Mit meinem EndoPiloten bin ich sehr zufrieden. Er funktioniert. Und er wird vom Hersteller immer wieder erweitert und verbessert. Aber ein „Problem“ hat mich immer gestört.
Wohin mit dem Kabel der elektrischen Längenmessung, wenn man nach der Aufbereitung zum Röntgen geht.
Es gibt zwar einen Platz, wo das Kabel eigehängt wird, es machbare keinen Spass, wenn dort die benutzte Schleimhautelektrode herumhängt.
Lösung fand ich im Haushaltswarenbedarf.
Ich habe einen Kabelhalter für Bügeleisen am Cart befestigt. Hier lässt sich das Kabel problemlos einhängen und es stört nicht mehr.
Letzten Samstag fand in München die Messe, die früher mal Fachdental hieß, statt. Nach id Süd heisst sie jetzt infotage dental. Egal, wie die Messe genannt wird, es gibt immer wieder die eine oder andere Neuerung.
Für mich interessant waren zwei Dinge (was aber nicht heissen soll, dass es sonst keine interessanten Neuerungen gab).
Coltene hat eine neue „Tankstelle“ für die eigenen Spülflüssigkeiten (EDTA 17%, CHX 2%, NaOCl 3% und 6 %). Für die neuen eckigen Flaschen gibt es Halter für Wand und Tisch.
Einbandbedienung ohne zu tropfen, und auch wenn die Flasche mal umfallen sollte, hält das Zapfventil dicht.
Bei Schlumbohm wurde der Endpilot wieder erweitert. An der Peristaltikpumpe gibt es einen neuen Steckplatz für das SAF-Handstück, so dass für den Betrieb der SAF nun nicht mehr umgesteckt werden muss.
Neuer Steckplatz an der Pumpe
Das My Sequence – Menu wurde so programmiert, dass nicht nur das Endo-Winkelstück, sondern auch das SAF-Winkelsück und die Pumpe in einer Sequenz angewählt werden können. Somit kann mit dem Funkfussanlasser die Sequenz durchgeschaltet werden, ohne das Menu verlassen zu müssen.
Menubeispiel
Dir Peristaltikpumpe zieht momentan die Spülflüssigkeiten – unter anderem – aus kleinen Plastikflaschen mit Luer-Lock Anschluss (wie z.B. von lege artis), vielleicht gibt es ja in Zukunft noch die Möglichkeit die neuen Coltene-Tankstelle direkt anzuschliessen.
Das Teil ist stockhäßlich.
So sehe ich es.
Typisches Beispiel eines – ich nenn es – „Teutonic Un- Design“. Und das tut mir in der Seele weh. Man vergibt sich doch nichts, wenn man ein Gerät in eine ansprechende Hülle packt.
Aber so oft ich auch Herrn Schlumbohm darum bitte, für die Neugestaltung der Schlumbohm Endopilot- Baureihe im Rahmen eines Designwettbewerbs an einer Uni oder FH einen Preis für Industriedesigner und Gestalter auszuloben, mein Flehen verhallt jedesmal ungehört.
Man kann es nämlich auch ganz anders sehen: Das Produkt ist so gut, dass es eines schicken Designs überhaupt nicht bedarf.
Denn – „entscheidend is auf´ m Platz“.
Das hat Adi Preisler gesagt. In der „guten alten Zeit“ Kapitän des BVB und mit Dortmund 1956 und 1957 deutscher Meister.
Herr Schlumbohm in seiner verbindlichen norddeutschen Art nickt das vermutlich kurz zustimmend ab.
Und damit ist das Thema durch. Denn getreu (wir von WURZELSPITZE können nicht nur Fußball, wir können auch Feuilleton) der Bichsel´schen Weisheit „Ein Tisch ist ein Tisch“ muss ein Apexlokator nicht besonders toll aussehen, sondern lediglich einwandfrei, zuverlässig und genau funktionieren.
Und exakt das macht der Endopilot- ApexLocator.
So gut, dass ich ihn – „fuck theee aussehen“- neben dem Morita Root ZX (Mini), unserem Gold- Standard der letzten 22 Jahre, routinemäßig als Zweitinstanz zum Einsatz bringe.
2 Apexlokatoren, gegebenfalls in schwierigen Fällen sogar 3 Geräte parallel zu betreiben, dafür kann es im Einzelfall sehr gute Gründe geben.
Nur die wenigsten jedoch werden (schon aus Kostengründen) dafür in der Vergangenheit den Kauf des „großen“ Endopiloten in Betracht gezogen haben.
Mit dem „stand alone“ Apexlokator von Schlumbohm sieht das nun ganz anders aus.
Für einen Preis von (aus der Erinnerung heraus) rund 700 Euro kann man eine solche Investition schon eher rechtfertigen, selbst wenn im Nachbarzimmer bereits ein anderes Gerät seinen Dienst verrichtet.
Mein Tipp.
In Kombination mit dem Root ZX Mini antesten.
Eine Bitte hätte ich noch.
Falls Ihnen das Gerät gefallen sollte und Sie es käuflich erwerben wollen, dann hadern sie pro forma mit dem Kauf und betonen sie Herrn Schlumbohm gegenüber, dass sie den Apexlokator sofort erstehen würden, wenn, ja wenn das Gerät nicht so abgrundtief häßlich wäre…
Letzten Donnerstag, Freitag und Samstag fand in Hamburg die 4. Jahrestagung der DGET statt. Neben einem interessanten Fortbildungsprogramm präsentiert natürlich auch die Industrie Neuheiten.
Schlumbohm ist dabei den EndoPilot wieder zu erweitern. Aktuell wurde der Prototyp für die Erweiterung für die SAF, Self Adjusting File, vorgestellt.
Mit der schon länger verfügbaren Peristaltikpumpe ist die Versorgung mit Spülflüssigkeit gewährleistet. Die Einheit wird um einen Mikromotor erweitert, somit kann die SAF im separaten Winkelstück betrieben werden.
Wie gesagt, es handelt sich momentan noch um einen Prototypen, ein möglicher Liefertermin steht noch nicht fest.
Wieder ein Schritt in Richtung weniger Geräte und weniger Kabelsalat.
EdoPilot mit Peristaltikpumpe
EndoPilot mit zusätzlichen Handstück links für die SAF
Schlumbohm hat das Update für Version 51 für den Endopilot vorgestellt.
