Kaum zu glauben, aber im Bereich der hygienefähigen Schreibtastaturen gibt es immer noch Neuheiten, die bislang nicht den Weg in unsere Praxis gefunden haben.
Wir hatten schon Glas- Tastaturen, Silikon- Tastaturen, Kunststoff- Tastaturen mit glatter Oberfläche wie auch konventionelle Tastaturen mit volldesinfizierbaren Oberflächen im Einsatz. Selbst laserbasierte virtuelle Tastaturen konnten wir schon ausprobieren.
Die PureKeys Tastatur schlägt einen nochmalig anderen Weg ein.
Es scheint (ich kann nicht durch die äußere Hülle hindurchschauen) als sei eine konventionelle Tastatur mit einer Silikonhülle überzogen worden. Der Hersteller spricht von einer „echten Scherentastatur mit hervorragendem Tastefeedback“.
Die äußere Anmutung ?
Nicht sonderlich wertig.
Eher ein wenig ein Billig- Look, was vor allem der Silikonhülle mit den aufgedruckten Schriftzeichen geschuldet ist und dem leicht wabbeligen Gefühl, das sich einstellt, wenn man die Tastatur in die Hand nimmt. Fühlt sich so ein wenig an wie eine Cellophan- Pralinenpackung, deren Inhalt unter der Oberfläche sich ertasten lässt.
Aber dafür – was zählt is auf ´m Platz – schreibt es sich auf Anhieb deutlich schneller und besser als mit allen anderen Tastaturen, die wir bisher im Gebrauch hatten (sieht man von der Melitta- Folien- Cherry Tastatur – Variante einmal ab, die ja nur ausser Konkurrenz mitläuft). Da liegen teilweise sogar Welten dazwischen.
PureKeys- Computermäuse mit der gleichen leicht desinfizierbaren Oberfläche gibt es auch. Sogar eine leicht modifizierte Scrollrad- Variante wurde integriert, die sich intuitiv erschließt und nach kurzer Eingewöhnung schon routinemäßig zum Einsatz kommt.
Sowohl Maus als auch Tastatur gibt es als kabelgebundene wie auch kabellose Variante. Und die Geräte können preislich im Vergleich zu den Mitbewerbern gut mithalten.
Der erste Eindruck ist für mich ausgesprochen positiv.
Zum ersten Mal eine Tastatur, die sich nicht als schlechter (notgedrungen der Hygiene wegen zu akzeptierender) Schreibkomfort- Kompromiss präsentiert. So nah dran waren wie bislang noch nie am Original. Die leichten Einschränkungen, die Haptik betreffend, fallen angesichts des Hygienezugewinns nur wenig ins Gewicht.
Bliebe nur noch die Frage, wie sich die Tastaturen im Langezeittest bewähren.
Ich werde berichten.
Disclaimer
Vom Hersteller wurden Testgeräte kostenlos für die Dauer des Praxistestes zur Verfügung gestellt. Es besteht beim Autor kein Interessenskonflikt in Form von eigenen finanziellen Interessen oder finanziellen Interessen Dritter, die von einer positiven Berichterstattung profitieren oder eine negative Darstellung behindern.
von Torsten Hatzky Als kürzlich eine Teil-Erneuerung unserer EDV notwendig wurde, sollten die neuen Tastaturen auf jeden Fall hygienefähig sein. Bislang hatte ich aus Platzgründen in den Behandlungszimmern 12“ Notebooks, und die Hygiene habe ich bisher nur durch Disziplin eingehalten: Vor der Behandlung alle erforderlichen Info`s für den nächsten Patienten einsehen, dann erst Handschuhe an. Nach der Behandlung: Handschuhe aus und die erforderlichen Eingaben machen. Das geht schon, aber ich möchte mich nicht dafür verbürgen, dass meine Mitarbeiterinnen dies auch in jedem Fall so gemacht haben – besonders wenn ich es nicht sehen konnte ….. und wenn es mal hektisch wurde, habe ich mich auch manchmal dabei ertappt, dass ich den Weg der korrekten Vorgehensweise versehentlich verlassen hatte.
Bei meiner Recherche fand ich diesen Bericht. Beim Durchstöbern des Webshops vom Hersteller Hoffmann u. Krippner konnte ich feststellen, das es inzwischen zusätzlich zum bekannten MediBoard 2.0 zwei weitere und vor allem kleinere Tastaturen gab. Da HaWi das MediBoard in seinem Langzeitbericht sehr gelobt hatte habe ich, davon ausgehend, dass diese sich nur bezüglich der Grösse unterscheiden, gleich zwei der neuen MiniCleanBoards bestellt.
