Anfang der Woche haben wir den Zahn nachuntersucht.
Ich war skeptisch, ob es zu einer Heilung kommen würde… aber es sieht so aus, als wäre keine weitere Intervention notwendig. In sechs Monaten erfolgt die nächste Kontrolle…
Ich muss gestehen, dass ich aufgrund der kommunizierenden Läsion eine gewisse Skepsis hatte, ob eine Heilung nach endodontischer Behandlung tatsächlich vonstattengehen würde…
Prä-op (alio loco)
DVT Ausschnitt
Neun Monate (inkl. Corona-bedingter Termin-Verschiebung) nach Abschluss der Behandlung (3 Termine: 90-90-90min) unterliegen die Aufhellungen aber tatsächlich einer sehr deutlichen Heilungstendenz…
Anfang 2011 haben wir die damals ca. achtjährige Laura behandelt, nachdem ihr Zahn 21 nach einem eigentlich milden Trauma (Kronenfraktur) nekrotisch geworden war.
Wir haben uns damals gemeinsam mit den Eltern auf den Versuch einer regenerativen endodontischen Behandlung (vormals Revitalisierung) verständigt.
Hier die Abfolge der Behandlung:
Ausgangssituation
1. Termin mit Einbringen der selbst angemischten Antibiotikum-Mischung (wie mehrfach beschrieben)
2. Termin: Blutung;Koagulum,Kollagen;MTA
Abschluss der Behandlung
Unglücklicherweise kam es durch das MTA zu einer unschönen Verfärbung im Zervikalbereich. Wir führten daraufhin ein mehrmaliges intrakoronales Bleaching durch, dass ein befriedigendes Ergebnis lieferte:
Dummerweise kam die MTA Verfärbung wieder zurück…
Erneute MTA Verfärbung nach vormaligen intrakoronalem Bleaching
Wie bewerten Sie den Fall aus endodontischer Sicht und was würden Sie Laura jetzt aus ästhetischer Sicht raten?
Als wir den Patienten für gut einem Jahr das erste Mal sahen hatte dieser bereits eine beträchtliche Leidensgeschichte mit zahlreichen Behandlungsterminen inklusive Abszess an Zahn 15 hinter sich.
Diagnose Aufnahme (alio loco)
Masterpoint-Aufnahme (alio loco) mit überextendiertem Guttaperchapoint
So stellte sich der (offenen gelassene) Zahn bei uns in der 3D-Diagnostik dar:
In insgesamt drei Behandlungsterminen (1h-0,5h-1h) haben wir dann zum Ende das weit offene Formamen apicale mit MTA verschlossen.
MTA Angelus zum Verschluss des weit offenem Apex
Das weitere Procedere waren Backfill mit Guttapercha und Sealer sowie adhäsiver Verschluss der Zugangskavität.
Post-OP
Ein Jahr später stellt sich die Situation wie folgt dar:
Ein Jahr post-op
Prä-OP vs. 1 Jahr post-op
Es scheint im 2D-Röntgen, als wäre die apikale Aufhellung (quasi) ausgeheilt, oder?
Vor gut einem Jahr stellte sich der damals 33-jährige Patient erstmals bei uns vor. Eine Woche zuvor hatte er einen submukösen Abszess ausgehend von Zahn 11 entwickelt. Dieser war mittels Inzision und Antibiose alio loco therapiert worden.
Die weitere Anamnese ergab, dass der junge Mann im Jahr 2003 ein Frontzahntrauma (genaue Diagnose unklar) erlitten hatte. In der weiteren Folge musste daraufhin eine endodontische Behandlung durchgeführt werden.
Präoperative Röntgenaufnahme (alio loco) zeigt eine apikale Parodontitis an Zahn 11
Klinisch stellte sich die Situation von palatinal so dar:
Blick auf palatinale Kavität mit exponiertem Zirkonstift
In zwei Terminen erfolgte von uns eine Revisionsbehandlung (Dauer 2x1h).
Die Apikalregion wurde aufgrund eines entsprechenden Durchmessers (> ISO 060) mittels MTA verschlossen; anschliessend folgten das Backfill mit Guttapercha & Sealer sowie die adhäsive Befestigung eines Glasfaserstiftes mit Verschluss der Zugangskavität.
Post-OP Aufnahme
Post-OP
Ein Jahr nach Abschluss der Behandlung sieht es so aus, als wäre die Therapie erfolgreich gewesen:
Vor einiger Zeit habe ich hier von Magdalena berichtet.
Leider kam es auch in diesem Fall nach circa zwölf Wochen zu einer Pulpanekrose an Zahn 11. Begünstigend hierfür war die zusätzliche vormalige unkomplizierte Kronenfraktur des Incisivus.
Osteolyse im Bruchspalt – Rö-Aufnahme alio loco
Das weitere Procedere erfolgte wie hier kürzlich vorgestellt.
MTA zum Verschluss des Neoapex
Abschluss-Aufnahme
Das nächste Recall ist in drei Monaten vorgesehen. Die Schienenentfernung ist nach insgesamt vier Monaten Tragedauer vorgesehen. Zahn 21 reagiert aktuell positiv auf Kältereiz.
Der 10-jährige Joshua war Mitte März mit seinem Longboard gestürzt und hatte sich bei dieser Gelegenheit die Wurzel seinen rechten zentralen Schneidezahn frakturiert.
Die Erstversorgung inklusive Repositionierung und Schienung erfolgte alio loco.
Alio loco angefertigtes Röntgenbild nach Schienung des frakturierten Zahnes 11
Leider zeigten sich vier Wochen nach dem Unfall verschiedene Entzündungszeichen, die eine endodontische Intervention notwendig machten.
Beginnende Schwellung mit Rötung
Beginnende Osteolyse im Bruchspalt
Die Behandlung erfolgte zweizeitig. Der Neoapex wurde mittels MTA verschlossen.
In den weiteren Schritten erfolgte das Backfill mit Guttapercha und Sealer sowie der adhäsive Verschluss der Zugangskavität.
– Neoapex mit apikaler Blutung – MTA Verschluss – Guttapercha&Sealer-Backfill
Abschluss-Röntgenaufnahme
In drei Monaten ist die erste radiologische Nachkontrolle und die Schienenentfernung vorgesehen…
Ende letzter Woche kontaktierte mich eine unserer treuesten Zuweiserinnen, um mich von einer Komplikation während der Behandlung eines gemeinsamen Patienten (pensionierter Allgemeinmediziner) zu unterrichten.
