>>Das Ende vom Lied<< Zeitnahme – Teil 4

von Christian Danzl

Der letzte Satz vom Bericht Teil 3 war:

„Kurz: Bei den nächsten Problemen fliegt das Teil raus.“

Soweit war ich auch. Es kam aber anders.

Das Gerät verrichtete seinen Dienst mehr schlecht als recht. Aber es lief. Bei einer neuen Angestellten ging das Anlegen eines neuen Zeitkontos meist reibungslos – sofern der Chip Lust hatte.

Bis die Information vom Systemadministrator kam:

„Von Chipdrive gibt es keinen Support mehr. Keine Hotline, keine Chips, keine Karten.
Die sind zahlungsunfähig.“

Und wieder 400 g E-Schrott in der Praxis.

1 1/2 Stunden – Teil I

von Bonald Decker

Letzte Woche rief mich ein Freund an, der seit Jahren als Mund-Kiefer-Gesichtschirurg in eigener Praxis tätig ist.

Er bat mich das Au-Pair-Mädchen seiner Familie weiterzubehandeln, dem er vor einigen Tagen einen OK-Molaren aufgrund starker Schmerzen trepaniert habe. Laut seiner Aussage habe der Zahn eine massive Karies (gehabt), die (zum Grossteil) entfernt wurde. Nach erfolgter Trepanation, Vitalextirpation und medikamentöser Ca(OH)2-Einlage sei der Zahn nun mit einem Schaumstoffpellet und einem provisorischem Material verschlossen…

nach diesen Informationen bat ich ihn, dass die junge Dame bei nächster Gelegenheit einen Termin für 1 1/2 Stunden in unserer Praxis vereinbaren solle…

„EINEINHALB STUNDEN???“

klang es mir aus dem Handy entgegen…

Mir war klar, dass ihm dieser Zeitaufwand enorm und wahrscheinlich überzogen vorkommen musste. Bei der Betrachtung der klinischen und radiologischen Situationen war mir jedoch sehr schnell klar, dass ich mit meiner ersten zeitlichen Einschätzung nicht übertrieben hatte…

Nach knapp 90 Minuten war die Patientin vorab eingehend über die Behandlung und Alternativem aufgeklärt, der Quadrant mittels Kofferdam isoliert, der Zahn kariesfrei, mit einer adhäsiven Aufbaufüllung versorgt (das Anlegen der Matrize dauerte alleine gefühlte 15 Minuten), 4 Wurzelkanalsysteme präpariert und mit einer medikamentösen Einlage versorgt. Nach Verschluss der Zugangskavität mit einer zweischichtigen provisorischen Füllung (ohne Watte- od. Schaumstoffpellet ;-) ) war der Behandlungstermin beendet.

Wie wohl der befreundete MKG-Chirurg reagiert wenn er „erfährt“ das die Behandlung noch nicht abgeschlossen ist?

Ich weiss es zum jetzigen Zeitpunkt nicht… werde es aber wohl erfahren und hoffe, dass er (wie ggf. auch andere) bei der Betrachtung der Bilder erkennt, warum eine solche Behandlung zeitlich umfangreich ist.

„Entran“-Erfahrungen nach 12+ Monaten

von Christoph Kaaden

mit dem Beginn meiner rein endodontisch-ausgerichteten Praxistätigkeit vor gut einem Jahr habe ich einige Dinge in meinem Behandlungsablauf verändert.

Als wohl bis dato beste Neuerung hat sich für uns die Anwendung des akkubetriebenen Endo-Winkelstücks „Entran“ der Firma W&H erwiesen. Genauer gesagt zweier dieser Winkelstücke. Endlich ist es uns ohne lästigen Fussanlasser und „Kabelsalat“ erlaubt, eine möglichst ergonomische Wurzelkanal-Präparation durchzuführen.

Nähere Informationen zu dem Winkelstück finden sich auf der Firmen-Homepage.

