Fragmententfernung – mal anders

Von Christoph Kaaden

Das IPad erfüllt in unserer Praxis eine Reihe von Aufgaben (wie u.a. hier beschrieben). Vor Kurzem kam es leider bei der Benutzung des Kopfhörers zum Bruch des Klinkensteckerinnerhalb der dafür vorgesehenen Buchse. 

Wie auf der Nahaufnahme zu erkennen handelte es sich (wohl) um einen (Ermüdungs-) Bruch des dreipoligen Sterosteckers kurz unterhalb des ersten Schaftes (gemeinsame Masse/Rückleitung).

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Der weitere Anteil (für rechten und linken Tonkanal) sass innerhalb der Buchse fest und liess sich auf Anhieb mit nichts entfernen. Die daraufhin von mir durchgeführte You-Tube-Suche nach einer Problemlösungen ergab u.a diesen bzw. diesen Entfernungsvorschlag.

Leider führten beide Varianten in meinem Fall nicht zu dem gewünschten Erfolg. Daraufhin entschloss ich mich zu einer „endodontischen“ Herangehensweise mittels Eingeschrauben eines Hedström-Instrumentes. Obgleich es mir nicht gelang dies achsengerecht zu positionieren reichte die erzielte Friktion aus, um das verbliebene Stecker-Fragment durch leichte Zugbewegung zu entfernen.

Wofür so ein Hedström-Instrument doch alles gut sein kann…

;-)

Wawibox – Erste Erfahrungen in der Praxis

von Hans – Willi Herrmann

Seit ca. 6 Monaten arbeiten wir jetzt mit der Wawibox, einem internetbasierenden, via Webbrowser zu bearbeitendem Materialwirtschaftssystem.
Bis dato, demnach 21 Jahre lang, hatten wir unsere Materialbestellung und Lagerhaltung von Hand vorgenommen.
Und in dieser Zeit irgendwann ein Kanban- System etabliert.
Kurze Erklärung für diejenigen, denn das nichts sagt: Von Toyota 1947 eingeführt im Rahmen des Firmen QM´s, um den Nachschub an Produktionsteilen sicherzustellen. Der Erfinder der Methodik, Taiichi Ohno beschrieb die Idee so: „Es müsste doch möglich sein, den Materialfluss in der Produktion nach dem Supermarkt-Prinzip zu organisieren, das heißt, ein Verbraucher entnimmt aus dem Regal eine Ware bestimmter Spezifikation und Menge; die Lücke wird bemerkt und wieder aufgefüllt“.

„Kanban” bedeutet wörtlich „Karte” und bezeichnet die Identifizierungskarte, die sich bei jedem Endprodukt, jeder Baugruppe und jedem Einzelteil, das im Betrieb verwendet wird, befindet. Auf unsere Praxis übertragen heisst das, sobald ein bestimmter Artikel nicht mehr im Vorrat ist oder zur Neige geht, wird die jeweilige Identifikationskarte „gezogen“ und in den Karteikasten für Neubestellungen gelegt. Die Karte enthält die Bestellnummer, den/die potentiellen Lieferanten, Preise des Produktes. Die für die Bestellungen verantwortliche Mitarbeiterin führt dann die Nachbestellungen durch. Die gelieferte Ware wird mit der Kanban – Karte (die auch den Lagerort der Ware gelistet hat) ins Lager eingeräumt, ein neuer Bestellzyklus kann beginnen.

Ich bin ein großer Fan solcher QM- Systeme und des QM- Gedanken insgesamt.
Leider steht und fällt das Ganze mit der konsequenten Umsetzung.
So einfach das System per se ist, so komplex und fehleranfällig ist es in der Anwendung. In der Praxis wird man immer wieder zur frustranen Erkenntnis kommen, dass bestimmte Matrialien nicht vorhanden sind oder unerwartet zur Neige gehen, weil vergessen wurde, die jeweilige Kanban- Karte rauszulegen.

