Pure Keys Hygiene- Tastatur

von Hans – Willi Herrmann

Kaum zu glauben, aber im Bereich der hygienefähigen Schreibtastaturen gibt es immer noch Neuheiten, die bislang nicht den Weg in unsere Praxis gefunden haben.

Wir hatten schon Glas- Tastaturen, Silikon- Tastaturen, Kunststoff- Tastaturen mit glatter Oberfläche wie auch konventionelle Tastaturen mit volldesinfizierbaren Oberflächen im Einsatz. Selbst laserbasierte virtuelle Tastaturen konnten wir schon ausprobieren.

Die PureKeys Tastatur schlägt einen nochmalig anderen Weg ein.
Es scheint (ich kann nicht durch die äußere Hülle hindurchschauen) als sei eine konventionelle Tastatur mit einer Silikonhülle überzogen worden. Der Hersteller spricht von einer „echten Scherentastatur mit hervorragendem Tastefeedback“.

Die äußere Anmutung ?
Nicht sonderlich wertig.

Eher ein wenig ein Billig- Look, was vor allem der Silikonhülle mit den aufgedruckten Schriftzeichen geschuldet ist und dem leicht wabbeligen Gefühl, das sich einstellt, wenn man die Tastatur in die Hand nimmt. Fühlt sich so ein wenig an wie eine Cellophan- Pralinenpackung, deren Inhalt unter der Oberfläche sich ertasten lässt.

Aber dafür – was zählt is auf ´m Platz – schreibt es sich auf Anhieb deutlich schneller und besser als mit allen anderen Tastaturen, die wir bisher im Gebrauch hatten (sieht man von der Melitta- Folien- Cherry Tastatur – Variante einmal ab, die ja nur ausser Konkurrenz mitläuft). Da liegen teilweise sogar Welten dazwischen.

PureKeys- Computermäuse mit der gleichen leicht desinfizierbaren Oberfläche gibt es auch. Sogar eine leicht modifizierte Scrollrad- Variante wurde integriert, die sich intuitiv erschließt und nach kurzer Eingewöhnung schon routinemäßig zum Einsatz kommt.

Sowohl Maus als auch Tastatur gibt es als kabelgebundene wie auch kabellose Variante. Und die Geräte können preislich im Vergleich zu den Mitbewerbern gut mithalten.

Der erste Eindruck ist für mich ausgesprochen positiv.
Zum ersten Mal eine Tastatur, die sich nicht als schlechter (notgedrungen der Hygiene wegen zu akzeptierender) Schreibkomfort- Kompromiss präsentiert. So nah dran waren wie bislang noch nie am Original. Die leichten Einschränkungen, die Haptik betreffend, fallen angesichts des Hygienezugewinns nur wenig ins Gewicht.

Bliebe nur noch die Frage, wie sich die Tastaturen im Langezeittest bewähren.
Ich werde berichten.

 

Disclaimer
Vom Hersteller wurden Testgeräte kostenlos für die Dauer des Praxistestes zur Verfügung gestellt. Es besteht beim Autor kein Interessenskonflikt in Form von eigenen finanziellen Interessen oder finanziellen Interessen Dritter, die von einer positiven Berichterstattung profitieren oder eine negative Darstellung behindern.

 

PureKeys Hygiene- Tastatur

 

 

Hygiene- Tastatur – Vergleich: MediBoard / CleanBoard / Mini-CleanBoard (Keywi)

von Torsten Hatzky
Als kürzlich eine Teil-Erneuerung unserer EDV notwendig wurde, sollten die neuen Tastaturen auf jeden Fall hygienefähig sein. Bislang hatte ich aus Platzgründen in den Behandlungszimmern 12“ Notebooks, und die Hygiene habe ich bisher nur durch Disziplin eingehalten: Vor der Behandlung alle erforderlichen Info`s für den nächsten Patienten einsehen, dann erst Handschuhe an. Nach der Behandlung: Handschuhe aus und die erforderlichen Eingaben machen. Das geht schon, aber ich möchte mich nicht dafür verbürgen, dass meine Mitarbeiterinnen dies auch in jedem Fall so gemacht haben – besonders wenn ich es nicht sehen konnte ….. und wenn es mal hektisch wurde, habe ich mich auch manchmal dabei ertappt, dass ich den Weg der korrekten Vorgehensweise versehentlich verlassen hatte.

Bei meiner Recherche fand ich diesen Bericht. Beim Durchstöbern des Webshops vom Hersteller Hoffmann u. Krippner konnte ich feststellen, das es inzwischen zusätzlich zum bekannten MediBoard 2.0 zwei weitere und vor allem kleinere Tastaturen gab. Da HaWi das MediBoard in seinem Langzeitbericht sehr gelobt hatte habe ich, davon ausgehend, dass diese sich nur bezüglich der Grösse unterscheiden, gleich zwei der neuen MiniCleanBoards bestellt.

Sie wurden schnell geliefert, und wir haben sie umgehend in Betrieb genommen. Alle waren spontan vom schönen Design und der „Desinfektions- Erinnerungs-Funktion“ begeistert: Man kann die Tastatur über eine Tastenkombination ganz einfach funktionslos schalten. So können bei der Wisch-Desinfektion keine versehentlichen Eingeben gemacht werden. Danach wird sie mit derselben Kombination wieder aktiviert. Eine kleine LED schaltet von Rot auf Grün und im Hintergrund beginnt eine Zeituhr abzulaufen. Nach 180 Minuten schaltet die LED von Grün auf Gelb und zeigt , dass man doch mal wieder desinfizieren könnte. Macht man dies nicht, erfolgt nach 360 Minuten der Wechsel zu Rot, was anzeigen soll, dass man nun unbedingt desinfizieren muss, auch wenn in der Zwischenzeit überhaupt nicht dran geschrieben wurde. Einen Wechsel des Patienten kann die Tastatur natürlich nicht registrieren. Man kann aber als selbstverständlich voraussetzten, dass in Zusammenhang mit der Aufbereitung des Behandlungsplatzes die Tastatur auch gereinigt wird.

Soweit erst mal ein sehr erfreulicher Eindruck. Nach den ersten Eigaben kam aber leider die grosse Ernüchterung: Das Schreiben macht auf dieser Tastatur keine Freunde. Auch nach mehreren Tagen wurde dies nicht besser. Die Tasten lassen sich nur schwer erfühlen, da sie sich kaum vom Untergrund abheben. Folge: Man spürt nicht wo man ist, und driftet allzu oft irgendwo hin ab. Ausserdem ist der Kontakt unter den Tasten zu klein, so dass man auch deswegen allzu oft daneben trifft. Flüssiges Schreiben ist selbst für eine unserer Mitarbeiterinnen, die fließend 10-Finger-blind zu schreiben gewohnt ist, nicht möglich. Man muss immer ganz genau hinschauen, wo man hindrücken will, damit man wirklich trifft. Und dann ist auch noch der Anschlagdruck gewöhnungsbedürftig und gleichzeitig die Rückmeldung des erfolgten Tips recht unpräzise. Folge: Ich habe noch nie so viele und vor allem ungewöhnliche Tipfehler gemacht. So kam es oft dazu, dass das gleiche Zeichen zweimal getippt war, nachdem es beim ersten Anschlag nicht geklappt hatte. Dies konnten meine Mitarbeiterinnen ebenfalls bestätigen und es wurde der Wunsch geäussert, die Tastaturen zurückzugeben.

Nach Rückfrage bei der Schweizer Niederlassung des Herstellers hatte man zunächst einmal wenig Verständnis für unser Problem und ich bekam die Info, dass die Tastatur ja eigentlich nur für kurze Eingaben gedacht sei und nicht für längere Texte. Das wurde aber im Web-Shop nirgendwo zur Sprache gebracht. Jedoch bot man an, uns zwei andere Tastaturen für weitere Versuche zuzuschicken.

So hatte ich Gelegenheit, sowohl das etwas grössere CleanBoard und im Vergleich dazu auch das MediBoard zu testen. Das Foto zeigt alle drei Tastaturen im Grössenvergleich. Gleich vorab: Das etwas grössere CleanBoard hat die selbe praktische Erinnerungsfunktion, schreibt sich aber kaum besser als das MiniCleanBoard. Für kurze Eingaben ist es aber okay. Ich habe mir aber in letzter Zeit immer mehr angewöhnt, aus forensischen Gründen sehr ausführlich zu dokumentieren. So kommen doch recht schnell längere Texte zusammen, die noch dazu in kürzester Zeit geschrieben werden müssen.

Ich kann mir aber vorstellen, dass andere Kollegen dies anders handhaben und mit den CleanBoard Tastaturen hinreichend klar kommen. Sinnreich ist vielleicht auch die Anwendung am Rechner eines digitalen Röntgen-Systems, wo nur schnell die entsprechende Patientendatei geöffnet werden muss und sonst kaum andere Eingaben notwendig sind. Vom Preis her sind sie auf jeden Fall sehr attraktiv: Nur wenig mehr als die Hälfte des Preises, der für das grosse MediBoard zu zahlen ist.

Ganz anders war dann der Eindruck beim MediBoard. Hier konnten wir alle nach nur kurzer Eingewöhnungszeit fliessend längere Texte eingeben, ohne durch technische Unzulänglichkeiten bedingte Fehler. Ich selbst schreibe inzwischen überaus gern damit. Die Tasten haben offensichtlich einen aufwendigeren technischen Aufbau, was sich leider im deutlich höheren Preis niederschlägt. Die Desinfektions-Erinnerungs-Funktion bietet diese Tastatur nicht und man kann sie nicht durch Tastendruck funktionslos schalten. Weiterhin negativ: Sie nehmen leider viel Platz weg und die als Track-Pad gestaltete Maus-Funktion funktioniert mit Latex-Handschuhen nur arg widerwillig. Hier wäre noch Verbesserungspotential.

Da die anderen, zum Teil auch hier vorgestellten Optionen mir nicht so gut gefallen haben, war dann doch schnell entschieden: Das MediBoard wollen wir haben!

Nach erneuter Kontaktaufnahme mit der Herstellervertretung und deutlichem Hinweis auf die unzureichende Beschreibung im Web-Shop, erklärte man sich schliesslich doch bereit, gegen eine Bearbeitungsgebühr von 10% (für die erforderliche Neuverpackung), die bereits gelieferten Mini-CleanBoards zurückzunehmen, wenn ich dafür 2 MediBoard bestelle.

Diese haben wir nun schon mehr als 2 Wochen im Einsatz und sind bislang sehr zufrieden damit.

Disclaimer:
Es besteht beim Autor kein Interessenskonflikt in Form von eigenen finanziellen Interessen oder finanziellen Interessen Dritter, die von einer positiven Berichterstattung profitieren oder eine negative Darstellung behindern.

Hygienetastatur ohne Kompromisse

von Frank Lobeck

Nach langjähriger Suche haben wir sie endlich gefunden – die ideale hygienefähige, mit üblichen Desinfektionsmitteln wischdesinfizierbare Tastatur mit dennoch „normalem“ Schreibgefühl. Es ist die „medigenic“-Tastatur von esterline, z.B. hier erhältlich. Es handelt sich dabei wohl um eine relativ normale PC-Tastatur, die von einer dünnen, darüber gespannten Silikonhaut dicht umhüllt ist. Die Oberfläche ist völlig glatt (die Tasten sind nur „pseudo-dreidimensional“ aufgedruckt), es gibt also keine Rillen oder Nischen, in denen sich Schmutz, Staub, Bakterien oder Desinfektionsmittel ablagern könnten. Eine eigene Taste schaltet die Tastatur ab und nach Wischdesinfektion wieder ein (Leuchtdiode), nach einer Minute geschieht das automatisch. Die Schreibgeschwindigkeit ist genauso hoch wie bei einer nicht hygienefähigen Tastatur. Dazu gehört eine nach dem gleichen Prinzip (sehr leichtgängig und verlässlich) funktionierende Maus (normale Maus in dünner, glatter Silikonhülle – nicht abschaltbar, jedoch „in der Luft“ ohne Klickwirkung abwischbar). So chic wie eine Glastastatur ist die medigenic nicht, ansonsten aber wohl die perfekte Lösung für den (zahn-)medizinischen Bereich. Der Preis liegt für die „Essential“-Version bei etwa 200 Euro, für die Compliance-Version mit Tastaturbeleuchtung und Hygienesensoren und –Alarm bei etwa 300 Euro. Unseres Erachtens ist damit das „Dogma“„dass die verbesserte Hygienefähigkeit mit einer Verringerung der Schreibergonomie und Schreibeffizienz einhergeht.“ das unsere eigenen Erfahrungen bisher stets bestätigt haben (z.B. die mit dickem, dem Tastenprofil folgenden Silikon ummantelten Produkte von Man & Machine), nicht mehr gültig.

