Turbinenschlauch aus dem Zubehörhandel

von Christian Danzl

In der Zahnarztpraxis fällt übers Jahr doch immer etliches an Reparaturen an. Einiges geht nie kaputt, anderes sehr oft. Es gibt einige essentielle Sachen, die sind gut und preisgünstig ersetzt werden können, und bei einigen tut es immer richtig weh.
So auch beim Turbinenschlauch. Diese ca. 600,- für einen Turbinenschlauch tun mir immer sehr weh, da es meistens nur eine Kleinigkeit ist, die den Schlauch unbrauchbar macht. Beim KaVo-Schlauch war es bei mir öfters nur die Aussenhülle, die gerissen ist. Man kann die Hülle kürzen und neu montieren, aber halt auch nicht beliebig oft, irgendwann muss ein neuer her, weil das Depot die Reparatur verweigert.

Aber auch so einen Schlauch gibt es über das bekannte Online-Vergleichsportal von dental-direkt-shop.
Für weniger als die Hälfte.

Der wurde kurzerhand bestellt.
Etwas kürzer als das Original. Schade eigentlich, denn zu lange war mir der Schlauch noch nie und die Kosten für 10-15 cm mehr Schlauch plus Innenleben kann so dramatisch nicht sein.
Der Rest schaut sehr ähnlich aus, das Teil, das an der Turbine sitzt, ist farblos, und nicht schwarz eloxiert und an den Steckern ist etwas mehr Metall verbaut, als beim Original.

Funktioniert, bis jetzt – also ca. ein viertel Jahr – problemlos.
Wie lange, weiss ich nicht. Die fehlenden 5 cm haben sich bis jetzt nicht negativ bemerkbar gemacht.

Herstellungsort?
Keine genaueren Angaben, was auf das Reich der Mitte schliessen lässt…

ts1

Zubehör

Zubehörhandel

KaVo

KaVo

Original KaVo

Sanyo E6/E60 Nachfolger – Olympus Stylus Tough TG 4 – Teil 3

von Christian Danzl

Nachdem die Kamera hier und hier schon beschrieben wurde, hier nun der Test ausserhalb der Praxis.

  1. Einsatz an Land:
    Problemlos. Ein Sucher fehlt mir persönlich, da im hellen Umgebungslicht die Darstellung Bildschirm teilweise schlecht zu sehen ist.
    Der Akku ist kein Wunder, was Kapazität angeht, das ist aber mit einem oder zwei Wechselakkus problemlos behebbar. Gibt es von Fremdherstellern für wenig Geld. Ob die Stossunempfindlichkeit auf hartem Boden hält, was sie verspricht, musste ich noch nicht testen, jedoch hielt sie dem Fall aus einem Meter Höhe auf meinen großen Zeh deutlich besser aus, als der Zeh selber (Nagel ist nach 4 Wochen immer noch blau, löst sich aber Gott sei Dank nicht ab).
  2. Einsatz beim Schwimmen/nasser Bereich:
    Bewährt hat sich eine schwimmfähige Handschlaufe. Die original Olympus trägt die Kamera locker und geht nicht unter (ist auch Sinn der Sache, ich hab’s aber vorher getestet).
    Beim Schwimm-Einsatz, also Kamera mal im mal über Wasser, zeigt sich ein altes Problem (wie auch bei anderen UW-Kompaktkameras): Kondenswasser.
    Da die Kamera normalerweise in normaler Umgebung (Temperatur und Luftfeuchtigkeit), ist natürlich auch eine gewisse Feuchtigkeit in der Kamera. Sobald die Kamera in Wasser kommt und abgekühlt wird, kondensiert die Feuchtigkeit im kältesten Teil der Kamera, und das ist beim Schwimmen oder nass/trocken-Wechsel meist der Wassertropfen aussen auf der Frontscheibe vor der Linse, der selber verdunstet und somit abkühlt.
    Mist, wenn die Scheibe vor der Linse trüb ist. Also, wenn die Kamera aus dem Wasser kommt, kontrollieren, dass kein Wasser auf der Linse ist, denn es dauert etliche Minuten, bis der Nebel wieder verschwindet.
    Andere Möglichkeit: Kameragehäuse offen mit ein paar Päckchen Silicagel in einer Plastiktüte lagern, bis sie gebraucht wird.
  3. Einsatz unter Wasser:
    Kondensproblem ist hier weniger vorhanden, da die Kamera gleichmässig abgekühlt wird, also keine „Kälteinseln“ auf der Frontscheibe entstehen und das Metallgehäuse schneller abkühlt, als die Frontline aus Glas.
    Größtes Problem unter Wasser: Der Bildschirm ist schlecht zu erkennen, besonders, wenn man von schräg oben draufschaut (und das ist beim Schnorcheln meist der Fall). Das heisst Bildauschnitt, Focus und Bildkontrolle ist unter Wasser schwierig bis nicht möglich. Hier also „aus der Hüfte schiessen“ und ein paar mehr Fotos machen, es wird schon was dabei sein.
    Und. In kälteren Gewässern sinkt die Lebensdauer des Akkus rapide ab. Also nur mit vollem Akku unter Wasser gehen, denn auch der Akkuwechsel mit (salz)wasser-nasser Kamera ist nicht zu empfehlen.
    Die Bedienung der Kamera unter Wasser funktioniert ohne Handschuhe gut, mit wird es sehr schwierig.

Allgemein:
Die TG-4 kann, wie schon beschrieben, raw-Dateien speichern. Allerdings nur im Einzelbildmodus. Im Serienbildmodus bleibt die Auflösung bei 16 MP, allerdings wird als JPEG gespeichert. In den schnellen Serienbildmodi (Hi1 und Hi2) geht die Auflösung auf 3 MP JPEG zurück.
UW-Blitzeinsatz (mit oder ohne FD-1)  ist nur sinnvoll im klaren Wasser, sonst treten die Schwebeteilchen zu sehr in den Vordergrund.
Nach dem Salzwassereinsatz muss die Kamera in Süsswasser gereinigt werden.
Und die Deckel möglichst nur bei trockener Kamera mit trockenen Händen öffnen.

Fazit:

Passt.
Die Bildqualität über, wie unter Wasser, ist gut, gemessen an Objektiv und Sensorgröße.
Und einen Arbeitsspeicher, der 5 fps in 16 MP raw abspeichert, kann man in einer Kamera dieser Größe und Preisklasse nicht erwarten. Ich bin schon froh um den raw-Modus.
Die Bedienbareit (kleine Tasten) unter Wasser könnte nach meinem Geschmack besser sein.
Eine nette kleine Kamera für die Praxis, die aber auch gut und gerne mit in den Badeuralub genommen werden kann.
Die nächst höhere Qualitätsstufe (z.B. bei einer Sony alpha 6300, 24 MP raw, 11 fps, 4K video) wäre eine spiegellose Systemkamera mit Unterwassergehäuse. Der Preis vervierfacht sich dann aber.
Hier noch ein paar Beilspielbilder der TG-4:

 

Schnappschuss des Tages

Von Christian Danzl

Goldkronen kennt jeder von uns zur Genüge. Waren sie früher eigentlich Standard, werden sie immer weniger, da sie den meisten Patienten ästhetisch nicht mehr genügen, und die bereits eingesetzten scheiden dahin, sehr oft durch Abnutzung und Verschleiss von okklusal. Das kennt jeder Zahnarzt.

Komplett neu für mich war deshalb eine Perforation einer alten goldenen Vollgusskrone von mesial. Hatte ich bis dato noch nie gesehen. Therapie bleibt gleich, Neuanfertigung.

Ursachen?

Verschleiss durch Abnutzung fällt eher aus, entweder ein Herstellungsfehler wie Gusslunker, wahrscheinlicher aber eine Stelle, die während der Herstellung perforiert, mit Lot wieder verschlossen wurde, und im Laufe der Jahrzehnte wieder aufging.

Sanyo E6/E60 Nachfolger – Olympus Stylus Tough TG 4 – Teil 2

von Christian Danzl

So, nachdem ich letzten Montag über die TG 4 berichtet habe, heute nun der Vergleich der „Makro-Lichter“.
Also Light-Guide LG-1 und Blitzdiffusor FD-1.

  1. Light-Guide:
    Nimmt das Licht des eingebauten LED-Lichtes auf, und verteilt es per Lichtleiter in einem Ring um das Objektiv.Das nicht allzu starke LED-Licht, mit einer Fläche von ca. 3 qmm, wird auf die Fläche von ca. 700 qmm aufgeteilt. Die Fläche also über das 200-fache vergrößert, dann bleibt – da haben Sie vollkommen Recht, lieber Leser – nicht mehr viel übrig.
    Zumindest genug um im extremen Nahbereich, also bis 5 cm Entfernung (je nach Umbebungslicht) das Licht zu modellieren.
    Für Bilder vom Patienten (oder dessen Zähnen im Mund) eher weniger geeignet, für Details am Modell durchaus.
  2. Blitzdiffusor:
    Ist geeignet für Motivabstand von 2 – 30 cm. Funktioniert auch unter Wasser. Der FD-1 ist äusserst simpel aufgebaut, das Blitzlicht wird durch eine matte Plastikscheibe auf einen Spiegel geleitet, welcher dann das Licht wiederum durch eine matte Plastikscheibe in einen weissen „Trichter“ reflektiert, dieser wirft das Licht dann mehr oder weniger auf des Objekt.
    Per Schalter kann der Blitz volle Leistung bringen, oder zur Hälfte abgedunkelt werden.

Die Intraoralaufnahmen unten sind „out of the box“, also nicht bearbeitet.
Einstellungen: Makro (Mikroskop), Blitz, natürlichen Farben, Weissabgleich automatisch, ISO 100, volle Auflösung/Raw.
Das sind die ersten Versuche, Einstellungen sind eher als Ausgangswerte zum weiteren Testen zu sehen.

 

Sanyo E6/E60 Nachfolger – Olympus Stylus Tough TG 4

von Christian Danzl

Die Olympus Tough TG 3 wurde schon öfter hier auf dem Blog beschrieben.

Vor einiger Zeit hat Olympus die Tough TG 4 herausgebracht.
Was hat sich geändert?

Nicht viel, um es gleich zu sagen.

Zwei entscheidende Dinge sind es jedoch, die die Kamera für die Zahnarztpraxis interssanter machen:

  1. Raw – Support: Die Kamera bietet jetzt neben JPEG-Bildern auch Bilder im Raw-Modus an, was durchaus interessant, wenn es um Darstellung feiner Details geht.
  2. Nach Firmware update kann ein neues Zubehörteil angesteuert werden:
    Der FD-1 Blitzdiffuser. Ähnlich dem LG-1 Light Guide, der das eingebaute  LED-Licht per Lichtleiter als „Ringlicht“ verwendet, jedoch mit deutlich mehr Licht.

Ansonsten hat sich nicht viel getan, der bewährte Sensor (1/2,3 Zoll CMOS mit 16 MP) und das Objektiv (2,0-4,8/4,5 – 18 mm – KB-Äquivalent 25 – 100 mm) ist geblieben.

So auch die WiFi-Funktion, mit der über die Olympus Image Share-App Bilder problemlos und schnell auf ein Smartphone übertragen, und von da schnell per Messenger (WhattsApp, ICQ, Threema, Telegram …) weiter geschickt werden können.

So ist die TG-4 noch attraktiver als die TG-3.

Ein Umstieg von der TG-3 auf die TG-4 ist meiner Meinung nach nicht notwendig, ausser man braucht den Blitzdiffusor (ob die TG-3 für den Diffusor nachrüstbar wird, weiss ich nicht).

Interessant auch, das Olympus selbst die Kamera auch schon für den medizinischen Sektor (Dermatologie und Zahnmedizin) anpreist, siehe pdf (leider nur ein Scan, des vom Händler ausgedruckten Info-Blattes).

Im Anschluss nochmal Bilder mit/ohne Focus-Stacking und Ausleuchtung mit Light Guide, Beispielbilder intraoral und mit Blitzdiffusor folgen demnächst.

 

Ausleuchtung mit Light Guide 1

mit Focus-Stacking

ohne Focus-Stacking

Erfahrungen mit dem Melatherm 10 – Teil 2

von Christian Danzl

Jetzt läuft er ein gutes halbes Jahr der Melatherm 10. Mindestens 2 mal an einem normalen Arbeitstag.
Der Salzverbrauch war zu hoch, aber er war auf die „falsche“ Wasserhärte eingestellt. Er war auf 9° dH eigestellt, statt der aktuell vom Techniker gemessenen 6° dH.
Mal sehen, ob es was ausmacht…

Ja, Ihr habt richtig gelesen: Techniker!

Der Techniker war da, denn das Gerät meldete einen Fehler.

Die Kondensatpumpe war ausgefallen. Wurde ausgetauscht. Auf Garantie.

Der Fehler ist bekannt (mehrere Einzelfälle?), es ist angeblich die neue Serie der Pumpe, die „alte“ lief gut, die „neue“ nicht. Jetzt ist angeblich wieder eine aus der alten, haltbaren  Serie verbaut. Wir werden sehen, und ich werde berichten.

Egal, jetzt läuft er wieder. Wie gesagt, Austausch auf Garantie.
Angenehme Überraschung.

Anbei noch Beladungsmöglichkeiten, die sich bei uns bewährt haben.

DAC universal – Teil 4

von Christian Danzl

Hier, hier und hier habe ich schon über den DAC berichtet.

Er läuft ohne Zwischenfälle. Heutzutage für ein neues Dentalprodukt leider eine Seltenheit.
Er verbraucht seine Materialien und schont die Übertragungsinstrumente.

Bis letzte Woche.
Erster „Zwischenfall“.
Es betraf nicht den DAC eigentlich nicht direkt.
Es war die Öldose, die Probleme machte.
Sie liess sich nicht mehr abschrauben.

Unglücklich.
Vom Dosenkörper (Alu) des Nitram-Öl hat sich das Kunststoff-Gewinde gelöst.
Nicht ganz, nur soweit, dass die Verpressung/Verklebung gelöst hatte und sich der Dosenkörper im Gewindeteil drehen liess.
Somit war ein Abschrauben der Dose nicht mehr möglich.

Leider ist das Gerät auch so konstruiert, dass man das Gewinde der Öldose nicht rankommt.

Mit etwas Fummelei konnte man die die Aludose vom Gewinde ganz lösen, so dass zumindest das verbliebene Gewinde von oben (eher weniger als mehr) zugänglich war.
Dann liess sich des Plastikgewinde mit einem, zum Schraubenzieher umfunktionierten, Gipsanmischspatel abschrauben und eine neue Dose einsetzen.

Wir fragten uns natürlich: Anwenderfehler?

Und kamen zum Entschluss: Nein. Konstruktionsfehler.

  1. Gewinde und Dose sollten so miteinander verbunden sein, dass man das, was man zusammenschraubt auch wieder auseinanderschrauben kann – egal wie wenig Fingerspitzengefühl der Anwender hat. Also Kontruktions-/Herstellungsfehler der Öldose.
  2. Kein schneller Zugriff aus das Gewinde der Dosenaufnahme in DAC. Über eine Klappe auf der rechten Seite des Gerätes hätte man bessere Kontrolle und Zugriff auf das Gewinde der Öldosenaufnahme.

Ich hoffe es bleibt ein Einzelfall, nicht nur bei mir, sondern auch bei den anderen DAC-Benutzern.

Wenn nicht, noch ein paar Bilder, wie man das schwarze Gewindeteil entfernen kann.

Kleine Helfer – Teil 9

von Christian Danzl

Da bei mir in der Praxis nicht nur Endo gemacht wird, sondern auch ganz normale Wald- und Wiesen-Zahnheilkunde, gibt es auch immer wieder abnehmbaren Zahnersatz. Dieser muss auch regelmässig der sich ändernden Kiefersituation angepasst, sprich, unterfüttert werden. In fast allen Fällen wird es bei mir im indirekten Verfahren mit einem dünnfliessenden C-Silikonabdruck (Xantopren, blau oder grün) gemacht.

Vorher muss natürlich der Haftvermittler auf die zu unterfütternde Prothese aufgetragen werden.
Dieser kommt in einem Schraubfläschchen mit Pinsel im Deckel. Geht hervorragend. Aus hygienischen Gründen leider nur einmal pro Flasche :-(

Also wird der Haftvermittler aus dem Fläschchen in ein Dappenglas oder direkt auf die Prothese geschüttet. Und dann mit einem Einmalpinsel verteilt.
Nachteile:

  • schwierig dosierbar
  • der letze Tropfen läuft auf das Gewinde der Schraubflasche und verklebt dieses immer mehr

Nach etwas Recherche bin ich auf Einmalpipetten gestossen und Einmalpinsel aus dem Kosmetikbereich, der eigentlich für Lipgloss gedacht ist.

Mit der Pipette kann genau entnommen und appliziert werden ohne Sauerei und ohne Verkleben des Schraubdeckels.
Der Lipglosspinsel ist – wenn auch noch nicht optimal – zumindest doch gut genug geeignet, um den Haftvermittler gut zu verteilen, ohne sich selber zu sehr voll zu saugen.

Pinsel und Pipette können – mit etwas Lieferzeit – durchaus günstig aus Fernost (über Amazon oder ebay) bezogen werden.

Dentalfotografie – neues Objektiv

von Christian Danzl

Ein Thema hier auf dem Blog ist natürlich immer die Dentalfotografie. Verschieden Neuheiten wurden schon vorgestellt. Die seinerzeit von Michael Logies propagierten Sanyo E6/E60 sterben so langsam an Altersschwäche. Durchaus interessante Nachfolgerin wäre zur Zeit die Olymps TG 3/4.
Wenn man in den Bereich des APS-C Sensor-Bereich einsteigen möchte, hat Canon jetzt ein Marco-Objektiv vorgestellt, das durchaus für die Dentalfotografie interessant sein könnte:
Das EF-M 28mm F3,5 Macro.

Es bietet:

  • 45 mm Brennweite (35mm Äquivalent)
  • Naheinstellgrenze von 13 mm
  • Bildstabilisator
  • einen Tubus, der sich nach vorne verjüngt, um im Nahbereich weniger Schatten zu werfen
  • AF mit einem sehr leisen Schrittmotor (interessant für Videoaufnahmen)
  • Filterbefestigung (43 mm) über mitgelieferte Streulichblende

und, das was es interessant macht und neu bei einem Wechselobjektiv

  • zwei in der Front eingebaute LEDs zur Objektbeleuchtung, die sich auch einzeln ansteuern lassen

Soll demnächst auf den Markt kommen. Preis ist veranschlagt mit ca. 300,- $.
Könnte um die 350, – € werden. Voraussetzung dafür ist eine spiegellose Canon-Systemkamera EOS-M. Aktuell momentan die EOS-M3.

Ob die Kombi mit der EOS-M3 und dem EF-M 28/3,5 für die Dentalfotografie wirklich geeignet ist, und wie stark die integrierte LED-Beleuchtung ist, kann ich leider (noch) nicht sagen. Es verspricht spricht jedenfalls interessant zu werden.

 

Ü-Day/Team-Day 2016 in Bad Kreuznach

von Christian Danzl

Dieses Jahr fanden Team-Day und Ü-Day in Bad Kreuznach statt.
Hier vorweg ein paar Eindrücke.

 

Freitag war Team-Day. Auf dem Programm stand vormittags ein Fotoseminar und nachmittags ein Selbstverteidigungskurs bei Dirk Hilgert in Obermoschel.

Abends begann dann der Ü-Day mit Überweisern und einigen Freunden von Wurzelspitze mit dem Get together in Bad Kreuznach.
Die Fortsetzung folgte dann Samstag Vormittag von 09:00 bis 13:00 Uhr im Haus des Gastes mit Vorträgen zu zahnmedizinischen Themen von HaWi Herrmann und Jörg Schröder, Olaf Löffler und Christoph Kaaden.
Der Gastvortrag kam diesmal von Haya Hadidi  zum Thema „Datenschutzrichtlinien in der Praxis“.

Nach den Vorträgen diesmal als Highlight ein gelungener musikalischer Ausklang von Team-Day/Ü-Day mit der niederländischen Steely Dan Tribute Band Stolen Dan.

Erfahrungen mit dem Melatherm 10 – Teil 1

von Christian Danzl

Eines gleich vorweg:
Ich gehe selbstverständlich davon aus, dass es bei der heutigen, ausgereiften Qualität unserer Dentalprodukte nur ein Einzelfall sein kann, den ich hier beschreibe.