Neben kleineren „Bugfixes“ gibt es noch folgende Neuerungen:
BT-Race-Feilen von FKG werden nun unterstützt
es gibt jetzt 3 unterschiedliche Start-Menus für die verschiedenen Ausführungen, auch die „Mobil“ Version wird unterstützt
der Sleepmodus wurde verbessert, besonders im US-Modus
die „MYFile“-Taste wurde aus dem Motormenu entfernt
die Apexmessung wurde verbessert:
im Motormenu wird jetzt unterschieden, ob während der Aufbereitung gemessen wird, dann regiert das Messgerät schneller, bei der Handmessung im Motormenu eher langsamer
Disclaimer: Der Autor hat den EndoPilot ganz regulär von Schlumbohn gekauft und nimmt am kostenpflichtigen Update-Programm teil.
Letzte Woche habe ich hier über die Apexlokator- Funktion des Endopiloten geschrieben. In diesem Beitrag möchte ich auf die Aufbereitungsfunktionen eingehen.
Über Jahre hinweg habe ich akkubetriebene Motoren benutzt und bin schweren Herzen mit dem VDW Silver/Gold Reciproc auf einen kabelgebundenen Motor zurückgegangen, da die VDW Reciproc- Instrumente einen in unserer Praxis gegenwärtig nicht wegzudenkenden Anteil an der Aufbereitung leisten.
Im Vergleich zu diesen beiden Geräten fallen die nachfolgenden Unterschiede ins Auge:
1. Der Winkelstückkopf des Endopiloten ist größer als die bislang gewohnten. Wenn man die beiden Köpfe (des Endopiloten und des VDW Reciproc) nebeneinander hält, dann erscheinen die Größenunterschiede eventuell gar nicht so bedeutend. Und wenn ich nicht schon so lange mit besagten Winkelstücken arbeiten würde, dann wäre mir der Unterschied beim Arbeiten unter dem Dentalmikroskop vielleicht gar nicht so ins Auge gefallen. So jedoch waren die ersten Male, was das Arbeiten anging – sagen wir – etwas gewöhnungsbedürftig. Das Sichtfeld ist gegenüber den bisherigen Winkelstücken eingeschränkt.
Fazit: Besser wärs mit einem kleineren Kopf, aber man kann mit leben, insbesondere wenn man das Andere nicht kennt.
2. Das Einspannen der Instrumente in den Winkelstückkopf ist deutlich schwieriger als bisher gewohnt. Während in meinen zuvor genutzten Winkelstückköpfen die Instrumenteschafte förmlich widerstandlos hineingleiten, ist dies bem Winkelstück des Endoplioten deutlich hakeliger und gelingt in einer Reihe von Fällen nicht sofort. Es ist auch kein Gewöhnungseffekt festzustellen. Mittlerweile haben wir unser bisheriges Procedere abgeändert und uns angewöhnt, die Längenbestimmung mittel SIlikonstopper erst nach dem Einspannen vorzunehmen, um ein versehentliches Verstellen während des Einspannens nicht zu produzieren. Das löst die Situation zwar nicht, vermeidet aber zumindest negative Auswirkungen auf das Behandlungsergebnis.
Fazit: Nervig. Und eigentlich das, was mich am meisten stört.
3. Die Eiffizienz des Arbeitens in reziproker Arbetisweise ist geringer als bei den von mir verwendeten VDW Silver Reciproc- und VDW Gold Reciproc- Motoren. Dieses Phänomen lässt sich leicht nachvollziehbar visualisieren, indem man in besagten Kanalanatomien, in denen das VDW Reciproc – Instrument nicht von selbst in den Wurzelkanal voranschreitet, zum Original – Motor wechselt, um dann festzustellen, daß das Instrument nun sehr wohl weiter in die Tiefe vordringt.
Fazit: Ich würde mir wünschen, der Hersteller würde sich der Sache annehmen. Dürfte machbar sein, sofern es nur ein Softwareproblem darstellt und nichts mit der Motorleistung selbst zu tun hat.
4. Für das kombinierte Arbeiten von reziproken und vollrotierenden Instrumenten im Wechsel benötige ich beim Arbeiten mit dem VDW Silver/Gold Reciproc Motor einen Tastendruck zum Wechsel der von mir genutzten Einstellungen. Beim Endo- Piloten sind es 6. Ich würde mir wünschen, man könnte reziproke Instrumente in den System – Profilen frei mit vollrotierenden Instrumenten kombinieren. Bis jetzt werden beide Instrumentengruppen in unterschiedlichen „Bibliotheken“ „aufbewahrt“.
Fazit: Man kann damit leben, insbesondere wenn die Einstellung von der Assistenz vorgenommen wird, aber es geht auch anders.
5. Der kabellose Funk- Fußanlasser. Ich liebe ihn. Super praktisch. Endlich kein Generve mehr mit den sattsam bekannten Alternativen. Dieser hier ist frei positionierbar, ist klein, aber bleibt dennoch dort, wo man ihn hinlegt
Fazit: Warum können nicht alle unsere Geräte so ein Teil haben ?
6. Touch- Display, Benutzeroberfläche, Einstellmöglichkeiten, Updatefähigkeit: Hier ist das Gerät bis heute ebenso richtungsweisend wie unerreicht. Wenn man bedenkt, dass nachwievor stetig neue Instrumentensysteme auf den Markt wie zuletzt hier und hier und hier gebracht werden und der Endopilot als offenes, Instrumentenhersteller unabhängiges Gerät in der Lage ist, solche Instrumente zu bedienen, dann ist das ein für die Zahnarztpraxis wertvolles Feature, daß gar nicht hoch genug gewürdigt werden kann.
Mein Tipp im Falle einer bevorstehenden Kaufentscheidung: Prüfen Sie das Gerät (auch im Vergleich zu anderen Geräten im Markt) und entscheiden sie für sich selbst, inwieweit die geschilderten Sachverhalte (allesamt Kleinigkeiten) für ihren Praxisalltag relevant sind oder nicht. Noch mal ins Gedächtnis rufen möchte ich die präzise und zuverlässige Apexlokator – Funktion. Alles in allem ist der Endopilot ein Allrounder, der, auch wenn er in Einzeldisziplinen nicht ganz das Ergebnis der Spitze erreicht, in der Summe der Eigenschaften vermutlich nur schwer zu schlagen ist.
Disclaimer: Der Endopilot in der beschriebenen Form als Aufbereitungsmotor mit integrierter Längenmessung wurde von der Firma Schlumbohm kostenlos für den Praxistest zur Verfügung gestellt.
Rückblickend fallen mir spontan 3 Dinge ein, die sich im Laufe des letzten Jahres als hilfreiche Neuerungen in unserer Praxis bewährt haben. Darüber möchte ich in den nächsten Wochen berichten.
Den Anfang macht der Schlumbohm Endopilot. Und zwar als reiner Aufbereitungsmotor, lediglich in Kombination mit dem integrierten Apexlokator.
