In dieser Folge, die nun am Sonntag den 01. Februar um 21Uhr 12 erscheinen soll (hier gehts zu Spotify oder Apple) geht es um thermische Tests als Diagnostika.
Warum Tomas regelmäßig Wärmetests durchführt und ich sehr selten. Wie er konkret dabei vorgeht und warum wir das ganz anders machen.
Was hier im Bild zu sehen ist, ist nur ein Bruchteil, vermutlich weniger als ein Drittel der Teile, die ich in der letzten Woche für dieses Projekt 3D-gedruckt habe.
Für unsere Magnethalterung, unsere 7. Hand am OP- Mikroskop.
Die wir seit mindestens einem Jahr schon verwenden.
Letzte Woche habe ich mich entschlossen, die bestehende provisorische Befestigung auszutauschen. Nun sieht das Ganze so aus. Mehr Info dazu (und warum das immer noch nicht die endgültige Version ist, aber darauf hinarbeitet) auf unserer WURZELSPITZE Patreon Seite.
2022 haben wir uns für den Kauf eines Er:Yag Lasers von Fotona – SkyPulse Versa- entscheiden. Hier und hier berichteten wir bereits.
Integration in die Behandlungsergonomie In der endodontischen Therapie wird bei uns der Laser nur relativ kurz im Verhältnis zur gesamten Therapiesitzung eingesetzt. Trotzdem muss das Gerät immer in Bereitschaft stehen. Wir haben das Cart zum Sky-Pulse-Versa mitgekauft. Dadurch ist der Laser mit geringem Aufwand ortsveränderlich. Benötigt wird lediglich ein 220-Volt-Anschluss. Der Fotona Sky Pulse Versa hat einen Gelenkarm. Dieser ist weniger flexibel als ein schlauchartiges System. Deshalb muss das gesamte Gerät ggf. etwas in der Stellung verändert werden, um am Patienten angewendet werden zu können. Erschwert wird dies zudem durch das über dem Patienten befindliche Mikroskop. Der Laser wird per Fußpedal ausgelöst, deshalb muss dieses ebenfalls platziert werden. Für den Lasereinsatz müssen alle im Raum befindlichen Personen Laserschutzbrillen aufsetzen und die Laserwarnleuchte an der Tür muss angeschaltet werden. Dies unterbricht die gewohnte Behandlungsergonomie und benötigt etwas Zeit, um es in die gewohnten Abläufe fließend zu integrieren. Für die 6-Handtechnik in der Assistenz sind ebenso Umstellungen notwendig. Die Platzverhältnisse werden eingeschränkter auf der rechten Assistenzseite. Die Anreicherung des Gelenkarmes erfordert einige Übung. Dieser Aufwand lohnt sich aus unserer Erfahrung heraus.
Aufbereitung und Instandhaltung: Hier gab es bei uns die meisten Probleme. Diese führten anfänglich zu monatelangen Ausfällen. Deshalb sollte hierauf besonders Acht gelegt werden. Es empfiehlt sich, in einer Praxis mit mehreren endodontischen Behandlungen am Tag mindestens zwei Handstücke inkl. Kupplung vorrätig zu haben. Für die LAI ist das Handstück HC 14-N notwendig. Ebenso sind mehrere Faserspitzen (Flat Sweeps 400/9 für SWEEPS und Radial Sweeps 400/9 für PIPS) und genügend Laserschutzbrillen (mindestens 3) notwendig. Im Handstück ist ein Umlenkspiegel verbaut. Dieser muss regelmäßig kontrolliert werden und ggf. erneuert werden (Umlenkspiegel R0214, HC0214, ON88656). Die Handstücke und Faserspitzen sind bis 134 Grad mit Sterilverpackung autoklavierbar. Das Handstück muss, obwohl Hohlkörper – das ist Herstelleranweisung – an beiden Seiten verschlossen sein, damit auf dem Umkehrspiegel keine Wasserflecken oder Ablagerungen entstehen. Diese können die Funktion des Laserstrahles verändern. Die Desinfektion ist mit Thermodesinfektor oder manuell möglich.
