… bekommt man recht schnell, wenn man zum Beispiel nach Öffnen der Motorhaube in den „Maschinenraum“ moderner Automobile schaut. Da möchte man kein Marder sein. Nirgendwo ein überflüssiger Zwischenraum. Alles vollgepackt mit Kabeln, Leitungen und Aggregaten.
Ähnliches hatte ich erwartet, als ich vor der Aufgabe stand , die Kabel meiner Dokumentationsgeräte (Fotokamera, Fokussiermonitor, Videorekorder) am bzw. im Gehäuse meines ProErgo zu verlegen. Doch weit gefehlt. Unter den Verkleidungen geht es platzmässig recht großzügig zu.
Insgesamt 7 verschiedene Kabel konnte ich mittlerweile weitgehend unsichtbar verlegen. Selbst ein sehr gut abgeschirmtes und somit dickes HDMI-Kabel verläuft jetzt im „Bauch“ meines Mikroskopes.
Die vorhandenen Kunstoffabdeckungen können mit jeder Laborfräse einfach modifiziert werden und ermöglichen so den Austritt der Versorgungskabel aus der Mikroskopverkleidung.
Sieht ordentlich aus und staubt nicht ein. Nur auf der letzten Strecke zur Videokamera am linken Strahlenteilerausgang müssen zwei Kabel offen verlegt werden.
In Wiesbaden zur Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Endodontie (DG Endo) hatte ich Gelegenheit,mich etwas länger mit Herrn von Schauenbrug von der Firma Roeder zu unterhalten.
Die Firma Roeder hat eine großes Sortiment erstklassiger Mundspiegel in ihrer Produktlinie parat.
Im gemeinsamen Gespräch haben wir Lösungsmöglichkeiten gesucht , um den Spiegel besser reproduzierbar am Gegenkiefer, Zahnreihe, Klammerbügel oder auch Kofferdammrahmen positionieren zu können. Dies ist hilfreich in der Fotodokumentation und besonders in der Videodokumentation.
Wichtig erschien dabei:
schnelle reproduzierbare Positionsfindung
individualisierbare Formung der Positionierungshilfe
mechanische Stabilität
unproblematische und einwandfreie Hygienefähigkeit
Das Interesse von Seiten der Firma Röder ist da, jedoch benötigt es noch mehr Input bis zur konkreten Ausführung. Für weitere Anregungen und Ideen bin ich dankbar. Bitte diese einfach in die Kommentare einfügen.
Erste Ideen waren auf der Spiegelrückseite eine kleine Kugel anzubringen, an welcher man mit Kunststoff oder Silicon einen „POSITIONIERER“ modellieren kann.
Am Spiegelschaft könnte solch eine kleine Retention ( Durchmesser ca.2-3mm ) auch zur besseren Positionierung dienen.
über meine persönliche Vorliebe hinsichtlich des kabellosen Arbeitens mit endodotischen Geräten habe ich hier bereits an anderer Stelle berichtet. Umso erfreuter war ich, als ich vor Kurzem bei einer Vortragsreise in Südkorea zwei für mich neue Produkt einer koreanischen Firma entdeckte. Es handelt sich hierbei um die Geräte Alpha und Beta.
Nach den ersten Anwendung fällt unser bisheriges Fazit positiv aus. Entgegen der Erwartungen scheinen die (Akku)-Leistungen (mehr als) auszureichen, die für die warme vertikale Kompaktion benötigten Temperaturen problemlos erzielen zu können, und im Falle der Guttapercha-„Pistole“ auch halten zu können.
Während uns die „Umstellung“ auf den „Hitzeträger“ problemlos gelungen ist, fällt die Anwendung einer Guttapercha-„Pistole“ im Vergleich zu einem motorbetriebenen „Guttapercha-Pen“ (wie beim Beefill; Fa. VDW) nicht nur aus ergonomischen Gründen deutlich schwerer und erlaubt u.a. aus diesem Grund noch kein abschliessendes Fazit.
Hier noch einige technische Daten zu den Geräten:
9 unterschiedliche Hitzeplugger von Grösse 30/04 bis 60/12.
3 verschiedene Guttapercha Applikations-Nadeln der Grössen: 20G, 23G und 25G. Die beiden letztgenannten sind schwenkbar einsetzbar.
Auf dem deutschen Markt werde die Geräte übrigens seit Kürzerem unter dem Namen HotTip & HotShot hier vertrieben.
Unsere Räucherstäbchen-Aktion zum Vertreiben der schlimmsten Gerüchen habe ich ja schon beschrieben. Es ist als „Sofortmassnahme“ nicht schlecht. Aber als Rund-um-die-Uhr Lufterfrischer nicht geeignet. Da aber fast jede Zahnarztpraxis ein wenig nach „Zahnarzt“ riecht, ist es wünschenswert einen angenehmeren, oder neutraleren Duft zu verbreiten. Auf der Suche nach einem besseren Geruch für die Praxis bin auf verschiedene Möglichkeiten gestossen.
Hier die erste:
Ein Raumlufterfrischer mit Duftöl, welches über Rattan-Stäbchen, die oben in den Behälter gesteckt werden, verteilt wird.
Zum Beispiel von Ipuro oder Leonardo.
Vorteile:
– einfach in der Anwendung. Intensität des Duftes wird über die Anzahl der Rattanstäbchen geregelt.
– relativ preiswert
– lässt sich jederzeit auch woanders einsetzen
– wieder verschliessbar (zumindest das bei mir im Gebrauch befindliche Leonardo Blue Elements) sollte man zwischendurch einen anderen Duft favorisieren
Nachteil:
– man muss es im Wartezimmer unzugänglich für (kleine) Patienten aufstellen. Es macht bestimmt unschöne Flecken auf Möbeln und Teppich (von der folgenden „Duftbelästigung“ ganz zu schweigen) wenn die Flasche umgestoßen wird. Ebenso muss ein möglicher Verzehr von vorne herein verhindert werden.
Alle Jahre wieder …, kommt Weihnachten überraschend und ist eine endodontische Behandlung an einem Zahn mit deutlicher Überlänge durchzuführen. Wer nicht über verterinärmedizinische Instrumente verfügt (z.B. Lightspeed- Instrumente mit einer Gesamtlänge von 50 mm) kommt bei Zähnen mit einer Gesamtlänge von mehr als 3o mm rasch in viele unangenehme Situationen, insbesondere dann, wenn es sich um Front- bzw. Eckzähne handelt die aus kosmetischen Gründen nicht einfach gekürzt werden können:
– 31 mm lange Handinstrumente sind zu kurz. Patency wird nicht erreicht.
– die endometrische Bestimmung der Arbeitslänge ist stark erschwert oder unmöglich, da die Feilenklemme nicht angebracht werden kann. Der Metallteil des Handinstrumentes, der aus der Zugangskavität heraus ragt ist so kurz, dass das Ansetzen der Feilenklemme dazu führt, dass das Instrument nach koronal ausgehebelt wird. Reproduzierbare Messungen der Arbeitslänge sind extrem schwierig.
– Spülkanüle ist zu kurz, Ultraschall- bzw. Schallspülansatz ist zu kurz.
Abhilfe könnte theoretisch der manuelle, nicht angetriebene Einsatz von rotierenden Nickeltitaninstrumenten sein. Was aber, wenn zum Erzielen der Patency eine 15/04 einfach ungeeignet, weil zu dick ist? Und der Kanal apikal ausgesprochen eng und verblockt?
Ein Fall von heute nachmittag wartete mit all den oben beschriebenen Problemen auf:
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Zahn 23 mit einer Gesamtlänge von 32,5 mm. Folgendes Vorgehen führte letztlich zum Erfolg:
Zunächst habe ich den zum Arbeitsende zeigenden Anteil des Handgriffs der Handfeilen um ca. 2 mm gekürzt. Das so modifizierte Instrument erreicht eine Länge von genau 32,5 mm. Eine weitere Reduktion ist noch um ca. 1 mm möglich. Darüber hinaus ist der sichere Sitz des Griffrudiments nicht mehr gewährleistet.
Nachdem so die Patency-Länge bestimmt werden und die apikale Verblockung überwunden werden konnte habe ich mittels einer Parodontalsonde den Abstand von meinem Patency-Referenzpunkt zu einem gut einsehbarem und mit einem Permanentschreiber markierten Referenzpunkt auf der palatinalen Seite der Zugangskavität gemessen.
Die gemessene Differenz in mm wurde von der Patency-Länge abgezogen. Auf diese Weise erhielt ich eine Arbeitslänge die in „Reichweite“ meines Instrumentariums lag. Sowohl Aufbereitung als als auch Obturation waren mit den „normalen“ langen RNiTi bzw. den XL-Pluggern von Joe Dovgan möglich.
Lediglich der Heat-Carrier des Element-Obturation-Gerätes bedurfte einer Verlängerungsbehandlung mittels einer Flachzange.
dass es zwischen CHX und NaOCl zu einer Ausfällungsreaktion kommt ist bekannt und mittlerweile in der Literatur auch mehrfach beschrieben. In diesem Zusammenhang hatte ich vor einigen Tagen jedoch eine Situation, die mich mehr als erstaunt hat.
Wir haben bei einer Patientin eine MTA-Perforationsdeckung am Pulpakammerboden durchgeführt. Da wir hierbei in der Regel ein zweizeitiges Vorgehen bevorzugen und MTA für den Abbindeprozess Feuchtigkeit benötigt, plazieren wir aus diesem Grund auf den Zement in feuchtes Wattepellet. Zumeist, wie auch in diesem Fall, verwenden wir CHX zum Befeuchten des Pellets.
Im zweiten Termin, ca. 10 Tage später, zeigte sich klinisch eine vollständige Aushärtung des MTAs. Allerdings mussten wir bei der anschliessenden NaOCl-Spülung der Wurzelkanalsysteme beobachteten, dass sich die oberflächliche Schicht des Zementes rötlich färbte. Scheinbar war die Substantivität des CHX auch etliche Tage nach Applikation noch gegeben und so kam es auch hier zu dieser „Unverträglichkeitsreaktion“, die es zukünftig für uns zu vermeiden gilt…
Blick in Zugangskavität nach Wurzelkanal-Obturation und MTA-Perforationsverschluss mit rötlichem Ausfällungspräzipitat
Über Prothesenreinigung hatten hier wir in der letzen Zeit Beiträge zu den Geräten von Hager und Werken und Schütz Dental.
Noch eine drittes Gerät stand uns zum Test zur Verfügung: Das Sympro der Firma Renfert.
Ganz neu auf dem Markt.
Gutes Produktdesign.
Ist normalerweise für mich ein Plus.
Wirkte aber in diesem Falle nicht.
Denn ein Prothesenreinigungsgerät muss nicht gut aussehen, es muss seine Arbeit machen. Und da es im Labor steht, ist die Aussenwirkung eher gering und daher wünsche ich mir vor allem ein Gerät, das hervorragende Ergebnisse liefert und nicht kaputt geht.
Das Aussehen ist dann nebensächlich oder anders formuliert. Ein schönes Aussehen kann schlechte Ergebnisse oder mangelhafte Haltbarkeit nicht wettmachen.
Aber halten wir dem Sympro einmal zu gute, dass es eben nicht nur gut aussieht, sondern auch gut und ausdauernd funktioniert. Und es weist neben seinem schicken Design noch als Feature einen gegenüber den bisher besprochenen Geräten schrägen Einbau der Spülkammer auf. Dadurch soll sich die Prothese leichter drehen während des Reinigungsvorganges, was die Effektivität erhöhen und die Bearbeitungszeit abkürzen soll.
Dann der erste Patient: Dessen Prothese – eine Herausforderung.
Das Ergebnis (nach vom Hersteller empfohlener Arbeitszeit): „Geht so“.
Also doch das Schütz – Gerät ? Ist das schöne Design des Sympro nur glitzernde Hülle ?
Heute, nach rund 4 Wochen Testbetrieb sieht das anders aus: Die Reinigung der Prothesen fällt zufriedenstellend aus. Und dies ist bitteschön im positiven wortwörtlichen Sinne zu verstehen. Es gibt Verunreinigungen, die das Gerät ( wie alle anderen Geräte auch) nicht entfernen kann.
Alles andere geht ab. Wir lassen die Prothesen in der Regel 45 – 60 Minuten im Gerät, danach sind die Prothesen sauber.
Kommen wir zur Zwischenwertung nach 4 Wochen: Bis jetzt ist alles gut.
Ich hoffe, das bleibt so.
Auf der Jahrestagung der DGEndo 2006 in Dresden habe ich, wie sicher mancher andere auch, gestaunt als Michael Arnold während der Livebehandlung sein Vorgehen beim initialen Aufbereiten von engen und zum Teil obliterierten Kanälen demonstrierte. Das sofortige Verwenden rotierender NiTi-Instrumente ohne vorher einen Gleitpfad mit Handinstrumenten zu erarbeiten erschien mir unvorstellbar kühn.
Durch die Abfolge bestimmter Instrumente mit unterschiedlichem Durchmesser und unterschiedlicher Konizität gelingt es, nach Darstellung des Eingangs selbst sehr enger Kanäle diese erheblich schneller und mit meines Erachtens geringerer Veränderung des Originalverlaufs aufzubereiten, als mir dies mit Handinstrumenten möglich ist.
Mittlerweile ist dieses Vorgehen fester Bestandteil meines Aufbereitungskonzepts geworden. Nach der Kanaldarstellung mittels Munce-Rosenbohrern oder Ultraschallinstrumenten setze ich eine ProFile 15/04 vollrotierend ein. Die Instrumentenspitze wird bei mit Spülflüssigkeit gefluteter Zugangskavität mit leichtem Druck auf den Kanaleingang aufgesetzt und dann „pickend/tupfend“ nach apikal bewegt. Die aktive Schneidephase beträgt ca. 1 Sekunde. Danach wird das Instrument wieder etwas zurückgezogen und erneut für ungefähr eine Sekunde eingesetzt. Die ständige visuelle Kontrolle des Instruments während der Einsatzphase und die Inspektion der Instrumentenspitze im Mikroskop ist von großer Wichtigkeit um Deformationen rechtzeitig zu erkennen und das Instrument gegebenenfalls zu verwerfen.
Nach dem Erarbeiten der ersten 2-3 mm kommt bei mir eine ProFile 20/04 und wenn diese die Arbeitslänge der 15/04 erreicht hat, eine ProFile 15/06 zum Einsatz. Anschliessend beginnt diese Sequenz mit Einsatz der 15/04 erneut. Das wiederholte Einsetzen der Abfolge 15/04, 20/04 und 15/06 ermöglicht ein allmähliches Vordringen bis ins apikale Drittel. Die Instrumente schneiden jedes Mal nur in einem Bereich von 2-3 mm und arbeiten nie auf voller Länge. Doch dieses Vorgehen ist nicht ohne Risiko. Zu großer Druck, zu langes Verharren (mehr als eine Sekunde) oder das aktive Schneiden auf zu großer Länge können sehr schnell zu Instrumentenfrakturen führen.
Anbei ein Beispiel von dieser Woche. Der zwischen MB und ML gelegene und bei der alio loco durchgeführten Wurzelkanalbehandlung nicht aufbereitetete Kanal war mit oben beschriebenen Verfahren in ungefähr 4 Minuten patent.
Bei der Revision der bereits obturierten mesialen Kanalsysteme kam es beim Entfernen mit der oben beschriebenen Arbeitsweise zu 2 Frakturen an der Spitze von 2 fabrikneuen ProFile 15/06.
Ein klassisches Beispiel für eine Torsionsfraktur. Die Spitze des Instruments wird fixiert und es kommt nach einem Aufdrehen zu einer Fraktur im weiter koronal gelegene Teil. Die Drehmomentkontrolle versagt an dieser Stelle, da die Drehmomente für das Arbeiten des jeweils dicksten Instrumentenanteils ausgelegt sind.
Bevor diese Technik am Patienten zum Einsatz kommt empfehle ich daher, das Vorgehen an extrahierten Zähnen einzuüben. Der maschinell erstellte Gleitpfad hält nämlich nicht nur Chancen bereit, sondern birgt bei nicht korrekter Vorgehensweise auch erhebliche Risiken.
Im Sommer gab es hier auf Wurzelspitze einen Bericht des Kollegen Wecker in dem ein Stiftentfernungs-System (Thomas-System) vorgestellt wurde. Bezogen hatte er das gesamte Kit über ein niederländisches Dentaldepot, Hofmeester Dental B.V. in Amsterdam. Die Kaufempfehlung und die dazugehörige Bezugsquelle stammte von Marga Ree, einer in meinen Augen weltweit herausragenden praktisch tätigen Endodontologin.
Meine eigene Bestellung lief damals vollkommen problemlos ab. Innerhalb einer Woche war das ersehnte Päckchen in meiner Praxis, die Rechnung konnte per Banküberweisung beglichen werden. Der Gesamtpreis lag deutlich unter dem, der für das bauartgleiche Ruddle-System hier in Deutschland aufgerufen wurde.
Durch häufigen Einsatz verloren die stirnfräsenden Trepanbohrer der Größe 3 und 4 mittlerweile zunehmend an Schneidfreudigkeit. Drei massive Si-Pal-Stifte gaben ihnen vor 4 Wochen den Rest.
Also kurz ins Internet und die Telefonnummer des Depots ausfindig gemacht. 6 Minuten später war alles erledigt. Der kompetente Mitarbeiter nahm meine Bestellung auf und fragte noch gleich nach, ob denn bereits ein konkreter Patiententermin bestünde. Da das komplette Nachrüst-Set mit allen Trepanbohrern, das ich bestellen wollte, nicht sofort verfügbar war, bot er mir an aus einem Originalset die von mir am dringendsten benötigten Trepanbohrer der Größe 3 und 4 noch am gleichen Tag zu versenden, damit „mein“ Set wieder voll einsatzfähig wäre. 3 Tage später waren die Ersatzteile da.
Von den Garrison 3-D Matritzen wurde hier schon berichtet. Auch über die Möglichkeit, weit offene Approximalräume wieder ordentlich mit Komposit zu versorgen. Inclusive strammem Kontakt.
Wie aber schon früher beschrieben ist die Verbindung von hartem Kunststoff zum weichen Material an den Arbeitsenden dem Praxisalltag nur bedingt gewachsen. Schon nach wenigen Sterilisationsvorgängen löste sich die Verbindung der beiden Kunststoffe schleichend, was durch weitere Aufenthalte im Autoklaven zum Totalverlust der Verbindung führte. Leider.
Man kann die Spannringe zwar noch einsetzen, aber der Approximalraum wird nicht mehr sauber gestaltet und für einen strammen Kontakt muss man ein wenig tricksen.
Schade eigentlich.
Auch ich habe mir seit geraumer Zeit Gedanken gemacht,was die Kreuzkontaminationsproblematik im Hinblick auf das Arbeitsgerät „Dentalmikroskop“ angeht. Vom Hersteller gibt es entweder keine Angebote oder aber (wie beim Pentero) Vorschläge, die bei Preisen von 15 Euro für eine Schutzhülle nicht durchführbar sind.
Letzter Stand unserer Bemühungen vor der jetzigen Lösung: Melitta – Transparent – Folie. Funktioniert, geht von der Aussenwirkung aber höchstens als künstlerisch wertvoll durch und dauert annähernd so lange wie Christo für den Reichstag gebraucht hat. Votum: „Nur solange wir nichts Besseres haben“ und „Wir suchen weiter“.
Fingerlinge ? Zu klein.
Die Idee mit den Kondomen ist gut, wir haben uns trotzdem für eine andere Variante entschieden. Zum einen, weil, als wir es damals ausprobierten, unser Kondom – Testmodell zwar funktionierte, aber seine Herkunft nicht so geschickt leugnen konnte, wie es bei Oscar von Stettens Vorschlag der Fall ist. Um ehrlich zu sein, war bei unserer Version die Hülle auf den ersten Blick als zweckentfremdet zu erkennen.
Ging gar nicht.
Der zweite Grund, noch wichtiger. Wir wechseln nach jedem Patient die Hülle. Und drittens. Die Lösung sollte sowohl mit dem Pro Magis als auch mit dem Pro Ergo funktionieren.
Unsere Lösung: Protektionshüllen der Bluephase – Lampe. Über die Griffe gezogen, soweit die Hüllenform dies gestattet. Überstand mit der Schere abgekürzt. Fertig.
Am Dienstag musste ich für einen Tageskurs (zusammen mit David Sonntag) nach Frankfurt.
Auf dem Hinweg habe ich 2 Stunden gebraucht.
Um Punkt Sieben aus dem Haus, um 8:58 Uhr kam ich an bei der LZK Hessen.
Eine Strecke, die ich normalerweise in der Hälfte der Zeit bewältige.
Ich stand 3 mal im Stau.
Nach jeweils 8,20 und 35 Minuten Fahrt. Zuletzt mehr als eine halbe Stunde.
Es wird viel gejammert über die Nachteile der Selbstständigkeit. Und mag sein, dass einiges dran ist an dem, was kritisiert wird.
Aber Tage wie gestern zeigen. Im Gegensatz zu vermutlich 99 % der Berufstätigen haben Selbstständige viel viel mehr als alle Anderen die Wahl.
Zum Beispiel die Wahl, die Möglichkeit, ihren Arbeitsplatz und ihr privates Umfeld miteinander zu kombinieren.
Wer will, kann seine Praxis ins eigene Haus verlegen. Oder in den Pfälzerwald, nach Malle oder Dubai.
Das können offensichtlich die Leute, die sich morgen für morgen ins Rhein Main – Gebiet quälen, nicht.
Vielleicht gewöhnt man sich dran, aber mal ehrlich,schön ist anders.
Die Baustelle am Mainzer Ring wird noch bis Ende 2010 vorhanden sein.
Und die Baustelle auf der Schiersteiner Brücke (die einzige Alternative) vermutlich auch fast so lange.
Hohes Frustrationspotential für die Armen , die tagtäglich sich in ihren Blechkolonnen Richtung Mainhattan quälen.
Was bleibt hängen ?
Heute morgen bin ich fröhlich zur Arbeit gefahren. Denn die paar Kilometer im Auto, hab ich mir gesagt, sitz ich doch auf einer Backe ab.
