von Olaf Löffler
Über die Abdichtung der Kavitätenränder vor einer Füllungstherapie wurde bereits hier geschrieben.
Passend dazu hier ein Beispiel, wie man dies mit Teflonband unter Verwendung von Garrisonmatritzen umsetzen kann.
von Olaf Löffler
Über die Abdichtung der Kavitätenränder vor einer Füllungstherapie wurde bereits hier geschrieben.
Passend dazu hier ein Beispiel, wie man dies mit Teflonband unter Verwendung von Garrisonmatritzen umsetzen kann.
von Donald Becker
Erinnern Sie sich noch an diesen Fall ?
Der Patient mit dem nicht erhaltungsfähigen Zahn 33, dem Zahn, der als Sofortmaßnahme nach Extraktion adhäsiv wiederbefestigt wurde.
Der Patient war am Freitag im Rahmen eines Routinetermins in der Praxis, 22 Monate nach Akutversorgung.
Der Zahn 33 ist immer noch in Position, die Brücke voll belastbar.
Der Patient ist informiert darüber, dass sich dies jederzeit ändern kann, aber im Moment gilt, wie in der Käfer – Werbung: „Und läuft und läuft und läuft…“
von Olaf Löffler
Durch den Einsatz vergrößernder Systeme in der zahnmedizinischen Behandlung werden in der Regel neue, feinere Instrumente und Applikationshilfen benötigt. Diese sollen das Sichtfeld nicht einschränken und dabei ein punktgenaues Applizieren ermöglichen.
Im Rahmen der Adhäsivtechnik wird in meiner Praxis oft mit Flowmaterialien in der initialen Defektdeckung gearbeitet. Diese lassen sich durch Injektionstechniken mittels Kanülen extrem genau plazieren. Die Hersteller der Produkte haben jedoch seltenst die entsprechenden Kanülen parat.
Die Suche nach entsprechenden Applikationshilfen gestaltet sich sehr zeitraubend und zieht sich mitunter über viele Monate hin.
Für die Verarbeitung von Tetric Flow wird in unserer Praxis eine Kanüle mit dem Durchmesser 0,4 mm verwandt. Diese sollte eine Länge von mindestens 2 cm haben und biegbar sein. Die entsprechende Kanüle habe ich im Sortiment der Firma Voco gefunden. Damit lassen sich Problemlos alle Bereiche einer Kavität erreichen und das Material kann mit relativ wenig Druck eingebracht werden.
von Donald Becker
Ein Fall in Bildern.
Der Patient, männlich, Mitte 40.
Ein Eckzahn 33, der seit längerem Lockerungsgrad 3 aufweist und offensichtlich elongiert ist.
Massiver Knochenabbau um den gesamten Zahn 33 herum.
Taschentiefen von teilweise über 10 mm.
Der Zahn ist nicht erhaltungsfähig, dass ist selbst dem Patienten klar, der Zahn muss entfernt werden.
Die Frage ist nur, wie dem Patienten die Übergangszeit bis zum definitiven Lückenschluss so wenig unangenehm wie möglich zu gestalten.
Der Patient möchte keine herausnehmbare provisorische Prothese und er möchte nicht mit einer Zahnlücke die Praxis verlassen.
Im vorliegenden Fall wurde folgende Vorgehensweise gewählt:
von Stefan Verch
Adhäsives Zementieren im Hinblick auf Bondingsysteme: Meine Empfehlungen.
2. Indirekte Restaurationen – Vollkeramik
Veneers setze ich mit lichthärtenden Flowkompositen (Tetric Flow) ein.
Tiefere Onlayversorgungen aus Sinterkeramik oder Empress setze ich adhäsiv mit dualhärtenden Kompositzementen ein ( Rely X ARC , ohne Amine und „vergilbt“ daher nicht mit der Zeit).
In beiden Fällen benutze ich Syntac Classic, das ein Adhäsivsystem der Dinosaurierklasse ist, aber weiterhin Goldstandard bietet.
Zudem ist es sehr gut geeignet, wenn man das Adhäsiv VOR dem Zementieren aushärten will. Dies hat den Vorteil, daß man die Schrumpfung schon vorher abschließen kann in der Hybridschicht und die Kavität provisorisch herkömmlich versorgen kann.
Durch die Sandstrahlung und Pulverstrahlung erfolgt zudem eine Reinigung der Kavität, so daß die Klebung auf sauberem, nicht kontaminiertem Dentin erfolgt.
Ätzen und Vorbereitung der Kavität ist daher entsprechend dem obigen Vorgehen – aber Vorsicht beim Sandstrahlen! Dies sollte sehr, sehr kurz pro Fläche erfolgen.
Am besten sieht man die richtige Vorgehensweise, wenn man adhäsive Unterfüllungen/Aufbauflächen sehr präzise von visuell „glatt mit Finierspuren“ in visuell „matt ohne Finierspuren“ überführt.
So erreicht man eine optimale Anrauhung und Säuberung der Kompositflächen UND des verunreinigten Dentins. Passungsprobleme ergeben sich nicht, auch wenn man natürlich auch die Ränder anrauht und dort kleine Ungenauigkeiten erzeugt. Ich messe dem Säubern eine größere Bedeutung bei.
Das Befeuchten ist obigen Vorgehen analog.
Primerauftrag ( auch hier wird mittels Microbrush gezielt und nicht pfützenbildend, sondern präzise glanzbildend auf all e Kavitätenflächen aufgetragen; dadurch vermeidet man die Benetzung kavitätenferner Dentinwände, auf die der Dualzement ansonsten ggf. haften könnte )und Einwirkung (30 sec!) entsprechen dem obigen Vorgehen, die Verdunstung des acetonhaltigen Syntac – Primers ist jedoch einfacher.
Die Zwischenstufe des dreistufigen Syntac , das Adhäsiv in der weißen Flasche, wird ebenso aufgetragen und nach 30 Sekunden analog vom Lösungsmittel befreit.
Vor dem Bonding ist die Kavität überall glänzend (das Adhäsiv bringt im Gegensatz zum Primer eine glänzende Schicht nach der Lösungsmittelverblasung)und die Finierspuren im Dentin sind im Profil zu erkennen.
Das Bonding wird genauso präzise, dünn und gezielt (kein Bonding über die Präpgrenze!!) aufgetragen und nach dem Verblasen (Puster und kleiner Sauger) eventueller zu dicker Auftragsstellen (wo man die Finierspuren nicht mehr sieht)schließlich kontrolliert, ob alle Stellen der Kavität glänzen, aber keine Pfützen aufweisen. Die Finierspuren im Dentin müssen als Profil zu sehen sein! Dann kann die Kavität lichtgehärtet werden.
Es kam noch nie zu einem Passungsproblem durch einen zu dicken Bondingfilm!
Nach dem separaten Lichthärten wird der dual härtende Zement oder der lichthärtende Zement mit der Restauration eingesetzt; auch die rein chemisch aushärtenden Gruppen des Dualzementes finden Bindungen zu den nicht ausgehärteten Molekülen der Inhibitionsschicht des Syntac classic. Zudem erreicht man heutzutage mit guten LED Aushärtungsgeräten fast alle Bereiche der Kavität durch langangesetzte Aushärtezeiten und Lichtfortleitung; dadurch ist eine zusätzliche Lichtaushärtung möglich.