Röntgendiagnostik (2)

Die Fragestellung in der letzten Woche waren:

Können wir 36, 46 behandeln und erhalten.
Was für endodontische Probleme könnte man auf den Bildern erahnen?

Im klinischen Bild imponierte die P. marginales auf Grund jahrelang vernachlässigter Mundhygiene und Zahnarztbesuche.
36 und 46 zeigen im Zahnfilm vertikale Knocheneinbrüche und apikale Läsionen.
Wenn man genau hinschaut erkennt man die Radix entomolaris in beiden Fällen.
Wir haben nach der klinischen Untersuchung ein DVT angefertigt. Anbei die Aufnahmen.

Für uns keine Möglichkeit des langfristigen Erhaltes. Einer parodontalen Therapie stand der Patient, erfolgreicher Unternehmer nach eigenen Ang, aber auch skeptische gegenüber und favorisiert die implantatgetragene Zukunft…

Hygienepauschale die Zweite

Die Hygienepauschale für Zahnarztpraxen wird verlängert, darauf haben sich am 30.09.2020 Bundeszahnärztekammer (BZÄK), PKV und Beihilfe verständigt. Grund sind die COVID-19-bedingt nach wie vor erhöhten Hygienekosten.

Damit wird dem Umstand Rechnung getragen, dass aufgrund der COVID-19-Pandemie die Kosten für Schutzkleidung und Desinfektionsmaterialien, aber insbesondere auch der administrativen Hygieneaufwand, nach wie vor deutlich erhöht sind.

Pauschale wird zunächst verlängert bis zum 31. Dezember 2020

Ab 1. Oktober bis zunächst 31. Dezember 2020 können Zahnärzte zur Minderung dieser Kostenlast  – neben den weiteren Optionen der GOZ – alternativ eine Hygienepauschale berechnen. Die hierfür vorgesehene Gebühren-Nummer 3010 GOZ analog kann allerdings nur noch zum Einfachsatz (= 6,19 Euro) angesetzt werden.

Quelle: zm online, 30.09.2020

 

Röntgendiagnostik

In dem heute vorgestellten Fall stand die Frage aus einer chirurgischen Praxis:

Können wir 36, 46 behandeln und erhalten. Und wurden die Röntgenbilder zugesendet und es wurde erwähnt, daß sich buccal multiple Fistelbildung Pusexudation zeigt. Die Lockerungsgrade sind 0-1 und die Sondierungstiefen sind erhöht.

Wir haben um die Vorstellung des Patienten zur klinischen Untersuchung gebeten.

Was für endodontische Probleme könnte man auf den Bildern erahnen?

Hygienepauschale – nur für Ärzte?

Neue Abrechnungsempfehlung ab dem 01.10.2020:

Gemeinsame Analogabrechnungsempfehlung von BÄK, PKV-Verband und den Trägern der Kosten in Krankheits-, Pflege- und Geburtsfällen nach beamtenrechtlichen Vorschriften des Bundes und der Länder für die Erfüllung aufwändiger Hygienemaßnahmen im Rahmen der COVID-19-Pandemie vom 01.10.2020 bis zum 31.12.2020:

Erfüllung aufwändiger Hygienemaßnahmen im Rahmen der COVID-19-Pandemie, je Sitzung
analog Nr. 245 GOÄ, erhöhte Hygienemaßnahmen, zum 1,0fachen Satz

Die Abrechnungsempfehlung gilt ab dem 01.10.2020 bis zum 31.12.2020 und ist nur bei unmittelbarem, persönlichen Arzt-Patienten-Kontakt anwendbar. Bei Berechnung der Analoggebühr nach Nr. 245 GOÄ kann ein erhöhter Hygieneaufwand nicht zeitgleich durch Überschreiten des 2,3fachen Gebührensatzes für die in der Sitzung erbrachten ärztlichen Leistungen berechnet werden. Die Nr. 245 GOÄ analog ist nicht berechnungsfähig, sofern eine stationäre Behandlung in einem zugelassenen Krankenhaus nach § 108 SGB V erfolgt und für diese Krankenhäuser nach Maßgabe des Krankenhauszukunftsgesetzes entsprechende Hygienezuschläge vereinbart worden sind.

 

Quelle: https://www.bundesaerztekammer.de/aerzte/gebuehrenordnung/geaenderter-geltungszeitraum-und-gebuehrensatz-der-nr-245-goae-analog-fuer-die-erfuellung-aufwaendiger-hygienemassnahmen-im-rahmen-der-covid-19-pandemie-sowie-verlaengerung-der-telemedizin-psychotherapie-abrechnungsempfehlungen/

Marktwirtschaft

Spiegel Online hat es letztens in einer Schlagzeile berichtet.

Handschuhe werden knapp…
https://www.spiegel.de/wirtschaft/service/corona-engpass-einmalhandschuhe-werden-knapp-a-46fa3084-646f-4479-bdc8-3b86f6aee9c5

Das Material knapp ist und man improvisieren muss, habe ich im Rahmen der zahnmedizinischen Ausbildung und Tätigkeit im real existierenden Sozialismus erleben dürfen.
Niemals hätte ich damit gerechnet, daß mich diese Erfahrungen wieder einholen.

Nun ist es soweit. Einmalhandschuhe sind rar. Bestellungen werden automatisch gekürzt. Es gibt Zuteilungen. Das sind dann, wenn man Glück hat noch Vinylhandschuhe.

Das ist wie Schlangestehen nach Bananen und wenn man dran ist gibt es keine mehr, dafür aber Äpfel.

Für mich stellt sich die Frage, was überblicken die Gesundheitspolitiker und Standesvertreter noch?
Wozu brauchen wir ein QM, wenn einfachste Dinge im Arbeitsschutz nicht gewährleistet sind.

Handschuhe gibt es jetzt als Schnäppchen. 100 Stck. für 18,80€+Ust. – Netdental.

Wer seine Angestellten und sich selbst schützen will, der zahlt das schon. Für die Gesundheit ist nichts zu teuer.

 

27 P. apicalis

Der Patient wurde uns überwiesen und betonte, daß er nun alle Zähne unbedingt erhalten will. Er möchte keinen Zahn verlieren und erwartet, daß wir ihm dabei helfen werden.

4 Zähne standen auf der Wunschliste des Überweisers.
27 stand dabei an erster Stelle. Im Zahnfilm und im OPTG erschien der Zahn apikal nicht beurteilbar. Im angefertigten DVT stellte sich pal. eine apikale Veränderung nahe an die Conchae nasales inf. dar. die buccalen Wurzeln zeigten sich apikal an der raumgreifenden Veränderung pal. apikal beteiligt. Der Zahn 27 war umsymptomatisch, die Sondierungstiefen erhöht und der Lockerungsgrad war 0. Die prothetische Versorgung  wurde als Langzeitprov. benutzt.

Postendodontisch ist geplant, das Brückenglied 26 mit einem Implantat zu ersetzen.
Die Behandlung wurde durch geringe die Mundöffnung bei einer Arbeitslänge von knapp 25mm erschwert. Die Aufbereitung, Desinfektion und Füllung erfolgte in 2 Sitzungen.

In den Röntgenrecalls war eine Beurteilung der apikalen Veränderung nicht möglich. Der Patient war beschwerdefrei. Für die Implantation 26 wurde ein DVT notwendig. Deshalb konnten wir die apikale Situation am 27 kontrollieren.
In diesen Aufnahmen war eine deutliche Heilungstendenz erkennbar.
Hätten wir dies ohne DVT erkannt – eindeutig nein.

Ergonomie – do it your self

In dieser Reihe möchte ich Beispiele von ergonomischen Verbesserungen vorstellen, welche durch Kolleginnen und Kollegen im Selbsthilfeverfahren entwickelt und umgesetzt wurden.

An Hand dieses Gastbeitrags von Oliver Schäfer sehen wir, daß die Ergonomie in der Praxis optimiert werden kann und es schafft Anregungen für weiter Verbesserungen in der eigenen Praxis.

Mich störte während der Behandlung -neben der fehlenden Ablage für Endomotor, Ultraschall und co- insbesondere der Kabelsalat. Das RootZX war dabei häufig Anlass für „Verknotungen“, weshalb ich eine eigene Rinne als Kabelführung anlegte. So kommen sich zumindest Turbine, Mikromotor und RootZX nicht mehr in die Quere. Um das Kabel im Schrank schnell und ordentlich zusammenzurollen, verwenden wir automatische Kabelaufroller wie sie bspw. für Kopfhörerkabel verfügbar sind. Schließlich stand ich vor der Aufgabe mein neu angeschafftes Guttasmart System im Schrank unterzubringen, was allein aufgrund der Dimensionen nur liegend möglich war. Auch hier musste zunächst 3D Druck und später CNC-Fräsung her.

37 mit akuten Beschwerden (Recall)

Über diesen  Fall haben wir hier, hier und hier berichtet.

Hier nun das 6 Monatsrecall.

Der Zahn ist symptomlos und die Patientintin glücklich.
Auf Grund des Substanzverlustes habe ich ihr angeraten den Zahn mit einer Teilkrone versorgen zu lassen. In diesen Fällen weise ich ausdrücklich darauf hin:

  1. eine zahnfarbene Restauration möglich ist, aber extrem aufwendig und schwierig einzusetzen setzen. ( Das das geht hat Winfried Zeppenfeld mal vor Jahren auf Endonews recht eindrucksvoll vorgestellt.)
  2. das Mittel der Wahl eine Goldteilkrone ist und das selbst bei dieser Risiken bestehen.
    Das führt meistens zu langen Gesichtern, da wir über eine „nichtzahnfarbene“ Restaurationen sprechen. Auch in diesem Fall war die Patientin nicht glücklich.
  3. Es ist eine chirurgische Kronenverlängerung angeraten.

Ich werde das nächste Recallbild vorstellen.

 

 

Endlich Urlaub

Kurzmitteilung

Das Jahr 2020 hat Überraschunge in ungeahntem Ausmaß gebracht.
Ich meine nicht nur Covid 19 und die Folgen, sondern das gesamte Praxisumfeld und den privaten Bereich.

Die Misere in der Praxis fängt mit Mitarbeiterfluktuation an, über extern verordneten,  die täglichen Abläufe belastenden und tlw. unsinigen Adminstrationen, wie Gesundheitskarte und hört mit extensiven nicht kompensierbaren Preisentwicklungen im Material und Hygienebreich auf.

Für mich treten Fragen auf, wie:
Wie kann keine Schutzausrüstung vorrätig sein, aber Milliardensummen werden in veraltete digitale Spielereien, wie Gesundheitskarte investiert, obwohl Planungen und Szenarien vorlagen.
Gibt es kein QM in der Politik?

Warum müssen Mitarbeiter mit verwaltungstechnischen Dingen, wie Updates der Connectorboxen überprüfen belastet werden. Geht das nicht zu digitalisieren?

Was hat eigentlich die EGK in der Coronakriese für positive Effekte gebracht?

Ich bin dann mal weg und freue mich einige Tage frei von diesen Dingen zu sein.

 

Ergonomie Instrumentenhalter

Für mich einer der wichtigsten Punkte in der Behandlung – das Ablegen, bzw. Abnehmen der Instrumente und Geräte.
Insbesondere aus der 12 und 11 Uhr Position. Das Cart der Behandlungseinheit hat sich bei uns nicht als Ablage bewährt, da es nur von einer Seite erreichbar ist.
Auf der Assistenzseite ist ebenso die Einschränkung der einseitigen Erreichbarkeit. Insbesondere, wenn man in 6 Handtechnik behandelt.
Deshalb haben wir auf den Schwebetisch gesetzt. Auf dem über dem Patienten „schwebenden“ Tisch können wir alle Instrument ablegen. Dieser ist in Griffweite von jeder Assistenz und dem Behandler. Allerdings sind Geräte, wie Endomotor, Ultraschallhandstücke, WF Handstücke und ggf. auch Polymeristationslampen nur zusätzlich auf den Instrumenten ablegbar. Das wird schnell unübersichtlich und die Absturzgefahr steigt erheblich.
Deshalb habe ich über Varianten zur Befestigung am Schwebetisch nachgedacht.
Bisher hatten wir mit Winkeln kleine Halter von NSK angebracht. Diese waren allerdings nur für wenige Instrumente brauchbar, da es unterschiedliche Durchmesser gibt.
Dazu kommt noch das Baumarktbastel-Aussehen.

Mit dem Einführen des 3D Drucks in unsere Praxis konnten wir da schrittweise Veränderungen einführen. Noch ist die Umsetzung in der Testphase. Aber es hat unsere Behandlungsergonomie so bereichert, daß ich es hier kurz vorstellen möchte.

Zuvor noch einige Hinweise.
Der Umgang mit dem 3D Drucker erinnert mich sehr an die Anfangszeit mit dem Mikroskop. Es ist eine zeitlang frustran. Man muss sich einarbeiten und es gelingt nichts von selbst. Es gibt kaum Vorlagen und alles muss selbst konstruiert werden.
Egal, welcher Drucker, man muss Zeit investieren und sich mit der Materie auseinander setzen.

Hier nun einige Impressionen.

Ergonomie – Sensorhalter

In unserer Praxis sind 3 Zahnfilm Röntgengeräte mit Kodak/Carestream Sensoren 6100, 6200 vorhanden. Der älteste Sensor ist von 2006.
Angeblich der erste 6100 -Sensor der in Deutschland verkauft wurde. Bis heute haben wir keinen Kabelbruch erlebt. Nur ein Sensor zeigte ein Wabenmuster und wir nicht mehr eingesetzt.
Wir haben von Anfang an jedes Gerät mit einem Sensor ausgestattet und diesen an dem Gerät mit Kabelhaltern befestigt. Das hat sich sehr gut bewährt.

Allerdings wurden die Sensoren dann immer um den Strahler gewickelt oder hingen einfach herunter. Der Zum Sensor gehörende Halter kann nicht am Röntgengerät,obwohl beides von Kodak/Carestream kommt, befestigt werden.

Mit einem 3D Drucker habe ich mir die Halter gedruckt und kann die Sensoren einfach nach der Verwendung und Desinfektion am Gerät einhängen. Zuvor musste dieser in einem CAD Programm erstellt werden. Das und noch mehr Anwendungen beim nächsten Beitrag.

Ergonomie

Reden wir mal etwas über Ergonomie.

Zitat Google: Definition Ergonomie. Die Ergonomie (setzt sich zusammen aus ergon = Arbeit, Werk und nomos = Regel, Gesetz) beschreibt in erster Linie die Gesetzmäßigkeit menschlicher Arbeit. … Das heißt, wer ergonomisch arbeitet, sorgt nicht nur für eine kleine Wohlfühlatmosphäre, sondern auch für bessere Ergebnisse im Job.

Ergonomie ist ein nicht zu unterschätzender Punkt in der endodontischen Behandlung mit dem Mikroskop. Durch eine ergnomische Arbeitsplatzgestaltung sind längere  Arbeitsphasen ohne Ermüdung bei größter Konzentrationsfähigkeit möglich.

In den Anfangszeiten meiner mikroskopischen Tätigkeit (zwischen 2004 und 2005) gab es wenig Ergonomie und führte oftmals zu Frust. In der ersten Woche der Mikroskopnutzung war ich felsenfest überzeugt, meine größte Fehlinvestition mit dem Mikroskopkauf getätigt zu haben. Erst allmählich erschloss sich mir der besondere Nutzen.

Bei aller Freude über das zu Sehende, es fehlten entsprechende Instrumente, die Behandler/Assistenzposition stimmte nicht, die fotografische Dokumentation war nahezu unmöglich und die Lichtverhälnisse waren unausgewogen. Die Assistenz langweilte sich schnell, weil sie nichts erkennen konnte was der Behandler tat – es fehlte die Mitbeobachtung. Aber wir hatten nur unseren Enthusiasmus. Der trieb uns vorwärts.
Die Industrie legte nur allmählich zu. Firmen wie der Spiegelhersteller Röder haben eine Zusammenarbeit mit Zahnärzten gesucht und es sind entsprechend hervorragende Produkte (HR-Front Mundspiegel) entstanden.

Heute sind viele Dinge gelöst. Fotodokumentationssysteme gibt es. Mikroinstrumentarium ist vorhanden und es wurde spezielle Endocarts gebaut.
Lange habe ich überlegt, mir dieses anzuschaffen. Letztendlich habe ich mich dagegen entschieden, da der Hersteller meist diese nur in Kleinserie gebaut hat und man auf Gedeih und Verderb an diesen gebunden ist. Zudem wollte ich den Patienten nicht mit der Vielzahl an Geräten im Ersttermin konfrontieren. Deshalb habe ich mir aus einem einfachen Rollwagen ein zusätzliches Cart gebaut und war damit für 4-6Handtechniken in der Assistenz ganz zufrieden. Dieser wird zusätzlich zu einem Cart der Behandlungseinheit genutzt.
Wir arbeiten dazu noch mit einem Schwebetisch über dem Patienten, der aus jeder Position der Assistenz erreichbar ist. Die Behandlerposition ist bei mir immer die 11 Uhr und 12 Uhr Position. Die Assistenz hat Mitbeobachtungsmonitore in 9 Uhr und 12 Uhr Position und einen Mitbeobachtungstubus am Mikroskop.

Am Schwebetisch fehlten mir die notwendigen Ablagen für die verschiedensten Geräte, wie beispielsweise Endohandstücke, Ultraschallhandstücke, kabellose Motoren und Hitzeplugger und Extruder der thermischen WF-Geräte. Diese Instrumente sollten in Greifweite durch die Assistenz oder den Behandlerwerden sicher abgelegt werden können und ebenso problemlos wieder aufgenommen werden können. Von NSK gab es Halter zum Ankleben oder Verschrauben. Damit hatten wir uns lange beholfen. Diese waren jedoch nicht ausreichend in der Anzahl und Größe. Von dem optischen Bastel-Eindruck mal ganz abgesehen.
Hier wollte ich unbedingt Veränderungen haben. Wir haben aber industriemäßig keine brauchbare Lösung finden können.

In den letzten Jahren kamen zunehmend 3D-Drucker in das Blickfeld der Privatanwender.
Ha-Wi gab mir dann den letzten Impuls, solch ein Gerät anzuschaffen.