Den Endopiloten als kompakte 4 in 1 Endo – Lösung gibt es schon lange. So lange, daß ich mich nicht einmal mehr erinnere, wann dieser auf den Markt kam. Es muss aber auf jeden Fall jedoch nach Einführung des BeeFill- Gerätes zur Wurzelfüllung gewesen sein. Denn seitdem fristet die bis dato in Kombination mit dem System B- Gerät genutzte Obtura- Pistole in unserer Praxis ein Rentner- Dasein.
Das trifft in unserem Behandlungszimmer 1 ebenso auf die in den Behandlungsstuhl integrierte Elements Obturation Unit zu. Auch diese wurde durch die Kombi B&L Alpha + BeeFill ausser Funktion gesetzt und genau dies war der Grund, warum ich bislang aus Platzgründen dort auf den Endopiloten in Vollausstattung (der besagte Obtura- System B Kombi benutzt) verzichtet habe.
Nun gibt es neuerdings von Sybron Endo die TF Adaptive Files.
Ein NiTi- Instrumentensystem, dass vergleichbar mit Maillefer Wave One und VDW Reciproc ebenfalls in einer nicht kontinuierlich vollrotierenden Arbeitsweise eingesetzt wird und- sie vermuten es – eines besonderen Motors bedarf.
Da kam das Angebot von Schlumbohm, den Endopilot „Mini“ (so nenne ich praxisintern das Gerät zur Unterscheidung vom uns schon bekannten „normalen“ Endopiloten, der in Zimmer 2 seinen Dienst verrichtet) auszuprobieren, genau richtig.
Im ersten Teil dieses Anwenderberichtes möchte ich auf die Apexlokator – Funktion des Endopiloten eingehen, bevor ich mich in einem Extrabeitrag den Aufbereitungsfunktionen des Endopiloten zuwende: Vor kurzem hatte ich hier über die kombinierte Anwendung des ROOT ZX Mini und des VDW Raypex 6 berichtet. Und kann nun an dieser Stelle vermelden, dass aus dem „Dynamischen Duo “ Root ZX Mini und Raypex 6 nun ein „Treffsicheres Triumvirat“ geworden ist.
Zunächst jedoch das Procedere: Auch wenn der Endopilot eine simultane Messung im Rahmen der maschinellen Aufbereitung erlaubt, so habe ich das Gerät zunächst einzig zur elektrometrischen Längenbestimmung verwendet.
Die Apex- Messwerte des ROOT ZX Mini wurden als Goldstandard vorausgesetzt und in Bezug dazu der Endopilot zunächst auf seine Synchronität im Bezug zum ROOT ZX Mini überprüft.
Beim Arbeiten unter dem Dentalmikroskop verbietet sich der Blick auf das LCD- Display. Ich orientiere mich daher an den akustischen Feedback- Signale des Endopiloten. Der – leider – wenn ich das von der letzten Begegnung mit Herrn Schlumbohm richtig in Erinnerung habe – systembedingt nicht in der Lage ist, den Apexpunkt analog zum ROOT ZX MIni mittels durchgängigem „Herzstillstand“- Signalton zu quittieren (sie wissen,was ich meine).
Stattdessen produziert der Endopilot zwei unterschiedliche Signaltöne in 2 unterschiedlichen Signalintervallen. Ein höherfrequentes schnellpiepsendes Signal zeigt den Apexpunkt an. Auch wenn ich mir den gewohnten Dauerton gewünscht hätte als Referenzsignal – nach kurzer Eingewöhnungszeit funktioniert die Zuordnung im Praxisbetrieb ohne Kontrollblick auf das Display.
Bleibt die Frage: Wie misst das Gerät denn nun, im Vergleich zum Morita- Goldstandard ?
Einwandfrei, präzise und reproduzierbar, das es eine Freude ist.
Hierzu muss man wissen, dass der Endopilot einen gegenüber dem bewährten Apexlokator- Establishment abweichenden Messalgorithmus benutzt.
Ich gebe zu, dass ich auf Grund dessen in den Vergleich mit einem gewisses Maß an Skepsis herangegangen bin, kann aber heute sagen, dass dies unbegründet war.
Auch der Gegencheck mit dem VDW Raypex 6 ergibt keine Auffälligkeiten im Meßergebnis, besticht lediglich durch die Konstanz der Ergebnisse. Der Endopilot ist, seine Apexlokator- Funktion betreffend, mittlerweile vollständig und vorbehaltlos in unseren Arbeitsablauf integriert.
Noch eine abschließende Bemerkung zum grundsätzlichen Messprocedere: Die erwähnte Doppelmessung mit zwei unterschiedlichen Geräten ist mittlerweile fester Bestandteil unserer Behandlungsroutine und läuft dank eingespielter Teamabläufe flüssig und verzögerungsfrei im Praxisalltag ab.
Disclaimer: Der Endopilot in der beschriebenen Form als Aufbereitungsmotor mit integrierter Längenmessung wurde von der Firma Schlumbohm kostenlos für den Praxistest zur Verfügung gestellt.
Schlumbohm hat die aktuelle Softwareversion Nr. 50 für den EndoPilot veröffentlicht.
Es beinhaltet folgende Neuerungen:
Feilensystem / Aufbereitung
neue Feilen: Protaper Next von Dentsply und OneShape von MicroMega
in der Systemauswahl ist nun die Wahl vorwärts und rückwärts möglich
einfacheres Kalibieren des Winkelstüks auf der 2. Setup-Seite
MyFile Sequenzen wurden in MySequence 1-5 umbenannt
beim Feilenalarm kann direkt bei der Alarm-Anzeige der Zähler zurückgesetzt werden
die Graphik vom Apexlocator wurde verändert
Abbruch über Home-Button bei Favoriten Auswahl
Ultraschall
das zuletzt gewählte Ultraschall Instrument wird gespeichert (Satelec)
Auswahl Pumpenleistung im US Menü (Das Zusatzmodul „Peristaltik Pumpe“ wurde für den CoPilot entwickelt. Durch die Pumpe kann der CoPilot nun auch mit „Flüssigkeiten“ arbeiten.)
Pumpenleistung ist einstellbar
Allgemein
zusätzliche Einstellung „ohne Tastentöne“
allg. Software Optimierung
Switch wird unterstüzt (Die Zusatzkomponente „switch“ wurde für den EndoPilot „comfort plus“ entwickelt und ermöglicht einen komfortableren Arbeitsablauf. Durch „switch“ erübrigt sich das „Umstecken“ von Motor- und DownPack-Anschluss während der Behandlung)
Die Neuerung aus der Version 49 sind selbstverständlich weiterhin enthalten. Diese waren zum Beispiel:
neues Feilensystem F360 von Komet
Feilenverschleißoptimierung
Anfügen des neuen Feilen-Update-Moduls ohne Überschreibung der alten Daten möglich!
kein Sleep-Modus während der Apexmessung
automatische Erkennung bei Anschluss eines CoPiloten
Möglichkeit des Einstellens von Favoriten im Feilensystem
Diesmal hab ich es nicht geschafft auf die IDS zu kommen. Deshalb kommen die Neuerungen etwas später bei mir an.
