung von mehr oder weniger gelungenen Fotografien.
Diese für Dritte zugänglich zu machen, führt entweder zur Veröffentlichung in den digitalen Medien, wie beispielsweise bei Imagehostern, wie Flickr oder zur Erstellung eigener Webalben, wie  Picasa, iPhoto oder Aperture, usw..

Für mich stand die Frage, wie kann ich diese Bilder in nichtvirtueller Form präsentieren, daß heißt als reelles Bild und  für die Gestaltung der Praxis nutzen.
Dafürs habe ich nach einem transparenten und gleichzeitig frabbrillianten Produkt gesucht. Es sollte kein Leinwanddruck sein.

Ein Leipziger Künstler machte mich auf Diasec aufmerksam. Diasec® ist ein seit 30 Jahren bewährtes spezielles, lizenziertes Verfahren zur Herstellung einer dauerhaften, schlieren- und blasenfreien Verbindung von Bildmaterial mit einem hochwertigem Acrylglas. Dies entsprach genau meinen Vorstellungen.
Die Fotografien wirken plastischer und räumlicher. Durch das Acryl entsteht allerdings auch ein spiegelnder Effekt, welcher bei ungünstigen Lichtverhältnissen störend wirken kann.

Relativ schnell waren viele Anbieter zu diesem oder einem sehr ähnlichem Verfahren zu ermitteln. Aufgrund der hohen Herstellungskosten habe ich von Versuchen abstand genommen, den besten Anbieter selbst zu ermitteln und habe nur nach größeren Herstellern gesucht.

Meine Wahl ist auf WhiteWall.com. gefallen. Hinter WhiteWall stehen Stefanie Harig und Marc Ullrich aus Berlin. 2003 haben sie haben sie die Galerie LUMAS gegründet.
Im Stilwerk im Königsbau in Stuttgart habe ich die hervoragenden Lumasec – Arbeiten gesehen. Die Qualität war sehr überzeugend.

Meine bei WhiteWall hergestellten Fotografien wurden wie erwartet umgesetzt, gleichen  farbgetreu dem Original und erfreuen mein Auge jeden Tag.

Canon D 10 – Der König ist tot! Es lebe der König! (3)

von Christian Danzl

Eine wasserdichte Kamera hat nicht nur in der Zahnarztpraxis Vorteile. Auch im Urlaub wäre dieses Feature sinnvoll, besonders, wenn dieser sich am oder im Wasser abspielt.

Nachfolgend ein Urlaubs -Check

Pro:

  • klein und leicht, zumindest für jemand der sonst immer mit DSLR und verschiedenen Objektiven unterwegs ist
  • wasserdicht. Man braucht sich keine Gedanken zu machen, wenn man am Strand, auf dem Schiff oder im Regen unterwegs ist. In den Sand würde ich die Kamera aber nicht mitnehmen.
  • die Trageschlaufe kann man an allen 4 Ecken des Kamergehäuses festmachen, was beim Schnorcheln äußerst praktisch ist.
  • Bildstabilisator, großer Vorteil unter Wasser, wo das Licht sowieso weniger, die Blitzreichweite eingeschränkt ist und wo man meist keinen guten Halt hat

Contra

  • für die Hosentasche doch zu groß
  • Akkulaufzeit ist nicht berauschend
  • keine Standard – Akkus
  • Laden des Akkus nicht in der Kamera möglich
  • nur Vollautomatik-Programm, keine manuelle Einstellung oder Zeit- , Blendenautomatik
  • Videomodus max. in VGA-Auflösung
  • die kürzeste Brennweite mit 38mm Kleinbildäquivalent – in dieser Kameraklasse anscheinend immer noch Standard – ist  für Landschaftsaufnahmen oder Bilder in der Stadt  inakzeptabel

Alles in Allem eine digitale Kompaktkamera, die vollkommen in Ordnung ist, die aber – ausser der Wasserdichtigkeit – keinerlei Highlights zu bieten hat.

Die Bildqualität ist gut, aber von 12 Megapixel – speziell im Vergleich zur Sanyo E6 – hätte man sich mehr erwarten können. Der Makromodus mit Naheinstellgrenze von 4 cm ist ausreichend.

Da die Geschmäcker und Anforderungen unterschiedlich sind, hier noch ein paar Beispielfotos, so dass sich jeder selbst eine Meinung bilden kann.

Video am Dentalmikroskop – eine Alternative?

von Oscar von Stetten

Wer sich mit der Möglichkeit der Videodokumentation am Mikroskop auseinandersetzt, konnte in den letzten zwei Jahren eine deutliche Technikweiterentwicklung feststellen. Full-HD setzt sich allmählich durch, effizientere Videocodecs lassen die Dateigrössen immer kleiner werden bei gleichbleibender Qualität, die Computerpower ist mehr als ausreichend zur Nachbearbeitung, Speicherplatz kostet fast nichts mehr. Was nicht wesentlich weniger geworden ist, ist der zeitliche Aufwand für die Nachbearbeitung.

Ich möchte in diesem Artikel eine Lösung vorstellen, die durch eine Kooperation mit der CarlZeissAcademy zustande gekommen ist.

Alle 3 Monate suche ich gezielt nach Full-HD-Kameras im Internet und informiere mich, was es denn neues auf dem Markt gibt. Dabei fiel mir im Dezember die Beschreibung der Sony SONY HXR-MC1P ins Auge. Diese Kamera entspricht in vielen Punkten dem, was ich mir von einer Kamera am Mikroskop wünsche. Full-HD, klein, leicht, einfach zu reinigen, einfach zu installieren, wenig Einstellungen, fernbedienbar, Live-Bild-Vorschau in Full-HD über HDMI. Sony-Kameras sind zudem rel. einfach an Zeiss-DM´s adaptierbar, aus historischen Gründen die in einer engen Zusammenarbeit von Sony und Zeiss liegen.

Auf die physikalischen und daraus resultierenden Vorteile der kleinen Videochips gehe ich an dieser Stelle nicht näher ein, aber die Videoaufzeichnung bietet optisch mannigfaltige Vorteile.

Nach mehreren Telefonaten und EMails wurde eine dieser Kameras geliefert, zusammen mit dem Flexiomotion-Tubus von Zeiss. Warum? Weil es für dieses Tubussystem passende Filteradapter gibt, die einen sofortigen Einsatz der Kamera möglich machen.

