Hier und hier berichteten wir über diesen Fall. Die junge Patientin konnten wir nun über 10 Jahre in unserem Recall begleiten.
Der Zustand zeigte sich stabil, bis vor 2 Jahren ein neuer Unfall geschah. Der Zahn 21 bekam während eines Umzugs einen Schlag von einem hochkant stehenden Sofa, welches umkippte… Danach hatte die Patientin Beschwerden im Bereich des gebrochenen Zahnfragmentes labial subgingival. Klinisch zeigte sich eine Exsudation aus diesem Bereich mit Rötung und dezenter Schwellung.
Im klinisch mikrochirurgischem Eingriff konnte ein weiteres fakturiertes Stück Wurzeldentin entfernt werden und adhäsiv repariert werden. Leider war damit einhergehend ein weiterer Verlust an Papillenhöhe 21/11.
Nächste Woche Mittwoch 20 Uhr ist es soweit. Der 2. WURZELSPITZE Plus Live Talk in diesem Jahr findet statt.
Hier die Themen:
Sebastian Stein zeigt in seiner Fallpräsentation den Versuch, einen Zahn 46 mit jahrelanger unterschiedlich ausgeprägter Schmerzsymptomatik und Fistelungen per Revisionsbehandlung zu erhalten. Prognostisch schwierig erwiesen sich hierbei nicht nur die ausgeprägte apikale Beherdung, sondern auch die weit vorangeschrittene progressive entzündliche Resorption der distalen Wurzel.
Antonio Renatus präsentiert uns das Benex – System. Einfach, schnell und sicher für eine minimalinvasive Zahnextraktion. Er zeigt die Anwendung an Hand kariös zerstörter und frakturierter Zähne. Dabei eigentlich sich das System nicht nur als Grundlage einer nachfolgenden Implantation, sondern auch im Sinne ultimativer Zahnerhaltungsversuche.
Und – sofern die Zeit es zulässt – geht es in meiner Literaturvorstellung um eines der Meilensteine meiner fachspezifischen Bibliothek. Ein zahnmedizinisches Buch, das mich bis heute inspiriert und motiviert, obwohl es schon 1985 geschrieben wurde und zu einem nicht unerheblichen Teil die Zeit vor dem 2. Weltkrieg abhandelt. Es ist aktueller denn je!
Neben der hohen Qualität und der sehr starken klinischen Relevanz der Hauptvorträge (und hier waren nicht nur die üblichen Verdächtigen eingeladen) hat mich besonders der extrem freundschaftliche und respektvolle Umgang der Mitglieder untereinander beeindruckt .
Begünstigt wird dies sicher auch ein wenig durch den Umstand, dass es nur 470 Mitglieder sind, die miteinander umgehen müssen. Aber die brennen wirklich fast alle für Endodontie.
Das war besonders am Samstag zu merken, wo ein, wie ich finde, sehr interessantes Format als einziger Programmpunkt stattfand. Klinische Fallpräsentationen der Mitglieder.
Die Qualität der gezeigten Behandlungen? Herausragend. Von der Dekompression, über Dens invaginatus (die Behandlung desselben wurde an einem zuvor anhand des DVT im 3D-Drucker erstellten Modell geprobt) bis hin zu wirklich anspruchsvollen mikrochirurgischen Fällen war alles vertreten.
Bild des 3-D-gedruckten Zahnes
Von 9.00h-10.30h und von 11.00 bis 13.00 Uhr gab es für jede Fallvorstellung 5 Minuten und anschliessend 10 Minuten Diskussion. Für einen mit Literatur und ausführlicher Erläuterung der klinischen und radiologischen Befunde gespickten Fallbericht keine wirklich allzu lange Zeit, wie ich selbst am eigenen Leib erfahren durfte.
Noch nie habe ich in einer Diskussion in einem Kongress derart klar ausgesprochene, jedoch immer konstruktive Kritik erlebt, wie in Saint Malo. Dabei blieben alle immer respektvoll. Und freundlich. Eine geradezu familiäre Atmosphäre. Es ging um die Sache und das Persönliche stand hintenan.
Die Hauptvorträge drehten sich um den Sinus maxillaris und chirurgische Endodontie. Jérôme DeLattre, ein HNO-Kollege, brachte uns den Sinus näher. Endoskopische Videos zeigten eindrucksvoll, wie es im Inneren aussieht.
Roderick Tataryn aus den USA zeigte anhand vieler klinischer Fälle den gegenwärtigen Stand endodontischer Mikrochirurgie. Gestochen scharfe 3-D-Rekonstruktionen und exzellent ausgeführte apikale Chirurgie waren die Highlights seines Vortrages.
Und dann kam Byron Tvisos. Statisch und dynamisch geführte retrograde Chirurgie, die diese Behandlungen auf ein neues Niveau bringen. Schnell und extrem sicher. Interessant dabei, dass Byron nach Mobilisierung des Mukoperiostlappens die Reduktion des bukkalen Knochens und die Resektion mit einem Trepanbohrer in einem Arbeitsschrittund nicht mit einer Fräse ausführt. In einem Zug. Mit Tiefenanschlag. Eine, wie ich finde, überlegenswerte Vorgehensweise.
Nicola Grande und Gianluca Plotino rundeten den ersten Tag ab und zeigten, wie intentionelle Implantationen genutzt werden können, um komplexe endodontische Herausforderungen zu vereinfachen. Die Wurzelspitze wird um 2-3 mm gekürzt. Die retrograde Präparation erfolgt aus Zeitgründen (der extrahierte Zahn sollte nach 10 Minuten wieder replantiert sein) mit einem diamantierten rotierenden Instrument. Sind die unteren 3 mm retrograd gefüllt, erfolgt die Reposition und die Schienung. Der koronale Teil der Aufbereitung erfolgt dann 2 Wochen später, wenn die Schienung entfernt wird. Bei tiefen kariösen Defekten wird der okklusale Zahnanteil reduziert und der Zahn koronal versetzt reponiert und geschient.
Am Donnerstag Abend fand die wohl aussergewöhnlichste Mitgliederversammlung statt, die man sich vorstellen kann. In der Produktionshalle des Austernfischers, der 2022 die Medaille d’Or in Cancale gewonnen hat, wurde von Präsident und Schatzmeister, auf einer Bierbank stehend, Rechenschaft über die vergangenen 2 Jahre abgelegt. Dann begann die Verkostung. ;)
Mitgliederversammlung SFE 2022Austern aus CancaleBlick aus dem KongresszentrumStrand vor dem KongresszentrumLunch am Strand
Nächstes Jahr wir die Jahrestagung in Lyon stattfinden. Ob ich hinfahren werde? Mais bien sûr!
Jeder von uns kennt sie, jeder von uns muss mit Ihnen umgehen, aber wie am besten ? Die Rede ist von den fordernden Patienten.
Darüber möchte ich hier sprechen und von Ihnen, geneigte Leserinnen und Leser, hören – Was sind eure nachhaltig in Erinnerung gebliebenen Erfahrungen mit einem Patienten, einer Patientin dieses Persönlichkeits-Typs ?
Schreibt eure Geschichten in die Kommentare ! So entsteht hoffentlich im Laufe der Zeit ein buntes Kaleidoskop der Annekdoten und im Dialog ergeben sich vielleicht auch wertvolle Tipps, wie man sinnvollerweise mit solchen Situationen umgeht.
Der konkrete Anlass ? Donnerstag von 8:30 Uhr bis 1000 Uhr ist unser wöchentliches Team-Meeting. Die Praxistür ist verschlossen. An der verschlossenen Tür hängt – unübersehbar ein Schild: Wegen einer praxisinternen Fortbildung ist unsere Praxis heute erst ab 10Uhr geöffnet.
9 Uhr.
Es klingelt. Nachhaltig.
Vielleicht der Postbote ? Eine Lieferung für die Praxis?
Nein, es ist ein Patientin, die unangemeldet sich eingefunden hat.
Sie bräuchte sofort einen Termin. SOFORT.
Zur Behandlung. Heute noch. Sie hätte starke Schmerzen. Ihre Hauszahnärztin habe sie geschickt. Sie solle hierherkommen. „Aber wenn sieheute keinen Termin bekäme, DANN ginge sie in die Schmerzklinik!“ Welche Schmerzklinik? Vielleicht das MVZ, in dem die Endos vom Spezialisten ohne Kofferdam durchgeführt werden ? Ich bin gewillt zu sagen, „Prima! Nur zu!“ Aber – die Überweiserin ist eine unserer guten Zuweisern. Und wir möchten ja helfen. Unseren Zuweisern und den Patienten.
Wie werden helfen. Natürlich müssen wir improvisieren. Freie Vakanzen haben wir keine, heute schon belegt durch einen Traumafall – 8 jähriger Junge. OK- Schneidezahn dekapitiert.
Wir bestellen die Patientin für um 11 Uhr ein. Eine Viertelstunde zwischen 2 Behandlungen, die für die Dokumentation freigehalten ist, wird zweckentfremdet, sie sollte reichen zur Schmerzdiagnostik. Alles andere wird sich dann ergeben.
„Um 11 Uhr also ?“ Ob wir nicht wenigstens ein Röntgenbild machen können, deshalb habe die Überweiserin sie ja schließlich hergeschickt. „Die habe im Übrigen eine Menge Röntgenbilder geschickt, ob die schon angekommen seien?“
Wir schauen nach. Ob der Menge der Röntgenbilder. Es sind 2. Zwei. Zwei Zahnfilme. Die fast das gleiche zeigen, Zahn 36 und Zahn 37.
„Das Röntgenbild ? Machen wir. Um 11, im Rahmen der Schmerzdiagnostik.“
5 Minuten später, als ich schon dachte, nun meine Behandlung in Ruhe durchführen zu können, kommt meine Assistentin aus der Anmeldung ins Behandlungszimmer. „Die Patientin fragt, ob sie eine Ibuprofen nehmen könne.“ „Klar, kann sie“, antworte ich. Draussen höre ich die Patientin fragen: Könnte ich von Ihnen eine Ibuprofen haben ?“
11 Uhr. Bei der Untersuchung frage ich: Wie stark auf einer Skala von 0- 10 sind die Schmerzen ? „Also – wenn sie da sind, dann 10. Die Schmerzen sind zeitweilig, sie kommen und gehen.“ Und im Moment ? „Sind sie weg“. Aha. Denke ich. Wann sind die Schmerzen denn zum ersten Mal aufgetaucht ? „Ich mache ja schon eine ganze Zeit damit rum, weil erst war da eine alte Brücke …es folgt eine 2 minütige Krankengeschichte, ihren ZE betreffend. „…und so richtig stark waren die Schmerzen zum ersten Mal heute Nacht!“
Es folgen die klinischen Tests. „Als Erstes werde ich vorsichtig auf die Zähne klopfen. Um herauszufinden, welcher Zahn für die Beschwerden verantwortlich ist. Die Patientin vermutet den letzten Zahn, aber die Schmerzen ziehen zum Kinn und bis in den Nacken.
„Ich dachte, Sie wollten ein Röntgenbild machen. Ein besonderes Röntgenbild, deshalb hat meine Hauszahnärztin mich doch hergeschickt!“ „Machen wir, zu gegebener Zeit, erst möchte ich mir die Situation aber mal im Mund anschauen. Das Klopfen auf die Zähne ist zwar verhältnismäßig unspektakulär im Vergleich zu einem 3D- Röntgenbild, aber trotzdem ein ganz ganz wichtiges Hilfsmittel!“
Der wertvollste Tipp für den Klopftest. liebe Kolleginnen und Kollegen? Zunächst nur ganz sachte klopfen. Und – immer mit einem Zahn anfangen, der garantiert nicht die Schmerzursache ist.
Ich beginne mit dem füllungs- und kariesfreien Zahn 33. Ich klopfe sanft. Und die Patientin dreht blitzartig mit schmerzverzerrtem Gesicht den Kopf weg. Es folgt ruhig ein vertrauensbildender 2 minütiger Vortrag, warum es wichtig ist, als Patient fein zu differenzieren, falls möglich, um Hinweise zu geben, welcher Zahn denn als Schmerzauslöser in Frage kommen könnte.
Der Kopf wird nun nicht mehr weggedreht. Allerdings sind Zahn 33 (der füllungsfreie), Zahn 34, Zahn 36 und Zahn 37 klopfempfindlich. Am stärksten 33 und 37. 37 reagiert immerhin eindeutig auf den Kältetest, 33 reagiert schwach.
Das DVT bringt auch kein eindeutiges Ergebnis. An 36 und 37 ist jeweils der PA – Spalt apikal etwas erweitert, an 36 mehr als an 37. Die Patientin hingegen ist sich sicher. Es ist der Zahn 37, der die Schmerzen verursacht.
Wir bestellen einen Nachmittagpatienten ab und die Patientin für 16 Uhr erneut ein. Es klappt, der Patient hat Verständnis und willigt ein. Mittlerweile sind mehr als 45 Minuten vergangen, der reguläre Patient, für 11 Uhr 15 einbestellt, wartet seit einer halben Stunde. Ich hasse das. Und weiss, ich werde nun bis zur Mittagspause um 14 Uhr meinem Zeitplan hinterherlaufen.
„Dann sehen wir uns um 16 Uhr!“ sage ich. Die Patientin antwortet: „Ja, und vielen Dank noch mal für Alles!“
Nein, sagt sich nicht. Sie sagt. „Ich hatte noch nie eine Wurzelkanalbehandlung. Können Sie mir sagen, was sie da machen ????“
Ich antworte in kurzen Sätzen und sage zu meiner Assistentin. Bitte gebt der Patientin unsere Informationsbroschüre. Da steht alles drin, zum Durchlesen. „Hat sie schon bekommen, gleich heute Morgen um 10 Uhr!“, antwortet meine Assistentin. Aha, denke ich.
„Ich kann davon ausgehen, das ich um 16 Uhr pünktlich drankomme?“, sagt die Patientin bevor sie die Praxis verlässt. Es ist eine Frage, die aber keine Frage ist.
Um Punkt 16 Uhr, also keine Minute früher erscheint die Patientin. „Die Schmerzen sind immer noch da!“. Sagt sie. Höre ich da einen Vorwurf heraus ? Auch wenn die Patientin nicht den Eindruck macht, das sie in der Zwischenzeit stark gelitten hat. Man bekommt ja im Laufe der Jahrzehnte einen feinen Blick dafür, ob ein Patient sich wirklich mit einem Zahn quält.
„Ich bin dann doch nach Hause gefahren!“. Sagt die Patientin. Höre ich da einen Vorwurf heraus ? „Ach, sie sind gar nicht von hier?“ Ich schaue aus Interesse auf die Adresse. Wie weit die Patientin wohl fahren muss ??? 30? 40? 50? Kilometer eine Strecke ?
„Doch, doch, ich wohne in der Rheingrafenstrasse“. Sagt sie. Das ist gerade mal 10 Minuten entfernt, den Weg zum Parkhaus mit eingerechnet. „Ich bin mit dem Fahrrad da!“. Sagt sie. Dann sind es 8 Minuten. Denke ich.
Wir beginnen die Behandlung. Welcher Zahn ist es nun ? 36 reagiert beim Klopfen stärker als 37 und reagiert wieder nicht auf den Kältetest. Die Auffälligkeit, den PA- Spalt betreffend, ist auch stärker. Ich entscheide mich für Zahn 36, da 37 auf den Kältetest reproduzierbar nach 0.75 Sekunden sich meldet und der Kältereiz nach zwei bis drei Sekunden wieder verschwunden ist.
Keine Probleme mit der Anästhesie. Aber natürlich hat die Patientin Probleme mit dem Kofferdam. Sie fühlt sich unwohl. Ihre Zunge stört sich daran und sie bekommt keine Luft.
Die Patientenaufklärung, wie wir sie normalerweise machen, ist natürlich aus Zeitmangel nicht erfolgt. Daran denke ich erst wieder, als ich den Bohrer auf die Kaufläche der Vollkeramikbrücke aufsetze. Warum mache ich nur so einen Scheiss ? Warum lasse ich mich nur immer wieder auf solche Patienten ein?
Es wird übel enden, bestenfalls keinen Spass machen das Ganze. Immerhin. Die Kaufläche bleibt heil.
Die Behandlung hingegen erweist sich als sehr schwierig. Sie wird, ich nehme es vorweg, 85 Minuten dauern.
Wir sind wieder in Verzug. Wenigstens wirkt die Anästhesie. Wenngleich die Patientin auch die kleinste Schmerzsensation mit Betätigung des Kommukikationskrokodils quittiert.
Natürlich müssen wir auch immer wieder unter dem Kofferdam absaugen.
Zwischendrin klingelt ein Handy. Irgendwann hört es auf.
Um ein paar Minuten später wieder zu läuten. „Ich muss da jetzt drangehen“, sagt die Patientin. Der Satz hat eher informativen Charakter. Sie hat ich schon aufgerichtet. Falls sie nun erwarten, sie würde ihren unsichtbaren Gegenüber mit den Worten begrüssen: „Tut mir leid, ich kann jetzt nicht telefonieren ich bin mitten in der Behandlung…“ Irrtum, weit gefehlt.
2 Minuten später. „Entschuldigen sie bitte, ich hab das Handy jetzt aus gemacht!“ Sagt die Patientin. Nein, sagt sie nicht. Sie sagt: „Wir können jetzt weitermachen!“
Wir fahren fort mit unserer Behandlung. Die irgendwann zu Ende ist.
Was folgt normalerweise? Wir rufen immer am nächsten Tag an. Um uns zu erkundigen, wie es dem Patienten geht.
Allerdings. Morgen ist Freitag. Und ich weiss, wie es enden wird. Um 5 vor Zwölf wird diese Patientin in der Praxis stehen und sagen, das ihre Schmerzen immer noch da sind, noch stärker sind, wieder stärker sind. Da hilft nur eins, nicht anrufen, sondern von vorne herein die Patientin morgen früh sicherheitshalber zur Kontrolle in die Praxis einbestellen.
„Vielen Dank, das sie mir so toll und vor allem so zeitnah geholfen haben, sie haben das alle ganz herausragend gemacht!“, sagt die Patientin. Nein, sagt sie nicht.
„Bis morgen dann“, sagt die Patientin, bevor sie uns verlässt.
Und jetzt ihr.
Wer kennt´s ? Was habt ihr erlebt ? Wie geht ihr mit solch (heraus)fordernden Patienten um ?
Hier berichteten wir zuletzt über unsere Erfahrungen mit Getinge und dem Claro.
Dank der guten Zusammenarbeit mit GKE lief der Claro bis zum Sommer 2020 täglich im Praxisalltag ohne Probleme. Im Februar 2020 erfolgte die Wartung durch die Firma Sendzik.
