LED Pro Ergo / Kaps SOM 62

Lange haben wir gewartet und nun kurz vor dem anstehenden Austausch der Xenonleuchten an unseren Mikroskopen ( Pro Ergo und Kaps SOM62 ) die Lichtquellen auf LED umgerüstet.

(Warum die Rechtschreibkorrektur immer wieder aus LED Modul LES Modul macht, bleibt mir für immer verschlossen.)
Über das Pro Ergo wurde bereits hier von Christoph Kaaden berichtet.
Am ProErgo und am Kaps sind die Lüfter des Mikroskops noch hörbar. Ganz leise ist es also nicht.
Insbesondere für das Fotografieren am Mikroskop ist das LED Licht ein großer Vorteil. Man kann mit kürzeren Belichtungszeiten arbeiten und hat dadurch weniger Bewegungsunschärfen.
Ebenso fällt jetzt die schon etwas lästige Kontrolle der Betriebsstunden der Xenonbeleuchtung weg.
Am Kaps wird ein neuer Lichtleiter notwendig, da der alte nicht in die CubiX Aufnahme passt. Das Licht wird am SOM62 mittels Fernbedienung geregelt und an und ausgeschaltet.


Der Wechsel verlief vollkommen problemlos durch MARIO HORVAT von Microdoc.

Die Lichtleistung der LED ist jetzt in einem extremen Bereich, welchen man möglichst nie lange auf 100% stellen sollte.

Noch eine Anmerkung in merkwürdigen Zeiten: Da bereits die bloße Nennung eines Produktes auf einer Homepage als Werbung interpretiert werden kann, benennen wir diesen Blogbeitrag (wie auch jeden bereits geschriebenen sowie alle zukünftigen Beiträge, in denen Produkte benannt werden) als unbezahlte Werbung. Sollten wir (jemals) finanzielle Zuwendungen von Firmen erhalten, die Erwähnung bestimmter Produkte betreffend, werden wir die entsprechenden Blogbeiträge als „bezahlte Werbung“ ausweisen.

LED am ProErgo (II)

Vor circa sechs Wochen habe ich von unserer Licht-Umrüstung am Mikroskop berichtet.

Nach diesem Zeitraum fällt unserer erstes Fazit mehr als positiv aus. Ein wenig schwingt sogar der Gedanke mit…:

„Warum haben wir das nicht schon viiiel früher gemacht“…

Wir geniessen die „Stille“ durch den wegfallenden Geräuschpegel der Lüftung.

Außerdem stellt sich die Ausleuchtung als subjektiv viiiel besser da. Insbesondere in tieferen Arealen.

Daher meine uneingeschränkte Empfehlung für diese Investion.

Do it!

Noch eine Anmerkung in merkwürdigen Zeiten: Da bereits die bloße Nennung eines Produktes auf einer Homepage als Werbung interpretiert werden kann, benennen wir diesen Blogbeitrag (wie auch jeden bereits geschriebenen sowie alle zukünftigen Beiträge, in denen Produkte benannt werden) als unbezahlte Werbung. Sollten wir (jemals) finanzielle Zuwendungen von Firmen erhalten, die Erwähnung bestimmter Produkte betreffend, werden wir die entsprechenden Blogbeiträge als „bezahlte Werbung“ ausweisen.

Dentalfotos mit dem Iphone – ein neuer Kandidat

von Hans – Willi Herrmann

 

Das ist eigentlich nicht mein Thema.
Normalerweise ist dentale Fotografie mit dem Iphone das Steckenpferd von Christian Danzl.
Aber das soeben vorgestellte neue Ergänzungsset zu Iphone 6 und 6S sieht nun mal so interessant aus, dass ich hier bei WURZELSPITZE vorstellen möchte.

Es ist von der Hong Konger Firma Meike.

Es hat den etwas sperrigen Namen MK-H65 PRO und was es für mich interessant macht ist ein in das Iphone- Case integrierbares LED- Ringlicht MK-H16, dass über die Makrolinse geschwenkt werden kann. Damit wird es für mich interessant zur QM- Dokumentation von Arbeitsabläufen in der Praxis.
Die Smartphone-Fotografie ist nunmal für unsere Mitarbeiter als Digital Natives etwas, was mit der Muttermilch aufgesaugt wurde und damit keiner Erklärung bedarf.
Einfach losknipsen.
Los gehts.

Produktfotos auf der Homepage des Herstellers findet sich hier.

Und in diesem Youtube- Video gibt es einen Überblick über Ausstattung und Anwendung des Meike MK-H6S PRO Iphone Cases.

LED-Licht

von Oscar von Stetten

Seitdem ich eine Lupenbrille besitze (und das ist schon lange) habe ich eine koaxiale Beleuchtung an dieser. Zuerst mit Halogen, dann mit einer kleinen Xenon-Birne und Lichtleiter, als die LED kam mit LED.

Da ich Systemlösungen bevorzuge, habe ich die LED-Beleuchtungen immer beim Hersteller meiner Lupenbrille geordert. Leider, und ich muss Leider sagen, gab es immer Probleme mit den Steckverbindern (sicherlich hochwertige, medical-grade Klinkenstecker), Kabelbrüche, Akkuprobleme etc. etc.

Die letzte Leuchte hat aber bisher alles abgeschossen, ich vermute einen gleichzeitigen Kabelbruch, Klinkensteckerversager sowie Akkuprobleme. Abhilfe war nicht zu schaffen, damit ein Totalversager. Da ich ohne Licht an der Lupenbrille nicht mehr arbeiten kann, bestellte ich mir kurzerhand eine LED-Leuchte bei Jadent, die Diox 3. Meine Damen arbeiten mit dieser schon seit 1 Jahr und sind begeistert.

Montage kann selber erledigt werden, das ist nicht schwierig. Hygienisch einwandfrei, ganz im Zeitgeist eine Touch-Helligkeitseinstellung wie bei den I-Geräten mit Wischen oder Tippen erledigt. Kabel: stabil. Vielleicht ein wenig zu stabil….. aber es hält gut, knickt nicht weg, vernünftiger Stecker, gute Länge. Der Clip zum befestigen an der Hose: stabil. Gewicht: auf der Nase kaum merkbar, der Akku ist schon ein wenig gewichtig. spielt aber keine Rolle, hängt an der Hose. Apropos Akku: ich habe die Leuchte jetzt seit 15 Tagen in Gebrauch, ca 5h täglich. Der Akku musste noch nicht geladen werden, einen Helligkeitsabfall habe ich auch nicht festgestellt. Jetzt geht er mal ans Netz, nicht weil er leer ist, sondern weil ich befürchte, dass er während der Behandlung den Geist aufgibt.

Ausleuchtung des Arbeitsfeldes ist gut, bei korrekter Montage ist kein dunkler Ring um das Leuchtfeld zu erkennen. Das passiert immer dann, wenn das Licht nicht richtig fokussiert ist und nicht das gesamte Gesichtsfeld ausleuchtet.

Die Farbwiedergabe ist sehr gut. Es gibt diese LED auch mit Gelbfilter für die Komposite-Verarbeitung, bei uns hat sich das dimmen auf die niedrigste Stufe ebenso bewährt.

Fazit
Hätte ich doch nur…. kann ich nur weiterempfehlen. In der Kombination einfach gut.
Hohe Wertigkeit, im Gegensatz zu anderen LED-Lichtern.

Lupenbrillen – Vergleich

von Christian Danzl

Um eines gleich vorauszuschicken:

Dieser Vergleich ist höchst subjektiv, da es sich um meine persönlichen Erfahrungen handelt, die ich gemacht habe mit den beiden Brillen/Systemen. Es stehen hier, ausser der Masse der Brillen (in Gramm), wahrscheinlich keine allgemein gültigen Aussagen.

Meine erste Lupenbrille (dürfte so 1999 oder 2000 gewesen sein) war eine TP-710 von Sandy Grendel mit 2,5-facher Vergrößerung. Gallileisches System. Zum Anfangen vielleicht interessant. Man kommt etwas weiter weg vom Patienten, deutlich mehr gesehen hab ich damit nicht. Hatte auch kein Licht dazu.

Vorteile:

  • 36 Gramm, man spürt sie nach kurzer Zeit einfach nicht mehr
  • jederzeit optische Gläser nachrüstbar (durch Einschrauben in die Fassung)
  • Optiken sind auf dem Schutzschild angebracht, das wiederum ist leicht abnehmbar und man kann die Brille auch so tragen (wenn man Gläser eingebaut hat, sonst bringt es nichts ;-))

Nachteil:

  • Schutzschild mit Optiken ist schwierig zu reinigen
  • Vergrößerung hier mit 2,5 zu gering

 

Meine zweite Errungenschaft, ca. 2005, war dann eine Orascoptic HiRes Plus mit 3,8-facher Vergrößerung und 42 cm Arbeitsabstand. Die Augen waren gut genug, aber ich wollte einfach weiter weg vom Patienten und somit meinen Rücken schonen.
Bestellt bei sds, Sigma Dental.
Das Brillengestell ist das Modell Classic. Sehr stabil, das Design kann seine amerikanische Herkunft nicht leugnen und ist (und war es auch damals schon) sooo weit jenseits von gut und böse, dass man es nicht zu kommentieren braucht.
Heute sind deutlich schmückendere Brillenfassungen im Angebot, vor gut 10 Jahren war die Auswahl noch sehr begrenzt.
Das optische System ist nach Kepler, also deutlich länger und schwerer (weil es ein auf dem Kopf stehendes Bild erzeugt, und das muss erst über zwei Prismen wieder umgedreht werden), als das Gallileische System, aber es erlaubt größere Vergrößerungen und ein größeres Gesichtsfeld (Vergleich der Systeme siehe hier).
Die HiRes ist ein TTL-System, die Optiken werden durch Löcher in den Brillengläsern eingeklebt.

