Adventskalender 2012 (6): Transparente Zähne

von Olaf Löffler

Der ersten transparenten Zahn, welchen ich selbst nach der Anleitung von Holm Reuver herstellte, hat mich überrascht. Unglaublich, was zu erkennen war. Ein Danke an dieser Stelle an Holm Reuver. Ein wunderschönes Beispiel seiner, man muss schon sagen Kunst findet man hier.

Hier dessen Anleitung:

Material

  • Salpetersäure 5 %ig 500ml
  • Spiritus 1L
  • Methylsalicylat  200m

Umsetzung:

  • Extrahierte Zähne mit Handinstrumenten grob von Weichgewebe reinigen.
  • Verbliebenes Weichgewebe mit NaOCl 3%ig im Ultraschallbad entfernen; dazu die Zähne in ein kleines, verschließbares Gefäß mit NaOCl legen, Vorsicht beim späteren Öffnen, während der Reinigung baut sich etwas Druck auf. Konkrementreste und Zahnstein lassen sich später nach der Demineralisierung einfach abwischen.
  • Falls die äußere Kontur der Wurzel nicht von Interesse ist , kann sie poliert werden (gibt weniger störende Lichtbrechungen bei der späteren Betrachtung) und bei dicken Wurzeln kann das Dentin ausgedünnt werden (die Prozessdauer der einzelnen Schritte des Transparentmachens kann durch das Ausdünnen des Dentins verkürzt werden und das Bild der endodontischen Hohlräume wird klarer); allerdings können mit dem entfernten Dentin auch unbemerkt Seitenkanäle beseitigt oder verkürzt werden und die Topographie der endodontischen Hohlräume kann nicht mehr in ihrer Beziehung zur Wurzeloberfläche beurteilt werden.
  • Entkalkung in HNO3 5%ig; einfach einige Zähne in ein Gefäß (z. B. Plastikbecher) legen und mit der Säure übergießen, so dass der Becher zu einem Drittel gefüllt ist, 2-4 Tage wirken lassen; die erforderliche Zeit hängt von der Dicke des Dentins ab. Die Zähne ab und zu bewegen und die Säure am besten mehrfach auswechseln, denn sie verbraucht sich.  Die Vollständigkeit der Entkalkung mit scharfer Kanüle testen (die Konsistenz ist jetzt wie al dente gekochtes Gemüse); feine Wurzellängsfrakturen, die nach der Extraktion möglicherweise noch verborgen geblieben sind, können nach der Entkalkung oftmals erkannt werden.
  • Wässern durch abspülen mit Leitungswasser.
  • Dehydrieren in Ethanol (Spiritus ist billiger und funktioniert auch); 70%ig beginnen für ca. 1/2-2 Stunden, dann 90%ig und 98%ig für etwa gleiche Zeitspannen abhängig von der Dicke des Dentins.
  • Überführen in Methylsalicylat (Bezug über Apotheke; pur verwenden; Achtung: keine Plastikgefäße verwenden, denn Methylsalicylat ist ein potenter Weichmacher; Filmdosen und medizinische Spritzen und vor allem Glasgefäße sind geeignet). Präparate mit Mull trocken tupfen und hinein in die magische Flüssigkeit; die Zähne werden innerhalb von 1 bis 2 Stunden transparent und können über lange Zeit so aufbewahrt bleiben. Anfangs schwimmen die Zähne und sinken mit fortgeschrittener Penetration des Methylsalicylats zu Boden; falls sie zu Beginn schon untergehen sind sie nicht ausreichend dehydriert (dann noch einmal in reinen Spiritus oder Ethanol 96%) oder nicht ausreichend demineralisiert (dann nochmals rehydrieren und längere Zeit in Salpetersäure).

Ein interessanter Fall eines oberen Moralen (17) anbei. Der Isthmus zwischen dem mesialen und dem palatinalen Kanal war nicht behandelt und führte wahrscheinlich zum Zahnverlust.

Transpa.001-001

Wettbewerbsverbote wurden gelockert

von Olaf Löffler

Ralf Gudden verdanken wir diese Information, bzw. den Link von seiner Liste Kinderzahnheilkunde.

http://www.wettbewerbszentrale.de/de/home/_news/?id=1247

Zitat:

30.10.2012 // Änderungen des Heilmittelwerberechts in Kraft getreten

In der letzten Woche ist das 2.Gesetz zur Änderung arzneimittelrechtlicher
und anderer Vorschriften in Kraft getreten (BGBl. I Nr.50 vom 25.10.2012,
Seite 2192). Neben dem Arzneimittelgesetz wurden zahlreiche andere
Vorschriften, unter anderem das Heilmittelwerbegesetz (HWG) geändert. Zum
Teil handelt es sich nur um redaktionelle Klarstellungen, zum Teil um eine
Anpassung an europäische Vorschriften (Humanarzneimittelrichtlinie
2001/83/EG) oder an die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs.

Die wesentlichsten Änderungen hat dabei der Verbotskatalog des § 11 HWG
erfahren. Einige Verbote wurden ganz gestrichen, etwa das Verbot, für
Arzneimittel oder Verfahren mit Gutachten oder wissenschaftlichen
Veröffentlichungen zu werben, Nummer 1 alter Fassung. Das Verbot für
„Vorher-Nachher-Abbildungen“ gilt nur noch für operative
plastisch-chirurgische Eingriffe, § 11 Absatz 1 Satz 2 HWG. Auch das Verbot,
sich in Berufskleidung oder bei der Arbeit abbilden zu lassen, wurde gekippt
(Nummer 6 alter Fassung). Der Arzt darf jetzt selbst im weißen Kittel werben
und muss nicht seine Ehefrau vorschicken.

Allerdings gilt es hier, die neugefasste Vorschrift des § 11 Absatz 1 Satz 1
Nummer 2 zu beachten: Das generelle Verbot, mit ärztlichen oder anderen
fachlichen Empfehlungen zu werben, gibt es in dieser Form nicht mehr. Das
Verbot in seiner jetzigen Fassung knüpft an die Personengruppe an. Danach
darf mit Angaben oder Darstellungen, die sich auf eine Empfehlung von
Wissenschaftlern, von im Gesundheitswesen tätigen Personen oder anderen
Personen, die aufgrund ihrer Bekanntheit zum Arzneimittelverbrauch anregen
können, nicht geworben werden. Damit dürfte in Zukunft auch die Werbung mit
Prominenten in der Arzneimittelwerbung grundsätzlich unzulässig sein.

Andere Verbote gelten nicht mehr generell, sondern nur dann, wenn die
Darstellung in bestimmter Art und Weise erfolgt. So ist die Wiedergabe von
Krankengeschichten zum Beispiel nur noch dann unzulässig, wenn diese in
„missbräuchlicher, abstoßender oder irreführender Weise erfolgt.“ Erlaubt
dürfte also in Zukunft die sachliche Darstellung eines Krankheitsverlaufes
an einem Patienten sein. Von übertriebenen Darstellungen, die den Eindruck
erwecken, ein bestimmtes Mittel oder Verfahren habe bereits bei einer
Vielzahl von Patienten zu einer Heilung geführt, ist aber weiterhin
abzuraten. Diese Schilderungen erwecken schnell den irreführenden Eindruck,
dass das Mittel oder Verfahren zu einem sicheren Erfolg im Sinne einer
Heilung oder Linderung führt. Gerade im Gesundheitsbereich kann man aber
nicht mit pauschalen Erfolgszusagen werben, da eine Heilung oder Linderung
von zahlreichen Faktoren abhängt.

ck

Alter Hut (2)

von Olaf Löffler

Über den IFAP Index hatte ich bereits hier geschrieben.

Bisher habe ich den IFAP Index oft genutzt. Seit es das IFAP Praxiscenter gibt wurde es immer weniger. Irgendwie dauerte es oft eine halbe Ewigkeit bis das Center startete und es kam mir alles viel langsamer vor.
Nun wird das IFAP-Center auf IFAP Center 3 umgestellt und ich habe dem Schreiben entnommen, daß ab November Kosten entstehen. Monatlich oder vierteljährlich. Je nach Update.
Ein Grund nun mal etwas zu recherchieren, welche weiteren Arzeneimitteldatenbanken nutzbar sind.

Auf Wikipedia bin ich auf eine Übersicht mit Links gestoßen.

In der Praxis werden wir zukünftig die Onlinversion der Roten Liste nutzen. Danke für den Tipp an die Kommentatoren.

Der Kleber machts

von Olaf Löffler

An dieser Stelle habe ich von den defekten Hitzepluggern der Elements Obturation Unit berichtet. Bei uns haben sich inzwischen 5 defekte Plugger angesammelt.

Der Versuch die Mutter anzulasern macht den Plugger funktionsunfähig.
Friedrich Maußner hat den Tipp mit dem Geschiebekleber gegeben. Das haben wir dann sofort probiert. Allerdings haben wir zum anrauen kein Rocatec Pulver verwendet, sondern uns normales Aluminiumoxyd Pulver.

Es hat funktioniert. Die Spitzen stehen jetzt im Dauereinsatz. Ein großen Danke an Friedrich.

Crystal-Tip ein weiteres Update

von Olaf Löffler

Über Crystal-Tips wurde bereits mehrfach berichtet ( u.a. 1, 2, 3, 4)

Seit über einem Jahr benutzen wir nun dieCrystal-Tips. Wir verwenden ausschließlich die kurzen „high pressure“ Ansätze am Zahnärzteelement. Die langen Ansätze haben einen etwas zu hohen Druckverlust.

Allerdings sind die langen Ansätze für die Assistenzseite vorteilhafter. Besonders als Spanbläser in Verbindung mit der Absaugung oder beim Invertieren von Kofferdam. Der etwas geringere Druck des Luftstoßes ist in diesen Fällen hilfreich zusammen mit der größeren Reichweite.

In letzter Zeit beobachteten wir an den DCI Spritzen am Behandlungselement einen mehreren Sekunden andauernden Spraynebel nach dem Benutzen vom Wasserspray.

Zunächst schuldeten wir dies einer Charge vielleicht nicht ganz intakter Ansätze. Mit etwas Geduld ließ sich das Problem ja „aussitzen“. Nachdem dies aber eher zunahm fragten wir bei Herrn Schneider von Crystal-Tipnach. Er konnte uns sofort helfen. Die Dichtungsringe in den DCI Spritzen werden nach einiger Zeit porös. Das ist die Ursache des Problems. Noch am selben Tag bekamen wir einen Satz neuer Dichtungsringe.

Der Austausch ist Simpel und gelang sekundenschnell dank des mitgelieferten Imbusschlüssels. Es läuft nun alles wie geschmiert.
Danke an das Crystal-Tip Team für die schnelle und kompetente Hilfe.

 

 

 

Elements Obturation Unit

von Olaf Löffler

In unserer Praxis wird für die Wurzelfüllung die Elements Obturation Unit von SybronEndo eingesetzt. Die hauptsächlich verwendeten Spitzen ( BuchananPlugger System B) Extra- Fine 04 und Fine 06 zeigen in letzter Zeit häufig Probleme. Die auf dem Plugger angeklebte Mutter als Drehschutz lockert sich nach wenigen Anwendungen und der Ansatz dreht sich im Handstück. Diese Muttern scheinen jetzt nur noch geklebt zu sein. Früher gab es diese Probleme nicht und ich meine das war ursprünglich anders befestigt.
Für meine altes E&Q Gerät musste ich diese Muttern entfernen. Das war sehr mühsam.

Deshalb eine kleine Umfrage, wer kann sich ebenso über dieses Problem beklagen.

Take Our Poll

Melag

von Olaf Löffler

Mit unserem Melag hatten wir schon einige Probleme.

Am Montag kommt  bei unserem Melag Vacuklav 40-B die Meldung „Wasserqualität schlecht“.
Die zuständige Helferin tauscht die Mischbettharzpatronen.
Ein Set ist immer vorrätig, da ansonsten keine Sterilisierung möglich ist. Das wäre der Supergau für die Praxis.

Plötzlich herrscht Aufregung. Die neuen Patronen lassen sich nicht einsetzen.
Der Innendurchmesser der Patronenöffnung ist knapp 1mm kleiner.
Die Kontrolle der bestellten Meladempatronen ergab, die Patronen müssen passen.
Meladem 40 Mischbettharzpatrone lautet die korrekte Bezeichnung.

Anruf bei unserem Servicetechniker. Er kommt umgehend vorbei. ( An dieser Stelle mal ein außerordentliches Lob an Herrn Neumann und Henry Schein Leipzig für die oftmals prompte Hilfe. )
Auch er ist erstmal ratlos. Ein Anruf bei Melag klärt das Problem. Es gibt jetzt zwei Sorten von Patronen. Bei der Bestellung muss man die Seriennummer angeben, damit man die richtigen Patronen bekommt.
Melag hat die Depots laut eigener Aussage bereits informiert.

Ob alle Händler das wissen?
Die Kontrolle und Seriennummerabstimmung der vorrätigen Mischbettharzpatronen ist unbedingt angeraten.

Melag hat uns die Patronen getauscht, nach zwei Tagen, auf Kulanz.
Wir haben mit Hilfe des Servicetechnikers die nichtpassenden Patronen mit etwas Kraft aufgesetzt. Hoffentlich lassen diese sich auch wieder ohne Probleme entfernen. Eine andere Lösung gab es nicht für uns.

Zwei Tage ohne Vacuum – Steri – undenkbar. Wird sich etwas ändern?
Ich glaube es nicht. Die Industrie ist leider nicht in der Lage die berechtigten Hygieneanforderungen des Robert Koch Institutes technisch reibungslos umzusetzen. Die Praxen sind mit Improvisationslösungen und zusätzlichen finanziellen Mitteln gefordert.
Müssen die Praxen zwei Steris anschaffen, einen als Reservegerät? Bei den derzeitigen Gerätekosten und Honoraren – undenkbar, aber wahrscheinlich nicht vermeidbar.

Unsere Probleme mit dem Vacuklaven haben wieder ein neues Kapitel bekommen.

P. apicalis mit ungewöhnlichem Fistelgang

von Olaf Löffler

Eine ungewöhnliche Fistelbildung am Zahn 36 konnten wir diese Woche bei diesem Patienten beobachten. Das Fistelmaul präsentierte sich zentral auf dem Kieferkamm an der Stelle des Zahnes 37. Der eingebrachte Guttaperchacone zeigt auf die mesiale Wurzel des Zahnes 36.

Mac at Camp

von Olaf Löffler

Auf ein besonderes Event jenseits der Zahnmedizin möchte ich heute hinweisen.

Seit 2006 findet Mac at Camp in Naumburg statt. Aus einer Idee und dem Engagement einiger „mac-verrückter“ Leute ist ein Treffen mit Tradition geworden. Wie beschreiben Sie es so schön auf Ihrer Seite:
„…von Mac-Enthusiasten für Mac-Enthusiasten, die gemeinsam ein paar nette, sonnige und entspannte Tage verbringen möchten.“

Dieses Jahr ist fast ausgebucht. Das Programm ist interessant und sicher für den Einen oder Anderen ein Grund nächstes Jahr mal einige Sommertage an der Saale und ihren Weinbergen zu verbringen.

Rimbacher Latex (3)

von Olaf Löffler

In diesem Artikel wurde bereits über den etwas Anderen, aber nützlichen Einsatz des oben genannten Produktes berichtet.
Bei uns hat sich dieses Produkt ebenfalls als Schutzhülle der Sanyo Kamera E60 bewährt.
Dazu muß man lediglich nach dem „Aufziehen“ auf die Kamera das Objektiv freischneiden.
Wichtig dabei ist, daß man den Schnitt in vertikaler Richtung führt und nicht horizontal!

Anbei einiger Bilder.

Saving hopeless teeth…

von Ostidald Wucker

Die Patientin wurde mit akuten Beschwerden überwiesen. Die Beschwerden bestanden bereits länger. Das Nervenkostüm der Patientin war deshalb etwas angekratzt.
In solchen Momenten fällt uns eine Animateurrolle zu. Wenn es uns gelingt mit der ersten Behandlung die Beschwerden zu lindern sind wir die Helden.
Und wenn nicht…?
Dies kommt zum Glück kaum vor und deshalb reden wir nicht darüber.

Die Prognose des Zahnerhaltes in diesem Fall haben wir mit 70-80% eingestuft. Die Patientin wollte den Zahn gerne erhalten. Nach dem präendodontischem Aufbau konnte das Instrumentenfragment dargestellt und entfernt werden. Die Stufen konnten wir überwinden und Patency in allen Kanälen etablieren. Die Obturation erfolgte in thermisch vertikaler Kondensation.
Das erste Recallbild nach 6 Monaten stimmt optimistisch und die prophetische Versorgung  wurde der Patientin unbedingt angeraten.

 

Lichtfeldkamera

von Olaf Löffler

Durch einen Zufall bin ich beim Surfen im Internet auf das Thema Lichtfeldkamera vor einer geraumen Zeit gestoßen. Es klang interessant, doch hatte ich es im täglichen Praxisstress schnell vergessen. Dann kam in einer Mail wieder dieses Thema. Da war doch was… Am letzten Wochenende habe ich nach einiger Recherche wieder die Informationen gefunden.

Von Revolution der Fotografie bis nichts als Schall und Rauch gingen die verschiedensten Kommentare.

Die beschriebenen Vorteile dieser Fotografie könnten auch im Bereich der Mikroskopfotografie interessant werden. Man sollte das Thema beachten.

Um ein wenig Interesse darauf zu richten, hier ein Link mit interessanten Fakten.

Viel Spass beim Lesen.

Thank you Perian

von Olaf Löffler

Mal wieder was aus der Apple Ecke. Etwas, was alle Referenten und Videofreunde betreffen kann, wenn beispielsweise Keynote eingesetzt wird um Videos in Vorträgen zu präsentieren.
( Perian ermöglicht als Freeware den Einsatz verschiedenster Codecs in quicktimebasierten Programmen. )

Die Entwickler der Software Perian haben leider bekannt gegeben, daß dieses Projekt nicht mehr fortgeführt wird.

Schade. Perian war für Macuser ein sehr hilfreiches Tool.

Die letzte Version kann man hier laden und noch einige Infos erfahren.

Thank you Graham Booker, David Conrad, Alexander Strange, Augie Fackler, Allan Hsu, Graham Booker, Sky Huvard and Chris Forsythe

BIG FIVE – Endodontie

von Olaf Löffler

Im endodontischen Bereich haben sich in den letzten Jahrzehnten neue Möglichkeiten der Behandlungsdurchführung eröffnet.

Die „Big Five“ der modernen Endodontie in unserer täglichen Praxis sind:

– die elektronische Längenmessung,
– der Einsatz des Dentalmikroskops,
– die Verwendung von vollrotierenden oder reziprok rotierenden Nickeltitaninstrumenten
– die ultraschallgestützte Spülung zur hydrodynamischen Präparation
– die digitalen Röntgentechnologien

Natürlich könnten jetzt auch Materialien, wie MTA oder der präendodontische adhäsive Aufbau und der Einsatz von Kofferdam genannt werden. Dies sind Dinge, welche aus unserem Behandlungskonzept nicht wegzudenken sind. Aber besonders entscheidend sind für mich die oben aufgeführten Dinge.

In der kleinen Umfrage haben unsre Leser die Möglichkeit Ihre „big five“ zu benennen.
Vielen Dank für Ihre Mitarbeit.

Take Our Poll

Crystal Tips – noch ein Update

von Olaf Löffler

Wir haben die Crystal Tips seit einer Weile im Einsatz.

Berichtet wurde bereits hier darüber.
Bei uns in der Praxis hat sich aus der Not heraus eine Improvisationslöung ergeben, welche wir den Lesern von Wurzelspitze nicht vorenthalten wollen.

Gerne setzen wir den Stropko Irrigator mit dem Luer-Look Adapter ein um besonders graziele Luftauslässe zu bekommen. Leider sind die Adapter recht teuer. Deshalb haben wir eine begrenzte Anzahl in der Praxis vorrätig.

