Autogene Zahntransplantation

Von Christoph Kaaden

Nachdem ich gestern Abend auf einem gelungenen Vortrag zum Thema „dentales Trauma und Zahntransplantation“ war, möchte ich die Möglichkeit nutzen für diese Therapieform weiter zu sensibilisieren.

Auf WURZELSPITZE war in der Vergangenheit hier und hier über eine Prämolaren-Transplantation geschrieben worden. Weiterführende Literatur zu dieser Thematik finden Sie u.a hier in einer interessanten Dissertation.

Prof. Nolte hob ferner die Therapieoption einer Milchzahntransplantation hervor. Hier ein Fallbericht, der das Vorgehen näher erläutert.

 

Mein Fazit des gestrigen Abends lautet:

  • Man kann nie genügend Wissen über die dentale Traumatologie sammeln (hier der link zu der DGZMK-Leitlinie)
  • Zahntransplantationen (egal ob Zähne der ersten oder zweiten Dentition) bei verloren gegangenen bleibenden Zähnen sind eine Therapieoption, die mehr Beachtung finden sollte.

 

Symposien 2018 in Kopenhagen – Save the date

Von Christoph Kaaden

Die Universität Kopenhagen richtet im Mai 2018 zwei interessante Symposien aus.Bildschirmfoto 2017-11-03 um 10.54.25.png

Insbesondere das sechste Kopenhagen Trauma Symposium erscheint mir für unsere Tätigkeit als besonders informativ.

Hier weitere Informationen zu dem Programm.

Anmelden können Sie sich hier

See you in Kopenhagen

:-)

 

P.S.: Mein Wunsch & Vorschlag wäre ferner, dass sich auch einmal eine zukünftige DGET-Tagung ausschliesslich dem Thema Traumatologie widmet.

Vorträge bei der ESE, die ich mir gerne anhören möchte

von Hans – Willi Herrmann

Auch nach vielen Jahren und vielen Gelegenheiten, die ich ihm zuhören konnte, bin ich  ein Freund der Vorträge von Cliff Ruddle. Ich bewundere ihn für seine Fälle (die so ausserordentlich sind, dass diese schon mal still und heimlich von anderen Referenten vor großem Publikum gezeigt und als eigene Glanztaten ausgegeben werden). Und darüber hinaus ist er im positiven Wortsinne ein „showman“ alter amerikanischer Schule, ein Wanderprediger der Endodontie, vergleichbar im Deutschsprachigen vielleicht noch am ehesten mit Alexander Gutowski.

Wer also Ruddle noch nicht live erlebt hat, der sollte, falls möglich,  die von Christian Danzl gestern hier angesprochene Möglichkeit wahrnehmen.

Aber – es sind nicht nur die Giganten der Endodontie, die hörenswert sind.

Und gerade bei den ESE – 2 Jahrestagungen wie nächste Woche in Barcelona sind es oft die „kleinen“ Vorträge des Nebenpodiums, die den Reiz der Tagung und einen gegebenenfalls nachhaltigen Wissensgewinn mit sich bringen. Während illustre Namen  allzuoft mit altbekannten und eher trivial- grundsätzlichen Inhalten die Massen in die Haupttagungsräume ziehen, findet hier großteils  im Verborgenen immer wieder „the cutting edge of endodontics“ ihr Podium.

Nachfolgend ein paar Vorträge aus den „kleinen“ Vortragssälen 4 oder 5,  die ich auf meiner Auswahlliste habe:

Donnerstag, 17.09.2015

11:30 Guided Endodontics: Accuracy of a novel method for guided access cavity preparation and root canal location
*Connert T, Zehnder MS, Weiger R, Krastl G, Kühl S
12:10 The effect of ferrule and different reattachment designs on strengthening of the vertically fractured teeth using fiber and adhesive materials
*Kurnaz S, Keçeci AD, Kaya Ureyen B

12:30 Canal and isthmus cleanliness of mesial roots of mandibular molars after Laser Activated Irrigation: a micro-computed tomography study.
*Verstraeten J, Meire MA, Jacquet W, De Moor RJ

15:00 Microsurgical re-treatment of endodontically treated teeth with incomplete vertical root fracture: a clinical case report
Taschieri S, *El Kabbaney A, Tsesis I, Corbella S, Rosen E, Del Fabbro M

15:22 A new technique and a new device to remove broken endodontic instruments from root canals
*Widera N

15:44 Non-surgical root canal treatment of a maxillary lateral incisor with triple dens in dente and five canals
*Amezcua O, Cruz A, Cholico HP, Cabada A

16:06 Contemporary management of a perforated mandibular first molar by a multidisciplinary approach: report of a case with 7-year follow-up
*Tsurumachi T, Tsurumachi N

17:22 Dose reduction and Cone-Beam Computed Tomography accuracy
*Al-Nuaimi N, Patel S, Foschi F, Mannocci F

18:06 Tooth survival following root canal treatments in Sweden. First report from a Scandinavian Endodontic Research Collaboration network (EndoReCo)
*Fransson H, Dawson VS, Frisk F, Bjørndal L, Kvist T

Freitag, 18.09.2015
9:22 Micro-CT Root canal configuration and main foramina number investigation of 302 maxillary molars
*Wolf TG, Paqué F, Willershausen B, Briseño Marroquín B

9:44 Cone-Beam Computed Tomography study of root and canal morphology of mandibular first and second molars in a Spanish population
*Mora Christian J, Abella Sans F, Nuñez Avellaneda A, Roig C M

11:22 A prospective comparative study of root canal treatment using Thermafil and Cold lateral compaction in teeth with periapical lesions
*Kandemir Demirci G, Çalışkan M

12:28 Pastinject: Is it a novel instrument for root canal irrigation?
Kayahan MB, Pamukçu Güven E, Türk T, *Çiftçioğlu E, Küçükay I

12:50 Advances and new approaches in endodontic irrigation procedures
*İriboz E

15:22 Laser-activated irrigation using pulsed erbium lasers: principles and physical basis
*Meire MA, Poelman D, Verschraege A, De Moor RJ

15:44 Laser-activated irrigation using pulsed erbium lasers: value added cleaning and disinfection
*De Moor RJG, Meire MA

16:06 Laser-Assisted Endodontic Treatments: A Paradigm-Shift.
*Martins MR, Martins MA, Gutknecht N

17:00 An ex-vivo study to demonstrate the effect of direct current on the efficacy of 1% sodium hypochlorite
*Logani A, Chahar M, Shah N

17:22 A new alternative for intracanal negative pressure irrigation: The iNP needle. Characteristics and suggestion for the protocol of clinical use
*Adorno CG

17:44 Evaluation of the antibacterial and antifungal activity of benzydamine hydrochloride and conventional antimicrobial agents: an in vitro study
*Kaval ME, Yılmaz FF, Karavana SY, Güneri P

18:06 New perspective for endodontic irrigation: nanodroplets
*Alovisi MA, Pasqualini D, Cavalli R, Cuffini AM, Mandras N, Scotti N, Berutti E

 

Und um das Hauptpodium nicht ganz zu vernachlässigen: Ende des letzten Milleniums habe über das ROOTS- Emailforum die Fälle von Carlos Boveda aus Venezuela kennengelernt und die gezeigten Resultate haben mich ebenfalls tief beeindruckt. Ich bin gespannt, wie nach so langer Zeit sich Carlos Boveda zwischenzeitlich weiterentwickelt hat und werde daher den Vortrag:

How to: preparing minimal access cavities
Carlos Boveda

auf jeden Fall anschauen.

Hat jemand der Leser noch einen Tipp für einen sehenswerten Vortrag, der hier noch keine  Erwähnung fand ?

Dann nutzen Sie bitte die Kommentarfunktion, um dies kundzutun.

Dental Cal – die Einfachheit der Fortbildungsplanung

von Dr. Andreas Habash

Vor einiger Zeit hatte ich ein Telefongespräch mit Kollegen Werling.
Dabei ging es um ein neues Projekt welches er gerade mit einem professionellen Programmierer-Team entwickelte.
Als er mir sagte, dass dies ein „weltweiter Dentalkalender“ werden wird war ich erst etwas skeptisch?
Wie soll das gehen? Wie kommen die Inhalte da rein? Und, was interessieren mich die Fortbildungskurse in Indien oder Thailand?
Aber, wenn man sich im www umschaut mit Facebook und Twitter, etc dann ist die Idee gar nicht mehr so verrückt.
Das fängt ja schon damit an, das ich nicht weiß welche Fortbildungen es in Österreich oder der Schweiz gibt?
Dabei wäre eine Fortbildung in Zürich oder auf Mallorca von meinem Wohnort aus besser und schneller zu erreichen, als eine in Hamburg!

Nach dem 2 stündigen Telefonat war ich bereits Feuer und Flamme.
Warum
Ganz einfach
Ich hatte zufällig versucht ein paar Tage vorher einen Fortbildungskurs zu einem bestimmten zahnmedizinischen Thema für mich zu finden – und war – gescheitert.
Sobald es sich um endodontische Fortbildungen handelt ist das für mich einfach weil ich Referenten, Themen etc. gut kenne und sehr schnell die richtigen Worte in die Suchmaschine eintippe.
In meinem Fall ging es um ein anderes Spezialgebiet in dem ich nicht so bewandert bin und so gestaltete sich die Suche über die Suchmaschinenmaske etwas schwierig.
Also – Thema eingeben – dann Zeitraum einschränken – dann die ganzen Ergebnisse über alte Veranstaltungen und Berichte ignorieren – dann auf der 4 Seite der Ergebnisse einen ähnlichen Kurs finden – mit diesen Infos wieder die Suche verfeinern und dann … versuchte ich noch nach einer Veranstaltung in meiner Nähe zu diesem Thema zu suchen … fast unmöglich

Deshalb finde ich das neue Konzept genial.
Ein Fortbildungskalender für den kompletten Dentalbereich und das sogar international
Account anlegen
Fortbildungsprofil als User ausfüllen! (Dadurch erhält man immer spezielle Newsletter nach den eigenen Fortbildungspräferenzen!)
Kurse suchen
Erinnerungen bekommen
Alle Daten auf einer Seite
Verwaltung von eigenen Fortbildungspunkten
Einstellen eigener Kurse

Der Gedanke von „Social- Media“ wird dabei auf Dental-Cal „aktiv“ gelebt: Jeder Zahnarzt, Zahntechniker, Zahnarzthelferin kann dort, ohne grüßen Aufwand und kostenlos, eigene Fortbildungen einstellen. Auch Unternehmen, Fortbildungsgesellschaften, etc. können dort kostenlos ihre Kurse einstellen. Für die Zukunft, habe ich mitbekommen, sind interessante Erweiterungen der Seite geplant. Die Einbindung von Webinaren, e-learning-CMS, und Foren, in welchen man Antworten zu allen dentalen Fragen finden kann, sind nur einige der Projekte, die gerade erarbeitet werden. Solch eine Seite „lebt“ natürlich auch von den Usern. deshalb habe ich dort auch einen Kurs eingestellt! Es wäre super, wenn auch andere die Fortbildungen und Kurse anbieten dort kostenlos ihre Angebote einstellen würden!