Vorteile:

  • leichter, als ein Flip-up System, da man keine Mechanik braucht. Alles, was man zur Befestigung der Optiken braucht, ist ein paar Tropfen Kleber. Alles in allem ohne Licht 80 Gramm, im Gegensatz zu den 134 Gramm der Zeiss EyeMag Pro F.
  • kein unabsichtliches Verstellen
  • größeres Sichtfeld durch die Lupe. Bei mir im scharfen Bereich ca. 10 cm Sichtfeld in Gegensatz zu 5 cm bei der Zeiss (siehe unten)

Nachteile:

  • durch das TTL-System können die Optiken näher an die Augen ran, was ein größeres Gesichtsfeld durch die Optik erlaubt, „aussenrum“ ist man fast blind, da man fast nicht an den Optiken vorbeischauen kann
  • Brille ist nicht „übertragbar“, da sie individuell an den Augenabstand eines Behandlers angepasst ist. Ein „mit der Praxis vererben oder verkaufen“ geht nicht ohne die Brille neu anpassen zu lassen
  • wenn die Brille runterfällt, und eine Optik bricht aus der Aufnahme, wird es mitunter schwierig selber zu reparieren.
  • die Lichtstärke durch die kleinen Frontlinsen ist sehr eingeschränkt und bedarf unbedingt einer zusätzlichen Beleuchtung

Nach den Erfahrungen (Notwendigkeit der Redundanz), die hier schon beschrieben sind, habe ich mir aktuell eine zweite Lupenbrille, diesmal mit einem Flip-Up System, gekauft. Eine  Zeiss EyeMag Pro F bei Bajohr Optecmed. Vergrößerung 4,0, Arbeitsabstand 45 cm. Diesmal gleich mit Licht. Die Wahl fiel auf das „hauseigene“ Licht Bajohr LED Powerlight yellow (Orchid-F LED Light, Admetec Solutions Ltd, Haifa, Israel), mit zuschaltbarem gelb/orange Filter.

Vorteile:

  • nach meinem subjektiven Empfinden ist die Optik von Zeiss besser als die von Orascptic, schärfer, heller, kontrastreicher
  • man kann die Lupe von der Brille weg nach oben schwenken, um normal sehen zu können, man muss nicht die ganze Brille abnehmeen
  • Brille und Optiken sind leichter zu reinigen
  • sterilisierbarer Berührungsschutz und Objektivschutz sind dabei
  • Gelb-Orange-Filter im Bajohr-Licht verbaut, Umschalten an der Bedieneinheit/Akku
  • Lampenkopf ist schön klein, vorne fast mittig zwischen den Objektiven verbaut, es gibt also keine erkennbaren Schatten und mit ca. 15 g sehr leicht
  • durch die weiter vom Auge entfernten Optiken sieht man mehr „aussenrum“ um den vergrösserten Bereich

Nachteile:

  • durch die zusätzliche Halterung für Optik wir die Brille schwerer (134 g ohne Licht)
  • die Optiken sind zusätzlich ca. 1 cm länger als die der Orascoptic und weiter nach vorne verbaut, das macht fast 50 g, die auf der Nase nach unten ziehen, dagegen ist die Orascoptic ausgewogen (Brille wurde am Nasensteg aufgehängt und die Vorderkante der Optiken mittig auf eine Briefwaage aufgelegt, siehe Bilder)
  • der zuschaltbare Filter des LED-Lichtes tendiert mehr zu gelb, als zu orange, so dass die Lichtleistung beim Arbeiten mit lichthärtenden Materialen doch noch reduziert werden muss, um ein vorzeitigen Aushärten zu verhindern
  • Licht ist über Tasten an der Bedieneinheit (mehr oder weniger stufenlos – 14 Stufen) zu steuern, was ich relativ fummelig finde, man muss immer die richtige Taste suchen. Ein Drehregler wäre hier einfacher zu finden und zu bedienen
  • Taste für Farbfilter ist der kleinste und muss einige Sek. gedrückt werden, bis ein kleiner Filter in der Lampe vor die LED springt. Klar, besser als einen Filter auf den Lampenknopf zu stecken, aber noch deutlich verbesserungswürdig
  • Akku/Bedieneinheit (Rückseite) und Gürtelclip sind aus einem Kunststoffteil gespritzt. Und der Gürtelclip ist definitiv nicht stabil. Einmal schief auf eine Behandlerstuhl mit Armlehnen gesetzt, und der Gürtelclip war abgebrochen. Das Teil wurde von Bajohr sofort, unbürokratisch und kostenlos ausgetauscht. Danke dafür. Aber der nächste Clip wird brechen, da mach ich mir keine Sorgen. Auch irgendwann ausserhalb der Garantiezeit. Wie das dann gehandhabt wird, weiss ich nicht. Der Clip ist meines Erachtens nicht direkt eine Fehlkonstruktion, aber eine doch eher unglückliche Konstruktion.
  • Akkus haben keinen Überladungsschutz, zumindest ist in der Bedienungsanleitung nichts dergleichen erwähnt. Ob es den Akkus schadet, wenn sie dauernd am Netz hängen weiss ich nicht, gelöst hab ich es jedenfalls mit einem Steckdosen-Timer.
    Ein Akku (zwei sind dabei) hält bei mir momentan zwei Arbeitstage. Hauptsache ist, wenn die Kapazität auch weniger wird, dass ein Akku länger Licht gibt, als der andere zum Laden braucht.

Die Sandy Grendel Brille war für mich zum normalen Arbeiten nur zum Einstieg. Wenn man richtig was sehen will, reicht eine 2,5fache Vergrößerung meines Erachtens nicht. Ob nur aber die leichtere, ausgewogenere Orascoptic oder die schwerere Zeiss mit der besseren und helleren Optik muss jeder für sich entscheiden. Die Problematik mit der Kabelführung für das Licht ist bei beiden nicht gelöst, ausser man kann sich mit der Firefly anfreunden, ich konnte es auf der Messe nicht.

Selbstverständlich gibt es noch andere Lupenbrille und Lichtsysteme. Dieser Beitrag bezieht sich nur auf meine eigenen, gekauften Lupenbrillen und Lichtsysteme und die damit gemachten persönlichen Erfahrungen. Diese sind weder allgemein gültig noch vollständig.

 

Polymerisationslampe aus China – billig, preiswert oder inakzeptabel?

von Noel Shabraq

Hab neulich mal wieder bei ebay vorbei geschaut und zufällig das unübersichtliche Angebot an Blaulicht Polymerisationslampen gesehen. Verschiedenste Formen und Farben der Gehäuse. Und verschiedenste Preise für augenscheinlich gleiche Produkte.

Eine Lampe, die mit 1.500 mW Leistung angepriesen habe ich dann doch bestellen müssen. 30,- € incl. Versand von anderen Ende der Welt. Da macht man nicht viel kaputt.
Selbst wenn das Gerät nicht funktioniert.

Nach gut 14 Tagen, schneller als erwartet war das Gerät da.

Ausgepackt, eingeschaltet, geht.

Die Lampe hat 3 voreingestellte Modi:

  • 10 s volle Leistung
  • 20 s Intervall
  • 20 s Softstart

Nach Ablauf weiterer 20 s schaltet sich die Lampe mit lautem Gepiepe aus. Nervig.

1.500 mW?

Kann ich nicht genau sagen.

Jedoch habe ich eine Bluephase-LED Lampe, welche nach Beschreibung 1.200 mW hat, und die ist nicht so hell. Also könnten 1.500 mW stimmen.

Also, sie geht, hat (wahrscheinlich) die angegebene Leistung, wie sieht sie sonst aus?
Es muss doch ein Unterschied sein zu einer vergleichbaren Polylampe (wo auch immer die hergestellt sein mag) eines namhaften Herstellers, die man bei uns im Dentalfachahandel  für den ca. 30-fachen Preis kauft.

Ja. Unterschiede sind ganz klar.
Negatives der Lampe, die offiziell aus China kommt:

  • billiges schwarzes Plastik
  • schlecht entgratet, unsaubere Fugen
  • einfach farbig lackiert
  • Akku selber nicht wechselbar
  • Kontaktprobleme in der Ladestation
  • Netzteil mit US-Stecker, jedoch Adapter auf Schuko dabei

Mögliche Propleme:

  • wie lange hält der Akku?
  • wie lange bringt die LED eine angemessene Leistung?
  • hält das Material mehrmalige tägliche Desinfektion durch?

Gibt es auch Positives?

  • Preis – unschlagbar
  • Lichtleiter macht einen sehr guten Eindruck – dieser allein ist den Preis der Lampe mehr als wert

Ach ja.
CE-Zeichen ist selbstverständlich Fehlanzeige.

Kaufen?

Wenn das mit dem CE-Zeichen nicht wäre, könnte man diese Lampe als Ersatzlampe bereithalten, wenn mal eine andere zur Reparatur wäre, oder im Labor für kleinere Reparaturen liegen haben.