Robert Enke, Torwart von Fussball-Bundesligist Hannover 96 und erster Anwärter auf den Posten des Nationaltorhüters der kommenden Fussballweltmeisterschaft 2010 ist am 10.11. 2009 gestorben. Bewahrheiten sich die aktuellen Pressemitteilungen, dann hat Robert Enke für sich den Freitod gewählt.
Diese Meldung ist bestimmt nicht nur für mich unfassbar. Ein ähnliches Schicksal eines aktiven Sportlers hat es im deutschen Sport meines Wissens nach bis dato nicht gegeben.
Mein besonders Mitgefühl gilt seiner Frau, die nach dem Verlust der gemeinsamen Tochter vor einigen Jahren nun den Tod Ihres Ehemannes hinnehmen muss.
Ich wünsche Frau Enke, der Familie und den Hinterbliebenen insbesondere in den nächsten Wochen und Monaten viel Kraft den Verlust Ihrer geliebten Person Robert Enke zu realisieren und ansatzweise zu verarbeiten. Auch wenn dies unmöglich erscheint.
diesePatientin stellte sich erstmals im Sommer 2004 mit Beschwerden an Zahn 36 bei einer Zahnärztin vor. Nach einigen klinischen Untersuchungen und dem Anfertigen einer Röntgenaufnahme wurde der Patientin mitgeteilt, dass der Zahn aufgrund der ausgeprägten apikalen Parodontitis nicht erhaltungsfähig sei. Daher erfolgte die Überweisung zu einem Oralchirurgen mit der Bitte um Entfernung des Zahnes.
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Entgegen des ursprünglichen Therapievorschlages liess die Patientin über 3 Jahre verstreichen, bevor sie sich im Herbst 2007 bei uns vorzustellen. Zu diesem Zeitpunkt imponierte klinisch eine bukkale Fistel; radiologisch musste eine sehr deutliche Progredienz der apikalen Parodontitis diagnostiziert werden.
Obwohl eine deutliche Verschlechterung der Situation seit 2004 offensichtlich war, sahen wir trotzdem eine berechtigte Möglichkeit, den Zahn durch eine Wurzelkanalbehandlung erhalten zu können. Diese wurde in anschliessenden Terminen durchgeführt, bei denen der Zahn chemo-mechanisch gereinigt wurde. Nach einer mehrmonatigen medikamentösen Einlage mit Ca(OH)2 erfolgte anschliessend die Wurzelkanalfüllung und der adhäsive Verschluss der Zugangskavität.
Bereits ein Jahr nach Therapiebeginn zeigte sich bei der Nachkontrolle im Herbst 2008 eine deutliche Heilungstendenz, woraufhin die Patienten einer prothetischen Neuversorgung des Zahnes zustimmte.
Auch bei der weiteren Nachkontrolle 2009 scheint die gewählte Therapie erfolgsversprechend zu sein. Bei absoluter klinischer Beschwerdefreiheit zeigt sich radiologisch (trotz geringfügigem Sealer Puff) eine fast vollständige Remission der apikalen Aufhellung.
Als kleiner „Nebenbefund“ (s.h. Pfeil) sieht man besonders in dieser exzentrischen Kontrollaufnahme, dass es während der Präparation des Wurzelkanalsystems zu einer ungewollten Stufenbildung gekommen ist. Durch den Einsatz eines vorgebogenen Nickel-Titan-Instrumentes im manuellen Einsatz gelang es damals, die Stufe soweit zu nivellieren, dass eine weitere maschinelle Präparation der Apikalregion möglich wurde. Aber mehr zu dieser Vorgehensweise in einem späteren Beitrag… ;-)
Jetzt gilt es erst einmal sich über das bisherige Therapieergebnis zu freuen…
Seit etwa 2 Monaten taucht allerdings nun zunehmend das Phänomen auf, daß die Akkuleistung auch nach Volladung nicht mehr ausreicht, über den gesamten Arbeitstag hinweg ausreichend Licht zur Verfügung zu stellen. Nach der Mittagspause wird es gegen Abend hin zunehmend dunkler.
Sieht so aus, als dass ich um den Kauf eines neuen Akkus nicht umhinkomme, denn ohne dieses Lupenlicht geht gar nichts mehr.
Überhaupt finde ich es interessant, zu sehen, was heute alles als Statements publiziert werden darf. Nein, ich korrigiere mich, ich finde das ausgesprochen traurig. Ich kenne noch die Zeiten, in denen die Zahnärztekammern akribisch über die Größe von Praxisschildern wachten. Seit der Zahnarzt Dr. Michael Vorbeck für seine 1996 in Netz gestellte „virtuelle Zahnarztpraxis“ von der Zahnärztekammer abgemahnt wurde und er vor Gericht zog, hat sich die Internet – Landschaft (und darüber hinaus die gesamte Werbelandschaft) grundlegend geändert.
Ich finde dies eine ätzende Entwicklung. Heute darf offensichtlich Jeder (fast) Alles erzählen.
Über Kommentare zum Thema und den Beiträgen würde ich mich freuen.
Zum Schluß noch mal eine reinrassige Werbung, nicht über Zahnmedizin, sondern mit Zahnmedizin als Medium.
Wie schreibt ein Zuschauer in den Youtube – Kommentaren: „Disgusting“. Er hat recht !
Der Einblick in die apikalen Kanalabschnitte unterer Molaren gestaltet sich aus unterschiedlichen Gründen oftmals schwierig: eine reduzierte Mundöffnung, die Lingual- bzw. Mesialkippung des zu behandelnden Zahns oder eine Krümmung im apikalen Kanaldrittel erschweren nicht nur die visuelle Inspektion sondern auch das kontrollierte Arbeiten mit Hand- oder Ultraschallinstrumenten unter Sicht.
Häufig muss aufgrund eingeschränkter Platzverhältnisse auf sehr kleine Spiegel zurück gegriffen werden. Nur eine lagestabile Positionierung des Spiegels erlaubt ein kontrolliertes Arbeiten in der Tiefe des Kanals. Kann der Spiegel nicht ruhig gehalten werden, gerät die Instrumentenspitze aus dem Fokus. Gerade die kleinen Spiegel neigen jedoch dazu nach dem „Anlegen“ von der Auflagefläche wegzurutschen.
Abhilfe schafft hier ein einfacher Trick:
1. Der Spiegel wird so platziert, dass der zu bearbeitende Kanalabschnitt scharf dargestellt ist.
2. Das einzusetzende Instrument wird so in den Kanal eingebracht, dass die geplante Bewegung unter Sicht im Spiegel nachverfolgt werden kann. 3. Nach erneuter Überprüfung der Spiegelposition wird unter und hinter dem Spiegel eine kleine Menge Opaldam aufgebracht und lichtgehärtet.
4. So entsteht eine stabile Spiegelauflage die ein reproduzierbares Einsetzen ermöglicht.
Das zeitaufwändige und mitunter nervige Korrigieren der Spiegelposition gehört der Vergangenheit an.
In den vergangenen Wochen wurde an dieser Stelle bereits über erste Erfahrungen in der Videodokumentation mit FullHD-Camcordern berichtet.
Trotz aller Freude über die schönen Videosequenzen muss ich aber feststellen, dass der benötigte Bearbeitungsaufwand angefangen vom Herunterladen in FullHD-Qualität bis zum fertigen Videoclip trotz der guten Software iMovie09 erheblich ist.
Nutzt man die zur Verfügung stehenden Tools auch nur ansatzweise aus (Bildausschnitt so platzieren, dass die Übergänge ruckelfrei erscheinen, Bearbeiten der Tonspur, Anlegen von Hintergrundmusik, das Herausfiltern der aussagekräftigsten Videosequenzen) dann ist für einen Clip von ca. 4 Minuten Länge mit einer Gesamtbearbeitungsdauer von mindestens 90 – 120 Minuten zu rechnen.
Daher wird in meinen Augen die Fotodokumentation weiterhin ihre Berechtigung haben. Das Einbinden der klinischen Bilder in die Überweiserschreiben oder eine zeitnahe Nachbesprechung der erfolgten Behandlung mit dem Patienten ist problemloser in den Praxisablauf zu integrieren.
Für die zahnärtzliche Fortbildung eröffnet sich jedoch mit dem Medium FullHD-Video eine große neue Welt.
Anstatt ein klinisches Bild wortreich zu erläutern (wie z.B. das Einbringen von MTA auf der Pluggerspitze, das Verdichten mittel steriler Papierspitzen) vermittelt ein Video die zu transportierende Botschaft besser und eleganter. Zudem besteht die Möglichkeit für den Referenten bei vorhandener Internetanbindung auf einen großen Pool von Videos zuzugreifen, ohne dass dafür nennenswerter Speicherplatz benötigt wird. YouTube und ähnliche Plattformen machen es möglich.
Ich bin überzeugt davon, dass dies erst die Spitze des Eisbergs ist, die wir sehen und das Videodokumentation in einigen Jahren einen festen Platz in vielen Praxen haben wird.
Erinnern Sie sich noch an den ersten Teil dieses Artikels?
Obwohl wir üblicherweise mit konventionellen MTA ( z.B. ProRoot oder MTA Angelus) arbeiten, kamen wir heute unverhofft in die Situation, den beschriebenen „Schweizer“ Portland-Zement klinisch einzusetzen.
Warum?
Weil es der eindringliche Wunsch der Patientin, einer Zahnarzt-Kollegin, war.
Allgemein war die Revision des vor einigen Jahren wurzelkanalbehandelten und anschliessend resizierten Zahnes 21 geplant. Unter anderem, um eine mögliche (gravierende) Extrusion des später einzubringenden Wurzelkanalfüllmaterials zu vermeiden war angedacht, den Neoapex mit MTA zu verschliessen. Allerdings befürchtete die Kollegin eine mögliche Verfärbung ihres Zahnes durch das Portlandzement-Derivat.
Nach Erörterung der Situation haben wir dem Wunsch der Patientin entsprochen und den von ihr mitgebrachten medizinische Portlandzement verwendet. Da dieses Material laut Vertreiber auf den Zusatz von Bismuthtrioxid verzichtet, soll es „wenig verfärbende“ Eigenschaften aufweisen.
Während wir in der klinischen Anwendung keine gravierenden Unterschiede zu bisher verwendeten Materialien ausmachen konnten, stellt sich die Situation bei den Betrachtung des röntgenlogischen Ergebnisses der Behandlung anders dar:
Nach meinem Empfinden liegt der Röntgenkontrast nicht, wie angegeben, über dem von Dentin, und erschwert so eine eindeutige Identifizierung und Beurteilung. Aus diesem Grund wird die Verwendung dieses Produktes zur MTA-Apexifikation bei uns die Ausnahme bleiben.
Seit ein paar Tagen gibt es die Möglichkeit, ein schnelles Feedback abzugeben zu den WURZELSPITZE – Blogbeiträgen.
1 -5 Sterne können vergeben werden (siehe Beispielbild).
Schneller und einfacher kann niemand seine Meinung kundtun.
Bitte nicht wundern, wenn keine Bewertungszeile zu sehen ist.
Die „Sterne“ tauchen auf der Startseite nicht auf. Wer abstimmen will, muss den Artikel via Überschrift direkt aufrufen.
Der Patient stellte sich in unserer Sprechstunde mit dem Wunsch des Zahnerhaltes vor.
Die Anamnese ergab ein traumatisches Ereigniss als Ursache für die Wurzelbehandlung, der sich eine Wurzelspitzenresektion anschloss. Der Zahn war lange vollkommen beschwerdefrei.
In der Umschlagfalte war jetzt eine Fistelbildung erkennbar und der Zahn zeigte eine Schmerzreaktion auf Perkussion horizontal und Palpation apikal bukkal.
Pathologische Sondierungstiefen und Lockerungsgrade waren nicht messbar.
Im Röntgenbild imponiert eine P. apicalis nach Wurzelspitzeresektion. Der Erhalt erschien nach „chirurgischer Vorbehandlung“ fast hoffnungslos.
Nach Aufklärung, Diagnostik, klinischer Inspektion und Kronenentfernung erfolgte die Revision unter Kofferdam und mikroskopischer Kontrolle.
Der Entfernung der Guttapercha schloss sich eine ausgiebige Desinfektion an. Die Kanalwände wurden sonoabrasiv unter Kontrolle mit dem Dentalmikroskop gereinigt.
Einlage CaOH
Danach erfolgte die Applikation von Calciumhydroxid für 14 Tage.
Der Patient berichtete, daß die Fistel sich nach 2-3 Tagen verschlossen hatte und die leichte Schwellung vollkommen verschwunden war. Nach 2 Wochen war keine apikale Druckdolenz palpierbar und kein Perkussionsschmerz auslösbar.
In der nächsten Sitzung wurde das CaOH entfernt und wiederholt der Kanal mit Natriumhypochlorid unter Ultraschsalleinsatz desinfiziert.
Die große apikale Läsion erforderte das Anlegen eines Widerlagers um größere Überstopfungen von Wurzelfüllmaterial zu vermeiden. Das Widerlager erfolgte durch Einbringung eines Kollagenvlies.
Gegen dieses Kollagenwiderlager wurde anschließend ProRoot MTA (Dentsply) geschichtet. Die erste Schichten wurden röntgenologisch kontrolliert und anschließend auf die Länge von 4 mm aufgefüllt und mit Ultraschall verdichtet.
Das MTA wurde mit einer Schicht Glasionomerzement abgedeckt und danach der Zahn adhäsiv unter Verwendung eines Glasfaserstiftes ( DT Light Post – VDW ) schichtweise aufgebaut.
In den letzten Tagen bekamen wir eine telefonische Anfrage, ob wir extrahierte Zähne mit Amalgamfüllungen in der Praxis hätten.
Haben wir. Sobald ein Molar der Parodontitis zu Opfer fällt, wird er desinfiziert und aufgehoben. Man braucht sie eben hin und wieder um neue Feilensysteme zu testen oder ähnliches.
Die Firma Grimm Aerosol Technik – die eigentlich spezialisiert ist auf Feinstaubmessung – war auf der Suche nach Möglichkeiten um Quecksilberbelastung zu testen. Eine Zahnarztpraxis bietet sich hier natürlich an.
Am nächsten Tag kam ein Techniker der Firma mit einem Messgerät, welches die Quecksilberkonzentration der Luft messen kann.
Der erste Test war ein kleiner Plastikbeutel 4×6 cm mit 2 Zähnen darin. Einer davon hatte eine sehr große Amalgam-Füllung.
Wert: 0,14 mg/cbm
Nach kurzem Reiben der Zähne aneinander stieg der Wert auf 0,688 mg/cbm. Nach ca. 15 min war der Wert wieder auf auf 0,140 gefallen.
2. Test: Raumluft eines Behandlungszimmers, wo vor ca. 15 min eine Amalgamfüllung ausgebohrt wurde.
Wert: 0,006 mg/cbm, eine weitere Messung nach 5 min ergab noch einen Wert von 0,003.
3. Test: Die Schublade wo der Duomat Amalgamanmischer bis vor 5 Jahren ca.20 Jahre seinen Dienst verrichtete.
Klappe auf, Messschlauch eingeführt, Klappe zu.
Ergebnis: 0,01 mg/cbm
Wohlgemerkt: Seit 3 Jahren wird in dieser Praxis kein Amalgam mehr gelegt, und der Duomat ist seit mindestens 5 Jahren nicht mehr in der Praxis.
Wenn ich mir die Werte so ansehe, bin ich nicht sonderlich beruhigt. Zumal der Quecksilberdampf sich sehr schnell verflüchtigt, wie auch der Techniker bestätigte.
Die Spitzenwerte beim Entfernen einer Füllung wären durchaus noch interessant, und zwar da gemessen, wo der Behandler und die Helferin die Luft zum Atmen „absaugen“.
mit dem Beginn meiner rein endodontisch-ausgerichteten Praxistätigkeit vor gut einem Jahr habe ich einige Dinge in meinem Behandlungsablauf verändert.
Als wohl bis dato beste Neuerung hat sich für uns die Anwendung des akkubetriebenen Endo-Winkelstücks „Entran“ der Firma W&H erwiesen. Genauer gesagt zweier dieser Winkelstücke. Endlich ist es uns ohne lästigen Fussanlasser und „Kabelsalat“ erlaubt, eine möglichst ergonomische Wurzelkanal-Präparation durchzuführen.
Nähere Informationen zu dem Winkelstück finden sich auf der Firmen-Homepage.
Als besonders positiv möchte ich einige Punkte hervorheben:
keine Wartung & Reparatur in der bisherigen Nutzungsphase
subjektiv empfundene sehr gleichmässige Laufleistung und „Durchzugskraft“
sehr gute Akku-Leistung
auch nach einjähriger Anwendungszeit keine (bzw. kaum) Abnutzungserscheinungen an den Winkelstücken
Eine zusätzliche Ausstattung des Entran, die z.B. andere bzw. höhere Umdrehungszahlen erlauben würde, vermisse ich im klinischen Alltag (quasi) nicht, da die überwiegende Mehrzahl der Kanal-Präparationen mit der gegebenen Umdrehungszahl bewältigt werden. Einzig ein akustisches, anstelle eines rein optischen „Warnsignals“ beim Erreichen des eingestellte Drehmoments würde ich mir für zukünftige Weiterentwicklungen wünschen.
Unser persönliches Fazit steht daher fest. Der Entran ist ein „must buy“ und für uns ein unverzichtbares Gadget im täglichen endodontischen „Alltag“.
In einer Kurstadt wie Bad Reichenhall sind Kinder seltener zu behandeln, als Menschen im fortgeschrittenen Alter. So kommt es auch, dass in unserer Praxis mehr Teleskoparbeiten als Fissurenversiegelungen anfallen. Die Teleskope passen eigentlich immer ganz gut, nur hin und wieder gehen etwas zu streng. Zum Erweitern der Sekundärteleskope funktioniert die Jelenko-Polierpaste ganz gut. Probleme macht eigentlich nur hin und wieder das Säubern der Innenseite. Abhilfe gab’s für mich im Drogeriemarkt:
Watte-Stäbchen.
Genau die zum Reinigen der Ohren. Das Stäbchen hat ziemlich genau den Durchmesser von 2,35 mm für das Technik-Handstück. In der Mitte auseinander geschnitten, eingspannt in das Handstück und eingetaucht in Alkohol oder ein anderes Lösungsmittel lassen sich die Teleskope wunderbar von innen reinigen. Und noch dazu preiswert.
Diese Woche hatte ich die Ehre eine Wurzelkanalbehandlung an einem oberen ersten Molaren durchführen zu dürfen. Der Patient war einer meiner Überweiserkollegen.
Neben der Länge der schmerzfreien Behandlung war für den Kollegen am beeindruckensten, daß dieser obere Molare 4 Kanäle hat.
Für mich war das nicht ungewöhnlich. In meinen endodontischen Behandlungen gab es seit Einsatz des Mikroskopes 2 obere Sechsjahresmolare, in welchen ich nur einen mesiobukkalen Kanal gefunden habe.
Vorher gab konnte ich nur im absoluten Einzelfall mal einen mesiobukkalen zweiten Kanal erkennen. Nun interessierte mich, wann wurde erstmals das Vorkommen von mehr als 3 Kanälen beschrieben. Dabei konnte ich in Schuhmachers Anatomie der Zähne lesen, daß der obere erste Molar dreikanalig ist. Witzigerweise waren darüber Bilder von einem 4 kanaligen 6ern, darunter stand ( nach O.Keller 1928) . In Pubmed kam ich dann zu weiteren Ergebnissen.
In der oft zitierten Studie von Hess * 1917 ist zu lesen, daß Preiswerk 1908 und Fischer 1907 bereits eine Differenzierung des mesiobukkalen Kanals vornamen. 1913 beschrieb Hans Moral** den mesiobukkalen zweiten Kanal und die verschiedensten anatomischen Kanaleingänge.
1969 hat Weine***, die bis heute aktuelle Klassifizierung vorgenommen.
Typ I: ein Kanal, ein Foramen
Typ II: zwei Kanäle, die sich vor dem Apex vereinigen und ein gemeinsames Foramen haben
Typ III: zwei Kanäle, zwei getrennte Foramina
Typ IV: ein Kanal, der sich vor dem Apex in zwei Kanäle verzweigt (1984)
Vertucci**** hat noch weitere Formen hinzugefügt und Kulid und Peters***** haben 1990 die apikalen Verläufe in ihre Klassifikation mit einbezogen.
Nun noch die Behandlunsgdokumentation dieses Eingangs beschriebenen Falls. Dabei handelt es sich um eine Weineklassifikation Typ II und nach Kulid und Peters um den Typ 2C, welcher in dieser Studie mit einer Häufigkeit von 2,4% innerhalb der Klasse 2 angegeben wird. Die Klasse 2 wird mit einer Häufigkeit von 49,4% beschrieben.
* Hess, W., Zur Anatomie der Wurzelkanäle des menschlichen Gebisses mit Berücksichtigung der feineren Verzweigung. Schweizerische Vierteljahresschrift für Zahnheilkunde, 1917; 27; 1-53
** Moral, H., Über das Vorkommen eines vierten Kanales im oberen Molaren. Österr.-Ung. V.f.Z. 1915 H.3
*** Weine FS, Healey HJ, Gerstein H, Evanson L., Canal configuration in the mesiobuccal root of the maxillary first molar and its endodontic significance, Oral Surg Oral Med Oral Pathol. 1969 Sep;28(3):419-25
**** Vertucci FJ.,Root canal anatomy of the human permanent teeth. Oral Surg Oral Med Oral Pathol. 1984 Nov;58(5):589-99
***** Kulild J C, Peters D D., Incidence and Configuration of Canal Systems in the Mesiobuccal Root of Maxillary First and Second Molars.,Journal of Endodontics July 1990 (Vol. 16, Issue 7, Pages 311-17
Dank des Adapters von Jörg Schröder bin ich seit sehr kurzem auch in der Lage meine ersten Erfahrungen mit einer HD Kamera am Mikroskop zu machen…
Obwohl noch (viel) Luft nach oben ist, bin ich mit den ersten „Gehversuchen“ zufrieden. Insbesondere, weil ich eigentlich ein echter Foto-„Dummy“ bin.
Bei der von mir verwendeten Kamera handelt es sich um eine Canon Legria HF 20, die mir für erste Tests freundlicherweise von meinem Kollegen Christian Diegritz ausgeliehen wurde. Als Vorteilhaft erweist es sich, dass diese ohne einen weiteren Zwischenring auf den Adapter geschraubt werden kann und so bei vollen Zoom (bis 15x möglich) keine Vignettierung auftritt. Ferner imponiert mit die Tiefenschärfe, die mit diesem Gerät erreichbar ist.
