Paraformaldehydhaltiges Devitalisierungsmittel – ohne Nekrose II

von Maurice Eugene Brezner

14 Tage nach der Aufbereitung kam die Patientin wieder in die Praxis, um den 46 abfüllen zu lassen.
In der Zwischenzeit waren weder Schmerzen, noch andere Missempfindungen aufgetreten, also Stand der Wurzelfüllung der 4 Kanäle nichts mehr im Wege.

Also das Calciumhydroxid entfernt, nochmalige US-Spülung, Masterpoint und WF.

Da bisher keine Beschwerden auftraten, gehe ich davon aus, dass auch keine mehr kommen.

Masterpoint

Masterpoint

WF

 

Kleine, aber feine Mikroskoplösung

von Mario Schulze

In meiner Praxis stehen mir zwei Behandlungszimmer zur Verfügung. Ein Behandlungszimmer für endodontische Behandlungen, welches, wie hier berichtet, aus-gestattet ist.
Im zweiten Behandlungszimmer werden alle anderen zahnärztlichen Behandlungen unter Anwendung einer Lupenbrille durchgeführt. Nun kommt es immer häufiger vor, dass mir diese Vergrößerung bei verschiedenen Behandlungen nicht mehr ausreicht und der Wunsch nach einem Dentalmikroskop auch in diesem Zimmer bestand.
Da mein durch den Umbau im „Endozimmer“ freigewordenes Leica M650 nur sehr aufwendig im zweiten Behandlungszimmer zu integrieren war, stand die Frage nach einer optisch und technisch gut passenden Lösung.
Die Wahl fiel auf ein iScope der Firma Jadent, welches mit einem speziellen Arm an der Lampenstange der vorhandenen Behandlungseinheit KaVo E80 befestigt wurde. Um Gewicht zu sparen, habe ich auf Strahlenteiler und Fotodokumentation verzichtet. Die LED- Beleuchtung ist im Mikroskopkörper integriert, so dass lediglich ein Kabel vom im Behandlungsstuhl platzierten Trafo zum Mikroskop führt. Um ergonomisch variabler zu sein, habe ich das iScope um den bereits hier  beschriebenen Jung Variofocus erweitert.

Disclaimer: Es besteht beim Autor kein Interessenkonflikt in Form einer finanziellen oder persönlichen Beziehung zu Dritten, deren Interessen vom Beitragsinhalt positiv oder negativ betroffen sein könnten.

Auf Tuchfühlung

von Jörg Schröder

Anlässlich eines Vortrages für die Studierenden des Postgraduate-Programmes an der ACTA in Amsterdam hatte ich in dieser Woche die Gelegenheit mich in Begleitung des Leiter des Endo-Departments, Dr. Hagay Shemesh, im Klinikgebäude umzusehen.

Mit „stark beeindruckt“ ist das Gesehene nur unzureichend beschrieben.

Das im Jahr 2010 bezogene Gebäude beherbergt auf 13 Stockwerken so ziemlich alles, was das zahnmedizinische Herz begehrt. Neben der Ausstattung der hier Lehrenden und Lernenden, so gibt es neben 3D-Phantomkurs-Simulatoren für die vorklinischen Semester, ein mehr als üppig ausgestattetes mikrobiologisches Labor, eine volldigitale Bibliothek mit Zugang zu allen Journals, fällt vor allem die offene und zur Kommunikation einladende Architektur ins Auge.

Die Studierenden des endodontischen Post-Graduate-Programms haben direkte Tuchfühlung mit den Leitern des Programmes und sitzen gemeinsam in einer kleinen Variante eines Großraumbüros. Ein Austausch der Studierenden unterschiedlicher Jahrgänge ist somit möglich und ausdrücklich erwünscht.

Umgebungsbedingungen wie diese, sowie solch flache Hierarchiestrukturen hätte ich mir während meines Studiums auch gewünscht.

Einen guten Eindruck vermittelt folgendes Video:

Brückentag 2

von Christian Danzl

Der Mai bietet – besonders in Bayern – mehrere Brückentage. Wenn diese mit den Pfingstferien zusammenfallen, kann man auch mal das Auto stehen lassen und die Lufthansa bemühen.

Highline Park

Highline Park

Flatiron Building

Flatiron Building

MoMA

Garage im 3. Stock

vom Highline Park

vom Highline Park

Chelsea Market

Memorial Day Beleuchtung

Nebel ums ESB

Brückentag 1

von Christian Danzl

Brückentage eignen sich hervorragend, den Laden zu schliessen und einen Kurztrip zu machen. Wir im Süd-Osten der Republik haben das Glück in 4 Stunden mit dem Auto in Venedig zu sein. Ab und zu muss man es auch machen. Hier ein paar Eindrücke.

Roots Summit 2012 Brasilien – Eindrücke abseits der Kongresssäle

von Hans – Willi Herrmann

Auch von meiner Seite ein paar fotografische Impressionen, abseits der ROOTS Summit Kongresssäle, sowohl in Farbe, als auch in Schwarz Weiss.

