Danke Marcus, Nils, Stephan, Andras 20200131

Zwei Fragmententfernungsfälle von heute, wie sie unterschiedlicher nicht sein können, wenn man davon absieht, dass es sich in beiden Fällen um sehr lange Fragmente handelt.

Fall 1

Fragmente

Zahn 47, neue Krone, nach Eingliederung mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung Schmerzen. Endo durch den Hauszahnarzt, dabei Fraktur eines sehr großen, sehr langen maschinellen Aufbereitungsinstrumentes. Es ragt (einen Hauch) in die Kavität hinein, die Entfernung gelingt in unseren Händen sehr einfach. Alle freuen sich, der Patient zahlt dennoch das Honorar für die Fragmententfernung bis heute, dem WF- Termin,  nicht und bittet um Stellungnahme. Seine private Krankenversicherung halte die Fragmententfernung für einen Teil der Wurzelkanalaufbereitung, das Honorar sei demnach nicht gerechtfertigt.

Heute fand die WF statt.

 

 

Fall 2

Zahn 17, gekrümmte Wurzel, das Fragment liegt hinter der Kurvatur, ein extrem enger Wurzelkanal. Es dauert rund eine Stunde, bis wir es soweit freilegen können, dass der Fragremover (in diesem Falle die Variante von Andras Csögor) zum Einsatz kommen kann. Nachdem die Schlinge umgelegt werden kann, gelingt die Extraktion auf Anhieb. Getanzt, diese Anmerkung sei für alle Teilnehmer von Terauchi – Kursen angefügt, hat hier im Übrigen gar nix. Und das extrem festsitzende Fragment war so dünn, das über jeglichem Kontakt mit Ultraschall immer das Damoklesschwert der ermüdungsbedingten Fraktur im Raum stand.

Umso erfreulicher das Ergebnis der Fragmententfernung wie auch der Aufbereitung des Kanals bis hin zu einer Wave One Gold 35.

 

 

4 Gedanken zu „Danke Marcus, Nils, Stephan, Andras 20200131

  1. Hallo HaWi,

    Danke für die schönen Fälle.
    Welche Draht/Kanüle – Kombinationen hast du bei den Fällen gewählt?

    Zu der Versicherungsgeschichte: das ist unter aller Sau. Wird die Fragmententfernung nicht zur „Privatleistung“, die der Patient selber zahlen muss, wenn es die Versicherung nicht übernimmt? Ich meine, du machst deine Arbeit und stellst eine Honorarnote aus… ob sie die Versicherung, der Patient, seine Schwiegermutter oder der Osterhase zahlt muss Dich letztendlich nicht mehr interessieren.

    • Selbstverständlich muss der Patient die Fragmententfernung zahlen. Das er aber alleine schon mir den entsprechenden Betrag vorenthält und eine Stellungnahme für seine Versicherung einfordert ist ein Unding! Wenn er wenigstens gezahlt hätte und dann um Unterstützung gebeten hätte, die hätte ich ihm selbstverständlich gerne gewährt, aber umgekehrt ????

  2. Hallo Hawi,

    Welche drahtstärken hast du verwendet? Ich würde auf 0,15mm oder 0,1mm tippen.

    Gruß Georg

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