Grund genug für mich, mit der Integration der Wawibox diesem Problem auf den Grund zu gehen. „Erst jetzt ???“ könnte man kritisch anmerken. Denn die Wawibox ist weder das einzige noch das erste Materialwirtschaftssystem auf dem Markt. AERA fällt mir ein.
Wir nutzen seit einigen Jahren sporadisch diese Internet- Bestellplattform. Zumeist wenn unsere Haus und Hof -Lieferanten, das sind M&W Dental und Altschul Dental in Mainz, unser Praxisdepot, einen Artikel nicht im Angebot haben.

AERA bietet auch eine Materialwirtschaft an.
Ich habe mich nie genauer damit befasst, weil man als Hardware Barcodescanner benötigt und zum Zeitpunkt der Einführung zumindest (vielleicht ist das heute anders) das System nur auf Windows- Rechnern lief.
Die Wawibox läuft auf dem Mac.
Was eigentlich nicht korrekt ist, sie kann via Webrowser von allen möglichen Geräten aus bedient werden.
Für uns wären das PC´s, Apple Rechner, Ipad und Iphone.
Und Ipod und Iphone fungieren auch als QR- Code Scanner.
Fehlt nur noch ein Dymo- Labeldrucker, der zum Ausdruck der Inventur- Labels verwendet wird und der ist schon in der Praxis vorhanden.

Eine niedrige Eingangsschwelle demnach, man muss nur springen wollen.
Ich sprang zu Beginn des Jahres.

Nachfolgend nun erste Erfahrungen: Am Anfang steht die Totalinventur.
Alles raus aus allen Schränken.
Das ist Arbeit, ohne Frage.
Aber etwas, was man ohnehin doch schon immer mal tun will.
Das große Aufräumen. Welches, weil man den Aufwand scheut, nie gemacht wird.

Plus Nummer 1 für die Wawibox.
Es wird Tabula rasa gemacht.
Und dabei kommt längst Verloren Geglaubtes zum Vorschein. Plus Nummer 2 für die Wawibox: „Schauen Sie mal, was wir gefunden haben, Herr Dr. Herrmann! “ Oder auch: „Was ist das denn, Herr Dr. Herrmann ?“ „Das, liebe Mitarbeiter ist das tolle Provisiorenmaterial, das wir für 367 Euro als Starterkit bestellt haben und dass offensichtlich, weil originalverpackt und eingeschweißt, nie benutzt wurde. Ein kurzer Blick auf das Ablaufdatum (November 2006) zeigt, diese Investition ist als Vollverlust zu bewerten. Das schmerzt sehr, zeigt aber exemplarisch auf, daß ein System wie die Wawibox das Potential hat, sich auch finanziell als sinnvoll zu erweisen.

Der erste Schritt zur Inbetriebnahme der Wawibox ist demnach die Inventur und Bestandsaufnahme.
Das ist mit einem gewissen Arbeitsaufwand verbunden.
Aber es lohnt sich.

Zum ersten Mal überhaupt bekommt man – mit „man“ meine ich den Praxisinhaber – einen exakten Überblick, wie es mit dem Materialbestand in der Praxis aussieht. Alle anderen haben natürlich auch keinen Überblick, aber vermutlich auch wenig bis kein Interesse, den Fehlabläufen auf den Grund zu gehen. Natürlich ärgert man sich (damit sind jetzt die Mitarbeiter gemeint), wenn es nicht rund läuft, die Stimmung im Team mit einem suboptimal gelaunten Chef (weil das dringend benötigte Material XYZ nicht da ist) ist nicht die beste und natürlich werden immer wieder Anläufe unternommen, das Problem auszumerzen: Teamsitzungen, die durchgeführt, Ermahnungen, die ausgesprochen, Arbeitsanweisungen, die erstellt, vorgelesen und unterschrieben werden.
Und so weiter.
Das ganze Programm.

Hilft es ?
Nur wenig und wenn überhaupt nur kurzzeitig.
Irgendwann fehlt garantiert wieder irgendwas.