 

Licht 3

von Christian Danzl

Über die Fotografie im Dentalbereich haben wir hier auf Wurzelspitze schon oft berichtet. Geeignete günstige Kameras für den Dentalbereich gibt es wenige. Im Spiegelreflexbereich ist es nicht schwierig. Gehäuse der Wahl, ein passendes Makroobjektiv und einen Makroblitz (ob Zange oder Ring ist eigentlich egal).
Aber der Blitz ist oft eine etwas schwierige Sache.
Es bedarf etwas Übung. Blende, Stellung und Stärke der einzelnen Blitze (beim Zangenblitz).
Der Blitz bedeutet aber auch mehr Gewicht vorne ab Objektiv, was den Autofokus belastet, wenn man ihn nicht ausstellt (was oft empfohlen wird).
Meist sehr teuer, wenn man bei Originalzubehör des Kameraherstellers bleibt, etwas günstiger wenn man zum Blitzspezialisten greift, deutlich billiger wenn man zu eher unbekannten Marken greift.
Alternative waren in letzter Zeit LED-Ringlichte, die man statt dem Makroblitz auf das Objektiv aufgeschraubt hat, hier gab es aber hin und wieder Probleme mit der richtigen Ausleuchtung des Objektes, da der Focus der Beleuchtung nicht einzustellen war. So blieb bei der falschen Entfernung des Objekts das Zentrum des Bildes dunkler.

Nachteil des Systeme, die am Filtergewinde des Objektives befestigt werden:
Wenn kein Filtergewinde vorhanden ist, wie bei Kompaktkameras, auch kein Makroblitz.

Möglicher Ausweg:

LED-Video-Leuchten.
Sie sind auf dem Blitzschuh der Kamera zu befestigen, oder über eine Schiene, die am Stativgewingde zu befestigen ist.
Sie sind mit der heutigen LED-Technik hell genug.
Durch ihrer große Fläche erzeugen sie sehr wenig Abschattung im Makrobereich, die Ausleuchtung ist mit der einer Softbox zu vergleichen.
Größter Vorteil in meinen Augen ist das konstante Licht, so sieht man durch den Sucher schon gut, wie das Bild ausgeleuchtet ist.

Der Preis richtet sich nach Hersteller (bekanntes Markenprodukt oder chinesisches NoName Produkt), Anzahl und Leistung der LEDs und Ausstattung (Dimmer, Filter, Akku, Blitzfunktion, Qualität).

Anbei Bilder von
Manfrotto ML 360HP Midi Plus mit eingebautem Li-Ionen-Akku, Blitzfunktion (über Synchronkabel, 4 x heller als Dauerlicht), längs und quer verwendbar, erweiterungsfähig, 36 LEDs, Lichttemperatur 5.600K und 420 Lux in einem Meter Abstand für eineinhalb Stunden und
Nanguang CN-126 (BV & Jo electronics), 126 LEDs, Lichttemperatur 5.400K, 9,6 W, dimmbar, für 6 Mignon-Zellen, oder verschiedene Sony oder Panasonic Lithium Akkus, 900 Lux in einem Abstand von 1 m.

Beide selbstverständlich Made in China.

Neues Licht

von Christian Danzl

Sooo neu, nun auch wieder nicht, da es angeblich schon ein Jahr auf dem Markt ist.
Die nette Dame von Coltene hat es letzte Woche beim Besuch in der Praxis dabei.
Coltolux LED Pen

Klein, schlank, sehr handlich, hell genug (1.200 mW/qcm) und bezahlbar (unter 400,-)

Das Leuchtmittel sitzt direkt im Kopf, also kein Lichtleiter notwendig. Ob dies nun besser oder schlechter ist, als eine Konstruktion mit Lichtleiter, sei dahingestellt. Über den Akku (Laufzeit, Ladezeit, einfach zu wechseln oder nicht) kann ich nichts sagen.

Das Oberteil lässt sich abnehmen, die Stromübertragung zur LED erfolgt über einen verbauten Clinch-Stecker. Einfach und wahrscheinlich unverwüstlich.

Ist momentan mein Favorit, sollte ich eine Polymerisationslampe ersetzen müssen.

Neue LED – Beleuchtung für Zeiss Pico

von Hans – Willi Herrmann

Seit einiger Zeit gibt es eine nachrüstfähige LED – Beleuchtung für das ZEISS Pico – Dentalmikroskop. WURZELSPITZE- Gastautor Andreas Habash hat hier und  hier darüber berichtet.

Ich hatte am Wochenende im Rahmen eines Arbeitskurses in Dresden die Gelegenheit, mit einem Zeiss Pico + LED- Licht aktueller Generation zu arbeiten. Es ist schon bemerkenswert, wie viel besser sprich leuchtstärker die LED´s für die Mikroskope geworden sind in den letzten Jahren. Und LEDs haben gegenüber Halogen und Xenon schon eine Reihe von Vorteilen (Geräuschentwicklung, Lichtfarbe, Preis, Alterungsbeständigkeit der Lichtleistung, Haltbarkeit).
Allerdings – in der hohen Vergrößerung war es dann aber ziemlich dunkel in der Kavität. Von den Tiefen des Wurzelkanals einmal ganz abgesehen.

Da trifft es sich gut, dass eine neue,  lichtstärkere Generation an LED- Einschüben für das ZEISS Pico in den Startlöchern steht.

Erste Bilder (man beachte die Seriennummer) habe ich nachfolgend angeführt.

Weitere Informationen zu Preis und Liefertermin gibt es bei Hanchadent.

LED am Mikroskop (ZEISS Pico am Stativ S 100) Update Retrofit Adapter

von Andreas Habash

Vor ein paar Wochen ist der PICO Retrofit Adapter der Firma CJConsultation bei uns in der Praxis eingetroffen – wie hier bereits berichtet.

Inzwischen arbeiten wir nur noch mit dieser LED Beleuchtung.

Der Einschub ersetzt den Halogeneinschub im Stativ S 100.
Daher erscheint für Aufrüster bzw. Umsteiger nur ein Vergleich
Halogen – LED sinnvoll.

Unterschiede ergeben sich „gefühlt“ vor allem in der Lichtfarbe und der Lichtleistung.
So konnte mit Halogen mit dem Voltcraft LX-1108 Lux-Meter ein Wert von 65.200 LUX ermittelt werden. Der gleiche Versuchsaufbau mit dem Retrofit Adapter ergab 138.600 LUX.

Um den Vergleich etwas genauer aufzuzeigen wurden verschiedene Testbilder angefertigt.
Hierbei wurden die Parameter identisch belassen und nur für die Aufnahmen die Lichtquelle gewechselt.

Hier die Vergleichsbilder:

LED am Mikroskop (z.B. ZEISS Pico am Stativ S 100)

von Andreas Habash

Bisher war die Standardbeleuchtung an den meisten Dentalmikroskopen Halogen oder Xenon, wobei eine Umrüstung nicht immer ganz einfach war.

Umso mehr fand ich die Idee interessant einfach die Halogenbeleuchtung gegen eine LED Beleuchtung „auszutauschen“.

Zufällig habe ich auf eine Lösung gefunden, die nun seit drei Tagen im Praxiseinsatz ist.
Es handelt sich um den „Opmi Pico Retrofit Einsatz“ der Firma CJConsultation.
Dieser Einsatz ersetzt in den ZEISS Stativen der S100 Reihe einfach die Halogenbeleuchtung
Die Umrüstung von Halogen auf LED ist also in wenigen Schritten möglich und dauert nur Minuten.

Die Leistung der LED ist stufenlos regelbar.

Anbei einige Bilder zum Retrofit Einsatz.
Der erste Eindruck ist sehr positiv.

In unserer Praxis musste die LED aber gleich gegen 100W Xenon antreten.
Im Vergleich zu unsere externen 100W Xenon Beleuchtung machen sich folgende Punkte jetzt schon sehr deutlich bemerkbar:
geringere Hitzeentwicklung
geringere Lautstärke des eingebauten Lüfters
mehr „Lichtausbeute“ als aus der 100W Xenonlampe

Link zum Adapter: http://www.cjconsultation.de/29.html

Update zum Zumax-Mikroskop

von Günther Stöckl

 

nach den Erfahrungsberichten mit Zumax hier die aktuellen Neuerungen.

  • das LED mit dem 6-fach-Wechsler ist nun seit fast 2 Monaten im Einsatz. Es ist nicht so hell wie das 150W Xenon, aber deutlich heller als das 150 W Halogen.
    Größter Vorteil: Lautlos.
    Beim Laserfilter kommt es durch den individuellen Weissabgleich zu keinen Farbstichen mehr.
  • Mit dem Target-Okular kann der richtige Bildausschnitt fotografiert werden, ohne über den externen Monitor gehen zu müssen.
  • Adapter für Sony NEX und HD-Camcorder funktionieren gut.

„Mehr Licht“…

von Stefan Klinge

…..sollen die letzten Worte Goethes auf dem Sterbebett gewesen sein. Im Gegensatz zu ihm konnte ich mir diesen Wunsch vor zwei Wochen erfüllen und habe die LED Lichtquelle für das Global G6 angeschafft.

Seit gut einem Jahr arbeite ich nun mit dem Mikroskop und der Novalux Standartlichtquelle –  einer Metal-Halid Lampe. Ich kam soweit  gut damit zurecht, hospitierte dann bei Jörg Schröder und war beeindruckt über die Helligkeit einer Xenonbeleuchtung.
Xenon kam für mich aus verschiedenen Gründen nicht in Frage, ein  Flüssigkeits – Lichtleiter hätte  aufgrund der Kabellänge keinen entscheidenden Vorteil zum Fiberglas – Kabel gehabt.