Sie wurden schnell geliefert, und wir haben sie umgehend in Betrieb genommen. Alle waren spontan vom schönen Design und der „Desinfektions- Erinnerungs-Funktion“ begeistert: Man kann die Tastatur über eine Tastenkombination ganz einfach funktionslos schalten. So können bei der Wisch-Desinfektion keine versehentlichen Eingeben gemacht werden. Danach wird sie mit derselben Kombination wieder aktiviert. Eine kleine LED schaltet von Rot auf Grün und im Hintergrund beginnt eine Zeituhr abzulaufen. Nach 180 Minuten schaltet die LED von Grün auf Gelb und zeigt , dass man doch mal wieder desinfizieren könnte. Macht man dies nicht, erfolgt nach 360 Minuten der Wechsel zu Rot, was anzeigen soll, dass man nun unbedingt desinfizieren muss, auch wenn in der Zwischenzeit überhaupt nicht dran geschrieben wurde. Einen Wechsel des Patienten kann die Tastatur natürlich nicht registrieren. Man kann aber als selbstverständlich voraussetzten, dass in Zusammenhang mit der Aufbereitung des Behandlungsplatzes die Tastatur auch gereinigt wird.
Soweit erst mal ein sehr erfreulicher Eindruck. Nach den ersten Eigaben kam aber leider die grosse Ernüchterung: Das Schreiben macht auf dieser Tastatur keine Freunde. Auch nach mehreren Tagen wurde dies nicht besser. Die Tasten lassen sich nur schwer erfühlen, da sie sich kaum vom Untergrund abheben. Folge: Man spürt nicht wo man ist, und driftet allzu oft irgendwo hin ab. Ausserdem ist der Kontakt unter den Tasten zu klein, so dass man auch deswegen allzu oft daneben trifft. Flüssiges Schreiben ist selbst für eine unserer Mitarbeiterinnen, die fließend 10-Finger-blind zu schreiben gewohnt ist, nicht möglich. Man muss immer ganz genau hinschauen, wo man hindrücken will, damit man wirklich trifft. Und dann ist auch noch der Anschlagdruck gewöhnungsbedürftig und gleichzeitig die Rückmeldung des erfolgten Tips recht unpräzise. Folge: Ich habe noch nie so viele und vor allem ungewöhnliche Tipfehler gemacht. So kam es oft dazu, dass das gleiche Zeichen zweimal getippt war, nachdem es beim ersten Anschlag nicht geklappt hatte. Dies konnten meine Mitarbeiterinnen ebenfalls bestätigen und es wurde der Wunsch geäussert, die Tastaturen zurückzugeben.
Nach Rückfrage bei der Schweizer Niederlassung des Herstellers hatte man zunächst einmal wenig Verständnis für unser Problem und ich bekam die Info, dass die Tastatur ja eigentlich nur für kurze Eingaben gedacht sei und nicht für längere Texte. Das wurde aber im Web-Shop nirgendwo zur Sprache gebracht. Jedoch bot man an, uns zwei andere Tastaturen für weitere Versuche zuzuschicken.
So hatte ich Gelegenheit, sowohl das etwas grössere CleanBoard und im Vergleich dazu auch das MediBoard zu testen. Das Foto zeigt alle drei Tastaturen im Grössenvergleich. Gleich vorab: Das etwas grössere CleanBoard hat die selbe praktische Erinnerungsfunktion, schreibt sich aber kaum besser als das MiniCleanBoard. Für kurze Eingaben ist es aber okay. Ich habe mir aber in letzter Zeit immer mehr angewöhnt, aus forensischen Gründen sehr ausführlich zu dokumentieren. So kommen doch recht schnell längere Texte zusammen, die noch dazu in kürzester Zeit geschrieben werden müssen.
Ich kann mir aber vorstellen, dass andere Kollegen dies anders handhaben und mit den CleanBoard Tastaturen hinreichend klar kommen. Sinnreich ist vielleicht auch die Anwendung am Rechner eines digitalen Röntgen-Systems, wo nur schnell die entsprechende Patientendatei geöffnet werden muss und sonst kaum andere Eingaben notwendig sind. Vom Preis her sind sie auf jeden Fall sehr attraktiv: Nur wenig mehr als die Hälfte des Preises, der für das grosse MediBoard zu zahlen ist.
Ganz anders war dann der Eindruck beim MediBoard. Hier konnten wir alle nach nur kurzer Eingewöhnungszeit fliessend längere Texte eingeben, ohne durch technische Unzulänglichkeiten bedingte Fehler. Ich selbst schreibe inzwischen überaus gern damit. Die Tasten haben offensichtlich einen aufwendigeren technischen Aufbau, was sich leider im deutlich höheren Preis niederschlägt. Die Desinfektions-Erinnerungs-Funktion bietet diese Tastatur nicht und man kann sie nicht durch Tastendruck funktionslos schalten. Weiterhin negativ: Sie nehmen leider viel Platz weg und die als Track-Pad gestaltete Maus-Funktion funktioniert mit Latex-Handschuhen nur arg widerwillig. Hier wäre noch Verbesserungspotential.
Da die anderen, zum Teil auch hier vorgestellten Optionen mir nicht so gut gefallen haben, war dann doch schnell entschieden: Das MediBoard wollen wir haben!
Nach erneuter Kontaktaufnahme mit der Herstellervertretung und deutlichem Hinweis auf die unzureichende Beschreibung im Web-Shop, erklärte man sich schliesslich doch bereit, gegen eine Bearbeitungsgebühr von 10% (für die erforderliche Neuverpackung), die bereits gelieferten Mini-CleanBoards zurückzunehmen, wenn ich dafür 2 MediBoard bestelle.