Leider hatten wir im Februar nur 3 Tage die Kamera im klinischen Einsatz, aber für ein erstes proof-of-concept war es ausreichend. Überzeugt, dass diese Kamera-Tubus-Kombi ein gutes Preis-Leistungsverhältnis erreicht, beurteilte ich die Kamera als durchaus geeignet. Gerade habe ich die Kamera wieder bei mir, diesmal für 3 Wochen, so dass ich tiefer in die Beurteilung einsteigen kann.

Auf einer Fortbildungsveranstaltung der Carl Zeiss Academy in Adelboden, präsentierte ich die Kamera Vertretern der Academy. Beistehende Teilnehmer waren sofort begeistert wegen der Qualität, die sich auf dem 50“-LCD zeigte.  Die Kamera hat einen Video und einen Fotomodus. In beiden Modi funktioniert das Live-View. Im Fotomodus nimmt die Kamera 4MP-Bilder auf, aus dem laufenden Videoaufnahmen heraus gibt es die Möglichkeit, Stills zu extrahieren oder mit bis zu 2,3MP Bilder zu machen. Zwei Wermutstropfen: die Kamera nimmt nur im Interlaced-Modus auf und speichert die Videos im AVCHD-Format auf, welches beim Bearbeiten konvertiert werden muss, was ein wenig mehr Zeiteinsatz nötig macht. Meine Bearbeitungskette besteht beim Video aus eine Macbook Pro, das mitgeliferte IMovie kann ohne Umwege die AVCHD-Videos bearbeiten und importieren etc. Wie vieles beim Mac intuitiv nutzbar und belästigt nicht mit (bei Videoediting manchmal ausufernden) Einstellungen.

Da die Kamera als solche zolltechnisch definiert ist, ist sie nicht wie z.B. eine Canon 5D MarkII aus zolltechnischen Gründen auf max. 29:59 min (oder Dateigrössen) limitiert, sonder nimmt auch länger am Stück auf. Wenn man eine durchschnittliche Behandlungsdauer für eine Wurzelkanalbehandlung rechnet, kann das schon von Vorteil sein, die Aufnahme nicht mehrmals neu zu starten.

Im Betrieb am DM funktioniert der AF der Kamera erstaunlich zuverlässig. Ebenso die Belichtungssteuerung und die Blende. Durch die (leider) kabelgebundene Fernbedienung lässt sich die Kamera hervorragend steuern.  Der Import der Daten in den Rechner kann entweder über ein USB-Kabel oder einen Kartenleser, der Memory-Sticks lesen kann, stattfinden.

Der Akku hält einen kompletten Tag durch, wenn man kann und den Platz dafür hat, empfiehlt es sich allerdings, die Kamera mit dem mitgelieferten Netzteil zu betreiben.

Die Verarbeitung ist solide, da diese Kamera als Helmkamera konzipiert wurde. Sie kann also ruhig mal hinfallen ;-) Der Vorschaubildschirm ist nicht üppig, und zur Beurteilung nicht unbedingt zu gebrauchen, aber licht- und kontraststark, was in unseren sehr hellen Arbeitsumgebungen wichtig ist. Im Normalfall wird man einen LCD-Bildschirm für die Mitbeobachtung haben, der über HDMI und Full-HD eine gute Qualität bietet. Schade ist nur, dass man wieder Kabel am DM hängen hat und diese dementsprechend drapieren/verstecken sollte.

Eines muss ganz klar an dieser Stelle gesagt sein. Diese Kamera-Tubus-Kombination spielt nicht in der Liga von anderen, auf dem Markt angebotenen Full-HD-Lösungen. Aber sie hat Vorteile, wie eine leichte Bedienung, leichte Installation, alles „out-of-the-box“. Und sie ist qualitativ deutlich besser als analoge 3CCD-Kameras. Dabei günstiger.

In weiteren Artikeln soll der Aufbau am ProErgo vorgestellt und auch klinische Beispiele gezeigt, sowie eine kritische Auseinandersetzung um die Qualität geführt werden.

C wie Cäsar III

von Wonald Recker

Ein weiterer oberer zweiter Molar mit einem c-shaped Kanalsystem. Die mesialen und distalen Kanäle sind in diesem Fall verbunden, während der palatinale Kanal separat verläuft.

Aufbereitung mit Niti- Instrumenten in Hybridtechnik und sonoabrasiver Mikropräparation der Isthmen im Sichtbereich. Die Wurzelkanalfüllung nach Schilder erfolgte in thermisch vertikaler Obturation. Die hydrodynamische Präparation erfolgte schallgestützt mit dem Plastikendosystem von Winfried Zeppenfeld.

Der König ist tot! Es lebe der König! (2)

von Christian Danzl

In einem kurzen Überblick  habe ich  die Canon Power Shot D 10  gestern ja schon vorgestellt.

Hier nun der erste Modifikationsvorschlag.

Durch den zurückversetzten Blitz ist die komplette Ausleuchtung des Bildes bei Nahaufnahmen nicht mehr gewährleistet, da das Objektivgehäuse den Strahlengang des Blitzes behindert (deshalb reicht das Abkleben des Blitzes allein nicht, um richtig belichtete, geblitzte Makro-Aufnahmen zu bekommen, wie bei der Sanyo E6).

Ich habe nun aus einem Polyethylen-Deckel einer Alginat-Dose einen Diffusor für den Blitz ausgeschnitten (das ging prima mit einer Kronenrandschere).

Dieser wird vorne über das Objektivgehäuse geschoben.
Er verringert  das Licht und verteilt es deutlich besser.
Die Lichtleisung kann je nach verwendetem Material noch mehr oder weniger gedrosselt werden.
Funktioniert recht gut.
Ist aber sicher noch verbesserungsfähig.

Der König ist tot! Es lebe der König!

von Christian Danzl

Eine Frage vorweg: Ist der König wirklich tot?

Nun ja, DIE Digitalkamera für den universellen dentalen Einsatz, die Sanyo VPC-E6, die uns der Wallenhorster Zahnarzt Michael Logies nahegebracht hat, wird zumindest schon lange nicht mehr hergestellt. Die Einzelhändler haben auch schon lange keine mehr, nur auf Ebay tauchen hin und wieder welche auf. Also auch keine verlässliche Quelle.

Und da die Halbwertszeiten von Konsumerkameras immer kleiner werden,nehmen in letzter Zeit die Berichte zu, die vom Ableben der Sanyo Kameras erzählen.

