Inhaltsstoffe SOS Zahnbox und Dentosafe

Von Christoph Kaaden

Über Dipl. Stom. Michael Arnold (Dresden) habe ich Informationen zur SOS Zahnbox bzw. zum Dentosafe und deren Inhaltsstoffe erhalten. Diese möchte ich in Absprache mit dem Kollegen gerne auch hier teilen.

Hier die Aussage von Hager & Werken:

„In der Vergangenheit erhielten beide Anbieter die spezielle Zellnährlösung von dem Berliner Unternehmen Biochrom. Bedeutet in beiden Produkten waren die gleichen Inhaltsstoffe. Das Unternehmen Biochrom wurde vor einigen Jahren von der Merck AG gekauft und die Produktion aber beibehalten. Das Unternehmen Merck hat sich in 2018/2019 entschieden den Produktionsstandort Deutschland zu verlassen und hatte alle Verträge gekündigt.

Es wurde von Hager & Werken ein neuer deutscher Anbieter gefunden, der die gleichen Inhaltsstoffe verwendet und produziert. Der zweite Anbieter im Markt Medice mit der Dentosafe lässt dieses Produkt nun auch über Hager & Werken herstellen, nur das Etikett ist geändert und damit ist wiederum die gleiche Flüssigkeit in beiden Produkten. „

P.S.: HEPES ist eine Pufferlösung

„Echte“ Revaskularisierung?

Von Bonald Decker

Das kleine Mädchen Maja war zum Zeitpunkt ihres Frontzahntraumas 7 1/2 Jahre alt. Auf dem Weg zur Schule war sie mit ihrem Roller gestürzt und hatte sich den rechten oberen zentralen Schneidezahn ausgeschlagen. Glücklicherweise funktionierte in ihrem Fall die dentale „Rettungskette“ quasi lehrbuchmässig und der Zahn wurde binnen kürzester Zeit (innerhalb von Minuten) nach Avulsion in einem entsprechenden Nährmedium (Dentosafe) gelagert. Die weitere zahnärztliche Versorgung erfolgte dann in einer nahegelegenen Kinderzahnarztpraxis. Nach 14-tägiger Schienungszeit (und Entfernung der Selbigen) wurde uns die junge Patientin zur weiteren Nachsorge anvertraut. Röntgenbilder der Ausgangssituation sowie nach Replantation lagen uns leider nicht vor.

Bei Erstvorstellung in unserer Praxis stellte sich die Situation radiologisch wie folgt dar:

Zustand nach Frontzahntrauma mit Avulsion Zahn 11;  physiologische Lagerung in Zahnrettungsbox vor alio loco durchgeführter Replantation

Der Sensibilitätstest auf Kälte fiel negativ aus; Klopfschall und Lockerungsgrad waren ohne nennenswerte Besonderheiten.

Weitere drei Monate später fand sich im Oktober 2013 folgende Situation:

Recall ca. 3 Monate nach Avulsion Zahn 11

Der Sensibilitätstest auf Kälte fiel weiterhin negativ aus; Klopfschall und Lockerungsgrad waren ohne nennenswerte Besonderheiten. Da sich radiologisch eine Verkleinerung des Pulpakavums zeigte (was in meinen Augen vitales Gewebe innerhalb des Kanalsystems voraussetzt) empfahl ich Kind und Mutter eine weiter abwartende Haltung.

Weitere drei Monate später ein ähnliches Bild ohne klinische Besonderheiten:

6 Monate nach Avulsion des Zahnes 11; fortschreitendes Wurzelwachstum mit erkennbarer Verkleinerung des Pulpakavums

Wieder ein Jahr später kam Maja nun im Januar 2015 erneut zur Nachkontrolle. Es scheint, als hätte sie „Glück im Unglück“ gehabt…

1 1/2 Jahre nach Avulsion Zahn 11

Ferner gibt sie nun an, den elektrischen Pulpatest wahrzunehmen (bei fehlender Kälteempfindlichkeit) und es scheint sich hier ggf. um eine „echte“ Revaskularisierung nach Avulsion zu handeln…

was denken Sie?