Wir hatten bei unserem Melatherm 10 das Phänomen, dass die Umdrehungszahl des oberen Spülarmes hin und wieder nicht konstant war. Das Benutzerhandbuch war in diesem Falle zwar sehr wertvoll (Spülarme war frei drehbar, weder durch Spülgut behindert, blockiert noch in irgendeiner Weise verstopft, der Basiskorb richtig eingesetzt), konnte das Phänomen aber nicht erklären. Wir führten dies nach eingehender Prüfung der Beladung, auf eine suboptimale Platzierung von chirurgischen Saugern auf der Injektorschiene zurück. Wenn mehrere Sauger so auf die Schiene gesteckt wurden, dass die jeweiligen austretenden Wasserstrahlen im Drehbereich des oberen Spülarmes auftrafen, bremsten sie die Umdrehungsgeschwindigkeit desselben.
Da dies im Benutzherhandbuch auch nicht beschrieben war, muss es sich um einen Einzelfall handeln, jedoch werden bei uns die chirurgischen Sauger jetzt in anderer Richtung aufgesteckt und das Phänomen tritt nicht mehr auf.

falsch

richtig

richtig

falsch

>>Das Ende vom Lied<< Zeitnahme – Teil 4

von Christian Danzl

Der letzte Satz vom Bericht Teil 3 war:

„Kurz: Bei den nächsten Problemen fliegt das Teil raus.“

Soweit war ich auch. Es kam aber anders.

Das Gerät verrichtete seinen Dienst mehr schlecht als recht. Aber es lief. Bei einer neuen Angestellten ging das Anlegen eines neuen Zeitkontos meist reibungslos – sofern der Chip Lust hatte.

Bis die Information vom Systemadministrator kam:

„Von Chipdrive gibt es keinen Support mehr. Keine Hotline, keine Chips, keine Karten.
Die sind zahlungsunfähig.“

Und wieder 400 g E-Schrott in der Praxis.

bewährtes Buch, neue Aufmachung

von Christian Danzl

In der Reihe „Farbatlanten der Zahnmedizin“ hat der Thieme Verlag vor nicht all zu langer Zeit einen „Re-release“ gelandet.

Der Klassiker von Axel Bumann und Ulrich Lotzmann „Funktionsdiagnostik und Therapieprinzipien“ wurde wiederveröffentlicht. Die erste Auflage aus dem Jahre 2000 wurde als Softcover wieder aufgelegt. Für 99,- statt 149,-.

 

 

Shimstockfolie

von Christian Danzl

Heute mal wieder etwas zum Basteln, nachdem wir ja nach Ostern noch in Übung sind ;-)

Eines vorweg, die Anleitung stammt nicht von mir, sondern von einer befreundeten Kollegin. Bei ihr in der Praxis herrscht ein großer Verbrauch an Shimstockfolie.

Sie braucht sie in ca. 3 x 15 mm großen Streifen, schon in eine Arterienklemme eingeklemmt.

Herstellung der Streifen:
Grundprodukt ist eine silber/goldfarbene Rettungsdecke. Dicke 12 µm. Diese ist tw. für unter einen Euro zu erstehen.
Um gleichmässig breite Streifen zu erhalten, wird sie durch den Aktenvernichter gejagt. Dieser macht keinen ganz sauberen Schnitt, sondern die Kanten sind etwas gekräuselt, was dem Streifen etwas Stabilität und somit bessere Handhabung verleiht.

Da der Aktenvernichter die Folie normalerweise einzieht, zerknüllt und nicht schneidet, wird die Folie zwischen zwei Blätter Papier eigelegt in den Papierschlitz eigebracht. Wenn das Schneidwerk anläuft, die 3 Blätter leicht auf Spannung halten. Und mit ein wenig Übung hat man die gewünschte Shimstockfolie. Danach nur noch auf gewünschte Länge bringen.

Ob mit diesem Vorgehen soviel Geld gespart wird, dass es am Ende des Jahres bemerkbar ist, sei dahingestellt, jedenfalls sind die so geschnittenen Folienstreifen gut handhab- und durch die Helferinnen konfektionierbar.

Fröhliches Basteln.

Sensorspender – Alternative Update

von Christian Danzl

Hier hab ich schon vor zweieinhalb Jahren eine günstige Alternative zu den relativ teuren berührungslosen Desinfektionmittelspendern vorgestellt.
Hier nun nach 28 Monaten ein update:

Kurz:

Problemlos.

Einer machte mal Zicken. Er wurde eingeschickt und kam kostenlos repariert zurück. Jeder läuft noch mit dem ersten Satz Batterien.

Saraya bietet verschiedene brührungslose Spender an, hier die Übersicht. Auch diverse andere Spender, die sich auch auf der Patiententoilette gut machen sind im Programm.

Preisliste liegt mir keine vor, da aber die Desinfektionsspender im Gegensatz zu den anderen auf dem Markt befindlichen Geräten günstig war, gehe ich davon aus, dass es bei den anderen Geräten auch der Fall sein könnte.

 

Finieren der Präparation

von Christian Danzl

Nachdem ich hier und hier schon über Brownies zum Finieren von Kronen- und Teilkronen Präparationen berichtet habe, jetzt mal wieder ein Update.

Nach Shofou und Komet Brownies bin ich nun bei Arkansas-Steinchen (Komet) für die Turbine gelandet (FG).

Die Form lässt sich immer noch mit den grünen Siliziumcarbid Zurichtstein einstellen. Die Form hält deutlich länger, es gibt mehr taktile Rückmeldung, die Oberfläche ist noch glatter und vor allem gleichmässiger – das war zumindest die Aussage vom Zahntechniker. Ich umrunde die Präp. so lange ohne Druck, bis keine Unebenheiten mehr zu spüren sind.

Die Brownies nehme ich nach wie vor her, besonders was Übergänge und das Brechen von Kanten angeht, im Kronenrand sind sie aber durch die Arkansas-Steinchen verdrängt worden.

Auf den Fotos hinten links die originale Form, die beiden anderen bereits zurecht getrimmt und beide schon mehrmals in Gebrauch.

Drehzahl bei mir 40 – 150 trpm.

Zahnradiergummi

von Christian Danzl

Momentan läuft in München auf dem neuen Messegelände noch (bis 01. März 2016) die Internationale Handwerksmesse und Garten München.
Ich war am Samstag mal dort um mich umzuschauen bezüglich Pools und Wintergärten und natürlich auch, weil auch die Bavarian BBQ Week dort angesiedelt ist.

Ganz interessant, aber nichts, was man nicht schon mal gesehen oder gehört hätte.
Was interessant war, war an einem der mehreren Stände, die Körperpflegeprodukte (hardware) angeboten haben, also Nagelscheren, Nagelfeilen, Pinzetten, Scheren …
Bei remos fiel mir ein Zahnradierer ins Auge.
Da man nach einiger Erfahrung in der Szene weiss, dass man Zähne nicht ausradieren muss, weil sie von alleine sehr zuverlässig ausfallen, wenn man es wirklich drauf anlegt (und da glaube ich, kennt jeder genügend Fälle aus der Praxis ;-)), war klar, dass es das eigentlich nicht sein kann.
In der Tat ist er auch da, um Verfärbungen vom Zahnschmelz zu entfernen.
Das Material ist einem Brownie sehr ähnlich.

Ob’s funktioniert, weiss ich nicht. Eine PZR wird er nicht ersetzen können. Und ob man ihn für „zwischendurch“ braucht, wage ich zu bezweifeln, da schnell entstandene Beläge auch (fast) immer mit einer Zahnbürste entfernbar sind.

Pic of the day – Dentin vergeht, Pulpa besteht

von Christian Danzl

Der Patient kam mit der Aussage, die Brücke sei locker.

Gut, soll vorkommen.

Ich solle einfach ziehen, sie ginge schon runter. Hab ich gemacht. Ich muss sagen, sowas hab ich vorher noch nie gesehen. Das komplett kariöse Dentin dieses Zahnes ist einfach mit der Krone abgerissen, aber die (ich muss zugeben nicht mehr ganz physiologisch aussehende) Pulpa darunter blieb einfach stehen.

Keine Schmerzen auf Berührung und die Pulpa liess sich nicht mit der Pinzette aus der Wurzel ziehen, da ist sie dann auch abgerissen. Schade eigentlich.

Lupenbrillen – Vergleich

von Christian Danzl

Um eines gleich vorauszuschicken:

Dieser Vergleich ist höchst subjektiv, da es sich um meine persönlichen Erfahrungen handelt, die ich gemacht habe mit den beiden Brillen/Systemen. Es stehen hier, ausser der Masse der Brillen (in Gramm), wahrscheinlich keine allgemein gültigen Aussagen.

Meine erste Lupenbrille (dürfte so 1999 oder 2000 gewesen sein) war eine TP-710 von Sandy Grendel mit 2,5-facher Vergrößerung. Gallileisches System. Zum Anfangen vielleicht interessant. Man kommt etwas weiter weg vom Patienten, deutlich mehr gesehen hab ich damit nicht. Hatte auch kein Licht dazu.

Vorteile:

  • 36 Gramm, man spürt sie nach kurzer Zeit einfach nicht mehr
  • jederzeit optische Gläser nachrüstbar (durch Einschrauben in die Fassung)
  • Optiken sind auf dem Schutzschild angebracht, das wiederum ist leicht abnehmbar und man kann die Brille auch so tragen (wenn man Gläser eingebaut hat, sonst bringt es nichts ;-))

Nachteil:

  • Schutzschild mit Optiken ist schwierig zu reinigen
  • Vergrößerung hier mit 2,5 zu gering

 

Meine zweite Errungenschaft, ca. 2005, war dann eine Orascoptic HiRes Plus mit 3,8-facher Vergrößerung und 42 cm Arbeitsabstand. Die Augen waren gut genug, aber ich wollte einfach weiter weg vom Patienten und somit meinen Rücken schonen.
Bestellt bei sds, Sigma Dental.
Das Brillengestell ist das Modell Classic. Sehr stabil, das Design kann seine amerikanische Herkunft nicht leugnen und ist (und war es auch damals schon) sooo weit jenseits von gut und böse, dass man es nicht zu kommentieren braucht.
Heute sind deutlich schmückendere Brillenfassungen im Angebot, vor gut 10 Jahren war die Auswahl noch sehr begrenzt.
Das optische System ist nach Kepler, also deutlich länger und schwerer (weil es ein auf dem Kopf stehendes Bild erzeugt, und das muss erst über zwei Prismen wieder umgedreht werden), als das Gallileische System, aber es erlaubt größere Vergrößerungen und ein größeres Gesichtsfeld (Vergleich der Systeme siehe hier).
Die HiRes ist ein TTL-System, die Optiken werden durch Löcher in den Brillengläsern eingeklebt.

Vorteile:

  • leichter, als ein Flip-up System, da man keine Mechanik braucht. Alles, was man zur Befestigung der Optiken braucht, ist ein paar Tropfen Kleber. Alles in allem ohne Licht 80 Gramm, im Gegensatz zu den 134 Gramm der Zeiss EyeMag Pro F.
  • kein unabsichtliches Verstellen
  • größeres Sichtfeld durch die Lupe. Bei mir im scharfen Bereich ca. 10 cm Sichtfeld in Gegensatz zu 5 cm bei der Zeiss (siehe unten)

Nachteile:

  • durch das TTL-System können die Optiken näher an die Augen ran, was ein größeres Gesichtsfeld durch die Optik erlaubt, „aussenrum“ ist man fast blind, da man fast nicht an den Optiken vorbeischauen kann
  • Brille ist nicht „übertragbar“, da sie individuell an den Augenabstand eines Behandlers angepasst ist. Ein „mit der Praxis vererben oder verkaufen“ geht nicht ohne die Brille neu anpassen zu lassen
  • wenn die Brille runterfällt, und eine Optik bricht aus der Aufnahme, wird es mitunter schwierig selber zu reparieren.
  • die Lichtstärke durch die kleinen Frontlinsen ist sehr eingeschränkt und bedarf unbedingt einer zusätzlichen Beleuchtung

Nach den Erfahrungen (Notwendigkeit der Redundanz), die hier schon beschrieben sind, habe ich mir aktuell eine zweite Lupenbrille, diesmal mit einem Flip-Up System, gekauft. Eine  Zeiss EyeMag Pro F bei Bajohr Optecmed. Vergrößerung 4,0, Arbeitsabstand 45 cm. Diesmal gleich mit Licht. Die Wahl fiel auf das „hauseigene“ Licht Bajohr LED Powerlight yellow (Orchid-F LED Light, Admetec Solutions Ltd, Haifa, Israel), mit zuschaltbarem gelb/orange Filter.

Vorteile:

  • nach meinem subjektiven Empfinden ist die Optik von Zeiss besser als die von Orascptic, schärfer, heller, kontrastreicher
  • man kann die Lupe von der Brille weg nach oben schwenken, um normal sehen zu können, man muss nicht die ganze Brille abnehmeen
  • Brille und Optiken sind leichter zu reinigen
  • sterilisierbarer Berührungsschutz und Objektivschutz sind dabei
  • Gelb-Orange-Filter im Bajohr-Licht verbaut, Umschalten an der Bedieneinheit/Akku
  • Lampenkopf ist schön klein, vorne fast mittig zwischen den Objektiven verbaut, es gibt also keine erkennbaren Schatten und mit ca. 15 g sehr leicht
  • durch die weiter vom Auge entfernten Optiken sieht man mehr „aussenrum“ um den vergrösserten Bereich

Nachteile:

  • durch die zusätzliche Halterung für Optik wir die Brille schwerer (134 g ohne Licht)
  • die Optiken sind zusätzlich ca. 1 cm länger als die der Orascoptic und weiter nach vorne verbaut, das macht fast 50 g, die auf der Nase nach unten ziehen, dagegen ist die Orascoptic ausgewogen (Brille wurde am Nasensteg aufgehängt und die Vorderkante der Optiken mittig auf eine Briefwaage aufgelegt, siehe Bilder)
  • der zuschaltbare Filter des LED-Lichtes tendiert mehr zu gelb, als zu orange, so dass die Lichtleistung beim Arbeiten mit lichthärtenden Materialen doch noch reduziert werden muss, um ein vorzeitigen Aushärten zu verhindern
  • Licht ist über Tasten an der Bedieneinheit (mehr oder weniger stufenlos – 14 Stufen) zu steuern, was ich relativ fummelig finde, man muss immer die richtige Taste suchen. Ein Drehregler wäre hier einfacher zu finden und zu bedienen
  • Taste für Farbfilter ist der kleinste und muss einige Sek. gedrückt werden, bis ein kleiner Filter in der Lampe vor die LED springt. Klar, besser als einen Filter auf den Lampenknopf zu stecken, aber noch deutlich verbesserungswürdig
  • Akku/Bedieneinheit (Rückseite) und Gürtelclip sind aus einem Kunststoffteil gespritzt. Und der Gürtelclip ist definitiv nicht stabil. Einmal schief auf eine Behandlerstuhl mit Armlehnen gesetzt, und der Gürtelclip war abgebrochen. Das Teil wurde von Bajohr sofort, unbürokratisch und kostenlos ausgetauscht. Danke dafür. Aber der nächste Clip wird brechen, da mach ich mir keine Sorgen. Auch irgendwann ausserhalb der Garantiezeit. Wie das dann gehandhabt wird, weiss ich nicht. Der Clip ist meines Erachtens nicht direkt eine Fehlkonstruktion, aber eine doch eher unglückliche Konstruktion.
  • Akkus haben keinen Überladungsschutz, zumindest ist in der Bedienungsanleitung nichts dergleichen erwähnt. Ob es den Akkus schadet, wenn sie dauernd am Netz hängen weiss ich nicht, gelöst hab ich es jedenfalls mit einem Steckdosen-Timer.
    Ein Akku (zwei sind dabei) hält bei mir momentan zwei Arbeitstage. Hauptsache ist, wenn die Kapazität auch weniger wird, dass ein Akku länger Licht gibt, als der andere zum Laden braucht.

Die Sandy Grendel Brille war für mich zum normalen Arbeiten nur zum Einstieg. Wenn man richtig was sehen will, reicht eine 2,5fache Vergrößerung meines Erachtens nicht. Ob nur aber die leichtere, ausgewogenere Orascoptic oder die schwerere Zeiss mit der besseren und helleren Optik muss jeder für sich entscheiden. Die Problematik mit der Kabelführung für das Licht ist bei beiden nicht gelöst, ausser man kann sich mit der Firefly anfreunden, ich konnte es auf der Messe nicht.

Selbstverständlich gibt es noch andere Lupenbrille und Lichtsysteme. Dieser Beitrag bezieht sich nur auf meine eigenen, gekauften Lupenbrillen und Lichtsysteme und die damit gemachten persönlichen Erfahrungen. Diese sind weder allgemein gültig noch vollständig.

 

Lupenbrille – Kabel

von Christian Danzl

Vor längerer Zeit hab ich hier schon mal ein günstige Licht-Lösung für meine Oraskoptic-Lupenbrille vorgestellt. Die „Outdoor“-Stirnlampe von LED Lenser wurde mittlerweile ersetzt, nicht durch eine „professionelle“ Lampe, sondern durch das Nachfolgemodell. Sitzt besser und ist heller. Immer noch unprofessionell ;-)
Durch den sehr überschaubaren Preis sind immer mindestens 2 Stück in der Praxis, eine am Kopf, die andere am Ladegerät.

Wie es aber so kommt, war meine Orascoptic-Brille eines Montag Morgen nicht auffindbar. Gefunden habe wir sie dann 2 Stunden später in der Schublade des Ende-Cart des Kollegen. Ich hab sie wieder liegen gelassen, und irgendwer hat sie in die Schublade geräumt. War zwar blöd, weil ich eine Teilkrone ohne Vergrößerung präparieren musste, aber es gab einen Erkenntisgewinn:

Redundanz.

Im Laufe der Zeit gibt es eigentlich nichts in der Praxis, was nicht in doppelter Ausführung vorhanden ist, Endometrie, Endomotor, Mikroskop, Autoklaven……. .

Jedoch nur eine Lupenbrille.
Mir wurde sehr genau vor Augen geführt, wie abhängig ich bereits von diesem Hilfsmittel bin. Gerade bei meinem Orascoptic TTL System. Fällt das gute Teil ungünstig auf den Boden, und bricht eine Optik aus dem Glas, ist der Arbeitstag beendet.
Also war der Entschluss da, mir eine zweite Lupenbrille zuzulegen.

Diesmal fiel meine Wahl auf ein ZEISS Flip-up System.

Diesmal aber dann gleich mit „professionellem“ LED-Licht.
Die Wahl fiel – wegen des integriertem Orange-Filter – auf die Bajohr LED Powerlight yellow.

Einen Tag in Gebrauch, und ich wusste meine LED-Lenser Stirnlampe wieder zu schätzen:

Sie hat kein Kabel.

Jetzt hab ich ein fliegendes Kabel von der Lampe/Brille über den Rücken an den Akku am Gürtel. Es gibt zwar dann eine „Kabelführung“ dazu (Hosenträgerklemme mit Gummiband), aber es ist – in meinen Augen – fürchterlich umständlich, wenn man die Brille runternimmt, immer das Kabel in die Hand nehmen zu müssen. Zumal dies bei der Bajohr-Lampe zwar leicht und dünn, aber äusserst griffig ist, und es nicht mit leichtem Zug über die Schulter gleitet. Nein, es „krallt“ sich fürchterlich fest an meinem Poloshirt.
Brille vom Kopf nehmen, Kabel von der Schulter nehmen, Brille ganz abnehmen.
Umständich.

Erste Hilfe war nur ein Spiralschlauch um das Kabel. Das Kabel wird zwar schwerer, aber es rutscht zumindest endlich über Schulter und Rücken.

Das Problem des Einfädelns und Hägenbleibens bei den Behandlerstühlen mit Armstützen hab ich immer noch nicht gelöst :-(

 

 

Nächstes Mal der Vergleich vom Orascoptic-TTL- zum Zeiss-Flip-Up-System.

 

Schon wieder Dentalfotografie – Olloclip

von Christian Danzl

Nachdem ich hier und hier schon die Systeme Manfrotto KLYP+ und Exo-Lens vorgestellt habe hier heute ein System von Olloclip.

Olloclip scheint mir sehr universell. Es werden Clip-Linsen angeboten für iPhone 4,5 und 6 jeweils S,C und Plus, sowie iPad (Mini 1,2,3 und 4, Air 1 und 2) und Samsung Galaxy.

