Letzten Samstag fand in München die Messe, die früher mal Fachdental hieß, statt. Nach id Süd heisst sie jetzt infotage dental. Egal, wie die Messe genannt wird, es gibt immer wieder die eine oder andere Neuerung.
Für mich interessant waren zwei Dinge (was aber nicht heissen soll, dass es sonst keine interessanten Neuerungen gab).
Coltene hat eine neue „Tankstelle“ für die eigenen Spülflüssigkeiten (EDTA 17%, CHX 2%, NaOCl 3% und 6 %). Für die neuen eckigen Flaschen gibt es Halter für Wand und Tisch.
Einbandbedienung ohne zu tropfen, und auch wenn die Flasche mal umfallen sollte, hält das Zapfventil dicht.
Bei Schlumbohm wurde der Endpilot wieder erweitert. An der Peristaltikpumpe gibt es einen neuen Steckplatz für das SAF-Handstück, so dass für den Betrieb der SAF nun nicht mehr umgesteckt werden muss.
Neuer Steckplatz an der Pumpe
Das My Sequence – Menu wurde so programmiert, dass nicht nur das Endo-Winkelstück, sondern auch das SAF-Winkelsück und die Pumpe in einer Sequenz angewählt werden können. Somit kann mit dem Funkfussanlasser die Sequenz durchgeschaltet werden, ohne das Menu verlassen zu müssen.
Menubeispiel
Dir Peristaltikpumpe zieht momentan die Spülflüssigkeiten – unter anderem – aus kleinen Plastikflaschen mit Luer-Lock Anschluss (wie z.B. von lege artis), vielleicht gibt es ja in Zukunft noch die Möglichkeit die neuen Coltene-Tankstelle direkt anzuschliessen.
Die IDS 2015 steht schon in den Startlöchern und als kleinen Vorgeschmack möchte ich in den nachfolgenden Wochen Endo -Instrumente/Geräte vorstellen, die – gewissermaßen als Vorpremiere – der zahnmedizinschen Öffentlichkeit bereits präsentiert wurden.
Nachdem letzte Woche schon hier die Pathglider – Instrumente von Komet erwähnt wurden, möchte ich heute 3 Gleitpfad- Instrumente der Firma Coltene vorstellen, die bereits seit Mitte des Jahres auf dem Makt sind.
Die Produktgruppe der maschinellen Gleitpfad- Instrumente beinhaltet mittlerweile eine Vielzahl von Instrumenten unterschiedlicher Hersteller und so scheint es nicht gerade einfach, indikationsbezogen noch etwas Neues auf den Markt zu bringen. Coltene ist es mit einer bislang nicht vorhandenen 15er Feile mit einprozentiger Konizität gelungen, dieses Produktsegment um eine weitere Variante zu ergänzen.
Verfügbar ist die neue HyFlex CM Gleitpfadfeile mit Taper 01 und 02 in 25 Millimetern in den Größen 01/15, 02/15 und 02/20.
Coltene bewirbt die HyFlex CM Gleitpfadfeilen mit ihrer extrem hohen Bruchfestigkeit. Dank des kontrollierten Rückstelleffekts (Controlled Memory) sollen diese absolut flexibel bleiben, um damit auch ungewöhnliche und stark gekrümmte Wurzelkanalverläufe zuverlässig sondieren zu können.
Optisch gekennzeichnet durch den silbernen Feilenkopf lässt sich die kleinste Feile ohneControlled Memory-Effekt leicht von den größeren beiden Gleitpfadfeilen in Gold unterscheiden. Industriell gereinigt und einzeln verpackt ist das vorsterilisierte Instrument sofort gebrauchsfertig. Eine Sechserpackung enthält jeweils zwei Instrumente.
Absolute Trockenlegung bei der Wurzelkanalbehandlung ist in meinen Augen nicht zwingend notwendig.
Jeder muss selber wissen, wes er will und tut. Will ich bei einer Endo 50 oder mehr Watterollen durch den Mund des Patienten schleusen? Macht es mir etwas aus, wenn in einem kurzen Moment der Unachtsamkeit Speichel in den trepanierten Zahn fliesst? Kann der Patient damit umgehen, wenn ihn während der Behandlung hin und wieder ein Desinfektionsmittel am Zäpfchen kitzelt?