Diese haben wir nun schon mehr als 2 Wochen im Einsatz und sind bislang sehr zufrieden damit.
Disclaimer:
Es besteht beim Autor kein Interessenskonflikt in Form von eigenen finanziellen Interessen oder finanziellen Interessen Dritter, die von einer positiven Berichterstattung profitieren oder eine negative Darstellung behindern.
Nach langjähriger Suche haben wir sie endlich gefunden – die ideale hygienefähige, mit üblichen Desinfektionsmitteln wischdesinfizierbare Tastatur mit dennoch „normalem“ Schreibgefühl. Es ist die „medigenic“-Tastatur von esterline, z.B. hier erhältlich. Es handelt sich dabei wohl um eine relativ normale PC-Tastatur, die von einer dünnen, darüber gespannten Silikonhaut dicht umhüllt ist. Die Oberfläche ist völlig glatt (die Tasten sind nur „pseudo-dreidimensional“ aufgedruckt), es gibt also keine Rillen oder Nischen, in denen sich Schmutz, Staub, Bakterien oder Desinfektionsmittel ablagern könnten. Eine eigene Taste schaltet die Tastatur ab und nach Wischdesinfektion wieder ein (Leuchtdiode), nach einer Minute geschieht das automatisch. Die Schreibgeschwindigkeit ist genauso hoch wie bei einer nicht hygienefähigen Tastatur. Dazu gehört eine nach dem gleichen Prinzip (sehr leichtgängig und verlässlich) funktionierende Maus (normale Maus in dünner, glatter Silikonhülle – nicht abschaltbar, jedoch „in der Luft“ ohne Klickwirkung abwischbar). So chic wie eine Glastastatur ist die medigenic nicht, ansonsten aber wohl die perfekte Lösung für den (zahn-)medizinischen Bereich. Der Preis liegt für die „Essential“-Version bei etwa 200 Euro, für die Compliance-Version mit Tastaturbeleuchtung und Hygienesensoren und –Alarm bei etwa 300 Euro. Unseres Erachtens ist damit das „Dogma“„dass die verbesserte Hygienefähigkeit mit einer Verringerung der Schreibergonomie und Schreibeffizienz einhergeht.“ das unsere eigenen Erfahrungen bisher stets bestätigt haben (z.B. die mit dickem, dem Tastenprofil folgenden Silikon ummantelten Produkte von Man & Machine), nicht mehr gültig.
Über hygienefähige Tastaturen haben wir hier bei WURZELSPITZE schon des öfteren berichtet (wen ´s interessiert – einfach das Wort „Hygiene“ als Suchbegriff rechts oben eingeben).
Eine glatte Oberfläche ist sicherlich das in dieser Hinsicht konsequenteste und sinnvollste Konzept und der Magic Cube der koreanischen Firma Celluon setzt dieses Designprinzip der Reduktion aller möglichen Schmutznischen am radikalsten um. Handelt es sich doch hierbei um eine mittels eines roten Lasers auf die Fläche unserer Hinterkopfzeile projizierte virtuelle Tastatur.
Das ist nicht neu, das Prinzip ist schon seit einigen Jahren in einem kommerziell verfügbaren Gerät auf dem Markt und allein diese Tatsache kann als Indiz dafür gelten, dass in der Praxis vermutlich einige Drawbacks vorhanden sein könnten.
Die CES 2013 Anfang Januar in Las Vegas stellte die gegenwärtige Generation des Magic Cube in den Blickpunkt der Öffentlichkeit, wieder einmal berichteten Blogs und TV Sender über dieses Eingabegerät, dass einem Science Fiction- oder Agenten- Film ala „James Bond“ oder „Mission Impossible“ entliehen scheint und auf alle Technik – Begeisterten, neudeutsch Geeks, eine nicht entziehbare kindliche Faszination des Ausprobieren Wollen ausübt.
Und offensichtlich scheint das Konzept zumindest soweit alltagstauglich, dass es für eine Anwendung wie in der Zahnarztpraxis (kurze Eingaben am Behandlungsplatz zur Behandlungsdokumentation) grundsätzlich brauchbar erscheint.
Würde mir so ein Teil irgendwo über den Weg laufen, ich würde es interessiert ausprobieren.
Letzten Freitag war es diesbezüglich soweit. Ich hatte den Kollegen Nils Widera zu Besuch in unserer Praxis und – wie es der Zufall so will – er hatte besagten Magic Cube im Handgepäck, einen zierlichen Quader von circa 3*4*7 cm Kantenlänge. In den USB- Port des Mac eingestöpselt, wirft dieser eine 10*24 cm große virtuelle „Laser“ – Tastatur auf die Tischplatte.
Mit der man in der Tat schreiben kann. Und – im Hinblick auf die revolutionäre Andersheit des Konzeptes – überraschend gut. Hieß konkret, dass aus dem Stand in etwa die Schreibgeschwindigkeit anderer Hygiene – Tastaturen erreicht werden kann und auch die Anzahl der Schreibfehler mit diesen vergleichbar ausfällt.