 

Roots Summit 2012

von Jörg Schröder 

Nach zweijähriger Pause fand das mittlerweile 10. ROOTS Summit in diesem Jahr in Brasilien statt. Das Team um Carlos Murgel und Gustavo de Deus hatten ins im Länderdreieck Brasilien, Argentinien und Paraguay gelegene Foz de Iaguaçu eingeladen.

Den mehr als 600 Teilnehmern aus über 30 Ländern wurde während der dreitägigen Veranstaltung ein abwechslungsreiches Programm geboten. Neben Vorträgen vieler internationaler Top-Referenten aus Wissenschaft und Praxis ( M. Versiani, M. Haapasalo, G. Yared, J. Vera, J. Dovgan, J. Munce, A. Chaniotis, L. Pereira, R. Cristescu, H.W. Herrmann , G. Debelian S. Nallapati, R. Michiels) konnten Workshops zu einer Vielzahl verschiedener endodontischer Themen belegt werden. Eine Posterpräsentation mit neuen Ergebnissen wissenschaftlicher Studien rundete die Veranstaltung ab.

Die Organisation des Events war vorbildlich und braucht den Vergleich mit Großveranstaltungen in Europa nicht zu scheuen. Was mir besonders in Erinnerung bleiben wird, ist die fast familiäre Atmosphäre in der alles ablief. Ob früh am Morgen beim Frühstück – es ging an jedem der drei Tage um 8.30 los – oder beim gemeinsamen Abendessen – um 17.30 Uhr war Schluss – immer fanden sich neue Tischzusammensetzungen mit interessanten Gesprächen.

Als Referent wird man selbst am nächsten Tag noch zum Vortragsthema angesprochen und befragt. Die Scheu Fragen zu stellen ist bei den Teilnehmern deutlich geringer als hierzulande ausgeprägt. Zustimmung aber auch kritische Anmerkungen werden gleich nach dem Vortrag im persönlichen Gespräch geäußert.

Am Donnerstag bot sich die Möglichkeit die zuvor von Dr. José Vega im Zusammenhang mit der Irrigation des Wurzelkanals erläuterten physikalischen Zusammenhänge  des laminaren Flows und des akustischen Streamings durch eine Exkursion zu den weltbekannten Iguaçu-Wasserfällen zu vertiefen.

Wenn es unter den vielen hervorragenden Präsentationen einen zu nennen gibt, der mir besonders gefallen hat, dann ist es der Vortrag von Rafäel Michiels aus Belgien.

Mit seiner unnachahmlichen und sympathischen Art Dinge beim Namen zu nennen ließ er in 45 Minuten die Entwicklungen der Endodontie chronologisch Revue passieren und setzte sich dabei sehr kritisch mit den schon fast inflationär um sich greifenden „Revolutionen“ in der Endodontie auseinander.

Würde sein  Motto „PPC“ Compare the Present with the Past and think Critical“ regelmäßiger zur Anwendung kommen und das bekannte Wissen konsequent in die Behandlung einfliessen, könnte der endodontische Behandlungsstandard mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch ohne monatliche Revolutionen erheblich verbessert werden können.

Das Roots Summit 2012 war für mich einmal mehr Gelegenheit,  alte Freunde zu treffen, neue Freunde zu finden und mit einigen neuen Ideen im Gepäck motiviert nach Hause zurückzureisen.

Neben eigenen Bildern, Fotos von Roberto Cristescu und Rafäel Michiels.

Bose® QuietComfort® 15 Acoustic Noise Cancelling® Kopfhörer – ein kurzer Erfahrungsbericht

von Hans – Willi Herrmann

Bis zum Jahr 2006 bin ich regelmäßig, teilweise mehrmals im Jahr, beruflich bedingt an die Westküste der USA geflogen. Die lange Reise hat mich zusehends davor zurückschrecken lassen. Grund waren die lange Flugdauer und der Umstand, dass ich im Flugzeug – wenn überhaupt –  schlecht und dann auch nur kurz schlafen kann. Von Jahr zu Jahr  länger anhaltende jet lags  waren die Folge und damit einhergehend immer stärker der  Wunsch, mir solche Situationen nicht mehr aufbürden zu wollen.

Mit Unbehagen sah ich daher meinem 12 Stunden Flug nach Brasilien zum ROOTS Summit 2012 entgegen. Und das gab den Ausschlag, mir einen Bose® QuietComfort® 15 Acoustic Noise Cancelling® Kopfhörer zuzulegen. Über diese Kaufentscheidung hatte ich als Technik – Interessierter  schon immer mal wieder in der Vergangenheit spekuliert. Da ich , wie oben beschrieben, beruflich bedingt öfters weitere Strecken mit Flugzeug und Bahn zurücklegen musste. Aber letztendlich habe ich das Ganze als „Verdammt viel Geld und wer weiss ob´s überhaupt funktioniert und deshalb muss ich es nicht unbedingt haben“ eingestuft und immer wieder verworfen.

Denn auch ein Test im Bose-Shop konnte letztendlich nicht ausreichend klären, ob der Kopfhörer wirklich seinen Zweck wie erwartet würde erfüllen können. Von vorneherein war klar, daß lediglich tiefe und mittlere Frequenzen zuverlässig unterdrückt wurden, Flugzeugturbinenlärm zum Beispiel. Aber hatte mich das im Flugzeug eigentlich so sehr gestört ? Zumal dauerhaft gleichbleibend und damit vom Kopf ohnehin nach kurzer Zeit ausgeblendet. Waren es nicht vielmehr laut sich mitteilende Sitznachbarn, schlagende Flugzeugtoilettentüren und schreiende Babys, die einem die Nachtruhe raubten ?