Bei Durchblättern der Beilage eines, mir regelmässig unaufgefordert zugeschickten, Fachblattes für hochwertige Zahnmedizin, bin ich auf einen neuen Endomotor von Satelec gestossen. Nennt sich Endocenter. So wie es aussieht ist es eine erweiterte Version des iEndo dual, der zusätzlich zur rotierenden Aufbereitung eine frei programmierbare reziprokierende Bewegung zulässt.
Dieser ist erweitert worden um eine Ultraschalleinheit mit integrierter Pumpe für Spülflüssigkeiten.
Auf der Homepage von Sattele ist zu lesen (Zitat):
„SATELEC® is the first and only manufacturer worldwide to combine an electric motor (rotary and reciprocal) and ultrasonic functions with an outstanding irrigation system.“
Ja, was soll man dazu sagen. Schlumbohm hat auf der IDS eine Peristaltikpumpe für das Ultraschall-Handstück seines EndoPilot/CoPilot vorgestellt. Auslieferung wird Mitte Mai beginnen. So alleine ist Satelec auf dem Markt also nicht, wenn es darum geht, einen reziprokfähigen Endomotor und ein Ultraschallhandstück mit Flüssigkeitszufuhr zu kombinieren.
Mit dem kleinen, aber nicht unbedeutenden, Unterschied, dass Schlumbohm zusätzlich Funkfußanlasser, Akkupack, Downpack/Backfill-System, passendes Cart, Updateservice und einen kontinuierliche Apexlocator dazu anbieten kann.
Leider sind die Peristaltikpumpe und andere Neuheiten für den EndoPilot in verschiedenen Ausbaustufen noch nicht auf der Homepage zu sehen, sie werden dort aber in Kürze erscheinen.
Hier ging es los. Heute der 2. Teil.
So, die Feile war nun dargestellt. Zumindest der obere Ende war im mesio-buccalen Kanal zu erkennen.
Eine gespitzte NSK E5 Ultraschall-Spitze wurde aufgeschraubt und los ging es mit dem zirkulären Freilegen der Feile. Ich mache es ohne Wasser, die Helferin pustet den entstehenden Staub mit dem Luftbläser weg, so dass ich gut sehen kann, was ich gerade mache.
Schon nach kurzer Zeit war die Feile nicht mehr zu sehen. Also Spülung und wieder trockenen.
Die Feile war immer noch nicht zu sehen.
Mögliche Ursachen:
die Feile hat sich schon gelöst und ist herausgeflogen – bei der Lage und Länge der Feile eher unwahrscheinlich, ausserdem sieht man das normalerweise
die Feile liegt anders als vermutet
Wenn die Feile anders liegt als vermutet, muss man wieder suchen.
Aber wo?
Erste Frage:
Wo liegt sie sicher nicht?
Das ist relativ leicht zu beantworten.
Sie wird nicht buccal liegen, da im unteren 7er, wenn er zwei Wurzeln hat – und Hinweise auf drei oder mehr Wurzeln gab es auf dem Röntgenbild nicht, der mb Kanal eine starke Krümmung nach zentral aufweist.
Die mesiale und distale Richtung kann man mit dem Röntgenbild ausschliessen.
Also muss ich nach zentral weitersuchen. Der Kanaleingang wurde mit dem Rosenbohrer nach zentral erweitert – und schon war die Feile wieder zu sehen.
Nun musste die Feile weiter freigelegt werden. Es wird wieder zirkulär Dentin abgetragen. Sobald buccal vom Fragment Dentin abgetragen wurde, und ein Freiraum entstand, drückte sich das Fragment wieder nach buccal an die Wand. Das heisst ganz klar, dass das Fragment gebogen ist, und es sich gerade richtet, sobald es die Möglichkeit dazu hat.
Das heisst aber auch, dass, wenn buccal weiter Dentin abgetragen wird bis das Fragment spannungsfrei ist, buccal mit Sicherheit die Wurzel perforiert wird.
Also muss das Dentin dort abgetragen werden, wo die Perforationsgefahr am geringsten ist. Und das ist an der Innenkurvatur des Fragmentes.
So wurde das Fragment freigelegt, indem nach zentral Dentin abpräpariert wurde. Nach einiger Zeit hat sich das Fragment im Kanal entspannt und es lag locker, es kam jedoch nicht um die Kurve, erst nach weiterem Substanzabtrag konnte sich die abgebrochene Feilenspitze ganz lösen.
Im Laufe der Freilegung wurde klar, wie stark die Krümmung des Kanals nach zentral wirklich war.
Anschliessend wurde mit NaOCl desinfiziert und als Medikament Calciumhydroxid eingelegt. Zum nächsten Termin wird nochmals desinfiziert und abgefüllt.
Nachdem die letzte Woche mit einem Stift endete, geht diese Woche mit einem Stift los.
Der Patient wurde zur Endo an 26 überwiesen. Nachdem diese abgeschlossen war, stand er 14 Tage später mit einer abgebrochenen Krone an 12 da.
Der Zahn war anderenorts wurzelbehandelt, und vor der Kronenversorgung mit einem geschraubten Stahlstift versorgt worden. Der Bruch verlief ziemlich genau entlang des Kronenrandes, der Stahlstift brach ca. 2 mm tiefer.
Um den Zahn zu erhalten und mit einer neuen Krone verzogen zu können musste das im Wurzelkanal verbliebene Fragment des Stiftes, entfernt werden. Eine anschliessende komplette Revision der Wurzelfüllung bot sich an.
Zur Stiftentfernung:
Der Rest des Stiftes saß fest in der Wurzel, es war kein Riss im Dentin zu erkennen, welcher den Verdacht einer Längsfraktur aufwarf. Karies war auch nicht zu erkennen.
Die Entfernung erfolgte mit Ultraschall. Es wurden verschiedene Spitzen verwendet, als effektivste Spitze erwies sich bei mir wieder die NSK E5 Spitze.
Diese ist im Urzustand an der Spitze plan, da sie für laterale Kondensation gedacht ist. Da dies im Schlumbohm US meine Standard-Spül-Spitze ist, und die Kante an der vorderen Planfläche leicht Scharten in die Kanalwand schlägt, wird die Kante an der Spitze mit einem Arkansas-Stein gebrochen.
Wenn die Spitze benötigt wird, um Dentin ab zu tragen, kann man sie auch anspitzen. Entweder mit einem Arkansas-Stein im Winkelstück oder man geht mit aktivierter Spitze über einen Zurichtstein.