Im nächsten Beitrag dann mehr darüber…

Anamnese

Der Patient wurde uns zur Instrumentenentfernung überwiesen.
In der von uns erstellten Anamnese tauchte das Medikament Truvada auf.

Bisher hatte ich davon noch nichts gehört und man überliest es schnell.
Truvada ist ein HIV Medikament und wird in diesem Fall zur PRÄ-EXPOSITIONS-PROPHYLAXE (Prep) eingesetzt.
Der Partner/Partnerin des Patienten ist HIV positiv.

Dies führte dazu, daß wir uns mit den aktuellen HIV-Richtlinien auseinander setzten.
Die BZK schreibt dazu:

Standardmaßnahmen und Praxisorganisation

Das Tragen einer persönlichen Schutzausrüstung bestehend aus, Einmalhandschuhen, Mund-Nasenschutz, Schutzbrille/ Schutzschild und ggf. Schutzkittel, wenn die Gefahr des Verspritzens von Flüssigkeiten besteht.
Sachgerechte Reinigung, Desinfektion und ggf. Sterilisation aller bei der Behandlung benutzten Medizinprodukte (Instrumente) gemäß ihrer Einstufung in Risikoklassen (RKI- Empfehlung, Hygieneplan).
Desinfektion der patientennahen Flächen nach der Behandlung.
Entsorgung kontaminierter Abfälle, wie z.B. Tupfer, OP-Abdeckungen, Watterollen o.ä. über den Hausmüll.
Für HIV-Infizierte ist weder ein eigener Behandlungsraum erforderlich noch ist es notwendig solche Patienten am Ende eines Sprechtages zu behandeln.

Die Tatsache, dass viele Patienten nicht von ihren Infektionserkrankungen wissen oder auf Grund negativer Erfahrungen diese dem behandelnden Zahnarzt nicht mitteilen, bedingt die Regel, dass alle Patienten so behandelt werden müssen als ob sie infektiös wären.

Zu den Nebenwirkungen der antiretroviralen Therapie und Modifikationen des zahnärztlichen Behandlungsschemas bei infizierten Patienten im Stadium AIDS sei auf Fachpublikationen hingewiesen.

Quelle: https://www.bzaek.de/berufsausuebung/hygiene/hivaids.html

Hier noch der Vollständigkeit halber die Bilder aus der Behandlung:

und noch mal ausführlich…

Vor einiger Zeit wurde ich gebeten noch einmal die sequentielle Matritzentechnik, wie wir sie anwenden vorzustellen. Im Zusammenhang mit dem Vorstellen des Beautifil Flow Materials von Shofu habe ich diese Technik sequentielle Matritzentechnik genannt. Die Technik beinhaltet das Anwenden von verschiedenen Matritzensystemen und das Nutzen der jeweiligen Stärken der Systeme um eine möglichst optimale Füllungs- und Kontaktpunktgestaltung zu erreichen.

Der Präendodontische Aufbau ist ein wichtiger Bestandteil der endodontischen Behandlung.

Dies beinhaltet für mich eine optimale Kontaktpunktgestaltung ohne überstehende Füllungsränder, pflegebare Interdentalräume und eine reizfreie Gingiva-Situation zu erreichen. Weiterhin Beschwerden durch chronische Speiserestimpaktion zu vermeiden und dem Patienten zu einem belastbaren, kaufähigen und kariesfreien Zahn zu verhelfen.
Das bedarf, auf Grund der meist stark zerstörten Zahnrestsubstenz etwas Aufwand.

Ich habe versucht dies in den Bildern darzustellen und zu kommentieren.

Noch eine Anmerkung in merkwürdigen Zeiten: Da bereits die bloße Nennung eines Produktes auf einer Homepage als Werbung interpretiert werden kann, benennen wir diesen Blogbeitrag (wie auch jeden bereits geschriebenen sowie alle zukünftigen Beiträge, in denen Produkte benannt werden) als unbezahlte Werbung. Sollten wir (jemals) finanzielle Zuwendungen von Firmen erhalten, die Erwähnung bestimmter Produkte betreffend, werden wir die entsprechenden Blogbeiträge als „bezahlte Werbung“ ausweisen.

 

Zielschiessen

Wieder mal ein Fall mit Osteosyntheseplatten.

Der Patient hatte einen schweren Fahrradunfall und einige Zeit danach Probleme am Zahn 37.
Wir haben den Zahn 2015 wurzelkanalbehandelt und die Schwierigkeit war möglichst die distale Wurzel so anzuvisieren, daß man diese röntgenlogisch beurteilen kann. Nach der Behandlung war der Patient wieder auf großer Fahrradtour in der Welt unterwegs.
Nun hatten wir die Möglichkeit zum 5 Jahresrecall.

 

Die Revision der Revision…(2)

An dieser Stelle haben wir über den Fall und den Ausgangszustand berichtet.

Nach eingehender Beratung haben wir uns zusammen mit der Patientin für einen Revisionsversuch entschieden.

Die chirurgische Intervention in Form einer Wurzelspitzenresektion haben wir nicht in Betracht gezogen.
Die Extraktion und Implantation wäre eine Alternative. Allerdings werden die ästhetischen Ansprüche der Patientin auf Dauer schwer stabil zu lösen sein (ungünstiger Gingivatyp).

Die dezente Grauverfärbung des Zahnes ist bereits jetzt für Sie ein Problem. Durch ihren Beruf als Schauspielerin fällt es ihr schwer darüber hin weg zu sehen.
Ein internes Bleaching habe ich durch die Rißbildung im Wurzelbereich ausgeschlossen.Die Alternative Veneer war für die Patientin als Alternative vorstellbar.

Im Rahmen der Revision haben wir versucht möglichst wenig Wurzeldentin noch zu entfernen. Meine Hoffnung SAF war auf Grund des zu geringen Durchmessers der Feile nicht einsetzbar.
Nach der vollständigen Entfernung des Wurzelfüllmaterials entleerte sich ein purides Exsudat von apikal mit pulsschlagartigen Bewegungen. Nach ca. 30 minütiger Absaugung war nur noch eine dezente Exsudation zu erkennen. Apikal haben wir das Kanalsystem mit Mtwo Instrumenten bis Iso 60 aufbereitet. Für 21 Tage haben wir Ultracal apliziert.
Der apikale Verschluß erfolgte mit ProRoot MTA und apikalem kollagenem Widerlager. Der Zahn wurde adhäsiv verschlossen und zur Reduzierung der Compositeschrumpfung wurde ein Glasfaserstift eingesetzt.

Nach verhaltener Prognose konnten wir im Verlauf von 2 Jahren eine deutliche Heilung erkennen. Leider ist die Patientin verzogen und nun nicht mehr in unserem endodontischem Recall.

Die vorhergehenden Revisionen haben durch einen sehr subtraktiven Aufbereitungsweg und wenig Übersicht keinen Erfolg gebracht. Ein „einfacher Frontzahn“ wurde damit sehr stark geschwächt. Für Patienten mit einem ausgesprochenem Sprachberuf kann das fatal enden.

Die Revision der Revision…

Die Patientin (28) kam mit Beschwerden. Am Zahn 12 zeigte sich in der Umschlagfalte in Wurzelspitzenhöhe eine deutlich palpierbare und schmerzhafte Schwellung. Der Zahn macht der Patienten schon seit der Kindheit Probleme nach einem Unfall. Mehrfach wurde der Zahn endodontisch behandelt. Es waren nicht mehr alle Behandlungen zu eruieren.

Jetzt wurde sie zur Wurzelspitzenresektion überwiesen. Doch vorher wollte die Patientin eine Zweitmeinung einholen. Deshalb der Termin bei uns.

Die klinischen Befunde:
Kein Lockerungsgrad, ein deutlicher Perkussionsschmerz horizontal und lateral, apikal labial Schmerzen auf Palpation. Dezente gräuliche Verfärbung im Zahnhalsbereich.
Im Zahnfilm war deutlich eine apikale Osteolyse, vermutlich eine Stufenbildung zu erkennen. Alles klar könnte man meinen.

Die Patientin hat sich für die Revision und gegen die WSR in gemeinsamer Beratung mit uns entschieden. Im ersten Behandlungstermin wurde bei der Entfernung der WF Materialien schnell klar, daß in der, oder den vorhergehenden Revisionen einiges übersehen wurde. Wir konnten verschieden Guttaperchamaterialien erkennen. WF Material, welches aus vorhergehenden Behandlungen stammte und nicht vollständig entfernt wurde. Trotzdem war ein großer Substanzverlust intrakoronal erkennbar.
Labial zeigte sich zudem ein Riss im kolonialem Wurzeldrittel. Er ließ sich allerdings nicht weiter verfolgen.

Wir haben uns zur erweiterten Diagnostik für ein DVT entschieden.

Das DVT zeigte wie gering die Restsubstanz ab dem mittleren Wurzeldrittel war. Vor allem wie stark der Kanalverlauf in den endodontischen Behandlungen verlagert wurde.
Die Patientin wurde von uns über die verschlechterte Prognose informiert.

Die Frage, was soll nun bei einer erneuten endodontischen Revision besser werden?
Bereits zuvor, war die Revision in einer endodontischen spezialisierten Praxis erfolgt.
Würden Sie der Patientin zum Zahnerhaltungsversuch raten?

Take Our Poll

und wieder ein Recall

Diesen Fall haben wir hier und hier vorgestellt.

Zufällig habe ich von den Patienten jetzt ein DVT- Recall und kann den Zahn 21 zum Ausgangsbild vergleichen, da er am Rand des Aufnahmezylinders noch abgebildet ist. Die 3D-Aufnahme wurde für den Zahn 24 angefertigt.

Der Erhaltungsversuch des Zahnes 21 ist für uns schon fast experimentell gewesen. Deswegen freuen wir uns über jedes weiter Jahr im Patientenmund.

Plasmozytom / multiples Myelom

In dem zuletzt beschriebenen Fall hat mich das OPTG mit den entfernten Osteosyntheseplatten und Schrauben an einen früheren Patientenfall erinnert.

Deshalb möchte ich den hier kurz vorstellen.
Der Patient war 65 Jahre und in einer Röntgenaufnahme (OPTG) konnten wir uns unbekannte Veränderungen erkennen. Diese konnten wir nicht zuordnen.

In diesem Fall haben wir uns auf das Fachwissen eines von mir sehr geschätzten Kollegen verlassen, Thomas Weber, Autor des Memorix Zahnmedizin.
Thomas hatte bei dem Bild den Verdacht, daß es sich um ein Plasmozytom handeln könnte. In der Röntgenauswertung mit dem Patienten haben wir auf die Veränderungen hingewiesen und auf die Möglichkeit der Erkrankung hingewiesen. Der Patient wusste dies bereits. Die Diagnose lautete: Plasmozytom, bzw. multiples Myelom, Stadium III.

Komplikationen sind pathologische Frakturen:
Bei pathologischen Frakturen handelt es sich um spontane Brüche, die durch den „Knochenfraß“ der Plasmazellen verursacht werden. 
So kann ein plötzlich einsetzender Schmerz Zeichen von einem Wirbelkörperbruch sein. Die Osteolysen sind Folge der Abgabe von Botenstoffen durch die entarteten Plasmazellen. Diese regen die die Osteoklasten an.

Dies ist im OPTG zu erkennen.

 

 

 

Submuköser Abszess 33 (3)

Die Behandlung der Zähne 33-35 war endodontisch ohne großen Schwierigkeiten zu erwarten.
Der Patient hat eine posttraumatische Belastungsstörung. Dies äußerte sich, daß er in Ruhestellung, wie auf dem Behandlungsstuhl urplötzlich unruhige Phasen bekam, in dem der ganze Körper, einschließlich Kopf in sporadische Zuckungen verfällt.
Leider erfuhren und erlebten wir dies erst in der Behandlung.
Dies bereitete große Probleme bei der Aufbereitung, der Wurzelfüllung und dem anschließenden postendodontischen Aufbauten der Zähne.

Nach der Initialbehandlung von 33 waren weitere neue Fistelungen im Bereich 34 und 35 erkennbar.

Die anschließende Initialbehandlung an 34 und 35 führten ebenso zu keiner Verringerung der chronischen Abszessbildung. 34 und 35 zeigten eine nekrotische Pulpa.
Trotzdem vermutete ich in diesem Behandlungsabschnitt bereits, daß es eine andere Ursache für die multiplen Fisteln geben musste.
Als Ursache kamen die Osteosyntheseplatten oder Schrauben in Frage. Dies ließ sich mit Guttaperchapoints auch röntgenlogisch darstellen.
DerLockerungsgrad am Zahn 34 verringerte sich nicht nach der Aufbereitung des Wurzelkanalsystems. Das apikale Foramen war stark erweitert als Zustand nach einer externen apikalen Resorption.
Eine regenerative Therapie kam auf Grund der Plaqubelastung nicht ernsthaft als Therapieansatz in Frage. Wir haben 34 apikal mit MTA gefüllt um eine ggf. mögliche apikale Kürettage/ Resektion bei der Entfernung der Osteosyntheseschrauben als Option offen zu lassen. Das MTA ließ sich nur schwer nach apikal transportieren auf Grund der Eigenbewegung des Patientenkopfes.

Im Anschluß wurden die Osteosyntheseplatten und Schrauben chirurgisch entfernt. Die lange Verweildauer von mehr als 20 Jahre machte dies chirurgisch zu eine Herausforderung, wie mir der Oralchirurg berichtete. Die chronische Abszedierung war mit der Entfernung verschwunden. Als Ursache sind die gelockerten Osteosyntheseschrauben anzusehen.

Die Plaquebelastung war nach mehrfachen Hinweisen deutlich reduziert.
Zahn 34 zeigt einen geringeren Lockerungsgrad (I-II).

Submuköser Abszess 33 (2)

Wir haben uns für eine 3dimensionale Röntgendiagnostik entschieden. Die befürchteten Artefakte im DVT hielten sich in Grenzen.

Allerdings war die Beurteilung der apikalen Region am Zahn 34 schwierig. Durch die Osteosyntheseschrauben schien der Wurzelzement zumindest verletzt zu sein.
Die Lockerungsgrade und die parodontale Situation versprachen keine gute Prognose. Der Patient wünschte trotzdem einen Erhaltungsversuch.

Unsere Diagnose:  33, 34 P. apicalis, Z.n. Kieferfraktur mit Verdacht der Wurzelperforation nach Osteosynthesetherapie, 35 P. apicalis, biofilmassoziierte Gingivitis, P. marginalis adulta. VD Infektion nach Plattenosteosynthese durch Schraubenlockerung

Unser geplantes Vorgehen:
1. 33 endodontische Therapie, apikaler Verschluss mit PrRoot MTA
2. 34 endodontische Therapie, apikaler Verschluss mit PrRoot MTA, alternativ Extraktion. 35 endodontische Therapie

In Absprache mit dem betreuenden Kieferchirurgen wird die Entfernung der Osteosyntheseplatten nach der endodontischen Therapie eingeplant. Die weitere proth. Therapie wird in Absprache durch dem HZA erfolgen.

 

 

Submuköser Abszess 33

Dem Patienten wurde angeraten sich bei uns vor zu stellen. Eine Überweisung hatten wir nicht.
Klinisch zeigte sich ein Zustand nach Inzision eines Abszesses Regio 32-34 mit Pusaustritt. Die Schwellung und die Beschwerden waren, laut Aussage des Patienten zurück gegangen.
Am Zahn 34 imponierte eine multiple Fistelung und im gesamten UK Bereich eine plaque-assoziierte Gingivitis.

Das OPTG zeigt mehrere Osteosyntheseplatten im Unterkiefer links. Diese wurden in Folge einer Unterkieferfrakltur vor 20 Jahren inseriert. Der Patient gibt ein Taubheitsgefühl in der Lippe bis zum Kinn ca. pflauemngroße Ausdehnung im Bereich des N. mentalis seit dem Unfall an. Röntgenbilder und Unterlagen zu dem Unfall waren nicht mehr auffindbar.

Die Sensibilitätsprüfung der Zähne 31-35 erfolgte elektronisch und auf Kälte. Die Ergebnisse waren durchweg negativ.
Die Zähne 32, 33, 35 zeigten erhöhte Sondierungstiefen und einen Lockerungsrad von I-II, 34 von II-III. Vor 2 Jahren wurde eine Osteosyntheseschraube Regio 33 von einem Oralchirurgen entfernt.

Und nun?

DVT – Stellen die Osteosyntheseplatten eine Artefaktgefahr dar, die die apikale Situation unzureichend darstellt?

Oder Probetrepanation?

 

Ergebnisse der „Heinsberg-Studie“ veröffentlicht

Bonner Forschungsteam ermittelt Sterblichkeitsrate der SARS-CoV-2-Infektion


Der Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen gilt als Brennpunkt für das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2. Nach einer Karnevalssitzung kam es dort zu einer in Deutschland frühen und massenhaften Ausbreitung des Erregers. Im Rahmen der Studie hatte ein Forschungsteam um Prof. Dr. Hendrik Streeck und Prof. Dr. Gunther Hartmann von der Universität Bonn in der Ortschaft Gangelt eine große Zahl von Einwohnern befragt, Proben genommen und analysiert. Dabei wurde unter anderem erstmals die Sterblichkeitsrate der Infektion genau bestimmt. Die Ergebnisse der Studie sind vorab veröffentlicht worden und werden nun der Wissenschaft und der Öffentlichkeit vorgestellt. Eine Publikation in einem Fachjournal mit Peer-Review-Verfahren folgt.