Übung macht im Übrigen bei beiden Lösungen den Meister, Schnelligkeit des Schreibens und Reduktion der Schreibfehler gehen mit der Zeit positiv einher.
Als „proof of concept“ hat sich der Magic Cube definitiv bewährt.
Und auch das erfreuliche Feature einer mittels Tastendruck einschaltbaren virtuellen Maus, die mit der Fingerspitze die Funktion eines Trackballs liefert, ist grundsätzlich brauchbar, auch wenn es an die Funktionalität einer Hardware- Maus nicht heranreicht.
Ob man den Magic Cube in der Praxis einsetzen wird, muss daher sicherlich Jeder für sich selbst entscheiden.
Denn – vollkommen unabhängig von der Faszination des Möglichen und dem im Vergleich zu „konventionellen“ hygienefähigen Tastaturen günstigen Preis von ca. 140 Euro gibt es eine Reihe von – teilweise prinzipbedingten – Nachteilen zu akzeptieren. Mein persönliches Urteil fällt gegenwärtig zwiespältig aus. KO – Kriterien sind das vorhandene US – Tastatur- Layout und die visuelle Qualität der Laserprojektion.
Während das gegenwärtige QWERY – Tastatur – Layout nur eine vorübergehende Erschwernis darstellt und mit Ausliefern eines alternativen QWERTZ – Layouts beseitigt werden kann, so ist die vorhandene Laser – Projektion zwar auch im Hellen gut erkennbar, aber dennoch für die Augen ein anstrengender und auf Dauer möglicherweise ermüdender Zustand. Den einen mag es stören, den anderen nicht, da hilft nur ausprobieren.
Ich werde weiterhin dieses in seiner Grundkonzeption revolutionäre Konzept im Auge behalten, sehe es an der Schwelle des Nutzbaren für unsere Einsatzzwecke.
oder ein Medical Keyboard sind ebenso vielversprechend. Ich werde diese ebenso wie die QWERTZ – Version des Magic Cube garantiert einer weiteren Überprüfung unterziehen, halte persönlich aber nachwievor in der Summe der positiven Eigenschaften die IC Keys – Tastatur gegenwärtig für unerreicht.
Disclaimer Der Magic Cube wurde mir vom Kollegen Nils Widera kostenlos für eine Woche zum Ausprobieren zur Verfügung gestellt. Nach dieser Zeit wurde das Gerät von uns zurückgesandt. Der hier niedergeschriebene Artikel gibt die persönliche Einschätzung des Autors wieder. Es gab keine Vergütung von Seiten des Herstellers oder Dritter für die Erstellung dieses Artikels.
14 Tage lang hatte uns der Hersteller IC medical seine IC Keys- Tastatur zum Testen zur Verfügung gestellt.
Ich habe gerne mit ihr geschrieben.
Von den hygienefähigen Tastaturen ist sie mir als am angenehmsten in Erinnerung geblieben, wenngleich sie mir – aus der Erinnerung heraus – der Cleankeys – Tastatur nicht unähnlich erschien.
Viel- und Schnellschreiber wie ich werden ihre gewohnte Schreibeffizienz damit nicht erreichen können. Der fehlende Druckpunkt und die nicht vorhandenen Tastenerhebungen bringen mit sich, dass die Finger keinerlei haptische Orientierung erfahren. Blindschreiben ist also nicht und auch die akustische Rückmeldung des Tastendrucks alleine ist nicht ausreichend. Permanenter Sichtkontakt zur Tastatur ist demnach empfehlenswert. Wer dem ohnehin bedarf, so die Rückmeldung meiner Assistentinnen, der erlebt dies nicht als Nachteil, ist mit dem Schreibkomfort vollends zufrieden.
Was die Hygienefähigkeit angeht, so ist die Tastatur im Vergleich zu konventionellen Konzepten unerreicht. Das wir dann doch wieder (zumindest vorübergehend) zur Melitta – Folie als Einwegabdeckung zurückgekehrt sind, ist vor allem der Tatsache geschuldet, dass bei einem Preis von netto 299 Euro das Investitionsvolumen für unsere Praxis – man verzeihe mir den nostalgischen Rückgriff – über 3500 DM beträgt. Nur die potentiell kontaminierbaren Bereiche berücksichtigt, wohlgemerkt. Würden wir auch noch Anmeldung und Büro mit diesen Tastaturen ausstatten, würde sich die Investitionssumme noch einmal deutlich erhöhen.
Dafür kann man schon einiges an Melitta – Folie kaufen und noch ein wenig länger nach Alternativen Ausschau halten, zumal, pünktlich nach gerade mal 14 Tagen der mitgelieferte fabrikneue Batteriesatz der 2,4 Gigahertz Funktastatur aus Kapazitätsgründen seinen Geist aufgab. Für mich überraschend, wenn man bedenkt, dass die seit Jahren bei uns verwendeten Apple – Tastaturen mit einer einzigen Batteriebestückung mehrere Monate halten, entspricht jedoch ziemlich exakt den vom Hersteller gemachten Angaben von 60 Stunden Betriebsdauer und ist vermutlich für die meisten Betreiber ohnehin unerheblich, da diese die Tastatur kabelbetrieben nutzen.