Einige Kollegen haben gleich mehrere Exemplare in der Praxis, um Ersatz zu haben. Aber auch diese werden irgendwann dahinscheiden…
Also der König ist noch nicht ganz tot, aber es ist eine Frage der Zeit.

Aber es ist ein vielversprechender Neuling eingezogen. Die Canon Powershot D10.

Sie hat einige Eigenschaften, die sie, wie die E6, für den Einsatz in der Praxis tauglich machen:

  • gute Macro-Eigenschaften, kürzeste Distanz 4 cm (da war die E6 noch besser: Abstand ab 1cm)
  • Blitz nahe und mittig über dem Objektiv (auch da war die E6 noch besser, da der Abstand noch geringer und der Blitz nicht hinter der Frontlinsenebene angeordnet war)
  • die Frontlinse/das Objektiv kommt nicht aus dem Kamera-Gehäuse heraus
  • relativ großer Monitor (der von der E6 war größer)

Bis hier liegt die E6 eindeutig vorne.
Aber auch die D 10 kann punkten:

  • sie ist wasserdicht bis 10 m Tauchtiefe – in der Praxis nur dahingehend interessant, dass sie abwaschbar ist. Ob sie Behandlungen mit Desinfektionsmitteln aushält sei dahingestellt, aber zumindest hält sie das Wasser aus
  • die D 10 hat keinen Objektivdeckel oder Verschlussmechanismus (der bei der E6 hin und wieder ausfallen soll), sondern nur eine Scheibe – dekorativ verschraubt.
  • es gibt einen Image Stabilizer, der einem das eine oder andere Bild retten kann, wenn man auf den Blitz verzichten kann
  • der Weissabgleich im Blitzmodus ist NICHT blaustichig wie bei der E6

Nachteile zur E6:

  • unhandlicher
  • mehr Bedienknöpfe
  • 12,1 Megapixel Auflösung, das hört sich gut an, vergrößert aber bei – wenn überhaupt – unwesentlicher Verbesserung der Bildqualität die Dateien erheblich. Hier kann man wahrscheinlich die Bildgröße im Menu getrost verringern.

Den ersten Vergleichstest gewinnt ganz klar der alte König. Aber nur solange er noch käuflich erworben werden kann und funktioniert.
Praxistests und Vergleichsbilder folgen.

Schärfeebenenabgleich am Dentalmikroskop bei Verwendung des Carr – Adapters

von Oscar von Stetten

Der Carradapter ist meiner Meinung nach einer der universellsten Adaptationslösungen für die digitale Dokumentation auf dem Markt.
Sicher mit Schwächen, nicht nur mit Stärken.

Die grösste Stärke ist die Möglichkeit, verschiedene Objektive mit all ihren Vorzügen an ein Mikroskop zu adaptieren. Eine funktionierende Belichtungsmessung, funktionierende Blendenautomatik, das sind schon Vorteile, wenn man mit einer dSLR dokumentiert.

Was ist der wirkliche Vorteil?
Die Objektive für dSLR sind auf ganz andere Vorzüge gerechnet und qualitativ konstruiert worden, als die momentan auf dem Markt befindlichen Mikroskopadapter. Weiterer Vorteil: die Blendensteuerung im Objektiv erhöht die Qualität, anstatt sie manchmal deutlich zu verschlechtern, wie es mit den Adapterseitigen Blendenlösungen wie z. B. Accubeam der Fall ist. Weiterer Vorteil des Carradapters: es wird nur der zentrale Teil des Objektives effektiv für die Aufnahme genutzt, der Bereich also, der von bester optischer Güte ist. Die Randbereiche, die aufgrund physikalischer Gegebenheiten einfach schlechter abschneiden, kommen gar nicht zum Tragen. Flexibilität: egal, für welches Objektiv ich mich entscheide, es gibt immer die passenden Adapterringe, um dieses auch an den Carr-Adapter zu befestigen.

Welches Objektiv an welcher Kamera sollte es sein?
Das ist und bleibt Geschmackssache. Nach verschiedenen Rumprobieren und Überlegungen zum Preis/Leistungsverhältnis bin ich bei meiner derzeitigen Kombination Canon 40D Canon f85/1,8 gelandet. Vom Gewicht her erträglich, vom Anschaffungspreis ebenso. Zusätzlich habe ich mir das Zeiss Planar T* f85/1.4 zugelegt. Bilder beider Objektive findet man zum Vergleich am Ende des Artikels.

Es werden weitere Testreihen bei mir laufen, ob die Canon 50D einen Vorteil in der Bildqualität bringt. Die 5D MarkII tut es auf jeden Fall nicht. Nicht so gravierend, als das ich mich gezwungen sehen würde, mir noch eine für das Dokumentieren mit dem Mikroskop zu holen. Zudem ich den Cropfaktor der 40D oder 50D von 1,6 essentiell wichtig empfinde, da mit diese beiden Kamerabodies den Bildwinkel eines effektiven f136-Objektives bringen, das Bild also bereits gezoomt wird. Interessant ist, ob der neuere Sensor der 50D (5MP mehr, bessere Signalverarbeitung) tatsächlich einen Vorteil bringt, der eine Investition rechtfertigt.
Was Nikon angeht, muss ich leider immer noch passen. Die Bilder, die ich von einer D300 laufend sehe, bestärken mich vielmehr in meiner Annahme, dass die vorgesetzte Optik viel wichtiger ist als der Kamerabody hintendran.

Schärfeadaptation

Was mich zuallererst verwirrt hat, war die Tatsache, dass bei einer APS-C Kamera wie der 40D der Schärfepunkt NICHT mit der Unendlichkeitseinstellung des Fokus korreliert. Bei der Vollformatkamera wie der 5D MarkII tut er es. Logisch eigentlich, erstaunlich war es trotzdem. Mit einem EF-S Objektiv von Canon, welches speziell auf APS-C gerechnet wurde, korreliert die Unendlichkeitseinstellung des Objektivs auch wieder mit dem Fokus. Das war also der Grund, der Crop-Faktor der Kamera.

Der optimale Punkt für diese Kombi liegt bei der Entfernungseinstellung von ca. 1,2m. Den optimalsten Punkt gilt es nun heraus zu finden. Das ist aufgrund der LiveView-Fähigkeit der 40D nicht weiter schwer.