Plus Nummer 3 für die Wawibox: „Jedes Ding hat einen Platz, jedes Ding hat seinen Platz !“ – Auf den Satz bin ich ein bisschen stolz und ich sage ihn mantra-mäßig immer wieder, wenn es um den Nutzen von geordneten Strukturen geht. In der Wawibox wird jedem Material ein Aufenthaltsort zugeordnet. So ist auch die Azubi oder die neue Mitarbeiterin der Praxis aus dem Stand in der Lage, aus dem Vorrat benötigte Materialien zu holen. Ein Blick in den Computer genügt. „Wir brauchen das Oralseal Putty“ ist eine Aufgabe, die mit der Wawibox auch für Praxisneulinge machbar wird.
Sofern man den Produktnamen richtig schreiben kann.

Plus Nummer 4 für die Wawibox- First in, First out: Abgelaufene Materialien gehören der Vergangenheit an. Wer kennt das nicht. Ein Standardmaterial -zum Beispiel Impregum oder ein Anästhetikum, ständig in Verwendung, wird regelmäßig nachbestellt. Dann der Blick auf das Haltbarkeitsdatum der neuen Verpackung. Kurz vor Ablaufdatum, im worst case abgelaufen. Wie kann das sein ? Die Vorgabe bei Nachlieferung, aus jedem Supermarkt bekannt, ist: Das alte Material wird nach vorne im Regal geräumt, das neue Material kommt nach hinten. In der frustranen Praxisrealität wird das neue Material einfach in die Schublade geknallt und – weils bequem ist – ohne die Ablaufdaten zu vergleichen – immer die Packung vorne entnommen.
Die alte Packung bleibt weit hinten liegen, staubt im übertragenen Sinne zu und erscheint, je länger sie dort unbewegt liegt, zunehmend weniger attraktiv. Und irgendwann, tja, dann ist es halt passiert. Upps, übersehen, sorry. War im Übrigen dann wie immer keiner. Mit der Wawibox gehört diese Unsitte der Vergangenheit an. Weil das System bei Versuch, ein Material neueren Ablaufdatum aus dem Vorratslager  in das Verbrauchslager einzubuchen, dies schlichtweg nicht gestattet und stattdessen die Meldung ausgibt, es seien ältere Materialien im Vorrat vorhanden, die doch bitte zunächst aufgebraucht werden sollen.

Halten wir bis dato fest: Die Wawibox erscheint sinnvoll.

Das System ist nun installiert.
Die Voraussetzungen für die Inbetriebnahme sind geschaffen.
Jetzt wird zum ersten Mal etwas bestellt via Wawibox: Den betreffenden Artikel angeklickt, ein Fenster mit Lieferanten geht auf, die jeweiligen Preise werden angezeigt. Den günstigsten Lieferantenausgewählt, die Bestellmenge eingegeben, ab in den Warenkorb. Zum Schluss der Materialbestellung die Bestellung abgeschickt.
Ein Mausklick.

Mittels Email (im Hintergrund) wird die Bestellung auf den Weg gebracht.
Spätestens am übernächsten Tag, wenn´s gut läuft schon am nächsten Tag ist  die Bestellung in der Praxis.

Ein Artikel in der Dental Yellow Press wäre an dieser Stelle zu Ende, ein paar anpreisende Worte zum Abschluss noch angefügt. Hier bei uns kommen jetzt die Dinge, die – ich sach mal – verbesserungsfähig sind. Davon gibt es einige. Nichts Dramatisches. Ich werde im Rahmen der Artikelreihe dezidiert darauf eingehen, Punkt Nr. 1 Die Wawibox ist ein Start Up. Soll heißen, die Idee ist gut, das kann man sehen. Allerdings läuft das Ganze -für Start Ups nicht Ungewöhnliches –  noch nicht so ganz rund. Bei der Materialbestellung zum Beispiel sind bestimmte Hersteller nicht gelistet. Unsere Hauslieferanten fehlen beide. Das hängt vermutlich damit zusammen, dass die Wawibox für jeden Bestellvorgang eine Provision vom Lieferanten abfordert. Da ist offensichtlich nicht jeder bereit dazu. Oder sagen wir besser, gegenwärtig einige nicht.