Nun haben wir eine Improvisationslösung für Engpässe gefunden.

Wir nehmen einen Crystaltip und schieben auf diesen eine Skini Syringe. Diese hält auf Grund der Biegung des Crystalips. Da die Skini Syringe etwas dicker als der Tip ist strömt etwas Luft seitlich heraus. Trotzdem kommt noch genügend Luft aus der Kanüle, welche auf den Adapter der Skini Syringe aufgeschraubt wurde.

Little Toys and Tools (10)

von Olaf Löffler

In dieser Reihe mal wieder ein kleiner Tipp für den Praxisalltag.
Praxisgefertigte, direkte Provisorien sind mitunter etwas rauh und zeigen eine hohe Plaqueaffinität. Das Hochglanzpolieren ist aufwendig und zeigt oftmals nicht den erhofften Erfolg.

Mit dem heutigen Tool gelingt es schnell und einfach die Provisorien zu verbessern.
Nach dem Herstellen, Ausarbeiten, Anpassen und Einprobieren erfolgt in unserer Praxis
der Schritt des Oberflächenfinishs.
Das desinfizierte Provisorium wird mit einem lichthärtenden Lack benetzt und anschließend im Lichtofen für fünf Minuten ausgehärtet.

Wir verwenden dazu seit vielen Jahren Kanilight Universallack von der Firma Kanidenta.

Hat die Insolvenz von Kodak Auswirkungen?

von Olaf Löffler

Wird die Insolvenz von Kodak den zahnmedizinischen Bereich in Deutschland tangieren?

Unter diesem Aspekt habe ich etwas im Internet recherchiert, bei Carestream angefragt und folgende Quellen/Statements für Sie gefunden.

  • Auf meine Mailanfrage bei Carestreamdental*:
    Bis dato habe ich keine offizielle Stellungnahme auf meine Mailanfrage erhalten.
    Sobald mir dies zugestellt wird, werde ich es hier veröffentlichen.
* Unternehmensportrait
Carestream Dental und Kodak Dental Systems Produkte:
Fazination im Detail ˆ Innovationen für die Gesundheit
Mit einem Umsatz von 1,8 Mrd. € – davon 350 Millionen im Dental-Bereich – zählt Carestream Health, Inc. mit Hauptsitz in Rochester, New York, zu den führenden Herstellern von zahnmedizinischen und medizinischen Bildverarbeitungssystemen und IT-Lösungen. Die Produktpalette reicht von molekularen Bildverarbeitungssystemen bis zu Röntgenfilmen und digitalen Röntgenprodukten für den Markt der zerstörungsfreien Materialprüfung. Carestream Health entstand im Jahr 2007 bei der Übernahme der Eastman Kodak Company‚s Health Group durch die in Toronto, Kanada, beheimatete Onex Corporation (TSX: OCX). Aufgrund seines innovativen Produktportfolios und der umfassenden globalen Vertriebs-, Service- und Distributionskapazitäten sind Produkte von Carestream Health in nahezu 90 % der Krankenhäuser und Zahnarztpraxen weltweit zu finden. Carestream Health beschäftigt 7.000 Mitarbeiter und ist in mehr als 150 Ländern aktiv. Um der wachsenden Bedeutung des Dentalmarktes Rechnung zu tragen und den Service weiter zu verbessern, konzentriert Carestream Health den Dentalbereich seit Ende 2010 in dem eigenständigen Unternehmensbereich Carestream Dental. Als einziger Komplettanbieter bedient Carestream Dental das gesamte Spektrum vom Film bis zum 3D-Röntgen. Hier bündeln 1.200 Mitarbeiter Aktivitäten und Know How der gesamten Dental-Produkt-Range. Zu Carestream Dental gehört auch einer der weltweit führenden Entwickler für digitales Röntgen, die Trophy Radiologie S.A. in Paris, in deren französischen Laboratorien Forschung und Innovation des Unternehmens ansässig sind. Die meisten Dental-Produkte wurden bis jetzt exklusiv unter der Marke Kodak Dental Systems vertrieben. Die Carestream Dental Bildverarbeitungs- und Praxisverwaltungssysteme ermöglichen Zahnmedizinern die Optimierung ihrer Arbeitsabläufe und der Patientenversorgung, indem Bilder und Daten einfach und effektiv erfasst, weitergegeben und genutzt werden können. Weitere Informationen zu Carestream Dental erhalten Sie unter http://www.carestreamdental.com.

Made in Germany

von Olaf Löffler

Notstand am Dienstag nachmittag. Plötzlich ging die Tür des Autoklaven nicht mehr zu.
Die Plastikverkleidung der Tür hing locker an selbiger herum und die Tür konnte nicht vercshlossen werden. Der geplante Sterilisationsvorgang musste ausfallen.

Gut ist, wenn man ein Reservegerät hat. Ein Leihgerät steht nicht sofort zur Verfügung.

Was war passiert? Am Rand der Verkleidung waren kleine Stücke ausgebrochen.
Die nun bloßliegenden Stifte erinnern an parapulpäre Stifte. Unglaublich erscheint, daß man beim Hersteller in die dünne Plastikverkleidung auch noch eine Führung zur Türöffnung ohne Verstärkung eingebaut hat.

Der Anruf beim Depot brachte die Bestätigung – bekanntes Problem.
Kosten ca. um die 500,00 € + Mwst.

Das Gerät, ein Melag Vakuklav 40 B ist seit Februar 2008 im Einsatz.

Wie ein roter Faden zieht sich die Defektanfälligkeit neuer Geräte durch unsere Praxis. Die Rückfragen bei Kollegen ergeben oftmals ein gleiches Bild.

Garantieansprüche von 6 Monaten im gewerblichen Bereich werden für mich immer unverständlicher angesichts der Preisintensität und der Preissteigerungen medizinischer Geräte.
Wenn ich heutzutage diese doppelt bereithalten muss um arbeitsfähig zu bleiben sind deutliche Kostensteigerungen im Gesundheitswesen unausweichlich. Diese sind nicht der Altersstruktur der Patienten oder dem Bürokratiewahn geschuldet.

Akzeptabel oder nicht? (2)

von Olaf Löffler

Die Frage war provokativ gestellt.
Was unter akzeptabel zu verstehen ist, muss jeder Leser für sich selbst entscheiden. Akzeptabel würde ich als annehmbar „übersetzen“.
(annehmbar, ausreichend, brauchbar, erträglich, geeignet, leidlich, passabel, zufriedenstellend – Quelle: http://wortschatz.uni-leipzig.de/cgi-bin/wort_www.exe?site=1&Wort=akzeptabel)

Es war sehr interessant, wie dieses Bild gesehen wird und die Kommentare zu verfolgen.
( Ganz herzlichen Dank für die rege Mitarbeit.)

Auf den ersten schnellen Blick eine Wurzelfüllung, welche die Kriterien „nahe an den Apex“ zu erfüllen scheint. Die „weißen Striche“ der Wurzelfüllung sollten bis „runter“, das heißt in die Nähe der Wurzelspitze reichen. Das scheint der Fall zu sein und schmerzfrei ist der Zahn offensichtlich auch. Also besteht kein Behandlungsbedarf und das heißt akzeptabel – oder doch nicht?

Es fehlt die die koronale Situation. Deshalb können wir keine Aussage zur Akzeptanz treffen. Eine -> mögliche, länger bestehende Undichtigkeit des koronalen Verschlusses kann bereits zu einer im Röntgenbild nicht erkennbaren Infektion, bzw. Reinfektion des Kanalsystems geführt haben. Die Zeichnung des -> PA Spaltes ist nicht einwandfrei beurteilbar. Die distoapikale Region des Zahnes 36 ist nicht abgebildet, die mesiale Kontur zeigt Unregelmäßigkeiten im Sinne einer möglichen -> P. apicalis.
Das wäre aber nun aber wirklich inakzeptabel, oder nicht? Das können wir an Hand dieser einen Aufnahme nicht beurteilen. Es ist nicht bekannt wie der Ausgnagsbefund ausgesehen hat, wie hat sich die Situation verändert. Ist dies eine deutliche Heilungstendenz, eine Stagnation oder gar Exazerbation.
Weiterhin ist mesial im mittleren Wurzeldrittel ein -> Fragment mit einer geringeren Strahlendurchlässigkeit zu vermuten. Die allein daraus resultierenden unbehandelten Bereiche des Kanalsystems lassen weiteren Behandlungsbedarf vermuten. Die distale Wurzelfüllung könnte ebenso eine -> unbehandelte Apikalregion vermuten lassen.
Bedarf dies einer endodontischen Behandlung?
Die Studienlage* zeigt Unterschiede in der endodontischen Behandlung bei vitaler und nekrotischer Pulpa.
Auf Grund der fehlenden Informationen zur Erstbehandlung können wir keine eindeutige Aussage zur Akzeptanz treffen.

Bei der gestellten Frage gab es eine richtige Antwortmöglichkeit. Diese musste lauten: NICHT BEURTEILBAR. Punkt.

Das Röntgenbild zeigt noch einige interessante Dinge mehr, welche aber meinen derzeit möglichen Zeitrahmen sprengen würden und daher, vielleicht auch vorerst unerwähnt bleiben müssen.

*Endodontie 10 (2001), Nr. 1,  Seite 9-18
Überlegungen zum apikalen Endpunkt der Wurzelkanalbehandlung
Wu, Min-Kai/Wesselink, Paul R.

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Akzeptabel oder nicht?

von Olaf Löffler

Das vorliegende Röntgenbild wurde im Rahmen einer Erstuntersuchung angefertigt. Der Zahn ist beschwerdefrei und zeigt keine erhöhten Sondierungstiefen.

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Dazu nun eine kleine Umfrage:

Take Our Poll

Off Topic Zahnmedizin

von Olaf Löffler

Kim Holm Digital Artist aus Norwegen beeindruckt mit digitalen Effekten.
Seine Werke sind unter diesem Link auf Vimeo zu sehen.

Viel Spaß beim ansehen.

Die neue GOZ (5)

von OLaf Löffler

Im Bundesrat wird demnächst u.a. auch über den §12 der neuen GOZ entschieden.
Hier der Wortlaut:

2. Zu Artikel 1 Nummer 12 (§ 12 GOZ)
Artikel 1 Nummer 12 ist wie folgt zu fassen:
§ 12 wird wie folgt gefasst:
§ 12
Überprüfung
Die Bundesregierung prüft die Auswirkungen der Neustrukturierung und –
bewertung der Leistungen der Gebührenordnung für Zahnärzte. Sie
berichtet dem Bundesrat bis spätestens Mitte des Jahres 2015 über das
Ergebnis der Prüfung und die tragenden Gründe.“ ‚
Begründung:
Die Novellierung führt nach Angaben des Bundesministeriums für Gesundheit
(BMG) auf der Basis des nach der aktuellen GOZ abgerechneten
Honorarvolumens (Stand: 2008) zu Mehraufwendungen in Höhe von rund 6
Prozent. Dieser Umfang der Erhöhung beruht auf der Annahme des BMG, dass
durch die verschiedenen Anhebungen der Punktzahlen die in der
Vergangenheit üblichen Überschreitungen des Schwellenwertes (2,3-facher
Steigerungsfaktor) nicht mehr auftreten werden. Sollten sich diese Annahmen
als nicht praxisgerecht erweisen, ist mit Mehrausgaben über den vom BMG
angenommen Wert von 6 Prozent zu rechnen. Diese Mehrausgaben wären von
den öffentlichen Kostenträgern der Beihilfe, privaten Krankversicherungsunternehmen,
aber auch Privatpersonen (insbesondere Mitgliedern der gesetzlichen
Krankenversicherung bei Inanspruchnahme außervertraglicher Leistungen) zu
tragen.
Eine Kostensteigerung über den angenommen Wert von 6 Prozent hinaus wäre
nicht sachgerecht.
Auf der Grundlage des von der Bundesregierung zu erstellenden Berichts ist
über eine Anpassung der Vorgaben der Gebührenordnung für Zahnärzte zu
befinden.
Meine Gedanken:
Dieser Teil der GOZ zeigt, daß es eine betriebswirtschaftlichen Grundlagenberechnung der zahnärztlichen Praxen zur neuen Gebührenordnung nicht gewollt war. Das heißt für mich, daß die marktwirtschaftlichen Grundlagen schon lange ausgedient haben und die Planwirtschaft Einzug gehalten hat.
„Zurück in die Zukunft“ der Weg in eine Mangelmedizin wird bereitet.
Die Mangel wird in Form fehlender Kostenübernahme durch Kostenerstatter und/oder des Mangels an finanziellen Mitteln des Erkrankten und/oder des mangelnden Wissens aus aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen des Arztes/Zahnarztes sein.
Folge wird ein weitere Krise sein. Die Krankseinkrise.
Wohl dem der (dabei) nicht erkrankt.

Wasser in der Luft

von Olaf Löffler

Plötzlich war Wasser in der Druckluft – im Prophylaxezimmer und in der Druckluft im Steri.
Eine undenkbare Situation 3 Jahre nach dem Umzug und dem Neuaufbau der Praxis.

6 Monate haben wir gebraucht um festzustellen woher das Wasser in unserer Druckluft kommt und sicher auszuschließen, daß es nicht noch andere Ursachen gibt. Die Kosten dafür sind vierstellig, über den Zeitaufwand reden wir lieber nicht.

Es hat sich herausgestellt, daß an unserem Power Tower der Firma Dürr die Trockenluftanlage defekt ist, bzw. so nach und nach ihren Dienst eingestellt hat. Der Power Tower ist seit Februar 2008 in Betrieb. Nach genau 3 Jahren benötigen wir eine neue Trockenluftanlage. Kosten € 1450,00+ Mwst + Einbau.

Die Firma Dürr bot uns als Kulanz €400,00 weniger an für ein gerade 3 Jahre altes Gerät.

Nun darf ich gespannt wie lange die neue, technisch verbesserte Trockenluftanlage hält. Die Kulanz der Firma Dürr habe ich abgelehnt. Das Vertrauen in die Firma ist verschwunden.

Henry Schein als Einrichter führt den Umbau ohne Kostenberechnung durch. Das nenne ich Service, zumal wir kaum Verbrauchsmaterialien dort bestellen.

Die neue GOZ (4)

von Olaf Löffler

Einige Informationen zur aktuellen GOZ von der ZA AG.

Zitat:
GOZ-Referentenentwurf – ein Minusgeschäft

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der GOZ-Referentenentwurf wirklich? Der aktuell vorliegende Referentenentwurf zur GOZ ist für Zahnärzte von immenser wirtschaftlicher Bedeutung. Bislang wurde publiziert, dass er für die Zahnärzte mit einem Plus von 6 Prozent verbunden sei. Die ZA hat diese Aussage statistisch überprüft.

Die Ergebnisse wurden im Rahmen der Anhörung im Bundesgesundheitsministerium zur GOZ-Novellierung am 09. Mai in Bonn präsentiert:

Die ZA-Statistik belegt, dass die Umsetzung des GOZ-Referentenentwurfs für die Zahnärzte einen Honorarverlust von 4,5 Prozent bedeutet.

Damit Sie sich orientieren können, hier die Ergebnisse unserer ZA-Statistik als Übersicht der Leistungsbereiche. Es ist die mit Abstand aktuellste und größte Statistik. Immerhin 300 000 Rechnungen aus 2010 haben wir ausgewertet.

Leistungsbereich

Honorar 2,3fach alt zu 2,3fach neu

Honorar  Durchschnittsfaktor alt zu 2,3fach neu

A.
Allgemeine zahnärztliche Leistungen

-2,33 %

  -4,88 %

B.
Prophylaktische Leistungen

 1,10 %

   4,09 %

C.
Konservierende Leistungen

 10,49 %

   5,10 %

D.
Chirurgische Leistungen

-5,56 %

  -17,08 %

E.
Leistungen bei Erkrankungen der Mundschleimhaut und des Parodonts

 -7,71 %

  -1,99 %

F.
Prothetische Leistungen

 19,29 %

  -0,9 %

G.
Kieferorthopädische      Leistungen

 0,31 %

  -8,33 %

H.
Eingliederung von Aufbissbehelfen und Schienen

 5,04 %

  -7,51 %

J.       Funktionsanalytische und funktionstherapeutische Leistungen

 -14,55 %

  -20,83 %

K.
Implantologische Leistungen

 -30,37 %

  -42,95 %

L.
Zuschläge zu bestimmten chirurgischen Leistungen

 -4,21 %

  -4,94 %

insgesamt:

 3,24 %

  -4,53 %

Die neue GOZ (3)

von Olaf Löffler

Die Zeitplanung zur neuen GOZ kann spannend werden – nach Meinung des Gesetzgebers ist ausreichend Vorbereitungszeit, wie man nachlesen kann.

Zu Artikel 3 (Inkrafttreten)
Das Inkrafttreten der neuen Gebührenverordnung zum 1. Januar 2012 stellt den Beteiligten eine ausreichende Zeit zur Vorbereitung und Umstellung auf die neuen Regelungen zur Verfügung.

Die abschließende Beratung im Bundesrat soll 4.November 2011 stattfinden.
Für eine Praxis mit Bestellsystem und dem Anspruch Kostenpläne für geplante Behandlungen zu erstellen ist der Zeitraum bis zum 01.01.2012 zu kurz.
Macht ja nichts, denn es gibt ja eine Übergangsregelung.

Die Übergangsregelung
In Nummer 2 wird eine Übergangsregelung getroffen für Fälle, in denen die Behandlung vor Inkrafttreten dieser Verordnung begonnen, aber erst nach deren Inkrafttreten beendet werden.
Für die in den genannten Gebührenpositionen zusammengefassten Komplexleistungen, deren Erbringung sich typischerweise über einen Zeitraum von mehreren Sitzungen erstrecken kann, wird die Weitergeltung der vor dem Inkrafttreten dieser Verordnung geltenden Verordnung bestimmt, wenn die Leistung vor dem Inkrafttreten begonnen und noch nicht beendet wurde.

Die Gebührenordnung für Zahnärzte in der vor dem … [einsetzen: Datum des Inkrafttre- tens nach Artikel 3] geltenden Fassung gilt weiter für
1. Leistungen, die vor dem Inkrafttreten der Verordnung vom … [einsetzen: Datum und Fundstelle dieser Verordnung] erbracht worden sind,

2. vor dem Inkrafttreten der Verordnung vom … [einsetzen: Datum und Fundstelle dieser Verordnung] begonnene Leistungen nach den Nummern 215 bis 222, 500 bis 523 und 531 bis 534 des Gebührenverzeichnisses der Gebührenverordnung für Zahnärzte in der vor dem … [einsetzen: Datum des Inkrafttretens nach Artikel 3] geltenden Fassung, wenn sie erst nach Inkrafttreten der Verordnung vom …[einsetzen: Datum und Fundstelle dieser Verordnung] beendet werden…

Die Übergangsregelung greift demzufolge in der Prothetik und bei Einlagefüllungen.
Macht ja nichts, dann schreiben wir jetzt die Pläne nach der neuen GOZ. Nur sind die Softwarehersteller schon soweit?

Die neue GOZ (2)

von Olaf Löffler

Im letzten Beitrag haben wir die Punktezahlen alt gegen neu gegenübergestellt.
Was heißt das nun real in heutiger Zeit?

Der Punktwert entspricht genau 0,0562421€. Dieser bleibt unverändert. Er liegt somit
weiterhin 3,64% unter  dem Punktwert der GOÄ (Gebührenordnung für Ärzte).