Wartungs- und Reinigungsarbeiten Über die Schaltfläche „Device Maintenance“ werden die Wartungsfunktionen aufgerufen:
1.Gerätewartung – am Gerät Spray Refill: Startet den automatisierten Vorgang zum Nachfüllen des Wassersprays. Wassersystem / Spraywasser Bei Verwendung des integrierten Wasserbehälters empfiehlt Fotona: A-dec ICX Wasserbehandlungstabletten (Kapazität für 0,71) Wöchentliche mikrobiologische Überwachung der Wasserqualität Spülen der Wasserleitungen nach jedem Patienten für 20–30 Sekunden Verwendung von destilliertem Wasser empfohlen. 2. Reinigung des Kühlluftfilters Reinigung oder Austausch mindestens 2 × pro Jahr 3. Deionisierungskartusche (Kühlkreislauf) Austausch mindestens 1 × jährlich Empfohlen: gleichzeitiger Wechsel der deionisierten Kühlflüssigkeit 4. Reinigung der Außenfläche des Gerätes: nach jeder Behandlung mit einer nicht ätzenden Reinigungslösung (z. B. Wasser u. Seife) Nie direkt mit Flüssigkeiten besprühen.
Wartung, die ausschließlich durch qualifiziertes Fotona-Servicepersonal erfolgen muss:
1. Kalibrierung des Leistungszählers: regelmäßig bzw. nach Bedarf Leckstrommessung & Schutzleiterwiderstand: jährlich, ausschließlich durch qualifiziertes Fotona-Servicepersonal 2. Sprayfilter Reinigung oder Austausch mindestens 1 × jährlich Nur durch qualifiziertes Fotona -Wartungspersonal Technische Kontrollen
Noch eine Anmerkung in merkwürdigen Zeiten: Da bereits die bloße Nennung eines Produktes auf einer Homepage als Werbung interpretiert werden kann, benennen wir diesen Blogbeitrag (wie auch jeden bereits geschriebenen sowie alle zukünftigen Beiträge, in denen Produkte benannt werden) als unbezahlte Werbung. Sollten wir (jemals) finanzielle Zuwendungen von Firmen erhalten, die Erwähnung bestimmter Produkte betreffend, werden wir die entsprechenden Blogbeiträge als „bezahlte Werbung“ ausweisen.
Bezugnehmend auf unseren ENDO21 Podcast zur Pulpotomie hier ein paar Fakten aus dem Vortrag von Hal Duncan auf der SSE Jahres-Tagung letzte Woche in Bern.
Pathway to Your Pulps: Innovation, Evidence, Guidelines, Current and Future Therapies
23 Millionen Endos werden lt offiziellen EU- Datenerhebungen pro Jahr durchgeführt, von denen ca. 50 % innerhalb der ersten 5 Jahre scheitern.
Frightened of the pulp ? ZM-Studenten haben einen hohen Stresslevel nach Pulpaeröffnung
Studie Three year clinical and economical Evaluation of Selective Caries removal and full pulpectomy
Nach 3 Jahren 74% Erfolgsrate für SCR und 89% für total pulpotomy Pulpotomy dauert länger und ist teurer
Erfolgsraten der direkten Überkappung 2 Gruppen Gruppe 1 Desinfektion mit Kochsalz Gruppe 1 Desinfektion mit NaOCl
Resultate nach 1 Jahr Kochsalz-Gruppe 55 % NaOCl-Gruppe 89%
Take Home message Mehr Forschung ist notwendig Minimal invasive Vorgehensweisen werden empfohlen (was immer das heissen mag) Pulp Exposure Management ist technically sensitive
Auch in unserem ENDO212 Podcast bei Spotify und bei Apple Podcast werden Tomas Lang und ich über die SSE- Jahrestagung sprechen, genauer gesagt über den oben genannten Vortrag und über Yoshi Terauchis Vorgehensweise, die Wurzelkanalfüllung alleinig mit MTA betreffend.
Falls alles klappt, wird diese Podcast- Folge am Sonntag abend auf Sendung gehen. Die angekündigte reguläre Podcast- Folge kommt dann eine Woche später.
Achtung, ich habe mit diesem Motor nicht gearbeitet, finde aber, dass die Produkte von Woodpecker den Vergleich zu den Geräten der etablierten Grosskonzerne nicht scheuen brauchen. Und den Preis finde ich sensationell, deshalb von meiner Seite hier der Hinweis auf ein aktuelles Angebot von Einfach Dental.