Aus Zeitgründen habe ich die Aufnahmen bisher nur im Autofokus-Modus erstellt, was einige Probleme mit sich bringt. In nächster Zeit gilt es daher für mich Erfahrungen mit der manuellen Fokus-Einstellung zu sammeln. Selbiges gilt für die Foto-Funktion der Canon.
Insgesamt steht mein Fazit aber schon fest. Innerhalb der nächsten Wochen werde ich mir eine HD Kamera anschaffen und in den Praxisalltag integrieren. Die Investitionsumfang ist überschaubar, der Nutzen hingegen gewaltig.
Neulich war es wieder soweit. Ich ging von einem Behandlungszimmer auf den Gang und…
…ich habe schon gerochen wer gerade die Praxis betreten hat. Wahrscheinlich bin ich nicht der einzige Zahnarzt, der Patienten mit (tw. seeeehr aufdringlichem) Körpergeruch hat. Bei uns werden diese Patienten normalerweise schnell ins Behandlungszimmer verfrachtet – damit die Patienten im Wartezimmer nicht allzusehr belastet werden – und bei offenem Fenster behandelt. Alle sind froh wenn diese, Gottseidank wenigen Patienten, die Praxis wieder verlassen haben. Mit großzügigem Lüften ist meist in 15 min der größte Mief draussen. Das klassische Flieder-Raumspray sorgt auch nicht schneller für Wohlgeruch.
Bei dem letzten „schweren Fall“ habe ich an die Räucherstäbchen gedacht, die schon länger in der Praxis liegen: Innerhalb von 10 min war die gesamte Praxis von üblen Gerüchen befreit.
Wenn Sie das nächste mal an einem Laden vorbeikommen, wo Räucherstäbchen angeboten werden (gibt es auch in Einrichtungshäusern als Raumparfum, z.B. Interio, oder bei Amazon), gehen Sie ruhig rein. Es gibt Unmengen von verschiedenen Düften, es ist bestimmt einer dabei, der Ihnen gefällt und zur Praxis passt. Lassen Sie sich beraten, es gibt bestimmt auch Düfte die „angstlösend“ sein sollen. Schaden kann es nicht. Und vielleicht gefällt es auch den Patienten, wenn es nicht immer penetrant „nach Zahnarzt“ riecht in der Praxis.
Aller Anfang ist schwer. Weiss man, vergisst man aber auch gerne immer wieder.
So ging es mir bei der „Einführung“ der Videodokumentation meiner endodontischen Behandlungen in den täglichen Praxisablauf. Ungewohnte Bedienungsabläufe, neue Kamera und ein nicht zu unterschätzender Archivierungsaufwand. Diese Stressfaktoren führen anfangs dazu, dass die noch nicht verinnerlichten Abläufe einfach ausgelassen werden und „nur“ fotografiert wird. Es gilt einmal mehr den inneren Schweinehund zu überwinden.
Doch auch hier wird Hartnäckigkeit belohnt. Bereits die ersten Versuche zeigen, dass mit wenigen simplen Massnahmen ein deutlich verbessertes Endprodukt entsteht: Der Ausschnitt ist besser zentriert, der Spiegel wird ruhiger gehalten, das Bild ist besser fokussiert. Und durch entsprechendes Arrangieren der einzelnen Filmsequenzen , hier in iMovie 09, nimmt sowohl der Informationsgehalt als auch die Betrachtungsqualität zu.
Zu sehen auf YouTube. Zahn 27 mit ungewöhnlicher Anatomie (2-in 1-in 4) und einem Instrumentenfragment.
Ich wollte vorgestern die (zahnmedizinische) Zeitung, die in der Post war, schon ungelesen wegwerfen, aber dann hab ich doch zumindest mal durchgeblättert.
Und bin auf den Artikel über Toxavit gestossen, in dem ein Zahnarzt den Nutzen dieses Medikamentes ausdrücklich hervorhebt.
Seine Intention ?
Vermutlich ein Gegengewicht schaffen zu den kritischen Stimmen, dieses Mittel betreffend.
Kernaussagen seines Beitrags: Das berühmte Zitat von Paracelsus, jedes Ding sei Gift, es sei alles nur eine Frage der Dosierung und – richtig angewandt, sei das Risiko, das dem Mittel ausgehen könne, extrem gering, demnach vernachlässigbar, oder akzeptierbar im Hinblick auf den Nutzen, den dieses Mittel biete.
Folge ich dieser Kausalkette, dann ist:
1.Der Hersteller für Schäden, die durch das Präparat entstehen, nicht verantwortlich.
Denn diese Schäden entstehen nur bei unsachgemäßer Anwendung. Dafür kann das Präparat ja nichts, oder ?
2. Wenn Schäden entstehen sollten, dann ist demnach der Anwender dafür verantwortlich.
Und verantwortlich heißt dann aber auch, er muss diese Schäden und die negativen Konsequenzen für den Patienten, die daraus entstehen, verantworten. Dafür geradestehen.
Und solche Schäden treten auf.
Tag für Tag in Deutschland.
Nicht ohne Grund gehören die Toxavit – Artikel die meistgelesenen Artikel dieses Blogs.
Gerade mal einen Tag später wird in einer zahnmedizinischen Mailingliste folgender Fall eingestellt:
Der Kollege, auf einer berühmten Nordseeinsel beheimatet, schreibt: „Der Patient, Rollstuhlfahrer, ist auf Urlaub hier. Schmerztherapie vor 7 Tagen in einer Berliner Klinik am Zahn 38 .“
Die Fotos zeigen eine massive Gingivanekrose (für den Laien, das Zahnfleisch ist abgestorben) nach Einsatz eines Devitalisierungsmittels (auf Hinweis der Firma „Lege Artis“ weise ich an dieser Stelle ausdrücklich darauf hin, dass es sich nicht um Toxavit handelt). Es kann mit ziemlicher Sicherheit davon ausgegangen werden, dass auch der darunterliegende Knochen von der Nekrose betroffen ist.
In einer idealen Welt, das stimme ich dem Autor zu, hätte es diesen Schaden für den Patienten nicht gegeben.
Aber in der realen Welt, in der wir leben, passiert dies Tag für Tag.
Und DIES müsste nicht sein.
Wer die Verantwortung hierfür übernimmt, ob Hersteller oder Behandler, ist mir egal.
20 jahre sind vergangen. Dabei erschien sie doch noch nicht soweit weg, die erste Demonstration um den gesamten Innenstadtring in Leipzig.
Vor 20 Jahren bin ich durch einen puren Zufall Ende August in die erste Demonstration von eingen wenigen Hanseln geraten. Es hat mich fasziniert. Die Zeit zur Veränderung musste endlich gekommen sein. Die Gefahr wurde ignoriert.
Am 09.10.1989 lag eine beklemmende Schleier über der Stadt. Es war wohl so ziemlich allen bewusst, daß es nun zu der Konfrontation kommen musste. Länger konnte sich der Staat nicht mehr zurückhalten. Mir selbst die dramatische Ernsthaftigkeit der Lage nicht klar. Ich war der Meinung dieser Wandel sei inzwischen unaufhaltsam. Die Anzahl der Teilnehmer seit der ersten Ansammlung erhöhte sich doch exponentiell.
Die Situationsverschäfung erkannte erst ich auf dem Weg zur Nikolaikirche. So viele Militärfahrzeuge waren noch nie hier. Die Anzahl der bewaffneten Uniformträger war beängstigend. Gemeinsam mit einem Freund und Kollegen habe ich diese Runde als extrem beklemmend empfunden. Als die Runde geschafft war, löste sich die Anspannung. Was würde nun kommen?
Wir hatten etwas bewegt, von dem wir noch nicht ahnten, wie es unser Leben verändern würde.
Das Lichfest am 09.10.2009 ließ nun diese Stimmung wieder aufkeimen. Die Teilnehmer, die Gäste, die Menschen dieser Stadt, die Initiatoren von damals und heute, sie alle verdienen ein besonderes Lob. Es war ein Abend voller Emotionen und ein Abend wie er nur in Leipzig stattfinden konnte. Danke.
Kurt Masur sagte am Anfang: Wir müssen uns auf die Kraft besinnen, die von Leipzig ausgeht. Die Stadt ist es wert.
Wie versprochen – was Neues von Hilmar O. Kirchner/HK instruments:
Für alle die weiter um die Ecke schneiden wollen wie die Anderen. Eine Mikroschere für schlecht zugängliche Stellen. Kröpfung 45° und Innenfeder. Der Preis – 185 Euro.
insbesondere dann, wenn dort eine internationale zahnmedizinische Tagung stattfindet. Im kommenden Sommer (13. – 15. Juni 2010) ist Verona Gastgeber der „Internationalen Trauma-Tagung“. Anbei der link zu dem vorläufigen Programm mit weiteren Informationen zu einer ganz sicher sehr informativen Veranstaltung mit den „who`s who“ der dentalen Traumatologie:
Schon seit längerer Zeit habe ich mir gewünscht, bewegte Bilder aus dem Wurzelkanal aufzunehmen. Zum einen um Behandlungsabläufe besser erläutern zu können, zum anderen um den Workflow bei der Bilddokumentation zu vereinfachen. Denn das Erstellen guter Photos ist in unserer Praxis mit einem gewissen Zeitaufwand verbunden: Entfernen des Spritzschutzes vom Mikroskopobjektiv, Austauschen der Spiegel (Carr-Spiegel statt oberflächenverspiegelte Rhodium-Spiegel) erneutes Fokussieren, Erhöhen der Xenon-Lampenleistung und Fernauslösung durch die Mitarbeiterin.
Wäre es nicht schön, wenn die Kamera, die das Livebild auf dem Mitbeobachterbildschirm erzeugt gleichzeitig auch die Dokumentation bewältigen kann? Und das in Full-HD. Und für relativ kleines Geld zu haben. Die in meinem Pro-Ergo eingebaute 1CCD Videokamera hat keine ausreichende Bild-Qualität und das Geld für eine 3CCD Kamera möchte ich nicht ausgeben. Im Elektronikfachmarkt meines Vertrauens entdeckte ich beim Rumstöbern einen Full-HD-Camcorder der während der Aufnahme auch ein Livebild auswerfen kann.
Auf der letzten SSE- Tagung in Basel erzählte ich Oscar von Stetten von dieser Idee. „So eine Kamera gibt’s noch nicht“ . Da ich nicht locker liess und Oscar noch Geschenke für seinen Sohn brauchte, betraten wir das nächste MANOR-Kaufhaus. 30 Minuten und eine Livevorführung später war ich Besitzer einer Sony HDR SR 10E.
Erste Versuche an Oscar’s ProErgo und das Experimentieren mit verschiedenen Adaptern führten zu einer recht simplen Lösung: das Anflanschen der Kamera direkt an den Strahlenteiler. Den Rest erledigte mein Vater: er zeichnete meinen Wunschadapter und liess ihn in einer auf Kleinserien spezialisierten CAD-CAM-Firma herstellen.
Vor 2 Wochen dann der erste Einsatz, der recht viel versprechende Ergebnisse brachte. An einigen Details muss noch gefeilt werden. Das Schneiden des Films und das Hinzufügen von Musik war fast das größte Vergnügen. Mit iMovie 09 dauerte es gute 30 Minuten und der Film war fertig.
Einziger Wermutstropfen: beim Hochladen auf YouTube gab es offenbar urheberrechtliche Probleme mit den von mir gewählten Musiktiteln. Zu sehen auf YouTube.
In meinem Kaps Dental-Mikroskop arbeiten seit Jahren 150W-Halogenbirnen. Eine nach der anderen. Die eine hält länger die andere weniger lang. Es reicht zum Arbeiten, zum Fotografieren so einigermassen mit der Canon Power Shot G2. Das war alles ausreichend
(das live-Bild der Canon war allerdings nicht ausreichend. 320 x 240 Pixel auf einem 23″-LCD-Fernseher mit PAL-Auflösung macht keinen Spass – aber es war besser als nichts). Und die Alternativen waren teuer, nicht viel besser und/oder nicht mehr im Handel. Ich war im großen und ganzen (mehr oder weniger) zufrieden.
Bis der Stuttgarter Zahnarzt Oscar von Stetten mir anbot, sein Xenon Licht und die Video-Kamera zu testen, weil er es momentan nicht im Gebrauch hat. Ein paar Tage später kam ein Paket mit der Post. Darin waren ein Kaps Xenon samt Lichtleiter und die Videokamera von Kaps. Die Kamera mit ein paar Handgriffen eingebaut – dank des modularen Konzepts von Kaps; Die 180W Xenon-Beleuchtung wurde auf die Wandhalterung gestellt und der Lichtleiter angeschlossen.
Erster Eindruck:
LICHT!
Mit allen Vor- und Nachteilen.
Vorteile:
Licht. Bis zum Apex, wenn der Wurzelkanalverlauf es zu lässt. Man hat das Foramen mit 150W Halogen auch gesehen, aber deutlich schlechter und man musste sich sehr anstrengen
Farbtemperatur ist dem Tageslicht ähnlicher
Verschlusszeiten beim Fotografieren sind verwacklungsunfreundlicher und man kann abblenden um die Schärfentiefe zu erhöhen
Nachteile:
Licht. Das Licht ist sehr hell. Zu hell, wenn die Helferin in das OP-Gebiet schauen muss.
Ein Mitbetrachter-Tubus oder ein Mitbetrachter-Monitor ist unumgänglich.
Licht. Auch das längere Arbeiten unter dem starken Licht macht sich bei mir bemerkbar. Besonders, wenn die Umgebungsbeleuchtung nicht angepasst ist.
Licht. Zum Thema UV-Belastung beim Behandler und die Folgen habe ich noch nichts finden können. Aber ich bin nicht scharf darauf, mit einem Katarakt in Rente zu gehen, aber mit der Gewissheit etliche Apices besser gesehen zu haben.
Licht. Die Patienten sind nicht begeistert, wenn ihnen mal durch Zufall das Xenon-Licht in die Augen gespiegelt wird. Wir habe dieses gelöst durch eine dunkle Schutzbrille für Patienten.
Wenn eine Xenon-Lampe kaputt geht, dann tut sie das meistens mit einem riesigen Knall und vielen Scherben – habe ich mir sagen lassen. Bis jetzt funktioniert noch alles.
Fazit:
Schon nach ein paar Tagen war klar: Der Umstieg auf Xenon wird bei meinem Kaps unumgänglich werden…
Die ESE Zweijahrestagung in Edinburgh ist Geschichte.
Aber schon in weniger als 9 Monaten steht das nächste europäische Endodontie – Großevent an.
Das Roots Summit 9, in Barcelona.
Ich war auf einigen Roots Summits und jedes von ihnen war etwas Besonderes. Das Summit in Barcelona, organisiert von Noemi Pascual und Nuria Campo, wird diesbezüglich sich ebenso positiv einreihen, da bin ich zuversichtlich.
Ab dem 15. Oktober besteht die Möglichkeit der Onlineanmeldung.
Gute Ideen bleiben nie lange alleine.
AH Plus in der Automix – Spritze gibt es schon eine ganze Weile. Wir berichteten.
Jetzt hat auch VDW eine solche Applikationsvariante für ihren Epoxid-Amin-Polymer – Sealer „2seal“ im Angebot.
VDW spricht von optimaler Viskosität, die eine schnelle und einfache Anwendung erlaubt, einer Verarbeitungszeit von 4 Stunden und höchster Röntgensichtbarkeit.
Ich kann dazu nichts sagen, denn ich habe noch nie mit dem Material gearbeitet, werde es aber ausprobieren, sobald es im Handel erhältlich ist, was Anfang November der Fall sein soll.
Vor einigen Wochen habe ich es angekündigt.
Fortbildungen des WURZELSPITZE – Teams für das Jahr 2010 (und 2011).
In den nächsten Tagen und Wochen werden wir an dieser Stelle die einzelnen Kurse im Detail vorstellen.
Zunächst schon mal vorab die Termine, damit gegebenenfalls frühzeitig die eigene Planung darauf abgestimmt werden kann.
Die Kurse finden statt:
Kurs 1
Moderne Endodontie – Der Start in den Praxiserfolg
2 Tageskurs
FR 05. Februar 2010 10.00 – 18.00 Uhr
SA 06. Februar 2010 09.00 – 16.00 Uhr
Kursort: München
Referenten: Dr. Hans – Willi Herrmann, Dr. Olaf Löffler
Kurs 2
Moderne Endodontie – Moderne Wurzelkanalfüllung
2 Tageskurs
FR 07. Mai 2010 10.00 – 18.00 Uhr
SA 08. Mai 2010 09.00 – 16.00 Uhr
Kursort: München
Referenten: Dr. Christoph Kaaden, Dr. Hans – Willi Herrmann
Add on 1
Das endodontische Backoffice
2 Tageskurs
FR 02. Juli 2010 10.00 – 18.00 Uhr
SA 03. Juli 2010 09.00 – 16.00 Uhr
Kursort: München
Referenten: Dr. Hans – Willi Herrmann, Dr. Olaf Löffler, Dr. Jörg Schröder
Kurs 3
Moderne Endodontie – Komplikationen und Herausforderungen
2 Tageskurs
08. Oktober 2010 10.00 – 18.00 Uhr
09. Oktober 2010 09.00 – 16.00 Uhr
Kursort: München
Referenten: Dr. Jörg Schröder, Dr. Hans – Willi Herrmann
Add on 2
Teamkurs für das Praxisteam
Dentalmikroskop und Ergonomie
1,5 Tageskurs
21. Januar 2011 14.00 – 18.00 Uhr
22. Januar 2011 09.00 – 16.00 Uhr
Kursort: Frankfurt
Referenten: Dr. Christian Danzl, Dr. Hans – Willi Herrmann, Dr. Christoph Kaaden, Dr. Olaf Löffler, Dr. Jörg Schröder
… das ganze Antlitz wird dieser Spiegel wohl nicht darstellen können, aber dafür ist er auch nicht gedacht.
Heute kam der Chef selber bei mir in der Praxis vorbei. Hilmar O. Kirchner von HK instruments.
Unter seinen neuen Tüfteleien (an dieser Stelle hier später mehr) war auch ein Mikrospiegel, der bei der WSR hin und wieder gut Dienste leisten kann. So ein Mikrospiegel ist nix Neues. Dass er keine aufgeklebte Spiegelfläche hat, sondern das Metall nur hochglanzpoliert ist – wobei genaugenommen das Spiegelbild ein wenig leidet – auch nicht.
Ich fand allerdings den Preis interessant. Regulär 38,- und im Angebot 18,-.
Und:
Sollte einem die runde Form nicht gefallen, macht er gerne jede andere, die sich verwirklichen lässt.
Versuchen Sie das mal bei einem renommierten, großen Hersteller!
Die Antwort kennt Jeder: „Sehr gerne machen wir das für Sie! Wieviele Tausende brauchen Sie denn?
Ein immer wieder gern nachgefragtes Vortragsthema sind Zahnschmerzen. Ihre Diagnostik und (Notfall) Therapierung.
Ich habe eine meiner Vortragsfolien vor Augen: Eine Gegenüberstellung dentogener und nichtdentogener Ursachen für „Zahnschmerzen“.
Bei den dentogenen Schmerzursachen eine überschaubare Aufstellung.
Demgegenüber bei den nicht dentogenen Schmerzursachen eine wesentlich längere Liste mit teilweise exotischen Vorschlägen wie Herpes Zoster, Münchhausen – Syndrom und Herzinfarkt.
Vorschläge von denen man denkt, dass diese vermutlich nur einem Lehrbuch entstammen und in der tagtäglichen Praxis nie auftauchen werden.
Das dem dies nicht so sein muss, zeigt der heutige Blogbeitrag von Benno Jaspers.
So schlimm also Zahnschmerzen sein können, man sollte immer daran denken, dass noch wesentlich ernstere Probleme den Patienten, der bei uns im Zahnarztstuhl sitzt, den Weg in unsere Praxis hat finden lassen.
Der Patient mit dem nicht erhaltungsfähigen Zahn 33, dem Zahn, der als Sofortmaßnahme nach Extraktion adhäsiv wiederbefestigt wurde.
Der Patient war am Freitag im Rahmen eines Routinetermins in der Praxis, 22 Monate nach Akutversorgung.
Der Zahn 33 ist immer noch in Position, die Brücke voll belastbar.
Der Patient ist informiert darüber, dass sich dies jederzeit ändern kann, aber im Moment gilt, wie in der Käfer – Werbung: „Und läuft und läuft und läuft…“
Vor ca. 4 Jahren kam eine neue Patientin zu mir in die Praxis, sie wurde überwiesen vom MKG-Chirurgen zur Wurzelkanalbehandlung.
Die Patientin bekam von ihrem Hauszahnarzt im 4. Quadranten 5 neue Kronen eingesetzt. Soweit so gut. Doch sie konnte nie ohne Schmerzen darauf kauen. Nach einem halben Jahr empfahl ihr der Zahnarzt die Extraktion von 44 – 47 mit anschliessender Implantatinsertation.
Die Begeisterung der Patientin hielt sich in Grenzen. Selbständig suchte sie einen MKG-Chirurgen auf, und fragte, ob man mit einer Wurzelspitzenresektion noch etwas könne, oder ob es noch andere Alternativen gäbe.
Die Antwort war eine Überweisung zur Wurzelkanalbehandlung.
Nach der ersten Sitzung – Trepanation des 44 mit anschliessender WK und Med – war die Patientin für’s erste schmerzfrei. Aber auch die anderen neu überkronten Zähne schmerzten nach und nach. So wurden nach und nach die Zähne 44 bis 46 wurzelbehandelt und der 47 revidiert. Nach einer Wartezeit von ca. 6 Monaten wurden die Zähne wieder überkront.
Seitdem verrichten sie ihren Dienst ohne Probleme.
In meinem diesjährigem Urlaub konsultierte die Patientin die Vertretungspraxis wegen Schmerzen auf der rechten Seite. Röntgenbilder vom 1. und 4. Quadranten wurden angefertigt. Der Verdacht fiel auf den 17. Dieser wurde – da er noch vital war – erst mal aus der Okklusion genommen.
Wieder bei mir in der Praxis folgte die Endo an 17.