Wikipedia führt dazu folgendes auf:
Preisentwicklung
Bezogen auf das Basisjahr 1988 hat es in Deutschland von Januar 1988 bis Januar  2008 einen Preisanstieg um 53% gegeben – was einer durchschnittlichen jährlichen  Steigerung von 2,15% entspricht – während das GOZ-Honorar unverändert blieb und  damit praktisch abgewertet wurde.
Im Gegensatz zu den Ärzten und Zahnärzten haben die Gebührenordnungen anderer  freier Berufe (Rechtsanwälte, Notare, Architekten, Steuerberater) einen Automatismus,  der sie an die allgemeine Preisentwicklung ankoppelt. Die Honorare dieser freien Berufe  errechnen sich überwiegend aus einem Prozentanteil eines Marktwertes (Rechtsanwalt:  Streitwert für ein Auto oder Haus; Notar: Wert des Kaufvertrages; Architekt: Baukosten  für ein Haus; Steuerberater: Betriebsgewinn), der zusammen mit der allgemeinen  Inflation allmählich steigt. So steigen in diesen freien Berufen die Honorare auch ohne Änderung der Honorarordnung mit der allgemeinen Inflation allmählich an.

Das Thema Inflation fällt mit der Gebührenordnung unter den Tisch.  Die Mietverträge, Wartungsverträge, etc. vieler Kollegen führen spezielle Klauseln zur Inflationsanpassung. Das heißt es werden die durchschnittlichen prozentualen Kostensteigerungen jährlich neu eingerechnet und bleiben somit am Unternehmen Zahnarztpraxis hängen. Ähnlich verhält es sich mit den Material- und Anschaffungskosten.

Die Inflation seit 1988, dem Jahr des Inkrafttretens der bis jetzt existierenden GOZ und des weiterhin bestehnden Punktwertes von 0,0562421€, beträgt kumuliert fast 60%. (Quelle: ZAAG)

Die derzeitige internationale Finanzlage lässt inflationäre Erscheinungen nicht ausschließen.
Wird die Einzelpraxis einen deutlichen Anstieg der Inflation überleben?

Die neue GOZ

von Olaf Löffler

Die neue Gebührenordnung für Zahnärzte ist letzte Woche erschienen.

Das Vorblatt beginnt mit folgendem Satz:

A. Problem und Ziel
Mit der Verordnung sollen
– das Gebührenverzeichnis der GOZ an die medizinische und technische Entwicklung angepasst,
– bisher häufig aufgetretene gebührenrechtliche Streitfälle geklärt sowie
– die allgemeinen Gebührenvorschriften weiterentwickelt werden.

Die Leistungen im Bereich Wurzelkanalbehandlung und Vitalerhaltung Pulpa haben mich zunächst besonders interessiert. Ich habe mir die Mühe gemacht die Positionen der alten und neuen GOZ zu vergleichen. Siehe Tabelle.

Im ersten Vergleich wurden bei mir die Punkte eines älteren Referentenentwurfs verwendet…

Nun die aktualisierte Gegenüberstellung und die Beruhigung meinerseits zum Thema Devitalisation…

Gebührennummer Beschreibung Alt Punkte Neu Punkte Veränderung in Prozent
2330 cp 110 110 0,00 %
2340 p 200 200 0,00 %
2350 Amputation 290 290 0,00 %
2360 vite 110 110 0,00 %
Devitalisation 50
2380 Amp. MZ 160 160 0,00 %
2390 Trep 65 65 0,00 %
2410 wk 280 392 71,43 %
2430 med 130 204 63,73 %
2440 wf 200 258 77,52 %
2400 el 70 70 0,00 %
2420 phys 70 70 0,00 %
110 Mikroskop analog 400


Nur einmal verwendbare Nickel-Titan-Instrumente zur Wurzelkanalaufbereitung
sind gesondert berechnungsfähig.

Praxissoftware (2)

von Olaf Löffler

Das Thema Praxissoftware rückt mehr in den Mittelpunkt. Ab dem 01.12.2012 kommt die papierlose Abrechnung mit den KZVen.
Die mit dem ersten Artikel begonnene Umfrage bleibt weiterhin offen.

Allen Kommentatoren gilt mein Dank für die hilfreichen Anregungen und Informationen.

Oftmals wird die Software oder deren Hersteller kritisiert. Selten erlebt man positive Rückmeldungen.
Wenn etwas gut funktioniert, dann ist es selbstverständlich und wird meist nicht erwähnt. Deshalb sind Kommentare zu den einzelnen Programmen wünschenswert und für den Leser informativ.

Hier ein Link der KZBV zu den am Markt befindlichen Abrechnungsprogrammen mit einigen Informationen der Hersteller und noch eine Frage zu Ihrer Zufriedenheit mit der Software.

Nutzen Sie die Kommentarfunktion zur Info für Ihre Kollegen.

Take Our Poll

Praxissoftware

von Olaf Löffler

Praxissoftware

Darüber haben wir noch nie gesschrieben. Wahrscheinlich jede Kollegin und jeder Kollege haben mehrmals am Tag mit dem Computer und der entsprechenden Praxissoftware zu tun.

Und mal ehrlich, wer hat darüber an irgend einer Stelle noch nicht geschimpft? Egal ob anwenderverschuldet oder nicht. Wohl niemand.

Gelobt wird die Software eher weniger bis gar nicht. Warum auch, sie tut hoffentlich das, wozu diese angeschafft wurde.

Es wäre ganz toll, wenn alle Wurzelspitzeleser in der Unfrage die in Ihrer Praxis installierte Praxissoftware in der Umfrage anklicken. Herzlichen Dank für Ihre Mühe.

Take Our Poll

Das Leben danach…

von Olaf Löffler

Einen visuellen Beitrag zum Leben ohne Atomkraft kann man hier finden…
;)

Ihre Diagnose war gefragt…

von Olaf Löffler

Zugegeben das war eine gemeine Fragestellung und ich hatte keine Verdachtsdiagnose beim Betrachten des Orthopantomogramms parat gehabt.
Unterstützung fand ich bei Kollegen und diese Vorschläge und Verdachtsdiagnosen sind in die Fragestellung eingeflossen. Wie sah nun das Ergebniss aus:

  • 39%  Sialolith
  • 25%  verkalkter Lymphknoten
  • 19%  keine Verdachtsdiagnose
  • 8%  Osteom
  • 6%  Phlebolith
  • 4%  verkalkende zystsiche Echinokokkose

Wie kann ich die Weichgewebsdiagnosen von der Diagnose Osteom differenzieren?
Tip von Thomas Weber:
Dies gelingt durch eine zweite etwas anders eingestellte ( leichte Seitendrehung) Halbseiten-OPG Aufnahme. Wenn die Verschattung an der selben Stelle liegt ist diese im Knochen lokalisiert.

Im vorliegenden Fall ergab die Anamnese, daß Schwester, Mutter und Großmutter einen gleichen Befund haben. Es handelt sich um eine palpierbare, bewegliche, auf dem Knochen und Muskulatur aufgelagerte, nicht sichtbare, nicht schmerzhafte Erhebung mit einer Ausdehnung von ca. 0,7 x 0,5 cm. Diese ist seit Kindesalter in Größe und Ausdehnung konstant.

Die operative Entfernung bei einem Familienmitglied ergab als histologischen Befund, aß es sich um Knorpel der Ohrmuschel handelt. Dies scheint eine embryonale Versprengung des entsprechendes Gewebes zu sein.

Ihre Diagnose ist gefragt

von Olaf Löffler

Welche Verdachtsdiagnose würde Sie bei der Ansicht dieses OPG zur abgegrenzten Verschattung im aufsteigenden Ast des Unterkiefers links vermuten?

Patienteninfos: medizinische Anamnese unauffällig, 40 Jahre, weiblich

 

Take Our Poll

Die Auflösung folgt.

Embryotox (2)

von Olaf Löffler

Eine wichtige Nachricht, bzw. Aktualisierung erscheint mir als eigenständiger Beitrag und nicht als Kommentar zu einem bereits bestehenden Bolgbeitrag wichtig.

Es handelt sich um den Hinweis hier im Blog auf die Seite Embryotox.

Seit 2010 existieren Studien, welche eine Paracetamolmeidkation in der Schwangerschaft kritisch sehen. Hinweise darauf sind hier zu finden.
Auf Embryotox wird auf die genannten Studien hier eingegangen und ein entsprechendes Fazit gezogen.

Little Toys and Tools (9)

von Olaf Löffler

Heute mal ein Tipp aus dem Bereich der Patientendokumentation zur Kollegeninformation. Wir übermitteln der Überweiserin/ dem Überweiser neben dem Arztbrief die angefertigten Röntgenbilder und klinische Bilder aus der Behandlung mit Kurzkommentaren zur Behandlung. Gerade bei den mit der Mikroskopkamera aufgenommen Bildern sind die gewohnten optischen Bezugspunkte für den Hauszahnarzt nicht erkennbar. Somit ist es schwierig eine Orientierung auf dem Bild zu haben.

Um dies zu erleichtern haben wir einen Endokompass entwickelt. Dieser wird nun auf allen Fotodokumentationen abgebildet (siehe Beispiel). Die Fotos sind alle gleich ausgerichtet und ermöglichen eine schnelle Orientierung.

Die Idee dafür habe ich auf einer DG Endo Jahrestagung erhalten. Dr. Sashi Nallapati aus Jamaika zeigte in einem hervoragenden Vortrag einige klinische Bilder entsprechenden Orientierungsmarken.

Thanks  Sashi Nallapati.

Little Toys and Tools (8)

von Olaf Löffler

Der letzte Beitrag in dieser Rubrik war ein kurzer und einfach zu bewerkstellender Trick. Heute möchte ich noch ein kleines Hilfsmittel erwähnen, welches in meiner Praxis mindestens einmal am Tag in der Anwendung ist. Sicher ebenso in den Praxen vieler Kollegen. Gerade diese kleinen, scheinbar banalen  Dinge lassen die Arbeit stressfreier gelingen und werden doch selten genannt.

Vorstellen möchte ich heute die Aufbissblöcke, welche bei uns Standard in der Behandlung sind. Diese sind in 4 verschiedenen Größen erhältlich.

gelb = klein
violett = mittel
grün = groß
blau = sehr groß

Der gelbe, der violette und der grüne Aufbissblock sind bei uns am häufigsten in der Anwendung. Die Aufbissfläche weist eine gezackte Gummikontur auf. Die Blöcke sind verschleißarm und sterilisierbar.

Bezogen haben wir diese über die Firma ADS Systems in Vaterstetten.

Little Toys and Tools (7)

von Olaf Löffler

Heute einmal ein Tipp, welcher ganz einfach umzusetzen ist. Damit kann man Zeit und Nerven sparen.

Mitunter findet man keine geeigneten Klammern für tiefzerstörte Molaren. Butterfly oder Brinkerklammern würde eventuell passen. Wenn man diese einprobiert scheint es auch möglich zu sein. Jedoch lässt sich die KLammerzange nicht mehr aus den Klammerlöchern herauslösen, oder nur mit etwas Gewalt. Dies kann dann schnell zum Abrutschen der Klammer führen.

Hilfreich ist die Individualisierung der Löcher von rund in eine Langlochform. (Siehe Foto).

Das einzige was stört ist der Patient.

von Olaf Löffler

Das einzige was stört ist der Patient von Roger Rankel & Oliver Reichert di Lorenzen.
Die eBookversion habe ich als eBook über iTunes für etwas weniger als 10 Euro erworben.

Das Buch ist kurzweilig geschrieben. Der durch die Autoren vorgehaltene Spiegel spricht Kolleginnen und Kollegen an, welche ihre Praxis nicht nur in der Behandlungsqualität weiter voranbringen wollen. Der häufigen Betriebsblindheit kann nach dem Studieren des Buches aktiv begegnet werden. Für Praxismitarbeiter ein ebenso empfehelnswert und wichtig.
Allerdings muss auch angemerkt werden, daß für alle die, welche dieses Gebiet bereits beackert haben wenig Neues vorhanden ist. Dafür enthält es als „Entschädigung“ einige interessante Literaturstellen und Quellenagaben. Diese weiter zu recherchieren und selbst auszuwerten ist spannend und informativ.

Einige Kommentare haben den Hauch einer Gebrauchtwagenverkäufermentalität. Die vorgetragenen Beispiele zeigen mitunter eine leicht oberflächliche Betrachtungsweise. Schade, denn diese zwei Dinge trügen etwas den ansonsten guten Eindruck.

Die eBook Version kann ich nicht anraten, da eine Weitergabe an Praxismitarbeiter nur mit dem entsprechenden iPad oder iPod erfolgen kann. Damit ist das gebundene Buch ein klarer Favorit.
Muss man das Buch kaufen? Wenn man Anregungen für Veränderungen sucht dann ist es hilfreich.

Wikipedia

von Olaf Löffler

Immer öfters sieht man in Vorträgen Erklärungen, bzw. Definitionen aus Wikipedia. Wikipedia erhebt den Anspruch, die größte, das gesamte Wissen der Welt beinhaltende Enzyklopädie zu werden. Ursprünglich als Jux gedacht ist Wikipedia nun 10 Jahre alt geworden.

Eine unkritische Übernahme der Definitionen aus diesem Wissenfundus ist nicht immer angebracht.

Einen interessanten Artikel habe ich hier gefunden.

Viel Spass beim Lesen und ein herzliches Dankeschön an unsere Schweizer Kollegen, welche Ihre Artikel kostenfrei online zur Verfügung stellen.

Arbeitslänge

von Olaf Löffler

Ein wichtiger Bestandteil der Wurzelkanalaufbereitung ist die Bestimmung der korrekten Arbeitslänge. Die haargenaue Umsetzung in der Behandlung für jeden einzelnen Kanal kann mitunter erschwert sein.

Es gibt verschiedenen Möglichkeiten zum Ziel zu kommen. Das wichtigste ist einen geeigneten, wiederauffinbaren Referenzpunkt zu haben.
Man kann einen markanten Punkt, wie die Höckerspitze des Höckers, welcher dem zu behandelnden Kanal am nähesten liegt wählen. Ungünstig bei diesem Verfahren ist, daß durchaus Ungenauigkeiten beim Wiederfinden auftreten können. Abstellen kann man dies durch Schaffen eines kleinen Plateaus mit einem Finierdiamanten. Das bedeutet allerdings, daß ein geringer Substanzverlust entsteht. Bei zu überkronenden Zähnen ist dieser Verlust unwesentlich.

Sollte beispielsweise eine vorhandene Kronenversorgung erhalten bleiben, so ist das Schaffen eines Plateaus an dem gefundenen Referenzpunkt nicht sinnvoll.
Für diesen Fall verwende ich die nachfolgend beschriebene Methode.

Voraussetzung dafür ist, daß der Kofferdamtuches mit einem flüssigen Kofferdam circulär um den zu behandelnden Zahn abgedichtet ist und das Abdichtungsmaterial fest an der Klammer nach dem Aushärten fixiert ist.

Man benötgigt folgende Materialien:

  • Blockout Resin (ultradent) – „flüssiger Kofferdam“
  • Kerrfeile #10, Niti-Feile #10.04 oder ähnlich
  • elektronisches Längenmessgerät
  • Polymerisationslampe

Zunächst bestimme ich die Arbeitslängen aller Wurzelkanäle mit einem elektronischen Längenmessgerät.  Als Referenzlänge verwende ich den längsten gemessenen Wert aller Kanäle. Zur Referenzpunkterstellung führe ich die Messfeile auf die Arbeitslänge in den längsten Kanal. Den Stopper stelle ich ca 1mm über den am Zahn bestimmten Referenzpunkt der zugehörigen Höckerspitze ein. Nun wird Blockout Resin schichtweise von der Kofferdamabdichtung in Richtung des Referenzpunktes auf den Zahn aufgetragen und ausgehärtet. Zum Abschluss wird das Material vorsichtig unter den Gummistopper der Messfeile appliziert und ausgehärtet. Danach wird im nächste Kanal die Messfeile auf die elektronisch ermittelte Arbeitslänge geführt. Der Gummistopper bleibt unverändert auf der Position der Messung des längsten Kanales. Nun wird hier analog mit Blockout Resin ein Referenzpunkt geschaffen. Dies wird für jeden Kanal durchgeführt.

Welchen Vorteil hat dieses Verfahren:

  • Alle einzustellenden Arbeitslängen für die Feilen sind gleich. Ein Umstellen für jeden Kanal und damit verbundene Fehler verringern sichn. Veränderungen in der Arbeitslänge können jedoch noch durch unterschiedliche Krümmungsradien der Wurzelkanäle in der Aufbereitung entstehen. Deshalb empfehle ich eine kontinuierliche Überprüfung mittels dem elektronischen Längenmessgerät.
  • Eventuell vorhandene metallische Kronenränder können mit dem flüssigen Kofferdam isoliert werden um Kurzschlüsse zu vermeiden.
  • Die Referenzpunkte sind sehr gut platzierbar und kontrollierbar.
  • Es gibt keinen Substanzverlust und Markierungen mittels Permanentmarker sind nicht notwendig.

Anbei Bilder der Referenzpunkte in einem solchen Fall.

Dental Video Award

von Olaf Löffler

Für alle Foto- und Videografen am Zeiss-Mikroskop besteht die Möglichkeit bis zum 30.06.2011 am Dental Video Award von Zeiss teilzunehmen.

Die möglichen Formate wären:
Fotos: jpg oder tif, max. Datengröße: 10 MB
Videos: max. 4 Minuten, MPEG-2, MPEG-4 avi, wmv, mov, flv, max. Datengröße: 30 MB

Hier geht es weiter zur Anmeldung und Upload.

IDS 2011 und noch ein Nachtrag (7)

von Olaf Löffler

Wie war es auf der IDS?
Die Frage habe ich letzte Woche oft beantwortet und immer wieder gesagt:“ Sehr interessant.“
Diesmal war ich nur einen Tag da und musste feststellen, daß ist zu kurz. Zwei Tage sind besser. Nur zwei Tage Praxisausfall sind schon heftig. Lohnt sich das?

Was spricht dafür?
Der direkte Kontakt zu den Herstellern. Die Produkte live anzuschauen.
Dies trifft vor allem für die kleineren Firmen, wie Deppeler, American Eagle Instruments, Nichrminox usw. zu. Diese Firmen sind auf den kleineren Fachdentalmessen meist nicht zu finden. Hinzu kommen Firmen aus Fernost und Übersee.
Und man schaut mal wieder über den Tellerrand…

Einige von uns besuchte Stationen.

  • Zeiss zeigte den hier bereits beschriebenen Mikroskopkopf. Dieser wird nun dem Mikroskopnamen gerecht.
  • Orangedental stellt eine elektronische PA Sonde vor.
  • AMD Lasers stellte einen Diodenlaser zu einem Kampfpreis vor.
  • Dentamerica überraschte mit einem kabellosen Motor, welcher reziproke Programmierung haben soll. Leider konnte niemand am Stand Auskunft dazu geben.

Und hier noch einige bildliche Impressionen.

3 / 15

DEXIS Platinum Sensor (3)

von Olaf Löffler

Anbei die Gegenüberstellung der technischen Daten des Kodak Sensors 6100 und des Dexis Platinum Sensors.

