Teamarbeit

von Ronald Wecker

Woche für Woche werden hier auf Wurzelspitze die Ergebnisse endodontischer Behandlungen präsentiert.

Ohne ein funktionierendes Team wäre dies jedoch unmöglich.

Ein großes „Danke“ von Ronald an „sein“ Team.

Team 6 Hand Namen

Spiele! Oder was wir von einem Fischmarkt lernen können…

von Haya Hadidi

Fisch-1Im Rahmen einer Führungsfortbildung wurde die sogenannte Fish-Philosophy vorgestellt. Im Folgenden eine kurze Zusammenfassung der wesentlichen Punkte, die im beruflichen Alltag von Teams hilfreich genutzt werden kann und der geneigten Leserschaft dienlich sein mögen. Hintergrundgeschichte ist, dass der „Erfinder“ dieser Idee, John Christensen, beim Besuch eines Fischmarkts in Seattle beobachtete, dass, obwohl die Arbeit auf diesem Markt körperlich enorm anstrengend und von Monotonie geprägt war und außerdem in großer Kälte stattfand, die Stimmung unter den Beschäftigten sehr gut war. Es wurde viel gelacht, Kunden wurden in Späße und Scherze miteinbezogen, jedem Kunden wurde die volle Aufmerksamkeit der Fischverkäufer zuteil. Die Fish-Philosophy basiert daher auf vier Regeln:

  • Wähle Deine Einstellung!
    Diese Aufforderung beinhaltet, dass jede/r grundsätzlich selbst entscheiden kann, ob er seine aktuelle (Arbeits-)Situation positiv oder negativ bewertet. „Love it, leave it or change it!“ beschreibt die Grundidee hiervon recht treffend.
  • Sei präsent!
    Man kann mehrere Dinge gleichzeitig tun, aber nur einem Menschen zu einer Zeit seine volle Aufmerksamkeit schenken. Die Beachtung dieses Grundsatzes vermeidet halbherziges Handeln und führt zu mehr Wertschätzung gegenüber den Mitmenschen.
  • Bereite anderen eine Freude!
    Durch das bewusste gegenseitige „Beschenken“ schlicht durch freundliche Gesten, aber auch aktive Hilfsangebote wird eine positive Grundstimmung im Team erzeugt.
  • Spiele!
    Werden Aufgaben spielerisch-kreativ betrachtet, können sie schneller und einfacher erledigt werden, Problemlösungen fallen leichter. Enthusiasmus und Leidenschaft beflügeln auch monotone Abläufe neu.

Wer sich mit diesem Management-Konzept näher beschäftigen möchte, dem sei die Beschäftigung mit der entsprechenden Literatur empfohlen, die seitens des Charthouse-Verlags vertrieben wird. Bei meiner Internetrecherche habe ich auch zahlreiche Coaching- und Trainingsangebote zu diesem Thema gefunden, die ggf. ebenfalls in Anspruch genommen werden können. Ich habe in meinem eigenen beruflichen Umfeld positive Erfahrungen mit Team-Coachings gesammelt.

Teamwork

von Olaf Löffler

Die Zusammenarbeit zwischen einzelnen Praxen auf dem Überweiserprinzip ist eine Herausforderung für alle Beteiligte.

Der spezialisierte Kollege ist bemüht, daß derzeit technisch/zahnmedizinisch Machbare zu erreichen.
Der überweisende Kollege gibt seinen Patienten in die Hand eines Kollegen.
Dies heißt ein gegenseitiges Vertrauen aufzubauen und eine gemeinsame Strategie zur optimalen Versorgung des Patienten zu finden.

In unserer Praxis wird dies folgendermaßen gehandhabt:

  • Im Mittelpunkt steht immer der Patient.
  • Die eingehende Beratung des Patienten erfolgt durch den spezialisierten Kollegen.
  • Die Therapie wird an Hand einer gründlichen Diagnostik festgelegt und erfolgt in jedem Fall in Absprache mit dem Hauszahnarzt.
  • Der Patient wird lediglich im Rahmen seines Überweisungsauftrages behandelt.
  • Der zu behandelnde Zahn wird (adhäsiv) aufgebaut und ist vorbereitet zur weiteren prothetischen Versorgung. Sollten Stiftversorgungen notwendig sein, werden diese in jedem Fall von uns inseriert um eine Reinfektion auszuschließen.
  • Alle relevanten Behandlungsinformationen werden dem Hauszahnarzt in einem Abschlussbericht mit Epikrise, Röntgen- und Bilderdokumentation zur Verfügung gestellt.
  • Der Patient wird in einem endodontischen Spezialrecall nach 6/12/24/60 Monaten und 10 Jahren nachuntersucht. In einigen Fällen bereits nach 3 Monaten.

Wir wünschen uns  vom überweisenden Kollegen:

  • Eine Diagnose und alle anamnestischen Angaben – Schmerzbeginn, Behandlungsbeginn, Vorbehandlung, gemessene Längen, aufgetretene Probleme, Komplikationen, Instrumentierung, etc..
  • Die Überlassung aller relevanten Röntgenaufnahmen zum  Überweisungsfall.
  • Informationen zur geplanten postendodontischen Versorgung.

Der Patient sollte vom Überweiser über alle vorliegende oder aufgetretene Probleme informiert sein, um zu vermeiden, dass der spezialisierte Kollege den Patienten auf nicht von ihm zu verantwortende Unzulänglichkeiten und Probleme hinweist, die der Patient wiederum als Fehler des  Hauszahnarztes interpretieren könnte.
Als Beispiel habe ich eine bilddokumentierte Behandlungsverlauf angefügt.

Sind alle Voraussetzungen gegeben, so resultiert ein Ergebnis, dessen  Summe deutlich größer ist als die Summe ihrer Einzelteile. Soll heißen, alle Beteiligten profitieren gleichermaßen von der Zusammenarbeit, und dieser Erfolg wird  letztendlich positiv weitergetragen.