Sinnvoll für die Dentalfotografie auch hier wieder Makrolinse, Polfilter und evtl. ein Televorsatz, falls eine Porträt-oder Profilaufnahme gebraucht wird, denn das 28er Weitwinkel (35mm Äquivalent) des Iphone 6 ist nicht direkt als formatfüllendes Porträtobjektv geeignet.

Praktisch für die Praxis finde ich 2 Clips:

  • Telephoto + CPL Lens für rund 100,-
    das 2-fach Tele verdoppelt die Brennweite auf 50-60 mm und der Polfilter nimmt die nichtmetallischen Reflexe (mehr oder weniger) weg
  • die neue Makro Pro Lens für ca. 70,-
    mit 7, 14 und 21-fach Vergrößerung. Brauchbar scheint mit die 7-fache Vergrößerung. Auffällig ist ein starke kissenförmige Verzeichnung.
    Lieferung erfolgt mit Linsenclip (21er ist eine feste Linse, die 14er wird per Schraublinse zur 7er reduziert), 3 verschiedenfarbige Clipträger, die man sich per Schlüsselring und -band um den Hals hängen kann, sowie Linsenkappen, Abstandhalter und Stoffbeutel.

Zumindest die Makrolinse funktioniert NICHT mit einer Diplayschutzfolie.

Ein Stativgewinde, wie bei Manfrotto oder Exo-Lens ist NICHT im Lieferumfang, wird es aber im Rahmen einer zusätzlich erhältlichen Hülle ab Februar geben.

 

Aus 7 mach 13

von Bodald Necker

Wieder einmal kam der Patient zur „01“.

Ich muss gestehen, ich warte schon immer auf ihn, um die Haltbarkeit bzw. den Verschleiss der Kompositfüllung an seinem 16 zu dokumentieren.
Vor kurzem war es wieder soweit.

Der erste Artikel zu dieser Füllung ist hier.

Weitere Bilder der Füllung im Laufe der Jahre sind hierhier und hier zu sehen.

Hier nun der aktuelle Zustand der Kompositfüllung, die bereits vor fast 13 Jahren gelegt wurde.

Meine Prognose: Die hält noch länger ;-)

Warum hält diese Füllung (wie auch andere Füllungen) dann doch länger als von einem, der es eigentlich wissen muss, prognostiziert wurde?

Es sind einige Gründe dafür:

  1. Der Patient putzt seine Zähne regelmässig (er ist nicht Held der Mundhygiene, aber bestimmt im oberen Drittel mit dabei). Und alle die hier mitlesen und vom Fach sind, wissen, dass dies leider in Deutschland immer noch nicht überall Standard ist.
  2. Er ist vollbezahnt. So kann sich der normale Verschleiss der Zähne auf die maximale Fläche verteilen, und jeder einzelne Zahn wird so wenig wie möglich verschlissen.
  3. Die Füllung ist nicht überextendiert, wenn auch an der Obergrenze. Sowie auch die anderen Zähne nicht mit übergrossen Kunststoff-Füllungen versorgt sind.
  4. Es ist keine quick n‘ dirty Füllung.
    Karies wurde vollständig entfernt, Präparationsrichtlinien wurden befolgt, Kavität wurde nach Vorschrift konditioniert und mit Seitenzahnkomposit gefüllt.

 

Allerdings, wenn eine Amalgamfüllung nach Richtlinien und lege artis gelegt wird, wird diese unter Umständen doch noch viel länger halten.

Dentalfotografie mit Zeiss/Exo-Lens

von Christian Danzl

Ich habe ja schon berichtet, wie gut die Kommunikation von Zahnarzt zu Zahntechniker mit den neuen Medien (Smartphone und Messenger-Apps) funktioniert.
Auch die das Manfrotto KLYP+ System (Vorsatzlinsen, Polfilter, Licht, Stativgewinde) habe ich hier schon vorgestellt. Polfilter und Licht sind ja im Standardbereich nutzbar.
Das Makro-Objektiv ist eher etwas spezieller im Einsatz, da es nur eine Entfernung von ca. 20 mm zum Objekt erlaubt.
Exo-Lens hat sich jetzt mit Zeiss zusammengetan und haben auf der CES einige Vorsatzobjektive für das iPhone 6/6s und das Samsung Galaxy S6 vorgestellt.
Mit von der Partie ist auch wieder eine Makro-Objektiv.

 

 

 

 

Das Objektiv ist als Zoom ausgelegt, so dass Objekte von 3 – 12 cm Größe jeweils formatfüllend abgebildet werden können. Der aufschraubbare klare Diffusor soll die Ausleuchtung des Objektes verbessern und die Fokussierung erleichtern.

Befestigt werden die Objektive (ein Tele und ein Weitwinkelvorsatz sind noch im Zeiss-Angebot – neben verschiedenen bereits erhältlichen Ex-Lens Objektiven) per Gewinde an einem Halter, der über das Smartphone gesteckt wird.

 

 

Zumindest „auf dem Papier“ macht das Exo-System einen stabilen Eindruck. Die Zeiss-Optiken versprechen auch keine schlechte Wahl zu sein. Zumindest verspricht Zeiss,  neben einer über das ganze Bildfeld exzellenten Abbildungsleistung, auch eine nicht wahrnehmbare Verzerrung und chromatische Aberration.

In der Hand hatte ich noch nichts von alledem, angekündigt sind die Zeiss Objektive für Ende des 2. Quartals 2016. Auch über die Preis ist mir noch nichts bekannt.
Ich werde berichten…

Neues von der Messe – Teil 3

von Christian Danzl

Vor der Messe ist nach der Messe. Hier ein paar Eindrücke aus New York. Das Wetter war diesmal sehr angenehm, bis 15° und meist sonnig.

Neues von der Messe – Teil 2

von Christian Danzl

Zwei weitere interessante Dinge sind mir auf dem GNYDM noch aufgefallen.

Zum einen ein Behandlungs-Klappstuhl. Ein durchaus stabil aussehender Behandlungsstuhl für den Patienten aus Alu-Profil mit integriertem Schwebetray und – mehr oder weniger eleganter – Op-Leuchte.
Mit einem mobilen Behandlungscart und einer mobilen Absaugung kann schnell mal eine Behandlungseinheit improvisiert werden. Interessant für Hausbesuche, daheim, in Krankenhäusern, in Senioren- und Behindertenheimen.

 

 

Zum anderen ein Matrizensystem von Walser-Dental aus Radolfzell (nein, auf der IDS bin ich nicht drauf gestossen). Ein automatisches System mit vielen verschiedenen Matrizen (ganzer Zahn oder Approximalbereich), die sich mit Federwirkung von selbst an den/die Zahn/e anpassen.
Nach Angaben am Messestand, sind die Matrizen ca. 50 bis 100 mal verwendbar. Ob ein akzeptabler Approximalkontakt erzielt werden kann, weiss ich nicht.

 

Set mit Matrizen für verschiedenste Aufgaben

 

Anwendungsvideos hier.

 

Es besteht beim Autor kein Interessenskonflikt in Form von eigenen finanziellen Interessen oder finanziellen Interessen Dritter, die von einer positiven Berichterstattung profitieren oder eine negative Darstellung behindern.

Neues von der Messe – Teil 1

von Christian Danzl

 

 

 

 

 

 

Vom 27. November bis zum 2. Dezember fand wieder das GNYDM, Greater New York Dental Meeting statt.
Im Grunde eine Dentalmesse, wie jede andere auch, aber es gibt dort Dinge, die in Europa nicht – oder nur sehr schwer – zu bekommen sind. Ob man sie jedoch braucht, ist eine andere Frage.

Diesmal war der asiatische Markt (oft mit „Wühltisch“ zum günstigen Direkktauf) sehr stark vertreten, auch der Trend zum DVT/3D-Röntgen war nicht zu übersehen. Sehr viele Hersteller haben ihre neuen DVTs präsentiert.
Was allerdings auffällig war, dass die Diskussion über den Zusatznutzen nicht so übereifrig diskutiert wird, wie bei uns in Deutschland, wo zwar fast jeder wegen Knieschmerzen sofort ins CT kommt, aber …..Egal, das ist nicht das Thema hier.

Bahnbrechende Neuerungen habe ich auf der Messe nicht gesehen. Hier einige interessante Sachen:
Meta Biomed hat einen All-in-one Endo-Motor vorgestellt (Aufbereitung mit simultaner Längenmessung, Ultraschall und Warmabfüllsystem) vorgestellt – ähnlich dem Schlumbohm EndoPilot.  Ob er in Deutschland erhältlich sein wird, weiss ich nicht.

 

Sheer-Vision hat mit der Firefly ein kabelloses Lupenbrillenlicht präsentiert, es ist eine „kleine Taschenlampe“, ca. 5 cm lang, die auf einem Halter auf der Lupe eingeklickt wird und durch Drehen der Lampe im Halter aktiviert wird. Wenn der Akku leer ist wird jeweils die ganze Lampeneinheit gewechselt.

 

Und mein „Favorit“, die iBrush 360, eine vollrotierende Zahnbürste. Hat mich eher an eine Schmutzmaschine aus dem Hotel erinnert ;-)

Ach ja, und genau wie bei uns, die meisten Besucher waren immer dort, wo es gratis Zahnbürsten und Prophylaxebedarf gab.

Kabelhalter

von Christian Danzl

Mit meinem EndoPiloten bin ich sehr zufrieden. Er funktioniert. Und er wird vom Hersteller immer wieder erweitert und verbessert. Aber ein „Problem“ hat mich immer gestört.
Wohin mit dem  Kabel der elektrischen Längenmessung, wenn man nach der Aufbereitung zum Röntgen geht.

Es gibt zwar einen Platz, wo das Kabel eigehängt wird, es machbare keinen Spass, wenn dort die benutzte Schleimhautelektrode herumhängt.

Lösung fand ich im Haushaltswarenbedarf.
Ich habe einen Kabelhalter für Bügeleisen am Cart befestigt. Hier lässt sich das Kabel problemlos einhängen und es stört nicht mehr.

Neuer Endo-Access-Bohrer

von Christian Danzl

Komet hat ein neues rotierendes Instrument zum Anlegen der Zugangskavität vorgestellt.
Nach Vorbild des Batt-Bohrers mit nicht schneidender Spitze, jedoch ist der Arbeitsbereich nicht diamantiert, sondern als verzahnte Hartmetallfräse ausgeführt.

Dies verspricht höhere Leistung und Laufruhe beim Abtrag von metallischen Versorgungen und Zahnhartsubstanz.

 

Makrofotos in der Praxis

von Christian Danzl

Hin und wieder sind in Praxis Makroaufnahmen zu machen. Wenn es um kleine Dinge geht, Objektgröße um 1 cm, nutze ich meist die Kamera am Dental-Mikroskop. Aber das ist nicht immer da, wo ich es gerade brauche.
Eine Alternative zu SLR-Kameras mit Makroobjektiv oder makrofähige Kompaktkameras bietet das iPhone – wenn man es mit Vorsatzlinsen ausstattet.

Manfrotto bietet das KLYP+ – System an. Für iPhone 4/4S/5/5S/6/6Plus.

Es besteht aus einer Telefonhülle aus Hartplastik (leider nicht hosentaschentauglich, es eignet sich nicht als Standardhülle), verschiedenen Vorsatzlinsen, einem LED-Licht und einer Stativhalterung. Die Linsen werden per Gewinde vor die iPhonekamera geschraubt, Licht und Stativhalterung werden auf die Hülle aufgeschoben.

Die Makrolinse gibt es in einem Kit mit einem leichten Televorsatz (1,5x).

Das Makro ist zweigeteilt Eigentlich ein Weitwinkel, bei dem man eine Linse abschrauben kann. Der Focus liegt ca. 2 cm vor der Linse. Die Bilder sind erstaunlich scharf, zumindest im mittleren Bereich, die Randbereiche driften ins Unscharfe. Auch chromatische Aberrationen – wer hätte es gedacht – sind durchaus ein Thema.

Das System ist mit der Makrolinse durchaus für einfache Bilder geeignet, um z.B. dem Techniker auf dem Modell etwas zu zeigen, leider ist die intraorale Anwendung wegen des kurzen Arbeitsabstandes von 2 cm und wenig Schärfentiefe (um die 2mm) auf Frontzähne limitiert. Natürlich ist auch bei diesem Arbeitsabstand die Beleuchtung des Objektes manchmal  ein Problem.

Endoskop in der Endodontie

von Christian Danzl

Letzte Woche flatterte mir ein Prospekt der Karl Strotz GmbH in die Praxis:

Endoskopisch-unterstütze nicht-chirurgische endodontische Therapie

Ein Endoskop für die Endodontie

So richtig schlau geworden aus dem Prospekt bin ich leider nicht. Auf den 8 Seiten sind eine Abbildung der Miniatur-Geradeausblick-Optik 0° mit egwinkeltem Handstück und abgesetztem Okular, zwei Abbildungen einer Zugangskavität, neun intrakanaläre Bilder, die Abbildung eines Kamerakopfes und zwei Bilder des Telepack X.

So im großen und ganzen weiss ich ungefähr, wie so ein Endoskop funktioniert, man hat ja beim HNO-Kollegen schon mal eines gesehen, schlau werde ich aus den Abbildungen im Prospekt trotzdem nicht, es kommt nicht raus, was man für das System, um es nutzen zu können, alles braucht. Es ist keine komplette Abbildung eines einsatzfähigen Systems vorhanden.
Und die Bilder aus dem Inneren des Kanallumens überzeugen definitiv nicht. Es sind kleine unscharfe und kontrastarme Bilder, die apikale Foramina erahnen lassen.

Was man erfährt, ist, dass die Optik einen halben Millimeter Durchmesser hat, und das Arbeitsende 2 cm lang ist. Ob dieses Arbeitende flexibel ist, und es im Kanal – sollte er soweit aufbereitet sein – um eine Krümmung herumkommt, steht nicht drin, aber ich gehe davon aus, dass es starr ist.

Also der Informationsgehalt des Prospektes und die darin gezeigten intra-OP Bilder sind für mich nicht von überzeugender Qualität.
Egal.
Es ist der Prospekt das mir nicht gefällt, nicht das Gerät.
Gehen wir also davon aus, dass das Gerät eine gute optisch Leistung besitzt, einfach in der Handhabung ist und das hält, was wir uns davon versprechen.

Was bringt uns dann ein Endoskop in der Endodontie?

Ich würde sagen, das, was wir uns in der Endodontie immer wünschen:

Sicht.

Ohne Sicht ist die Endo immer Blindflug.

Momentan stehen uns im optischen Bereich Lupenbrillen und Mikroskope zur Verfügung. Und hier ist das Thema immer Vergrößerung und Licht, um das zu sehen, was wir sehen wollen.
Und besonders mit modernen, starken Lichtquellen und einem guten Mikroskop sehen wir gut.
Allerdings nur bis zur ersten Krümmung im Kanal. Dann sind wir wieder im Blindflug.

Was uns noch zur Verfügung steht sind bildgebende Verfahren, wie  Röntgen – OK, das hatten wir schon immer, und es war uns auch immer zu wenig, ein 3-dimensionales Objekt nur 2-dimensional dargestellt zu haben. In letzter Zeit hat sich die 3-D Bildgebung mit deinem DVT so verfeinert, dass sie für die Endodontie nutzbar ist – sofern man ein Gerät mit geeigneter Auflösung hat.
Ein DVT zeigt uns aber auch nur ein mehr oder weniger abstraktes Bild am Bildschirm von dem, was uns im Zahn erwarten wird. Und zwar zu dem Zeitpunkt, zu dem die Aufnahme gemacht wurde. Sobald sie die Situation ändert, hätte man u.U. auch gerne wieder eine neues Volumen, um eine neue Situation beurteilen zu können. Da kann es schwierig sein, dies nach dem ALARA-Prinzip zu rechtfertigen.

Mit dem Endoskop könnte man also jederzeit – sofern der Zugang groß genug ist – um Krümmungen herum sehen, uns somit:

  • Isthmen und Kanalteilungen sehen
  • Seitenkanäle identifizieren
  • mehrere Foramina erkennen
  • iatrogene Stufen finden und somit leichter umgehen
  • die Lage von frakturierten Instrumenten erkennen und die Möglichkeit deren Entfernung einschätzen, z.B. mit dem Fragremover
  • bei der Revision noch vorhandene Fremdmaterialien erkennen

und das ganze natürlich jederzeit wieder (solange das Wurzelkanalsystem frei ist), ohne den Patienten einer ionisierenden Strahlung aussetzen zu müssen.

Jedoch sehe ich auch etliche Nachteile:

  • wenn der Wurzelkanal nicht leer, bzw. nicht frei von Pulpa oder Debris ist, wird man nichts sehen – ganz im Gegensatz zum DVT
  • sobald das OP-Mikroskop eingestellt ist, hat man ein stabiles Bild und man hat neben der Hand mit dem Spiegel, noch eine Hand frei zum Arbeiten – beim Endoskop heisst es (momentan): Schauen, oder arbeiten.
    Momentan deshalb, weil ich mir vorstellen kann, das Okularteil z.B. am Mikroskop zu befestigen, um wieder eine Hand zum Arbeiten frei zu haben – oder man schaut über den Monitor (was aber beim Mikroskop – sollte man einen angeschlossen haben – definitiv auch keinen Spass macht)
  • sollte man jetzt eine Hand frei haben, wir immer noch die Optik des Endoskopes mit dem Arbeitsgerät (Feile, Sonde et.) um den Platz im Zahn konkurrieren.
  • es ist noch ein Gerät mehr, mit dem das Endozimmer vollgestellt ist, das gereinigt werden muss, das sehr empfindlich ist (ich kann mir nicht vorstellen, dass die Optik viele Stürze verträgt).

Ein „must-have“?

Kann ich so vom Prospekt aus nicht beurteilen.
Dazu müsste man das Gerät mal ein paar Wochen testen.

Kann es ein Mikroskop oder ein DVT ersetzten?
Meiner Meinung nach nicht, denn

  • das Mikroskop erlaubt sehen und arbeiten gleichzeitig
  • das DVT erlaubt den Blick in den Zahn, ohne ihn trepaniert zu haben, somit kann schon vor der Behandlung eine Prognose über die Erhaltungsfähigkeit abgegeben werden

Ich sehe es als „weiteren Pfeil im Köcher“.
Wie groß der Nutzen ist, vermag ich – ohne eine längere Testphase damit – nicht beurteilen.

Bleibt nur noch die Frage nach dem Preis.

Auch die kann ich nicht beantworten, da keine Preisliste dabei war.
Aber ich gehe davon aus, dass der Preis für ein vernünftig einsetzbares System in einem Bereich liegt, der uns wieder sehr stark über die Vergütung der Endodontie in Deutschland zweifeln lässt….

Neues von der Messe 10/2015

von Christian Danzl

Letzten Samstag fand in München die Messe, die früher mal Fachdental hieß, statt. Nach id Süd heisst sie jetzt infotage dental. Egal, wie die Messe genannt wird, es gibt immer wieder die eine oder andere Neuerung.

Für mich interessant waren zwei Dinge (was aber nicht heissen soll, dass es sonst keine interessanten Neuerungen gab).

Coltene hat eine neue „Tankstelle“ für die eigenen Spülflüssigkeiten (EDTA 17%, CHX 2%, NaOCl 3% und 6 %). Für die neuen eckigen Flaschen gibt es Halter für Wand und Tisch.
Einbandbedienung ohne zu tropfen, und auch wenn die Flasche mal umfallen sollte, hält das Zapfventil dicht.

Bei Schlumbohm wurde der Endpilot wieder erweitert. An der Peristaltikpumpe gibt es einen neuen Steckplatz für das SAF-Handstück, so dass für den Betrieb der SAF nun nicht mehr umgesteckt werden muss.

Neuer Steckplatz an der Pumpe

Das My Sequence – Menu wurde so programmiert, dass nicht nur das Endo-Winkelstück, sondern auch das SAF-Winkelsück und die Pumpe in einer Sequenz angewählt werden  können. Somit kann mit dem Funkfussanlasser die Sequenz durchgeschaltet werden, ohne das Menu verlassen zu müssen.

Menubeispiel

Dir Peristaltikpumpe zieht momentan die Spülflüssigkeiten – unter anderem – aus kleinen Plastikflaschen mit Luer-Lock Anschluss (wie z.B. von lege artis), vielleicht gibt es ja in Zukunft noch die Möglichkeit die neuen Coltene-Tankstelle direkt anzuschliessen.