Prof. Dr. Hendrik Streeck, Direktor des Instituts für Virologie am Universitätsklinikum Bonn
Im Zentrum der Studie steht die Sterblichkeitsrate der Infektion (sog. Infektionssterblichkeit, infection fatality rate, IFR), die den Anteil der Todesfälle unter den Infizierten angibt. Diese muss von der Fallsterblichkeit unterschieden werden (case fatality rate, CFR). Die IFR ist aus verschiedenen Gründen der verlässlichere Parameter, und dessen Bestimmung wird international für SARS-CoV-2 gefordert. „Mit unseren Daten kann nun zum ersten Mal sehr gut geschätzt werden, wie viele Menschen nach einem Ausbruchsereignis infiziert wurden. In unserer Studie waren das 15 Prozent für die Gemeinde Gangelt. Mit der Gesamtzahl aller Infizierter kann die Infektionssterblichkeit (IFR) bestimmt werden. Sie liegt für SARS-CoV-2 für den Ausbruch in der Gemeinde Gangelt bei 0,37 Prozent“, sagt Studienleiter Prof. Dr. Hendrik Streeck, Direktor des Instituts für Virologie am Universitätsklinikum Bonn. Mit der IFR lässt sich anhand der Zahl der Verstorbenen auch für andere Orte mit anderen Infektionsraten abschätzen, wie viele Menschen dort insgesamt infiziert sind. Der Abgleich dieser Zahl mit der Zahl der offiziell gemeldeten Infizierten führt zur sogenannten Dunkelziffer. Diese ist in Gangelt rund fünffach höher als die offiziell berichtete Zahl der positiv getesteten Personen. Legt man für eine Hochrechnung etwa die Zahl von fast 6.700 SARS-CoV-2-assoziierten Todesfällen in Deutschland zugrunde, so ergäbe sich eine geschätzte Gesamtzahl von rund 1,8 Millionen Infizierten. Diese Dunkelziffer ist um den Faktor 10 größer als die Gesamtzahl der offiziell gemeldeten Fälle (162.496 am 03.05.2020, 07:20 Uhr).


Prof. Dr. Gunther Hartmann, Leiter des Instituts für Klinische Chemie und Klinische Pharmakologie am Universitätsklinikum Bonn
„Die Ergebnisse können dazu dienen, Modellrechnungen zum Ausbreitungsverhalten des Virus weiter zu verbessern – bislang ist hierzu die Datengrundlage vergleichsweise unsicher“, sagt Co-Autor Prof. Dr. Gunther Hartmann, Leiter des Instituts für Klinische Chemie und Klinische Pharmakologie am Universitätsklinikum Bonn und Sprecher des Exzellenzclusters ImmunoSensation. Die Studie gibt auch wichtige Hinweise für weiterführende Forschung zu SARS-CoV-2, etwa zum Infektionsrisiko in Abhängigkeit von Alter, Geschlecht und Vorerkrankungen, zum höheren Schweregrad der Erkrankung unter den besonderen Bedingungen eines massiven Infektionsereignisses wie in Gangelt, oder zum Infektionsrisiko innerhalb von Familien.

20% der COVID-19 Infektionen verlaufen asymptomatisch

Auch die Symptombeschreibung ist ein Aspekt der Studie. Der für diese Infektion auffälligste Symptomkomplex ist der von Prof. Streeck zuvor beschriebene Geruchs-und Geschmacksverlust. Weiterhin zeigten in Gangelt insgesamt 22 Prozent von allen Infizierten gar keine Symptome. Es fiel auf, dass Personen häufiger Symptome hatten, die an der Karnevalssitzung teilgenommen haben. „Um herauszufinden, ob hier die körperliche Nähe zu anderen Sitzungsteilnehmern und eine erhöhte Tröpfchenbildung durch lautes Sprechen zu einem stärkeren Krankheitsverlauf beigetragen haben, planen wir weitere Untersuchungen in Kooperation mit Spezialisten für Hygiene“, führt Prof. Hartmann aus.

„Dass offenbar jede fünfte Infektion ohne wahrnehmbare Krankheitssymptome verläuft, legt nahe, dass man Infizierte, die das Virus ausscheiden und damit andere anstecken können, nicht sicher auf der Basis erkennbarer Krankheitserscheinungen identifizieren kann“, meint Prof. Martin Exner, Leiter des Instituts für Hygiene und öffentliche Gesundheit und Co-Autor der Studie. Dies bestätige die Wichtigkeit der allgemeinen Abstands- und Hygieneregeln in der Corona-Pandemie. „Jeder vermeintlich Gesunde, der uns begegnet, kann unwissentlich das Virus tragen. Das müssen wir uns bewusst machen und uns auch so verhalten“, sagt der Hygiene-Experte.

In den untersuchten Mehrpersonen-Haushalten war das Risiko für die Ansteckung einer weiteren Person überraschend gering. „Die Infektionsraten sind bei Kindern, Erwachsenen und Älteren sehr ähnlich und hängen offenbar nicht vom Alter ab“, sagt Prof. Streeck. Es gebe auch keine signifikanten Unterschiede zwischen den Geschlechtern.

Insgesamt 919 Teilnehmer aus 405 Haushalten

Insgesamt 600 zufällig ausgewählte Haushalte in Gangelt wurden angeschrieben und gebeten, an der Studie teilzunehmen. 1007 Studienteilnehmer aus 405 Haushalten wurden vom 30. März bis 6. April sechs Wochen nach dem Ausbruch der Infektion in Gangelt befragt und getestet. Die Wissenschaftler nahmen Rachenabstriche und Blutproben. In der Akutphase der Infektion in den ersten ein oder zwei Wochen ist der PCR-Test, der den „genetischen Daumenabdruck“ von SARS-CoV-2 erfasst, sehr zuverlässig. Zwei oder drei Wochen nach der Infektion bildet das Immunsystem sogenannte Antikörper gegen das Virus, die der ELISA-Test (Euroimmun) erkennt. „Durch die Kombination von PCR- und ELISA-Test können wir sowohl akute als auch abgelaufene Infektionen erfassen“, sagt Hartmann. Vorstudien zeigten, dass der ELISA-Test sich in etwa einem Prozent der durchgeführten Untersuchungen „irrt“ und fälschlicherweise eine durchgemachte Infektion anzeigt. „Bei einem hohen Prozentsatz an Infizierten wie in Gangelt tritt dieser messtechnische Unsicherheitsfaktor in den Hintergrund“, erklärt Hartmann. Bei aktuell geplanten Deutschland-weiten Studien mit einer geschätzten Infektionsrate von etwa ein bis zwei Prozent sei dieser messtechnische Unsicherheitfaktor jedoch ein Problem.

Welche Schlüsse aus den Studienergebnissen gezogen werden, hängt von vielen Faktoren ab, die über eine rein wissenschaftliche Betrachtung hinausgehen“, sagt Prof. Streeck. „Die Bewertung der Erkenntnisse und die Schlussfolgerungen für konkrete Entscheidungen obliegen der Gesellschaft und der Politik.“

In der Corona-Pandemie gelten auch beim wissenschaftlichen Publizieren andere Regeln als sonst: Renommierte wissenschaftliche Journale verlangen, dass bei der Einreichung von Arbeiten zum Thema COVID-19 das jeweilige Paper zunächst auf einem Preprint Server hochgeladen und so unverzüglich vorab der Wissenschaft und den Gesundheitsbehörden zugänglich gemacht wird (siehe: https://wellcome.ac.uk/coronavirus-covid-19/open-data). Erst dann findet das weitere Publikationsverfahren mit einer Überprüfung durch Experten im sog. Peer Review statt.

Publikation:
Infection fatality rate of SARS-CoV-2 infection in a German community with a super-spreading event Hendrik Streeck, Bianca Schulte, Beate M. Kümmerer, Enrico Richter, Tobias Höller, Christine Fuhrmann, Eva Bartok, Ramona Dolscheid, Moritz Berger, Lukas Wessendorf, Monika Eschbach-Bludau, Angelika Kellings, Astrid Schwaiger, Martin Coenen, Per Hoffmann, Birgit Stoffel-Wagner, Markus M. Nöthen, Anna-Maria Eis-Hübinger, MartinExner, Ricarda Maria Schmithausen, Matthias Schmid and Gunther Hartmann

Download: Infection fatality rate of SARS-CoV-2 infection in a German community with a super-spreading event

Was sind die wichtigsten Ergebnisse der Studie?

Prof. Hendrik Streeck: „Im Zentrum der Studie steht die Infection Fatality Rate (IFR), die den Anteil der Todesfälle unter den Infizierten angibt. Aus den Daten wurde weltweit erstmalig errechnet, dass die IFR von SARS-CoV-2 bei 0,37% liegt. Je nach mathematischen Korrekturverfahren schwankt sie zwischen 0,24% und 0,43%. Bei etwa 15 Prozent aller untersuchten Personen wurde eine Infektion mit SARS-CoV-2 nachgewiesen. Die bisher bekannte Infektionsrate in der Gemeinde Gangelt lag bei 3%. Dies bedeutet, dass fünf Mal so viele Personen in der Gemeinde Gangelt infiziert waren, wie ursprünglich ermittelt. Es wurden neben Einzelpersonen auch Haushalte untersucht um herauszufinden, ob es einen Familienclustereffekt gibt. Die Studie zeigt, dass wenn ein Haushaltsmitglied infiziert ist, die Infektionswahrscheinlichkeit für eine weitere Person abhängig von der Haushaltsgröße über dem durchschnittlichen Infektionsrisiko von 15% liegt, z.B 20% darüber bei 3-Personen Haushalten. Die Infektionsraten sind bei Kindern, Erwachsenen und Älteren sehr ähnlich und hängen offenbar nicht vom Alter ab. Außerdem gibt es in der Studie Hinweise, dass es zu schwereren Krankheitsverläufen kam, wenn die Personen Karneval gefeiert haben.“

Welche Aussagekraft haben die Ergebnisse?

Prof. Gunther Hartmann: „Die Dunkelziffer ist nur auf die Gemeinde Gangelt zu beziehen. Jedoch: Die von uns bestimmte Letalität mit dem Fehlerbereich der Berechnung ist eine Eigenschaft des Virus. Dadurch kann man zum Beispiel mit einem gewissen Fehlerbereich hochrechnen, wie viele Menschen infiziert sein können. Legt man für eine Hochrechnung etwa die Zahl von 6.700 Todesfällen in Deutschland zugrunde, die mit SARS-CoV-2 zusammenhängen, ergibt sich die Zahl von 1,8 Millionen Infizierten. Die Daten können dazu dienen, Modellrechnungen zum Ausbreitungsverhalten des Virus zu verbessern. Bislang war hierzu die Datenlage sehr unsicher.“

Was sagen Sie zu der in den Medien geäußerten Kritik an der Studie?

Diskussionen und auch Kritik sind ein wesentlicher Teil des wissenschaftlichen Erkenntnisprozesses. Zu der vom SWR verbreiteten Kritik sagt das Forschungsteam: In der Arbeit wird die Infection Fatality Rate (IFR) für den Ort Gangelt bestimmt, nicht für Deutschland. Das von uns errechnete Konfidenzintervall für die IFR in Gangelt ist korrekt. Eine Berechnung des Konfidenzintervalls für die IFR in Gesamtdeutschland müsste zusätzliche statistische Unsicherheiten einbeziehen. Dies war jedoch nicht Ziel der Arbeit und wurde von den Autoren auch nicht als solches formuliert. Bei der im Diskussionsteil der Arbeit aufgeführten Zahl von 1,8 Millionen Infizierten handelt es sich um eine rein theoretische Beispiel-Hochrechnung, die auch ganz klar als solche gekennzeichnet ist. Die Breite des Konfidenzintervalls für die IFR in Gangelt hat keinen Einfluss auf die Beispielberechnung der Zahl 1,8 Millionen. Sie hätte höchstens einen Einfluss auf ein mögliches Konfidenzintervall für die 1,8 Millionen, also auf die Schwankungsbreite der „Punkt“-Schätzung 1,8 Millionen. Eine solche Schwankungsbreite wird im Paper aber nicht aufgeführt. Insofern existieren auch keine Widersprüche in der Arbeit.

 

 

Kontakt für die Medien:
Dr. Andreas Archut
Dezernat für Hochschulkommunikation
Universität Bonn
Tel.: 0228/73-7647
E-Mail: kommunikation@uni-bonn.de

 

Quelle: https://www.uni-bonn.de/neues/111-2020

Lateraler Kanal (3)

Den Fall habe ich hier und hier bereits vorgestellt.
Im letzten Artikel habe ich bewusst einen Cut gemacht. Wir freuen uns über besonders toll aussehende Röntgenbilder. Hier z.B. ein mit der medikamentösen Einlage gefüllten Kanal. Schwieriger Strukturen mit geringerem Durchmesser, wie der apikal gelegene weitere laterale Kanal zu füllen. Spannend wird es dann bei der Entfernung des Materials.

Für mich war dieser Fall besonders interessant. Erstmals habe ich Metapaste eingesetzt und wusste eigentlich nicht, wie gut entfernbar ist das Material.
Metapaste ist ein provisorischer Calciumhydroxid-Zement mit deutscher Zulassung von der Firma Meta. (Calciumhydroxid nenne ich jetzt der Einfachheit halber im Artikel CaOH.)

Der laterale Kanal zeigte ein größere horizontale Ausdehnung. Sollten Reste der Med verbleiben ist die weitere Desinfektion im Rahmen der Wurzelkanalaufbereitung ggf. auch geringer. Der laterale Kanal war in meinen Händen nicht instrumentierbar.

CaOH entferne ich mit Zitronensäure, die mit dem Eddy „bewegt“ werden.
Die SAF konnte sich bei mir nicht auf Dauer behaupten, da ich erhebliche Qualitätsmängel der Instrumente beobachten musste. Lange Zeit habe ich aber die SAF für CaOH-Enternungen favorisiert.
Ultraschall empfinde ich weniger effektiv bei der Entfernung als Schall, zumal die Arbeitslänge eingeschränkter ist durch die Starrheit und den Durchmesser der eingesetzten Feilen. Hinzu kommt die Einschränkung der Wirkung bei Wandkontakt.

In diesem Fall gelang es mir mit dem Eddy einen Großteil des CaOH zu entfernen. Die vermutlich extraradiculär liegenden Rest waren nicht entfernbar.

Nach Aufbereitung und abschließender Desinfektion haben wir thermoplastisch mit Guttapercha gefüllt und eine provisorische Krone inseriert. Diese einzupassen war fast unmöglich, da die distale Präparationsgrenze unter der Schmelzrandleiste des 46 lag und die Einschubrichtung durch 44 stark eingeschränkt wird.

Lateraler Kanal (2)

Nach eingehender Beratung und DVT Auswertung wurden Behandlungstermine vereinbart.

Wer genau in die DVT Aufnahme geschaut hat konnte eine apikale Veränderung auch am Zahn 46 distal apikal erkennen.

Die Krone für den Zahn 45 hatte der Patient in seinem Geldbeutel. Nach Reinigung und Desinfektion mussten wir allerdings feststellen, daß sie sich nicht mehr passgenau inserieren lässt. Mittels einer Frasacokrone erstellten wir ein Provisoriumsform.
Nach Gingivektomie konnte die distale Präparationsgrenze dargestellt werden. Die Karies an dieser zeigte den möglichen Infektionsweg. Nach Kariesentfernung, Sandstrahlung und adhäsiver Konditionierung wurde 45 präendodontisch aufgebaut.

Die Aufbereitung erfolgte mit Hand- und Nini-Instrumenten. Die lateralen Kanäle konnten nicht sondiert werden.
Für die medikamentöse Einlage verwendeten wir Metapaste. ( Leider macht die Rechtschreibkorrektur immer wieder Metaphase daraus…   :(  )
Dies haben wir erstmals in diesem Fall eingesetzt.
Im angefertigten Kontrollbild konnten wir erkennen, daß der koronal gelegene laterale Kanal gefüllt war.

Nun stellt sich die Frage, bekommen wir das auch wieder heraus und vor allem wie?
Was meinen Sie?

Lateraler Kanal

Der Patient kam auf Überweisung mit akuten Beschwerden.
Den Hauszahnarzt kennen wir nicht. Es war die erste Überweisung. Der Patient hat sich informiert und um die Überweisung gebeten. Erst letztes Jahr wurde ein Zahn mit ähnlichem Befund entfernt. Einige Jahre zuvor wurden 22 Kronen eingesetzt.

Der HZA hat die Krone am Zahn 45 entfernt, den Zahn trepaniert und wieder provisorisch verschlossen.

Im Röntgenbild zeigte sich ein j-förmige mesio-apikale Aufhellung. Der erste Verdacht ist -Längsfraktur. Klinisch zeigten sich keine erhöhten Sondierungstiefen, bzw. eine einzeln sonderbarer Knocheneinbruch mesial.
Im angefertigten DVT konnten die Ursachen für diese j-förmige Aufhellung deutlich dargestellt werden – mindestens 2 laterale Kanäle.

Weiter geht es mit diesem Fall nächste Woche.

37 mit akuten Beschwerden (3)

Den Fall haben wir hier und hier vorgestellt.

Wir haben uns im Vorfeld entschieden, die Behandlung des Isthmus abhängig vom klinischen Bild zu entscheiden. Sollten klinisch Gewebreste erkennbar sein, dann wird der Isthmus aufgezogen. Sollten wir keine Hinweise sehen, machen wir das abhängig von der Zugänigkeit in den apikalen Bereich des Isthmus.

Nach Anästhesie, erfolgte die Gingivaexcision mesial. Anschließend wurde ein Kofferdam von 38-43 inseriert und der Zahn präendodontisch mit sequentieller Matritzentechnik aufgebaut. Der Isthmus war klinisch im mikroskopischen Bild koronal verschlossen. Die apikale Aufzweigungen konnten sondiert werden.
Nach Aufbereitung und schall- und ultraschallaktivierter Desinfektion erfolgte eine CaOH Einlage. Als Spüllösungen kamen 3% NaoCl und 10% Zitronensäure zum Einsatz.
2 Wochen später erfolgte nach abschießender Desinfektion die thermische Obturation des Zahnes 37. Der Zahn war inzwischen symptomlos.

Anbei die Bilder und Röntgebilder der Behandlung.

Halbe Rahmen

Über Halbe Rahmen habe ich bereits geschrieben.

Nun kann man auch bei Halbe Rahmen einen Spuck-, bzw. Thekenschutz und Gesichtsvisiere ordern.

Die Preise sind moderat und wenn die Produkte nur annähernd die Qualität der Rahmen erreichen, dann sind die Visiere hilfreich.

Wir haben diese für uns geordert und werden berichten.

 

 

Trennwand – Plexiglas

Und wieder ist ein Produkt rar geworden.

Plexiglas.

In Sachsen haben alle Baumärkte geschlossen. Es gibt kein Plexiglas zu kaufen. Nur einige Tischler haben sich darauf spezialisiert Trennwände zu bauen.
Einige Internetversender haben ebenfalls so etwas im Angebot. Minilu.