Getinge Claro (3)

von Olaf Löffler

Über den Getinge haben wir schon mehrfach berichtet.

Hier, hier und hier.

Mein Fazit bis Pfingsten:
Hier nun ein kleines Zwischenfazit nach 6 Monaten. Der Thermo läuft und tut seinen Dienst es gibt keine Probleme. Er wird bei uns mindestens zweimal täglich genutzt.

Nach Pfingsten kam es wieder anders.
Nun hat sich dies seit dieser Woche wieder geändert. Der Thermodesinfektor benötigt plötzlich die doppelte Aufbereitungszeit. Laut Hersteller ist eine Heizspirale ausgefallen.

Das wurde bereits einmal getauscht.
Ich werde berichten, was weiter passiert.

 

 

Getinge Claro (2)

von Olaf Löffler

Hier haben wir erstmals über den Geringe Claro geschrieben.

Er funktionierte genau 1,5 Wochen. Dann war Wasser unterm Thermodesinfektor.

Gleichzeitig hatten wir ein Stückchen Dichtung aus dem Thermo herausgeholt. Dies war von der Türdichtung. Angeblich spielt das keine Rolle. Nun das Wasser auf dem Sterifussboden sprach dagegen. Es sollte eine neue Tür eingebaut werden. Der Thermo stand still. 3 Tage. Solange waren die Bestellzeiten.  Zum Glück hatten wir ja noch Ersatz und unsere Ultraschallaufbereitung.
Hätten wir das nicht, könnten wir 3 Tage nicht behandeln.  Ersatz oder ein Leihgerät wurde uns nicht angeboten.
Zum Reparaturtermin kam nun heraus. Es war nicht die Tür oder Türdichtung. Ein Schlauch war undicht. Dieser musste nun neu bestellt werden. Weitere 3 Tage ohne das Gerät. Seitdem läuft das Gerät ohne Störung. Getinge hat die Heizspiralen erneuern lassen, da diese einen Herstellungsfehler hatten. Wir haben das nicht bemerkt.

Was uns auffällt. Die Reinigungleistung mit der Ultraschallaufbereitung ist besser. Im Moment müssen wir vor allem mit Etikettenresten von der Sterilgutauszeichnung kämpfen. Diese werden nicht vollständig entfernt. Das war mit der Ultraschallaufbereitung kein Problem.
Die Hand- und Winkelstücke müssen vor der Pflegemaschine ausgiebig von den Wasserresten im Inneren befreit werden. Dazu haben wir eine Druckluftpistole installiert. Die Durchlaufzeiten im Steri haben sich verlängert. Deshalb mussten wir  Übertragungsinstrumente nachkaufen und mehr Trays anschaffen.

 

Kleine Helfer

von Olaf Löffler

Übertragungsinstrumente sind Instrumente mit hohem Pflegebedarf. Zudem sind diese kostspielig. Nicht unbedingt als einzelnes Instrument sondern in der Summe der Kosten aller Instrumente, die einen reibungslosen Praxisablauf nach RKI Richtlinien notwendig sind.
Besonders ärgerlich ist dann, daß die Hand- und Winkelstücke etc. reparaturanfällig sind und das täglich mehrmalige Sterilisieren dies noch verstärkt.
Mittels einer Pflegemaschiene (iCare NSK) haben wir in unserer Praxis in den letzten Jahren deutlich längere Betriebslaufzeiten erreicht. Das Gerät sterilisiert und desinfiziert nicht. Es pflegt lediglich mit Öl und davor werden die Instrumente mit Druckluft ausgeblasen. Die Desinfektion erfolgt im Thermodesinfektor und die Sterilisation im Autoklav.

Wir mussten feststellen, daß diese Druckluft der Pflegemaschiene nicht ausreicht um die Übertragungsinstrumente aus dem Thermodesinfektor vollkommen wasserrestefrei auszublasen. Deshalb haben wir uns eine separate Druckluftpistolen mit Adapteranschlüssen bestellt. Damit können wir die Winkelstücke kräftiger und länger ausblasen. Dort wo Wasser ist, wird später kein Pflegeöl hinkommen und das wird wiederum zu Schäden am Instrument führen.
Es ist erstaunlich wieviel Wasser noch in den getrockneten Hand und Winkelstücken verblieben ist.

Getinge Claro

von Olaf Löffler

Nun ist er da. Und es war mal wieder so, wie wir es immer wieder erfahren. Man kauft ein Produkt und bekommt sofort notwendige Erweiterungen genannt damit das Produkt seine Funktion optimal erfüllt.
Das erleben wir in den letzten Jahren immer häufiger und in immer größerem Ausmaß. Man denke nur an den Flughafen Berlin Brandenburg und die Kostensteigerungen bei dem Leipziger Citytunnel oder beim Paulinum der Universität Leipzig.

In unserem Fall war es so, daß das von Getinge (Messepreis zur Fachdental) uns geschenkte Rampe nicht wirklich so hilfreich ist, wie gedacht. Rampe ist das Gestell, welches zur Aufnahme von Übertragungsinstrumenten und Hohlkörpern, wie Absaugkanülen gedacht ist. Immerhin war das ein Geschenk Höhe von Netto € 1600,00.

Die Größenangaben  des Gerätes, welche mir auf der Fachdental genannt wurden stimmten nicht. Ebenso waren die Angaben zur Installationsvorbereitung nicht genau. Das sind Probleme, welche Getinge unbedingt lösen muss. Bei uns konnte dies durch die Installationsfirmen noch geändert werden. Aber es hinterlässt einen wenig professionellen Eindruck, wenn immer improvisiert werden muss.

Hier unsere Eckpunkte für eine erfolgreiche Installation.
Installationsnotwendig sind:

  • Stromanschluss 400 V steckbar,
  • einmal Wasseranschluss,
  • zwei mal Abwasser Abfluß Waschmaschine,
  • Nachbarschrank mit Aufnahme für Reinigungschemie oder Unterbau für Thermodesinfektor
  • Höhe 85cm, Breite 60cm, Tiefe mindestens 63cm

Zum Gerät selber.
Es funktioniert und macht einen soliden Eindruck. Der Thermo erinnert ein bisschen an die ersten Volvos aus Schwedenstahl, nicht so ganz auf Maß passend aber äußerst robust. Die Einstellung der Reinigungschemie scheint zu stimmen und die Instrumente werden in den Waschtrays sehr gut gereinigt. Vorausgesetzt man hat eine Vorreinigung bereits im Sprechzimmer getätigt. Vorreinigung heißt, anhaftende Materialreste sofort abwischen.
Die Trocknung funktioniert hervorragend. Lediglich die Übertragungsinstrumente sollten noch mit Luft im Inneren getrocknet werden. Danach geölt und sterilisiert.

Für Hohlkörper und Übertragungsinstrumente haben wir die Dental Rampe von Medides (hier bereits vorgestellt) installiert. Wir werden weiter berichten.

Getinge WD 15 Claro

von Olaf Löffler

Eigentlich wollte ich heute über unseren neuen Getinge Claro WD15 Thermodesinfektor schreiben. Doch es gibt noch nicht viel zu schreiben. Außer…

Das Gerät im September bestellt, war erst jetzt lieferbar.
Zum Einbau ergab sich ein neues Problem. Das Gerät ist 85cm hoch. Die deutschen Einbaumaße sind 82,5 cm.
Wir müssen jetzt schnell die Möbel anpassen und auf das neue Einbaumaß bringen. Diese Überraschungen sind unschön. Für die Zukunft heißt das jetzt alle Maße bei Geräten, welche neu angeschafft werden vorher zu erfragen und sich nicht auf die Angaben „passt schon“ zu verlassen.

Hygiene in der Praxis

von Olaf Löffler

Aufregung herrscht, wenn Praxisbegehungen angekündigt werden. Grund sind die aktuellen Richtlinien und dazu differierenden Auslegungen von Zahnarztfunkionären und Hygieneexperten, bzw. solcher die meinen dies zu sein.
Der Zahnarzt steckt in einer Zwickmühle. Die Verantwortung trägt er allein.
Die Anforderungen in den letzten Jahren sind geradezu explodiert. Die gegenüberstehende Honorierung wird diesen Kosten in der Praxis nicht gerecht. Nun fragt man sich welche dramatischen Ereignisse liegen vor, daß die plötzlich erhöhten Forderungen notwendig macht.

In der jüngeren Geschichte fällt einem neben der BSE-Kriese vor allem die EHEC Erkrankungen wieder ein. Ein Grund für mich da noch mal nachzuschauen, was war und was wurde getan. Bei der Recherche kommt man unweigerlich bei foodwatch heraus. Thilo Bode, bekannt durch Greenpeace Deutschland ist der Gründer und Geschäftsführer von foodwatch.

Foodwatch prangert die Aufarbeitung der EHEC Epedemie an und bringt einige Hintergundinformationen und Hinweise an die Öffentlichkeit. Für mich ist dies Information genug um die Aktion zu unterstützen und nachdenklich zu werden in Zeiten von QM und RKI Richtlinien…

PractiPal

von Olaf Löffler

Die Fachdental in Leipzig wollte ich zunächst nicht besuchen. Nachdem ich aber in den Messejournalen las, daß die Firma Geringe vertreten sein wird nahm ich mir doch etwas Zeit für einen Besuch.

Wir beabsichtigen einen weiteren Autoklaven anzuschaffen und haben uns für den Getinge 5+ entschieden. Mit seinen kurzen Aufbereitungszyklen und der großen Trayaufnahme erscheint er uns genau richtig. Nun hoffen wir, daß er im Alltag neben unserem Melag bestehen wird.

Getinge stellte auch Thermodesinfektoren aus und dazu konnte man sich Trays der Firma Directadental anschauen. Diese interessanten Traylösungen möchte ich Ihnen diese nicht vorenthalten. Hier finden Sie viele Informationen in Deutsch, Englisch und natürlich der Landessprache Schwedisch. Den aktuellen Flyer als pdf kann man hier erhalten.

Die Kosten dieser Trays liegen allerdings deutlich über vergleichbaren Trays aus der Zirc Reihe der Firma Loser. Kommentare zu anderen Wasch-Trays oder Erfahrungen mit den genannten Trays sind ausdrücklich erwünscht.

Infratronic Desinfektionsspender – Langzeitupdate

von Hans – Willi Herrmann

Kaum zu glauben, das wir schon bald 4 Jahre mit dem Infratronic -Desinfektionsspender arbeiten sollen.

Eine Empfehlung des Kollegen Andreas Mrohs für die ich an dieser Stelle wieder einmal Danke sagen möchte, nachdem zuvor berührungsfreie Spender eines anderen Herstellers schon nach wenigen Monaten ihren Dienst quittiert hatten.

Die Ergebnisse nach dem ersten Jahr mit dem Infratronic – Spender waren vielversprechend, aber seitdem ist eine lange Zeit vergangen.

Was hat sich seitdem geändert ?
Nichts.

Nachwievor verrichtet der Spender einwandfrei seinen Dienst.

Grund für uns, die gesamte Praxis (Behandlungszimmer,Steri, Labor, Röntgenraum, Patiententoilette und Eingangsbereich) mit berührungsfreien Spendern von Infratronic auszurüsten.

Muss ich mehr sagen.
Eigentlich nicht.

 

AH Temp – Calciumhydroxid- Material von Maillefer

von Hans – Willi Herrmann

Maillefer schreitet  auf dem Weg zum endodontischen Vollsortimenter weiter voran und bringt zur IDS 2013 unter dem Namen AH Temp ein Calciumhydroxid – Material auf den Markt.

Im Vergleich zu den Mitbewerbern soll sich das Präparat durch bessere Fließfähigkeit und längere Haltbarkeit nach Anbruch der Packung auszeichnen.
Auch die Hygieneproblematik hat man bedacht und liefert lobenswerterweise die Applikationsspritze mit Einmalhüllen aus.

IC Keys- Hygiene Tastatur im Praxistest

von Hans – Willi Herrmann

14 Tage lang hatte uns der Hersteller IC medical seine IC Keys- Tastatur zum Testen zur Verfügung gestellt.

Ich habe gerne mit ihr geschrieben.
Von den hygienefähigen Tastaturen ist sie mir als am angenehmsten in Erinnerung geblieben, wenngleich sie mir – aus der Erinnerung heraus – der Cleankeys – Tastatur nicht unähnlich erschien.