Durch die Bilder vom Kollegen hatten wir wieder ein follow-up vom 4. Quadranten nach ca. 4 Jahren.
diesen Fall „verdanke“ ich einem Oral-Chirurgen, mit dem unsere Praxis in anderen Belangen regelmässig zusammenarbeitet.
Dieser Kollege sah keine Indikation für die ihm von einem anderen Zahnarzt „angewiesene“ WSR an Zahn 27. Aus diesem Grund riet er dem Patienten an, weitere Meinungen hinsichtlich anderer Therapieoptionen bei qualifizierten Kollegen einzuholen.
Bis zur Erstvorstellung in unserer Praxis war sich der Patient zu keinem Zeitpunkt über die (gravierenden) Befunde seines Zahnes (und der benachbarten Strukturen) bewusst, war jedoch Willens, auf unseren Therapievorschlag einer nicht-chirurgischen Revisionsbehandlung des Zahnes 27 einzugehen.
Das hier gezeigte Endergebnis konnte in zwei Terminen erreicht werden und lässt auf eine gute Langzeitprognose des Zahnes hoffen.
PS: Die Krone an Zahn 26 ist laut des Patienten brandneu :-/
Eines der am wenigsten beachteten Gebiete einer zahnärztlichen Berufskarriere ist die Ergonomie.
Am Anfang des Berufslebens sind Kredite zu tilgen, sind Mitarbeiter zu bezahlen, Umsatzzahlen der Banken zu erfüllen. In der knapp bemessenen Freizeit wird Weiterbildung notwendig um am Ball zu bleiben. Die Familie leidet am darunter, eigene Freiräume werden aufgegeben.
Im Laufe des Berufslebens wird, neben diesem seelischen Stress, der überbelastete Körper reagieren. Bei dem einen kommen die ersten Warnsiganle eher, beim anderen später.
In der Regel werden diese nicht erkannt oder wahrgenommen, jedoch nicht beachtet.
Sehr ernst wird dieses Thema, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, wenn die tägliche Behandlung zur Schmerztortur wird, wenn die Beschwerden auch außerhalb der Arbeitszeit auftreten.
Nun wird nach verschiedensten Therapiemöglichkeiten geforscht. Die Ursache wird oftmals nicht erkannt und nur symptomatisch therapiert. Die Ursachenbeseitigung ist oftmals mit erheblichen Investitionen verbunden.
Die Gedanken dazu sollten jedoch schon beim Kauf von Einrichtungen und Instrumenten aufkommen. Die Industrie zeigt verhaltene Ansätze zur ergonomischen Gestaltung von Geräten und Arbeitsplätzen. Anregungen von Zahnärzten werden jedoch kaum oder spärlich wahrgenommen, oder umgesetzt.
Häufig wird mit einer Namensgebung, wie bei einem großen Mikroskophersteller, das Produkt schon „ergonomisch“. Leider erfüllte es dies im täglichen Einsatz nicht.
Auch wir Zahnärzte müssen umdenken und gezielt die Produkte hinterfragen. Industriemessen bieten die Möglichkeit Produkte optisch und haptisch zu erfassen. Jedoch kaum diese zu erproben.
Wer kauft heute ein Auto ohne dies probegefahren zu haben?
Im Juli habe ich einen Ergonomie-Kurs besuchen dürfen, welcher von der Firma Morita ausging. Dr. Neddermeyer stellte das Konzept von Dr.D. Beach vor. An Hand von Phantomköpfen und Behandlungseinheiten ( Morita ) wurde das Beach-Konzept demonstriert und erste Behandlungsversuche damit unternommen. Hauptmerkmal ist die optimale physiologische Positionierung des Behandlers und die konsequent abgestützte Arbeitsweise. Es ist in meinen Augen ein ernsthaftes und sinnvolles ergonomisches Konzept. Allerdings verlangt es eine konsequent indirekte Arbeitsweise. Diese muss erlernt und geübt werden.
Für mich als Dentalmikroskopnutzer war die Umsetzung weniger schwierig, da meine hauptsächliche Behandlungsposition (11-12Uhr) bereits gleich war.
Die Quintessenz des Kurses war:
– Es muss Ergonomie mehr in unser Praxiskonzept einfließen.
– Das Berufsleben wird nicht kürzer und mit konsequenter zahnärztlicher Ergonomie bleibt die Freude am beruf länger erhalten.
Sprechen Sie also beim nächsten Kauf über Ergonomie. Verlangen Sie eine Testmöglichkeit. Ein seriöser Verkäufer ist an einer langfristigen Kundenbindung interessiert und wird diesen Punkten nicht verschlossen bleiben.
Die Wandgestaltung meiner neuen Praxis hat mir einiges Kopfzerbrechen bereitet. Ich wollte keine der typischen Katalogbilder.
Zunächst habe ich mich in den einschlägigen Onlineprintstudios (ooge.com) umgetan und den einen oder anderen Leinwandprint bestellt. Vorteilhaft ist die große Auswahl an Kunstwerken aller Genres und der qualitativ gute Druck. Die Produkte sind sorgfältig verpackt und werden umgehend geliefert.
So ganz zufrieden stellte mich das Angebot jedoch nicht.
Inzwischen ist so ziemlich in jedem Haushalt in Deutschland eine Digitalkamera vorhanden.
Der Preisverfall von digitalen Spiegelreflexkameras führte auch dazu, daß ich neugierig wurde und auf diesem Gebiet erste Gehversuche unternahm. Recht bald hatte ich eine Ansammlung von mehr oder weniger gelungenen Fotografien.
Diese für Dritte zugänglich zu machen, führt entweder zur Veröffentlichung in den digitalen Medien, wie beispielsweise bei Imagehostern, wie Flickr oder zur Erstellung eigener Webalben, wie Picasa, iPhoto oder Aperture, usw..
Für mich stand die Frage, wie kann ich diese Bilder in nichtvirtueller Form präsentieren, daß heißt als reelles Bild und für die Gestaltung der Praxis nutzen.
Dafürs habe ich nach einem transparenten und gleichzeitig frabbrillianten Produkt gesucht. Es sollte kein Leinwanddruck sein.
Ein Leipziger Künstler machte mich auf Diasec aufmerksam. Diasec® ist ein seit 30 Jahren bewährtes spezielles, lizenziertes Verfahren zur Herstellung einer dauerhaften, schlieren- und blasenfreien Verbindung von Bildmaterial mit einem hochwertigem Acrylglas. Dies entsprach genau meinen Vorstellungen.
Die Fotografien wirken plastischer und räumlicher. Durch das Acryl entsteht allerdings auch ein spiegelnder Effekt, welcher bei ungünstigen Lichtverhältnissen störend wirken kann.
Relativ schnell waren viele Anbieter zu diesem oder einem sehr ähnlichem Verfahren zu ermitteln. Aufgrund der hohen Herstellungskosten habe ich von Versuchen abstand genommen, den besten Anbieter selbst zu ermitteln und habe nur nach größeren Herstellern gesucht.
Meine Wahl ist auf WhiteWall.com. gefallen. Hinter WhiteWall stehen Stefanie Harig und Marc Ullrich aus Berlin. 2003 haben sie haben sie die Galerie LUMAS gegründet.
Im Stilwerk im Königsbau in Stuttgart habe ich die hervoragenden Lumasec – Arbeiten gesehen. Die Qualität war sehr überzeugend.
Meine bei WhiteWall hergestellten Fotografien wurden wie erwartet umgesetzt, gleichen farbgetreu dem Original und erfreuen mein Auge jeden Tag.
Im Notdienst (Praxis in einer großen deutschen Stadt) wurde der Zahn 16 trepaniert.
Eigentlich sollte der Zahnnerv abgestorben sein. Trotzdem blutete es massiv nach Trepanation.
Immerhin konnten 3 Kanäle „gefunden“ werden.
Wieder zu Hause Vorstellung beim Hauszahnarzt.
Hier erneute Trepanation und die Vermutung dass etwas nicht stimmt. Überweisung wegen Verdacht auf das Vorliegen einer Perforation.
So kam der Patient zu uns.
Die mitgeschickten Röntgenbilder sprechen eine deutliche Sprache:
Im Vergleich zum Bild von 2008 liegt eine völlige Zerstörung des Pulpakammerbodens vor, das alio loco eingebrachte Messinstrument zeigt eine nicht mittenzentrierte Lage.
Nach entsprechender Aufklärung, Erläuterung des Heil-und Kostenplans wurde durch Umorganisieren noch am gleichen Tag ein Behandlungstermin ermöglicht.
Das ganze Ausmass der Perforation zeigt sich nach der Entfernung der provisorischen Verschlussfüllung .
Der Pulpakammerboden fehlt vollkommen, alle Kanaleingänge weisen Überhänge des Pulpakammerdachs auf. Instrumentiert scheint lediglich der palatinale Kanal zu sein.
Der Knochen im Bereich der Perforation säuberlich an 5 Stellen perforiert. Zum Teil ISO Durchmesser 50, wie die später zur Schaffung eines kollagenen Widerlagers verwendeten Plugger zeigen.
Nach Reinigung der Perforationsränder, großvolumiger CHX-Spülung und Entfernung der in den periapikalen Knochen eingepressten Reste der medikamentösen Einlage wurden die Perforationen im Knochen mit Kollagen verschlossen, um eine Extrusion des MTA zu verhindern.
Es erfolgte die Abdeckung der Perforation mit MTA.
Ein Folgetermin wurde ebenfalls kurzfristig vereinbart.
Der Anruf am nächsten Tag beim Patienten ergab eine völlige Beschwerdefreiheit des behandelten Zahns. „Vielen Dank für die hervorragende Behandlung“.
Soweit, so gut.
Dann die Mitteilung des Patienten, er wünsche die weitere Wurzelkanalbehandlung von seinem Hauszahnarzt durchführen zu lassen.
Die Überweisung habe nur die Perforationsdeckung zum Ziel gehabt.
Und ob ich versichern könne, dass es nun gefahrlos möglich sei, mit der Wurzelkanalbehandlung weiterzumachen.
Und ob es nicht die Möglichkeit gäbe, daß ich in der geplanten Sitzung den 4. Kanal gerade soweit darzustelle, dass dann der Hauszahnarzt die eigentliche Wurzelkanalbehandlung durchführen könne.
Nach wievor die beste Anschaffung 2008. Meine LED – Lampe für die Lupenbrille: LED ION Plus von Sigma Dental..
5 Wurzelspitzen, die Höchstnote, die wir vergeben hier.
Seit gestern allerdings mit gelegentlichen Lichtaussetzern.
Entweder ist der Steckerkontakt der Lampe zum Akku – Gehäuse hin (seit ein paar Wochen ist das früher gewohnte feste Einrasten einer gewissen Spielpassung gewichen).
Oder es ist ein Kabelbruch oberhalb des Steckers, dort wo das Kabel beim Tragen abgebogen wird.
Ich werde die Lampe zu Sigma Dental einschicken zur Überprüfung, aber erst in den Herbstferien.
Und es scheint wirklich die Woche der Abkürzungen zu werden.
FvW, das steht für „Freunde von Wurzelspitze“.
Am Anfang des Internets stand die Informationsgewinnung im Vordergrund.
Mit dem Web 2.0 ist die wichtige Eigenschaft und Wirkung als soziales Kontaktmedium hinzugekommen.
Facebook, Twitter, Xing und Co. gehen weit über ihre eigentliche Informationsfunktion hinaus und schaffen ihre Faszination aus der Verknüpfung Gleichgesinnter.
Gerade für uns Zahnmediziner, die wir bislang traditionell in unseren Bohrhöhlen vor uns hin eigenbrödelten, ist das Internet eine Chance zur Kommunikation, zum Blick über die Schwelle der eigenen Praxis.
Und so sieht sich auch dieser Blog nicht als Wissensansammlung per se, sondern vielmehr auch als Sammelbecken, als Kristallationskeim für Zahnmediziner auf der Suche nach kontinuierlicher Verbesserung.
Und genau deshalb steht und fällt der Blog mit dem Support der Leser.
Was heißt das konkret ?
Ganz einfach.
Sie halten diesen Blog für wertvoll und wichtig ?
Dann schicken sie eine Mail mit dem Satz „Ja, ich finde WURZELSPITZE gut und stehe dafür mit meinem Namen“ an fvw@wurzelspitze.de. Name und Praxisort nennen und schon wird Beides unter der Unterseite „FvW“ aufgelistet.
Jede Auflistung unterstützt motivierend die Aktivitäten der Autoren.
Wie heißt es so schön: Applaus ist das Brot des Künstlers.
Und Support ist das Brot des Bloggers.
Nur eine einzige Mail für eine Fülle von Informationen, und das beinahe tagtäglich.
Ich finde das ist ein gutes Geschäft. Und entweder der Start in eine zukünftige „WURZELSPITZE“ – Community oder das Signal für alle Schreiber, sich den wirklichen wichtigen Dingen zuzuwenden.
Wir werden sehen und sind gespannt.
Der Behandlungstag neigt sich dem Ende entgegen.
Drinnen läuft (zum Glück) die Klimaanlage, draussen sind es immer noch 31 Grad.
Die WF bei dem letzten Patienten ist unter „Dach&Fach“.
Jetzt noch die adhäsive Deckfüllung und der Feierabend kann kommen…und beim Blick durch das Mikroskop scheinen mich abschliessend drei Augen (und ein Lächeln) „anzuzwinkern“, als würden sie sagen:
„Ok Doc, fertig für heute!“.
uns so darf ich mich „beruhigt“ auf einen lauen Sommerabend mit meiner Frau freuen
Am 16./17. April 2010 findet in Berlin das 10. ENDODONTIE Symposium statt.
Unter dem Motto. „Problemlösungen in der Endodontie“ sind an zwei Kongresstagen national wie international renommierte Wissenschaftler und Kliniker eingeladen worden, um über Problembereiche moderner Endodontie und mögliche Lösungsansätze zu referieren.
Auch in diesem Jahr vergibt der VDZE seine „Endo Awards“, Auszeichnungen für die besten eingereichten endodontischen Fallpräsentationen in den Kategorien „Primärbehandlung“, „Revision“ und „endodontische Chirurgie“.
Voraussetzung für die Einreichung sollte sein eine mindestens einjährige Kontrolle der klinischen Befunde nach Wurzelkanalbehandlung.
Als Anerkennung erhalten die Nominierten eine kostenfreie Einladung zu der gemeinsamen Jahrestagung. Darüber hinaus wird auch die Teilnahme an der „Endo Night“ für die 9 Nominierten und deren Begleitung gesponsort.
Zur Einreichung sendet man die Datei der Präsentation per E-Mail (mail@dr-falten.de) oder auf CD an:
Frau Dr. Edith Falten
Borsteler Chaussee 114
22453 Hamburg
Eine Anleitung für das Erstellen der Fallpräsentation ist auf der Homepage des VDZE (http://www.vdze.de/endo-award ) hinterlegt.
Wir freuen uns mit den Eltern, aber plötzlich ist alles anders.
Emily ist das Kind meiner endodontischen Erstassistenz Isabelle Schäfer, mit der ich 9 Jahre lang in perfekter Teamarbeit gearbeitet habe und bei der ich mich an dieser Stelle für die tolle Zusammenarbeit von Herzen bedanken möchte.
Und Emily ist der Grund, warum ich nun mich viele Dinge wieder kümmern muss, die mir Isabelle all die Jahre abgenommen hat und von denen ich wusste, ich kann mich hundertprozentig drauf verlassen.
Jetzt muss ich, solange bis Isabelles Nachfolgerin in ihre Position sich eingearbeitet hat, wieder eine ganze Reihe von Sachen überwachen. Auch (scheinbare) Selbstverständlichkeiten wie das Anmischen des Wurzelkanalsealers.
Ist er zu dünnflüssig, zu dick, hat er Klümpchen ?
Wurden die richtigen Tuben verwendet und nicht etwa AH PLus mit AH 26 oder gar Dycal verwechselt ?
In einer solchen Situation weiss man „wasserdichte“ Lösungen zu schätzen.
Wie zum Beispiel AH PLus Jet.
AH Plus Jet – das bewährte Epoxid Amin -Wurzelfüllmaterial, aber nicht als 2 Komponentenmaterial aus der Tube, sondern aus der Automix – Spritze.
Hier kann man nichts falschmachen. Und das ist gut so.
Und deshalb sind wir von AH Plus zu AH Plus Jet gewechselt.
Mag sein, dass es teurer ist als das Tubenmaterial. Aber dafür gewinne ich Sicherheit.
Das ist es mir wert.
Zumindest bis Emily im Kindergarten ist und Isabelle unser Team wieder verstärkt.
Les Paul, Musik-Virtuose, Moderator und Erfinder, dessen Entwürfe für elektrische Gitarren wegweisend wie Markenzeichen geworden sind, starb am Donnerstag in White Plains (NY) 94-jährig infolge einer Lungenentzündung, teilte sein Agent Tom Cassidy von der Americas Music Agency mit. Der US-amerikanische Gitarrist war wesentlich an der Entwicklung moderner Aufnahmetechniken beteiligt, im Bereich der Mehrspuraufnamen wie von Echo- und Halleffekten. Seine Weiterentwicklung der Solid-Body-E-Gitarre ab 1941 führte zur Zusammenarbeit mit der Firma Gibson – das „Gibson Les Paul“ genannte Instrument wurde zur Legende.
1915 in Waukesha in Wisconsin als Lester William Polsfuss geboren, war er zeitlebens als Musiker in diversen Formationen aktiv, daneben passionierter Radio- und TV-Moderator. Schon als Junge spielte er Banjo und Gitarre und war nach eigenen Angaben ein begeisterter Bastler, der Elektrogeräte zerlegte und wieder zusammenbaute.
In den 1930er und 1940er Jahren trat Paul mit zahlreichen Big Bands und Musikgrößen wie Bing Crosby, Nat King Cole und Frank Sinatra auf. Später landete er mit seiner damaligen Frau, der Sängerin Mary Ford, große Hits mit den Songs „How High the Moon“ und „Vaya Con Dios“. Bei einem Autounfall im Jahr 1948 wurde er schwer am Arm verletzt. Er gab dem Arzt die Anweisung, seinen Arm so zu richten, dass er weiter eine Gitarre halten könne.
In den 1950er Jahren brachte er die „Gibson Les Paul“ auf den Markt, die später von vielen Künstlern, darunter Eric Clapton und Pete Townshend, gespielt wurde. Der mehrfache Grammy-Gewinner erhielt im Laufe seiner langen Karriere viele Ehrungen. 1988 wurde er in die „Rock and Roll Hall of Fame“ aufgenommen. 2005 erschien das Album“ Les Paul & Friends: American Made, World Played“, die Duette mit berühmten Kollegen wie Eric Clapton, Jeff Beck, Peter Frampton oder Richie Sambora erhielten 2006 zwei Grammys.
Bis ins hohe Alter trat der an Arthritis leidende Gitarrist noch in Clubs und bei Konzerten auf. „Wenn man dickköpfig ist, geht alles“, scherzte er einmal in einem Interview mit der „Washington Post“. „Ich spiele mit den Fingern, die mir noch geblieben sind“.
„Eine Sache noch, Herr Doktor“, sagt heute Herr Müller Maier Schmidt, nachdem wir die Prophylaxe und die turnusmäßige Kontrolle seines Gebisszustandes durchgeführt hatten.
„Meinen letzten Termin im März habe ich verbummelt. Und – nachdem ich dann im Juni angerufen hatte, habe ich 2 Monate warten müssen, weil kein früherer Termin frei war.
„Wenn ich das nächste Mal wieder anrufe und wie ein Kassenpatient warten muss… “ Kurze dramatische Pause. “ Ich würde es sehr bedauern…“ Kurze dramatische Pause. „…aber dann würden sich unsere Wege trennen“.
„Wir würden es auch sehr bedauern“, sage ich.
Und dann nichts mehr.
Montag morgen hat meine LACIE – Festplatte sich nicht mehr gemeldet.
Totalausfall.
2 Terrabyte extern.
Zur Datensicherung meines Imacs mittels Timemachine.
Zum Zeitpunkt des Kaufs noch relativ teuer.
Nicht einmal 2 Jahre alt und schon ist das Teil kaputt.
Das bedeutet: zwei neue Festplatten kaufen, die zweite als Back Up für die Back Up -Platte. Irgendwie wird unser Leben immer komplexer, aber nicht unbedingt besser.
Fängt nicht gut an die Woche.
Kann man sich denn heute auf gar nichts mehr verlassen ???
Denn die Festplatte steht nur am Ende einer langen Reihe von Elektronikausfällen der jüngsten Vergangenheit.
Vor kurzem hat ein Xerox – Monitor in der Praxis den Geist aufgegeben. 14 Monate alt.
Als der Fehler auftrat, war er mir zumindest bekannt, denn seine Vorgänger, 3 super designte schweineteure High Tech NEOVO – Monitore ( a 600 Euro) hatten nacheinander allesamt aus dem gleichen Grund nach 2,5 – 3 Jahren ihre Funktion eingestellt.
Der Monitor zeigt für 0.75 Sekunden ein Bild und schaltet sich dann stumm, um erst durch einen erneuten Griff zum Startknopf wieder zu arbeiten.
Für weitere 0,5 Sekunden.
Und als ob das nicht genug wäre, haben vor kurzem unser KVK – Kartenlesegerät und unser EMS Airflow – Gerät sich in den zumindest zeitweiligen Ruhestand verabschiedet.
Die Tastatur ging zum Wertstoffhof, das EMS – Gerät zur Reparatur. Der erstellte Kostenvoranschlag liegt bei 471 Euro + MWS.
500 Euro für die Reparatur…
Stolzer Preis für den Austausch von ein paar Schläuchen und Dichtungen.
Ich habe beschlossen, eines dieser neumodischen Airflow – „Handys“ auszuprobieren, bevor ich in das EMS – Groschengrab weitere großformatige Euroscheine versenke. Bei deutlich geringerem Anschaffungspreis tuts zumindest nicht ganz so weh, wenn pünktlich einen Tag nach Ablauf der Garantie das Gerät auf Störung geht. Und irgendwie sehen die Dinger so aus, als dass man in ihnen auch wesentlich weniger Technik hat, die im Zweifelsfall kaputtgehen kann.
Ach ja, nur so am Rande.
