Neustart (XVII) – Pimp your Behandlungszimmer (II)

Von Christoph Kaaden

Nach fast neun Jahren eigener Praxis kann von „Neustart“ sicher nicht mehr die Rede sein.

Heute berichte ich trotzdem über dieses Topic und stelle das jüngste Update zu dieser bzw. dieser Thematik vor.:

Die Anschaffung der zwei digitalen Röntgengeräte (Einzel-Röntgen mit Sensor und DVT) für unser zweites Behandlungszimmer (aka Untersuchungs-/Befundungszimmer) hat uns seiner Zeit um „Lichtjahre“ vorangebracht.

Etwas später habe ich dann noch ein weiteres Dentalmikroskop angeschafft. Unter anderem aus Platzgründen war es nicht möglich ein weiteres Zeiss ProErgo zu wählen.

Daher fiel unsere Wahl auf ein Zeiss Pico mit Xenon-Beleuchtung etc. auf einem Rollstativ.

Schnell wurde klar, dass diese „Lösung“ suboptimal ist…

ein Bild zeigt sofort warum…

der Aufwand das Mikroskop bei „Bedarf“ in Position zu bringen war immer enorm. Von der Dokumentationsfähigkeit der Behandlung mittels Kamera etc. ganz zu schweigen…

Daher entschied ich mich nach einiger Zeit für die Anschaffung und Installation einer weiteren Centro-Säule.

Die baulichen Vorkehrungen etc. dafür waren bei dem Umbau 2011/2012 getroffen worden…

trotzdem gestaltete sich die Umsetzung, wie leider eigentlich immer, als hürdenreich…

als Hauptproblem ergab sich die Tatsache, dass es für unseren Planmeca-„Röntgenarm“ keinen Adapter zur Centro-Säule gab (was im Vorfeld mit mir so _nicht_ kommuniziert wurde )

… daher bedeutete dies eine individuelle Anfertigung…

was dies u.a zeitlich etc bedeutet wird daher auch schnell klar…

hier schon mal ein paar Aufnahmen zu dem dann individuell hergestellten Adapter…

mehr dazu und den weiteren Problemen aber zu einem anderen Zeitpunkt…

Sony NEX 7 am Dentalmikroskop

von Jürgen Wettlauffer

Mein erster Eindruck ist, dass mit der Nex 7 deutlich bessere Bilder zu erzielen sind als mit meiner Lumix GH1. Ich denke die Lumix ist veraltet und entspricht nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik. Ich glaube allerdings auch, dass das kleinere Modell (Sony Nex 5N) die gleichen Ergebnisse am Mikroskop erzielt.

Mein Adapter (Hanchadent) und mein Kaps- Mikroskop sind gleich geblieben. Ich bin sicher, dass die aktuellen Kameras an den neuen HD-Kamera-Adaptern das Maximum an Bildqualität herausholen.
Neben den bekannten Schwierigkeiten gute Fotos mit „Consumer-Cameras“ an Mikroskopen zu erzielen ist der „Flaschenhals“ heute die Optik der meisten Mikroskope. Diese wurden in den 80er gerechnet, als es noch keine Digitaltechnik in der Fotografie gab. Das gleiche Problem tritt mit den alten Kamera Objektiven aus „Analog-Tagen“auf. Die Qualität dieser „Analog“-Objektive reicht für die Digitalkameras nicht aus. Ausnahme sind die Objektive von Leica. Die alten „Gläser“ von Leica waren schon immer viel besser als der analoge Film auflösen kann. Daher sind diese Optiken noch heute an den Digitalkameras exzellent.
Jetzt wird es Zeit, dass Mikroskophersteller mal anständige Optiken liefern, die mit den Kameras mithalten. Ich bin gespannt was die Zukunft uns bringt.

Crystal Tips – Update

von Hans – Willi Herrmann

Unser ehemals riesiger Vorrat an Riskontrol- Ansätzen der Firma Acteon (gekauft, um die Praxis mit kostenlosen Adaptern ausrüsten zu können)  ging langsam zu Ende.
Das hatte ich schon länger zum Anlass genommen, mich nun intensiver mit den Crystal Tips – Ansätzen zu beschäftigen. Vielleicht erinnern sie sich – ich hatte die Crystal Tips auf der  Info- Dental in Frankfurt im November 2010 kennengelernt und der erste Eindruck in der Praxis, hier beschrieben, war vielversprechend. Alles funktionierte einwandfrei, lediglich die Länge der Kanülen hatte ich als zu lang empfunden.