Das muss jeder selber wissen und verantworten.
Ich jedenfalls will o.g. nicht. Ich bin froh, wenn ich mich nicht auf die „Nebenschauplätze“ konzentrieren muss, sondern auf die eigentliche Belange der Endo.
Man kann das ganze schon irgendwie ohne Kofferdam handeln. Irgendwie geht es immer. Es ist zwar mehr Stress und Arbeit ohne Kofferdam, aber es geht schon, wenn man sich gegen dem Kofferdam sträubt.
Aber nur solange, solange man ohne Vergrößerung arbeitet.
Solange man alles im Blickfeld hat: Die Zunge des Patienten, die Watterollen, die Helferin und ihr Engagement an diesem Tag, den Speichelzieher, den Spiegel mit dem man selber abhält…….
Kommt aber jetzt eine vergrößernde Sehhilfe zum Einsatz (Lupenbrille, Mikroskop) wird das Blickfeld sehr eingeengt.
Dann ist man ohne Kofferdam auf Gedeih und Verderb auf die Helferin angewiesen, dass diese das Arbeitsfeld trocken hält, und den Patienten nichts verschlucken lässt, was er nicht soll.
Das funktioniert in meinen Augen definitiv nicht.
Diesmal hier eine (bei uns) neue Errungenschaft im Bereich der absoluten Trockenlegung:
Latexfreier Kofferdam, bereits auf einem flexiblen Rahmen aufgespannt. Nennt sich „Flexi-Dam framed“, von Hygienic. Das Tuch selber erinnert sehr an den Flexi-Dam von Roeko (wer welche Firma und deren Produkte in letzter Zeit wen übernommen hat, weiss ich nicht) mit all seinen Vor- und Nachteilen. Also die Löcher mindestens eine Nummer kleiner stanzen als bei Latex.
Es ist sicher kein „must have“, schadet aber nicht, wenn mal ein latexfreier KD gebraucht wird und dieser schon aufgespannt ist.
Just zu dem Zeitpunkt, an jenen Freitag, an dem Jörg Schröder hier bei WURZELSPITZE von seinen positiven Erfahrungen mit den Hyflex CM – Feilen berichtete, saß ich an einem Zahn 36, der mir bei der WF – Revision große Schwierigkeiten bereitete.
Vermutlich die härteste Nuss des Jahres bislang.
Und dieser Umstand war nur am Rande der Tatsache geschuldet, dass zunächst die vorhandene ThermaFil -Wurzelfüllung mit ihren in den Kanal gerammten Kunststoffstiften entfernt werden musste, sondern lag vielmehr in den massiven Stufenbildungen und Verblockungen in allen 4 Kanälen begründet.
Nach 2 Stunden Arbeitszeit hatte ich immerhin in 3 von 4 Kanälen apikale Durchgängigkeit hergestellt. Es fehlte nun noch der mesiobukkale Kanal. Mesiolingual hatte sich eine Wurzelkanallänge von 21 mm herausgestellt, mesiobukkal lag die Stufe bei 15 mm. 6 weitere Millimeter fehlten demnach.
Als ich endlich, nachdem ich fast schon nicht mehr daran geglaubt hatte, den Kanaleingang fand und mit vorgebogenen Handinstrumenten ISO 006 – 015 die Arbeitslänge erreicht hatte, versuchte ich, mit vorgebogenen Hyflex CM – Feilen, die ja für eine solche Situation besonders geeignet erscheinen, den Wurzelkanal aufzubereiten.
Mein Plan war es, das vorgebogene 15.04er Hyflex CM- Instrument über die Stufe hinweg in den Kanal einzuführen, dann das Endo- Winkelstück anzuklipsen und maschinell die weitere Kanalaufbereitung durchzuführen.
