interdentale Säuberung

von Christian Danzl

Dass Zähneputzen der Mundgesundheit zuträglich ist, hat sich schon weit (aber beileibe noch nicht überall) herumgesprochen.
Die regelmässige Säuberung der Interdentalbereiche ist aber immer noch ein Stiefkind der häuslichen Mundpflege. Aber wen wundert es?

  • Zahnseide ist nicht jedermanns Sache. Zu aufwändig, schwierig zu handhaben, oft blutet es bei der Anwendung, man braucht zwei Hände dafür, so dass man auch nichts nebenbei machen kann, wie beim Zähne putzen. Eine deutliche Erleichterung stellen sog. Flosser dar. Sie sind aber auch noch relativ unbekannt in der Bevölkerung.
  • Einfacher geht es mit Interdentalbürsten, sie funtkionieren – nach einer gewissen Lernzeit relativ gut, man tut sich bei größeren Zahnzwischenräumen allerdings leichter, als bei engeren.
  • Mundduschen sind auch eine umstrittene Sache. Einerseits ist der Strahl meist nicht stark genug um fest anhaftende Plaque zu entfernen, andererseits werden bei unzureichender Reinigung oft Algen in den wasserführenden Bereichen gezüchtet. Bei unsachgemässer Anwendung kann es auch dazu kommen, dass „flowing Plaque“ in eine Gingivatasche gespült wird und es dort zu Entzündungen kommen könnte.

Philips Sonicare bietet mit dem Air Floss ein Gerät zur Pflege der Zahnzwischenräume an, die, nicht wie eine Munddusche mit kontinuierlichem oder gepulstem Wasserstrahl, sondern mit einzelnen, starken Sprühstößen arbeitet. Bleibt man auf dem Auslöser, so wird ca. alle 2 Sekunden eine kleine Wassermenge mit hoher Geschwindigkeit ausgeworfen.
Die Auswurfgeschwindigkeit ist deutlich höher als bei einer normalen Munddusche. Man merkt es sehr schnell, wenn man die Zunge auf der Unterseite trifft, denn das ist unangenehm bis schmerzhaft. Ungebremst fliegt der Wassertropfen gute 4 m weit.

Eine Reinigungswirkung ist definitiv vorhanden, ob mit dem gebotenen Druck der Zahnzwischenraum frei von Plaque werden kann, und wie viele Anwendungen dazu benötigt werden, weiss ich nicht. Wir werden weiter testen.

Zeitlupenvideos des Auswurfs mit 600 und 1.200 fps.

Disclaimer:

Der Autor hat Sonicare Airfloss regulär im Handel erworben. Er hat keinerlei Zuwendungen von Philips Sonicare oder Dritten erhalten.

Putzen in Schallgeschwindigkeit

von Christian Danzl

Schon seit ich die erste Version der Sonicare Zahnbürste, die Advance, (damals noch nicht im Philips-Vertrieb) in Gebrauch hatte, war ich ein grosser Fan.
Die Schallzahnbürste vermittelte ein gutes Gefühl der „Sauberkeit“ nach dem Putzen.

Aber bei der ersten Sonicare ist es nicht geblieben. Es gesellten sich im Laufe der Zeit noch die Modelle Elite (2. Generation) und FlexCare (3. Generation) dazu. Auch eine Sonic Complete von Braun/Oral B gehört heute zum Inventar.

An anderer Stelle gesellte sich bei mir zu diversen Digital-Kameras auch die Casio EX-F1 hinzu. Da diese Kamera die Möglichkeit bietet Hochgeschwindigkeitsaufnahmen mit bis zu 1.200 fps zu machen, habe ich das Schwingverhalten der Schall-Zahnbürsten mit 1.200 fps gefilmt.

Ergebnis: Den besten „Durchzug“ hatte die 2. Generation (Elite) der Sonicare, gefolgt von Sonicare 3 und Sonic Complete. Die Advance (1. Generation) konnte ich leider nicht mehr filmen, da der Akku schon verschlissen war, Bürstenköpfe sind aber noch verfügbar)

Die Pulsar von OralB war außer Konkurrenz dabei. Sie kann man als Handzahnbürste mit „etwas Vibration“, die etwa ein 10tel einer Sonicare kostet aber auch nicht direkt mit den Schallschwingern vergleichen.

Mein Favorit ist und bleibt die Sonicare/Philips der 2. Generation.