Das neue Kartenlesegerät funktioniert nicht mit unserem Abrechnungsprogramm.
von Christian Danzl Hier noch eine Ergänzung zum Blog – Beitrag von heute. Ich habe die Programmieranleitung ins Deutsche übersetzt. Programmierung des ATR Vision auf Yared-Technik 1. Nicht genutzten Speicherplatz auswählen 2. Drehmoment mit [Torque] auf Wert 5 stellen 3. Übersetzung über [redct.] auf 1:1 stellen 4. Tasten [ctrl] und [torque up] gleichzeitig drücken 5. „forward <-> reverse“ erscheint im Display 6. über [redct.] Übersetztung zurückstellen auf 16:1 7. mit [rpm up] Drehzahl auf 400 stellen 8. [ctrl] und [musik note] gleichzeitig drücken 9. mit [programm down] „trs. fwd“ auf 0,4 stellen 10. mit [torque down] „trs. rev“ auf 0,2 stellen 11. mit [rpm down] „del. inv“ auf 25 stellen 12. [system up] zum Speichern drücken
Soll einer nicht sagen, dass wir nicht umgehend auf Wünsche reagieren.
Soeben erreicht mich eine Mail mit folgender Bitte:
„Ich bin heute beim Herumstöbern in der Praxis meines Chefs auf ein ATR Technika Vision – Gerät gestossen, was ungenutzt in der Ecke steht.
Wäre es Ihnen möglich, mir die Einstellungsmöglichkeiten, mit denen Sie in der Ghassan Yared – Technik arbeiten, zukommen zu lassen oder als Artikel auf Wurzelspitze zu veröffentlichen?
Tun wir doch gerne. Bei der GYT handelt es sich um eine besondere Antriebsart von Nickel -Titan – Instrumenten zur Wurzelkanalaufbereitung. die sowohl die Gefahr des Instrumentenbruchs reduzieren soll, als auch im Rahmen einer einfachen Anwendungstechnik mit wenigen Instrumenten auskommen soll.
Nachfolgend die Programmieranleitung, die Drew Moncarz, im Frühjahr 2008 bei ROOTS ins Netz gestellt hat. Er schreibt: .
“ I graduated from endo at the University of Toronto in 2004. Ghassan Yared was one of my professors. I’ve been using an ATR Tecnika for his reciprocating technique. The early results are very impressive.
I recently bought two ATR Vision motors. It took some effort, but I got the programming sequence to make the Vision reciprocate. The programming/storage cards aren’t necessary. Ghassan is happy to have me share this with you.
Here is the sequence to get the motor to reciprocate:
1. Find a preset that you would never use. I used „large canal prep“ „PF Or. Shaper #6/5“. I’ll never get confused because I don’t use Profiles.
2. Decrease the torque to 5.
3. Press the „redct.“ button to change the reduction to 1:1.
4. Press the „ctrl“ button (the check mark) and the „torque“ increase buttons at the same time. „Forward Reverse“ will appear on the screen.
5. Press the „redct.“ button to change the reduction back to 16:1.
6. Press the „rpm“ up button to increase the RPM to 400.
7. Press the „ctrl“ button (the check mark) and the music note button directly above it at the same time.
8. Use the „Program“ down button to decrease the „trs. fwd“ to 0.4.
9. Use the „torque“ down button to decrease the „trs. rev“ to 0.2.
10. Use the „rpm“ down button to decrease the „del. inv“ to 25.
11. Hit the „System“ up button to save the settings.
Soweit die Programmieranleitung.
Ich bin gespannt auf die ersten Eindrücke und Erfahrungen.
Kommentare sind ja seit Neuestem möglich !
Als Reaktion auf unseren gestrigen Blog über Übernachtungsmöglichkeiten in Wiesbaden erreichte mich das Resümee eines regelmäßigen WURZELSPITZE – Lesers, der schon mehrmals in solchen Hotels dieser Hotelkette übernachtet hat (in Hamburg und Berlin).
Hier seine Eindrücke:
– spartanisches aber modernes Design ohne viel Schnick-Schnack und Schnörkel, völlig ok
– sauber, jedenfalls im Regelfall
– Zimmer und Bad recht klein bemessen (auch im DZ), aber zum Übernachten ist es ausreichend (bei mir kam nicht wirklich DAS Wohlfühl-Gefühl zustande, aber ich bin auch nicht das Maß der Dinge ;o))) und für ein oder zwei Übernachtungen ist das Motel One absolut in Ordnung und m.E. sogar empfehlenswert, wenn man genau das sucht und Luxus nicht ein MUSS ist;
– Service begrenzt, z.B. kein Telefon auf den Zimmern, keine MiniBar, kein richtiges Mittag-/Abendessen, keine umfangreiche Menükarte (kein Restaurant nur Barbereich und Lounge für Frühstück); Kein InterNet-Zugang auf den Zimmern; TV begrenzt und Geräte recht klein (aber nicht kriegsentscheidend); Rezeption: i.d.R. 06:00h bis 24:00h besetzt;
– Frühstück, recht begrenzte Auswahl aber in Ordnung (ein großes Angebot kann man bei den Preisen auch nicht erwarten) – Hinweis: Frühstück BUCHEN nicht vergessen, sonst kann es passieren, dass man kein Brötchen oder Croissant mehr bekommt… Es wird genau geplant, was benötigt wird. Für „Überraschungsgäste“, also Spontan-Übernachtungen ist natürlich auch gesorgt;
– Snack´s außerhalb der Frühstückszeit – klein, fein, nicht speziell (div. Sandwiches warm / kalt, Salat, Kuchen, andere süße Snacks, z.B. Kekse), verschiedene Kaffee´s und Mix-Getränke,…
Sein FAZIT:
Preiswert. Modern. Ordentlich/Sauber.
Empfehlenswert, wenn keine größeren Ansprüche bestehen und „nur“ die Übernachtung im Vordergrund ist.
Wenn ich nach Wiesbaden fahre, wie in den letzen Wochen mehrmals geschehen, komme ich zwangsläufig am Dorinth – Hotel vorbei, dem Tagungsort der diesjährigen DG Endo – Jahrestagung.
In unmittelbarer Nähe, schätzungsweise 150 Meter Luftlinie, gibt es ein Motel One. Sieht von aussen ansprechend aus und ist ganz neu. Vor wenigen Monaten erst eröffnet.
Ich kenne weder die Zimmer des Dorinth – Hotels, noch die des Motel One.
Im Dorinth – Hotel habe ich mal vor Jahren eine Fortbildung gehalten und es hat einen guten Eindruck auf mich gemacht damals.
Ein Motel One kenne ich überhaupt nicht von innen, aber ich könnte mir vorstellen, dass es, weil nagelneu, eine preisgünstige Alternative sein könnte. Würde ich zur DG Endo Tagung in Wiesbaden übernachten, ich würde angesichts des vergleichsweise niedrigen Zimmerpreises mit dem Motel One einen Versuch wagen.
Achja, für die Kollegen, die mit dem Zug anreisen – beide Hotels liegen direkt am Bahnhof (was in Wiesbaden kein Makel ist) und sind so gut von Bahnreisenden zu erreichen, ohne ein Taxi bemühen zu müssen.
Alles hat ein Ende , nur die Wurst hat zwei.
Damit ist aber nicht das Ende dieses Blogs gemeint, sondern (zunächst zumindest) nur das Ende der beitragslosen Zeit bei WURZELSPITZE.
Ab nächste Woche geht es weiter. Schulferienbedingt in Notbesetzung, die östlich und südlich beheimateten Autoren reisen noch in der Welt umher, aber dennoch mit Neuerungen.
Neuerung 1 – Wir werden versuchsweise die Kommentarfunktion zu den neuen Beiträgen zulassen.
Da das Feedback der letzten Wochen im Gästebuch überschaubar ausfiel, lassen wir es einfach darauf ankommen, in der Hoffnung, daß die Zahl der Kommentare nicht Überhand nehmen wird.
Neuerung 2 – Wir werden eine Seite einrichten, Freunde von WURZELSPITZE. (FvW).
Wer dieses Blog gut findet, die Idee, die dahintersteckt und das Engagement, daß damit verbunden ist – und wer konsequenterweise dann auch namentlich dies bekunden möchte, der schicke (sobald die Seite „FvW“ hier gelistet ist) eine Mail an fvw@wurzelspitze.de, damit wir Namen und Wohnort des Unterstützers auf der Seite vermerken können.
Neuerung Nr. 3 Die Fortbildungen. Genaueres dazu im Blog in den nächsten Tagen und dann auch auf der entsprechenden Seite der Homepage Stichwort „Fortbildungen“. Möglicherweise ist der Start noch in diesem Jahr. Als Termin bei Interesse bitte den 28. und 29.11.2009 vormerken.
Und damit siehts so aus, als dass die Sommerferien vorbei sind. Ab jetzt gilt wieder, Tag für Tag WURZELSPITZE mit Leben zu füllen.
Zumindest bis Anfang Oktober. Dann sind Herbstferien.
Mit dem Beginn der Sommerferien (zumindest hier in Bad Kreuznach) geht unser Blog WURZELSPITZE in die Sommerpause.
Seit 1. November 2008 sind wir nun auf Sendung.
233 Beiträge und deutlich mehr als 30.000 Besuche dieser Homepage gab es seitdem.
Erstaunlich viel für ein Konzept, dass zu Beginn mit großer Skepsis beäugt und dem kein Interesse der Leser nachgesagt wurde. Und das nicht promotet wurde, weil wir nach wie vor der Meinung sind, dass eine gute Idee entweder von selbst sich entwickelt und durchsetzt oder aber es nicht wert ist, weiterverfolgt zu werden.
Soll WURZELSPITZE fortgesetzt werden ?
Das hängt für uns zum gegenwärtigen Zeitpunkt stark davon ab, welchen Nutzen der Leser aus dem Niedergeschriebenen zieht.
Wir wissen es nicht.
Denn bislang haben wir die Kommentar – Funktion von WordPress nicht genutzt. Zu hoch erscheinen uns juristische Risiken oder der Arbeitsaufwand, diese auszuschalten, um eine allgemeine Kommentar – Funktion in das WURZELSPITZE – Blog zu integrieren.
Wir müssten jeden Kommentar sichten und angesichts einer beabsichtigten Beitragsfrequenz von mehr als 300 Beiträgen pro Jahr wird sofort klar, dass der Arbeitsaufwand,der damit verbunden wäre, nicht zu bewältigen ist.
Aber ein Gästebuch haben wir eingerichtet und wir freuen uns auf ihr Feedback.
Und noch auf einen weiteren Menuepunkt möchten wir hinweisen: Es wird in absehbarer Zeit Fortbildungen des WURZELSPITZE – Teams geben, die endodontische Themen zum Inhalt haben.
Auch hier lohnt es sich, immer mal wieder einen Blick auf die entsprechende Seite dieses Blogs zu werfen, insbesonders im Hinblick darauf, dass zumindest bei einigen dieser Kurse das Interesse nicht gering und Plätze möglicherweise schnell ausgebucht sein werden.
Doch dies wird frühestens Ende November der Fall sein, vielleicht sogar erst 2010.
Jetzt ist erst mal Urlaub.
Wir lesen uns wieder Anfang August.
Seit 2 Tagen ist es da, das neue Ultraschallgerät von VDW. Um es vorweg zu nehmen: Mir gefällt es sehr.
Ein übersichtliches Bedienfeld, ein verständlicher Leistungsregler und ein ausreichendes Angebot an Ultraschallansätzen.
Hinzu kommt, dass das Kabel des Fussanlassers über eine ausreichende Länge verfügt und das Gerät so auch auf Carts bereitgestellt werden kann, ohne dass beim Bewegen des Carts der Fussanlasser mitbewegt wird.
Bei genauerer Betrachtung des Handstücks fiel mir die Ähnlichkeit mit meinem Satelec P5Handstück auf.
Und tatsächlich: beide Handstücke gleichen einander wie eineiige Zwillinge. Vorsichtig das VDW Ultra Handstück auf das Satelec P5 Gerät gesteckt und siehe da: es passt.
Nun der Leistungsvergleich: beide Handstücke bringen bei ähnlicher Leistungseinstellung dieselbe Ultraschall-Spitze gleich stark zum Schwingen.
Für meine Praxis ist dies ein großer Vorteil, da wir bisher über zwei P5 Geräte von Satelec bzw. Acteon und insgesamt 4 Handstücke verfügen. Die Austauschbarkeit der Handstücke ist für mich das Kaufargument für das Acteon p5 Newtron gewesen, da ein Verschleiss der Handstücke nach einigen Jahren regelmäßiger Wiederaufbereitung (Desinfektion, Sterilisation) wahrscheinlich ist . Sind die Handstücke baugleich, muss nur das Handstück, nicht jedoch das gesamte Ultraschallgerät getauscht werden.
Eine wasserdichte Kamera hat nicht nur in der Zahnarztpraxis Vorteile. Auch im Urlaub wäre dieses Feature sinnvoll, besonders, wenn dieser sich am oder im Wasser abspielt.
Nachfolgend ein Urlaubs -Check
Pro:
klein und leicht, zumindest für jemand der sonst immer mit DSLR und verschiedenen Objektiven unterwegs ist
wasserdicht. Man braucht sich keine Gedanken zu machen, wenn man am Strand, auf dem Schiff oder im Regen unterwegs ist. In den Sand würde ich die Kamera aber nicht mitnehmen.
die Trageschlaufe kann man an allen 4 Ecken des Kamergehäuses festmachen, was beim Schnorcheln äußerst praktisch ist.
Bildstabilisator, großer Vorteil unter Wasser, wo das Licht sowieso weniger, die Blitzreichweite eingeschränkt ist und wo man meist keinen guten Halt hat
Contra
für die Hosentasche doch zu groß
Akkulaufzeit ist nicht berauschend
keine Standard – Akkus
Laden des Akkus nicht in der Kamera möglich
nur Vollautomatik-Programm, keine manuelle Einstellung oder Zeit- , Blendenautomatik
Videomodus max. in VGA-Auflösung
die kürzeste Brennweite mit 38mm Kleinbildäquivalent – in dieser Kameraklasse anscheinend immer noch Standard – ist für Landschaftsaufnahmen oder Bilder in der Stadt inakzeptabel
Alles in Allem eine digitale Kompaktkamera, die vollkommen in Ordnung ist, die aber – ausser der Wasserdichtigkeit – keinerlei Highlights zu bieten hat.
Die Bildqualität ist gut, aber von 12 Megapixel – speziell im Vergleich zur Sanyo E6 – hätte man sich mehr erwarten können. Der Makromodus mit Naheinstellgrenze von 4 cm ist ausreichend.
Da die Geschmäcker und Anforderungen unterschiedlich sind, hier noch ein paar Beispielfotos, so dass sich jeder selbst eine Meinung bilden kann.
die Kamera in einen Eimer mit frisch gefangenen Garnelen gehalten
Als früherer Windows-Poweruser war das nicht unbedingt zu erwarten. Mit MS-DOS bin ich groß geworden und wurde Nutzer der Kommandozeilen. Aber da war noch etwas…
GEOS – das erste graphische Benutzersystem für den C64. Das war ein faszinierendes Programm.
Ein Bekannter hatte dann eines Tages einen alten Apple Macintosh zu Hause. Mit Schwarz/Weiss Bildschirm.
Das solide Äußere begeisterte. Die inneren Werte waren leider recht schwach, aber man erkannte schon wo die Reise hingehen könnte…
Inzwischen ist die Zeit fortgeschritten. Auf dem Windowsrechner kann man ein OSX (Operatingsystem 10) installieren und Windows läuft auf dem Mac.
Für mich ist entscheidend, wie einfach ich bestimmte Programme einsetzen und wie schnell den erhofften Nutzen daraus ziehen kann. Dabei möchte ich nicht abgelenkt werden, durch ausufernde Internetrecherche und/oder das Durchforsten von Newsgroups nach Spezialkenntnissen oder Einstellungstricks.
Doch auch beim Mac ist ein gewisses Grundwissen wichtig und hilfreich, trotz der oft intuitiven Bedienung.
Mir hat Arne Neumann sehr geholfen und von seinem Wissen profitiere ich noch heute.
Im Rahmen der Werkstattgespräche Leipzig wurde ein Kurs zum Programm Aperture (Fotoverwaltung und Nachbearbeitung von Fotos) von Apple aufgebaut und durchgeführt. Die Teilnehmer dieses Kurses wollten noch mehr wissen und es wurde über weitere Kurseinhalte gesprochen.
Im ersten Kurs mussten wir feststellen, daß einige entscheidende Grundlagen nicht bekannt waren. Wir verbrachten viel Zeit damit, daß vorhandene Operatingsystem mal schnell anzupassen und etwas zu optimieren. Deshalb haben wir uns entschlossen, die Kurse „Aperture“ und „Mac für Zahnärzte“ zusammenzulegen.
Es ist eine informative und interessante Kursreihe um den Mac entstanden.
Für Interessenten habe ich hier noch einige Infos eingestellt.
Weil sich in letzter Zeit die Einträge über Polymerisationslampen häufen, hier unsere (zugegeben ziemlich alte) Lösung.
Optilux Demetron 401.
Seit 15 Jahren.
Ohne Verluste.
Lichtleistung ist gut, Gehäuse äußerst robust, obwohl nach einigen Abstürzen Risse im Kunststoffgehäuse zu erkennen sind.
Allerdings ist es nicht so, dass es hier nur Vorteile gibt.
Die Polymerisationslampe ist unhandlich groß und ist mit einem dicken schweren Kabel mit dem Steuergerät verbunden. Das Steuergerät enthält das Netzgerät und dort wird auch die Polymerisationszeit eingestellt.
Innen sitzt hinter einem bichromatischen Filter eine 90 W – Halogenlampe, und die will gekühlt sein – und das ist laut.
Der Lichtleiter ist dick und hat nur eine Kröpfung von 60°, was eine Polymerisation im Molarenbereich nicht begünstigt – bringt allerdings viel Licht.
Aber sie läuft und läuft und läuft.
5 Lampen sind in meiner Praxis im Einsatz, jede braucht ca. 1-2 Jahre eine neue Halogenlampe.
Ausser wenn sie mal wieder runterfallen, dann vielleicht eher.
Keine der Lampen war je zur Reparatur.
Und deshalb sei die Frage erlaubt, ob das Neue wirklich immer das Bessere ist.
Ich würde wechseln.
Aber solange meine Lösung funktioniert, ist mein Leidensdruck, auf eine eventuell wesentlich fehleranfälligere Lösung umzusteigen, extrem gering.
Noch bevor ich einen neuen Patienten persönlich kennenlerne, hat sich dieser in den meisten Fällen ein „Bild“ von unserer Praxis gemacht.
Dieser erste Eindruck ist nachträglich nur sehr schwer zu korrigieren.
Eine unfreundliche Mitarbeiterin beim telefonischen Erstkontakt, kein Blickkontakt zum Patienten, der die Praxis betritt, ein unordentlicher bis chaotischer Rezeptionsbereich, lange Wartezeiten … die Reihe der Negativbeispiele ließe sich beliebig fortsetzen.
Neben den „Erlebnissen“ beim erstmaligen Betreten der Praxis kann auch ein Internetauftritt das „Praxis-Bild“ des Patienten prägen. Viele unserer überwiesenen Patienten informieren sich im Vorfeld einer endodontischen Behandlung im Internet.
Eine eigene Homepage selbst zu entwerfen, ist sicher nicht Jedem gegeben. Ein, wie ich finde, sehr gelungenes Beispiel ist die Homepage von Dr. Hans-Willi Herrmann aus Bad Kreuznach ( www.endoherrmann.de ), die dieser, als Fachfremder ohne professionelle Unterstützung mit Hilfe des Apple – Programms IWeb selbst erstellt hat.
Für Alle, die nicht wie Hans – Willi Herrmann selbst über ein Grundrepertoire an gestalterischen Fähigkeiten verfügen, bietet die Leipziger Agentur Yellow Creative ihre Dienste an.
Layout, grafisches Erscheinungsbild, Strukturierung der Menüpunkte , Betreuung der Homepage … Daniela Mutz, die Agenturinhaberin, füllt diese Punkte mit Leben. Dabei geht die individuelle Note nicht verloren, wie die folgenden Beispiele zeigen.
Die 35-jährige Patientin kam zur Routine-Untersuchung.
„Da unten links ist das Zahnfleisch ab und zu ein wenig komisch“, sagte sie zu mir.
Am 36 war nichts groß auffällig auf den ersten Blick. Buccal im Bereich der Furkation war die Gingiva leicht verdickt und gerötet.
Sondierungstiefen alle unauffällig bis 3 mm.
Nur bukkal an der veränderten Gingiva „fiel“ die Sonde drucklos bis 13mm.
Sensibilitätsprüfung auf Kältespray negativ.
Die Röntgenaufnahme zeigte dann das ganze Mass des Knochenabbaus:
Deutliche Aufhellung an beiden Wurzeln, röntgenologisch kompletter Verlust des interradikulären Septums
Nach Aufklärung über den Zustand und die Überlebenswahrscheinlichkeit die alles entscheidende Frage an die Patientin:
Erhaltungsversuch oder Implantat ?
Die Patientin wollte den Versuch des Zahnerhaltes.
Und auch ich war der Meinung, das dieser Zahn erhaltungswürdig und erhaltungsfähig ist.
Es folgten maschinelle Aufbereitung, reichlich Spülung mit den entsprechenden Desinfizientien, Kontrolle auf Frakturen oder Cracks mit dem Dentalmikroskop, medikamentöse Einlage mit Calciumhydroxid, provisorischer Verschluss mit Cavit.
Nach einer Woche nach wie vor keine Schmerzen oder andere Beschwerden. Die Gingiva hatte sich bukkal normalisiert.
Die Sondierungstiefe hatte sich erstaunlicherweise von 13mm auf 3mm reduziert (allerdings wollte ich das nicht mit aller Kraft wissen).
Medwechsel.
Wieder Calciumhydroxid, Cavit und jetzt Harvardzement oben drauf.
Nach einem Vierteljahr – bei der nächsten Kontrolle – wie gehabt – keine Schmerzen, keine auffällige Sondierung. Die Kontrollaufnahme liess eine Heilungstendenz erkennen.
WF mit SystemB und koronalem adhäsivem Verschluss.
Letzte Woche, ein halbes Jahr nach WF, ist durchaus eine deutliche Knochenregeneration zu erkennen.
Die Furkation ist noch nicht ganz knöchern regeneriert, wir werden aber dennoch zur Überkronung schreiten.