Könnte uns egal sein, solange die Preise der anderen Lieferanten ohnehin günstiger sind als unsere bsiherigen. Sind sie.
Die Unterschiede sind sogar höher als vermutet. Auch unter den gelisteten Lieferanten gibt es teilweise bemerkenswerte Unterschiede. Ohne Wawibox würde man dies nicht bemerken. Man würde vermutlich die Waren bei ein paar wenigen Stammlieferanten bestellen und würde nicht realisieren. wie groß die Unterschiede tatsächlich sind. Mit der Wawibox genügt ein Blick, ein Klick und das beste Angebot ist ausgewählt. Die 20 Euro Gebühr pro Mpnat für die Wawibox  werden, soviel ist nach den ersten  Tests klar, wieder eingespielt.

Es stört und hemmt den Arbeitsfluß, dass auch eine Reihe von Artikeln nicht in der Datenbank zu finden sind. Alle Direktlieferanten wie zum Beispiel Kanidenta oder Komet sind nicht vertreten. Da heisst es,  die Artikel händisch anlegen. Jetzt könnte man argumentieren, und die Betreiber der Wawibox tun das auch, dass dies pro Artikel nur einmalig durchgeführt werden muss. Leider gibt es aber eine Reihe von Artikeln, die, obwohl in der Datenbank vertreten, nicht gefunden werden bei der Suche, weil die Stichwörter der Suchfunktion unvollständig sind. Oder man verlässt sich bei der Suche auf die aufgeführten Produktabbildungen, um dann festzustellen, dass das Endo- Instrument in einer falschen Größe geliefert wird, weil das abgebildete Reciproc 25- Instrument einen dazu verleitete, das Reciproc 40- Instrument zu bestellen. Wieder sagt „die“ Wawibox, tut uns leid, wir arbeiten dran, ist aber in der Lieferantendatenbank so hinterlegt , aber sobald das Material erstmalig bestellt ist, dann ist es ja in der praxiseigenen Datenbank drin und dann taucht der Fehler nicht mehr auf.
Mag sein, dass dem so ist. Da wir allerdings – anders als der „normale“ Zahnarzt – wesentlich häufiger exotische und neue innovative Materialen und Instrumente bestellen, trifft mich dieses Phänomen doch immer wieder.

Warum trifft es mich ?
Weil ich – im Gegensatz zu früher, die Bestellungen selbst durchführe.
Ich tue dies, um das System sicher auf den Weg zu bringen.

Mir liegt viel daran.
Ich bin davon überzeugt, dass eine computergestützte Materialwirtschaft einen Gewinn für die Praxis darstellt.
Und möchte deshalb vermeiden, daß, aus welchen Gründen auch immer, die Einführung eines solchen Systems torpediert wird, mit Nichtakzeptanz gestraft wird und scheitert. Wir kennen das ja alle. „Das haben wir doch schon immer so gemacht und es ging auch.“

Fakt ist – ich möchte nicht mehr auf ein computergestütztes Materialwirtschaftssystem in der Praxis verzichten. Ob die Wawibox das Rundum Glücklich – System ist, kann ich mangels Kenntnis von Alternativen nicht sagen und zum gegenwärtigen Zeitpunkt  noch keine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen.

Aber immerhin hat die Wawibox es geschafft, mich ins Lager der Computer- Nutzer zu ziehen.
Das ist schon mal was.
Und – ich sage schon jetzt – Materialbestellung und Lagerverwaltung kann – sofern man die Wawibox hat- Spass machen.

Ich werde weiter berichten.

Parallel dazu wird seit kurzem in einer anderen WURZELSPITZE- Praxis das AERA- System getestet. Vielleicht gibt es also bald hier einen Praxistest dieser Software. Und WURZELSPITZE- Gastautor Thomas Seitner arbeitet schon lange mit AERA und stellt gerade seine Eindrücke in einem weiteren Beitrag für WURZELSPITZE zusammen.

Es bleibt spannend.