Bei meiner Suche im Internet bin ich dann in Südtirol gelandet und welch lustiges Ergebnis, die Loeff-System GmbH, mit der ich weder verschwägert, noch verwandt noch bekannt bin, bietet so eine Trennwand an.
Ich habe diese kurzer Hand bestellt. Inklusive Versand €147,00.
Nach 3 Tagen war sie da. Die Verarbeitung ist fast gut. Der Zuschnitt stimmt nicht 100%. Da wir die Mittelscheibe nach oben versetzt haben fällt das nicht auf.

Den Anbieter habe ich dazu per Mail informiert.

Noch eine Anmerkung in merkwürdigen Zeiten: Da bereits die bloße Nennung eines Produktes auf einer Homepage als Werbung interpretiert werden kann, benennen wir diesen Blogbeitrag (wie auch jeden bereits geschriebenen sowie alle zukünftigen Beiträge, in denen Produkte benannt werden) als unbezahlte Werbung. Sollten wir (jemals) finanzielle Zuwendungen von Firmen erhalten, die Erwähnung bestimmter Produkte betreffend, werden wir die entsprechenden Blogbeiträge als „bezahlte Werbung“ ausweisen..

37 mit akuten Beschwerden (2)

Trotz vorgehender erfolgloser Behandlungsversuche möchte die Patientin den Zahnerhalt.
Vor Behandlungsbeginn steht in unserer Praxis ein ausführliches Beratungsgespräch mit dem Patienten an. Dazu nutzen wir alle diagnostischen und bildgebende Verfahren die vorhanden und uns zugänglich sind.
In diesem Fall ist ein 3D Röntgenaufnahme mit folgender Indikationststellung notwendig:
1. ungewöhnliche Kanalanatomie – C-förmiges Kanalsystem, bzw. konfluirende Wurzeln
2. Perforationverdacht im distalen Kanaleingangsbereich.
3. Alternativplanung – Implantation.

Im angefertigten DVT war das c-förmige Kanalsystem zu erkennen. Die distale und mesiale Wurzel sind nicht separat. Koronal ist eine Obliteratione im Bereich der Isthmen zu vermuten. Im apikalen Wurzelbereich ist das c förmige Kanalsystem im DVT zu erkennen.
Mesial und distal konfluieren anastosmoßenartig. Distal apikal ist ein knickartige Verbindung zu einem Port of Exit zu erkennen. (Apokalypse lässt grüßen ;) ).
Eine Perforation konnte 
ausgeschlossen werden. Ein Anhalt für eine konterverändernde Resorption ist nicht zu erkennen. Apikal imponiert eine hypodense, weichteildichte, abgegrenzte Struktur im Sinne einer P. apicalis.

Zunächst ist zu klären ist 47 restaurierbar. Wir werden den Zahn mit sequentielle Matritzentechnik präendodontisch aufbauen und danach die Desinfektion und Aufbereitung des Kanalsystems beginnen.

Behandlungstechnisch stellt sich die Frage: Sollte man die obliterierten Isthmen mit Ultraschallinstrumenten aufziehen?
Wie ist Ihre Meinung?

37 mit akuten Beschwerden

Die Patientin, ca. 40 Jahre, kam mit akuten Beschwerden.
37 zeigte eine deutliche Aufbissempfindlichkeit, schmerzte beim Kauen und reagierte schmerzhaft auf laterale Perkussion. Die Sondierungstiefen waren erhöht. Der Lockerungrad ist Null.

Der HZA hatte den Zahn nicht erhalten wollen oder können.
Das angefertigte Röntgenbild und das mitgebrachte OPTG zeigen einige Probleme.

Welche sehen Sie? Nutzen Sie die Kommentarfunktion.

 

Unverhofftes Recall

Welch ein unverhoffter „Glücksfall“.

Nicht für den Patienten, nein für uns. Und das gleich zwei mal.
1. Wir bekommen endlich unser Recallbild.
Der Patient kam nicht zum vereinbarten Recalltermin. Auf mehrmalige telefonische Rückrufe wurden wir einfach „weggedrückt“. Das war sehr schade.
Aber nun stand er plötzlich da. Schmerzen am Zahn 45.
35 ist symptomfrei.

2. Wir behandeln eventuell den kontralateralen Zahn 45.
Der HZA war allerdings schon dran. Aber das kommt später…

Hier hatten wir den Fall bereits beschrieben.

Kurz berichtet – Z.n. WSR – Revision mit minimalinvasivem Zugang

Die endodontischen Behandlungen des Zahnes 36 haben bereits einiges an Zahnsubstanz  gekostet. Trotz Revision und Resektion blieb im Bereich der mesialen Wurzel eine P. apicalis bestehen.

Die Patientin möchte den Zahn gerne erhalten.
Auf Grund des Substanzverlustes und der distal apikal nahezu optimalen Situtation haben wir uns hier für ein Revision der mesialen Wurzel entschieden. Sollte sich klinisch ein Befund ergeben, der die nur mesiale Revision ausschließt, würden wir die Behandlung des gesamten Wurzelkanalsystems durchführen.
In der Behandlung war der kariesfreie und adhäsiv verschlossene distale Bereich des Pulpenbodens erkennbar. Demzufolge beschränken wir uns auf das mesiale Kanalsystem.

Nach Eröffnung der Restauration und Revision der 2 mesialen Kanäle erfolgte der apikale Verschlug mit ProRoot MTA und apikalem kollagenem Widerlager.
Im ersten Recallbild konnten wir eine deutliche Heilungstendenz erkennen und sind optimistisch für die Zukunft.

 

Kurz berichtet – Z.n. WSR

Die Patientin wurde uns 2012 überwiesen.

Der Zahn 46 verursachte latent Beschwerden. Trotz Wurzelkanalbehandlung und schmerzhafter Wurzelspitzenresektion kommt keine Ruhe hinein berichtete die Patientin.
( Ich liebe unsere Autokorrektur, die wiederholt aus schmerzhaft scherzhaft macht…)
Nach eingehender Beratung und Hinweis auf die Schwierigkeit der Behandlungssituation hat sich die Patientin für einen letzten Erhaltungsversuch entschieden.

Nach Entfernung der Restauration, präendodontischem Aufbau und Revision der 4 Kanäle erfolgte der apikale Verschlug mit ProRoot MTA und apikalem kollagenem Widerlager.
Offensichtlich war nun alles in Ordnung. Wir sahen die Patientin jetzt nach 8 Jahren ungeplant wieder.
46 zeigte apikal keinen pathologischen Befund und ist symptomfrei.

Die prothetische Therapie zeigt merkwürdige DIfferenzen im Verglich zum Ausgangsbild.
Wir haben der Patientin kürzere Recalls empfohlen. Dem war sie allerdings nicht aufgeschlossen, trotz Befunderklärung. „Ist doch seit Jahren alles gut, befand sie…“

 

Eine kleine Bildergeschichte

Der Patient war 2009 auf dem Weg zum Implantologen. 37 und 47 sollten extrahiert werden.
Irgendwie hat er von uns gehört und wollte noch eine Zweitmeinung.
Die Endoparo-Läsion an den unteren 7. Molaren war nicht hoffnungslos in der Behandlung. Allerdings war eine nur endodontische Revision auf Grund der massiven subgingivalen Konkrements, sowie Biofilms nicht ausreichend. Die parodontitische Therapie erfolgte zeitnah zur endodontischen Therapie in unserer Praxis durch eine spezialisierte Kollegin.

Der Verlauf der Behandlungen und parodontalen, wie prothetischen Entwicklung ist in den beiliegenden Röntgenaufnahmen abgebildet.

 

Klare Sicht

Es gibt einige Dinge, die mich früher schnell in eine große Unruhe versetzten.
Dazu gehörten u.a. Fingerabdrücke auf dem Monitor.
Mit dem Einzug des Touchscreen kam eine gewisse Toleranz bei mir auf. Die Reinigung dieser Bildschirme und der Monitore war immer etwas schwierig. Vor allem, wenn man beim ausgeschalteten Monitor und schräger Sonneneinstrahlung dies kontrollierte.

Nun habe ich ein Mittel gefunden, daß sich recht gut bewährt hat und alkoholfrei ist.
Rogge Duo-Clean – für Plasma / LED / TFT-LCD Bildschirme.

Ein Zusatzeffekt ist, daß wir unseren Objektivschutz am Mikroskop nach der Desinfektion, welche häufig streifige Spuren hinterlässt, damit einfach spurlos reinigen können.

Ich habe das Reinigungsmittel im Internet zum handelsüblichen Preis bei dem wahrscheinlich größten Internethändler gekauft. Es besteht beim Autor kein Interessenskonflikt in Form von eigenen finanziellen Interessen oder finanziellen Interessen Dritter, die von einer positiven Berichterstattung profitieren oder eine negative Darstellung behindern.

 

Pick (3.1)

Vielen Dank für die Kommentare.

Auf Grund der zu erwartenden massiven Stufenbildung haben wir der Patientin zum Erhaltungsversuch des Zahnes mit der Prognose günstig-kritisch geraten.
Im angefertigten DVT haben wir den Kanalverlauf nach der Stufe im mb Kanalsystem erruieren können. Trotzdem war ich zurückhaltend mit der Prognose. Ich hatte bereits einige „dieser vorbehandelten Zähne“ in der Revision und es war jedesmal extrem schwierig und zeitaufwendig diese Fälle zu lösen.

Die im DVT erkennbare Kanalverlagerung war schon deutlich, ließ uns aber die Revision nicht aussichtslos erscheinen.

In der Behandlung konnten wir nach dp vorgebogenen Handinstrumenten nichts sondieren, bzw. nachverfolgen. Innerhalb einer Stunde konnten wir keinen Erfolg erreichen.
In der angefertigten Kontrollaufnahme waren Reste der Einlage eines unbekannten Materials oder die Spitze eines Eddy zu vermuten. Wir konnten dies mittels Schall- und ultraschallgestützter Spülungen nicht entfernen.
Die Instrumentenspitze traf immer wieder auf einen harten Widerstand in der Stufe.
Nach dieser Stunde hatten wir das Limit erreicht und brachen weitere Versuche ab.
Die Patientin wurde von uns über diesen erfolglosen Versuch informiert.
Wir hatten im Vorfeld vereinbart, daß wir bei erfolgloser Suche nach der ersten Sitzung die Behandlung abbrechen.

Auf mein Anraten und der Hoffnung doch noch über den mb2 Kanal etwas zu erreichen, haben wir einen weiteren Termin vereinbart um noch einen weiteren Versuch der Erschließung ggf. über mb2 zu unternehmen. Auch hier gelang uns nachweiteren 30 Minuten im mb1 Kanal kein Fortschritt.

Der unbehandelte mb2 Kanal konnte mittels der Balanced-force-Technik initial instrumentiert werden und wurde anschließend maschinell weiterentwickelt bis zur #25.
( Niti-K-Feilen werden mit geringem Druck in den Wurzelkanal bis zum Widerstand eingeführt und um ca. 90 Grad im Uhrzeigersinn rotiert. Danach wird unter forciertem Druck die Feile ca. 180° in die Gegenrichtung  nach apikal das Instrument gedreht und aus dem Kanal entfernt. )
Leider war keine Konfluation mit dem Kanal mb1 zu erkennen. Es lag eine Vertucci Klassifikation Typ IV vor.

Die Erweiterung und Behandlung des gesamten restlichen Kanalsystems konnte nur eine dezente Beschwerdeminderung erreichen.
Die Palpation in Höhe der mesiobukkalen Wurzelspitzeentsprach den Schmerzen und verstärkte die Beschwerden.

Die Patientin hatte sich nach Beratung gegen eine apikale Resektion der unbehandelten mesialen Kanalbereiche und leider für die Extraktion entschieden.

In unserer Praxis treten diese Fälle nicht selten auf. Zumeist in Folge von vorbehandelten schwierigen Kanalsystemen, welche ein gezieltes und bewusstes Vorgehen erfordern.

Die Röntgenbilder zeigen erhebliche Krümmungsradien. Diese erfordern ein geplantes Vorgehen ( siehe oben, Erschließung mb2 ).
Die Hoffnung auf einen Zugang zum mb1 über den mb2 Kanal war leider illusorisch.
Hedströmfeilen gehören nicht in in die Erschließung und Sondierung derartiger Kanalsysteme. Zur Differenzierung übereinander projezeirter Kanäle in Messaufnahmen oder zur Entfernung von Guttapercha sehe ich eine Indikation dafür.

Schade. In diesem Fall hätte ich der mikroinvasiven Resektion der mb nicht behandelten Wurzelbereiche eine Chance gegeben.

 

 

Valo

Die Valo haben wir seit der Empfehlung von Stefan Verch bei uns im Einsatz. Auch wir haben die kabelgebundene Variante und haben dies bis heute nicht bereut.
Probleme in der Ergonomie sind für und nicht erkennbar, da die Lampe im Assistenzteil neben dem Absaugköcher der Behandlungseinheit angebracht ist.

In zwischen haben wir die Valo etwas aufgerüstet. Es gibt zur Lampe verschiedenste Aufsätze.

Translume Lens
TransLume Lenses dienen der Transillumination von Zähnen. Die grüne Linse hilft bei der Entdeckung versteckter Karies, von Schmelzsprüngen und anderen Defekten; die orange Linse enthüllt innere Strukturen, Stiftaufbauten, Blasen in Restaurationen etc.

ProxiCure Ball Lens
die ProxiCure Ball Lenses (klein & groß) erleichtern das Ausbilden von konvexen Kontaktpunkten bei approximalen Kapitänen

PointCure Lens
Die PointCure Lens ist eine Punktlinse und dient dem „Anheften“ von Verblendschalen beim Befestigen sowie dem Beleuchten eines lichtleitenden Wurzelstiftes.

Black Light Lens
Mit der Black Light Lens kann VALO durch fluoreszierende Indikatorlösungen angefärbte Plaque, Fluorid- und Versiegelungslacke sichtbar machen.

EndoGuide Lens
Die EndoGuide Lens mit „Mini-Lichtleiter“ erreicht apikale, retrograde Füllungen und andere Präparationen auf engstem Raum.

Letztere ist bei uns besonders regelmäßig im Einsatz. Beim präendodontische Aufbau an Molaren mit schlechter Zugänglichkeit kommt dieser Ansatz, welcher magnetisch auf dem Valokopf hält zum Einsatz. In letzter Zeit setzen wir die Val auch häufig zur intrakavitären Lichtpolymerisation ein. Intrakavitär heißt für mich, daß ich versuche möglichst alles nichtkariösen Dentinbereiche mit einem Flowkunststoff ( Beautiful ) abzudecken um diese vor den Spüllösungen zu schützen. Die Kunststoffbereiche werden nach der endodontischen Behandlung durch Sandstrahlen wieder „aktiviert“ und mit der postendodontischen Restauration, wie Glasfaserstiftaufbauten nach Silanisierung verbunden.
Dafür sind kleine Durchmesser des Lichtleiters notwendig um entsprechend dicht an die Oberfläche des Kunststoffes zu kommen.

Disclaimer
Auf die Valo bin ich aufmerksam geworden, durch eine Empfehlung von Stefan Verch, Berlin. Meinen Dank für den Tipp !

Ich habe das Gerät ganz normal im Dental Fachhandel gekauft. Es besteht beim Autor kein Interessenskonflikt in Form von eigenen finanziellen Interessen oder finanziellen Interessen Dritter, die von einer positiven Berichterstattung profitieren oder eine negative Darstellung behindern.

Pick, Pick (1)

In den hier, unter der Bezeichnung „Pick, Pick“, in loser Reihe vorgestellten Fällen möchte ich Revisionen mit Problemen vorstellen.
Das heißt – Revisionen mit Blockierungen, Begradigungen, Kanalverlagerungen, Resorptionen, etc.
An Hand dieser Fälle stelle ich mein Vorgehen vor.

Die Ausgangsröntgenbilder aus dem ersten Fall möchte ich heute zeigen.

Bereits im 2D Röntgenbild und im klinischem Bild zeigen sich verschiedenste Schwierigkeiten. Welches Probleme schätzen Sie an Hand der Bilder als schwierig ein?

Bitte nutzen Sie die Kommentarfunktion.

 

 

 

 

Nun auch wieder beim CCC Treffen in Leipzig ein Thema – TI

Interessant ist die Diagnose und Therapieempfehlung des CCC.

https://www.ccc.de/de/updates/2019/neue-schwachstellen-gesundheitsnetzwerk

Später ist der Beitrag auch als Videostream anzusehen: www.media.ccc.de

Es ist zu sehen … (2)

Es ist zu sehen, was auf den schnellen Blick verborgen bleibt oder besser es ist zu sehen, was nicht auf die Schnelle zu sehen ist.

In diesem Fall lag die Lösung im genauen betrachten des Röntgenbildes.
An dieser Stelle möchte ich darauf verweisen, daß es sehr hilfreich ist die Röntgenbilder für die Befundung zu vergrößern, möglichst das Umgebungslicht auszublenden und sich Zeit zu nehmen um die Bilder aufmerksam zu betrachten.

Ich habe an Hand der unten eingestellten Folien versucht darzustellen, was man im Ausgangsröntgenbild bereits erkennen kann.
Wenn man die Kontur der Krone distal weiter nach apikal verfolgt, zeigt sich bereits die zweite bukkale (distale) Wurzelkontur.
Mit einigen Folien habe ich versucht den Strahlengang und die entstehenden Bilder in exzetentrischer Aufnahme zu verdeutlichen.

Im angefertigten DVT bestätigte sich dies. Allerdings zeigt das DVT auch noch weitere Überraschungen. Das dann beim nächsten mal.

 

 

Metalift

Im letzten Beitrag habe ich geschrieben. Die Krone wurde mit dem Metalift entfernt.

Es kam keine Nachfrage. Also kennt jeder den Metalift und dieser Artikel ist vielleicht für den einen oder anderen weniger interessant.
Da ich den Metalift sehr wertschätze, schreibe ich doch etwas dazu.
Für mich ist es das TOOL um Kronen, Teilkronen und Inlays mit einer Edelmetallegierung zu entfernen und ggf. wieder (nach Reparatur) einzusetzen!

Klicke, um auf Hager_MetaLift_PromoSheet_2016.pdf zuzugreifen

In meinen Händen funktioniert der Metallift besser als die WAMkey Kronenentferner.