Soeben im Internet gefunden.
Einen Link zu einem Endodontie – Gerichtsurteil des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichtes bzgl. Überschreitens des GOZ – Schwellensatzes.
Passt ganz gut, denn ich saß heute morgen an einem Weisheitszahn, der endodontisch zu behandeln war.
Schwierige Zugänglichkeit, geringe interokklusaler Abstand, Kippung des Zahnes, ungewöhnliche Kanalanatomie.
Jeder Zahnarzt weiss, dass diese Zähne zu den schwierigsten überhaupt gehören.
Trotzdem ist ein solcher Zahn per se kein Grund für eine Überschreitung des Schwellensatzes, wie das nachfolgend aufgeführte Gerichtsurteil zeigt.
Dieses Jahr auf der IDS habe ich ihn zum ersten Mal gesehen.
Den transparenten latex-freien Kofferdam von Hager & Werken, Duisburg.
Fit-Transpadam.
Latexfrei und durchsichtig.
Auf den ersten Blick kein „must-have“.
Ich hab ihn auch wieder vergessen.
Vor 2 Wochen kam eine Kollegin zu mir in die Praxis.
Komposit-Füllungen sind zu machen.
Aber Vorsicht!
Latex-Allergie.
Da fiel mir als Erstes die angebrochene Packung Flexi-Dam von Roeko ein.
Und auch, dass er mir persönlich zu wenig Spannkraft hat – also nicht ideal zum Abdichten für Zahnhalsfüllungen.
Da kam mir der „Durchsichtige“ von Hager & Werken wieder in den Sinn.
Ich dachte, es könne auch nicht schaden, wenn man bei der ZH-Füllung sieht, was sich unter der Klammer abspielt. Ein kurzer Anruf beim Depot, kurze Zeit später war er da:
Glasklar, ziemlich dick, wenig flexibel.
Test beim ersten Patienten: 42, Frontzahnklammer, 2 Versuche, 2 Tücher gerissen. Daraufhin bin ich umgestiegen auf Roeko FlexiDam
2. Patient: 47, Klammer 12A, Tuch vorher über den präparierten Zahnstumpf gezogen, danach die Klammer. Ging so eben. Die Klammer wurde mit Flow-Komposit gesichert.
Fazit nach 2 Patienten:
– zu wenig flexibel (Aufspannen auf dem Rahmen geht schlecht)
– reisst seeehr leicht (KD mit Klammer auf den Zahn wird nicht funktionieren)
– Rückstellkraft mässig (Abdichtung um den Zahnhals suboptimal).
– die Sicht in die Mundhöhle bei angelegtem KD kann manchmal von Vorteil sein.
Kurz: In meinen Augen (und Händen) definitiv KEIN „must have“ zumal es latexfreie Alternativen gibt, die „weniger techniksensitiv“ sind.
Und bei der Kollegin mit der Latex-Allergie werde ich definitiv auf den Flexi-Dam von Roeko ausweichen.
Die Munce Discovery Burs wurden mir empfohlen von Winfried Zeppenfeld, Flensburg.
Munce Burs
Lange Zeit hatte ich diese Empfehlung nicht beachtet.
Bei einer Internetrecherche kam ich dann auf die Seiten von C.J. Munce (www.cjmengineering.com).
Ich erinnerte mich sofort an die Empfehlung des Kollegen. Schnell hatte ich diese speziellen Rosenbohrer gefunden.
Jedoch der Preis – 6 Stück sollten 65 Dollar kosten + Versand + Einfuhrsteuer + Gebühren.
Die Munce Burs blieben in Amerika. Der Preis erschien mir deutlich zu hoch.
Nach einigen Monaten und einem erneuten Gespräch mit Winfried bestellte ich die Munce Burs doch.
Bis heute habe ich diesen Kauf nicht bereut. Es ist der mit Abstand schärfste und standfesteste Rosenbohrer, den ich kenne. Er hat einen geradzu fantastischen Rundlauf und eine hervoragende Steifigkeit, obwohl der Schaft stark verjüngt ist. Die Standfestigkeit der Bohrköpfe ist extrem. Meine 6 bestellten Sets sind nach 3 Jahren noch immer im Einsatz.
Die Rosen sind fein abgestuft und es ist sinnvoll, diese als Set zu bestellen.
Die Daten:
Der schmale Schaft vor der Rose ist 1mm stark.
Die Länge des Instrumentes beträgt 31mm.
Die Rosen können Ultraschallansätze nicht vollständig ersetzen, aber die Anwendung derselben erheblich reduzieren.
Vorteilhaft ist die deutlich geringere Wärmeentwicklung, die geringeren Kosten gegenüber diamantierter Ultraschallansätze, die „Unkaputtbarkeit“.
(Der Bohrer schneidet Im Ernstfall auch Composit und Amalgamreste. Letzteres geht natürlich auf Kosten der Langlebigkeit der Scheiden.)
Den enormen Nutzen der Munce Discovery Burs lernt der Anwender unter großen optischen Vergrößerungen besonders zu wertschätzen.
Inzwischen sind die Discovery Burs auch in Deutschland erhältlich (www.hanchadent.de).
Heute stellte sich ein altbekannter Patient in der Praxis wieder vor.
Er ist uns nachhaltig in Erinnerung, weil die Zahnextraktion bei ihm bisher immer schwierig war.
Jeder kennt solche Patienten, bei denen die Zähne deutlich fester im Kiefer sitzen als bei anderen Patienten.
Standardszenario: meistens Fraktur der Wurzel oder die Krone zerbricht in Einzelteile, wenn der Druck der Zange zu groß wird.
Also „Aufklappen“ oder „Ausgraben“.
Unser Patient kam vom Notdienst.
Diagnose: Längsfraktur.
Der Zahn wurde trepaniert und mit Ledermix ruhig gestellt.
Die Fraktur war auf den ersten Blick nicht zu erkennen. Also Kofferdam drauf und die Wände der Trepanationsöffnung saubergebohrt.
Tatsächlich: Langsfraktur.
Der Zahn war durch die Trepanation geschwächt, mesial und distal war ein Längsriss in der Wurzel, das roch schon nach berstender Krone und somit nach Aufklappen….
Kurzerhand habe ich die Trepanationsöffnung gesäubert, mit „iBond“ konditioniert und eine adhäsive Kompositfüllung gelegt, um die Zahnkrone zu stabilisieren (auf die Modellation einer gnathologischen Kaufläche habe ich großzügig verzichtet).
Für einen Oberkiefer-Prämolaren mit Knochenabbau war er wirklich ein harter Brocken – aber er ist nicht zerborsten.
Ob die Stabilisierungsfüllung das Bersten der Krone verhindert hat, weiss ich nicht.
Jedenfalls hatte ich beim Ziehen mit der Zange ein deutlich sichereres Gefühl.
Eines ist klar: der viertägige Moskau-Besuch anlässlich des diesjährigen Quintessenz-Symposiums gehört zu den absoluten Highlights meines Berufslebens.
Die Organisatoren des Events, Quintessenz Russland, allen voran Anna Svir und ihr Team, haben eine perfekte Veranstaltung auf die Beine gestellt.
Volle Vortragsräume, interessierte Zuhörer und ein tolles Rahmenprogramm liessen die 4 Tage für mich zu einem besonderen Erlebnis werden.
Zwei Dinge sind mir besonders im Gedächtnis geblieben: die Praxis, in der mein russischer Kollege Ilya Mer seine endodontischen Behandlungen durchführt und der Wissensdurst der Teilnehmer des Symposiums.
Die Ausstattung des Behandlungszimmers lässt keine Wünsche offen: Dentalmikroskop, Accubeam Adapter mit einer HD-Videokamera, Mitbeobachtermonitor, Schlumbohm Endopilot, P5 Newtron Ultraschallgerät, digitales Röntgen und alle erdenklichen Instrumente und Materialien sind vorhanden.
Die Patienten tragen Schutzbrille, Kopfhaube, Einwegkittel und haben ihre Strassenschuhe unter Kunststoffschutzfolien „versteckt“. Bis auf die Fussabdeckung durchaus mit unseren Praxen vergleichbar. Der Unterschied ist die Patientenzahl, die Ilya pro Tag behandelt: 4-5! Auch der Praxisinhaber der vorwiegend implantologisch und prothetisch tätig ist, hat täglich nicht mehr Patienten.
Die entspannten Gesichter nach einem halben Arbeitstag sprechen für sich.
Die Teilnehmer des Endodontie-Symposiums haben mich ebenfalls sehr beeindruckt. Interessiert verfolgten sie die Vorträge und die im Anschluss gestellten, zum Teil durchaus kritischen Fragen, zeugten von einem hohen Wissenstand. Noch 30 Minuten nach dem Vortrag wurden Fragen gestellt. Kein Vergleich zu Kongressen hier bei uns.
Wer immer noch denkt, wir seien der Nabel der zahnmedizinischen Welt, dem empfehle ich eine Hospitation in einer modernen russischen Zahnarztpraxis.
Der Enthusiasmus der russischen Kollegen, ihre Herzlichkeit und geradezu überwältigende Gastfreundschaft haben den Abschied nicht leicht gemacht. Und deshalb ist klar: Ich komme wieder.
Die Pressemeldung der DEVK – Versicherung kreist seit ein paar Tagen im Internet.
„Vor keinem Doktor fürchten sich die Deutschen mehr als vor dem Zahnarzt (44 Prozent). Behandlungen an der Zahnwurzel rufen die größten Ängste hervor: Zwei von drei Bundesbürgern bereitet ein solcher Eingriff bereits im Vorfeld Zahnschmerzen. Weitere Top-Ängste sind Zahnziehen (59 Prozent) und Bohren (50 Prozent). Zu diesem Ergebnis kommt eine bundesweite repräsentative Befragung im Auftrag der DEVK Versicherungen unter 1.000 Personen.
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Auch die Kosten für Wurzelbehandlungen werden seit Januar 2004 nur noch von Fall zu Fall von den Krankenkassen übernommen. Gesetzlich Versicherte, die neben der Angst vor einer Wurzelbehandlung auch das dazugehörige Kostenrisiko plagt, können sich über eine private Zusatzversicherung absichern. Die DEVK bietet beispielsweise ab sofort eine Krankenzusatzversicherung an, die sowohl für die Zahnbehandlung als auch für Teil- oder Vollnarkosen aufkommt. Die Zahnversicherung wird abgeschlossen in Verbindung mit einem Grundtarif für Zahnersatz, Sehhilfen und Krankenversicherungsschutz für Auslandsreisen. Neu ist, dass jetzt auch Behandlungen der Zahnwurzel mitversichert sind.
Soweit Auszüge aus der Pressemeldung.
2 von 3 Patienten fürchten sich vor der Wurzelkanalbehandlung ?
Kann das sein ?
Müsste das sein ?
Und wie sieht es hinterher aus ?
Was sagen die Patienten, wenn die Behandlung vorbei ist ?
Der Eindruck in den Praxen der „WURZELSPITZE“ – Autoren ist ein anderer.
Im Gegenteil, viele Patienten gehen mittlerweile die Wurzelkanalbehandlung entspannter an als andere Routineeingriffe in der Zahnmedizin, wie Füllungen oder Zahnreinigung.
Offensichtlich scheint es Unterschiede zu geben.
Aber Eindrücke sind das eine, Fakten das andere.
Aus diesem Grund wird im Laufe der nächsten 12 Monate eine Befragung in den „Wurzelspitze“ – Praxen zur Schmerzsituation im Rahmen von Wurzelkanalbehandlungen durchgeführt werden. Wir sind gespannt, ob sich der Trend der DEVK – Befragung wiederfinden wird oder ob die Ergebnisse davon abweichen.
Der Patient, männlich, Ende 40 kam zu uns mit Beschwerden und einer zeitweilig auftretenden Fistel an Zahn 21.
Der Zahn war überkront, mit SSA.
Im Röntgenbild zeigte sich eine insuffiziente WF und apikal war vermutlich Zustand nach WSR.
Was tun mit dem Zahn ?
Extrahieren ?
Vieles sprach dafür, eigentlich fast alles.
Die missglückte WSR.
Die Fistel.
Die Resorption.
Der vorhandene SSA.
Die tiefen Taschen.
Der Patient wünschte dennoch unbedingt den Versuch des Zahnerhaltes und so entfernte ich zunächst die Krone.
Anschließend den Stiftstumpfaufbau.
Wäre früher undenkbar gewesen, heute und in diesem Falle dank Dentalmikroskop und spezieller Ultraschallinstrumente kein Problem.
Danach wurde die insuffiziente Wurzelfüllung entfernt.
Die vorhandene Infektion war nun offensichtlich, angesichts der schmierigen Pampe im Wurzelkanal.
Abschließend erfolgte eine medikamentöse Einlage mit Calciumhydroxid.
Die sich, unerwartet, aus dem Sulcus unter dem Kofferdam rausdrückte.
Grund dafür war offensichtlich ein Defekt in der Wurzel.
Gott sei Dank keine vertikale Wurzelfraktur, wie im ersten Moment vermutet.
Nach Aufklappung zeigte sich palatinal ein Riss und Resorptionen. Unerheblich ob primär extern oder intern.
Fakt war, es bestand eine Verbindung zwischen Sulkus und Zahninnerem.
Mit mikrochirurgischen Ultraschallansätzen wurde im Bereich der Frakturlinie und der Resorptionen eine Kavitätenpräparation durchgeführt und der Defekt adhäsiv mit Flow – Komposit verschlossen.
Im Rahmen der WF – Sitzung wurde zunächst apikal Pro Root MTA white eingebracht. Weiter koronal erfüllte die Defektfüllung im Bereich der internen Resorption mit Guttapercha aus der Beefill – Injektionspistole, abschließend wurde ein Glasfaserstift als Makrofüller und Retentionsgeber in eine Kompositmatrix eingebettet.
Es erfolgte eine Präparation für die provisorische Krone und die Eingliederung dieser markierte das Ende der Behandlung,
Heute. mehr als 12 Monate später ist die Krone immer noch in situ.
Sie kann sich, obwohl für dieses langen Zeitraum nicht konzipiert, immer noch noch sehen lassen.
Die Taschentiefen sind zirkulär auf 2 mm zurückgegangen, die Fistel, die über Jahre hinweg bestanden hatte, verschwand schnell und tauchte nie wieder auf.
Der Zahn ist nun bereit für die definitive Kronenversorgung, die im Laufe des Jahre erfolgen soll.
Wie hatte ich vor ein paar Tagen sinniert: In Städten mit U – Bahnen ist die Zahnärztewerbung obligat, aber wie sieht es in Kleinstädten aus.
Die Antwort für Bad Kreuznach kam heute via Telefon.
Buswerbung für die Zahnarztpraxis.
Was der Metropole ihre U – Bahn ist dem Provinzstädtchen sein Stadtbus.
Eine volle Bus – Breitseite für 990 Euro pro Jahr.
Es gibt offensichtlich kein Entkommen.
The times they are a changing.
Rein gefühlsmäßig würde ich die Buswerbung als sinnvolle Investion (für den, der Werbung machen möchte) bewerten.
Die Werbung fällt auf, wird wahrgenommen, wiedererkannt, besprochen im Bekanntenkreis.
So wie die Zahnärzte – Radiowerbung bei Antenne Bad Kreuznach und die Werbung auf den Einkaufswägen der Supermärkte.
Zwischenzeitlich habe ich von Patienten erfahren, dass es mindestens 2 Einkaufsmärkte gibt mit Zahnärztewerbung am Einkaufswagen.
Mal schauen ob /wann Aldi dies als zusätzliche Einnahmequelle entdeckt.
Weiter geht es mit der Kurzbeschreibung der Möglichkeiten, die das GTD – Programm „Remember the Milk“ ermöglicht.
In der Aufgabenverteilung lassen sich eigene Listen erstellen.
Diese können nach den eigenen Vorstellungen aufgebaut werden.
In meiner Praxis habe ich im Rahmen unseres Qualitätsmanagements für jeden Angestellten eine Liste angelegt, so daß ich die Aufgaben in den Listen kontrollieren und einsehen kann.
Ebenso kann man natürlich für jedes weitere Ereignis, oder jeden Vorgang eine Liste anlegen. Unterlisten anzulegen ist derzeit nicht möglich.
Dies führt somit nicht zu vollkommen verschachtelten Themengebieten. Allerdings sinnvoll wäre es in der Projektverwaltung.
Die Aufgaben können mit folgenden Eingabefeldern ergänzt werden (Liste, Fällig am, Wiederholen, Zeitbedarf, Tags, Ort, URL, Aufgeschoben, Freigegeben, Notizen, Priorität). Die meisten Felder sind selbsterklärend.
Besonders interessant könnte die Möglichkeit sein, zu erkennen, ob die Aufgabe bereits aufgeschoben wurde.
Unter „Freigegeben“ kann man die freigegebenen Benutzer sehen. Somit lässt sich die Aufgabe zur Erledigung delegieren.
Eine weiter gute Lösung ist die Erinnerungsfunktion. Hat man ein Datum in Feld Fälligkeit angegeben besteht die Möglichkeit über folgende Dienste eine Erinnerung zu ermöglichen.
API
Gmail
Google Calendar
iGoogle
iPhone/iPod touch
MilkSync
– BlackBerry
– Windows Mobile
Handy
Offline Zugriff
Twitter
Leider kann man die verschiedenen Dienste nicht gleichzeitig nutzen. Es funktioniert immer nur ein Dienst.
Durch die Google Maps Einbindung lassen sich Ort und Aufgabe verknüpfen.
Die für mich wichtigste Funktion ist die Importfunktion.
Über eine spezielle Mailadresse kann man sich Aufgaben zuschicken.
Die Betreffzeile wird dann zur Aufgabenzeile.
Die gesamte Mail wird in den Notizen angezeigt.
Eine geniale Lösung, die mir richtig Zeit und vor allem lästige Mühen in meinem bisherigen Arbeitsablauf erspart.
Insgesamt schätze ich mittlerweile „Remember the Milk“ als ein einfach zu bedienendes Programm mit erheblicher Vielfalt.
In der Süddeutschen Zeitunggibt es eine Spalte „Bei uns in New York“
In der Ausgabe vom 29. Mai 2009 schreibt Nikolaus Piper unter der Überschrift:
„Mit Zement gegen die Rezession“
„Auf CNNläuft seit einigen Wochen die Werbekampagne eines großen Herstellers von Zahnzement. Nun ist Zahnzement ein äußerst nützliches Produkt; Zahnärzte verwenden es, um damit Kronen, Brücken und Füllunen zu befestigen. Aber als Patient geht man ja normalerweise davon aus, dass der Zahnarzt seinen Zement selber kauft. An wen richtet sich also die aufwändige Werbung ?
Mein eigener Zahnarzt in Brooklyn klärte mich auf: Bei dem Produkt handelt es sich um einen provisorischen Zement, mit dem Patienten herausgefallene Kronen selbst befestigen können. In der Rezesion ist dieser Zement zum Verkaufsschlager geworden. Die Patienten können ihren nächsten Zahnarzt-Besuch herausschieben, ein wichtiger Kostenfaktor in einem Land, in dem knapp 50 Millionen Menschen gar nicht oder unzureichend krankenversichert sind.“
Es wird immer mal wieder telefoniert innerhalb von „Wurzelspitze“ und nicht immer muss es dafür einen konkreten Anlass geben.
Also zumindest keinen wichtigen.Und „Einfach nur mal so“ wie in diesem Fall zähle ich definitiv zu den eher unwichtigen (aber dennoch schönen) Begründungen, warum man zum Hörer greift.
Wie letzte Woche, als Christian Danzl und ich telefonierten und dazu ein wenig synchron im Internet surften.
Ich hatte zufällig ein Bild eines zahnärztlichen Behandlers entdeckt, der eine gerade zu selbstkasteiende Arbeitshaltung am Behandlungsstuhl einnahm.
Wäre er LKW Fahrer und man würde ihn zwingen, 8 Stunden in solch einer Arbeitshaltung auf Autobahnen und Landstrassen herumzufahren, die Gewerkschaft „Transport und Verkehr“ würde einschreiten und nicht tolerierbare Arbeitsbedingungen anprangern. Und Horst Schlemmer würde sagen:“ Junge, pass auf, du kriegst Rücken, abber schlimm“
Nun ist leider eine solche Arbeitshaltung heutzutage immer noch nicht die Ausnahme.
„Business as usual“ in den Praxen. Allerdings auf einer Praxishomepage als Aushängeschild der Praxis so sich abzulichten, ich weiss nicht, ob das so gut kommt.
Wir klicken uns zur Homepage, von der das Bild stammt.
Und siehe da, der Kollege arbeitet mit höchsten ethischen Ansprüchen und er scheint nicht unbekannt.
Immerhin ist in einer dieser seit ein paar Jahren angesagten Lifestyle Zeitschriften a la Men´s´Health seine Praxis vorgestellt und das können sicherlich nicht viele von uns sagen.
Da steht (unter anderem): „Hierfür hat der überregional renommierte Zahnarzt einen anspruchsvollen diagnostischen und therapeutischen Leistungskatalog etabliert, der innovative Zahnheil-Konzepte mit individueller Patientenbetreuung auf höchstem fachlichen Niveau verbindet.“
Starke Worte, die zum weiteren Lesen animieren.
Wir klicken uns durch die Fotos auf der Homepage.
Das Team in Behandlung.
Plötzlich ein Lachen von Christian.
„Nee, is nich wahr“
„Was denn ?“, frage ich.
„Schau Dir mal die Handschuhe an auf den Fotos“.
Ich schaue hin, ein kurzer Blick.
„Was ist damit ?“
Ich kann nichts entdecken.
„Die sehen aus wie aufgesprayt !“
Ich schaue genauer hin. Und es sieht tatsächlich so aus, als ob erst nachträglich, am Computer unter Zuhilfenahme eines Bildbearbeitungsprogrammes der Anschein erweckt wurde, der Behandler und seine Assistenz hätten Handschuhe getragen bei der Behandlung.
Wir sind angekommen in der „Jetztzeit“, was die Zahnmedizin angeht.
Überall prangen sie uns entgegen, kaum mehr dezent zu nennende Hinweise darauf, wo der Patient vor Ort optimale Zahnmedizin finden könne.
Im Internet.
Klar, die Praxis -Homepage. Haben wir auch.