Über hygienefähige Tastaturen haben schon des öfteren bei WURZELSPITZE berichtet, zum Beispiel hier oder hier oder da und dort.
Die ultimative Lösung gab es bislang nicht.
Aber es kommen immer mehr Produkte auf den Markt und damit steigt die Wahrscheinlichkeit, ein adäquate Tastatur zu finden, die allen oder zumindest doch den entscheidenden Kriterien genügt.
Seit Montag haben wir zum Testen die MediBoard 2.0 Tastatur der Firma Keywi bei uns in der Praxis.
Eine signalweisse, modern anmutende USB Tastatur, die per Plug and Play sowohl mit unseren Apple- wie auch mit Windows – Rechnern funktioniert.
Preislich konkurriert die Tastatur mit dem Cleankeys Mitbewerber. Jene ist etwas kompakter, sieht (wenngleich das immer auch Geschmacksache ist) schicker aus und weist als vollkommen flache und spaltfreie Glastastatur die wohl besten Desinfektionseigenschaften ihrer Oberfläche auf.
Demgegenüber punktet die keywi – Tastatur mit einer per se antimikrobiellen Oberfläche, von der der Hersteller verspricht, das diese leicht & schnell zu reinigen sei und Bakterien und Viren keine Chance liesse.
Die antimikrobielle Wirksamkeit wurde mit folgenden Bakterien getestet:
Die antimikrobielle Wirkung kann für 15 Jahre garantiert werden. Die Keywi PC-Tastatur ist nach IP65 spritzwassergeschützt und dadurch einfach und schnell zu reinigen.
Das Gehäuse soll allen gängigen Desinfektionsmitteln widerstehen. Das gilt es meines Erachtens zu beweisen und so bin ich gespannt, wie die Tastatur nach einiger Zeit sich gegenüber den Desinfektionsmitteln bewähren wird.
Was ich jetzt schon sagen kann ist jedoch, dass das keywi – Mediboard 2.0 gegenüber allen bisher gestesteten Tastaturen die besten Schreibeigenschaften aufweist. Die Tastatur besitzt fühlbare linsenförmige Tastenkuppen. Erinnert mich ein wenig an die berühmten Braun Taschenrechner aus meiner Jugend. Die leicht erhabenen „Schreiblinsen“ gewährleisten eine eindeutige Platzierung der Finger beim „Blindschreiben“ und sie weisen einen Druckpunkt auf, der eine Rückmeldung des Schreibvorganges ermöglicht. Letzters wird zusätzlich durch ein Klickgeräusch unterstützt. Ein kapazitives Touchpad sorgt für ein taktiles Empfinden und eine einfache Bedienung – mit und ohne Schutzhandschuhe. Es liefert nicht ganz die Funktionalität einer PC – Maus, aber nach kurzer Eingewöhnung ist man in der Lage, vollkommen auf die gewohnte Maus zu verzichten. Und man ist in der Lage, genauso schnell und sicher zu schreiben wie mit den gewohnten normalen PC – Tastaturen.
Ein deutlicher Vorteil gegenüber den bisherigen Lösungen.
In 2 Tagen wird im Übrigen auf der MEDICA in Düsseldorf die neue Hygiene-PC-Tastatur CleanBoard vorgestellt werden. Laut keywi – Geschäftsführer Rainer Veitinger ist es „die perfektionierte Weiterentwicklung der Produktgruppe MediBoard und in Form und Funktion kaum zu überbieten.“
Das klingt vielversprechend. Ich werde berichten. Ab Dezember steht uns auch diese Tastatur zum Test zur Verfügung.
Das ist ein Nachteil eines Blogs.
Einstmals Geschriebenes (ganz im Gegensatz zu Konrad Adenauers berühmter Bemerkung vom dummen Geschwätz von gestern) bleibt „ewig“ bestehen.
Der Importeur der Cleankeys – Tastatur, Alain Neuens, hat mich darauf hingewiesen, dass der in unserem Blog gelistete Preis für die Cleankeys – Tastatur der IDS Messepreis war und nach der IDS nicht mehr gültig ist.
Letzte Woche erhielt ich einen Anruf bzgl. einer Bezugsadresse der von uns bei WURZELSPITZE vorgestellten Cleankeys – Tastatur. In der Tat gibt es auf der Homepage des Herstellers keine Auflistung der deutschen Bezugsquelle oder aber sie ist so gut versteckt, dass ich sie bislang nicht gefunden habe.
Ich kann aber hier die Emailadresse des Luxemburg – Importeurs, Herrn Alain Neuens (info@lns-sa.lu ), weitergeben.
Wie ich von Herrn Neuens erfahren habe, wird es demnächst unter www.cleankeysinc.com eine neue Webseite geben, auf denen dann auch die internationalen Dealer und Distributoren darauf zu finden sein werden.