Viel- und Schnellschreiber wie ich werden ihre gewohnte Schreibeffizienz damit nicht erreichen können. Der fehlende Druckpunkt und die nicht vorhandenen Tastenerhebungen bringen mit sich, dass die Finger keinerlei haptische Orientierung erfahren. Blindschreiben ist also nicht und auch die akustische Rückmeldung des Tastendrucks alleine ist nicht ausreichend.  Permanenter Sichtkontakt zur Tastatur ist demnach empfehlenswert. Wer dem ohnehin bedarf, so die Rückmeldung meiner Assistentinnen, der erlebt dies nicht als Nachteil, ist  mit dem Schreibkomfort vollends zufrieden.

Was die Hygienefähigkeit angeht, so ist die Tastatur im Vergleich zu  konventionellen Konzepten unerreicht. Das wir dann doch wieder (zumindest vorübergehend) zur Melitta – Folie als Einwegabdeckung zurückgekehrt sind, ist vor allem der Tatsache geschuldet, dass bei einem Preis von netto 299 Euro das Investitionsvolumen für unsere Praxis – man verzeihe mir den nostalgischen Rückgriff – über 3500 DM beträgt. Nur die potentiell kontaminierbaren Bereiche berücksichtigt, wohlgemerkt. Würden wir auch noch Anmeldung und Büro mit diesen Tastaturen ausstatten, würde sich die Investitionssumme noch einmal deutlich erhöhen.

Dafür kann man schon einiges an Melitta – Folie kaufen und noch ein wenig länger nach Alternativen Ausschau halten, zumal, pünktlich nach gerade mal 14 Tagen der mitgelieferte fabrikneue Batteriesatz  der 2,4 Gigahertz Funktastatur aus Kapazitätsgründen seinen Geist aufgab. Für mich überraschend, wenn man bedenkt, dass die seit Jahren bei uns verwendeten Apple  – Tastaturen mit einer einzigen Batteriebestückung mehrere Monate halten,  entspricht jedoch  ziemlich exakt den vom Hersteller gemachten Angaben von 60 Stunden Betriebsdauer und ist vermutlich für die meisten Betreiber ohnehin unerheblich, da diese die Tastatur kabelbetrieben nutzen.

Hygienefähige Tastaturen in der Zahnarztpraxis – ein Vergleich

von Hans – Willi Herrmann

Über die reine Behandlungstätigkeit hinaus fallen administrative Arbeiten in der Zahnarztpraxis an, sei es die Notwendigkeit der Dokumentation als auch der Erfassung der angefallenen Abrechnungspositionen.  Dies geschieht heute zum größten Teil im Behandlungszimmer, teilweise während der Behandlung. Dadurch kommt es gegebenenfalls zu einer Kontamination der Computertastatur. Und daraus ergibt sich die Notwendigkeit der Reinigung, will man nicht Gefahr laufen, Keime im Sinne einer Kreuzkontamination von einem Patienten auf den anderen zu übertragen.

Normale Computertastaturen sind für eine Reinigung nicht geeignet.
Desinfektionsmittel können Schäden an der Tastatur verursachen und dabei geht es nicht allein um Schäden durch agressive Desinfektionsmittel, sondern vielmehr alleine durch Kurzschlüsse bei Feuchtigkeitszutritt, weil diese Tastaturen nicht gegen Feuchtigkeit abgekapselt sind.

Lösung 1 – Die „normale“ Computertastatur

Schreibgefühl/ Schreibkomfort – sehr gut

Kosten – ab wenigen Euro

Reinigungsfähigkeit  – nicht gegeben

…scheidet also aus. Was wären die Alternativen und wie schneiden diese ab ?

Lösung 2 – Cleankeys – Glastastatur

Kosten: Um 300 Euro (aus der Erinnerung)

Reinigungsfähigkeit – optimal

Schreibgefühl/ –  suboptimal, gewöhnungsbedürftig  – es gibt keine Tasten- nur Schreibflächen. Dementsprechend fehlt jeglicher Druckpunkt und damit auch eine taktile Rückmeldung beim Schreiben. Zwar gibt es ein akustisches Signal beim Schreiben, dass im Sinne einer Rückmeldung das Treffen des Schreibfeldes signalisieren soll, aber das ist nur ein schwacher Ersatz für das fehlende Schreibgefühl. Dennoch  – wenn man sich an die Tastatur gewöhnt hat, dann kann man damit akzeptabel gut arbeiten, man verfasst ja keine Romane, sondern nur kurze Eingaben und dafür ist die Tastatur okay. Ein Touchpanel als Mausersatz ist integriert.

Lösung 3 – Silikon Roll -Tastatur

Kosten: ca. 10 – 15 Euro

Die bei  Pearl erhältliche Tastatur ist wasserdicht.
Und somit desinfizierbar im Sinne von „sie funktioniert ohne Probleme weiter“, wenn man dies tut. Das Schreibgefühl  wurde in der Praxis unterschiedlich beurteilt. Es gab Mitglieder des Praxisteams, die damit lieber schrieben als mit der Cleankeys – Tastatur, was ich für mich nicht bestätigen kann.  Mir war der Druckpunkt der Tasten zu fest und ungenau, zumal die Wackligkeit der Tasten ein reproduzierbares Schreiben zusätzlich erschwerte. Aber auch die scheinbar vorhandene Desinfektionsfähigkeit hält einer genaueren Betrachtung nicht stand. Fakt ist nämlich, dass die herausragenden Tasten eine vollständige Desinfektion nicht zulassen. Man kommt schlicht und einfach nicht in die vielen vorhandenen Ritzen zwischen den einzelnen Tasten. Das Foto zeigt die Staubansammlung der ungenutzten freiherumliegenden Tastatur nach mehreren Monaten. Eine Tauchdesinfektion der gesamten Tastatur wäre denkbar, dass hierfür notwendige Szenario (Bereithaltung und Tausch mehrerer Tastaturen im Wechsel, Einrichten eines ausreichend großen Tauchbades, in dem die (rollfähige)Tastatur eingebracht wird), ist jedoch nicht wirklich praxisgerecht, weil aufwändig.

Lösung 4 – Cherry – Tastatur mit Silikon – Schutzhülle

Kosten ca. 80 Euro.

Schreibgefühl / Schreibkomfort – sehr gut, wie wir es von diesen Tastaturen gewohnt sind. Die Silikonhülle, über deren Preis man besser nicht sinniert oder gar versucht, ihn mit Materialaufwand und Herstellungskosten zu rechtfertigen, behindert nicht beim Schreiben. Die Silikonhülle hält auch lange, Bedenken das nach wenigen Wochen der Überzug undicht und damit nicht mehr zu gebrauchen wäre, sind unbegründet. Das Reinigungsmanko bleibt aber auch hier und wer nach einiger Zeit die Hülle von der Tastatur abzieht, der sieht, wieviel Schmutz sich dort im Laufe der Zeit ansammelt. Lösungsansatz wäre hier ähnlich wie bei der Silikontastatur die Tauchdesinfektion der Schutzhülle in einem speziell dafür vorgesehenen Tauchbad.

Lösung 5 Keywi – Tastatur

Kosten ca. 300 Euro.

Das Schreibgefühl mit der Keywi – Tastatur  ist ebenfalls gewöhnungsbedürftig und mit einer guten Computertastatur wie der Cherry-Tastatur nicht einmal annähernd vergleichbar. Im Gegensatz zur Cleankeys Tastatur sind jedoch kugelsphärenartige, linsenförmige Tasten vorhanden wie bei den guten alten Dieter Rams Braun – Taschenrechnern. Sie verfügen über einen Druckpunkt, es bedarf jedoch einer deutlichen, bewußten Kraftanstrengung, um das Schreiben eines Buchstabens auszulösen. Ein Touchpanel als Mausersatz ist integriert.

Was die Deinsfektionsfähigkeit angeht, so ist diese grundsätzlich gegeben, ähnlich wie bei der Cleankeys- Tastatur. Längerfristig muss sich aber zeigen, ob der Materialmix aus Kunststoff und Silikondichtung den Desinfektionsmitteln trotzen kann, ohne Veränderungen zu zeigen.

Lösung 6 – „Der  Christo – Melitta Wrap“

Einpacken einer handelsüblichen Computertastatur mit einer hauchdünnen transparenten „Melitta“ – Folie.

Nachdem alle Schreibarbeiten beim jeweiligen Patienten gemacht worden sind, entfernt man die dünne Plastikfolie und ersetzt diese durch eine neue. Auch so kann eine Kreuzkontamination vermieden werden. Diese Lösung hat darüber hinaus den besonderen Charme, dass der Behandler, sofern er persönlich  nach Ende der Schreibtätigkeit die Folie entfernt, sich sicher sein kann, dass die neu adaptierte Folie bislang unkontaminiert ist. Dies ist sogar ein Vorteil gegenüber allen bislang genannten Verfahren, den eine per se reinigungsfähige Tastatur garantiert ja nicht automatisch, dass die Reinigung auch wirklich erfolgt ist.

Nachteilig bei der Melitta – Folien Variante ist, dass die Folie bei entsprechendem Lichteinfall spiegelt und, sofern sie nicht fest genug adaptiert wurde, beim Schreiben an den Fingern leicht kleben bleiben kann. Beides ist tolerierbar, aber gegebenenfalls nervig. Je öfter es vorkommt, umso mehr.

Lösung 7 Handschuhwechsel

Einfach, setzt aber – und da liegt bei aller Banalität die Schwierigkeit – höchste Disziplin voraus. Zum Schreiben ausnahmslos die Handschuhe ausziehen und nach dem Schreiben die Handschuhe wieder anziehen bzw. neue Handschuhe anziehen. So verfahre ich, weil es, insbesondere bei warmen Temperaturen deutlich schneller geht. BTW wer so verfährt, hat nach entsprechender Zeit die Kosten für eine hygienefähige Tastatur in Wechselhandschuhe gesteckt.

IC Keys „Hygienetastatur“

von Hans – Willi Herrmann


Über den Einsatz unterschiedlicher Tastaturen in der Zahnarztpraxis habe ich schon des öfteren berichtet.

Ein weiterer Zwischenbericht steht zur Veröffentlichung bereit, aber jetzt  ist mir noch folgende Alternative in die (bislang nur sprichwörtlichen) Hände gefallen.

Es handelt sich um die IC-KEYS- Tastatur. Diese ist  wasserdicht und kann lt. Aussage des Herstellers IC medical jederzeit mit Wasser und Reinigungsmitteln gereinigt und mit allen handelsüblichen Desinfektionsmitteln desinfiziert werden kann. IC-KEYS ist wasserdicht nach Schutzart IP 64.

Zur Reinigung  wird die Tastatur  über eine Tastenkombination gesperrt.

Für uns hat die Tastatur ihren Reiz in der Möglichkeit der Wireless – Anbindung, da unsere Rechner teilweise weit weg vom Behandlungszimmer stationiert sind und die Verbindung von Tastatur und Maus über mittlerweile vorsintflutliche PS2- Steckverbindungen erfolgen muss. Zur Verfügung stehende USB – Adapter funtionierten nicht dauerhaft zuverlässig, notwendige Resets der PC´s waren immer mal wieder die Folge, ein nicht akzeptabler Zustand.

Empfohlen wurde mir  die IC Keys – Tastatur durch DentalSynergie, den Deutschland- Vertrieb der WamKey -Produkte.

Ich hoffe, demnächst auch über praktische Erfahrungen berichten zu können. Der Preis wird gegenwärtig mit 299 Euro + MWS  angegeben und bewegt sich damit im Bereich der Mitbewerber.

Rimbacher Latex (3)

von Olaf Löffler

In diesem Artikel wurde bereits über den etwas Anderen, aber nützlichen Einsatz des oben genannten Produktes berichtet.
Bei uns hat sich dieses Produkt ebenfalls als Schutzhülle der Sanyo Kamera E60 bewährt.
Dazu muß man lediglich nach dem „Aufziehen“ auf die Kamera das Objektiv freischneiden.
Wichtig dabei ist, daß man den Schnitt in vertikaler Richtung führt und nicht horizontal!

Anbei einiger Bilder.

Crystal Tips – Update

von Hans – Willi Herrmann

Unser ehemals riesiger Vorrat an Riskontrol- Ansätzen der Firma Acteon (gekauft, um die Praxis mit kostenlosen Adaptern ausrüsten zu können)  ging langsam zu Ende.
Das hatte ich schon länger zum Anlass genommen, mich nun intensiver mit den Crystal Tips – Ansätzen zu beschäftigen. Vielleicht erinnern sie sich – ich hatte die Crystal Tips auf der  Info- Dental in Frankfurt im November 2010 kennengelernt und der erste Eindruck in der Praxis, hier beschrieben, war vielversprechend. Alles funktionierte einwandfrei, lediglich die Länge der Kanülen hatte ich als zu lang empfunden.