 

Stillstand (?)

von Bonald Decker

Wieder handelt unser Beitrag heute über das Thema Frontzahntrauma.

Es scheint, als wurde uns der Stoff für diese Art WURZELSPITZE-Artikel nicht ausgehen….

Leider!

Heute berichte ich Ihnen von dem 11-jährigen Rudy.

Auch er erlitt ein Frontzahntrauma in Form einer Avulsion des Zahnes 21.

Alio loco angefertigtes OPG nach Avulsion des Zahnes 21

Leider wurde der Zahn nach dem Auffinden initial nicht physiologisch (z.B.in einer Zahnrettungsbox) gelagert.

Somit musste von einer zusätzlichen (irreversiblen) Schädigung der Wurzelhaut ausgegangen werden. Über die genaue extraorale Verweildauer des Zahnes vor Replantation durch eine kieferchirurgische Klinik liessen sich leider keine genauen Aussagen einholen.

Leider nicht förderlich für den weiteren Heilungsverlauf war ferner die Tatsache, dass auf eine endodontische Intervention verzichtet wurde. Grund hierfür war die Hoffnung der Eltern (und der Behandlerin), dass ggf. eine Revitalisierung des Zahnes vonstatten gehen könnte.

Leider ein (zu erwartender) Trugschluss (wie das Alter des Patienten und der Stand des Wurzelwachstums vermuten lassen).

Radiologisch erkennbare Entzündungsprozesse nach unterlassener Wurzelkanalbehandlung nach Avulsion

In der weiteren Folge wurden wir daraufhin gebeten die Behandlung fortzuführen.

Glücklicherweise scheinen die durchgeführten endodontischen Massnahmen dazu beigetragen zu haben, dass es im Nachuntersuchungszeitraum von gut neun Monaten zum Stillstand der Resorptionsprozesse gekommen ist.

Radiologische Kontrollen nach endodontischer Therapie und medikamentöser Ca(OH)2-Einlage

Daraufhin erfolgte gestern der (vorläufige) Behandlungsabschluss mit MTA-Apexifikation (bei einer Foramengrösse von ca. ISO 060) und Guttapercha/Sealer Backfill.

Vorläufiger Behandlungsabschluss nach Avulsion des Zahnes 21 mit MTA Plug und Guttapercha&Sealer Wurzelkanalfüllung incl. koronaler adhäsiver Restrauration

Nachdem im bisherigen Untersuchungszeitraum für uns keine (weiteren) klinischen und radiologischen Anzeichen einer progredienten (Ersatz)Resorption zu erkennen waren sind wir für die Prognose des Zahnes guter Hoffnung.
Manchmal ist Stillstand nicht gleichbedeutend mit Rückschritt
;-)
P.S.: Zahn 11 reagierte in der gesamten Zeit auf wiederholt durchgeführte Sensibilitätsprüfungen (Kälte und EPT) durchweg positiv.

Z A H N T R A U M A – Aufklärung tut dringend Not

von Bonald Decker

In jüngster Zeit mehren sich bei uns Fälle von unfallbedingten Zahnverletzungen, deren Erst- und/oder Primärversorgung leider (sehr) suboptimal erfolgten.

So wie bei Yannik (11 Jahre), dessen Röntgenaufnahme Sie nachfolgend sehen:

Ein D R A M A für den Jungen (und seine Eltern),da er die Zähne verlieren wird!

Dabei könnte es doch „so einfach“ sein…

Zahn (bzw. Zähne) nach dem Ausschlagen möglichst rasch in ein geeignetes Nährmedium geben (idealerweise in eine Zahnrettungsbox bzw. Dentosafe), um dann den Zahnarzt aufzusuchen. Sollte dieser unsicher sein, welche Therapie (und Nachsorge) angezeigt ist, so kann man es im Dental Trauma Guide optimal nachlesen…

und mit dieser Abfolge wäre schon sehr viel „gewonnen“.