Ich hoffe das Projekt hat einen guten Start.

Hier geht es auf die Seite
dental-cal.com

„Erste Hilfe“ – Hilfe

von Haya Hadidi

Kürzlich gab es hier einen Beitrag zum Thema Erste Hilfe in der Zahnarztpraxis. Da ich beruflich mit dem Thema ebenfalls befasst bin, möchte ich auf Erklärvideos hinweisen, die ebenfalls auf kurze und prägnante, aber anschauliche Art und Weise sich dem Thema widmen.
Zunächst die Simpleshow-Clips des DRK, die Pressemitteilung dazu hier: http://www.drk.de/news/meldung/7633-erste-hilfe-jetzt-auch-im-web-20.html

Und hier der aus vier Einzel-Clips bestehende Online-Auffrischungskurs: http://www.drk.de/angebote/erste-hilfe-und-rettung/erste-hilfe-online/erklaervideo.html

Schließlich noch ein sehenswerter Clip zum Thema AED: https://www.youtube.com/watch?v=pKPiB1CSaWo

Eine Bezugsliste für AEDs, von der Berufsgenossenschaft veröffentlicht: http://www.dguv.de/medien/fb-erstehilfe/de/pdf/bezugsquellen_aed.pdf

Zur Infektionsgefahr für Ersthelfer: http://www.dguv.de/medien/fb-erstehilfe/de/pdf/infektion_eh.pdf

Außerdem noch ein Hinweis auf die Besonderheit der Erste-Hilfe-Ausbildung bei Personen mit medizinischer Qualifikation, inklusive Hinweis auf die Kostenübernahme der Fortbildung durch die BG: https://www.bgw-online.de/DE/Leistungen-Beitrag/Praevention/Erste-Hilfe/Erste-Hilfe_node.html

Und schließlich noch einen ganz aktuellen Hinweis auf geänderte Regelungen der Ersten-Hilfe-Ausbildung ab 01.04.2015: http://www.drk.de/pressemeldungen/meldung/8394-ab-1-april-neue-regeln-fuer-die-erste-hilfe-ausbildung.html

Der Herbst bringt neue Instrumente (2) – VDW Endo Training Model Castillo

von Hans – Willi Herrmann

Ausser der Reihe, aus konkretem Anlass, ein eingeschobener Beitrag zum Thema „Neue Instrumente/Geräte/Materialien“. Denn mich erreichte am Wochenende eine Mail, in der ich nach meiner Erfahrung mit diesem „Endo-Simulations- Modell“ (2010 hier vorgestellt) gefragt wurde.

Eigene Erfahrungen ? Fehlanzeige. Ich habe keine.
Aber ich kann zumindest eine Alternative benennen.

Das VDW Endo Training Model Castillo.

Eingespannt sind ein Plastikblock und ein Exemplar des VDW Übungszahnes. Und es scheint so, als ob man auch einen realen Zahn stattdessen einbauen könnte.

Man beachte auch hier den Konjunktiv, denn ich habe auch mit diesem Modell bislang keine praktischen Erfahrungen sammeln können.

Nachfolgend ein paar Fotos des VDW Endo Training Model Castillo.

 

 

Wurzelspitze Ü-Day 5 2014 München – Nachlese

von Hans – Willi Herrmann

Am 11. und 12. April 2014 fand in München der 5. WURZELSPITZE Ü- Day, der Überweisertag der WURZELSPITZE – Praxen statt.

Nach dem traditionellen freitagabendlichen „Get Together“, dieses Mal im Paulaner- Braukeller am Kapuzinerplatz abgehalten, referierte am Samstag vormittag Jörg Schröder zum Thema Trauma- Erstversorgung, Christoph Kaaden zur Anästhesie in der Endo, Olaf Löffler zur Post- Endo – Versorgung, während ich zum Thema „gesetzeskonforme endodontische Patientenaufklärung und Dokumentation“ vortrug.

Unser besonderer Dank gilt Prof. Reinhard Hickel, der es ermöglichte, dass die Veranstaltungen im großen Hörsaal und Kons- Phantomsaal der LMU München stattfinden konnten. Und unserem externen Referenten Dr. Jan Hajto, der praxisnah das Thema vollkeramische Restaurationen beleuchtete und dabei sogleich einen kritischen und dennoch  unterhaltsam kurzweiligen Blick auf das Reizthema „Werkstoffkunde“ und „Keramikfrakturen“ legte.

Dem Ü- Day angeschlossen war der mittlerweile schon zum 6. Male ausgerichtete WURZELSPITZE- Teamday, welcher der internen Weiterbildung der WURZELSPITZE – Praxen – Mitarbeiter dient.
Während die ersten Jahre Vorträge zum QM und Praxisabläufen im Mittelpunkt des Teamdays standen, wurden beim letzten Teamday in Salzburg zum ersten Mal im Kreise aller Praxen praktische Übungen (Notfallmaßnahmen in der Zahnarztpraxis) durchgeführt. Und in diesem Jahr konnte ein lang gehegter Wunsch der Praxismitarbeiter in die Tat umgesetzt werden, nämlich (am Phantomkopf und mit Frasaco – bzw.extrahierten Zähnen) zahnärztliche Behandlungen einmal selbst vorzunehmen. Insgesamt 4 verschiedene Stationen waren eingerichtet, an denen endodontische Behandlungen unter dem Dentalmikroskop, Composite- Füllungstherapie, sowie  Provisorienherstellung durchgeführt werden konnten. Aus meiner Sicht des Endo- Stations- Betreuer kann ich berichten, dass das angestrebte Ziel, die endodontischer Behandlung aus Behandlerwarte mit allen Höhen und Tiefen (spektakuläre Aufbereitungsergebnisse, Instrumentenbrüche) näherzubringen, als voll und ganz gelungen bezeichnet werden kann. Das die vorgesehenen Frühstückspausen nur rudimentär genutzt wurden, kann als starkes Indiz für das Interesse und den Eifer der Teilnehmer gewertet werden.

Parallel zu den Übungen am Phantom gab es für die administrativ tätigen Mitarbeiter  einen Erfahrungsaustausch, den Verwaltungsworkflow der Endo- Behandlung betreffend.

Mit 93 Teilnehmern erzielte der diesjährige Teamday einen neuen Teilnehmerrekord.
Einige  Impressionen der Veranstaltung liefert die nachfolgende Bilder- Galerie.
Auch für 2015 ist wieder ein Ü- Day/Team-Day vorgesehen.
Er soll am 27. und 28. März 2015 in Leipzig stattfinden.

 

Terminierung von Schmerzpatienten

von Christoph Kaaden

Die zeitnahe und sinnvolle Terminierung von Schmerzpatienten zählt zu  d e n  grossen Herausforderungen einer jeden zahnärztlichen Praxis. Um dieser logistischen Aufgabe gerecht zu werden haben wir zum Beispiel mehrfach die Woche „Schmerz-Zeiten“ für solche Notfall-Patienten geblockt. Dies ist aber sicher kein Patentrezept und ich könnte mir vorstellen, dass „jeder“ Mitleser von Wurzelspitze für sinnvolle Anregungen und Tipps hierzu dankbar wäre.

Daher möchte ich Ihnen solche von Jennifer de St. Georges, einer sehr renommierten und international gefragten Praxismanagerin, „weitergeben“.

In diesem Video gibt sie zahlreiche Anregungen und Sichtweisen zu dieser Thematik. Die gut 20 Minuten dieses Videos sind in meinen Augen sehr gut investierte Zeit und können ggf. helfen das Management und die Terminierung von Schmerzpatienten in Ihrer Praxis zu verbessern bzw. zu optimieren.

Ferner würde mich interessieren, wie Sie diese Problematik in Ihrer Praxis handhaben und welche Tipps Sie weitergeben können… nutzen Sie dazu doch die Kommentar-Funktion.

P.S.:Auf der Homepage von Jennifer de St. Georges finden sich hier noch einige weitere sehenswerten Videomitschnitte einiger ihrer Präsentationen…

 

Neuer Blog 2014: Kondyläre Asymmetrie

Von Christoph Kaaden

Vor einiger Zeit habe ich über den „neuen“ WordPress Blog VOXELTALK  von Marc I. Semper berichtet….

binnen kürzester Zeit hat dieser (zurecht) bereits breite Akzeptanz und Zusprache gefunden…

heute möchte ich Ihnen einen entsprechenden Ausblick auf 2014 liefern, der allerdings (oder „zum Glück“) primär nicht mit der Endodontologie vergesellschaftet ist.