An dieser Stelle gibt es noch mehr Informationen – http://www.metalift.com – und demnächst noch einen Fall dazu.

 

 

DSGVO: Löschen bedeutet nicht vernichten

Die DSGVO gibt betroffenen Personen „das Recht, von dem Verantwortlichen zu verlangen, dass sie betreffende personenbezogene Daten unverzüglich gelöscht werden”. Unter den Begriffsbestimmungen in der Verordnung sind unter Verarbeitungstechniken sowohl das Löschen als auch das Vernichten von Daten aufgelistet. Daher muss es zwischen beiden Tätigkeiten einen Unterschied geben. Genau damit musste sich jetzt die österreichische Datenschutzbehörde auseinander setzen.

Kunde verlangte Löschung bei Versicherung
Bei dem Fall ging es laut Heise um eine Versicherung: Eine Kunde verlangte von seiner ehemaligen Versicherung die Löschung der personenbezogenen Daten. Die Versicherung löschte daraufhin die Kontaktdaten und erstellten Versicherungsangebote. Der Name des ehemaligen Kunden wurde durch „Max Mustermann” ersetzt; ebenso wurden bei der Adresse anonymisierte Musterdaten eingetragen. Die Informationen zu den ehemaligen Versicherungsverträgen blieben erhalten.

Der Kunde war mit diesem Vorgehen alles andere als zufrieden und beschwerte sich bei der Datenschutzbehörde, die sich des Falls annahm.

Der Unterschied zwischen Löschen und Vernichten
Die Datenschutzbehörde gab – so Heise weiter – der Versicherung Recht: Es gibt einen begrifflichen Unterschied zwischen dem Löschen und der Vernichtung der Daten. Bei der Vernichtung geht es darum, die Daten rückstandslos zu beseitigen; dagegen reicht bei der Löschung der Daten eine Anonymisierung. Es muss lediglich darauf geachtet werden, dass weder der Verantwortliche selbst noch ein Dritter, ohne unverhältnismäßigen Aufwand einen Personenbezug wiederherstellen kann“, begründet die Behörde laut Heise die Entscheidung. Weiter heißt es: „Eine Löschung liegt dann vor, wenn die Verarbeitung und Nutzung der personenbezogenen Daten (…) nicht mehr möglich ist. Dass sich zu irgendeinem Zeitpunkt eine Rekonstruktion (etwa unter Verwendung neuer technischer Hilfsmittel) als möglich erweist, macht die ,Löschung durch Unkenntlichmachung‘ nicht unzureichend. Eine völlige Irreversibilität ist daher (…) nicht notwendig.“

Da die Versicherung in dem Fall sichergestellt hat, auch keinerlei Logdateien mehr vorzuhalten, über die die Anonymisieren rückgängig gemacht hätte werden können, wurde dem Löschanspruch des Kunden Genüge getan.

ÜBER DEN AUTOR

Sandra May
Experte für IT- und Strafrecht
Sandra schreibt seit September 2018 als juristische Expertin für OnlinehändlerNews. Bereits im Studium spezialisierte sie sich auf den Bereich des Wettbewerbs- und Urheberrechts. Nach dem Abschluss ihres Referendariats wagte sie den eher unklassischen Sprung in den Journalismus. Juristische Sachverhalte anschaulich und für Laien verständlich zu erklären, ist genau ihr Ding.

Quelle: https://www.onlinehaendler-news.de/e-recht/rechtsfragen/130512-dsgvo-loeschen-bedeutet-nicht-vernichten

Einen weiteren kleinen Helfer…

für den Kofferdam möchte ich an dieser Stelle vorstellen.

Jörg Schröder hatte mir vor einigen Jahren die Kofferdamklammer W56 gezeigt und ich habe diese als Standardklammer für die Seitenzahnisolierung an Molaren übernommen.

Allerdings gibt es einige Fälle, wo wir auf Alternativen zurückgreifen müssen.
Beispielsweise bei oberen 2. und 3. Molaren mit geringerem Durchmesser ist die W56 zu groß. In diesen Fällen setzen wir die W3 ein.

Aber auch diese ist nicht immer passend und besonders bei präparierten molaren Kronen- oder Pfeilerzähnen ist die Klammer 27N oftmals ein optimale oder bessere Alternative zu einer Butterflyklammer.

27N

W3

27N

Recall und Verlauf eines endodontischen Falles (2)

Dieser Fall wurde 2017 als Beispiel für den präendodontischen Aufbau mit sequentieller Matrizentechnik vorgestellt. (Link)

Unsere Diagnose: P. apicalis mit persistierenden periapikalem Biofilm, DD infizierte radikalere Zyste.

Wir haben uns für die Wurzelspitzenresektion auf Grund der ungewöhnlichen apikalen Anatomie entschieden.

Intraoperativ zeigte sich ein auf der Wurzeloberfläche aufgelagerter Biofilm. Aufgrund der speziellen Wurzelanatomie wurde nicht nur apikal kürettiert, sondern reseziert.

Der Zahn ist nun schmerz- und symptomfrei. Eine retrograde WF erfolgte nicht.
Den weiteren Verlauf des Falles werden wir beobachten und einstellen.

In den nachfolgenden Recalls zeigte sich ein komplikationslosloser Heilungsverlauf.

 

Beautifil

Auf der Suche nach der eierlegenden Wollmilchsau im Bereich des Materials für den präendodontischen Aufbau, meinen wir gerade wieder ein kleines Stück weiter gekommen zu sein.

Seit ca. 5 Monaten testen wir von Shofu das Beautifil Flow Plus in der Farbe BW (Bleaching White). Es handelt sich hierbei um ein relativ standfestes (F00) und zähfließendes (F03) Flow. Es ist für die Füllungsklassen I-V zugelassen!

In der Anwendung haben wir kaum Bläschen im Material festgestellt. Die Röntgenopazität ist gegeben  und das Material ist deutlich vom Dentin (siehe Röntgenbild – Abschlußkontrolle) zu unterscheiden. Im Röntgenbild ist ebenso der Unterschied zu Rebilea Weiss von Voco ( postendodontischer Aufbau ) zu erkennen. Farblich ist das Weiß etwas transparenter als das Grandio Flow XO von Voco oder Tetric flow belach XL von Vivadent.
Die Handhabbarkeit ist auf Grund der Standfestigkeit hervorragend.

Hier noch die Beschreibung vom Hersteller:

Injizierbares Füllungskomposit für den Front- und Seitenzahnbereich

Beautifil Flow Plus verbindet die Applikationseigenschaften eines Flows mit der Festigkeit, Dauerhaftigkeit und Ästhetik von stopfbaren Hybrid-Kompositen. Es ist für jede Indikation freigegeben – einschließlich okklusal belasteter Flächen und approximaler Ränder. Mit verbesserten Handling-Eigenschaften, die eine injizierbare Applikation erlauben, war die Restauration von Seitenzähnen nie einfacher. Zudem reduzieren die Fähigkeit zur Freisetzung und Aufnahme von Fluorid sowie die Widerstandsfähigkeit gegen bakterielle Besiedlung das Auftreten von Sekundärkaries.

Beautifil Flow Plus steht in einer injektionsfähigen, aber absolut standfesten Variante „F00“ und einer moderat fließfähigen Variante „F03“ zur Verfügung. Beide können in den bekannten Flow-Indikationen, aber auch für die Füllungstherapie im Front- und Seitenzahnbereich, einschließlich okklusionstragender Klasse-I- und -II-Restaurationen, eingesetzt werden. Dank eines um 360º drehbaren „finger-grips“ und einer auswechselbaren feinen Kanüle können die Flow-Plus-Komposite unkompliziert direkt aus den Spritzen appliziert werden.

Ein breites Farbangebot und unterschiedliche Opazitätsstufen für ästhetische Restaurationen in der Ein- als auch Mehrfachfarbtechnik stehen zur Verfügung.

Vorteile

Restauration von Kavitäten der Klassen I bis V
Hohe Dehngrenze und Biegefestigkeit
Anwendung der „Cone Technique“ möglich
Chamäleon-Eigenschaften mit natürlicher Ästhetik
Nachhaltige Fluoridfreigabe und -aufnahme
Außergewöhnliche Röntgenopazität
Anwendungsbereiche

F00 ZERO Flow – absolut standfest
Zum Formen der okklusalen Anatomie, Randleisten und komplizierter Oberflächendetails; für Restaurationen aller Kavitätenklassen
F03 Low Flow – moderat fließfähig
Zur Restauration von Fissuren und gingivanahen Defekten; Auftrag als Baseliner

Pre Crime

von Olaf Löffler

Pre-Crime der Fim von Monika Hielscher und Matthias Heeder kommt ab heute in die KInos.

Ein sehenswerter Beitrag der gerade im Blickpunkt der Digitalisierung im eigenen und im beruflichen Umfeld einen Blick hinter die Kulissen wirft. Die Macht der Algorithmen im Feld der sich verringernden Sicherheitsstandards der westlichen Welt.

Im Film wird erläutert daß die Basis aller Daten das PROBLEM ist. Wer entscheidet über die Richtigkeit der Daten? Gibt es einen Algorithmus der Wirtschaftsverbrechen erfasst?

Wenn man dies in Parallelen auf die kommende eCard und der damit zustande kommenden Datensammlung projiziert, dann hoffen wir wohl vergebens auf das (vielleicht zu wenig) Gute hinter der Idee.

Mein Tipp: Unbedingt anschauen.

Implantat

von Olaf Löffler

Heute eine Frage an die Wurzelspitzeleserinnen und Leser.
Was für ein Implantat ist auf dem Röntgenbild zu sehen. Es scheint kein verschraubtes Abutment zu haben.
Unsere Vermutung: Nobel direct posterior

Vielen Dank  für Ihre Hilfe und Unterstützung.

 

Morita DVT Vergleich (3De versus F40)

von Olaf Löffler

DVT-Aufnahmen des 3De haben mich sehr beeindruckt. Unglaublich, was man darauf alles erkennen konnte. Unser F40 sah nach der Installation dagegen lau aus. Daraus ergab sich die Diskussion, was könnte die Ursache sein.

Der Kupferfilter, welcher im F40 vorhanden ist um die weiche Strahlung zu verringern, wurde irgendwann als mögliche Ursache angesehen. Dann kam die Softwareversion als Ursache dazu und so blieb bei mir haften, daß die Filter in der älteren Software wahrscheinlich besser sind.
Ich habe die Gelegenheit genutzt und Herrn Fleer von Morita darauf angesprochen. Er versprach mir das abzuklären.
Es kam zu einer Testkopfaufnahme durch Moritatechniker in meiner Praxis. Eine Aufnahme mit dem 3De Gerät von dem selben Kopf hatten die Mitarbeiter von Morita mitgebracht.
Danach haben wir beide Aufnahmen verglichen. Die Einstellung der Software auf vergleichbare Werte war mühsam und nicht 100% möglich.

Welche ist für Sie die bessere Aufnahme – A oder B?

A

B

 

Service (2)

von Olaf Löffler

1991 begann meine selbständige Praxistätigkeit. Damals kauften wir den Kompressor der uns angeboten wurde ohne nachzufragen, einen Dürr Duo Tandem. Der hält ein Leben lang wurde uns versichert. Wir hatten von solchen Dingen keine Ahnung. Dieser stand dann in einem ziemlich nassen, anfangs unsanierten Kellerraum.
Dort steht er wahrscheinlich noch immer und läuft und läuft und läuft…

2008 habe ich nach einem Umzug einen neuen Kompressor gekauft. Einen Power Tower PTS 200 von Dürr. Mein Depot hat mir diesem empfohlen und ich hatte Jahre zuvor ein zuverlässiges robustes Gerät erlebt. Was soll da schon schief gehen – bei einer guten deutschen Firma.

Nach 5 Jahren Betrieb musste eine Trockenluftanalge nachgerüstet, bzw. erneuert werden.
Nun 2016 war es vorbei mit dem neuen Kompressor im Power Tower. Metallspäne lagen herum und der Motor war dahingeschieden. Nach 8 Jahren.

2015 hatten wir eine Nassabsaugung mit zentralem Abschiede in der Praxis installiert. Dazu mussten die Einheiten mit einem Mundspülbecherventil und einem Platzwahlventil nachgerüstet werden. Diese sind von der Firma Dürr. Die Measys Amalgamabscheider in den Einheiten waren sehr störanfällig und verursachten hohe Kosten in Reparatur und Unterhalt.
Nach etwas über einem Jahr war nun das erste Platzwahlventil defekt. Von einen auf den anderen Tag funktionierte die Absaugung nicht mehr. Der sofortige Behandlungsausfall ist die Folge. Ein Unding heut zu Tage.
Dank unseres Servicetechnikers konnten wir angeleitet am Telefon mit einer Schere die nichtöffnende Membran des Ventils zerschneiden und weiterarbeiten.
Wieder ein Problem mit einem Produkt von Dürr. Kulanz? Negativ.

Das passt ins Bild, wenn man an Investitionen in modernste Technik denkt. Da geht schnell etwas kaputt, oder es gibt von Anfang an Probleme.
Selten wendet es sich zum Guten, wie beim ProErgo von Zeiss.
Carestream-Röntgengeräte sind unsere Dauerbaustelle. Wir haben bereits viel Geld in Reparaturen und Neuanschaffungen tätigen müssen. Der Service von Carestream war nicht nur bei uns gleich Null. „Da kann man nichts machen…“, sagte Carestream nach dem Ausfall eines Geräts.

Was bleibt ist ein negatives Image der Firma Dürr und Carestream bei uns. Wir werden zukünftig einen großen Bogen bei Neuinvestitionen um Produkte dieser Firmen machen.

Wie Service auch gehen kann habe ich hier geschrieben.
Von meinem Dentaldepot (Henry Schein) hätte ich mir denselben Einsatz gewünscht. Angesprochen habe ich es. Nachfolgende Reaktionen waren gleich NULL.

 

Service

von Olaf Löffler

Eine neu Schreibtischleuchte musste her. Die alte war defekt, ein altgedientes Ikeaprodukt, noch mit Glühbirne. Nun gibt es ja LED. Und genau das sollte es sein.
Die Wahl fiel auf ein Modell von Otto Watt die Tischleuchte Mirror. Der Hersteller ist Luceplan. Die Leuchte lässt sich dimmen. Es ist ein angenehmes Licht und die Haptik ist genauso toll, wie das Aussehen. Leider auch der Preis.

2,5 Jahre hatten wir Freude. Dann auf einen Schlag kam ein stroboskopartiges An-und Ausschalten des Lichtes ohne, daß man die Leuchte berührte. Gekauft hatte ich die Leuchte bei der Berliner Firma Prediger.
Ärgerlich war die kurze Lebenszeit der Leuchte. Deshalb rief ich die Firma Prediger an und bat um eine Kulanzlösung. Lucplan brauchte fast 3 Monate und die reparierte Leuchte zurückzusenden. Es wurde auf Kulanz repariert. Ich war angenehm überrascht und freute mich trotz der langen Leuchtenauszeit.
Nur musste ich feststellen, daß die Leuchte nur noch mit extremen Druck auf den Tippschalter anzuschalten war. Vorher war es nur eine kleine Berührung. Jetzt muss man den ganzen Lampenkörper festhalten und mit der anderen Hand auf den Taster drücken, damit es leuchtete.
Also nochmal per Mail reklamiert.

Eigentlich hatte ich erwartet, daß ich nichts mehr höre und froh sein konnte außerhalb der Garantiezeit die Reparatur zu bekommen. Dann erhielt ich eine Mail von der Firma Prediger, daß sie sich eingesetzt hat, daß ich eine neue Leuchte bekomme und diese kommt in den nächsten Tagen bei mir an.

Das ist Service, wie ich ihn lange nicht mehr erlebt habe. An dieser Stelle ein ein großes Dankeschön.

 

Es besteht beim Autor kein Interessenskonflikt in Form von eigenen finanziellen Interessen oder finanziellen Interessen Dritter, die von einer positiven Berichterstattung profitieren oder eine negative Darstellung behindern.

SAF

von Olaf Löffler

Die Self adjusting File wird bei uns standardmäßig in der endodontischen Behandlung eingesetzt. Nicht als Aufbereitungsinstrument, sondern als Desinfektionstool und Finishinstrument.
Es gibt nur wenige „Kontraindikationen“für den SAF Einsatz.
Eine ist die eingeschränkte Mundöffnung. Gerade bei Zähnen mit 24-25mm Arbeitslänge kommt man schnell an die Grenzen, wenn man zur SAF in 31mm Länge greift. Diese ist nur bei sehr weiter Mundöffnung gut handhabbar.
Nimmt man dagegen die 25mm lange SAF wird der Gummistopper zur Arbeitslängeneinstellung zum Hindernis.

Unser Tipp: Gummistopper mit einem Skalpell aufschneiden und entfernen. Das alleinige Abziehen ohne Schnitt kann die Gitterstruktur brechen lassen. Mit einem Permanentmarker die gewünschte Arbeitslänge an 3-4 Stellen zirkulär mit einem Punkt auf dem Schaft anzeichnen. Diese Längenmarkierung ist in der Aufbereitung sehr leicht zu beobachten. Verschiedene Arbeitslängen bei mehreren Wurzelkanälen kann man mit verschiedenen Farben kennzeichnen.

Christi Himmelfahrt 2016

Auch dieses Jahr wünschen wir allen Kolleginnen und Kollegen einen erholsamen freien Tag.

Für alle Freunde der nicht rein pflanzlichen Ernährung ein Bild des Tages abseits der Zahnmedizin.

Ostidald ist dann mal weg…

Liebe Leserinnen und Leser!

Ostidald bittet um Verständnis, daß heute der Beitrag ausfallen muss, da es keine Internetverbindung auf Ostidalds Reisen gibt. Aber schon nächste Woche hofft er wieder online zu sein.