Und genau das ist jetzt geändert, es gibt zwei Varianten, Crystal Tip Original und Crystal Tip HP, letztere 2,5 cm kürzer als die Standard – Variante.

HP steht im Übrigen für High Pressure.
Diese Kanülen weisen lediglich 2 Luftkanäle auf gegenüber 4 Luftauslässen bei der Original- Kanüle. Ein höherer Luftdruck soll das Resultat sein. Warum diese Änderung ? Je nach Adapter kam es mit den Original- Kanülen zu einem deutlich feststellbaren Druckluftabfall gegenüber dem Original- Ansatz.  Die Modifikation soll nun dies beheben.

Kurze Kanüle, 4 Luftauslässe.

Das wäre eigentlich meine Traumkombination, denn ich war mit dem Luftausstoss an meinen Sirona Sprayvit – Spritzen eigentlich zufrieden.
Gibt es noch nicht, soll aber in absehbarer Zeit erhältlich sein.
Es ist nämlich von Herstellerseite geplant, sowohl die kurze wie auch die lange Variante als normale und HP – Variante anzubieten. Dann sollte eigentlich alles perfekt sein. Fast zumindest – bei der Riskontrol habe ich es als vorteilhaft empfunden, die Spitze biegen zu können. Das geht bei der Crystal Tip nicht in gleichem Maße, wenngleich im Schaftbereich sehr wohl eine gewisse Biegung möglich ist. Dafür ist der Kopf wesentlich kleiner als bei der Riskontrol, und der Adapter ist drehbar, was die geringere Flexibilität ausgleicht, für manche Anwender sogar überkompensiert.

Nachwievor gibt es die Crystal – Tip Ansätze (einschließlich kostenloser Adapter) nur im Direktvertrieb. Bei Interesse wenden Sie sich an CRYSTAL TIP GERMANY / EUROPE

Soren & Lars Schneider
Wettiner Strasse 5

04105 Leipzig

Oder  direkt per eMail über:

wr.germany@me.com

Ausserdem  existiert eine kostenfreie Nummer zur Bestellung für Anrufe aus dem Fest- oder Mobilfunknetz:

0800 801 12345

Wäre noch der Preis.
Den hatte ich günstiger in Erinnerung.
Ein schneller Preischeck ergab Kosten von 13 Cent für die Riskcontrol und 23 Cent für die Crystal Tip. Sind sie den Aufpreis wert ?  Ich werde es ausprobieren. Bislang funktioniert alles einwandfrei. Meine Riskontrol – Adapter habe ich dennoch erst mal nur beiseitegelegt, um sie gegebenfalls reaktivieren zu können.

Markierte Spritzen

von Hans – Willi Herrmann

Endlich.

Endlich gibt es farbig markierte Spritzen in 4 verschiedenen Farben.

Seit Jahren suchte ich danach, um die NaOCl- , EDTA, Alkohol- Spritzen zum Spülen der Wurzelkanäle schon von weitem eindeutig und sicher unterscheiden zu können.

Was hatte ich nicht schon alles ausprobiert. Weisse und grüne Spritzen verwenden ? Mindestens eine Farbe zu wenig. Blaue Spritzen als dritte Farbe verwenden ? Leider ohne Luer Lock, geht also nicht. Unterschiedliche Größen ? Ginge, sieht aber zusammengestoppelt aus.

Am ehesten noch kam ich meinen Vorstellungen nahe mit einer Beringung der Einweg – Luerlock – Spritzen mittels farbigem Kunststoff – Klebeband. Aber so ganz zufrieden war ich damit noch nicht. Gummiringe als Markierung ? Als Einmalartikel zu teuer, zu wenig sichtbar.

Letztendlich liess ich Kunstoffklebe – Ettiketten herstellen. Das funktioniert einwandfrei und gut. Das Datum der Abfüllung und die Initialien des Abfüllenden werden auf dem Etikett vermerkt, unterschiedliche Abfüllungen mittels farbiger Verschlussstopfen gekennzeichnet für ein „First in, first out“.

Wenn Coltene jetzt auch noch bereit wäre, neben den 10 ml Spritzen kleinere Spritzen anzubieten (wir verwenden 5 ml Spritzen, weil diese einen geringeren Stempeldruck aufweisen, eine Vorsichtsmassnahme, um einen NaOCL – Zwischenfall nicht zu provozieren).

Dann wärs ja fast perfekt und ich würde die Klebeetiketten vielleicht weglassen.
Fehlt nur noch ein günstiger Preis für die Spritzen.
Ich muss gestehen, ich hab vergessen, zu fragen, was die Spritzen kosten.

Ich werds nachholen, am Freitag auf der Jahrestagung.
Passend zu den Spritzen gibts von Coltene einen Spritzenwärmer. Er sieht einem in USA bei  Vista Dental erhältlichen Gerät zum Verwechseln ähnlich und scheint sehr gut zu funktionieren. Darüber wird hier bei WURZELSPITZE am Samstag Andreas Habash berichten, der seit einigen Wochen schon mit diesem Gerät arbeitet.

Statements zum Single Use von Endo – Instrumenten

von Hans – Willi Herrmann

Nachfolgend 2 Statements zur Frage der Einmalverwendung von Wurzelkanalinstrumenten, zum einen (via ROOTS durch Rob Kaufmann) eine aktuelle Stellungnahme der CAE zusammen mit der AAE. Es gibt auf der CAE – Homepage ein PDF – Dokument zum Herunterladen mit dem offiziellen Paper, allerdings passwortgeschützt. Die CAE schreibt::

„A concern had arisen in Alberta regarding the ability to sterilize and reuse packaged instruments marked as single use only.  Recognizing the importance of preventing cross contamination and transmission of disease, the AAE and CAE struck a joint committee to investigate the scientific basis for the endodontic instrument packages labeled single use only.

The final report endorsed by the executive committees of both the CAE and the AAE is an official position paper of both national organizations.  The findings of the report are that the most consistent and effective infection control protocol appears to be one that includes hand and ultrasonic cleaning of instruments immediately after use, followed by processing in an autoclave that is constantly monitored to assure sterility.  These methods appear to be effective in eliminating disease transmission caused by most microorganisms found within the root canal system but have been shown to be less effective in eliminating prion protein.  However, based upon best current scientific evidence and the very low risk of prion transmission to patients during endodontic treatment in the USA and Canada, the Special Committee on SUI feels that it is not currently warranted for clinicians to change the way in which they select endodontic files and reamers for re-use and sterilization.  The Special Committee does recommend that practitioners prepare and sterilize instruments for re-use in accordance with „best evidence“ currently available (See references).

The CAE and AAE  take this opportunity to thank the committee members, Dr. Gary Hartwell, Chair, Dr. Walter Bowles, Dr. Ove Peters, Dr. Marshall Peikoff, and Dr. Calvin Torneck, who worked on behalf of the dental profession to address this issue.

This position paper will be widely distributed in Canada to inform dentists and regulators. The CAE Standards of Practice document reflecting the standard of care will also reference the position paper. The Standards of Practice document is currently being updated, it will be distributed to our membership in 2012.“

Die zweite Stellungsnahme (des UK DHSSPS) ist vom April 2007. Sie lautet wie folgt:

„To

All General Dental Practitioners Clinical Directors of Community Dental Service Dental Directors and Consultants in Dental Public

Health HSSBs Head of School and Clinical Director, School of Dentistry Chief Executives of HSSBs Chief Executives of Trusts

Dear Colleague

T el: Fax: Email:

Your Ref: Our Ref:th

IMPORTANT: ADVICE FOR DENTISTS ON RE-USE OF ENDODONTIC INSTRUMENTS AND VARIANT CREUTZFELDT-JAKOB DISEASE (vCJD)

This letter is being issued to advise all dentists that endodontic files and reamers must be treated as single use instruments. This advice follows on from preliminary findings from research in progress by the Health Protection Agency in England. Similar advice in relation to single use of endodontic files and reamers has been issued in England, Scotland and Wales.

Background

Previous risk assessments for the transfer of vCJD infectivity via dental surgery have concluded that the risk is low. In 2006, the Spongiform Encephalopathy Advisory Committee (SEAC) issued a position statement on vCJD and endodontic dentistry based on a revised risk assessment produced by the Department of Health. The SEAC statement noted that there were uncertainties around the data and assumptions underpinning the assessment but that research underway should address some of these uncertainties. They recommended that “Once the research is complete and/or other data became available, the risks should be reassessed. A watching brief should be maintained”.

The SEAC statement concluded, “It is unclear whether or not vCJD infectivity can be transmitted via endodontic files and reamers. However, given the plausibility of such a scenario and the large number of procedures carried out annually, it would be prudent to consider restricting these instruments to single use as a precautionary measure. Since sufficiently rigorous decontamination of these instruments is difficult, single use of these instruments would eliminate this risk, should it exist”.

Date:

18April 2007

The Department of Health has now received preliminary findings from research in progress by the Health Protection Agency. Early results from studies in mice suggest that TSE (Transmissible Spongiform Encephalopathies, the group of diseases that include BSE, vCJD and scrapie) infectivity can be found in dental tissues. The research is ongoing and further advice is being sought form SEAC. However, the results support the possibility that files and reamers could pose an effective route of transmission of infection, and therefore support the restriction of these instruments to single use on a precautionary basis in order to reduce any risk of vCJD transmission.

This risk needs to be seen in context. Since 1996 there have been 165 cases of vCJD in the UK .There are approximately 1 million NHS endodontic treatments undertaken every year in England and Wales, 125,000 in Scotland and 50,000 in Northern Ireland. There is however no current evidence of vCJD being transmitted by any form of dentistry.

Advice

All dentists must ensure that endodontic files and reamers are treated as single use instruments. In view of the microbiological evidence which shows that endodontic reamers and files cannot be reliably decontaminated it is advised that these instruments be treated as single use and disposed of appropriately after each patient. This should be done whether or not the instruments are labelled as single- use.

The DHSSPS will review the resource implications for the general dental services.

Further advice on local decontamination procedures will be issued soon from the DHSSPS.

Yours sincerely

Donncha O’Carolan

Dr Michael McBride“

Mehrfachinstrumente oder Single Use: Stand der Diskussion

von Hans – Willi Herrmann

„Mehrfachinstrumente oder Single Use: Stand der Diskussion“ – Das war der Titel eines Fachvortrags von Prof. Edgar Schäfer (Münster) im Rahmen des 11. Quintessenz Endosymposiums, das vom 08. – 09. April 2011 in Berlin stattfand.

Nachfolgend ein paar Statements aus dem Vortrag:

  • Laut Medizinprodukte-Betreiberverordnung (MpBetreibV) § 4, Absatz 2 Satz 3 (….Eine ordnungsgemäße Aufbereitung nach Satz 1 wird vermutet, wenn die gemeinsame Empfehlung der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention am Robert Koch-Institut und des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte zu den Anforderungen an die Hygiene bei der Aufbereitung von Medizinprodukten beachtet wird.)  ist das Robert Koch Institut für uns Zahnärzte  die Richtlinien festlegende Instanz.
  • Endodontische Handinstrumente werden gegenwärtig als kritisch A, rotierende Endo – Instrumente als kritisch B eingestuft. Die Differenzierung ist wissenschaftlich nicht haltbar und so ist zu rechnen, das in zukünftigen Abänderungen diese Ungleichheit beseitigt wird.
  • Kritisch B – Instrumente, demnach alle rotierenden Nickel – Titan – Instrumente, müssen validiert maschinell aufbereitet werden. Mindestens 10 Minuten im Thermodesinfektor bei 93 Grad Celcius. Anschließend Sterilisation im B – Sterilisator.
  • Extirpationsnadeln sind schon heute nach RKI Einpatienteninstrumente, da nicht wiederaufbereitbar.
  • Findet die Instrumentenwiederaufbereitung gemäß den Herstellerangaben nach DIN EN ISO 17664 statt, übernimmt der Hersteller die Verantwortung für das Gelingen der Reinigung. Besagte ISO – Norm legt dem Hersteller die Verpflichtung auf, dass er für jedes Instrument eine dezidierte Anweisung zur Wiederaufbereitung vorlegen muss oder gegebenenfalls die Instrumente als Einmalinstrumente ausweist. Gibt es eine solche dezidierte Wiederaufbereitungsanleitung nicht, darf das Instrument nicht in den Verkauf gelangen. Insofern müsste jeder Hersteller   Anleitungen für alle seine Instrumente haben.
  • Die Aufbereitungspflicht für die Dokumentation der B  – Sterilisationsvorgänge in der Zahnarztpraxis  beträgt 30 Jahre.
  • Die Materialkosten für rotierende Nickel – Titan – Instrumente sind gemäß GOZ berechenbar, sofern die Kosten für die Instrumente den Betrag von 16 – 17 Euro überschreiten. Zur Unterstützung dieser Aussage wurden die Aktenzeichen mehrerer Gerichtsurteile genannt.