Ab Januar 2014 wird der international sehr renommierte Prof. Dr. Tore L. Hansson wöchentlich seinen neu gegründeten Blog –  kondyläre Asymmetrie TACAR- (des Kiefergelenks) ins Leben rufen. Gerade für diejenigen, die sich mit dieser sehr komplexen Thematik näher beschäftigen wird dieser sicher ein zukünftiges Highlight darstellen und liefert eine interaktive Plattform mit dieser Thematik …

Anatomiekurs in Leipzig

von Christian Danzl

Am vorgestrigen Samstag fand im anatomischen Institut in Leipzig im Rahmen der Werstattgespraäche Leipzig ein Anatomie/Präparierkurs statt. Von 10.00 bis 15.00 Uhr wurde Präparate gezeigt und erklärt. Ebenso gab es die Möglichkeit selbständig, sowie unter Anleitung zu präparieren.
Es war sehr interessant, die Anatomie nach mehreren Jahren klinischen Arbeitens nochmals nahegebracht zu bekommen. Hier konnten Fragen beatwortet werden, die sich im Rahmen der vorklinischen Ausbildung noch gar nicht stellen.

Ein grosses Dankeschön nochmal an Dr. Sabine Löffler für die hervorragende Organisation und Leitung des Kurses.

 

Mal ‚was Anderes.

von Jörg Schröder

Nach vielen Jahren der Fokussierung auf rein endodontische Fortbildungen habe ich vor zwei Wochen die Gelegenheit genutzt, mich mit einem, mir bis dahin als völlig praxisfern erscheinendem Thema zu beschäftigen: Lachgassedierung. Genauer: titrierbare Lachgassedierung.

Vor meinem geistigen Auge kann ich schon förmlich die hochgezogenen Augenbrauen oder Mundwinkel sehen, die die ersten Zeilen bei einigen Lesern auslösen. Nicht anders erging es mir als ich vor einigen Wochen von einem meiner Überweiserkollegen die Einladung zu einem 2-Tages-Kurs erhielt.

Zum Thema „Lachgas“ kamen mir bis dahin fast nur negativ besetzte Assoziationen in den Sinn.

Ich kann es kurz machen: Der 2-Tageskurs mit insgesamt 8 Teilnehmern und 2 Referenten war eine tolle Fortbildung.

Neben der Theorie, frisch und kompetent vorgetragen von Prof. Jörg Weimann, Chefarzt der Abteilung für Anästhesie und interdisziplinäre Intensivmedizin am Sankt Gertrauden-Krankenhaus in Berlin konnte Michael Melerski als langjähriger Anwender durch anschauliche  Beispiele aus der täglichen Praxis den Teilnehmern die Vorteile der Lachgassedierung nahe bringen.

Das Highlight war  die unter Supervision durchgeführte Sedierung der einzelnen Kursteilnehmer. Während ich noch am ersten Kurstag lieber zusehen wollte, konnte ich am Samstag einmal selbst die Erfahrung einer Lachgassedierung machen.

Beeindruckend war dabei, wie sich mit langsam steigender N2O-Konzentration die gewünschte Wirkung einstellte. Neben einer Anxiolyse führt Lachgas zu einer zunehmenden „Unempfindlichkeit“ im Mundraum. Ein Vorteil bei Patienten mit Würgereiz. Das Gefühl für die verstrichene Zeit geht verloren, bei langandauernden Behandlungen auch  ein Vorteil. Die Wahrnehmung ist als ein wenig gedämpft zu beschreiben.

Da Lachgas nicht metabolisiert, sondern abgeatmet wird, verschwinden alle Sedierungssymptome ca. 2-3 Minuten nachdem die Lachgaszufuhr gestoppt wurde und 100% Sauerstoff eingeatmet wird. Im Vergleich zu metabolisierten Sedierungsmitteln (z.B. ein großer Vorteil.

Die Sedierung wird unter Kontrolle eines Pulsoximeters durchgeführt, die minimalste Sauerstoffkonzentration des Gemischs beträgt 50%. Das heisst, dass während der Sedierung im Minimum etwas mehr als das Doppelte der in der Umgebungsluft vorhandenen Sauerstoffkonzentration (21%) eingeatmet wird. Bei den meisten Teilnehmern wurde bereits bei einer Lachgasbeimischung von 25-30% die gewünschte Sedierung erreicht.

Die titrierbare Lachgassedierung ist eine relativ zu erlernende und mit den heute zur Verfügung stehenden Geräten sicher anzuwendende Technik um Patienten mit ASA 1 und ASA 2 eine „entspannte“ Behandlungssituation zu ermöglichen.

Weitere Informationen zum Thema findet der interessierte Leser unter F.i.i.S Berlin.

Voxeltalk

von Christoph Kaaden

Über den klinischen Nutzen und Mehrgewinn an Informationen durch eine (präoperative) DVT-Aufnahme für eine vorhersagbarere endodontische Behandlung ist auf WURZELSPITZE mittlerweile zahlreiche Male berichtet worden.

Hier (I, II, III & IV) finden Sie bei Interesse nochmals eine Reihe dieser Beiträge.

Bei diesen handelt es sich in der Regel um  „Anwendungsbeschreibungen“, welche keine (theoretischen) Hintergründe zu dem zum Teil sehr komplexen Gebiet der digitalen Volumentomographie liefern.

Umso erwähnenswerter ist daher der von Marc I. Semper ins Leben gerufene Blog VOXELTALK.

 

 

Sein Initiator umschreibt dessen Intention wie folgt:

„Der Zweck dieses Blogs ist es die Grundlagen der DVT zu vermitteln,den diagnostischen Nutzen der DVT kritisch zu überprüfen und darzustellen, inwiefern deren Einsatz zu einer Verbesserung der Qualität der Diagnostik, der Behandlungsplanung und deren Langzeitergebnis führen kann.“ (Den kompletten Wortlaut finden Sie hier)

Beim Lesen der ersten Beiträge kann ich mir sehr gut vorstellen, wieviel Arbeit hier bereits investiert wurde. Nicht zu vergessen, dass die Texte ferner auch ins Englische übersetzt wurden!

Für jeden DVT-Interessierten wird VOXELTALK in Zukunft sicher einen der ersten Plätze in der Lesezeichenleiste einnehmen.

Bei mir auf jeden Fall.

Keep it up Marc!!!!

 

Wurzelspitze Ü Day 4, Teamday 5 Salzburg 2013 in Bildern

von Hans – Willi Herrmann

Nachfolgend ein paar fotografische Impressionen vom diesjährigen WURZELSPITZE Ü-Day / Teamday in Salzburg.

Ein besonderes Dankeschön geht an unseren Patienten Herrn H. aus S., der mir liebenswerterweise seine Leica M Monochrom zum Ausprobieren zur Verfügung stellte.

Ü-Day 4 in Salzburg

von Christian Danzl

Man kann es schon Tradition nennen, dass der Überweisertag von WURZELSPITZE nun zum vierten Mal stattfand.
Nach München, Leipzig und Berlin fand die Fortbildungsveranstaltung, welche die WURZELSPITZE-Praxen für ihre Überweiser als Dankeschön für die gute Zusammenarbeit organisieren, diesmal in Salzburg statt.

Wie bei den vorherigen Ü-Days, fand auch wieder ein Team-Day (nun schon der  fünfte)  statt, eine interne Fortbildung für unsere Praxismitarbeiter.

Freitags tagsüber (Team-Day) wurden folgende Themen behandelt

Notfall/Erste Hilfe – Kurs
Michael Fraunhofer „entmystifizerte“ die erste Hilfe bei Notfällen auf seine einzigartige Weise und komprimierte das Thema so konsequent, dass jeder der Teilnehmer bei einem Notfall weiss, worauf es ankommt und was zu tun ist.

Patientenaufklärung von Dr. Andrea Keller und Dr. Sebastian Riedel

Psychologische Aspekte der Kinderbehandlung von Dr. Dinah Fräßle

Freitag abends fand ein „Get Together“ mit Überweisern, Freunden von WURZELSPITZE und den Praxisteams statt.

Samstag von 09.00 bis 13.00 Uhr (Ü-day) referierten für Überweiser und Freunde von Wurzelspitze:

Hans-Willi Herrmann über die DVT-gestütze Endodiagnostik,
Olaf Löffler über den präendodontischen Aufbau,
Christian Danzl über die Zugangskavität,
Jörg Schröder über die Entfernung von Wurzelstiften und
Christoph Kaaden über vertrauensbildende Massnahmen in der Endodontie

Mein Dank als Gastgeber gilt allen, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben.
Fotos demnächst.

Wettbewerbsverbote wurden gelockert

von Olaf Löffler

Ralf Gudden verdanken wir diese Information, bzw. den Link von seiner Liste Kinderzahnheilkunde.

http://www.wettbewerbszentrale.de/de/home/_news/?id=1247

Zitat:

30.10.2012 // Änderungen des Heilmittelwerberechts in Kraft getreten

In der letzten Woche ist das 2.Gesetz zur Änderung arzneimittelrechtlicher
und anderer Vorschriften in Kraft getreten (BGBl. I Nr.50 vom 25.10.2012,
Seite 2192). Neben dem Arzneimittelgesetz wurden zahlreiche andere
Vorschriften, unter anderem das Heilmittelwerbegesetz (HWG) geändert. Zum
Teil handelt es sich nur um redaktionelle Klarstellungen, zum Teil um eine
Anpassung an europäische Vorschriften (Humanarzneimittelrichtlinie
2001/83/EG) oder an die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs.

Die wesentlichsten Änderungen hat dabei der Verbotskatalog des § 11 HWG
erfahren. Einige Verbote wurden ganz gestrichen, etwa das Verbot, für
Arzneimittel oder Verfahren mit Gutachten oder wissenschaftlichen
Veröffentlichungen zu werben, Nummer 1 alter Fassung. Das Verbot für
„Vorher-Nachher-Abbildungen“ gilt nur noch für operative
plastisch-chirurgische Eingriffe, § 11 Absatz 1 Satz 2 HWG. Auch das Verbot,
sich in Berufskleidung oder bei der Arbeit abbilden zu lassen, wurde gekippt
(Nummer 6 alter Fassung). Der Arzt darf jetzt selbst im weißen Kittel werben
und muss nicht seine Ehefrau vorschicken.