Laut ihrer Angabe hatte sich bei der finalen Politur der frisch eingesetzten Implantatkrone der Silikonpolierer aus dem Winkelstück gelöst und sei dann in der Mundhöhle „verschwunden“.
Der Patient wurde daraufhin aufgesetzt und gebeten den Polieren mittels Wasser auszuspülen.
Leider fand sich das Objekt so nicht und es wurde von einer Ingestion ausgegangen (da ansonsten keine weiteren Symptome bestanden).
Vergleichbarer Polierer
Aufgrund seines medizinischen Hintergrundes zeigte sich der Patient stark verängstigt und veranlasste selbstständig eine zeitnahe Gastroskopie zur Klärung der näheren Umstände…
Ich habe diesen Zwischenfall zum Anlass genommen mich mit der Thematik etwas eingehender zu beschäftigen.
Welches Vorgehen ist obligat? Genau welche Maßnahmen erfordert ein solcher Zwischenfall? Welche weiteren Untersuchungen sind indiziert ?
Ein Blick in die Literatur bringt Aufklärung:
In dem Artikel: „Aspiration und Verschlucken von Fremdkörpern“ von Zitzmann et al (Schweiz Monatsschr Zahnmed, Vol 110: 6/2000) heißt es dazu:
Verschlucken von Fremdkörpern
Während einige verschluckte Fremdkörper akuten Handlungsbedarf erfordern, ist bei anderen Objekten ein eher zurückhaltendes Vorgehen indiziert.
Die Entscheidung, ob die Entfernung des Fremdkörpers notwendig wird, hängt im Wesentlichen ab von der Grösse, der äusseren Form, der Art des Objektes und seiner Lokalisation.
Da scharfe, spitze und lange Objekte vielfach die Kurvaturen des Duodenums nicht passieren können, sich dort verkeilen und Perforationen verursachen, ist die rechtzeitige Entfernung dieser Objekte unbedingt vorzunehmen.
Bei Erwachsenen ist die Endoskopie ab einer Objektlänge von etwa 10 cm, bei Kindern ab 6 cm, indiziert.
Stumpfe oder gerundete Objekte, deren Durchmesser 2,5 cm überschreiten, sollten ebenfalls durch Gastro-Duodenoskopie entfernt werden, da sie möglicherweise den Pylorus nicht passieren können. Wird das sofortige Entfernen des Fremdkörpers ver- säumt und kommt es zur Impaktion des Objektes, so können Wochen oder sogar Jahre vergehen, bis Symptome auftreten, die von frühzeitiger Sättigung und postprandialem Erbrechen bis hin zu Gewichtsverlust reichen. Auch die Impaktion im Bereich des Ösophagus, der 4 physiologische Verengungen (oberer Ösophagus-Sphinkter, Kompression durch den Aortenbogen und durch den linken Hauptbronchus, Zwerch- fell-Durchtritt) als mögliche Impaktionsstellen aufweist, indiziert die Entfernung des Fremdkörpers.
Die Komplikation kann sogar zur Notfallsituation eskalieren, wenn das Objekt auf die ventral gelegene Trachea drückt.
Ist der Fremdkörper durch das Heimlich-Manöver nicht zu lösen, so ist unverzüglich die Endoskopie einzuleiten. Der Einsatz flexibler Endoskope, mit Hilfe derer Objekte bis in den distalen Bereich des Duodenums erreicht werden, erlaubt die Fremdkörper-Entfernung beim ambulanten Patienten. Die starre Endoskopie muss unter Anästhesie oder tiefer Sedierung des Patienten durchgeführt werden und kann zur Entfernung scharfer Objekte indiziert sein, um die Gefahr der Perforation zu minimieren. Hat der Fremdkörper bereits das Duodenum erreicht, so passiert das Objekt in der Regel auch den Rest des Intestinaltraktes innerhalb mehrerer Tage oder Wochen. Die röntgenologische Überwachung der Objektbewegung mittels wöchentlicher abdomi- naler Röntgenaufnahmen ist ratsam. Während dieser Zeit sollte der Patient zur Identifizierung des Objektes den Stuhl sammeln. Empfehlungen spezieller Diäten, die die Passage des Fremdkörpers unterstützen oder beschleunigen könnten, sind bislang nicht durch wissenschaftliche Daten belegt.Von der Verwendung von Abführmitteln ist unbedingt abzusehen, da die erhöhte peristaltische Kontraktion des Darms eine mögliche Perforation nur forciert. Entlang des Intestinaltraktes kann es im Bereich physiologischer oder pathologischer Verengungen zur Impaktion des Fremdkörpers in den Schleimhautfalten der Darmmukosa kommen. Häufige Impaktionsstellen sind der Pylorus, das Treitz’sche Ligament, die Ileozökalklappe, die rektosigmoidale Übergangszone und der Anus.
Ist das verkeilte Objekt mittels Rekto- bzw. Kolonoskopie nicht zu erreichen, so kann die chirurgische Intervention notwendig werden. Diese ist auch indiziert, sobald Hämorrhagien, intestinale Obstruktion oder Perforationen nachgewiesen werden. Liegt die Komplikation bereits längere Zeit zurück und wird nicht unmittelbar in Zusammenhang mit dieser gebracht, so ist die korrekte Diagnose der intestinalen Perforation vielfach erschwert und verzögert. Je nach Intensität der Kontamination des Peritonealraumes und der Abwehrbereitschaft des Patienten schreitet die Pathologie der intestinalen Perforation fort und kann zu Abszessen, generalisierter Peritonitis oder Blutungen in den Peritonealraum führen.
Das Fazit des Artikels lautet daher:
Verschwindet ein Objekt im Oropharynx, so sind mit Hilfe der radiologischen Diagnostik eine Aspiration unbedingt auszuschliessen und die notwendigen Massnahmen durch den Spezialisten zu ergreifen. Den Patienten in dieser Situation nach Hause zu entlassen, im Glauben, das Objekt sei verschluckt worden und finde seinen natürlichen Weg durch den Intestinaltrakt, ist als Unterlassung einzustufen und kann lebensbedrohliche Folgen haben.