Weiterhin stand die Frage im Raum, ob es unbedingt das Kopfhörer Top – Modell von BOSE sein müsste ? Von einer  Firma, die in der Vergangenheit es immer schon verstanden hatte, einen möglicherweise sogar nur vermeintlichen Vorteil marketingmäßig aufzublasen und mit einem Premiumpreis  zu versehen. Noice cancelling Kopfhörer gibt es immerhin schon für rund 100 Euro. Von  renommierten Anbietern wie Sennheiser, AKG, Panasonic, Sony. Und dann die Optik des BOSE QC 15 ? Schon zu seiner Markteinführung langweilig, würde ich das Design heute wohlwollend als „attraktiv für Rentner“ einstufen, ehrlich befragt als häßlich und spiessig obendrein einordnen.

Bewertungen bei Amazon und ein Kurztest im Apple Store haben mich letztendlich bewogen, mir Anfang September aller negativer Stimmen zum Trotz den BOSE QC 15 zuzulegen. Zwischenzeitlich hatte ich dann auf Kurzflügen nach Moskau und Budapest, die Möglichkeit,  den Kopfhörer anzutesten. Die Nagelprobe war dann der Flug nach Rio de Janeiro und zurück.

Kurz und knapp. Das Teil funktioniert.
Und nicht nur im Flugzeug, sondern auch in „normalen“ lärmbelasteten Bereichen, wie den Flughafenterminals. Sogar Stimmen werden weit besser als erwartet herausgefiltert. Es ist immer wieder erstaunlich, wie stark die Lärmbelastung im Flugzeug ist, sobald man den Kopfhörer ausschaltet, um sich  zum Beispiel mit dem Sitznachbarn zu verständigen. Was den Tragekomfort angeht, habe ich den Kopfhörer nicht als unangenehm empfunden. 12 Stunden Tragezeit waren kein Problem. Für mich war der Erwerb kein Fehlkauf, im Gegenteil, eine Bereicherung und Erleichterung, was das Reisen angeht. Daran mag auch die ausladende Reisehülle nichts ändern. Die bei Amazon von verschiedener Seite als unzureichend beschriebene Klangqualität kann ich für mich, trotz diesbezüglich von Jugend an hohen Ansprüchen, nicht bestätigen.

Und was das Schlafen im Flugzeug angeht – für mich war der BOSE QC 15 auf  meinem Rio- Flug eine Erleichterung, verbesserte die Nachtruhe. Mein Geld war also gut investiert und der BOSE QC 15 gehört jetzt, wenn möglich, zum Reisegepäck dazu.

ROOTS auf Facebook

von Christoph Kaaden

Im Zuge des gestrigen Beitrags ist es bereits erwähnt worden…

seit ein paar Wochen ist das (internationale) Online-Endodontie-Forum ROOTS in seiner bisherigen Form vom Netz genommen worden…

Leider !

Ich persönlich habe hier eine Menge lernen dürfen.

Obgleich ich mir von ROOTS-„Veteranen“ habe sagen lassen, dass die besten Zeiten des Forums, in dem internationale Grössen der Endodontologie (u.a Gary Carr, John Stropko u.v.a.m)  bereitwillig ihr Wissen mit anderen „Endothusiasten“ teilten, schon länger (bzw. lange) der Vergangenheit angehörte…

aber es scheint trotzdem weiter zu gehen…

Ein „Nachfolger“-Forum findet sich unter der Regie des neuen Administrators Freddy Belliard (ganz zeitgemäß) hier auf Facebook…

die Zeit wird zeigen, ob ROOTS auf Facebook an „die guten alten Zeiten“ anknüpfen kann…

Abenteuer Spanien: Bilanz nach 2 Jahren

von Alexander Knobel


Die Zeit rennt.
Vor 1 1/2 Jahren wurde ich von Wurzelspitze gebeten, etwas über meine Erfahrungen aus dem europäischen Ausland zu berichten. Jetzt sind bereits zwei Jahre in der Ferne vergangen und es ist an der Zeit, erneut Bilanz zu ziehen.

Kurz gesagt: das Auf und Ab meines Körpergewichts spiegelt die Höhen und Tiefen der letzten zwei Jahre (+/- 10kg) extrem gut wieder. Während man sich in Deutschland über das kostspielige QM, die neue GOZ oder immer mehr Bürokratie ärgern darf, sorgt in Spanien eine brutale Finanzkrise für leere Wartezimmer. Angestellte Zahnärzte werden schonungslos entlassen und sind froh, wenn sie als „Helferin“ einen Job finden. Alternativ kann bei einer der Zahnarztketten wie z.B. Vitaldent, Unidental… für laue 5-8€/h angeheuert werden. Diese Ketten verhalten sich wie Heuschrecken und verbreiten sich übers komplette Land. Ist ein Gebiet abgegrast wird eingepackt und weitergezogen. Einzig der Aufwand und die Qualität des „product placements“ sind erstklassig und extrem hochwertig. Wirklich bemerkenswert, was da an gelungener Reklame in den Medien rausgehauen wird. Ansonsten ist die dort betriebene Zahnmedizin weder modern noch in vielen Fällen hygienisch. Dafür auf den ersten Blick billig. Auch sprießen immer mehr Versicherungen mit eigenen Praxen auf den Markt. Nicht sehr erfreulich für meine Kollegen, die der Reihe nach ihre Zusammenarbeit mit den Versicherungen aufgekündigt bekommen.