CableDrop

von Olaf Löffler

Röntgensensoren sind ungemein teuer und gleichzeitig ziemlich empfindlich.
Schnell passiert ein Kabelbruch und dann wird ein neuer Sensor fällig. Die Kosten dafür liegen dann bei mehreren tausenden Euro.
Die betriebswirtschaftlich Amortisierung verlangt aber lange Laufzeiten der Sensoren. Deswegen werden in unserer Praxis die Sensoren wie „Augäpfel“ gehütet.
Wir haben diese am Röntgengerät son installiert, daß sie zwar problemlos abnehmbar aber auch gleichzeitig stabil und fest damit verbunden sind. Die Kabel der Sensoren haben wir am Röntgengerät mit CableDrops der Firma Blutlounge gesichert. Dies hat sich bewährt und wir können mittlerweile auf eine fast zehnjährige Sensornutzung ohne Austausch zurück blicken.

Man sollte allerdings aufpassen, daß man nicht günstige Plagiate bestellt. Diese sind nicht so flexibel in der Kunststoffzusammensetzung und die Klebverbindung ist unzuverlässig.

Enterococcus und noch mehr

von Olaf Löffler

Ein interessanter Artikel über Kaffeemaschinen, bzw. über die sogenannten Kapselmaschinen ist auf Nature zu finden.

http://www.nature.com/articles/srep17163

Besonders interessant finde ich die Darstellung der „Fundstücke“ und deren Lokalisation.
http://www.nature.com/articles/srep17163/figures/1

Der Enterococcus mischt mal wieder mit. Pseudonyms ist „koffeinsüchtig“.

Wir haben ein solches Gerät in der Praxis. Die Reinigung wird laut Nestle so durchgeführt.
https://www.nespresso.com/ch/de/machine-assistance

Ob das wirklich reicht. Ich zweifle jetzt.

 

Odontopaste

von Olaf Löffler

Auf der 2. Gemeinschaftstagung der DGZ und der DGET stellte  Prof. Dr. Gabriel Krastl/Würzburg in einem sehr eindrucksvollen Vortrag „Diagnostik und Therapie infektionsbedingter Resorptionen“ eine echte Ledermix Alternative aus Australien vor.
Ein Danke an dieser Stelle nach Würzburg.

Für mich einer der wichtigen klinischen Hinweise dieser Tagung.

Odontopaste heißt die Alternative. Es wird statt Tetracyclin, Glindamycin verwendet und Triamcinolonacetonid – einen entzündungshemmenden Wirkstoff auf Steroid-Basis. Es ist wasserlöslich und daher wahrscheinlich einfach zu entfernen.

Odontopaste ist bei Henry Schein zu bestellen.

 

Fragremover

von Olaf Löffler

Bereits hier und hier wurde über den Fragremover geschrieben.

Nun ist die Entwicklung in der entscheidenden Phase. Kommen die geforderten Bestellungen in der neu aufgelegten Crowdfunding-Phase nicht zusammen wird das Projekt sterben.

In meinen Augen eine vertane Chance und Schade um die Zeit und Mühe der Entwickler.

Der Preis ist deutlich nach unten korrigiert – auf Kosten des Materials. Die Metallversion wurde durch eine Kunststoffversion ersetzt. Das Prinzip bleibt gleich.

Nun sind endodontisch tätige Kollegen gefordert, welche ein ernsthaftes Interesse an der Entwicklung und Umsetzung des von der Industrie als nicht lohnenswert angesehen Produktes haben.

Es zählen nur Taten in Form von Bestellungen und WEITERSAGEN!
Ein großes Dankeschön an alle Besteller.

Ich glaube, daß jeder Kollege irgendwann in die Notwendigkeit kommt dieses Gerät einzusetzen. Der eine öfters der andere vielleicht weniger.
Wir haben in unserer Praxis die Entfernung von Thermafillcarriern damit deutlich erleichtert und substanzschonender erreicht.

 

Es besteht beim Autor kein Interessenskonflikt in Form von eigenen finanziellen Interessen oder finanziellen Interessen Dritter, die von einer positiven Berichterstattung profitieren oder eine negative Darstellung behindern.

Kofferdamabdichtung (2)

von Olaf Löffler

Bereits hier haben wir Über Möglichkeiten zur Kofferdamabdichtung geschrieben.

Jetzt haben wir bei Henry Schein Fastdam ( ContrastEurope ) bestellt. Nach etwas Wartezeit wurde uns das Produkt geliefert.

Mit einer gewissen Skepsis aber auch Neugier habe ich das Material getestet.
Fastdam ist ein tiefblaues Abdichtungsmaterial, mit einer elastischen Konsistenz. Dabei wird es ausreichend hart um am Zahn zu haften. Es verbindet sich nicht so intensiv und schnell mit frisch eingebrachten adhäsiv befestigten Composites.
Eine Klammerfixation ist in sehr schwierigen Fällen nicht möglich, auf Grund der leichten Elastizität des Materials.

Anbei einige Bilder von Anwendungen von Fastdam in der Behandlung.

Fastdam hat uns überzeugt. Wir haben das Material jetzt regelmäßig seit einigen Monaten in der Anwendung.

Disclaimer: Es besteht beim Autor kein Interessenskonflikt in Form von eigenen finanziellen Interessen oder finanziellen Interessen Dritter, die von einer positiven Berichterstattung profitieren oder eine negative Darstellung behindern.

Leitlinie Therapie des dentalen Traumas bleibender Zähne

von Olaf Löffler

Die aktuelle Leitlinie „Therapie des dentalen Traumas bleibender Zähne “ können Sie hier nachlesen und downloaden:

Klicke, um auf 083-004l_S2k_Dentales_Traume_bleibende_Zähne_Therapie_2015-06.pdf zuzugreifen

Aktuelle Leitlinien der Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) und deren Gültigkeit sind auf dieser Seite der AWMF (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften) nachzulesen:

http://www.awmf.org/leitlinien/aktuelle-leitlinien/ll-liste/deutsche-gesellschaft-fuer-zahn-mund-und-kieferheilkunde.html

 

Kofferdamabdichtung

von Olaf Löffler Die Abdichtung des Kofferdams ist in einer endodontischen Behandlung nahezu immer notwendig. Dazu haben wir hier schon verschiedensten Materialien vorgestellt. Nun möchte ich das Augenmerk auf ein neues Material legen. Seit einiger Zeit verwenden wir in meiner Praxis Clip Flow von Voco. Clip Flow schließt dicht zum Zahn und Kofferdam ab, wenn diese trocken sind. Das Material lässt sich sehr sparsam applizieren. Zur Klammerfixierung ist es leider nicht geeignet. Die Kosten liegen bei ca. 6€/g. Oraseal ( Ultracent ) liegt bei ca 5€/g. Kool Dam ( Pulpdent ) bei 5€/g. Das günstigste Material scheint Fastdam ( ContrastEurope ) zu sein. Da liegen die Kosten bei unter 3€/g. Wir werden dies demnächst testen. Hier noch einige Bilder zur Clip Flow Anwendung.

Disclaimer: Es besteht beim Autor kein Interessenskonflikt in Form von eigenen finanziellen Interessen oder finanziellen Interessen Dritter, die von einer positiven Berichterstattung profitieren oder eine negative Darstellung behindern.

Christi Himmelfahrt 2015

Wir wünschen allen Kolleginnen und Kollegen einen erholsamen freien Tag.

Für alle Freunde des offenen Feuers ein Bild des Tages abseits der Zahnmedizin.

Röntgenbild OPT

von Ostidald Wucker

Hier mal wieder ein Orthopanthomogramm mit einem nicht so häufig zu sehendem Befund distal der Region 38.

 

 

 

 

 

Was wäre Ihre Verdachtsdiagnose:

Take Our Poll

Und mal wieder die eGK

von Olaf Löffler

Im Jahr der eGK hat sich unser Kartenlesegerät verschluckt.
Nach dem Einlesen einer gültigen Karte hat sich unser Kartenlesegerät selbst gesperrt. Nun schicken wir es an die Firma 1A Handelsgesellschaft.

Die Kosten tragen wir. Immerhin wird der Reparaturaustausch „nur“ mit € 150,00 berechnet.
Was passiert, wenn man sich der eGK verweigert?

Hier noch ein neuer Beitrag der Freien Ärzteschaft zur eGK.:

17.09.2014, Pressemitteilung: Gutachten: Macht die elektronische Gesundheitskarte Ärzte strafbar?
Ein neues Gutachten stellt fest: Bei der Ausgabe der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) wurde der Datenschutz verletzt, denn die Identität der Versicherten wurde nicht geprüft. Jeder kann ein falsches Foto einsenden, auch die Unterschrift wird nicht überprüft. Und das hat Konsequenzen hinsichtlich der ärztlichen Schweigepflicht: „Ärzte, die mit dieser unsicheren eGK künftig wie geplant Sozial- oder Medizindaten übers Internet weiterleiten, könnten sich strafbar machen“, kommentierte heute Dr. Silke Lüder, Vizevorsitzende der Freien Ärzteschaft, in Hamburg das Ergebnis dieses Gutachtens. „Das ist eine schallende Ohrfeige für die Betreiberorganisation gematik, die gesetzlichen Krankenkassen, das Bundesgesundheitsministerium und alle ärztlichen Körperschaften, die das eGK-Projekt weiter durchziehen wollen.“

Der Datenschutz ist eng mit der Schweigepflicht verknüpft, die im Strafgesetzbuch geregelt ist. In ihrem Gutachten „Versichertenstammdatendienst (VSD) in der Arztpraxis und Strafbarkeitsrisiken für Ärzte nach § 203 StGB“ schreiben Dr. André Zilch, Managing Partner der LSc LifeScience Consult GmbH sowie Sachverständiger bei CertEuropA, und Rechtsanwältin Dr. Franziska Meyer-Hesselbarth: „Um als Arzt nicht Gefahr zu laufen, selbst gegen die Regelungen des §203 StGB zu verstoßen, kann der Arzt nur durch die Nichtbeteiligung am VSD wegen der immanenten rechtlichen Mängel seine eigene Strafbarkeit – sei es als Täter oder Teilnehmer – sicher vermeiden.“ Im Klartext: Nicht mitmachen – nur das schützt vor Strafe.

Lüder, selbst Allgemeinärztin in Hamburg, betont: „Wir wissen nicht, ob Patient, Karte und Daten wirklich zusammengehören, und würden eventuell Unbefugten einen Zugriff auf die Daten anderer erlauben.“ Die elektronische Gesundheitskarte biete also keine sichere digitale Identität, diese sei aber zwingend notwendig.

Aufgrund des fehlenden Identitätsnachweises sei die gesamte Telematik-Infrastruktur als „datenschutzrechtlich unsicher zum Zugriff auf Sozialdaten“ einzustufen, urteilen die Experten in ihrem Gutachten. Das Bundesgesundheitsministerium sieht die Ärzte in der Pflicht, die Identität der Patienten zu überprüfen. Lüder betont: „Ärzte können und dürfen das aber nicht. Zudem sind wir keine Hilfssheriffs der Kassen.“ Das Gutachten untermauert diese Position: „Ärzte haben rechtlich keinerlei Grundlage, sich von Versicherten Ausweispapiere zeigen zu lassen.“ Auch der Bundesgerichtshof stellte bereits in einem Urteil klar, dass Ärzte weder Amtsträger noch Beauftragte der gesetzlichen Krankenkassen sind (Beschluss vom 29. März 2012 – GSSt 2/11).
Über die Freie Ärzteschaft e.V.
Die Freie Ärzteschaft e. V. (FÄ) ist ein Verband, der den Arztberuf als freien Beruf vertritt. Er wurde 2004 gegründet und zählt heute mehr als 2.000 Mitglieder: vorwiegend niedergelassene Haus- und Fachärzte sowie verschiedene Ärztenetze. Vorsitzender des Bundesverbandes ist Wieland Dietrich, Dermatologe in Essen. Ziel der FÄ ist eine unabhängige Medizin, bei der Patient und Arzt im Mittelpunkt stehen und die ärztliche Schweigepflicht gewahrt bleibt.

Pressekontakt: Daniela Schmidt, Tel.: 0176 49963803, E-Mail: presse@freie-aerzteschaft.de

V .i. S. d. P.: Wieland Dietrich, Freie Ärzteschaft e.V., Vorsitzender, Gervinusstraße 10, 45144 Essen,
Tel.: 0201 4690939, E-Mail: mail@freie-aerzteschaft.de, http://www.freie-aerzteschaft.de

Ein Fall von qualitativer Obsoleszens?

von Olaf Löffler

Obsoleszens – ist ein Wort, welches nicht so häufig gebraucht wird. Aber im Alltag ereilt es uns häufig. Unter Obsoleszens ist die Abnutzung, bzw. Veralterung (Duden) eines Produktes zu verstehen. Hier nun eine kleine Geschichte dazu.

Plötzlich funktionierte das Kodak Röntgengerät nicht mehr. Baujahr 2009. erst vor 2 Jahren haben wir die Hauptplatine erneuern müssen, da beim Auslösen des Gerätes ein Kondensator geplatzt ist, so war die Aussage des Monteurs.
In unserer Praxis haben wir 3 dieser Röntgengeräte. Nur eines funktionierte immer problemfrei. Allerdings wird dieses nur selten genutzt. Als Nutzer ist man auf Grund dieser Erfahrung frustriert.

Dann fiel mir eines Tages das Buch „Geplanter Verschleiss“ von Christian Kreiß in die Hände.
Prof. Kreiß hat in seinem Buch einige Probleme der Kunden beschrieben. Interessant ist die klassische Einteilung von geplantem Verschleiss.

Es wird unterschieden in:
1. Technische und Funktionelle Obsoleszens
Durch technischen Fortschritt wird ein Produkt obsolet – überflüssig, weil das neue Produkt besser ist.
2. Qualitative Obsoleszens
Künstliche, geplante Verkürzung der Lebenszeit durch den Hersteller mit dem Zweck, den Kunden zu Ersatzkäufen zu zwingen.
3. Psychologische Obsoleszens.
Voll funktionsfähige Gegenstände werden durch neue ersetzt, beispielsweise aus Modegründen.

Beispiele zur oben beschriebene Einteilungen kann sicher jeder Leser nennen.

Im anfänglich beschriebenen Fall des Röntgengerätes kommt noch hinzu, daß ein Neukaufzwang durch überteuerte Ersatzteile bzw. Reparaturen entsteht.
Im Falle dieses Gerätes sind für den Strahler € 2589,44 Kosten für die Reparatur fällig.

Dies kann man als eine gewollte Umsatzsteigerung der Firma ansehen. Wenn der Kunde dies bemerkt, wechselt er zu einem Konkurrenzprodukt. Und hofft wenn er wechselt, daß ihm beim Konkurrenten nicht dasselbe wiederfährt. Wenn aber alle Konkurrenten so unfair spielen dann.
Da im o.g. Beispiel keine Kulanz gewährt wird, kommt der Verdacht der qualtitativen Obsoleszens auf.
In Frankreich ist die geplante Obsoleszens zukünftig ein Betrugsdelikt.

 

 

Little Toys and Tools (11)

von Olaf Löffler

In der Füllungstherapie sind die Approximalräume und Kontaktpunkte mit unter schwierig zu gestalten. Besonders kniffelig wird es, wenn substanzschonend minimalinvasiv präpariert ist und der Zahn noch einige anatomische Besonderheiten hat. Hier ein Beispiel eines oberen Prämolaren. Die Einziehung in der mesialen Approximalfläche des Zahnes 24 konnte mit einem Interdentalkeil und einer Matritze ( in dem Fall eine Garrison-Matritze ) nicht optimal abgedichtet werden. Vor einiger Zeit haben wir dann Keile individualisiert. Inzwischen ist unser bewährtestes Hilfsmittel Teflonband.
Damit sind Abdichtungen und Matratzenbänder optimal an den Zahn zu adaptieren. Anbei einige Bilder zum Fall.

 

 

 

Fragestellung: Parodontitis apicalis? (2)

von Ostidald Wucker

Die Ausgangssituation waren zwei Röntgenaufnahmen.

Wir haben uns, wie die meisten Kommentatoren auch für ein DVT entschieden. In diesem Fall sind zwei Screenshots aus dem DVT entscheidend. Anbei stelle ich Ihnen diese zwei Aufnahmen zur Kommentierung frei.

Es stehen jetzt einige klinische Befunde im Raum und es wurde ein DVT angefertigt.
Wie wäre das weitere Vorgehen?

Klinische Befunde:

Zahn 24
Sensibilität positiv (Zeitnahe Reaktion auf Kalt innhalb von 2 Sekunden.)
Lockerungsgrad 0, kein Perkussionsschmerz, kein Palpationsschmerz.

Zahn 25
Sensibilität negativ,
Lockerungsgrad 0, kein Perkussionsschmerz, kein Palpationsschmerz.

Zahn 26
Sensibilität positiv (Zeitnahe Reaktion auf Kalt innhalb von 2 Sekunden.)
Lockerungsgrad 0, kein Perkussionsschmerz, kein Palpationsschmerz.
Im DVT ohne pathologischen Befund.

 

Fraktur?

von Olaf Löffler

Heute eine schwierige Fragestellung. Ist im DVT eine Längsfraktur am Zahn 21 erkennbar? Die Sondierungstiefen liegen zwischen 2-3mm und der Lockerungsgrad ist 0. Klinisch zeigt sich eine Fistelbildung vestibulär.

Der Zahn wurde bereits wurzelbehandelt und vor einem nicht näher bekanntem Zeitraum resiziert nach einer ebenfalls nicht erruierbaren traumatischen Verletzung in der Jugendzeit.

Wir haben dem Patienten die intrakanaläre Diagnostik vorgeschlagen.

Was ist Ihre Meinung?

 

 

 

Der Widerstand gegenüber der elektronischen Gesundheitskarte nimmt zu

von Olaf Löffler

Vor einiger Zeit wurde hier bereits über die elektronische Gesundheitskarte berichtet. Der Termin zur Einführung rückt immer näher und der Widerstand wächst.
Erstaunlich ist, daß nicht mehr Gegenwind kommt, da gerade jetzt immer mehr sensible Daten an die Öffentlichkeit gelangen und bei Leibe nicht sicher geschützt werden können.

Die möglichen Folgen für Patienten werden in einem Video des Bündnisses „Stoppt die e-Card“ anschaulich dargestellt.

Dem möglichen Nutzen der eCard stehen recht große persönliche Risiken gegenüber.
Darüber muss sich jeder selbst klar werden und kann sich heute auch dazu artikulieren.

http://www.stoppt-die-e-card.de/index.php?/pages/petition.html

Broschüren für Patienten kann man übrigens nicht mehr bestellen.
Diese sind ausverkauft.