 

 

 

DEXIS® Platinum

 

Kodak RVG 6100 #0/#1/#2

Design Abgeschnittene Ecken und abgerundete Kanten Abgerundete Ecken und Kanten
Kabel dünnes, flexibles USB-Kabel flexibles USB-Kabel
Wasserdicht Ja eingeschränkt (nur Größe 1 )
Schnittstelle Im Kabel integriert. Im Kabel integriert.
Außenmaße Perfect Size: 29,0 x 39,0 mm Größe 0: 22,2 x 30,8 mm (Pädiatrische Aufnahmen) 

Größe 1: 27,5 x 37,7 mm (Allzwecksensor)

Größe 2: 32,2 x 44,1 mm (Bissflügelaufnahmen)

Aktive Fläche Perfect Size: 25,6 mm x 32mm Größe 0: 22 x 17 mm 

Größe 1: 30 x 22 mm (Bissflügelaufnahmen kritisch)

Größe 2: 36 x 27 mm

Auflösung Theoretisch:    27,03 LP/mm 

Tatsächlich:      > 20 LP/mm

Gemessen:  > 20 LP/mm

Theoretisch: 27,03 LP/mm 

Tatsächlich: > 20 LP/mm (Größe 1 und 2)

Gemessen: > 20 LP/mm (Größe 1 und 2)

Technologie Szintillator + Lichtleitfaser + CMOS Szintillator + Lichtleitfaser + CMOS
Pixelgröße 18,5 µ (14 Bit Analog-Digital-Wandler) 

16.000 Graustufen / 1692 x 1324 Bildpunkte

18,5 µ
9000 x 1200 Größe 0
1200 x 1600 Größe 1
1440 x 1920 Größe 2
Verbindung USB 2 USB 2
Software Windows 7 Professional (32-bit and 64-bit)
Windows Vista Business(32-bit edition)
Windows XP Professional
Windows Server (2003 and 2008 editions)
Windows 2000 Professional SP4
Windows XP Professional SP 3 (32 or 64 bit)
Windows XP Media Center SP3 (32 or 64 bit)
Windows Vista Business (32 or 64 bit)
Windows Vista Ultimate (32 or 64)
Windows Vista Enterprise (32 or 64 bit)
Windows 7 Professional (32 or 64 bit)
Windows 7 Ultimate (32 or 64 bit)
Windows 7 Enterprise (32 or 64 bit)
Support Dexcare (Softwareupdates, Unfallschutz, etc…)

DEXIS Platinum Sensor (2)

von Olaf Löffler

Den DEXIS Platinum Sensor konnte ich über mehrere Monate testen.
Er wurde für endodontischen Recallaufnahmen  bei uns eingesetzt.
In einigen Fällen wurde die Ausgangssituation vor Behandlung erfasst und es wurden Bissflügelaufnahmen erstellt.

Der Sensor wird inklusive Software und einem Haltersystem geliefert! Das ist nicht selbstverständlich. Bei meinem Kodak 6100 habe ich alles erdenkliche probiert und die kodakeigenen Halter erst auf gesonderte Nachfrage gesehen und dann bestellen können.
Die mitgelieferten Rinn Halter bei Kodak sind wenig robust.

Das Haltersystem des Dexis ist gut einsetzbar und logisch aufgebaut. Vermisst wird lediglich eine mögliche Befestigung am Röntgenstrahler. Dafür müsste man auf die Beycodentvariante, welche an anderer Stelle bereits beschrieben wurde greifen. Diese ist auch für den Dexis Sensor erhältlich und wird von mir nach wie vor empfohlen.

Die mitgelieferte Software zeigt sich nicht im gewohnten Windowslook. Nach einer kurzen Einarbeitung war diese jedoch sehr gut bedienbar und man erkannte Feinheiten der Programierer, welche im ersten Moment nicht offensichtlich waren, wie beispielsweise die Anzeige aller Bilder in einem Quadrantenschema.

Gegenüber der Kodaksoftware gibt es deutlich mehr Funktionen. Mittels dieser Software lassen sich alle Bilder einer Praxis verwalten. Ebenso sind Fremdsensoren anderer Hersteller und digitale OPG damit bedienbar. Die Möglichkeiten der Software zeigen sich nach einer Zeit der intensiver Beschäftigung, oder nach Einarbeitung durch die Installationsfirma.

Hier nun die ersten 10 aufeinanderfolgenden Bilder des Dexis. Demnächst mehr im Vergleich zum Kodak 6100.

Endodontiemotor (2)

von Olaf Löffler

Hier nun die Umfrageergebnisse bei knapp über 200 Teilnehmern.

  • 23%   Handlichkeit / Ergonomie
  • 21%   Programmierbare Elektronik
  • 19%   integrierte Längemessung (Ton und Display)
  • 17%   Kabelloser Motor
  • 10%   Gewicht
  • 6%   integriertes Ultraschallgerät (kabellos + ohne Fussanlasser)
  • 3%   integriertes Ultraschallgerät (kabelgebunden)

Warum so eine Umfarge. Eigentlich ganz einfach. Die derzeit angebotenen Endodontiemotoren entsprechen nicht meinen ergonomischen Anforderungen, oder sind
nicht für aktuelle Instrumentensysteme nutzbar (Reciproc, WaveOne). Im Gespräch mit Kollegen erfahre ich immer wieder Bestätigung zu dieser Meinung.

In Auswertung der Ergebnisse kann man festhalten:

Der Motor sollte ergonomisch und optimalerweise schnurlos sein. Eine frei programmierbare Elektronik haben. Eine integrierte Längenmessung wäre wünschenswert. Diese könnte kabellos, nur mit akustischen Signalen arbeiten. Oder eine WLAN-Schnittstelle für das Mikroskop haben um dann die Längenmessung in das Okkular graphisch einzublenden. Das ist jetzt weit voraus galoppiert, aber vielleicht inspiriert es ja die eine oder andere Firma…

Das Ultraschallgerät mit dem Endodontiemotor zu verbinden ist offensichtlich nicht gefragt. Ebenso landen schnurlose Ultraschallgeräte in Verbindung mit dem Endodontiemotor weit hinten.

Endodontiemotor

von Olaf Löffler

die SAF wird derzeit Endodontiemotoren nicht ersetzen können. Die rotierende Aufbereitung ist nach wie vor aktuell. Endodontiemotoren gibt es reichlich. Aber nicht immer entsprechen die den Anforderungen der Kunden. Was würden Sie für einen Kaufentscheid voraussetzen?

Take Our Poll

Saubermachen

von Olaf Löffler

Nach einigen Wochen intensiver Beschäftigung mit dem Thema Reziprok, werde ich mir nun, wie geplant die SAF ( Self Adjusting File ) anschauen. Diese steht nun seit einiger Zeit zum Einsatz bereit.

Für mich war bisher optisch nicht so richtig erkennbar, wie, bzw. ob die Feile arbeitet. Bei einem Versuch mit Wasser im extrahierten Zahn habe ich das nachfolgende Video drehen können.

Man sieht die Eintrübung der Spüllösung. Mit Natriumhypochlorit war dies nicht so deutlich zu erkennen. Nach dem Trocknen sieht man allerdings auch  unbearbeitete Bereiche in der Einziehungen.

Besonders wichtig erscheint mir aus dieser Situation der unbedingte geradlinige Zugang zum Kanalsystem.

Online für unterwegs

von Olaf Löffler

Wie kann man aus einem iPad ein iPad 3G (ohne GPS) machen?

Mit einem mobilen WLAN UMTS/HSDPA Modem. Zusätzlich können sich noch 4 andere Geräte per WLAN einloggen. Damit sind die Web`walk USB Sticks nicht mehr nötig und man hat auch die Möglichkeit sich mit dem Laptop ( insofern dieser WIFI oder WLAN unterstützt) einzuklinken.

Wie einfach ist das?
Ziemlich einfach. Man muss nur seine UMTS Karte UF ohne PIN Zugnag setzen und dann nach dem Netzwerknamen der auf der Rückseite des Routers steht ausschau halten. Dann das Password, welches ebenso dort steht eingeben und schon ist man online.

Besonders hilfreich im Ausland. Wenn man sich dort einen kurzzeitigen localen Daten-Flatereta-Account kaufen kann. In das Gerät passen MicroSIM und normale SIM Karten.

Der Akku hält ca. 4 Stunden und kann auch per USB am Rechner aufgeladen werden.

Little Toys and Tools (6)

von Olaf Löffler

Hatten wir schon mal über Kofferdam gesprochen? ;)

Vor einiger Zeit war ich gezwungen den Kofferdam mit Zahnseidenschlaufen zu fixieren. Leider waren meist die Schlaufen im spannendsten Moment alle, oder waren falsch geknotet, so daß man diese nicht zuziehen konnte. Stresssituationen waren vorprogrammiert.

Kann man die Schlaufen auch weglassen? Ja. Seit 2 Jahren habe ich keine mehr benutzt.

Dazu muss man den Kofferdam invertieren. Dies demonstriert Ihnen das angehängte Video.
Wichtig dafür ist:

– einen möglichst dicken Gummi verwenden.
– die Löcher mindestens ein Größe kleiner vorlochen.
– ein Kofferdam-Gleitmaterial verwenden.
– den Kofferdam dann mit einem grazilen Spatel unter Luftzufuhr in den Sulcus schieben. (INVERTIEREN)

Wenn der Zahn dabei ausreichend getrocknet wird hält der Gummi nun ohne Probleme.

Little Toys and Tools (5)

von Olaf Löffler

Und heute wieder etwas zum Thema Kofferdam.

Die Einzelzahnisolierung an stark zerstörten Zähnen oder an für Kronen präparierten Zähnen kann mitunter schwierig sein.

Wie verwenden in den meisten Fällen neben den  Brinkerklammern gern Butterflyklammern. Diese habe jedoch den Nachteil, daß beim Spannen des Kofferdams die Klammer am dorsalen Klammerbügel angehoben wird und dadurch abrutschen kann. Durch einen kleinen Trick kann man dies unterbinden. Früher hatten wir erwärmte Kerrmasse unter den anterioren Klammerbügel gepresst. Dies brauchte jedoch einige Zeit zum abkühlen, was das Anlegen des Kofferdams verzögerte und hielt nicht sicher.

Jetzt bewerkstelligen wir dies mit unserem lichthärtendem Abdichtungsmaterial Block Out Resin (Ultradent). Dazu wird zwischen Schneidekante des Zahnes unter dem anterioren Klammerbügel Abdichtungsmasse appliziert. Diese wird lichtgehärtet. Sitz die Klammer und der Kofferdam ist invertiert wird der ganze Klammerbügel umspritzt. Damit entsteht ein sicherer Kippmeider. In der Diashow sind die einzelnen Arbeitsschritte zu sehen.

Links

von Olaf Löffler

Das Internet prägt unser Leben.

Es begann vor mehreren Jahrzehnten, eigentlich 1965. 1990 wurde es durch einen Beschluss der US-amerikanische National Science Foundation öffentlich zugänglich, auch außerhalb der Universitäten.

Nun nach 2o Jahren ist es aus unserem Leben kaum mehr wegzudenken. Wir nutzen das Internet u.a. zur Informationsgewinnung, zum Austausch, zum Shoppen und um Informationen bereitzustellen.

Für alle diejenigen, welche das Internet gerne bereisen und neugierig sind, hier einige interessante nichtdentale Links. Fast alle sind mit dem Webby Award ausgezeichnet. Viel Spaß…

http://www.sensoproductions.com/
http://www.nawlz.com/
http://thinkingspace.economist.com/#/explore
http://www.tate.org.uk/modern/exhibitions/unilevermiroslawbalka/explore/
http://www.newyorker.com/
http://www.andreaslutz.com/
http://www.recordtripping.com/
http://www.moma.org/interactives/redstudio/popart/

Ein bisschen Windows für den Mac

von Olaf Löffler

Eines der besten Programmtools, welches ich 2010 installierte war Hyperdock.

Das Dock des Mac ist etwas wenig informativ. Mit diesem Tool kann man es etwas „aufbohren“.

Geht man mit der Maus dann über ein Docksymbol, werden alle offenen Fenster dieses Programmes  in einem kleinen, transparenten Vorschau-Fenster angezeigt. Das funktioniert bestens bei Mail, geöffneten Webseiten, Programmen oder Dokumenten. Im iTunes-Vorschaufenster ist Track der gerade gespielt wird zu sehen. iCal zeigt aktuelle Termine an. Ein weiteres Feature geht auf Windows’ Aero Snap-Funktion ein. Bewegt man ein Fenster zum Bildschirmrand hin, wird die Fenster-Größe automatisch angepasst, damit man zwei Fenster nebeneinander geöffnet haben kann.

Weihnachtsgeschenktipp Nr.1

von Olaf Löffler

Mein Weihnachtsgeschenktipp für stressgeplagte Mitmenschen lautet:

It’s Snowing on My Piano (1997) von Bugge Wesseltoft

Weihnachtsmusik zum entspannen und lauschen. Beruhigende, einfache Variationen auf dem Klavier von dem Vater des neuen norwegischen Jazz. Mit diesem Geschenk sollte man nicht bis Weihnachten warten…

Geschenkt von Amazon oder iTunes ist es Balsam für die Seele. Für „Audiophile“ hier als CD. Viel Spass…

Dyson Airblade – „Staubsauger mal andersherum“

von Olaf Löffler

erstmals sah ich diesen Händetrockner bei einem Orthopäden.
Erstaunlich wie gut dieser Händetrockner funktioniert. Deshalb bekommt er eine Empfehlung von mir.

Leider gibt es ein Manko. Die Aufstellfläche, bzw. Wandfläche ist nicht gerade klein und in die meisten heute konzipierten Praxistoiletten passt er nicht ohne weiteres. Schade.

Vielleicht baut Dyson noch eine Version mit geringerer Wandfläche. Innovativ genug scheint die Firma ja zu sein.

Little Toys and Tools (4)

von Olaf Löffler

Der heutige Beitrag entstammt dem Buch „Ästhetik mit Komposit“ von Burkhard Hugo.
Dieses Buch kann ich nur wärmstens empfehlen. Sehr schöne Fotodokumentationen, wunderbare Fallbeispiele und eine Unmenge an praxisrelevanten Details machen dieses Buch nicht nur lesens- sondern auch anschauenswert.

Hugo zeigt in diesem Buch unter anderem die Anwendung der Proxoshape- und Bevelshape-Feilen zur Kompositausarbeitung. Diese Feilen sind zusammen mit dem Prepcontrol-Kopf ein substanzschonendes und ergonomisches Hilfsmittel.

Ein Videobeispiel finden Sie hier und den Katalog von Intensiv mit den Feilen ab den Seiten 56 finden Sie hier.

Mac – Perian

 

Perian for Mac

von Olaf Löffler

Vor kurzer Zeit habe ich einen Vortrag in heimatlichen Gefilden halten dürfen. Das Thema lautete „Neue Materialien, Instrumente und Geräte zur Wurzelkanalaufbereitung und Wurzelkanalfüllung.“ Im Publikum sitzen hauptsächlich interessierte zahnmedizinische Fachassistentinnen, Helferinnen und stomatologische Schwestern. Und der Saal ist voll. Richtig voll. 600 Sitzplätze sind besetzt. Zusätzliche Stühle sind aufgestellt. Trotzdem stehen noch Zuhörer.

Um dem Auditorium einen möglichst praxisnahen Eindruck zu verschaffen habe ich die erwähnten Dinge in verschiedensten Videosequenzen vorgeführt. Der Aufwand für diesen Vortrag war immens. Um so ärgerlicher war, daß nicht alle Videos funktionierten. Trotz Technikcheck vorab. Was war passiert?

Wir hatten uns entschieden alle Voträge auf einem Rechner laufen zu lassen. Damit werden lästige Rechnerwechsel vermieden und es bleiben unruhige Pausen erspart.

Auf meinem Rechner lief vorher beim Check alles. Auf dem Mac des ersten Redners schien auch alles zu laufen. Es schien nur so. Nicht alle Videoformate wurden unterstützt.
Wir hatten aus Zeitmangel nicht den Vortrag noch ein weiteres mal komplett durchlaufen lassen.
Diese peinliche Situation ist nicht zu überspielen. Es heißt, Rechnerwechsel im Vortrag.

Damit dies Anderen erspart bleibt hier meine Fehleranalyse.

Wo lag das Problem? Auf dem „Vortrags-Mac“ fehlte ein wichtiges Tool. Perian. Wenn Perian installiert ist, bemerkt man es nicht. Unscheinbar und vollkommen ohne Meldungen verrichtet das Programm seinen Dienst. Genau so, wie man es sich wünscht.

Wenn es nicht installiert ist gibt es lediglich die magere Standard – Quicktime Unterstützung und es fehlen wichtige Videoformate.

Perian ermöglicht QuickTime-Anwendung Unterstützung für zusätzliche Medien:

  • File formats: AVI, DIVX, FLV, MKV, GVI, VP6, and VFW
  • Video types: MS-MPEG4 v1 & v2, DivX, 3ivx, H.264, Sorenson H.263, FLV/Sorenson Spark, FSV1, VP6, H263i, VP3, HuffYUV, FFVHuff, MPEG1 & MPEG2 Video, Fraps, Snow, NuppelVideo, Techsmith Screen Capture, DosBox Capture
  • Audio types: Windows Media Audio v1 & v2, Flash ADPCM, Xiph Vorbis (in Matroska), and MPEG Layer I & II Audio, True Audio, DTS Coherent Acoustics, Nellymoser ASAO
  • AVI support for AAC, AC3 Audio, H.264, MPEG4, VBR MP3 and more
  • Subtitle support for SSA/ASS, SRT, SAMI

Perian ist gratis. Eine Spende an die Entwickler ist hilfreich und wäre eine gute Geste der Wertschätzung an die Entwickler.

Schlussfolgerung: Nimm niemals einen anderen Rechner für deinen funktionierenden Vortrag, oder den kompletten Vortrag checken und wenn Videos nicht laufen – Perian installieren.

 

Little Toys and Tools (3)

von Olaf Löffler

Ultradentkanülen werden in unserer Praxis sehr häufig eingesetzt. Neben den Capillary Tips für die Mikroabsaugung und den Navitips für die Spülung gibt es seit kurzem eine weitere Variante.

Navitip als eine Art Pastenkanüle für Ultracal (29ga). Dies haben einen Außendurchmesser von 0,33 mm und lassen somit durch einen ebenso größeren Innendurchmesser (0,29mm) Ultracal einfacher aplizieren. Bei den „normalen“ Navitips (30ga=0,25mm) gelingt das in meiner Hand eher selten.

Tipp von Jörg Schröder: Vorher mit NaOCl und den Navitip spülen. Danach an die Ultracalspritze und vorsichtig das NaOCl ausspritzen. Danach gelingt das applizieren mit den Navitip immer.

Praxishygiene

von Olaf Löffler

Es ist ein neuer Hygieneleitfaden des Deutschen Arbeitskreises für Hygiene in der Zahnmedizin (DAHZ) veröffentlicht.

Hier können Sie diesen finden.

WICHTIG für alle Praxisneugründer oder „Umzieher“:
… Keime aus dem Trinkwasser können an der Innenwandung der Leitungen sog. Biofilme bilden. Vor allem in Phasen der Stagnation des Wassers (z.B. über Nacht und am Wochenende bzw. Urlaub), und wegen relativ hoher Umgebungstemperaturen kann es zu Kontaminationen des Kühl- und Spülwassers kommen. Eine vielfach diskutierte Verkeimung des Wassers durch Mikroorganismen aus der Mundhöhle des Patienten und Einwanderung über die Übertragungsinstrumente ist wissenschaftlich nicht bewiesen. Deshalb ist an der Übergabestelle öffentliches Trinkwassernetz/Dentaleinheit ein sog. freier Auslauf nicht gefordert.


Schwangerschaft und Medikation

von Olaf Löffler

Letzte Woche stellte sich in unserer Praxis eine neue Patientin mit akuten Beschwerden vor. Die Diagnose lautete irreversible Pulpitis an Zahn 26. Die Patientin befindet sich in der 20. Schwangerschaftswoche.

Sofort stellt sich die Frage nach dem Risiko verschiedenster Medikamente in der Schwangerschaft. Angefangen vom Anästhetikum bis hin zur medikamentösen Einlage.

Die Nachforschungen in den Weiten des Internets haben uns den folgenden Link finden lassen (http://embryotox.de).

 

Little Tools and Toys (2)

von Olaf Löffler

Das Thema Kofferdam ist schier unerschöpflich. Deshalb machen wir an dieser Stelle weiter.

Die Brinkerklammer 4 haben wir im ersten Beitrag vorgestellt. Diese Klammer nutze ich sehr oft auch an oberen Frontzähnen. Dort gestaltet sich die notwendige Befestigung des Kofferdams mit einer „kräftigeren“ Klammer im Prämolarenbereich schwierig, insbesondere wenn noch ein Aufbissblock zur Unterstützung der Mundöffnung eingesetzt wird.

In diesen Fällen bietet sich die Wedjets an. Kurze Latexstückchen lassen den Kofferdam sicher im Aproximalraum halten.