Andere Länder, andere Probleme.
In diesem Fall sind jedoch aus meiner Sicht die Lösungen identisch: Nur mit hochwertiger Zahnmedizin und großem Engagement kann diesem Strudel entkommen werden. Ansonsten sollte man sich den ganzen Aufwand und die vielen Arbeit einfach nicht geben. Im Media Markt ist man wenigsten gegen die drohende Arbeitslosigkeit versichert und kann sich auch mal bei einer Grippe schön umsorgen lassen. Niemand stört einen am WE, die Urlaube sind gesichert und es gibt geregelte Arbeitszeiten…

Meine Strategie ist relativ simpel.
Ich will besser als der Großteil der Zahnmediziner in Madrid sein.
Mich abheben von der breiten Masse Zahnarztpraxis. High-End-Dentistry und moderne Zahnmedizin zu einem angemessenen und fairen Preis.
Den deutschen Qualitätskriterien im Bereich der Hygiene und des Behandlungsmanagements unterwerfe ich mich freiwillig. Nach dem Motto: „form follows function“. Nur so kann ich mich abheben. Und nur so macht auch mir Zahnmedizin wieder Spaß. Kaum vorstellbar wie ich früher im Schnitt 18(+) Patienten pro Tag anständig versorgen konnte.

Täglich findet hier mein CEREC AC, der Laser, meine Lupenbrille und besonders mein wiederbelebter und geliebter Kofferdam Anwendung. Nicht immer schneller und mehr Patienten durchschleusen. Klasse statt Masse. Den Patienten wieder in den Mittelpunkt stellen. Sicherlich: ich wurde hier auch dazu gezwungen, da ich mich nicht auf Kassenpatienten mit der Motivation auf Zuzahlung ausruhen kann. Keiner kommt mal vorbei, nur um zu schauen wie der Deutsche so ist. Mein Patientenstamm wächst langsam, aber er wächst und 80% der Neupatienten kommen einzig durch ausgesprochene Empfehlungen. Meine Rechnung scheint aufzugehen, auch wenn ich hier locker eine 70-80 Stunden Woche habe und wenig vom milden Klima mitbekomme. Nach nur 2 Jahren bin ich hier in Madrid bekannter als ich es hätte jemals in meiner alten Wirkungsstätte hätte werden können. Referent für das CEREC System und Betatester für neue Soft- und Hardware für verschieden namenhafte Hersteller. Nur durch eine Standard- Zahnmedizin, die sich mit Zahnextraktionen und Zementfüllungen über Wasser hält, hätte ich hier keine Chance. Dieser Markt ist gesättigt. Spanien ist aktuell nicht wirklich ein guter Ort für Zahnmediziner. Speziell da zusätzlich zur Immobilien- und Bankenkrise südamerikanische Zahnärzte den Markt überfluten. Die Mentalität und Lebensweise ist eine komplett andere und darf auf keine Fall mit der deutschen Lebensweise verglichen werden. Es ist schwierig zu erklären, aber bereits zu Beginn meines Abenteuers hatte mir eine netter Kollege es versucht so zu erklären: Leben kann man in Spanien besser, aber zum Arbeiten (was die Professionalität und Qualität angeht), wäre man doch lieber in Deutschland geblieben.

Zumindest Eines habe ich aber bereits in Deutschland gelernt: Die Standortfrage wird maximal überbewertet und „wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein.“ [Philip Rosenthal] Auch ich bin gespannt, was mir die nächsten Jahre bringen werden und ich bin gespannt was es in weiteren 2 Jahren zu berichten gibt.

Ungarn. Gelobtes Land?

von Christian Danzl

Wenn man zum Zahnarzt muss, wird es teuer.

Die Zahnärzte verdienen zu viel.

Das sind hinlänglich bekannte „Wahrheiten“.
Auch etliche Krankenkassen springen auf diesen Zug auf und empfehlen ihren Patienten Zahnersatz aus den Ausland oder bezuschussen sogar Zahnbehandlungen im Ausland, um Kosten zu sparen.
Ich empfehle den Patienten, die mit so einem Schreiben zu mir kommen, sofort eine billigere Krankenkasse, denn da spart man sicher jeden Monat, und nicht nur im Falle einer aufwändigen Zahnbehandlung.

Ja, Zahnbehandlung im Ausland.

Wo?

Ungarn!

