Kleine Helfer – Teil 9

von Christian Danzl

Da bei mir in der Praxis nicht nur Endo gemacht wird, sondern auch ganz normale Wald- und Wiesen-Zahnheilkunde, gibt es auch immer wieder abnehmbaren Zahnersatz. Dieser muss auch regelmässig der sich ändernden Kiefersituation angepasst, sprich, unterfüttert werden. In fast allen Fällen wird es bei mir im indirekten Verfahren mit einem dünnfliessenden C-Silikonabdruck (Xantopren, blau oder grün) gemacht.

Vorher muss natürlich der Haftvermittler auf die zu unterfütternde Prothese aufgetragen werden.
Dieser kommt in einem Schraubfläschchen mit Pinsel im Deckel. Geht hervorragend. Aus hygienischen Gründen leider nur einmal pro Flasche :-(

Also wird der Haftvermittler aus dem Fläschchen in ein Dappenglas oder direkt auf die Prothese geschüttet. Und dann mit einem Einmalpinsel verteilt.
Nachteile:

  • schwierig dosierbar
  • der letze Tropfen läuft auf das Gewinde der Schraubflasche und verklebt dieses immer mehr

Nach etwas Recherche bin ich auf Einmalpipetten gestossen und Einmalpinsel aus dem Kosmetikbereich, der eigentlich für Lipgloss gedacht ist.

Mit der Pipette kann genau entnommen und appliziert werden ohne Sauerei und ohne Verkleben des Schraubdeckels.
Der Lipglosspinsel ist – wenn auch noch nicht optimal – zumindest doch gut genug geeignet, um den Haftvermittler gut zu verteilen, ohne sich selber zu sehr voll zu saugen.

Pinsel und Pipette können – mit etwas Lieferzeit – durchaus günstig aus Fernost (über Amazon oder ebay) bezogen werden.

Datei 05.06.16, 19 57 14

Weissabgleich der Kamera

von Oscar von Stetten

 

Der Vorschlag des Kollegen Habash zum einfachen Weissabgleich der Kamera beim Fotografieren am Dentalmikroskop hat mich begeistert. So einfach, keine Graukarte o.ä., ein einfaches Taschentuch.

Aber: spielt die Farbe des Kofferdams vielleicht auch eine Rolle?

Flugs eine Sammelaktion gestartet und ein paar Testbilder geschossen. Offensichtlich spielt die Farbe des Kofferdams auch eine Rolle. Alle Bilder sind in Lightroom mit dem Automatischen Farbton korrigiert worden, mehr wurde nicht durchgeführt. Normalerweise ist diese Funktion bei Lightroom sehr gut. Aber in diesem Fall wird die Funktion durch die Farben der Umgebung massiv gestört. Was hilft also in solchen Fällen?

Die Pipette. Mit der Pipette kann man sich einen Bereich im Bild aussuchen, der am weissesten ist. Damit kann man die Tonwertkorrektur manuell und vorhersagbar durchführen. Es wird das „weiss“ in dem individuellen Bild bestimmt und die anderen Tonwerte daran kalibiriert. In schwierigen Fällen hilft diese Methode enorm, einen halbwegs vernünftigen Farbeindruck zu erhalten. Wenn der Bildschirm denn kalibriert ist…. aber das ist ein ganz anderes Thema.