Im Juli/August 2020 fiel die Sicherung des Thermodesinfektors im Sicherungskasten ab und zu aus. In der ersten Augustwoche kam dann die Fehlermeldung A02 in ein Sicherungsausfall zusammen. Daher haben wir die Firma Sendzik angerufen und die Reparatur des Thermodesinfektors beauftragt. Nach der Kontrolle vor Ort wurde von Sendzik Dental entschieden das Gerät in die Werkstatt mit zu nehmen. Wir wurden dann informiert, daß Reinigungsmittel ausgetreten sei und der Kabelbaum erneuert werden muss. Dies wurde später wieder korrigiert. Es müssten Ersatzteile bestellt werden und die Gesamtkosten werden 2000,00 Euro nicht überschreiten.
Im Oktober habe ich mehrfach bei Sendzik angerufen und darauf hingewiesen, daß wir Personalmangel haben und ich nicht ewig weiter auf den Thermo warten kann. Nun wurde mir mitgeteilt, daß in mehreren Probeläufen weiter Reinigungsschaum sichtbar ist. Es muß ein Kondensor bestellt werden. Trotzdem sollten die Kosten nicht mehr werden. Es sei alles reparabel und würde dann funktionieren.
Im November wurde mir gesagt jetzt muss noch eine Pumpe erneuert werden. Diese sei auch nicht dicht. Es entstehen nochmal Kosten von 650 Euro. Auf meine Nachfrage ob sich das lohnt, wurde gesagt: Das Gerät wäre jetzt fast neu.
Im November 2020 wurde das Gerät in die Praxis gebracht. Herr Sendzik sagte mir, daß die beschädigten Teile des Kabelbaums hätte man durch baugleiche Stecker ersetzen können. Am Nachmittag gab es dann Probleme mit Wasseraustritt aus dem Thermo. Danach verschwand die Firma Sendzik wieder mit dem Thermo. Mir wurde mitgeteilt, daß die Ursache der Wasserhahn sei, an welchem der Thermo angeschlossen ist. Dieser ist defekt, genauer gesagt die Gummidichtung isr defekt und hat das Magnetventil beschädigt. Ich müsste diese Kosten übernehmen und sollte den Hahn tauschen lassen. Dieser Hahn wurde zuletzt von Sendzik selbst beim Abbau des Thermodesinfektors im August so hinterlassen. Damals wurde uns kein Defekt mitgeteilt. Wir haben unseren Klempner informiert und gebeten den Hahn zu tauschen. Dies konnte er nicht, da die Osmoseanlage des Thermodesinfektors den Zugang stark behinderte. Er hat den Hahn belassen und zusätzliche Eckventile gesetzt. Zum neu geplanten Termin des Einbaus im Dezember sollte der Klempner mit vor Ort sein, damit Reparaturen sofort gemacht werden konnten, wenn notwendig. Der Thermo wurde installiert. Unser Klempner war dabei und fragte mich später, was das sollte? Der Thermodesinfektor wäre jetzt wieder am kaputten Hahn angeschlossen, ohne das er daran etwas gemacht hätte…
Am nächsten Tag habe ich die Firma Sendzik wieder angerufen, da wir bei der dem ersten Betrieb einen unbekannten starken Plastikgeruch bemerkt hätten. Dazu kennt mir niemand etwas sagen. Ob es verbrannt rieche. Das habe ich verneint. Wir sollten abwarten. Dieser Geruch fiel uns nicht mehr weiter auf. Im Januar erhielten wir die Kündigung der Firma Sendzik zur weiteren Zusammenarbeit. Man werde noch die Garantie abwickeln (6 Monate), danach erfolgte keine weitere Betreuung. Wir hatten jetzt einen „fast neuen“ Claro und keine technische Betreuung.
Der Claro wurde von uns im Januar 2022 still gelegt, da wieder Reinigungsmittel am Boden austrat. Die Gesamtkosten von 2013 bis 2022 für den Getinge inkl. Wartung OHNE Validierung betrugen knapp € 28.000,00.
Jetzt arbeitet ein Miele 8581 in unserer Praxis. Ich werde berichten.
Falls irgend ein Leser jemanden kennt der Enzymatisch Reinigungsmittel für Getinge braucht, das liegt bei uns gratis bereit. Nur abholen müsste es jemand.
Zusammenfassend muss ich feststellen, daß Getinge ein gravierendes Serviceproblem hat.
Im Nachhinein ist es immer einfach(er), zum richtigen Ergebnis zu kommen, aber dieser Fall ist ein schönes Beispiel dafür, ein paar Grundregeln der Diagnostik sowie den gesunden zahnärztlichen Sachverstand nicht aus den Augen zu verlieren. Der Fall – ein zum Zeitpunkt der Erstvorstellung 15 jähriges Mädchen wird vom Hauszahnarzt überwiesen, weil sich der in Wurzelkanalbehandlung befindliche Zahn 13 als therapieresistent erweist, die vorhandene Schmerzproblematik sich nicht bessern möchte. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob wir wirklich als Problemlöser und Helfer fungieren sollen oder er einfach nur froh ist, die Patientin loswerden zu können. Darauf deutete schon sein Überweisungsschema in der Vergangenheit hin, aber das ist ein anderes Thema.
Zahn 13 bei Erstvorstellung
Zahn 13 ist füllungsfrei. Die erfreulicherweise sehr geringe Trepanationsöffnung ist nicht verschlossen. Das übliche Spiel – der Zahn schmerzte wiederholt nach endodontischer Behandlung und wurde schlussendlich offengelassen. In der von uns angefertigten Röntgenaufnahme ragt der Zahn 11 (Zustand nach WSR) ins Bild. Ein apikales Geschehen an Zahn 11 ist im Gegensatz zu Zahn 13 (sic!) erkennbar und bestätigt sich im angefertigten Zahnfilm.
Unsere initiale Behandlung erfolgt zwangsläufig an Zahn 13. Es findet sich bei der Inspektion des Zahnes keinen Anhaltspunkt, der die unklare Schmerzsituation erklären könnte, weshalb die Revision der Wurzelkanalfüllung an Zahn 11 vorgeschlagen wird. Die Patientin bzw. die anwesende Mutter – die Familie stammt aus Russland, lebt aber schon seit vielen Jahren in Deutschland, die Deutschkenntnisse sind sehr gut – stimmt zu, zumal die Patientin berichtet, sie habe initial den Zahnarzt darauf hingewiesen, das die Beschwerden von ihrem Frontzahn ausgehen.
Die Behandlung sowohl von Zahn 13 wie auch von Zahn 11 verläuft in unseren Händen unauffällig im positiven Sinne. Nach initialer Behandlung des Zahnes 11 verschwindet die Beschwerdeproblematik und taucht, soviel sei vorweggenommen, bis zum heutigen Tage nicht mehr auf.
Zahn 13 WF-KontrolleZahn 11 WF-Kontrolle
Vorgestern nun stellt sich die Patientin nach 19 Monaten zur WF- Kontrolle wieder in unserer Praxis vor. Beide Zähne 13 und 11 sind klinisch unauffällig, an Zahn 11 zeigt sich eine vollständige knöcherne Konsolidierung der apikalen Defektsituation.
WF-Kontrolle 6 Monate post WFZahn 11 und Zahn 13 19 Monate post WF
Ein erfreuliches Ergebnis. Bleibt nur die Frage, ob der kariesfreie und füllungsfreie sowie periapikal unauffällige Zahn 13 wirklich für die Schmerzproblematik in Regio 11 verantwortlich war…
ist ein Begriff, den ich sehr eng mit meiner langen Tätigkeit in der Münchner Zahnklinik und dem damit verbundenen „Dienst“ in der Ambulanz“ verbinde…
entstanden ist der Ausdruck damals, weil der letzte Patient des Tages mit „schöner“ Regelmässigkeit diese Behandlung benötigte…
gestern war unser letzter Arbeitstag vor unserer einwöchigen Pfingstferien-Woche ( und ja, in Bayern sind sogar ZWEI Wochen Schulferien ;-)) und…
unsere letzte Patientin war die 17-jährige Rosa-Florentine…
sie musste vor einigen Tagen ihr Schulpraktikum in Brandenburg abbrechen, weil sie massive Schmerzen an Zahn 12 entwickelt hatte.
Ihr daraufhin aufgesuchter Hauszahnarzt in München verschrieb ihr nach klinisch-radiologischer Untersuchung eine Antibiotikum und verwies sie für eine zeitnahe Behandlung an uns…
unsere Diagnose:
Dens emboliformis nach ästhetischer (Komposit)-Korrektur mit Pulpanekrose und ausgeprägter apikaler Parodontitis inkl. vestibulärer Schwellung…
wie aber mit dieser Situation praxistechnisch umgehen?
Zunächst eine Erst-Untersuchung und ein späterer Behandlunsgtermin?…
wie aber damit umgehen, dass wir in der nächsten Woche im Urlaub sind?
Allerdings sind die Schmerzen aufgrund der alio loco verschriebenen Antibiose rückläufig…
wie geht man man mit der Patientenaufklärung um und wie mit dem notwendigen HKP, der bei uns bei einer Frontzahn-Behandlung in der Regel einen Steigerungsfaktor über den 3,5x-Satz bedeutet…?
wie handhabt ihr eine solche Situation?
hier abschließend für heute ein paar Impressionen der „Feierabend“-Trepanation…
Papierspitzen nutze ich nicht nur zum Trocknen der Kanalsysteme sondern häufig als diagnostisches Hilfsmittel.
Der nachfolgend vorgestellte Zahn 21 wies neben einer arretierten internen Resorption eine ausgeprägte apikale Lyse auf.
Aufgrund des weiten Foramens entschied ich mich für eine Obturation mittels MTA. Die Resorptionslakune wurde mittels XP-Finisher bearbeitet und nach Anlegen des MTA-Plugs in Squirting-Technik mit AH26 und erwärmter Guttapercha obturiert.
Die zum Einsatz kommende Vorgehensweise (Instrumententyp, Obturationsart, im Fall mehrwurzeliger Zähne welchen Kanal zuerst etc.) wird nach Auswertung des präoperativen DVT festgelegt. Dabei ist es geradezu erstaunlich, wie selten ich intraoperativ davon abweichen muss.
Nur die Bestimmung der Arbeitslänge wollte anfangs nicht so gelingen, wie gedacht. Während die EFL zunächst 22,5 mm anzeigte lag die endometrisch bestimmbare Länge nach Aufbereitung bis ISO 60 plötzlich reproduzierbar nur noch bei 22,0 mm.
Der Abgleich des DVT mit der angefertigten Messaufnahme (Instrument auf 22,5 mm) erschien plausibel.
Jedoch zeigt die ELM bei 22,5 mm bereits an, dass das Instrument den Kanal verlassen habe. Die auf 22,5 mm eingebrachte Papierspitze zeigte einen Blutungspunkt, sodass die ELM plausibel erschien.
Erst nach einigen Spüldurchgängen passte es dann wieder. ELM 22,5 mm und die Papierspitze war nicht mehr rot.
Meine Erklärung: Durch den Einstrom von Flüssigkeit aus der apikalen Aufhellung wurde die ELM falsch positiv beeinflußt. Wäre ich beständig im periapikalen Gewebe unterwegs gewesen, hätte die Papierspitze immer dieselbe Art der Färbung gezeigt.
Um das vom Überweiser durchzuführende Aufhellen des leicht diskolorierten Zahnes zu erleichtern, habe ich nach adhäsivem Abdecken der Guttapercha, den Raum, der das Aufhellmittel einnehmen soll, mit CaOH2 aufgefüllt.
Darüber wurde ein Schaumstoffpellet und Cavit eingebracht und der Zugang mit einer dünnen Schicht eines Flow-Komposits verschlossen.
Diesem Satz aus der Werbung für den Getinge Clara können wir als langjähriger Anwender nicht nachvollziehen.
Seit 2013 nutzen wir den Getinge RDG. Gekauft habe ich das Gerät auf der Fachdental in Leipzig. Frau Ulrike Neckermann hat mir das Gerät vorgestellt. Miele war als Alternative im Gespräch. Mein Anspruch war: Keine Nachreinigungs- oder Putzarbeiten an den gereinigten Instrumenten. Miele hatte mir auf der IDS vorgerechnet, daß mich das dann knapp € 30000,00 brutto kosten würde, da ich eine Wasseraufbereitung benötigen würde. Frau Neckermann von Getinge meinte auf der Fachdental der Claro schafft das auch so. Wir haben diesem Versprechen geglaubt und en Claro gekauft.
Alles klang wirklich gut und uns wurde schwedische Stabilität versprochen. So ähnlich, wie Volvo. ( Anmerkung: Volvo ist wohl inzwischen chinesischer Hand und ebenso Getinge ) Empfohlen wurde mir ebenfalls von Frau Neckermann, die Firma Sendzik Dental aus Freiberg als Serviceunternehmen. Sendzik lieferte das Gerät und baute es in unsere Praxis ein. Hier,hier und hier berichtete ich bereits.
Das Gerät konnte im Praxisalltag die Aussagen der Getingevertreterin nicht bestätigen.
Nach einigen Problemen am Anfang und einem Hin- und Her mit Frau Neckermann haben wir eine Umkehrosmoseanlage Vewmed Modellreihe C-ep zusätzlich eingebaut. Dies erfolgte durch die Firma Paul Grah in Düsseldorf. Getinge übernahm die Fahrtkosten und wir die gesamte Installation.
Die Kosten: RDG Getinge Claro € 9429,38 Vewamed C-ep € 5396,67 Absaugkanülen- und Übertragungsinstrumentenrampe MediDes L. Sager: 1815,58
Es begann eine Zeit mit ständigen Reparaturen, inkompetenter Zusammenarbeit mit Getinge, die dann in beleidigender Mail gipfelte.
Damals habe ich das Problem der Geschäftsführung Firma Getinge mitgeteilt:
Zitat aus meiner Mail 2019
Die Firma Sendzik ist unser Ansprechpartner für den Thermodesinfektor.
Im Januar waren plötzlich unsere Washchecks nicht mehr so gereinigt, wie zur Validierung und bei der vorhergehenden Wartung von Sendzik Dental.
Wir hatten zu dieser Wartung auf den enzymatischen Reiniger umgestellt, da zu viele Instrumente bei uns eloxiert sind und durch die alkalischen Reiniger zerstört wurden.
Zuerst haben wir Sendzik kontaktiert. Uns wurde gesagt, daß wir die falschen Washchecks verwenden. Wir müssten statt der 3 farbigen von GKE, die gelben Washchecks verwenden. Nur hat Sendzik selbst die Wartung und Umstellung mit diesen Washchecks dokumentiert. Deshalb wurde die Validierung ebenso durchgeführt.
Wenn wir nun erfahren, daß die Washchecks falsch sind, dann stimmt etwas nicht und deshalb habe ich mich an Getinge gewandt um diese Frage zu lösen.
Ich habe keinen Ansprechpartner bei Getinge gefunden, der dies beantworten konnte!
Deshalb wurde mir gesagt, daß man einen Techniker vorbei schickt. In Leipzig wird jemand angelernt und das wird der Techniker aus Berlin Herr Hoffmann durch führen.
Bis dieser Termin zustande kam vergingen mehr 2 Monate und viele Telefonate mit Getinge, da sich Herr Hoffmann nie zur Terminabsprache bei uns meldete.
Dann hatten wir einen Termin am Freitag, den 08.03.2019 um 09.00 Uhr.
Der Techniker Herr Hoffmann kam um 10.30 Uhr und nur, weil wir ihn telefonisch in unsere Praxis leiteten!
Die genannten Problematik war Herrn Hoffmann neu und er sagte mir als erstes, daß er keine Erfahrung mit enzymatischen Reinigern hat.
Aber genau das war unser Problem. Durch das 1,5 stündige zu spät zum Termin kommen hat eine MItarbeierin und ich 1,5 Stunden länger in der Praxis verbracht als geplant. Einen wichtigen Arzttermin musste ich absagen.
Ein Testlauf mit Beladung konnte aus Zeitmangel nicht mehr stattfinden.
Einen Wartungsbericht/ Servicebericht haben wir nie erhalten und wurde auch nicht von uns unterschrieben.
Am Montag nach dem Technikerbesuch waren die Washchecks unverändert, also nicht dem Validierungsergebnis entsprechend!
Daraufhin habe ich mich mit der Firma GKE zusammengesetzt und die Ursachen versucht zu ermitteln. Die Ursache ist der falsch eingesetzte Washcheck. Mit den gelben Washchecks der Firma GKE wird ein abgewaschener Washcheck erreicht.
Die Rechnung für den Einsatz des Getingetechnikers hat uns dann sehr überrascht (siehe Anhang). Eine Fahrtkostenabrechnung, wie von Getinge habe ich in 30 Jahren Berufsleben noch nicht gesehen.
Ich habe bei Getinge Einspruch erhoben.
Die Antwort von Getinge wurde mir indirekt als Mail im Juni 2020 neben einem nun vorhandenen Servicebericht und den Rechnungskorrekturen weitergeleitet. Der angeschriebene Manager schrieb an seine Mitarbeiterin:
… Hallo xxx, anbei die Email von Herrn Dr. Löffler. Bitte trete doch mal mit Ihm hierzu in Kontakt, damit Er sieht das wir als Getinge kundenorientiert arbeiten. Ich würde Ihm einmalig eine Fahrtpauschale von 400 € anbieten und den Fall dann somit abschließen. Wir werden aber hier den Kunden von unserer Seite her nicht weiterbetreuen. Gib uns dann bitte wieder Bescheid, ob Er damit einverstanden ist, ich werde dann die Rechnung Neu Ausstellen lassen. …
Nach Absprache mit einem Rechtsanwalt haben wir dem dann zugestimmt. Der Servicebericht wurde auch nachgereicht, auf dem gibt es aber keine Unterschrift von uns, weil der uns bis zu unserem Einspruch nie vorlag.
Auf der Webseite von Getinge zum Thema Service ist zu lesen:
Getinge Care – Ihr Partner rund um Service Getinge bietet ein umfassendes Angebot an Service- und Kundendienstleistungen zur Erreichung maximaler Verfügbarkeit und zum nachhaltigen Wert Ihrer Investitionen.
Der nachfolgend dokumentierte Behandlungsfall bildet den ganz normalen Alltag ab.
Bei der Initialbehandlung dieses 34 ging es laut Patient ab der Mitte der Wurzel irgendwie nicht weiter und es kam auch zu einer bei einer Pulpanekrose eher untypischen Blutung.
