von Christian Danzl
Die Zahl der Zahnärzte, die ein Dentalmikroskop nutzen steigt immer weiter.
Sei es zur Wurzelkanalbehandlung, zur Chirurgie, zur minimalinvasiven Behandlung oder zu, was auch immer. Es gibt viele Gründe mehr sehen zu wollen.
Dem Wunsch mehr zu sehen, folgt meist der Wunsch, sein Tun auch andern zu zeigen, oder es zu dokumentieren.
In letzter Zeit wurde die Dokumentation etwas einfacher.
Jetzt wird das ganze noch etwas komfortabler. Durch die WLAN-Funktion der spiegellosen Sony NEX 5 R/T oder NEX 6 kann das Live-Bild direkt über WLAN an ein iPad/Tablet (auch iPad 1. Gen., somit wäre für ein altes iPad auch wieder Verwendung gefunden ;-) ) ausgegeben werden (die NEX 5 T unterstützt auch NFC). Dieses kann per Schwanenhals an verschiedene Mikroskope angebracht werden und somit als (zusätzlicher) Monitor genutzt werden. Plattform ist PlayMemories.
Auch das Auslösen ist über das iPad möglich, die Bilder können gleich gespeichert, verarbeitet, weitergeschickt oder dem Patienten gezeigt werden.
So kann, wenn man auf’s Stromkabel verzichtet und die NEX im Akku-Betrieb laufen lässt, die Dokumentation und die Mitbeobachtung kabellos ablaufen.
Wieder ein Kabel weniger.
Strike!
Zu beziehen über Hanchadent.

…auch wenn die Funktion wirklich ganz schön ist- es werden nur kleine Dateien auf das Tablett übertragen. Während der Übertragung mit der SmartRemote App von der Kamera ist z.B. eine EyeFi Karte blockiert. Erst wenn man die App beendet, werden dann die eigentlichen Bilder aus dem Kameraspeicher an den PC oder ins Netzwerk gespeichert. Ansonsten ziemlich nice um dem Patienten direkt ein paar Fotos zu zeigen oder um entspannt „unter Sicht“ fern-aus-zu lösen…die Beschränkung auf die Displayauflösung (also nicht fullhd) bleibt allerdings auch bestehen…und der ARM deines Mikros muss das Gewicht tragen können…
lg tom
Hallo Tom,
ein kleiner auflösendes Display als die Originalbildgrösse ist kein Nachteil. ALLE Bilder werden auf einmal scharf ;-)))) Eye-Fi ist ja nun nix neues mehr und die Sonys mit PlayMemory auch nicht. Ich nutze die Eye-fi zur Übertragung der JPEGS in die Bildverwaltungssoftware, PlayMemory um die RAW´s auf meinen Büro-Mac zu werfen. Was der zusätzliche Nutzen einer Remote-Auslösung nun ist, kann ich nicht beurteilen, vor allem nicht die Handhabung im täglichen Kampf gegen Wackler und so. Wem es gefällt, warum nicht. Interessanter fände ich eine Erweiterung der Bildersammlung um einen „Leuchttisch“, der dann auf ein Ipad oder Android-Tablet gestreamt wird. Allerdings kostet es mich genauso wenig Zeit, in Reveal geschwind zwei, drei Bilder dem Patienten zu zeigen. Natürlich kann ich den Bildschirm dem Pat nicht in Hand legen, das hat sich jedoch noch nicht als Nachteil gezeigt…. hmmm..
Inzwischen bin ich bei dem Standpunkt angelangt, die Qualität der Dokumentation wird in nächster Zeit nicht unfassbar steigen, die Energie dafür kann ich sinnvoller auf einen guten Workflow verwenden, das ist mir momentan echt wichtiger. Das kostet Zeit, das Bild entstehen zu lassen geht in weniger als 1/125 sec.
LGO
Welche eye-fi Karte nimmt man den am besten?