Allerdings gilt es hier, die neugefasste Vorschrift des § 11 Absatz 1 Satz 1
Nummer 2 zu beachten: Das generelle Verbot, mit ärztlichen oder anderen
fachlichen Empfehlungen zu werben, gibt es in dieser Form nicht mehr. Das
Verbot in seiner jetzigen Fassung knüpft an die Personengruppe an. Danach
darf mit Angaben oder Darstellungen, die sich auf eine Empfehlung von
Wissenschaftlern, von im Gesundheitswesen tätigen Personen oder anderen
Personen, die aufgrund ihrer Bekanntheit zum Arzneimittelverbrauch anregen
können, nicht geworben werden. Damit dürfte in Zukunft auch die Werbung mit
Prominenten in der Arzneimittelwerbung grundsätzlich unzulässig sein.

Andere Verbote gelten nicht mehr generell, sondern nur dann, wenn die
Darstellung in bestimmter Art und Weise erfolgt. So ist die Wiedergabe von
Krankengeschichten zum Beispiel nur noch dann unzulässig, wenn diese in
„missbräuchlicher, abstoßender oder irreführender Weise erfolgt.“ Erlaubt
dürfte also in Zukunft die sachliche Darstellung eines Krankheitsverlaufes
an einem Patienten sein. Von übertriebenen Darstellungen, die den Eindruck
erwecken, ein bestimmtes Mittel oder Verfahren habe bereits bei einer
Vielzahl von Patienten zu einer Heilung geführt, ist aber weiterhin
abzuraten. Diese Schilderungen erwecken schnell den irreführenden Eindruck,
dass das Mittel oder Verfahren zu einem sicheren Erfolg im Sinne einer
Heilung oder Linderung führt. Gerade im Gesundheitsbereich kann man aber
nicht mit pauschalen Erfolgszusagen werben, da eine Heilung oder Linderung
von zahlreichen Faktoren abhängt.

ck

Gesunder Menschenverstand

von Hans – Willi Herrmann

Wenn ich innerhalb Deutschlands als Referent zu Fortbildungen muss, dann fahre  ich, wenn möglich, mit der Bahn.

Wenn möglich –  heißt, dass der Zeitbedarf den der Anreise via Flugzeug nicht deutlich überschreitet. Bis nach München oder Hamburg spart man in der Regel mit dem Flieger, wenn überhaupt, nur wenig Zeit. Lediglich nach Berlin oder Dresden macht für mich das Fliegen Sinn.

Merkwürdige Welt.
Mittlerweile ist Fliegen oft günstiger als Bahnfahren.
Zumindest solange man keine Bahncard 50 besitzt.

Ich habe seit ein paar Jahren diese Bahncard. Sie kostet 482 Euro. Privat nutze ich diese Card eigentlich nicht, mit der Familie bin ich fast ausschließlich  mit dem Auto unterwegs. Für die   Institutionen, in deren Auftrag ich Fortbildungen halte, lohnt sich die Karte aber auf jeden Fall.
Neulich war in Erfurt. Die Bahnfahrt kostete dank Bahncard 50 117 Euro. Anteilsmäßig habe ich 25 Euro für die Bahncard  in Rechnung gestellt. Macht eine Kostenersparnis für die Landeszahnärztekammer von 92 Euro gegenüber dem regulären Preis.  Leider sieht sich die Kammer ausserstande, den 25 Euro- Kostenanteil zu übernehmen.

Haben Sie sich schon gedacht ?
Dann wissen Sie ja auch, was die Konsequenz für mich ist. Das Kündigungschreiben an die Bahn ist soeben raus (hilfreich hierbei war die Internet – Seite Aboalarm, denn die Homepage der DB gibt sich hinsichtlich Kündigungsmöglichkeiten sehr zugeknöpft).
Leider ein paar Tage zu spät, das Bahncard -Abo verlängert sich automatisch bis September 2013.

Bis dahin werde ich nun vorab jedesmal anfragen, ob ich die Bahncard einsetzen soll oder nicht.
Mal sehen, ob die Landeszahnärztekammer Thüringen ein Einzelfall bleibt oder ob sich noch mehr Institutionen ausserstande sehen, eine für ihre Mitglieder und Kunden kostensparende Lösung einzugehen.

Trauma App

von Christoph Kaaden

Einem Hinweis von Dr. Fred Barnett (Einstein Institute – Abteilung für Endodontologie –  Philadelphia/USA) verdanke ich den Hinweis auf das Erscheinen einer wertvollen „App“ für Smartphones:

DENTAL TRAUMA

Eine Applikation gedacht als schnelle „Online-Hilfe“ bei der Versorgung von unfallbedingten Zahnverletzungen.

Verfasst wurde das Ganze von Dr. Ulf Glendor und ist bisher in englischer und schwedischer Sprache erhältlich…

Meine persönliche Meinung zu dieser Anwedenung…

wenn nur ein Zahn mehr durch dieses Programm korrekt behandelt wird (und sich dadurch die Prognose verbessern lässt) hat sich die Anschaffung schon gelohnt…

Dafür gibt`s einen „Daumen hoch“ von mir…

Thank you Perian

von Olaf Löffler

Mal wieder was aus der Apple Ecke. Etwas, was alle Referenten und Videofreunde betreffen kann, wenn beispielsweise Keynote eingesetzt wird um Videos in Vorträgen zu präsentieren.
( Perian ermöglicht als Freeware den Einsatz verschiedenster Codecs in quicktimebasierten Programmen. )

Die Entwickler der Software Perian haben leider bekannt gegeben, daß dieses Projekt nicht mehr fortgeführt wird.

Schade. Perian war für Macuser ein sehr hilfreiches Tool.

Die letzte Version kann man hier laden und noch einige Infos erfahren.

Thank you Graham Booker, David Conrad, Alexander Strange, Augie Fackler, Allan Hsu, Graham Booker, Sky Huvard and Chris Forsythe

Praxiskurs & Teamtraining

von Christoph Kaaden

Vor Kurzem habe ich hier über die Möglichkeiten einer Online-Fortbildung im Rahmen der kommenden AMED-Tagung berichtet…

wem dies zu „virtuell“ ist, dem liegt eventuell ein auf Einladung von Zeiss ausgerichteter Praxiskurs und/oder ein Teamtraining mehr.

Nähere Informationen hierzu finden sich hier.

AMED-Tagung

von Christoph Kaaden

Zahnmedizinische Fortbildungen gibt es wie Sand am Meer. Zu jedem erdenklichen Thema…schwieriger, um nicht zu sagen sehr viel schwieriger wird es da schon Veranstaltungen zu finden, die das Dentalmikroskop und dessen Integration in die tägliche Zahnheilkunde als zentrales Thema haben.

Als „Mutter aller Mikroskop-Fortbildungen“weltweit gilt langläufig die AMED-Tagung.

Die –Academy of Microscope Enhanced Dentistry- trifft sich einmal jährlich an (zumeist) wechselnden Orten, um diverse Bereiche mikroskopunterstüzter Zahnheilkunde (z.B. restaurative Mikrozahnheilkunde, parodontale Mikrochirurgie, Mikroendodontologie etc.)
eingehend zu beleuchten.

Mich persönlich hat bisher u.a. die weite Anreise von der Teilnahme an einer solchen Tagung abgehalten. Umso erfreuter war ich vor Kurzem zu erfahren, dass dieses Meeting erstmals als Online-Fortbildung ausgerichtet wird. Im Zeitraum vom 10. bis 12. November 2011.

Erste Informationen hierzu finden sich hier.

Ich freue mich sehr darauf und bin dabei…

:-)

PS: Ein Rückblick auf vergangene Treffen findet sich hier.

eBook – Moderne Endodontie im Überblick

von Christoph Kaaden

Das Internet bietet uns allen nahezu in jeglichen Bereichen des täglichen Lebens – beruflich, wie privat- unbegrenzte Möglichkeiten der Informationsgewinnung…

auch im Dentalbereich hat dieses Medium mittlerweile umfassend Einzug gehalten.

In diesem Zusammenhang möchte ich auf das Journal ZWP online verweisen, wo ab sofort ein aktuelles eBook zum Thema „Moderne Endodontie im Überblick“ mit zahlreichen interessanten Artikeln frei erhältlich ist…

Viel Spass beim Stöbern & Lesen…

„Folge“ & Vorfreude

von Bonald Decker

Heute konnten wir einen Fall abschliessen, der seinen Ursprung in gewisser Weise vor einem Jahr fand. Genauer gesagt beim Wurzelspitze – Ü – Day 2010.

Der Zuweiser war einer der teilnehmenden Kollegen des letztjährigen Events. In einemder damaligen Vorträge wurde u.a. auch über mögliche komplexe Anatomien unterer Prämolaren und deren Therapie berichtet. „Sensibilisiert“ durch diesen Vortrag überwies er uns nun einen Patienten, bei dem er den Verdacht auf zwei (oder mehr) Wurzelkanalsysteme bei einem UK-Prämolaren hatte. Da ihm persönlich eine vorhersagbare Therapie nicht möglich erschien, besprach er mit seinem Patienten die Situation und erläuterte diesem die möglichen Behandlungsoptionen. Daraufhin entschied sich  der Patient für die Behandlung durch uns.

Nachfolgend das Ergebnis der Behandlung, dass quasi als „Folge“ des letztjährigen Ü-Days gesehen werden kann…

Bei der Betrachtung der Abschlussaufnahme waren wir nicht nur von dem Ergebnis erfreut, sondern es förderte insbesondere die Vorfreude auf den kommenden Ü-Day 2011…

Nächstes Wochenende ist es wieder soweit…

:-)

Yiiiiiippppppppppeeeeeeee

1. Endodontie Symposium Sachsen

von Christoph Kaaden

Heute von mir ein Hinweis für kurzentschlossene Endo-Liebhaber…

unter dem Motto „Standortbestimmung und Visionen“ findet am 20. und 21. Januar 2011 erstmals in Dresden das Endodontie Symposium Sachsen statt. Neben zahlreichen Vorträgen am Donnerstagabend (bzw. Nacht) lockt der Freitagvormittag mit einer Reihe interessanter Workshops. Hier der link zu dem Programm mit näheren Informationen… Endo-Symposium_Sachsen

wir sehen uns in Dresden ;-)

Termin VDZE Jahrestagung 2011

von Hans – Willi Herrmann

Der  Termin für die Jahrestagung 2011  der DG Endo in Bonn vom 03. – 05.11.2011 steht schon länger fest. Soeben wurde auch der Termin für die  nächste VDZE -Jahrestagung bekanntgegeben. Sie findet vom 02.  – 03. 12 2011 in Hamburg statt.