Erfährt man solche Details während der Erstberatung, liegt der Verdacht auf einen Prämolaren mit mehr als einem Kanalsystem nahe und auch eine Perforation sollte in Betracht gezogen werden.
Kurios an diesem Fall ist das Persistieren der zur Darstellung der ursprünglich vom später entfernten Zahn 35 ausgehenden Fistelung eingebrachten Guttaperchaspitze.
Meiner Empfehlung, diese doch im Rahmen der in Regio 35 geplanten implantologischen Versorgung zu entfernen, wurde ganz offensichtlich nicht gefolgt.
Bisher waren unsere sehr wenigen Bewertungen durch die Bank weg positiv. Sehr kürzlich kam es, wie es kommen musste…
eine schlechte Bewertung.
Allerdings nicht für die Behandlung, sondern für den „Erstkontakt“…
wie würdert ihr damit umgehen?
Hinsichtlich Patient und natürlich auch der Empfangsdame?
Gibt es bei Euch „Soforttermine“ ohne eigene Befundung und Diagnosestellung? Wie geht ihr damit um, wenn Patienten dies „fordern“?
Reserviert ihr 60 oder 90 Minuten Termine ohne eigene Erstuntersuchung und sind eure Patienten bereit diese Zeit zu bezahlen, falls ihr nach 5 Minuten sagt, dass der Zahn nicht erhaltbar ist?
Im änd – Ärztenachritenportal wird eine Bilanz zur TI gezogen. Eine verheerende Zwischenbilanz zur Telematikinfrastruktur hat KBV-Vorstand Thomas Kriedel am Montag gezogen. In seiner Rede vor der VV war viel von „Wut“, „Ärger“ und „Enttäuschung“ die Rede. Es brauche jetzt so schnell wie möglich „tiefgreifende Kurskorrekturen“ und einen Neustart bei der Gematik.
Unglaublich was abläuft. Für mich unverständlich, wo da Kurskorrekturen herkommen sollen. Vor allem durch wen?
Inkompetenz und Ignoranz wird systemrelevant. Wird es Änderungen geben – wohl kaum. Es gibt genug Geld dabei zu verdienen.
Unter der Überschrift „Voll bedient“ beschäftigt sich der Autor Werner Bartens mit der übertrieben gewordenen Komplexität des Alltags. Warum ist Alles nur so kompliziert geworden ? Hat zunächst nix mit Zahnmedizin zu tun, doch dann kommt inmitten des eine ganze Zeitungsseite umfassenden Artikels folgender Absatz:
Fand ich erstaunlich.
„Hört, Hört!“ möge man rufen. Eventuell ist der Autor mit einer Medizinerin liiert, aber schön, das auf diesem Wege die Info zumindest mal schwarz auf weiss in der Öffentlichkeit zur Sprache kommt.
Der größte Teil meiner täglichen Arbeit ist Wiederholungszahnheilkunde. Neudeutsch: „Redentistry“.
Hört sich zwar irgendwie schöner an, beschreibt aber dasselbe Dilemma. Die Erstbehandlung war nicht erfolgreich. Gründe dafür gibt es viele. Eines fällt aber auf: Die bei der Erstbehandlung angelegte Zugangskavität macht das Visualisieren der Orifizien schwer und gar unmöglich.
Und falls es gelungen sein sollte den Kanal initial zu instrumentieren, führt die nicht ideale Zugangskavität zu einem Scheitern beim Versuch einen deutlich gekrümmten Kanalverlauf bis zum Foramen hin zu erschliessen.
Jetzt mag der geneigte Leser entgegnen: Gedanken eines ewig Gestrigen. Nicht am Puls der Zeit. Ninja-Access ist das einzig Wahre.
Neben meinen anekdotischen Beobachtungen haben jedoch auch andere Kollegen diese Beobachtung gemacht und ihre Erkenntnisse im International Journal auf Endodontics (IEJ) veröffentlicht.
Der gute alte Straight-Line-Access, er hat sich in meinen Händen sehr bewährt. Auch, oder gerade bei der Erstbehandlung, denn hier gibt es für mich keine Ausreden, warum es schwierig oder gar unmöglich war, die apikale Anatomie zu bearbeiten.
Die nachfolgende Dokumantation zweier Behandlungsfälle lasse ich bewusst unkommentiert, um die lesereigenen Überlegungen nicht zu stören.
Im zweiten Fall habe ich am Ende die ursprüngliche Zugangskavität in ein Bild meiner abschliessenden Kavität hinein projiziert. Angesichts der Ausdehnung der Trepanationsöffnung ist die bem Versuch der Erstbehandlung stattgefundene Perforation ein schon fast logische Konsequenz.
Berichtet hatten wir über diesen Fall hier,hier und hier.
Nun stand die Frage, nochmal revidieren, teilrevidieren, apikale Kürettage oder doch extrahieren?
Was wäre Ihre/Eure Entscheidung?
In der letzten Endodontieausgabe (Endodontie 2022;31 Seite 23-29 ist ein sehr schöner Artikel zu dieser Frage erhalten. Herrmann, Hans-Willi Die Teilrevision einer vorhandenen Wurzelkanalfüllung Unter welchen Voraussetzungen ist einer solchen Vorgehensweise zuzustimmen?
Unsere Entscheidung mit dem Patienten bestand in einer Teilrevision der distalen Wurzel.
Warum? 1. Die apikale Läsion schien im Lauf der letzten 4 Jahre größer, statt kleiner zu werden. 2. Die apikale chirurgische Lösung wollte der Patient nicht. 3. Die Extraktion und Implantation wollte der Patient noch immer vermeiden.
Was spricht für die Teilrevision: Die Restauration war vollständig intakt und bakteriendicht. Die mesiale Wurzelfüllung war homogen und die P. apicalis ausgeheilt. Der Perforationsverschluß klinisch und röntgenlogisch o.p.B..
Die Zugangskavität haben wir möglichst minimal gestaltet und zu keiner Zeit die mesiale WF dargestellt. Im Rahmen der Revision erschienen im Spanraum der Mtwo Instrumente apikal ein Dentin-Blutgemisch. Die Aufbereitungsgröße bis zum klinisch sauberen Dentinspan im Spanraum betrug #60. Deshalb haben wir uns für einen apikalen Verschluss mit ProRoot MTA entschieden. Zur Spülung und Desinfektion verwendeten wir Zitronensäure 10% und NaOCl in 3%iger Lösung.
Und ich habe mich durchgerungen, diese einmal einem näheren Augenschein zu unterziehen. Angesprochen hat mich vor kurzem Stefan Ernst, mit dem ich vor einigen Jahren mal Kontakt hatte, als es darum ging, in der Praxis hygienefähige und schreibfähige Computer-Tastaturen zu etablieren. Die mit Abstand besten getesteten waren die Purekeys-Tastaturen, welche wir nachwievor nutzen, sie verrichten zuverlässig ihren Dienst.
Sollte ich also den Eighteeth-Geräten, welche Stefan Ernst als Geschäftsführer von Abavital in Deutschland vertreibt, eine Chance geben ?
Eigentlich nicht meine Welt. War meine erste Reaktion.
Aber warum eigentlich nicht ? Entweder es verfestigt sich die Erkenntnis, dass die „Made in China“ – Produkte den 1. Welt – Platzhirschen der etablierten Dentalindustrie nicht das Wasser reichen können
oder
es zeigt sich, dass hier ein zuverlässiger aber kostengünstiger Mitbewerber sich anschickt, den Markt aufzumischen. Was nicht das Schlechteste wäre – Konkurrenz in der Dentalindustrie belebt sicherlich das Geschäft.
Ich werde berichten.
Noch eine Anmerkung in merkwürdigen Zeiten: Da bereits die bloße Nennung eines Produktes auf einer Homepage als Werbung interpretiert werden kann, benennen wir diesen Blogbeitrag (wie auch jeden bereits geschriebenen sowie alle zukünftigen Beiträge, in denen Produkte benannt werden) als unbezahlte Werbung. Sollten wir (jemals) finanzielle Zuwendungen von Firmen erhalten, die Erwähnung bestimmter Produkte betreffend, werden wir die entsprechenden Blogbeiträge als „bezahlte Werbung“ ausweisen. Die Eighteeth-Geräte wurden von der Firma Abavital für einen Produkttest kostenlos zur Verfügung gestellt.
In der vergangenen Woche habe ich hier einen Extrusionsfall von Paul Marek aus Berlin vorgestellt, bei dem im ästhetisch nicht ganz so heiklen Bereich eines 35 gehandelt werden musste.
Für den Bereich der Oberkieferfront, wo es links und rechts des frakturierten Zahnes bereits mit Kronen versorgten Zähne gibt, hat Paul eine, wie ich finde, sehr elegante Lösung eingesetzt.
Ein laborgefertigtes Provisorium, welches mittels RelyXUniCem an den vorhandenen Kronen befestigt wird und das zwar nach labial etwas aufträgt, jedoch palatinal Aussparungen/Fenestrierungen für eine störungsfreie Okklusion aufweist.
Die Gestaltung ermöglicht bei zurückhaltendem Lächeln eine zumindest halbwegs akzeptabele temporäre Versorgung.
Nach 12 Tagen Extrusion mit Strong-Pull-Gummis (8N) wurde der Klebesteg am Zahn 21 entfernt und das Fenster des Provisoriums chair-side nach Konditionierung der Zahnhartsubstanz mit einem Flow-Komposit verschlossen, sodass die Fixierung beginnen konnte.
Aufgrund einer Corona-Infektion der Patientin verzögerte sich das weitere Vorgehen, sodass der adhäsive Aufbau und eine stuhlgefertigte temporäre Krone erst 6 Monate nach Beginn der Fixierung erstellt werden konnte.
Jetzt fehlt nur noch der Abschluss der endodontischen Behandlung um den Zahn prothetisch definitiv versorgen zu können.
Vor einiger Zeit habe ich hier über Loreen berichtet.
Drei Monate nach der letzten Therapie war die Fistel dauerhaft abgeheilt und die junge Patientin beschwerdefrei. ´Radiologisch zeigte sich folgendes Bild:
Deutliche Resorption der medikamentösen Einlage
Aufgrund dieser Situation haben wir uns dazu entschlossen eine Wurzelkanalfüllung durchzuführen.
Dabei erfolgte eine erneute Applikation der medikamentösen Einlage in das apikale Fragment. Der koronale Anteil würde mit Biodentine versorgt.
Ich bin gespannt, wie sich der Fall weiter entwickeln wird.
Es bleibt ein heldenhafter Versuch Loreen diesen Zahn möglichst lange zu erhalten…
Im weiteren Recall zeigte sich röntgenlogisch im 2D Bild mesial eine vollständige ossäre Regeneration. Hier und hier hatten wir bereits über diesen Fall berichtet. Die schwierig zu therapierende Perforation wurde zeitnah mit Pro Root MTA verschlossen, was laut Studienlage ja alt bekannt ist. Damit hatten wir trotzdem nicht unbedingt gerechnet, da mesial auch eine Infraktur zu erkennen war. Wider unseres Erwartens sahen wir distal apikal keine Regeneration. Der Zahn war zwar symptomfrei und der Patient glücklich. Auch nach einiger Beobachtungszeit zeigte sich keine Heilungstendenz. Nun stand die Frage, nochmal revidieren, teilrevidieren, apikale Kürettage oder doch extrahieren?
Passt wie die Faust aufs Auge zum Beitrag von heute.
Schock heute morgen.
Eine Mahnung im Email-Postfach.
Materiallieferung über 6000 Euro. Von einem Händler, bei dem wir eigentlich nie bestellen ???
Ich rufe in der Buchhaltung des besagten Dentaldepots an. Sage: „Wir haben weder eine Rechnung, noch eine Lieferung bekommen.“
Den Vormittag sind wir zwischen den Behandlungen damit beschäftigt, den Sachverhalt zu klären.
Es stellt sich raus, die krakelige Unterschrift auf dem am Nachmittag eintreffenden Auslieferungsschein des Spediteurunternehmens (Frau Waldmann???, Frau Weidmann ???) hat keiner von uns geleistet, sie hat weder vom Namen noch von der Signatur her auch nur annähernd Ähnlichkeit mit irgendjemandem vom Team.
Ausserdem stellt sich heraus, wir waren wir zum Zeitpunkt der Lieferung in Osterurlaub.
Um 14 Uhr 30 werden wir fündig. Das kleine Päckchen wurde in einem Geschäft in der Nachbarschaft abgegeben und war dort untergegangen.
6000 Euro weg ? Da hätte ich mich doch nicht unwesentlich geärgert…
Was schon mit COVID begann, findet nun in Zeiten des Ukraine-Kriegs noch seine Steigerung. Waren es zunächst nur Toilettenpapier und Nudeln, auf die es zu verzichten galt, so sind mittlerweile fast alle Bereiche des Lebens von Materialknappheit betroffen und die Endodontie bildet hier keine Ausnahme.
Wir sind schon vor geraumer Zeit dazu übergegangen, von den essentiellen Materialien für unsere Behandlung in großen Mengen (Stückzahl 10+) einzukaufen, aber mittlerweile reicht selbst das nicht mehr. Letztes Beispiel. Unsere geliebten VDW C-Pilot- Feilen. Welche über Wochen hinweg nicht beikamen. Vergangene Woche war in Größe ISO 10 die letzte Packung aufgebraucht.
In der Not und in Verzweiflung tat ich etwas, woran VOR CORONA ich nicht mal im Schlaf gedacht hätte. Mich nach Alternativen umzuschauen. Retter in der Not – die sogenannten Patency-Feilen der Firma Komet. Grenzwertiger Name (sind normale K-Feilen keine Patency- Feilen?), aber gutes Produkt. Die klassische K- Feile, jedoch wie bei den VDW C- Pilot-Feilen mit einer wärmebehandelten und damit steiferen Stahl-Legierung.
Vorgestern nachmittag bestellt. Heute, demnach 2 Tage später, in der Post.
Einen spürbarer Unterschied zu den bisher von uns genutzten Instrumenten? Nicht wirklich. Also nicht besser, aber auch nicht schlechter. Sprich genauso gut.
Bei Komet gibt es im Übrigen ein Angebot, 10 Packungen bestellen, 10 Packungen frei Haus dazu. Macht unterm Strich gegenüber dem günstigsten C-Pilot-Feilen-Lieferanten in der WAWIBOX 2 Packungen günstiger. Für mich keine kaufentscheidendes Argument, aber in Zeiten wie diesen ein angenehmer positiver Nebeneffekt. Auf dieses Angebot hatte ich hier schon mal hingewiesen. Es gilt – weil offensichtlich für beide Seiten lohnend – weiterhin, wie mir der Aussendienstmitarbeiter (m) erzählte.
Noch eine Anmerkung in merkwürdigen Zeiten: Da bereits die bloße Nennung eines Produktes auf einer Homepage als Werbung interpretiert werden kann, benennen wir diesen Blogbeitrag (wie auch jeden bereits geschriebenen sowie alle zukünftigen Beiträge, in denen Produkte benannt werden) als unbezahlte Werbung. Sollten wir (jemals) finanzielle Zuwendungen von Firmen erhalten, die Erwähnung bestimmter Produkte betreffend, werden wir die entsprechenden Blogbeiträge als „bezahlte Werbung“ ausweisen.
Im nachfolgenden Behandlungsfall hat meine endodontische Therapie eine sehr untergeordnete Rolle gespielt.
Dass dieser 35 erhalten werden konnte, ist zum allergrößten Teil der sehr guten Planung und perfekten Ausführung der vorangegangenen Extrusionstherapie durch meinen Kollegen Paul Marek in Berlin zu verdanken.
Vom Beginn der Extrusionstherapie des 35 bis zur Versorgung mit einem ersten chairside-gefertigten Provisorium vergingen 12,5 Wochen.
Paul hat die Apparatur am 17.5.2020 eingesetzt und in dieser Sitzung auch die endodontische Therapie eingeleitet.
Der Patient wurde instruiert das Gummi der Stärke Medium Pull (3N) einmal pro Tag zu wechseln. Aufgrund der im DVT erkennbaren deutlichen Wurzelkrümmung nach lingual hatte Paul sich entschlossen, zunächst mit den etwas schwächeren Medium-Pull-Gummis zu arbeiten.
Am 03.06. erfolgte der Wechsel auf Strong-Pull-Gummis (8N) und am 24.06. 2020 wurde die erreichte Position mit einer Drahtligatur fixiert.
Im September 2020 erfolgte dann die endodontische Behandlung durch die adhäsiv befestigte temporäre Krone hindurch.
10 Monate nach Beginn der Therapie wurde eine Lithiumdisilikat-Krone adhäsiv eingesetzt.
So macht interdisziplinäres Zusammenarbeiten Spaß!
So habe ich den Eltern der zum Unfallzeitpunkt knapp 7-jährigen Patientin die Prognose für den Zahn 21 geschildert.
Nach einer beinahe vollständigen Avulsion im April 2019 erfolgte ausser einer Schienung des Zahnes 21 nur abwartendes Beobachten.
Zum Zeitpunkt der Erstvorstellung in unserer Praxis Ende August 2019 bestand eine deutliche Beweglichkeit des Zahnes 21. Zudem war dieser stark nach labial protrudiert.
Nachdem es zu einer deutlichen Schwellung der Oberlippe im Bereich des 21 gekommen war, wurde durch die überweisende Kollegin trepaniert und CaOH2 eingelegt.
Die Therapie erfolgte zweizeitig. In der zweiten Sitzung wurde eine Blutung aus der periapikalen Papille induziert und das Koagulum mit MedCem abgedeckt.
Während das klinische Bild im Recall nach einem Jahr sehr zufriedenstellend war, (nur eine geringe Beweglichkeit, keine palpatorische Druckdolenz) konnte ich dem Röntgenbild zunächst nicht so viel Positives abgewinnen. Ich hatte mehr erwartet. Allerdings wies der ehemalige Kanalhohlraum bereits Zeichen osteoider Strukturen auf.
Diese Woche dann das zweite Recall fast 3 Jahre nach der Behandlung. Interessant die Degradation von Teilen des MedCem. Und kranial der durchgehenden Wurzelstruktur zeigt sich eine zahndichte Formation, die man, nun da der Blick geschärft war, auch in den vorangegangenen Röntgenaufnahmen erkenn kann. Hier müssen Teile der apikalen Papille offensichtlich das apikale Wurzelstück fertiggestellt haben.
Nun muss der Zahn „nur“ noch die nächsten 20 Jahre durchhalten.