ÖGE-Jahrstagung in Salzburg

von Christian Danzl

letztes Wochenende fand die 5. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Endodontie in Salzburg im Parkhotel Castellani statt.

Am Freitag standen die Referenten DDr. Martin Kovac, Dr. Matthias Holly, Dr. Peter Brandstätter, Dr. Karl Schwaninger, Dr. Andrea Albert-Kiszely, Dr. Johannes Klimscha, und Univ.Prof. DDr. Christof Pertl auf dem Programm.

Der Samstag stand ganz im Zeichen von Cliff Ruddle, Santa Barbara.
Vormittags referierte er über verschiedene Themen der Endodontie mit Hauptaugenmerk auf die Zugangspräparation der Orifizien und die Etablierung eines Gleitpfades.
Nachmittags konnte in einem Workshop das Erlernte praktisch umgesetzt werden.

Erwähnenswert ist auch noch, dass die ÖGE auch ein Ende-Curriculum anbieten wird. Auf der Referentenliste stehen namhafte österreichische und deutsche Kollegen. Genaues zu den einzelnen Modulen und Kosten war noch nicht bekannt, nur, dass es im Herbst/Winter 2016 losgehen wird.

Off Topic – Internationaler Edelweiß Bergpreis Roßfeld Berchtesgaden

von Christian Danzl

Ich weiss, der heutige Beitrag ist seeeeeehr weit von der Wurzelkanalbehandlung entfernt, auch von der Zahnmedizin.
Auch wurde ich bei einem off-topic Thema schon darauf hingewiesen, dass Bilder vom Privatvergnügen hier fehl am Platz sind.
Dann sehe ich die Bilder diesmal als Beitrag zur work-life-balance.

Vergangenes Wochenende fand in Berchtesgaden – wie jedes letzte Septemberwochenende – auf der Rossfeld Panoramastrasse der Internationale Edelweiß Bergpreis statt.

Hier ein paar Eindrücke.

Zeitnahme – Teil 3

von Christian Danzl

Hier und hier habe ich schon die ersten Erfahrungen mit der Stechuhr in der Praxis beschrieben.

Aktuell läuft (noch) das Gerät Terminal C2 Fingerprint von Chipdrive, das
Terminal C2 Fingerprint.

Nach ein paar Wochen, die das Gerät installiert ist, kann man folgendes sagen:

  • Fingerabduckscanner funktioniert so gut wie nicht
  • die mitgelieferten 5 RFID – Chips funktionieren nicht
  • nachgekaufte Chips funktionieren meistens, aber auch nicht immer

Da ich die Installation und die Programmierung der Chips nicht selber vornehme/vorgenommen habe, hält sich mein Ärger in Grenzen, da ich persönlich nicht soviel Zeit investiert habe, aber bei unserer Hard/Software-Firma, die uns betreut, ist mittlerweile durchaus ein gewisser Unmut vernehmbar.

Kurz: Bei den nächsten Problemen fliegt das Teil raus.

Cliff Ruddle / ÖEG

von Christian Danzl

Wer ihn noch nicht gesehen hat, oder nochmal sehen will, Cliff Ruddle kommt im Rahmen seiner European Lecture Tour nach Österreich.

Cliff Ruddle spricht am Samstag, den 03. Oktober 2015 während der Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Endodontie, ÖGE,  in Salzburg.
Vormittags ein Vortrag über „Creating Endodontie Excellence“, nachmittags ein hands-on Kurs über Kanalpräparation.

 

 

Zeitnahme – Teil 2

von Christian Danzl

Hier habe ich schon zum Thema Zeiterfassung geschrieben.
Habe nach einigen Recherchen den Auftrag an meinen Systemadministrator übergeben, mit der Bitte, sie sollen sich was einfallen lassen.

Fündig wurde er bei Chipdrive:
Terminal C2 Fingerprint

Ein ähnliches Gerät, wie ich bereits zum testen hatte (RW-16 2,4″ TFT):

Stand alone, zeichnet die Uhrzeiten im Gerät auf, ist über Netzwerk Rechner angeschlossen, die Daten sind bei Bedarf auf die Software übertragbar.
Fingerabdruckscanner.

Hörte sich gut an, also bestellt.

Nach dem Urlaub wieder in der Praxis war das Gerät betriebsbereit.
Also fast.

  1. Der qualitative Eindruck war sehr ähnlich dem RW-16 2,4″ TFT, also eher einfach.
  2. Der Installationsaufwand ist mit gut 6 Stunden auch in dem Bereich, den ich bei dem  RW-16 2,4″ TFT erwartet habe, und war für den IT-Mann ohne Hotline nicht zu schaffen.
  3. Die Bedienung/Zuordnung der MA über Fingerabdruck funktioniert so gut wie nicht, so dass RFID-Chips nachbestellt werden mussten (5 Stück waren dabei).
  4. Software macht vorerst einen gar nicht so schlechten Eindruck

Ich gehe davon aus (hoffe), dass sich der Preis des Gerätes über die Software rechtfertig.

Wir werden sehen, wie es läuft und werde berichten.

DAC universal – Teil 3

von Christian Danzl

Bilanz nach 1 1/2 Jahren (Teil 1 und Teil 2):

  1. Läuft. Problemlos. Immer noch.
  2. Spart Turbinenlager. Über den Daumen gepeilt haben wir 70-80% weniger Lagerschäden an den Übertragungsinstrumenten
  3. Kostet. Heftig.
    Die Jahres-Wartung wurde jetzt erst durchgeführt, da in unserer exponierten ländlichen Lage die Dentaldepots erst mal so weit sein müssen, eine Wartung und Validierung durchzuführen.
    Kostenpunkt Wartung mit anschließender Revalidierung incl. Fahrtkosten und Steuer:1.400,- €uro.Keine Freude.

    Klar, kann man sich das jetzt schönrechnen, weil man ja so viele Neulagerungen der Übertragungsinstrumente gespart hat.
    Geht leider nicht, weil wir uns mit der Ersparnis schon die Betriebskosten (Öl, Indikatoren, Arbeitszeit, usw.) schöngerechnet haben.

    Wir werden nach günstigeren Lösungen Ausschau halten…

 

Zirkonabutment 2

von Christian Danzl

Nachdem ich hier schon mal ein Zirkonabutment vorgestellt habe, hat sich etliches getan. Auch im Seitenzahnbereich. Nachdem unser Techniker die Zirkonabutments selber fräsen kann, werden sie deutlich preisgünstiger. Sie werden mit einem Titan-Normteil verklebt. Diese Kombination wird dann ganz normal verschraubt, die Krone darauf zementiert.

Vorteile:

  • Krone und Keramikteil des Abutments sind wie „aus einem Guß“, farblich, wie auch die Form
  • Klebe-/Zementfuge kann in den leicht zugänglichen Bereich gelegt werden, somit sehr gut Kontrolle beim Einsetzen und sehr einfache Zemententfernung
  • deutlich bessere Ästhetik als bei Massivsekundärteilen
  • nicht dramatisch teurer als SynOcta oder Massivsekundärteil

Beispiel Straumann (ich bitte, die suboptimale Qualität der Bilder zu entschuldigen):

Bastelstunde

von Christian Danzl

Ich gebe es zu, die Aktualität dieser Bastelanleitung wird immer geringer, weil das analoge Röntgen immer mehr abnimmt.
Noch läuft bei mir in der Praxis das analoge Röntgen, aber sicher auch nicht mehr lange.

Um die analogen Röntgenbilder dennoch zügig digital weiter zu leiten, müssen sie digitalisiert werden. Am schnellst geht abfotografieren.
Und zwar mit iPhone/iPad/Smartphone/Tablet. Somit kann man sich den Weg Kamera, Import in Fotoprogramm, email sparen.

Eine kleine Kiste (bei mir war es eine alte Zigarrenkiste)genommen,  in den Boden ein Loch gebohrt (um die Naheinstellgrenze der Kamera nicht zu unterschreiten, habe ich noch eine Kappafix-Platte darüber geklebt), Rö auf den Rö-Bildbetrachter, Kiste drauf gestellt, iPhone mit der Kamera über das Loch gelegt, Bildausschnitt gewählt und abgedrückt.

Das Bild kann jetzt – wenn nötig – im Telefon/Tablet bearbeitet, und einfach verschickt werden.
Per mail, oder einfacher Instant-Messenger (ICQ, WhatsApp, Telegramm, Threema …)
Wenn möglich Bild nicht in der gleichen Nachricht mit dem dazugehörigen Namen durch das Netz schicken.

Kommunikation mit dem Zahntechniker

von Christian Danzl

Wie funktioniert die Echtzeit-Kommunikation mit entfernten Gesprächspartnern standardmäßig?

Genau, Telefon.
Genommen und den angerufen, mit dem man verbal kommunizieren will.
Funktioniert seit Jahrzehnten (mehr oder weniger) gut. Und zwar deshalb, weil jeder weltweit den gleichen Standart hat:

Telefon.
Mit Wählscheibe oder Tasten, analog, digital, Impulswahl oder Tonwahl, Festnetz oder Mobil.

Also, wenn ich mit den Zahntechniker was besprechen will, was auf dem Auftragszettel kompliziert oder zuviel zum Beschreiben ist:

Telefon.

Der ZT hätte gern ein Bild von der Situation im Mund (und hier bin ich nicht mehr bei der Polaroidkamera und Brief ;-):

Digitalkamera, Bild in den Rechner importiert, email.
Geht. Auch deshalb weil man wieder den gleichen Standart hat:
Computer, Internetverbindung, Digitalkamera.
Dauert aber wieder 10 Minuten.

Dazu doch noch eine Frage?

Wieder Telefon.
Wieder 5 Minuten.

Geht, aber dauert.

Was könnte man effizienter machen?

Schauen wir mal auf die „heutige Jugend“.
Können wir was von der Jugend zu diesem Thema lernen?

Genau, die Jugend meine ich, die den ganzen Tag mit dem Smartphone in der Hand durch die Gegend läuft, ständig sich und andere fotografiert und filmt, die Bilder und Videos durchs Netz schickt und kommentiert!

Genau das:

Bilder/Videos machen, beschriften, kommentieren und durchs Netz schicken!

Denn der Standard dürfte in vielen Zahnarztpraxen/Zahntechniklaboren der gleiche sein.
Zumindest kann er es (meist) mit überschaubaren Mitteln hergestellt werden:

Internetzugang, WLAN, Smartphone/Tablet mit Kamera.

Bilder, Videos und kleine Textnachrichten von Smartphone (oder iPod touch)/ Tablet zu Smartphone/Tablet am einfachsten über Instant Messenger wie:

„Nachrichten“ (apple), Whats App (Plattformübergreifend, jedoch nicht für iPad), ICQ, SkypeThreema (welches angeblich sicherer sein soll, als die Mitbewerber) usw.

Bilder können leicht beschriftet werden mit z.B. Skitch, oder Over.

Besprechung und Zeigen von Bildern, Situationen funktioniert gut mit Videotelefonie, wie Face-Time (apple), Skype, ICQ…

Notwendig, wie gesagt, drahtlose Internetverbindung (3G, LTE oder WLAN) mit genügend schneller Datenübertragung und ein tragbares Endgerät (Smartphone, iPod touch, iPad, Mit einem kleinen Gerät lässt sich besser fotografieren, ein Tablet ist besser zum Beschriften und/oder bearbeiten der Bilder) mit Kamera (am besten eine vorne eine hinten) und ausreichender Auflösung.

Grenzen:

  • Datenschutzrechtlich wird es schwierig, wenn Bilder/Röntgenbilder gleichzeitig mit Namen übermittelt werden (ebenso wie beim email).
    Auch sollte der Patient vorher schriftlich seine Einwilligung für Fotos oder Videos geben.
  • Datenübertragungsrate ist essentiell für die Qualität der Videoverbindung (schnelles Internet ist noch nicht überall in Deutschland verfügbar)
  • Farbtreue. Das Aussuchen der genauen Zahnfarbe ist über eine Handykamera und Wiedergabe auf einem anderen Bildschirm nur sehr bedingt möglich (wenn, dann Farbmuster und weisse Watterolle für Weissabgleich mit auf’s Bild). Jedoch können zumindest ein ungewöhnlicher Farbverlauf, farbige Linien, Flecken, Schmelzrisse oder die (ungefähre) Stumpfffarbe übermittelt werden.
    Eventuelle Abhilfe: Smile Lite & Smile Capture von Styleitaliano (siehe unten)

Wie gesagt, geht auch mit Digitalkamera und email, aber mit dem „neumodischen Zeug“, einfacher und schneller.
Man kann doch hin und wieder was von der Jugend lernen ;-)

Ach ja. Fast hätte ich es vergessen:

Licht.

Meist reicht die Raumbeleuchtung und die OP-Lampe.
Einige Geräte haben sowieso ein kleines LED-Licht an Bord.

Zur Erweiterung gibt es zusätzliche LED-Leuchten.
Beispiele:

Metz bietet mit dem Mecalight LED-72 smart ein LED-Licht an, welches in die Kopfhörer-Buchse gesteckt werden kann.

Manfrotto bietet für verschiedene iPhones des KLYP+-System an:

  • Schutzhülle
  • verschiedene LED-Leuchten
  • verschiedene Vorsatzlinsen
  • Stativhalterung
  • Aufstellfuss, Tischstativ – interessant wenn bei Videotelefonie das Telefon nicht ständig gehalten werden muss
  • Polarisationsfilter für das Objektiv – zum Ausschalten von Spiegelungen z.B. auf Zahnoberflächen

Styleitaliano bietet mit Smile Lite & Smile Capture ein Farbnahmesystem für’s iPhone (4, 4S, 5, 5S, leider noch kein 6) an.
Es kommt mit einer Leuchte, Polarisationsfilter und eigener App.
Zu beziehen über Goldquadrat.

Zeitnahme – Teil 1

von Christian Danzl

Der Mindestlohn ist da.
Schon seit Anfang des Jahres.

Was soll man sagen?

Es ist wieder einer sehr deutsche Angelegenheit geworden.

Warum?
Was hat der Mindestlohn mit sich gebracht, ausser Ausnahmeregelungen?

Hauptsächlich Bürokratie.

Der Arbeitgeber muss nachweisen, dass er den Mindestlohn zahlt, der Zoll muss es kontrollieren.

In der Zahnarztpraxis  in der Stadt wird er nicht unbedingt zum Tragen kommen, in den ländlichen Regionen schon eher, ist aber über die Arbeitsverträge geregelt.

Freude machen nur die Minijobs, denn da muss wieder mal genau aufgeführt werden, wann der Arbeitnehmer wie lange gearbeitet hat.

Eine „unbürokratische“ Liste reicht, der AN trägt ein, wann er gekommen und gegangen ist.
Schön, einfach, aber in höchstem Masse unpraktisch (eigentlich sollten wir als Zahnärzte froh sein, dass beim AN von gesetzeswegen KEINE RS 232 Schnittstelle gefordert wird, wo die Arbeitszeiten validiert werden ;-) ), denn es fliegt wieder eine Liste oder ein Ordner durch die Gegend.

Lösung:

Eine Stechuhr.

Lange Jahre war es nicht notwendig, aber jetzt scheint es mir die praktikabelste Lösung.

Erster Versuch:

Geht ganz einfach über einen Computer. Einfache Software, Kartenlesegerät, Karten für jeden MA. Kosten überschaubar. Passt.

Fast jedenfalls.

Nachteil:

Der Rechner muss immer laufen.
Heisst: zusätzlicher 24/7 Rechner mit USV wird benötigt. Nix mehr mit günstiger Lösung.
Fällt also aus (mein Systemadministrator hat sich geweigert, so ein System auf dem Server zu installieren).

Zweiter Versuch:

Eine kleine elektronische Standalone-Uhr, die über Fingerabdruck den AN registriert (und schon ist der AN wieder ohne RS 232 doch validierbar), die Daten können über einen USB-Port ausgelesen und eine Excel-Datei erstellt werden.

Kosten sehr überschaubar für unter 100,- bei Amazon, oder einem anderen Versandhändler.

Bestellt und ausgepackt:
Gerät, Netzteil mit definitiv zu kurzem Kabel, Befestigungsmaterial (je 3 Schrauben und Dübel) und Bedienungsanleitung.

Scanbot 26.04.2015 12.44

Keine Notstromversorgung.
Die Bedienungsanleitung ist eine (!) ganze Seite lang und kann trotz englischer Sprache nicht verheimlichen, dass sie aus Fernost kommt ;-)

Wenn man sich mal eine Stunde damit auseinandersetzt bekommt man das mit der Programmierung im Trial-und-Error – System schon hin.
Den Helferinnen kann man die Handhabung bestimmt auch noch nahebringen.
Wie sieht es aber mit den Reinigungsfachkräften aus?

Also wieder eigepackt und zurückgeschickt :-(

Dann wird es wahrscheinlich eine ganz banale Stechuhr mit Stempelkarten werden, wie in alten Zeiten in der Fabrik.

Ich werde berichten.

Mundspiegelaufbereitung

von Christian Danzl

auf der IDS war ich auf dem Stand von Röder-Spiegel. Der Chef hatte gerade eine Tüte voll mit reklamierten Spiegeln in der Hand.
Er war fassungslos, wie sehr seine Spiegel zerkratzt waren, und wie man so etwas schaffen kann.
Er hat mir seine Aufbereitungsanleitung mitgegeben.

roeder

Die ist so ausgelegt, dass die Spiegel so lange wie möglich halten.
Allerdings ist die Sache – meiner Meinung nach – nicht immer 100% praktikabel und durchführbar.

Jetzt würde mich interessieren, welche Schritte der Aufbereitung bei Euch gemacht werden, und welche nicht.

Bitte hakt in der Umfrage das an, was bei Euch gemacht wird.

Beispiel:
Wenn Ihr die Spiegel auseinander schraubt und getrennt voneinander aufbereitet, bitte ein Häkchen.
Wenn Ihr die Spiegel durch den Thermo laufen lasst, dann bitte auch ein Häkchen (obwohl man es lt. Anleitung nicht tun soll).
Wenn bei der Aufbereitung eine Temperatur von 200°C überschritten wird (was ich mir nicht vorstellen kann), bitte ein Häkchen setzten.

Take Our Poll

IDS Nachlese – Kaeser

von Christian Danzl

Das vielgerühmte „Herz der Praxis“ ist nicht die Helferin, die seit mehr als 25 Jahren die Patienten freundlich empfängt, auch nicht der Zahnarzt, der seit 30 Jahren täglich die Patienten von Schmerzen befreit.
Nein, es ist (zumindest in der Definition der Dentaldepots ;-) ) der Kompressor, der die Praxis mit lebensnotwendiger (weil arbeitsnotwendiger) Druckluft versorgt.
Wer jemals einen Kompressor-Ausfall erlebt hat, weiss von was ich rede.

So ziemlich das einzige, was in einer Zahnarztpraxis noch ohne Druckluft funktioniert sind Computer und Kaffeemaschine.

Gottseidank sind Kompressoren relativ langlebig, und wenn man sich hin und wieder um sie kümmert, danken sie es einem mit noch längerem Leben.
Mein Kompressor, vom Vorgänger nicht sehr geachtet, war nicht mehr der beste (es lief seit Jahren nur ein Aggregat von ehemals zweien) und so beschloss ich ihn auszutauschen.
Und zwar zu einem Zeitpunkt den ich bestimme, und nicht der Kompressor.
Denn mit dem, was zwei Tage Praxis/Verdienstausfall kosten, ist ein neuer Kompressor auch schon fast bezahlt.

Ein einigermassen leistungsfähiger Dentalkompressor ist nicht billig, besonders, wenn etwas mehr Luftleistung gefragt ist, als in einer Einzelpraxis.
2 – 3 Zahnärzte, 2 – 3 PZR/Zahnstein plus kleines Praxislabor, da ist ein 3-Zylinder schon ganz schön am Rödeln.
Also im Zweifelsfall den Größeren. Geworden ist es dann ein 3-Zylinder-Tandem Kolbenkompressor von Cattani.
Preisbereich noch unter 10.000,-

Gut. Wieso schreib ich das?

Ein paar Wochen später auf der IDS treibt es mich zufällig bei Kaeser-Kompressoren vorbei.

Was steht da? Ein netter Schraubenkompressor für 10.000,- und daneben ein Vertriebsrepräsentant, des sagt, es gäbe momentan eine staatliche Förderung für dieses Gerät in Höhe von 30 % (die muss natürlich vorher beantragt werden, und ob die dann auch für Zahnarztpraxen auch gilt, weiss ich nicht).