Rimbacher Latex (2) oder „Zusammen ist man weniger allein“

von Hans – Willi Herrmann

Als Hygiene – Hüllen für das Dentalmikroskop Zeiss Pro Ergo haben sich bei uns Schutzhüllen von Rimbacher Latex bewährt.

Könnte ich schreiben und es damit gut sein lassen.

Aber das wäre nur die reine Sachinformation und in Wirklichkeit, wie immer im Leben, gibt es eine Geschichte, die dahinter steht und die ein wenig reflektiert, warum es Sinn macht, einen Blog wie diesen zu betreiben.
Also hole ich weiter aus: Vor einiger Zeit hat an dieser Stelle Oscar von Stetten über den Einsatz von Kondomen als Hygienehülle für das Zeiss Pro Ergo berichtet.

Zu dieser Zeit verwendeten wir ebenfalls zweckentfremdete Hygienehüllen für dieses Mikroskop.
Allerdings aus dem Dentalbereich, nämlich Hüllen unserer Bluephase UV – Lampe. Kondome hatten wir auch als Mikroskopschutz  ausprobiert, aber die von uns verwendeten waren nicht optimal, was nicht nur damit zusammenhing, dass man besagten Hüllen ihre Herkunft zu offensichtlich ansah, sondern vor allem auch damit, dass sie die Funktion der Kippschalter einschränkten.

Just zu dem Zeitpunkt, an dem Oscar von Stetten auf die Kondome gestossen war, hatte Christian Danzl mit Hygienehüllen aus dem ärztlichen Bereich (für Ultraschallsonden)  experimentiert und mir  bei einem Treffen ein paar davon zum Testen in die Hand gedrückt. Diese haben gegenüber den Kondomen den Vorteil, dass sie sich, wenn man beim Aufspannen sehr  behutsam verfährt, auch mit dem  Zeiss Pro Magis – Mikroskop unserer Praxis verwenden lassen, eine willkommene Verbesserung. Aufs Pro Ergo passten sie nicht, wir mussten uns also zunächst weiter mit den Plastikwabbelhüllen der Bluephaselampe behelfen.
Egal, wir orderten die Hüllen  für das Pro Magis direkt vom Hersteller.
Der Lieferung lagen ein Produktkatalog und Probemuster bei. Und so sind wir dann, im zweiten Anlauf, auf die Rilaco Joy – Kondome der Firma Rimbacher Latex gestossen.

Funktionieren sehr gut am Pro Ergo.
Wir ordern jetzt immer die 1000 Stück Bulkpackung, kaufen dementsprechend günstig ein und verwenden unsere früheren Plastik-Schutzhüllen nur noch bei Patienten mit Latex – Allergie.

Ein „Danke Schön“ also an Christian Danzl und Oscar von Stetten, denn ohne Euch und eure Blog-  Beiträge wären wir nicht auf dieses Produkt gestossen.

RECIPROC® – One File Endo

von Hans – Willi Herrmann

Gestern habe ich auf die Wave One Feile hingewiesen.
Via ROOTS kam noch am selben Tag der Hinweis auf entsprechende Infos und Videos zur VDW Reciproc im Netz.


 

Wave One – Reziprokes RNiTi – Instrument von Maillefer

von Hans – Willi Herrmann

Seit ein paar Tagen finden sich auf der Homepage von Maillefer detaillierte Informationen zum  Wave One – Instrument, welches  ebenso wie das  VDW Reciproc – Instrument die von Ghassan Yared vorgestellte nichtkontinuierliche, teilweise rückgeführte Rotationsbewegung verwendet.

Sieht nach einer runden Sache aus. Und das mein ich jetzt nicht allein  bezogen auf den   Aufhänger der Werbe -Broschüre.

Ich bin zuversichtlich, dass viele Anwender, sobald sie sich mit dieser Technik erst einmal vertraut gemacht haben, den Nutzen und die Vorteile der reziproken Arbeitsweise für ihre endodontische Aufbereitung entdecken werden.

Das wird nicht über Nacht sein, weil schon so viele Leute mit  konventioneller rotierender NiTi – Aufbereitung arbeiten und für die neue Technik ein spezieller Antrieb erforderlich ist, dessen Anschaffung man zunächst scheuen wird.
Aber diejenigen, die sich darauf einlassen,  werden sukzessiv den Anteil an Aufbereitungsarbeit vom konventionellen Verfahren an die reziproke Vorgehensweise übertragen.

Falls der Preis stimmt, denn eins ist klar. Unterm Strich müssen die Vorteile (die Synthese aus Aufbereitungsergebnis, Zeitaufwand und Preis) überwiegen, sonst wird diese neue Technik, ungeachtet ihres tatsächlichen Potentials, wieder vom Markt verschwinden.

Wie wird es letztendlich ausgehen ?
Keine Ahnung, wird sicherlich spannend sein, die weitere Entwicklung zu verfolgen, ich für meine Person kann nur sagen,  nach mehr als 2,5 Jahren Arbeiten mit der GYT würde ich es sehr bedauern, wenn ich wieder auf die konventionelle Technik umsteigen müsste.

Auf der exzellent gemachten Maillefer -Homepage findet sich neben einer Vielzahl von Informationen auch ein ausführliches Video zur Wave One.
Dort auch zu finden eine weitere Neuheit, der Thermaprep 2 Ofen.

Dyson Airblade – „Staubsauger mal andersherum“

von Olaf Löffler

erstmals sah ich diesen Händetrockner bei einem Orthopäden.
Erstaunlich wie gut dieser Händetrockner funktioniert. Deshalb bekommt er eine Empfehlung von mir.

Leider gibt es ein Manko. Die Aufstellfläche, bzw. Wandfläche ist nicht gerade klein und in die meisten heute konzipierten Praxistoiletten passt er nicht ohne weiteres. Schade.

Vielleicht baut Dyson noch eine Version mit geringerer Wandfläche. Innovativ genug scheint die Firma ja zu sein.

Keywi – Hygienefähige Tastatur

von Hans – Willi Herrmann

Über hygienefähige Tastaturen haben schon des öfteren bei WURZELSPITZE berichtet, zum Beispiel hier oder hier oder da und dort.

Die ultimative Lösung gab es bislang nicht.
Aber es kommen immer mehr Produkte auf den Markt und damit steigt die Wahrscheinlichkeit, ein adäquate Tastatur zu finden, die allen oder zumindest doch den entscheidenden Kriterien genügt.

Seit Montag haben wir zum Testen die  MediBoard 2.0 Tastatur der Firma Keywi bei uns in der Praxis.

Eine signalweisse, modern anmutende USB Tastatur, die per Plug and Play sowohl mit unseren Apple-  wie auch mit Windows – Rechnern funktioniert.

Preislich konkurriert die Tastatur mit dem Cleankeys Mitbewerber. Jene ist etwas kompakter, sieht (wenngleich das immer auch Geschmacksache ist) schicker aus und weist als vollkommen flache und spaltfreie Glastastatur die wohl besten Desinfektionseigenschaften ihrer Oberfläche auf.

Demgegenüber punktet die keywi – Tastatur mit einer per se antimikrobiellen Oberfläche, von der der Hersteller verspricht, das diese leicht & schnell zu reinigen sei und Bakterien und Viren keine Chance liesse.

Die antimikrobielle Wirksamkeit wurde mit folgenden Bakterien getestet:

Staphyloccus aureus (MRSA), Escherichia coli 0157, Listeria monocytogenes, Pseudomonas aeruginosa, Salmonella enteritidis, Bacillus cereus, Streptococcus faecalis, Klebsiella pneumoniae, Aspergillus niger, Penicillium purpurogenum, Phoma violacea, Saccharmyces cerevisiae.

Die antimikrobielle Wirkung kann für 15 Jahre garantiert werden. Die Keywi PC-Tastatur ist nach IP65 spritzwassergeschützt und dadurch einfach und schnell zu reinigen.

Das Gehäuse soll  allen gängigen Desinfektionsmitteln widerstehen. Das gilt es meines Erachtens zu beweisen und so bin ich gespannt, wie die Tastatur nach einiger Zeit sich gegenüber den Desinfektionsmitteln bewähren wird.

Was ich jetzt schon sagen kann ist jedoch, dass das keywi – Mediboard 2.0 gegenüber allen bisher gestesteten  Tastaturen die besten Schreibeigenschaften aufweist.  Die Tastatur besitzt fühlbare linsenförmige Tastenkuppen. Erinnert mich ein wenig an die berühmten Braun Taschenrechner aus meiner Jugend. Die leicht erhabenen „Schreiblinsen“ gewährleisten  eine eindeutige Platzierung der Finger  beim „Blindschreiben“ und sie weisen  einen Druckpunkt auf, der eine Rückmeldung des Schreibvorganges ermöglicht.  Letzters wird zusätzlich durch ein Klickgeräusch unterstützt. Ein kapazitives Touchpad sorgt für ein taktiles Empfinden und eine einfache Bedienung – mit und ohne Schutzhandschuhe. Es liefert nicht ganz die Funktionalität einer PC – Maus, aber nach kurzer Eingewöhnung ist man in der Lage, vollkommen auf die gewohnte Maus zu verzichten. Und man  ist in der Lage, genauso schnell und sicher zu schreiben wie mit den gewohnten normalen  PC – Tastaturen.
Ein deutlicher Vorteil gegenüber den bisherigen Lösungen.

In 2 Tagen wird im Übrigen auf der MEDICA in Düsseldorf die neue Hygiene-PC-Tastatur CleanBoard vorgestellt werden. Laut keywi – Geschäftsführer Rainer Veitinger  ist es „die perfektionierte Weiterentwicklung der Produktgruppe MediBoard  und  in Form und Funktion kaum zu überbieten.“

Das klingt vielversprechend. Ich werde berichten.  Ab Dezember steht uns auch diese Tastatur zum Test zur Verfügung.

Leica -M 320 Dentalmikroskop – ein erster kurzer Praxistest

von Oscar von Stetten

Die Firma Leica war so freundlich, uns für eine Woche das M320 zur Verfügung zu stellen. Der erste Eindruck: klein, einfach, ohne SchnickSchnack. Was uns ein wenig verwundert hat: keine Kabel, keine Lichtleiter, schmaler Arm, schmaler Fuss. Die Verarbeitung war nicht das, was wir erwartet haben. Das betrifft allerdings nur die Armkonstruktion. Sei es dem Umstand geschuldet, dass das Gerät auf Messen gezeigt wurde und wird, so dass sich leichte Aufbau- und Transportschäden nicht 100% vermeiden lassen. Der Mikroskopkopf war hervorragend verarbeitet, der Mehrfachwechsler rastet satt ein, im Gegensatz zu der Tür meines Minis. Schön: ein Neigungsschalter. Wenn das Mikroskop in Parkposition ist, geht das Licht von alleine aus, wird es in die Arbeitsposition geschwenkt, geht es automatisch an.

Was gleich ins Auge fällt: Als hygienisch einwandfrei beworben, offenbaren sich ungeschützte, damit offene Schraubenlöcher. Diese werden zur Balancierung des Mikroskops benötigt. Eine Tätigkeit, die einmal erfolgt, eigentlich keine permanente Nachjustierung benötigt. Abdeckungen aus Kunststoff würden das ganze näher an die beworbene hygienische Oberfläche bringen.

Weiterer Schwachpunkt: der rechte Vergrösserungswechsler liegt sehr nah am Griff, so dass eine Verstellung der Vergrösserung den gezielten Zwei-Finger-Einsatz benötigt, aber die Gefahr birgt, dass man das Mikroskop aus seiner Position bewegt, weil man am Griff angestossen ist. Der linke Vergrösserungswechsler liegt dagegen sehr gut, allerdings hat man bei der mikroskopgestützten Zahnheilkunde meist den Spiegel in der linken Hand. Und wenn man den Spiegel bereits gut positioniert hat, wird man diese Position nicht aufgeben.