Man fokussiert einen schräg stehenden Gegenstand durch die Okulare, bis ein definierter Punkt auf diesem Gegenstand scharf durch die Okulare zu sehen ist. Dann schaltet man die LiveViewfunktion ein und stellt solange am Objektiv die Entfernung ein, bis der scharfe Punkt auch im Liveview scharf zu sehen ist. Wichtig ist es, die Suchbildvergrösserung 5x einzuschalten, erst dann kann man den Effekt, der die richtige Schärfe anzeigt, auch wirklich sehen. Ist die optimale Objektschärfe erreicht, zeigt der Gegenstand eine farbige Korona, auch Farbquerfehler oder Abberation genannt. Ein Effekt, der eigentlich unerwünscht ist, im klinischen Bild aber nicht weiter auffällt.

Fein raus ist derjenige, der ein ProErgo mit Autofokus (Speedfokus) sein eigen nennt. Man hört mehr Schlechtes als Gutes über den Autofokus des Gerätes, aber wenn man halbwegs erfahren hat, wie dieser tickt, macht die Dokumentation viel mehr Spass. Denn die Fotokamera auf den Punkt einzustellen, der auch von der Mikroskopautomatik scharf gesehen wird, ist natürlich viel einfacher, als der Trick mit den Okularen.

Selbstverständlich kann man auch über die LiveView-Fähigkeit moderner Kameras auf ein Abgleich der Schärfebenen verzichten, allerdings dann nicht mehr auf einen Vorschaumonitor. Auf den sollte man sowieso nicht verzichten. Schon alleine aus Mitbeobachtungs- und Motivationsgründen für die Assistenz. Wenn man sich denn keinen Mitbeobachtertubus kaufen möchte, dann bleiben die Kameras das einzige Auge der Asisstenz.

Was jetzt?
Das Zeiss-Objektiv ist in meinen Augen weit aus besser als das Canon, kostet aber ca. das 3-fache. Es hat zudem den Vorteil, das der Verfahrweg des Zeiss bis 2m etwa 3/4 des gesamten Verfahrweges ausmacht, man den Schärfepunkt wirklich sehr gut finden kann.

Letztendlich entscheidet der persönliche Anspruch, was man haben möchte.
Aber eines ist mir in den letzten 4 Jahren deutlich geworden: billig und qualitativ hochwertig am DM dokumentieren, das gibt es einfach nicht.
Es ist nur die Frage, wird mit jedem Euro mehr auch die Qualität gleichzeitig besser?
Nein, es gibt IMHO eine Grenze des Sinnhaften.

Das Dokumentieren mit dem DM ist immer weit entfernt von dem, was ich persönlich als plug´n´play-Lösung bezeichnen würde.
Es bahnt sich aber mit den rasanten Entwicklungen auf dem Kameramarkt nur Gutes für uns an, da bin ich mir sicher.

Tipp zum Scharfstellen für intraorale Fotos

von Hans – Willi Herrmann

Wer mit einer Spiegelreflexkamera intraorale Bilder macht, hat das Problem in der Regel nicht, die Nutzer von digitalen Kompaktkameras aber des öfteren.

Die Kameras findet auf Grund der kontrastarmen Bildobjekte (sowohl Zahn als auch Gingiva sind nicht selten zu gleichmäßig) keine Anhaltspunkte,  um dem Autofokus eine Scharfstellung zu ermöglichen.

Vor einiger Zeit habe ich diesbezüglich den Tipp gelesen, das die zahnmedizinische Assistentin ein weisses Papier mit einem Kreuz darauf über den betreffenden Zahn hält, um dem Autofokus ein Ziel zu bieten.

Kann man machen, muss man aber nicht. Warum umständlich, wenn einfach geht …
Viel einfacher ist es, eine zahnärztliche Sonde objektnah zu platzieren, denn diese ist immer sofort verfügbar.
Die Assistentin platziert die Sonde und in dem Moment, in dem die Kamera die Scharfstellung des Autofokus mit einem Pieps quittiert, nimmt die Assistentin die Sonde weg und der Behandler löst das Bild aus.

Mit einer solchen Vorgehensweise gelingen ohne Probleme auch Spiegelbilder, die normalerweise durch Scharfstellen der Kamera auf Spiegelebene ( es sind Kratzer oder Schlieren auf dem Spiegel, die den Autofokus fehlleiten) mit unscharfen Ergebnissen behaftet sind.

Verbindungsprobleme

von Oscar von Stetten

Als ich letztens eine Kamera mit HDMI-Ausgang am Mikroskop hatte, wollte ich natürlich DEN Vorteil einer Full-HD-Darstellung am Flachbildschirm nutzen. Also kam nur HDMI in Frage. Leider hat die Kamera einen Mini-HDMI-Stecker-Ausgang. Nix schlimmes, ab zum Fachmarkt des Vertrauens und einen Adapterstecker gekauft. Dieser war von einem renommierten Zubehörhersteller und nicht gerade ein Schnäppchen für einen simplen Stecker.

Eingesteckt und…… es ging nicht. Warum? Der Kamerahersteller hat aus Abdichtungsgründen die Buchsen versenkt. Diese Versenkung verhinderte das vollständige Einführen des Adaptersteckers. Selbst ein liebevolles, forciertes Einführen hat nicht zum Funktionieren geführt. Also ab ins Labor, die grobe Gipsfräse eingespannt und den Adapterstecker wiederum liebevoll modifiziert. Überraschung: es ging wieder nicht…..

Da meine Liebe inzwischen aufgebraucht war, suchte ich im Internet nach einer Lösung. Und fand sie. Ein Adapterkabel mit 20cm Länge, welches perfekt passte. Auch kein Schnäppchen, aber das kauft man sich nur einmal. Der Vorteil: wenn man die Kameras am DM so oft wechselt wie ich, ist es von Vorteil, das passende Kabel bereits durch das DM hindurch gelegt zu haben. Da man sich nie sicher sein kann, welches Kabel-Steckersystem den Herstellern als nächstes in den Sinn kommt, sollte man, um flexibel zu blieben, sich für einen Typ entscheiden. Die HDMI-Kabel und Stecker werden auf längere Sicht so bleiben, wie sie sind. Durch das Adapterkabel habe ich eine flexible Lösung, egal ob Mini-HDMI- Stecker oder normaler HDMI-Stecker. Es kostet mich 2 sec, es auszutauschen, ohne die Not, ein neues Kabel durchs DM ziehen zu müssen.