Und genau das ist jetzt geändert, es gibt zwei Varianten, Crystal Tip Original und Crystal Tip HP, letztere 2,5 cm kürzer als die Standard – Variante.

HP steht im Übrigen für High Pressure.
Diese Kanülen weisen lediglich 2 Luftkanäle auf gegenüber 4 Luftauslässen bei der Original- Kanüle. Ein höherer Luftdruck soll das Resultat sein. Warum diese Änderung ? Je nach Adapter kam es mit den Original- Kanülen zu einem deutlich feststellbaren Druckluftabfall gegenüber dem Original- Ansatz.  Die Modifikation soll nun dies beheben.

Kurze Kanüle, 4 Luftauslässe.

Das wäre eigentlich meine Traumkombination, denn ich war mit dem Luftausstoss an meinen Sirona Sprayvit – Spritzen eigentlich zufrieden.
Gibt es noch nicht, soll aber in absehbarer Zeit erhältlich sein.
Es ist nämlich von Herstellerseite geplant, sowohl die kurze wie auch die lange Variante als normale und HP – Variante anzubieten. Dann sollte eigentlich alles perfekt sein. Fast zumindest – bei der Riskontrol habe ich es als vorteilhaft empfunden, die Spitze biegen zu können. Das geht bei der Crystal Tip nicht in gleichem Maße, wenngleich im Schaftbereich sehr wohl eine gewisse Biegung möglich ist. Dafür ist der Kopf wesentlich kleiner als bei der Riskontrol, und der Adapter ist drehbar, was die geringere Flexibilität ausgleicht, für manche Anwender sogar überkompensiert.

Nachwievor gibt es die Crystal – Tip Ansätze (einschließlich kostenloser Adapter) nur im Direktvertrieb. Bei Interesse wenden Sie sich an CRYSTAL TIP GERMANY / EUROPE

Soren & Lars Schneider
Wettiner Strasse 5

04105 Leipzig

Oder  direkt per eMail über:

wr.germany@me.com

Ausserdem  existiert eine kostenfreie Nummer zur Bestellung für Anrufe aus dem Fest- oder Mobilfunknetz:

0800 801 12345

Wäre noch der Preis.
Den hatte ich günstiger in Erinnerung.
Ein schneller Preischeck ergab Kosten von 13 Cent für die Riskcontrol und 23 Cent für die Crystal Tip. Sind sie den Aufpreis wert ?  Ich werde es ausprobieren. Bislang funktioniert alles einwandfrei. Meine Riskontrol – Adapter habe ich dennoch erst mal nur beiseitegelegt, um sie gegebenfalls reaktivieren zu können.

Sony NEX 5 am Hanchadent- Adapter – Beispielfotos

von Hans – Willi Herrmann

Eigentlich ist der Bericht über die Fotokombi Sony NEX 5 mit dem Hanchadent- Adapter überfällig. Aber ich zögere noch, denn ich bin nachwievor unschlüssig, ob die Bildqualität, Fotos betreffend, ausreichend ist.

Warum also nicht die Leser fragen ?

Anbei Fotos eines Falls von heute:
Zahn 16.
Brückenpfeiler, die Brücke ist wenige Monate alt.
Schmerzen, Versuch der WK durch den Hauszahnarzt, bei der Suche nach den Wurzelkanälen kam es zu einer großflächigen Perforation. Keiner der 4 Wurzelkanäle war auch nur initial erschlossen. Über Umwege kam der Patient zu uns.

In der heutigen Sitzung wurden die 4 Kanäle gesucht und auf Arbeitslänge erschlossen. Der palatinale, distobukkale sowie der mesiobukkale Kanal wurden initial mit VDW Reciproc 25 aufbereitet.

Die Fotos sind vollkommen unbearbeitet. Sie sind in keinster  Weise nachbearbeitet und auch nicht vom Ausschnitt her beschnitten.
Die Diaschau gibt einen Einblick in die klinische Situation und den Behandlungsablauf.

Wer sich die Bilder genauer anschauen möchte, der kann in der Galerie die Bilder einzeln und vom Format her deutlich größer betrachten.