Der Austausch der Lichtquellen war denkbar einfach und in wenigen Minuten erledigt. Da das Gehäuse direkt angeschlossen wird, entfällt der Lichtleiter. Schon beim ersten Probelauf gab es den „AHA – Effekt“ .

In Verbindung mit normalen Rhodium Spiegeln ist die volle Lichtleistung erträglich. Mit Spiegeln wie dem Ultra FS von Hahnenkratt empfinde ich es bei bis zu 5-facher Vergrößerung als unangenehm. Die Helligkeit ist aber auf 20.000 Lux dimmbar.
Die Intensität wird mit 50.000 Lux (lt. Global ) bzw. 57.000 Lux (lt. Sigma) angegeben. Die Farbtemperatur liegt bei 6.600 Kelvin. Die Lebensdauer der Lampe beträgt  50.000 Stunden. 

Es ist möglich, die Lampe auch für kurze Zeit ( Patientenwechsel ) auszuschalten. 
Die Version mit Folientastatur für On/Off und Dimmer ist einfach zu reinigen. Etwas umständlich ist hier allerdings die Handhabung während der Behandlung, da man zwischen Vergrößerungswechsler und Handgriff der linken Seite hindurch an das Tastenfeld muss.  Es ist allerdings auch eine Version mit Schalter und Drehknopf erhältlich, die zur linken Seite hin bedienbar sind. Die Reinigung des Knopfes und des Kippschalters  stellt dabei sicher höhere Anforderung an die Hygiene.
Da die LED ohne aktive Lüftung auskommt, fehlt auch das typische Grundrauschen im Hintergrund. Der Wärmeaustausch findet über Kühlrippen statt.
Die Dimmfunktion kann allerdings nicht so recht überzeugen, da die Lampe sehr verzögert auf die Bedienung anspricht. Das mag aber bei der Version mit Drehknopf anders sein.  Diese Version stand allerdings nicht zur Verfügung.

Pro:

  • Einfacher Austausch Metal-Halid > LED
  • Gute Lichtausbeute auch bei Standartspiegeln
  • Dimmfunktion
  • Einfach zu reinigende Folientastatur
  • Keine Geräuschbelästigung
  • Gutes Preis – Leistungsverhältnis

Contra:

  • Dimmer spricht verzögert an
  • Folientastatur ist umständlich zu erreichen
  • Farbfilter etwas schwergängig

Neues von der Fachdental München am 16.10.2010

von Christian Danzl

Letzten Samstag war die Bayerische Fachdental. In München, wie jedes Jahr.

Was gibt es Neues zu berichten?

Hier eine nicht-repräsentative Auswahl:

Schlumbohm

Der Endo-Pilot von Schlumbohm hat mir immer schon gefallen. Aufbereitung, simultane Längenmessung und Warmabfülltechnik (Downpack und Backfill) in einem kompakten Gerät ist eine äusserst interessante Sache. Es reduziert die Geräte, die rumstehen, gewaltig und es gibt auch nur einen Fussanlasser.

Interessant ist auch die Möglichkeit verschiedene Endo-Boxen zu verwalten, der Endo-Pilot misst für jede ihm einprogrammierte Feile, die aufgetretene Belastung und rät bei Überschreitung der programmierten Lebenszeit zum Feilenwechsel (Feilenalarm).

Die Bedienung und Programmierung des Endo-Pilot erfolgt einfach und angenehm über Touch-Screen.

Zur DG-Endo JT in Berlin wird Herr Schlumbohm noch den Co-Pilot vorstellen. Dieser soll ein Akku-Pack beinhalten um von der Steckdose unabhängig zu werden und noch zusätzlich ein US-Gerät.

Leica Microsystems

Das neue Leica-Mikroskop M320 F12b hab ich mir angesehen. Die Verarbeitung ist teilweise (Arm), wie von Oscar von Stetten hier schon beschrieben (momentan) sehr durchschnittlich, allerdings seien es – wie mir bei KaVo und Henry Schein versichert wurde, Protptypen. Die „richtigen“ Exemplare sollen auf dem gewohnt hohen Standard sein.

  • Die Optik hat mir ganz gut gefallen, auch bei hohen Vergrößerungen
  • Das LED Licht ist nicht viel dunkler als die Xenon-Lichtquelle des Zeiss-Pico (zumindest im Vergleichsaufbau auf den Henry Schein-Stand), allerdings hatte das Xenon für mich im direkten Vergleich eine angenehmere Farbtemperatur
  • Die Feinfokussierung fand ich im Gegensatz zu OvS sehr gut, weil sie mit einem Finger funktioniert.
  • Die integrierte Video/Foto-Lösung in Kombination mit dem LED-Licht (kein Lichtleiter) gibt es keine störenden Kabel. Foto und Video (Mpeg 4) werden auf einer leicht zugänglichen SD-Karte gespeichert. Über eine Eye-Fi-Karte dürften die Daten auch ohne Umstecken schnell auf dem Rechner zur Weiterverarbeitung sein.

VDW

hat das Mtwo Feilensortiment um 4 Feilen erweitert. Neu sind 30/.06, 45/.04, 50/.04 und 60/.04.

Der „Gold“ Endo-Motor ist jetzt auch für Reziprok-Technik geeignet.

Über die hier gezeigte Reziproc-Feile hat man sich ausgeschwiegen. Das allerdings sehr ausgiebig.

Schade.

Valo LED Polymerisationslampe (Ultradent) – Ein Erfahrungsbericht

von Hans – Willi Herrmann


Die Valo LED Lampe von Ultradent  ist nicht ganz neu auf dem Markt und sowohl Olaf Löffler als auch Stefan Verch haben sich hier bei Wurzelspitze schon euphorisch darüber geäußert.

Ich hatte in den letzten Monaten die Möglichkeit, diese Lampe auszuprobieren.
Hier meine Erfahrungen kurz zusammengefasst:

Zunächst war ich ein wenig enttäuscht.
Vielleicht hatte ich, angesichts der euphorischen Berichte, zuviel erwartet.

Ich glaube jedoch eher, daß es daran lag, dass ich schon zu lange mit Akku LED Polymerisationslampen gearbeitet hatte. Denn die Valo LED Lampe ist für mich die beste kabelgebundene Lampe auf dem Markt und hätte ich bislang mit konventionellen Lampen gearbeitet, wäre ich überglücklich gewesen, mit einer Lampe zu arbeiten, die erfreulich,  ja erstaunlich   klein ist, aber denoch gut in der Hand liegt und deren Kabel so gut wie nicht spürbar ist. Nach über 3 Jahren des kabellosen Arbeitens war es für mich jedoch  wieder eine Umstellung, mit einer kabelgebundenen Lampe zu arbeiten. Nichts, woran man sich nicht wieder gewöhnen könnte, wenn man müsste, aber solange meine Bluephase einwandfrei funktioniert,  ist das Bessere, in diesem Falle das Freierbewegliche der Feind des Guten. Sofern der Akku mitmacht, wohlgemerkt, denn bei Ultradent hat man sich nicht ohne Grund für eine akkulose und damit in diesem Aspekt fehlerunanfällige Lösung entschieden. Und  – ich könnte mir gut vorstellen, daß Kollegen, die mit akkubetriebenen Geräten schlechte Erfahrungen gemacht haben, gerne auf die Valo zurückgreifen werden.

Noch zwei Dinge, die mir aufgefallen sind.
Bestimmte Areale (zum Beispiel unter permanentem  Dentalmikroskopeinsatz und mit Ultraschallansätzen rein indirekt präparierte Zahnhalskavitäten an einem endständigen Zahn 46 distal) sind schwierig zu erreichen. Der Kopf der Valo ist nämlich gerade, trägt also keinen der bekannten gebogenen Glaslichtleiter. Ein Schrägstellen der Lampe ist notwendig, wird jedoch durch die Mundöffnung im Einzelfall limitiert.  Des weiteren ist durch den fehlenden Lichtleiter generell auch  die Aufsicht auf die Kavität von okklusal eingeschränkt. Man kann nicht so einfach am Lampenkopf vorbeischauen. Nicht in jedem Fall, aber in bestimmten Situationen ist dies zwar kein Drama, aber doch gewöhnungsbedürftig oder zumindest auffällig.

Das wars aber schon mit den kleinen Nörgeleien. Bitte nicht missverstehen, ich möchte nicht Erbsenzählen, nicht im Baedeckerschen und erst recht nicht  im Beckmesserschen Sinne. Denn die Valo eine sehr gute Lampe, die handlich  und zuverlässig ihren Dienst tut.  Und – wenn man die nachwievor in der Mehrzahl der Praxis betriebenen Halogenlampen als Referenz heranzieht – ein Riesenfortschritt. An der Einheit montiert (innerhalb von Sekunden machbar)  immer funktionsbereit und auch unter Hygienegesichtspunkten einwandfrei, die vorhandenen und praktikablen Einmalschutzhüllen zur Verhinderung von Kreuzkontaminationen vorausgesetzt.

Ich schreibe über besagte kleine,  subjektive Auffälligkeiten, damit sich Jeder, der sich  ernsthaft für  eine Valo interessiert, speziell diese Aspekte genauer anschauen und für sich selbst bewerten kann,  ob er damit seinen Frieden machen und dann bewußt seine Entscheidung für das Gerät treffen kann.  Sicherlich eine gute Investition, die Valo ist ihr Geld wert. Ungeachtet dessen gibt es Gründe (wie Alles im Leben Geschmacksache), akkubetriebene Geräte zu verwenden.