Als besonders positiv möchte ich einige Punkte hervorheben:

  • keine Wartung & Reparatur in der bisherigen Nutzungsphase
  • subjektiv empfundene sehr gleichmässige Laufleistung und „Durchzugskraft“
  • sehr gute Akku-Leistung
  • auch nach einjähriger Anwendungszeit keine (bzw. kaum) Abnutzungserscheinungen an den Winkelstücken

Eine zusätzliche Ausstattung des Entran, die z.B. andere bzw. höhere Umdrehungszahlen erlauben würde, vermisse ich im klinischen Alltag (quasi) nicht, da die überwiegende Mehrzahl der Kanal-Präparationen mit der gegebenen Umdrehungszahl bewältigt werden. Einzig ein akustisches, anstelle eines rein optischen „Warnsignals“ beim Erreichen des eingestellte Drehmoments würde ich mir für zukünftige Weiterentwicklungen wünschen.

Unser persönliches Fazit steht daher fest. Der Entran ist ein „must buy“ und für uns ein unverzichtbares Gadget im täglichen endodontischen „Alltag“.

Wurzelspitze – Fortbildungen 2010

von Hans – Willi Herrmann

Vor ein paar Wochen vorangekündigt.
Zukünftige Fortbildungen des WURZELSPITZE – Teams.
Heute möchten wir  an dieser Stelle einen ersten Ausblick geben über die Kurse, die ab 2010 angeboten werden.

Es wird zunächst 3  zweitägige Kurse geben, die inhaltlich aufeinander aufbauen:

Kurs 1
Moderne Endodontie – Der Start in den Praxiserfolg
Dr. Hans – Willi Herrmann
Dr. Olaf Löffler

widmet sich schwerpunktmäßig den Basics, den Grundlagen für ein erfolgreiches modernes Endodontie – Praxis Konzept.
Heute lernen, am nächsten Arbeitstag umsetzen.

Kurs 2
Moderne Endodontie – Komplikationen und Herausforderungen
Dr. Jörg Schröder
Dr. Hans – Willi Herrmann

befasst  sich mit den Schwierigkeiten,  die zwangsläufig auftauchen, wenn man sich der Endodontie schwerpunktmäßig widmet, den Tricks und Tipps, die wichtig sind, um diese Probleme zu lösen.

Kurs 3
Moderne Endodontie – Moderne Wurzelkanalfüllung
Dr. Christoph Kaaden
Dr. H.W. Herrmann

hat das Thema „Wurzelkanalfüllung“ zum Inhalt.

Warm oder Kalt ?

Das ist nachwievor die Frage, wenn es um Wurzelkanalfülltechniken geht.
Wir sprechen über die wissenschaftlich relevanten Details zum Thema, über die Grenzen der Literatur, über Neues und Gut Bewährtes.

Wir führen vor und üben ein die verschiedenen warmen Wurzelfülltechniken.

Dann gibt  es die Add ons.
Das sind Fortbildungen, die unabhängig von den regulären Kursen belegt werden können.

Add on 1
Das endodontische Back Office

Nach internen Wetten einer der beiden Kurse, die zuallererst ausgebucht sein werden.

Es geht um die Endodontie.
Aber diesmal um die Dinge, die hinter den eigentlichen Behandlungsschritten ablaufen, aber nicht weniger wichtig sind.

Es geht um Kommunikation mit Patienten, Überweisern, Kostenerstattern, und es geht um Arbeitsabläufe, Aufbau, Ausstattung, Ergonomie des Endo – Arbeitsplatzes

Add on 2
Teamkurs Dentalmikroskop und Ergonomie

Endodontie ist Teamarbeit.
Und perfekte Teamarbeit lernt  man am besten in einer Teamfortbildung.

Unter Anleitung.
Erst wirds vorgemacht, dann unter Anleitung eingeübt.

Vom Team, mit dem Team, im Team.

Und langfristig ?

Wird es weitere Kurse geben unter anderem ein  Team – Motivationsseminar.

Vergiss die Milch nicht… (4)

von Olaf Löffler

Weiter geht es mit der Kurzbeschreibung der Möglichkeiten, die das GTD – Programm „Remember the Milk“ ermöglicht.