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Und hier gehts nun zum Votum:

Take Our Poll

Crystal Tips (3)

von Oscar von Stetten

Animiert von Jörg Schröder´s Artikel über die Crystal Tips haben wir uns diese auch zur Probe bestellt. Ein Adapter für die Sirona-Einheit wurde mitgeliefert, so dass wir gleich loslegen konnten.

Der erste Eindruck: vollkommen in Ordnung. Zwar ist der Druck geringer als mit den Originalen Ansätzen, jedoch immer noch ausreichend, um arbeiten zu können. Die Länge und der Winkel ist anders als mit den Sirona-Ansätzen, die Eingewöhnung dauerte dann doch kürzer als gedacht.

Insgesamt eine sinnvolle Investition, zumal sie den Rüstaufwand und die Kosten gering hält.

Die CrystalTips sind zudem länger. Aber das ist nichts, das nicht mit einer diamantierten Scheibe gelöst werden könnte. Nach wenigen Versuchen haben wir die optimale Geschwindigkeit ermittelt, so dass der Tip gekürzt, die Medienöffnungen jedoch nicht vom Kunststoff verschmiert werden. Ein Hinweis: man sollte den Tip nicht über die Krümmung hinaus kürzen, da die Medienzuführung für das Wasser dann nicht mehr gesichert ist und sich verselbstständigen kann.

Ein weiterer (erfreulicher) Seiteneffekt: wer nicht ein KaVo-Fineair oder einen Stropkoirrigator sein eigen nennt, kann sich mittels einer CapillaryTip, einer CrystalTip und ein wenig Cyanoacrylat etwas ähnliches bauen.

Günstig, nicht wartungsbedürftig und nach Abschluss der Behandlung einfach zu entsorgen. Es kommt ausreichend Wasser als auch Luft durch. Super ;-)

Vielen Dank für die CrystalTips, lieber Jörg.

Verbindungsprobleme

von Oscar von Stetten

Als ich letztens eine Kamera mit HDMI-Ausgang am Mikroskop hatte, wollte ich natürlich DEN Vorteil einer Full-HD-Darstellung am Flachbildschirm nutzen. Also kam nur HDMI in Frage. Leider hat die Kamera einen Mini-HDMI-Stecker-Ausgang. Nix schlimmes, ab zum Fachmarkt des Vertrauens und einen Adapterstecker gekauft. Dieser war von einem renommierten Zubehörhersteller und nicht gerade ein Schnäppchen für einen simplen Stecker.

Eingesteckt und…… es ging nicht. Warum? Der Kamerahersteller hat aus Abdichtungsgründen die Buchsen versenkt. Diese Versenkung verhinderte das vollständige Einführen des Adaptersteckers. Selbst ein liebevolles, forciertes Einführen hat nicht zum Funktionieren geführt. Also ab ins Labor, die grobe Gipsfräse eingespannt und den Adapterstecker wiederum liebevoll modifiziert. Überraschung: es ging wieder nicht…..

Da meine Liebe inzwischen aufgebraucht war, suchte ich im Internet nach einer Lösung. Und fand sie. Ein Adapterkabel mit 20cm Länge, welches perfekt passte. Auch kein Schnäppchen, aber das kauft man sich nur einmal. Der Vorteil: wenn man die Kameras am DM so oft wechselt wie ich, ist es von Vorteil, das passende Kabel bereits durch das DM hindurch gelegt zu haben. Da man sich nie sicher sein kann, welches Kabel-Steckersystem den Herstellern als nächstes in den Sinn kommt, sollte man, um flexibel zu blieben, sich für einen Typ entscheiden. Die HDMI-Kabel und Stecker werden auf längere Sicht so bleiben, wie sie sind. Durch das Adapterkabel habe ich eine flexible Lösung, egal ob Mini-HDMI- Stecker oder normaler HDMI-Stecker. Es kostet mich 2 sec, es auszutauschen, ohne die Not, ein neues Kabel durchs DM ziehen zu müssen.

Und ob das originale Kameraverbindungskabel des Kameraherstellers unbedingt ein Schnäppchen ist und ob es in der von mir benötigten Länge gibt, habe ich nicht einmal erfragt, da ich die Zubehörpreise schon immer etwas überzogen fand. Und sicher ist, dass die digitale Bildübertragung die Zukunft ist, auch wenn wir manchmal noch am Analogen hängen…..