Das wäre bei mir eine echte Alternative gewesen.

Gut, das Gerät ist ein wenig größer, aber erheblich leiser im Betrieb.
Wenn in einer größeren Praxis mal wieder Bedarf sein sollte, und der Geräuschpegel eine Rolle spielt, dann mal schauen, was es an Schraubenkompressoren gibt.

Aus gegebenem Anlass – Off Topic

von Christian Danzl

Letzten Freitag war es wieder soweit.

Nachdem die letzte totale Sonnenfinsternis 1999 doch schon wieder etwas her ist, haben wir auf die partielle Sonenfinsternis gewartet.

Für die, die nicht Richtung Sonne blicken konnten, weil sie kein schönes Wetter hatten, gerade im Wurzelkanal waren oder anderweitig verhindert, hier ein paar Bilder aus Bad Reichenhall:

Canon EOS 5/III, die meisten Bilder mit ISO 400 1/200s Blende 8,
Canon EF 1:2,8/200 L
drei Graufilter Haida Slim ND 0,9 (8x) – 1,8 (64x)  – 3,0 (1.000x)

Brownie 2

von Christian Danzl

Über den Einsatz von Brownies bei der Präparation von Kronen und Teilkronen bei mir in der Praxis habe ich hier und hier schon berichtet.

Allen Unkenrufen zum Trotz bezüglich zu glatter Oberfläche und damit einhergehendem Retentionsverlust hatte ich noch keine Dezementierungen von Kronen oder Teilkronen. Lediglich grinsende Gesichter von Zahntechnikern wegen der schönen Oberfläche mit einer damit einhergehenden deutlich besseren Passform der Restaurationen im Randbereich.

Also hatte der Shofu-Brownie einen festen Platz in meinen Schubläden.

Genau.

Hatte.

Der wird ihm jetzt streitig gemacht von einem Vertreter der gleichen Art.
Nämlich Amalgam/Edelmetall-Polierer von Komet.

Sieht eigentlich genau so aus, ist aber härter, somit nicht so stark dem Verschleiß unterworfen wie sein japanischer Bruder.

Der Polierer von Komet ist, ebenso wie der Shofu, optimiert für eine Drehzahl von ca. 6.000 rpm. Maximaldrehzahl ist mit 15.000 rpm angegeben.

Modifiziert macht er aber ohne Probleme 100.000 bis 150.000 U/min mit.

 

Komet

Shofu

 

Antibeschlag-System

von Christian Danzl

Bei der letzten Sendung vom Dental-Depot lag ein Probepäckchen von „mirror magic“ mit im Karton.

„mirror magic“ von Zirc ist ein Antibeschlag-System für dentale Mundspiegel.
Es besteht aus einer Antibeschlaglösung und Einwegpads (1 x 1 Zoll).

Die Einwegpads werden auf den Handrücken oder auf den Handschuh geklebt, mit einigen Tropfen Antibeschlaglösung beträufelt.
Daran kann dann während der Behandlung der Mundspiegel gereinigt werden.

Gut?

Möglich. Ein beschlagender Spiegel ist nicht das, was mich bei Arbeiten aus der Fassung bringt. Ein schmutziger Spiegel stört mich schon mehr. Diesen schnell und einfach sauber zu kriegen, ist sicher ein Vorteil während der Behandlung. Bei mir war es aber so, dass der Spiegel nach dem Abziehen auf dem Pad nicht so sauber und vor allem trocken war, wie ich es gerne habe. Da muss man vielleicht noch mit der Dosierung variieren. Oder ein zweites Pad zum Trocknen kleben.

Preiswert?

Probepack mit 2 x 6 ml Flüssigkeit und 24 selbstklebenden Pads für 25,- € netto über die Dental-Union.
Das ist zumindest kein Sonderangebot (leider habe ich keine Informationen, was der 100er Pack kostet), wenn man ein zweites Pad braucht, sowieso nicht.

 

Laserschwert – Teil 2

von Christian Danzl

Neues zum hier beschiebenen grünen Laserpointer.

Der Link zu Amazon funktioniert nicht mehr.
Es kam letzte Woche eine mail von Amazon, dass der beschriebene grüne Laserpointer aus Sicherheitsgründen zurückgerufen, bzw. aus dem Verkehr gezogen wird.
Es wurde darum gebeten, das Gerät nicht mehr zu verwenden, der Kaufbetrag würde zurückerstattet werden.
War auch so. Zwei Tage später war die Gutschrift da.

Ähnliche Laserpointer zu einem vergleichbaren Preis gibt es aber noch.

Notfallkoffer

von Christian Danzl

Letzte Woche fand er wieder statt, unser regelmässig wiederkehrender Notfallkurs für die Zahnarztpraxis.

Neben Therorie und Praxis der Kurses stellt sich natürlich immer wieder die Frage, welchen Notfallkoffer man sich für die Zahnarztpraxis anschaffen soll.

Die Antwort des Ausbilders war einfach: Keinen!
Da meist viel unnötiges Material drin ist, welches keiner einsetzen kann, wenn man nicht täglich damit zu tun hat.

Was natürlich nicht heissen soll, dass man keine Ausrüstung für Notfälle haben soll!

Empfohlen wurde uns als sinnvolle Ausstattung für die Zahnarztpraxis:

  • Blutdruckmessgerät
  • Blutzuckermessgerät
  • Pulsoxymeter
  • Sauerstoffflasche mit Druckminderer und Sauerstoffmaskemaske
  • Adrenalin mit Verneblermaske für Sauerstoffflasche
  • Ambubeutel
  • Larynxtubus
  • Nitrolingualspray

und eventuell einen

  • AED, einen automatischen externen Defibrilator

Das sollte normalerweise reichen um einen Patienten bis zu Eintreffen des Rettungsdienstes zu stabilisieren. Das Material bringt natürlich nichts, wenn man nicht weiss, wie es eingesetzt wird. Aber das lernt man ja regelmässig im Notfallkurs.

Das praxisinterne QM braucht dann nur noch einen geeigneten Ort (bei uns ist es eine zentrale, eindeutig beschriftete Schublade im Steri) um die Sachen abzulegen und Batterien und Ablaufdatum des Adrenalins und des Nitolingualsprays zu kontrollieren.
Man kann das Ganze selbstverständlich auch in einem Koffer unterbringen, oder in einer geeigneten Tasche oder Kiste. Die wiederum kann aber die Putzfrau mal woanders hinstellen, und man ist wieder am Suchen.

Der Aufwand hierfür ist überschaubar.

DAC universal – update 1 Jahr

von Christian Danzl

So.
Ein Jahr läuft er nun unser DAC universal (der Zwischenbericht nach einem halben Jahr ist hier nachzulesen).

Was hat sich nach einem weitern halben Jahr getan?

Wie vor einem halben Jahr: Wieder nichts.

Läuft reibungslos uns zuverlässig. Ohne Murren und ohne Fehlermeldung.

Die anfängliche Befürchtung, dass die Lager der Turbinen und Winkelstücke arg leiden hat sich bei uns nicht bestätigt. Die Ölmenge ist auf Anraten eines Technikers auf max. eingestellt. Bis jetzt haben wir merklich weniger Lagerschäden als vorher.

Als Dokumentationsausgang haben wir uns für den Sego USB von Comcotec entschieden.

Die Revalidierung ist nun demnächst fällig. Ich bin zuversichtlich, dass alles ohne Probleme klappen wird.

 

Kleine Helfer – Teil 8

von Christian Danzl

NEU ist er sicher nicht, der Interdentalkeil aus Ahorn. Jeder kennt ihn aus dem Studium, man kommt fast nicht ohne ihn aus, wenn es darum geht Zähne zu separieren oder Matrizen zu fixieren.

Seit geraumer Zeit benutze ich ihn (und auch seine Kollegen aus Kunststoff) während der Präparation. Ich bringe den Keil VOR der Präparation in den Approximalraum ein.

  • er verdrängt die Gingiva und schützt sie vor dem Diamanten oder Rosenbohrer
  • er hält das Blut fern, welches sich gern approximal in die Kavität schleicht und sorgt für bessere Sicht (leider hab ich nicht nur Patienten mit plaquefreien Approximalbereichen)
  • er bietet dem rotierenden Instrument Widerstand, somit „fällt“ man nicht in die Gingiva, wenn sich der Zahn mit zunehmender Kavitätentiefe nach zentral verjüngt
  • wenn der Keil durch das rotierende Instrument „individualisiert“ ist, passt er auch anschliessend besser, um die Teilmatrize bombieren zu können – sofern er nicht zu sehr beschädigt wurde

Anschliessend ein paar Bilder von der letzten Präparation für eine e.max Teilkrone.
Die weissen Stellen sind Reste von Gænial-Bond, GC. Z.n. Cp-Behandlung mit Calciumhydroxid, fixiert mit Vertise-Flow, abgedeckt mit Gænial Bond und Gænial Flow.
Die Präparation wurde finiert mit Shofu Brownie Minipoints mit FG-Schaft im roten Winkelstück/Turbine, das ergibt eine glatte Oberfläche für eine gute Abformung – kein Zahntechniker hat sich je darüber Beschwert ;-)
Die Provisorien werden anschliessend geklebt mit einem kontrastfarbenem Flow-Komposit (z.B. Venus Flow Baseliner) OHNE Bonding. So halten die Provisorien gut, lassen sich trotzdem ausreichend gut entfernen, die Kompositreste auf dem Zahn lassen sich Dank der Kontrastfarbe  gut erkennen und mit dem ZEG entfernen. Die Kavität wird dann zum Einsetzten vor dem Ätzen und Bonden sandgestrahlt (da werden auch die weissen Bonding-Reste mit entfernt und das Komposit und die Zahnoberfläche genügend angeraut um einen guten Halt zu sorgen)

Da in DIESEM Fall Komposit in der Kavität ist, wird das Provisorium mit Harvard-Zement eingesetzt.

Interdentalkeile für die Präparation im Approximalraum

Keile in situ

Approximalräume mit Brownie finiert

nach Entfernung der Keile

 

Interdentalkeile für die Präparation im Approximalraum

Sehhilfe

von Christian Danzl

In einer Zahnarztpraxis sind nicht nur die Geräte einer gewissen Alterung unterworfen. Auch das Personal wird im Laufe der Jahre merken, dass verschiedene Dinge nicht mehr so sind wie früher.
So bemerkt man, dass durchaus beim Lesen, dass die Arme „zu kurz“ werden, wenn Elastizität der Linse im Auge nachlässt, und die Altersweitsichtigkeit zuschlägt.
Ist nichts neues, trifft fast alle.
Also ist eine Lesebrille nicht verkehrt.
Wenn es nur ums Lesen geht, reicht es in der Zahnarztpraxis auch. Beim Assistieren am Stuhl wird es schon schwieriger, da die meisten Lesebrillen nur bedingt als Schutzbrillen geeignet sind.

Mögliche Lösung des Problems sind „Leselinsen“ oder „Nahteilsegmente“.
Das sind auf Brillengläser aufklebbare Vergrösserungslinsen.

Wir haben in der Praxis zwei Typen getestet, einmal die Nahteilsegmentfolien „Press-On“ von 3M und die „Leselinsen“ von Hydrotac.

Beide Folienlinsen werden mit einem Tropfen Wasser auf die Brillengläser (innen oder aussen) aufgebracht, positioniert, festgedrückt und der Wasserüberschuss entfernt.
Die Linsen sind abnehmbar und können auf einer anderen Brille neu angebracht werden. Sicher nicht unendlich oft.

Mein erster Gedanke: Kann nicht gehen!

Geht doch. Und zwar gar nicht mal so schlecht.

Diese Linsen sind jetzt kein Allheilmittel, da braucht man sich nichts vormachen.
Die Linsen halten zwar sehr gut auf der Brille, die Reinigung ist aber durch die entstehenden Kanten auf dem Brillenglas erschwert. Es empfiehlt sich auch die Linsen auf der Innenseite der Gläser anzubringen, da bei der Schutzbrille aussen die Verschmutzung stärker sein wird (ausser die Gläser sind zu nah am Auge, dann ist potentielle Wimperntusche auch ein Problem).
Besser gefallen haben wir die Hydrotac, da dies richtige Linsen sind, während es sich bei den 3M um Fresnel-Linsen handelt. Diese sind zwar dünner, aber wegen der unebenen Oberfläche, deutlich schlechter zu reinigen.

Preislich liegen beide Systeme um 35,- €. Nicht unbedingt ein Schnäppchen, wenn man bedenkt, dass die meisten Standard-Schutzbrillen um weniger als die Hälfte zu haben sind. Allerdings lassen sich auch Laser- und Blaulicht-Schutzbrillen einfach umrüsten.

 

3M Press-On

Hydrotac

Erweiterung EndoPilot

von Christian Danzl

Letzten Donnerstag, Freitag und Samstag fand in Hamburg die 4. Jahrestagung der DGET statt. Neben einem interessanten Fortbildungsprogramm präsentiert natürlich auch die Industrie Neuheiten.

Schlumbohm ist dabei den EndoPilot wieder zu erweitern. Aktuell wurde der Prototyp für die Erweiterung für die SAF, Self Adjusting File, vorgestellt.
Mit der schon länger verfügbaren Peristaltikpumpe ist die Versorgung mit Spülflüssigkeit gewährleistet. Die Einheit wird um einen Mikromotor erweitert, somit kann die SAF im separaten Winkelstück betrieben werden.
Wie gesagt, es handelt sich momentan noch um einen Prototypen, ein möglicher Liefertermin steht noch nicht fest.

Wieder ein Schritt in Richtung weniger Geräte und weniger Kabelsalat.

EdoPilot mit Peristaltikpumpe

EndoPilot mit zusätzlichen Handstück links für die SAF

Laserschwert

von Christian Danzl

Bei mir in der Praxis läuft die Übertragung des Live-Bildes aus dem Mikroskop über eine Sony Nex 5, die an einen 40″ Fernseher an der Wand angeschlossen ist.
So kann die Helferin, Begleitpersonen oder Hospitanten sehen was gerade im Zahn passiert.
Aber auch die Patienten wollen hinterher ab und zu sehen, was gemacht wurde. So kann man während der Behandlung aufgenommene Fotos oder Videos zeigen und erklären.

Ist ja alles nix neues.

Um nicht immer mit dem Finger oder dem Stift rum zeigen zu müssen, hab ich mich dann doch mal entschlossen, einen Laserpointer zu kaufen. Ist auch keine Erfindung, die es erst seit letztem Jahr gibt.

Farbe?

Naja, das klassische Rot ist nicht immer so gut zu sehen, also hab ich mal einen Grünen und einen Blauen bestellt, um zu vergleichen (beide liefern einen Strahl mit einer Leistung unter 1 mW, Laser Klasse II (EN 60825-1), also im sichtbaren Spektralbereich und unter 0,25 s Bestrahlungsdauer für das Auge ungefährlich).

Der Grüne ist im 532 nm schön im hellen grünen Bereich sehr gut sichtbar. Die Reflektionen halten sich dank der matten Oberfläche des Bildschirms auch im Rahmen. Funktioniert.

Und der Blaue?
Geht auch, er tendiert mit 405 nm Wellenlänge leicht ins Violette ist nicht ausserordentlich gut zusehen auf dem Bildschirm. Würde reichen, aber der Grüne ist besser zusehen.

Aber er härtet Komposit aus. Und das nicht schlecht.
Während Campherchinon eine Wellenlänge von 440 bis 480 nm zur Polymerisation braucht, reagiert Phenyl-Propanniol auf Licht von 300 bis 450 nm.

Welcher Initiator in den bei mir verwendeten Kompositen eingesetzt ist hab ich noch nicht nachgelesen, aber jedes, das ich in der Praxis gefunden habe, härtet unter den Laserlicht sehr schnell aus.

Das heisst jetzt nicht, dass meine Polymerisationslampen rausfliegen, aber der Laser hat schon einen festen Platz im Labor um dort die hin und wieder anfallenden Lichtpolymerisationsaufgaben zu übernehmen.

Schutzbrille?
Diese hier filtert sehr viel vom Laserstrahl weg.

Gleitpfad – Komet PathGlider

von Christien Danzl

Es gibt verschiedene Wege bei der Wurzelkanalbehandlung einen Gleitpfad zu etablieren. Per Handfeile, maschinell, der eine Kombination daraus. Das macht jeder wie es ihm  beim jeweiligen Zahn am besten erscheint.
Bei den maschinellen Feilen kamen bis jetzt bei mir Maillefer PathFiles oder FKG Scout RaCe zum Einsatz.
Komet hat jetzt für diesen Einsatzzweck die PathGlider auf den Markt gebracht.
Sie sind momentan verfügbar als 15/03 und 20/03, eine 10er Feile soll noch kommen.
Optimale Drehzahl liegt bei 300 rpm (max. 500 rpm), Drehmoment 0,5 Ncm.
Der Feilenquerschnitt ist „drachenförmig“, wie auch bei den Komet AlphaKite Feilen.

Indikation sind lt. Hersteller gerade oder gekrümmte Wurzelkanäle und Betrieb mit drehmomentbegrenztem Antrieb.
Nicht empfohlen werden die PathGlider bei starken Kalzifizierungen oder starken, abrupten apikalen Krümmungen.

Die Feilen kommen vom Hersteller schon steril in der Verpackung, sind also sofort zu gebrauchen und natürlich nur für den einmaligen Gebrauch vorgesehen.
Bedingt durch die 03er Konizität sind sie steifer als PathFiles oder ScoutRaCe, was durchaus kein Nachteil ist, es verlagert sich vielleicht der Einsatzzweck nur ein wenig weg von den stark gekrümmten Kanälen, aber eher hin zu Kanälen mit leichteren Obstruktionen. Ist aber bis jetzt nur Theorie, da die Feilen erst letzten Freitag geliefert wurden, und ich sie noch nicht testen konnte.
Ich werde berichten.

Sommerpause 2014

Wurzelspitze macht Sommerpause bis einschliesslich 17. August 2014

Wir wünschen allen Lesern noch schöne Sommertage.

Euer Wurzelspitze-Team

Übungszahn – als Werbemittel

von Christian Danzl

letzte Woche findet ein Schreiben eines endodontisch tätigen Kollegen aus dem benachbarten Ausland über Umwege zu mir in die Praxis. Im Schreiben bietet er seine endodontischen Dienste an. Dabei waren natürlich Visitenkarten und auch ein Übungszahn von VDW mit einem 006 Reamer als Anschauungsobjekt.
Der hier beschriebene obere Molar hat 3 eingefärbte (mb, db und p), und einen nicht eingefärbten Wurzelkanal (mb2). Der mb2 ist auch nicht ohne weiteres zu finden und auch nicht zu katheterisieren – wie im richten Leben eben auch so oft.

Ich finde die Idee, einem Schreiben zur Akquise von neuen Überweisern, so ein Anschauungsobjekt beizulegen, gar keine so schlechte Idee, da so ein Übungszahn wahrscheinlich nicht so schnell im Papiermüll verschwindet, wie ein Schreiben alleine, und vielleicht noch ein paar Tage auf dem Schreibtisch liegen bleibt.
Und – sollte sogar etwas damit „herumgespielt“ werden – bleibt er vielleicht auch noch ein wenig im Kopf.

Blick in die Trepanationsöffnung

Blick in die Trep-Öffnung mit dargestelltem mb2

mb2 aufbereitet bis ISO 40

mb2 katheterisiert

mb2 unbehandelt

 

Ein halbes Jahr mit dem DAC universal – ein Zwischenbericht

von Christian Danzl

Ganz kurz: Läuft.

Bis jetzt sind knapp 800 Zyklen durchgelaufen.
Alle ohne Fehlermeldung.
Das Gerät läuft leise und macht was es soll.
Leider ist das in der heutigen Zeit keine Selbstverständlichkeit mehr.
Der Ölverbrauch hat sich eingependelt auf 1 Dose für 6 Wochen.
Sehr bewährt hat sich der zweite Deckel, da das Gerät sofort wieder beladen werden kann, ohne, dass man ca. 100°C heisse Winkelstücke aus den Aufsätzen entfernen muss.

Neue MTA-Quelle

von Christian Danzl

Das beliebte MTA ist meist kein Sonderangebot.
Das „Original“ ProRoot MTA ist preislich, meines Wissens, noch Spitzenreiter. Als etwas preiswertere Version ist das MTA Angelus auf dem Markt. Das Produkt aus der Schweiz war günstig, wurde aber im Laufe der Zeit deutlich teurer, ist aber über DSI Huber jetzt auch einfacher zu erwerben.