In der Aufgabenverteilung lassen sich eigene Listen erstellen.
Diese können nach den eigenen Vorstellungen aufgebaut werden.

In meiner Praxis habe ich  im Rahmen unseres Qualitätsmanagements für jeden Angestellten eine Liste angelegt, so daß ich die Aufgaben in den Listen kontrollieren und einsehen kann.
Ebenso kann man natürlich für jedes weitere Ereignis, oder jeden Vorgang eine Liste anlegen. Unterlisten anzulegen ist derzeit nicht möglich.
Dies führt somit nicht zu vollkommen verschachtelten Themengebieten. Allerdings sinnvoll wäre es in der Projektverwaltung.

Die Aufgaben können mit folgenden Eingabefeldern ergänzt werden (Liste, Fällig am, Wiederholen, Zeitbedarf, Tags, Ort, URL, Aufgeschoben, Freigegeben, Notizen, Priorität). Die meisten Felder sind selbsterklärend.
Besonders interessant könnte die Möglichkeit sein, zu erkennen, ob die Aufgabe bereits aufgeschoben wurde.
Unter „Freigegeben“ kann man die freigegebenen Benutzer sehen. Somit lässt sich die Aufgabe zur Erledigung delegieren.

Eine weiter gute Lösung ist die Erinnerungsfunktion. Hat man ein Datum in Feld Fälligkeit angegeben besteht die Möglichkeit über folgende Dienste eine Erinnerung zu ermöglichen.

  • API
  • Gmail
  • Google Calendar
  • iGoogle
  • iPhone/iPod touch
  • MilkSync
  • – BlackBerry
  • – Windows Mobile
  • Handy
  • Offline Zugriff
  • Twitter

Leider kann man die verschiedenen Dienste nicht gleichzeitig nutzen. Es funktioniert immer nur ein Dienst.

Durch die Google Maps Einbindung lassen sich Ort und Aufgabe verknüpfen.

Die für mich wichtigste Funktion ist die Importfunktion.
Über eine spezielle Mailadresse kann man sich Aufgaben zuschicken.
Die Betreffzeile wird dann zur Aufgabenzeile.
Die gesamte Mail wird in den Notizen angezeigt.
Eine geniale Lösung, die mir richtig Zeit und vor allem lästige Mühen in meinem bisherigen Arbeitsablauf erspart.

Insgesamt schätze ich mittlerweile „Remember the Milk“ als ein einfach zu bedienendes Programm mit erheblicher Vielfalt.

Vergiss die Milch nicht…(3)

von Olaf Löffler

Anmeldung

Nach der Anmeldung, in welcher die Emailadresse, der Benutzername und ein Passwort eingegeben werden müssen und der anschließenden Aktivierung kann man sofort loslegen.
RTM ( Remember the Milk ) ist vorkonfiguriert und kann nun in diesem Zustand genutzt werden.

Zuerst gelangt man in die Übersicht ( Überblick ). In dieser werden die fälligen ( heute, morgen ) und überfälligen Aufgaben angezeigt. Am Anfang sind diese Felder ohne Hinweise, da noch keine Aufgaben angelegt sind.
Im Fenster oben rechts ist das Menü zu sehen in welchem man zu den verschieden Seiten kommt.
| Offline | Überblick | Aufgaben | Orte | Kontakte | Einstellungen | Hilfe | Abmelden

Offline: Ermöglicht das Arbeiten ohne Internetverbindung. Die Aktualisierung erfolgt bei der nächst möglichen Verbindung.
Aufgaben: Enthält die Listen mit den entsprechenden Aufgaben
Orte: Verknüpfung mir Google maps
Kontakte: Hier kann man angemeldete RTM-Mitglieder  eintragen, welchen man beispielsweise Zugriff auf bestimmt Aufgaben gewähren will.
Einstellungen: Möglichkeiten RTM zu konfigurieren
Hilfe: FAQ Texte zu RTM in Englisch
Abmelden: dient zum abmelden und evtl. Wechsel des Benutzernamens

Im nächsten Beitrag wird die Aufgabenvergabe etwas näher beleuchtet.

