Saubere Tasten

von Hans – Willi Herrmann

Die CleanKeys – Tastatur ist heute angekommen.

Angenehmer Kontakt mit Herrn Neuens, dem Vertreiber dieses Produktes. Schnell und umkompliziert hat er die Tastatur geliefert.

Sie kostet  331.24€ inkl. Luxemburger MwSt. plus 15€ Porto & Verpackung. Das war der IDS – Messepreis. Regulär kostet die Tastatur 390 Euro + MWS.

Zur Zeit gibt es die Tastaturen nur in Glas.
Eine Acrylversion, wie sie auf der Homepage des kanadischen Herstellers zu sehen ist, kann bei gleichem Preis mit deutschem Tastaturlayout hergestellt werden, wenn sich mindestens 100 Interessenten finden sollten.

An der Hygiene ändert sich nichts bei Acryl gegenüber Glas.
Das Acryl ist lediglich etwas anfälliger gegen Kratzer, dafür bricht es aber nicht.
Mit Acryl ist das Keyboard etwas leichter.

Angst, dass die Tastatur runterfallen könnte, habe ich nicht.

Schon eher, dass etwas auf die Tastatur drauffallen könnte.
Ein Glasbruch ist im Übrigen nie ein Garantiefall, dass nur als Hinweis an meine Assistentinnen.

Vor meinem geistigen Auge sehe ich schon das Dappenglas, dass aus dem Hängeschrank über der Hinterkopfzeile rollt und auf der Tastatur landet, um dort  spinnennetzartige Risse im Glaszu hinterlassen.
Mag sein, dass die Glas – Variante edler aussieht, aber irgendwie, wie war das mit Pferden vor Apotheken, ist mir die Acryl – Variante nicht unsympatisch.

Vielleicht auch deshalb, weil ich von einem meiner Mac´s ohnehin eine weisse Plastik – Tastatur gewohnt bin.

Apro po Mac.
Nach der Mittagspause lag die Tastatur in meinem Büro.
Und deshalb habe ich sie kurz entschlossen an meinem Imac ausprobiert.

Die Installation ging problemlos. Plug and Play. Sie funktioniert also auch mit Apple – Rechnern.
Nur den Klammeraffen @ konnte ich (noch) nicht auswählen. Keine Ahnung warum, ich hatte aber keine Zeit, dem Problem auf dem Grund zu gehen.

Das Schreiben ging schon ganz gut.
Natürlich fehlt viel von der Haptik einer normalen Computertastatur, was zunächst bei mir zu einer leicht herabgesetzten Schreibgeschwindigkeit führte. Ich denke, dies wird allen Leuten, die schnell schreiben, ähnlich gehen.
Je unversierter der Schreiberling ist und je mehr sein Schreibstil dem 2 Finger Suchprinzip ähnelt, umso geringer wird vermutlich die Schreibdifferenz ausfallen.

Aber verglichen mit dem virtuellen Keyboard meines Iphones (dessen Bedienung am Anfang ungewohnt war und das ich heute ohne Probleme bediene) erscheint mir der Umgewöhnungsprozess vergleichsweise unproblematisch.
Ich bin daher zuversichtlich, dass man nach entsprechender Eingewöhnungszeit mit der CleanKeys – Tastatur zumindest annähernd so schnell und sicher schreiben kann wie mit einer konventionellen Tastatur.

In die Tastatur ist  ein Trackpad integriert ist, dass eine Maus weitestgehend hinfällig werden lässt (auch wenn die Tastenergonomie der Apple Mighty Mouse nicht 1 zu 1 reproduziert werden kann).

Die leicht aufgerauhte Glasoberfläche erlaubt auch mit Handschuhen eine praxisgerechte Positionierung des Mauszeigers.

Das Trackpad ist,  unter Hygieneaspekten gesehen, eine tolle Sache.

p.s.: Den Klammeraffen @ habe ich im Übrigen mittlerweile auch gefunden. Er findet sich unter der Tastenkombination alt gr  L.

IDS 2009 (4) Die kleinen Dinge im Leben

von Hans – Willi Herrmann

Was ist das wirklich Tolle an der IDS ?

Für mich weder irgendwelche Werbepräsente noch Fingerfood, Kölsch oder Sekt und auch keine Aftershow – Parties. Sondern schlichtweg die Möglichkeit, viele kleine Firmen und ihre teilweise hoch innovativen Produkte kennenlernen zu können.

Und dank des Internets haben wir heute sogar die Chance, an der Messe zu partizipieren, wenn wir nicht oder nicht mehr vor Ort sind.

So wie im Falle der Cleankeys Tastatur des kanadischen Herstellers Touchfree Computing. Diese  habe ich nämlich erst nach meinen Messetagen kennengelernt, durch einen Hinweis des Kollegen Andreas Bien, bei dem ich mich an dieser Stelle herzlich für den Tipp bedanken möchte.

Während wir (mit „wir“ meine ich das gesammelte Wissen mannigfaltiger Expertenkommisionen, das letztendlich in neuen RKI – Richtlinien sich kondensiert) nämlich seit längerem angestrengt schon darüber nachdenken, wie es uns gelingen kann, mittels Vakuumautoklaven auch das letzte Bakterium aus den abstrusesten Nischen von Winkelstücken zu vertreiben, wird gänzlich ausser acht gelassen, dass wesentlich naheliegendere Kontaminationsquellen vollkommen unberücksichtigt werden.
Stichwort Kreuzkontamination.
Jede Computertastatur, jeder Kugelschreiber, die/der während  der Behandlung berührt wird, ist als kontaminiert und damit potentiell infektiös anzusehen. Und auch wenn man im Rahmen des praxisinternen QM übereinkommt, Eintragungen, Variante 1, erst nach der Behandlung durchzuführen oder Variante 2, jedes Mal aufs Neue eine Dekontamination der Hände (Handschuhe aus, Händedesinfektion, Schreiben, Händedesinfektion, neue Handschuhe an) durchzuführen , so sind wir uns alle einig, dass dieser fromme Wunsch im Praxisalltag nur unzureichend umzusetzen ist.

Schon mal eine Computertastatur desinfiziert ? Ganz gleich ob in Kunststoff -Folie verpackt oder nicht.
Ich sehe, wir verstehen uns.

Die CleanKeys Tastatur erscheint mir da ein deutlich gangbarerer Weg zu sein, viel besser als alle anderen bisher bekannten Tastatur – Alternativen wie Edelstahl -, Silikon- oder virtueller Laser – Tastatur.

Die Konsequenz ?

Eine Tastatur mit Schweizer Layout (eine deutsche Version gibt es noch nicht) ist auf dem Weg zu mir und ich werde berichten, sobald das erste Exemplar bei uns in der Praxis Anwendung findet.

CleanKeys 1

CleanKeys 1