Wenn dann auch noch die Nachsorge regelmässig erfolgt, kann man ggf. adäquat auf mögliche auftretende (Spät-)Folgen reagieren…

Leider ist dies bei Yannik nicht annähernd so erfolgt. Aber dies ist Stoff für einen separaten WURZELSPITZE Beitrag…

BITTE helfen Sie mit und klären Sie Patienten, Freunde, Verwandte, Lehrer, Sport-Trainer etc. etc. über das „richtige“ Verhalten nach einem Frontzahnunfall auf.

Werden Sie nimmer müde Zahnrettungsbox/Dentosafe und Dental Trauma Guide zu erwähnen.

Und wenn nur ein Kind dadurch eine „bessere“ Behandlung erfährt, hat sich der „Aufwand“ schon gelohnt!

So wie bei Anna (7 Jahre), die gestern zur Nachkontrolle Ihres Zahnes bei uns vorstellig wurde.

Hier Ihre Aufnahmen:

Z.n. Trauma mit horizontaler Wurzelfraktur an Zahn 21 –                                                                         Therapie: Repositionierung; 4-wöchige Schienung mit nachfolgender regelmässiger Nachkontrolle des Vitalerhaltes des Zahnes. Prognose: sehr gut

Anna hatte mehr Glück als Yannik. Schon wegen der Art ihrer erlittenen Verletzung, bei der in nur ca. 3 Prozent aller Fälle mit einer Pulpanekrose zu rechnen ist.

Aber ohne die richtige Behandlung wäre es ggf. anders gekommen.

Das Lob für die optimale Primärversorgung gebührt der zuweisenden Kinderzahnärztin!

P.S.: An dieser Stelle möchte ich noch auf die internationale Dentale Trauma Tagung 2014 in Istanbul hinweisen. Näheres finden Sie hier.

Frontzahnnotfall Sonntagmittag Stuttgart

von Donald Becker

Letzter Urlaubstag. Sonntagnachmittag.
Meine Frau, unsere Tochter und ich  sind auf einer Radtour. Kurz vor Meisenheim, auf einer ebenso idyllischen wie abgelegenen Kopfsteinpflasterbrücke, klingelt mein Handy. Steve Jobs sei Dank, denn vor dem Iphone hatte ich mein Handy  nie am Mann.

Eine Patientin ist am Telefon.
Ihre 10 jährige Tochter hat sich mit einer Getränkeflasche ein Stück ihres Oberkieferfrontzahnes abgeschlagen. Es ist auch  ihr letzter Urlaubstag, sie sind in Stuttgart. Ob sie notfallmäßig einen Zahnarzt vor Ort aufsuchen solle.

Der Zahn ist mir nicht unbekannt. Die Fraktur ist Folge eines Sportunfalls mit 7 Jahren. Die Pulpa war eröffnet, ich hatte damals eine direkte Überkappung mit MTA vorgenommen. Ich biete der Mutter an, nach dem Zahn ihrer Tochter  zu schauen. Zwei Stunden Autofahrt von Stuttgart bis Bad Kreuznach, das würde reichen, um mit dem Fahrrad wieder heimzukommen.

Das abgeschlagene Zahnfragment ist vorhanden. Die Mutter hat es zu Desinfektionszwecken in eine Kontaktlinsenlösung gelegt. Ich rate ihr, in einer Apotheke einen Dentosafe, eine Zahnrettungsbox,  zu kaufen und das Fragment darin zwischenzulagern. Notfalls auch isotone Kochsalzlösung, die dürfte zumindest auch sonntags mittags auf jeden Fall erhältlich sein.

Am frühen Abend sehe ich Mutter und Kind. Die Überkappungsstelle ist nachwievor mit MTA und Glasionomerzement verschlossen. Keine akute Gefahr. Der Zahn reagiert nach 3 Jahren immer noch sofort positiv auf eine Sensibilitätsprüfung mittels Kältespray.

Und das  Zahnfragment ?  Liegt in Kochsalzlösung.

Die übereinstimmende Auskunft dreier Notfallapotheken in der Landeshauptstadt des Musterländle:  „Dentosafe!?! Kennen wir, haben wir aber nicht vorrätig“, so die einhellige Auskunft.