Noch zwei Neuerungen: Ein deutsches Layout ist kurz vor der Einführung, eine Wireless – Version des Cleankeys – Keyboards wird es voraussichtlich Anfang 2010 geben.
So ganz zufrieden, die Schreibqualität betreffend, war ich noch nicht, weder mit der Cleankeys noch mit der General Keys Tastatur. Also zumindest nicht so überzeugt, dass ich eine der beiden Varianten vom Fleck weg gekauft hätte.
Ich habe also weiter gesucht und bin fündig geworden bei einer Cherry – Tastatur, für die es einen hygienefähigen Kunststoffüberzug gibt.
Kosten für die Tastatur rund 20 Euro , für die Hülle noch einmal so viel, was schon sehr grenzwertig ist für den sehr dünnenÜberzug, der nach ein paar Tagen geliefert wurde.
Und um es kurz zu machen.
ich hatte mir viel versprochen von dieser Variante, aber irgendwie hat sie mich am meisten enttäuscht.
Zum einen glaube ich nicht ,dass die Schutzhülle auch nur mittelfristig den Einwirkungen der Desinfektionsmittel standhalten wird. Ich vermute, sie wird zunächst unansehlich und blind und schließlich, schneller als mir lieb ist, brüchig werden.
Das alleine schon bietet Frustpotential genug, aber es kommt noch hinzu, dass die Hülle sich negativ auf die Schreibqualität der Tastatur auswirkt.
Von der Cherry – Tastatur hatte ich eigentlich die mir bisher mit diesem Hersteller bekannte Schrebiqualität vorausgesetzt. Aber schon die Tastatur per se war von der Haptik her enttäuschend.
Mit der Hülle in Position ist das Schreibverhalten noch einmal deutlich schlechter und ist mit einer schutzlosen Tastatur nicht mehr zu vergleichen.
Mein Fazit: Diese Tastatur mit der dazugehörigen Schutzhülle würde ich nicht mehr kaufen.
Seit ein paar Tagen schreibe ich nun in der Praxis mit den verschiedenen unterschiedlichen „hygienefähigen“ Tastaturen, um auszuloten, wie diese sich im Praxisalltag bewähren.
Gleich vorweg: Es ist eine nicht unbeträchtliche Umgewöhnung, die man durchlaufen muss, sowohl beim Schreiben mit der „Cleankeys“ Glas -Tastatur wie auch mit der „General Keys“ Silikon -Tastatur.
Wenn man ein paar Dinge beachtet, dann ist aber ein Schreiben mit beiden Tastaturen möglich, wie nachfolgender Schreibtest zeigt.
Ich habe „quick and dirty“ zwei Mustersätze in die verschiedenen Tastaturen reingehämmert, um zu zeigen, mit welcher Fehlerqoute das Schreiben behaftet ist. Wobei „reingehämmert“ kein schlechter Begriff ist für die Tätigkeitsbeschreibung, denn zumindest die Silikon – Tastatur erfordert zum Schreiben einen ungewohnt harten, perkussiven Anschlag. Mit der CleanKeys Glas – Tastatur hingegen schreibe ich am besten, wenn ich die Tastenfelder steil von oben anschlage, viel steiler als ich es bei konventionellen Tastaturen durchführen würde.
Hier der Test:
Konventionelle Tastatur (2 Schreibfehler)
Zur Beantrgung des Freiwilligen Fortbildungssiegels wurde ein Erfassungsbogen erarbeitet, den wir für Sie auf den nachfolgneden Seiten eingefügt haben. Den vollständig ausgefüllten Bogen senden Sie bitte an die Geschäftsstelle der Landeszahnärztekammer Rheinland – Pfalz.
Cleankeys – Tastatur (4 Schreibfehler)
Zur Beantrgung des Freiwilligen Fortbildungssiegel wurde ein Erfassungsbogen drarbeitet , den wir für Sie auf den nachfolgenden Stiten eingefügt haben. Den vollständig ausgefüllten Bogen senden Sie bitte an die Geschäftsstelle der Landeszahnärztekamme Rheinland – Pfalz.
General Keys Tastatur (3 Schreibfehler)
Zur Beantrgung des Freiwilligen Fortbildungssiegels wurde einErfassungsbogen erarbeitet, den wir für sie auf den nachfolgenden Seiten eingefügt haben. Den vollständig ausgefüllten Bogen senden Sie bitte an die Geschäftststelle der Landeszahnärztekammer Rheinland – Pfalz.
Und noch ein Test mit der Clean Keys – Tastatur:
Eine meine Assistentinen, im 2 Finger Suchsystem (7 Schreibfehler)
Zur Beantragung des Freiwilligen Fortbildungssiegels wurde ein Erfassungsbogen erarbeitet, den wir für Sie aug den nachfolgenden Seiten eingefügt haben. Den vollständigen ausbgefüllten Bogen sende sie bitte an die Geschäftsstelle der Landeszahnärttekammer Rheinland-Pfalz.