Fotodokumentation am Dentalmikroskop – Wireless

von Christian Danzl

Die Zahl der Zahnärzte, die ein Dentalmikroskop nutzen steigt immer weiter.
Sei es zur Wurzelkanalbehandlung, zur Chirurgie, zur minimalinvasiven Behandlung oder zu, was auch immer. Es gibt viele Gründe mehr sehen zu wollen.
Dem Wunsch mehr zu sehen, folgt meist der Wunsch, sein Tun auch andern zu zeigen, oder es zu dokumentieren.
In letzter Zeit wurde die Dokumentation etwas einfacher.
Jetzt wird das ganze noch etwas komfortabler. Durch die WLAN-Funktion der spiegellosen Sony NEX 5 R/T oder NEX 6 kann das Live-Bild direkt über WLAN an ein iPad/Tablet (auch iPad 1. Gen., somit wäre für ein altes iPad auch wieder Verwendung gefunden ;-) ) ausgegeben werden (die NEX 5 T unterstützt auch NFC). Dieses kann per Schwanenhals an verschiedene Mikroskope angebracht werden und somit als (zusätzlicher) Monitor genutzt werden. Plattform ist PlayMemories.
Auch das Auslösen ist über das iPad möglich, die Bilder können gleich gespeichert, verarbeitet, weitergeschickt oder dem Patienten gezeigt werden.
So kann, wenn man auf’s Stromkabel verzichtet und die NEX im Akku-Betrieb laufen lässt, die Dokumentation und die Mitbeobachtung kabellos ablaufen.
Wieder ein Kabel weniger.
Strike!
Zu beziehen über Hanchadent.

Neustart (VI) – Patientenaufklärung und Beratung

von Christoph Kaaden

Mit der Anschaffung einiger technischer Neuerungen (wie z.B. dem 40 Zoll Flachbild-Fernseher zur Übertragung des Mikroskopbildes für die Assistenz) haben sich für uns eine Reihe weiterer Anwendungsmöglichkeiten ergeben.

Als _die_ Beste hat sich binnen kürzester Zeit die Nutzung des Fernsehers für die Patientenaufklärung und Beratung herauskristallisiert.

Während ich „früher“ z.T. kleine Zeichnungen oder Ähnliches zur Erläuterung der Situation und des Vorgehens auf einem Stück Papier (oder „schlimmer“, auf die Trayauflage skizziert habe) nutze ich nun eine Kombination folgender Dinge:

Die Idee ist eigentlich recht simpel.

AppleTV erlaubt eine Synchronisierung von IPad und Fernseher. So ist es mir nun möglich, meine Skizzen auf dem IPad anzufertigen während der Patient diese ganz ungezwungen am TV verfolgen kann.

_Endlich_ ist es nun nicht mehr notwendig, dass der Patient gezwungen ist mir über die Schulter zuschauen, damit er etwas sehen kann…

Wie bei jedem „normalen“ Gespräch kann ich dem Patienten mit dieser Variante gegenübersitzen, während er bei Bedarf ggf. den Blick auf den Beratungsbildschirm richten kann.

Eine, wie ich finde, sehr komfortable wie auch professionelle Lösung.

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Die über Adobe Ideas erstelle Datei kann ferner im Anschluss sehr einfach weiterverarbeitet werden (Z.b. Zuordnung in die digitale Patientenakte) und dem Patienten auf Wunsch problemlos mitgegeben werden.

Für uns ist diese Form der Patientenaufklärung binnen kürzester Zeit (quasi) unverzichtbar geworden…

Probieren Sie es aus… Sie (und besonders ihre Patienten) werden es „lieben“

:-)

P.S.:

Vielleicht fragt sich der ein oder andere, wie ich das Röntgenbild („so schnell“) auf`s IPad bekomme…

ganz einfach…

ich fotografiere es mit der integrierten IPad-Kamera von dem PC Monitor ab, um es dann mit dem digitalen Zeichenblock zu verwenden und zu bearbeiten.

Die Qualität reicht (mir) auf alle Fälle spielend aus und übersteigt im Übrigen auch meine Zeichenkünste bei Weitem…

;-)

DVT auf dem iPad

von Christian Danzl

OsiriX als kostenloser open-source DICOM-Viewer für Mac OS wurde hier schon beschrieben. Momentan ist die Version 3.8.1 aktuell. Auf dem Mac Book, iMac oder MacPro installiert ist es ein ausgezeichnetes Werkzeug zum Darstellen, Befunden, Bearbeiten und Weitergeben von DICOM Dateien.