Über die Dom Apotheke in Freising ist jetzt sterilisierter medizinischer Portlandzement zu beziehen.
Momentan noch nicht röntgenopak und steril im Fläschchen zu beziehen. Aber dafür zu einem günstigeren Preis.

Darreichung in kleinen, einzeln sterilisierten Kapseln und Zugabe röntgenopaker Materialien, sind durchaus noch machbar.
Der Preis dafür steht noch nicht fest.

Informationen im Laufe der nächsten Woche über dom-apotheke@t-online.de

Welcher war es?

von Bodald Necker

Bei Schmerzpatienten ist es mitunter schwierig sofort den Zahn, der die Schmerzen verursacht, herauszufinden. So auch bei diesem Fall.
Die 70-jähige Patientin klagte über starke Schmerzen in der ganzen UK-Front. Perkussionsempfindlich sind 32 – 42. 32 und 42 zeigen sich sensibel auf Kälte, 31 und 41 reagieren nicht.
Ein weiterer Test zeigt, dass 32 und 42 nicht empfindlich auf leichte Berührung sind, 31 und 41 sehr wohl. An 41 ist apikal eine Aufhellung zu sehen, an 31 lässt sich eine erahnen.
Ein Schwellung ist nirgends zu tasten.

 

 

Jetzt die Frage die sich unweigerlich stellt:

Welcher Zahn ist für die Schmerzen verantwortlich?
Oder sind es beide?

Take Our Poll

 

Wenn Oraseal gerade nicht zur Hand sein sollte

von Christian Danzl

In Zeiten von QM kann OraSeal von Ultradent ja gar nicht ausgehen.
Sollte es doch mal sein, hat sich bei mir Prothesen-Haftcreme als Ersatz zum Abdichten von Kofferdam bewährt.
Eingefüllt in eine kleine Luerlock-Spritze und eine Ätzgel-Applikationskanüle mit größerem Durchmesser kann es aufgetragen werden wie OraSeal (caulking, also die „dünnflüssige“ Variante).
Die Haftcreme klebt auch relativ gut an feuchter Gingiva oder Kofferdam, ist ja auch auf Zellulose-Basis wie OraSeal.
Die Haftcreme hat nicht ganz die genialen Eigenschaften des OraSeal, lässt sich auch (noch) schlechter entfernen, aber wie gesagt, wenn das Original gerade nicht zur Hand sein sollte…..

Kofferdamabdichtung mit Haftcreme

Saughilfe

von Christian Danzl

Ich möchte es mal vorsichtig formulieren:

Amalgam steht nicht im Ruf der Gesundheit des Menschen zuträglich zu sein.

Aber, wie überall, muss man auch hier die Kosten/Nutzen-Relaton sehen, und so kann jeder Patient für sich entscheiden, ob dieses Füllungsmaterial für ihn in Frage kommt, oder nicht.
Der Patient hat ja die Wahl.
Der Zahnarzt und das zahnärztliche Personal meist nicht.

Oder haben Sie jemals einen Patienten weggeschickt, weil Sie die Amalgamfüllung aus Gründen der Quecksilberbelastung nicht entfernen wollen?
Wahrscheinlich nicht.
Somit bleibt eigentlich nur die Möglichkeit, die Belastung für Zahnarzt und Personal so gering wie möglich zu halten.

Eine Möglichkeit ist ein spezielle Absaugkanüle, die den, beim Ausbohren entstehenden Spraynebel, möglichst vollständig absaugt. Die Schutzkappe wird über den Zahn gestülpt, sie dichtet das Arbeitsgebiet nach unten ab, von oben ist sie offen, um mit den Instrument an den Zahn zu gelangen.
Den Tip bekam ich von einem netten Kollegen im Ort.

Die Clean Up – Absaugkanüle.

Weitere Möglichkeiten, sich, das Personal und den Patienten zu schützen auf den Homepage der International Academy of Oral Medicine an Toxicology, IAOMT. Ob die, auf dieser Seite dargestellten Möglichkeiten oder Vorschläge zum Schutz vor Quecksilber/Amalgam, sinnvoll, notwendig oder übertrieben sind, muss auch wieder jeder für sich selber entscheiden. Jedenfalls ist es wert, die Sache einmal zu überdenken.

Kinder-Keramik-Kronen – Teil 2

von Christian Danzl

Bei den von uns hier beschriebenen keramischen Kinderkronen ist die aktuelle Studienlage seeeehr dünn.
Recht viel hat sich nicht getan. Aber es gibt ein Poster, welches beim Frühjahrsymposium der ÖGK in Salzburg den GABA-Posterpreis gewonnen hat.

Hier das Abstract:

Praxisfall mit vollkeramischen Kinderkronen

Dr. Dinah Fräßle, Kinderzahnordination Salzburg

 Bei fortgeschrittener, mehrflächiger Karies oder nach Vitalamputation an Milchmolaren waren silberfarbene Kinderkronen bisher die empfohlene Standardbehandlung (Dawson et al.1981). In Zeiten steigender ästhetischer Ansprüche besteht jedoch vielfach seitens der Eltern der Wunsch nach einer zahnfarbenen und metallfreien Versorgung. 

Bisher gab es die Möglichkeit, die betroffenen Zähne mit Komposit- oder Kompomerfüllungen zu versorgen, wobei es  nicht selten zu Sekundärkaries, Randspaltbildung und Frakturen gekommen ist (Eriksson et al. 1988). 

Alternativ konnten weiß verblendete Stahlkronen verwendet werden, die allerdings zeit- und kostenintensiver in der Beschaffung, Präparation und Anpassung sind. Zudem ist der ästhetische Vorteil oft nur eingeschränkt, da die Kronenform sehr ausladend ist und zudem die Verblendung häufig den Kau- und Scherkräften der Kinder nicht gewachsen ist. Unschöne Abplatzungen und frei liegende Metallanteile sind die Folge (Beattie et al. 2011).

Vor gut zwei Jahr fanden wir mit vollkeramischen Zirkon-Kinderkronen aus den USA einen alternativen  Lösungsansatz für die Problematik der Ästhetik, des Füllungsbruchs, der Randspaltbildung mit Sekundärkaries und der extrem selten vorkommenden Kontaktallergie auf Nickelbestandteile der Stahlkrone. Die vollkeramischen Kronen werden bereits seit 2010 in den USA erfolgreich eingesetzt.

Im Rahmen einer praxisinternen  Vergleichsuntersuchung wurden bisher fünf Kinder (n = 10) mit weißen vollkeramischen Kinderkronen versorgt. Nach bisher 2 Jahren kam es bei keiner eingesetzten Keramikkrone weder optisch noch röntgenologisch zu Abplatzungen, Frakturen oder Verlust. Nur eine der eingesetzten Kronen musste auf Grund einer interradukulären Entzündung extrahiert werden.

Abschließend kann gesagt werden, dass vollkeramische Kinderkronen sicherlich ein interessanter neuer Ansatz hin zu hochwertigen, ästhetischen Milchzahnversorgungen sind. Durch den hohen Substanzabtrag, die erschwerte Anpassung und den erhöhten Zeitaufwand, sind die vollkeramischen Kinderkronen jedoch in der Praxistauglichkeit bisher noch im Vergleich zu den silberfarbenen Stahlkronen eingeschränkt zu betrachten.

Jedoch kann durch geübte Abläufe auch eine vollkeramische Kinderkrone in einer relativ zügigen und vor allem kindgerechten Zeit angefertigt werden. 

Und das Poster als pdf:

Kinderkronen

Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung der Autorin.

Softwareversion 51 für den EndoPilot verfügbar

von Christian Danzl

Schlumbohm hat das Update für Version 51 für den Endopilot vorgestellt.
Neben kleineren „Bugfixes“ gibt es noch folgende Neuerungen:

  • BT-Race-Feilen von FKG werden  nun unterstützt
  • es gibt jetzt 3 unterschiedliche Start-Menus für die verschiedenen Ausführungen, auch die „Mobil“ Version wird unterstützt
  • der Sleepmodus wurde verbessert, besonders im US-Modus
  • die „MYFile“-Taste wurde aus dem Motormenu entfernt
  • die Apexmessung wurde verbessert:
    im Motormenu wird jetzt unterschieden, ob während der Aufbereitung gemessen wird, dann regiert das Messgerät schneller, bei der Handmessung im Motormenu eher langsamer

Disclaimer: Der Autor hat den EndoPilot ganz regulär von Schlumbohn gekauft und nimmt am kostenpflichtigen Update-Programm teil.

Wieder ein Gerät mehr – 2. Teil

von Christian Danzl

Hier im ersten Teil habe ich den DAC Universal vorgestellt. Diesmal ein paar Nachträge dazu.

  • wir haben umgestellt auf die günstigeren Indikatoren GKE Steri-Record,  von GKE, 2000 Stück ca. 200,- €uro
  • das Wasser wird jetzt kontrolliert mit dem Reinstwassermessgerät GLF 100 RW von Greisinger, Regenstauf (über Conrad). Über die Meladem Wasseraufbereitung haben wir momentan einen Leitfähigkeitswert von ca. 0,6 bis 0,7 µS, das gekaufte destillierte Wasser hat einen Leitwert von 1,2 µS (versprochen auf dem Kanister sind < 0,9). Beides Werte, die voll im grünen Bereich sind.

Beide Tips von Michael Logies. Vielen Dank!

  • Öl-Verbrauch bei 6-8 Zyklen am Tag, ca. 1 Dose Nitram-Öl pro Monat

Das Gerät läuft bis jetzt noch ohne Probleme.

Unterfütterung

von Christian Danzl

In letzter Zeit haben wir viele Totalprothesenträger mit Implantaten versorgt.
Im OK alle mit 6 Implantaten und abnehmbar. Entweder auf 6 Teleskopen oder mit 2 Stegen auf je 3 Implantaten. Als abnehmbare Brücke mit Kunststoffsattel.
Die Patienten sind alle zufrieden, auch langfristig.
Das einzige was sich am Anfang als schwierig herausstellte war die Unterfütterung des Sattels.
Wie unterfüttern, ohne das Unterfütterungsmaterial zwischen Primär- und Suprakonstruktion zu bringen und gleichzeitig den korrekten Sitz zu kontrollieren um eine Bisserhöhung zu vermeiden?

Lösung war, die Suprakonstruktion fest auf zu setzen und das UF-Material seitlich ein zu bringen.

Oral und vestibulär werden Löcher in die „Gingiva“ der Suprakonstruktion gebohrt, von einer Seite wird das Silikon eingespritzt, bis es auf der anderen Seite heraus ausquillt. Die Löcher sollten möglichst gut an die Größe der Kanüle angeglichen sein, damit das UF-Material nicht aus dem Loch wieder herausquillt, in welches es eingespritzt wird.

interdentale Säuberung

von Christian Danzl

Dass Zähneputzen der Mundgesundheit zuträglich ist, hat sich schon weit (aber beileibe noch nicht überall) herumgesprochen.
Die regelmässige Säuberung der Interdentalbereiche ist aber immer noch ein Stiefkind der häuslichen Mundpflege. Aber wen wundert es?

  • Zahnseide ist nicht jedermanns Sache. Zu aufwändig, schwierig zu handhaben, oft blutet es bei der Anwendung, man braucht zwei Hände dafür, so dass man auch nichts nebenbei machen kann, wie beim Zähne putzen. Eine deutliche Erleichterung stellen sog. Flosser dar. Sie sind aber auch noch relativ unbekannt in der Bevölkerung.
  • Einfacher geht es mit Interdentalbürsten, sie funtkionieren – nach einer gewissen Lernzeit relativ gut, man tut sich bei größeren Zahnzwischenräumen allerdings leichter, als bei engeren.
  • Mundduschen sind auch eine umstrittene Sache. Einerseits ist der Strahl meist nicht stark genug um fest anhaftende Plaque zu entfernen, andererseits werden bei unzureichender Reinigung oft Algen in den wasserführenden Bereichen gezüchtet. Bei unsachgemässer Anwendung kann es auch dazu kommen, dass „flowing Plaque“ in eine Gingivatasche gespült wird und es dort zu Entzündungen kommen könnte.

Philips Sonicare bietet mit dem Air Floss ein Gerät zur Pflege der Zahnzwischenräume an, die, nicht wie eine Munddusche mit kontinuierlichem oder gepulstem Wasserstrahl, sondern mit einzelnen, starken Sprühstößen arbeitet. Bleibt man auf dem Auslöser, so wird ca. alle 2 Sekunden eine kleine Wassermenge mit hoher Geschwindigkeit ausgeworfen.
Die Auswurfgeschwindigkeit ist deutlich höher als bei einer normalen Munddusche. Man merkt es sehr schnell, wenn man die Zunge auf der Unterseite trifft, denn das ist unangenehm bis schmerzhaft. Ungebremst fliegt der Wassertropfen gute 4 m weit.

Eine Reinigungswirkung ist definitiv vorhanden, ob mit dem gebotenen Druck der Zahnzwischenraum frei von Plaque werden kann, und wie viele Anwendungen dazu benötigt werden, weiss ich nicht. Wir werden weiter testen.

Zeitlupenvideos des Auswurfs mit 600 und 1.200 fps.

Disclaimer:

Der Autor hat Sonicare Airfloss regulär im Handel erworben. Er hat keinerlei Zuwendungen von Philips Sonicare oder Dritten erhalten.

Petri Heil

von Christian Danzl

Die hier vorgestellte „Angelzubehör“ ist jetzt in Deutschland zu beziehen.

G. Hartzell and Son stellt die Guttapercha-Removal-Instruments her.
EGPR-L/R und EGPR-U/D

Das Stück zu 60,- €  über ADSystems.

Arbeitsende mit Widerhaken

Wieder ein Gerät mehr

von Christian Danzl

Die Hygienevorschriften in deutschen Zahnarztpraxen nehmen teilweise lustige Ausmasse an.
Da für Übertragungsinstrumente die manuelle Vorreinigung vor dem Gang in den Autoklaven nicht mehr reicht, muss jetzt ein maschinelles Reinigungsgerät her (unseren Helferinnen, die eine Hygiene- und QM-Schulung nach der anderen machen durften, wird nun also genau diese erlangte Kompetenz sofort wieder abgesprochen).

Prinzipiell stehen zwei Möglichkeiten zur Debatte:

  1. Geräte, die innen und aussen reinigen, pflegen und desinfizieren.
    Gute Idee.
    Nachteil: die Übertragungsinstrumente müssen danach (obwohl schon sauberer, als es eine Zahnarzthelferin je könnte) noch durch den B-Klasse Autoklaven.
    Aufbereitungszeit netto: gut 30 min bei den schnellsten Programmen.
    Zeit, bis sie in der Praxis wirklich wieder zur Verfügung stehen, deutlich länger, da nicht unbedingt ein Autoklav startbereit ist, wenn die Übertragungsinstrumente aus der Vorreinigung kommen, und es läuft definitiv nicht immer nur das Schnellprogramm, π mal Daumen also 60 min.
    Vorteil: nicht ganz so teuer wie 2.
    Gibt es von KaVo, W&H, NSK…
  2. Gerät, das innen und aussen reinigt, pflegt, desinfiziert UND autoklaviert.
    Noch bessere Idee.
    Nachteil: deutlich höhere Kosten in Anschaffung und Betrieb
    Aufbereitungszeit kürzer, netto: ca. 15 min
    Zeit bis sie in der Praxis wirklich wieder zur Verfügung stehen, ca. 30 min.
    Ca. 15 min Aufbereitung, aber danach sind die Teile HEISS und somit noch nicht einsetzbar.
    Vorteil: schnellere Aufbereitung als bei 1., keine Abhängigkeit vom Autoklaven.
    Gibt es von Sirona, DAC Universal
    Benötigte Anschlüsse: Pressluft, Strom, (aufbereitetes) Wasser, Abwasser

Da die Geräte unter 1. auch kein Sonderangebot sind, die Aufbereitungszeit trotzdem stark vom Autoklaven abhängig sind, war für mich der DAC universal das Gerät der Wahl.

Die freundlichen Mitarbeiter von Dental-Depot meines Vertrauens stellten das Teil auf, schlossen es an und wiesen die Helferinnen ein. Läuft. Und das schon seit 4 Wochen problemlos, was in der heutigen Zeit im Dentalbereich definitiv nicht Standard ist.

Jetzt ist die Geschichte noch nicht zu Ende.
Stellen Sie sich vor, man kauft so ein Gerät, und das wär’s.
Die Übertragungsinstrumente halten länger, weil so ein Automat die besser schmieren kann, als eine Helferin und die Hitze mehrmals am Tag (im Gegensatz zur früheren Wischdesinfektion) ist der Haltbarkeit ja auch zuträglich….
Sie würden Geld aus geben, und könnten dafür an anderer Stelle Sparen?
Das geht, aber dann sind sie nicht Zahnarzt in Deutschland.
Hier investieren Sie, damit sie an anderer Stelle NICHT sparen.

Was braucht das Gerät ausser Strom, demin. Wasser und Pressluft noch zum Betrieb?

  • pro Durchlauf einen Comply Sterigage-Idikator 1000 Stück ca. 400,-
  • alle 40-50 Zyklen eine Reinigungstablette 100 Stück ca. 30,-
  • Nitram Oil zum Schmieren 6 x 200 ml ca. 350,-
  • Luftfilter 1 x pro Monat, 6 Stück ca. 40,-

und selbstverständlich doch noch:

  • das gute alte KaVo-Spray für die tägliche Spannzangen-Pflege, denn die schafft der DAC wohl dann doch nicht ohne Helferin (wir erinnern uns, das war die Fachkraft, die so viel schlechter als der Automat aufbereitet, dass das Verfahren nicht mehr zulässig ist).

und was man noch in Erwägung ziehen sollte, wenn der Durchlauf in der Praxis höher ist, wie etwa bei zwei Behandlern, oder Übertragungsinstrumente nicht in großer Überzahl in der Praxis vorrätig sei sollten:

  • einen zweiten Deckel/Instrumententräger
    Dann kann die Zykluszeit wirklich auf ungefähr 15 min gebracht werden, denn die frisch autoklavierten Winkelstücke und Turbinen zieht niemand sicher ohne eine Verbrennung hin und wieder ab.
    Kosten: Deckel ca. 500,- und je ca 100,- für die 6 Adapter.

Ach ja, Validierung…
Die kommt ja auch noch dazu.

Bis jetzt läuft alles störungsfrei. Ich werde berichten..

Kessel innen

Filter

Reinigungstabletten

Reinigungstabletten

Deckel/Instrumententräger

Intikatoren

Intikatoren

DAC universal

Nitrom Öl

Ein weiteres System zur (richtigen?) Farbnahme

von Christian Danzl

Dennis Braunston widmet sich schon seit über 20 Jahren der Dentalfotografie, so hat er es uns zumindest beim NYGDM Anfang Dezember erzählt.
Zusammen mit DLCenters bietet er ein einfaches, funktionierendes Set für die Dentalfotografie an. OK, damit ist er sicher nicht allein.
Aber er hat auch ein Farbnahme-System entwickelt, das einfach über fast jede Digitalkamera funktioniert.
Es läuft über ein Digitalfoto der zu bestimmenden Zähne zusammen mit einem Norm-Farbmuster. Dieses kann auf seinen Shade-Arm platziert werden (um möglichst alles zu standardisieren). Das Foto wird in eine Software eingespielt, Weiss, Schwarz, Neutralgrau (neu, auf der HP noch nicht zusehen) und ein Zahnfarbmuster werden per Klick zugeordnet, die Farben werden online berechnet und die zu bestimmenden Zähne auf einer Grafik ausgegeben, in der markiert ist, wo sich welche Farbe befindet.
Es kann eingegeben werden, wie viele Farben auf dem Zahn unterschieden werden sollen.
Somit kann der einzelne Zahn von – einfach bis sehr komplex – in seine Farben aufgeschlüsselt werden.
Kosten wurden beziffert von ca. 600,- US$ pro Jahr, also ein Abo. Dies ist für den einzelnen Zahnarzt vielleicht nicht so interessant, ich könnte mir aber vorstellen, dass Zahnlabore in dieses System einsteigen und dann ihren Zahnärzten zur Verfügung stellen.

Ob dieses System so funktioniert, wie man es sich vorstellt, oder nicht, kann ich leider nicht sagen, es machte aber einen vernünftigen Eindruck.

