von Hans – Willi Herrmann
Wenn ich innerhalb Deutschlands als Referent zu Fortbildungen muss, dann fahre ich, wenn möglich, mit der Bahn.
Wenn möglich – heißt, dass der Zeitbedarf den der Anreise via Flugzeug nicht deutlich überschreitet. Bis nach München oder Hamburg spart man in der Regel mit dem Flieger, wenn überhaupt, nur wenig Zeit. Lediglich nach Berlin oder Dresden macht für mich das Fliegen Sinn.
Merkwürdige Welt.
Mittlerweile ist Fliegen oft günstiger als Bahnfahren.
Zumindest solange man keine Bahncard 50 besitzt.
Ich habe seit ein paar Jahren diese Bahncard. Sie kostet 482 Euro. Privat nutze ich diese Card eigentlich nicht, mit der Familie bin ich fast ausschließlich mit dem Auto unterwegs. Für die Institutionen, in deren Auftrag ich Fortbildungen halte, lohnt sich die Karte aber auf jeden Fall.
Neulich war in Erfurt. Die Bahnfahrt kostete dank Bahncard 50 117 Euro. Anteilsmäßig habe ich 25 Euro für die Bahncard in Rechnung gestellt. Macht eine Kostenersparnis für die Landeszahnärztekammer von 92 Euro gegenüber dem regulären Preis. Leider sieht sich die Kammer ausserstande, den 25 Euro- Kostenanteil zu übernehmen.
Haben Sie sich schon gedacht ?
Dann wissen Sie ja auch, was die Konsequenz für mich ist. Das Kündigungschreiben an die Bahn ist soeben raus (hilfreich hierbei war die Internet – Seite Aboalarm, denn die Homepage der DB gibt sich hinsichtlich Kündigungsmöglichkeiten sehr zugeknöpft).
Leider ein paar Tage zu spät, das Bahncard -Abo verlängert sich automatisch bis September 2013.
Bis dahin werde ich nun vorab jedesmal anfragen, ob ich die Bahncard einsetzen soll oder nicht.
Mal sehen, ob die Landeszahnärztekammer Thüringen ein Einzelfall bleibt oder ob sich noch mehr Institutionen ausserstande sehen, eine für ihre Mitglieder und Kunden kostensparende Lösung einzugehen.