Der Lichtkasten steht weit ab. Weiter, als man es von anderen Geräten gewohnt ist. Bei den herkömmlichen Dentalmikroskopen findet man auf der Rückseite nur den Eingang für den Lichtleiter, aber nicht diesen Aufbau. Der Lüfter des Lichtkastens ist nicht laut und stört beim Arbeiten auf 12-Uhr -Position auch nicht. Bei einer 9-Uhr Sitzposition kann der Lüfter schon mal die Assistenz mit dem Luftstrom ein wenig irritieren.

Optimierbar wäre auch die Lüftung der LED-Leuchte. Vor  allem, weil der Lüfter und das Gitter nicht ohne weiteres zu reinigen sind. Ob es eine sehr gute Idee ist, mit Druckluft dort rein zu blasen, wage ich zu bezweifeln. Lüfter können das übel nehmen und dann den Dienst quittieren, ohne dass es sofort bemerkt wird. Die LED-Beleuchtung stirbt dann den Hitzetod. Ja, Hitzetod. LED bedeutet nicht zwangsläufig „kalt“.  Highpower-LED´s produzieren eine Menge Abwärme auf engsten Raum. Und die muss weg.

Durch die Ausladung des Lichtkastens wird die Sicht der Assistenz auf das Behandlungsfeld ein wenig eingeschränkt. Ein höherer Arbeitsabstand wäre besser. 30 cm z.B., aber das muss jeder für sich individuell erfahren. Man erhält durch die Vergrösserung des Arbeitsabstandes einfach mehr Platz zum Behandeln, ohne dass man mit den Instrumenten am Gerät anstösst. Und das Arbeitsfeld wird für alle übersichtlicher, die Patientenlagerung einfacher, eine ergonomische Sitzposition von Assistenz und Behandler oft erst dann möglich.

Die Lichtqualität ist gut und vollkommen ausreichend für das Arbeiten bis 16-fach. Darüber hinaus wird es schon ein bisschen dunkel, aber das ist einfach der LED-Technik und der Physik geschuldet. Die Leica-Optik ist ohne Fehl und Tadel, aber etwas anderes haben wir auch nicht erwartet. Der Farbeindruck durch die Okulare ist gut. Über dem Lichtkasten ist das Fach für die SD-Karte angelegt, auf diese werden die Bilder und/oder Filme gespeichert. Mit einer EyeFi-Karte kommen uns interessante Anwendungen in den Kopf.

Zwischeneinwurf: man darf LED nicht mit Xenon vergleichen. Das ist unfair und führt zu nichts. Die LED-Technik steht noch am Anfang der Entwicklung und dafür ist es schon sehr weit gediehen. Noch sehe ich nicht, dass LED Xenon vollkommen verdrängt. Aber die Entwicklung ist rasant.

Die Griffe sind die baugleich mit den Griffen von KaVo. Abnehmbar, sterilisierbar. Die Neigung der Griffe ist auch verstellbar, leider nur mit Werkzeug.

Die Okulare enthalten ein Highlight. Eine stufenlose Winkelnivellierung für die Betrachtung, die eine Schrägstellung des Mikroskopkopfes bei gerade stehenden Okularen ermöglicht, ähnlich wie das MORA-Interface von Zeiss. Cave: Ähnlich, nicht gleich.

Jammern auf hohem Niveau: der Feintrieb sitzt bei Leica-Mikroskopen am Objektiv (wo denn auch sonst ;-) ). Er wird durch einen Ring verstellt. Ergonomischer wäre eine Hebelverstellung analog dem Global, oder eine horizontal angeordnete Drehschraube wie bei Kaps oder Zeiss. Warum? Weil dann die Handbewegung nicht so gross ausfällt und man den Feintrieb mit zwei Fingern betätigen kann ohne Gefahr, das Mikroskop aus seiner Lage zu bewegen. Und das mit der rechten Hand, weil man in der linken ja den abgestützten und positionierten Spiegel hält. Aber das ist wie vieles in der ZHK Geschmackssache.

Beim Ständer ist noch anzumerken, dass das Stromkabel und das evtl. vorhandene HDMI-Kabel der optional eingebauten Kamera nicht integriert wurden. Das Konzept der unsichtbaren Kabel wurde hier leider unterbrochen. Da sollte Leica noch nachlegen, es wäre so schön, die Kabel durch den Ständer zu führen und am Fuss ein Anschlusspaneel zu integrieren. Dann würde kein Kabel mehr stören, zumindest nicht optisch. Und auch nur bei der Ständervariante.

Bislang kein Wort zur Kamera? Mit Absicht, denn die besprechen wir in einem weiteren Artikel. Sie hat Vor-, aber auch Nachteile.

Mein Fazit:

Gute Ideen, gute Ansätze. Optik sehr gut, Licht auch ausreichend. Mechanik genügend für das Gewicht, stabil. Gut zu balancieren, Kopf leicht und kompakt (bis auf den Lichtkasten ;-) ). Die integrierte Dokumentation sicher ein Schritt in die richtige Richtung.

Ein Gerät mit einem guten Preis/Leistungsverhältnis. Für Einsteiger hervorragend. Und es hat Potential zur Weiterentwicklung.

Würde ich es mir kaufen?

Ich habe vor 10 Jahren mit einem Leica M300 begonnen. Heute wäre es wahrscheinlich ein M320.

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3 Hygiene -Updates

von Hans – Willi Herrmann

In der letzten Tagen kam (ich glaube bei Endonews) wieder einmal das Thema „Hygiene“ in den Zahnarztpraxen hoch. Nicht die Behandlung per se, sondern vielmehr die Arbeitsumgebung betreffend.

Anlass für ein paar kurze Statements zum Thema.

1.  Tastaturen

Aus unserer Erfahrung heraus gibt es nur 2 Möglichkeiten, den Hygieneaspekt einwandfrei zu bewältigen.

A –  Die Cleankeys – Tastatur, denn nur deren absolut glatte Oberfläche lässt sich einwandfrei desinfizieren.

Was nicht funktioniert, sind erhabene Tastaturen.
Ganz egal, ob die Tastatur als abwischbar und damit als desinfektionsfähig tituliert wird, ob man eine spezielle Silikonhülle über eine Cherry – Tastatur legt oder wie im Falle der in unserer Praxis getesteten Silikontastatur diese auch wirklich eine Desinfektion zulässt.

Fakt ist nämlich, dass so viele Nischen vorhanden sind, dass sich solche Tastaturen nicht einwandfrei desinfizieren lassen.  Und die Silikon- Tastatur in den Thermodesinfektor geben, werden auch nur die wenigsten machen, zumal der USB – Stecker dies nicht lange mitmachen würde.

Bleibt nur noch eine andere Möglichkeit:

B –  Frischhaltefolie über der Tastatur. Und die wird nach jedem Patient entsorgt und anschließend eine neue aufgelegt.  Positiver Nebeneffekt – Die Schreibqualität ist wie gewohnt und hervorragend.

2. Desinfektionsspender

Seit mehreren Monaten ist nun der Infrarot – Desinfektionsspender der Firma Weinmann in der Praxis in Betrieb.

Vollkommen komplikationslos.  Gefällt mir sehr gut. Nun sind  4 oder 5  Monate keine lange Zeit, aber der Baisch – Spender, den wir vorher hatten, konnte in der Zeit schon mit einigen Problemen aufwarten.

Und da war doch noch der Miscea – Spender. Der steht bei uns immer noch in der Wartesschleife. Der Grund – er kann nicht ohne nicht unerhebliche Modifikation unserer Baisch – Hinterkopfzeile (ich sage nur Blechschere oder Flex) untergebracht werden, was mich bislang von einer Inbetriebnahme abhielt, zumal von Baisch nach deren Insolvenz auch kein Support erwartet werden kann. Aber – der Einbau ist für die nächste Zukunft vorgesehen.

3. Melag B – Steri.

Wider mal eine Fehlermeldung. Eine neue, bislang unbekannte. Dreistellig, aber unter 200. War es „182“ ? Keine Ahnung. Egal, die Tür geht nicht mehr auf.

Der Techniker des Dentaldepots erscheint.
Wechselt ein Modul, das leicht undicht war. Der damit verbundene leichte Druckausfall führt dazu, das sich die Tür nicht mehr öffnen lässt.

„Ist das wirklich die Ursache ?“ frage ich. „Definitiv !“, antwortet der Techniker und verlässt die Praxis.

Er rollt gerade mit dem Auto von unserem Parkplatz, der Steri geht zum ersten Mal in Betrieb, es erscheint… die schon bekannte Fehlermeldung.

Anruf im Dentaldepot, Schilderung der Situation.
Der Steri wird abgeholt, er muss in die Wartung.
Sagt man.

Ich habe keine Chance, das Gegenteil zu beweisen.
Als Ersatz stellt man uns von W und H eine „Lisa“ hin.
Geht nicht viel rein, aber „sie“  ist wunderbar leise im Vergleich zum Melag.

Endlich – mal was Neues – das LEICA M320 F12 Dentalmikroskop !

von Oscar von Stetten

Leica….

Ein Name, der bei Fotografen Glanz in die Augen treten lässt. Zumindest in meine. Die optischen Qualitäten der Objektive sind IMHO das beste auf dem Markt. Irre.

Kaum jemand weiss, dass Leica auch im Bereich der Medizin als Mikroskophersteller tätig ist. Aber es ist sehr leise um Leica geworden. Schade, denn Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft. Und Leica hat das Potential.

Nun kommt Bewegung auf den Markt. Der erste Hersteller hat es geschafft, zeitgemässe Technik in ein neues Gerät zu integrieren. Keine Kabel mehr, kein verlustreicher Lichtleiter mehr, hygienisch einwandfreie Oberflächen, schönes Design. Auch die Dokumentation ist endlich integriert worden. Sowohl Video als auch Foto.

Leider nur in 720p, die Bilder in 3MP. aber das ist etwas, was wohl vollkommen ausreichen wird. Mit Fernbedienung.

Ich bin sehr gespannt, wie dieses Gerät performt. Die Anfrage wegen einer Leihstellung ist bereits gestellt. Sobald diese erfolgt, folgt mehr.

Sehr spannend. Der Preis ist heiss ;-) Auf dem Papier hat das Mikroskop eindeutig Killerqualitäten. Was ich mir wünschen würde, wäre ein Vario-Mikroskop mit diesen Eigenschaften. Aber wer weiss, vielleicht kommt ja was nach. Leica holt auf jeden Fall auf.

Leica_M320_F12_Dental_bro_de

2 Euro 60

von Hans – Willi Herrmann

2 Euro 60 bekommt der indische Zahnarzt für die Entfernung eines unteren Prämolaren.
„Erstaunlich wenig“, findet der Reporter, „selbst für indische Verhältnisse“.

„Aber dafür sind die hygienischen Verhältnisse auch nicht mit unseren Standards vergleichbar“.

Eine zurückhaltende Umschreibung.
Was hier gezeigt wird, ist vorsätzliche Körperverletzung und entspricht seit über 100 Jahren nicht mehr dem ärztlichen Standard und zwar nirgendwo auf der Welt.

Gut, dass wir solche Verhältnisse in Deutschland nicht haben.

Und was zahlen denn die Krankenkassen in Deutschland für eine solche Zahnentfernung ?

8 Euro 81 für die Zahnentfernung. 7 Euro 5 Cent für die Betäubung. 15,86 Euro  ingesamt.

Darin abgegolten alle Kosten für Praxismiete, Praxiseinrichtung, Personal, Material und den Aufwand für Vor/Nachbereitung, Desinfektion und Sterilisation der verwendeten Geräte, Instrumente, Räumlichkeiten.

Was der Reporter wohl dazu sagt ?

Berlin – Untersuchung zur Aufbereitung von Wurzelkanalinstrumenten

von Hans – Willi Herrmann

Ich bin extrem irritiert.
Gerade eben habe ich das hier im Netz gefunden.
Einziger Trost: Die beiden Zahnarztpraxen in Berlin, die ich kenne, sterilisieren schon immer ihre Wurzelkanalinstrumente, so wie wir alle es an der Universität gelernt haben.