Wir haben uns mit dem Patienten für die Behandlung des Zahnes mit dem Ziel des Erhaltes entschieden. Der Patient ist ca. 35 Jahre jung. Die koronale Zahnsubstanz ist gut erhalten. Die Überbelastung auf Grund funktioneller Probleme kann durch eine entsprechende Therapie mit Schiene reduziert werden. Es gibt keine Hinweise auf eine Infraktur. Für mich gab es keine Indikation für eine Implantation. Der Patient wollte nach implantologischer Beratung einen unbedingten Erhaltungsversuch.
Die Behandlung erwies sich als lehrreich und leider nicht komplikationsfrei, wie wir in den weiteren Beiträgen erfahren werden.
Nach Füllungsentfernung zeigte sich mesial eine Infraktur. Für uns das KO Kriterium. Es ist keine vorhersagbare langfristige halbwegs sichere Prognose darstellbar.
Nach entsprechender Beratung wollte der Patient trotz der infausten Prognose, den Erhalt des Zahnes mit allen Mitteln. Wir haben die Infraktur mit Ribbond/Beautifil adhäsiv intrakoronal geschient und die endodontische Behandlung zu beginnen.
Die weitere Aufbereitung erfolgte mit Profile und Mtwo Instrumenten. Dies erwies sich als suboptimal im Bereich der mesialen apikalen internen Resorption. Warum? Die Gleitpfaderstellung gelang mit vorgebogenen Handinstrumenten. Danach haben wir die NiTi Instrumente eingesetzt und ohne Druck eine Perforation an der mesialen Wand der Resorptionslakune geschaffen. Was wäre die Lösung? Vorgebogene Handinstrumente zur Aufbereitung des apikalen Bereiches nutzen, oder vorgebogene NiTI Instrumente in Handaufbreitung verwenden. Feilen mit einem reduziertem Formgedächtnis ( Wave One Golf, Pro Taler Universal, etc..) sind dafür nichtgeeignet, da sie sich im Kanal wieder an die Kanalstruktur anpassen und in den Resorptionslakunen Stufen oder Perforationen erzeugen können.
Nach einer abschließenden Desinfektion erfolgte der Verschluss der Perforation mit ProRoot MTA und die Wurzelfüllung in thermisch vertikaler Obtruationstechnik mit Guttapercha und AH+. Die Applikation des MTA mesial erfolgte mit einem individualisierten Guttaperchacone ohne Widerlager, da die Perforation nicht einsehbar war. Zuvor erfolgte im lingualen Kanal das Downpack. Das Recall sah nach „läuft“ aus. Schon wir mal weiter…
Und wenn alles klappt, trifft sich die Endodontic Community in Budapest bei der ESE 2 Jahres-Tagung.
Wir von WURZELSPITZE möchten uns dort mit Euch treffen.
Mittwoch abend 07.09. 2022. 20 Uhr.
In einer noch festzulegenden Location. So wie wir es in der Vergangenheit getan haben. Und immer viel Spass an solchen Abenden mit Euch hatten.
Sollte es – wider Erwarten – aber was heisst das schon in Zeiten wie diesen – nicht zum ESE Treffen kommen, dann möchten wir – sofern Covid und die Weltlage dies zulassen – uns eine Alternative mit heimischen Örtlichkeiten einfallen lassen. Bitte daher sicherheitshalber auch den Termin 09.09.2022 gleich mit reservieren !
Revisionen nach Resektion sind häufige Realität und nichts Ungewöhnliches mehr.
Der nachfolgende Behandlungsfall enthielt jedoch ein paar Besonderheiten.
Da wäre zunächst das verwendete Füllmaterial zu nennen. Es handelt sich in den Zähnen 12 und 11um apikale Verschlusskegel aus Titan die von Materiaux Precieux Mitte der 1990’er angeboten wurden.
Nach der Resektion erfolgte die orthograde „Aufbereitung“ mittels genormtem konischen Vorbohrers so, dass anschliessend ein exakt passender Titankegel in das apikale Wurzeldrittel eingebracht wurde. Das herausragen aus dem apikalen Wurzelende wurde billigend in Kauf genommen.
Als Zufallsbefund zeigte sich im DVD ein Mesiodens palatinal des Zahnes 21.
Beim Entfernen dieser Stift-Rarität wird der kleine Schacht im koronalen Teil des Kegels genutzt, der ursprünglich für die Aufnahme des Kegels mit einer Einbringhilfe vorgesehen war. Hier habe ich mir bei meinem ersten derartigen Fall ein ausgemustertes, ursprünglich diamantiertes Ultraschallinstrument so zugeschliffen, dass dieses exakt in die vorhandene Vertiefung des Kegels passt.
Nach Aktivieren des Ultraschallinstrumentes beginnt der Kegel in der Regel recht rasch zu rotieren, verbleibt aber nur selten am Instrument verklemmt (hier im Falle des 11 so geschehen) sondern verbleibt gelöst im Zahn. Die Entfernung ist dennoch unkompliziert, da ein Capillary-Tip von Ultradent Products im Durchmesser perfekt in die Kegelvertiefung passt. So kann der Kegel angesaugt und nachfolgend entfernt werden.
Der Rest ist wieder Routine. Kollagenes Widerlager, Obturation mit MTA und adhäsiver Verschluss.
Und der Mesiodens? Wird zunächst belassen und erst dann entfernt, wenn das Recall nach 6 und 12 Monaten keine Resolution der apikalen Pathologie zeigen würde. Erst danach wird die bis dahin eingeliederte langzeitprovisorische in eine definitive Versorgung überführt.
Bisher habe ich primär von unseren positiven Erfahrungen bei reparativen endodontischen Behandlungen berichtet…
in diesem Beitrag möchte ich Ihnen den heute 16-jährigen Felix vorstellen.
Wir haben vor sieben Jahren bei dem Jungen die erwähnte Behandlung durchgeführt.
Juni 2015- Zustand nach Frontzahntrauma (Sturz mit Dislokation) November 2013; jetzt „Zufallsbefund“
Damals war es sehr schwierig eine adequate Blutung im Kanalsystem zu provozieren (trotz Beachtung aller „Spielregeln“), weswegen sich das MTA nach meinem persönlichen „Geschmack“ zu weit im mittleren Kanaldrittel befindet…
Kontrolle nach MTA-Applikation
unter dem Strich waren wir aber froh die Behandlung wie hier zu sehen abzuschliessen zu können.
Gestern nun erreichte uns das 7-Jahres-Recall.
Während die apikale Parodontitis ausgeheilt scheint, kam es leider zu keiner Zunahme der Wandstärken bzw. der Wurzellänge.
knapp 7-Jahre-post-op nach RET
Handelt es sich also um einen Misserfolg?
prä-op vs 7 Jahre post-op
Sollte man eine weitere Behandlung durchführen und falls ja, wie sollte diese aussehen?
Der Patient wurde uns überwiesen mit der Bitte Abklärung des Zahnerhaltes und Prognoseneinschätzung 36. Nach Untersuchung, Röntgenaufnahmen und DVT kamen wir zu folgeder Einschätzung: Diagnose: P. apicalis, interne Resorption mesial bei funktioneller Überbelastung mit offenem Kreuzbiß ohne funktioneller Therapie/ Kontrolle. Die Prognose des langfristigen Zahnerhaltes schätzen wir durchaus kritisch ein. Der Patient wollte eine Zweitmeinung zu einer implantologischen Lösung haben, da er mit seinen Zähnen immer wieder Ärger hat… Die klinischen Befunde: Gingivitis, keine erhöhten Sondierungstiefen, Sekundäkaries, Zahnhalskaries, Lockerungsgrad 0. Wir schätzt die geneigte Leserschaft die Prognose des Zahnes ein?
Oft schon habe ich hier davon berichtet, dass der Einsatz der hochauflösenden dreidimensionalen Röntgendiagnostik mein Herangehen an herausfordernde anatomische Behandlungsfälle stark verändert hat.
Nicht mehr Versuch-und-Irrtum bestimmt mein Vorgehen. Sondern das analytische „Zerlegen“ der zu erwartenden Probleme mit Hilfe des präoperativ angefertigten DVT.
Und so verlieren selbst tiefe Aufgabelungen jenseits der für mich einsehbaren Krümmung oder deutliche bis starke Krümmungen zunehmend den früher als sehr groß empfundenen Schrecken.
Nachfolgend eine Auswahl der in der zweiten Aprilwoche behandelten oberen 6-Jahr-Molaren.
In den nächsten Beiträgen beschreibe ich mein Vorgehen anhand der klinischen Bilder.
Letztes Jahr mitten im sächsischen Cronalockdown habe ich gnadenlos zugeschlagen. Eine Gelegenheit, die ich nicht auslassen konnte tat sich auf. Ich habe „Lauterbach“ gekauft.
Nun nach einem Jahr erblühte „Lauterbach“. Es ist sehr schön anzusehen wie sich die Blüte entwickelte. Leider nicht konform zum „Stern“ unseres Gesundheitsministers. Mein Kauf war die Camellia japonica „Elegans Splendor, Supreme, Lauterbach“. Ein widerstandsfeste Kamelie für unser mitteleuropäisches Klima.
Nun bin ich gespannt, wie die „Lauterbäche“ sich weiter entwickeln. Bei meinem „Lauterbach“ bin ich ziemlich zuversichtlich…
oder heute sagt man ja, ten years later. Anglizissmen verwende ich ungern. Deshalb bleibe ich bei dem deutschen Titel. Es kommen inzwischen viele Fälle mit 10 Jahren Recalls in meiner Praxis zusammen. Auf Grund der Umstellung unseres Recallsystems wird es dies in Zukunft deutlich weniger geben.
Deswegen möchte ich jetzt die Fälle nutzen und im 10 Jahresverlauf vorstellen. Heute wieder ein Fall aus der Reihe Outcome. Dieser 35 wurde von uns 2010 behandelt. Der Patient kam zum Recall und dies ließ einen optimalen Heilungsverlauf erwarten. Nun nach mehr als 10 Jahren wurde der Patient wegen einem anderen Zahn vorstellig. Wir nutzen die Chance und haben 35 kontrolliert.
Klinisch war kein Lockerungsgrad erkennbar, die Krone zeigte Spuren von Attrittion. 35 ist seit der Behandlung völlig symptomfrei.
Im Röntgenbild stellte sich distal ein Verbreiterung des Desmodontalspaltes dar. Dies zeigte sich bereits auf dem Ausgangsröntgenbild. Im 12 Jahrerecall könnte man eine geringe Verbreiterung vermuten. Der Zahn 36 wurde vor mehr als 5 Jahren entfernt. Es wurde kein ZE angefertigt. Dir funktionelle Belastung erscheint uns keine Ursache für die röntgenlogische Pathologie zu sein. Wir vermuten einen Artefakt. Ein DVT würde sicher Klarheit bringen. Dem war der Patient abgeneigt.
Wir haben dem Patienten zu einer entsprechenden funktionellen Kontrolle und ggf. Erweiterung der Stützzonen durch ein Implantat und weitere Röntgenkontrollen des Zahnes 35 in 2-jahresabständen geraten.
… kommt bei uns in der Praxis eher selten vor. Meist erfolgte die initiale Schmerzbehandlung in der Praxis des Überweisers. Hier jedoch kam die Patientin kurzfristig zu uns. Ein Beratungstermin war mit ihr zuvor schon für eine Woche später vereinbart worden, doch nun hielt es die Patientin nicht länger aus. Einer von mehreren Gründen, warum ich mich an diesen Fall noch so genau erinnere.
Was aber ist der Grund, warum ich diesen Fall hier zeige ?
Weil vor wenigen Tagen die Patientin unsere Praxis erneut aufgesucht hat. 10 Jahre später.
Der Zahn 36 ist immer noch im Mund. Eine Erfolgsstory also ?
Zunächst schon. Denn auch wenn es nicht möglich war, das Fragment vollständig zu entfernen, so gelang es uns doch, die Patientin von ihren Schmerzen zu befreien und ihr diesen Zahn im Mund zu halten.
Hier das Röntgenbild nach WF im Juni 2012.
Und hier der Zahn nur rund 3,5 Monate später.
Der Grund für das frühe Recall ? Die Patientin beabsichtigte einen einjährigen Auslandsaufenthalt und wollte den Zahn vorab vom Hauszahnarzt mit einer Krone versorgt wissen. Die Knochensituation zeigt sich im Zahnfilm ausgesprochen erfreulich, die vor Behandlungsbeginn vorhandene Knochendestruktion scheint schon vollständig wiederaufgehoben. Ein für die Kürze der Zeit bemerkenswerter Behandlungserfolg.
Es folgten erneute Kontrollen 2015 und – weitere 4 Jahre später – 2019.
So weit so gut.
Vor kurzem dann eine Mail eines mir unbekannten Kollegen. Er bittet um Zusendung aller Röntgenbilder und der gesamten Krankenakte.
Akzessorische Kanalsysteme in Form eines Furkationskanals zählen wohl eher zur Seltenheit bei oberer Molaren…
vor Kurzem hatten wir aber das „Glück“ dieser besonderen Anatomie klinisch-radiologisch begegnen zu dürfen…
ursprünglich wurde uns der Patient zur möglichen Revision des Zahnes 26 überwiesen worden.
Röntgenaufnahme alio locoEigenes Röntgenbild der Regio 26
Im Zuge der umfassenden Diagnostik wurde auch ein kleinvolumiges DVT der Region angefertigt. Schnell stelle sich heraus, dass eine Erhaltungswürdigkeit/-fähigkeit des Zahnes nicht gegeben war. Allerdings zeigte sich auch an 27 als Nebenbefund eine Pathologie. Diese lag nicht nur apikal, sondern auch in der Furkation vor. Für mich neu war die Tatsache, dass der hierfür wohl ursächliche Furkationskanal sich radiologisch so deutlich präsentierte…
In einem der nächsten Beiträge zeigte ich Ihnen klinische Fotos und die Behandlungsabfolge…
der Ärztenachrichtendienst, ist eine Informationsquelle, welche immer wieder Informationen enthält die mir in meinem Praxisalltag nicht unwichtig sind. Deshalb gebe ich die Empfehlung, welche ich durch Thomas Weber erhielt gerne weiter. Die Beiträge kann man lesen, wenn man sich kostenfrei beim and anmeldet. Der Blick über den Tellerrand ist sicherlich
Die Beiträge, welche ich in letzter Zeit sehr interessant fand, stelle ich als Link hier ein. Lesen kann man diese nur, wie gesagt, wenn man sich anmeldet.
Ich beneide meine beiden WURZELSPITZE Kollegen in den Hauptstädten Berlin und München. Die offensichtlich keine (Berlin) bzw. kaum (München) Probleme mit der Erstattung von DVT´s haben. Ich verbuche das als Metropolen-Bonus. Bei uns – in der Provinz, auf dem flachen Land (auch wenn wir streng genommen (Hunsrück, Soonwald) leicht hügelig sind) ist die primäre Nichterstattung von endodontisch veranlassten DVT´s nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Und ein entsprechender Schriftwechsel mit den Kostenerstattern die unangenehme, aber unabdingbare Folge.
Da kommt die unten aufgeführte Publikation wie gerufen. Ein Verweis auf entsprechende Literatur, welche die Sinnhaftigkeit und den Nutzen des DVT´s belegt, ist nie verkehrt und rückt das von Versicherungsseite gerne genommene Bild des geldgierigen und dafür den Patienten verstrahlenden und damit körperverletzend tätig werdenden Zahnarztes ein wenig gerade.
Den wichtigsten Satz habe ich fett markiert. Damit ihn der PKV- Sachbearbeiter schneller findet.
Imperative im Englischen bedeutet im Übrigen zwingend oder unerlässlich.
Epub 2021 Nov 18. Comparison of healing assessments of periapical endodontic surgery using conventional radiography and cone-beam computed tomography: A systematic review
Purpose: This systematic review aimed to compare assessments of the healing of periapical endodontic surgery using conventional radiography and cone-beam computed tomography (CBCT).
Materials and methods: This review of clinical studies was conducted according to the Preferred Reporting Items for Systematic Reviews and Meta-Analyses (PRISMA) checklist. All articles published from 1990 to March 2020 pertaining to clinical and radiographic healing assessments after endodontic surgery using conventional radiography and CBCT were included. The question was „healing assessment of endodontic surgery using cone-beam computed tomography.“ The review was conducted by manual searching, as well as undertaking a review of electronic literature databases, including PubMed and Scopus. The studies included compared radiographic and CBCT assessments of periapical healing after periapical endodontic surgery.
Results: The initial search retrieved 372 articles. The titles and abstracts of these articles were read, leading to the selection of 73 articles for full-text analysis. After the eligibility criteria were applied, 11 articles were selected for data extraction and qualitative analysis. The majority of studies found that CBCT enabled better assessments of healing than conventional radiography, suggesting higher efficacy of CBCT for correct diagnosis and treatment planning. A risk of bias assessment was done for 10 studies, which fell into the low to moderate risk categories.
Conclusion: Three-dimensional radiography provides an overall better assessment of healing, which is imperative for correct diagnosis and treatment planning.
… gibt es nicht. So begann ein Beitrag zur Behandlung eines oberen Eckzahnes vor zwei Wochen.
Und diese Woche kam das Duplikat. Dieses Mal ein 13. Simpel. Eigentlich.
Wäre der 13 nicht mesialer Brückenpfeiler eines metallunterstützten Langzeitprovisoriums. Und stark konisch präpariert.
Nach präendodontischem Aufbau galt es den individuellen gegossenen Stiftaufbau zu entfernen. Mittels U-File wurde die Zementfuge „attackiert“. Vom Einsatz des Thomas-Systems wurde aufgrund des hohen Risikos des Lösens des adhäsiven Aufbaus und nachfolgend der Kofferdamklammer abgesehen.
Und nach Entfernung des Stiftaubaus kam die Überraschung: Bei der im Röntgenbild sichtbaren Obturationsmasse handelte es sich nicht um Guttapercha, sondern um voll ausgehärteten Phosphatzement. Bei ca. 22 mm eröffnete sich nun endlich der bis dahin unbehandelte Originalkanal.
Schön zu sehen, dass das Spülprotokoll auch am Ende des sehr langen Kanalsystems noch in der Lage ist, laterale Anatomie freizulegen.
Bei uns in der Praxis beschäftigen wir uns größtenteils mit Zähnen, die ihre besten Zeiten lange schon hinter sich gelassen haben. Wie schön wäre es, wenn der Patient früher den Weg zu uns gefunden hätte !?! Manchmal sehe ich mich wie der Arzt in der Notaufnahme eines TV – Serien- Krankenhauses, den Defibrillator in der Hand. „Zurücktreten!“ dann schiessen Stromstösse durch den Körper des Patienten. Aber allzuoft ist es doch zu spät. Zeitpunkt des Todes? 18 Uhr 57.