Apropos Zuverlässigkeit.
An unserer Bluephase Lampe (mittlerweile Generation 2) ist wieder einmal ein Defekt zu beklagen.
Das Display leuchtet nicht mehr.

LED am Dentalmikroskop

von Hans – Willi Herrmann

Gestern habe ich an einem Dentalmikroskop aus USA gearbeitet.

Nein, nicht Global, sondern günstiger Preis (10450 €), angeblich LEICA Optik (wobei das ein weit gefaßter Begriff ist mittlerweile) und – neu für mich bis dato – mit LED Beleuchtung.

Diese soll angeblich in ihrer Intensität einer Halogen – Beleuchtung entsprechen oder eine solche sogar übertreffen. Für mich jedoch eine große Enttäuschung, denn das Bild in den Okularen entsprach von seiner Helligkeit einer (Achtung Insider Scherz) 20 Watt Glühbirne.

Ich hoffe, daß andere LED – Lichtquellen, die  für Dentalmikroskope neuerdings angeboten werden, besser sind, denn das hier gestern war definitiv nichts.

Sehr gut hingegen die angedockte Sony Kamera, um Klassen besser als das, was Zeiss in dieser Preisklasse anbietet.

Nährere Infos zum Labomed – Mikroskop gibt es bei Hanchadent.

Polymerisationslampen im Praxistest (5) – Valo

Valo

von Olaf Löffler

Die Valo haben wir auf eine Empfehlung von Stefan Verch angeschafft.
Sie stammt aus dem Haus Ultradent.

Die Lampe zeichnet sich durch eine besonders schlanke Bauform und ständigen Netzbetrieb aus.

Zunächst die technischen Daten.

Gewicht: 77g
Länge: 20,5 cm
Spektrum: 395 nm – 480 nm

Polymerisationsmodi:

  • Standard: 1000 mW/cm2   5/10/15/20 Sekunden
  • High Power: 1400 mW/cm2   1/2/3/4 Sekunden
  • Xtra Power: 3200 mW/cm2   3 Sekunden

Die Lampe ist ohne Akku und besitzt ein Netzkabel. Zur Funktion ist eine Steckdose erforderlich.
Alugehäuse eloxiert und beschichtet

Für die Valo gibt es Hygieneschutzhüllen. Dabei ist festzustellen, daß die Handhabung der Lampe nicht beeinträchtigt wird.
Die Valo passt in so ziemlich jeden Geräteköcher der Einheit.

Bisher erweist sich die Valo als ergonomisch günstiges und einfach zu nutzendes Gerät. Durch die Netzleitung, welche sich nicht als störend zeigt, ist die Akkuproblematik ausgeschlossen. Ein nicht ablesbares oder reflektierenders Display ist nicht vorhanden. Die Bedienung ist einfach und an Hand der Statuslämpchen erkennbar.

Die Valo hat 4 eingebaute LED für die verschiedensten Farbspektren. Eine davon ist von geringer Leuchtintensität für unser Auge (405 nm). Das ist kein Defekt der LED. Das muss so sein.

Abschließend ist festzustellen, die VALO ist unser persönlicher Favorit. Es werden alle gängige Photoinitiatoren erreicht, die Ergonomie ist hervorragend und das Kabel erwies sich nicht als hinderlich. Letzteres wurde von uns nicht erwartet.

Valo

Polymerisationslampen im Praxistest (4) – Bluephase

Bluephase

 

von Olaf Löffler

Die Bluephase ist in 3 verschiedenen Versionen am Markt.  Es gibt die Bluephase G8, die Bluephase und die Bluephase 20i.  Zunächst eine Kurzvorstellung:

  • Bluephase C8      800 mW/cm2 (± 10% ± 10%)  10 mm Lichtleiter*
  • Bluephase         1.200 mW/cm2 (± 10% ± 10%)  10 mm Lichtleiter*
  • Bluephase 20i  2.000 –2.200 mW/cm2    10>8 mm Lichtleiter*

In diesem Artikel konzentrieren wir uns auf die Bluephase.

Die Bluephase zeichnet sich durch gefällige Details aus. Im Falle eines Akkuzusammenbruchs kann die Bluephase mit dem Netzstecker der Ladeschale verbunden werden und funktioniert als kabelgebundenes Gerät weiter. Die Emissionsspektrum ist ausgesprochen breit. Die Lampe hat mehrere Programme, welche an einem Display ablesbar sind.

Die technischen Daten:

Wellenlängenbereich:      380-515 nm
Lichtintensität:                1.200 mW/cm2 ± 10%
Belichtungsprogramme:   High Power, Soft Start, Low Power
Stromversorgung:           Lithium-Polymer-Akku ca. 60 Minuten  Kapazität (Belichtungszeit) ca. 2 h Ladezeit
Spannungsversorgung:    100-240 VAC / 50-60 Hz
Gewicht: 256g

Handling: Das ist in unseren Händen das Problem der Bluephase. Eine gezielte Polymerisation des mesialen Kontaktpunktaufbaus gegen die Garrisonmatritze von distal am unteren zweiten Molaren bei etwas eingeschränkter Mundöffnung ist nicht möglich. Die pistolenartige Lampenform findet befürwortende und ablehnende Meinungen bei unseren Mitarbeiterinnen. Die Auslösen der Polymerisation über den Schalter an der Unterseite der Lampe ist nicht immer einfach. Dieser ist zu klein und in manchen Situationen schwer zu erreichen.

Für die Bluephase sind Einweg-Hygienehüllen erhältlich.

Die technischen Daten sind grandios. Ergonomisch kann die Lampe nicht überzeugen.

* Bei parallelwandigen Lichtleitern (10 mm) ist der Durchmesser beim Lichteintritt und der am Lichtaustrittsfenster gleich. Bei der Verwendung von fokussierenden Lichtleitern (10>8 mm Lichtleiter, Pin-Point Lichtleiter 6>2 mm) ist der Durchmesser beim Lichteintritt grösser als der am Lichtaustrittsfenster. Das einfallende Blaulicht wird so auf eine kleinere Fläche gebündelt. Dadurch erhöht sich die abgegebene Lichtintensität.

Problem Defokussierung: Bei allen Lichtgeräten wird mit zunehmendem Abstand vom Austrittsfenster die belichtete Fläche größer. Die Lichtleistung pro Fläche sinkt.  Die Defokussierung hängt  von der Konstruktion der Lampe und dem dazugehörigen Lichtleiter ab. Bei Turbo Lichtleitern ist der innere Durchmesser größer als der äußere. Das Licht wird am ALichtleiteraustritt gebündelt, und durch die höhere  Intensität pro Fläche Intensität erreicht. Die Polymeristaionszeit wird verkürzt werden. Diese Auffächerung des Licht (Defokussierung) ist um so stärker ausgeprägt, je größer das Verhältnis von innerem zu äußerem Lichtleiterdurchmesser ist.

Ein Lichtleiter mit Innen-Durchmessern von 13 mm und Außendurchmesser von 8 mm erzeugt nur bei Abständen von weniger als 4 mm eine höhere Strahlungsflußdichte als ein linearer Lichtleiter. Bei mehr als 4 mm Abstand ist der lineare Lichtleiter dem „Turbo-Tip“ sogar überlegen.

Geräte der neuesten Generation ohne Lichtleiter weisen häufig eine besonders starke Defokussierung auf.

Bluephase

Polymerisationslampen im Praxistest (3) – Demi

Demi

von Olaf Löffler

über die Demi habe ich bereits hier und dort berichtet. Diese Lampe gab mit den beschriebenen Mängeln letztendlich den Anlass,  nach anderen Modellen zu suchen. Die geschilderten Mängel wurden alle auf Kulanz repariert, bzw. das Gerät wurde ausgetauscht. Seit dem letzten Tausch sind einige Monate vergangen. Es gab keine Probleme mehr. Insgesamt haben wir die Demi jetzt 2 Jahre unter Beobachtung.

Die technischen Daten:
Wellenlängenbereich: 450 – 470 nm*
Ausgangsleistung von 1100 mW/cm2 auf eine Höchstleistung von 1330 mW/cm2
Gewicht: 154 Gramm mit Akku.
Akku: Wir haben die Grenzen noch nie erfahren. ( Zweimal wurde die Lampe wegen Verarbeitungsproblemen mit Akku getauscht. )

Die Bedienung ist intuitiv und es ist die Lampe mit der einfachsten Bedienung im Test. Die 4 Tasten sind schnell erfühlbar, zuordenbar und ergonomisch angeordnet. Der Lichtleiter (8mm) kann gedreht werden. Es gehört ein Lichtschutzschild zur Ausstattung. Die Ergonomie der Lampe ist vorbildlich.

Für die Demi werden Einmalschutzhüllen angeboten und sind empfehlenswert, da das Gehäuse der Lampe kiemenartige Kühlungsöffnungen zeigt. Das ist ein Minuspunkt, da zum einen die Oberflächendesinfektion dadurch deutlich erschwert ist, andererseits die angebotenen Schutzhüllen, sofern eingesetzt, die Luftzufuhr, die zur Kühlung benötigt wird, beeinträchtigen.

Fazit: Wir setzen die Lampe in allen nichtkritischen Behandlungen, wie Versiegelungen ein. Die Demi hat auf Grund der ausgewogenen Ergonomie nur positive Noten von der Assistenz bekommen. Sie steht bei uns jetzt im Prophylaxezimmer. Hat aber das Zeug, den kompletten Zahnarztalltag zu meistern. Das Hygienedefizit verhindert die Bewertung: Absolut empfehlenswert.