Und ob das originale Kameraverbindungskabel des Kameraherstellers unbedingt ein Schnäppchen ist und ob es in der von mir benötigten Länge gibt, habe ich nicht einmal erfragt, da ich die Zubehörpreise schon immer etwas überzogen fand. Und sicher ist, dass die digitale Bildübertragung die Zukunft ist, auch wenn wir manchmal noch am Analogen hängen…..

Ordnung ist das halbe Leben

von Jörg Schröder

Jeder der seine Behandlungen routinemässig fotografisch dokumentiert kennt das Problem: Die neue Kamera ist da; endlich können klinische Behandlungsituationen im Bild festgehalten werden.

Die anfänglich Begeisterung über die vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten der gemachten Bilder wird spätestens dann getrübt, wenn a) die Speicherkarte der Kamera voll ist und keiner weiss in welchen Ordner die Bilder abgelegt werden sollen, b) die Speicherkarte leer ist und die Bilder des Vortages im Datennirwana verschwunden sind, c) keiner in der Praxis eine Ahnung hat, wo die Bilder des riesenhaften Dentikels aus dem oberen 6’er geblieben sind, die man so gerne für einen Vortrag verwendet hätte.

Spätestens zu diesem Zeitpunkt stellt sich die Frage nach einem funktionierenden Bildverwaltungsprogramm, das ein sicheres Organisieren großer Bildermengen und ein schnelles Auffinden bestimmter Behandlungbilder ermöglicht. Wenn zudem noch eine praxisorientierte Bildbearbeitung möglich ist, ist das Glück perfekt. 

Im Rahmen der Leipziger Werkstattgespräche stellte Dr. Arne Neumann aus Hannover am 6.3.2009  für Besitzer eines Apple Computers ein solches Programm vor.

Arne Neumann in Aktion

Mit Aperture steht eine Software zur Verfügung die sowohl die einfache Verwaltung digitaler Bilder einschliesslich einer Verschlagwortung ermöglicht, als auch viele Möglichkeiten zur komfortablen Bildnachbearbeitung bietet. Darüber hinaus lassen sich durch Aperture Bilder perfekt in andere Apple-Programme wie z.B.Keynote, Mail, oder iDVD einbinden.Werkstattgespräche

 Durch die kleine Teilnehmerzahl (6 Personen) und aufgrund Arne Neumanns schier unerschöpflicher Geduld gingen selbst Mac-Novizen wie ich, am Ende eines intensiven Workshops mit der großen Zuversicht nach Hause, in Zukunft Herr seiner Bilder sein zu können.

Besonders beeindruckt hat mich die professionelle Vorbereitung und Durchführung des Kurses. Vom individuell auf den Teilnehmer zugeschnittenen digitalen Hands-Out, über eine perfekte Präsentation, bis hin zu Tipps zur besseren Nutzung der Resourcen meines MacBooks, hier blieb keine Frage unbeantwortet. 

Ich freue mich schon auf eine Fortsetzung dieser Kursreihe im Herbst 2009.

E6 – Nachfolger ?

von Christian Danzl und Hans – Willi Herrmann

Es gibt unzählige digitale „point and shoot“ Kameras.

Nur wenige eignen sich für die zahnärztliche Fotografie.
In der Summe mit Abstand am besten schnitt bisher  die Sanyo E6 ab.

Leider gibt es sie bis schon längere Zeit nicht mehr im Handel und auch der Nachfolger, die E60 ist längst abverkauft. Ab und zu erscheint noch eine bei Ebay, aber das ist mittlerweile Glückssache.

Leider kam bisher nichts nach, was, die notwendigen Eigenschaften betreffend, der E6 nahegekommen wäre. Die E6 weist einen direkt über dem Objektiv angebrachten Blitz auf, ein Zoomobjektiv, dass zur Brennweitenverstellung nicht ausfährt und einen Makromodus, der eine Naheinstellgrenze von 1 -2  Zentimetern erlaubt.

Vielleicht ist die Canon Powershot D10 geeignet, die E6 abzulösen.
Endlich gibt es wieder eine Kamera, die in Blitzanordnung und Objektivgestaltung der E6 gleicht.
Darüber hinaus weist die Powershot D10, eigentlich als Outdoor  – Kamera konzipiert, ein wasserdichtes Gehäuse auf . Sicherlich ein Bonus gegenüber der E6, da dies eine  bessere Desinfizierbarkeit ermöglicht.

Fehlt nur noch der Praxistest.
Wird die Kamera, die immerhin 12 Megapixel aufweist, mit der Lichtsituation der Mundhöhle ausreichend zurechtkommen? Und wird der Nahabstand den Gegebenheiten der Makro – Zahnfotografie Rechnung tragen können ?

Der Praxistest wird zeigen, ob die Prospektdaten ihren Niederschlag mit Endergebnis finden oder in der Zahnmedizin als Makulatur sich erweisen.

canon-d10

Kamera – Dinosaurier (1) Sanyo E6

von Hans – Willi Herrmann

Allzuoft kommt es vor: Für die Praxis wird ein neues Gerät gekauft und es ist nicht gerade billig. Wie das nun mal so ist, wenn ZAHNMEDIZIN irgendwo drauf steht. 
Das wäre noch zu verschmerzen, man gewöhnt sich halt dran im Laufe der Zeit und dann tuts nicht mehr ganz so weh, wenn man wieder mal mit dem nicht ausgesprochenen aber stets vorausgesetzten Verweis auf die bis zur Obergrenze auszureizende Kaufkraft des DENTAL – Marktes kräftig zur Kasse gebeten wird.
Aber dann erfüllt das teure Gerät nicht die Erwartungen, die einen zum  Kauf bewogen haben.
Und so verstaubt das exklusive Teil  alsbald in irgendeiner Schublade irgendeines Praxisschranks, um dann über viele viele Jahre immer mal wieder in die Hand genommen und anschließend doch wieder in eben diese Schublade zurückgelegt zu werden. 
Schlußendlich – bei einer Inventur, vermutlich im Rahmen der Praxisübergabe, wird es dann mit großem Kopfschütteln darüber, wie man für so einen Mist Geld ausgeben konnte, entsorgt werden.

Der umgekehrte Fall ist eher selten, aber dann umso lobenswerter.
Ich spreche von ebenso nützlichen wie kostengünstigen Hilfsmitteln, bei denen es einfach Spass macht, damit zu arbeiten und man sich auch nach längerer Zeit immer wieder über die erzielten Ergebnisse freut.

