Fragestellung: Parodontitis apicalis? (2)

von Ostidald Wucker

Die Ausgangssituation waren zwei Röntgenaufnahmen.

Wir haben uns, wie die meisten Kommentatoren auch für ein DVT entschieden. In diesem Fall sind zwei Screenshots aus dem DVT entscheidend. Anbei stelle ich Ihnen diese zwei Aufnahmen zur Kommentierung frei.

Es stehen jetzt einige klinische Befunde im Raum und es wurde ein DVT angefertigt.
Wie wäre das weitere Vorgehen?

Klinische Befunde:

Zahn 24
Sensibilität positiv (Zeitnahe Reaktion auf Kalt innhalb von 2 Sekunden.)
Lockerungsgrad 0, kein Perkussionsschmerz, kein Palpationsschmerz.

Zahn 25
Sensibilität negativ,
Lockerungsgrad 0, kein Perkussionsschmerz, kein Palpationsschmerz.

Zahn 26
Sensibilität positiv (Zeitnahe Reaktion auf Kalt innhalb von 2 Sekunden.)
Lockerungsgrad 0, kein Perkussionsschmerz, kein Palpationsschmerz.
Im DVT ohne pathologischen Befund.

 

4 Gedanken zu „Fragestellung: Parodontitis apicalis? (2)

  1. Die Frage nach einer apikalen Veränderung hat sich damit erledigt, allerdings war eine Zuordnung der Beschwerden nicht objektivierbar und es fehlt uns die 3D-Verlaufskontrolle. Zusätzlich ist der Parodontalspalt an 24 apikal erweitert und auch 26 ist, mit seiner pulpennahen Füllung, eine mögliche Ursache für Beschwerden. Was für mich die Frage nach der Art der Missempfindung aufwirft.
    Herzlichen Gruß

  2. Aufgrund des DVT-Befundes würde ich den Zahn 24 wegen apikaler PA-Spalt Verbreiterung endodontisch behandeln. Den 5er würde ich vorerst unangetastet lassen, trotz der deutlich ersichtlichen apikalen Läsion. Die Endo-Therapie liegt noch nicht allzuweit zurück und die Ausgangssituation könnte noch schlechter gewesen sein. Ich würde erst die Klinik abwarten nach Therapie 24 (Schmerz weiterhin latent oder jetzt verschwunden) und zu einem späteren Zeitpunkt ein Vergleich DVT fahren um über eine Revision zu entscheiden.
    VG

    • Zur Info. Die endodontische Therapie von 25 ist länger – unbekannter Zeitraum zurück liegend.
      Es wurde nur der Aufbau vor erneuert, da der alte frakturiert war lässt Ostidald mitteilen.
      Herzliche Grüße
      Olaf Löffler

  3. Hallo Herr Wucker, nach den Röntgenbildern stünde bei mir 25 zur Revision an. Auf dem DVT (horizontal, Nähe Apex) meine ich auch zu erkennen dass die WF, evtl auf Grund der Krümmung, etwas dezentral liegt, jedoch auf dem Schnittbild von 24 eine weitere Kanalstruktur an 25 sich andeutet. Daher würde ich, oder der freundliche Überweisungsempfänger das Wurzelkanalsystem auf unbearbeitete Bereiche untersuchen.
    24 nach DVT: ViPr wahrscheinlich falsch positiv, ebenfalls behandeln.
    Reagiert 24 auch auf elektrischen Reiz?
    24 und 25 sind aus meiner Sicht behandlungsbedürftig und wären in diesem Fall mein Ansatz.

    Würde dieser Ansatz nichts, oder nur eine Veränderung des Beschwerdebildes, hervorrufen, würde ich intensivere Kiefergelenkdiagnostik betreiben.

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