Mit einer scharfen Spitze ist der Dentinabtrag deutlich höher. Da aber leider das US-Handstück vom Schlumbohm Copilot vom Hersteller aus (noch) nicht auf volle Leistung programmiert ist (ich hoffe im nächsten Update ist es verbessert!), bin ich nach kurzer Zeit umgestiegen auf mein „gutes, altes“ Satelec P5 boost.
Mit der gespitzten Spitze wurde Dentin zirkulär um den Stift abgetragen, bis dieser sich löste. Anschließend apikal vom Stift die Zementreste entfernt bis die Wurzelfüllung frei lag, diese wurde entfernt, der Kanal erweitert mit EDTA, NaOCl gespült mit Calciumhydroxid versorgt, provisorisch verschlossen, ein Provisorium angefertigt und der Patient entlassen.
WF und die prophetische Versorgung folgen.
Freitag, 10.30 Uhr.
Anruf vom Kollegen. Er hat einen 21 zur Wurzelkanalbehandlung, findet aber den Kanal nicht. Ob wir den Zahn noch anschauen könnten, die Patientin hat Schmerzen.
Können wir. Selbstverständlich auch noch vor dem Wochenende.
Hat mich gewundert, da dies ein Kollege ist, der sehr gut und sorgfältig arbeitet. Und der Kanal am oberen 1er ist in der Regel zu finden.
Nach 45 min war die Patientin (23 J) da. Aktuelles Röntgenbild vor der Trepanation war anbei. Dass der Kollege den Kanal nicht fand, hat mich nicht gewundert.
Der Kanal war auf dem Bild nur im unteren Kanaldrittel erahnbar. Da der Kollege schon am Zahn gearbeitet hatte, wurde ein aktuelles Bild angefertigt (allein schon aus forensischen Gründen, denn sollte ein Instrument im Zahn abgebrochen sein, weiss sonst niemand von wem es war).
Der Kollege hatte eindeutig die Schmelz-Dentin-Grenze passiert, die mesio-distale Ausrichtung war gut.
Wie sieht es nun im Original aus?
Zahn 21, Lockerung 0, keine auffälligen Sondierungstiefen.
Z.n. Trauma vor ca. 1/2 Jahr. Patientin wusste nicht mehr, ob der Zahn damals locker war, oder weh getan hat, sie sei nur „drangestossen“, unternommen hätte sie nichts. Der Zahn wurde nur dunkler, und jetzt tat er weh. Auf die Frage, ob die beiden Frontzähne ursprünglich gleich lange gewesen waren, kam nur ein verwundertes „keine Ahnung“, also bleibt die Intrusion als Ursache nur eine Vermutung.
Also Cavit entfernt und gesucht. Die Richtung der Trepanationöffnung schien nicht so schlecht, jedoch konnte ich auch unter Vergrößerung kein Orifizium entdecken. Mit dem überlangen Rosenbohrer wurde zunächst die Kavität geglättet um feine Strukturen besser erkennen zu können.
Nichts zu erkennen, also lag es nahe, dass die Trepöffnung zu weit nach palatinal inkliniert war. Die ursprünglich sehr kleine Öffnung wurde vergrößert, um auch am Bohrer vorbei schauen zu können. Beim Dentinabtrag palatinal kam eine dunklere Struktur zum Vorschein.
Mit der 006er K-File wurde ein Eingang (oder Ausgang?) ertastet, die gleich angeschlossene elektrische Längenmessung brachte Gewissheit, es war kein Perforation. Es sollte dann doch der Kanal sein. Bestätigung auf dem Röntgenbild.
Sobald die Feile tiefer im Kanal war, wurde ein Schmerz ausgelöst. Nach einer weiteren Injektion (die erste war noch vom Kollegen verabreicht worden), wurde der Kanal katheterisiert. Die 006 Hand-Feile ging nicht auf Länge. Dies wurde dann ohne Probleme maschinell bewerkstelligt mit einer Maillefer Pathfile 13/02 im Schlumbohm Endopilot unter simultaner ELM und EDTA-Spülung. Weitere Öffnung des sehr engen Kanals mit ProFile 15/04, 20/04 und FlexMaster 15/06, anschliessend Mtwo 26/06 in Pendelbewegung – auch hier unter simultaner Längenmessung.
Anschliessende Rö-Kontrolle.
Provisorische Versorgung erfolgte mit Ledermix und Cavit. Die Patientin wurde noch über mögliche Schmerzen und Komplikationen aufgeklärt und ins – hoffentlich schmerzfreie – Wochenende entlassen.
Normalerweise stellt die Trepanation eines oberen 1ers kein Problem dar, besonders bei einem jungen Patienten, da des Pulpacavum noch sehr groß ist.
Wenn aber, wie hier, fast das gesamte Cavum obliteriert ist, kann eine minimale Abweichung von der optimalen Trepanationsrichtung zum Misserfolg führen.
Denn wenn hier auf der weiteren Suche in der falschen Richtung der Zahn buccal perforiert wird, sind die Folgen bei einer 23-jährigen Frau mit kurzer Oberlippe und Hang zum gummy-smile weithin ein Leben lang sichtbar.
Wie hier schon beschrieben, lässt sich beim Endopilot von Schlumbohm seit dem Update die Reziprok-Bewegung leichter programmieren. Die Umdrehung in rpm lässt sich in 50er Schritten eingeben und die Zeit des Recht- bzw. Linkslaufes lässt sich in Millisekunden eingeben (in 10er Schritten).
Rechnen muss man leider immer noch selber. Ich hoffe, dass beim nächsten Update die Programmierung nochmal vereinfacht wird (wie es geht hat Satelec/Acteon vorgemacht mit dem i-Endo Dual. Dort kann neben der Drehzahl auch der Drehwinkel für die Pendelbewegung zwischen 10° und 360° für Recht- und Linkslauf direkt eingegeben werden. Jedoch verfügt der Motor weder über ELM, noch über andere Erweiterungen, wie Ultraschall oder ein Downpack/Backfil-System).
Bei 600 rpm dreht die Feile 10 mal die Sekunde, also einmal in 100 Millisekunden. Somit steht der Wert 10 (entspricht 100 ms) im Display für 360°, also entspricht dem Wert 1 (10 ms) 36° Drehung (bei 600 rpm!).
Entsprechend 3° bei 50 rpm.
Meine Standard-Reziprok-Einstellung ist zur Zeit:
400 rpm, rechts 6 (entspricht 144°), links 2 (macht 48°), Pause 1, bei 2,20 ncm.
So wird momentan die VDW Mtwo 25/06 betrieben. Funktioniert.