Anderen Ortes wiederum werden Zähne Tag für Tag, ein um das andere Mal extrahiert. Die zu erhalten es ein Leichtes wäre.
Ist das nicht verrückt ? Besagter Zahn 46 (hier das DVT) mit einer 9 mm Tasche, ist so ein Zahn. Zusammen mit dem Zahn 36, der eine ähnliches radiologisches Erscheinungsbild zeigt, in vielen Praxen ein Fall für die Zange.
Kann man machen. Und viele Gründe anführen, warum das eine sinnvolle Entscheidung ist.
Aber – und hier darf ich gerne in meinem Namen zitiert werden: „Endodontie ist die vornehmste Verrichtung des Zahnarztes. Es gilt, den Patienten von seinen teils unerträglichen Schmerzen zu befreien – und – ihm seinen Zahn zu erhalten.“
Das und ist wichtig. Denn wir leben nicht mehr im Mittelalter und sind Zahnreisser. Wir leben im 21. Jahrhundert. WIR sind Zahnerhalter.
Also. Einfach machen.
Zahn 46. War eine einfache Endo.
68 Monate später. Der Patient war 63, als er zu uns kam. Jetzt ist er 70. Er wird vermutlich seinen Zahn 46 noch lange behalten können.
Gestern stellte sich erneut ein Patient bei uns vor, bei dem wir vor gut zwei Jahren Zahn 46 revidiert hatten.
Hier die Ausgangssituation des 46 von damals….
Ausgangssituation 4. Quadrant mit vormals endodontisch behandeltem Zahn 46 und vestibulärem Fistelgang; nebenbefundlich zeigt sich eine weit fortgeschrittene externe invasive zervikale Resorption an 47 mit schlechter Prognose
Diesmal ging es um Zahn 26, der bereits vor gut zehn Jahren alio loco reseziert worden war.
Im Zuge der OK-Befundung konnte ich den Patienten davon „überzeugen“ auch Zahn 46 nachkontrollieren zu lassen.
Nachdem dieses Recall erfreulich ausfiel hoffte der Patient inständig, dass ich auch Zahn 26 eine realistische Chance auf Zahnerhaltung durch Revision einräumte…
Abschluss-Röntgenbild nach Revision und abgeheilter FistelRecall zwei Jahre nach Therapieabschluss Prä-Op vs- 2-Jahres-Recall
Zunächst einmal überwog auch bei uns die Freude über den Therapieerfolg an 46.
Ob ich dem Patienten tatsächlich Hoffnung für 26 machen konnte…?
Eine Beitrag aus ÄND Sicherlich auch für uns Zahnärzte interessant, die prinzipielle Entwicklung betrifft ja auch die dentale Profession
NDR berichtet über Aufkauf von Augenarztpraxen durch Investoren
Über den Aufkauf von Augenarztpraxen durch internationale Finanzinvestoren berichtet am heutigen Dienstagabend die Sendung „Panorama 3“ im NDR-Fernsehen. In dem Beitrag wird gezeigt, wie in mehreren Städten und Landkreisen in Deutschland bereits monopolartige Strukturen in der augenärztlichen Versorgung entstanden sind.
Den Recherchen zufolge dominieren drei große, von Finanzinvestoren geführte Augenarztketten mittlerweile die Versorgungsstruktur. Demnach arbeiten beispielsweise in Kiel inzwischen mehr als die Hälfte aller ambulant tätigen Augenärztinnen und -ärzte für das Unternehmen Sanoptis. Es hat seit 2019 mehrere regionale Augenarztketten in Schleswig-Holstein übernommen.
Ähnlich sieht es laut NDR etwa in und um Augsburg in Bayern aus. Der Fernsehbeitrag zeigt, dass dort etwa 15 Praxen und Kliniken zum Sanoptis-Konzern gehören. Das Unternehmen sei erst 2018 von einer Londoner Private-Equity-Gesellschaft gegründet worden und sei mittlerweile anscheinend die größte Augenarztkette in Deutschland, berichtet der NDR. Genaue Daten seien aber nicht bekannt. Auf Fragen von „Panorama 3“ zu verschiedenen Zahlen – etwa zu gekauften Praxen, durchgeführten Operationen und zum Umsatz – habe Sanoptis mitgeteilt, es beantworte „derartige Anfragen grundsätzlich nicht “.
Weitere Beispiele für offensichtlich marktbeherrschende Stellungen hat der NDR in Nordbayern ausgemacht. Dort – in und um Nürnberg und Fürth – beschäftige die Ober-Scharrer-Gruppe (OSG) einen Großteil der Augenärztinnen und -ärzte. Auch in Osnabrück scheine dies so zu sein. Insgesamt hat die OSG nach eigenen Angaben 125 Standorte in Deutschland und beschäftigt etwa 300 Augenärztinnen und -ärzte.
Auf die Frage von „Panorama 3“ nach möglichen regionalen Monopolen habe die OSG auf die Gesamtzahl aller in Deutschland in Praxen und Krankenhäusern tätigen Augenärzte verwiesen, berichtet der NDR. Davon seien nur knapp 3,8 Prozent in ihrer Unternehmensgruppe beschäftigt. Auf die Frage zu konkreten Landkreisen und Städten sei die OSG in ihrer Antwort nicht eingegangen.
Die dritte große Augenarztkette, die der Beitrag unter die Lupe nimmt, ist Artemis. Sie hat ihre Zentrale in Nordhessen. Dort, im Lahn-Dill-Kreis mit mehr als 250.000 Einwohnern, arbeiten den Recherchen zufolge offenbar fast alle Augenärztinnen und -ärzte für die Firmengruppe. Auch in anderen Teilen Hessens gehören ihr viele Praxen und Kliniken, zeigt der Beitrag. Artemis führt dort nach eigenen Angaben etwa die Hälfte aller Augenoperationen durch, ist aber auch durch Zukäufe in anderen Bundesländern gewachsen, etwa in Hamburg oder im Rheinland.
Der Ärztliche Direktor und einer der Gründer von Artemis, Kaweh Schayan-Araghi, sagt im Interview mit „Panorama 3“, seine Kette sei vor allem deshalb gewachsen, weil sie in der Region viele Praxen älterer Augenärztinnen und -ärzte übernommen habe, die ansonsten Schwierigkeiten gehabt hätten, Nachfolgerinnen beziehungsweise Nachfolger zu finden. So trage Artemis dazu bei, die Versorgung zu sichern.
Insgesamt sind laut NDR in Deutschland mehr als 500 Augenarztpraxen im Besitz von internationalen Private-Equity-Gesellschaften. Das seien etwa dreimal so viele wie vor drei Jahren. Geschätzt arbeite mittlerweile etwa ein Fünftel aller ambulant tätigen Augenärztinnen und -ärzte in Ketten von Finanzinvestoren. Genaue Zahlen gebe es allerdings nicht, da die Firmen keine konkreten Daten veröffentlichen müssten.
Ob weitere Investoren eine Mehrheit der Arztpraxen einer Fachrichtung in bestimmten Regionen erworben haben, sei deshalb ebenfalls unklar, heißt es im Bericht. Weder die Bundes- noch die Landesregierungen hätten dazu Daten. Das Bundesgesundheitsministerium teilte dem NDR auf Anfrage mit, es sei ihm nicht bekannt, „ob und inwieweit eine beherrschende Marktkonzentration augenärztlicher Versorgungsstrukturen“ in einzelnen Bereichen vorliege und „worauf etwaige Konzentrationstendenzen zurückzuführen“ seien.
Das Bundeskartellamt teilte laut NDR auf Anfrage mit, dass es in den vergangenen Jahren die Zukäufe der großen Augenarztketten nicht kontrolliert habe, da offenbar jede einzelne Übernahme unterhalb von relevanten Umsatzschwellen gelegen habe. Sollte es jedoch Hinweise darauf geben, dass es zu marktbeherrschenden Stellungen einzelner Unternehmen in einigen Regionen komme und zudem Probleme drohen würden – wie etwa steigende Preise oder eine schlechtere Behandlungen von Patientinnen und Patienten –, könne es möglicherweise eine sogenannte „Sektoruntersuchung“ einleiten, so das Kartellamt.
Die Sendung „Panorama 3“ läuft am heutigen Dienstag, 5. April, um 21.15 Uhr im NDR Fernsehen.
Wir bekommen regelmäßig die KammerNews der landeszahnärztekammer Sachsen. Die letzte vom 1.April 2022 hatte ich als Aprilscherz eingestuft.
Zitat:
KammerNews – Ausgabe 08/2022
Liebe KammerNews-Leserschaft,
kein Aprilscherz: Die GOZ-Hygienepauschale darf seit heute nicht mehr abgerechnet werden. Und auch die Maskenpflicht in Zahnarztpraxen gehört ab kommender Woche der Vergangenheit an, legt man die Sächsische Corona-Schutz-Verordnung Wort für Wort aus. Was bleibt, sind kostenfreie Bürgertests und freiwillige ‒ auch abrechenbare ‒ Tests für Praxisteams. Das sind nur vier der vielen Themen, mit denen der April beginnt. …
Keine Maskenpflicht mehr in Zahnarztpraxen
In der neuen Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung sind Zahnarztpraxen in Bezug auf die FFP2-Maskenpflicht nicht explizit benannt. Lediglich in Arztpraxen, Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen (u. ä.) und öffentlichen Verkehrsmitteln müssen weiter FFP2-Masken getragen werden (§ 3 Abs. 3). Es besteht also nach der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung keine Pflicht mehr, FFP2-Masken in Ihrer Praxis zu tragen, aber noch immer die Möglichkeit, dies zu tun. Das entscheiden Sie als Praxisinhaber. Die neue Verordnung ist ab 3. April in Kraft bis einschließlich 30. April 2022.
… Zitatende
In Zeiten von Inzidenzwerten, die vor einem Jahr undenkbar erschienen wird die Maskenpflicht in Zahnarztpraxen in Sachsen defacto abgeschafft. Das RKI hat dagegen noch diese Empfehlungen. Das Gesundheitsministerium lässt das Maskenthema außen vor, bzw. erwähnt diese gar nicht auf der Titelseite. Ebensowenig findet man, wenn man nach Maskenpflicht auf den Seiten des Bundesministeriums für Gesundheit sucht Hinweise dazu.
Für mich ist die FFP2 Maske noch immer der unabdingbarste Schutz meiner Gesundheit.
Deswegen gilt es Maskenpflicht per Hausrecht einzuführen. Unabhängig von staatlichen Regeln können Firmen, Geschäfte und andere Einrichtungen nach Hausrecht weiterhin Vorgaben beibehalten.
Kürzlich wurde ich bei einer Fortbildung nach guter Endodontie-Literatur gefragt. Und war erstaunt zu erfahren, dass sich in den Endo-Curricula noch nicht rumgesprochen hat, das „Pathways of the Pulp“ mit seinen fast 1000 Seiten für gerade mal 150 Euro einen enormen Gegenwert an Informationen zum Thema bietet.
Ich habe meine erste Ausgabe, es war die 7. Auflage, 1998 in New York auf dem GNYDM mitgenommen und fand diesen dicken Schinken für damals 130 DM sensationell. Mittlerweile sind wir bei der 12. Ausgabe angekommen und wenn man bedenkt, das ein Curri mit allen Kosten sich der 10.00 Euro Marke nähert, dann sollte der Kauf aus der sprichwörtlich Kaffeekasse gestemmt werden, so marginal ist er im Vergleich dazu.
Das Inhaltsverzeichnis liest sich wie das Who is Who der Global Endo-Community. Aus den praxisbezogenen Kapiteln lässt sich eine Vielzahl von Tipps für das eigene Arbeiten mitnehmen.
Und – es lohnt sich, bei Amazon oder Ebay nach älteren Ausgaben zu suchen. Denn die unterschiedlichen Kapitel wie zum Beispiel „Cleaning and Shaping of Root Canals“ wurden im Laufe der Jahre von verschiedenen Koryphäen geschrieben. Die ihre ganz individuelle Sicht der Dinge in das jeweilige Thema einfliessen lassen und so durch das Studium der verschiedenen Ausgaben ein buntes Konglomerat an Details für das eigene praktische Arbeiten sich herauskristallisiert.
Mit der alio loco erstellten Einzelaufnahme und der Verdachtsdiagnose einer Wurzelresorption stellte sich dieser männliche Patient zur Beratung vor.
Trotz der Qualität der Einzelaufnahme (unscharf, Sensorfolie verbogen, projektionsbedingte Verzerrung) ließ mich die Auswertung derselben die vom Überweiser gestellte Verdachtsdiagnose in Zweifel ziehen.
Das eigene Einzelbild erlaubte eine genauere Diagnose, die durch das anschliessend erstellte DVT bestätigt wurde. Anstelle einer Wurzelresorption lag eine unvollständige Wurzelfüllung und eine unvollständige Wurzelspitzenresektion mit fehlender retrograder Füllung vor.
Und der Grund für die Resektion war, wie häufig, dass der gegossene Stiftaufbau als nicht entfernbar angesehen wurde.
Interessant war, dass sich der Stift bereits beim Bearbeiten mit dem Hartmetallinstrument löste. Das sonst gerne von mir genutzte Thomas-Post-Puller-System blieb in seiner Sterilverpackung.
Nach initialer Spülung konnte ich sehen, dass eine im Querschnitt viel zu kleine Guttaperchaspitze in einem sehr weiten Wurzelkanal im Sealer schwamm.
Die Behandlung erfolgte einzeitig und die Obturation in bewährter Weise nach Anlegen eines kollagenen Widerlagers mit MTA.
7 Monate nach Abschluss der Revisionsbehandlung war der Zahn bereits vom Überweiser mit einer definitiven Krone versorgt worden. Die präoperativ bestandenen Beschwerden (Druckdolenz vestibulär, Perkussionsempfindlichkeit) waren vollkommen abgeklungen. Das Recall-Bild zeigt eine erkennbare knöcherne Regeneration.
Das war mein Eindruck, nachdem ich das Einzelbild und das präoperative DVT ausgewertet hatte.
Und weil es eine Primärbehandlung nach irreversibler Pulpitis ist, fallen alle Ausreden ( z.B. iatrogene Stufe, fremdverblockte Kanäle, Russian Red etc.) weg. Es liegt nur an mir.
Der angenehmste Kanal war der palatinale. MB1 und MB2 verliefen getrennt und als kleines Goodie gab es noch einen im oberen Drittel mit MB2 konfluierenden MB3 dazu.
Die apikalen, nach mesial gerichtete Krümmungen in den mesialen Kanälen konnten, wie auch der stark nach mesial gekrümmte DB im OGP-Modus des TriAutoZX von Morita und den EndoWave-Feilen desselben Herstellers instrumentiert.
Der von mir gewählte OGP Modus rotiert 90 Grad vorwärts, 90 Grad rückwärts , 90 Grad vorwärts, 120 Grad rückwärts und entspricht der händischen Balanced-Force-Technik. Ein wenig gewöhnungsbedürftig, wenn man, wie ich, sonst nur vollrotierend unterwegs bin.
Das Ergebnis lässt den erhöhten Pulsschlag und die Transpiration während der Behandlung schnell vergessen.
Vor Kurzem habe ich hier den erster Teil der –Kein Kanal- Serie vorgestellt.
Heute liefere ich noch einige Röntgenbilder des ersten Behandlungsfalls nach.
Die Behandlung erfolgte in zwei Terminen a 60 bzw. 90 Minuten.
Für die Präparation haben wir R-Pilot, Wave One Gold- und RECIPROC Blue Instrumente verwendet. Bei der Wurzelkanalfüllung kamen Guttapercha-Points und BC Sealer high flow zum Einsatz…
Masterpoint-RöntgenaufnahmeAbschluss-Röntgenaufnahme nach endodontischer Therapie in zwei TerminenPrä-op vs post-op
Die Patientin suchte unsere Praxis für eine Zweitmeinung auf.
Vor einem Jahr hatte sie eine Krone bekommen und ein Jahr davor erfolgte eine Wurzelkanalbehandlung. Nach dieser hatte Sie immer wieder Beschwerden. Ihre Bedenken zur Kronenversorgung wurden mit dem Hinweis kommentiert, ohne Krone wird der Zahn nie zur Ruhe kommen.
Jetzt wurden die Bedenken immer größer, kongruent zur Zunahme der Beschwerden. Der Zahn kam eben nicht zur Ruhe. Im Beratungsgespräch habe ich der Patientin nach der DVT Aufnahme nicht viel Hoffnung auf einen erfolgreichen Behandlungsversuch gemacht.
Die ausgedehnte apikale Parodontitis mit externer Resorption mesial ist der Grund. Die vollständige Entfernung des WF Materials kann problematisch sein und ein möglicher periradikuläerer Biofilm kann entstanden sein. Trotzdem wollte die Patientin unbedingt den Erhaltungsversuch.
In der Behandlung erwies sich die Entfernung der Guttapercha als sehr schwierig. Die WF Stifte zerbrachen sofort. Dadurch konnten im Kuhfußworkflow das Material nicht bis zum Apex erfasst werden und die apikalen Reste extrudierten. In einem weiteren Behandlungstermin konnten wir die Reste nicht entfernen und verschlossen die apikalen Bereiche bis ins koronale Drittel der mesialen Wurzel mit ProRoot MTA ohne apikales Widerlager. Ansonsten gelang die Behandlung wie gewohnt, Desinfektion und Spülung mit NaOCl 3%, Zitronensäure 10% unter Schall- und Ultraschalleinsatz. Die Wurzelfüllung erfolgte mit thermisch vertikaler Obturation mit Guttapercha und AH Plus.
Die Patientin berichtete bei der CaOH Einlage über eine Zunahme der Beschwerden. Nach apikalem Verschluß mit ProRoot MTA stellte sich rasch ein vollständige Beschwerdereduktion ein. Im 3. Termin erfolgte die abschließende Obturation. Anbei die Röntgenaufnahmen und das Recall, welches die Zukunft des Zahnes positiver erscheinen lässt.
Noch eine Anmerkung in merkwürdigen Zeiten: Da bereits die bloße Nennung eines Produktes auf einer Homepage als Werbung interpretiert werden kann, benennen wir diesen Blogbeitrag (wie auch jeden bereits geschriebenen sowie alle zukünftigen Beiträge, in denen Produkte benannt werden) als unbezahlte Werbung. Sollten wir (jemals) finanzielle Zuwendungen von Firmen erhalten, die Erwähnung bestimmter Produkte betreffend, werden wir die entsprechenden Blogbeiträge als „bezahlte Werbung“ ausweisen.