Das Farbnahmesystem ist in Deutschland bis jetzt noch nicht verfügbar, soll aber kommen.

Mal was für die Kinder

von Christian Danzl

Gesehen auf dem GNYDM.
Der Dino-Chair.
Behandlungseinheit für Kinder bis 12.
Der Behandlungsstuhl in Form eines Dinosauriers, Zahnarzteinheit sieht wie ein Rochen, dazu gibt es einen Fuchs der den Kopf dreht und im Bauch eine Schublade versteckt hat zur Aufbewahrung von Give-Aways.
Die Behandlungseinheit hat integrierte Gurte zur Sicherung sedierter Kinder, und ist ausgestattet mit einer LED-Behandlungsleuchte, Röntgenbildbetrachter, sowie einem Bildschirm für das Unterhaltungsprogramm.
Unter Umständen eine Alternative zur Kinderbehandlungsliege „Fridolin“ von Ultradent, München.

Der Vertrieb in Deutschland läuft, so wie es aussieht, über Multident/Arseus Dental.
Dort wird als Hersteller Dentronic angegeben, über den ich allerdings nichts Näheres in Erfahrung bringen konnte.

Schützenhilfe – Axes Repère

von Christian Danzl

Hand auf Herz!
Wie viele Unterkiefer Leitungsanästhesien sitzen bei Ihnen auf’s erste Mal?
100% ?   – Uiuiuiui. Vielleicht doch noch mal überdenken.
95% ?     – Respekt!
90% ?     – nicht schlecht
80% ?     – immer noch passabel

70% würde heissen, Sie müssten fast bei jeder 3. LA nachanästhesieren.

Keine 100% Trefferquote zu haben ist aber auch nicht verwunderlich, wenn man sich überlegt, dass so eine UK-LA ja Hauptsächlich im „Blindflug“ stattfindet. Man will möglichst vor dem Muskel einstechen, muss um die Kurve und um dann, je nach Anatomie, mehr oder weniger tief auf den Knochen, neben den Nerv, zu treffen.

Abhilfe bzw. Erleichterung auf diesem Gebiet verspricht eine französische Entwicklung, die auf dem GNYDM diesen Jahres vorgestellt wurde (auf der nächsten IDS werden sie sicher auch sein):

Axes Repère

Eine „Zielvorrichtung“ für die UK-Leitungsanänthesie.

Hier eine Videoanleitung zur Handhabung.

Ein Foto davon durften wir auf der Messe leider nicht machen (warum weiss ich nicht genau, denn einen Flyer mit Abbildungen bekamen wir mit und auf der Website ist alles genau zu sehen), deshalb nur die Verweise auf die Website.

So, nun der Preis: 399,-€

Auf den ersten Blick nicht unerheblich. Eine Karpulenspritze ist dabei, dann bleiben immer noch gut 350,- € für ein einfaches Plastikspritzgußteil.
Aber:
Wenn man überlegt, dass durchaus ein paar Münder vermessen werden müssen, um die optimale Form zu erreichen, Modelle, Prototypen, Spritzgussform(en) hergestellt werden müssen, wahrscheinlich erst für eine Kleinserie, Marketing (Messestände, Internetauftritt….), Vertrieb usw. verwundert der Preis weniger.
Auch unter dem Gesichtspunkt, dass man dieses Teil nur einmal im Leben kaufen wird.

Jetzt fragen Sie sich:

Wer braucht sowas?

Hab ich mich auch gefragt, denn bei mir sitzen die Leitungen relativ sicher.
Immer?
Definitiv nicht.
Wenn der Patient den Mund weit aufmacht, die Zunge aus dem Weg ist und ruhig hält, zu 99%.
Aber wenn nicht?
Übergewichtiger, bruxender Pykniker mit Spritzenangst, „breiter“ Zunge, sehr eingeschränkter Mundöffnung und starkem Speichelfluss als Worstcase?
Da ist man um jede Hilfe froh.

Ob das Teil in solchen Extremfällen einwandfrei funktioniert, weiss ich leider nicht.

Zirkonabutment

von Christian Danzl

Wenn die Endo dann doch versagt hat, kommt oft das Implantat.
Im Frontzahngebiet hat sich bei uns das Bone-level Implantat von Straumann bewährt.
Wenn es um die Ästhetik geht, auch mit einem Zirkon-Abutment. Da sich die Gingiva im Laufe der Jahre doch mal zurückziehen könnte, lassen wir auch das Abutment vom Zahntechniker einfärben. Möglichst übergangslos vom Kronenrand.

Sensorspender – Alternative

von Christian Danzl

Es wurden hier schon langfristig funktionierende Spender vorgestellt.
Eine günstige Alternative, der Saraya GUD 1000, kommt aus Japan, allerdings, wie so oft, Made in China. Drauf gestossen bin, als ich dem Dental-Depot meines Vertrauens einen Besuch abgestattet habe.

Auf die Frage, ob der günstige Spender auch funktioniere, bekam ich als Antwort ein klares Ja. Bis jetzt keine Beanstandungen.
Dann hab ich mal bestellt. Letzte Woche sind sie gekommen. Sie funktionieren mit 1l Euro-Flaschen und benötigen 4 Mono-Batterien.
An der Wand oder auf dem Tisch.

Ich werde berichten.

Fotodokumentation am Dentalmikroskop – Wireless

von Christian Danzl

Die Zahl der Zahnärzte, die ein Dentalmikroskop nutzen steigt immer weiter.
Sei es zur Wurzelkanalbehandlung, zur Chirurgie, zur minimalinvasiven Behandlung oder zu, was auch immer. Es gibt viele Gründe mehr sehen zu wollen.
Dem Wunsch mehr zu sehen, folgt meist der Wunsch, sein Tun auch andern zu zeigen, oder es zu dokumentieren.
In letzter Zeit wurde die Dokumentation etwas einfacher.
Jetzt wird das ganze noch etwas komfortabler. Durch die WLAN-Funktion der spiegellosen Sony NEX 5 R/T oder NEX 6 kann das Live-Bild direkt über WLAN an ein iPad/Tablet (auch iPad 1. Gen., somit wäre für ein altes iPad auch wieder Verwendung gefunden ;-) ) ausgegeben werden (die NEX 5 T unterstützt auch NFC). Dieses kann per Schwanenhals an verschiedene Mikroskope angebracht werden und somit als (zusätzlicher) Monitor genutzt werden. Plattform ist PlayMemories.
Auch das Auslösen ist über das iPad möglich, die Bilder können gleich gespeichert, verarbeitet, weitergeschickt oder dem Patienten gezeigt werden.
So kann, wenn man auf’s Stromkabel verzichtet und die NEX im Akku-Betrieb laufen lässt, die Dokumentation und die Mitbeobachtung kabellos ablaufen.
Wieder ein Kabel weniger.
Strike!
Zu beziehen über Hanchadent.

Penn Endo Global Symposium Vienna 2014

von Christian Danzl

Ich gebe zu, es dauert noch ein wenig, bis dieses Event stattfindet.
Das Penn Endo Global Symposium Vienna 2014.
Die Österreichische Gesellschaft für Endodontie veranstaltet ihre Jahrestagungen abwechselnd in Salzburg und Wien. Am vergangenen Wochenende fand die Tagung in Salzburg statt.
Nächstes Jahr ist wieder Wien dran.
04. bis 06. Dezember 2014, Palais Ferstel.
Dann das erste Mal in Zusammenarbeit mit der University of Pennsylvania.
Mit sehr interessanten Referenten.

Lösungsmittel

von Bodald Necker

Vor einiger Zeit flatterte ein Prospekt von einem Lösungsmittel für provisorischem Zement ins Haus.
Auf die Frage an die Helferinnen, ob so etwas hilfreich sei, erntete ich heftiges Kopfnicken.
Also wurde bestellt und getestet.
Das Testergebnis löste breites Grinsen aus.
„Es funktioniert!“
Die zu säubernde Objekt in den Löser einlegen, 10 min warten, abspülen, und beim Absprühen ist der Zement weg.
Meine Damen waren begeistert.
Bezogen haben wir es über HanChaDent.

 

Zahnhalsfüllung revisited

von Christian Danzl

Dass bei mir das VOCO X-tra Base das SDR verdrängt hat, ist nix Neues. Neu ist jedoch, dass sich das X-tra Base in den Bereich der Zahnhalsfüllung drängt und das Quixfil langsam, aber sich ablöst. Es ist als Flow in der Spritze leichter auf zu tragen, als mit der Compulepistole, es lässt sich schön mit der Sonde verteilen und ziehen. Die Oberfläche wird schnell glatt und glänzt per se schon. Gut zu sehen auf den Bildern einer Perforationsdeckung mit X-tra base.
Zahnhalsbilder folgen.

Perforation gedeckt mit X-tra Base. Anschliessend erfolgte die Aufbereitung von ml und p. Der alio loco bereits gefüllte Kanal wurde revidiert.

Perforation. Vorbehandler hatte nur einen Kanal gefunden und diesen gefüllt. Beim Suchen der Kanäle wurde der Boden der Pulpakammer perforiert.

Verklebt wird bei der Zahnhalsfüllung immer noch mit G-Bond von GC, obwohl das neue Futurabond U von VOCO viel verspricht. Es enthält schon ein Silan, was für Keramikreparaturen hilfreich ist und es ist dualhärtend, was es für den Einsatz im Wurzelkanal prädestiniert. Ob es hält, was es verspricht, kann ich noch nicht sagen, ich werde berichten.

Jeder hat so seine Vorlieben

von Christian Danzl

Die letzte Woche hier vorgestellten Endosonore Feilen kommen bei mir nicht zum Einsatz. Ich verwende zum Entfernen von Wurzelstiften (Glasfaser, wie auch Metall) eigentlich immer meine „Universalspitze“ E5 von NSK. Sie ist steifer als die Endosonore, nicht ganz so lange. Reicht allerdings doch fast immer aus, da sie sich schon vor der Kröpfung verjüngt, somit ist die volle Länge einsetzbar und man hat immer noch Sicht. Um das Arbeitsende effektiver zu machen wird sie nicht abgezwickt, sondern gespitzt. Mit einem Siliziumcarbid- (Siehe Bild), Korund- oder Arkansassteinchen. Entweder rund oder abgeflacht, je nachdem, was gerade gebraucht wird.

Verwendet wird diese Spitze bei mir auch zum Freilegen von Isthmen und Dentikeln, Suchen und Entfernen von abgebrochenen Instrumenten, erweitern von Kanaleingängen und natürlich zur Aktivierung von Spüllösungen.
Universalspitze eben.

Anatomiekurs in Leipzig

von Christian Danzl

Am vorgestrigen Samstag fand im anatomischen Institut in Leipzig im Rahmen der Werstattgespraäche Leipzig ein Anatomie/Präparierkurs statt. Von 10.00 bis 15.00 Uhr wurde Präparate gezeigt und erklärt. Ebenso gab es die Möglichkeit selbständig, sowie unter Anleitung zu präparieren.
Es war sehr interessant, die Anatomie nach mehreren Jahren klinischen Arbeitens nochmals nahegebracht zu bekommen. Hier konnten Fragen beatwortet werden, die sich im Rahmen der vorklinischen Ausbildung noch gar nicht stellen.

Ein grosses Dankeschön nochmal an Dr. Sabine Löffler für die hervorragende Organisation und Leitung des Kurses.

 

Wann überweisen Sie?

von Christian Danzl

Liebe Leser,

Sie wissen es selber. Wurzelkanalbehandlung ist eine Kassenleistung.
Das wird immer wieder von der GKK betont.
Jeder Zahnarzt hat es im Studium gelernt, also kann es auch jeder.

Trotzdem gibt es Fälle, da überweist der „Allgemeinzahnarzt“ seine Patienten zu einem Spezialisten für Endodontie, oder an eine Praxis, die sich „mehr mit Endodontie auseinandersetzt“, da er die Endo nicht in der gewünschten Weise erbringen kann. In der spezialisierten Praxis ist die Endo keine Kassenleistung mehr, da sie für den Allgemeinzahnarzt nicht mehr nach Kassenrichtlinien zu erbringen ist.
Also, wenn der Fall komplizierter ist, kann man den Zahn vor der Zange retten, es kostet nur Geld und Zeit.

Wann überweisen Sie eine Endo in eine spezialisierte Praxis?

Take Our Poll

Softwareversion 50 für den EndoPilot verfügbar

von Christian Danzl

Schlumbohm hat die aktuelle Softwareversion Nr. 50 für den EndoPilot veröffentlicht.
Es beinhaltet folgende Neuerungen:

Feilensystem / Aufbereitung

  • neue Feilen: Protaper Next von Dentsply und OneShape von MicroMega
  • in der Systemauswahl ist nun die Wahl vorwärts und rückwärts möglich
  • einfacheres Kalibieren des Winkelstüks auf der 2. Setup-Seite
  • MyFile Sequenzen wurden in MySequence 1-5 umbenannt
  • beim Feilenalarm kann direkt bei der Alarm-Anzeige der Zähler zurückgesetzt werden
  • die Graphik vom Apexlocator wurde verändert
  • Abbruch über Home-Button bei Favoriten Auswahl

Ultraschall

  • das zuletzt gewählte Ultraschall Instrument wird gespeichert (Satelec)
  • Auswahl Pumpenleistung im US Menü (Das Zusatzmodul „Peristaltik Pumpe“ wurde für den CoPilot entwickelt. Durch die Pumpe kann der CoPilot nun auch mit „Flüssigkeiten“ arbeiten.)
  • Pumpenleistung ist einstellbar

Allgemein

  • zusätzliche Einstellung „ohne Tastentöne“
  • allg. Software Optimierung
  • Switch wird unterstüzt (Die Zusatzkomponente „switch“ wurde für den EndoPilot „comfort plus“ entwickelt und ermöglicht einen komfortableren Arbeitsablauf. Durch „switch“ erübrigt sich das „Umstecken“ von Motor- und DownPack-Anschluss während der Behandlung)

Die Neuerung aus der Version 49 sind selbstverständlich weiterhin enthalten. Diese waren zum Beispiel:

  • neues Feilensystem F360 von Komet
  • Feilenverschleißoptimierung
  • Anfügen des neuen Feilen-Update-Moduls ohne Überschreibung der alten Daten möglich!
  • kein Sleep-Modus während der Apexmessung
  • automatische Erkennung bei Anschluss eines CoPiloten
  • Möglichkeit des Einstellens von Favoriten im Feilensystem

wieder mal Separierringe

von Christian Danzl

heute als Allererstes ein Dank an unseren Leser Gregor S., er hat mich hier auf diese Ringe aufmerksam gemacht.
Letzte Woche sind sie gekommen.

Sie machen einen sehr soliden Eindruck, bauen eine vernünftige Spannung auf. Die Füsse sind gegabelt, so sind sie für einen weiter offenen Approximalraum und Interdentalkeile geeignet.

Bestellt bei GreKo-Dental, Heidelberg.

Artikel-Nummer 1.167.
Jedoch sind leider genau diese Ringe zum Zeitpunkt, als der Artikel geschrieben wird, nicht im Online-Shop erhältlich. Sehr ähnlich scheinen folgende Ringe zu sein:

Delta Clamp, Artikel-Nummer 1.299, die sind dafür aber günstiger.

Hersteller TOR VM, Moskau

Brückentag 2

von Christian Danzl

Der Mai bietet – besonders in Bayern – mehrere Brückentage. Wenn diese mit den Pfingstferien zusammenfallen, kann man auch mal das Auto stehen lassen und die Lufthansa bemühen.

Highline Park

Highline Park

Flatiron Building

Flatiron Building

MoMA

Garage im 3. Stock

vom Highline Park

vom Highline Park

Chelsea Market

Memorial Day Beleuchtung

Nebel ums ESB

Brückentag 1

von Christian Danzl

Brückentage eignen sich hervorragend, den Laden zu schliessen und einen Kurztrip zu machen. Wir im Süd-Osten der Republik haben das Glück in 4 Stunden mit dem Auto in Venedig zu sein. Ab und zu muss man es auch machen. Hier ein paar Eindrücke.

Ü-Day 4 in Salzburg

von Christian Danzl

Man kann es schon Tradition nennen, dass der Überweisertag von WURZELSPITZE nun zum vierten Mal stattfand.
Nach München, Leipzig und Berlin fand die Fortbildungsveranstaltung, welche die WURZELSPITZE-Praxen für ihre Überweiser als Dankeschön für die gute Zusammenarbeit organisieren, diesmal in Salzburg statt.

Wie bei den vorherigen Ü-Days, fand auch wieder ein Team-Day (nun schon der  fünfte)  statt, eine interne Fortbildung für unsere Praxismitarbeiter.

Freitags tagsüber (Team-Day) wurden folgende Themen behandelt

Notfall/Erste Hilfe – Kurs
Michael Fraunhofer „entmystifizerte“ die erste Hilfe bei Notfällen auf seine einzigartige Weise und komprimierte das Thema so konsequent, dass jeder der Teilnehmer bei einem Notfall weiss, worauf es ankommt und was zu tun ist.

Patientenaufklärung von Dr. Andrea Keller und Dr. Sebastian Riedel

Psychologische Aspekte der Kinderbehandlung von Dr. Dinah Fräßle

Freitag abends fand ein „Get Together“ mit Überweisern, Freunden von WURZELSPITZE und den Praxisteams statt.

Samstag von 09.00 bis 13.00 Uhr (Ü-day) referierten für Überweiser und Freunde von Wurzelspitze:

Hans-Willi Herrmann über die DVT-gestütze Endodiagnostik,
Olaf Löffler über den präendodontischen Aufbau,
Christian Danzl über die Zugangskavität,
Jörg Schröder über die Entfernung von Wurzelstiften und
Christoph Kaaden über vertrauensbildende Massnahmen in der Endodontie

Mein Dank als Gastgeber gilt allen, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben.
Fotos demnächst.

Neues aus Frankreich?

von Christian Danzl

Diesmal hab ich es nicht geschafft auf die IDS zu kommen. Deshalb kommen die Neuerungen etwas später bei mir an.
Bei Durchblättern der Beilage eines, mir regelmässig unaufgefordert zugeschickten, Fachblattes für hochwertige Zahnmedizin, bin ich auf einen neuen Endomotor von Satelec gestossen. Nennt sich Endocenter. So wie es aussieht ist es eine erweiterte Version des  iEndo dual, der zusätzlich zur rotierenden Aufbereitung eine frei programmierbare reziprokierende Bewegung zulässt.
Dieser ist erweitert worden um eine Ultraschalleinheit mit integrierter Pumpe für Spülflüssigkeiten.
Auf der Homepage von Sattele ist zu lesen (Zitat):
„SATELEC® is the first and only manufacturer worldwide to combine an electric motor (rotary and reciprocal) and ultrasonic functions with an outstanding irrigation system.“

Ja, was soll man dazu sagen.
Schlumbohm hat auf der IDS eine Peristaltikpumpe für das Ultraschall-Handstück seines EndoPilot/CoPilot vorgestellt. Auslieferung wird Mitte Mai beginnen. So alleine ist Satelec auf dem Markt also nicht, wenn es darum geht, einen reziprokfähigen Endomotor und ein Ultraschallhandstück mit Flüssigkeitszufuhr zu kombinieren.

Mit dem kleinen, aber nicht unbedeutenden, Unterschied, dass Schlumbohm zusätzlich Funkfußanlasser, Akkupack, Downpack/Backfill-System, passendes Cart, Updateservice und einen kontinuierliche Apexlocator dazu anbieten kann.

Leider sind die Peristaltikpumpe und andere Neuheiten für den EndoPilot in verschiedenen Ausbaustufen noch nicht auf der Homepage zu sehen, sie werden dort aber in Kürze erscheinen.

Stahlmöbel

von Christian Danzl

Viele Behandlungszeilen in zahnärztlichen Behandlungszimmern sind keine spezifischen Dentalmöbel, sondern, wenn überhaupt, modifizierte Küchenzeilen.

Diese (Küchenzeilen) gibt es auch in Stahl, was auch für Zahnarztpraxen interessant ist.
Pulverbeschichtet und in vielen RAL-Farben lieferbar.

Informationen hier: Popstahl

Dichtung

von Christian Danzl

Bei der Wurzelkanalbehandlung ist der Kofferdam täglicher Begleiter. An der Uni hab ich ihn gehasst, aber man lernt mit ihm umzugehen. Irgendwann überwiegen die Vorteile, dann kommt die Übung dazu, dann kann man ihn fast überall anlegen. Auch an Zähnen und in Situationen, wo man es nie für möglich gehalten hat, es jemals zu schaffen.