Auch das Verschlucken von Fremdkörpern bedarf der korrekten Diagnose und erfordert – abhängig von Form und Kontur des Objektes – ein mehr oder weniger invasives Vorgehen zum Schutz des Patienten.
Nicht zuletzt aus forensischen Gründen ist eine genaue klinische, röntgenologische und administrative Verlaufskontrolle unabdingbar.
Es gilt also alles dafür zu tun, dass eine solche Komplikation möglichst vermieden wird. Zukünftig werde ich also vor dem Start eines Polierers (oder ähnlichem) dessen korrekte und eingerastete Position im Winkelstück kontrollieren.
Sollte es doch zu diesem Zwischenfall kommen empfiehlt sich dieses Vorgehen:
Obgleich horizontale Wurzelfrakturen zu den sehr seltenen Zahnverletzungen zählen scheinen Patienten mit dieser Unfallart in dieses Jahr vermehrt den Weg in unsere Praxis zu finden.
Heute möchte ich Ihnen die Situation der 17-jährigen Magdalena vorstellen. Das junge Mädchen erlitt vor einigen Wochen im Badezimmer eine vasovagale Synkope und stürzte in der weiteren Folge.
Das Resultat dieses Traumas verdeutlicht das alio loco angefertigte Röntgenbild.
Der initial behandelnde Zahnarzt überwies die junge Patientin daraufhin in eine implantolgische Praxis der Münchner Innenstadt.
Einer der dort tätigen Implantologen schätze die Situation für eine mögliche „chirurgische Lösung“ aufgrund des Patientenalters und weiterer Begleitumstände (Diabetes Typ I, Bulämie) als sehr ungünstig ein.
Daher erfolgte die Bitte einer Zweitevaluation durch uns.
Klinisch stellte sich die Situation zwei Tage nach Trauma in unserer Praxis wie folgt dar:
Zustand nach Erstversorgung und Schienung alio loco
Zahn 11 hatte neben der „Wurzelproblematik“ auch eine unkomplizierte Kronenfraktur erlitten. Die Sensibilität des Zahnes war negativ. Die restlichen Zähne reagierten positiv auf Kältestimulation.
In der von uns angefertigten 3D-Darstellung liessen sich die Verläufe der Bruchspalten exakt beurteilen:
Letzte Woche habe ich hier von einem Trauma nach Radunfall berichtet.
Trotz tagelang exponierter Pulpa haben wir uns erneut für den Versuch einer Pulpotomie entschieden.
Die Pulpawunde wurde hierbei nach eingehender NaOCl-Desinfektion mit Biodentine abgedeckt. Hierüber platzierten wir zunächst einen selbstadhäsiven Kunststoff.
Zustand nach Pulpotomie und Abdeckung der Pulpawunde mit Biodentine
Der notwendige Kompositaufbau wurde im Anschluss von dem WURZELSPITZE Plus Mitglied Dr. Christian Jauernig gestaltet.
Kompositaufbau nach komplizierter Kronenfraktur und Pulpotomie
Vorher – Nachher
Wir werden berichten, wie es in Zukunft weitergeht
Der zuweisende junge Kollege hatte mich am Telefon schon vorgewarnt…
„Ich glaube, ich habe den Zahn bei dem Trepanationsversuch perforiert…“
Was soll ich sagen…
er hatte auf jeden Fall mal recht mit seiner Annahme…
Prä-OP
Schräg gerichteter Blick in die Kavität. Bei dem Trepanationsversuch wurde auch der unter der Furkation liegende Knochen um ca. 2-3 mm an Höhe reduziert.
Im ersten Termin erfolgte zunächst das Auffinden der Kanalsysteme mit nachfolgender Präparation und Injektion einer medikamentösen Einlage. Nach Applikation eines resorbierbaren Widerlagers (Kollagen) erfolgte zum Abschluss der Therapie dann die Perforationsdeckung mittels Biodentine.
Im darauffolgenden zweiten Termin konnte dann bei Beschwerdefreiheit die Obturation mittels hydraulischem Zement und Guttapercha sowie Verschluss der Zugangskavität mittels Komposit durchgeführt werden.
Masterpoint- und Downpack-Aufnahme
Post-OP mit Blick auf Biodentine-Deckung
Prä-OP vs Post-OP
Die Zeit muss zeigen, ob durch die „ordentliche Perforation“ eine dauerhafte Schädigung der Bifurkation entstanden ist…
Am Montag dieser Woche stellte sich ein 31-jähriger Mann bei uns vor, der am vorherigen Freitag einen Radunfall hatte (durch Autofahrer beim Abbiegen übersehen)…
Neben einer offenen Fraktur der rechten Zeigefingers mit Teilverlust der Fingerkuppe erlitt er ferner ein dentales Trauma in der oberen Front. Hierbei wurde laut Patient Zahn 21 stark nach palatinal disloziert. Ferner brach ein Teil der Zahnkrone des rechten Schneidezahns ab…
Die Erstversorgung mit Repositionierung von 21, „direkter“ Überkappung von 11 und Schienung erfolgte in einem kieferchirurgischen Notdienst. Eine Röntgendiagnostik erfolgte nicht.
Nachfolgend sehen sie die Eindrücke und Befunde der klinisch-radiologischen Untersuchung …
dabei hatte ich ein gewisses Déjà-vu und musste zwangsläufig an diese Situation denken…
Circa vier Wochen nach Abschluss der Behandlung des Zahnes 13 kontaktierte uns die Patientin erneut. Dieses Mal beklagte sie Schmerzen unklarer Genese in Regio 22.
Hier das daraufhin angefertigte Einzelzahnröntgenbild:
Aufgrund des unklaren Ausprägunggsgrades der distal erkennbaren Resorption (Sensibilität positiv, BOP +++) fertigten wir auch von dieser Region ein kleinvolumiges DVT an.
Als „Nebenbefund“ lässt sich auch das Behandlungsergebnis von Zahn 13 nochmals dreidimensional bewerten…
Die weitere Behandlung des Zahnes 22 stelle ich in zukünftigen Beiträgen vor…
Ich habe hier vor einiger Zeit von einem Eckzahn mit ungewöhnlicher „Resorption“ berichtet.
Tatsächlich handelte es sich nach unserer Meinung um eine Perforation durch das vormals gesetzte Mini-Implantat. Leider liessen sich keine älteren Röntgenaufnahmen finden, um diese Theorie final zu belegen…
Gemeinsam mit der Patientin haben wir uns zunächst für ein konservatives Vorgehen mit dem orthograden Versuch der Perforationsdeckung und Wurzelkanalfüllung entschieden.