Hier das Zitat:

„Eine Untersuchung aus dem Jahre 2002 hat festgestellt, dass 81% der 129 befragten Berliner Zahnärzte Wurzelkanalinstrumente nach jedem Einsatz am Patienten der Reinigung und Desinfektion zugeführt haben; eine Sterilisation wurde anschließend nicht durchgeführt. Lediglich 10% der befragten Zahnarzte reinigten, desinzierten und sterilisierten die Wurzelkanalinstrumente nach jeder zahnärztlichen Behandlung [73].“

Zitiert aus :

Aus dem Institut für Technische Hygiene

der Medizinischen Fakultät Charite – Universitätsmedizin Berlin

DISSERTATION

Vorgaben zur manuellen Aufbereitung von

Wurzelkanalinstrumenten

zur Erlangung des akademischen Grades

Doctor medicinae dentariae (Dr. med. dent.)

vorgelegt der Medizinischen Fakultat

Charite – Universitatsmedizin Berlin

von

Min-Jung Oh

aus Taegu

Kleine Dinge

von Christoph Kaaden

Wie so oft im Leben sind es nicht selten die kleinen Dinge die dazu führen, dass wir etwas z.B. als schön und angenehm oder eben auch als unangenehm empfinden.

Und nachdem gestern innerhalb kürzerer Zeit die dritte Patientin (von unterschiedlichen Zuweisern) berichtete, dass Sie den von uns bei jeder endodontischen Behandlung verwendeten Kofferdam als viel angenehmer empfunden hat, als dies bei Behandlungen des Hauszahnarztes der Fall war, macht es Sinn, sich hierüber ein paar Gedanken zu machen warum dem so war…

Die Antwort war schnell gefunden.

Die von uns ebenfalls immer unter dem Kofferdam verwendete Serviette führt offensichtlich dazu, dass das (Non-) Latex Tuch nicht direkt auf der Haut aufliegt, was von den Patienten als unangenehm beschrieben wird. Insbesondere dann, wenn es durch Speichel feucht geworden ist.

Und es bestätigt sich, dass eine solch kleine Massnahme zu einer erheblich gesteigerten Akzeptanz der Kofferdam-Verwendung führen kann.

Sollten Sie bisher noch keine Kofferdam-Serviette bei der Behandlung benutzen, empfehle ich die Anwendung bei Ihren Patienten einmal zu testen.

PS: Und noch etwas haben wir durch Erzählungen erfahren, was ich gerne weitergebe. Bei Patienten, die bisher noch keine Erfahrungen mit der Kofferdam-Applikation gemacht haben sollten Sie insbesondere „beim ersten Mal“ das Anlegen nicht delegieren, um so eine reibungslosen Ablauf zu garantieren.

Berührungslose Desinfektionsspender (3)

von Hans – Willi Herrmann

Beim AGET- Treffen letzte Woche in Bad Kreuznach berichtete der Kollege Andreas Mrohs aus Neuhäusel (wir sprachen am Rande über unsere Tops und Flops des Jahres 2009, die Praxisanschaffungen betreffend)  dass er sich für seine Praxis für berührungslose Desinfektionsspender der Firma Weinmann entschieden habe.

Seine Intention vor der Kaufentscheidung: Informieren, was Anbieter von Praxismöbeln (z.B. Freuding) in ihre Schränke verbauen.
Und so sei  er auf die Firma Weinmann gestossen, die unter dem  Label Infratronic Solutions  Produkte für berührungslose Hygiene nach Richtlinien des RKI anbieten.  2008 gelang der Durchbruch auf dem internationalen Hygienemarkt mit einem berührungslosen Hygienespender mit einer Kompatibilität zu nahezu allen europäischen Seifen- und Desinfektionsmitteln.

Sein bisheriges Urteil (nach nicht ganz einem Jahr): Funktioniert – vollkommen ohne Probleme.
Und das Ganze preislich deutlich unter dem, was die bisher bei WURZELSPITZE vorgestellten Lösungen kosten. Hier geht es zur Homepage des Herstellers.

Miscea Armatur

von Hans – Willi Herrmann

Dieses Produkt hat zu Recht den Red Dot Award für herausragendes Design bekommen.
Es sieht wirklich sehr sehr gut aus, wenn man bedenkt, worum es hier geht und was die Alternative dazu gegenwärtig ist.

Bei Miscea handelt es sich aber darüber hinaus mE um die erste vollständige und konsequent zu Ende gedachte Lösung, Händereinigung und Händedesinfektion in die Praxis einzubinden. Die berührungsfreie Bedienung schließt eine Kreuzkontamination von vorneherein aus.

Einziges Manko: Der Preis. Fürs Geld einer Armatur kriegt man 20 konventionelle Desinfektionsmittel – Spender.

Trotzdem – Ich bin sofort bereit, das Geld dafür auf den Ladentisch zu legen, wenn – das Gerät dauerhaft einwandfrei funktioniert.

Warum ich dies schreibe ?
Weil ich in der Praxis ein Produkt eines anderen Herstellers habe, das nach gar nicht so langer Zeit den Geist aufgegeben hat.
Und dafür war jenes Gerät  mit (aus der Erinnerung heraus) einem Preis von   250 – 300  Euro einfach zu teuer.

Ein kurzes Video zur Miscea – Armatur findet sich hier.

Für eine genaue Betrachtung war in der Industrieaustellung der Endodontie – Jahrestagung in Wiesbaden keine Zeit.
Ich werde mir die Armatur aber definitiv in Ruhe noch einmal anschauen und diese auf Herz und Nieren testen.

Einmalpuster Riskontrol – das Update

von Hans – Willi Herrmann

Vor ein paar Wochen erreichte mich eine Mail, in der ich um meine Erfahrungen mit den Riskontrol – Ansätzen der Firma „Acteon“ gefragt wurde.

Ob sich die Ansätze bewährt hätten ?
Und ob sie eine zuverlässige Trennung Wasser Luft zuließen, damit es nicht im Rahmen von Komposit- Restauration zu Kontaminationen kommen könne.

Ich kann beides positiv bestätigen.

Die Riskontrol – Ansätze  lassen sich einfach wechseln. Sie sitzen dennoch fest und sind dicht. Die Qualität ist gleichbleibend gut, es gibt keinen Ausschuss.  Und Wasser kommt nur raus, wenn man es wünscht. 

Kurz und knapp. So sehr uns die von Loser vertriebenen „Pro Tip“ – Ansätze enttäuschten, die Riskontrol – Ansätze haben uns kein einziges Mal im  Stich gelassen.
Wir bestellen sie immer wieder nach, wenn sie zur Neige gehen.  Und das ist es, was zählt, oder ?

Gib AIDS keine Chance

von Oscar von Stetten

Mich hat immer wieder die empfindliche Oberfläche der ProErgo-Handgriffe gestört.

Und das diese, egal wie motiviert die Damen pflegen, über kurz oder lang unansehnliche Flecken zeigt.

Zudem die Oberfläche von Kippschaltern und Knöpfen durchbrochen wird, was eine Nischenbildung bedeutet. Da die Griffe elektronische Bauteile enthalten, fällt eine Tauchdesinfektion oder ein TD-Gang leider aus. Bei operativen Eingriffen wollte ich zudem nicht mit meinen evtl. Blut-kontaminierten Handschuhen die Griffe bedienen.

Nach mehreren Versuchen mit z.B. Mikrowellenkochbeuteln, Steri-Schläuchen, Frischhaltefolien kam mir eine andere Idee.
Fingerlinge erwiesen sich als zu klein. Es gibt aber eine andere Art von Fingerlingen, die deutlich grösser sind. Zwar nicht beim Dentaldepot zu erstehen, aber hier:  http://www.kondomotheke.de. Und zwar unter der Bezeichnung Plain-End Silke-Latex. Der Vorteil: Kein Reservoir. Damit nicht direkt als das erkennbar, was es wirklich ist: ein Kondom. Naturgummi, per Wischinfektion desinfizierbar,  kommt morgens auf den Griff, fliegt Abends wieder runter.

Der Preis?
Bei Abnahme einer 100er Packung 0,46€ pro Stück. Verschmerzbar. Neue Griffe für das ProErgo? Ich habe nicht gefragt, aber sicher deutlich mehr als die „Fingerlinge“. Meine Damen haben nach den ersten skeptischen Blicken und Gelächter die  Fingerlinge akzeptiert. Weil es die Rüstzeit für das Zimmer um sicher 2-3 Minuten senkt. Die Zeit, die sie früher mit dem peniblen Wischen der Handgriffe zu gebracht haben.

Macht es mich nun schneller, kann ich mehr Patienten behandeln. Nein, sicher nicht. Aber es entspannt meine Damen ein wenig. Und damit auch mich ;-)

 

Bezugsadresse Cleankeys Tastatur

von Hans – Willi Herrmann

Letzte Woche erhielt ich einen Anruf bzgl. einer Bezugsadresse der von uns bei WURZELSPITZE vorgestellten Cleankeys – Tastatur. In der Tat gibt es auf der Homepage des Herstellers keine Auflistung der deutschen Bezugsquelle oder aber sie ist so gut versteckt, dass ich sie bislang nicht gefunden habe.

Ich kann aber hier die Emailadresse des Luxemburg – Importeurs, Herrn Alain Neuens (info@lns-sa.lu ),  weitergeben.

Wie ich von Herrn Neuens erfahren habe, wird es demnächst unter  www.cleankeysinc.com eine neue Webseite geben, auf denen dann auch die internationalen Dealer und Distributoren darauf zu finden sein werden.

Noch zwei Neuerungen: Ein deutsches Layout ist kurz vor der Einführung, eine  Wireless – Version des Cleankeys – Keyboards wird es  voraussichtlich Anfang 2010 geben.

Ätna – die Wette

von Hans – Willi Herrmann

Braucht die dentale Welt ein Gerät wie den „Ätna“ ?
Den Nadelvernichter aus Italien, den ich vor ein paar Tagen hier vorgestellt habe?

Ich sage „Ja“.

Ein hochrangiger Vertreter der Dentalwelt, mit dem ich über dieses Gerät gesprochen habe,  glaubt nicht daran.
Er sieht sehr wenig Chancen, dass dieses Gerät sich in deutschen Zahnarztpraxen verbreiten wird.

Vielleicht hat er recht. Es gibt Einiges, was dafür spricht, dass dem so wäre.

Aber ich glaube trotzdem daran, dass es in Deutschland genügend Kollegen finden werden, die sich zum Schutz ihrer Mitarbeiter und ihrem eigenen Schutz den Ätna – Nadelvernichter kaufen würden.

Warum nicht die Probe aufs Exempel machen ?

Das Internet (und WordPress) geben uns die Möglichkeit hierzu.
Werden sich 300 Praxen finden, die ein solches Gerät für rund 140 Euro kaufen würden ?

Ich habe gewettet: Eine Kiste Fanta gegen eine Kiste Sekt, dass sich innerhalb eines Jahres 300 Kollegen finden werden.

Ich bin gespannt auf das Ergebnis.

Daher mein Aufruf an alle Leser dieses Blogs.
Bitte stimmen sie ab !

Take Our Poll

Tastaturvergleich

von Hans – Willi  Herrmann

Seit ein paar Tagen schreibe ich nun in der Praxis mit den verschiedenen unterschiedlichen „hygienefähigen“ Tastaturen, um auszuloten, wie diese sich im Praxisalltag bewähren.

Gleich vorweg: Es ist eine nicht unbeträchtliche Umgewöhnung, die man durchlaufen muss, sowohl beim Schreiben mit der „Cleankeys“ Glas -Tastatur wie auch mit der „General Keys“ Silikon -Tastatur.

Wenn man ein paar Dinge beachtet, dann ist aber ein Schreiben mit beiden Tastaturen möglich, wie nachfolgender Schreibtest zeigt.

Ich habe „quick and dirty“ zwei Mustersätze in die verschiedenen Tastaturen reingehämmert, um zu zeigen, mit welcher Fehlerqoute das Schreiben behaftet ist. Wobei „reingehämmert“ kein schlechter Begriff ist für die Tätigkeitsbeschreibung, denn zumindest die Silikon – Tastatur erfordert zum Schreiben einen ungewohnt harten, perkussiven Anschlag. Mit der  CleanKeys Glas – Tastatur hingegen  schreibe ich am besten, wenn ich die Tastenfelder steil von oben anschlage, viel steiler als ich es bei konventionellen Tastaturen durchführen würde.

Hier der Test:

Konventionelle Tastatur (2 Schreibfehler)

Zur Beantrgung des Freiwilligen Fortbildungssiegels wurde ein Erfassungsbogen erarbeitet, den wir für Sie auf den nachfolgneden Seiten eingefügt haben. Den vollständig ausgefüllten Bogen senden Sie bitte an die Geschäftsstelle der Landeszahnärztekammer Rheinland – Pfalz.

Cleankeys – Tastatur (4 Schreibfehler)

Zur Beantrgung des Freiwilligen Fortbildungssiegel wurde ein Erfassungsbogen drarbeitet , den wir für Sie auf den nachfolgenden Stiten eingefügt haben. Den vollständig ausgefüllten Bogen senden Sie bitte an die Geschäftsstelle der Landeszahnärztekamme Rheinland – Pfalz.