Ob die wirklichen Drehwinkel einigermassen mit der Programmierung übereinstimmen, kann überprüft werden, indem man eine alte maschinelle Feile um 90° abknickt (in diesem Fall eine Micro Mega Giro-File) in das Handstück einspannt und laufen lässt. Wenn man direkt auf die Feile schaut fungiert sie gewissermassen als Zeiger. So kann zumindest grob abschätzen, ob die Feile das tut, was man will.
Der Aufbau hat gehalten, der Patient hatte keine Schmerzen.
Gut.
In der zweiten Sitzung re-entry.
Das Anlegen von Kofferdam war diesmal leicht möglich. Die Klammer wurde mit Flow-Komposit gesichert.
Cavit wurde mit Diamant und US entfernt.
Die Revision erfolgte rein maschinell mit einer VDW Flex Master 15/06 bis Apex unter kontinuierlicher ELM mit dem Schlumbohm-Endo Pilot. Anschiessend kamen eine VDW Mtwo 25/06 und 40/06 reziprok zum Einsatz, ebenfalls unter kontinuierlicher Längenkontrolle.
Die Desinfektion erfolgte mit US-aktivierter Spülung nach bewährtem Protokoll:
Nach der Aufbereitung und Desinfektion erfolgte eine medikamentöse Einlage mit Calciumhydroxid für eine Woche. Verschluss mit Cavit. Ohne Watte oder Schaumstoffpellet.
In der Zwischenzeit weder Schmerzen oder noch andere Beschwerden.
In der dritten Sitzung wurde Cavit und Calciumhydroxid wieder entfernt und anschliessend nochmals desinfiziert.
Die WF erfolgte warm vertikal (Endo-Pilot).
Die GP wurde an den Orifizien reduziert. Die Reinigung der Kavität erfolgt mittels Microbrush und Alkohol, anschliessend werden die Wände und der Kavitätenboden nochmals mit einem Rosenbohrer revidiert, zum Schluss mit Phosphorsäure beschickt und mit einem Microbrush „geputzt“.
Bonding, Polymersation.
Die Kanaleingänge mit weissem Flow-Koposit verschlossen (Baseliner, Venus Flow, Heraeus Kulzer).
Auskleiden der Kavität mit Flow.
Auffüllen mit Kompost (GC Gradia), Abschlussaufnahme.
Prognose:
Ich würde sagen, eher „durchwachsen“.
Was spricht gegen eine gute Prognose?
ein Kanal mb2 wurde nicht gefunden, sondern nur ein dünner Ausläufer des mb nach zentral. Dieser konnte nicht adäquat gereinigt und desinfiziert werden, ohne die Wurzel noch mehr zu schwächen
Die Klebestellen des Aufbaus sind nicht optimal, da keine absolute Trockenheit hergestellt werden konnte
die mb-Wurzel ist parodontal stark eingeschänkt
Wie geht es weiter?
Langzeitprovisorium aus Kunststoff, 3D-gefräst vom Labor.
Kontrollaufnahme nach 3 Monaten, sollte die Aufhellung kleiner werden, kann über eine endgültige Versorgung nachgedacht werden.
Der Patient wurde schon einmal zu uns wegen einer Wurzelbehandlung überwiesen. Das zweite Mal kam er selbständig, ohne Überweisung, so wie diesmal auch.
Nur diesmal war der Zahn etwas mehr „mitgenommen“.
Der 26 war schon (insuffizient) wurzelbehandelt, hatte massive Karies von buccal, mesiobuccal und distal unter der Krone.
Das Röntgenbild zeigte noch einen zementierten Metallstift im palatinalen Kanal und eine mesiobuccale Wurzel ohne umgebenden Knochen.
In Anbetracht des röntgenologischen und klinischen Befundes, der „bakteriellen Hemisektion“, wie es ein netter Kollege so schön nannte, habe ich dem Patienten Extraktion ans Herz gelegt.
Er hat das sehr gut verstanden, hat es aber nicht gelten lassen. Weder Implantat, noch Brücke waren eine Option. Eine Erfolgswahrscheinlichkeit von 5 – 10% waren ihm vollkommen ausreichend, um die Behandlung ohne weitere Überlegung zu beginnen.
Also gut, Kostenvoranschlag mit einigen Tagen Bedenkzeit und Termin vereinbart.
Geplantes Vorgehen:
Krone entfernen
Stiftaufbau entfernen
Karies entfernen
„Restzahn“ adhäsiv rekonstruieren
Entfernung der alten Wurzelfüllung
weitere Aufbereitung und Desinfektion
med
nochmalige Desinfektion
Wurzelfüllung
adhäsier Verschluss
abwarten/provisorische Krone
Nach der Krone wurde der konfektionierte, zementierte SSA entfernt. Der Zement und die Karies wurden mit überlangen Rosenbohrern entfernt, wo es ging, danach wurden der Stift und die Zementreste mittels Ultraschall (Schlumbohm Endopilot mit Copilot, NSK US Spitze E5) gelockert und entfernt.
Im Anschluss erfolgte eine ausgiebige Kariesexcavation
Der „Restzahn“ war noch stabil, d.h. die Karies hat die mesio-buccale Wurzel noch nicht abgetrennt – was für mich eine Indikation zum Behandlungsabbruch gewesen wäre. Also wurde jetzt adhäsiv „geflickt“.
Zuerst habe ich die alte WF der buccalen Wurzel teilweise ausgebohrt, um Guttaperchastifte mit 06er Taper einbringen zu können, die als Lumen der Wurzelkanäle freihalten sollen. So konnte um die GP herum die Wurzel rekonstruiert werden.
Als Adhäsiv wurde das One-Bottle System G-Bond von GC verwendet. Syntac Classic wäre wahrscheinlich die bessere Alternative gewesen, ich wollte aber jede unnötige Blutung der Gingiva durch Phosphorsäure vermeiden. Die Rekonstruktion erfolgte mit Gradia-Flow von GC.
Wichtig war es, nach jedem gelegtem und gehärtetem Inkrement die GP-Sifte durch ein kurzes Herauszuziehen vom Kompost zu lösen, um ein Verbacken zu verhindern.
Nachdem der buccale Anteil des Zahnes rekonstruiert wurde, war der Rest dran. Der restliche Aufbau erfolgte dem buccalen Anteil.
Da der Patient vor der Behandlung keine Schmerzen hatte, wurde auf eine sofortige Entfernung der alten WF verzichtet und auf die nächste Sitzung verschoben. Der Verschluss des Zahnes erfolgte mit Cavit.
Lange hat es gedauert, aber Schlumbohm hat endlich das Update für den Endo-Pilot rausgeschickt (für die Kunden, die am Update-Service teilnehmen).
Was ist neu?
Die Feilenbilbliothek ist erweitert worden.
Der Reziprok-Modus ist überarbeitet worden.