Genau. Für Österreicher immer schon der Geheimtipp, wenn’s um „Zahnsparen“ geht. Auch für Deutsche nicht uninteressant. Ein 14 tätiger Urlaub in einem Hotel mit gehobenem Standard, eine Zahnarztpraxis ist gleich angegliedert, so dass man nicht noch lange suchen muss.
DAS all-in-one Paket. Man fährt in den Urlaub und kommt nach 14 Tagen mit einem neuen Lächeln zurück, ohne dass man sich in der Nachbarschaft mit Provisorien hätte blicken lassen müssen.

Und die neuen Zähne incl. der Implantate (sie wurden während des 14-tägigen Aufenthaltes gesetzt und auch mit dem endgültigen Zahnersatz versehen) sind so viel billiger als daheim in Deutschland, dass auch der Hotelaufenthalt finanziell nicht ins Gewicht fällt.

Sagenhaft!

Und jetzt die entscheidende Frage:

Ist das wirklich so?

Auszuschliessen ist es nicht.

Drei Dinge dazu:

  1. Ein befreundeter Zahnarzt südöstlich von München (also nicht im Grenzgebiet zu Tschechien), nähe Rosenheim, der viel und gut Implantiert wurde von einem Bekannten gebeten, er solle bitte den Zahnersatz seiner Frau reparieren. Dieser ist zwar aus Ungarn, aber als „Freundschaftsdienst“ könne er das ja wohl machen, weil man wegen einer Reparatur nicht noch mal nach Ungarn fahren wolle (eigentlich der Klassiker).
    Er willigte ein. Aber nur unter der Bedingung, dass er Einsicht in alle Rechnungen aus Ungarn bekommt. Rein interessehalber.
    Ergebnis: Der Zahnersatz incl. mehrerer Implantate war in Ungarn lediglich um 500,- billiger als bei ihm.
  2. Ein langjähriger Patient kam zu mir in die Praxis, er brauche eine neue OK-Totale. Er war in Ungarn und hatte sich einen implantatgetragenen ZE machen lassen. Schon nach 3 Wochen waren die Implantate wieder draußen. Er bekam dann eine Totale im OK. Die sah aus, als hätte sie der ZA noch in der Schublade gehabt und passte auch so. Ihm war klar, dass ich ihm keine neue Totale umsonst machen würde.
    Im Unterkiefer sassen de Implantate noch.
    Noch.
    Aber auch denen gebe ich keine 2 Jahre. Dann kommt auch da die Totale. Insgesamt gesehen eine 28er für viel Geld.

    Verstehen sie mich nicht falsch: Ich sage nicht, dass die ungarischen Zahnärzte schlechter sind, auch nicht, dass die Deutschen besser sind.
    SO eine Implantatversorgung bekommen sie in Deutschland auch, aber da haben sie wenigstens einen Gewährleistungsanspruch vor Ort.

  3. Hier die Preisliste einer ungarischen Zahnarztpraxis.
    Machen Sie sich bitte selbst ein Bild.
    Bekommen Sie diese Honorare von der GKK in Deutschland? Verlangen Sie mal 40,- € von einem Kassenpatienten für eine „Erstbesprechung“ mit dem Hinweis, er solle sich seinen Zuschuss danach von der Kasse holen.
    Versuchen sie es einfach nur einmal.
    In etlichen Praxen in Deutschland wird der Patient laut schimpfend die Praxis verlassen, und die Worte „Wucher“ und „Abzocke“ gebrauchen.

    „Analyse ästhetisch“ 260,-
    Wurzelbehandlung, 3-Kanäle 500,-

    Verlangen sie es einfach nur mal, und schauen sie, wie die Patienten reagieren.

    KFO Keramikbrackets, selbstligierend, 2 Jahre Dauer, 4.800,-

    Viele Kieferorthopäden in Deutschland nehmen sie mit Kusshand.

    In Ungarn wird das gerne bezahlt, da ist es ja billiger……Krone und Brücken sind billiger als bei uns?
    Stimmt!
    Beziehen Sie aber die Zahntechnik zum selben Preis, wie der ungarische Kollege, werden sie keine Probleme haben die Preise zu halten.

Fazit:

Wenn die deutschen Krankenkassen weiterhin so mit den Behandlern umgehen, muss man die Praxis nicht immer die Schweiz verlegen, um in Ruhe und ohne Gängeleien seinem Beruf nachgehen zu können.
Auch Ungarn kann die Lösung sein.
Billiges Personal, billige Zahntechnik und Patienten, die während der Gewährleistungszeit mit relativer Sicherheit nicht mehr auftauchen, weil ihnen der Weg zu weit ist (und der „Preisvorteil“ dann weg ist), aber dafür schon bar bezahlt haben. Und zwar einen Preis, der sich oft nicht deutlich vom deutschen Preis unterscheidet.
Und wenn mal was schief läuft, holt schliesslich der deutsche Kassenzahnarzt die Kohlen aus dem Feuer bzw. die Implantate aus dem Eiter. Muss er ja.

Zugegeben, diese drei Punkte sind nicht repräsentativ, zeigen aber, dass der billige Zahnersatz im Ausland nicht unbedingt billiger als in Deutschland sein muss

Reisebericht – Schottland

von Christian Danzl

Heute mal weg von den Zähnen und ab in den Urlaub.

Diesmal Schottland.