Ich habe mit Einfach Dental nichts zu tun, aber natürlich noch eine Anmerkung in merkwürdigen Zeiten: Da bereits die bloße Nennung eines Produktes auf einer Homepage als Werbung interpretiert werden kann, benennen wir diesen Blogbeitrag (wie auch jeden bereits geschriebenen sowie alle zukünftigen Beiträge, in denen Produkte benannt werden) als unbezahlte Werbung. Sollten wir finanzielle Zuwendungen von Firmen erhalten, die Erwähnung bestimmter Produkte betreffend, werden wir die entsprechenden Blogbeiträge als „bezahlte Werbung“ ausweisen.
Heute erreichten mich Recall-Röntgenbilder einer 53-jährigen Patientin, bei der wir vor einem Jahr endodontische Behandlungen an den Zähnen 16 und 37 durchgeführt haben…
beide Zähne wurden in jeweils zwei Terminen (1.: 90 Min; 2.: 60 Min.) behandelt.
Die Präparation der Kanalsysteme erfolgte mit reziprok arbeitenden Instrumenten (R-Pilot, Wave One Gold 20; RECIPROC blue 25 und Wave One Gold 35). Für die Wurzelkanalfüllung wurden Guttapercha und BC Sealer high flow verwendet.
Es sieht so aus, als wäre die Therapie erfolgreich gewesen…
Prä-op vs 1 Jahr post-op
Freu :-)
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2022 haben wir uns für den Kauf eines Er:Yag Lasers von Fotona – SkyPulse Versa- entscheiden. Hier berichteten wir in ersten Teil.
Laser wie funktioniert das?
Der Laser arbeitet wie ein optischer Verstärker, der konzentriertes Licht ausstrahlt. Die Energie wird entweder in einem Gas, einer Flüssigkeit oder einem Kristall bereitgestellt. Das Licht wird an parallelen Spiegeln reflektiert, die sich an beiden Seiten des Lasers befinden. Jedes Mal, wenn das Licht das flüssige, feste oder gasförmige Medium durchläuft, wird es von den Spiegeln erneut reflektiert. Dieser Vorgang setzt sich so lange fort, bis alle Strahlen in eine einzige Richtung verlaufen und dadurch gebündelt werden. Einer von beiden Spiegeln ist teilweise durchlässig. So wird es möglich, dass das gebündelte Licht als Laserstrahl austritt. In diesem Laserstrahl sind alle Lichtteilchen nicht nur gleich, sondern strömen auch in die gleiche Richtung. Quelle: Wikipedia
PIPS und SWEEPS
SWEEPS ist eine spezielle Form der laserinduzierten Spülung in der Endodontie und eine Weiterentwicklung des PIPS‑Verfahrens. Sie dient dazu, Wurzelkanäle effektiver zu reinigen und zu desinfizieren.
Grundprinzip Bei SWEEPS wird die Faserspitze des Er:YAG‑Laser in eine mit Spüllösung gefüllte Pulpakammer gerichtet. Die Laserimpulse erzeugen sehr schnell entstehende und wieder kollabierende Dampfblasen in der Spüllösung, die starke Flüssigkeitsbewegungen und Schockwellen im gesamten Kanalsystem auslösen.
Unterschiede PIPS und SWEEPS
PIPS („Photon‑initiated Photoacoustic Streaming“) arbeitet ebenfalls mit photoakustischen Schockwellen, nutzt aber eine andere Pulsstruktur und Tip‑Geometrie (Spitze). SWEEPS verändert Tip‑Design und Pulserzeugung (Adaptive Structured Pulse, ASP), um die Blasenbildung und -implosion noch besser zu steuern und so die Reinigungswirkung weiter zu steigern.
Klinischer Nutzen
Durch die erzeugten Schockwellen und den Aufbau von Scherspannungen (primäre Kavitation) in der Spülflüssigkeit werden auch schwer zugängliche Bereiche, wie Isthmen, laterale Kanäle, Hohlräume etc. besser erreicht und von Biofilm, Geweberesten und Debris befreit.