Aber was ist an einem oberen Eckzahn, von der sicher etwas längeren Wurzel einmal abgesehen, schon schwierig?
Dieses Exemplar bringt ein eher obliteriertes Pulpakavum, eine sehr kleine Trepanationsöffnung, eine iatrogene Stufe, einen nach mesiae mündenden Seitenkanal und eine, wenn auch geringe apikale, leicht s-förmige Krümmung mit.
Die überweisende Praxis hatte mitgeteilt, dass der Kanal nach 14 mm nicht weiter instrumentiert werden konnte. Der Seitenkanal zweigte nach der eigenen Messung bei ca. 18 mm nach mesial ab. Die Gesamtkanallänge betrug 24 mm.
Der Grund für die „Blockade“ bei 14 mm war rasch entdeckt. Die Trepanationsöffnung war so klein gehalten worden, dass nennenswerte Teile des Pulpakammerdachs vorhanden und zu einer Ablenkung des alio loco zur initialen Aufbereitung verwendeten Handinstrumentes nach labial geführt hatten.
Da die Gesamtkanallänge vorab bestimmt werden konnte, galt es nach Modifikation der Zugangskavität nur noch zu verhindern, dass das zum Scouten eingesetzte und vorgebogene Handinstrument sich nicht, der initialen Krümmung nach mesial folgend, im Seitenkanal verfängt.
Dazu wurde der Silikonstopp auf 24 mm eingestellt und zuvor mit einem Permanentmarker bei 18 mm eine Markierung auf der Handfeile angebracht.
Kurz vor Erreichen der Markierung erfolgte eine Rotation des nach mesial vorgebogenen Instrumentes nach distal, um sicher am Seitenkanal vorbei nach apikal gleiten zu können. Nachdem ein Durchmesser von ISO15 erreicht worden war, erfolgte die weitere Aufbereitung mittels rotierender NiTi-Instrumente.
Die Irrigation erfolgte schallunterstützt und wurde in der Dauer und Häufigkeit gegenüber dem Standarvorgehen verändert.
„Entdeckt“ habe ich auf den Dentapen übrigens bei diesem empfehlenswerten Webinar von Prof. Malamed. Er ist bis heute einer der führenden Meinungsbildner, wenn es um das Thema Lokalanästhesie geht.
Und wer noch mehr Zeit in dieses Thema investieren möchte, dem sei auch diese ältere Vorlesung empfohlen…
Vor gut zwei Jahren haben wir bei dem heute zehnjährigen Lasse eine reparative endodontische Behandlung durchgeführt.
Der kleine Junge erlitt im Oktober 2019 eigentlich eine recht milde traumatische Verletzungen der Zähne 11 und 21 in Form einer geringgradigen Dislokation nach Sturz.
Rö alio loco – Zustand nach milder Dislokation von 21
Auch das alio loco angefertige DVT zeigte initial keine Besonderheiten.
Alio loco angefertigtes DVT (X 800)Alio loco angefertigtes DVT (X 800)
Gleichwohl war es im Januar 2010 alio loco notwendig geworden an Zahn 21 eine endodontische Behandlung einzuleiten.
Zustand nach alio loco begonnener endodontischer Behandlung bei nicht abgeschlossenem Wurzelwachstum – Med. Einlage Ca(OH)2
In der weiteren Folge wurden wir gebeten, die Behandlung weiter- und abzuschliessen. Diese erfolgte nach dem hier bekannten Protokoll.
Klinische Situation – Foto alio locoKoagulum vor Widerlager-Applikation und Biodentine-VerschlussPost-op nach RET Behandlung
Vor einigen Tagen war die Mutter so freundlich uns das Recallbild zwei Jahre später zukommen zulassen.
Recall zwei Jahre post-op – Röntgenaufnahme alio locoPrä-op vs 2 Jahre post-op
Es sieht aus, als wäre die Behandlung bei Lasse eine weitere kleine Erfolgsgeschichte für diese Therapieform…
Sangen in den frühen 80er Jahren The Clash, eine britische Punkband. Musikalisch wie modisch „not my cup of tea“, um in der sprachlichen Heimat der Vortragenden zu bleiben, aber der Titel passt wie die Faust aufs Auge zu einer Info, die mich letzte Woche in der Post erreichte.
Die Firma Morita stellt den Vertrieb ihrer Soaric-Behandliungstühle in Deutschland ein und ersetzt diese durch ihre Signo T 500-Baureihe, die als Nachfolger der Soaric beworben werden.
Ich habe beide Stühle bei mir in der Praxis. 2020 habe ich mich entschlossen, unsere letzte Siemens M1-Behandlungseinheit gegen eine Signo einzutauschen. Eine pragmatische Entscheidung. Meine Zeit in der Praxis ist im Hinblick auf mein sich am Horizont abzeichnendes Arbeitsende überschaubar. Sollte die M1 irgendwann in naher Zukunft kaputtgehen, wäre die Investition in einen neuen Stuhl eine sich von der Abschreibung her (die über 10 Jahre läuft) nicht lohnende. „Jetzt oder nie!“, hiess es also damals. Wir haben bereits 2 Soaric Einheiten, das dritte Zimmer, in dem sich die M1 befand, dient mir nur der Kontrolle im Recall. Eine Soaric, so sehr ich die Einheit mag, wäre sicherlich, die beabsichtigte Restnutzung, meine Person betreffend, als Überversorgung anzusehen. Die Signo weist bei niedrigerem Preis für die ihr zugedachte Aufgabe ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis auf.
Trotzdem würde ich mich als Arbeitsstuhl immer für die Soaric entscheiden.
Was für mich den Auschlag gibt ? Allein schon der Fussanlasser. Den ich nicht missen möchte bei der Soaric und der mir bei der Signo schmerzlich fehlt.
5 Tasten – eine davon sogar als Joy Stick – lassen sich frei programmieren. Und sogar mehrfach belegen. Dieser Fussanlasser erlaubt damit ein berührungsfreies Bedienen des Stuhls in sehr sehr vielen Aspekten. Das ich mit meinen Fingern die Touchdisplay-Oberfläche des Arztelements berühren (und damit kontaminieren) muss, kommt nur sehr sehr selten vor. Eine hygienetechnische Wunschsituation, die leider nach wie vor nur die wenigsten Behandlungstühle im Markt erfüllen können.
Wenn ich mich zwischen der Soaric und der Signo entscheiden müsste, ich würde immer für die Soaric stimmen. Und meine Bestellung vor Mai 2022 tätigen, um mir ein Gerät der letzten Serie zu sichern.
Morita Soaric – Fussanlasser
Noch eine Anmerkung in merkwürdigen Zeiten: Da bereits die bloße Nennung eines Produktes auf einer Homepage als Werbung interpretiert werden kann, benennen wir diesen Blogbeitrag (wie auch jeden bereits geschriebenen sowie alle zukünftigen Beiträge, in denen Produkte benannt werden) als unbezahlte Werbung. Sollten wir (jemals) finanzielle Zuwendungen von Firmen erhalten, die Erwähnung bestimmter Produkte betreffend, werden wir die entsprechenden Blogbeiträge als „bezahlte Werbung“ ausweisen.
Das Ergebnis nach endodontischen Therapien ist für mich ein sehr spannendes Thema. Shimon Friedmann hatte mich erstmals mit diesem Thema in einem Vortrag aufmerksam gemacht. Damals war ich erstaunt, was er als „Healing“ im Vortrag zeigte. Das war für mich keine Heilung, wie ich sie sehen wollte. Friedmann ist Autor der Torontostudie.
Ich sage bewusst sehen wollte. Immer häufiger beobachte ich Fälle, wenn ich auf meine mehr langjährige endodontische Tätigkeit zurück schaue, die ähnlich gelagert sind. Deshalb möchte ich diese vorstellen. Deren Outcome kann unterschiedlich interpretiert werden. Gerne kann dazu die Kommentarfunktion genutzt werden.
Im 3 Jahresrecall sehen wir eine stagnierende Heilungstendenz zum 1 Jahresrecall, nachdem es anfänglich einen guten Heilungsverlauf gab. Der Zahn ist völlig symptomlos.
Zähne mit derartigen Verläufen behalten wir weiter im Recall und kontrollieren dies 2 jährig weiter. Bei auftretenden Symptomen instruieren wir den Patienten vorher einen Termin bei uns auszumachen.
Kurze Informationen zu dem Fall. Die Patientin mittleren Alters hatte die Empfehlung zur WSR 35, 36. Zur Zweitmeinung kam sie zu uns. Die Zähne waren latent symptomatisch und 35 reagierte auf vertikale Perkussion und verursachten Aufbissbeschwerden. Die Lockerungsrade waren 0. Die Sondierungstiefen waren nicht erhöht. Der Substanzverlust im Im koronalen Wurzeldrittel mesial ist erheblich und wurde von uns als erhöhte Infrakturgefahr eingestuft. Patency konnte integriert werden und es ließ sich alles WF Material entfernen. Die apikalen Aufbereitungsgrößen am Zahn 36 mesial waren #40.06. Die Desinfektion und Spülung erfolgte mit NaOCl 5% und EDTA 17% und unter Einsatz der SAF. Unsere Entscheidung mit der Patientin – aggressives Abwarten.
Im August 2020 hatte ich über die komplexe Behandlung des zum Zeitpunkt der Behandlung 8-jährigen Patienten berichtet.
Der damals gewählte Beitragstitel „Alternativlos“ beschreibt dabei die für mich in Frage kommenden Anzahl Therapieoptionen mehr als ausreichend.
26 Monate postoperativ erhielt ich vor 2 Wochen das nachfolgende Recall-Röntgenbild von der überweisenden Kollegin.
Erfreulich ist, dass das Behandlungsziel der Vitalerhaltung der Pulpa ganz offensichtlich erreicht worden ist. Zudem kam es zu einem Voranschreiten des Wurzellängen- und -Wurzeldickenwachstums.
Der Grund für die Wiedervorstellung war hingegen weniger schön. In Folge eines erneuten Traumas war es zu einem Ablösen des wiederbefestigten Fragmentes gekommen. Dieses konnte jedoch in der überweisenden Praxis problemlos adhäsiv zurückgesetzt werden.
Dieser Tage kam der Patient zum Recall. Ein Zahn, der mir in Erinnerung blieb. Zum einen weil ein lateraler Kanal optisch erkennbar und klinisch behandelbar erschien.
Zum anderen zeigte sich damals ein Sealerpuff. Das Friedenzeichen ist für uns klar erkennbar.
CND-Symbol Das wohl bedeutendste Friedenszeichen wurde 1958 vom britischen Künstler Gerald Holtom im Auftrag der britischen Kampagne zur nuklearen Abrüstung (englisch: Campaign for Nuclear Disarmament, kurz CND) für den weltweit ersten Ostermarsch von London zum Kernwaffenforschungszentrum in Aldermaston entworfen. Laut Holtom stellt das Symbol eine Kombination zweier Zeichen aus dem Winkeralphabet dar, nämlich von N für nuclear (deutsch: „nuklear“) und D für disarmament (deutsch: „Abrüstung“). Nach einer anderen – von Gerald Holtom selbst – in Umlauf gebrachten Entstehungsgeschichte des Zeichens stellt es einen stilisierten Menschen mit – angesichts einer waffenstarrenden Welt – hilflos nach unten gebreiteten Armen dar. Der umschließende Kreis symbolisiert die gesamte Erde.
In heutigen Zeiten eine Botschaft mit einer Ansage, die wir damals nicht im Ansatz erwartet hätten. Deshalb schon musste der Fall hier vorgestellt werden.
Im letzten Beitrag hatte ich die Logi Blöcke vorgestellt.
Ohne diese wäre der heutige Fall in meinen Händen nicht lösbar gewesen.
Wie schon geschrieben, der Patient hatte noch einer Dysganathie-OP erhebliche Einschränkung in der Mundöffnung. Es wurde im Rahmen dieser OP und für eine Implantatplanung mehrere DVT anfertigt.
Die letzte Sidexis-Aufnahme des Patienten versuchten wir zu verwenden. Beim Einlesen von der mitgelieferten CD wird ein Viewer installiert. Bisher hatten wir damit noch keine Probleme. Nach Umstellung auf Windows 10 mit der X800 Integration und einer neuen Workstation mit neuester I-Dixel-Software brach die Sidexisinstallation bei einer Runtime „Schlagmichtot „Installationsroutine ab.
Danach ging nichts mehr.
Wir konnten weder i-Dixel noch eine andere Röntgensoftware starten. Cosi Dental konnte uns zeitnah helfen.
Für Installationsroutinen anderer Systeme ohne DICOM Daten haben wir nun einen separaten Rechner aktiviert auf dem wir solche Test machen können.
Im Sidexis-DVT konnten wir erkennen, was wir aus unseren Röntgenaufnahmen bereits vermutet hatten, 37 hat ein C-förmiges Kanalsystem.
Der Zahn ist mit einer geschätzten Arbeitslänge von 25mm bei eingeschränkter Mundöffnung eine Herausforderung. Für die Gleitpfadgestaltung nutzen wir sehr gern neben Handinstrumenten die Profile 15.04 in 21mm Länge. Diese konnten wir in diesem Fall nicht einsetzen, da durch den längeren Schaft keine Möglichkeit bestand das Instrument „irgendwie“ in die Kanaleingänge mesial einzufädeln. Wir haben uns letztendlich für die Handinstrumentation mit Kerrfeilen und C- Pilotfilmen zur Gleitpfaderstellung entschieden.
Damit haben wir die in der Erstbehandlung entstandenen Stufen überwinden können. Weiterhin haben wir Wave One Gold Instrumente verwendet. Durch die Möglichkeit des Vorbiegens war ein einfädeln in die Wurzelkanaleingänge von lateral und anterior gut möglich.
Der gelbe Logi Block hat uns für die recht zeitaufwendige Instrumentierung durch Handinstrumente den nötigen Spielraum gegeben. Die apikalen Krümmungsradien waren eine weitere Herausforderung.
Am Ende war nicht ganz klar ob Patient oder Zahnarzt nach der Behandlung froher waren als diese endlich abgeschlossen war.
Passt prima zum Beitrag von Jörg Schröer von gestern. Ein Video, das mir vorletzte Woche wiederbegegnet ist.
Was tun, wenn das ELM-Gerät nicht richtig misst ? Oder – andersrum – Warum wir immer mit mindestens 2 Apexlokatoren parallel arbeiten…
Weil in einer geringen, aber doch existenten Zahl der Fälle die scheinbar genaue Messung unseres Apexlokators dann doch keine solche ist und dies gegebenenfalls – bei blindem Vertrauen in das Gerät – eine deutliche Über/Unterinstrumentierung zur Folge hätte.
Daher meine 4 „Überlebens-Tipps“ für die ELM:
1. Immer mit 2 Geräten parallel messen
. Im Zweifelsfalle die kürzere Messung für die Länge der Aufbereitung heranziehen – Eine Unterinstrumentierung ist fehlerverzeihender als eine Überinstrumentierung
3. Die ELM-Messung kritisch hinterfragen – sie muss zur röntgenologischen Längenschätzung passen. Ein Zahn, der im Rechtwinkelröntgenbild 21 mm lang erscheint, wird eher unwahrscheinlich in Wirklichkeit eine Wurzelkanallänge von 24 mm aufweisen.
2. Im Laufe derZeit näheren sich unterschiedliche Mesergenisse der unterschiedlichen Geräte einander an. Wenn beide Geräte reproduzierbar auf weniger als einen 1/4 Millimeter genau messen, ist ein vertrauenswürdiges Messergebnis erreicht.
Den nachfolgenden Behandlungsfall – ein Schlagtrauma hatte Folgen für die Unterkieferfrontzähne dieses jungen Patienten – hatte ich vor einigen Wochen noch einmal aufgegriffen, da es an Zahn 42 zu einer sich von apikal nach koronal ausdehnenden internen Resorption gekommen war.
Bei der nun durchgeführten endodontischen Behandlung zeigte die Endometrie an Zahn 42 reproduzierbar, wie die Einprobe des Masterpoints eindrucksvoll zeigt, erheblich zu kurz an.
42 wies im DVT eine Aufgabelung in zwei recht weite apikale Kanalanteile auf, die sich kurz vor dem Foramen wieder vereinten. Da das bukkale Kanalsystem die wesentlich geringere Krümmung aufwies, erfolgte die Präparation des apikalen Kanalanteils zunächst über B.
Die mit einer apikal leicht friktiv sitzenden ProFile wurde die Arbeitslänge viele Male bestimmt und dann, obwohl das DVT eine deutlich größere Arbeitslänge vermuten ließ, mit einer apikal klemmenden Guttaperchaspitze überprüft.
Dass der radiologische Apex nicht der Lage des Foramen entspricht ist seit langem bekannt. Aber 3mm? Die nach Erstellung der Masterpointaufnahme auf die anhand des DVT ermittelten Arbeitslänge eingebrachte sterile Papierspitze zeigte eine Markierung, die mit 3 Millimetern exakt der Streckenlänge der internen Resorption entsprach.
Bei der nächsten Überprüfung (endometrisch und radiologisch) passten nunmehr die klinisch ermittelte und die am DVT ausgemessene AL überein.
Das Phänomen, dass es falsch positive Endometrieanzeigen gibt, tritt meiner Erfahrung nach sehr häufig bei Vitalexstirpationen auf. In diesem Fall genügte ein recht kurzer apikaler Gewebeanteil, um die Messung zu verfälschen.
Zu der häufig geäusserten Aussage, dass eine wie auch immer geartete Messaufnahme im Zeitalter der Endometrie obsolet ist, möchte ich sagen: Ich glaube nicht.
Der Fall dieser Patientin – Nein – Röntgenbild 1 zeigt keine Röntgenmessaufnahme, sondern beinhaltet das frakturierte und leider viel zu fest sitzende Nickel- Titan-Instrument – hatte zu gegebener Zeit Diskussionen ausgelöst. Oder sagen wir besser, er hat mich zum Nachdenken angeregt. Genauer gesagt die Aussage von Antonio Renatus, er wäre diesem Wunsch der Patientin „DIE BEHANDLUNG MACHEN SIE OHNE SPRITZE!!!!“ ohne Zögern nachgekommen. Wegen Win-Win-Situation und so. Daran denke ich seitdem immer wieder. Und gebe zu, auch wenn ich den Ductus der Patientin immer noch für unangemessen halte, das ich dieser Strategie dank unserer Zwiegespräche hier nun mehr Beachtung beimesse als früher.
Heute war die Patientin zur Nachkontrolle da. 6 Monate post WF. Die apikale Knochensituation hat sich zum Positiven hin entwickelt. Erfreulich.