Auf der Suche nach des Ursprüngen des Malt-Whisky hat es uns nach Schottland getrieben.
Ursprünglich wäre der erste Halt auf der Rundreise von und nach Edinburgh die Insel Islay und die darauf angesiedelten Brennereien (Ardbeg, Bowmore, Bruichladdich, Bunnahabhain, Caol Ila, Kilchoman, Lagavulin, Laphroaig, Port Charlotte, Port Ellen) gewesen, passte aber dann, wegen ausgebuchter Fähre nicht in Programm, was aber nicht so schlimm  war, da meine zwei Mitreisenden den sehr torfigen und rauchigen Whisky dieser Insel nicht besonders schätzen.

Also war Oban (Diageo) die erste Brennerei, die sich unserer Besichtigung nicht entziehen konnte. Relativ klein mit einem Ausstoß von 1 Mio Flaschen pro Jahr. Interessante Führung, Verkostung von 2 Whiskys, einer direkt aus dem Fass und der 14-jährige Standard-Whisky.

Weiter führte die Reise durch das Great Glen vorbei Loch Ness über Fort William, Inverness (leider kein Quartier bekommen), Nairn, Forres nach Elgin (Region Moray). Sitz des unabhängigen Abfüllers Gordon & MacPhail.

Von da in Richtung Süden erstreckt sich der Malt-Whisky-Trail. Auf Strassenschildern sind hier die Brennereien ausgeschildert, die zu Besichtigen sind. Ca. 15 km südöstlich von Elgin liegt der kleine Ort Rothes (Speyside). Von hier sind im Umkreis von ca. 10 km viele Brennereien zu besichtigen.

Glen Grant, derzeit im Besitz von Campari. Netter Garten, Café, kurze, übersichtliche Führung, moderner Verkaufsraum, Whisky-Verkostung mit zwei Standardwhiskys. War nicht unser Geschmack.

The Macallan, Edrington Group. Schöne Führung, zeigt viel von der Herstellung der verschiedenen Fässer (Bourbon Cask, Sherry Cask) und deren Einfluss auf Geschmack und Farbe des Whiskys. Enttäuschende Verkostung mit einem 10-Jährigen Sherryfass Whisky ohne Hinweise und Anleitung.

Aberlour, z.Zt. Pernod Ricard, 2-stündige Führung, viel Informationen über Geschichte, Herstellung (verarbeiten 34t Gerste täglich), Lagerung. Mit Abstand die beste Verkostung:
frisch gebrannter Spirit (vor der Fassabfüllung, klar, noch kein Whisky, da der Spirit erst 3 Jahre im Holzfass lagern muss, um sich Whisky nennen zu dürfen); zwei Fassstärken á 16 Jahre, einer Bourbon, einer Sherry; ein 10-järiger; ein 16-jähriger und der a bunadh. Hervorragende Erklärung, auf was zu achten ist, welche Aromen sich wann freisetzen und der Möglichkeit einen, nur in der Brennerei erhältlichen Whisky, selber abzufüllen.
Aberlour war die einzige, von uns besuchte, Brennerei, die ihren Whisky mit Freude und Stolz präsentiert hat.

Von Elgin ging die Fahrt dann über Aberdeen, Stonehaven, Dundee nach St. Andrews, bekannt durch Universität und Golf, und am nächsten Tag weiter über Anstruther, wo es angeblich die besten Fish & Chips gibt, nach Edinburgh.

Tips für die Reise:

  • optimale Reisezeit sind Juli und August
  • es gibt kaum Hotels, aber sehr viele Bed & Breakfast, diese sind aber in der Hauptreisezeit oft voll. Es empfiehlt sich im Voraus zu buchen, wenn man nicht stundenlang suchen will
  • am besten kommt man mit dem Auto voran (Fahrer vorher bestimmen, wenn es zur Brennerei geht ;-), wenn auch im Vergleich zu Deutschland sehr langsam. Die Strassen sind klein, eng und kurvig. Viele Wohnwägen und Wohnmobile in der Hauptreisezeit. Hier also mehr Zeit einplanen
  • es gibt in Schottland auch viele verschiede Brauereien, deren Ales sehr unterschiedlich schmecken
  • unbedingt Haggis probieren, hier war er besonders gut
  • preisgünstig Essen in den Pubs, beim Inder und natürlich Fish & Chips,
    das legendäre „deepfriedmars“ haben wir leider nicht entdeckt ;-(
  • sehr viele verschiede Whiskys zu Preisen von 2,80 Pfund für einen Standard Single Malt wie Highland Park 12y, Laphroaig 10y oder Glenfiddich 12y bis hin zu 50 Pfund für einen Yamazaki, limited Edition von 1984 gibt es im Highlander Inn inCraigellachie. Sehr empfehlenswert!
  • Empfehlenswerte Hotels:
    Mansionhouse Hotel, Elgin
    Dowans Hotel, Aberlour
  • Dank des derzeit guten Wechselkurses zum Englischen Pfund kann man vor Ort gut Whisky kaufen, besonders Raritäten, die auf dem deutschen Markt nicht oder nur sehr schwer erhältlich sind.
  • Easy Jet ist nicht erste Wahl, wenn es ums Fliegen geht

 

The Dentist Of Jaipur

von Hans – Willi Herrmann

Für Alle, die am Montagmorgen in eine Wochenbeginn-Depression zu fallen drohen,  ein Kurzfilm von Falk Peplinski.