Wedjets sind in drei Größen erhältlich: extra klein (blau), klein (gelb) und groß(orange).

Little Tools and Toys (1)

von Olaf Löffler

Unter diesem  Titel möchte ich in loser Folge einige Dinge vorstellen, welche mir in meinem Praxisalltag helfen und trotzdem oft unerwähnt bleiben.

Beginnen möchte ich mit dem Thema Kofferdam. Dieser ist eines der unbeliebtesten Hilfsmittel in der Zahnmedizin.  Zu unrecht, wie ich meine und sicher auch einige Kollegen.

Ich möchte den Kofferdam nicht missen und empfinde diesen als unabdingbar in vielen Bereichen der Zahnmedizin.

Das Anlegen und Halten des Gummituches kann bei stark zerstörten Zähnen erschwert sein. In diesen Situationen kommen in meiner Praxis mitunter spezielle Klammern zum Einsatz. Die sogenannten Lieblingsklammern des Chefs.

Einer meiner Favoriten ist die Brinkerklammer 4. Gedacht zur Geweberetraktion an Prämolaren und Frontzähnen. Die Klammer ist sehr grazil und übt damit nur wenig Kraft auf den Zahn aus. Lediglich an dem zu versorgendem Zahn kann damit der Kofferdam nach Invertierung sanft gehalten werden. Der Kofferdam sollte daher  an einem anderen Zahn mit kräftigerer Klammer fixiert sein.  Dazu das beigefügte Bild zweier untere Prämolaren mit subgingivaler Präparationsgrenze.

Brinkerklammer B4

Hätten Sie gewusst, dass?

von Olaf Löffler

Dieser Beitrag richtet sich hauptsächlich an alle Mac-User und an die, die es demnächst werden wollen.

Hätten Sie gewusst,

  • dass in Mail mit der Tastenkombination (CMD)+(Y) alle Bilder/Dokumente in einer Vorschau angezeigt werden?
  • dass  Ihr Mac mit (CTRL)+(ALT)+(CMD)+CDAuswurftaste ohne Nachfrage alle Programme schließt und sich ausschaltet?
  • dass mit (CMD)+(Shift)+(4) ein Rahmen auf dem Bildschirm gezogen werden kann und der Inhalt dessen als Bildschirmfoto gespeichert wird?

Dann ist der Hinweis auf die Veranstaltung MAC Plus für Sie vielleicht uninteressant.

Andernfalls bieten wir Ihnen mit diesem Workshop im kleinem Kreis engagierter Kollegen ein informatives Wochenende.

Im Mittelpunkt steht die Apple iWork-Suite.

Besonders die Applikationen Pages und Keynote sind für den Einsatz im Praxis-Bereich und bei Vorträgen aufgrund ihrer intuitiven Bedienung, des besonderen Designs sowie aufgrund der geschmackvollen und zugleich wenig aufdringlichen Animationen einmalig.  Die Besonderheiten dieser beiden Programme werden vorgestellt. Darüber hinaus erhalten Sie wertvolle Einführungen zu Mac-Programmen für die tägliche Arbeit, wie CD/DVD-Brennen,  Tipps und Tricks zur effektiven Mail-, Adress- und Terminverwaltung und der Einsatz des iPad im Praxisbterieb wird vorgestellt.

Auch der Einsatz von Windows – inzwischen auf den aktuellen Macs ein Kinderspiel – für den Einsatz Ihrer Praxissoftware wird auf dem Seminar thematisiert.

Alles zum Mitmachen steht hier.
Die Eindrücke vom letzten Mal.

und noch ein Endochuckbeispiel

von Olaf Löffler

Über den Einsatz des Endochuck wurde bereits einiges geschrieben und einige Beispiele vorgestellt.

Heute nun noch etwas zum Thema Fremdkörperentfernung periapikal
und sonoabrasive Mikropräparation, um diesen darzustellen.

Das ist ein weiterer Versuch einen Fall, mit bewegten Bilder darzustellen.
(Hier gehts zum Film)

DEXIS Platinum Sensor

von Olaf Löffler

Der Bericht von Jörg Schröder über seine Kodaksensorprobleme (hier der Link) hatte zur Folge, daß ich angesprochen wurde, ob ich nicht den Dexis Platinum Sensor testen möchte. Der Produktname ist wahrscheinlich die Idee eines langweiligen Marketingstrategen oder soll zeigen: „Jungs das Ding ist richtig teuer…“ ;)

Natürlich habe ich nicht nein gesagt. Meine Eindrücke und die Bilder werde ich hier vorstellen und berichten. Etwas Zeit benötige ich dafür. Abschließend werde ich ein Fazit ziehen und meine Eindrücke zum Kodak 6100 Sensor, welcher in unserer Praxis eingesetzt wird schildern.

Das sind die Aussagen von ic med, welche den Dexis Sensor zur Verfügung stellen:

  • Bildqualität auf Kodak-Niveau
  • Perfekt Size Sensor (trotz kleiner Gehäuse Abmessungen, eine große aktive  Bildfläche  32 x 25,6 mm)
  • die „Alternative“ DEXprotect (kostenlose Softwareupdates und Vorab-  Austausch des Sensor bei Ausfall, unabhängig von der Ursache! (700,- bis 350,-  € /Jahr)
  • DEXIS Software mit Anbindbarkeit an jeder PVS und herstellerunabhängige Anbindung von digitalen Geräten (z.Bs. OPG Kodak oder Dürr IO Kamera, etc.)
  • Verwaltung und Bedienung alles Geräte in EINER Software (DEXIS)
  • exklusiver direkter Vertrieb und Support durch ic med. (Kulanz ist hier eine nicht nur theoretische Option!)

Vorab das erste Vergleichsbild einer Kodak6100-Aufnahme (Abschluss-Kontrolle) und einer DesxisPlatinum-Aufnahme (12 Monats Recall) des selben Falls.

Kodak 6100

DEXIS Platinum Sensor

Brille am Mikroskop

von Olaf Löffler

Als Brillenträger am Mikroskop zu arbeiten ist gewöhnungsbedürftig. Oft stört die Brille. Ohne Brille kann es jedoch, insbesondere bei größeren Sehschwächen zu Problemen im visuellen Kontakt zur Umgebung ohne Mikroskop kommen. Deshalb ist die Brille wiederum häufig unverzichtbar.

Ich kenne Kollegen, welche die Brille bei der Arbeit mit dem Mikroskop (trotzdem) absetzen. Andere ersetzen diese durch Kontaktlinsen und wieder andere Kollegen wechseln oft zwischen Lupe und Mikroskop. Letzteres besonders, wenn das nahe Sehen mit dem zunehmenden Alter eingeschränkt ist (Presbyopie).

Bei der Arbeit Ohne Brille war es möglich das Mikroskop etwas mit den Augenbrauen und der Nase zu navigieren. Mit einer Brille geht dies schwieriger oder gar nicht. Die Brille muß dazu fest am Kopf sitzen, zum Wechsel, beispielsweise auf eine Lupenbrille,  jedoch schnell abnehmbar sein.

Weiterhin problematisch ist, daß die Brillen sehr schnell verschmutzen und ständig geputzt werden müssen. Mit Papier zerkratzen die Kunststoffgläser nach einiger Zeit. Glas als Alternative lastet schwerer auf der Nase.

Durch den Okkularkontakt werden Kunststoffgläser ebenfalls schnell zerkratzt. Mineralische Gläser sind deshalb sinnvoller.

Peter Brandstätter aus Wien hat eine Brillen – Lösung, welche mich faszinierte. Er benutze diese als Lesebrille. Die Fassung ist jedoch groß genug, um auch als Fernbrille zu funktionieren.

Vorteile dieser Magnetbrille sind:
– sie ist fest am Kopf fixiert,
– gleichzeitig schnell abnehmbar und
– es gibt diese in verschiedenen Größen
– alles ist desinfizierbar, da kein Textilanteil vorhanden ist.

Obwohl als Lesebrille konzipiert habe ich die Magnetbrille bei meinem Optiker mit meiner normalen Brillenstärke für die Ferne bestellt und bin angenehm überrascht. Das Sehfeld ist zwar etwas kleiner, aber es beeinträchtigt mich nicht.

Dies ist natürlich sehr subjektiv.

Mein Fazit:
Kann man probieren und wenn es nicht gefällt: Die Lesebrille kommt mit großer Sicherheit und dann müssen nur noch die Gläser angepasst werden. ;)

Süsser Laden

von Olaf Löffler

Hier ein interessanter Link für alle die es gern süss wollen und dennoch ihre Umsatzzahlen beim Zahnarzt drücken wollen.

5 Jahresrecall

von Donald Wecker

Die Patientin sah der Behandlung skeptisch entgegen. Die Chancen wurden von meiner Seite mit unter 80% angegeben.
Erst mussten beide Stifte entfernt werden. Der Gewindekontrast der Stifte im Röntgen ließ eine moderate Schwierigkeit vermuten. Eine Perforation, oder „Fastperoration“ durch die Stiftbohrung war durchaus zu erwarten. Dazu kam die Infektion des Kanalsystems, welche sich in Form einer apikalen Periodontitis, oder besser Läsion endodontischen Ursprungs präsentierte.

Die Behandlung zog sich über mehrere Sitzungen hin. Heute sieht man den wahrscheinlichen Behandlungserfolg.

5Jahresrecall

Ist der Behandlungserfolg vorhersagbar?

Meiner Meinung nach, nein. Die möglichen Probleme sind oftmals im konventionellen Röntgenbild und bei der ersten klinischen Insprektion nicht erkennbar.

Wird uns die digitale Volumentomographie die Vorhersagbarkeit bringen. Was meinen Sie?

Take Our Poll

Alter Hut

von Olaf Löffler

Das ist ein alter Hut, dachte ich. Das ifap Center kennt jeder.

Letztens war ich bei einem Kollegen und habe mit ihm einen Fall besprochen. Während des Gespräches entstanden Fragen nach einigen Medikamenten des Patienten. Der Kollege hatte eine alte, ziemlich zerlesene Rote Liste in Buchform. Diese datierte wohl aus dem Jahr 2003. Ein aktuelles Exemplar war nicht vorhanden. Auf meinen fragenden Blick erhielt ich als Antwort, was die Rote Liste derzeit kosten würde: „78€ + Versand!“

Dem Kollegen zeigte ich darauf hin das ifap Center. Vor 2006 ifap INDEX. Dies ist eine kostenfreie, allerdings werbefinanzierte Software, wenn man eines der hier aufgelisteten Programme nutzt. Die aktuelle Version wird als CD ROM quartalsweise kostenfrei zugesandt.

Oder man nutzt das Gratis App auf dem iPhone oder iPad.

eCard (2)

von Olaf Löffler

Überrascht hat mich die Meldung zur Einführung der eKarte.

Die ersten Reaktion im Blog hatten mich sehr nachdenklich gemacht und veranlasst nocheinmal etwas nachzulegen.

Die ersten Leser fanden den Beitrag eher unwichtig. Thomas Weber hat durch seinen Kommentar etwas mehr Beachtung für diesen Artikel gebracht. Danke Thomas.

Sind die Folgen dieser Einführung bekannt? Welches Prozedere erwartet die Praxen?

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Zitat: Südwestpresse, Ulm vom 19.06.2010 – Hinweis von Thomas Weber

In einer Blitzaktion hat der Bundestag mit den Stimmen von Union und FDP neue Regeln zur Einführung der elektronischen Gesundheitskarte verabschiedet. Das Gesetz verpflichtet die Krankenkassen Online-Dienste bereitzustellen, mit denen alle 187 000 Ärzte und Zahnärzte die Stammdaten auf der künftigen Versicherten-Chipkarte prüfen sollen. Die Pflicht gilt, sobald die neuen Kärtchen bereitstehen. Jedes Quartal soll dieser Abgleich stattfinden. Zu den Versichertenstammdaten gehören sensible Informationen wie Teilnahme an Chronikerprogrammen zu Brustkrebs oder Diabetes. Bisher war diese Kontrolle im Gesetz nicht vorgesehen.

Vor der Entscheidung haben Ärzte, Datenschützer und Patientenverbände an Gesundheitsminister Phillip Rösler (FDP) appelliert, den Gesetzentwurf zurückzuziehen. Er war erst am Dienstag dem Gesundheitsausschuss zugestellt und gestern – kurz vor dem Fußball-WM-Spiel – im Parlament beschlossen worden. Die Kritiker erklärten: Arztpraxen seien keine „Patientenkontrollstellen“ der Kassen. Bis die Daten geprüft seien, vergingen bis zu 20 Minuten. Funktioniere der Abgleich nicht, könnten Ärzte Kranke nur gegen Rechnung behandeln. Die Einführung der E-Karte koste bis zu 14 Milliarden Euro. Für die Tests hätten die Kassenmitglieder bereits 1,5 Milliarden Euro bezahlt. Der deutsche Ärztetag hat die E-Karte und diesen Stammdatenabgleich noch im Mai abgelehnt.

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Unsere Praxen werden per DSL ( soweit vorhanden ) Online angebunden sein. Die Absicherungen der Praxisserver wird nicht unbeträchtliche jährliche Kosten bringen.

Es werden Rezeptionshelferinnen mit dem Datenabgleich über Stunden beschäftigt sein. Insbesondere, wenn nur die Kartenlesegeräte online angebunden sein sollten, was am Quartalsanfang zu Problemen führt, wenn deutschlandweit Ärzte und Zahnärzte auf den Zentralrechner zugreifen.

Der administrative Aufwand wird an die Praxen delegiert. Der Nutzen für den Patienten ist gering bis nicht erkennbar.

Hier noch einige Links – für Sie und Ihre Patienten:

1. Mythos Gesundheitskarte

2. Einführung durch die Hintertür

3. Ärztezeitung

4. Ärzte als Spitzel

5. hier im Blog

QM und iPad

von Olaf Löffler

Das QM Handbuch der Wurzelspitzepraxen nimmt immer mehr Gestalt an. Ein besonderes Lob gilt unseren Mitarbeiterinnen, welche die Praxisinhaber beim Aufbau des QM Systems engagiert unterstützen.

Nach einem theorielastigen Freitag, welcher geprägt war vom Erstellen weiterer Arbeitsanweisungen, Checklisten und Prozessbeschreibungen kamen mir weitere Ideen zu den Einsatzmöglichkeiten des iPads in der Praxis.

Durch die Möglichkeit der Stichwortsuche kann es beispielsweise im QM Bereich sehr hilfreich sein, schnell auf Dokumente im QM Handbuch zugreifen zu können, auch wenn kein Computer zur Hand ist. Die derzeitige iWorksuite für iPad ist etwas eingeschränkt. Dies wird sich bestimmt, oder besser hoffentlich noch ändern ( mit iOS4 ?).

Dem Einsatz von iWork und dem iPad ist übrigens der nächste Kurs MacPlus in den Werkstattgesprächen Leipzig gewidmet.

e-Card

von Olaf Löffler

Jetzt soll sie doch kommen. Die e-Card.

Unheimlich ist mir diese Entscheidung, wenn man die Schnelligkeit der digitalen Welt betrachtet. Dem rasanten Wechsel der Kommunikationsmittel ist mancher nicht mehr gewachsen.

Und nun fällen Politiker Entscheidungen, welche in Ihrer Denkweise nicht unbedingt den Hauch vorausschauender Visionen spüren lassen.
Getrieben von der Weltgeschichte wirkt das Parlament und freut sich übers Atemholen dank einer Sportveranstaltung, welche früher die schönste Nebensache der Welt war.

Bevor wir nun weiter den dumpfen Tönen der WM-Fanfaren lauschen, ist es Zeit die Onlinepetition zum Stopp der e-Card zu unterschreiben.

Sensor oder Speicherfolie?

von Olaf Löffler

Die „Für und Wider“ – Diskussion habe ich mit Interesse verfolgt.
Es werden Kostenaspekte vorgebracht, es werden Qualitätseinbußen beachtet. Die Ergonomie kommt etwas zu kurz weg.

Bringt mir ein Sensor mehr Ergonomie?
Das kann ich nur für mich und meine Praxis beantworten. Ich sage ja.

Beispiel:
Was ist in diesem Fall passiert?
Der Sensor war schlecht positioniert und ich musste diesen korrigieren. Das hat mich ca. 10 Sekunden gekostet. Der Sensor war mit Halter, welcher an der Röntgenröhre befestigt ist noch im Mund. Ich konnte diesen sofort besser positionieren. Das nächste Bild ist i.d. R. in Ordnung. Wird dies auch so einfach gehen, wenn ich alles neu einstellen muss. Kann ich die manchmal geringe Korrektur der Positionierung ebenso sicher erreichen?

Beispiel

Die Positionierung des Sensors ist für mich leichter handhabbar, als die Positionierung mit dem Zahnfilm. Ich sehe darin kein Problem, insofern man die von mir früher beschriebenen Sensorhalter nutzt.

Kosten und Reparaturanfälligkeit des Sensors ist ein weiteres Kapitel. Die Kosten eines Sensors sind für mich nicht nachvollziehbar und bewertbar. Sie sind jedoch abschreckend hoch und werden daher das Hauptargument gegen den Kauf sein.

Ich nutze den Kodak 6100 seit seiner Einführung. Dieser Sensor ist bisher nicht defekt gewesen und funktioniert ohne Probleme. Allerdings ist bei mir der Sensor an der Röhre befestigt und wird kaum umhergetragen.

Übrigens fertige ich alle Röntgenaufnahmen am Patienten in der endodontischen Behandlung selber an und kann daher als praktizierender Anwender berichten.

Fehler behoben ! (3)

von Olaf Löffler

Auch bei uns ist alles wieder wie gewohnt. Keine Probleme mehr.

Die Capillary Tips sind für uns unersetzbar.

Scharf

von Olaf Löffler

Deppeler - Easy Sharp

Der letzte Kurs zum Thema Parodontologie hat in unserer Praxis mehrere Veränderungen gebracht.

Die am schnellsten umgesetzte Veränderung – wir haben wieder richtig scharfe Küretten. Nicht weil wir einige neu gekauft haben. Sondern weil wir nach langem suchen eine Schleifmaschiene gefunden haben, welche das korrekte Schleifen sehr einfach von der Hand gehen lässt. Zumindest einfacher als die uns bisher bekannten Geräte am Markt und in unseren Händen.

Danken möchten wir der Firma Dentshelp, Berlin, die uns zum Kurs Update Parodontologie die Deppeler Handschleifmaschine Easy Sharp vorgestellte. Es gelang jedem Kursteilnehmer, damit Küretten zu schleifen.  Nicht diese zu zerschleifen, sondern scharfe Instrumente entstanden.

Dies bedarf einiger kleiner Grundregeln und etwas Wissen um die Kürettenart und schon kann es los gehen. Wie? Am besten ist es bei Herrn Peschel nachzufragen und einen Termin zu vereinbaren.

DentsHelp Oliver Peschel.
Emrichstr. 70.
D- 12587; Berlin.
Telefonnummer: 030 65499605
Faxnummer: 030 65499605

Endox

von Olaf Löffler

Endox – Gewitter im Wurzelkanal – für Sie hier aufgezeichnet.

Das Gerät haben wir neu. War so ein Spontankauf. Wobei, getragen hatte ich mich schon länger damit. Die verschiedensten Anwender hatte ich dazu befragt um mir ein Bild zu machen.
Die Literaturlage ist sehr dünn.
Ich benutze das Gerät seit knapp 2 Monaten und weiß noch nicht, ob ich es standardmäßig in mein Behandlungsprotokoll integrieren werde.

Es erinnert mich an die Zeit nach dem Kauf meines ersten Mikroskops. Anfangs dachte ich das war deine größte Fehlinvestition… Nun nach vielen Jahren kann ich resümieren – das war die Investition überhaupt.

Ob ich das vom Endox auch sagen kann? Schaun mer mal.

