Erfahrungen mit dem Melatherm 10 – Teil 2

von Christian Danzl

Jetzt läuft er ein gutes halbes Jahr der Melatherm 10. Mindestens 2 mal an einem normalen Arbeitstag.
Der Salzverbrauch war zu hoch, aber er war auf die „falsche“ Wasserhärte eingestellt. Er war auf 9° dH eigestellt, statt der aktuell vom Techniker gemessenen 6° dH.
Mal sehen, ob es was ausmacht…

Ja, Ihr habt richtig gelesen: Techniker!

Der Techniker war da, denn das Gerät meldete einen Fehler.

Die Kondensatpumpe war ausgefallen. Wurde ausgetauscht. Auf Garantie.

Der Fehler ist bekannt (mehrere Einzelfälle?), es ist angeblich die neue Serie der Pumpe, die „alte“ lief gut, die „neue“ nicht. Jetzt ist angeblich wieder eine aus der alten, haltbaren  Serie verbaut. Wir werden sehen, und ich werde berichten.

Egal, jetzt läuft er wieder. Wie gesagt, Austausch auf Garantie.
Angenehme Überraschung.

Anbei noch Beladungsmöglichkeiten, die sich bei uns bewährt haben.

TherBelad1

Never ending story.

von Olaf Löffler

Über die Probleme mit unserem Belag Autoklaven haben wir bereits hier berichtet. Andere Autoren berichteten hier.

Unsere ausgebrochene Türverkleidung hatten wir bereits im do it your self Verfahren repariert. Bis jetzt hält es.

Nur beobachten wir jetzt an der Oberkante der Tür Risse. Diese werden immer länger. Nun wird der Austausch der Tür notwendig. Wie hoch die Kosten werden wissen wir derzeit nicht. Ärgerlich ist das allemal.
Für die Anschaffung eines zweiten Autoklaven planen wir nicht mehr mit Melag-Geräten.
Derzeit konzentrieren wir uns auf Lösungen der Firma Getinge. Wir werden berichten, wie sich die Geräte im Praxisalltag schlagen.

Melag

von Olaf Löffler

Mit unserem Melag hatten wir schon einige Probleme.

Am Montag kommt  bei unserem Melag Vacuklav 40-B die Meldung „Wasserqualität schlecht“.
Die zuständige Helferin tauscht die Mischbettharzpatronen.
Ein Set ist immer vorrätig, da ansonsten keine Sterilisierung möglich ist. Das wäre der Supergau für die Praxis.

Plötzlich herrscht Aufregung. Die neuen Patronen lassen sich nicht einsetzen.
Der Innendurchmesser der Patronenöffnung ist knapp 1mm kleiner.
Die Kontrolle der bestellten Meladempatronen ergab, die Patronen müssen passen.
Meladem 40 Mischbettharzpatrone lautet die korrekte Bezeichnung.

Anruf bei unserem Servicetechniker. Er kommt umgehend vorbei. ( An dieser Stelle mal ein außerordentliches Lob an Herrn Neumann und Henry Schein Leipzig für die oftmals prompte Hilfe. )
Auch er ist erstmal ratlos. Ein Anruf bei Melag klärt das Problem. Es gibt jetzt zwei Sorten von Patronen. Bei der Bestellung muss man die Seriennummer angeben, damit man die richtigen Patronen bekommt.
Melag hat die Depots laut eigener Aussage bereits informiert.

Ob alle Händler das wissen?
Die Kontrolle und Seriennummerabstimmung der vorrätigen Mischbettharzpatronen ist unbedingt angeraten.

Melag hat uns die Patronen getauscht, nach zwei Tagen, auf Kulanz.
Wir haben mit Hilfe des Servicetechnikers die nichtpassenden Patronen mit etwas Kraft aufgesetzt. Hoffentlich lassen diese sich auch wieder ohne Probleme entfernen. Eine andere Lösung gab es nicht für uns.

Zwei Tage ohne Vacuum – Steri – undenkbar. Wird sich etwas ändern?
Ich glaube es nicht. Die Industrie ist leider nicht in der Lage die berechtigten Hygieneanforderungen des Robert Koch Institutes technisch reibungslos umzusetzen. Die Praxen sind mit Improvisationslösungen und zusätzlichen finanziellen Mitteln gefordert.
Müssen die Praxen zwei Steris anschaffen, einen als Reservegerät? Bei den derzeitigen Gerätekosten und Honoraren – undenkbar, aber wahrscheinlich nicht vermeidbar.

Unsere Probleme mit dem Vacuklaven haben wieder ein neues Kapitel bekommen.

Neustart (III) – Deutschland vs. Schweden (I)

von Christoph Kaaden

Im Zuge der Praxisplanung standen natürlich auch bei uns ein paar grundlegende Überlegungen und Entscheidungen an.

Unter anderem die Wahl des Autoklaven.

Ein sensibles und heikles Thema.

Wie nicht zuletzt auch der kürzlich hier erschiene Beitrag von Olaf Löffler zeigt…

Die Empfehlung des Depots war eindeutig:

MELAG !