Vgc
Christoph, die billigste, weil Du ja nicht Tausende von Billdern auf der Karte speichern willst, sondern nur ein paar bis ein paar Hundert für die Zeit des Fotografierens. Ich habe mir 2/2012 folgende gekauft: 1 „Eye-Fi Connect X2 Secure Digital High Capacity (SDHC) 4GB Speicherkarte mit Wi-Fi“
Zubehör; EUR 49,00
Danke für den Hinweis :)
Oscar, unter Android ist der „Leuchttisch“ kein Problem, wenn ich Dich richtig verstanden habe. Bei mir gehen die JPGs (der Ricoh CX3) aus der Eye-Fi aufs Android-10″-Tablet (Medion), von da automatisch in ein Verzeichnis auf den Server, beides über den gleichen Access Point. Das Tablet ist normalerweise heruntergefahren, um Strom zu sparen. Wenn ich zu fotografieren anfange, schalte ich parallel das Tablet an, das nach dem Hochfahren automatisch die Bilder der Eye-Fi-Karte abholt. Nach dem Fotografieren dauert es 1-2 min, bis die Bilder komplett auf dem Tablet sind. Aber die Eye-Fi-App legt die im Bildverzeichnis ab, auf das auch andere Apps Zugriff haben (läuft unter Android grundsätzlich so), bei mir Quickpic, das dann einen „Leuchttisch“ bietet, von da aus auch Einzelbildansicht u. Zoom. Quickpic harmoniert gut mit Image Shrink (https://play.google.com/store/apps/details?id=com.gmail.anolivetree&hl=en), der eine Bilderauswahl, wie vorher definiert, automatisiert verkleinert u. in der JPG-Kompression ändert u. dann an das Emailprogramm durchreicht. Aber diesen Ablauf nutze ich nur für private Fotos auf dem Android-Smartphone, nicht in der Praxis. Ich vermute, durch das Sicherheitskonzept von iOS sind so einfache Übergänge zwischen verschiedenen, selbst gewählten Apps nicht möglich? Die geschilderten Abläufe funktionieren gut, kosten aber doch Zeit, die ich mir nicht allzu oft nehme.
Oscar – genau so ist es … Grüße Andreas
Guten Morgen Christian,
warum werden denn Eye-Fi-SDHC-Karten nicht für diese Zwecke benutzt?
Herzliche Grüße und einen tollen Wochenstart
Haya
Hallo Haya,
soviel ich weiss, kann über die Eye-Fi Karte kein Live-Bild ausgegeben werden. Ich kann mich aber auch täuschen. Bei mir läuft jedenfalls das Live-Bild per HDMI-Kabel in einen großen Bildschirm zum Mitbeobachten, und die geschossenen Bilder per Eye-Fi auf den Büro-Rechner.
LG
Christian
Hallo Christian,
achso – ja, das wäre natürlich ein erheblicher Nachteil der Eye-Fi. Ein Live-Bild auf einem großen Bildschirm sehen zu können ist für die Hospitation einzigartig- habe ich ja kürzlich zum zweiten Mal erleben dürfen. :-) Für die zweite Assistentin am OP-Mikroskop ist es natürlich vor allem im Alltag ein echter Vorteil, kann ich mir vorstellen.
Herzliche Grüße
Haya
Von einer SD-Karte wie EyeFi zu verlangen, daß sie ihre Inhalte permanent im Live View zur Verfügung stellt, ist vielleicht etwas viel verlangt…
Sony ist stark bei Android engagiert. Daher gibt es nicht nur Apps für iOS, sondern auch für Android. Die Android-App erlaubt das Übertragen nicht nur per Wifi, sondern auch per NFC (das z. B. das Nexus 7 beherrscht). Möglicherweise behebt NFC das Problem, daß die EyeFi nicht gleichzeitig über Wifi senden kann, wenn die Sony-App das tut:
http://www.androidcentral.com/sony-s-new-nex-5t-makes-sharing-android-breeze-over-nfc
Sony’s new NEX-5T makes sharing with Android a breeze over NFC
Hallo Christian. Mit welchem Programm macht Ihr denn die Bildverwaltung auf dem Mac? Die Nikon Software ist da zum Beispiel ziemlich ungeeignet in einer meiner Praxen.
Bei mir läuft aktuell Aperture.
LG
Christian