General Keys Tastatur (3 Schreibfehler)

Zur Beantrgung des Freiwilligen Fortbildungssiegels wurde einErfassungsbogen erarbeitet, den wir für sie auf den nachfolgenden Seiten eingefügt haben. Den vollständig ausgefüllten Bogen senden Sie bitte an die Geschäftststelle der Landeszahnärztekammer Rheinland – Pfalz.

Und noch ein Test mit der Clean Keys – Tastatur:

Eine meine Assistentinen, im 2 Finger Suchsystem (7 Schreibfehler)

Zur Beantragung des Freiwilligen Fortbildungssiegels wurde ein Erfassungsbogen erarbeitet, den wir für Sie aug den nachfolgenden Seiten eingefügt haben. Den vollständigen ausbgefüllten Bogen sende sie bitte an die Geschäftsstelle der Landeszahnärttekammer Rheinland-Pfalz.

Auch wenn das jetzt nominal mehr Fehler sind als bei meinen Schreibversuchen, so war ich doch überrascht, wie gut meine Assistentin auf Anhieb mit der Tastatur zurechtkam.

Ich persönlich kann am bestem und deutlich am schnellsten mit der konventionellen Tastatur schreiben.
Vor allem kann ich mit einer solchen Tastatur mit zehn Fingern  blind schreiben ( hab ich nie gelernt, aber im Laufe der Zeit hat sich das so ergeben).
Wenn ich dass mit der „Cleankeys“ Glas – Tastatur oder mit der der „General Keys“ Silikon -Tastatur versuche, fällt das Ergebnis deutlich schlechter aus, so dass hier der Blick zwingend auf der Tastatur ruhen muss, um bestmögliche Resultate zu erzielen. Wenn man dies einmal erkannt hat und sich danach richtet, kann man auch mit diesen Tastaturen mit relativ wenig Schreibfehlern und mit adäquater Geschwindigkeit arbeiten.

Saubere Tasten

von Hans – Willi Herrmann

Die CleanKeys – Tastatur ist heute angekommen.

Angenehmer Kontakt mit Herrn Neuens, dem Vertreiber dieses Produktes. Schnell und umkompliziert hat er die Tastatur geliefert.

Sie kostet  331.24€ inkl. Luxemburger MwSt. plus 15€ Porto & Verpackung. Das war der IDS – Messepreis. Regulär kostet die Tastatur 390 Euro + MWS.

Zur Zeit gibt es die Tastaturen nur in Glas.
Eine Acrylversion, wie sie auf der Homepage des kanadischen Herstellers zu sehen ist, kann bei gleichem Preis mit deutschem Tastaturlayout hergestellt werden, wenn sich mindestens 100 Interessenten finden sollten.

An der Hygiene ändert sich nichts bei Acryl gegenüber Glas.
Das Acryl ist lediglich etwas anfälliger gegen Kratzer, dafür bricht es aber nicht.
Mit Acryl ist das Keyboard etwas leichter.

Angst, dass die Tastatur runterfallen könnte, habe ich nicht.

Schon eher, dass etwas auf die Tastatur drauffallen könnte.
Ein Glasbruch ist im Übrigen nie ein Garantiefall, dass nur als Hinweis an meine Assistentinnen.

Vor meinem geistigen Auge sehe ich schon das Dappenglas, dass aus dem Hängeschrank über der Hinterkopfzeile rollt und auf der Tastatur landet, um dort  spinnennetzartige Risse im Glaszu hinterlassen.
Mag sein, dass die Glas – Variante edler aussieht, aber irgendwie, wie war das mit Pferden vor Apotheken, ist mir die Acryl – Variante nicht unsympatisch.

Vielleicht auch deshalb, weil ich von einem meiner Mac´s ohnehin eine weisse Plastik – Tastatur gewohnt bin.

Apro po Mac.
Nach der Mittagspause lag die Tastatur in meinem Büro.
Und deshalb habe ich sie kurz entschlossen an meinem Imac ausprobiert.

Die Installation ging problemlos. Plug and Play. Sie funktioniert also auch mit Apple – Rechnern.
Nur den Klammeraffen @ konnte ich (noch) nicht auswählen. Keine Ahnung warum, ich hatte aber keine Zeit, dem Problem auf dem Grund zu gehen.

Das Schreiben ging schon ganz gut.
Natürlich fehlt viel von der Haptik einer normalen Computertastatur, was zunächst bei mir zu einer leicht herabgesetzten Schreibgeschwindigkeit führte. Ich denke, dies wird allen Leuten, die schnell schreiben, ähnlich gehen.
Je unversierter der Schreiberling ist und je mehr sein Schreibstil dem 2 Finger Suchprinzip ähnelt, umso geringer wird vermutlich die Schreibdifferenz ausfallen.

Aber verglichen mit dem virtuellen Keyboard meines Iphones (dessen Bedienung am Anfang ungewohnt war und das ich heute ohne Probleme bediene) erscheint mir der Umgewöhnungsprozess vergleichsweise unproblematisch.
Ich bin daher zuversichtlich, dass man nach entsprechender Eingewöhnungszeit mit der CleanKeys – Tastatur zumindest annähernd so schnell und sicher schreiben kann wie mit einer konventionellen Tastatur.

In die Tastatur ist  ein Trackpad integriert ist, dass eine Maus weitestgehend hinfällig werden lässt (auch wenn die Tastenergonomie der Apple Mighty Mouse nicht 1 zu 1 reproduziert werden kann).

Die leicht aufgerauhte Glasoberfläche erlaubt auch mit Handschuhen eine praxisgerechte Positionierung des Mauszeigers.

Das Trackpad ist,  unter Hygieneaspekten gesehen, eine tolle Sache.

p.s.: Den Klammeraffen @ habe ich im Übrigen mittlerweile auch gefunden. Er findet sich unter der Tastenkombination alt gr  L.

B -Steris – Spontane Zuschriften

von Hans – Willi Herrmann

Das Thema „Auslandszahnersatz“ vor ein paar Wochen führte schon zu einer Reihe von Rückmeldungen, aber dass ist offensichtlich nichts gegenüber dem, was uns in der nächsten Zeit als Reaktionen auf den B -Sterilisator- Artikel von gestern bevorsteht.

Hier 4 Stimmen, die weder repräsentativ noch evidenzbasiert, aber vielleicht dennoch oder gerade deshalb sehr nahe an der Realität dran sind.

 

„Bisher hatte ich noch keinen Fehler. Nutze den B jedoch nur für die notwendig damit zu sterilisierenden Produkte.
Meiner wollte nach einem halben Jahr eine Wartung.
Weil da ein Zähler eingebaut ist, der entweder nach 2 Jahren oder 3000 Zyklen dies verlangt.
Wir hatten 600 Zyklen weg mit dem Neugerät. “

„Der ganz normale Wahnsinn!
Wir haben 2 Melag B Steris, ich bin mir aber nicht sicher, ob im letzten Jahr überhaupt an einem Tag beide funktionsfähig in der Praxis standen. Meistens war ein Leihgerät da, manchmal zwei Leihgeräte, einmal sogar ein Leihgerät für ein defektes Leihgerät ……..
Natürlich laufen die in anderen Praxen und im Depot beim Test völlig problemlos ;-) !

PS: Als ich gestern noch mal in der Praxis war, klebte am linken (Leihsteri) ein Zettel: nicht benutzen, Fehler ich weiß-nicht-mehr-was. :-( „

 

„Wir werden auf Kosten der Industrie so was von vera…, das ist unglaublich, und die Standesvertreter kommen sich dabei noch super vor, weil jetzt ja alles so hygienisch und praxisgerecht ist.“

 

 „Wir haben seit 9.11.2005 einen bis auf den  Wasseranschluss baugleichen Melag 44B im Dauereinsatz (ca. 2500  Chargen) und das Ding läuft bisher im Großen und Ganzen wirklich  problemlos.

Ich würde  direkt im Werk anrufen, erstens weil es  theoretisch sein kann, dass mittlerweile eine  Fernzugriff ab Werk zur Fehlerdiagnose möglich ist, damals wurde  jedenfalls gerade bei Melag an dem Feature gearbeitet.

Außerdem würde ich  Unmut direkt kund tun, ich hatte 2005  bei der Netzwerkintegration einige techn. Fragen zum ftp-Zugriff auf  das Chargen-Protokoll und bin bei Melag sehr freundlich und kompetent  
beraten worden, vielleicht lässt sich in einem Telefon-Gespräch schon  der Fehler eingrenzen, so dass die Reparatur beschleunigt wird. Auf  jeden Fall weiß ich durch Gespräche mit Depot-Technikern, dass man mit  dem Melag nicht das schlechteste Gerät gekauft hat.

Ich weiss hier vor Ort mittlerweile, welches Depot ich wegen deren  Schlafmützigkeit nicht mehr anrufe für Reparaturen und finde es vom Depot etwas erklärungsbedürftig, einfach auf die große Zahl von  
zu reparierenden Steris hinzuweisen. Wenn sie das schon wissen,  sollten sie auch entsprechend reagieren (mehr Leihsteris etc.) oder  sie sind irgendwann raus aus der Stammlieferanten-Liste, so wäre es  
wenigstens bei mir.

Ich könnte eine lange Geschichte von permanenter Problemen mit dem DAC  Universal beisteuern (ich ärgere mich schon, dass ich das nicht von  Anfang an sauber protokolliert habe), ich weiss auch, dass wir damit  auch nicht die Einzigen sind, aber ich weiss auch, dass es eine Menge  Geräte gibt, die störungsfrei laufen. Da wird es schwierig, ein faires  Urteil abzugeben. „

Kabelbaum, Klappe, die Dritte

von Hans – Willi Herrmann

Wirr in der Gegend rumhängende Kabel sind nicht nur ein Problem der Kaps – Mikroskope.

Auch mich hat der Kabelverhau an meinem Zeiss Pro Magis gestört.

Vor ein paar Jahren bin ich fündig geworden und zwar nicht im Dentalbereich, sondern ganz woanders.
Bei Bang und Olufsen.

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Kabelbaum (Update)

von Oscar von Stetten

Im Foto – Archiv habe ich noch dieses Foto des im „Kabelbaum“ – Artikel erwähnten Mikroskop – Drapes gefunden.

Sie zeigen ein Zeiss Pentero – Mikroskop, eingepackt in ein Steril – Drape.
So eingepackt störe dann auch eventuell herumliegende Kabel nicht mehr. 

Der Aufwand dafür, finanziell und zeitlich ist jedoch zu berücksichtigen.

 

Kabelbaum

von Oscar von Stetten

Nun ist es soweit: man hat sich für ein Dentalmikroskop entschieden, es wurde installiert, das Team hat die ersten Hürden im Umgang mit dem Instrument gemeistert, und  der Wunsch nach Dokumentation der Behandlungsergebnisse wird immer grösser.

Kein Problem, jeder Mikroskophersteller hat passende Adapterlösungen im Programm. Flugs dran geschraubt und los geht die Dokumentation. 

Aber ein Aspekt trübt die Freude: die KABEL!!!!

Kabel? Welche Kabel ? In den Prospekten sieht man keine Kabel.
Ergebnis geschickter Werbefotografie oder heutzutage professioneller Umgang mit Retuscheprogrammen ala Photoshop.  

Kabel würden nur den runden Gesamteindruck zerstören.
Blättern sie doch mal in Lifestyle-  oder Wohnzeitschriften ala „Schöner Wohnen“. Sie sehen lauter Elektrogeräte ohne Kabel. Zu Hause sieht das anders aus. Wer eine ausgewachsene Heimkinoinstallation sein eigen nennt, weiss wovon ich rede.

Am Dentalmikroskop ist das Ganze aber noch viel komplizierter. Weiterlesen

Boxenstopp

Kommt ein Patient zu uns zur Wurzelkanalbehandlung, wird eine Instrumentenbox speziell für diesen Patienten angelegt. Diese wird solange aufbewahrt, bis die Behandlung abgeschlossen ist. In unserer Praxis bewährt haben sich die Instrumentenboxen von Maillefer. Sie bieten ausreichend Platz für bis zu 36 Instrumente, erlauben eine übersichtliche Anordnung und können durch unterschiedliche Einsätze den verschiedensten Gegebenheiten angepasst werden.

Nachdem die Behandlung abgeschlossen ist, werden die Instrumente verworfen und die Boxen können nach Sterilisation für einen anderen Patienten verwendet werden.