* Ausschlaggebend für eine schnelle und vollständige Polymerisation ist nicht allein die Lichtleistung einer (LED)Lampe. Entscheidend ist der Anteil der Überschneidung der Absorptionskurve des Photoinitiators mit dem Emissionsspektrum der LED-Lampe. Kampherchinon (häufigster Fotoinitiator) hat eine maximales Absorption bei 468 nm.  Einige Hersteller benutzen  zusätzliche Fotoinitiatoren, welche bei Wellenlängen kleiner als 450 nm absorbieren, besonders bei bei hellen, transluzenten Farbtönen.

Demi

Demi

Polymerisationslampen im Praxistest (2) – Flashmax

Flashmax

Die Flashmax habe ich auf eine Empfehlung hin gekauft. Die Werte waren beeindruckend. Die Kosten im Verhältnis zur Bluephase 20i geradezu günstig. Das Design war ok. Beworben wird die Lampe mit einem eindrucksvollen Slogan:  Zeit-Zyklus: 1 bis 3 sec. Aushärtungstiefe: 4+ bis 6+ mm!

Mich hat anfänglich die Hitzeentwicklung der Lampe erschreckt. Den Finger hält man nicht lange darunter. Ein kleiner Testaufbau mit einem Temperaturfühler, welcher in einem Zahn befestigt war ergab jedoch kaum drastische Veränderungen. Da ich etwas Zweifel an der Trägheit des Fühlers hatte, wurde die Messung noch mit einem Infrarotthermometer kontrolliert. Es gab keine nennenswerten Erwärmungen im Zahn bei den vorgegebenen Polymerisationszeiten.

Gewicht: 131 Gramm – Ein Leichtgewicht. Beim Akku allerdings auch.

Die Bedienung ist sehr einfach und verständlich.

Handling: In dieser Disziplin ist die Lampe in unserer Praxis nicht erfolgreich gewesen. Alle Helferinnen sind mit der abgewinkelten Form und dem starren Lichtleiter nicht warm geworden. Die Lampe muss um die Längsachse gedreht werde, was auf Grund der Bumerangform ungünstig ist. Die Schalter sind für die Unterkieferbehandlung der okklusalen Flächen gut zu erreichen. Im Oberkiefer nach dem Drehen der Lampe sind die Schalter schwer zu erreichen.

Wertigkeit: Die Lampe zeigt eine gute Verarbeitungsqualität. Abstriche gibt es für die nicht spaltenfreie Hygieneschutzhülle.

Hygiene: Als einzige aller Lampen hat die Flashmax eine autoclavierbare, aufsteckbare Hygieneschutzhülle. Allerdings gibt es keine Einweghüllen. Ob das wirklich praktikabel ist im Praxisalltag, muss jeder für sich selbst entscheiden.
Die Schalter sind ohne Spalten als Drucktaster im Gehäuse eingearbeitet.

Fazit: Die Lampe steht auf Grund des gewöhnungsbedürftigen Handlings im Labor. Hier spielt sie bei allen anfallenden Arbeiten ihre überragende Lichtleistung von > 4000 mw/cm2 aus.

Flashmax

Polymerisationslampen im Praxistest

von Olaf Löffler


Auch in unserer Praxis wird seit geraumer Zeit ein Polymerisationlampentest durchgeführt.

Für mich sind die technischen Daten wichtig. Für die Assistenz ist es die möglichst ergonomische Handhabung. Die Helferin muss in der Regel mit dem Gerät arbeiten und umgehen. Deshalb gebe ich nur technischen Vorgaben und die Assistenz entscheidet.  Damit unnötige Investitionen vermieden werden können, schreibe ich über unsere Erfahrungen und ob wir die eierlegende Wollmilchsau gefunden haben.

Wir haben 4 verschiedene Lampen im Test.
3 Akkugeräte:

  • die Demi von Kerr,
  • die Bluephase G2 von Ivoclar
  • und die Flashmax von Uptodent.

Dazu kommt ein Kabelgerät:

  • die Valo von Ultradent .

Folgende Punkte werden Beachtung finden.

  • Gewicht
  • Bedienbarkeit/Handling
  • Wertigkeit/Verarbeitungsqualität
  • Hygienefähigkeit

Die technischen Parameter werden, soweit bekannt, mit angegeben, wobei diese vom Hersteller übernommen und für uns nicht überprüfbar sind. Die Geräte befinden sich im Dauereinsatz in unserer Praxis. Ich  lege Wert darauf, festzustellen, daß die im Test wiedergegebenen Erfahrungen meine subjektive Meinung ist und es sich um einen Praxistest und nicht um eine wissenschaftliche Untersuchung handelt.

Radii Plus vs. Bluephase 2

von Hans – Willi Herrmann

Radii Plus vs. Bluephase 2.

Was spricht für, was spricht gegen die jeweilige Lampe ?

Ich denke, dass letztendlich der persönliche Geschmack die entscheidende Rolle spielt.
Warum ich das glaube ?

Weil in unserer Praxis die Meinungen geteilt waren, dies aber eindeutig.
Alle Mitarbeiterinnen, die ich befragte, haben sich für die Radii Plus ausgesprochen.
Warum ? Liegt besser in der Hand.

Ich hingegen empfand das genau umgekehrt.
Ich mag den Pistolengriff der Bluephase. Es ist zwar keine Walther PPK  und ich fand die James Bond Werbung (daher auch der „Ein Quantum Trost“ Blogbeitrag)  eher peinlich, aber sie liegt gut in der Hand. Die Radii ist mir zu schmal im Griff, was nicht heißt, dass man damit nicht ohne Probleme zurechtkommt.

Auch das Display der Bluephase finde ich gut.
Mir ist es wichtig, jederzeit sehen zu können, in welchem Modus die Lampe sich befindet und gegebenenfalls ja nach Situation auch Modifikationen, Zeit und Intensität betreffend, vornehmen zu können.

Aber es geht auch genau anders rum. Wenn ich sowieso in 98 % der Fälle mit einer  Standardeinstellung  arbeite, wozu brauche ich dann ein teures und zumeist nutzloses  Display.
Und wenn ich einen Softstart – Modus möchte (denn es nichtdestotrotz auch bei der Radii Plus gibt) , dann halte ich die Lampe für 2- 3 Sekunden etwas weiter weg vom Zahn und spare mir das Umstellen.

Apropo Umstellen. Bei der Bluephase kommt es doch immer mal wieder vor, dass die von mir bevorzugten Einstellungen unbeabsichtigt verändert sind, so gesehen ist das Display zur Kontrolle auch notwendig. Bei der Radii muss man schon wirklich vorsätzlich den Modus abändern, denn hierzu muss  der einzige Knopf des Geräts längere Zeit gedrückt werden. Kommt also de facto nicht vor.

Zuletzt noch die Lichtleistung.
SDI wirbt mit der höchsten Lichtintensität im Vergleich. Ich fand das erstaunlich, mir kam das Licht der Bluephase intensiver, gebündelter vor.

Ich kenne nicht den aktuellen Marktpreis der Radii Plus.
Das ist sicherlich noch ein Entscheidungskriterium, dass es zu berücksichtigen gilt.

Die Frage, kabelos oder nicht, rein vom Handling her, beantworte ich ganz klar mit „Daumen hoch“ für  die Akku – Geräte.
Zumindest solange, bis das nächste Akku – Gerät den Geist aufgibt.

Licht

 

von Oscar von Stetten

Auf der Industrieausstellung bei der DGEndo-Tagung fiel mir sofort auf dem Stand der Firma Jadent ein sehr heller Lichtspot auf. Dann habe ich auch noch auf dem Mikroskoparm die Aufschrift „LED inside“ (abb1) entdeckt.

Sehr spannend, wurde ich just am Tag vorher von einem Teilnehmer nach einer Beleuchtungsalternative zu Halogen, Xenon oder Metallhalide gefragt. Mein Wissensstand war, dass LED noch nicht so weit war. So kann man sich täuschen.

Das Licht ist sehr hell und das obwohl die nominellen Werte nicht so berauschend klingen. Aber dennoch, der Spot war blendend. Neugierig wie sich das Licht klinisch bewährt bat ich Jadent um eine Leihstellung. Diese erfolgte am Dienstag, leider wurde das Mikroskop am Donnerstag wieder abgeholt. Damit bleib mir nicht genug Zeit, Fotos mit dem Mikroskop zu schießen um über die Belichtungszeit eine halbwegs vernünftige Einschätzung zu erhalten. Aber das wird sicher nachgeholt werden.

Was ich aber sagen kann (nach 7 Behandlungen mit diesem Mikroskop): exzellent. Das Licht ist hell genug bis zur 16x Vergrösserung, um damit noch ordentlich arbeiten zu können. Erstaunlich. Das Beste: keine Lüftergeräusche, keine Hitzeentwicklung, alles im Standard-Lichtkasten des Kaps montiert.  Meine Hand hielt ich etwa 2 min. über dem Lichtaustritt und hatte keine Verbrennungen 3. Grades.