Wie bei der Sanyo E6 Kamera, einer digitalen „point and shoot“ –  Kamera, die so unscheinbar ist, dass diese selbst im Hinblick auf für ihre eigentlichen Bestimmung, der unkomplizierten Schnappschussfotografie, extrem wenig Beachtung beim Käufer gefunden hat. Weiterlesen

Hama Ringlicht – Update

von Hans – Willi Herrmann

Vor ein paar Tagen habe ich an dieser Stelle das Hama –  Kompakt LED – Ringlicht in diesem Blog vorgestellt.

Hier nun weitere klinische Bilder, die mit einer Sanyo E6 Kompaktkamera gemacht wurden. 
Das Ringlicht wurde zusätzlich zum Blitz der Kamera eingesetzt. Hierbei dient es vor allem der Ausleuchtung der Zähne auch im hinteren Mundhöhlenbereich.
Insbesondere der Autofokus der Kamera profitiert davon, findet er doch schneller und zuverlässig sein Ziel.
Zähne sind sehr kontrastarm. Dies ist gerade bei schwierigen Lichtverhältnissen des öfteren  ein Ärgernis, da der Autofokus der Kamera kein Ziel findet, auf das er scharfstellen kann.
Hier stellt das Hama -LED – Licht gegenüber der Original -Kamera eine deutliche Verbesserung dar.

 

 

Die Probleme beim Scharfstellen…

von Oscar von Stetten

Flach, Schick, Trendy: so lauten die Attribute für die heutigen LCD-Fernseher. Dass diese Geräte nicht nur bei schnellen Kameraschwenks Probleme haben, sondern auch bei normalen Fernsehbildern, wird gerne verschwiegen. Warum ist das so? Ganz einfach: das normale PAL-Signal hat eine Auflösung von 768×576 Bildpunkten mit einem Verhältnis von 4:3, das Display typischerweise 1368×768 Bildpunkte im Verhältnis 16:9. Schlimmer wird es, wenn es Full-HD taugliche Displays mit 1920×1080 Bildpunkten sind.

Nun kommt das Videobild mit einer niedrigeren Auflösung als das Display tatsächlich besitzt. Es gibt zwei Möglichkeiten, wie das Display damit umgehen kann:

1.) schwarze Ränder an den Seiten für eine nicht verzerrte Darstellung. Das hat aber den Nachteil, das Displayauflösung verschenkt wird und man die Displays dementsprechend gross wählen muss, um ein dem Röhrenfernseher von der Grösse adäquates Bild zu erhalten

2.) die Skalierung des Videosignals auf die physikalische Auflösung des Displays. Das ist schon deutlich fehleranfälliger als die erste Variante. Von Hersteller zu Hersteller gibt es unterschiedliche Scalerhardware und Scaleralgorithmen. Generell gilt: umso kleiner das Display, desto billiger ist es, umso schlechter ist die Skalierung. Erst bei Displays in Grössen von 40“ fangen die meisten Hersteller an, hochwertigere Hardware zu verbauen, was sich sofort in einem besseren Ergebnis gegenüber den Billigdisplays niederschlägt.

Warum ist das nun ein Problem? Ganz einfach: das Gerät kann nicht mehr, als die vorhandenen Pixel im Videostrom so oft zu vervielfältigen, bis die physikalische Displayauflösung erreicht ist. Das hat aber den Nachteil, dass die Kantenschärfe deutlich abnimmt. Damit sind die meisten Displays nicht zur Fokussierung einer Kamera am Dentalmikroskop geeignet, weil wir schon mit einem geringen Schärfentiefebereich kämpfen. Doch es gibt Möglichkeiten, wie man das umgehen kann:

a.) externe hochwertige Videoscaler

Es gibt dedizierte Geräte, die das Scaling auf sehr hohem Niveau und mit sehr guter Qualität durchführen können. Leider kosten diese Geräte weit über 1500€, so dass der Sinn und Zweck sicher streng hinterfragt werden muss

b.) erhöhter Betrachtungsabstand

Wenn man den Betrachtungsabstand zum Display erhöht, sinkt die optische Auflösung des Auges unterhalb der Doppelbildschwelle und das Bild wird wieder scharf. Aber: es ist ein Kompromiss zwischen Bildgrösse und Schärfe

c.) kleineres Display mit 800×600 Auflösung

Es gibt in den Elektroniksupermärkten kleine Display mit 10“ oder 12“ Durchmesser, welche leicht genug sind, um diese an das Mikroskop anzuflanschen. Das Display muss nicht viel Scaling betreiben, so dass die Bildqualität zum Scharfstellen tauglich ist

d.) Fotokamera mit HDMI-Ausgang und HD-Auflösung in der Vorschau

Inzwischen haben die zwei grossen Hersteller Nikon und Canon dSLR-Modelle mit HD-Videofunktion im Angebot. Ich hatte jetzt am Wochenende auf der JT der DGEndo die Gelegenheit, eine Nikon D90 genauer anzuschauen. Das HD-LiveView funktioniert auf hohem Niveau und verzögerungsfrei (WICHTIG), so dass diese Kamera sich für einen Einsatz am DM im Zusammenhang mit Flachbildfernsehern eignet. Zudem bietet diese Kamera eine HD-Aufnahmefunktion für einen geringen Preis in guter Qualität

Abschliessend lässt sich sagen, dass man vom Rückgaberecht ruhig Gebrauch machen sollte, wenn man feststellt, dass das Display nicht den Anforderungen entspricht. Leider ist es auch nicht möglich, eine Empfehlung auszusprechen. Die Modellzyklen sind so schnell und die Bezeichnungen der Hersteller kryptisch und verwirrend (oft entscheidet ein Buchstabe in der Bezeichnung über geänderte Hardware).
Ich habe mit 30“ von Samsung die besten Erfahrungen gemacht, sowohl was die Farben als auch den internen Scaler angeht.

Dentales Endoskop für den Endverbraucher

von Hans – Willi Herrmann

Und da heißt es immer, alles wird teurer.

Meine erste Intraoralkamera kostete 5000 DM und war damals ein Schnäppchen im Vergleich zu den anderen Produkten, die mit bis zu 15.000 DM zu Buche schlugen.

Und heute gibts für den Endverbraucher schon Intraoralkameras für 159 Dollar.

Im Endoskop Shop findet man das  MIHARU Intraoral Dental Endoskop. Von RF System Lab.