Das Zahnfragment habe ich wieder angeklebt. Ohne das MTA und dessen Abdeckung mit einem Liner wäre die Passung Fragment / Restzahnsubstanz besser, der Klebespalt deutlich geringer. Aber ich gehe davon aus, daß, sofern keine Getränkeflasche dazwischenkommt, die vorhandene Klebung wieder einige Jahre halten wird.

Top 2009 (5) SOS Zahnbox

von Hans – Willi Herrmann

Kennen Sie den Dentosafe ?

Dieses Döschen für avulsierte Zähne oder Zahnfragmente, dass dem Zahn eine höhere Wiedereingliederungschance ermöglicht.

Natürlich kennen Sie das. So wie ich auch. Gibt´s ja schon länger.

Und ? Haben Sie welche in der Praxis ? Für den Fall, dass mal ein Unfallpatient in der Tür steht, mit seinem Zahn in der Hand ?

Also ich hatte bis letztes Jahr nichts Derartiges in petto. Nicht, dass ich es nicht gewollt hätte. 
Ich wollte schon. Aber ich hatte keine Bezugsadresse. Nur die Info, dass es sowas in der  Apotheke geben soll. In unserer nicht. Also gut, ich hätte es ordern können, aber wie das so ist, man will gleich morgen damit anfangen. Oder übermorgen. Mit dem Freizeitsport, will mehr Zeit mit der Familie verbringen. Vielleicht auch mit dem Rauchen aufhören. Und tut es dann doch nicht. Ich bin nie in die Apotheke gegangen, habe nie zum Telefonhörer gegriffen. War immer was anderes, kam immer was dazwischen, vergessen, nicht dran gedacht.

Seit einiger Zeit gibt es nun die Miradent SOS Zahnbox. Keine Ahnung, ob die besser oder schlechter ist als der Dentosafe, aber sie hatte für mich einen entscheidenden Vorteil. Ich wusste, wo ich sie bestellen konnte. Bei Hager und Werken. Über mein Dentaldepot.

Ich orderte. Und spendete ein paar der Boxen der Schule meiner Tochter. Die kam im Sommer letzten Jahres in die 5. Klasse. Sportgymnasium. Jeden Tag Sport. Und damit besteht ein potentielles Risiko für Zahnunfälle.

Dann der erste Klassenausflug. Zwei Tage ins Landschulheim, einer Jahrhunderte alten Burg abseits vom Schuss. 
Ausflug vielleicht das falsche Wort für einen 23 Kilometer Fussmarsch bei brütender Hitze querfeldein, ohne Hilfe, nur mit Karte und Kompass. Warum macht man so was ? Das schweisst die Klassengemeinschaft zusammen.

Das Resultat ? Am Ende des Tages belagert eine hitzegeschwächte Truppe die Aussenanlage des mittelalterlichen Schlosses, dass als Refugium dient. Alle haben Durst und Hunger. Mit dem Vater einer Klassenkameradin, wir sind ein gutes Team,  stelle ich am Grill das Abendessen der Kinder sicher. Die Meute stürmt derweil die Spielanlagen.

Plötzlich lautes Geschrei und Weinen. Ein Kind war beim Schaukeln auf der grossen Holzwippe verunfallt. Das Kinn geprellt, die Frontzähne ebenfalls. Herzzerreissendes Weinen, das mir mitten ins Herz geht. Weil ich dieses Weinen genau kenne. Es ist meine Tochter, die den Unfall hatte. Gott sei Dank ist nichts Ernsthaftes passiert. Aber, was wenn ? In der unbekannten Einöde, der nächste Zahnarzt vielleicht weit weg. Die SOS – Zahnbox, meiner Tochter nebst detailierter Anweisung in den Rucksack gepackt, wäre Retter in der Not gewesen.

Heute empfehle ich die  SOS Zahnbox unseren Patienten für ihre Kinder.

Und ich werde das Kontingent für die Schule aufstocken. Man weiss nie, wofür es gut ist und unverhofft kommt oft.

Fläschchen können (Zahn-)Leben retten!

von Jörg Schröder

Die diesjährige Jahrestagung der schweizerischen Gesellschaft für Endodontie (SSE) fand am 16. und 17. Januar in Basel statt. Auf dem mit 400 Teilnehmern sehr gut besuchten Kongress war  der Vortrag von Andreas Filippi mein persönliches Highlight.
 