Einer meiner „liebsten“ Überweisungsgründe ist es, wenn wir den „Zuruft“ erhalten, dass es bei der Vorverhandlung nicht gelungen ist alle oder überhaupt einen „Kanal“ zu finden …
vorausgesetzt, dass bei dem Trepanationsversuch nicht zu sehr „gewütet“ wurde, ist es mit entsprechender Vergrösserung und etwas anatomischen intrakoronalen Grundkenntnissen sehr dankbar entsprechende Kanalsysteme initial darzustellen und zu präparieren…
zum Einsatz kommen hierfür bei uns in der Regel überlange Rosenbohrer (=Munce) und NiTi-Instrumente (Profile 15.04/06 und R-Pilot). Ich versuche den Einsatz von Handinstrumenten möglichst gering zu halten.
Hier die erste „Serie“ unserer jungsten „archäologischen Ausgrabungen“…
anhand der unterschiedlichen Dentin-Farben (Primär-/Sekundär-/ und Tertiär-Dentin), der Symmetrie-Regel (ausser bei oberen Molaren) und der Einpressungen des entstehenden Dentinstaubs (=folge den weissen Linien bzw. Punkten) in vorhandene Hohlräume gelingt die Darstellung in der Regel sehr zügig…
aber Bilder sagen mehr als Worte…
Ausgangssituation mit bisher nicht darstellbaren mesio-bukkalen KanalsystemenBlick intrakoronal auf Primär- und SekundärdentinHäufig ist es hilfreich ein Wechselspiel zwischen trockenen und feuchten Zahnoberflächen zu habenInitiale Darstellung mit Einpressungen von Dentinstaub (follow the white dots)Beide mesiale Kanaleingänge nach fertiger Präparation Prä-OPIntrakoronale Abfolge Abschluss-RöntgenaufnahmeAusgangssituation mit pulpapenetrierender Karies distal„Trepanation“ alio locoTrepanation alio loco (II) mit weiterhin massiver Restkaries distal
Eine ein geschränkte Mundöffnung ist eines der Dinge welche für mich in meiner Behandlung eine Limitation darstellen können.
In einem letztens behandeltem Fall handelt es sich um einen jungen Patienten nach Umstellungsosteotomie. Alles toll gelaufen und er sei froh dies gemacht zu haben sagte er zu mir beim Diagnostiktermin. Ich hatte Probleme den Zahn mittels Mundspiegel zu betrachten, da er den Mund nur zwei Finger breit öffnen konnte nach Monaten der Physiotherapie.
Im Röntgenbild zeigte sich dann das nächste Problem. Die Zahnlänge beträgt ca. 25mm am Zahn 37.
Unsere Allzweckwaffe sind die Loge Blöcke die wir über ADS Systems kauften. Wir verwenden diese Aufbißblöcke seit Jahren, man könnte sogar sagen Jahrzehnten.
Sie sind in verschiedenen Größen am Markt. Wir nutzen alle Größen. In der Hauptsache jedoch die violetten und grünen Stützen.
Bei fast jeder Behandlung unter Kofferdam werden diese Hilfsmittel bei uns eingesetzt. Sie sind sterilisierbar und werden bei uns durch Zahnseide beim Patienteneinsatz gesichert.
Unter diesem Link sieht die einzelnen Blöcke im Vergleich. Als günstig würde ich diese nicht bezeichnen. Aber sie halten extrem längs, so daß sich die Kosten das durch relativieren.
Wir möchten diese nicht mehr missen. Neben dem Krokodil zur Kommunikation unsere Standardausrüstung für Behandlungen.
Im oben angesprochenem Fall hatten wir Probleme den gelben, den kleinsten Block einzusetzen. Aber dazu beim nächsten mal mehr.
Noch eine Anmerkung in merkwürdigen Zeiten: Da bereits die bloße Nennung eines Produktes auf einer Homepage als Werbung interpretiert werden kann, benennen wir diesen Blogbeitrag (wie auch jeden bereits geschriebenen sowie alle zukünftigen Beiträge, in denen Produkte benannt werden) als unbezahlte Werbung. Sollten wir (jemals) finanzielle Zuwendungen von Firmen erhalten, die Erwähnung bestimmter Produkte betreffend, werden wir die entsprechenden Blogbeiträge als „bezahlte Werbung“ ausweisen.
Das Foto zeigt unsere Spüllösungen.
2 davon.
In Spritzen abgefüllt.
Die dritte Spritze – mit NaOCl – fehlt im Foto.
Für diese sind uns nämlich soeben die Aufkleber ausgegangen. Und müssen jetzt zeitnah nachbestellt werden. Da merkt dann jeder im Team, das auch Kleinigkeiten und Selbstverständlichkeiten einen Unterschied machen und sinnvoll sind.
Viele Wege führen nach Rom – wir nutzen Luer Lock-Einmalspritzen.
Diese werden einmal pro Woche im Sinne eines Vorrates befüllt. Mittwochs – an unserem Beratungstag. Da sind die Kapazitäten für solche Dinge vorhanden. Die Aufkleber stellen sicher, das eine Verwechslung, die Spitzeninhalte betreffend, ausgeschlossen werden kann.
Kosten pro Aufkleber ? 3 Cent.
Die Spitze händisch zu beschriften, wäre vermutlich teurer. Aufwändiger auf jeden Fall. Und schlechter lesbar.
Bei uns läuft das Ganze, dank Aufkleber, ohne nachdenken zu müssen. Wir spülen, sooft und womit immer gespült werden muss. Verzögerungsfrei. Weil immer in Reichweite. Werde ich sicher bis an meinen Ruhestand nicht mehr ändern.
Fast 18 Jahre nach der im Jahr 2004 aufgrund einer bukkalen Karies notwendigen Pulpotomie zeigt Zahn 36 keine apikale Pathologie.
Schatten:
Das ehemals den Defekt verursachende Verhalten (Pat. joggt täglich ca. 25-30 km und trinkt über den ganzen Tag verteilt zuckerhaltige Softdrinks) wurde nicht geändert und führt zu einem erneuten Zahnhalsdefekt.
Eine Katastrophe. Kann ich wegschmeissen. Fast so schlecht wie die von der KZV :-(
Zusammen mit den Masken von 3M, die wir zuletzt bestellt haben, welche zwar sehr gut filtern, aber wegen der quer getackerten Gummibändern sich nicht kontaminationsfrei an- und ausziehen lassen, nun schon der 3. Fehlgriff in Folge.
Immer wieder sehen wir Zähne nach Wurzelspitzenresektion die keine retrogradeFüllung aufweisen, deren retrograde Füllung nicht den Kanalquerschnitt abgedeckt, oder bei denen, aufgrund eines nicht aufbereiteten Wurzelkanals, die Resektion ins Leere zielt.
Nachfolgend ein Klassiker.
Offensichtlich hat sich die Variantenvielfalt der Wurzel- und Kanalanatomie unterer Prämolaren noch nicht flächendeckend herumgesprochen. Zweiwurzelige untere Vierer? Gibt es nicht. Und dann nimmt das Unglück seinen Lauf.
Die initiale Wurzelkanalbehandlung wurde von einer massiven Wurzelschraube im bukkalen Kanalsystem gekrönt. Nachdem die Behandlung nicht erfolgreich war – der nicht aufbereitete linguale Kanal blieb unentdeckt – wurde die Resektion bis zur Wurzelschraube durchgeführt. Ohne retrograden Verschluss.
Ich warte auf den Tag, an dem vor endochirurgischer Intervention es „best practice“ ist, zunächst ein DVT zu erstellen, um präoperativ die Ursache des primären Misserfolges zu ergründen.
Revision zweizeitig:
Sitzung: Ekr, präendodontischer Aufbau, Entfernung der Wurzelschraube, Aufbereitung des lingualen Kanalsystems, Entfernung periapikalen Fremdmaterials aus B, medikamentöse Einlage, temporäre Krone.
2. Sitzung: Kollagenes Widerlager in B, Obturation mit MTA, Obturation L in warmer vertikaler Kompakten, adhäsiver Verschluss.
Vor einiger Zeit wurde uns ein Patient zur Beurteilung der Situation Regio 12 überwiesen…
an dem lateralen Frontzahn war vor circa sechs Monaten alio loco eine mikrochirurgische Resektion aufgrund einer ausgeprägten apikalen „Raumforderung“ erfolgt.
Jetzt manifestierten sich allerdings erneut Beschwerden in Form einer Fistelbildung in der Region. Die Genese war der Zuweiserin unklar.
Handelte es sich um ein Rezidiv oder könnte auch etwas anderes ursächlich sein?
Hier einige Impressionen der damaligen Therapie und die aktuellen Röntgenbilder…
Alio loco angefertigtes Röntgenbild sechs Monate nach Resektion
Alio loco angefertigtes Röntgenbild sechs Monate nach Resektion mit Guttaperchastift in Fistelgang
Alio loco angefertigtes großvol. DVT vor mikrochirur. WSR
Alio loco angefertigtes großvol. DVT vor mikrochirur. WSR
Alio loco angefertigtes intraop. Bild nach retrograder Präparation Zahn 12
Alio loco angefertigtes post-op Röntgenbild nach mikrochirur. WSR
Hier das von uns daraufhin angefertigte kleinvol. DVT zur Klärung der Genese des Rezidivs:
Es zeigt sich, dass ein ausgeprägter Seitenkanal an Zahn 13 für die laterale Osteolyse verantwortlich ist.
Daher empfahlen wir eine endodontische Therapie des Zahnes 13 in zwei Terminen.
Bereits kurz nach der ersten Sitzung war die Fistel abgeheilt.
Nach der Wurzelkanalfüllung erfolgte in diesem Fall aufgrund des vorhandenen Teleskops die Platzierung eines Titan-Stifts.
Masterpoint-Aufnahme
Abschluss-Röntgenbild nach Wurzelkanalfüllung mit Titanstift bis ins mittlere Kanaldrittel. Es zeigt sich ein lateraler Sealerpuff auf Höhe des Seitenkanals
Gut, dass die Zuweiserin nicht vorschnell an ein Rezidiv gedacht hatte…
Wir haben den Dentapen seit Dezember im Einsatz und können nun über einen längeren Zeitraum berichten.
In der terminalen Anästhesie und Leitungsanästhesie sehen wir geringe Verbesserungen in der Schmerzsenivität für den Patienten durch die konstantere Abgabe des Anästhetikums. Die Patienten registrieren das (neue) Geräusch des Mikromotors im Dentapen. Insbesondere Patienten aus dem medizinischen Bereich zeigen ein sehr großes Interesse und fragen nach.
Die intrligamentären Anästhesie gelingt deutlich sicherer und erfolgreicher. Durch die Druckkontrolle besteht ein geringeres Risiko von Gewebsnekrosen.
Dieser Punkt allein ist ein Gewinn in der täglichen Behandlung!
Die Ligaject kommt bei mir nicht mehr zum Einsatz.
Leider haben wir bis heute keine Hygieneschutzhüllen erhalten. Der Außendienst von Septodont hat uns 20 Stück zugesendet. Käuflich konnten wir bisher keine erwerben.
Die Durchführbarkeit endodontischer Revisionbehandlungen nach erfolgter Wurzelresektion wurde hier schon oft gezeigt.
Solange eine retrograde Wurzelfüllung noch nicht eine Selbstverständlichkeit, sondern eher eine Seltenheit darstellt, sind Misserfolge nach Resektion nicht verwunderlich.
Denn die Ursache der periapikalen Pathologie, die bakterielle Kontamination des Kanalsystems/der Kanalsysteme und eine Kommunikation zwischen Kanalhohlraum und periapikalem Gewebe, sorgen für das Fortbestehen der apikalen Aufhellung auch nach respektiver Massnahme.
Dass die Resektion bis zum apikalen Teil eines Wurzelstiftes die Etablierung einer retrograden Füllung geradezu artistisch werden lässt, in der Regel aber verunmöglicht, kommt in nachfolgendem Beispiel noch hinzu.
Erfreulich, dass 8 Jahre nach Durchführung der endodontischen Revisionsbehandlung das Recall-DVT klar zeigt, dass die Behandlung ein voller Erfolg gewesen war.
Und bevor ob der Tatsache, dass ich zu Recallzwecken ein DVT angefertigt habe, eine Empörungswelle entsteht, sei erwähnt, dass der überweisende Kollege aufgrund ab und zu auftretender Missempfindungen an Zahn 21 eine Vertikalfraktur der Wurzel vermutete. Diese konnte sicher ausgeschlossen und die apikale Ausheilung deutlich gemacht werden.
Der Grund für die Beschwerden lag in einer über die Jahre hinweg zunehmenden Rotation des Zahnes 31, sodass es in der Folge zu protrusiven Frühkontakten und den entsprechenden Missempfindungen kam. Die für eine Vertikalfraktur typischen klinischen Befunde – insbesondere palpatorische Druckdolenz, Schwellung oder isolierte Sondierungstiefen – fehlten.
Hätte ich den Patienten 8 Jahre nach erfolgter Behandlung wiedergesehen, wenn es keine Beschwerden gegeben hätte? Vermutlich nicht.
Leider musste ich für mich persönlich feststellen, dass die Sitzposition auf Dauer ggf nicht optimal ist. Daher beschäftigte ich mich über einen längeren Zeitraum mit Alternativen.
Diese sind allerdings recht rar gesät.
Meine Wahl fiel vor einiger Zeit nun auf der Sally Ergorest.
Hauptunterschied ist die Sitzschale –
ein Sattelsitz.
Im ersten Moment ungewohnt, aber für mich innerhalb von Minuten „gut“.
Grösster Unterschied sind die anderen „Features“ der Armstützen.
Dieses Video verdeutlicht, welche Einstellungsmöglichkeiten es für diese gibt.
Mein bisheriges Fazit nach einer Woche ist sehr positiv. Ich werde die neue Sitzposition und die Armlehnen für ich weiter testen und berichten…
hat jemand ggf. eine Alternative bzw. eine andere Option?
Noch eine Anmerkung in merkwürdigen Zeiten: Da bereits die bloße Nennung eines Produktes auf einer Homepage als Werbung interpretiert werden kann, benennen wir diesen Blogbeitrag (wie auch jeden bereits geschriebenen sowie alle zukünftigen Beiträge, in denen Produkte benannt werden) als unbezahlte Werbung. Sollten wir (jemals) finanzielle Zuwendungen von Firmen erhalten, die Erwähnung bestimmter Produkte betreffend, werden wir die entsprechenden Blogbeiträge als „bezahlte Werbung“ ausweisen.
Diesen Fall habe ich 2009 vorgestellt. Christoph Kaaden hat für diese Fälle den Begriff „Kanonenrohrfall“ geprägt. Dies drückt auch genau das Problem aus. Damals hatte ich keine große Hoffnung in das Behandlungsergebniss langfristig gesetzt. Die klinische Ausgangssituation mit viel Pus, hoher intrakanalärer Substanzverlust und Resektion ließen mich keine Prognose wagen.
Nun haben wir ein Recall nach fast 14 Jahren, neben einigen vorher. Der Zahn ist klinisch symptomlos, zeigt keine erhöhten Sondierungstiefen, der Lockerungsgrad ist 0.
Da die apikale Situation nicht eindeutig röntgenlogisch beurteilter war haben wir uns für eine 3D Aufnahme entschieden. Nun möchte ich der geneigten Leserschaft die Bilder und Aufnahme zur Verfügung stellen.
Apikal ist am Zahn 21 eine stagnierende Regeneration zu erkennen, im Bereich der früheren WSR ist keine vollständige knöcherne Heilung erkennbar. Der Parodontalspalt zeigt sich relativ konstant. Ich sehe eher eine konstante bindegewebige, narbige apikale Situation. Wir haben mit dem Patienten entschieden weiterhin die Situation röntgenlogisch zu kontrollieren und keine chirurgische Intervention zu unternehmen. Ich werde weiter berichten. Ist das Ergebnis ein Behandlungserfolg – für den Patienten ja. Wie ist Eure/Ihre Meinung?
Schön ist es anzuschauen, wenn die kleinen Kinder mit ihren Eltern oder Grosseltern (oder je nach gesellschaftlichem Status auch Nannies), ihre Spielzeugboote im See des Central Parks zu Wasser lassen. Daran musste ich unwillkürlich denken, als ich das Paket der KZV RLP öffnete und die uns vom Gesundheitsministerium unter Jens Spahn zur Verfügung gestellten (unverpackten) FFP2-Masken in Augenschein nahm.
Spielzeugboote. Wie wir sie früher aus Papier gefaltet haben. Ein nostalgischer Moment aus der Kindheit. Nur – zum mehr als wenige Momente überdauernden Schwimmen waren diese nicht geeignet. Und da ergeht es uns mit diesem Masken-Geschenk nicht anders. Während die gefalteten Schiffchen eine gewisse eigene Ästhetik aufweisen, sieht die FFP2 – Maske (ein wie betont wird ausschließlich in deutschen Landen hergestelltes Qualitätsprodukt, was subliminal als Zeichen für die hohe Güte der Ware wirken soll) einfach nur deppert aus. Bereit für den Ententanz im Altersheim? Jetzt schon?!?
Aber – das sind ja nun wirklich Äußerlichkeiten. Schwamm drüber. Kaum der Rede wert, angesichts des Ernstes der Lage.
Schlimm hingegen. Die Masken sind unbequem.
Schlimmer noch- man möge mir vormachen, wie man eine solche Maske mit ihren innenliegenden und um den Kopf herumreichenden Bändern anzieht, ohne diese beim Anziehen zu kontaminieren.
Am schlimmsten – Die Masken schliessen um die Nase nicht genügend ab. In diesem Punkt sind sie schlechter als alle FFP2 – Masken, die wir bisher im Einsatz hatten.
Keiner von uns 5 Praxisangehörigen konnte diese Masken sinnvoll und zweckgemäß einsetzen. Wie Hohn wirkt es daher, wenn die KZV RLP sich freut, uns diese Masken überreichen zu dürfen und hofft, auf diesem Wege uns durch die pandemiebedingte Kostensteigerung etwas entlasten zu können. Hilfe, sehr geehrter Herr Spahn, sieht anders aus. Für mich klingt das wie einem Hund einen abgenagten Knochen hinzuwerfen. Klingt für mich wie das grosse Klatschen auf den Balkonen zu Beginn der Pandemie für die Kranken- und Altenpfleger, deren teils prekäre Situation sich auch im Jahr 3 der Pandemie nicht geändert hat.
p.s.: Das die gelieferten MNS – Masken als Produktionsdatum 12/2023 ausweisen, demnach die Masken via Zeitmaschine aus der Zukunft kommen müssen – trägt nicht unbedingt dazu bei – Produktionsstandort Deutschland hin oder her – das Vertrauen in das Produkt zu stärken.
