Top 2009 (6) Rely X

von Hans – Willi Herrmann

Diese Woche hatte ich 17 jähiges Praxisjubiläum.

Und spontan fallen mir nur zwei Dinge ein, die ich seit dieser Zeit unverändert habe oder mache.

Ich nutze das Root ZX Gerät für die Elektrische Längenmessung.
Und ich setze meine Kronen / Teilkronen / Inlays mit Panavia  ein.

Panavia – ein super Material.

Hält hervorragend.
Wenn man weiss, wie man damit umzugehen ist, kann man Restaurationen in mehr als einstelligen Zahlen ohne Hektik einsetzen. Es hat eine extrem dünne Schichtstärke und es gibt  keine Sensibilitäten mit diesem Material oder andere postherapeutische Probleme.

Und deshalb habe ich nie über den gegenüber Vergleichsmaterialien höheren Preis sinniert und verwende das Material bis heute.

Einen Nachteil hat  Panavia allerdings.

Die Überreste kleben extrem und so ist die Entfernung der Zementüberschüsse teilweise mit sehr hohem Zeitaufwand verbunden.

Im letzten Jahr habe ich dann in einigen Fällen Rely X ausprobiert.
Zunächst nur ganz vereinzelt, dann etwas öfters.
Bis jetzt gibt es nichts Nachteiliges zu berichten. Und die Zementreste lassen sich hervorragend entfernen.
Noch bin ich skeptisch, denn was aussen leicht abgeht, bringt vielleicht mit sich, dass auch die Krone nicht so hält, wie ich das bisher gewohnt bin.

Aber bis jetzt gibt es keine Retentionsverluste.
Und dass, obwohl das Material keiner Konditionierung der Zahnoberfläche bedarf.


4 Jahres Follow up – apikale Aufhellung (14)

von Bodald Necker

Vor ca. 4 Jahren kam eine neue Patientin zu mir in die Praxis, sie wurde überwiesen vom MKG-Chirurgen zur Wurzelkanalbehandlung.

Die Patientin bekam von ihrem Hauszahnarzt im 4. Quadranten 5 neue Kronen eingesetzt. Soweit so gut. Doch sie konnte nie ohne Schmerzen darauf kauen. Nach einem halben Jahr empfahl ihr der Zahnarzt die Extraktion von 44 – 47 mit anschliessender Implantatinsertation.

Die Begeisterung der Patientin hielt sich in Grenzen. Selbständig suchte sie einen MKG-Chirurgen auf, und fragte, ob man mit einer Wurzelspitzenresektion noch etwas könne, oder ob es noch andere Alternativen gäbe.

Die Antwort war eine Überweisung zur Wurzelkanalbehandlung.

Nach der ersten Sitzung – Trepanation des 44  mit anschliessender WK und Med – war die Patientin für’s erste schmerzfrei. Aber auch die anderen neu überkronten Zähne schmerzten nach und nach. So wurden nach und nach die Zähne 44 bis 46 wurzelbehandelt und der 47 revidiert. Nach einer Wartezeit von ca. 6 Monaten wurden die Zähne wieder überkront.

Seitdem verrichten sie ihren Dienst ohne Probleme.

In meinem diesjährigem Urlaub konsultierte die Patientin die Vertretungspraxis wegen Schmerzen auf der rechten Seite. Röntgenbilder  vom 1. und 4. Quadranten wurden angefertigt. Der Verdacht fiel auf den 17. Dieser wurde – da er noch vital war – erst mal aus der Okklusion genommen.

Wieder bei mir in der Praxis folgte die Endo an 17.

Durch die Bilder vom Kollegen hatten wir wieder ein follow-up vom 4. Quadranten nach ca. 4 Jahren.