Die Bestimmung der endodontischen Arbeitslänge erfolgte hierbei primär anhand der DVT-Vermessung.
Die apikal und koronal der Perforationen gelegenen Kanalabschnitte würde mittels Guttapercha und Sealer (Total fill) gefüllt.
Das Einbringen des vorab gekürzten Guttapercha-Points für die Apikalregion erfolgte wie hier vorgestellt.
Der Bereich der Perforationen wurde mittels MTA verschlossen.
Hier einige Impressionen bzw. die entsprechenden Röntgenbilder.
Klinische Situation bei Trepanation des Zahnes. Beide Perforationen waren durch die Zugangskavität einsehbar.
Unkomplizierte Schmelz-Dentin-Frakturen nach dentalem Trauma zählen eigentlich zu den „milden“ traumatischen Verletzungen.
Eigentlich.
Sie setzten aber voraus, dass diese auch adäquat behandelt werden…
hier ein aktueller Fall und die Folgen der Nichtbehandlung…
zu den Hintergründen:
Der zwölfjährige Joshua erlitt vor zwei Jahren beim Radfahren ein Frontzahntrauma, bei dem er sich an den Zähnen 11 und 21 eine unkomplizierte Schmelz-Dentin-Fraktur zuzog.
Die Therapie damals bestand darin, die scharfen Kanten zu glätten.
So „bestritt“ Joshua die letzen zwei Jahre:
Letztes Wochenende entwickelte der Junge leider eine Schwellung in der Region der Oberkiefer-inzisivi, die ihn dazu veranlasste, am Montag seinen Hauszahnarzt aufzusuchen.
Hier das dort angefertigte Diagnose-Röntgenbild:
Die Aufnahme verdeutlicht das Ausmaß der vormaligen Verletzung mit den Folgen einer Pulapnekrose und apikaler Parodontits bei nicht abgeschlossenem Wurzelwachstum.
Die Therapie des Kollegen bestand in der Einleitung einer endodontischen Behandlung.
Hier seine intraoperativ angefertigte „Meßaufnahme“:
Aufgrund der apikalen Situation mit nicht abgeschlossenem Wurzelwachstum erfolgte daraufhin die Überweisung zu uns.
So stellte sich das Ganze bei der Erstvorstellung dar:
Heute möchte ich Ihnen eine sehr seltene Zahnanomalie vorstellen, die wir kürzlich diagnostizieren durften.
Der achtjährige Til ist uns von seiner Kieferorthopädin zur Beurteilung überwiesen worden.
Klinisch imponierte eine sehr breite klinische Krone des Zahnes 11 mit ausgeprägter bukkaler und palatinaler Kerbe.
Hier das uns übermittelte OPG:
Da Zahn 12 radiologisch erkennbar ist gingen wir von einer Gemination aus.
Diese Zahnkeimpaarung ist eine unvollständige Teilung eines Zahnkeimes während des Glockenstadiums in der embryonalen Odontogenese.
Im Röntgenbild ist deshalb nur eine gemeinsame Pulpa zu erkennen, welche sich jedoch koronal aufspalten kann . Die unvollständige Teilung führt in der Regel zu einer mehr oder weniger deutlichen Kerbe im Inzisalkantenbereich. Gepaarte Zähne können bis doppelt so breit sein wie der entsprechende Einzelzahn. Die Vorkommenshäufigkeit beträgt 0,1 bis 0,3%. Am häufigsten sind Zahnkeimpaarungen bei unteren Inzisiven und Eckzähnen beider Dentitionen zu beobachten. Die Anzahl Zähne im entsprechenden Kiefer ist normal, wenn die Zahnkeimpaarung als ein Zahn betrachtet wird.
Differentialdiagnostisch ist zur Zahnkeimpaarung die Zahnverschmelzung (Fusion oder unechte Zahnkeimpaarung) abzugrenzen. Eine Zahnverschmelzung entsteht,wenn zwei benachbarte Zahnkeime während der Kronen- und/oder Wurzelbildung zusammenwachsen. Im Gegensatz zur Zahnkeimpaarung sind bei einer Zahnverschmelzung röntgenologisch immer zwei getrennte Pulpakammern erkennbar Bei einer Zahnverschmelzung fehlt ein Zahn im entsprechenden Kiefer, falls die verschmolzenen Zähne als ein Zahn betrachtet werden (1).
Hier noch das angefertigte DVT der Region
Es gilt jetzt zu planen, wie das weitere Vorgehen bei ausgeprägtem Platzmangel sein wird…
Heute möchte ich Ihnen den Fall einer 24-jährigen Patientin vorstellen.
Zur Vorgeschichte:
Die Patientin berichtete, dass vor ca. 10 Tagen im Rahmen der Prophylaxe-Behandlung erstmals der dunkel verfärbte Zahn 13 inklusive vestibulärer Fistel besonders auffällig geworden sei. Daraufhin sei dort das nachfolgende Einzel-Röntgenbild angefertigt worden:
Der behandelnde Hauszahnarzt diagnostizierte eine interne Resorption und empfahl eine zeitnahe endodontische Behandlung durch ihn.
Da bereits die Eltern und die jüngere Schwester bei uns in Behandlung waren stellte sich die junge Frau zur Zweitmeinung bei uns vor.
Dabei reagierte der verfärbte Zahn 13 auf sämtliche Stimulationen negativ; die weiteren Befunde waren ausser der vestibulär gelegenen Fistel ohne Besonderheiten.
Hier unser Einzelzahn-Röntgenbild:
Die weitere Befragung ergab, dass die Fistel erstmals vor ca. 10 Jahren aufgetreten sei und diese in wechselnden Zeiträumen „kommt und geht“. Die Patientin hatte diesem „Phänomen“ keine besondere Bedeutung zugemessen, das sie zu keinem Zeitpunkt Schmerzen verspürte.
Kurz vor dem ersten Auftreten seien die Zähne 14 und 24 aus kieferorthopädischen Gründen entfernt worden und ein kieferorthopädisches Miniimplantat im ersten Quadranten platziert worden (Region unklar).
Ältere Röntgenaufnahmen der Vorbehandlungen liessen sich leider nicht mehr beziehen.
