Perforierende Resorption Zahn 22 (I)

Im Februar diesen Jahres stellte sich der damals 58-jährige Patient erstmals bei uns vor. In der Oberkieferfrontzahnregion links hatte sich vor einiger Zeit erstmals ein Fistel gebildet.

Das daraufhin vom Hauszahnarzt erstelle Einzelzahnröntgenbild zeigt Folgendes:

Da der Patient maximal am Zahnerhalt interessiert war erfolgte bei uns eine weitere Röntgendiagnostik mittels DVT.

Hier ein Screenshot, der das Außmass der perforierenden internen Resorption zeigt…

Was nun?

2 Gedanken zu „Perforierende Resorption Zahn 22 (I)

  1. Kein Fall der vorhersagbar zu lösen ist….evtl.:
    aufbereiten auf AL dann xp finisher R um die Resorption so weit wie mgl. zu säubern, wobei das auch nicht immer geht da das Gewebe sich nicht so einfach wegnehmen lässt; vorsichtiges spülen Hypo Guttapercha Downpack bis zur Perforation, MTA ordentlich kondensieren in der Perforation, wenn es überpresst ist was zu erwarten ist nach abbinden aufklappen und zystisches Gewebe entfernen und MTA glätten…..und ganz viel hoffen…ich bin gespannt….

  2. Hallo…
    den Kanal bis zum Dach der Resorptionshöhle bearbeiten, den Rest tunlichst schonen.
    Der Reiz befindet sich im infizierten koronalen Anteil, apikal davon ist Abwehr. Und die wollen wir doch nicht unnötig ärgern, oder?
    CaOH rein, wenn es etwas blutet; wenn nicht, gleich CaOH/Iodoform.
    Der Patient möge nach 5-7 Tagen den Stand der Fistel telefonisch/ per Handyfoto durchgeben. Wenn man unsicher ist oder noch kein CaOH/Iodoform drin war, Medwechsel nach 2-3 Wochen. Die Fistel wird sehr wahrscheinlich verschwinden.
    Bei der WF biokeramisches Putty auf das Gewebe in der Resorption legen, weiter nach Gusto bzw Situation.
    Kontrolle nach 6 Monaten usw.
    Die Aufhellung seitlich wird verschwinden, spannender ist es in der Resorptionslakune. Bleibt so oder Knochen oder Wurzelzement… But: Who cares?
    Und der apikale Kanalanteil? Ist doch höchstwahrscheinlich vital, was wollen wir dort?
    Wenn alle Stränge reißen: Resezieren können wir nach WF und Beobachtung / Verkleinerung des knöchernen Defekts immer noch.

    Apropos: Ich würde zuerst einmal auch den 21 gut ansehen. Der ist apikal deutlich unsicherer als der 22. Also doch DVT. Hilft auch bei der bestmöglichen Positionierung des Zugangs in 22. Damit man das Gewebe möglichst auch sehen kann. Die Krone bekommt man schon wieder ästhetisch unscheinbar zu.

    LG Thomas

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