Literaturtipp zu PIPS und LAI: International Endodontic Journal Principle and antimicrobial efficacy of laser-activated irrigation: A narrative review Maarten Meire, Roeland J. G. De Moor 10. Februar 2024 https://doi.org/10.1111/iej.14042
Noch eine Anmerkung in merkwürdigen Zeiten: Da bereits die bloße Nennung eines Produktes auf einer Homepage als Werbung interpretiert werden kann, benennen wir diesen Blogbeitrag (wie auch jeden bereits geschriebenen sowie alle zukünftigen Beiträge, in denen Produkte benannt werden) als unbezahlte Werbung. Sollten wir (jemals) finanzielle Zuwendungen von Firmen erhalten, die Erwähnung bestimmter Produkte betreffend, werden wir die entsprechenden Blogbeiträge als „bezahlte Werbung“ ausweisen.
Bei der SSE – Jahrestagung in Bern habe ich letzte Woche über Ergonomieaspekte und den Einsatz von 3D- Druckern zur Arbeitsplatzorganisation gesprochen. Vorgestellt habe ich unter anderem auch unsere 6-Handtechnik beim endodontischen Arbeiten und auch unsere „Siebte Hand“ gezeigt: Eine Halterung am OP- Mikroskop, die eine magnetfixierte Ablage von Endoinstrumenten gestattet. So kann z.B. blitzschnell zwischen dem Behandlungsspiegel und dem Fotospiegel hin und her gewechselt werden. Die Magnetkräfte sind stark genug, um die Endo- Instrumente sicher zu fixieren. Das hätte ich am Anfang nicht zu hoffen gewagt, kann aber seit mehr als einem Jahr Nutzung vermelden, das noch kein einziges Instrument sich unbeabsichtigt gelöst hat.
Ein Video, das die Halterung in Aktion zeigt, findet sich auf unserer WURZELSPITZE Patreon Seite.
In dieser Folge (hier gehts zu Spotify oder Apple) geht es um Diagnostik, um Anamnese, was unsere diagnostischen Favoriten sind, wie man okkulte Kanäle in der Untersuchung erkennt und was unsere konkrete Vorgehensweise bei Klopftests ist.
Ohne DVT wäre der Zahn vermutlich nicht therapierbar gewesen. Zumindest nicht mit dem gleichen positiven Ergebnis.
Zahn 35.
Wieder einer dieser extrem schwierig zu therapierenden Unterkiefer-Prämolaren. Vertucci Typ 3, also eine 1-2-1 Konfiguration, wobei dies der eigentlichen Situation nicht gerecht wird, gab es doch auf Pulpakammerboden – Niveau keinen Hinweis, das intraradikuläre eine Aufzweigung in 2 Kanäle vorhanden ist. Der gemeinsame koronale Kanalanteil solcher Prämolaren ist in der Regel zumindest andeutungsweise oval, aber hier war er kreisrund wie der Vollmond.
Hinzu kamen in diesem Fall, dass es sehr enge Kanäle waren und der gemeinsame apikale Kanalanteil stark gebogen war.
So stark, das man förmlich bis in die Fingerspitzen spüren konnte, welche Kräfte bei der Aufbereitung auf unsere Nickel- Titan- Instrumente einwirkten. Und ich jederzeit damit rechnete, das es Fraktur des Instrumentes kommen könnte. Man merkte sofort, wenn die Instrumente in den gekrümmen apikalen Kanalanteil vordrangen.
Weshalb ich (unter Berücksichtigung des Dentin-Checks) bei einer Aufbereitungslänge von 23,5 mm als finales Aufbereitungsinstrument ein 25.06-Instrument verwendete und auf eine größere apikale Aufbereitung verzichtete und meiner 35er-Instrumente in der Schublade lies.
Das Ergebnis ? Wenn es 2026 so weiter geht, bleibt alles gut…
p.s.: Vorher sehen diese Zähne immer so einfach aus…
p.p.s.: Hinterher sehen all diese Zähne immer so einfach aus …
2022 haben wir uns für den Kauf eines Er:YAG-Lasers von Fotona – SkyPulse Versa – entschieden.