Internationale Traumatologie-Tagung 2011

von Christoph Kaaden

am 01.- und 02.Februar 2011 findet in Dubai die nächste internationale orale Traumatologie-Tagung statt.

Weitere Informationen zu diesem sehr empfehlenswerten Event gibt es hier.

Von Platinzahnärzten und Spezialisten

von Hans – Willi Herrmann

Was erwartet man eigentlich von einem Spezialisten ?
Was versteht man unter einem Spezialisten ?

Für mich ist ein Spezialist jemand, der Aussergewöhnliches auf einem bestimmten Gebiet leistet. Ein Spezialist für Endodontie demnach ist jemand, der sich auf dem Gebiet der Wurzelkanalbehandlung durch besondere Leistungen auszeichnet.

Bedarf es dafür eines besonderen Titels ?
Mit Sicherheit nicht.
Ein Doktortitel macht keinen besseren Arzt. Ein Spezialistentitel per se keinen besseren Endodontisten.

Es gibt in Deutschland eine ganze Reihe von „wirklichen Spezialisten“ für bestimmte Bereiche der Zahnmedizin, welche im Laufe ihres Beruflebens sich eine besondere Eignung erworben haben, die sich in adäquaten Behandlungsergebnissen äußert.
Hic Rhodos, hic salta ! Diese Kollegen können springen.
Jederzeit und aussergewöhnlich weit. Und daher  bedürfen diese keiner vollmundigen Anpreisung auf Werbemitteln gleichwelcher Art. Sie führen keinen vollmundigen Titel in ihrem Namen.
Weil sie es nicht brauchen. Weil sie wissen, dass es nicht rechtens ist. Oder sagen wir besser nicht fair wäre, den Patienten und Kollegen gegenüber, denn das mit dem „nicht rechtens sein“ ist neuerdings so eine Sache.

Dem gegenüber steht eine immer größere werdene Zahl von „Titelträgern“.
Der in der Überschrift beschriebene Platinzahnarzt ist  da noch eine eher harmlose, weil sich mit dieser Phrase  selbst entlarvende Peinlichkeit.  Möglicherweise ein   standortbedingtes Phänomen, denn nur rund 100 Megter entfernt fand sich in der gleichen Stadt längere Zeit ein Praxisschild mit der Zeile „Tätigkeitssschwerpunkt Implantologie in Vorbereitung“.

Und damit sind wir bereits mitten in der  Problematik, denn natürlich zielt der öffentliche Verweis auf  solche Titel darauf ab, Patienten für die eigene Praxis zu gewinnen.

Während der Begriff „Platinzahnarzt“ von jedem halbwegs im Leben stehenden Patienten als Blendwerk, als unnützer Tand aussortiert werden wird, ist dies bei anderen Titeln nicht ganz so offensichtlich.

Ein Tätigkeitsschwerpunkt zum Beispiel suggeriert qualitätsverbessernde Konzentration auf einen bestimmten Teilbereich.
Verspricht einen Routinier, der Besonderes leisten kann.

Und dann der Master, ein Meister seines Faches.

Gehts noch prestigeträchtiger ?Möglicherweise, denn Spezialist sticht Master sticht Tätigkeitsschwerpunkt sticht Zahnarzt.

Der Spezialist also. Die Spitze der ärztlichen Kompentenzpyramide ? Das Halbgott in Weiss – Professorenanalogon des neuen Milleniums ?

Wohl kaum.

Denn der  Titel „Spezialist“ scheint nicht geschützt oder genau definiert.

Was offensichtlich dazu führt, dass  heute jeder Zahnarzt, der meint, sich so zu benennen zu müssen, einen solchen Titel auf seine Briefbögen, auf  sein Praxisschild, auf seine Internethomepage schreiben darf.

Letztlich eine Folge des Vorbeck – Urteils von 1997, dass die Möglichkeit der Aussendarstellung einer Zahnarztpraxis im Internet grundsätzlich zuließ. Während bis dato, über Jahrzehnte hinweg, die für die Einhaltung eines strikten Webeverbotes zuständigen Zahnärztekammern mit Argusaugen selbst das zentimetergenaue Ablängen von Praxisschildern bebeckmesserten, befinden wir uns  heute, gerade mal 13 Jahre später, diesbezüglich in einem fast vollständigen Reglementierungs – Vakuum. In dem Jeder  eigentlich Alles darf, sofern er nicht vorgibt, routinemäßig Amalgam in Gold verwandeln zu können.

Das wir uns nicht missverstehen. Mit Oliver Pontius (Bad Homburg) und Helmut Walsch (München) gibt es 2 Behandler, die in den USA im Rahmen einer mehrjährigen universitären Weiterbildung den Titel „Endodontischer Spezialist“ erworben haben.  Es gibt daneben in Deutschland Spezialistentitel der Deutschen Gesellschaft für Endodontie und der Deutschen Gesellschaft für Zahnerhaltung, denen ein genau definierter Anforderungskatalog zugrunde liegt. Die European Society of Endodontology hat in diesem Monat ein  Konsenspapier zur Definition von Minimalkriterien für die Erteilung eines Spezialisten – Titels veröffentlicht.

Im Gegensatz dazu tauchen  in den letzten Jahren eine Vielzahl von „Endodontie – Spezialisten“ auf, die, merkwürdigerweise in der Endo – Szene (die in Deutschland eine immer noch sehr überschaubare ist) vollkommen unbekannt sind, jedoch dafür umso lauter ihre besondere Befähigung in ihrer Aussendarstellung zur Schau stellen.
Bezeichnenderweise findet sich auf ihren zumeist aufwändigen und professionell durchgestylten Homepages kein konkreter Hinweis, auf welchen Kriterien die Titelverleihung „Spezialist“ sich gründet.

Eine fatale Fehlentwicklung.
Und die Zahnärztekammer täte gut daran,  dieses Geschehen genaustens zu analysieren und die Titelinflation der letzten Jahre wieder in einen ehrlichen und (hier ist der Begriff mal ausnahmsweise wirklich angebracht)  evidenzgestützten Zustand zurückzuführen.

Geschieht dies nicht, wird es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis Behandler, deren Marketingbemühungen nicht mit ihren Behandlungsfähigkeiten proportional korrelieren, den Ruf zeitgemäßer Zahnmedizin (und das nicht nur in der Endodontie, das gilt für andere Teilbereiche der Zahnmedizin genauso) )ruinieren werden und das Vertrauen der Patienten in die Zahnmedizin schwinden lassen wird.

Warum bislang keine Reaktionen von den Kammern ?

Ein Aspekt ist sicherlich, daß zwischenzeitlich, neben den einschlägigen Fachgesellschaften und privaten Anbietern, eine ganze Reihe von  Zahnärztekammern selbst zum Ausrichter und Anbieter solcher Weiterbildungsreihen wurden. Wer Fortbildungen initiiert, dem fällt es nicht leicht, strenge Regeln zu errichten, denen die eigenen Kurse nicht genügen.  Und vollends zum Problem würde dies, wenn bislang versucht worden wäre, mit dem Hinweis auf eine „Schildfähige Weiterbildung“ den Zustrom an Teilnehmern zu erhöhen.

Die Konsequenz aus all dem, zum gegenwärtigen Zeitpunkt ?

Für den Patienten: Misstraue dem Titel, sofern er nicht eindeutig und nachweisbar belegt ist.   Und nicht vergessen. Es gibt hervorragende Behandler ohne Spezialisten-, Master-, Gold, Platinum, Diamond – Tätigkeitsschwerpunkt – Titel.

Für die Kollegen:  Belege die geführten Titel oder verzichte darauf, denn eine solche Vorgehensweise ist irreführend und unfair Patienten und Kollegen gegenüber.

Für die Kammern: Wer Titel führen möchte, muss diese anzeigen und deren Rechtmäßigkeit einwandfrei belegen. Die Kriterien zur Erteilung eines Titels müssen präzise definiert, veröffentlicht und frei zugänglich sein. Sie sollten für den Patienten verständlich und nachvollziehbar erläutert und kommentiert sein.

ÖG Endo – Gründungskongress

von Christoph Kaaden

am 22./23. Oktober 2010 findet in Wien der Internationale Gründungskongress der Österreichischen Gesellschaft für Endodontie, kurz „OEGENDO“ statt.

Die Agenda verspricht ein breit gefächertes Programm mit namhaften Referenten wie Gilberto Debelian und Gianluca Gambarini.

Besonders gespannt darf man wohl auf die Ausführungen von Ghassan Yared zur Wurzelkanalpräparation mit einem einzigen Instrument sein…

DG Endo Frühjahrsakademie 2010 in Zürich

von Hans – Willi Herrmann

Freitag nacht hin, samstag nachmittag zurück.

Fakt ist, ich habe weder von Zürich, noch von der DG Endo Frühjahrsakademie mehr als einen kurzen Augenblick gesehen.

Fakt ist aber auch, dass Clemens Bargholz als wissenschaftlicher Leiter und Frank Paque als Gastherr vor Ort einen Super Job gemacht haben.
Was für eine Auflistung an Kursen, an Inhalten, an Referenten. Zu Beginn des Jahres schrieb ich hier, die EMED – Jahrestagung in Vilnius sei ein „must have“. Dies gilt noch viel mehr für die Frühjahrstagung der DG Endo, deren Konzept der (praktischen) Intensiv -Fortbildung in Kleingruppen in diesem Jahr voll gelungen ist. Ich schlage vor, bei der nächsten Frühjahrsakademie alle Kurse 2 mal anbieten, damit man als Teilnehmer nicht die Qual der Wahl hat, sich zwischen Parallelveranstaltungen entscheiden zu müssen.
Diese Frühjahrsakademie war, ich gebe jetzt einen Tipp ab, vermutlich die beste Endodontie –  Veranstaltung 2010.