Das von uns erstellte DVT stellte sich so dar:
Was geht Ihnen bei der Betrachtung der Aufnahmen etc. durch den Kopf?
Welche Therapie mit Vorgehen schlagen Sie der jungen Patientin vor?
Die nachfolgende Behandlung des Zahnes 47 erstreckte sich über einen längeren Zeitraum, das die Patientin nach der ersten Behandlung mit einsetzender Beschwerdefreiheit schlicht vergaß ihren Zahn zu Ende behandeln zu lassen. Dies erfolgte erst 1 1/2 Jahre nach der initialen chemo-mechanischen Reinigung…
geschadet scheint die lange Pause dem Zahn nicht zu haben…
hier die Abfolge:
Situation 1,5 Jahre nach erstem Behandlungsbeginn mit Ca(OH)2-Einlage ohne erfolgte Wurzelkanalfüllung
Heute möchte ich Ihnen und Euch zwei weitere Neuerungen unserer Praxis vorstellen.
Neues II – kommt zusammen mit bzw. nach unserer Heldentafel zum Einsatz:
Jedes Kind darf sich nach jeder Behandlung aus unserer Schatzkiste ein entsprechendes Geschenk aussuchen. Dabei achten wir darauf, dass maximal drei unterschiedliche Präsente zur Auswahl stehen, um eine gewisse Wertigkeit zu vermitteln. Eine „große Grabbelkiste“ mit einer Vielzahl von Tand und Nippes sucht man bei uns daher vergebens.
Auf dem obigen Foto ist unsere Truhe für Jungs zu sehen. Modell: Piratenschatzkiste
Die der Mädchen fällt in die Kategorie – Girly-style – (Foto folgt)…
Neues III ist primär für die erwachsenen Patienten bei uns gedacht:
Nachdem das Klingeln, Piepsen und Schrillen der Handys während Beratungen und Behandlungen immer mehr und unerträglicher wurden (Ein Patient hat sogar versucht trotz Kofferraum-Isolation seines Zahnes 27 ans Telefon zu gehen!) haben wir an markanten und strategisch günstigen Stellen der Praxis diese kleinen Hinweistafeln aufgehängt. Bewusst in schwarz-weiß, um einen „Verbots-Charakter“ zu „entschärfen“.
Insbesondere diese Neuerung fällt in die Kategorie: – Hätten wir schon viiiiiiel früher machen sollen- und kann ich vollumfänglich empfehlen…
Wir alle überlegen jeden Tag, was wir an unseren Praxisabläufen ggf. verbessern und optimieren können.
Mit der Beitragsreihe – Neues in 2020 – möchte ich Ihnen und Euch sukzessive kleinere und größere Neuerungen in unserem Praxisablauf vorstellen und ggf. zur Nachahmung anregen…:
Zu einer unserer ersten Neuanschaffungen seit Anfang des Jahres zählt unsere
Heldentafel
Kurz zu den Vorüberlegungen:
Da wir recht viele Kinder und Jugendliche nach Frontzahntrauma behandeln waren wir auf der Suche nach einer „einfachen Maßnahme“, die den Kindern verdeutlicht, dass Sie mit Ihrem Zahn-Problem nicht alleine sind.
Geteiltes Leid ist schließlich halbes Leid.
Außerdem könnten wir jungen Neupatienten beim „Erstkontakt“ andere Leidensgenossen zeigen und zusätzlich davon überzeugen, dass bereits auch andere Kinder diese Behandlung erfolgreich „überstanden“ haben…
Ferner wollten wir eine Art „Beurkundung“ über die von den oftmals sehr jungen Patienten geleistete Behandlung erstellen…
So entstand die Idee der HELDENTAFEL.
Seit der feierlichen Einführung fragen wir jetzt jeden jungen Patienten, ob er/sie sich durch ein Foto während und/oder nach der Behandlung auf unserer Tafel „verewigen“ möchte.
Wenn ja, erstellen wir ein Handyfoto, dass dann sofort per App mittels hierfür angeschafften Selphy-Drucker zu Foto-Papier gebracht wird.
Jedem Kind ist es dann selbst überlassen, ob bzw. was es noch auf dieses Foto schreiben möchte….
Abschliessend gilt es dann nur noch einen „geeigneten“ Platz an der hier maßgefertigten Magnetwand zu finden:
VOILA
Unser sehr kurzes Fazit fällt bisher maximal gut aus.
Die HELDENTAFEL hat einen festen Platz in unserer Praxis gefunden !
PS: Vielleicht hat der Ein oder Andere ja auch eine Neuerung in 2020, die er gerne hier auf WURZELSPITZE teilen möchte…
Nachfolgend die Nachkontrolle eines oberen Prämolaren (14), den wir vor einiger Zeit behandelt haben. Zum Zeitpunkt des Behandlungsbeginns war der damals 50-jährige Patient schmerzfrei. Die apikale Aufhellung war im Zuge einer klinisch-radiologischen Untersuchung aufgefallen.
Die Behandlung erfolgte zweizeitig. Als medikamentöse Einlage applizierten wir Ca(OH)2. Die komplette Behandlungsdauer betrug zwei Stunden.
Vor einiger Zeit habe ich hier erstmals über diese große apikale Raumforderung berichtet.
Wir haben uns also zunächst für ein rein konservatives Vorgehen in zwei Terminen entschieden. Vor Kurzem haben wir den Behandlunsgfall abgeschlossen. Hier einige Impressionen der Behandlung und die einzelnen Schritte in der radiologischen Darstellung.
Dargestellte palatinale Wurzelfurche als mögliche Ursache der entstandenen Pulpanekrose
Spontaner Pusaustritt während der chemo-mechanischen Reinigung des Kanalsystems
Röntgenkontrolle nach med. Einlage mit Vitapex. Der Pfeil markiert die palatinale Wurzelfurche
Röntgenkontrolle drei Monate nach dem ersten Behandlungstermin
Verschluss der Apikalregion mittels MTA
Abschluss-Röntgenaufnahme
Die größte Herausforderung bestand für uns darin, dass MTA möglichst exakt apikal zu positionieren, obwohl die Apikalregion nicht vollumfänglich einsehbar war.
Das Backfill erfolgte mittels erwärmter Guttapercha und Sealer; zum Verschluss der Zugangskavität wurde eine Kompositfüllung gewählt.