Warum gerade Laser? Nach dem Ausfall des SAF-Systems (Self-Adjusting File) habe ich versucht, einen möglichst adäquaten Ersatz zu finden, um die Desinfektion und Reinigung des Wurzelkanalsystems zu optimieren. Dabei kam nur die LAI – (Laseraktivierte Spülung mit Er:Yag-Laser) als Verfahren in Frage.
Begründung: Physikalische Grundlagen Er:YAG-Laser (2940 nm) werden extrem stark in Wasser und Hydroxylapatit absorbiert, erzeugen im Spülmedium ausgeprägte Kavitationsblasen und photoakustische Schockwellen (PIPS/SWEEPS). Diodenlaser (ca. 810–980 nm) werden vor allem von Pigmenten (Melanin, Hämoglobin) absorbiert, dringen tiefer in Gewebe ein und wirken primär photothermisch/antimikrobiell, nicht primär hydrodynamisch. Deshalb wird damit wahrscheinlich keine Smearlayer- und Debrisentfernung erreicht. Spülwirkung / Debris- und Smearlayer-Entfernung Er:YAG‑LAI, insbesondere PIPS/SWEEPS, erzeugt turbulente Strömungen, die in In‑vitro‑Studien Biofilm und Smearlayer entfernen können. Diodenlaser im „klassischen“ Intrakanal-Modus (Faser im trockenen oder nur leicht feuchten Kanal) zeigen deutlich geringere bis keine Smearlayer‑Entfernung; die Dentintubuli bleiben teilweise verschmiert.
Voraussetzungen für Laseranwendung in der Zahnmedizin: Die Voraussetzungen für die Laseranwendung in der Zahnmedizin umfassen vor allem fachliche Qualifikationen, rechtliche Schutzmaßnahmen und Geräteanforderungen. In Deutschland müssen Zahnärzte spezifische Fortbildungen absolvieren, um Laser rechtssicher einzusetzen. Alle Anwendungen erfordern strenge Sicherheitsvorkehrungen gemäß MPG, OStrV (Arbeitsschutzverordnung zu künstlicher optischer Strahlung) und DGZMK-Richtlinien. D. h., vor Einsatz eines Lasers in der Praxis sind Fortbildungen und Qualifizierungen notwendig.
Warum Fotona? Anhand meiner Recherche war die LAI mit PIPS® (Photon Induced Photoacoustic Streaming) und SWEEPS (Shock Wave Enhanced Emission Photoacoustic Streaming) nur mit den Geräten von Fotona umsetzbar. Andere Dental‑Laser können zwar ebenfalls LAI oder „laseraktivierte Spülung“ anbieten, unterstützen aber typischerweise nicht die proprietären PIPS®‑ oder SWEEPS‑Modi von Fotona. Ob dies von Bedeutung ist, kann ich bis heute nicht sagen, da ich selbst keine Vergleiche gemacht habe und die Studienlage unzureichend bis fehlend ist.
Erfahrung im Umgang mit dem SkyPulse Versa. Anfänglich hatten wir größere Probleme mit dem Gerät. Auf Wurzelspitze haben wir berichtet. Nach nun 3 Jahren Erfahrung müssen wir festhalten, dass die Einweisung durch das Dentaldepot nicht optimal war. Auch war die Unterstützung durch Fotona am Anfang nicht optimal. Die Ausfälle des Geräts waren nun mit Abstand betrachtet zu 80 % Anwender- und Wartungsfehler. Im letzten Jahr hatten wir keine Ausfälle, nach Einhaltung aller Wartungsarbeiten und Pflegeintervalle. Prüfungen des Gerätes müssen nach Wartungs-/STK-Protokoll für Lasergeräte nach § 11 MPBetreib m mindestens alle 24 Monate erfolgen.
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Unsere erste ENDO21 Rubrik Frage&Antwort ist aufgenommen.
Bezugnehmend auf die Podcastfolge 2 „Management der tiefen Karies und Vitalerhalt der Pulpa“ wurden folgende Fragen gestellt: „Wie sollte eine Caries Profunda-Behandlung oder direkte Überkappung durchgeführt werden und welche Materialien sollten verwendet werden?“
Zu finden ist die Audio-Datei auf unserer WURZELSPITZE Patreon-Seite.