Die Empfehlung von Freunden und Bekannten auch:

_BLOSS KEIN MELAG_ !

An dieser Stelle galt es abzuwägen und sich um mögliche Alternativen zu kümmern.

Erstmal brachte Dr. Thomas Weber (der Autor des – Memorix Zahnheilkunde-)  den Namen – Getinge – für mich „ins Spiel“…

Auch Dr. Andreas Habash hat sich im Kommentar zu diesem Artikel für „seinen“ Getinge K5+ „stark gemacht“. Ebenso wie weitere Kollegen.

Fragt man bei den „üblichen“ Depots (und auch bei Kollegen) hinsichtlich möglicher „Getinge“-Erfahrungen nach, ist die Reaktion (in der Regel) immer die selbe:

GETINGE ?

„Kenn` ich nicht…“ oder „Nie gehört…“

Erstaunlich eigentlich, wenn man sich ein bisschen mit der Materie beschäftigt.

Handelt es sich doch bei dieser schwedischen Firma um alles andere als eine Hinterhof-Firma.

Wie hier nachzulesen ist.

„Vergleichen“ Sie dies mal mit der in Deutschland zumeist bekannten Firma in diesem Bereich der Medizintechnik.

Wer sich näher über die Getinge-Tischsterilisatoren informieren möchte kann dies zunächst einmal hier tun.

Demnächst werden wir von unseren bisherigen praktischen Erfahrungen berichten…

3 Hygiene -Updates

von Hans – Willi Herrmann

In der letzten Tagen kam (ich glaube bei Endonews) wieder einmal das Thema „Hygiene“ in den Zahnarztpraxen hoch. Nicht die Behandlung per se, sondern vielmehr die Arbeitsumgebung betreffend.

Anlass für ein paar kurze Statements zum Thema.

1.  Tastaturen

Aus unserer Erfahrung heraus gibt es nur 2 Möglichkeiten, den Hygieneaspekt einwandfrei zu bewältigen.

A –  Die Cleankeys – Tastatur, denn nur deren absolut glatte Oberfläche lässt sich einwandfrei desinfizieren.

Was nicht funktioniert, sind erhabene Tastaturen.
Ganz egal, ob die Tastatur als abwischbar und damit als desinfektionsfähig tituliert wird, ob man eine spezielle Silikonhülle über eine Cherry – Tastatur legt oder wie im Falle der in unserer Praxis getesteten Silikontastatur diese auch wirklich eine Desinfektion zulässt.

Fakt ist nämlich, dass so viele Nischen vorhanden sind, dass sich solche Tastaturen nicht einwandfrei desinfizieren lassen.  Und die Silikon- Tastatur in den Thermodesinfektor geben, werden auch nur die wenigsten machen, zumal der USB – Stecker dies nicht lange mitmachen würde.

Bleibt nur noch eine andere Möglichkeit:

B –  Frischhaltefolie über der Tastatur. Und die wird nach jedem Patient entsorgt und anschließend eine neue aufgelegt.  Positiver Nebeneffekt – Die Schreibqualität ist wie gewohnt und hervorragend.

2. Desinfektionsspender

Seit mehreren Monaten ist nun der Infrarot – Desinfektionsspender der Firma Weinmann in der Praxis in Betrieb.

Vollkommen komplikationslos.  Gefällt mir sehr gut. Nun sind  4 oder 5  Monate keine lange Zeit, aber der Baisch – Spender, den wir vorher hatten, konnte in der Zeit schon mit einigen Problemen aufwarten.

Und da war doch noch der Miscea – Spender. Der steht bei uns immer noch in der Wartesschleife. Der Grund – er kann nicht ohne nicht unerhebliche Modifikation unserer Baisch – Hinterkopfzeile (ich sage nur Blechschere oder Flex) untergebracht werden, was mich bislang von einer Inbetriebnahme abhielt, zumal von Baisch nach deren Insolvenz auch kein Support erwartet werden kann. Aber – der Einbau ist für die nächste Zukunft vorgesehen.

3. Melag B – Steri.

Wider mal eine Fehlermeldung. Eine neue, bislang unbekannte. Dreistellig, aber unter 200. War es „182“ ? Keine Ahnung. Egal, die Tür geht nicht mehr auf.

Der Techniker des Dentaldepots erscheint.
Wechselt ein Modul, das leicht undicht war. Der damit verbundene leichte Druckausfall führt dazu, das sich die Tür nicht mehr öffnen lässt.

„Ist das wirklich die Ursache ?“ frage ich. „Definitiv !“, antwortet der Techniker und verlässt die Praxis.

Er rollt gerade mit dem Auto von unserem Parkplatz, der Steri geht zum ersten Mal in Betrieb, es erscheint… die schon bekannte Fehlermeldung.

Anruf im Dentaldepot, Schilderung der Situation.
Der Steri wird abgeholt, er muss in die Wartung.
Sagt man.

Ich habe keine Chance, das Gegenteil zu beweisen.
Als Ersatz stellt man uns von W und H eine „Lisa“ hin.
Geht nicht viel rein, aber „sie“  ist wunderbar leise im Vergleich zum Melag.