Die Nachkontrollen müssen zeigen, ob der bisherige „abszessfreie Zeitraum“ auch weiterhin bestand hat und es zu einer Ausheilung der knöchernen Läsion kommt.
Hier noch eine Übersichtsarbeit zum Thema „palatinale Wurzelfurche“.
Im Herbst 2018 stellte sich der damals 10-jährige Milo erstmals bei uns vor.
Hinter ihm lagen mehrere Tage starker Schmerzen und multiple Zahnarztbesuche mit endodontischen Behandlungen seines linken oberen zentralen Schneidezahns.
Erst mit dem gestrigen Beginn der Einnahme eines Antibiotikums stellte sich langsam eine gewisse Besserung ein…
Die Befragung des jungen Patienten ergab, dass er vor circa einem Jahr beim Fußballspielen ein Frontzahntrauma mit Lockerung des Zahnes erlitten hatte. Seit dieser Zeit war der Zahn in unregelmässigen Abständen ohne besondere Befunde kontrolliert worden.
Bei Betrachtung des aktuellen Röntgenbildes ist anzunehmen, dass eine radiologische Untersuchung in der Vergangenheit nicht Teil der Befundung war:
Ausgeprägte apikale Aufhellung bei Zustand nach Frontzahntrauma vor ca. 12 Monaten
Gemeinsam entschlossen sich alle Beteiligten trotz der ausgeprägten apikalen Pathologie weitere endodontische Maßnahmen durchzuführen.
Am Ende des dritten Behandlungstermins (Behandlungsdauer 2,5h) stellte sich die Situation wie folgt dar:
Und so sah das Recall ein Jahr später aus:
Es sieht so aus, als hat Milos Zahn trotz des Fußballunfalls eine gute Prognose…
In dieser Woche haben wir diesen Traumafall (I und II) abschliessen können.
Während die Zähne 12 und 21 die vormaligen Verletzungen und deren Therapie (bisher) gut überstanden haben zeigte Zahn 11 alle Anzeichen einer Pulpanekrose.
Daher haben wir uns für die Durchführung einer endodontischen Therapie entschieden.
Hier die Behandlungsabfolge:
Die nächste Kontrolle in sechs Monaten muss zeigen, wie sich die bisher überwiegend positiven Befunde weiterhin entwickeln…
P.S.: Sieht man da bei der Gegenüberstellung von Prä-OP zu Post-OP an 12 ein Bridging?
Kürzlich liess mir eine meiner treuesten Zuweiserinnen das 10 Jahres Recall unserer allerersten regenerativen endodontischen Maßnahme zukommen.
Ursächlich für die damalige Pulpa-Nekrose war ein Dens invaginatus.
Seiner Zeit habe ich auf ein kollagenes Widerlager zur Stabilisierung des Blutkoagulums verzichtet.
Man sieht, dass dies keine gute Idee war, da der Blutpfropf alleine das Gewicht des MTAs nicht tragen konnte. Ungewollte sank der Plug damals apikalwärts bis ins mittlere Wurzeldrittel.
Dem Wurzelwachstum hat dies nur bedingt „geschadet“.
Auch 10 Jahre nach Therapieabschluss zeigt sich ein erfreuliches Ergebnis.
Überweisungen von Patienten, bei denen es alio loco bisher nicht gelungen ist alle Kanalsysteme aufzufinden und zu präparieren zählen bei uns zu den eher dankbaren Aufgaben.
Insbesondere dann, wenn rechtzeitig mit der Suche nach fehlenden Strukturen gestoppt wurde (und der Zahn nicht perforiert wurde).
Hier also der letzte Fall des gestrigen Behanlungstages.
Zu den Eckdaten:
45-jährige Patientin; aktuell in zahnärztlicher Behandlung bei laufender „Full mouth rehabilitation“.
Trepanation und initiale Aufbereitung des Zahnes 47 bei irr. Pulpitis alio loco (med.Einlage Ca(OH)2).
Bisher gelang es nicht das mesio-bukkale Kanalsystem aufzufinden…
So stellte sich die Situation nach Entfernung des provisorischen Verschlusses dar.
Nach initialer Bearbeitung des mesialen Kavitätenbodens mittels Rosenbohrer kam es zu den „typischen“ Dentineinpressungen (roter Pfeil).
Diese sind ein sehr guter Anhalt für vorhandene Hohlräume, die es nachzuverfolgen gilt.
Weitere Darstellung des mesio-bukkalen Orifiziums.
Situation nach vollständiger Präparation und Wurzelkanalfüllung
Abschluss-Röntgenbild
Während der Präparation zeigte sich, dass die beiden Kanalsysteme nach ca 3/4 der Arbeitslänge konfluierten.
Bei Interesse möchte ich in Zukunft immer mal wieder solche Fälle vorstellen, um das Auge der WURZELSPITZE Leser für die intrakoronale Anatomie zu sensibilisieren…
Mit endodontischen Behandlungen hatte diese 49-jährige Patientin in der Vergangenheit wenig „Glück“…
Insbesondere die Vorgeschichte des Zahnes 13 verdeutlicht dies.
Der Zahn war vor einigen Jahren endodontisch behandelt worden und nachfolgend aufgrund von neuerlich auftretenden Beschwerden reseziert worden.
Keine sechs Monate nach dem Eingriff kam es erneut zu aufflammenden Beschwerden die mittels einer neuerlichen Wurzelspitzenresektion „therapiert“ werden sollten.
Klinisch wurde schnell klar, warum es neuerlich zu einem Misserfolg gekommen war:Dem vormals eingebrachten WF-Material fehlte jegliche Deckfüllung und es war der Mundhöhle exponiert.
Es benötigte wenig bis keine Überzeugungskraft die Patientin für eine Revision statt einer Resektion zu motivieren…
die zweizeitige Therapie erfolgte nach der auf WURZELSPITZE wiederholt vorgestellten „bewährten“ Vorgehensweise…
Gute zwei Jahre nach Abschluss der Behandlung kann man guten Gewissens von einer Ausheilung der apikalen Aufhellung sprechen…
Zu diskutieren wäre ggf, ob das Einbringen eines Glasfaserstiftes empfehlenswert gewesen wäre… was denken Sie?
Nachdem ich gestern Abend auf einem gelungenen Vortrag zum Thema „dentales Trauma und Zahntransplantation“ war, möchte ich die Möglichkeit nutzen für diese Therapieform weiter zu sensibilisieren.