Die Programmierung ist einfacher geworden. D.h. Rechts- und Linkslauf sowie Pause wird jetzt in Millisekunden angegeben und die Geschwindigkeit im rpm.
Ein einfaches Verstellen der Geschwindigkeit bei gleichbleibenden Drehwinkeln ist aber leider immer noch schwierig (schön wäre es, wenn die Drehwinkel direkt eingestellt werde könnten, wie beim alten ATR-Motor).
Desweiteren funktioniert jetzt auch die Auto-Stop Funktion im Reziprokmodus.
Die volle Drehmomentkontrolle bei Reziprok ist natürlich geblieben.
Frei programmierbare Feilensequenzen.
Man kann jetzt – wenn man die die vom Hersteller vorgegebenen Feilensequenzen nicht benutzen will – sein eigenes Hybridsystem einprogrammieren, und muss nicht kreuz und quer durch die Systeme springen.Die eigenen Feilenfolgen werden in der „my file“-Bibliothek abgelegt.
Vorgeschlagen sind hier schon:
enge Kanäle
normale Kanäle
weite Kanäle
Spezial
Revision
Pro Kategorie können bis zu 10 Feilen in beliebiger Kombination einprogrammiert werden.
So sind bei mir z.B. unter „enge Kanäle“ die von Michael Arnold vorgeschlagenen Maillefer ProFile 15/06 > Maillefer ProFile 20/04 > VDW FlexMaster 15/06 einprogrammiert.
In „Spezial“ ist die Two-File-Endo mit FKG Scout RaCe 10/02 normal und FKG Easy RaCe 25/06 im Reziprok-Modus (momentan Rechts 12, Links 6, Pause 2 bei 400 rpm) abgelegt (Alternativkombination: Maillefer PathFile 13/02 normal und VDW Mtwo 25/06 reziprok.
Für eine weitere Aufbereitung kann ja noch eine 35/06 bei gleichen Parametern nachgeschoben werden (wenn die 25/06 reziprok nicht leicht auf Länge geht, kann mit einer RaCe 15/02 evtl. 20/02 oder Pathfile 16/02 evtl. 19/02 der Gleitpfad erweitern werden).
Die frei programmierbaren Sequenzen sind sicher für viele das „Killer-Feature“, denn so können bewährte Feilenkombinationen mit den richtigen Drehzahlen und Torsionswerten sehr einfach eingesetzt werden.
Wir werden sehen, ob uns hier einige Vorschläge diesbezüglich erreichen.
Ich glaube, man kann sagen, dass der Endopilot seine einzigartige Vielseitigkeit mit diesem Update noch weiter ausgebaut hat.
Vergangenes Wochenende war die 10. Jahrestagung der DGEndo/1. Jahrestagung der DGET in Bonn.
Mein Bericht hierüber wird sich sehr beschränken, und zwar auf die Neuerungen bei Schlumbohms EndoPilot.
Herr Schlunbohm hat für den EndoPilot angekündigt.
Kommen soll:
Optimierung der Reziprok-Funktion.
Die Drehmomentkontrolle wurde verbessert, wie auch die Genauigkeit der elektrischen Längenmessung während der Aufbereitung.
Es gibt jetzt einen eigenen Menü-Punkt für Reziprok-Feilen (My Reziprok) bei dem drei verschiedene Feilen einprogrammiert werden können, die reziprok arbeiten.
Daten von neuen Feilen wurden aufgenommen: HyFlex, CMA und Mani NRT
Ein Vorschlag, die Fußsteuerung für den 2-Kanal-Fußanlasser zu erweitern wurde positiv aufgenommen und die schnellstmögliche Umsetzung versprochen:
Select Pedal lang drücken: zurück ins Hauptmenu.
Dort mit dem Select Pedal die einzelnen Menus anwählen und mit dem Start Pedal auswählen.
Wäre schön, wenn diese Funktionserweiterung des Fußanlassers schon im nächsten Update dabei sein könnte.
wie schon hier beschrieben läuft bei mir in der Praxis der Schlumbohm EndoPilot in Verbindung mit dem CoPilot, somit auch mit dem neuen Ultraschall-Handstück.
Mit dem 2-Kanal-Funkfussanlasser lässt sich auch sehr schön zwischen Aufbereitung und US-Benutzung wechseln. Die Laufzeit hab ich auf 30 Sekunden eingestellt, nach dieser Zeit schaltet der US ab, somit kann man gewährleisten, dass genügend lange gespült wird.
Das von Schlumbohm ist nicht mein erstes Ultraschall-Gerät.
Es läuft noch ein Satelec Suprasson P5 Booster und ein NSK Varios. Und wer auch verschiedene US-Geräte hat, weiss, dass nicht jede US-Spitze in jedem US-Handstück gleich gut schwingt.
Beispiel: Meine heiss geliebte Maillefer Pro Ultra Tip Endo 6 – 8 (sehr dünn, reichen weit in den Kanal, leicht zu verbiegen für krumme Kanäle) funktionieren prima im Satelec, im NSK bewegen sie sich kein µ. Der „Endo-Chuck“ von NSK (U-Feilenhalter E11) bleibt hingegen im Satelec vollkommen regungslos.
Hier nun die aktuelle – sicher nicht vollständige und auch nicht allgemein gültige – Auflistung der von mir bis jetzt getesteten Spitzen zur US-Spülung.
Die Erfahrungen beziehen sich auf MEIN US-Handstück, es kann sein, dass andere Handstücke anders schwingen.
NSK
E5 läuft am besten, mehr als ausreichend Leitung bei 30% Leistung, Spitze kann leicht durch Verbiegen an gebogene Kanäle angepasst werden
E7
nur minimal schlechter als die E5, schwerer zu verbiegen
Satelec ET 20 Tip ET 40 Tip benötigen mehr Leistung, funktionieren einigermassen gut, schwieriger zu biegen als die NSK E5
Carr eie2 CT4 eie2 SP1 brauchen sehr viel Leistung, schwingen wenig, springen nicht richtig an, schwierig zu biegen
Während, wie gesagt, im Satelec die ProUltra Ende 8 meine Lieblingsspitze zum Spülen ist, bewegt sie sich im NSK und auch im Schlumbohm-US überhaupt nicht. Hier ist die NSK E5 die beste Spitze (von denen die ich bis jetzt getestet habe), sie benötigt wenig Leistung ist leicht an die Kanalkrümmungen anzupassen.
Da sie im Originalzustand an der Spitze plan geschliffen ist, breche ich die Kanten vorne mit einem Arkansas-Steinchen und poliere sie anschliessend mit einem weisse Gummi-Polierer. So lassen sich die Scharten an der Kanalwand reduzieren.