Keine Ahnung, wie die Qualität ist und die Auflösung beträgt mit 217.000 Pixeln nur ein Zehntel dessen, was im Hinblick auf ihre Fotoqualität eher suboptimal ausgestattete In – Design- Touchscreeen -Smartphones heute liefern, aber das hieße Äpfel mit Birnen zu vergleichen.

RF System Lab. – der Hersteller – sagte mir bisher gar nichts.

Um so erstaunter war ich, als ein Besuch der US – Homepage offenbarte, dass es sich hierbei um einen Produzenten oder Vertreiber einer ganzen Reihe unterschiedlicher dentaler  und allgemeinmedizinischer Produkte handelte. Die Produktpalette umfasst neben besagten Endoskopen für Mund und Ohr auch UV – Polimerisationslampen, Lupenbrillen und digitale Röntgensensoren.

Den großen Bruder der MIHARU – Visualisierung, gewissermaßen die Spitze dessen, was an Pixelflut und Bildqualität gegenwärtig zumindest hierzulande erhältlich ist,  habe ich am Wochenende auf der 7. Jahrestagung der DG Endo in Stuttgart am Stand von Jadent gesehen.

Allerdings zu einem Preis, der mir den Kauf von 120 MIHARU Intraoral Dental Endoskopen ermöglichen würde. 

Ist es das wert? Die Bildqualität ist auf jeden Fall sehr beeindruckend.

So ausserordentlich gut, dass ich dies sogar im raschen Vorübergehen, vom Flur in einen Workshop -Raum hineinblickend, bemerken konnte.

Ich ging zurück und ich konnte nicht anders, ich musste trotz engen Zeitplans 2,3 Minuten stehen bleiben, weil das, was ich sehen konnte, um Klassen besser als alles andere, was man heutzutage an Videobildern aus dem Dentalmikroskop kommend sieht.

Und so gesehen relativiert sich der scheinbar hohe Preis der High End – Lösung.
Denn diese ist nicht teurer sondern sogar billiger als entspechende Produkte, die bisher auf dem Markt vertreten sind bei deutlich besserer Qualität.

 

 

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Bonsai – LED – erste klinische Fotos

Wie es der Zufall so will.
Gestern die HAMA – LED – Leuchte zum ersten Mal erwähnt, am selben Tag  wurde das Teil im Media – Markt erspäht und heute steht es zum Ausprobieren in der Praxis bereit (Dank an Dr. Andreas Habash für die Beschaffung).

Ich bin ohne große Erwartungen an die Sache herangegangen und war, was die Ergebnisse angeht, ein wenig positiv überrascht. Die Lichtstärke ist erwartungsgemäß geringer als beim Blitz der Sanyo E6, aber nicht so gering, wie ich befürchtet hatte.  Es gibt sogar situationsbedingte Vorteile gegenüber dem Blitz, aber natürlich auch Nachteile.  Darüber zu berichten zum jetzigen Zeitpunkt wäre verfrüht, aber anbei erste Bilder, die mit der Kamera – Blitzkombination Sanyo E6 + HAMA – LED gemacht wurden.  

Bonsai – Ringleuchte

von Hans – Willi Herrmann


Schon sehr beeindruckend, dieser neue Blitz von Metz, über den vor ein paar Tagen an dieser Stelle Dr. Andreas Habash berichtete. 
Leider nur was für  Spiegelreflexkameras.
In den letzten Jahren haben jedoch  immer wieder  auch  digitale Kompaktkameras sich einen Platz in der dentalen Fotografie erobert.
Und wer jetzt verächtlich mit der Nase rümpft, dem sei gesagt, dass es sehr wohl eine Reihe von Vorteilen gegenüber den etablierten SLR´s gibt, die den Einsatz einer solchen „Zwergenknipse“ sinnvoll erscheinen lassen. Ich erinnere nur an die mittlerweile legendäre (weil nicht mehr im Handel erhältliche) Sanyo E6, aber dazu demnächst mehr.
Leider verfügen nur die wenigsten dieser Kameras über die Möglichkeit, einen zusätzlichen Blitz zu nutzen. Das ist schade, denn der eingebaute Blitz ist zumeist schon allein auf Grund seiner Positionierung im Gehäuse nicht in der Lage, dentale Objekte, unabhängig ob in der Mundhöhle gelegen oder ausserhalb, adäquat auszuleuchten. 

Die Firma Hama hat jetzt eine Ring LED -Leuchte für digitale Kompaktkameras auf den Markt gebracht und es stellt sich die Frage, ob diese es wert ist, sie einer genaueren Betrachtung für die Eignung in der Dentalfotografie zu unterziehen.
Keine Ahnung, ob man damit an die Leistungen eines Blitzes heranreichen wird. Vermutlich nicht, denn dafür sind die Voraussetzungen in der Mundhöhle zu ungünstig, aber einen Versuch, es mal im Praxistest herauszufinden,  wäre reizvoll. Denn mit einem Preis von 89 Euro liegt diese Lösung weit unter dem, was bisher angebotene Dentalprodukte an Löchern in den Geldbeutel reissen. 

Die sehr kompakte Ringleuchte (12 LEDs, in zwei Helligkeitsstufen schaltbar,  sorgen für eine konstante und schattenfreie Beleuchtung)  wird mittels eines Schwanenhalses am Stativgewinde der Kompaktkamera befestigt und  bildet so eine Einheit mit dem Kameragehäuse.

 

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Neuer Blitz für die Dentalfotografie

von Andreas Habash

In Zeiten, in welchen bekanntermaßen Preissteigerungen an der Tagesordnung sind und sich hinter einer vordergründigen Preisstabilität oftmals nur unzureichende „abgespeckte“ Versionen ursprünglich ausgereifter Produkte verbergen, gibt es erfreulicherweise auch Firmen, die diesem Trend entgegenwirken und von denen glücklicherweise auch die dentale Fotografie profitiert.

Leider passiert dies allzuoft im Verborgenen. Unbemerkt von vielen Insidern und  engagierten Dentalfotografen stellte die Firma Metz (Zirndorf) auf der Photokina 2008, Ende September in Köln ein solches aus der Masse der Neugeräte herausragendes Ausnahmeprodukt vor: Es handelt sich dabei um den „mecablitz 15 MS-1 digital“. Ein sehr gut durchdachtes Blitzgerät, dass  nicht zuletzt wegen seiner benutzerfreundlichen/komfortablen Bedienung durchaus mehr Beachtung verdient hätte.