Er  stellte in seiner sehr praxisorientierten Präsentation die ART (Antiresorptive und Regenerative Therapie) des Zahnunfall-Zentrums der Universität Basel vor. Er wies insbesondere darauf hin, dass die parodontale Schädigung avulsierter, intrudierter oder palatinal dislozierter Zähne der für das Überleben des Zahns bestimmende Faktor ist, da eine ausbleibende oder inadäquate Therapie der parodontalen Verletzung das Risiko von resorptiven Prozessen stark erhöht. 
Zu den Säulen der ART gehören :
1. Die Verbreitung der Zahnrettungsbox/Dento Safe  in der Öffentlichkeit. 80% der Zahnunfälle ereignen sich in Schulen oder Sportvereinen.
Eine Stationierung der kleinen Fläschchen in diesen Institutionen verkürzt die Rettungskette erheblich. Die Handhabung ist denkbar einfach (Flasche auf, Zahn rein) und kann von jedem Laien problemlos durchgeführt werden. Die Flasche enthält eine Nährstofflösung, die das Überleben parodontaler Zellen für 24 h ermöglicht. Die Haltbarkeit der Lösung beträgt 3 Jahre. Die Zahnrettungsbox kann für ca. 20 € in jeder Apotheke bestellt werden.

2. „Regeneration“ der parodontalen Zellen. Nach „Eintreffen“ des Zahns in der Praxis soll dieser insgesamt mindestens 30 Minuten in der Zahnrettungsbox lagern. Zwischenzeitlich erfolgen klinische und röntgenologische Untersuchung, Diagnose und z.B. das vorsichtige Entfernen des Koagulums aus der Alveole.

3. Tetracyclin, systemische Anwendung:  Doxycyclin  für 7-10 Tage. Als ungefährerer Anhaltspunkt dient folgende Vorgabe: Kinder erste Gabe 100mg, dann täglich 50 mg, Erwachsene 1 Tag 200mg, dann täglich 100mg als Erhaltungsdosis. Die Bakterien teilen sich alle 20 Minuten daher soll die erste Gabe Doxycyclin mindestens innerhalb der ersten 3 h nach Replantation erfolgen !

4. Tetracyclin, topische Anwendung:  Tetracyclin hat einen antiresorptiven Effekt. Die Apotheke des Vertrauens ist in der Lage,  1mg Tetracyclin in kleine Kapseln abzufüllen. Der Inhalt einer Kapsel wird in ein steriles Gefäss/Schale mit  20 ml steriler Kochsalzlösung gegeben und in Lösung gebracht. Der Zahn wird 5 Minuten lang, kurz vor der Replantation in diese Lösung eingelegt. Der Effekt auf Zähne ohne abgeschlossenes Wurzelwachstum ist enorm: Ohne topische Tetracyclinanwendung revaskularisieren 30% dieser Zähne; mit Tetrycyclin sind es 60%!

5. Emdogain®:  Durch Emdogain heilen Zementdefekte und Zementoblastenschäden besser! Es bildet sich azelluläres Wurzelzement.

6. Steroide: topische Anwendung am Zahn. Osteoklasten werden durch Steoride inhibiert . Die Dosierung beträgt 40 μg Dexamethason/ml Flüssigkeit.

Die Abfolge ist :  1. 15 Minuten in Steroidlösung, 2.  5 Minuten in Tetracyclinlösung, 3. Emdogain®-Applikation. 4. Replantation
Um den Ablauf in der Praxis im Notfall zu vereinfachen, habe ich das Vorgehen bei traumatischen Zahnschäden, nach Verletzungsart unterteilt, auf laminierten Flowcharts festgehalten. So kann selbst im grössten Stress das Richtige zur richtigen Zeit getan werden. 
Übrigens: im Hockeyclub meiner Tochter habe ich bereits DentoSafes gespendet, ebenso in der Schule und im Hort.
Denn dieses Fläschchen kann Zahn-Leben retten.