Die Patienten fragen danach. Nicht alle, aber immer wieder welche.
Keine Ahnung warum …
Vermutlich weil ein sozialer Druck entsteht.
„Was, dein Zahnarzt hat noch keine Homepage ? Wo gehst Du denn hin ????“
So entsteht Nachfrage nach Dingen, die die Welt eigentlich nicht braucht. Deshalb gibt es Werbung.
Bei Google wird geworben mit gekauften Anzeigen – Bannern.
Und auch im virtuellen „Örtlichen Telefonbuch“ kann es passieren, dass einem der Hinweis auf DEN Zahnarzt vor Ort entgegenblinkt.
Plakatwände in der Innenstadt. Gefühlte 3*4 m gross. In Aschaffenburg.
Oder Werbebanner an Brücken über dem Mittleren Ring in München.
Über 2 oder 4 Farbbahnen hinweg.
Farbige ganzseitige Praxisanpreisungen in einer Wochenzeitung in Bremen oder Düsseldorf.
Teils als redaktioneller Beitrag getarnt, teils offen als Werbung platziert.
Es wimmelt nur so von Spezialisten, Experten.
Alle leisten Außerordentliches.
Dann die Werbung in der U- Bahn. Mittlerweile vermutlich überall in Deutschland dort, wo es U – Bahnen gibt.
Und wie sieht es in der Provinz aus ?
In Städten wie Bad Kreuznach oder anderswo.
Der Einkaufswagen bei Lidl.
Das Plakat blickt mich die ganze Zeit an.
Ich kann den Blick nicht abwenden, zumindest nicht, bis der Wagen fast vollständig gefüllt ist.
An der Kasse, im Eingangsbereich eines anderen Lebensmittelmarktes eine Breitwand LCD – Bildschirm Präsentation.
50 Zoll Bilddiagonale mindestens.
Auch hier ein Hinweis auf einen Zahnarzt, für 10 Sekunden eingeblendet, eingepfercht zwischen Blumengeschäft und Fitnessstudio.
Die Bäckertüte.
Frühstücksbrötchen für zu Hause mit dem dezenten Hinweis auf den Zahnmedizin – Spezialisten.
Der muss aber noch an seinem Printauftritt arbeiten, seine Werbung sieht, schwarz gerahmt, wie eine Todesanzeige aus.
Es gibt die Ärztetafel.
Kannte ich bis vor kurzem gar nicht.
Das sind Werbeseiten im Telefonbuch, auf denen jeder Arzt seinen Namen, so groß und bunt er möchte, drucken lassen kann.
Alle stehen drin, kostenlose Einträge ganz klein, wie man es vom Telefonbuch her kennt, und wer es größer möchte, der zahlt und wird dann entsprechend besser in Szene gesetzt.
Und da wäre noch der lokale Radiosender.
Antenne Klein – Puckelmuckel.
„Diese Uhrzeit wird Ihnen präsentiert von der Zahnarztpraxis Dr. Bohrdasloch“.
Ich habe kein Problem damit, das Zahnärzte werben.
Und mit Werben meine ich genau das,was das Wort sagt. Anpreisen. Kunden anlocken.
Aber und dieses „Aber“ ist ein goßes „ABER“, ein fett gedrucktes „Aber„.
Ich denke – und sage ganz klar – es ist der falsche Weg.
Und in wenigen Jahren sind wir wieder genauso weit wie heute.
Nur größer, bunter, verwirrender und teurer.
Aber (da ist es wieder, dieses Wort) das ist okay.
Oh tempora oh mores.
So sind die Zeiten.
Kann, soll jeder machen, wie er will.
Nach mehr als 15 Jahren Praxistätigkeit, 12 davon mit immer wiederkehrenden längeren Aufnahmestopps muss ich jedoch die Frage stellen, warum jemand, der seine Praxis länger als 2 – 3 Jahre seine Praxis hat, werben muss.
Denn nach einer entsprechenden Anlaufzeit (die natürlich von Situation zu Situation unterschiedlich sein kann) muss eine Praxis in der Lage sein, seine Patienten selbst zu rekrutieren.
Soll heißen, für jeden Patienten der zufrieden die Praxis verlässt, gibt es mindestens 2, 3 neue, die dort behandelt werden wollen.
Ich will nicht drüber streiten, wann dieser „tipping point“ erreicht sein wird, aber fest steht für mich, es kommt der Tag, an dem sich diese Situation sich einstellt.
Gute Praxen haben immer zu tun.
Ich kenne keine gute Praxis, bei der das nicht so ist.
Das heisst nicht im Umkehrschluss, dass ein volles Wartezimmer oder lange Wartezeiten eine Beweis sind für eine exzellente Arbeitsqualität.
Definitiv nicht, dafür kann der Patient viel zu unzureichend beurteilen, was in seinem Mund passiert.
Und es heißt auch nicht, dass eine werbende Praxis nicht auch eine exzellente Praxis auch sein kann.
Aber als Patient würde ich schon genau hinterfragen, warum der Werbende dies tut.
Bei der heute vorgestellten LED DIY – Version kann es zu einem Defekt der Motorplatine kommen.
Eine Motorplatine KaVo kostet ca. 200€
Ein Kollege in Nürnberg hatte 2 Platinen zu entsorgen.
Kosten 400€.
Das Problem ließ sich irgendwie durch das Einlöten eines elektronischen Bauteils in die Zuleitung lösen ……..
Gemessen an Zeitaufwand der „Bastelei“ und dem Risiko halte ich es nicht für sinnvoll, so vorzugehen, aber das muss jeder selbst für sich entscheiden.
Es fing ja alles an mit der Markteinführung der LED – Handstücke von W & H und der NSK – Alternative.
Deutlich kostengünstiger.
Dann folgte der Hinweis von Andreas Habash auf die HPSL – LED – Birnchen für die konventionellen Motoren und Turbinen.
Noch einmal deutlich kostengünstiger.
Und jetzt der ultimative Spartipp für all Diejenigen, die bereit sind, ein paar Minuten Zeit in einen Do it yourself – Umbau zu investieren.
Hier der Link für eine Bauanleitung als PDF – Dokument, zur Verfügung gestellt von Dr. Henry Schneider, dem Betreiber des Zahnmedizin – Portals DD – DeutscheDental, auf dem die PDF nach kurzer unkomplizierter Anmeldung kostenlos heruntergeladen werden kann.
Als mich der Kollege Bijan Vahedi auf dieses Buch aufmerksam machte, bestellte ich es mit gemischten Gefühlen.
Der Gedanke „wieder ein Buch mit Aufbereitungssequenzen und Instrumentenvorstellungen…..“ war sofort präsent.
Als mein Exemplar endlich ankam (Amazon, zwei Tage Lieferzeit) stellte ich beim ersten Blättern fest, dass KEINE EINZIGE Instrumentensequenz oder ähnliches enthalten war.
Diese Buch handelt auf 310 Seiten tatsächlich nur von der Biologie in der endodontischen Therapie.
Dabei handeln verschiedene Autoren sehr gründlich die verschiedenen Aspekte der biologischen Grundlagen ab.
Die Referenzen am Ende eines jeden Kapitels sind eine gute Zusammenfassung der momentan aktuellen Literatur dazu und ermöglichen ein vertieftes Studium.
Interessant?
Für mich auf jeden Fall, und zwar so, dass mich meine Erstassistenz unter Androhung körperlicher Gewalt zum Behandeln zwingen musste.
Relevant? Sicher, denn diese Buch sammelt IMHO alles, was man schon einmal fragmentarisch irgendwo gehört hat, und zwar kompakt und gut zum Nachlesen. Und es bietet die Gelegenheit, sein eigenes Behandlungsprotokoll zu überprüfen und aufgrund der vorhandenen Literatur anzupassen und/oder zu ergänzen.
Mein Resümee:
Einen Kauf wert für jeden, der weiter als die neuesten Feilentechnologien und Sequenzen schauen möchte und sein Wissen um den biologischen Aspekt der von uns tagtäglich durchgeführten endodontischen Arbeit auf eine solide Basis stellen will.
Endodontic Microbiology
Ashraf F. Fouad
ISBN: 978-0-8138-2646-2
Hardcover
368 pages
March 2009, Wiley-Blackwell
P.S.: soeben ist das Buch „Essential Endodontology“ von Dag Ørstavik und Thomas Pitt Ford in der aktuellen Ausgabe bei mir angekommen. Das erste Anlesen lässt sich nicht schlecht an…..
Im Blogbeitrag Spieglein, Spieglein an der Wand (1) habe ich die Röder – Spiegel im Überblick vorgestellt. Heute möchte ich heute ein weiteres Produkt aus dem Hause Röder berichten, den doppelseitigen Mundspiegel.
Der Einsatz ist insbesondere bei der Nutzung des Spiegels als Wangenhalter oder im Unterkiefer auch als Zungenhalter von Vorteil.
Der Spiegel wird nicht mit Wegdrücken der Wange über den Spiegelrücken, sondern durch den gewohnten Zug der Wange mit der Spiegelvorderseite eingesetzt.
Hervorzuheben ist die hygienisch einwandfreie Spiegelglaseinfassung.
Durch die zwei Gläser ist der Spiegel deutlich kopflastiger als der gewohnte einseitige Mundspiegel.
Die Länge des Spiegels wird noch optimiert, so daß dieser ebenso in ein Normtray passt.
Nachdem bereits im Blog in “Ein Quantum Trost” über Qualitätsprobleme bei LED – Polymerisationslampen berichtet wurde, soll nicht unerwähnt bleiben, daß auch Produkte anderer Hersteller unerwartete Qualitätsmängel zeigen.
Kerr – ein großer Name in der Zahnmedizin.
Ein Unternehmen, mit dem man vorbehaltslos höchste Qualität verbindet.
Die Polymerisationslampe “Demi” eines der forschrittlichsten Produkte im Bereich Polymerisationslampen, wenn man der Herstellerbeschreibung glauben darf, ist seit dem Besuch einer Dentalmesse in unserer Praxis im Einsatz.
Das Gerät zeigt sich sehr handlich und flexibel.
Der Akku erscheint unverwüstlich und es gab keine Probleme in der Funktion.
Nach wenigen Monaten beobachteten wir im Gehäuse des Gerätes kleine Risse.
Diese wurden zusehends größer. Deshalb reklamierten wir die Lampe und baten unser Dentaldepot um Austausch.
Dies wurde anstandslos gemacht.
Nachdem wir die zweite Lampe einige Zeit eingesetzt hatten, trat dieses Problem wieder auf.
Betroffen waren die gleichen Bereiche des Griffs und Bedienfeldes.
Offensichtlich ist die Qualität des Gehäuses nicht adäquat zur ausgelobten Produktbeschreibung. Es kann sich kaum um ein weiteres Montagsgerät handeln, da ein diesbezüglicher Zufall doch zu groß wäre.
Der Einsatz einer Polymerisationslampe erfolgt in unserer Praxis seit Jahrzehnten.
Keine der Lampen war jemals zu Boden gefallen oder wurde unsachgemäß eingesetzt und erlitt dadurch Schaden.
So hielt es sich auch mit den beiden Kerr – Lampen.
Ein Kollege schwört heute noch auf seine viele Jahre alte Kerr Demetron 401.
Ja, früher war alles noch viel besser.
Auf der Homepage von Maillefer finden sich Videos zur Anwendung der neuen Start X -Ultraschallspitzen.
Es lohnt sich, einen Blick darauf zu werfen, die Bildqualität ist sehr gut, so dass Vorgehensweise, Möglichkeiten und Drawbacks dieser Instrumente anschaulich vor Augen geführt werden.
Weiterhin finden sich auf der Homepage als PDF Download Produktbroschüren, Gebrauchsanleitungen, Anwendungshinweise, Datenblätter.
Vorbildlich. Für viele US Firmen Standard, bei uns noch eher die Ausnahme. Besser kann man es kaum machen.
Das sollte Vorbild sein für andere Firmen der Dentalwelt.
Und auch das grafische Design ist sehr gelungen, Kompliment an die Webdesigner.
Am 12. -14. November 2009 findet in Wiesbaden als Novum die erste gemeinsame Jahrestagung dreier deutscher endodontischer Fachgesellschaften statt.
AGET, Deutsche Gesellschaft für Endodontie und VDZE gestalten gemeinsam das zweitägige wissenschaftliche Programm, dem wie immer Workshops und Mitgliederversammlung am Vorkongresstag vorangestellt werden.
Referenten sind Frank Setzer, Meetu R. Kohli, Helmut Walsch, Detlef Heidemann, Jens Ove Andreasen, Edgar Hirsch, Willy Pertot, Domenico Ricucci und Paul Dummer.
Das genaue Programm finden sie als PDF hier im Download: GwTeF_AZ_2s_A4
Wer schon länger hier mitliest, weiss, dass unsere Bluephase LED Poymerisationslampe schon des öfteren defekt war.
Was man bei einem so hochpreisigen Produkt, welches zudem in James Bond-Manier beworben wurde, nicht erwarten würde.
Vor Weihnachten war die Lampe wieder einmal zur Reparatur bei Ivoclar.
Die Lampe kam zurück und funktionierte.
Aber nie lange.
Tag für Tag gab die Lampe nach kurzer Zeit (und vor allem immer unerwartet) den Geist auf.
Akku leer.
Wir wechselten die Akkus fortwährend, während der eine in der Lampe war, lud der andere.
Ohne nachhaltigen Erfolg.
Teilweise gab die Lampe schon bei der 2. oder 3. Behandlung des jeweiligen Tages den Geist auf, selbst wenn der Akku das ganze Wochenende geladen hatte.
Ein neuer Akku wurde gekauft.
96 Euro + MWS.
Der Fehler blieb.
Darufhin haben wir die Lampe wieder zur Reparatur gegeben.
Gestern kam der Kostenvoranschlag.
Knapp 100 Euro für das Wechseln eines Batteriekontaktes.
Mal schauen, wie sich die Lampe nach der Mutter aller Reparaturen nun schlägt.
Eine Frage:
Können Arbeitnehmer(innen) bei Ausfall der allgemeinen Beleuchtung die Arbeitsplätze gefahrlos verlassen bzw. führt dies zur Unfallgefahr ?
Mögliche Antworten:
a) Ja
b) ?
c) Nein
Eine einfache Frage.
Aus einem QM – Fragebogen für die Zahnarztpraxis.
Eine von 240 Fragen, die wiederum nur die Spitze des Eisbergs markieren, von Fragen die aufgeworfen werden, wenn es um die Umsetzung eines Qualitätsmanagements in der Zahnarztpraxis geht.
Und – mit Verlaub gesagt- definitiv keine Frage, die ich jemals in diesem Zusammenhang gestellt hätte, aber sie steht nun mal im Raum und so hat sich unser Team in der gestrigen Mittagspause mit diesem Problemkreis auseinandergesetzt.
Zunächst einmal ist anzumerken, dass diese Frage überhaupt nicht mit „Ja“ oder „Nein“ beantwortet werden kann.
Rein formal, weil die Frage 2 Fragen enthält, wobei die jeweilige Antwort konträr zu Antwort der zweiten Frage steht. Ein klassisches Paradoxon, dass jedem im Team sofort offensichtlich wurde.
Wie konnte dies nur der Ausmerksamkeit des Fragestellers entgehen ? Aber lassen wir das.
Fakt ist: Es kommt der Moment und das Licht geht unvermittelt aus.
Und zumindest an Winterabenden stehen wir dann im Dunkeln in der Praxis. Denn es ist gegebenenfalls davon auszugehen, dass die Strassenbeleuchtung, die durch die Fenster scheint, durch den Stromausfall ebenfalls betroffen ist und sich das Ganze gegebenenfalls an einem regnerischen Neumondabend ereignet.
Ausserdem gibt es Räume in der Praxis, die fensterlos sind, zum Beispiel der Röntgenraum, der Umkleideraum oder die Patiententoilette.
Was tun also, wenn´s Licht ausfällt ?
„Taschenlampen !“, fällt Einem spontan ein.
Löst das Problem aber nur unvollkommen, da im Dunkeln erst einmal auch die Taschenlampe gefunden werden muss. Vermutlich müsste in jedem Raum mindestens eine solche deponiert werden, was zumindest auf der Patiententoilette ein wenig bizarr wirkt.
Aber selbst auf dem Weg zur Taschenlampe könnte sich ja noch ein schwerwiegender Unfall ereignen, er wäre zumindest nicht auszuschliessen.
Dies ginge nur, wenn jeder Mitarbeiter von nun an eine Taschenlampe jeder Zeit mit sich trüge.
Der spassige Kommentar meiner Mitarbeiter, von nun an Kopfleuchten zu tragen, wie Jogger in der Nacht oder Bergarbeiter, erscheint absurd, würde das Problem aber lösen.
Wäre aber unbequem und sieht ziemlich behämmert aus.
Alternative ?
Die Taschenlampe an einem Band um den Hals tragen.
Dem kann aus hygienischen Gründen nicht entsprochen werden.
Also in die Hosentasche damit.
Setzt eine weitere neue Arbeitsanweisung voraus: Von nun an hat jeder Mitarbeiter Arbeitshosen oder Kittel mit Taschen zu tragen, die Taschenlampen problemlos aufnehmen können.
Wäre nur noch ein Problem zu lösen.
Taschenlampen gehen meistens nicht, wenn man sie braucht, die Batterie ist leer.
Wir entschließen uns deshalb für Taschenlampen von Muji, die per Handdynamo und damit batterieunabhängig betrieben werden können.
Nächste Arbeitsanweisung: Jeder Mitarbeiter hat sich vor Arbeitsbeginn von der ordnungsgemäßen Taschenlampenfunktion zu überzeugen.
Und was ist zu tun, wenn wider Erwarten die Taschenlampe nicht funktionieren sollte im Ernstfall oder nicht verfügbar ist ?
Schon folgt die nächste Arbeitsanweisung: Bewegungslos stehen bleiben, bis das Licht wieder angeht. Oder jemand mit einer Taschenlampe herbeigeeilt ist.
Um sich kenntlich zu machen, sollte der/die Arbeitnehmer(in), dessen/deren Taschenlampe nicht funktioniert, laut „Hilfe Hilfe, Taschenlampe !“rufen.
Oder zumindest „Kleine Taschenlampe brenn“ (von „Ich will Spass“ Markus aus den 80ern) singen.
Sollte das Licht längere Zeit ausbleiben, so kann, aber nur sofern die Beine anfangen weh zutun und die Kräfte schwinden, gegebenenfalls sich vorsichtig auf den Boden gesetzt werden.
Allerdings nur unter langsamen Bewegungen und erst nachdem der Boden mit den Füssen vorsichtig dahin untersucht worden ist, dass keinerlei Gegenstände dort herumliegen, die eine Verletzung hervorrufen könnten.
Von Patienten, die sich beim Stromausfall in der Praxis aufhalten können, war im Übrigen nie die Rede. Rein gefühlsmäßig stufe ich bei diesen die Unfallgefahr wesentlich höher ein als beim Praxispersonal, dass ja wenigstens seine Taschenlampen immer bei sich trägt.
Sollten wir also von nun an jeden Patienten, sobald er die Praxis betritt eine Taschenlampe aushändigen ?
Oder nur, sobald er die Patiententoilette betreten möchte, weil dies der einzige für ihn zugängliche fensterlose Raum der Praxis ist.
Es ist an der Zeit für eine weitere Arbeitsanweisung: Beim erstmaligen Betreten der Praxis ist darauf hinzuweisen, dass der Patient vor Betreten der Toiletten eine im Wartezimmerbereich ausliegende Taschenlampe an sich zu nehmen hat.
Und wäre es nicht sinnvoll, mir vom Patienten schriftlich bestätigen zu lassen, dass er über diese Vorgehensweise informiert wurde ?
Fragen über Fragen.
Letztendlich wird es aber auf etwas ganz anderes hinauslaufen: Per gesetzlicher Bestimmung werden zukünftig Zahnarztpraxen dazu verpflichtet werden, eine unterbrechungsfreie Stromversorgung sicherzustellen.
Das bedeutet Akkumulatoren, Schwungscheibendynamos im Keller, die permanent laufen und für längere Ausfallzeiten ein Diesel – Notstrom -Aggregat als Back Up.
Reichen 20.000 Euro pro Praxis ? Vermutlich nicht. Aber die Sicherheit muss uns schon Einiges wert sein, oder ?
Falls Sie dies alles jetzt als maßlos übertrieben und unrealistisch halten.
Genau das ist es.
Aber die QM -Checkliste existiert und diese Frage ist Realität.
Und mit ihr noch 239 weitere Fragen, die uns nur zu einem geringen Teil wirklich weiterbringen, uns aber maßgeblich davon abhalten, unserer eigentlichen Arbeit, dem Behandeln kranker Menschen, nachzukommen.
Damit wir uns nicht missverstehen.
Ich bin ein absoluter QM – Fan.
Aber das hier hat nichts mit QM zu tun, sondern nur damit, dass an entscheidender Stelle eine Reihe von Leuten offensichtlich jeden Bezug zur Wirklichkeit verloren haben.
Schon seit ich die erste Version der Sonicare Zahnbürste, die Advance, (damals noch nicht im Philips-Vertrieb) in Gebrauch hatte, war ich ein grosser Fan.
Die Schallzahnbürste vermittelte ein gutes Gefühl der „Sauberkeit“ nach dem Putzen.
Aber bei der ersten Sonicare ist es nicht geblieben. Es gesellten sich im Laufe der Zeit noch die Modelle Elite (2. Generation) und FlexCare (3. Generation) dazu. Auch eine Sonic Complete von Braun/Oral B gehört heute zum Inventar.
An anderer Stelle gesellte sich bei mir zu diversen Digital-Kameras auch die Casio EX-F1 hinzu. Da diese Kamera die Möglichkeit bietet Hochgeschwindigkeitsaufnahmen mit bis zu 1.200 fps zu machen, habe ich das Schwingverhalten der Schall-Zahnbürsten mit 1.200 fps gefilmt.
Ergebnis: Den besten „Durchzug“ hatte die 2. Generation (Elite) der Sonicare, gefolgt von Sonicare 3 und Sonic Complete. Die Advance (1. Generation) konnte ich leider nicht mehr filmen, da der Akku schon verschlissen war, Bürstenköpfe sind aber noch verfügbar)
Die Pulsar von OralB war außer Konkurrenz dabei. Sie kann man als Handzahnbürste mit „etwas Vibration“, die etwa ein 10tel einer Sonicare kostet aber auch nicht direkt mit den Schallschwingern vergleichen.