Auch wenn das jetzt nominal mehr Fehler sind als bei meinen Schreibversuchen, so war ich doch überrascht, wie gut meine Assistentin auf Anhieb mit der Tastatur zurechtkam.
Ich persönlich kann am bestem und deutlich am schnellsten mit der konventionellen Tastatur schreiben.
Vor allem kann ich mit einer solchen Tastatur mit zehn Fingern blind schreiben ( hab ich nie gelernt, aber im Laufe der Zeit hat sich das so ergeben).
Wenn ich dass mit der „Cleankeys“ Glas – Tastatur oder mit der der „General Keys“ Silikon -Tastatur versuche, fällt das Ergebnis deutlich schlechter aus, so dass hier der Blick zwingend auf der Tastatur ruhen muss, um bestmögliche Resultate zu erzielen. Wenn man dies einmal erkannt hat und sich danach richtet, kann man auch mit diesen Tastaturen mit relativ wenig Schreibfehlern und mit adäquater Geschwindigkeit arbeiten.
Es ist schon interessant, welche Dynamik manche Sachen entwickeln.
Kaum hatte ich die auf der IDS vorgestellte Clean Keys – Tastatur in unserer Praxis, warteten meine Mitarbeiter mit einer Reihe von Alternativen auf.
300 Euro ? 400 Euro ? Für eine Tastatur ? Das muss doch auch günstiger gehen, war der Tenor.
Zunächst erinnerte sich eine Mitarbeiterin, in einem Katalog vor kurzem Tastaturüberzüge entdeckt zu haben. Aber in welchem Katalog ? Irgendein Katalog ihres Mannes könnte es gewesen sein, aber welcher ?
Sie versprach, nachzuschauen und kam nach dem Wochenende in die Praxis zurück, einen Katalog unter dem Arm, jedoch mit der entäuschenden Nachricht, dass sie trotz dreimaligem Durchblättern besagte Abdeckfolien nicht gefunden hatte. Ein weiteres Durchblättern in der Praxis brachte zwar immer noch kein Ergebnis diesbezüglich, aber im Katalog fanden sich Silikon – Tastaturen.
Flüssigkeitsdicht und daher für unsere Zwecke geeignet. 17 Euro, die billigere der beiden. General Keys der Hersteller, gefunden im PEARL – Katalog. Her damit.
Kaum waren diese in unserer Praxis angekommen (ich schreibe diese, denn es gab im Katalog eine kabelose und eine USB – Version und wir haben beide geordert) fand sich der Katalog wieder, in dem die Tastaturüberzüge aufgeführt waren.
Sollten wir die Überzüge nicht auch probehalber bestellen ?
Schließlich hatte sich nach kurzer Zeit schon gezeigt, dass sowohl die Glas- als auch Silikon – Tastatur ihre „Eigenheiten“ hatten, das Schreiben mit beiden unterschiedlich, jedoch so oder so gewöhnungsbedürftig ausfiel.
Ich war kurz davor, die Hüllen (leider nur im 400 Hunderter Pack) zu bestellen, aber wir werden zunächst abwarten.
Denn parallel zu den beiden Test – Tastaturen haben wir die vorhandenen Tastaturen in Folie verpackt.
Melitta – Folie. Hätte man früher gesagt. Keine Ahnung, wie die Folie heute heißt. Toppits vermutlich. Aussen Toppits, innen steril.
Egal, die Melitta – Folie läuft ausser Konkurrenz.
Nur um zu sehen, ob dies überhaupt funktionieren kann und mit welchen Kosten und Arbeitsaufwand eine eingepackte konventionelle Tastatur verbunden ist.
In zwei drei Wochen wissen wir mehr.
Angenehmer Kontakt mit Herrn Neuens, dem Vertreiber dieses Produktes. Schnell und umkompliziert hat er die Tastatur geliefert.
Sie kostet 331.24€ inkl. Luxemburger MwSt. plus 15€ Porto & Verpackung. Das war der IDS – Messepreis. Regulär kostet die Tastatur 390 Euro + MWS.
Zur Zeit gibt es die Tastaturen nur in Glas.
Eine Acrylversion, wie sie auf der Homepage des kanadischen Herstellers zu sehen ist, kann bei gleichem Preis mit deutschem Tastaturlayout hergestellt werden, wenn sich mindestens 100 Interessenten finden sollten.
An der Hygiene ändert sich nichts bei Acryl gegenüber Glas.
Das Acryl ist lediglich etwas anfälliger gegen Kratzer, dafür bricht es aber nicht.
Mit Acryl ist das Keyboard etwas leichter.
Angst, dass die Tastatur runterfallen könnte, habe ich nicht.
Schon eher, dass etwas auf die Tastatur drauffallen könnte.
Ein Glasbruch ist im Übrigen nie ein Garantiefall, dass nur als Hinweis an meine Assistentinnen.
Vor meinem geistigen Auge sehe ich schon das Dappenglas, dass aus dem Hängeschrank über der Hinterkopfzeile rollt und auf der Tastatur landet, um dort spinnennetzartige Risse im Glaszu hinterlassen.
