Never ending story.

von Olaf Löffler

Über die Probleme mit unserem Belag Autoklaven haben wir bereits hier berichtet. Andere Autoren berichteten hier.

Unsere ausgebrochene Türverkleidung hatten wir bereits im do it your self Verfahren repariert. Bis jetzt hält es.

Nur beobachten wir jetzt an der Oberkante der Tür Risse. Diese werden immer länger. Nun wird der Austausch der Tür notwendig. Wie hoch die Kosten werden wissen wir derzeit nicht. Ärgerlich ist das allemal.
Für die Anschaffung eines zweiten Autoklaven planen wir nicht mehr mit Melag-Geräten.
Derzeit konzentrieren wir uns auf Lösungen der Firma Getinge. Wir werden berichten, wie sich die Geräte im Praxisalltag schlagen.

6 Gedanken zu „Never ending story.

  1. Hallo Herr Löffler,

    ich habe von diesem Problem schon von einigen Ihrer Kollegen gehört. Weiterhin habe ich erfahren, dass die Fa Melag Anfang nächsten Jahres wohl eine neue Tür anbieten will, da auch dort die Probleme bekannt sind.

    Als ich 2005 in die Dentalbranche eingestiegen bin, habe ich den Vertrieb eines kleinen Depots geleitet. Wir haben damals ausschließlich Getinge Autoklaven angeboten und die Erfahrung damit ist einfach nur gut.

    Auch wenn ich beruflich oder finanziell nichts davon habe empfehle ich immer und überall, wo wir auf dieses Thema zu sprechen kommen, Getinge Geräte. Sehr solide, überaus zuverlässig und es gibt einen Unternehmerkreis in Deutschland, der autorisiert ist, die Kalibrierung und weitere Wartung durchzuführen.

    Sollte dahingehend Interesse bestehen, so lassen Sie mich dies einfach wissen. Ich habe immer noch einen guten Kontakt zu Jan Leven von Getinge und würde Ihnen dann einen Ansprechpartner in unserer Republik nennen.

    Beste Grüße,

    Uli Baum

  2. Lieber Olaf
    die so oft zitierte Solidarität der „ Dentalfamilie“ , die anlässlich jeder IDS so gern beschworen wird, ist längst gestorben. Dein Bericht zeigt einmal wider, das fast nur noch rüde Geschäftspraktiken vorherrschen. Der Zahnarzt-Kunde zieht dabei fast immer den kürzeren.
    Gerade gestern wurde mir das auch mal wieder deutlich aufgezeigt, wobei der eigentliche Tatbestand schon 5 Jahre zurücklag. Damals, wenige Monate vor unserem Umzug in die Schweiz, gab die Gussmaschine unseres Praxislabors (ein ehemals extrem teures Degussa- Vakuum-Druckgiess-Gerät) den Geist auf. Der Fehler schien eigentlich nur auf eine Undichtigkeit hinzudeuten. Dann der Anruf beim Dentalhändler. Der Techniker informierte mich sogleich, ohne sich das Problem näher erklären zu lassen, dass an dieser Maschine keinerlei Reparaturen mehr lohnen, zumal die Herstellerfirma die Ersatzteil-Lieferung eingestellt habe. Besonderes Problem: Es gibt keine Heizung mehr dafür. Weil diese naturbedingt aufgrund de hohen Belastung in regelmässigen Abständen getauscht werden müsse, wäre dann der nächste Heizungsdefekt das absolute Ende. Eine mehrere tausend Euro kostende Überholung wäre daher nicht mehr sinnvoll. Ich habe dann einen depotunabhängigen, selbständigen Dentaltechniker überredet, sich das Gerät mal anzuschauen. Und welch Wunder, mit dem Austausch diverser Dichtungen und einer Rechnung von ca. 600 Euro lief die Maschine wieder wie neu.
    Und jetzt der aktuelle Anlass: Da es sich herausgestellt hat, dass wir hier kein Praxislabor mehr einrichten werden , verkaufe ich derzeit das Laborinventar so nach und nach. So hat sich gerade ein Goldschmied gemeldet, der die Maschine gern kaufen möchte. Bei der Besichtigung habe ich ihm natürlich gesagt, das die Heizung möglicherweise nicht mehr nachzukaufen sei. Er bat mich darum, dies noch mal zu überprüfen. Also Anruf beim hiesigen Dentalhändler: Der Techniker reagierte sehr verwundert über meine Nachfrage und informierte mich, dass diese Maschinen ganz normalen Wartungs- und Reparaturbedingungen unterliegen. Degussa liefert sämtliche Ersatzteile, auch die Heizung. Er wusste dies so genau, weil erst vor kurzen an zweien dieser Geräte eine Komplett- Revision durchgeführt wurde.
    Fazit: Man muss heute besonders als Zahnarzt sehr aufpassen, dass man nicht betrogen wird. Der in vielen Praxen bestehende Zeitdruck begünstigt solche Dinge. Allerdings lohnt es sich immer, erst mal nachzudenken und eine Zweitmeinung einzuholen, ehe man vorschnell einen Auftrag zur Neuanschaffung gibt.

    Und noch etwas: Macht es nicht Sinn, ein Dental-Wiki für solcherlei Info`s zu gründen?

    • Hallo Torsten,
      danke. Deshalb stelle ich die Informationen hier ein. Es reicht, wenn einer schlechte Erfahrungen macht und diese teuer bezahlt.
      Das wiederum sollte auch den Herstellern etwas zu denken geben und nicht den Zahnarzt und Patienten zum Betatester zu machen.
      Herzliche Grüße
      Olaf

  3. Hallo Olaf,

    hier nur kurz ein paar Zahlen und Infos, die ich ja bereits mehrfach eingestellt hatte.

    Getinge K5+ läuft seit 1.1.10 gerade Zyklus 6152 ohne Probleme. Einzige „Eingriffe“ jährlicher
    Kundendienst und Revalidierung.

    Zusätzlich läuft seit einiger Zeit ein Getinge RDG Claro, bis Vorgestern problemlos, dann ist ein „bekanntes“ Problem aufgetreten.
    In einigen Wochen sollte die Heizung getauscht werden weil ein Fehler bekannt ist mit der Heizung, leider hat sich unsere bereits vorgestern „verabschiedet“.
    DI 19:30 Fehler und sofort Anruf bei unserem Techniker – MI 12:00 Problem behoben. Der Techniker hat 4 Stunden Anfahrt und stand auf dem Weg zu uns 3 Stunden im Stau …
    Das ist Service. ;-)

    Grüße
    Andreas Habash

  4. Hatte letztens an meinem Melag 30 B auch eine nette Reparatur über mehrere hundert Euro! Ein sich als ganz billiger Plastikstreifen, der sich bei Druck einfach aufbiegt, entpuppendes „Ventil“ Hatte sich verabschiedet. Der Techniker hatte den Fehler gemacht, mir das „Ventil“ zu zeigen! Da ist doch die Obsoleszenz vorprogrammiert. Melag ist für mich gestorben.
    Beste Grüße aus Halle
    Frank Labitzke

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