Spätestens nach 4 Minuten sollte jeder von uns, sowohl Patient als auch im Gesundheitssystem aktiv Mitwirkender, mit großer  Demut zur Arbeit gehen, angesichts des Umstandes, auf dem richtigen Breiten – und Längengrad geboren worden zu sein.

 

Zahnersatz aus China? Das war der Anfang, nicht das Ende – Teil 2: Gedanken dazu

von Christian Danzl

Was H.W. Herrmann am 14. Juni geschrieben hat, entspricht ziemlich genau meiner Meinung. Hier meine eigenen Gedanken zu diesem Thema:

Etliche „Original“-Geräte, die wir in Deutschland für viel Geld von bekannten Herstellern kaufen, sind bereits „Made in China“.

Der Hersteller spart also Geld in der Produkion. Was wir dann teuer bezahlen, bleibt im (Zwischen) Handel und als Gewinnmarge irgendwo hängen.

Dass viel Geld „irgendwo“  hängen bleibt, hat auch zur Folge, dass auf einigen Gebieten keine Entwicklung mehr erfolgt. Wenn die Herstellungskosten eines Gerätes nur noch 10% des Kaufpreises ausmachen (dürfen) – und da sind wir noch im Bereich westlicher Produktion, der Rest Handelsspanne ist (wo auch immer), kann kein Geld mehr für Entwicklung da sein.

Beispiel Endometrie.

Seit etlichen Jahren kosten die ungefähr 1.200,- €

Was können sie?

Sie zeigen uns an, wenn wir mit einem WK-Instrument, welches wir auf einer Seite in den Zahn einführen, auf der anderen Seite wieder verlassen.

Mehr oder weniger zuverlässig. Es gibt aber immer wieder unterschiedliche Messwerte oder Fehlmessungen, wenn der Kanal zu feucht ist, wenn eine Metallkrone drauf ist, wenn ein anders Desinfiziens im Kanal ist.

Wenn ein Behandler sagt, daß „sein“ Gerät sehr zuverlässig funktioniert liegt es zum Großteil an dessen Erfahrung, aus der Masse der Daten (falsche und richtige Messungen) die sinnlosen auszublenden.

Und weniger an der tollen Entwicklung, die diese Geräte in der letzten Zeit erfahren haben (ich warte nur bis es ein iPhone App für 0,79 € „lite“, die genauso gut misst wie die bisherigen Geräte, und eine Vollversion für 4,99 €, die den Kurzschluss über Metallkrone oder Flüssigkeit erkennt und meldet. Das Kabel für die Messung gibt es dann für 29,- € beim Apple-Zulieferer).

Nächstes Beispiel.

Polymerisationslampen.

Eine Lichtquelle, die blaues Licht abgibt (nativ oder gefiltert), ein Zeitschalter, der nach vorbestimter Zeit das Licht wieder ausschaltet, eine Stromquelle und evtl. ein Lichtleiter, der das Licht dahinbringt, wo es hin soll.

Nichts anderes als eine (Taschen)Lampe mit Abschaltautomatik.

Würde man die Einzelteile im Electonicversand (Also im Einzelhandel! Hier sind bereits Herstellungs-, Handels-, Export-, Fracht-, Importkosten abgegolten) bestellen, käme man – großzügig gerechnet – locker mit 20,- € hin.

Vom namhaften Hersteller zahlen wir dafür im Schitt 1.000,- €

Und nach einem Jahr macht der Akku dann die Grätsche, weil man ihn – auf Nachfrage beim Hersteller „nicht richtig ge- und entladen“ hat (das kommt aber nicht mehr vor, da man dafür jetzt QM installiert hat, was genau solche Sachen vermeidet!).

Da braucht sich niemand wundern, wenn man sich nach billigeren Alternativen umschaut.

Allerdings, und da schliesse ich wieder an die ersten Zeilen an, muss ein Billig-Gerät aus China nicht zwangsweise eine Kopie sein.

Etliche Geräte sind, wie gesagt, sowieso schon „Made in China“.

Jetzt fragt sich der interessierte Zahnarzt, ob „die Chinesen“ die Geräte, die sowieso schon „Made in China“ sind, nochmals kopieren um sie dann nochmal billiger herzustellen?

Es würde reichen, wenn die Fertigungsmaschinen, die für einen namhaften westlichen Hersteller 10.000 Stück auswerfen, nach Beendigung des Auftrages ein paar Wochen weiterliefen, um den eigenen Markt zu versorgen – dabei könnte auch ein gewisser Anteil in den Direkt-Export laufen. So könnte man erklären, dass es „Billig-Geräte“ gibt, die genauso aussehen und genauso gut (oder schlecht) funktionieren wie die Originale. Das ist aber eine reine Vermutung.

Ich als Provinzzahnarzt kann es aber nicht ausschliessen.

So und nun der Aufruf an Handel und Industrie:

Dass viel Geld eingenommen werden muss um Angestellte und Entwicklung zu bezahlen ist hier jedem klar, der eine Praxis führt, uns geht es genauso.