Frei zugängliche Literatur gibt es unter diesen Links:

http://www.blzk.de/archiv/zbay/1_2_00/001-2s60.html
http://www.endopedia.de/Weitere_physikalisch-chemische_Methoden
http://www.db-thueringen.de/servlets/DocumentServlet?id=12910
http://edoc.ub.uni-muenchen.de/6868/
https://www.thieme-connect.com/ejournals/abstract/zwr/doi/10.1055/s-2004-823091

Praxis digital – erste Schritte (2)

von Olaf Löffler

Nachdem im letzten Beitrag das Gerät zur Digitalisierung vorgestellt wurde möchte ich nunmehr etwas zur digitalen Datenablage schreiben.

Dazu muss ich etwas weiter ausholen. Den Scansnap 1500 gibt es in einer Mac Version und zwei Windowsversionen. Ich habe die Macversion und die Windowsversion gekauft. Die Mac Version (Scansnap 1500 M)  kostete fast das Doppelte der Windowsversion bei Ebay. Typisch Mac. Apple hat hier keinen mir bekannten direkten Einfluss. In der Macversion ist Adobe Acrobat Professionell dabei. Ob die weiß-/silberfarben Scanner auch ohne Adobeproukt erhältlich sind, weiß ich nicht.

Scannertreiber für Windows und Mac sind in jeder Version dabei. In der Windowsversion ist die Software Rack2filer 5.0 enthalten und  es gibt preisgünstige Versionen ohne Adobe Acrobat Professionell bei Ebay.

Nach einigen kurzen Versuchen habe ich diese Software  Rackfiler wieder verworfen. Eine Automatisierung mittels OCR war nicht intuitiv zu erreichen.

Von Arne Neumann wurde mir Devonthink empfohlen und ist für mich ein nicht mehr wegzudenkendes Programm, welches ich täglich nutze. Ich setze Devonthink Pro Office und den Fujitsu-Scanner zusammen ein. Eine Übersicht der einzelnen Devonthink-Versionen kann man übrigens hier finden.

Welche Vorteile hat diese Kombination?
Devonthink Pro Office hat eine eigene, deuliche bessere OCR Engine (Texterkennung) als die Snapscan Software. Diese Texterkennung arbeitet nahezu fehlerfrei.

Die Ablage erfolgt automatisch als editierbares Pdf-Datei. Dabei bekommt die Tagespost, welche archiviert werden soll das Datum des Scans und die Uhrzeit im Dateinamen. Im Autorenfeld wird der Mitarbeiter, welcher scannt eingetragen. Sämtliche Worte, die in den Briefen vorkommen werden indiziert und sind suchbar. Die Originale werden, wenn Patientenbezogen in der bei uns existierenden Patientenkartei abgelegt. Die restliche Post wird tagesbezogen abgeheftet. Die Originale sind somit ohne große Probleme wiederauffindbar, insofern man die Ordner entsprechend beschriftet. ;)

Praxis digital – erste Schritte

Snapscan1500 - blaue Taste

von Olaf Löffler

In diesem und folgenden Artikeln möchte ich einige Dinge vorstellen, welche vielleicht für den Einen oder Anderen das Leben mit Papier und um das Papier etwas leichter werden lassen.

Ein wichtiges Teil dazu ist der Dokumenteneinzugsscanner Scansnap S1500 m von Fujitsu.

Nachdem ich das Gerät jetzt über ein halbes Jahr im Einsatz habe, gibt es die Wertung „EXCELLENT“.
Der Dokumentenscanner ist sehr kompakt und benötigt wenig Stellfläche. Deckel 1 und 2 aufklappen und das Gerät ist betriebsbereit. Es leuchtet eine blaue Taste. Das ist der einzige Bedienknopf. Zum Starten des Scan-Vorgangs drückt man diesen Knopf. Die mitgelieferte Scansnapsoftware tritt damit in Aktion. Sie bietet verschiedene Profile zur Auswahl. Man kann das Dokument an verschiedene Programme, wie Word, Excel, Mail zur Weiterverarbeitung senden oder in ein Verzeichnis weiter leiten um es als pdf- oder jpg-Datei zu speichern. Oder man kann es Drucken, bzw. an eine Dokumentenverwaltungssoftware weiterleiten. Scansnap besitzt eine integrierte Texterkennung (OCR). Damit werden alle Dokumente editier- und durchsuchbar. Einzige Ausnahme sind sehr alte Schriften.

Sobald man fertig ist Deckel zuklappen und der Scanner ist aus.

Einen Stapel Dokumente scannte das Gerät sehr schnell und das im Duplexbetrieb, also Vorder- und Rückseite gleichzeitig. Dies dauert 3 Sekunden. Es passen Stapel bis zu 50 Blatt in den Einzug.

Nun fehlt nur noch die passende Dokumentenverwaltungssoftware.
Ich habe mich für Devonthink Pro Office entschieden.

Meine Entscheidungskriterien:

  • Kompatibilität mit dem Scansnap 1500.
  • Es werden die Dokumente automatisiert eingefügt.
  • Man kann diese mit Betreffs-, Autor-, Datum- und Schlagwortenangaben versehen und
  • bekommt durch die Devonthink OCR Engine, welche von Abby stammt vollständig editierbare Dokumente.
  • Interessant ist diese Lösung auf Grund ihrer Problemlosigkeit.

Für mich unverzichtbar und das Bürogerät des Jahres 2009.

Einige technische Daten:

  • Abmessungen (BxHxT) (mm): 292 x 158 x 159
  • Betriebssysteme: Mac OS;Windows
  • Bildabtastung: Single Pass CCD
  • Gewicht (kg): 3000
  • Maximale Vorlagengröße (mm): 216 x 297Optische Auflösung (dpi): 600 x 600
  • USB: USB 2.0

Polymerisationslampen im Praxistest (5) – Valo

Valo

von Olaf Löffler

Die Valo haben wir auf eine Empfehlung von Stefan Verch angeschafft.
Sie stammt aus dem Haus Ultradent.

Die Lampe zeichnet sich durch eine besonders schlanke Bauform und ständigen Netzbetrieb aus.

Zunächst die technischen Daten.

Gewicht: 77g
Länge: 20,5 cm
Spektrum: 395 nm – 480 nm

Polymerisationsmodi:

  • Standard: 1000 mW/cm2   5/10/15/20 Sekunden
  • High Power: 1400 mW/cm2   1/2/3/4 Sekunden
  • Xtra Power: 3200 mW/cm2   3 Sekunden

Die Lampe ist ohne Akku und besitzt ein Netzkabel. Zur Funktion ist eine Steckdose erforderlich.
Alugehäuse eloxiert und beschichtet

Für die Valo gibt es Hygieneschutzhüllen. Dabei ist festzustellen, daß die Handhabung der Lampe nicht beeinträchtigt wird.
Die Valo passt in so ziemlich jeden Geräteköcher der Einheit.

Bisher erweist sich die Valo als ergonomisch günstiges und einfach zu nutzendes Gerät. Durch die Netzleitung, welche sich nicht als störend zeigt, ist die Akkuproblematik ausgeschlossen. Ein nicht ablesbares oder reflektierenders Display ist nicht vorhanden. Die Bedienung ist einfach und an Hand der Statuslämpchen erkennbar.

Die Valo hat 4 eingebaute LED für die verschiedensten Farbspektren. Eine davon ist von geringer Leuchtintensität für unser Auge (405 nm). Das ist kein Defekt der LED. Das muss so sein.

Abschließend ist festzustellen, die VALO ist unser persönlicher Favorit. Es werden alle gängige Photoinitiatoren erreicht, die Ergonomie ist hervorragend und das Kabel erwies sich nicht als hinderlich. Letzteres wurde von uns nicht erwartet.

Valo

Polymerisationslampen im Praxistest (4) – Bluephase

Bluephase

 

von Olaf Löffler

Die Bluephase ist in 3 verschiedenen Versionen am Markt.  Es gibt die Bluephase G8, die Bluephase und die Bluephase 20i.  Zunächst eine Kurzvorstellung:

  • Bluephase C8      800 mW/cm2 (± 10% ± 10%)  10 mm Lichtleiter*
  • Bluephase         1.200 mW/cm2 (± 10% ± 10%)  10 mm Lichtleiter*
  • Bluephase 20i  2.000 –2.200 mW/cm2    10>8 mm Lichtleiter*

In diesem Artikel konzentrieren wir uns auf die Bluephase.

Die Bluephase zeichnet sich durch gefällige Details aus. Im Falle eines Akkuzusammenbruchs kann die Bluephase mit dem Netzstecker der Ladeschale verbunden werden und funktioniert als kabelgebundenes Gerät weiter. Die Emissionsspektrum ist ausgesprochen breit. Die Lampe hat mehrere Programme, welche an einem Display ablesbar sind.

Die technischen Daten:

Wellenlängenbereich:      380-515 nm
Lichtintensität:                1.200 mW/cm2 ± 10%
Belichtungsprogramme:   High Power, Soft Start, Low Power
Stromversorgung:           Lithium-Polymer-Akku ca. 60 Minuten  Kapazität (Belichtungszeit) ca. 2 h Ladezeit
Spannungsversorgung:    100-240 VAC / 50-60 Hz
Gewicht: 256g

Handling: Das ist in unseren Händen das Problem der Bluephase. Eine gezielte Polymerisation des mesialen Kontaktpunktaufbaus gegen die Garrisonmatritze von distal am unteren zweiten Molaren bei etwas eingeschränkter Mundöffnung ist nicht möglich. Die pistolenartige Lampenform findet befürwortende und ablehnende Meinungen bei unseren Mitarbeiterinnen. Die Auslösen der Polymerisation über den Schalter an der Unterseite der Lampe ist nicht immer einfach. Dieser ist zu klein und in manchen Situationen schwer zu erreichen.

Für die Bluephase sind Einweg-Hygienehüllen erhältlich.

Die technischen Daten sind grandios. Ergonomisch kann die Lampe nicht überzeugen.

* Bei parallelwandigen Lichtleitern (10 mm) ist der Durchmesser beim Lichteintritt und der am Lichtaustrittsfenster gleich. Bei der Verwendung von fokussierenden Lichtleitern (10>8 mm Lichtleiter, Pin-Point Lichtleiter 6>2 mm) ist der Durchmesser beim Lichteintritt grösser als der am Lichtaustrittsfenster. Das einfallende Blaulicht wird so auf eine kleinere Fläche gebündelt. Dadurch erhöht sich die abgegebene Lichtintensität.

Problem Defokussierung: Bei allen Lichtgeräten wird mit zunehmendem Abstand vom Austrittsfenster die belichtete Fläche größer. Die Lichtleistung pro Fläche sinkt.  Die Defokussierung hängt  von der Konstruktion der Lampe und dem dazugehörigen Lichtleiter ab. Bei Turbo Lichtleitern ist der innere Durchmesser größer als der äußere. Das Licht wird am ALichtleiteraustritt gebündelt, und durch die höhere  Intensität pro Fläche Intensität erreicht. Die Polymeristaionszeit wird verkürzt werden. Diese Auffächerung des Licht (Defokussierung) ist um so stärker ausgeprägt, je größer das Verhältnis von innerem zu äußerem Lichtleiterdurchmesser ist.

Ein Lichtleiter mit Innen-Durchmessern von 13 mm und Außendurchmesser von 8 mm erzeugt nur bei Abständen von weniger als 4 mm eine höhere Strahlungsflußdichte als ein linearer Lichtleiter. Bei mehr als 4 mm Abstand ist der lineare Lichtleiter dem „Turbo-Tip“ sogar überlegen.

Geräte der neuesten Generation ohne Lichtleiter weisen häufig eine besonders starke Defokussierung auf.

Bluephase

Polymerisationslampen im Praxistest (3) – Demi

Demi

von Olaf Löffler

über die Demi habe ich bereits hier und dort berichtet. Diese Lampe gab mit den beschriebenen Mängeln letztendlich den Anlass,  nach anderen Modellen zu suchen. Die geschilderten Mängel wurden alle auf Kulanz repariert, bzw. das Gerät wurde ausgetauscht. Seit dem letzten Tausch sind einige Monate vergangen. Es gab keine Probleme mehr. Insgesamt haben wir die Demi jetzt 2 Jahre unter Beobachtung.

Die technischen Daten:
Wellenlängenbereich: 450 – 470 nm*
Ausgangsleistung von 1100 mW/cm2 auf eine Höchstleistung von 1330 mW/cm2
Gewicht: 154 Gramm mit Akku.
Akku: Wir haben die Grenzen noch nie erfahren. ( Zweimal wurde die Lampe wegen Verarbeitungsproblemen mit Akku getauscht. )

Die Bedienung ist intuitiv und es ist die Lampe mit der einfachsten Bedienung im Test. Die 4 Tasten sind schnell erfühlbar, zuordenbar und ergonomisch angeordnet. Der Lichtleiter (8mm) kann gedreht werden. Es gehört ein Lichtschutzschild zur Ausstattung. Die Ergonomie der Lampe ist vorbildlich.

Für die Demi werden Einmalschutzhüllen angeboten und sind empfehlenswert, da das Gehäuse der Lampe kiemenartige Kühlungsöffnungen zeigt. Das ist ein Minuspunkt, da zum einen die Oberflächendesinfektion dadurch deutlich erschwert ist, andererseits die angebotenen Schutzhüllen, sofern eingesetzt, die Luftzufuhr, die zur Kühlung benötigt wird, beeinträchtigen.

Fazit: Wir setzen die Lampe in allen nichtkritischen Behandlungen, wie Versiegelungen ein. Die Demi hat auf Grund der ausgewogenen Ergonomie nur positive Noten von der Assistenz bekommen. Sie steht bei uns jetzt im Prophylaxezimmer. Hat aber das Zeug, den kompletten Zahnarztalltag zu meistern. Das Hygienedefizit verhindert die Bewertung: Absolut empfehlenswert.

* Ausschlaggebend für eine schnelle und vollständige Polymerisation ist nicht allein die Lichtleistung einer (LED)Lampe. Entscheidend ist der Anteil der Überschneidung der Absorptionskurve des Photoinitiators mit dem Emissionsspektrum der LED-Lampe. Kampherchinon (häufigster Fotoinitiator) hat eine maximales Absorption bei 468 nm.  Einige Hersteller benutzen  zusätzliche Fotoinitiatoren, welche bei Wellenlängen kleiner als 450 nm absorbieren, besonders bei bei hellen, transluzenten Farbtönen.

Demi

Demi

Polymerisationslampen im Praxistest (2) – Flashmax

Flashmax

Die Flashmax habe ich auf eine Empfehlung hin gekauft. Die Werte waren beeindruckend. Die Kosten im Verhältnis zur Bluephase 20i geradezu günstig. Das Design war ok. Beworben wird die Lampe mit einem eindrucksvollen Slogan:  Zeit-Zyklus: 1 bis 3 sec. Aushärtungstiefe: 4+ bis 6+ mm!

Mich hat anfänglich die Hitzeentwicklung der Lampe erschreckt. Den Finger hält man nicht lange darunter. Ein kleiner Testaufbau mit einem Temperaturfühler, welcher in einem Zahn befestigt war ergab jedoch kaum drastische Veränderungen. Da ich etwas Zweifel an der Trägheit des Fühlers hatte, wurde die Messung noch mit einem Infrarotthermometer kontrolliert. Es gab keine nennenswerten Erwärmungen im Zahn bei den vorgegebenen Polymerisationszeiten.

Gewicht: 131 Gramm – Ein Leichtgewicht. Beim Akku allerdings auch.

Die Bedienung ist sehr einfach und verständlich.

Handling: In dieser Disziplin ist die Lampe in unserer Praxis nicht erfolgreich gewesen. Alle Helferinnen sind mit der abgewinkelten Form und dem starren Lichtleiter nicht warm geworden. Die Lampe muss um die Längsachse gedreht werde, was auf Grund der Bumerangform ungünstig ist. Die Schalter sind für die Unterkieferbehandlung der okklusalen Flächen gut zu erreichen. Im Oberkiefer nach dem Drehen der Lampe sind die Schalter schwer zu erreichen.

Wertigkeit: Die Lampe zeigt eine gute Verarbeitungsqualität. Abstriche gibt es für die nicht spaltenfreie Hygieneschutzhülle.

Hygiene: Als einzige aller Lampen hat die Flashmax eine autoclavierbare, aufsteckbare Hygieneschutzhülle. Allerdings gibt es keine Einweghüllen. Ob das wirklich praktikabel ist im Praxisalltag, muss jeder für sich selbst entscheiden.
Die Schalter sind ohne Spalten als Drucktaster im Gehäuse eingearbeitet.

Fazit: Die Lampe steht auf Grund des gewöhnungsbedürftigen Handlings im Labor. Hier spielt sie bei allen anfallenden Arbeiten ihre überragende Lichtleistung von > 4000 mw/cm2 aus.

Flashmax

Äußerst ärgerlich!

von Olaf Löffler

Und zusätzlich zu den vorher geschilderten Problemen ist bei unserer Charge ist zu beobachten, daß alle Capillary Tips einen Knick unmittelbar nach dem sich stark verjüngenden Übergang des Luer-Lock-Ansatzes haben. An dieser Stelle bleiben Partikel hängen und verstopfen den Tip in der Nutzung als Mikroabsaugung nach wenigen Minuten.

In der Verwendung als Aplikationshilfe bricht an dieser Stelle der Capillary Tip und der Kunststoff kann bei genügend Druck Entfernungen von bis zu 1 Meter überwinden.

Es ist offensichtlich ein größeres Qualitäts-Problem.

Polymerisationslampen im Praxistest

von Olaf Löffler


Auch in unserer Praxis wird seit geraumer Zeit ein Polymerisationlampentest durchgeführt.

Für mich sind die technischen Daten wichtig. Für die Assistenz ist es die möglichst ergonomische Handhabung. Die Helferin muss in der Regel mit dem Gerät arbeiten und umgehen. Deshalb gebe ich nur technischen Vorgaben und die Assistenz entscheidet.  Damit unnötige Investitionen vermieden werden können, schreibe ich über unsere Erfahrungen und ob wir die eierlegende Wollmilchsau gefunden haben.

Wir haben 4 verschiedene Lampen im Test.
3 Akkugeräte:

  • die Demi von Kerr,
  • die Bluephase G2 von Ivoclar
  • und die Flashmax von Uptodent.

Dazu kommt ein Kabelgerät:

  • die Valo von Ultradent .

Folgende Punkte werden Beachtung finden.

  • Gewicht
  • Bedienbarkeit/Handling
  • Wertigkeit/Verarbeitungsqualität
  • Hygienefähigkeit

Die technischen Parameter werden, soweit bekannt, mit angegeben, wobei diese vom Hersteller übernommen und für uns nicht überprüfbar sind. Die Geräte befinden sich im Dauereinsatz in unserer Praxis. Ich  lege Wert darauf, festzustellen, daß die im Test wiedergegebenen Erfahrungen meine subjektive Meinung ist und es sich um einen Praxistest und nicht um eine wissenschaftliche Untersuchung handelt.

Endochuck (2)

Endochuck NSK

von Olaf Löffler

Die ersten Schritte mit dem Endochuck können durchaus frustran sein. Nicht immer ist die richtige Funktion gewährleistet.
Das Problem ist die Übertragung der transversalen sinusartigen Schwingungen. Die Überwurfmutter sollte handfest mit dem entsprechenden Schlüssel angezogen werden. Der Gummiring muss intakt sein. Sollte die Feile zu stark, oder zu schwach vibrieren kann man dies durch leichtes Versetzen der Endodonorefeile im Endochuckansatz beeinflussen. Die Funktionsprobe sollte immer unter Kontakt zu einem Gegenstand stattfinden um einen schnellen Bruch der Feile oder der Endochucküberwurfmutter zu vermeiden. Es bedarf einer peniblen Pflege und Kontrolle der Gummiringe nach jedem Einsatz.
In meiner Praxis haben sich die NSK Ansätze bestens bewährt. Wie bereits früher beschrieben jedoch immer mit dem Ultraschallgerät vom selben Hersteller.
Vorrangig verwende ich die Iso-Größen 20, 25, 30. Kleinere Iso-Größen brechen sehr schnell. Diese kommen bei der Entfernung frakturierter Wurzelkanalinstrumente zur Anwendung.