Auf WURZELSPITZE war in der Vergangenheit hier und hier über eine Prämolaren-Transplantation geschrieben worden. Weiterführende Literatur zu dieser Thematik finden Sie u.a hier in einer interessanten Dissertation.
Prof. Nolte hob ferner die Therapieoption einer Milchzahntransplantation hervor. Hier ein Fallbericht, der das Vorgehen näher erläutert.
Zahntransplantationen (egal ob Zähne der ersten oder zweiten Dentition) bei verloren gegangenen bleibenden Zähnen sind eine Therapieoption, die mehr Beachtung finden sollte.
Circa sechs Jahre ist unsere Entscheidung nun her einen Getinge K5- Autoklaven für unsere Praxis anzuschaffen.
Nach dieser Zeit kann ich festhalten, dass das Gerät absolut zuverlässig (und ohne notwendige Reparaturen) seine Dienste tut.
Das Gerät hat sich mehr als bewährt …
ein sehr guter Kauf…
heute morgen dann aber ein Schreckmoment…
Nach Betätigen des Anschaltkippschalters…
keine Reaktion…
Die üblichen Kontrollen des Stromkabels und der Steckdose blieben ohne positive Wirkung…
die Kollegin, die das Gerät am Freitag zuletzt benutzt hat kann kurzfristig nicht nach Auffälligkeiten zum Ende der letzten Woche „befragt“ werden, da sie heute frei hat…
Ein Druck auf den kleinen unscheinbaren braunen Knopf auf der Rückseite (der uns bis dato nie aufgefallen war) liess den K5 aus seinem Dornröschenschlaf erwachen…
so kann die Woche doch noch gut starten und der Autoklav weiterhin seine sehr bewerten Dienste verrichten…
P.S.: Am Donnerstag steht die tonusmässige jährliche Wartung an
Hier wie gewünscht noch ein paar close-up Fotos der Verbindung Röntgenröhre zu Säule
Hier noch ein Tipp der Carestream Mitarbeiterin wie der RVG 6100 Sensor nach der Benutzung zu Lagerung ist. So reduziert sich der Zug auf den „sensiblen“ Übergang des Kabels in der Sensor- Aufgrund der deutlichen Mehrnutzung haben wir den neue 6200 in unserem „Hauptbehandlungszimmer“ in Betrieb. Der „Alte“ leistet gute Dienst in Zimmer II
In der Vergangenheit habe ich auf WURZELSPITZE wiederholt über gemachte Erfahrungen & mehr während der Neustart-Phase unserer Praxis berichtet. Den letzten Beitrag zur Montage der PC-Monitore finden Sie hier.
Heute stelle ich Ihnen kurz unsere jüngste „Errungenschaft“ vor.
Vor ein paar Wochen erfolgte (endlich) die nächste „Aufrüstung“ unseres zweiten Behandlungszimmers. Nun ist auch hier die Anfertigung von intraoralen Röntgenaufnahmen möglich.
Hierzu bestellte ich zunächst bei NWD ein Umrüstset inklusive Röntgenstrahler (Planmeca ProX), dass dann an unserer Behandlungseinheit montiert wurde.
Bei der Wahl des Sensors entschied ich mich wieder für ein Modell der Firma Carestream. Genauer gesagt für den RVG 6200 (Grösse 1); bestellt und in Betrieb genommen von F1 Dentalsysteme.
Mein bisheriges Fazit:
Anderes als in der Vergangenheit zum Teil mit anderen „Vertragspartnern“ (ich denke mit Schrecken an unser DVT-Fiasko-mehr dazu mal zu einem anderen Zeitpunkt) klappten diesmal alle notwendigen (kleinen) Umbauarbeiten, Inbetriebnahmen und Abnahmeprüfungen etc. etc. absolut reibungslos.
Und für unseren täglichen reibungslosen Praxisablauf konnten wir wieder einen weiteren bisher fehlenden Mosaikstein hinzufügen…
Auch wenn sechs Monate noch kein wirklich aussagekräftiger Nachuntersuchungszeitraum darstellt möchte ich Ihnen dennoch das Recall des damals hier gezeigten ECIR-on Innen-Falls vorstellen.
Ich bin (vorsichtig) optimistisch, dass sich die Dinge in die richtige Richtung entwickeln…
Vor längerer Zeit hatte ich Ihnen hier meine persönliche „Mutter aller Fallberichte“ mit entsprechenden Recalls vorgestellt.
Vor Kurzem kam es in unserer Praxis zu einer Art „Neuauflage“ dieser Behandlungform.
Bei dem 13-jährigen Joris war im Zuge einer Routineuntersuchung eine bukkale Fistel im linken Seitenzahnbereich aufgefallen.
Alio loco angefertigtes OPG
Mittels eingebrachtem Guttaperchastift wurde Zahn 25 als ursächlich erkannt.
Eine Ursache für die entstandene Pulpanekrose (u.a.bei vollständiger Kariesfreiheit) konnte nicht gefunden werden. Nach eingehender Beratung von Patient und Mutter entschieden wir uns gemeinsam für den Versuch einer Revitalisierungsbehandlung.
Zu meinen Erstaunen zeigte sich nach initialer Trepanation eine ausgeprägte Blutung über die Zugangskavität, die 10-15 Minuten persistierte. Gut, dass wir bei diesem vermeintlich devitalen Zahn nicht auf eine Lokalanästhesie verzichtet hatten…
;-)
Zum zweiten Termin 14 Tage später war die Fistel abgeheilt und wir konnten nach initiierter apikaler Blutung und kollagenem Widerlager das MTA einbringen.
Beim letzten Termin kontrollieren wir demnächst die Aushärtung des Portland-Zementes und verschliessen die Zugangskavität mit einer adhäsiven Füllung.
Natürlich hoffen dann alle Beteiligten auf einen Verlauf wie bei der Mutter aller Fallberichte I.
Vor längerer Zeit bin ich der Vorankündigung des Quintessenz-Verlags gefolgt und habe das Buch „Cone Beam Computed Tomography in Endodontics“ bestellt. Leider hat es zahlreiche Monate gedauert, bis mir das Buch vor 14 Tagen zugestellt wurde.