Jedoch kommen sich viele, die für ihr Geld hart arbeiten müssen, einfach nur veräppelt vor, wenn man für eindeutige Billig-Produkte horrende Summen ausgeben muss und denn richtig abgezockt wird, wenn man einen Ersatzakku dazu braucht.

Dann schaut man sich nach Alternativen um.

Auch wenn man unter Umständen mit der billigen Alternative nur scheinbar billiger fährt und langfristig draufzahlt – aber das, und genau das – haben wir schliesslich von den Krankenkassen gelernt.


					

Der Nabel der Welt …


von Jörg Schröder

… scheint zumindest im endodontischen Bereich wie selbstverständlich in Nordamerika und Mitteleuropa angesiedelt zu sein.

Hervorragend ausgebildetete Endodontologen mit ausgezeichnetem Fachwissen, die zudem über das modernste technische Equipment verfügen, gibt es sehr wohl  aber auch in Ländern, in denen die ökonomische Lage des Großteils der Bevölkerung dies nicht unbedingt vermuten lassen würde.

Dies wurde mir anlässlich eines Vortrages auf einem brasilianischen Endodontiekongress einmal mehr klar. Bereits zum 11. Mal hatte Henrique Bassi, ein Kollege, der neben der Tätigkeit als Hochschullehrer auch noch 3 Tage in der Woche praktisch tätig ist, zum „Encontro de Endodontia da Easy“ nach Itaparica im Bundesstaat Bahia geladen.

Im Rahmen eines Workshops hatte ich die Gelegenheit, das auf diesem Kongress erstmals vorgestellte Feilensystem „Pro Design S“ an extrahierten Zähnen auszuprobieren.

Kernstück des Systems ist die Weiterentwicklung eines seit 10 Jahren existierenden drehmomentkontrollierten Motors. Dieser erlaubt die Einstellung sehr geringer Torquewerte (bis unter 0,25 Ncm). Die Torqueeinstellung wird dabei auf den Bereich der Feile abgestimmt, der tatsächlich im Kanal arbeitet, sofern man der von BASSI empfohlenen Behandlungssystematik folgt.

Darüber hinaus erfasst der Motor den Verschleiss bzw. die Beanspruchung jeder eingesetzten Feile und gibt sie kontinuierlich in „% Lebensdauer“ wieder.

Die neu entwickelten Orifice-Shaper haben die Dimensionen 30/10 und 25/08. Die Feilengeometrien sind „Doppelhelix“ für 30/10 und „Triplehelix“ für 25/08.

Überraschend schmal kommt die nächste Feile daher: 25/01 und aufgrund ihres schlanken Aussehens mit dem Namen „Giselle“ bedacht (Giselle Bündchen, brasilianisches Supermodel).

Erstaunlich in wie vielen Kanälen damit Patency erreicht werde konnte. Wenn „Giselle“ nicht erfolgreich ist, wird mit wenigen Tasten der Motor auf reziproke Arbeitsweise umgestellt. Die dann eingesetzte 15/05 kam in allen Fällen (17 von 17 Kanälen) ohne Begradigung bis zum Foramen.

Obwohl es in Brasilien 15.000 Kollegen gibt, die überwiegend endodontisch tätig sind, hatten die meisten ein geradezu familiäres Verhältniss zueinander. In Deutschland auf großen Kongressen auch schwer vorstellbar, das der Vortragende ohne Anzug und Krawatte mit hochgekrempelten Ärmeln auftritt. Dabei hatte der Veranstaltungssaal eine mehr als ausreichende Klimatisierung.

Zwischendrin tritt auch schon einmal ein verdienter und hoch respektierter Kollege vor (53 Berufsjahre in der Endodontie, erfolgreiche Recallbilder die 40 Jahre und älter sind) und kommentiert das eine oder andere Gezeigte wohlwollend.

Neben den fachlichen Eindrücken haben wir eine große Portion Gelassenheit mit nach Hause nehmen können, was sowohl an der fröhlichen Art der brasilianischen Kollegen als auch an der schönen Umgebung lag. Nachfolgend einige Stimmungsbilder:

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Tausend Meilen

von Christian Danzl

Heute mal wieder etwas, was mit der Zahnmedizin nur wenig zu tun hat.

Letztes Wochenende fand wieder die Mille Miglia (Storica) statt. Das Revival des legendären Autorennes von 1927 bis 1957.
Das Rennen hatte immer verschiede Routen durch Italien, startete und endete immer in Brescia.

Seit 1977 findet die „Mille Miglia Storica“ statt, die aber jetzt auf Gleichmässigkeit und nicht mehr auf Höchstgeschwindigkeit ausgelegt ist.

Die diesjährige Route ist hier.

Ein Video, aufgenommen am 12. Mai kurz nach dem Start in Sirmione/ Gardasee und am 15. Mai in Brescia beim Zieleinlauf ist hier zu sehen.

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Zahntourismus nach Ungarn

von Hans – Willi Herrmann

Ein Artikel in der „Zeit Online“ zum Thema Zahntourismus nach  Ungarn findet sich hier.

Der Hinweis kam aus dem Schweizer Dentoforum.