Wider Erwarten jedoch gelang es mir nicht , das Hyflex CM – Instrument auch nur ein einziges Mal über die Stufe hinwegzuführen. Auch nicht nach noch so viel vergeblichen Versuchen. Letztendlich ging ich dazu über, wie gewohnt in solchen Fällen Zug um Zug größer werdend konventionelle Greater Taper NiTi – Instrumente vom Typ ProFile und MTwo vorgebogen einzusetzen. Mit denen war es mir, wie gewohnt in solchen Fällen, ohne Probleme möglich, die Stufe zu überwinden, um danach in mühevoller vorsichtiger Sisyphus – Arbeit von Hand die Kanäle zu erweitern, bis endlich das erste gerade Niti -Instrument eingeführt werden konnte. Zwischen den einzelnen NItI – Instrumenten immer wieder durchgeführte Checks mit dem Hyflex CM ergaben ausnahmslos das niederschmetternde Ergebnis, dass dieses Instrument nicht seinen Weg über die Stufe hinweg fand.
Fazit: Auch beim nächsten Mal werde ich zunächst die Hyflex CM – Feile zum Einsatz bringen, wohlwissend, dass das Instrument funktionieren kann, aber nicht muss. Hyflex CM – die Wunderwaffe ?
Offensichtlich nicht. Zumindest nicht in diesem Fall, im Gegenteil.
Sooo neu, nun auch wieder nicht, da es angeblich schon ein Jahr auf dem Markt ist.
Die nette Dame von Coltene hat es letzte Woche beim Besuch in der Praxis dabei.
Coltolux LED Pen
Klein, schlank, sehr handlich, hell genug (1.200 mW/qcm) und bezahlbar (unter 400,-)
Das Leuchtmittel sitzt direkt im Kopf, also kein Lichtleiter notwendig. Ob dies nun besser oder schlechter ist, als eine Konstruktion mit Lichtleiter, sei dahingestellt. Über den Akku (Laufzeit, Ladezeit, einfach zu wechseln oder nicht) kann ich nichts sagen.
Das Oberteil lässt sich abnehmen, die Stromübertragung zur LED erfolgt über einen verbauten Clinch-Stecker. Einfach und wahrscheinlich unverwüstlich.
Ist momentan mein Favorit, sollte ich eine Polymerisationslampe ersetzen müssen.
Schon das Betrachten des präoperativ angefertigten Röntgenbildes verhiess eine spannende Begegnung. Die mesiale Wurzel diese 16 war deutlich nach distal gekrümmt und die nach der Krümmung verbleibende Wurzelkanalstrecke war lang.
Auch werden die Vorzüge der Anfertigung eines eigenen Röntgenbildes bei zur endodontischen Behandlung überwiesenen Patienten deutlich. Im Bereich des distalen Pulpakammerbodens sind deutlich kleine röntgenopake Fremdkörper zu erkennen, die sich in der klinischen Betrachtung als bei der alio loco erfolgten Initialbehandlung dorthin verschleppte Metallpartikel erwiesen. Vor Instrumentierng der Kanleingänge wurden diese unter optischer Kontrolle durch großvolumige Spülung entfernt.
Die zunächst erforderliche Modifikation der Zugangskavität ermöglichte einen geraden Zugang zu allen Kanalsystemen. Der nicht dargestellte MB2 lag deutlich unter der mesialen Randleiste. Während die Aufbereitung von P und DB bis auf die etwas über dem Normalen liegende Arbeitslänge von 24 mm unaufregend war, zierten sich MB2 und vor allem der bereits „anbehandelte“ MB1 deutlich.
Nach koronaler Erweiterung und anschleissendem langem Scouten mit vorgebogenen Handinstrumenten der Größe 006, 008 und 010 konnte mit den in unserer Praxis gerne eingesetzten Path-Files nach einiger Zeit Patency erzielt werden.
Die Messaufnahme zeigt jedoch, dass die wahre Hürde noch vor uns lag: Um die lange Strecke nach der Krümmung in MB1 und das multiplanar gekrümmte und sehr enge MB2-System vorhersagbar obturieren zu können, musste eine ausreichend weite und getaperte Aufbereitung erfolgen.
Welchem Instrument sollte ich vertrauen? Meine über viele Jahre geliebten RaCe- Instrumente gibt es seit der Umbenennung in Bio-RaCenicht mehr in allen Durchmessern.