… gab es bei der nachfolgend beschriebenen Behandlung.
Alio loco waren die Zähne 36 und 37 alio loco im Zuge der Erneuerung der vorhandenen Kronen mit stuhlgefertigten Langzeitprovisorien versorgt worden. Bei der initialen endodontischen Behandlung konnte von den insgesamt 7 Kanalsystemen beider Zähne lediglich der MB des 36 instrumentiert werden.
Bereits das Einzelbild des 37 ließ, gemeinsam mit dem klinischen Befund (Sondierungstiefe mesiolingual 6 mm bei ansonsten gesunden parodontalen Verhältnissen) auf eine oder zwei Perforationen im 37 schliessen.
Im DVT konnte dies Vermutung bestätigt werden.
Es wurde ein zweizeitiges Vorgehen vereinbart. Aufgrund der radiologisch deutlich erkennbaren Randinkongruenz wurde nach Entfernung der temporären Krone, dem Rekonstruieren der Distalfläche der auf 36 verbliebenen Krone (36 und 37 waren verblockt und mittels RelyX-UniCem befestigt gewesen) Zahn 37 zunächst präendodontisch adhäsiv aufgebaut.
Nach absoluter Trockenlegung, Darstellung der Perforationen und Darstellung aller drei Kanaleingänge des 37 wurde die mesiolingual gelegene Perforation adhäsiv verschlossen.
Klinisch war erkennbar, dass es eine Kommunikation zur Mundhöhle gibt und das DVT zeigte eine supracrestale Lage. Ich bevorzuge für den adhäsiven Verschluss ein hochvisköses Flow-Komposit. Die distolinguale Perforation war knöchern begrenzt und wurde nach kollagenem Widerlager mit MTA verschlossen.
Anschliessend konnten alle Kanäle bis zum physiologischen Foramen aufbereitet werden.
Mesial wurden zur Gleitpfaderstellung und zur Aufbereitung ausschliesslich rotierende NiTi-Instrumente eingesetzt. Die Überprüfung der Arbeitslänge erfolgte mit Handinstrumenten der Größe 008.
Abschliessend galt es, nach adhäsivem Verschluss der Zugangskavität, den Aufbau zu präparieren und eine temporäre Krone zu erstellen, die adhäsiv befestigt wurde. So konnte in der zweiten Sitzung der Kofferdam leichter appliziert und die Behandlung beider Zähne (WF 37, WK/WF 36) abgeschlossen werden.
Zu meiner Überraschung erschien im Zahn 36 zwischen MB und ML klinisch eine kleine schmale Struktur, die sich als Middle Mesial erwies. Selbst im hochauflösenden DVT war dort nur im Entferntesten eine Ahnung von Kanaleingang zu vermuten. MB, MM und ML konfluierten kurz vor der deutlichen Distalkrümmung.
Gerne hätte ich auch für den 37 eine Einprobe der Masterpoints vorgenommen, doch musste ich hier, einmal wieder, aufgrund des nicht vorhandenen Platzes zwischen Klammer lingual und Zunge auf ein Röntgenbild unter Kofferdam verzichten. Erst die Abschlussaufnahme gab über das Gelingen Auskunft.
Amprobe BAT-250 Batterietester Marke: AMPROBE 4,6 von 5 Sternen 3.837 Sternebewertungen auf einer großen Einkaufsplattform.
Ich möchte das Teil nicht mehr missen. Nahezu alle herkömmlichen Formate kann man damit testen.
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Heute um 20 Uhr ist das nächste Treffen unseres WURZELSPITZE Qualitätszirkels. Die Anmeldedaten haben alle Molaren-Patrons per Email bereits gestern erhalten. Falls nicht, im SPAM nachschauen oder mich kontaktieren unter h2w2@gmx.de Das Meeting findet im Übrigen nicht mehr via GOTO Meeting, sondern via Zoom statt. Der Fachvortrag kommt von Jörg Schröder. Das Thema dürfen die Teilnehmer zu Beginn auswählen.
Seit Jahren benutzen wir den elektronischen Pulptester von Parkell. Den habe ich seinerzeit mal bei American Dental Systems für eine recht stolze Summe erworben. Er hat uns immens geholfen und war ein verlässliches Gerät.
Jetzt ganz plötzlich nach dem Batterietausch gab er so langsam seinen Geist auf. Er zählte nur noch bis 2 hoch. Nach mehrmaligem drücken gelang es doch das er wie gewohnt bis 60 hoch zählte. Nun brauchten wir Ersatz. Hier ein Link zu einer kleinen Marktübersicht.
Diese Geräte gibt es nicht mehr. Also in Deutschland, bzw. Europa. In Asien gibt es die, wie Sand am Meer, wenn einem bekannten Einkaufsportal glauben darf. Sogar mit CE Zeichen und dann noch für kleines Geld. Nigelnagelneu. Es gibt auch in den USA einen Gebrauchtmarkt für diese Geräte, wo man auch einiges dafür bezahlen muss. Wir haben uns für die CE gekennzeichnet Ware aus Asien entschieden.
Mich wundert es, daß kein Hersteller in Europa diesen Bedarf erkennt und da einspringt. Kann man sehr gut vermarkten, mit Traumafortbildung verknüpfen, an den Unis den Studenten dieses Gerät zur Verfügung stellen und es wird gekauft.
Jetzt haben wir den Asienimport. Auch diese Teil läuft mit 9Volt. Die Batterie eingesetzt und los geht es. Aber nichts ging los. Es gab keinen Auslöseknopf. Es leuchtete eine grüne Diode auf, das war es. So hatte ich es mir nicht vorgestellt. Die Bedienungsanleitung zeigte auch keinen Auslöseknopf. Die Messung erfolgt sobald Kontakt hergestellt ist stand da. Aber es passiert nichts. Im Selbsttest passierte gar nichts.
An dieser Stelle kam mir die Erleuchtung. Ich habe ein Batteriemessgerät zu Hause. Am nächsten Tag habe ich die gekaufte 9Volt Batterie getestet und sie war nahezu leer.
Mit einem neuen 9Voltblock ging es tadellos. Übrigens auch das Parkell Gerät ging wieder einwandfrei. Wir werden beide Sensimess-Geräte im Vergleich testen und dann kann ich mehr zu unserer Asieninvestition sagen.
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Es war wieder einmal soweit. Ein ThermaFil- Stift sollte aus dem Wurzelkanal entfernt werden. Hoffentlich keine grosse Sache. Alle Vorbereitungen sind getroffen. Es fehlt nur noch der Fragremover, der von uns in einer Box mit allen weiteren Utensilien, die dafür notwendig sind, aufbewahrt wird und die in solchen Behandlungssitzungen auf der Hinterkopfzeile bereit steht, um zu gegebener Zeit hervorgeholt zu werden. Und gerade als ich mir das Gerät anreichen lassen möchte, fällt mein Blick auf das 4S – Instrument.
4S. Ist die Abkürzung für die Sebastian-Stein-Schlingen-Spritze. Der hier mitliest und mir vor einiger Zeit schon ein Exemplar seines Fragmententferner-Selbstbaus zugeschickt hatte.
Draht, Kanüle und eine Luerlock- Plastik- Spritze und ein wenig Kleber. Mehr brauchte es nicht.
Da liegt er nun, der 4S, in der Plastikbox und lacht mich an, als wollte er sagen, probier mich doch einfach mal aus. Und irgendwie packt es mich. Ich greif mir das Teil, stülpe die Schlinge über den Kunststoffstift, ziehe am Spritzenkolben im Sinne einer Spritzenaufzugsbewegung, die Schlinge packt zu, ich ziehe an der Spritze und – schwupps – der Stift ist draussen. SO einfach, das nicht nur ich, sondern auch meine beiden Assistentinnen, die bei der Behandlung dabei sind, ein Lob dem Erfinder zukommen lassen möchten.
4S! Wer nicht auf eine professionelle Lösung zurückgreifen möchte, dem sei der 4S zum Selbstbau ausdrücklich ans Herz gelegt.
Nachdem die Erstbehandlung erhebliche Anteile des durch eine interne Resorption deutlich veränderten Kanalquerschnittes offensichtlich nicht füllen konnte, traten innerhalb von ca. 1,5 Jahren nach der Obturation intermittierende Perkussionsempfindlichkeiten an diesem 12 auf.
Das DVT zeigte den apikalen Anteil des Parodontalspaltes leicht erweitert.
Nachdem die Resorptionslakune vom alten Wurzelfüllmaterial befreit war, galt es den apikalen Guttaperchastift möglichst im Ganzen zu entfernen. Dazu kam die hier schon häufig erwähnte Technik zum Einsatz, bei Hedströmfeilen steigenden Durchmessers jeweils bis zur EFL-Anzeige 0,0 an der Guttapercha vorbeigeführt werden , um sich in die Guttaperchamasse hineinzuschrauben.
Nach ausgiebiger Irrigation und Einsatz eines XP-Finishers wurde der eingepasste Masterpoint so weit gekürzt, dass er nur den rundlichen apikalen Anteil ausfüllen konnte. Die benötigte Länge konnte am DVT bestimmt werden. Nach Bestreichen mit Sealer wurde dieser kleine Guttaperchakorken sodann auf einen Microopener aufgespiesst und in die gewünschte Endposition geschoben.
Der heute achtjährige Vinzenz erlitt im Sommer 2021 beim Fußballspielen ein Frontzahntrauma in Form einer Avulsion des Zahnes 11.
Leider wurde der Zahn vor der Replantation ca. zwei Stunden unphysiologisch in einem Taschentuch gelagert. In der weiteren Folge wurden alio loco wiederholt Nachkontrollen sowie die Schienenentfernung durchgeführt.
Eine erste radiologische Nachuntersuchung erfolgte im Oktober 2021, die ohne weitere Therapie blieb.
Im Januar 2022 bildete sich in der Regio 11 eine vestibuläre Fistel. Nach Anfertigung einer weiteren Röntgenaufnahme erfolgte schließlich die Überweisung zu uns.
In zwei Terminen haben wir kürzlich versucht, „zu retten, was noch (oder nicht mehr?) zu retten ist… (1. Termin Med-Einlage Ledermix; 2. Termin Ca(OH)2)
hier wieder die entsprechenden Röntgenaufnahmen und einige weitere Impressionen.
Alio locoFistel Zahn 11 vestibulärApplikation des Ca(OH)2Radiologische Darstellung der Ca(OH)2 Einlage
Sorry, für die deftige Titelwahl, aber innerhalb kurzer Zeit hat man mich sprachlos gemacht.
Zurück in die Zukunft
Letzte Woche erhielt ich 3 Schreiben von der BGW. Verstanden habe ich keines.
Es sind Rechnungen und darauf sind Minusbeträge ausgewiesen. Das heißt für einen mathematisch unbegabten Zahnmediziner: Oh, ich bekomme etwas, oder besser gesagt: „Gehe über Los und ziehe 4000€ ein“. Dem ist nicht so.
Meine Steuerberaterin hat zum Glück mehr Zahlenverstand und mir diese erklärt. Und auch erklärte Sie mir, daß auf dem Schreiben vom 24.01. steht, daß das Schreiben vom 25. 01. widerrufen wurde. Da stimmt doch was nicht, oder?
Ist das etwa wieder die gelobte Digitalisierung?
Natürlich muss ich die Zeit der Steuerberaterin bezahlen damit sie mir die Zukunft erklärt.
Ich glaube so langsam werde ich zu alt für diese digitale Welt…
2. Ohne Worte…
Ein Paket kommt von unserer KZV in Dresden mit diesem Brief.
Eines meiner wichtigsten Anschaffungen meiner frühen Phase des zahnärztlichen Berufslebens war der Kauf einer Lupenbrille. Zunächst mit 2,5 facher Vergrößerung eine Keeler-Lupenbrille, relativ schnell danach eine Orascoptic TTL, Vergrößerungsfaktor 4,3. Die ich bis heute habe. Und – neben Apexlokator, OP-Mikroskop und DVT zu den besten und unverzichtbaren Investitionen meiner Praxistätigkeit zähle.
Mindestens genauso liebgewonnen- die Lupenbrille betreffend – habe ich jedoch auch die adäquate Beleuchtung. Das war anfangst eine riesiger Kasten mit Halogenlampe. Verbunden mittels Glasfaserkabel. Stand auf der Hinterkopfzeile während der Behandlung, nicht zu übersehen, vor allem aber auch nicht zu überhören, weil der für die Kühlung der Lichtquelle notwendige Lüfter bei einer ZE-Präparationssitzung stundenlang lautstark vor sich hin rotierte.
Was für eine Erleichterung, als dann irgendwann kleine transportable akkubetriebene Lichtquellen ihren Einzug in die Praxis hielten. Von nun an war das Licht auf dem Kopf ständiger Begleiter meines Arbeitsalltags. Selbst oder gerade auch bei einer 01 das schattenfreie, optimal ausgeleuchtete intraorale Sichtfeld ein Traum.
Einziger Wermutstropfen – von Zeit zu Zeit musste das geliebte Hilfsmittel wegen Kabelbruchs zur Reparatur geschickt werden. An dieser Stelle ein Dankeschön an Sigma-Dental, die über viele Jahre hinweg zunächst kostenlos und später für einen angemessenen Betrag die Reparatur durchführten, statt wie heute vielzuoft üblich schulterzuckend auf den Neukauf zu verweisen.
Die Abstände zwischen den Bruchereignissen wurden allerdings im Laufe der Zeit immer kürzer.
Irgendwann habe ich aufgegeben, das kaputte Licht einzuschicken. Zumal seit 2013 die Nutzung der Lupenbrille nur noch marginal vorhanden war, weil nun – solitär intrakanalär – fast ausschliesslich der Blick durch das OP – Mikroskop erfolgte. Das Licht also nur noch selten vermisst wurde.
Trotzdem war ich sehr froh, das Tassilo Hug, ein im 3D-Druck sehr beheimateter Kollege aus Heidelberg mir irgendwann seine Eigenkonstruktion vorstellte. Ein Lupenlicht, zusammengebaut aus Industrie-Teilen, die nur wenige Euro kosteten. Das Gehäuse für die LED-Birne selbst gedruckt mit einem in seiner Praxis vorhandenen Formlabs- 3D – Drucker. Angetrieben durch eine handelsübliche USB-Powerbank.
Die Lichtausbeute ? Erstaunlich hoch.
Allerdings auch die Hitzeentwicklung über meiner Nase. Und – Bei mir zumindest brannte die LED nach kurzer Zeit durch. Ich saß also wieder sprichwörtlich im Dunkeln.
Vor kurzem dann habe ich einen neuen Anlauf unternommen. Anlass war der Besuch des ortsansässigen Heimwerker-Marktes. Ich kann mich stundenlang dort aufhalten und mit kindlichem Interesse Gang für Gang entlangstreifen. So fand ich auch das Regal mit einer Auswahl an LED-Stirnlampen. Und dachte mir – wie wäre es, statt einer Lupenbrillenbeleuchtung, angefertigt aus Einzelteilen, von denen nicht klar ist, ob sie überhaupt miteinander harmonieren, auf ein solches Gesamtpaket zurückzugreifen und dieses lediglich für meine Belange zu modifizieren.
Gesagt, getan.
Als Proof of Concept habe ich zunächst eine Halterung gedruckt, die es mir erlaubte, die Stirnlampe an meine Lupenbrille anzuschrauben.
Nachdem das die Machbarkeit bewiesen hatte, bin ich im zweiten Schritt hingegangen und habe aus Gründen der Gewichtsreduktion, die Brillenkonstruktion betreffend, die Leuchteinheit von der Batterieeinheit getrennt und mittels Kabel verbunden. Auch hier diente ein in meinem Fall günstiger China- 3D – Drucker als Teilelieferant.
Ich präsentiere nun hier – Voila – mein DIY- Lupenlicht. Mit Alu- Gehäuse (und dadurch gut wärmeableitend). Zoom-Funktion der Linse. 4 Beleuchtungs-Betriebsarten (von denen 2 sinnvoll sind)
Die Lichtausbeute ? Ich sag s mal so. Mein erstes (teures) Lupenbrillenlicht war nicht so hell.
Das Beste kommt aber noch. Das Licht hat nur rund 13 Euro gekostet. Und jeder, der ein wenig handwerkliches Geschick aufweist, sollte in der Lage sein, in weniger als 20 Minuten sich solch ein Licht selbst zu basteln. Für sich selbst. Oder für Andere in der Praxis.
Was man dazu konkret benötigt an Materialien, Geräten und Druckdateien, das erfahren die WURZELSPITZE- Molaren-Patrons in einem Extra – Betrag.
Im November hatte ich an dieser Stelle über die Folgen eines zu langen Blickkontaktes berichtet.
Neben der Fast-Avulsion zweier Unterkieferfrontzähne kam es zur Dislokation zweier weiterer. Insgesamt zeigten drei der in Mitleidenschaft gezogenen Zähne apikale Pathologien und wurden endodontisch behandelt.
Zahn 42 reagierte in den ersten engmaschigen Kontrollen negativ auf den elektrischen Reiz, wies jedoch maximal einen gering verbreiterten Parodontalspalt auf. Klinisch war der Zahn vollkommen beschwerdefrei.
30 Tage nach dem Trauma zeigte sich eine apikale Erweiterung des Kanalhohlraumes, die nunmehr 4 Monate nach dem Trauma deutlich nach koronal vorangeschritten ist.
Nun wird auch der letzte der betroffenen Zähne endodontisch behandelt werden. Interessant wird es zu sehen, ob, wie ich es erwarte, das Gewebe apikal noch durchblutet sein wird.
Schön zu sehen, dass die periapikalen Regionen der endodontisch behandelten Zähne bereits klare Zeichen einer Ausheilung zeigen.
Den Begriff des Fremdschämens habe ich hier schon mehrfach erwähnt.
Nachfolgend ein Behandlungsfall der bei mir besonders heftiges inneres Kopfschütteln auslöst. Wurde die Behandlung doch von einer Person durchgeführt, die nach eigener Aussage, große Mühen auf sich genommen hat, um den M.Sc. auf dem Gebiet der Endodontologie zu erwerben.
Nach einer erheblichen Dislokation der Zähne 21 und 11 im Alter von 9 Jahren, erfolgte die Behandlung beider Zähne aufgrund labialer Fistelungen 4 Jahre nach dem Trauma in einer im Bereich der Endodontologie spezialisiert arbeitenden Praxis.
Das Ergebnis möchte ich lieber umkommentiert lassen, spricht es doch für sich selbst.