Kann man sich schon für 2011 anmelden ?

Bedanken möchte ich mich bei Franziska Bruß, Ramona Großmann, Alexandra Hub und Jörg Schröder für den tollen Kurs. Ich habe viele Anregungen mitgenommen und freue mich auf die Umsetzung in der Praxis nächste Woche.

Endodontie ist Teamarbeit!

von Jörg Schröder

„Endodontie ist Teamarbeit !“ Das erfährt jeder, der sich in seiner Praxis überwiegend mit Endodontie befasst, früher oder später am eigenen Leib.
Der Behandler ist ohne Team, insbesondere beim Arbeiten unter dem Dentalmikroskop, nur halb so gut. Von der verschwendeten Behandlungszeit und schlimmstenfalls mediokren Behandlungsergebnissen ganz zu schweigen.

So allmählich setzt sich auch die Erkenntnis durch, dass Fortbildungen zum Thema „Teamarbeit unter dem Dentalmikroskop“ notwendig sein werden, um unsere Mitarbeiterinnen entsprechend aus- und weiterzubilden.

Mit den endodontischen Besonderheiten der Teamarbeit unter dem DM befasst sich im Rahmen der diesjährigen Frühjahrsakademie der DGEndo der Kurs von Hans-Willi-Herrmann und Jörg Schröder. An 8 vollausgestatteten Arbeitsplätzen können zahnärztliche Teams ihre Zusammenarbeit unter dem Mikroskop optimieren lernen.

Fortbildung vom Team für’s Team.
Listen. Watch. Do.

Für die Leser von WURZELSPITZE gibt es hier eine bereits eine kleine Vorschau.

Wer fährt nach Barcelona ?

von Hans – Willi Herrmann

Gestern habe ich auf einer Fortbildung Christian Diegritz von der Ludwig – Maximilians – Universität München getroffen.

„Wir sehen uns in Barcelona !“ sagte er zum Abschied. Was mich zu der Frage bringt: Wird noch jemand aus dem Kreis der WURZELSPITZE – Leser zum ROOTS – Summit Anfang Juni dort sein ?
Über einen kurzen Kommentar hier diesbezüglich und ein persönliches Treffen würden wir uns freuen.

WURZELSPITZE wird gut vertreten sein.
Christoph Kaaden, Jörg Schröder und ich (leider nur kurz)  werden dort sein, während Olaf Löffler und Christian Danzl dazu verdonnert wurden, hier die Stellung zu halten.

VDZE Tagung 2010

von Christoph Kaaden

Seit Kurzem ist das Programm der kommenden VDZE-Jahrestagung in Wiesbaden hier einsehbar.

Interessenten für die Veranstaltung dürfen sich insbesondere auf  Vorträge eines der weltweit bekanntesten Endodontologen, Dr. Cliff Ruddle (Santa Barbara/U.S.A), freuen…


Wetransfer

von Hans – Willi Herrmann

Über die „Dropbox“haben wir schon berichtet.

Mit „Wetransfer“ gibt es jetzt eine Alternative zum Verschicken größerer Dateien.
Mein GMX Account macht bei rund 20 Megabyte Datei – Größe zu. Heute wollte ich ein Kurskript als 32 Megabyte große PDF – Datei verschicken.
Via GMX unmöglich und somit ein guter Anlass, „Wetransfer“ auszuprobieren.

Funktionierte problemlos. Der Vorteil gegenüber Dropbox ist, dass sich der Empfänger der Datei nicht vorher anmelden muss.  Es genügt die Angabe einer Emailadresse, an die die Datei gehen soll.

Mein  Tipp: Ausprobieren !

8. World Endodontic Congress

von Christoph Kaaden


Im Zeitraum vom 06. – 09. Oktober 2010 findet in Athen der

8.World Endodontic Congress

statt.

Interessenten an dieser internationalen Tagung mit zahlreichen renommierten Referenten finden nähere Informationen zu dem wissenschaftlichen Programm hier:

VDZE Frühjahrsfortbildung 2010 auf Mallorca

von Frank Sanner

Anfang März fand zum dritten Mal  eine Frühjahrsfortbildung des VDZE auf Mallorca statt.

Das Fortbildungs-Konzept sieht eine Reihe von Vorträgen von VDZE – Mitgliedern („von uns – für uns“) zu einem Rahmenthema vor, welches durch einen Gastreferenten ergänzt wird.

In diesem Jahr  war es Prof. Guiseppe Cantatore, der unter anderem die Arbeitsweise und den Einsatzbereich  von „PathFile“ – Instrumenten und „StartX“ –  Stahlultraschallansätzen erläuterte und die praktische Handhabung aus seiner Sicht darstellte.

Das Hauptthema „Revision“ deckten die gruppeninternen Referenten Dr. Edith Falten, Dr. Tom Schloss, Dr. Marco Georgi, Dr. Torsten Neuber, Dr. Henning Bahnemann und Dr. Peter Kiefner, angefangen von der Indikationsstellung durchgehend bis hin zur  Wurzelfüllung und postendodontischen Versorgung ab.

Die Atmosphäre war angenehm und kollegial.
Es gab etliche Teilnehmer, die schon zum dritten Mal dabei waren. Andere reisten  in Begleitung an, so dass sich eine familiäre Atmosphäre einstellte, in der auch offen über die Perspektiven der Endodontie in Deutschland diskutiert wurde. 
Dr. Hans – Willi Herrmann hatte im Jahr zuvor  mit einem perspektivischen Vortrag über die Zukunft der Endodontie („Endodontie – Quo Vadis“)  eine Diskussion zu diesem Thema angestossen und über verschiedene Möglichkeiten berichtet, die Endodontie in der Praxis auszuüben.
Dieses Jahr wurde das Thema aufgegriffen und von den Kollegen Dr. Florian Bertzbach, Dr. Marco Georgi und Dr. Torsten Neuber ausgestaltet, die jeweils eine allgemeinzahnärztliche Praxis mit endodontischem Tätigkeitsschwerpunkt, die Tätigkeit als Endospezialist im Rahmen einer Spezialistengruppe und eine reine Endopraxis auf Überweiserbasis vorstellten.

Die Unterschiede im Behandlungsspektrum, die Beziehung zu den Überweisern und die daraus resultierenden Unterschiede traten so deutlich zu Tage und schnell wurde klar, dass viele Faktoren wie Praxisstandort, Fortbildungsstand der Kollegenschaft und die eigenen Wünsche für die optimale Tätigkeitsform entscheidend sind. Um dies zu überdenken und zu diskutieren, bot die Veranstaltung einen optimalen Rahmen und dementsprechend positiv fiel die Resonanz der Teilnehmer aus.

Schon jetzt steht daher fest: Für das nächste Jahr ist wieder ein Treffen auf Mallorca angedacht.

Es geht voran – aber sehr langsam

von Hans – Willi Herrmann

Vorgestern, am Sonntag, habe ich mit Olaf Löffler telefoniert.
Es ging um die WURZELSPITZE – Arbeitskurse und um den gemeinsamen Aufbau und die Koordination der unterschiedlichen Kursabschnitte der einzelnen Kurse.

Resumee: Es kostet Alles viel mehr Zeit, als ursprünglich geplant.
Was nicht so schlimm ist, weil wir uns Ende letzten Jahres, beim Teamday 2009 entschlossen haben, entgegen der normalen Gepflogenheiten des ZM – Business  unsere Kurse nicht zu bewerben.

Im Klartext: Wir haben uns entschieden, für die Kurse nicht zu werben, sofern diese Werbung mit Abhängigkeiten verbunden ist oder auch nur der Anschein entstehen könnte, dass Abhängigkeiten vorhanden sein könnte.
Soll heißen, kein Sponsorship durch irgendwelche Firmen, sowohl in direkter als auch in indirekter Form.

Das bedeutet: Im Moment werden diese Kurse nur durch die Erwähnung in diesem Blog beworben.

Die Konsequenz daraus ist jedoch zwangsläufig, dass der potentielle Interessentenkreis sehr klein bleibt.
Zu klein vermutlich.
Das stört uns nicht. Immerhin sind wir alle bei WURZELSPITZE in der glücklichen Situation, diese Kurse nicht zum Lebensunterhalt zu benötigen. Im Gegenteil, wenn wir in unseren Praxen unserem Tagwerk nachgehen, dann ist dies mit Sicherheit (den Aufwand, der hinter den Kursen steht, eingerechnet) das unter ökonomischen Gesichtspunkten weitaus Sinnvollere. Und damit ist nicht einmal die Arbeit, die die Erstellung der Vorträge mit sich bringt, berücksichtigt.

Insofern sind wir ganz entspannt und ohne Eile. Kommt ein Kurs zustande, dann freuen wir uns, denn wir referieren nach wie vor aus Spass an der Freud. Allerdings ist nach über 15 Jahren Vortragstätigkeit die unbedingte Euphorie der frühen Jahren dem Gemütszustand gewichen, dies nicht um jeden Preis haben zu müssen.

Die Kurse werden also stattfinden, sofern sich genügend Leute finden.
Das wird mal schneller, mal langsamer der Fall sein, vielleicht auch gar nicht.

2nd Congress of the European Society for Microscope Dentistry

von Hans – Willi Herrmann

Zwei Termine für internationale Fortbildungen habe ich für 2010 fest vermerkt.

Das 9. Roots Summit in Barcelona vom 03. – 5.06.2010, auch wenn ich nur einen einzigen Tag teilnehmen kann.

Und die 2. internationale Tagung der europäischen Gesellschaft für mikroskopgestützte Zahnmedizin.
Diese findet vom 16. – 18. September 2010 in Vlinius/ Litauen statt.

Das Referentenaufgebot verspricht eine hochkarätige Fortbildung, die ich mir, wenn irgend möglich, nicht entgehen lassen möchte.

Zur Homepage der ESMD geht es hier.