Die vollständige Präparation des Wurzelkanals mit Ultraschall ist abzulehnen, ebenso ist der präzise Einsatz des Endochuck nur unter optischer Kontrolle mit dem Dentalmikroskop möglich.

Für die mikroskopgestützte sonoabrasive Mikropräparation ist der Endochuck das kostengünstigste und oftmals optimalste Instrument zusammen mit der entsprechenden Endosonorefeile.

Anwendungen der mikroskopgestützten sonoabrasiven Mikropräparation sind beispielsweise:

  • die substanzschonende Präparation von Isthmen,
  • das Darstellen und eventuelle Freilegen von frakturierten Instrumenten,
  • das Teilen insuffizienter retrograder Füllungsmaterialien von orthograd,
  • die Mikropräparation artifizieller apikaler Foramen nach Überinstrumentation, WSR etc. zur Fremdkörperentfernung von orthograd.

Endochuck (1)

von Olaf Löffler

Endochuck mit Endosonore #25

Vor einigen Jahren hörte ich erstmals in einem Vortrag vom „Endochuck“. Ich musste unweigerlich an Chuck Berry denken. Roll over Beethoven, Rock´n Roll Music – diese Songs schossen mir durch den Kopf.
Im Vortrag hatte ich den Namen nicht deutlich verstanden. Nur chuck blieb hängen. Bilder von diesem „Chuck Endo“ gab es in dem Vortrag nicht.

Erst als ich das Teil nach langer erfolgloser Suche in diversen Katalogen in den Händen hielt wurde mir bewusst, daß es nichts weiter als ein Feilenhalter mit Einspannvorrichtung und Überwurfmutter ist …

Das ich dieses Ding zukünftig fast täglich benutzen werde, ahnte ich noch nicht. Dieses kleine unscheinbare Teil konnte einen zur Verzweiflung bringen und ebenso die unmöglichsten Dinge erreichen lassen. In meiner Praxis wird in schwierigen endodontischen Situationen ein Großteil der Musik mit dem Endochuck gespielt.

Das in verschiedenen Winkeln von 120 und 80/90 Grad gebogene Instrument gibt es von verschiedensten Herstellern für die jeweiligen Systeme. In meiner Praxis kommt der 120 Grad Ansatz zur Anwendung. Bei diesem kann man die Instrumentenspitze am optimalsten einsehen.

Der Endochuck sollte unbedingt hersteller- und systemabhängig benutzt werden, da es entweder keine Funktion und/oder im schlimmsten Fall zur Deformation des Gewindes am Ultraschall-Handstück kommt.

Im Zusammenspiel mit der Endosonore Feile Iso 25 von Dentsply wird der Endochuck beispielsweise zum Auspräparieren des Zementspaltes bei der Stiftentfernung verwendet.

Ein kleines Video dazu finden Sie hier.

Manche mögen es warm.

von Olaf Löffler

Der Babykosterwärmer ist eine Alternative zum Erwärmen des Natriumhypochlorits.

Vor einiger Zeit habe ich mir bei Amazon einen Überblick über die am Markt befindlichen Geräte des Versandhandels gemacht. Der Vorteil dabei ist, man bekommt auch eine Bewertung durch die Nutzer mit. In der Regel ist das Gerät bei denen ebenso im Dauereinsatz, wie in der Praxis. Allerdings ist der Dauereinsatz im Haushalt oftmals nur auf wenige Jahre beschränkt. Da die Kosten des Gerätes nicht existenzgefährdend sind, kann man dies vernachlässigen.

Für mich entscheidend wären:

  • Anzeige der Wasserbadtemperatur
  • elektronische Temperaturüberwachung
  • Warmhaltefunktion
  • einfache Bedienung
  • nicht zu kurze Geräteschnur
  • gut desinfizierbar (wenige Bedienelemente und Spalten)
  • ausreichende Höhe für 10ml Spritzen
  • schnelle Erwärmung
  • konstanter Temperaturverlauf in der Warmhaltephase

Die genannten Merkmale konnte ich bei keinem Gerät finden. Das Gerät mit positiven Bewertungen und den meisten zutreffenden Eigenschaften hatte das H+H BS 11. Daraufhin habe ich dieses Gerät bei Amazon bestellt.

Eine Testung über mehrere Tage mit unten genanntem Testaufbau ergab:

Meine Temparaturüberprüfung im Trinkflaschenmodus ergab:

  • Max. Tauchbadtemperetur: 59,7 Grad — konstantes Halten auf 59,5 Grad
  • Max. Tauchbadtemperatur erreicht nach: 00:05:12 Stunden/ Temperatur im Wasserglas 30,1 Grad, nach 20 Minuten 41,00 Grad

Meine Temparaturüberprüfung im Breiglasmodus ergab:

  • Max. Tauchbadtemperetur: 79,9 Grad – konstantes Halten auf 59,5 Grad
  • Max. Tauchbadtemperatur erreicht nach: 00:12:21 Stunden/ Temperatur im Wasserglas 51,2 Grad, nach 20 Minuten 55,8 Grad, nach 30 Minuten 49,6 Grad
  • Temperatur der Spüllösung: nach 00:15:00 Stunden 44,9 Grad
  • Temperatur der Spüllösung: nach 00:30:00 Stunden 41,2 Grad
  • Temperatur der Spüllösung: nach 00:45:00 Stunden 42,4 Grad
  • Temperatur der Spüllösung: nach 00:60:00 Stunden 42,5 Grad

Testaufbau:

In den Babykostwärmer habe ich ein Glas gestellt. Dies soll ein evtl. Auslaufen von Natriumhypochlorit auffangen. Dadurch entstehen längere Erwärmungsphasen. In diesem ebenfalls mit Wasser gefüllten Glas können bis zu 4  10ml Spritzen erwärmt werden. Diese sind mit den Luerlockverschlüssen (siehe Foto) verschlossen. Das Erwärmen von Hypochlorid führt zu einer Ausdehnung der NaOCl und daher zu einem Auslaufen der Flüssigkeit ohne Verschluss.
Ausgangswerte:
Temperatur des Wassers im Tauchbad und Galsgefäß zu Beginn des Test: 25,1 Grad Celsius (Alle Gradangaben erfolgten in Grad Celsius)
Temperatur des Natriumhypochlorits zu Beginn des Test: 7,2 Grad Celsius 10 ml in Einmal Spritze Braun Omnifix Luer lock
Messungsthermometer; Digitalthermometer GTH 175/Pt Greisinger electronic (http://www.greisinger.de/files/upload/de/produkte/kat/9.pdf)

Zusammenfassung:

Die Möglichkeit des Erwärmens der Spüllösung durch den Flaschenwärmer BS 11 von H+H ist gegeben. Der Hersteller sieht einen solchen Einsatz des Gerätes nicht vor.
Vielleicht ist dieser kleine Beitrag eine Anregung eine möglichst kostengünstige Variante für den o.g. Einsatz zu entwickeln.

Was ist das- die Auflösung.

von Olaf Löffler

Und für dieses Rätsel gibt es keine Lösung.
Wenn man sehr genau hinsieht, erkennt man eine plangeschliffene Okklusionsfläche am Zahn 37. Der Zahn zeigt kaum Spuren einer vorhandenen Präparation. Die Länge des Zahnes lässt eine Elongation vermuten.

Die Anamnese ergab.
Eine kieferorthopädische Therapie wurde nie durchgeführt. Der Zahn 37 wurde vor sehr vielen Jahren mit einer Krone oder Füllung versorgt. Mehr konnte der Patient nicht sagen.

Kronenvariante:
Wahrscheinlich mit einem größeren Frühkontakt und nicht optimaler Passgenauigkeit eingegliedert und nicht korrigiert. Der Patient lebt im Ausland und im Laufe der Zeit wurde die Kaufläche durchgebissen. Diese verabschiedete sich und übrige blieb der Ring. Ist es der Ring einer Ringdeckelkrone? Eventuell. In diesem Zustand ist es nun weit mehr als 10 Jahre.

Nach Entfernung des Ringes muss die Erhaltungswahrscheinlichkeit geprüft werden.

Was ist das?

von Olaf Löffler

2010 könnte das Jahr der Rätsel werden.
Man rätselt um eine Gesundheitsreform, um eine GOZ-Novellierung, um vollmundig verkündete Steuererleichterungen, um ein Apple Tablet (das ist keine Fruchtschale, sondern der neue, hinter vorgehaltener Hand hitverdächtige Appleminiaturcomputer ohne Tastatur), um den Einsatz von Nacktscannern (allein das Wort ist Veranlassung genug,  wenn immer  möglich,  Auto oder Zug zu fahren) und um die großen Sparpläne.

Um mich dem Ganzen anzuschließen habe ich ein weiteres Rätsel:

Was mag das sein am Zahn 37?

Auflösung Weihnachtsrätsel

von Olaf Löffler

Zunächst muss ich vorausgehend feststellen. Es war ein gemeines Rätsel.
Die Behandlung des Zahnes hat mich sehr viel Aufmerksamkeit gekostet, so daß ich vergaß noch mehr Bilder in den Zwischenschritten aufzunehmen.
Aber so ist das oftmals im Leben. Hinterher erkennt man, was für einen Moment man gerade verpasst hat .

Dennoch war dieser Fall erwähnenswert. Es sah auf den ersten Blick nicht schwierig aus (Bild 03-001), ja es war ziemlich eindeutig. Zumal das mikroskopbewaffnete Auge und ein kleines bisschen Erfahrung auf meiner Seite waren. Trotzdem kamen mir nach einiger Zeit Bedenken, ob ich wirklich noch mehr Substanz entfernen sollte. Diese Informationen hatte ich vorenthalten. Nun zur Lösung:

Die Dentinstruktur und Färbung zeigte mehrere Hinweise. Nachforschungen im Bereich des roten Kreises zeigten alsbald, daß es sich hier um eine isthmenartige Reste der Kronenpulpa entlang der Entwicklungslinien handelte. Am deutlichsten erschien es mir die Struktur um den blauen Kreis zu verfolgen. Man konnte eingepresst Späne des Rosenbohrers erkennen. Diese konnten jedoch nur wenige Zehntel Millimeter verfolgt werden. Dann verschwanden die Spuren. Oftmals bebachte ich im Bereich der distalen Kanäle eine isthmenartige Struktur. Diese führt zu einem 8-förmigen Kanaleingang, welcher durchaus auch aus zwei, nach wenigen Millimetern konfluirenden, Kanälen bestehen kann. Mitunter sind ebenso kommaförmige distale Kanäle im mittleren Wurzelkanalbereich erkennbar. Durch eine Sekundär- und/oder Tertiärdentinbildung können diese Strukturen nicht mehr oder kaum erkennbar sein.

Der Bereich des gelben Kreises zeigte sich nach vorsichtigem Abtragen von ca. 4-5 mm des Dentins wieder eingepresste Späne in Form eines weisslichen Halbkreises. Mit den Muncebohreren gelang es nun zügig die nichtobliterierten Bereich des distalen Kanals zu erreichen. Diese wurden anschließend mit einer Profile 15.04 initial bis zum apikalen Drittel erschlossen.

Das Ergebniss der Umfrage:

  • Gelber Kreis  18 Prozent – richtige Antwort
  • Roter Kreis    33 Prozent
  • Blauer Kreis  50 Prozent

Weihnachtsrätsel

von Olaf Löffler

Weihnachten ist da, die ruhelose und hektische Vorweihnachtszeit wurde nicht von einer Gesundheitsreform begleitet. Nun sind einige Tage Zeit etwas Ruhe zu tanken und das Jahr Revue passieren zu lassen. Damit die Zahnmedizin nicht ganz aus dem Blickfeld gerät ein kleines Weihnachtsrätsel von Wurzelspitze.

An diesem oberen 17 gibt es mehrere Spuren um den koronal obliterierten Kanal 17 zu finden.
Im Bild 1.001 sehen Sie die Originalaufnahme. Im Bild 1.002 die markierten Kreise, welche möglicherweise den Kanaleingang darstellen.

Wo ist der distale Kanal an diesem 17 zu suchen?

Bild1 .001

Bild1 .002

Take Our Poll

Dentalmikroskop

Pro Ergo

von Olaf Löffler

Seit dem ein Zeissmikroskop in meiner Praxis steht schaue ich auch ab und zu auf der Homepage von Zeiss vorbei. Da gibt es den Bereich Dental.
Es gibt eine Rubrik Dentalmikroskope und daneben den Link Artikel und Publikationen zum Dentalmikroskop. Ich war positiv überrascht, daß dieser Begriff bereits übernommen wurde.
Bis vor kurzem sprachen wir noch von OP Mikrsoskopen, dann von Dentalen Operationsmikroskopen.

Den Begriff Dentalmikroskop hörte ich erstmals von Michael Arnold, der einige sehr lesenswerte Artikel und Publikationen in der Endodontie und ENDO zu diesem Thema veröffentlichte. Nun kam ich auf die Idee bei Zeiss mal nachzuschauen, welcher seiner Publikationen erwähnt wird. Erstaunt musste ich feststellen – KEINER.

Der Begriff Dentalmikroskop taucht in keinem der dort veröffentlichten Artikel auf. Aber es wird von „The dental microscope in literature:“ gesprochen. Es scheint beim Hersteller im Produktmanagement nicht klar zu sein, was ist nun was, bzw. was sind die Unterschiede?

Daraufhin habe ich eine Email geschrieben und die Firma Zeiss darauf hingewiesen. Postwenden kam eine Antwort zurück, daß man dies prüfen werde und sogar ein Gespräch auf der Fachtagung der DG Endo mit mir ersucht wurde. Das war nun wirklich überraschend. Zur Terminvereinbarung wollte man telefonischen Kontakt aufnehmen.
Ich habe brav meine Handynummer zurückgemailt und auf einen nun kurzfristig abzustimmenden Termin auf der Jahrestagung in Wiesbaden verwiesen.

Es kam, wie ich es erwartete. Es passierte gar nichts. Weder wurde die Webseite verändert noch kam es zu einem Termin oder Telefonespräch. Letzteres hätte auch gar keinen Sinn gehabt. Wenn der Produktmanager sich solch einen Lapsus erlauben kann, dann macht das keinen guten Eindruck, oder man hat es als Firma nicht nötig. Letzteres sollte ich jedoch den Kunden nicht merken lassen.

Besonders betroffen sind dabei die Händler die diese Geräte verkaufen sollen. Meine bisherigen Erfahrungen mit der Firma Zeiss sind um ein weiteres Kapitel mit dem Thema – Enttäuschung bereichert.
Ach ja, die Einweisung durch die Firma Zeiss in mein Mikroskop war die erste große Enttäuschung. Zu dieser Vorstellung aber ein andermal.

Spiegelauflage selbstgemacht (2)

Spiegelbild

von Olaf Löffler


In Wiesbaden zur Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Endodontie (DG Endo) hatte ich Gelegenheit,mich etwas länger mit Herrn von Schauenbrug von der Firma Roeder zu unterhalten.

Die Firma Roeder hat eine großes Sortiment erstklassiger Mundspiegel in ihrer Produktlinie parat.
Im gemeinsamen Gespräch haben wir Lösungsmöglichkeiten gesucht , um den Spiegel besser reproduzierbar am Gegenkiefer, Zahnreihe, Klammerbügel oder auch Kofferdammrahmen positionieren zu können. Dies ist hilfreich in der Fotodokumentation und besonders in der Videodokumentation.

Wichtig erschien dabei:

  • schnelle reproduzierbare Positionsfindung
  • individualisierbare Formung der Positionierungshilfe
  • mechanische Stabilität
  • unproblematische und einwandfreie Hygienefähigkeit

Das Interesse von Seiten der Firma Röder ist da, jedoch benötigt es noch mehr Input bis zur konkreten Ausführung. Für weitere Anregungen und Ideen bin ich dankbar. Bitte diese einfach in die Kommentare einfügen.

Erste Ideen waren auf der Spiegelrückseite eine kleine Kugel anzubringen, an welcher man mit Kunststoff oder Silicon einen „POSITIONIERER“ modellieren kann.
Am Spiegelschaft könnte solch eine kleine Retention ( Durchmesser ca.2-3mm ) auch zur besseren Positionierung dienen.

Träumereien

von Olaf Löffler

Die Bayern haben es jetzt schriftlich. Kofferdam gehört zur Endo. Oder besser, zumindest zur modernen endodontischen Behandlung mit privater Zuzahlung.

In Ihrer Anlage 1 zur Vereinbarung zur besonderen zahnärztlichen Versorgung bei der endodontischen Behandlung der BKK.

Der zu behandelnde Zahn soll vor der WB in denjenigen Fällen mittels Kofferdam isoliert werden, in denen nicht anderweitig verhindert werden kann, dass:

a.)   durch Speichelzutritt eine zusätzliche bakterielle Kontamination des Endodonts aus der Mundhöhle entstehen kann;
b.) ein Verschlucken oder die Aspiration von Wurzelbehandlungsinstrumenten vermieden wird
c.) die Mundhöhle nicht vor ausschließlich intrakanalikulär anzuwendenden Spüllösungen geschützt werden kann.

Der Kofferdam wurde 1864 von Barnum erstmals eingesetzt und gilt als Fluch und Segen in der Zahnmedizin. Fluch für den, der es weniger oft praktiziert oder gerade das Bohren erlernt und Segen für den, der es routiniert in der Behandlung einsetzt und es dabei als effektives Hilfsmittel schätzt. Insbesondere in der endodontischen Behandlung ist ein Kofferdam hilfreich und wie ich meine wichtig, auch aus den o.g. Gründen. Sicher verhindern kann man die angeführten Komplikationen damit nicht, wenn der Kofferdam nicht zusätzlich abgedichtet oder ein präendodontischer Aufbau adhäsiv inseriert wurde.

Weiterhin heißt es in der Anlage 2 zur Vereinbarung zur besonderen zahnärztlichen Versorgung bei der endodontischen Behandlung; Wurzebehandlung-/Füllung:

Zusätzliche Leistungen, wie beispielsweise elektrometrische Längenbestimmung, endodontische Behandlung unter dem OP-Mikroskop, hydrodynamische Spültechniken, sowie Kosten für die Anwendung besonders kostspieliger Einmalinstrumente und Materialien ( z.b. Nickel-Titan-Instrumente), können ebenfalls zusätzlich berechnet werden.

„Unter dem OP Mikroskop“ ist sicher eine unglückliche Formulierung. Ob mit den genannten Dingen die Qualität in breiter Front steigen wird, werden wir so schnell nicht erfahren. Ich möchte es bezweifeln.
Allein der Kauf eines Mikroskopes wird nicht die Qualität erhöhen.
Beim Lesen dieser Zeilen musste ich unwillkürlich an das Zitat von Prof. Kim: “ You can only treat, what you can see, you can only see, what you know…“ denken.

Es wird die Abrechenbarkeit von Nickel-Titan-Instrumenten erwähnt. Wie dies genau geschehen soll war für mich nicht erkennbar.

Fragwürdig für mich ist neben einigen Ungereimtheiten, wie Qualitätssteigerung auf Dauer unter einem Budget,  unter Degression und Wirtschaftlichkeitsprüfungen funktionieren soll. Und wieder drängt sich mir ein Vergleich auf. Walter Ulbricht prägte auf dem V. Parteitag der SED 1957 die Losung: „Überholen ohne einzuholen.“

Geklappt hat es wohl nicht ganz, oder sind wir noch immer dabei es zu tun ???

Wieviele Kanäle…

von Olaf Löffler

Diese Woche hatte ich die Ehre eine Wurzelkanalbehandlung an einem oberen ersten Molaren durchführen zu dürfen. Der Patient war einer meiner Überweiserkollegen.
Neben der Länge der schmerzfreien Behandlung war für den Kollegen am beeindruckensten, daß dieser obere Molare 4 Kanäle hat.