Folgende Eigenschaften halte ich nach den ersten eigenen praktischen Einsätzen  gerade im Bereich der Dentalfotografie für besonders bemerkenswert:

  • Drahtlose TTL-Blitzsteuerung, Slave und manueller Blitzbetrieb
  • Auslösung mit in der Kamera integrierten Blitz möglich
  • Auslösung über ein Systemblitzgerät mit Master-Funktion möglich
  • Auslösung über Blitzsynchronkabel möglich
  • USB-Buchse zum Firmwareupdate via Internet
  • Zusätzliches Autofokus-Hilfslicht, welches das Fokussieren unter schwierigen intraoralen Lichtbedingungen deutlich erleichtert
  • Die Reflektoren links und rechts unabhängig voneinander um 10 bzw. 20 Grad schwenkbar
  • Adapterringe für Filterdurchmesser von 52mm, 55mm und 58mm liegen bei (weitere Adapterringe 62, 67, 72 mm sind als Zubehör erhältlich)

Der Blitz ist in einer handlichen Gürteltasche erhältlich, die ebenso im Lieferumfang inbegriffen ist wie eine Bouncerscheibe, Infrarot-Klammer und Adapterringe.

Besonders hervorzuheben ist die Tatsache, dass der als Slave-Blitz konzipierte 15 MS-1 in Verbindung mit einem Master auch TTL fähig ist (Canon E-TTL, Nikon-i-TTL, Olympus/Panasonic FourThirds-System TTL, Pentax/Samsung P-TTL und Sony TTL).
Das gilt auch für die integrierten Kamerablitze, die als Master funktionieren wie nach meinem Wissen zum Beispiel bei

Nikon D90 D300 D700 D200
Fujifilm Finepix S5Pro
Sony Alpha 100 200 300 350 700 900
Olympus SP570UZ E-3 E-420 E-520
Pentax K20D K200D K10D
Samsung GX-20 GX-10

In der Slave Betriebsart beherrscht der 15 MS-1 eine Vorblitzunterdrückung über eine integrierte Lernfunktion.

Der Blitz ist also auf alle auf dem Markt befindlichen Kamerasysteme programmierbar und somit ohne Aufwand mit unterschiedliche Kameras kompatibel.

Die Teillichtleistungen sind von 1/1 bis 1/64 anpassbar und auch ein ungleiches Verhältniss der beiden Reflektoren kann eingestellt werden.

Die ersten Tests unter Praxisbedingungen sind vielversprechend. In der Gallerie finden sie Bilder des Metz 15 MS-1 mit Zubehör und der bereits aufgesetzten Bouncerscheibe, außerdem  ein paar erste „Schnappschüsse“ aus dem klinischen Alltag.

Scharfe Fotos

Woran erkennt man eigentlich ein scharfes Foto ?

Nein, liebe Sexmaniacs, hier geht es nicht um nacktes Fleisch auf Celluloid (oder digitale Speicherkarten) gebannt, es geht um die zahnärztliche Fotografie unter Zuhilfenahme eines Dentalmikroskopes.

Es geht um Wurzelkanäle oder andere winzige Strukturen innerhalb eines Zahnes. Und das Tolle an den seit Anfang der Neunziger Jahre in der Zahnmedizin zur Verfügung stehenden Operationsmikroskopen ist, dass diese Strukturen nicht nur dem Behandler sichtbar gemacht werden können. Mit Hilfe in das Mikroskop integrierter Video- oder Fotokameras kann auch der Patient sich ein sprichwörtliches Bild vom Gegenstand der Behandlung machen.

Allerdings ist auch in der Mikroskopfotografie mit den gleichen prinzipbedingten Widrigkeiten zu kämpfen, die in der normalen Objektfotografie kleiner Gegenstände, der Makrofotografie, vorhanden sind.

Auf Grund der vorhandenen geringen Schärfentiefe und dem durch die Vergrößerung bedingten hohen Lichtbedarfs kommt es in einer Reihe von Fällen zu unscharfen Fotos.

In der künstlerischen Fotografie kann Unschärfe als gezieltes Gestaltungsmittel gewünscht und von Vorteil sein. In der Dentalfotografie ist es das nicht. Hier ist das Ziel, ein knackscharfes Foto zu erzielen.

Wann aber ist ein Bild unscharf ?

Eine scheinbar banale Frage, jedoch offenbart eine genauere Betrachtung, dass es nicht eine, sondern vielmehr zwei Ursachen für unscharfe Bilder gibt.

Zum einen eine optische bedingte Unschärfe.  Entweder ist die Kamera mangels adäquater optischer Abbildungsqualität nicht in der Lage, scharf abzubilden oder das zu fotografierende Objekt befindet sich ausserhalb des Schärfebereich der Kamera.

Zum anderen kommt es zu einer bewegungsbedingten Unschärfe, sofern Kamera und/oder Objekt sich während der Aufnahme bewegen. Dieses Phänomen ist landläufig als „Verwackeln“ bekannt.

Beide Phänomene können auftreten im Rahmen der Fotografie über das Dentalmikroskop, getrennt voneinander oder in Kombination.

Anbei ein paar Fotos zur Verdeutlichung:

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Diese Fotos zeigen ein Objekt im apikalen Drittel eines Wurzelkanals bei hoher Vergrößerung. Ein kleiner Punkt im oberen Bereich des linken Wurzelkanals zeigt an, dass diese Aufnahme trotz schwieriger Aufnahmebedingungen scharf und trotz langer Belichtungsdauer nicht verwackelt ist. Im Bild sichtbare Unschärfen beruhen auf optischen Unzulänglichkeiten der Kamera -Mikroskop – Konstruktion (bzw. auf der starken Kompression und Verkleinerung dieser Aufnahmen, um möglichst kurze Ladezeiten zu gewährleisten).

Auch das nachfolgende Bild erscheint scharf. Wenn man genau hinschaut, sieht man, dass es sich bei den Lichtreflexen nicht um kleine Punkte, sondern um minimale Linien handelt, die von links oben schräg nach rechts unten verlaufen. Dieses Bild ist optimal fokusiert, jedoch minimal verwackelt, auch wenn die Verwacklung noch so gering ist, dass sie tolerierbar erscheint und den positiven Gesamteindruck nicht schmälert.

dscn4118hwherrmann-4118

Bei diesem Bild sind eindeutig linienförmige Lichtreflexe zu erkennen, die alle in die gleiche Richtung zeigen.
Das Bild ist verwackelt.

dscn0004hwherrmann-0004