Das klappt sehr gut.

Oft ist es aber ganz nützlich, wenn man das Volumen „mitnehmen“ kann, um es mit dem Patienten direkt zu besprechen, es bei der OP dabei zu haben oder wenn man es mit Kollegen besprechen will. Das funktioniert nur eingeschränkt, wenn man es auf einem stationären Rechner installiert hat.

Abhilfe gibt es seit dieser Woche.

Pixmeo hat nun einen mobilen DICOM-Viewer für iPhone, iPod touch und iPad herausgebracht: OsiriX HD

Leider ist dieser nicht mehr kostenlos und mit 23,99 € auch nicht sonderlich billig.

Vorraussetzungen um es zum Laufen zu bringen ist ein Netzwerk mit Zugriff auf die DICOM-Dateie über W-LAN oder 3G. Man kann entweder vom mobilen Gerät aus das DICOM-Bildarchiv durchsuchen und die gewünschten Daten übertragen, oder von der DICOM-Quelle die Daten per „drag and drop“ auf das mobile Gerät senden.

Einschränkungen:

  • Bildgröße maximal 1024 x 1024 Pixel, was größer ist, wird runtergerechnet
  • keine Zulassung als Diagnose-tool

Praxistest:

Um es vorauszuschicken, es ist noch nicht optimal.

Man kann das Volumen nur von oben nach unten und umgekehrt scannen, die 3 Ansichten wie in einem normalen Viewer sind noch nicht realisiert.
Das Volumen lässt sich  zoomen und drehen (im und gegen den Uhrzeigersinn, aber nicht 3-dimensional), Längen lassen bestimmen und Flächen markieren. Helligkeits- und Kontrastveränderungen sind beliebig möglich, Voreinstellungen sind vorhanden.
Einzelne Bilder können unter „Fotos“ abgespeichert werden. Von dort können sie dann mit geeigneten Programmen beschriftet oder anderweitig verarbeitet werden.

Fazit:

Nicht annähernd ausgereift.


Die Mindestanforderung, um es im laufenden Praxisbetrieb sinnvoll einsetzen zu können, wäre, das Volumen in 3 Dimensionen durchscrollen zu können. Es müssen ja nicht 3 Ebenen gleichzeitig dargestellt werden. Wahrscheinlich wird aber die Rechenleistung des A4-Prozessors im iPad die Darstellungsmöglichkeiten begrenzen.

Warten wir also auf updates.

Bei OsiriX HD und beim iPad.
Der Ansatz ist auf alle Fälle vielversprechend.

Finger oder Pen?

von Christian Danzl

Das iPad hat sich in den Praxen der Wurzelspitze-Autoren schon einen festen Platz gesichert. Ob Aufklärung von Patienten mittels selbst erstellter Präsentationen, zeigen gerade importierter Röntgenbilder oder mit dem DM aufgenommene Bilder, die per EyeFi übertragen wurden ….
Brauchbare Apps für die Zahnarztpraxis gibt es genug.

Das schöne am Ipad ist die Bedienung über Touchscreen. Es ist aber auch ein Nachteil, denn man ist dauernd am Putzen, will man dem Patienten nicht ein verschmiertes Tablet präsentieren.

Bei mir hat sich ein Pen bewährt, mit dem das iPad bedient werden kann. Auf dem Markt sind viele Eingabestifte. Dieser hier ist leicht zu desinfizieren, da er keinen Clip hat und komplett aus Aluminium ist. Also keine lösungsmittelempfindliche Kunststoffteile ausser der „Spitze“.

Der Pen und die Spitze (Arbeitsende) sind relativ dick, so dass der Stift nicht optimal geeignet ist, um feine, genaue Zeichnungen auf dem iPad auszuführen, das war aber auch hier nicht die Vorgabe. Für die Anwendung in der Praxis, also navigieren durch die Apps, markieren und in Bildern etwas einzeichnen ist er gut geeignet.