Auf der letzten DGET-Jahrestagung hatte ich Hyflex-Feilen von Coltene erworben, die ich bisher nur für die Überwindung von Stufen in stark gekrümmten Kanalsystemen verwendet hatte.
Die zur Verfügung stehenden Durchmesser und Konizitäten ermöglichen eine fein abgestimmte Aufbereitung, sodass in diesem Fall die mesialen Kanäle bis 30/06 erweitert werden konnten. Die taktile Rückmeldung ist dabei eine für mich sehr angenehme und ist etwas „weicher“ als bei ProFiles des Tapers 04. Der Abtrag ist sehr effizient und die mittels ProFile 02 endometrisch überprüfte Dimensionsgenauigkeit der Aufbereitungsweite entspricht meinen Erwartungen.
Obwohl nicht mehr ganz neu auf dem Markt möchte ich in Zukunft die Hyflex-Feilen nicht mehr in meinem „Instrumenten“-Köcher missen.
Nicht unerwähnt soll allerdings bleiben, dass ich die Feilen nach Anwendung an einem Patienten verwerfe.
Endlich gibt es farbig markierte Spritzen in 4 verschiedenen Farben.
Seit Jahren suchte ich danach, um die NaOCl- , EDTA, Alkohol- Spritzen zum Spülen der Wurzelkanäle schon von weitem eindeutig und sicher unterscheiden zu können.
Was hatte ich nicht schon alles ausprobiert. Weisse und grüne Spritzen verwenden ? Mindestens eine Farbe zu wenig. Blaue Spritzen als dritte Farbe verwenden ? Leider ohne Luer Lock, geht also nicht. Unterschiedliche Größen ? Ginge, sieht aber zusammengestoppelt aus.
Am ehesten noch kam ich meinen Vorstellungen nahe mit einer Beringung der Einweg – Luerlock – Spritzen mittels farbigem Kunststoff – Klebeband. Aber so ganz zufrieden war ich damit noch nicht. Gummiringe als Markierung ? Als Einmalartikel zu teuer, zu wenig sichtbar.
Letztendlich liess ich Kunstoffklebe – Ettiketten herstellen. Das funktioniert einwandfrei und gut. Das Datum der Abfüllung und die Initialien des Abfüllenden werden auf dem Etikett vermerkt, unterschiedliche Abfüllungen mittels farbiger Verschlussstopfen gekennzeichnet für ein „First in, first out“.
Wenn Coltene jetzt auch noch bereit wäre, neben den 10 ml Spritzen kleinere Spritzen anzubieten (wir verwenden 5 ml Spritzen, weil diese einen geringeren Stempeldruck aufweisen, eine Vorsichtsmassnahme, um einen NaOCL – Zwischenfall nicht zu provozieren).
Dann wärs ja fast perfekt und ich würde die Klebeetiketten vielleicht weglassen.
Fehlt nur noch ein günstiger Preis für die Spritzen.
Ich muss gestehen, ich hab vergessen, zu fragen, was die Spritzen kosten.
Ich werds nachholen, am Freitag auf der Jahrestagung.
Passend zu den Spritzen gibts von Coltene einen Spritzenwärmer. Er sieht einem in USA bei Vista Dental erhältlichen Gerät zum Verwechseln ähnlich und scheint sehr gut zu funktionieren. Darüber wird hier bei WURZELSPITZE am Samstag Andreas Habash berichten, der seit einigen Wochen schon mit diesem Gerät arbeitet.
Die Coltene HyFlex CM wurde heute schon beschrieben, hier das Video dazu.
Die Feile habe ich mit den Händen verbogen – ohne großen Kraftaufwand. Anschliessend wird sie eingetaucht in den Glasperlen-Sterilisator von Hager und Werken.
Endodontisch sicherlich die meiste Beachtung fanden auf der diesjährigen IDS die Maillefer Wave One – Feile und die VDW Reciproc – Feile.
Wir haben hier im Vorfeld schon des öfteren berichtet über diese Feilen, nichts Neues also und so habe ich, die Zeit war knapp, beide Systeme bei meinem Messerundgang ausgelassen. Für mich neu hingegen war die HyFlex CM – Feile von Coltene.