 

Instrumentenfrakturen (2)

von Ostidald Wucker

Fragmente können an den verschiedensten Bereichen lokalisiert sein. In dem hier vorliegenden Fall war ein DVT notwendig um die Lage zu bestimmen und möglichst substanzschonend die Entfernung des Fragmentes zu erreichen.

Das Fragment befand sich in diesem Fall im zweiten mesiobukkalen Kanal. Der mesiobukkal erste Kanal war nicht dargestellt und instrumentiert, da die Zugangskavität den Kanaleingang nicht erfasste. Zusätzlich ließ sich noch ein dritter mesiobukkaler Kanal finden.

 

Getinge Claro (3)

von Olaf Löffler

Über den Getinge haben wir schon mehrfach berichtet.

Hier, hier und hier.

Mein Fazit bis Pfingsten:
Hier nun ein kleines Zwischenfazit nach 6 Monaten. Der Thermo läuft und tut seinen Dienst es gibt keine Probleme. Er wird bei uns mindestens zweimal täglich genutzt.

Nach Pfingsten kam es wieder anders.
Nun hat sich dies seit dieser Woche wieder geändert. Der Thermodesinfektor benötigt plötzlich die doppelte Aufbereitungszeit. Laut Hersteller ist eine Heizspirale ausgefallen.

Das wurde bereits einmal getauscht.
Ich werde berichten, was weiter passiert.

 

 

Tip zum Schutz der Nachbarzähne.

von Ostidald Wucker

Oftmals kommt beim adhäsiven Aufbau oder dem adhäsiven Verschluss nach Wurzelbehandlungen bei uns der Sandstrahler zum Einsatz.
Es ist mitunter schwierig die Nachbarzähne und Strukturen zum Schutz abzudecken.

Neben Kofferdam haben wir das gerne mit Teflonband gemacht. Mitunter musste dieses etwas aufwendig festgeklebt werden. Trotzdem konnte es sich lockern, war dann schnell mit abgesaugt und musste wieder  erneuert werden.

Einfacher und sicherer geht es, wenn man das Teflonband über die Kaufläche legt und dann über den Zahn eine einfache Matrize, wie Ringband- oder Ivorymatritze legt und damit das Teflonband fixiert.

 

Getinge Claro (2)

von Olaf Löffler

Hier haben wir erstmals über den Geringe Claro geschrieben.

Er funktionierte genau 1,5 Wochen. Dann war Wasser unterm Thermodesinfektor.

Gleichzeitig hatten wir ein Stückchen Dichtung aus dem Thermo herausgeholt. Dies war von der Türdichtung. Angeblich spielt das keine Rolle. Nun das Wasser auf dem Sterifussboden sprach dagegen. Es sollte eine neue Tür eingebaut werden. Der Thermo stand still. 3 Tage. Solange waren die Bestellzeiten.  Zum Glück hatten wir ja noch Ersatz und unsere Ultraschallaufbereitung.
Hätten wir das nicht, könnten wir 3 Tage nicht behandeln.  Ersatz oder ein Leihgerät wurde uns nicht angeboten.
Zum Reparaturtermin kam nun heraus. Es war nicht die Tür oder Türdichtung. Ein Schlauch war undicht. Dieser musste nun neu bestellt werden. Weitere 3 Tage ohne das Gerät. Seitdem läuft das Gerät ohne Störung. Getinge hat die Heizspiralen erneuern lassen, da diese einen Herstellungsfehler hatten. Wir haben das nicht bemerkt.

Was uns auffällt. Die Reinigungleistung mit der Ultraschallaufbereitung ist besser. Im Moment müssen wir vor allem mit Etikettenresten von der Sterilgutauszeichnung kämpfen. Diese werden nicht vollständig entfernt. Das war mit der Ultraschallaufbereitung kein Problem.
Die Hand- und Winkelstücke müssen vor der Pflegemaschine ausgiebig von den Wasserresten im Inneren befreit werden. Dazu haben wir eine Druckluftpistole installiert. Die Durchlaufzeiten im Steri haben sich verlängert. Deshalb mussten wir  Übertragungsinstrumente nachkaufen und mehr Trays anschaffen.

 

Navitip

von Olaf Löffler

Bereits 2010 haben wir Navitips vorgestellt. Bis letztes Jahr waren diese bei uns im Einsatz. Nun haben wir umgestellt und nutzen die neuen Navitip- Spülkanülen mit lateralem Ausgang.

Sie laufen bei Ultradent unter dem Namen NaviTips Sideport.

NaviTips Sideport 21mm gelb, Herstellnummer: UP5121/UP5122
NaviTips Sideport  27mm grün, Herstellernummer: UP5123/UP5124

Kosten netto ca. 1,50 pro Kanüle.

Kleine Helfer

von Olaf Löffler

Übertragungsinstrumente sind Instrumente mit hohem Pflegebedarf. Zudem sind diese kostspielig. Nicht unbedingt als einzelnes Instrument sondern in der Summe der Kosten aller Instrumente, die einen reibungslosen Praxisablauf nach RKI Richtlinien notwendig sind.
Besonders ärgerlich ist dann, daß die Hand- und Winkelstücke etc. reparaturanfällig sind und das täglich mehrmalige Sterilisieren dies noch verstärkt.
Mittels einer Pflegemaschiene (iCare NSK) haben wir in unserer Praxis in den letzten Jahren deutlich längere Betriebslaufzeiten erreicht. Das Gerät sterilisiert und desinfiziert nicht. Es pflegt lediglich mit Öl und davor werden die Instrumente mit Druckluft ausgeblasen. Die Desinfektion erfolgt im Thermodesinfektor und die Sterilisation im Autoklav.

Wir mussten feststellen, daß diese Druckluft der Pflegemaschiene nicht ausreicht um die Übertragungsinstrumente aus dem Thermodesinfektor vollkommen wasserrestefrei auszublasen. Deshalb haben wir uns eine separate Druckluftpistolen mit Adapteranschlüssen bestellt. Damit können wir die Winkelstücke kräftiger und länger ausblasen. Dort wo Wasser ist, wird später kein Pflegeöl hinkommen und das wird wiederum zu Schäden am Instrument führen.
Es ist erstaunlich wieviel Wasser noch in den getrockneten Hand und Winkelstücken verblieben ist.

Ordnung ist das halbe Leben…

von Olaf Löffler

Kabelsalat macht nicht glücklich.

Kabelsalat hatte ich in der Praxis nach Installation eines neuen Rechners im Röntgenraum. Falls die Frage kommt, nein es waren keine Hobbytechniker und es hinterließ keinen so guten Eindruck.
Da die Installationsfirma nicht aus der Nähe kam habe ich mir selbst Gedanken gemacht dieses Problem einfach und zugleich wartungsfreundlich zu lösen.

Im Bild sieht man die Ausgangssituation.

Ausgangssituation

Es schien nicht einfach zu werden zumal in einer Praxis täglich Reinigungsprozeduren über die Fussböden laufen und schnell mal Kabel dabei „abgesteckt“ werden. Mit einem etwas Zeitaufwand und intensiver Recherche im Internet fanden ich eine, wie ich meine recht optimale Lösung. ( Danach Gefühl wie Tom Hanks und „Ich habe Feuer gemacht“ )
Einfach eine Kabelbox unter den Rechner und in dieser verschwinden alle Kabel, Switches usw.. Muss man an diese wieder heran kann man ohne weiteres den Rechner herunter nehmen, den Deckel der Box anheben und alles ist zugänglich.
Wo gibt es die -> hier.

Getinge Claro

von Olaf Löffler

Nun ist er da. Und es war mal wieder so, wie wir es immer wieder erfahren. Man kauft ein Produkt und bekommt sofort notwendige Erweiterungen genannt damit das Produkt seine Funktion optimal erfüllt.
Das erleben wir in den letzten Jahren immer häufiger und in immer größerem Ausmaß. Man denke nur an den Flughafen Berlin Brandenburg und die Kostensteigerungen bei dem Leipziger Citytunnel oder beim Paulinum der Universität Leipzig.

In unserem Fall war es so, daß das von Getinge (Messepreis zur Fachdental) uns geschenkte Rampe nicht wirklich so hilfreich ist, wie gedacht. Rampe ist das Gestell, welches zur Aufnahme von Übertragungsinstrumenten und Hohlkörpern, wie Absaugkanülen gedacht ist. Immerhin war das ein Geschenk Höhe von Netto € 1600,00.

Die Größenangaben  des Gerätes, welche mir auf der Fachdental genannt wurden stimmten nicht. Ebenso waren die Angaben zur Installationsvorbereitung nicht genau. Das sind Probleme, welche Getinge unbedingt lösen muss. Bei uns konnte dies durch die Installationsfirmen noch geändert werden. Aber es hinterlässt einen wenig professionellen Eindruck, wenn immer improvisiert werden muss.

Hier unsere Eckpunkte für eine erfolgreiche Installation.
Installationsnotwendig sind:

  • Stromanschluss 400 V steckbar,
  • einmal Wasseranschluss,
  • zwei mal Abwasser Abfluß Waschmaschine,
  • Nachbarschrank mit Aufnahme für Reinigungschemie oder Unterbau für Thermodesinfektor
  • Höhe 85cm, Breite 60cm, Tiefe mindestens 63cm

Zum Gerät selber.
Es funktioniert und macht einen soliden Eindruck. Der Thermo erinnert ein bisschen an die ersten Volvos aus Schwedenstahl, nicht so ganz auf Maß passend aber äußerst robust. Die Einstellung der Reinigungschemie scheint zu stimmen und die Instrumente werden in den Waschtrays sehr gut gereinigt. Vorausgesetzt man hat eine Vorreinigung bereits im Sprechzimmer getätigt. Vorreinigung heißt, anhaftende Materialreste sofort abwischen.
Die Trocknung funktioniert hervorragend. Lediglich die Übertragungsinstrumente sollten noch mit Luft im Inneren getrocknet werden. Danach geölt und sterilisiert.

Für Hohlkörper und Übertragungsinstrumente haben wir die Dental Rampe von Medides (hier bereits vorgestellt) installiert. Wir werden weiter berichten.

SDR® und X-tra base

von Olaf Löffler

Über schrumpfungsoptimierte Kunststoffe wurde hier und hier bereits mehrfach geschrieben. SDR® (Dentsply) und X-tra base (Voco) wurden genannt.

Von Voco haben wir X-tra base seit kurzer Zeit neben dem Dentsplyprodukt in der Anwendung. Insbesondere in der postendodontischen Versorgung beim Auffüllen der Kavitäten nach präendodontischem Aufbau und nach Wurzelfüllung haben sich das gute „Anfließverhalten“ gezeigt. Wir setzen das Material nicht in der beschriebenen Bulkfüllungstechnik ein, sondern schichten damit wie gewohnt in ca. 2mm Inkrementen.

Das X-tra base in Caps ist mit einer längeren und biegbaren, langen Kanüle ausgestattet. Damit sind kleine Mengen des Materials besser platzierbar und das Handling unter dem Mikroskop erscheint und einfacher. Das Anfließverhalten scheint fast gleich zu sein. Im Xtra base hatten wir einmal Lufteinschlüsse im Röntgenbild gesehen – siehe Rö.

Anbei einige Beispiele.

Getinge WD 15 Claro

von Olaf Löffler

Eigentlich wollte ich heute über unseren neuen Getinge Claro WD15 Thermodesinfektor schreiben. Doch es gibt noch nicht viel zu schreiben. Außer…

Das Gerät im September bestellt, war erst jetzt lieferbar.
Zum Einbau ergab sich ein neues Problem. Das Gerät ist 85cm hoch. Die deutschen Einbaumaße sind 82,5 cm.
Wir müssen jetzt schnell die Möbel anpassen und auf das neue Einbaumaß bringen. Diese Überraschungen sind unschön. Für die Zukunft heißt das jetzt alle Maße bei Geräten, welche neu angeschafft werden vorher zu erfragen und sich nicht auf die Angaben „passt schon“ zu verlassen.

Halloween

von Olaf Löffler

Halloween – ein alter irischer Brauch. Manche sagen sogar keltischen Ursprungs. Wikipedia

Nun dieses Brauchtum blieb mir fremd. Zumal es heute wahrscheinlich kaum noch etwas mit dem Ursprung zu tun hat. im Mittelpunkt scheint heute das Erschrecken und die Geisterwelt zu stehen.

Erschreckend ist, was hier auf einer niederländischen Seite vorgestellt wird. http://dentidrill.nl.

Ein Video auf Youtube gaukelt dann noch den Wahnsinn in der Realität vor. Für mich der erste Schritt zur vorsätzlichen Körperverletzung.

 

 

Never ending story.

von Olaf Löffler

Über die Probleme mit unserem Belag Autoklaven haben wir bereits hier berichtet. Andere Autoren berichteten hier.

Unsere ausgebrochene Türverkleidung hatten wir bereits im do it your self Verfahren repariert. Bis jetzt hält es.

Nur beobachten wir jetzt an der Oberkante der Tür Risse. Diese werden immer länger. Nun wird der Austausch der Tür notwendig. Wie hoch die Kosten werden wissen wir derzeit nicht. Ärgerlich ist das allemal.
Für die Anschaffung eines zweiten Autoklaven planen wir nicht mehr mit Melag-Geräten.
Derzeit konzentrieren wir uns auf Lösungen der Firma Getinge. Wir werden berichten, wie sich die Geräte im Praxisalltag schlagen.

Hygiene in der Praxis

von Olaf Löffler

Aufregung herrscht, wenn Praxisbegehungen angekündigt werden. Grund sind die aktuellen Richtlinien und dazu differierenden Auslegungen von Zahnarztfunkionären und Hygieneexperten, bzw. solcher die meinen dies zu sein.
Der Zahnarzt steckt in einer Zwickmühle. Die Verantwortung trägt er allein.
Die Anforderungen in den letzten Jahren sind geradezu explodiert. Die gegenüberstehende Honorierung wird diesen Kosten in der Praxis nicht gerecht. Nun fragt man sich welche dramatischen Ereignisse liegen vor, daß die plötzlich erhöhten Forderungen notwendig macht.

In der jüngeren Geschichte fällt einem neben der BSE-Kriese vor allem die EHEC Erkrankungen wieder ein. Ein Grund für mich da noch mal nachzuschauen, was war und was wurde getan. Bei der Recherche kommt man unweigerlich bei foodwatch heraus. Thilo Bode, bekannt durch Greenpeace Deutschland ist der Gründer und Geschäftsführer von foodwatch.

Foodwatch prangert die Aufarbeitung der EHEC Epedemie an und bringt einige Hintergundinformationen und Hinweise an die Öffentlichkeit. Für mich ist dies Information genug um die Aktion zu unterstützen und nachdenklich zu werden in Zeiten von QM und RKI Richtlinien…

WSR – Historisches

von Olaf Löffler

„Die Wurzelspitzenresektion als Sanierungsmaßmahe“ J. Koch-Langentreu, 1947, Urban&Schwarzenberg / Wien

In diesem Buch fiel mir am Wochenende in die Hände. Es ist schon einige Zeit in meinem Besitz. Bisher hatte ich noch keine Zeit für die antiquarische Literatur gefunden.
Beim Blättern fiel mir auf Seite 35 die Überschrift: Die Vorbehandlung des Wurzelkanales ins Auge.

Der Autor schreibt auf Grund seiner dreißigjährigen Erfahrung für den Praktiker. Das Werk ist reich an Fotografien und Röntgenbildern, die in erstaunlich guter Qualität abgedruckt sind.

Aber lesen Sie selbst, welche Forderungen bereits 1947 beschrieben wurden.

Zitat:

…Während bei der normalen Wurzelbehandlung an die endgültige Wurzelfüllung eine Reihe von Forderungen gestellt werden,  welche die Unzahl von Methoden und Medikamenten zum Teil erfüllen, zum Teil nicht erfüllen und auch nie erfüllen können, lautet unsere Forderung an die Füllung des Wurzelkanals vor  der Resektion nur dahin, daß der Kanal restlos ausgefüllt wird, daß dieser gute Randschluß auch dauernd erhalten bleibt, d.h. daß keine Schrumpfung eintritt, welche den ganzen Erfolg der Wurzelspitzenresektion in Frage stellen würde, und schließlich, daß kein Reiz auf die umgebenden lebenden Gewebe ausgeübt wird. Es empfiehlt sich daher,  zur Resektion unter allen Umständen den Kanal neu zu füllen…

Quelle: „Die Wurzelspitzenresektion als Sanierungsmaßmahe“ J. Koch-Langentreu, 1947, Urban&Schwarzenberg / Wien,

PractiPal

von Olaf Löffler

Die Fachdental in Leipzig wollte ich zunächst nicht besuchen. Nachdem ich aber in den Messejournalen las, daß die Firma Geringe vertreten sein wird nahm ich mir doch etwas Zeit für einen Besuch.

Wir beabsichtigen einen weiteren Autoklaven anzuschaffen und haben uns für den Getinge 5+ entschieden. Mit seinen kurzen Aufbereitungszyklen und der großen Trayaufnahme erscheint er uns genau richtig. Nun hoffen wir, daß er im Alltag neben unserem Melag bestehen wird.

Getinge stellte auch Thermodesinfektoren aus und dazu konnte man sich Trays der Firma Directadental anschauen. Diese interessanten Traylösungen möchte ich Ihnen diese nicht vorenthalten. Hier finden Sie viele Informationen in Deutsch, Englisch und natürlich der Landessprache Schwedisch. Den aktuellen Flyer als pdf kann man hier erhalten.

Die Kosten dieser Trays liegen allerdings deutlich über vergleichbaren Trays aus der Zirc Reihe der Firma Loser. Kommentare zu anderen Wasch-Trays oder Erfahrungen mit den genannten Trays sind ausdrücklich erwünscht.

Kontakt gewünscht.

von Olaf Löffler

Über Matritzensysteme wurde bereits vielfach hier geschrieben.
Die größte Herausforderung stellen häufig funktionierende Kontaktpunkte dar. In einem kleinen Video haben wir unser Vorgehen im Rahmen der präendodotischen Füllung versucht darzustellen. Wir nutzen dazu eine Schalentechnik mit Flowmaterialien. Aber schauen Sie selbst.