Beim Xenon würde ich mich das nicht trauen ;-)

Flugs den Leuchtkasten aufgeschraubt und mal nach der LED-Zelle geschaut. Verblüffend. Verblüffend klein. Sehr klein sogar für die Lichtmenge und den guten Eindruck. Kein Vergleich mit den Zusatzgeräten für Xenon. (abb 2,3)

Von oben fotografiert sieht man die Zelle mit einer Sammellinse.  Offensichtlich reicht die Linse aus, um das Licht gut und gleichmässig in den Lichtleiter zu schicken. Dieser ist auch nicht mehr den Hochtemperaturen wie beim Xenonlicht ausgesetzt, was der Langlebigkeit sicher zugute kommt. (abb4)

Man bemerkt sofort, der Durchmesser ist kleiner als bisher. Was Luft nach oben lässt.  (abb5)

Vorläufiges Fazit:

Die LED-Beleuchtung hat mich begeistert. Es hat viele Vorteile, wie z.B. eine lange Lebensdauer, keine Hitzeentwicklung, keine lauten Lüftergeräusche. Das Spektrum des Lichtes ist angenehmer, tageslichtähnlicher als Xenon, was aber in der Natur der Sache liegt.

Weiterer Vorteil: gute Integration im Gerät. Kein zusätzlicher Leuchtkasten, kein zusätzlicher Stromanschluss mehr, keine Fernbedienung o.ä.

Die momentan verfügbare Lösung zeigt, dass es prinzipiell geht und dass diese Art des Lichts auch einsetzbar ist. Wenn man das Kaps mit einem Mitbwerber von der Beleuchtungseite vergleicht, fällt auch die verschiedene Farbtemperatur auf.

 

Aber Vorsicht: Es geht dabei ausschliesslich um die Farbtemperatur, um nichts anderes. Ein weiterführender Vergleich zwischen diesen zwei Geräten scheidet aus mehreren Gründen aus. Definitiv. Ein ungleicher Vergleich, so in etwa zwischen einem Passat und einem Bentley.

Würde ich es mir kaufen? Um eine definitive Empfehlung auszusprechen habe ich nicht lange genug mit dem Gerät gearbeitet. Aber das erste Gefühl ist gut. Und meiner Meinung nach ein Schritt in die richtige Richtung.

 

 

 

Wackler beim Knüller des Jahres 2008

von Hans – Willi Herrmann

von Hans – Willi Herrmann

Nach wievor die beste Anschaffung 2008.
Meine LED – Lampe für die Lupenbrille: LED ION Plus von Sigma Dental..
5 Wurzelspitzen, die Höchstnote, die wir vergeben hier.
Seit gestern allerdings mit gelegentlichen Lichtaussetzern.
Entweder ist der Steckerkontakt der Lampe zum Akku – Gehäuse  hin (seit ein paar Wochen ist das früher gewohnte feste Einrasten einer gewissen Spielpassung gewichen).
Oder es ist ein Kabelbruch oberhalb des Steckers, dort wo das Kabel beim Tragen abgebogen wird.
Ich werde die Lampe zu Sigma Dental einschicken zur Überprüfung, aber erst in den Herbstferien.
Ich hoffe, sie hält solange noch durch.

LED – Birnchen Teil 3 – und es geht noch günstiger…

von Hans – Willi Herrmann

Und es geht noch günstiger.

Es fing ja alles an mit der Markteinführung der LED – Handstücke von W & H und der NSK – Alternative.
Deutlich kostengünstiger.

Dann folgte der Hinweis von Andreas Habash auf die HPSL – LED – Birnchen für die konventionellen Motoren und Turbinen.

Noch einmal deutlich kostengünstiger.

Und jetzt der ultimative Spartipp für all Diejenigen, die bereit sind, ein paar Minuten Zeit in einen Do it yourself – Umbau zu investieren.

Hier der Link für eine Bauanleitung als PDF – Dokument, zur Verfügung gestellt von Dr. Henry Schneider, dem Betreiber des Zahnmedizin – Portals  DD – DeutscheDental, auf dem die PDF nach kurzer unkomplizierter Anmeldung kostenlos heruntergeladen werden kann.

LED im Motor / Winkelstück / Turbine

von Andreas Habash

Ich habe den Beitrag über die NSK LED Turbinenkupplung mit Interesse gelesen.
Dabei habe ich aber auch etwas gestaunt.
Warum umständlich, wenn´s einfach geht. Seit einiger Zeit ist das Problem mit den LED Lämpchen für die Anwendung in den Übertragungsinstrumenten doch schon gelöst.

Das Ingenieurbüro EPSYS, geleitet von Herrn Voinea, hat einen HPSL-Spot entwickelt, der als „Beleuchtungssystem für dentalmedizinische Instrumente“ angeboten wird.
Ich arbeite seit einiger Zeit mit den HSPL-Spots und bin begeistert.

Die HPSL-Spots gibt es in drei Lichtfarben
- Xenon ca. 5.500 K
- Daylight ca. 4.500 K
- Warm-white ca. 4.000 K.
Die Farbtemperatur ist natürlich wie immer Geschmackssache.

HPSL heißt High Performance Semiconductor Lighting.

Die Spots sind mit den Systemen der unterschiedlichen Hersteller kompatibel und werden angeboten für:
- Sirona Motor SL/SI ISO
- KaVo Multiflex Lux
- Morita CP4
-BienAir Unifix

Beispielfoto der verschiedenen Sockeltypen:

und hier als Beispiel ein KaVo HPSL-Spot

Die Vorteile liegen in (auf) der Hand:

  • hohe Lichtsausbeute
  • sterilisierbar
  • konstante gute Farbwiedergabe
  • hohe Lebensdauer
  • geringer Stromverbrauch
  • geringe Wärmeentwicklung

WICHTIG! 
Die Spots mit Halbleitertechnik funktionieren nur mit Gleichspannung. Sollte bei Montage die HPSL nicht leuchten bitte einfach umpolen …… ;-)

Anfragen und Bestellungen direkt an EPSYS

Email: epsys@inno-coat.de
Homepage: http://www.inno-coat.de/

IDS 2009 (9) LED Turbine NSK

von Hans – Willi Herrmann

Kennen Sie das ?

Das Birnchen in ihrem Winkelstück hält genau so lange, bis sie vergessen haben, wie es gewechselt werden muss.
Oder solange, bis keiner mehr weiss, wo die Ersatzbirnchen gelagert wurden.

So gesehen ist es in der Tat ein Fortschritt, dass nun LED – Beleuchtungen für Winkelstücke angeboten werden, denn bei einer Lebensdauer von mehr als 50.000 Stunden kann man schon einige Zeit lang unbesorgt und voll beleuchtet vor sich hinbohren.

Schade nur, dass es für diese neue Lichttechnologie neuer Winkelstücke bedarf.
So gesehen relativiert sich für den Praktiker die euphorischen Ankündigungen der jeweiligen Handstückhersteller, die auf der IDS diese Neuheit beworben haben.

Denn bei  gegenwärtig mehr als 25 Winkelstücken in unserer Praxis wäre dies ein riesiges Investionsvolumen, dass für die Umrüstung gestemmt werden muss.
Da leg ich mir doch gerne noch ein paar Halogen – Birnchen extra hin und schreib mir eine detailierte Arbeitsanweisung, wie ich die Birnchen wechseln muss und in welchem Schrankfach ich sie deponiert habe.

Oder ich überlege, ob ich nicht zu NSK wechsele.

Denn NSK, weitestgehend unbemerkt von den Zahnärzten, hat die LED – Birne dorthin gebracht, wo sie meines Erachtens mehr Sinn macht als im Handstück, nämlich in die Turbinenkupplung.

Ich wechsele also lediglich die Turbinenkupplung, um von nun an LED – Licht zu haben.
Und kann alle meine Winkelstücke weiterverwenden.

Und wohlgemerkt alle meine Winkelstücke, denn eine solche LED – Beleuchtung bietet NSK nicht nur für Turbinen, sondern auch für E – Motoren  und demnach für rote, grüne und blaue Winkelstücke an.

Und noch einen Vorteil hat die NSK – Variante.
Ich kann nach und nach die jeweiligen Turbinenkupplungen und Motoren austauschen, wenn sich ein Bedarf ergibt. Ich kann LED- und Halogen-Varianten nebeneinander benutzen und muss nicht ad hoc vollständig von einem System auf das andere  wechseln.

Von der Lichtausbeute sind Halogen und LED vergleichbar, allerdings spenden die LED -Birnen Licht in Tageslichtqaulität ohne Gelbstich.

NSK_LED

Led ION Update

von Hans – Willi Herrmann

Rund 3 Monate arbeite ich jetzt schon mit der Led ION Plus Leuchte von Sigma Dental.

Ausnahmslos.
Könnte ich noch darauf verzichten ?

Nur wenn ich einen adäquaten Ersatz hätte.

Aber „Ganz Ohne“ auskommen  ?
Keine Chance, es geht nicht mehr.

Die Led ION fällt nicht zur Last beim Tragen, sie ist für mich de facto nicht auffällig, nicht spürbar.
Ich kann damit den ganzen Tag arbeiten, ohne dass ihre Gewicht sich negativ bemerkbar macht. Das war mit dem von mir verwendeten Lupenleuchte auf Halogenbasis und mit Glasfaserleiter nicht so. Hier war nach längerer Tragezeit das zusätzliche Gewicht spürbar, ja teilweise sogar richtig lästig.

Am deutlichsten wir all dies mir bewußt, wenn der  Leuchten – Akku aufgebraucht ist und zum Nachladen ans Stromnetz muss.

