Urlaub !

Wohl noch nie habe ich den Urlaub so sehr herbei gesehnt, wie dieses Jahr.
Ich brauche dringend diese Auszeit. Vielleicht liegt es am zunehmenden Lebensalter.

In diesem Jahr war es, wie vor Corona. Jede Woche akute Schmerzfälle, die eine kurzfristige Ausdehnung der Behandlungszeiten erforderten, bzw. Umbestellen schmerzfreier Patienten um notwendige Schmerzbehandlungszeiten zu schaffen.
Es sind Fälle um die sich niemand schlägt und einiges an Behandlungszeit, bzw. Diagnostik bedürfen. Hier Schmerzfälle der letzten 14 Tage.


Zusätzlich kommt die Umstellung der Praxis auf komplett digitale Prozesse hinzu. (Dies läuft noch – besonders zu erwähnen ist, die fehlende Ergonomie in der Software.

Im Hygienebereich haben wir gerade gerade für zwei Siegelnahtfestigkeitstests 235,62 Euro bezahlt…
Das entspricht der Gebühr für eine Wurzelkanalaufbereitung eines Zahnes mit Kanälen im 3,5 fach Satz. Dazu wurde uns gesagt, daß ist ein Sonderpreis…
Verhähltnissmäßigkeit hat offensichtlich auch eine Inflation.

Der schönste Dank sind Patienten, die unsere Arbeit und Engagement würdigen.
Das bereitet im Praxisalltag Freude und lässt einen viele Dinge verdrängen…
Also dann bis September in hoffentlich alter Frische.

Ich bin dann mal weg…


Urlaub? – Urlaub!

von Christian Danzl

Es war immer schon so, und es wird immer so bleiben. Wenn die Sommerferien in einigen Bundesländern vorbei sind, gehen die in Bayern erst los.

Während die Kollegen von Wurzelspitze schon wieder hinter dem Mikroskop sitzen, habe ich mich gerade von meinem gelöst….

Die einen fahren in die Alpen zum Urlaub machen, die anderen wohnen und arbeiten da.

Die „Hausberge“ von Bad Reichenhall, Hochstaufen, Zwiesel, Predigtstuhl und das Lattengebirge laden wieder mal ein, erzwungen zu werden.

Eine kleine Tour zum Einstieg, auch gut mit Kindern zu erklimmen, ist der dem Predigtstuhl vorgelagerte Dötzenkopf. Er ist in gut einer Stunde zu besteigen und bietet eine schöne Aussicht auf Bad Reichenhall und auch nach Salzburg.

Globuli

von Knic Soman

Die Patientin kam im April 2009 mit starken Zahnschmerzen zu mir.
Sie musste ihren Afrika-Urlaub früher abbrechen, sie hatte es vor Schmerzen nicht mehr ausgehalten.

Ihr Mann, ein alter Freund von mir, wir hatten uns seit Jahren nicht mehr gesehen.
Nun rief er an. Samstags abends. Und fragte, ob er mit seiner Frau bei mir vorbeikommen könne, da die Zahnschmerzen unerträglich seien.

Wir trafen uns in der Praxis.
Die Patientin  war in der Woche vor dem Urlaub wegen bereits vorhandener Beschwerden zu ihrem Hauszahnarzt gegangen.
Dieser trepanierte den Zahn 22, ohne ein Röntgenbild anzufertigen. Und liess den Zahn offen.
Die Schmerzen hielten weiter an, darauf hin trepanierte der Hauszahnarzt den Zahn 21.
Auch dieser wurde  offen gelassen.

Als ich an jenen Samstagabend die Patientin zu ersten Mal sah (sie hatte eine Anreise von ca. 150 km hinter sich) fand ich zwei trepanierte, unverschlossene Zähne vor mit, salopp ausgedrückt, „reichlich Schmodder drin“.

Ich bereitete beide Zähne auf und machte eine medikamentöse Einlage mit CaOH2, die für einen Monat belassen wurde.
Dann folgte im Mai – die  Patientin war nach unserer Erstbehandlung schmerzfrei und blieb es –  die WF.

Februar 2010.

Die  Familie kam zur Routinekontrolle wieder und ich fertigte ein neues Röntgenbild von 21 und 22 an.
Und es hat mich sehr gefreut, dass im Röntgenbild  eine klare Heilungstendenz nach relativ überschaubarer Zeit bei so einem doch größeren Knochendefekt  zu sehen war.

Um so härter und unerwartet traf mich die Reaktion der Patientin, als ich ihr das Röntgenbild zeigte:  „Puuh, da bin ich aber froh, dass mir meine Heilpraktikerin die richtigen Globuli gegeben hat.“
Hatte ich richtig gehört ? Ich fragte nach. „Wie meinen Sie das ?“

Die Antwort: „Ich bin sicher, dass es ohne die Globuli niemals so geworden wäre!“

Canon D 10 – Der König ist tot! Es lebe der König! (3)

von Christian Danzl

Eine wasserdichte Kamera hat nicht nur in der Zahnarztpraxis Vorteile. Auch im Urlaub wäre dieses Feature sinnvoll, besonders, wenn dieser sich am oder im Wasser abspielt.

Nachfolgend ein Urlaubs -Check

Pro:

  • klein und leicht, zumindest für jemand der sonst immer mit DSLR und verschiedenen Objektiven unterwegs ist
  • wasserdicht. Man braucht sich keine Gedanken zu machen, wenn man am Strand, auf dem Schiff oder im Regen unterwegs ist. In den Sand würde ich die Kamera aber nicht mitnehmen.
  • die Trageschlaufe kann man an allen 4 Ecken des Kamergehäuses festmachen, was beim Schnorcheln äußerst praktisch ist.
  • Bildstabilisator, großer Vorteil unter Wasser, wo das Licht sowieso weniger, die Blitzreichweite eingeschränkt ist und wo man meist keinen guten Halt hat

Contra

  • für die Hosentasche doch zu groß
  • Akkulaufzeit ist nicht berauschend
  • keine Standard – Akkus
  • Laden des Akkus nicht in der Kamera möglich
  • nur Vollautomatik-Programm, keine manuelle Einstellung oder Zeit- , Blendenautomatik
  • Videomodus max. in VGA-Auflösung
  • die kürzeste Brennweite mit 38mm Kleinbildäquivalent – in dieser Kameraklasse anscheinend immer noch Standard – ist  für Landschaftsaufnahmen oder Bilder in der Stadt  inakzeptabel

Alles in Allem eine digitale Kompaktkamera, die vollkommen in Ordnung ist, die aber – ausser der Wasserdichtigkeit – keinerlei Highlights zu bieten hat.

Die Bildqualität ist gut, aber von 12 Megapixel – speziell im Vergleich zur Sanyo E6 – hätte man sich mehr erwarten können. Der Makromodus mit Naheinstellgrenze von 4 cm ist ausreichend.

Da die Geschmäcker und Anforderungen unterschiedlich sind, hier noch ein paar Beispielfotos, so dass sich jeder selbst eine Meinung bilden kann.