Er funktioniert natürlich auch auf dem Touchpad.

QM und iPad

von Olaf Löffler

Das QM Handbuch der Wurzelspitzepraxen nimmt immer mehr Gestalt an. Ein besonderes Lob gilt unseren Mitarbeiterinnen, welche die Praxisinhaber beim Aufbau des QM Systems engagiert unterstützen.

Nach einem theorielastigen Freitag, welcher geprägt war vom Erstellen weiterer Arbeitsanweisungen, Checklisten und Prozessbeschreibungen kamen mir weitere Ideen zu den Einsatzmöglichkeiten des iPads in der Praxis.

Durch die Möglichkeit der Stichwortsuche kann es beispielsweise im QM Bereich sehr hilfreich sein, schnell auf Dokumente im QM Handbuch zugreifen zu können, auch wenn kein Computer zur Hand ist. Die derzeitige iWorksuite für iPad ist etwas eingeschränkt. Dies wird sich bestimmt, oder besser hoffentlich noch ändern ( mit iOS4 ?).

Dem Einsatz von iWork und dem iPad ist übrigens der nächste Kurs MacPlus in den Werkstattgesprächen Leipzig gewidmet.

Das Ipad in der Zahnarztpraxis

von Hans – Willi Herrmann

Jetzt ist es da, das Ipad.
Wie ich schon berichtet habe, hat sich meine Begeisterung über dieses neue Produkt von Apple ziemlich in Grenzen gehalten. Gekauft habe ich es dennoch sofort. Für unsere Zahnarztpraxis. Denn da macht es Sinn. Und das war auch der Grund, warum ich nicht in aller Ruhe abgewartet habe, bis Apple die Version 2.0 auf den Markt gebracht hat.

Das Ipad ist in einer Reihe von Einsatzgebieten gegenüber dem konventionellen Computern von Vorteil.

Hier 4 Knock Out – Fakts, warum das Ipad für unsere Zahnarztpraxis einen Gewinn darstellt:

1. Patienteninformation.

Fotos, Texte, Grafiken.
In Keynote eingebunden und präsentiert auf Fingerwink.

Sofort verfügbar und immer in Griffweite.
Das ist moderne Patientenaufklärung at its best.
Hyperlinks erlauben einen contentspezifische Gesprächsführung, die so individudell und spontan sich entwickelt, wie es jeder einzelne Patient ist.
All dies war bislang undenkbar. Eine PC gestützte Kommunikation kann diese Funktionalität nicht einmal annähernd bieten, denn das Ipad ermöglicht eine Auge in Auge-Kommunikation Patient Behandler im Behandlungsgespräch. Es ist verbindendes Element und nicht, wie bis dato, Trennmittel.

2. Qualitätsmanagement

Unser QM ist im Computer und damit in der Praxis schnell verfügbar.

Aber doch nicht so ubiquitär, wie es idealerweise sein könnte.

Ein Beispiel ? Bestandsabgleich der Materialien. Geht jetzt mit dem Ipad wirklich direkt vor Ort.
Und auch die QM-Checklisten, jetzt sind sie wirklich überall verfügbar.

3. Internet

Meine Praxis-Computer hängen (bis auf eine Ausnahme) nicht am WWW. Mein Sicherheitsprinzip ist Abschottung. Mit dem Ipad kann jeder in der Praxis jetzt schnell und einfach ins Internet.

4. Fachspezifische App´s
Es wird nicht lange dauern und speziell auf die Zahnmedizin zugeschnittene Apps werden für das Ipad verfügbar sein. In unserer Praxis wird zunächst die Kommunikation mit dem Dentallabor (Stichwort Farbbestimmung) davon profitieren und ein paar weitere Ideen hätte ich darüber hinaus auch noch.