Eine Feile der 4. Generation, also mit Wärmebehandlung des Nickel – Titan – Ausgangsmaterials.
Und mit einer neuen Variante dieser „Veredelung“ des Materials.
Hatten wir bisher enorme Flexibilität (Twisted Files) und hohe Ermüdungsbruchresistenz (GTX, Wave One, RECIPROC) so weist (Zitat aus der Werbebroschüre) die HyFlex CM NiTi-Feile Dank eines speziellen Produktionsverfahrens im Gegensatz zu handelsüblichen NiTi-Feilen fast keinen Rückstelleffekt auf und ist deshalb extrem flexibel. Somit kann sich die Feile optimal an die Kanalanatomie anpassen und reduziert die Risiken einer Via Falsa, Verlagerung des Kanalzentrums oder Perforation des Kanals erheblich.
Nun gut, dass war jetzt bislang auch nicht gerade das Problem mit NiTi – Instrumenten, aber 2 Aspekte an diesen Feilen sind sehr wohl interessant. Zunächst, ich zitiere noch einmal den Werbetext…
Dieser kontrollierte Rückstelleffekt (Controlled Memory) erlaubt auch ein Vorbiegen ähnlich wie bei Edelstahl-Feilen. Speziell bei extrem gekrümmten Wurzelkanälen ein entscheidender Vorteil, der eine Stufenbildung vermeidet.
Ich sehe das ein wenig anders. Die Feile hat im Gegensatz zu den üblichen NiTi – Feilen keinen Rückstelleffekt, dass heißt, wenn ich sie verbiege, bleibt sie verbogen und stellt sich nicht wieder gerade. Möglicherweise ist diese nicht vorhandene Rückstellung im stark gekrümmten Wurzelkanal von Vorteil. Was zu beweisen ist. Mit Sicherheit jedoch erlaubt uns die Feile, damit um Stufen drumherumzuarbeiten. Also – die vorgebogene Feile über die Stufe bringen, und dann – idealerweise das Instrument auf den Motor aufpoppen und maschinell weiterarbeiten. Wenn ich das in der Vergangenheit gemacht habe, dann immer unter Adrenalin und auf ein glückliches frakturfreies Ende hoffend. Ich bin gespannt, ob dies in solchen Situationen mit der HyFlex nun stressfrei durchgeführt werden kann.
Und da wäre noch ein Killer – Feature, verspricht zumindest die Coltene – Werbung: HyFlexTM CM NiTi-Feilen reagieren bei extremem Widerstand mit Verlängerung der Spiralen, was eine Verblockung im Kanal vermeidet und die Bruchfestigkeit massiv verbessert.
Ganz ehrlich, da glaub ich erst dran, wenn ich es mit eigenen Augen sehe, denn es widerspricht allem, was wir bislang von RNTI wissen.
Was man allerdings sehen kann, ist, dass ein Aufdrehen des Instrumentes schnell rückgängig gemacht werden, indem man die HyFlexTM CM NiTi-Feile erwärmt, sei es durch Autoklavieren oder im Glasperlensterilisator. Die Feile nimmt sofort ihre ursprüngliche Form wieder an. Bleibt die Feile nach der Wärmebehandlung verbogen oder aufgedreht, so ist das als Signal zu werten, die Feile nicht mehr einzusetzen und auszutauschen. Sagt Coltene.
Ich bin gesapnnt, wie sich die Feile im Wurzelkanal schlägt. Bisherige Erfahrungen mit ähnlichen Feilen haben gezeigt, dass diese sich gegenüber den konventionellen Feilen unter Belastung im Wurzelkanal wesentlich schneller aufdrehen und damit unbrauchbar werden.
Vielleicht macht die HyFlex CM durch ihre Möglichkeit der Reaktivierung eine Ausnahme, wer weiss ? Ich werde auf jeden Fall am Montag als Erstes überprüfen, ob unser seit mehr als 15 Jahren nicht mehr benutzter Glasperlen – Sterilisator noch in der Praxis vorhanden ist. Ich befürchte, wir haben ihn weggeworfen….