Masterstudiengang Endodontologie

von Christoph Kaaden


Im August 2010 soll es so weit sein… 

dann startet der erste deutsche Masterstudiengang Endodontologie unter der Trägerschaft einer gemeinsamen Gesellschaft der

– Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU)

– Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) sowie

– Deutschen Gesellschaft für Zahnerhaltungskunde (DGZ).

Man darf gespannt sein!

Nähere Informationen finden sich auf der entsprechenden Homepage.

Teamday 2009

von Hans – Willi Herrmann

Am 27. und 28. November 2009 fand in München unser Teamday 2009 statt.

21 Teilnehmer aus 5 Wurzelspitze – Praxen trafen sich zu einem Erfahrungsaustausch zum Thema QM in der Zahnmedizin. Praxisabläufe wurden synchronisiert, gemeinsame Arbeitsanweisungen und Checklisten  in Gruppenarbeit erstellt und abschließend im Kreise aller diskutiert und strategisch abgestimmt.

Unsere Resonanz: Ausgesprochen positiv und daher unbedingt empfehlenswert.

Und darüberhinaus sehr erfreulich (weil es zeigt, dass das Konzept stimmt) – ausnahmslos wurde von Mitarbeiterseite eine zeitnahe Fortsetzung gewünscht und am Ende der Veranstaltung sogleich festgelegt. Im Frühjahr 2010 wird unser nächster Teamday stattfinden.

Internationale Trauma-Tagung 2010

von Christoph Kaaden

Italien ist immer eine Reise wert…

insbesondere dann, wenn dort eine internationale zahnmedizinische Tagung stattfindet. Im kommenden Sommer (13. – 15. Juni 2010) ist Verona Gastgeber der „Internationalen Trauma-Tagung“. Anbei der link zu dem vorläufigen Programm mit weiteren Informationen zu einer ganz sicher sehr informativen Veranstaltung mit den „who`s who“ der dentalen Traumatologie:

http://www.iadt-dentaltrauma.org/web/

Wurzelspitze – Fortbildungen 2010

von Hans – Willi Herrmann

Vor ein paar Wochen vorangekündigt.
Zukünftige Fortbildungen des WURZELSPITZE – Teams.
Heute möchten wir  an dieser Stelle einen ersten Ausblick geben über die Kurse, die ab 2010 angeboten werden.

Es wird zunächst 3  zweitägige Kurse geben, die inhaltlich aufeinander aufbauen:

Kurs 1
Moderne Endodontie – Der Start in den Praxiserfolg
Dr. Hans – Willi Herrmann
Dr. Olaf Löffler

widmet sich schwerpunktmäßig den Basics, den Grundlagen für ein erfolgreiches modernes Endodontie – Praxis Konzept.
Heute lernen, am nächsten Arbeitstag umsetzen.

Kurs 2
Moderne Endodontie – Komplikationen und Herausforderungen
Dr. Jörg Schröder
Dr. Hans – Willi Herrmann

befasst  sich mit den Schwierigkeiten,  die zwangsläufig auftauchen, wenn man sich der Endodontie schwerpunktmäßig widmet, den Tricks und Tipps, die wichtig sind, um diese Probleme zu lösen.

Kurs 3
Moderne Endodontie – Moderne Wurzelkanalfüllung
Dr. Christoph Kaaden
Dr. H.W. Herrmann

hat das Thema „Wurzelkanalfüllung“ zum Inhalt.

Warm oder Kalt ?

Das ist nachwievor die Frage, wenn es um Wurzelkanalfülltechniken geht.
Wir sprechen über die wissenschaftlich relevanten Details zum Thema, über die Grenzen der Literatur, über Neues und Gut Bewährtes.

Wir führen vor und üben ein die verschiedenen warmen Wurzelfülltechniken.

Dann gibt  es die Add ons.
Das sind Fortbildungen, die unabhängig von den regulären Kursen belegt werden können.

Add on 1
Das endodontische Back Office

Nach internen Wetten einer der beiden Kurse, die zuallererst ausgebucht sein werden.

Es geht um die Endodontie.
Aber diesmal um die Dinge, die hinter den eigentlichen Behandlungsschritten ablaufen, aber nicht weniger wichtig sind.

Es geht um Kommunikation mit Patienten, Überweisern, Kostenerstattern, und es geht um Arbeitsabläufe, Aufbau, Ausstattung, Ergonomie des Endo – Arbeitsplatzes

Add on 2
Teamkurs Dentalmikroskop und Ergonomie

Endodontie ist Teamarbeit.
Und perfekte Teamarbeit lernt  man am besten in einer Teamfortbildung.

Unter Anleitung.
Erst wirds vorgemacht, dann unter Anleitung eingeübt.

Vom Team, mit dem Team, im Team.

Und langfristig ?

Wird es weitere Kurse geben unter anderem ein  Team – Motivationsseminar.

Endo Award 2009

von Hans – Willi Herrmann

Auch in diesem Jahr vergibt der VDZE seine „Endo Awards“, Auszeichnungen für die besten eingereichten endodontischen Fallpräsentationen in den Kategorien „Primärbehandlung“, „Revision“ und „endodontische Chirurgie“.
Voraussetzung für die Einreichung sollte sein eine mindestens einjährige Kontrolle der klinischen Befunde nach Wurzelkanalbehandlung.

Die Preisverleihung findet statt im Rahmen der ersten gemeinsamen Jahrestagung von AGET, DGEndo, und VDZE im November in Wiesbaden.

Als Anerkennung erhalten die Nominierten eine  kostenfreie Einladung zu der gemeinsamen Jahrestagung. Darüber hinaus wird auch die Teilnahme an der „Endo Night“ für die 9 Nominierten und deren Begleitung  gesponsort. 

Zur Einreichung sendet man die Datei der Präsentation per E-Mail (mail@dr-falten.de) oder auf CD an:


Frau Dr. Edith Falten
Borsteler Chaussee 114
22453 Hamburg 

Eine Anleitung für das Erstellen der Fallpräsentation ist auf der Homepage des VDZE (http://www.vdze.de/endo-award ) hinterlegt.

Einsendeschluss ist der 10.10.2009.

Liebesgrüsse aus Moskau

von Hans – Willi Herrmann

Das erste, was mir auffällt, als wir das Behandlungszimmer der Zahnarztpraxis betreten, sind die blauen Schuhüberzieher, die der Patient trägt.

„Jeder Patient zieht so etwas an hier, sobald er die Praxis betritt“, sagt der junge Zahnarzt, der zusammen mit seinem Bruder die Praxis betreibt.
„Kennst Du jemanden bei uns, der sowas in der Praxis macht ?“, frage ich Jörg. Er schüttelt den Kopf.

Gut sieht sie aus, die Praxis.
Der Wartebereich ist ansprechend gestaltet, keine Stühle, sondern Sitzmöbel, es gibt Bücher statt Zeitschriften und die Bürowände sind voll mit Fortbildungs – Zertifikaten.
Die meisten davon von Weiterbildungen, die in den USA stattfanden.

Die Zahnarztpraxis befindet sich in einer eher blassgrauen,unspektakulären Gegend, im Seitenarm einer 4 spurigen Verbindungsstrasse.
Im Erdgeschoß eines zwar modernen, aber nicht destotrotz profanen Büro – und Wohnplattenbaus.
Mitten in  einer 13 Millionen Einwohner – Stadt, zehnmal größer als Paris.

Jörg Schröder und ich sind in Moskau.
Als Referenten im Rahmen des Quintessenz Symposium 2009 und zwischen unseren Vorträgen besuchen wir Ilya Mer, einen jungen russischen Zahnarzt, der seine Praxistätigkeit auf Endodontie limitiert  und in besagter Praxis quasi als der Dritte im Bunde für mehrere Tage in der  Woche ein Behandlungszimmer angemietet hat.

Mit welchen Erwartungen an die dortige Zahnmedizin fährt man nach Russland ?
Was meine Person angeht mit keinen konkreten.
Und von dem wenigen  Vagen, dass ich im Kopf hatte, trifft, dass kann ich rückblickend sagen, nicht viel zu.

Die Zukunft der Zahnmedizin, wie sie in Deutschland in 15 Jahren sein wird,  sie liegt vielleicht viel näher am heutigen Russland als an den USA und sie ist definitiv mit vielem, was wir gegenwärtig hier haben in Deutschland, nicht kompatibel.

Zieh Dich warm an, deutscher Michel.
Denn Du bist,  in deiner gegenwärtigen Situation, dem, was Dich zukünftig erwartet, nicht gewachsen.
Und dass hat nichts damit zu tun, dass Du keine Pelzmäntel im Schrank hängen hast.

Ich werde berichten, in den nächsten Tagen, von unserer Russlandreise, unseren Eindrücken und Erfahrungen.

1. Gemeinsame wissenschaftliche Tagung der deutschen endodontischen Fachgesellschaften

von Hans – Willi Herrmann

Am 12. -14. November 2009 findet in Wiesbaden als Novum die erste gemeinsame Jahrestagung dreier deutscher endodontischer Fachgesellschaften statt.

AGET, Deutsche Gesellschaft für Endodontie und VDZE gestalten gemeinsam das zweitägige  wissenschaftliche Programm, dem wie immer Workshops und Mitgliederversammlung am Vorkongresstag vorangestellt werden.

Referenten sind Frank Setzer, Meetu R. Kohli, Helmut Walsch, Detlef Heidemann, Jens Ove Andreasen, Edgar Hirsch, Willy Pertot, Domenico Ricucci und Paul Dummer.

Das genaue Programm finden sie als PDF hier im Download:  GwTeF_AZ_2s_A4


Fläschchen können (Zahn-)Leben retten!

von Jörg Schröder

Die diesjährige Jahrestagung der schweizerischen Gesellschaft für Endodontie (SSE) fand am 16. und 17. Januar in Basel statt. Auf dem mit 400 Teilnehmern sehr gut besuchten Kongress war  der Vortrag von Andreas Filippi mein persönliches Highlight.
 
