Wieder mal ein Zahn für die Zange, oder ? Fall 1 (II)

Wie hatte ich bei der Erstvorstellung dieses Falles geschrieben ?

„Die im Röntgenbild als mottenfraßähnliche Aufhellung an Zahn 21 imponierende Zahnhartsubstanzveränderung im ansonsten weitestgehend füllungsfreien Gebiss legt den Vedacht nahe, dass es sich eben nicht um eine massive Karies an diesem prominenten Oberkiefer-Frontzahn sondern vielmehr um eine externe Resorption handelt. Der Patient ist zum Zeitpunkt der Erstvorstellung 51 Jahre alt, möchte den Zahn behalten, scheut aber ein wenig die zahnärztliche Behandlung an sich und auch die lange Anfahrt von ca 80 km und möchte natürlich prognostische Sicherheit, die Behandlung betreffend.“

Wie ging es weiter ?
Nach einer gewissen Bedenkzeit entschied sich der Patient für eine Behandlung bei uns in der Praxis. In der ersten Sitzung erfolgte nach Anästhesie palatinal die explorative chirurgische Aufklappung.

Hier ein paar klinische Fotos, welche den Zustand in situ belegen.

Das eingewucherte Granulationsgewebe hatte eine eher weiche, glibbrige Konsistenz. Es kam nur wenig zur Blutung und das Gewebe konnte relativ einfach als Ganzes ausgeschält werden.

Nach Entfernung des erweichten Dentins stellte sich der Zahn dann wie im letzten Bild zu sehen dar. Die Pulpa schimmert durch beziehungsweise ist minimal eröffnet.

Jetzt die Frage ?

Wie weiter vorgehen ?

Hier noch mein Abschlussbild nach Kavitätenverschluss. Verwendetes Material wie immer in solchen Fällen Shofu Beautifil Flow Plus F00 BW. Die weisse Farbe wegen der guten Abgrenzbarkeit von Füllung und Zahnhartsubstanz für eine zukünftige ZE Versorgung, sofern notwendig, das Material per se wegen seiner von mir geschätzten Eigenschaften, die Applikation betreffend.

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