In dieser Folge geht es darum, warum Tomas und ich am Anfang unseres dentalen Werkens die Endo gerne vermieden haben, um die Pulpotomie als hochgelobte neue Art der Wurzelkanalbehandlung, über MTA als Wunderstoff, über Obliterationen und warum das ein zweischneidiges Schwert ist.
In meiner Praxistätigkeit war die betriebswirtschaftliche Seite lange völlig außen vor. Immer, wenn ich glaubte, jetzt bist Du halbwegs auf der Spur, bekam ich zeitnah einen Dämpfer. Im letzten Jahr habe ich mal wieder ein Seminar zu diesem Thema besucht und dabei eine Online-Vorlesung in mehreren Folgen kennengelernt. Mein Eindruck: sehr empfehlenswert. Für alle, die dies noch nicht kennen: Hier der Link. BWL in der Praxis für Zahnärztinnen und Zahnärzte von Prof. Bischoff.
Wie hatte ich bei der Erstvorstellung dieses Falles geschrieben ?
„Die im Röntgenbild als mottenfraßähnliche Aufhellung an Zahn 21 imponierende Zahnhartsubstanzveränderung im ansonsten weitestgehend füllungsfreien Gebiss legt den Vedacht nahe, dass es sich eben nicht um eine massive Karies an diesem prominenten Oberkiefer-Frontzahn sondern vielmehr um eine externe Resorption handelt. Der Patient ist zum Zeitpunkt der Erstvorstellung 51 Jahre alt, möchte den Zahn behalten, scheut aber ein wenig die zahnärztliche Behandlung an sich und auch die lange Anfahrt von ca 80 km und möchte natürlich prognostische Sicherheit, die Behandlung betreffend.“
Wie ging es weiter ? Nach einer gewissen Bedenkzeit entschied sich der Patient für eine Behandlung bei uns in der Praxis. In der ersten Sitzung erfolgte nach Anästhesie palatinal die explorative chirurgische Aufklappung.
Hier ein paar klinische Fotos, welche den Zustand in situ belegen.
Das eingewucherte Granulationsgewebe hatte eine eher weiche, glibbrige Konsistenz. Es kam nur wenig zur Blutung und das Gewebe konnte relativ einfach als Ganzes ausgeschält werden.
Nach Entfernung des erweichten Dentins stellte sich der Zahn dann wie im letzten Bild zu sehen dar. Die Pulpa schimmert durch beziehungsweise ist minimal eröffnet.
Jetzt die Frage ?
Wie weiter vorgehen ?
Hier noch mein Abschlussbild nach Kavitätenverschluss. Verwendetes Material wie immer in solchen Fällen Shofu Beautifil Flow Plus F00 BW. Die weisse Farbe wegen der guten Abgrenzbarkeit von Füllung und Zahnhartsubstanz für eine zukünftige ZE Versorgung, sofern notwendig, das Material per se wegen seiner von mir geschätzten Eigenschaften, die Applikation betreffend.
Noch eine Anmerkung in merkwürdigen Zeiten: Da bereits die bloße Nennung eines Produktes auf einer Homepage als Werbung interpretiert werden kann, benennen wir diesen Blogbeitrag (wie auch jeden bereits geschriebenen sowie alle zukünftigen Beiträge, in denen Produkte benannt werden) als unbezahlte Werbung. Sollten wir (jemals) finanzielle Zuwendungen von Firmen erhalten, die Erwähnung bestimmter Produkte betreffend, werden wir die entsprechenden Blogbeiträge als „bezahlte Werbung“ ausweisen.
Die erste Folge von Endo21 – der Podcast war eine Einführung: Was haben wir vor, wie läuft alles ab ? In der zweiten Folge, die am 04. Januar 2026 um 21 12 Uhr ersterscheint bei Spotify und Apple, starten wir mit der Endo.
Mit der Frage – wie kann man Pulpen erhalten, indem man Karies NICHT entfernt. Und wie genau verläuft der schmale Grat zwischen so viel wie notwendig aber auch so wenig wie möglich. Was also ist die ideale Art der Caries Profunda Behandlung ? Und wann ist die durchgeführte Caries Profunda Behandlung nur eine Vermeidungs-Strategie ?