Mein Favorit ist und bleibt die Sonicare/Philips der 2. Generation.
Nachdem mein ProErgo Dentalmikroskop immer mehr nach der Kabel-Grabbelkiste beim bekannten Media-Fachmarkt aussah, bat ich einen Bekannten, sich der Sache anzunehmen.
Nach einer gewissen Anzahl Arbeitsstunden hatte er die Kabelschlange soweit im Griff, dass alles ordentlich und verstaut aussah. Dabei fiel mir auf, dass im Arm des ProErgo KEIN Platz mehr war und ist. Es geht nicht einmal mehr ein Klingeldraht durch. Durch wahrscheinlich schon, dann sind allerdings die Gelenke blockiert.
Der Grund dafür lautet weniger, dass ich zu viele Kabel habe (Mann kann nicht genug Kabel haben ;-)), sondern dass jedes einzelne Kabel isoliert und zusammengefasst ist. Diese Isolierung ist zu einem beträchtlichen Teil dafür verantwortlich, dass der Platz in einem DM-Arm knapp wird. Andererseits ist die Isolierung auch ein mechanischer Schutz für die Kabel, somit nicht von der Hand zu weisen, wichtig.
Was wäre nun, wenn man vor der Installation der Dentlamikroskope Kabelbäume einzieht, die dann vor Ort mit den nötigen Steckern zur Adaptation der Ausrüstung am DM versieht. Man bleibt flexibel, denn bei einem evtl. Tausch der Fotoausrüstung lötet man einfach einen neuen Stecker an. Wobei sich einige Kabelbelegungen nie ändern, höchstens die Steckerform, da der Hersteller sein Zubehörgeschäft neu beleben möchte.
Angenommen, ich würde mir 2 Kabel mit jeweils 15 Leitern ins DM ziehen lassen, dann verringert sich die Anzahl der Kabel im Arm enorm, ich bin flexibel, die Anzahl der aus dem Arm führenden Stecker verringert sich ebenso, alles sieht aufgeräumter aus, was wäre mir das wert? Ich weiss es nicht, dass käme auf den Preis an. Wenn ich retrospektiv mir allerdings überlege, wie viel Ärger und Unmut, abgesehen von den hämischen Kommentaren der Kollegen, mich die Kabelbaumgeschichte bisher gekostet hat, wäre mir diese Dienstleitung schon einiges wert.
Warum bietet niemand diesen Service an, auch wenn er aus wirtschaftlichen Gründen kostenpflichtig wäre? Weil jemand, der bereits eine 5-stellige Summe für ein Dentalmikroskop ausgegeben hat, nicht noch einmal Geld für Kabel ausgeben möchte, weil die gibt es im Fachmarkt des Vertrauens in der Grabbelkiste für 5€. Ich dachte damals genauso. Heute sage ich: das wäre eine Investition für die Zukunft, die mir viel Ärger erspart. Ich kann nicht ein optisches High-Techgerät für die Summe X kaufen und dann ausgerechnet an dem sparen, das für den Gesamteindruck dieses Gerätes verantwortlich ist.
Oder würden Sie sich ein Auto kaufen, bei dem man die Leitungen AUF der Karosserie verlegt hat?
Parallel zur Cleankeys – Glastastatur hatten wir in der Praxis die General Keys Silikon – Tastatur zum Praxistest.
Das Äußere
Schwarzer Gummi.
Es gibt Leute, die stehen drauf, ich gehöre nicht dazu.
Aber – es geht ja um optimale Hygiene und da heiligt der Zweck schon ein wenig die Mittel. Ausserdem kostet die Tastatur gerade mal knapp 17 Euro und dafür fand ich das Äußere akzeptabel.
Zweckmäßig halt.
Wenns funktioniert…
Das Schreiben Gewöhnungsbedürftig.
Problematisch der schwammige Druckpunkt der Tasten. Auch nach mehreren Tagen stellt sich kein Gefühl der Sicherheit beim Schreiben ein. Im Gegensatz zur Cleankeys – Tastatur, bei der ein gewisser Gewöhnungseffekt stattfindet, bleibt das Schreiben bei der General Keys Silikon – Tastatur in einem gewissen Maße Glückssache, je nachdem, ob man den Druckpunkt der Tastatur erwischt oder nicht. Am schwierigsten bei der Space – Taste, die, wie gewohnt breit ausgelegt, mehrere Druckpunkte mit „Luft“ dazwischen aufweist. Aber auch sonst muss man ziemlich in die Tasten hämmern, um einen Tastaturanschlag sicher auslösen zu können.
Und was gibts sonst noch
Wenn ich wählen müsste zwischen der Cleankeys Tastatur und der General Keys Silikon -Tastatur, ich würde die Cleankeys – Tastatur wählen.
Auskommen könnte ich mit jeder dieser Tastaturen.
Sie sind beide nicht optimal, aber das Schreibergebnis ist im Hinblick auf den Nutzen der Hygienefähigkeit, der bei der Tastaturauswahl im Vordergrund steht, akzeptabel.
A pro po Hygienefähigkeit. Machen wir uns nicht vor, hier hat die Cleankeys definitiv die Nase vorne.
Der preisliche Unterschied zwischen der Cleankeys und der General Keys ist enorm.
Insofern kann ich jeden verstehen, der sich bei mehr als 300 Euro Differenz für die Silikon – Tastatur entscheidet.
Und kaum habe ich geschrieben, dass ich die Cleankeys – Tastatur bevorzugen würde, kommt eine meiner Damen aus der Anmeldung daher. Neudeutsch würden wir sagen, mein „front desk manager“, aber ich mag keine unnötigen Anglizismen, allerdings fällt mir nichts Besseres ein.
Egal, sie mag die General Keys – Tastatur. Und kann damit gut schreiben. Keine Probleme.
Man sieht, die Geschmäcker sind unterschiedlich.
Mal schauen, was bei unserem Praxistest noch so alles rauskommt.
Wie bereits erwähnt sind noch 2 Herausforderer am Start und ein Wacom Bamboo Tablet als Mausersatz haben wir seit neuestem ebenfalls in Gebrauch.
Endo-Boxen gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Fast scheint es, jedes Feilensystem, das etwas auf sich hält, kommt mit einer eigenen Endo-Box daher.
Komet/Brasseler hat seine Endo – Aktivitäten weiter ausgebaut und zwei neue Feilensysteme auf den Markt gebracht.
AlphaKite und EasyShape.
Dazu gibt es – selbstverständlich – eine neue Box.
Die Sterisafe A8.
Eigentlich eine System-Box, da das Innenleben austauschbar ist und es auch einen Universal-Einsatz gibt.
Sie findet bei Komet auch Einsatz im Implantat-Bereich.
Was ist neu dran?
die Box ist geeignet zur Sterilisation im geschlossenen Zustand. Auf der Rückseite ist ein Filter eingelassen, der nur alle 6 Monate getauscht werden muss
es gibt einen festen Verschlussmechanismus – nicht nur einen Deckel, der draufliegt
auf der Vorderseite lässt sich ein Kärtchen einschieben, auf dem die Sterilisationsdaten eingetragen werden können plus einen Sterilisationsindikator
die Box lässt sich „verplomben“, so kann gewährleistet werden dass die Box nach dem Sterilisationsvorgang und vor dem Einsatz nicht geöffnet wurde
das Schönste: mehrere Boxen können miteinander verbunden werden. So können mehrere Boxen stabil nebeneinander auf dem Tray zum Einsatz kommen,wenn man mehrere Systeme nebeneinander nutzen will.
Z.B. eine Box mit Handfeilen, eine Box mit einem Feilensystem A und eine Box mit dem Erweiterungs-Set zu A
Kosten?
– Steri-Info und „Verplombung“ 2 bzw. 3 Cent.
– Box: 97,-
Die 5 Cent je Sterilisationsvorgang werden niemand groß belasten.
Aber für eine Box knapp 100 Euro, vielleicht 2-3 Feilensysteme, jeweils mit Ersatzbox, da sind schnell mal 1.000 Euro zusammen, nur für Boxen!
Ist mir momentan einfach zu teuer.
Aber vielleicht bringt Brasseler ja ein interessantes Kombi-Angebot auf den Markt.
In einem kurzen Überblick habe ich die Canon Power Shot D 10 gestern ja schon vorgestellt.
Hier nun der erste Modifikationsvorschlag.
Durch den zurückversetzten Blitz ist die komplette Ausleuchtung des Bildes bei Nahaufnahmen nicht mehr gewährleistet, da das Objektivgehäuse den Strahlengang des Blitzes behindert (deshalb reicht das Abkleben des Blitzes allein nicht, um richtig belichtete, geblitzte Makro-Aufnahmen zu bekommen, wie bei der Sanyo E6).
Ich habe nun aus einem Polyethylen-Deckel einer Alginat-Dose einen Diffusor für den Blitz ausgeschnitten (das ging prima mit einer Kronenrandschere).
Dieser wird vorne über das Objektivgehäuse geschoben.
Er verringert das Licht und verteilt es deutlich besser.
Die Lichtleisung kann je nach verwendetem Material noch mehr oder weniger gedrosselt werden.
Funktioniert recht gut.
Ist aber sicher noch verbesserungsfähig.
Nun ja, DIE Digitalkamera für den universellen dentalen Einsatz, die Sanyo VPC-E6, die uns der Wallenhorster Zahnarzt Michael Logies nahegebracht hat, wird zumindest schon lange nicht mehr hergestellt. Die Einzelhändler haben auch schon lange keine mehr, nur auf Ebay tauchen hin und wieder welche auf. Also auch keine verlässliche Quelle.
Und da die Halbwertszeiten von Konsumerkameras immer kleiner werden,nehmen in letzter Zeit die Berichte zu, die vom Ableben der Sanyo Kameras erzählen.
Einige Kollegen haben gleich mehrere Exemplare in der Praxis, um Ersatz zu haben. Aber auch diese werden irgendwann dahinscheiden…
Also der König ist noch nicht ganz tot, aber es ist eine Frage der Zeit.
Aber es ist ein vielversprechender Neuling eingezogen. Die Canon Powershot D10.
Sie hat einige Eigenschaften, die sie, wie die E6, für den Einsatz in der Praxis tauglich machen:
gute Macro-Eigenschaften, kürzeste Distanz 4 cm (da war die E6 noch besser: Abstand ab 1cm)
Blitz nahe und mittig über dem Objektiv (auch da war die E6 noch besser, da der Abstand noch geringer und der Blitz nicht hinter der Frontlinsenebene angeordnet war)
die Frontlinse/das Objektiv kommt nicht aus dem Kamera-Gehäuse heraus
relativ großer Monitor (der von der E6 war größer)
Bis hier liegt die E6 eindeutig vorne.
Aber auch die D 10 kann punkten:
sie ist wasserdicht bis 10 m Tauchtiefe – in der Praxis nur dahingehend interessant, dass sie abwaschbar ist. Ob sie Behandlungen mit Desinfektionsmitteln aushält sei dahingestellt, aber zumindest hält sie das Wasser aus
die D 10 hat keinen Objektivdeckel oder Verschlussmechanismus (der bei der E6 hin und wieder ausfallen soll), sondern nur eine Scheibe – dekorativ verschraubt.
es gibt einen Image Stabilizer, der einem das eine oder andere Bild retten kann, wenn man auf den Blitz verzichten kann
der Weissabgleich im Blitzmodus ist NICHT blaustichig wie bei der E6
Nachteile zur E6:
unhandlicher
mehr Bedienknöpfe
12,1 Megapixel Auflösung, das hört sich gut an, vergrößert aber bei – wenn überhaupt – unwesentlicher Verbesserung der Bildqualität die Dateien erheblich. Hier kann man wahrscheinlich die Bildgröße im Menu getrost verringern.
Den ersten Vergleichstest gewinnt ganz klar der alte König. Aber nur solange er noch käuflich erworben werden kann und funktioniert.
Praxistests und Vergleichsbilder folgen.
Der angegebene Link zum Webinar funktioniert offensichtlich nur nach Anmeldung.
Der Link wurde abgeändert.
Auf die Tulsa Dental – Homepage gehen, dort den entsprechenden Link anwählen, dann sollte es funktionieren.
Nach der Anmeldung, in welcher die Emailadresse, der Benutzername und ein Passwort eingegeben werden müssen und der anschließenden Aktivierung kann man sofort loslegen.
RTM ( Remember the Milk ) ist vorkonfiguriert und kann nun in diesem Zustand genutzt werden.
Zuerst gelangt man in die Übersicht ( Überblick ). In dieser werden die fälligen ( heute, morgen ) und überfälligen Aufgaben angezeigt. Am Anfang sind diese Felder ohne Hinweise, da noch keine Aufgaben angelegt sind.
Im Fenster oben rechts ist das Menü zu sehen in welchem man zu den verschieden Seiten kommt.
| Offline | Überblick | Aufgaben | Orte | Kontakte | Einstellungen | Hilfe | Abmelden
Offline: Ermöglicht das Arbeiten ohne Internetverbindung. Die Aktualisierung erfolgt bei der nächst möglichen Verbindung.
Aufgaben: Enthält die Listen mit den entsprechenden Aufgaben
Orte: Verknüpfung mir Google maps
Kontakte: Hier kann man angemeldete RTM-Mitglieder eintragen, welchen man beispielsweise Zugriff auf bestimmt Aufgaben gewähren will.
Einstellungen: Möglichkeiten RTM zu konfigurieren
Hilfe: FAQ Texte zu RTM in Englisch
Abmelden: dient zum abmelden und evtl. Wechsel des Benutzernamens
Im nächsten Beitrag wird die Aufgabenvergabe etwas näher beleuchtet.
Das Äußere Besser als hier verwirklicht kann man die Umsetzung einer optimal hygienefähigen Tastatur nicht lösen.
Eine glatte Oberfläche aus Glas, keine Nischen, keine Spalten oder Poren.
Und was das Aussehen angeht – eigentlich jeder, der die Tastatur gesehen hat sagte spontan: „Die sieht gut aus !“
Diese Tastatur ist, auch wenn ich meine Apple – Tastaturen schöner finde, ein echter Hingucker.
Das Schreiben Gelingt nach kurzer Einarbeitungszeit recht gut.
„Recht gut“ heißt, dass niemand erwarten kann, mit einer solchen Tastatur Romane in den Computer „hacken“ zu können. Zumindest nicht ebenso einfach wie bisher gewohnt.
Im zahnärztlichen Arbeitsumfeld jedoch, in dem die Tastatur eingesetzt wird, ist gut damit zu arbeiten.
34 l1 bmf cp f3 mod einzutippen ist sicherlich kein Problem und genau darum geht es ja in unserem Falle. Arztbriefe wird man vermutlich ohnehin nicht im Behandlungszimmer schreiben, sondern im Büro oder der Anmeldung.
Je besser der Schreiber ist an einer konventionellen Tastatur, umso mehr wird er den Unterschied wahrnehmen. Meine Assistentinnen, mit deutlich weniger Schreibpraxis als ich, waren mit der Cleankeys – Tastatur wenn überhaupt nur unwesentlich langsamer als mit einer konventionellen Tastatur.
Meine Schreibergebnisse waren am besten, wenn ich nicht auf dem Monitor schaute, wie mit einer „normalen“ Tastatur gewohnt, sondern den Blick beim Schreiben auf die Tastatur richtete. Und – Die Trefferquote war am höchsten, wenn ich die Tastenfelder von weit oben kommend berührte, also ohne aufliegende Handballen, wie ich es normalerweise zu tun pflege.
Ein wahrnehmbarer, aber niemals aufdringlicher Piepston ersetzt das gewohnte Schreibgeräusch des Tastaturklackern und signalisiert, dass man eine Taste getroffen hat.
Die Tastatur lag mit im Schweizer Qwertz Layout vor, dass gegenüber dem deutschen Qwertz – Layout nur geringfüge Abweichungen aufweist und daher keinen Grund darstellt, die Tastatur nicht zu kaufen, selbst wenn in absehbarer Zeit eine „deutsche“ Version auf dem Markt erscheinen sollte.
Und was gibts sonst noch
Großes Plus. Das integrierte Trackpad.
Es funktioniert einwandfrei, auch mit Handschuhen. So ist man ohne Probleme in der Lage, eine Maus zu ersetzen im Behandlungszimmer. Und das ist gut so, denn ich möchte im Behandlungszimmer nicht mehr auf hygienefähige Tastaturen verzichten und wer sich erst einmal mit dem Gedanken beschäftigt hat, seine Tastatur nach jedem Patienten desinfizieren zu wollen, für den steht zwangsläufig die Frage im Raum, wie konsequenterweise nun mit der Maus verfahren werden soll.
Und noch eine Sache. Ich kann im Behandlungszimmer nicht mehr auf einer Tastatur schreiben, die nicht adäquat desinfizierbar ist.
Welche es sein wird ?
Noch steht es nicht fest, denn neben der Cleankeys – Glastastatur und der General Keys – Silikon -Tastatur, über die ich demnächst berichten werde, haben sich noch zwei weitere Kandidaten angekündigt.
Eins kann ich jedoch jetzt schon sagen: Ein Fehlkauf ist die Cleankeys – Tastatur, trotz ihren nicht unerheblichen Preises, auf keinen Fall.
Ist ein Spiegel verunreinigt, z.B. durch Spraynebel, drehe ich einfach den Spiegelgriff um und arbeite mit dem zweiten Spiegel weiter.
Für meine Assistentin ist der Spiegelwechsel das Signal, den verunreinigten Spiegel zu säubern. Dies geschieht, während ich mit der sauberen Seite arbeite.
So habe ich jederzeit einen sauberen Spiegel, mit dem ich optimal arbeiten kann.
Die letzten Jahre habe ich mit „cone socket“ Gewinde – Griffen gearbeitet, das sind die US – Gewinde. Die Auswahl an zur Verfügung stehenden Spiegelgrössen war jedoch dadurch etwas eingeschränkt.
Jetzt habe ich auf die „deutschen“ Gewinde umgestellt, um auch andere Spiegelgrößen, gegebenenfalls von unterschiedlichen Herstellern nutzen zu können. Hartzell & Son bietet beide Optionen, wenngleich in unterschiedlichen Griffformen.
Vor kurzem wurde in einem zahnärztlichen Internet – Forum vom Kollegen Andreas Habash eine Anfrage gestellt nach Erfahrungen mit der Doppelstrom -Kanüle DSK 3 und ich gebe zu, dass ich noch nie zuvor davon gehört hatte.
Aber im Zeitalter des Internets trennen uns ja heute nur wenige Mausklicks von der Erfüllung aller Wünsche und zwei nette Telefonkontakte und wenige Tage später hielt ich die DSK 3 in Händen.
Und war zunächst einmal angetan von der hochwertigen Verarbeitung des Handstücks, auch wenn ich bereits im positiven Sinne sensibilisiert war, denn der Hersteller der DSK, die Firma Gerhard Grießbach DENTAL & FEINMECHANIK hat ihren Sitz in Glashütte und produziert, die Lokalisation verpflichtet, nicht nur zahnmedizinische Geräte, sondern ist auch Zulieferer der ebenfalls in Glashütte ansässigen Uhrenmanufaktur NOMOS. Ich war also hochgradig positiv gestimmt, denn die NOMOS – Uhren und insbesondere die Tetra – Armbanduhr schätze ich ausserordentlich.
DSK steht für Doppelstrom – Kanüle und ist nichts anderes als ein Handstück zum Aufstecken auf den Speichelsauger mit dem man Spüllösungen in einen Wurzelkanal einbringen und simultan den Überschuss absaugen kann.
Leider folgte die Ernücherung auf dem Fuße.
Die eingeführte Spülkanüle überragte das „Absaugrohr“ derart weit, dass es nicht möglich war, gleichzeitg zu spülen und abzusaugen.
Ich löste das Problem sekundenschnell, indem ich mit einer Trennscheibe die Einmalkanüle um die Hälfte ihrer Länge einkürzte.
Und schon liess sich die DSK problemlos einsetzen.
Später las ich dann auf der Homepage, dass man die Länge der Kanüle adjustieren kann. Umso besser, dachte ich.
Zwischenzeitlich hatte ich erfahren, dass es für die DSK 3 ein West – Ostgefälle gibt, den Bekanntheitsgrad betreffend. Im Endonews – Forum schrieb ein Kollege: Doppelstromkanüle- ein Relikt aus der DDR. War damals wohl berühmt… Ich kenne heute keinen, der es benutzt. Viel zu unhandlich und bei Kofferdam unnötig.“
Ich sehe das ein wenig differenzierter.
Sicherlich ist der Umgang mit der DSK gewöhnungsbedürftig, aber nicht ohne Reiz. Insbesondere dem Dentalmikroskopanwender böte die DSK die Möglichkeit, Absaugung und Spülkanüle innerhalb des Zahnes zu platzieren und so unter permanenter Spülung zu instrumentieren.
Ich schreibe böte, denn mit 3 kleinen konstruktiven Änderungen liesse sich die Ergonomie des Gerätes deutlich steigern.
1. Absaugkanüle im Durchmesser ein wenig reduzieren. Dies bringt mehr Sicht auf die Wurzelkanäle beim Arbeiten mit dem Dentalmikroskop
2. Anschluss des Speichelsaugers um 90 Grad verlegen, so dass das Handstück wie ein normaler Speichelsauger gehalten werden kann
3. Last but not least: Zufuhr der Spülflüssigkeit nicht von Hand via Spritze sondern auf „Knopfdruck“ automatisch via externer Pumpe. Über den Luerlock Anschluss habe ich ein in unserer Praxis vorhandenes Satellec – Gerät mit externer Pumpe angebunden. So kann ich als Behandler die Flüssigkeitszufuhr per Fusspedal steuern. Das gefällt mir besser, als, wie gegenwärtig notwendig, die Flüssigkeitszufuhr einzig meiner Assistentin überlassen zu müssen, weil die Spritze von meiner Arbeitsposition her nicht optimal erreichbar ist.
Es fehlen also vielleicht nur ein paar Kleinigkeiten, um aus der DSK 3, die dann vielleicht DSK 4 hiesse, eine runde Sache werden zu lassen.Womit wir wieder beim Thema Uhren wären, aber nein, die NOMOS Tetra ist ja eckig.