Erster Arbeitstag, erster Patient, erste WF.
Ohne DVT wäre der Zahn vermutlich nicht therapierbar gewesen.
Zumindest nicht mit dem gleichen positiven Ergebnis.
Zahn 35.

Wieder einer dieser extrem schwierig zu therapierenden Unterkiefer-Prämolaren.
Vertucci Typ 3, also eine 1-2-1 Konfiguration, wobei dies der eigentlichen Situation nicht gerecht wird, gab es doch auf Pulpakammerboden – Niveau keinen Hinweis, das intraradikuläre eine Aufzweigung in 2 Kanäle vorhanden ist. Der gemeinsame koronale Kanalanteil solcher Prämolaren ist in der Regel zumindest andeutungsweise oval, aber hier war er kreisrund wie der Vollmond.
Hinzu kamen in diesem Fall, dass es sehr enge Kanäle waren und der gemeinsame apikale Kanalanteil stark gebogen war.
So stark, das man förmlich bis in die Fingerspitzen spüren konnte, welche Kräfte bei der Aufbereitung auf unsere Nickel- Titan- Instrumente einwirkten. Und ich jederzeit damit rechnete, das es Fraktur des Instrumentes kommen könnte. Man merkte sofort, wenn die Instrumente in den gekrümmen apikalen Kanalanteil vordrangen.
Weshalb ich (unter Berücksichtigung des Dentin-Checks) bei einer Aufbereitungslänge von 23,5 mm als finales Aufbereitungsinstrument ein 25.06-Instrument verwendete und auf eine größere apikale Aufbereitung verzichtete und meiner 35er-Instrumente in der Schublade lies.
Das Ergebnis ?
Wenn es 2026 so weiter geht, bleibt alles gut…
p.s.: Vorher sehen diese Zähne immer so einfach aus…
p.p.s.: Hinterher sehen all diese Zähne immer so einfach aus …