von Christian Danzl
Man kann es schon Tradition nennen, dass der Überweisertag von WURZELSPITZE nun zum vierten Mal stattfand.
Nach München, Leipzig und Berlin fand die Fortbildungsveranstaltung, welche die WURZELSPITZE-Praxen für ihre Überweiser als Dankeschön für die gute Zusammenarbeit organisieren, diesmal in Salzburg statt.
Wie bei den vorherigen Ü-Days, fand auch wieder ein Team-Day (nun schon der fünfte) statt, eine interne Fortbildung für unsere Praxismitarbeiter.
Freitags tagsüber (Team-Day) wurden folgende Themen behandelt
Notfall/Erste Hilfe – Kurs
Michael Fraunhofer „entmystifizerte“ die erste Hilfe bei Notfällen auf seine einzigartige Weise und komprimierte das Thema so konsequent, dass jeder der Teilnehmer bei einem Notfall weiss, worauf es ankommt und was zu tun ist.
Patientenaufklärung von Dr. Andrea Keller und Dr. Sebastian Riedel
Psychologische Aspekte der Kinderbehandlung von Dr. Dinah Fräßle
Freitag abends fand ein „Get Together“ mit Überweisern, Freunden von WURZELSPITZE und den Praxisteams statt.
Samstag von 09.00 bis 13.00 Uhr (Ü-day) referierten für Überweiser und Freunde von Wurzelspitze:
Hans-Willi Herrmann über die DVT-gestütze Endodiagnostik,
Olaf Löffler über den präendodontischen Aufbau,
Christian Danzl über die Zugangskavität,
Jörg Schröder über die Entfernung von Wurzelstiften und
Christoph Kaaden über vertrauensbildende Massnahmen in der Endodontie
Mein Dank als Gastgeber gilt allen, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben.
Fotos demnächst.

Wo hier das Thema „Zugangskavität“ erwähnt wurde: wie ist da gerade der aktuelle Stand in Europa? Aus den USA „hört“ man im Internet z.B. von Winter, Clark und Buchanan von winzigen Zugängen von teilweise nur 2,5mm großen Zugangskavitäten, wo ich mich echt frage wie das funktioniert, auch bei der Obturation. Habe ich mich nur verlesen oder kehren die wirklich von den Schilderschen Präparationen ab ( Gates Bohrer obsolet, kaum koronal erweitern, Pulpendach bleibt maximal bestehen)?
Der aktuelle Stand hat sich sicher nicht geändert (so groß wie nötig, so klein wie möglich) allerdings werde ich angesichts der nicht so seltenen täglichen Herausforderungen wie tiefe Aufgabelungen und Isthmen, Stufen, frakturierte Instrumenten, Resorptionen, retrograde Füllmaterialien besonders in Restaurationsmaterialien immer so viel entfernen, dass ein ungehinderter Kanalzugang gegeben ist.
Gleich mal noch eine Frage: Buchanan schreibt das er EDTA flüssig gleich von Anfang an der Aufbereitung einsetzt, und so scheinbar weniger Debris in die lat. Kanäle einpresst, aber wie steht es um die erhöhte Frakturanfäligkeit durch die längere Einwirkung? Ich hatte EDTA oder Zitronensäure genauso bis letztes Jahr genutzt, aber aus Angst vor der pot. Frakturanfälligkeit wieder abgesetzt, und bin jetzt etwas verwirrt. Ist es doch okay EDTA oder Zitronensäure länger im Kanal zu lassen, oder hat es was mit den kleinen Durchmessern der dort erwähnten Präparationen zu tun, wo teilweise im Molaren teilweise nur bis 20.04 geht?
Danke im Voraus für alles!
Gruß Gregor
Frank Paque hat interessante Studien zur SAF in Punkto Debriseinpressungen mit MicroCTs gemacht.
Bei den Spüllösungen ist die Frakturgefahr vielleicht weniger entscheidend als der spätere qualitativ schlechtere adhäsive Verbund nach der entsprechenden Einwirkung der Lösungen. An dieser Stelle wird das Problem Nanoleakage noch eine große Rolle spielen. Die aktuelle Literatur sucht nach Lösungen dafür und gibt erste Hinweise.
Herzliche Grüße
Olaf Löffler