Auf der IDS 2009 habe ich zum ersten Mal das Root ZX Mini in Augenschein genommen. Ganz ehrlich, ich hätts nicht gebraucht, denn ich war und bin restlos zufrieden mit meinem ROOT ZX.
Aber selbst bei einer im positiven Sinne konservativen Firma wie Morita war vermutlich irgendwann die Entscheidung getroffen worden, man müsse nach all der Zeit seit Markteinführung des Root ZX endlich mal was Neues in Sachen Apex Lokator auf den Markt bringen, weil genauer jener nach Innovationen, und seien es auch nur scheinbare, verlange.
Aber was bitte soll das neue Root ZX mini denn besser machen, als es das alte seit vielen Jahren schon tut, nämlich höchst präzise und zuverlässig zu messen.
Und genauso so ist es auch im Praxistest. Das neue misst identisch zum alten.
Und so könnte ich zumindest, sollte irgendwann mal mein Gerät den Geist aufgeben, guten Gewissens zur aufgehübschten Design – Generation wechseln. Allerdings stört mich die neue Soundkulisse des Gerätes. Warum hat man es nicht bei den altbekannen Piepstönen des Originals gelassen ? Das neue Sounddesign nervt. Ich habe keinen Weg gefunden, den Ton zu ändern und – solange mein altes Gerät funktioniert – keine Lust, mich an die neue Akustik zu gewöhnen.
Ein Plus hat das Gerät jedoch zweifelslos und das ist die Einbindung des Morita Akku- Winkelstücks. Dieses ist klein und handlich und die Kombination von beiden im Handling ein Gewinn gegenüber dem Tri Auto ZX, jenem Akku- Handstück- Vorreiter. Diesbezüglich seiner Zeit weit voraus, aber auch ein sperriger Klotz.
Ist das also die neue Kombi, ein Dreamteam also ?
Nicht so richtig, denn es fehlt beim neuen wie beim Original – Motor ein – nennen wir es – „Fortgeschritten“- Modus, der es erlaubt, die Apical Stop Funktion von der ELM Messung zu trennen. Ich bin es nämlich nicht gewohnt, das der Motor automatisch nach eigenem Gusto die maschinelle Rotation stoppt, sobald er glaubt, der apikale Endpunkt sei erreicht. Um mit Hape Kerkeling zu sprechen: „Ich möchte das nicht !“.
Ich möchte diese Entscheidung selbst treffen.
Apropos Rotation – die Drehbewegung ist im Übrigen eine rein vollrotierende. Reziprokes Arbeiten ist also nicht möglich.
Zwei Drawbacks also und ein Fazit – die bewährte Root ZX VDW Silver Reciproc- Kombi und der Schlumbohm Endopilot haben in der Summe Vorteile, ich bleibe vorerst weiter beim bewährten Vorhandenen.
Das muss nicht für ewig so sein, aber noch ist es so.
Letzte Woche ist er endlich angekommen. Der CoPilot von Schlumbohm. Die Erweiterung des EndoPilot. Zur IDS wurde er vorgestellt, jetzt ist er verfügbar.
Der EndoPilot ist – meiner Meinung nach – das innovativste Produkt auf dem Endomarkt.
Ein all-in-one Gerät für die Endodontie.
Drehmomentkontrollierter Motor, Apex Locator mit programmierbarer Arbeitslänge, der während der Aufbereitung reproduzierbar funktioniert, aber auch alleine arbeitet, ein Feilenmanagement, welches die Belastungen der jeweiligen Feile berücksichtigt und ein Warmabfüllsystem mit Downpack und Backfill. Alles in einem Gerät.
Bis jetzt.
Jetzt ist der CoPilot da.
Was ist nun der CoPilot eigentlich?
Der CoPilot ist die passende Erweiterung zum EndoPilot und macht ihn dadurch zum kompletten Endo-Cart.
Akku-Pack: macht den EP unabhängig von der Steckdose
Ultraschall-Handstück
Funk-Fussanlasser, 2-kanalig. Das rechte Pedal zum Starten und Stoppen einer Anwendung, und das Linke zum Wechseln von einer Anwendung zum US
Eine weitere Anschlussbuchse, so dass das lästige Umstecken von der Aufbereitung zum Downpack wegfällt.
Durch den Akkubetrieb und den Funkfussanlasser fallen 2 Kabel weg, die auf dem Boden liegen und gestört haben. Die Pilot/CoPilot-Kombination ist somit deutlich flexibler, geworden. Durch die kompakte Größe des Carts kann das System in den meisten Fällen auch auf 12-Uhr Position eingesetzt werden. Ohne störende und limitierende Strom- und Fussanlasser-Kabel.
Selbstverständlich kann auch während der Akku-Ladung mit dem Gerät gearbeitet werden und ebenso selbstverständlich kann das US-Handstück mit EMS- oder Sattele-Gewinde geordert werden.
Neu ist auch der Update-Service.
Über einen ansteckbaren Kartenleser können neue Feilendaten eingelesen und neue Funktionen einprogrammiert werden (durch die Touch-Screen Bedienung sind auch die möglichen Schalter und Regler am Gerät nicht über die Hardware limitiert, da eine „neue Taste“ einfach programmiert werden kann).
Die in der Feilenbibliothek gespeicherte Feilendaten können jederzeit vom Behandler geändert werden. Drehmoment, Winkelgeschwindigkeit, Drehrichtung, Pause zwischen Dehrichtungsänderung können im Reziprokmodus dem eigenen Geschmack angepasst werden. Der Motor ist weder limitiert auf kontinuierliche Drehung, noch auf eine Drehrichtung.
Nettes Feature:
Im US-Betrieb, kann ein Countdown-Timmer (bis zu 240 Sekunden) eingestellt werden. Somit hat man die Möglichkeit die Zeitdauer der aktivierten Spülung – für das eigene Spülprotokoll – zu standardisieren, ohne auf die Uhr blicken zu müssen.
Schlumbohm hat seinen Endopilot mobiler gemacht. Nicht, dass er vorher immobil gewesen wäre, aber ihm wurde jetzt eine Halterung spendiert, mit der man das Gerät in verschiedenen Zimmern einfach und schnell fest fixieren kann.
Die Halteplatte besteht auch zwei Teilen, einer Montageplatte, die an einer Arbeitsfläche montiert wird und einem dazu passenden Einschub mit Kugelgelenk, der mittels 1/4″ Stativ-Schraube am Endopilot selbst besfestigt wird.
So lässt sich das Gerät mit wenigen Handgriffen von einer „Dockingstation“ entfernen und an einer weiteren in einem anderen Behandlungszimmer anbringen.
Das funktioniert natürlich auch mit dem hinten am EP anbringbaren/angebrachten Instrumententräger, was auf den Fotos aber nicht gezeigt ist.