Für mich war das nicht ungewöhnlich. In meinen endodontischen Behandlungen gab es seit Einsatz des Mikroskopes 2 obere Sechsjahresmolare, in welchen ich nur einen mesiobukkalen Kanal gefunden habe.
Vorher gab konnte ich nur im absoluten Einzelfall mal einen mesiobukkalen zweiten Kanal erkennen. Nun interessierte mich, wann wurde erstmals das Vorkommen von mehr als 3 Kanälen beschrieben. Dabei konnte ich in Schuhmachers Anatomie der Zähne lesen, daß der obere erste Molar dreikanalig ist. Witzigerweise waren darüber Bilder von einem 4 kanaligen 6ern, darunter stand ( nach O.Keller 1928) . In Pubmed kam ich dann zu weiteren Ergebnissen.

In der oft zitierten Studie von Hess * 1917 ist zu lesen, daß Preiswerk 1908 und Fischer 1907 bereits eine Differenzierung des mesiobukkalen Kanals vornamen. 1913 beschrieb Hans Moral** den mesiobukkalen zweiten Kanal und die verschiedensten anatomischen Kanaleingänge.
1969 hat Weine***, die bis heute aktuelle Klassifizierung vorgenommen.
Typ I:    ein Kanal, ein Foramen
Typ II: zwei Kanäle, die sich vor dem Apex vereinigen und ein gemeinsames Foramen haben
Typ III:  zwei Kanäle, zwei getrennte Foramina
Typ IV: ein Kanal, der sich vor dem Apex in zwei Kanäle verzweigt (1984)

Vertucci**** hat noch weitere Formen hinzugefügt und Kulid und Peters***** haben 1990 die apikalen Verläufe in ihre Klassifikation mit einbezogen.

Nun noch die Behandlunsgdokumentation dieses Eingangs beschriebenen Falls. Dabei handelt es sich um eine Weineklassifikation Typ II und nach Kulid und Peters um den Typ 2C, welcher in dieser Studie mit einer Häufigkeit von 2,4% innerhalb der Klasse 2 angegeben wird. Die Klasse 2 wird mit einer Häufigkeit von 49,4% beschrieben.

* Hess, W., Zur Anatomie der Wurzelkanäle des menschlichen Gebisses mit Berücksichtigung der feineren Verzweigung. Schweizerische Vierteljahresschrift für Zahnheilkunde, 1917; 27; 1-53
** Moral, H., Über das Vorkommen eines vierten Kanales im oberen Molaren.  Österr.-Ung. V.f.Z. 1915 H.3
*** Weine FS, Healey HJ, Gerstein H, Evanson L., Canal configuration in the mesiobuccal root of the maxillary first molar and its endodontic significance, Oral Surg Oral Med Oral Pathol. 1969 Sep;28(3):419-25
**** Vertucci FJ.,Root canal anatomy of the human permanent teeth.
Oral Surg Oral Med Oral Pathol. 1984 Nov;58(5):589-99
***** Kulild J C, Peters D D., Incidence and Configuration of Canal Systems in the Mesiobuccal Root of Maxillary First and Second Molars.,Journal of Endodontics July 1990 (Vol. 16, Issue 7, Pages 311-17

09.10.2009

von Olaf Löffler

20 jahre sind vergangen. Dabei erschien sie doch noch nicht soweit weg, die erste Demonstration um den gesamten Innenstadtring in Leipzig.
Vor 20 Jahren bin ich durch einen puren Zufall Ende August in die erste Demonstration von eingen wenigen Hanseln geraten. Es hat mich fasziniert. Die Zeit zur Veränderung musste endlich gekommen sein. Die Gefahr wurde ignoriert.

Am 09.10.1989 lag eine beklemmende Schleier über der Stadt. Es war wohl so ziemlich allen bewusst, daß es nun zu der Konfrontation kommen musste. Länger konnte sich der Staat nicht mehr zurückhalten. Mir selbst die dramatische Ernsthaftigkeit der Lage nicht klar. Ich war der Meinung dieser Wandel sei inzwischen unaufhaltsam. Die Anzahl der Teilnehmer seit der ersten Ansammlung erhöhte sich doch exponentiell.

Die Situationsverschäfung erkannte erst ich auf dem Weg zur Nikolaikirche. So viele Militärfahrzeuge waren noch nie hier. Die Anzahl der bewaffneten Uniformträger war beängstigend. Gemeinsam mit einem Freund und Kollegen habe ich diese Runde als extrem beklemmend empfunden. Als die Runde geschafft war, löste sich die Anspannung. Was würde nun kommen?
Wir hatten etwas bewegt, von dem wir noch nicht ahnten, wie es unser Leben verändern würde.

Das Lichfest am 09.10.2009 ließ nun diese Stimmung wieder aufkeimen. Die Teilnehmer, die Gäste, die Menschen dieser Stadt, die Initiatoren von damals und heute, sie alle verdienen ein besonderes Lob. Es war ein Abend voller Emotionen und ein Abend wie er nur in Leipzig stattfinden konnte. Danke.

Kurt Masur sagte am Anfang: Wir müssen uns auf die Kraft besinnen, die von Leipzig ausgeht. Die Stadt ist es wert.

Es ist an dem.

Qualitätsprobleme bei UV Lampen (2)

von Olaf Löffler

An dieser Stelle wurde bereits mehrfach über verschiedenste Probleme mit Polymerisationslampen geschrieben. Unter anderem von mir über die Demi der Firma Kerr.

In unserer Praxis ist diese Lampe nunmehr seit einem Jahr im Einsatz. zweimal musste das Gerät wegen Sprüngen im Gehäuse getauscht werden.
Dies geschah anstandlos durch die Firma Henry Schein. Der Hersteller äußerte sich nicht dazu.

Nun bei der dritten Lampe entstand ein neues Phänomen. Die Spaltmaße zwischen dem Gehäuse und dem Akku vergrößerten sich. Die Lampe sitzt während des Ladevorganges mit dem Akku im Ladegerät. Bei Entnahme aus der Ladeschale lockert sich der Akku. Die Demi funktioniert dann nicht mehr.
Wenn man den Akkublock wieder gerade rückt kommt es wieder zur Stromversorgung und das Gerät funktioniert.

Nun wird das Gerät wiederum getauscht.

Ich habe nunmehr zwei andere Lampen in der Praxis und werde diese testen. Natürlich wird dies hier im Blog veröffentlicht.

Ergonomie

von Olaf Löffler

Eines der am wenigsten beachteten Gebiete einer zahnärztlichen Berufskarriere ist die Ergonomie.
Am Anfang des Berufslebens sind Kredite zu tilgen, sind Mitarbeiter zu bezahlen, Umsatzzahlen der Banken zu erfüllen. In der knapp bemessenen Freizeit wird Weiterbildung notwendig um am Ball zu bleiben. Die Familie leidet am darunter, eigene Freiräume werden aufgegeben.
Im Laufe des Berufslebens wird, neben diesem seelischen Stress, der überbelastete Körper reagieren. Bei dem einen kommen die ersten Warnsiganle eher, beim anderen später.
In der Regel werden diese nicht erkannt oder wahrgenommen, jedoch nicht beachtet.

Sehr ernst wird dieses Thema, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, wenn die tägliche Behandlung zur Schmerztortur wird, wenn die Beschwerden auch außerhalb der Arbeitszeit auftreten.
Nun wird nach verschiedensten Therapiemöglichkeiten geforscht. Die Ursache wird oftmals nicht erkannt und nur symptomatisch therapiert. Die Ursachenbeseitigung ist oftmals mit erheblichen Investitionen verbunden.

Die Gedanken dazu sollten jedoch schon beim Kauf von Einrichtungen und Instrumenten aufkommen. Die Industrie zeigt verhaltene Ansätze zur ergonomischen Gestaltung von Geräten und Arbeitsplätzen. Anregungen von Zahnärzten werden jedoch kaum oder spärlich wahrgenommen, oder umgesetzt.
Häufig wird mit einer Namensgebung, wie bei einem großen Mikroskophersteller, das Produkt schon „ergonomisch“. Leider erfüllte es dies im täglichen Einsatz nicht.

Auch wir Zahnärzte müssen umdenken und gezielt die Produkte hinterfragen. Industriemessen bieten die Möglichkeit Produkte optisch und haptisch zu erfassen. Jedoch kaum diese zu erproben.

Wer kauft heute ein Auto ohne dies probegefahren zu haben?

Im Juli  habe ich einen Ergonomie-Kurs besuchen dürfen, welcher von der Firma Morita ausging.
Dr. Neddermeyer stellte das Konzept von Dr.D. Beach vor. An Hand von Phantomköpfen und Behandlungseinheiten ( Morita ) wurde das Beach-Konzept demonstriert und erste Behandlungsversuche damit unternommen. Hauptmerkmal ist die optimale physiologische Positionierung des Behandlers und die konsequent abgestützte Arbeitsweise. Es ist in meinen Augen ein ernsthaftes und sinnvolles ergonomisches Konzept. Allerdings verlangt es eine konsequent indirekte Arbeitsweise. Diese muss erlernt und geübt werden.
Für mich als Dentalmikroskopnutzer war die Umsetzung weniger schwierig, da meine hauptsächliche Behandlungsposition (11-12Uhr) bereits gleich war.

Die Quintessenz des Kurses war:

– Es muss Ergonomie mehr in unser Praxiskonzept einfließen.
– Das Berufsleben wird nicht kürzer und mit konsequenter zahnärztlicher Ergonomie bleibt die Freude am beruf länger erhalten.

Sprechen Sie also beim nächsten Kauf über Ergonomie. Verlangen Sie eine Testmöglichkeit. Ein seriöser Verkäufer ist an einer langfristigen Kundenbindung interessiert und wird diesen Punkten nicht verschlossen bleiben.

Weisse Wände

von Olaf Löffler

Die Wandgestaltung meiner neuen Praxis hat mir einiges Kopfzerbrechen bereitet. Ich wollte keine der typischen Katalogbilder.

Zunächst habe ich mich in den einschlägigen Onlineprintstudios (ooge.com) umgetan und den einen oder anderen Leinwandprint bestellt. Vorteilhaft ist die große Auswahl an Kunstwerken aller Genres und der qualitativ gute Druck. Die Produkte sind sorgfältig verpackt und werden umgehend geliefert.
So ganz zufrieden stellte mich das Angebot jedoch nicht.

Inzwischen ist so ziemlich in jedem Haushalt in Deutschland eine Digitalkamera vorhanden.
Der Preisverfall von digitalen Spiegelreflexkameras führte auch dazu, daß ich neugierig wurde und auf diesem Gebiet erste Gehversuche unternahm. Recht bald hatte ich eine Ansammlung von mehr oder weniger gelungenen Fotografien.
Diese für Dritte zugänglich zu machen, führt entweder zur Veröffentlichung in den digitalen Medien, wie beispielsweise bei Imagehostern, wie Flickr oder zur Erstellung eigener Webalben, wie  Picasa, iPhoto oder Aperture, usw..

Für mich stand die Frage, wie kann ich diese Bilder in nichtvirtueller Form präsentieren, daß heißt als reelles Bild und  für die Gestaltung der Praxis nutzen.
Dafürs habe ich nach einem transparenten und gleichzeitig frabbrillianten Produkt gesucht. Es sollte kein Leinwanddruck sein.

Ein Leipziger Künstler machte mich auf Diasec aufmerksam. Diasec® ist ein seit 30 Jahren bewährtes spezielles, lizenziertes Verfahren zur Herstellung einer dauerhaften, schlieren- und blasenfreien Verbindung von Bildmaterial mit einem hochwertigem Acrylglas. Dies entsprach genau meinen Vorstellungen.
Die Fotografien wirken plastischer und räumlicher. Durch das Acryl entsteht allerdings auch ein spiegelnder Effekt, welcher bei ungünstigen Lichtverhältnissen störend wirken kann.

Relativ schnell waren viele Anbieter zu diesem oder einem sehr ähnlichem Verfahren zu ermitteln. Aufgrund der hohen Herstellungskosten habe ich von Versuchen abstand genommen, den besten Anbieter selbst zu ermitteln und habe nur nach größeren Herstellern gesucht.

Meine Wahl ist auf WhiteWall.com. gefallen. Hinter WhiteWall stehen Stefanie Harig und Marc Ullrich aus Berlin. 2003 haben sie haben sie die Galerie LUMAS gegründet.
Im Stilwerk im Königsbau in Stuttgart habe ich die hervoragenden Lumasec – Arbeiten gesehen. Die Qualität war sehr überzeugend.

Meine bei WhiteWall hergestellten Fotografien wurden wie erwartet umgesetzt, gleichen  farbgetreu dem Original und erfreuen mein Auge jeden Tag.

Apfel – ein Muss ?

von Olaf Löffler

Irgendwann musste ich mich dem Mac ergeben.

Als früherer Windows-Poweruser war das nicht unbedingt zu erwarten. Mit MS-DOS bin ich groß geworden und wurde Nutzer der Kommandozeilen. Aber da war noch etwas…

GEOS – das erste graphische Benutzersystem für den C64. Das war ein faszinierendes Programm.

Ein Bekannter hatte dann eines Tages einen alten Apple Macintosh zu Hause. Mit Schwarz/Weiss Bildschirm.
Das solide Äußere begeisterte. Die inneren Werte waren leider recht schwach, aber man erkannte schon wo die Reise hingehen könnte…

Inzwischen ist die Zeit fortgeschritten. Auf dem Windowsrechner kann man ein OSX (Operatingsystem 10) installieren und Windows läuft auf dem Mac.

Für mich ist entscheidend, wie einfach ich bestimmte Programme einsetzen und wie schnell den erhofften Nutzen daraus ziehen kann. Dabei möchte ich nicht abgelenkt werden, durch ausufernde Internetrecherche und/oder das Durchforsten von Newsgroups nach Spezialkenntnissen oder Einstellungstricks.

Doch auch beim Mac ist ein gewisses Grundwissen wichtig und hilfreich, trotz der oft intuitiven Bedienung.
Mir hat Arne Neumann sehr geholfen und von seinem Wissen profitiere ich noch heute.

Im Rahmen der Werkstattgespräche Leipzig wurde ein Kurs zum Programm Aperture (Fotoverwaltung und Nachbearbeitung von Fotos) von Apple aufgebaut und durchgeführt. Die Teilnehmer dieses Kurses wollten noch mehr wissen und es wurde über weitere Kurseinhalte gesprochen.
Im ersten Kurs mussten wir feststellen, daß einige entscheidende Grundlagen nicht bekannt waren. Wir verbrachten viel Zeit damit, daß vorhandene Operatingsystem mal schnell anzupassen und etwas zu optimieren. Deshalb haben wir uns entschlossen,  die Kurse „Aperture“ und „Mac für Zahnärzte“ zusammenzulegen.

Es ist eine informative und interessante Kursreihe um den Mac entstanden.
Für Interessenten habe ich hier noch einige Infos eingestellt.

www.werkstattgespraeche-leipzig.de

Discovery Burs

von Olaf Löffler

Die Munce Discovery Burs wurden mir empfohlen von Winfried Zeppenfeld, Flensburg.

Munce Burs

Lange Zeit hatte ich diese Empfehlung nicht beachtet.
Bei einer Internetrecherche kam ich dann auf die Seiten von C.J. Munce (www.cjmengineering.com).

Ich erinnerte mich sofort an die Empfehlung des Kollegen. Schnell hatte ich diese speziellen Rosenbohrer gefunden.
Jedoch der Preis – 6 Stück sollten 65 Dollar kosten + Versand + Einfuhrsteuer + Gebühren.
Die Munce Burs blieben in Amerika. Der Preis erschien mir deutlich zu hoch.

Nach einigen Monaten und einem erneuten Gespräch mit Winfried bestellte ich die Munce Burs doch.
Bis heute habe ich diesen Kauf nicht bereut. Es ist der mit Abstand schärfste und standfesteste Rosenbohrer, den ich kenne. Er hat einen geradzu fantastischen Rundlauf und eine hervoragende Steifigkeit, obwohl der Schaft stark verjüngt ist. Die Standfestigkeit der Bohrköpfe ist extrem. Meine 6 bestellten Sets sind nach 3 Jahren noch immer im Einsatz.
Die Rosen sind fein abgestuft und es ist sinnvoll, diese als Set zu bestellen.

Die Daten:
Der  schmale Schaft vor der Rose ist 1mm stark.
Die Länge des Instrumentes beträgt 31mm.

Die Rosen können Ultraschallansätze nicht vollständig ersetzen, aber die Anwendung derselben erheblich reduzieren.
Vorteilhaft ist die deutlich geringere Wärmeentwicklung, die geringeren Kosten gegenüber diamantierter Ultraschallansätze, die „Unkaputtbarkeit“.
(Der Bohrer schneidet Im Ernstfall auch Composit und Amalgamreste. Letzteres geht natürlich auf Kosten der Langlebigkeit der Scheiden.)

Den enormen Nutzen der Munce Discovery Burs  lernt der Anwender unter großen optischen Vergrößerungen besonders zu wertschätzen.

Inzwischen sind die Discovery Burs auch in Deutschland erhältlich (www.hanchadent.de).

Teamwork

von Olaf Löffler

Die Zusammenarbeit zwischen einzelnen Praxen auf dem Überweiserprinzip ist eine Herausforderung für alle Beteiligte.

Der spezialisierte Kollege ist bemüht, daß derzeit technisch/zahnmedizinisch Machbare zu erreichen.
Der überweisende Kollege gibt seinen Patienten in die Hand eines Kollegen.
Dies heißt ein gegenseitiges Vertrauen aufzubauen und eine gemeinsame Strategie zur optimalen Versorgung des Patienten zu finden.

In unserer Praxis wird dies folgendermaßen gehandhabt:

  • Im Mittelpunkt steht immer der Patient.
  • Die eingehende Beratung des Patienten erfolgt durch den spezialisierten Kollegen.
  • Die Therapie wird an Hand einer gründlichen Diagnostik festgelegt und erfolgt in jedem Fall in Absprache mit dem Hauszahnarzt.
  • Der Patient wird lediglich im Rahmen seines Überweisungsauftrages behandelt.
  • Der zu behandelnde Zahn wird (adhäsiv) aufgebaut und ist vorbereitet zur weiteren prothetischen Versorgung. Sollten Stiftversorgungen notwendig sein, werden diese in jedem Fall von uns inseriert um eine Reinfektion auszuschließen.
  • Alle relevanten Behandlungsinformationen werden dem Hauszahnarzt in einem Abschlussbericht mit Epikrise, Röntgen- und Bilderdokumentation zur Verfügung gestellt.
  • Der Patient wird in einem endodontischen Spezialrecall nach 6/12/24/60 Monaten und 10 Jahren nachuntersucht. In einigen Fällen bereits nach 3 Monaten.

Wir wünschen uns  vom überweisenden Kollegen:

  • Eine Diagnose und alle anamnestischen Angaben – Schmerzbeginn, Behandlungsbeginn, Vorbehandlung, gemessene Längen, aufgetretene Probleme, Komplikationen, Instrumentierung, etc..
  • Die Überlassung aller relevanten Röntgenaufnahmen zum  Überweisungsfall.
  • Informationen zur geplanten postendodontischen Versorgung.

Der Patient sollte vom Überweiser über alle vorliegende oder aufgetretene Probleme informiert sein, um zu vermeiden, dass der spezialisierte Kollege den Patienten auf nicht von ihm zu verantwortende Unzulänglichkeiten und Probleme hinweist, die der Patient wiederum als Fehler des  Hauszahnarztes interpretieren könnte.
Als Beispiel habe ich eine bilddokumentierte Behandlungsverlauf angefügt.

Sind alle Voraussetzungen gegeben, so resultiert ein Ergebnis, dessen  Summe deutlich größer ist als die Summe ihrer Einzelteile. Soll heißen, alle Beteiligten profitieren gleichermaßen von der Zusammenarbeit, und dieser Erfolg wird  letztendlich positiv weitergetragen.