Und zu guter Letzt.
Wenn man erst mal ein Ipad hat, dann gibt es natürlich doch eine Reihe von Dingen, für die man es nur all zu gerne einsetzt, auch wenn man vorher Stein und Bein geschworen hat, dass dem nicht so sei.
Und auch dieser Beitrag wurde mit dem Ipad geschrieben und wer es hat, der wird es vermutlich nach und nach immer mehr mit sich rum schleppen, viel viel mehr und intensiver zumindest als dies bisher mit einem konventionellen Laptop der Fall war.

Meine Vermutung ? Das Ipad wird bleiben. Schon jetzt hat es seine Existenzberechtigung.
Nicht für alle, aber doch für so viele, dass die kommende Version 2.0 das Ipad auch auf breiter Basis zum Must have werden lässt.

1976-2010 – 34 Jahre Pathways of the Pulp

von Oscar von Stetten

34 Jahre, 10 Ausgaben. In meinen Augen eines der Standardwerke für die Endodontie. Quasi „Endodontics in a nutshell“, wobei die „nutshell“ von ehemals 681 auf 952 Seiten angewachsen ist. Das gesamte Feld der Endodontie in einem Buch. Vergleichbar dem Memorix der Zahnheilkunde von Thomas Weber.

Aber NUR Endo.

Und: keine grosse Schrift. Einige Kapitel sind nur online erreichbar. Ansonsten wären man bei weitaus mehr Seiten. Das Buch wäre nicht mehr lesbar. Es ist jetzt schon kaum in der Hand zu halten. Schmökern auf dem Sofa? Schwierig. Sehr schwierig. Vielleicht mit einem Ipad.

Das neue an der 10. Ausgabe: es sind neue Autoren eingeladen worden. Neue Perspektiven, neue Interpretationen. Spannend und erfrischend. Nicht, dass ich etwas gegen bewährtes hätte ;-).

Meine Empfehlung: ein „haben-muss“. Als Nachschlagewerk oder zum schnellen Einstieg in ein spezielles Thema hervorragend geeignet. Sehr gute Literaturverweise, die ebenfalls einen tiefergehenden Recherche-Einstieg ermöglichen.

Aber Vorsicht: wenn man einmal damit beginnt, wird es schwer, wieder aufzuhören. Aber es sind ja nur 952 Seiten, 376 Seiten weniger als der aktuelle Roman von Frank Schätzing.

Warum ich glaube, dass das Ipad ein Erfolg werden wird…

von Hans – Willi Herrmann

Warum ich glaube, dass das Ipad ein Erfolg werden wird ?

Nun, gestern saß ich in einer Endo – Fortbildung.
Und fragte via Iphone meine Emails ab.

Ich blickte nach rechts und neben mir saßen 5 andere Iphonebenutzer, die sich im selben Moment allesamt mit ihrem Iphone beschäftigten.
Und dann drehte ich mich nach links um und sah, der Nachbar neben mir tippt ebenfalls auf einem Iphone herum.

7 auf einen Streich. In einer ununterbrochenen Reihe. Was für ein Bild. Die Apple-Werbeabteilung hätte es sich  nicht besser ausdenken können.

Das Ipad ist sicherlich verbesserungsfähig.
Aber auch der Ipod und das Iphone waren in erster Generation nicht das NonPlus Ultra. Doch selbst in diesen Urversionen haben diese Geräte Zeichen gesetzt und  das Ipad wird dies auch tun.

Ich jedenfalls sehe eine ganze Reihe von sinnvollen Anwendungsmöglichkeiten für das Ipad in der Zahnmedizin. Jede Wette, es wird schon bald eine Reihe von Apps geben, welche die Möglichkeiten des Ipads voll ausschöpfen werden. Und irgendwann werden wir das Ipad (oder einen Clone,der das Benutzerkonzept aufgreift) auch zahnmedizinisch nutzen.

Werde ich das Ipad sofort kaufen, wenn es (am 03.04.2010 in USA) auf den Markt kommen wird ?

Vermutlich nicht. Das habe ich beim Ipod oder beim Iphone auch nicht gemacht, sondern zumindest die erste Verbesserungswelle abgewartet.

Aber ich werde mir das Gerät genau anschauen. Und ich glaube, spätestens beim Ipad Generation 2 bin ich dabei.