Aber es klappt nicht immer sofort, so ab zu dichten wie man will. Besonders im Bereich der restaurativen Zahnmedizin.
Teilkronen, die ein wenig tiefer präpariert sind, als es einem lieb ist, stellen oft eine neue Herausforderung im Bereich der zervikalen Abdichtung dar.
Klar, man kann ein neues Tuch nehmen, die Löcher anders stanzen. Aber wenn der KD schon mal liegt und nur an einer Stelle leckt, die man gerne trocken hätte, macht es oft keinen Spass wieder von vorne an zu fangen.
Das bei mir bewährte Teflon-Band ist immer eine Möglichkeit, aber nicht immer die beste und einfachste.
Gerade im Approximalbereich haben sich bei mir die Wedjets oft als schnelle wirkungsvolle Abdichtung bewährt.

Netz-Fundstück der Woche – 08.04.2013

von Christian Danzl

Hier mal wieder ein Fund aus dem Netz.
Kollege Fuller zeigt eine Endo am oberen Einser in 6 Minuten.

Vom Zeitaufwand eher eine sportliche Leistung.
Mein Kommentar als deutscher Kassenzahnarzt:
So bringt man die Kassenendo  in die Gewinnzone ;-)

Das Video ist relativ wenig geschnitten, die Behandlungszeit könnte also ungefähr stimmen.
Ob jetzt die Behandlung komplett in dieser Zeit erfolgt ist, sei dahingestellt, ist auch egal.
Jedenfalls präsentiert der Kollege hier ein sehr schnelle Behandlung, die vom Ergebnis auf dem Abschluss-Röntgenbild gar nicht soooo schlecht aussieht.
Ohh! Ich kann die Aufschreie der Leser hier schon hören!
„Die Endo IST schlecht!“
Sie haben Recht! Ich möchte so eine Endo auch nicht in meinem Einser haben.
Aber wenn Sie ehrlich sind, haben sie schon sehr viele Röntgenbildern von Endos an oberen Einsern gesehen, die DEUTLICH schlechter ausgesehen haben, oder?

Aber darum geht es mir nicht.
Mir hier nicht darum, wie der Kollege seine Patienten behandelt, das muss er selber verantworten.

Wieso stelle ich dieses Video hier vor?

Mich hat das Tempo der Behandlung fasziniert.
Wo liegt bei der hier gezeigten Behandlung der Zeitgewinn?

Nun, er verzichtet auf verschiedene Massnahmen bei der Endo, die bei uns als unverzichtbar gelten:

– Mundschutz für den Behandler (geht hier nicht anders, weil er verständlich reden muss)
– Kofferdam
– ordentliche Aufbereitung (zumindest für hier vorherrschende Lehrmeinungen)
– ausreichende chemische Desinfektion (dafür gibt es eine Laserdesinfektion)
– Strahlenschutz für Patient, Helferin und Behandler

Ist es das, was ihn schnell macht?
Ich glaube nicht.
Das kleine Behandlungszimmer, wo es kleine Wege gibt, ist sicher ein Teil des Tempos, aber der Hauptgrund ist das 4-händige Arbeiten mit dieser wahnsinnig schnellen Helferin.
Sie ist voll bei der Sache, reicht ihm die benötigten Instrumente und Materialien <just in time> an, weiss jeden Schritt im Voraus, jeder Handgriff sitzt.
Wie so oft, ist auch hier die Helferin der Schlüssel zum Erfolg (der hier klar im Tempo liegt und nicht auf der perfekt durchgeführten Therapie)

Mein Held in diesem Video ist ganz klar die Helferin.

Matrizenentfernung

von Christian Danzl

Zur Schaffung eines ordentlichen Approximalkontaktes bei Kompositfüllungen eignen sich Teilmatrizensysteme ganz gut. Ob der Kontakt streng genug ist lässt sich meist beim Entfernen der Matrize erkennen. Wenn die Matrize am Approximalkontakt zwischen den Zähnen festgehalten wird und sich nicht leicht herausziehe lässt, ist der Kontakt gut.
Oft jedoch klebt die Matrize an der Füllung fest und lässt sich nur schwerlich lösen. Besonders gut an der Matrize klebt Komposit, wenn es mit One-Bottle-Systemen, wie Gænial-Bond von GC verklebt wird. Besonders bei Füllungen, die approximal sehr ausgedehnt sind, hält die Matrize besonders gut.
Mit einer starken Pinzette lässt sich die Matrize nicht mehr, auch nachdem man sie an den zugänglichen Stellen mit einem Heidemann-Spatel gelöst hat, herausziehen.
Beim Garrison Matrizen-System wird eine kleine Zange zum Entfernen der Matrizen mitgeliefert. Die Arbeitsenden sind Wolframcarbid belegt. Die Matrizen sie werden gut gehalten, aber durch die ungünstige Form reisst die Matrize oft ab, auch die gelochten Triodent-Matrizen in Verbindung mit der dazugehörigen Pinzette reissen aus.
Flachspitz-Zangen eignen sich auch nur bedingt, bei den grazilen Ausführungen verbiegen sich die Branchen leicht bei anderen Einsätzen. Nicht viel, aber es braucht auch nicht viel, um eine dünne Metallmatrize nicht mehr fest greifen zu können. Die stabileren Ausführungen sind oft zu dick, um weit genug in den Approximalraum zu kommen.

Die bisher beste Lösung ist bei uns der Nadelhalter nach Crile-Wood. Die Matrize wird, mit dem von okklusal kommenden Nadelhalter, gegriffen und der Nadelhalter um seine eigene Achse gedreht.
Somit hat sich bis jetzt jede Matrize beim ersten Versuch problemlos entfernen lassen.

Die antihaftbeschichteten Garrison Composi-Tight Slick Bands Matrizen hab ich noch nicht getestet. Aber auch diese werden sich mit dem Crile-Wood am leichtesten entfernen lassen.

Crile-Wood

Buchvorstellung „Adhäsive Zahnheilkunde“

von Christian Danzl

Zitat aus dem Vorwort des Autos:
„Noch ein Buch über Adhäsivtechnik? Na klar!“

Dieses Buch ist ein Update über die Adhäsivtechnik, einem Bereich der Zahnheilkunde, der jeden in der Praxis täglich begleitet.  Da kann es nicht schaden, wenn man mal wieder auf den aktuellen Stand gebracht wird.
Der Herausgeber Prof. Dr. Roland Frankenberger hat es geschafft in diesem Buch Wissenschaftler und Praktiker zu Wort kommen zu lassen.
Das Buch umfasst folgende Kapitel:

  1. Adhäsive: R. Frankenberger/U. Blunck
  2. Lichpolymerisation: C.-P. Ernst
  3. Komposit-Restaurationen: M. Lehnhard
  4. Keramik-Veneers: J. Hajtó
  5. Keramik-Inlays: A. Jacobi
  6. CAD/CAM und adhäsive Zahnheilkunde: S. Reich
  7. Adhäsive Stiftsysteme: M. Naumann, R. Frankenberger
  8. Aesthetic under control: T. Schwenk, M. Striegel
  9. Reparatur/Korrektur zahnärztlicher Restaurationen: R. Frankenberger

Mit knapp 380 Seiten und vielen Abbildungen ein durchaus gelungenes Buch für den Praktiker.
Erschienen im Deutschen Zahnärzte Verlag 2013 für 149,-
ISBN 978-3-7691-3427-8

Liebling, ich habe die Turbine geschrumpft

von Christian Danzl

Letzte Woche war mal wieder eine von den netten Damen in der Praxis, bei denen wir unsere Küretten bestellen, da. Sie hat immer wieder was neues im Gepäck. Diesmal wieder was von NSK.

Eine neue Mini-Turbine, wenn mal wieder gar kein Platz ist:
Die S Max pico. Für Ultra-Kurzschaftbohrer. Mit 9 W nicht der Drehmomentbulle, wie die Ti Max X 700 mit bis zu 22 W, aber das ist auch nicht ihr Einsatzgebiet.

Aber das wäre doch sehr einseitig, da es doch Kolleginnen und Kollegen gibt, die keine Turbinen verwenden. Für die gibt es einen kleinen Schnellläufer:
Ti Max Z85. Für Kurzschaftbohrer. Mit Mini-Kopf.

Konstruktionsbedingt ist der Kopf des Schnellläufers immer noch deutlich größer, als der der Turbine.

Auf den Bildern der Größenvergleich zu einer KaVo GentleForce Lux 7000 B.

Vertikale Kondensation

von Christian Danzl

Wenn bei einer Wurzelkanalbehandlung die Aufbereitung, Desinfektion und Trocknung der Wurzelkanäle abgeschlossen ist, gibt es verschiedene Wege sie mit Sealer und Guttapercha (oder ähnlichem) zu füllen.
Am weitesten verbreitet dürfte die Einstifttechnik sein, bei der der Kanal mit Wurzelkanalsealer aufgefüllt wird und ein mehr oder weniger formkongruenter Guttaperchastift nachgeschoben wird. Einfach, schnell, stellt keine großen Ansprüche an die Aufbereitung, ist aber weit weg von High-End.
Bei der lateralen Kondensation wird nach dem Sealer ein Guttaperchastift eingebracht und anschliessend mit einem Spreader Platz für einen weiteren Stift geschaffen, dieser wird so weit wie möglich eingebracht, anschliessend wird wieder mit dem Speader Platz geschaffen … bis der Kanal gefüllt ist. Man kann so die meisten Kanäle gut 3-dimensional füllen, wenn die Krümmungen nicht zu stark sind. Zeitraubend.
Bei der warmen vertikalen Kondesation wird nach dem Sealer eine Füllspitze eingebracht, diese wird mit einem Heat-Plugger stückweise erweicht, der entstehende Überschuss entfernt und die im Kanal verbleibende GP-Spitze mit einem Plugger nach apikal verdichtet. Das wird wiederholt bis man auch die Guttapercha auf den letzten 3 mm vor Apex erweicht und an die Kanalmorphologie angepasst hat. So wird apikal ein relativ dichter Verschluss erzielt. Der Rest des Kanals wird dann mit warmer Guttapercha aufgefüllt.

Der Heatplugger (z.B. Touch’n Heat, System B) kann aber auch ersetzt werden durch ein Ultraschallgerät mit einer Spitze, die vorne plan ist, wie ein Plugger (z.B. NSK E5/E6). Durch die Schwingung wird die GP sehr plastisch und lässt sich schön in Nischen einbringen.
An sich gleiches Vorgehen, wie mit dem Heatpluger.

Vorteile:
– es braucht kein Heatplugger angeschafft werden, wenn ein US-gerät vorhanden ist
– Erwärmen/Verpressen der WF und Kondensieren mit einem Gerät möglich
– treibt die GP besser in Ecken und Nischen

Nachteile:
– Gefahr der Schartenbildung an der Kanalwand bei zuviel Leistung
– Hitzeentwicklung schlecht kontrollierbar
– Vorbiegen der US-Spitzen ist deutlich schwieriger bei Heatpluggern

Dieses System ist jetzt nicht neu, man muss auch nicht umsteigen, aber man kann in bestimmten Fällen die Guttapercha besser verpressen. Und man kann, wenn man ein US-Gerät in der Praxis hat, das System der vertikalen Kondensation ausprobieren ob es für einen selber Sinn macht auf warme vertikale Kondensation umzusteigen und sich dafür Geräte anschafft.

Keine Verbesserung

von Christian Danzl

Wir haben umgestellt auf, hier in Wurzelspitze vorgestellte, Spülspritzen von mit verschiedenfarbigen Kolben. Diese kamen zum Einsatz bei der Endo. So konnten die Spritzen mit unterschiedlichem Inhalt (NaOCl, CHX, Alkohol, Zitronensäure…) sofort an der Farbe des Kolbens unterschieden werden.
Nach einigen Monaten Erfahrung mit den neuen Spritzen haben wir nicht mehr nachbestellt.

Um eines vorweg zu nehmen: Die Spritzen sind gut, an denen gibt es nichts auszusetzen.

Für die Behandler in unserer Praxis haben sie sich aber als nicht besser herausgestellt, als  die die wir bereits benutzten. Denn die farbmarkierten Spritzen haben zwei Eigenschaften, die uns persönlich beim Arbeiten unter dem Mikroskop nicht gefielen gefallen.

1. Sie sind für unseren Geschmack zu groß und unhandlich, besonders, wenn sie voll aufgezogen waren. Der Durchmesser ist auch grösser, so dass mehr Druck aufgewandt werden musste um die Flüssigkeit auszudrücken.

2. Farbig war nur der Kolben und nicht der Zylinder. Man konnte unter dem Mikroskop nicht erkennen, ob einem die richtige Spüllösung angereicht wurde, da der Kolben nicht in  das Sichtfeld kam.

Wir nehmen wieder die bewährten Spritzen und zur leichteren Unterscheidung wird nun vorne am Zylinder (leichter sichtbar unter dem Mikroskop) mit farbigem Klebeband die Farbmarkierung angebracht.
Momentan mit Gewebeband, mal sehen vielleicht ergibt sich noch was anderes.

Die restlichen grossen bunten Spritzen werden weiter eingesetzt bei uns, wie gesagt, nichts daran auszusetzen dran, aber nicht mehr zur Endo unter dem Mikroskop.

Endo-Prophylaxe – Flosser

von Christian Danzl

Da in unsere Praxis einige Endos überwiesen werden, machen wir mehr Endos als eine normale Durchschnittspraxis. Das machen wir auch gerne.
Aber die beste Endo ist und bleibt immer noch, die, die verhindert wurde. Und zwar nicht durch die Zange, sondern durch nicht entstandene Karies.

Dass Zähneputzen der Karies abträglich ist ist nichts neues.
Dass es sich bei Benutzung der Zahnseide ebenso verhält ist ebenfalls nichts neues.

Zähneputzen geht bei den meisten Leuten, Zahnseide jedoch ist für die wenigsten Leute eine regelmässige Tätigkeit.

Kann man verstehen.

Während das Zähneputzen nebenbei, z.B. vor dem Fernseher, verrichtet werden kann, fordert die Anwendung der Zahnseide zwei Hände, deutlich mehr Aufmerksamkeit und oft einen Spiegel.

Zahnseide ist lästig, deshalb nicht beliebt.

Bei der Professionellen Zahnreinigung weisen unsere „Reinigungskräfte“ immer wieder darauf hin, regelmässig zur Anwendung kommt die Zahnseide im häuslichen Bereich trotzdem wenig.

Deshalb haben wir jetzt umgestellt, von Zahnseide von der Rolle auf „konfektionierte Zahnseide“, also Flosser. Eine kleine handliche Kunststoffgabel mit einem Stück aufgespannter Zahnseide. Die Interdentalpflege wird deutlich einfacher: Man benötigt keine zweite Hand mehr und auch keinen Spiegel mehr.
Bis jetzt waren die Patienten davon begeistert.

Es gibt sie von verschiedenen Herstellern mit verschiedenen Merkmalen:
Zahnseide mit Fluorid getränkt, Arbeitsende abwinkelbar, Griff spitz und als Zahnstocher verwendbar.

Wir haben mal verschiedene Modelle zum Testen bestellt.

Unser Favorit:

Das Modell von TePe (unten, dunkelblau). Stabil, liegt sicher in der Hand und lässt sich gut „reinbeissen“

Röntgenbilder

von Christian Danzl

Die letzten Tage haben wir gesehen, dass die Ansprüche an die Röntgenfrequenz bei der Endo von Behandler zu Behandler sehr unterschiedlich sind.
Ich gehe davon aus, dass Einigkeit besteht in der Notwendigkeit einer präendodontischen Ausgangsaufnahme und einer postendodontischen Kontrollaufnahme.
Sicher gibt es Kollegen, die auch das für zuviel halten, aber es gibt auch das andere Ende.
Wieviele Röntgenbilder machen Sie bei der Wurzelkanalbehandlung eines „normalen (Erstbehandlung, 4 Kanäle, keine apikale Veränderungen) oberen 6ers“?

Take Our Poll

Absolute Trockenlegung – continued

von Christian Danzl

Absolute Trockenlegung bei der Wurzelkanalbehandlung ist in meinen Augen nicht zwingend notwendig.
Jeder muss selber wissen, wes er will und tut. Will ich bei einer Endo 50 oder mehr Watterollen durch den Mund des Patienten schleusen? Macht es mir etwas aus, wenn in einem kurzen Moment der Unachtsamkeit Speichel in den trepanierten Zahn fliesst? Kann der Patient damit umgehen, wenn ihn während der Behandlung hin und wieder ein Desinfektionsmittel am Zäpfchen kitzelt?
Das muss jeder selber wissen und verantworten.

Ich jedenfalls will o.g. nicht. Ich bin froh, wenn ich mich nicht auf die „Nebenschauplätze“ konzentrieren muss, sondern auf die eigentliche Belange der Endo.
Man kann das ganze schon irgendwie ohne Kofferdam handeln. Irgendwie geht es immer. Es ist zwar mehr Stress und Arbeit ohne Kofferdam, aber es geht schon, wenn man sich gegen dem Kofferdam sträubt.

Aber nur solange, solange man ohne Vergrößerung arbeitet.

Solange man alles im Blickfeld hat: Die Zunge des Patienten, die Watterollen, die Helferin und ihr Engagement an diesem Tag, den Speichelzieher, den Spiegel mit dem man selber abhält…….

Kommt aber jetzt eine vergrößernde Sehhilfe zum Einsatz (Lupenbrille, Mikroskop) wird das Blickfeld sehr eingeengt.
Dann ist man ohne Kofferdam auf Gedeih und Verderb auf die Helferin angewiesen, dass diese das Arbeitsfeld trocken hält, und den Patienten nichts verschlucken lässt, was er nicht soll.
Das funktioniert in meinen Augen definitiv nicht.

Diesmal hier eine (bei uns) neue Errungenschaft im Bereich der absoluten Trockenlegung:

Latexfreier Kofferdam, bereits auf einem flexiblen Rahmen aufgespannt. Nennt sich „Flexi-Dam framed“, von Hygienic. Das Tuch selber erinnert sehr an den Flexi-Dam von Roeko (wer welche Firma und deren Produkte in letzter Zeit wen übernommen hat, weiss ich nicht) mit all seinen Vor- und Nachteilen. Also die Löcher mindestens eine Nummer kleiner stanzen als bei Latex.
Es ist sicher kein „must have“, schadet aber nicht, wenn mal ein latexfreier KD gebraucht wird und dieser schon aufgespannt ist.

Lächeln tut gut!

von Christian Danzl

Haben Sie sich schon mal die Gesichter der Patienten angeschaut, die in Ihre Praxis kommen?
Klar! Man redet ja mit den Patienten, dann sieht man ihnen unweigerlich auch mal ins Gesicht.
Das meinte ich nicht. Ich meinte eigentlich den Gesichtsausdruck. Welches „Gesicht machen“ sie an der Anmeldung?

Ein glückliches? Ein entspanntes? Ein fröhliches?

Bei der letzten Renovierung und Neugestaltung der Praxis, empfahl mir der Maler im Rezeptionsbereich eine Fläche mit Schultafel-Lack.
Dort könne man wöchentlich mit Kreide einen neuen Spruch hinschreiben.
Gute Idee.

Der erste Spruch war:

„Lächeln tut gut!“

1. Effekt
Jeder (Ausnahmen gibt es immer), der den Spruch das erste Mal gelesen hat, musste lächeln. Von vielen wurde der Spruch positiv kommentiert.
So ein banaler Spruch hebt die Stimmung an der Anmeldung.

2. Effekt
Der Spruch wurde nie weggewischt und durch einen anderen ersetzt, weil er viele positive Rückmeldungen und viele Leute zum Lächeln brachte.
Er blieb bis, wegen eines Wasserschadens, die Möbel (jetzt ohne Schultafellack und ohne Spruch) ersetzt wurden .

3. Effekt
Viele Patienten bemerkten, dass sie Spruch vermissten.

Übergangsweise hatten wir dann auf der Theke einen kleinen
„lächeln“- Aufsteller. Wieder mit positiver Resonanz.

Letzte Woche ist nun die beschriftete Leinwand 80 x 120 cm fertig geworden, die nun die Wand hinter der Rezeption schmücken wird.
Und vielen Patienten wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubern wird….

Zur Nachahmung empfohlen!
Versuchen Sie es!
Die positiven Rückmeldungen heben die Stimmung an der Rezeption unweigerlich.