Kombinierte Paro Endo Läsion? (2)

von Olaf Löffler

An dieser Stelle baten wir um die Meinung der Leser. Hier nun der transparente Zahn.

Nach folgendem Vorgehen haben wir gearbeitet:
Die Desinfektion des Zahnes erfolgte mit 5% Natriumhypochlorit im Ultraschallbad in einem Glasgefäß für 15 Minuten. Alternativ haben wir das auch auf einem Laborgipsrüttler (30 Minuten) erfolgreich versucht. Der extrahierte Zahn wurde von Zahnstein und Konkrementen gereinigt. Die Konkremente der distalen Wurzel ließen sich nur äußerst schwer und unvollständig entfernen.

Der Zahn wurde für 4 Tage in ca. 30 ml Salpetersäure 5% eingelegt und öfters bewegt. Danach wurde die Salpetersäure abgewaschen und der Zahn in einer alkoholischen Reihe (70% , 90% , 96 %) entwässert. Abschließend wurde der Zahn mit Mull abgetupft und in Methylsalicylat eingelegt. Nach ca. 2 Stunden zeigt sich die vollständige Transparenz.
Dieses Verfahren entspricht nahezu dem von Holm Reuver beschriebenen Vorgehen.

Beim betrachten des Zahnes zeigen sich einige frakturierte Instrumente und deutliche Hinweise auf bakterielle Besiedelung, bzw. verbliebene Gewebereste in Kanalbereichen der distalen Wurzel. Diese stellen sich durch bräunliche Verfärbungen dar. Im mesialen Kanalsystem sind geringere Spuren erkennbar. Dies bedeutet, daß das Kanalsystem unvollständig und unzureichend desinfiziert wurde.
Wahrscheinlich ist von einer kombinierten Läsion auszugehen, da neben der endodontischen Problematik auch die parodontale Situation entscheidend war. Die orale Mikroflora gilt als Infektionsquelle. Eine Infektion von Endodont und Parodont unabhängig voneinander ist typisch für die kombinierte Läsion. Dafür sprechen die große Füllungslage und die manifestierte P. marginalis der Patientin.

Literaturtip:

„Da es sich um opportunistische Infektionen handelt, ist schwierig festzustellen, welche Keime ursächlich mit den Erkrankungen assoziiert sind und welche nur deshalb gefunden werden, weil die Umgebung ihre Auslese begünstigt. Exazer- bationen periapikaler Läsionen scheinen mit der Anwesenheit schwarz pigmentierter gramnegati- ver Stäbchen im Wurzelkanal zusammenzuhängen“

Endodontie 13 (2004), Nr. 2, Seite 133-146
Paro-Endo-Läsionen: Ätiologie, Diagnostik und Therapievorschläge – Eine Literaturübersicht
Zehnder, Matthias / Paqué, Frank / Gold, Steve / Hasselgren, Gunnar

Kombinierte Paro Endo Läsion?

von Olaf Löffler

Die Patientin suchte unsere Praxis wegen parodontologischer Probleme auf. Der Zahn 37 zeigte nach 1,5 Jahren nach der Behandlung keine Heilungstendenz. Die Patientin lehnte eine Revision der Behandlung ab und entschied sich für die Extraktion des Zahnes.

Die Diagnose: Verdacht Kombinierte Paro Endo Läsion

Röntgenologisch sah die Behandlung nicht 100% optimal aus. Jedoch kann man bei der Aufbereitungsgröße der Kanäle eine ausreichende Desinfektion vermuten. Deshalb erscheint die Ursache des Misserfolges nicht klar auf der Hand zu liegen. Wir haben uns entschlossen den Zahn transparent zu machen und so der Ursache näher zu kommen.

Was denken Sie ist die mögliche Ursache?

Take Our Poll

Kapsadapter für Sony Nex am Kaps SOM 62 (1)

von Olaf Löffler

Nachdem Test des Hanchadentadapters in diesem, jenem und noch diesem Beitrag haben wir nun den Adapter von Kaps für die Sony Nex5 am Kapsmikroskop getestet.

Auffälligster Unterschied war, daß der Kapsadapter ein vergrößertes Bild gegenüber dem Hanchadentadapter liefert. Die Behandlungsassistenz in unserer Praxis fand dieses Bild angenehmer. Allerdings ist dadurch das dargestellte Gebiet kleiner und etwas unübersichtlicher.

Wir haben uns die Mühe gemacht und versucht gleiche Situationen an einem Modellzahn darzustellen. Damit kann sich der Leser ein Bild von beiden Systemen machen.

Listenpreis des Kapsadapters € 1800,00. Es gibt diesen für die Kapsmikroskope und ebenso eine Zeissvariante.

Erste Aufnahme bei gleicher Vergrößerung (0,3).

Hanchadent

Kaps

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Zweite Aufnahme bei gleicher Vergrößerung (0,85).

Hanchadent

Kaps

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Dritte Aufnahme bei gleicher Vergrößerung (1,0).

Hanchadent

Kaps

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Vierte Aufnahme bei gleicher Vergrößerung (2,0).

Hanchadent

Kaps

Petition für Netzneutralität

von Olaf Löffler

Die von Johannes Scheller eingerichtete Petition (Download Link) verdient es unterstützt zu werden.

https://epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2013/_04/_23/Petition_41906.html

Zitat:

Die Petition 41906 fordert ein Gesetz, „das Internetanbieter (‚Provider‘) verpflichtet, alle Datenpakete von Nutzern unabhängig von ihrem Inhalt und ihrer Herkunft gleich zu behandeln. Insbesondere sollen keine Inhalte, Dienste oder Dienstanbieter durch diese Provider benachteiligt, künstlich verlangsamt oder gar blockiert werden dürfen“.

Optische Täuschung

von Olaf Löffler

Manchmal sitz man über einem Zahn und sieht in der Behandlung im Mikroskop Bilder, bzw. besser gesagt Figuren, welche sich manch anderem nicht gleich oder nur schwer erschließen. Für mehr Informationen hier klicken und ein anschauliches Beispiel kann man hier finden.

Gerne möchte ich mal zur Abwechslung ein solches vorstellen und eine kleine Reihe solcher Bilder beginnen.

Dieses Bild entstand in der Behandlung eines unteren Molaren nach Entfernung einer Teilkrone und während der Kariesexkavation. Das Pulpenkavum zeigte sich vollständige mit Reizdentin ausgekleidet.

Das Bildmotiv: Schmetterling mit Wurm.

Zahlungssysteme

von Olaf Löffler

Mitunter werden wir von Patienten gefragt, ob sie nicht mit Karte bezahlen können. EC Karten oder Kreditkartenlesegeräte haben wir nicht im Einsatz. Im Moment scheuen wir eine Investition, da sich offensichtlich einiges am Markt bewegt.
Die angebotenen Geräte, Kosten und Bedingungen sind oftmals kaum zu durchschauen.
deswegen sind Tipps für Kollegen gern in den Kommentaren erwünscht.

Eine mir von Arne Neumann genannte Alternative ist iZettl. Im Internet sind einige Informationen zur Herkunft zu finden, wie hier.

Ein anderer Anbieter (Payleven) mit ähnlichem Auftritt bietet sogar 50€ Cashback an. Damit wird das Lesegerät zu ca. 50% subventioniert. Infos gibt es hier.

Weitere Anbieter sind Streetpay,

Wie sind Ihre Erfahrungen und welche Systeme haben Sie im Einsatz?

Take Our Poll

Halbe Rahmen

von Olaf Löffler

Über meine Erfahrungen mit Whitewall habe ich bereits hier geschrieben.

Fotoaufnahmen als Lumasec habe ich in der Praxis hängen. Diese Aufnahmen zeigen eine hohe Farbbrillanz und sind faszinierend. Leider auch sehr kostenintensiv. Allerdings ist dieses Verfahren für Schwarz/Weiss Aufnahmen nicht so gut geeignet. Deshalb habe ich nach der Möglichkeit gesucht entwickelte Bilder in Wechselrahmen selbst austauschen zu können. Mein Anspruch war, dies sollte nicht erkennbar sein und der Rahmen muss perfekt aussehen und er sollte kein Vermögen kosten.
Durch Zufall bin ich an den Hersteller Halbe Rahmen gekommen. Das Magnetrahmenprinzip dieser Firma schien mir vielversprechend. Im Online Shop kann man seinen Rahmen selber entwickeln, Passepartouts schneiden lassen und auch das Glas entsprechend den eigenen Vorstellungen konfigurieren. Heraus kommen perfekt verarbeitete Rahmen. Durch das Metallgerüst absolut stabil. Neben verschiedenen Sicherungen der Rahmen sind auch Speziellösungen für hochwertigste Kunstobjekte zu erhalten.

Ich habe keinen finanziellen oder materiellen Nutzen aus der Empfehlung erhalten. Mich haben die Produkte der Firma Halbe-Rahmen überzeugt und ich empfehle diese gerne weiter.

 

Dichtung (2)

von Olaf Löffler

Über die Abdichtung der Kavitätenränder vor einer Füllungstherapie wurde bereits hier geschrieben.

Passend dazu hier ein Beispiel, wie man dies mit Teflonband unter Verwendung von Garrisonmatritzen umsetzen kann.

Frühling wird…

von Olaf Löffler

In diesem Jahr ist der Winter unglaublich hartnäckig. Frau Holle scheint mit allen möglichen leistungssteigernden Drogen gedopt zu sein.

Mit einem kleinen Freeware Programm können wir uns zumindest die ersten Vögel aus dem Süden zurückholen.

Julian Opie – st ein britischer Maler, Bildhauer und Videokünstler. Auf seiner Webseite gibt es viele interessante Einblicke und diesen Download.

http://www.julianopie.com/downloads/flock.html

Einigermaßen schneefreie und angenehme Ostern wünschen Ihnen die Wurzelspitzeautoren

Sony Nex5 und HDadapter am Kaps – Bilder (1)

von Olaf Löffler

Hier nun die ersten Bilder.

Die Bilder wurden nicht nachbearbeitet. Für die Darstellung hier im Blog wurden die Bilder um 50% komprimiert. Ausgewählt wurden Bilder aus verschiedenen Behandlungen und der Vorbereitung eines Kurses.

Take Our Poll

Sony Nex5 und HDadapter am Kaps

von Olaf Löffler

Neben einem Pro Ergo benutzen wir auch ein Kapsmikroskop in unserer Praxis.

Bisher lief die Fotodokumentation und Mitbeobchtung nicht optimal. Ein Carr-Adapter mit Nikon Coolpix 995 oder 4500 kamen daran zum Einsatz. Suboptimal war die Mitbeobachtung für die Assistenz. Das Monitorbild zeigte sich mitunter unscharf und konnte nur einen groben Überblick ermöglichen. Die Coolpix 4500 musste bei Nikon mehrfach repariert werden, da der Monitorausgang und damit die Mitbeobachtung ausfielen. Die 995 war stabil. Allerdings mussten immer Akkus eingesetzt werden, da bei Abschaltung des Netzteils sämtliche Einstellungen gelöscht waren.

Nach langem Zögern haben wir nun den Hanchadentadapter mit der Sony Nex5 seit dieser Woche am Mikroskop. Der Mitbeobachtungsmonitor ist mittels HDMI Kabel angeschlossen. Interessant zu erkennen war, daß die 7,50 Meter hochwertiges HDMI Kabel ein erkennbar schlechteres Bild ergaben als die Funkübertragung.  Das Kabel hatten wir bei Praxisinstallation bereits gelegt. Deshalb haben wir auf die Funkübertragung verzichtet.

Erster Eindruck der Assistenz:
Das Bild ist deutlich besser. Es ist kein vergrößerter Bildausschnitt mehr.

Fotodokumentation:
Auslösung per Funkauslöser ist bisher nicht störanfällig und erlaubt das Auslösen durch die Assistenz. Fokussierung ist über Mitbeobachtungsmonitor möglich und praktizierbar.
Scharfstellung des Monitorbildes zum Okkularbild ist nur in großen Vergrößerungen notwendig.
Die ersten Bilder werden wir an anderer Stelle hier vorstellen.

Bild a ohne Mikroskopbeleuchtung (J.Wettlaufer)

 

Bild b mit Mikroskopbeleuchtung (J.Wettlaufer)

IDS

von Olaf Löffler

Alle 2 Jahre ist die IDS in Köln.
Hier die wichtigsten Kurzinfos.

Tickets für die IDS 2013 ab sofort erhältlich

Die Eintrittskarte (Tageskarte) online im Ticket- Shop 13 Euro statt 16 Euro an der Tageskasse.

Termine & Öffnungszeiten

Die IDS findet von Dienstag, 12. März bis Samstag, 16. März 2013 statt.
Der 1. Messetag (12. März) ist dem Dentalfachhandel und den Importeuren vorbehalten.

Öffnungszeiten für Besucher:  Täglich von 09.00 bis 18.00 Uhr.

Hier weitere Details und unter diesem Link finden Sie das Messe App für iPhone und Android.

 

Adventskalender 2012 (13): Fototisch

von Olaf Löffler

Hans Willi Herrmann hat mir diesen Fototisch von Heinz Kirschner vorgestellt. Anfangs wusste ich nicht so richtig, ob dies uns Vorteile in der Praxis bringen wird. Man braucht etwas Platz und muss fotoverückt sein, dachte ich.

2009 habe ich den Tisch gekauft. Es hat sich als sehr guter Tipp herausgestellt. In Zeiten, in denen  Fotodokumentationen immer wichtiger werden, bringt der Tisch einige Erleichterungen.

Die Vorteile sind:

– ständig Fotobereitschaft für nahezu alle Situationen der Produktfotografie und Behandlungsdokumentation,

– Anwenderfehler sind nahezu ausgeschlossen,

– optimale Ausleuchtung,

– Freistellung der Objekte durch neutralen Hintergrund

Alle Mitarbeiter der Praxis können akzeptable Aufnahmen machen, ohne daß spezielle Fotokenntnisse notwendig sind.

Es können Produktfotos erstellt werden, oder behandlungsrelevante Befunde fotografisch dokumentiert werden. In unserer Praxis werden zum Beispiel Okklusogramme und Modelle fotografiert ( unbearbeitete Beispiele anbei ).

Ohne Fototisch wurden meistens 4-5 Aufnahmen gemacht und keine war ernsthaft brauchbar. Durch die Möglichkeit der optimalen Ausleuchtung, des konstanten Abstandes und der schnellen Aufnahme werden die Fotos zu 99% gut.

Adventskalender 2012 (6): Transparente Zähne

von Olaf Löffler

Der ersten transparenten Zahn, welchen ich selbst nach der Anleitung von Holm Reuver herstellte, hat mich überrascht. Unglaublich, was zu erkennen war. Ein Danke an dieser Stelle an Holm Reuver. Ein wunderschönes Beispiel seiner, man muss schon sagen Kunst findet man hier.

Hier dessen Anleitung:

Material

  • Salpetersäure 5 %ig 500ml
  • Spiritus 1L
  • Methylsalicylat  200m

Umsetzung:

  • Extrahierte Zähne mit Handinstrumenten grob von Weichgewebe reinigen.
  • Verbliebenes Weichgewebe mit NaOCl 3%ig im Ultraschallbad entfernen; dazu die Zähne in ein kleines, verschließbares Gefäß mit NaOCl legen, Vorsicht beim späteren Öffnen, während der Reinigung baut sich etwas Druck auf. Konkrementreste und Zahnstein lassen sich später nach der Demineralisierung einfach abwischen.
  • Falls die äußere Kontur der Wurzel nicht von Interesse ist , kann sie poliert werden (gibt weniger störende Lichtbrechungen bei der späteren Betrachtung) und bei dicken Wurzeln kann das Dentin ausgedünnt werden (die Prozessdauer der einzelnen Schritte des Transparentmachens kann durch das Ausdünnen des Dentins verkürzt werden und das Bild der endodontischen Hohlräume wird klarer); allerdings können mit dem entfernten Dentin auch unbemerkt Seitenkanäle beseitigt oder verkürzt werden und die Topographie der endodontischen Hohlräume kann nicht mehr in ihrer Beziehung zur Wurzeloberfläche beurteilt werden.
  • Entkalkung in HNO3 5%ig; einfach einige Zähne in ein Gefäß (z. B. Plastikbecher) legen und mit der Säure übergießen, so dass der Becher zu einem Drittel gefüllt ist, 2-4 Tage wirken lassen; die erforderliche Zeit hängt von der Dicke des Dentins ab. Die Zähne ab und zu bewegen und die Säure am besten mehrfach auswechseln, denn sie verbraucht sich.  Die Vollständigkeit der Entkalkung mit scharfer Kanüle testen (die Konsistenz ist jetzt wie al dente gekochtes Gemüse); feine Wurzellängsfrakturen, die nach der Extraktion möglicherweise noch verborgen geblieben sind, können nach der Entkalkung oftmals erkannt werden.
  • Wässern durch abspülen mit Leitungswasser.
  • Dehydrieren in Ethanol (Spiritus ist billiger und funktioniert auch); 70%ig beginnen für ca. 1/2-2 Stunden, dann 90%ig und 98%ig für etwa gleiche Zeitspannen abhängig von der Dicke des Dentins.
  • Überführen in Methylsalicylat (Bezug über Apotheke; pur verwenden; Achtung: keine Plastikgefäße verwenden, denn Methylsalicylat ist ein potenter Weichmacher; Filmdosen und medizinische Spritzen und vor allem Glasgefäße sind geeignet). Präparate mit Mull trocken tupfen und hinein in die magische Flüssigkeit; die Zähne werden innerhalb von 1 bis 2 Stunden transparent und können über lange Zeit so aufbewahrt bleiben. Anfangs schwimmen die Zähne und sinken mit fortgeschrittener Penetration des Methylsalicylats zu Boden; falls sie zu Beginn schon untergehen sind sie nicht ausreichend dehydriert (dann noch einmal in reinen Spiritus oder Ethanol 96%) oder nicht ausreichend demineralisiert (dann nochmals rehydrieren und längere Zeit in Salpetersäure).

Ein interessanter Fall eines oberen Moralen (17) anbei. Der Isthmus zwischen dem mesialen und dem palatinalen Kanal war nicht behandelt und führte wahrscheinlich zum Zahnverlust.