Er  stellte in seiner sehr praxisorientierten Präsentation die ART (Antiresorptive und Regenerative Therapie) des Zahnunfall-Zentrums der Universität Basel vor. Er wies insbesondere darauf hin, dass die parodontale Schädigung avulsierter, intrudierter oder palatinal dislozierter Zähne der für das Überleben des Zahns bestimmende Faktor ist, da eine ausbleibende oder inadäquate Therapie der parodontalen Verletzung das Risiko von resorptiven Prozessen stark erhöht. 
Zu den Säulen der ART gehören :
1. Die Verbreitung der Zahnrettungsbox/Dento Safe  in der Öffentlichkeit. 80% der Zahnunfälle ereignen sich in Schulen oder Sportvereinen.
Eine Stationierung der kleinen Fläschchen in diesen Institutionen verkürzt die Rettungskette erheblich. Die Handhabung ist denkbar einfach (Flasche auf, Zahn rein) und kann von jedem Laien problemlos durchgeführt werden. Die Flasche enthält eine Nährstofflösung, die das Überleben parodontaler Zellen für 24 h ermöglicht. Die Haltbarkeit der Lösung beträgt 3 Jahre. Die Zahnrettungsbox kann für ca. 20 € in jeder Apotheke bestellt werden.

2. „Regeneration“ der parodontalen Zellen. Nach „Eintreffen“ des Zahns in der Praxis soll dieser insgesamt mindestens 30 Minuten in der Zahnrettungsbox lagern. Zwischenzeitlich erfolgen klinische und röntgenologische Untersuchung, Diagnose und z.B. das vorsichtige Entfernen des Koagulums aus der Alveole.

3. Tetracyclin, systemische Anwendung:  Doxycyclin  für 7-10 Tage. Als ungefährerer Anhaltspunkt dient folgende Vorgabe: Kinder erste Gabe 100mg, dann täglich 50 mg, Erwachsene 1 Tag 200mg, dann täglich 100mg als Erhaltungsdosis. Die Bakterien teilen sich alle 20 Minuten daher soll die erste Gabe Doxycyclin mindestens innerhalb der ersten 3 h nach Replantation erfolgen !

4. Tetracyclin, topische Anwendung:  Tetracyclin hat einen antiresorptiven Effekt. Die Apotheke des Vertrauens ist in der Lage,  1mg Tetracyclin in kleine Kapseln abzufüllen. Der Inhalt einer Kapsel wird in ein steriles Gefäss/Schale mit  20 ml steriler Kochsalzlösung gegeben und in Lösung gebracht. Der Zahn wird 5 Minuten lang, kurz vor der Replantation in diese Lösung eingelegt. Der Effekt auf Zähne ohne abgeschlossenes Wurzelwachstum ist enorm: Ohne topische Tetracyclinanwendung revaskularisieren 30% dieser Zähne; mit Tetrycyclin sind es 60%!

5. Emdogain®:  Durch Emdogain heilen Zementdefekte und Zementoblastenschäden besser! Es bildet sich azelluläres Wurzelzement.

6. Steroide: topische Anwendung am Zahn. Osteoklasten werden durch Steoride inhibiert . Die Dosierung beträgt 40 μg Dexamethason/ml Flüssigkeit.

Die Abfolge ist :  1. 15 Minuten in Steroidlösung, 2.  5 Minuten in Tetracyclinlösung, 3. Emdogain®-Applikation. 4. Replantation
Um den Ablauf in der Praxis im Notfall zu vereinfachen, habe ich das Vorgehen bei traumatischen Zahnschäden, nach Verletzungsart unterteilt, auf laminierten Flowcharts festgehalten. So kann selbst im grössten Stress das Richtige zur richtigen Zeit getan werden. 
Übrigens: im Hockeyclub meiner Tochter habe ich bereits DentoSafes gespendet, ebenso in der Schule und im Hort.
Denn dieses Fläschchen kann Zahn-Leben retten.

Das (scheinbar) verflixte siebente Jahr

von Hans – Willi Herrmann

Vom 20. – 22. 11.2008 fand in Stuttgart die 7. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Endodontie (DG Endo) statt. Und wer hätte wetten müssen, der wäre davon ausgegangen, dass dem allgemeinen Trend in der Zahnmedizin  folgend, deutlich weniger Teilnehmer sich einfinden würden als in den Jahren zuvor.

Aber nichts von dem traf zu in Stuttgart.
Das war die erste Überraschung.
Der großzügig dimensionierte Vortragssaal bis zum letzten Platz gefüllt. Deutlich ins Auge springend wesentlich mehr Teilnehmer als vor einem Jahr in  Düsseldorf. Und noch einmal deutlich mehr als in Dresden.
An weltweit bekannten Rednern kann es nicht gelegen haben,  denn im Gegensatz zu früheren Jahren, in denen große Namen, Titanen der Endodontie vom Schlage eines Cliff Ruddle oder Gary Carr, als Zugpferde gedient hatten, waren in diesem Jahr die klinischen Hauptredner Sashi Nallapati, Jan Bergmans und Stephane Browet dem Großteil der Teilnehmer nicht einmal namentlich bekannt. Und ein Leif Tronstad oder Dag Orstavik (der für mich nicht destotrotz einen sehr hörenswerten Vortrag gehalten hat) alleine reicht schon lange nicht mehr aus, um einer Jahrestagung ausreichend Publikum zu verschaffen.

Und gleich darauf folgend die nächste Überraschung.
Lauter junge Kolleginnen und Kollegen saßen im Auditorium. So stark vertreten, dass man von einem Generationswechsel reden  kann, der nun die Endodontie erreicht hat. Ältere Zahnärzte wie der legendäre Fritz Haun aus Bonn waren eher die Ausnahme und die nun etabliert zu nennenden Kollegen der ersten neuen Generation, die Mitte und Ende der neunziger Jahre die Botschaft der „Modernen Endodontie“ aufgenommen und weitergetragen haben, finden sich umringt von einer Vielzahl aufgeschlossener junger Zahnärztinnen und Zahnärzten, die, teilweise bis in die Fingerspitzen motiviert,  ihr Interesse an Endodontie über die gesamten 3 Tage der Jahrestagung so deutlich sichtbar werden lassen, dass man sich freudig an die Euphorie der DG Endo – Gründerjahre zurückerinnert fühlt.

Die DG Endo hat also diesmal alles richtig gemacht und  meines Erachtens die gelungenste und rundeste Jahrestagung bisher abgehalten. Hier zahlt sich nun (endlich möchte man sagen) die Aufbauarbeit der letzten Jahren nachhaltig aus. Viele der Konstrukte, die unter zähem Ringen auf den Weg gebracht wurden, teilweise belächelt, aber auch heftig kritisiert, sind nun in stabilen Bahnen. Und die Energie, die bisher dafür aufgebracht werden musste,  Strukturen einzurichten  und zu etablieren wird jetzt nach und nach in die Detailarbeit und kontinuierliche Verbesserungen gesteckt.
Und kommt nun positiv zum Tragen. Ganz gleich ob Jahrestagung, Frühjahrsakademie, Curriculum oder Active Members – Gruppen – auf allen Ebenen erntet man nun nachhaltig die Früchte der Arbeit der letzten Jahre. 

Das weckt das Interesse an zukünftigen Veranstaltungen.
Ich bin sicher, dass auch die 2. Frühjahrs-Akademie 2009  den Erfolg der diesjährigen Jahrestagung fortsetzen wird. Mit einem bedeutsamen Unterschied: Es wird keine 7 Jahre brauchen, bis diese sich ebenso positiv präsentiert wie die Jahrestagung. Angesichts des reichhaltigen Kursangebotes wird die Frühjahrsakademie 2009 am 13. und 14. März in Halle ziemlich nachgefragt und vermutlich werden viele Kurse rasch ausgebucht sein. Wollen wir wetten ? 

Der Gesellschaft bleibt zu wünschen, dass diejenigen, die in den letzten Jahren  einen nicht unbeträchtlichen Teil ihrer Freizeit in die Vereinsarbeit gesteckt haben, der DG Endo als aktive Mitstreiter erhalten bleiben. Denn Kontinuität, die auf eingespielten Strukturen aufbaut, ist das Beste, was der DG Endo und ihren Mitgliedern gegenwärtig passieren kann.

45. Herbsttagung ZAAK in Siegen

Die 45. Herbsttagung des Zahnärztlichen Arbeitskreises Siegen e.V. widmet sich am 07. und 08.11.2008 ganz dem Thema Endodontie.

Unter dem Titel:
Zahnerhaltung durch Endodontie – ganz einfach?!

geht es an 2 Tagen  um Themen wie  Diagnostik und Therapie endodontischer Schmerzfälle, Möglichkeiten der Bestimmung der endodontischen Arbeitslänge, Prinzipien und Techniken der Wurzelkanalpräparation, Desinfektion des endodontischen Systems, Röntgen in der Endodontie und Techniken der Wurzelkanalobturation oder  Revisionen endodontischer Misserfolge.

Alles in allem zumindest vom Vortragsangebot ein guter Überblick und Einstieg für all diejenigen, die sich mit moderner Endodontie vertraut machen wollen (Endo – Fortgeschrittene kommen vermutlich jedoch besser bei der DG Endo -Jahrestagung in Stuttgart am 21. und 22. November 2008 auf ihre Kosten).

Die Tagungsgebühren in Siegen sind moderat und Studenten der Zahnmedizin haben sogar freien Eintritt.

Das finde ich lobenswert, ebenso wie das generelle Fortbildungsangebot des Arbeitskreises, dass Monat für Monat renommierte Referenten zu aktuelle Themen aufweisen kann. Ganz ehrlich,  bis vor kurzem hatte ich keine Ahnung, wo Siegen genau liegt (irgendwo im Sauerland, dachte ich, was nicht ganz stimmt, das Sauerland beginnt erst nördlich von Siegen, wie ich nun weiss) und wie groß es ist.
Mit einem solchen Fortbildungsangebot habe ich nicht gerechnet.
Ich wollte, so etwas gäbe es bei uns in der Gegend.

Ich bin gespannt, was einen in Siegen erwartet.