Vergiss die Milch nicht…(2)

Vergiss die Milch nicht...

von Olaf Löffler

Aller Anfang ist schwer.

GTD ( Getting Things Done ) basiert auf dem Prinzip, dass eine Person ihre anstehenden Tätigkeiten in einem Verwaltungssystem notiert und somit den Kopf frei hat für Wichtigeres. Die Person soll sich somit auf die Erledigung ihrer Aufgaben konzentrieren können, ohne befürchten zu müssen, etwas zu vergessen.

Diese Sätze aus Wikipedia haben mich zu Remember the Milk ( RTM ) geführt. Nun habe ich RTM getestet.
Dem ersten vielversprechenden Eindruck folgte schnell ein wenig  Ernüchterung.
Das Programm ist einfach aufgebaut, hat jedoch eine sehr hohe Funktionalität. RTM braucht daher Zeit, um sich mit all seinen Möglichkeiten vertraut zu machen und sein Potential ausschöpfen zu können. Dann jedoch ist die Vielfalt überwältigend.

Nun zum Programm selber:

Ich empfehle das Upgrade auf die „Pro“ –  Version für 25€/ Jahr, wenn man mit dem iPhone/iPod Touch, Windows mobile oder Blackberry auf RTM zu greifen will.

Remember the Milk zeigt sich als offenes System und ist nicht an Mac oder Windows gebunden.
Man kann andere Personen einbinden, bzw. Aufgaben veröffentlichen und damit delegieren. Das Programm bietet die Möglichkeit OFFLINE zu arbeiten und synchronisiert sich bei der nächsten ONLINE-Verbindung.

Beeindruckend ist die ungeheure Auswahl an möglichen Schnittstellen. Ich habe nur einige nutzen können, da nicht alles in meinem Computeralltag eingesetzt wird, bzw. mir bekannt war.

Ich bereue es nicht, RTM Pro gekauft zu haben. Es ist (für mich) sein Geld wert.

Die genauere Betrachtung der Funktionen wird in einigen Fortsetzungen dieses Artikels erfolgen.

Vergiss die Milch nicht…

von Olaf Löffler

Oftmals habe ich bei einem Projekt irgend etwas aus den Augen verloren.

Meistens war es nur ein Detail.
Wenn ich Pech hatte jedoch ein entscheidendes Detail. 

Bei meinen Versuchen,  diese Problematik in den Griff zu bekommen, habe ich verschiedenste Dinge ausprobiert. Karteikarten, Notizbücher, Diktiergerät und auch einer dieser neuen Palms haben keine Änderung bringen können. Die Ursache war meist, daß im entscheidenden Moment keines dieser Dinge zur Verfügung stand. Oder unterschiedliche Informationen an verschiedenen Orten vermerkt waren, so dass man nie sicher sein konnte, auf alle aktuellen Daten, an einem Ort versammelt, zugreifen zu können.

Letztens bin ich nun auf „Remember the Milk“ gestoßen.
Dies ist eines der Programme, welche nach dem Grundsatz von David Allen arbeiten. Diese Selbstmanagement-Methode soll effizientes Arbeiten ermöglichen, ohne den Kopf voll mit anderen Dingen zu haben.

Es gibt eine ganze Reihe höchst unterschiedlicher  Programme auf dem Markt. Diese sind zumeist nicht intuitiv bedienbar und erfordern teilweise eine lange Einarbeitung.

Eine Ausnahme ist RTM – „Remember the Milk“.
Eine internetbasierte Seite ist von jedem Rechner unter Verwendung der eigenen Zugriffsdaten erreichbar. Zusätzlich gibt es ein App für das iPhone oder den Ipod Touch. Damit kann ich meine Aufgaben überall hin mitnehmen. Diese sind unter Verwendung von Tags und Listen sortierbar und lassen sich terminieren und in iCal einpflegen.

Im Moment teste ich das Programm.
In einigen Wochen werde ich von meinen ersten Erfahrungen berichten.