Mag sein, dass die Glas – Variante edler aussieht, aber irgendwie, wie war das mit Pferden vor Apotheken, ist mir die Acryl – Variante nicht unsympatisch.
Vielleicht auch deshalb, weil ich von einem meiner Mac´s ohnehin eine weisse Plastik – Tastatur gewohnt bin.
Apro po Mac.
Nach der Mittagspause lag die Tastatur in meinem Büro.
Und deshalb habe ich sie kurz entschlossen an meinem Imac ausprobiert.
Die Installation ging problemlos. Plug and Play. Sie funktioniert also auch mit Apple – Rechnern.
Nur den Klammeraffen @ konnte ich (noch) nicht auswählen. Keine Ahnung warum, ich hatte aber keine Zeit, dem Problem auf dem Grund zu gehen.
Das Schreiben ging schon ganz gut.
Natürlich fehlt viel von der Haptik einer normalen Computertastatur, was zunächst bei mir zu einer leicht herabgesetzten Schreibgeschwindigkeit führte. Ich denke, dies wird allen Leuten, die schnell schreiben, ähnlich gehen.
Je unversierter der Schreiberling ist und je mehr sein Schreibstil dem 2 Finger Suchprinzip ähnelt, umso geringer wird vermutlich die Schreibdifferenz ausfallen.
Aber verglichen mit dem virtuellen Keyboard meines Iphones (dessen Bedienung am Anfang ungewohnt war und das ich heute ohne Probleme bediene) erscheint mir der Umgewöhnungsprozess vergleichsweise unproblematisch.
Ich bin daher zuversichtlich, dass man nach entsprechender Eingewöhnungszeit mit der CleanKeys – Tastatur zumindest annähernd so schnell und sicher schreiben kann wie mit einer konventionellen Tastatur.
In die Tastatur ist ein Trackpad integriert ist, dass eine Maus weitestgehend hinfällig werden lässt (auch wenn die Tastenergonomie der Apple Mighty Mouse nicht 1 zu 1 reproduziert werden kann).
Die leicht aufgerauhte Glasoberfläche erlaubt auch mit Handschuhen eine praxisgerechte Positionierung des Mauszeigers.
Das Trackpad ist, unter Hygieneaspekten gesehen, eine tolle Sache.
p.s.: Den Klammeraffen @ habe ich im Übrigen mittlerweile auch gefunden. Er findet sich unter der Tastenkombination alt gr L.
Für mich weder irgendwelche Werbepräsente noch Fingerfood, Kölsch oder Sekt und auch keine Aftershow – Parties. Sondern schlichtweg die Möglichkeit, viele kleine Firmen und ihre teilweise hoch innovativen Produkte kennenlernen zu können.
Und dank des Internets haben wir heute sogar die Chance, an der Messe zu partizipieren, wenn wir nicht oder nicht mehr vor Ort sind.
So wie im Falle der Cleankeys Tastatur des kanadischen Herstellers Touchfree Computing. Diese habe ich nämlich erst nach meinen Messetagen kennengelernt, durch einen Hinweis des Kollegen Andreas Bien, bei dem ich mich an dieser Stelle herzlich für den Tipp bedanken möchte.
Während wir (mit „wir“ meine ich das gesammelte Wissen mannigfaltiger Expertenkommisionen, das letztendlich in neuen RKI – Richtlinien sich kondensiert) nämlich seit längerem angestrengt schon darüber nachdenken, wie es uns gelingen kann, mittels Vakuumautoklaven auch das letzte Bakterium aus den abstrusesten Nischen von Winkelstücken zu vertreiben, wird gänzlich ausser acht gelassen, dass wesentlich naheliegendere Kontaminationsquellen vollkommen unberücksichtigt werden.
Stichwort Kreuzkontamination.
Jede Computertastatur, jeder Kugelschreiber, die/der während der Behandlung berührt wird, ist als kontaminiert und damit potentiell infektiös anzusehen. Und auch wenn man im Rahmen des praxisinternen QM übereinkommt, Eintragungen, Variante 1, erst nach der Behandlung durchzuführen oder Variante 2, jedes Mal aufs Neue eine Dekontamination der Hände (Handschuhe aus, Händedesinfektion, Schreiben, Händedesinfektion, neue Handschuhe an) durchzuführen , so sind wir uns alle einig, dass dieser fromme Wunsch im Praxisalltag nur unzureichend umzusetzen ist.
Schon mal eine Computertastatur desinfiziert ? Ganz gleich ob in Kunststoff -Folie verpackt oder nicht.
Ich sehe, wir verstehen uns.
Die CleanKeys Tastatur erscheint mir da ein deutlich gangbarerer Weg zu sein, viel besser als alle anderen bisher bekannten Tastatur – Alternativen wie Edelstahl -, Silikon- oder virtueller Laser – Tastatur.
Die Konsequenz ?
Eine Tastatur mit Schweizer Layout (eine deutsche Version gibt es noch nicht) ist auf dem Weg zu mir und ich werde berichten, sobald das erste Exemplar bei uns in der Praxis Anwendung findet.