Dann stehe ich ziemlich im Dunkeln. Ein Ersatz – Akku wäre vermutlich sinnvoll (der Mitbewerber „Starmed“ bietet so etwas standardmäßig an).
Auf der kommenden IDS werde ich bei Sigma – Dental einmal nachfragen,was so was kostet. Ich vermute, es wird nicht billig sein.
Bis dahin hängen wir den einzig vorhandenen Akku jeden Abend ans Ladegerät zum „Auftanken“.

Im Alltagsgeschäft geht das manchmal,  aus welchen Gründen auch immer, vergessen.
Die Folge ist,  am nächsten Tag, mitten in der Arbeit, geht das Licht aus. Und dann können 1- 2 Stunden, bis der Akku wieder aufgeladen ist, sehr lange sein… Gefühlte Ewigkeiten.

Ein Kollege erzählte mir vor einigen Wochen, dass er die Wärmeentwicklung der Lampe als zumindest so hoch empfindet, dass es für ihn zwar akzeptabel,  aber doch unangenehm spürbar ist.  Ich für meine Person bemerke das nicht in dieser Dimension. Vielleicht ist  an meiner Lupenbrille die Leuchte weit genug von meiner Stirn entfernt montiert, so dass die Wärmestrahlung nicht so sehr ins Gewicht fällt.
Auch hat er ein gewisses Nachlassen der Akkuleistung gegen Ende des Arbeitstages registriert. 
Das stelle auch ich anekdotisch ab und zu mal fest, jedoch ist dies bisher bei uns,  einen vollen Startakku vorausgesetzt, nicht so drastisch, dass es störend ins Gewicht fallen würde. Möglicherweise nimmt dieses Phänomen im Laufe der Zeit mit zunehmendem Ermüdungseffekt des Akkus zu.
Ich werde gegebenenfalls berichten.

Alles in allem ist die Led ION sicherlich kein Fehlkauf, selbst wenn, vorausgesetzt, ich bekomme sie irgendwann einmal in die Finger, die Starmed  – LED – Leuchte den positiven Eindruck der LED ION noch übertreffen sollte.

Hama Ringlicht – Update

von Hans – Willi Herrmann

Vor ein paar Tagen habe ich an dieser Stelle das Hama –  Kompakt LED – Ringlicht in diesem Blog vorgestellt.

Hier nun weitere klinische Bilder, die mit einer Sanyo E6 Kompaktkamera gemacht wurden. 
Das Ringlicht wurde zusätzlich zum Blitz der Kamera eingesetzt. Hierbei dient es vor allem der Ausleuchtung der Zähne auch im hinteren Mundhöhlenbereich.
Insbesondere der Autofokus der Kamera profitiert davon, findet er doch schneller und zuverlässig sein Ziel.
Zähne sind sehr kontrastarm. Dies ist gerade bei schwierigen Lichtverhältnissen des öfteren  ein Ärgernis, da der Autofokus der Kamera kein Ziel findet, auf das er scharfstellen kann.
Hier stellt das Hama -LED – Licht gegenüber der Original -Kamera eine deutliche Verbesserung dar.

 

 

Es werde Licht… (2)

von Hans – Willi Herrmann


Am Freitag war ich wegen eines Arbeitskurses unterwegs.

Meine Lupenbrille nehme ich immer mit, denn ohne die bin ich gewissermaßen „blind“. Und auch wenn in den Arbeitskursen Dentalmikroskope zur Verfügung stehen, so gibt es doch immer wieder zwischendrin die Notwendigkeit, bestimmte Dinge ohne Mikroskop in Augenschein nehmen zu müssen, daher immer mit Lupenbrille.

Natürlich habe ich dieses Mal auch das „Led ION“ – Licht dabei gehabt.
Gerade wenn, wie bei den Arbeitskursen keine OP – Leuchte einer Behandlungseinheit zur Verfügung steht, ist so eine Lichtquelle sehr sehr nützlich. 
Und im Falle der „Led ION“ auch ohne Probleme transportabel. Mit meinem ZEON – Halogen – Licht wäre an so etwas nicht zu denken gewesen. In der Praxis herumtragen ist ein Sache, aber das ZEON  – Licht mit auf Reisen nehmen ? Vielleicht noch mit der Bahn oder dem Flugzeug ? Unrealistisch. Mit der „Led ION“ kein Problem.
Es lebe (in diesem Falle) der technische Fortschritt.

Am Montag morgen, in der Praxis angekommen, habe ich feststellen müssen, dass ich die Lupenbrille zu Hause vergessen habe.

Kein Problem erst mal, denn ich habe für den Fall der Fälle noch eine Ersatzlupenbrille.

Aber   – natürlich ohne Licht.

Und so war ich den ganzen Vormittag gezwungen, wieder wie gewohnt, wie all die Jahre zuvor, zu behandeln.

Das heißt: Routinebehandlungen ohne zusätzliches Licht, falls notwendig, musste wie früher wieder das ZEON – Licht aufgebaut werden. Und ohne Licht bedeutete, zig mal an die Lampe der Behandlungseinheit greifen, nachjustieren, trotzdem mit Schatten im hinteren Bereich der Mundhöhle leben müssen. 

Ganz schön nervig. Naja, all die Jahre gings auch, aber so ist das mit den Annehmlichkeiten, wenn man diese einmal kennen und schätzen gelernt hat, dann …

Und was das ZEON – Licht angeht: Sein Lichtkegel ist deutlich kleiner als der Lichtkegel der „Led ION“ bei gleicher Lichtstärke. Während das „Led ION“  – Licht das gesamte Sehfeld meiner 4,3 TTL Orascoptic – Lupenbrille ausfüllt, bleibt beim ZEON – Licht ein dunkler Randbereich. Auch damit kann man leben, aber ich habe so ein Gefühl, dass solche Lichtverhältnisse eher zur Ermüdung und Überanstrengung der Augen führen als ein gleichmäßig ausgeleuchteter Lichtkegel. Ich empfinde jedenfalls die vollständige Ausleuchtung des Sehfeldes als deutlich angenehmer.

Nachmittags konnte ich dann wieder mit dem „Led ION“  arbeiten. Wie schön….

Bei einem Kollegen habe ich im Übrigen vor kurzem die StarMed – LED -Lampe einmal in Augenschein nehmen können.
Schickes Teil.  Er hat mir versprochen, mir die StarMed zum Ausprobieren zur Verfügung zu stellen.

Ich werde berichten.

Es werde Licht …

Und gleich noch eine Neuigkeit, die mir in den Niederlanden über den Weg gelaufen ist.

Eine LED – Beleuchtung für die Lupenbrille. Von Sigma Dental Flensburg.

Seit langer langer Zeit (also seit zumindest mehr als 10 Jahren) arbeite ich mit einer ZEON – Halogenbeleuchtung an meiner Lupenbrille.

Unverzichtbar, wenngleich ein wenig den vollkommen freien Handlungsbereich einschränkend.
Ich komme damit zurecht.
Man arrangiert sich.
Trotzdem wäre es schön, wenn man auf den Glasfaserlichtleiter verzichten könnte und auch das Herumtragen der nicht gerade handlichen Leuchteinheit von Zimmer zu Zimmer ist etwas, worauf ich gerne verzichten würde.

Aus diesem Grund habe ich schon seit Auftauchen der ersten LED – Beleuchtungen mit dem Kauf einer solchen neuzeitigen Lichtlösung geliebäugelt.

Tests mit den LED – Lampen der ersten Generationen waren jedoch nicht so durchschlagend, dass ich meine ZEON – Einheit, die nachwievor klaglos funktioniert, einfach so in die Ecke gestellt hätte.

Zu lichtschwach waren diese ersten Modelle, als dass sie gegenüber der vorhandenen Halogen -Einheit einen Mehrwert gebracht hätten, der die nicht unbeträchtliche Investition rechtfertigen würde.

Für mich waren diese Tests eher enttäuschend und so habe ich die Entwicklungen auf diesem Gebiet zwar aufmerksam beobachtet, jedoch bis dato an meinem Vorhaben festgehalten, mich mit dem Thema LED erst wieder zu zwingend beschäftigen, wenn meine antiquierte Halogen- Funzel ihren Geist aufgegeben hat.

Dies hat sich jetzt geändert.

Die Lampe, die mich überzeugt hat, nennt sich „Led ION DeLux Edition 50.000+“.

Ziemlich kryptischer Name, der da die Verpackung ziert, aber was zählt, ist das Ergebnis.

Und mit einer Nennleistung von 50.000 Lux gehört die Lampe  zu den leuchtstärksten LED – Lampen, die gegenwärtig auf dem Dentalmarkt erhältlich sind.

Jetzt sind Meßwerte immer so eine Sache und auch der Unterschied zum Vorgänger, der mit 40.000 Lux aufwartet und als rund 100 Euro günstigere Variante immer noch erhältlich ist, ist nicht so, dass er ultimativ ins Auge fällt.

Aber wenn ich mir die Beleuchtungsmöglichkeiten mit dieser Lampe vor Augen halte,  kann ich nur sagen, dass ich einen deutlichen Unterschied in der Lichtleistung sehe gegenüber meiner gegenwärtigen Variante. Von den anderen Vorteilen ganz zu schweigen.

Für mich steht fest.
Ich werde dieses Teil ausprobieren.
Und irgendwie habe ich so ein Gefühl, dass mein ZEON – Licht auf dem Weg ist, im Keller der Praxis seinen Lebensabend zu fristen.

Bleibt nur noch die Frage, was andere Firmen an ähnlichen Produkten aufweisen können.
Die Firma starMED zum Beispiel hat ebenfalls interessante Lichtquellen in ihrem Produktportfolio.

Man wird sehen.