Herausgeber sind Dr. Shanon Patel et al. Bereits in der Vergangenheit fanden sich u.a. hier und hier in der internationalen Literatur von den Autoren entsprechende Veröffentlichungen zu dieser Thematik. In dem Buch werden nun viele Bereiche und Themengebiete der DVT-Technologie auf insgesamt 11 Kapiteln sehr eingehend beleuchtet und gut zusammengefasst. Auch wenn die Wartezeit auf das Buch lang war hat sich die Geduld in meinen Augen gelohnt. Wer sich für die digitale Volumentomographie interessiert sollte dieses Buch als Anschaffung absolut in Betracht ziehen…
Das IPad erfüllt in unserer Praxis eine Reihe von Aufgaben (wie u.a. hier beschrieben). Vor Kurzem kam es leider bei der Benutzung des Kopfhörers zum Bruch des Klinkensteckers innerhalb der dafür vorgesehenen Buchse.
Wie auf der Nahaufnahme zu erkennen handelte es sich (wohl) um einen (Ermüdungs-) Bruch des dreipoligen Sterosteckers kurz unterhalb des ersten Schaftes (gemeinsame Masse/Rückleitung).
Der weitere Anteil (für rechten und linken Tonkanal) sass innerhalb der Buchse fest und liess sich auf Anhieb mit nichts entfernen. Die daraufhin von mir durchgeführte You-Tube-Suche nach einer Problemlösungen ergab u.a diesen bzw. diesen Entfernungsvorschlag.
Leider führten beide Varianten in meinem Fall nicht zu dem gewünschten Erfolg. Daraufhin entschloss ich mich zu einer „endodontischen“ Herangehensweise mittels Eingeschrauben eines Hedström-Instrumentes. Obgleich es mir nicht gelang dies achsengerecht zu positionieren reichte die erzielte Friktion aus, um das verbliebene Stecker-Fragment durch leichte Zugbewegung zu entfernen.
Wofür so ein Hedström-Instrument doch alles gut sein kann…
Letzte Woche habe ich hier auf einige Fortbildungen zum Thema Frontzahntrauma verwiesen. Alternativ zu dem Kopenhagen-Termin Ende April 2016 gibt es noch eine weitere Veranstaltung mit interessanten Vortragstiteln
;-)
„Das Erwachen der Macht“ – Klinische Anwendung eines Lasers in der Endodontie – Hans-Willi Herrmann, Jörg Schröder
„Vorsicht Falle“ – Röntgendiagnostik und endodontische Therapie in der Praxis – Olaf Löffler
„Rette mein Lächeln !“ – Endodontischer Zahnerhalt in der ästhetischen Zone – Christoph Kaaden
„Primum non nocere“ – gilt das auch für Patientendaten? Ein Überblick über relevante Datenschutzvorschriften für die Zahnarztpraxis und praktikable Lösungsmöglichkeiten – Haya Hadidi
Die Patientenaufklärung – Herausforderung und Chance für Behandler Was gilt es zu beachten und was sind mögliche Folgen? – Haya Hadidi
Hier ein kleiner Teaser zu einer der Präsentationen
Wir würden uns freuen, möglichst viele Überweiser und FvW zum ÜDay 2016 in Bad Kreuznach begrüssen zu dürfen…
Fortbildungen zum Thema Frontzahntrauma sind im Vergleich zu anderen leider rar gesät. Im kommenden Jahr verhält es sich anderes und es bieten sich dem Fortbildungswilligen einige „hochkarätige“ Optionen.
Los geht`s am 09. April 2016. Die Universität Würzburg lädt unter dem Motto:
Unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. G. Krastl (u.a.Zahnunfallzentrum Würzburg) sollen „in diesem Seminar Wege aufgezeigt werden, die die eigene Praxis zu einem Teil eines FZT-Netzwerkes machen, das sich mit allen Aspekten des FZT befasst. Ansprechen werden sollen alle, die aus ihren Bereichen wie Kinderzahnheilkunde, Chirurgie oder Endodontie Erfahrung im Umgang mit FZT haben und für Kollegen/innen in der näheren Umgebung zu einer/einem Ansprechpartin/Ansprechpartner oder der Anlaufstelle für einen professionellen Umgang mit Frontzahntrauma-Patienten/innen werden.“
Sicherlich eine sehr gute Idee, die hoffentlich sehr viel Zuspruch und Unterstützung erfährt.
Zum Ende des gleichen Monates findet dann eine weitere hochkarätige Fortbildung zum Thema >Treatment Challenges in Dental Traumatology< in Kopenhagen/Dänemark statt. Etliche international renommierte Referenten berichten dann über behandlerische Herausforderungen in der dentalen Traumatologie.
Für uns Europäer nicht gerade der nächste Weg, aber das Programm weiss zu überzeugen…
IADT Tagung in Brisbane
Dies finden sie hier sowie hier nähere Informationen zu den Hauptrednern.
Vielleicht begibt sich ja der ein oder andere von Ihnen nach Down Under.
Ich hoffe also möglichst viele der WURZELSPITZE Leser auf einer dieser tollen Veranstaltungen zu treffen. Sollten Sie noch weitere lohnenswerte Veranstaltungen zu dieser Thematik kennen bitte ich Sie die Kommentarfunktion zu nutzen…
Vor ca. 15 Monaten habe ich hier über unsere neue Praxisbekleidung der Firma Stoiber berichtet. Nach diesem Zeitraum möchte ich ein persönliches Fazit ziehen…
Und dies fällt mehr als positiv aus.
Auch nach über einem Jahr sehen insbesondere die weissen Polohemden inklusive Stickereien (quasi) aus wie neu. Von Verschleiss keine Spur.
Praxisteam -Endodontie in München- mit Praxishemden der Firma Stoiber
Etwas anderes verhält es sich mit den dunkelblauen Hemden (die ich zusätzlich neben gelben für mich bestellt habe). Hier sieht man ein leichtes Verblassen des ursprünglichen Farbtons. Diese Entfärbung fällt aber sehr sehr moderat aus.
Von uns gibt es also – 2 Daumen hoch- für diese spitzen Praxisbekleidung, die wir uneingeschränkt empfehlen können.
Gestern hatte unsere Tochter Sophie Geburtstag. Vor fünf Jahren kam unser erstes Kind auf die Welt. Sehr zu unserer Freude.
Obgleich alle Anfangsuntersuchungen belegten, dass unsere kleine Prinzessin rundum gesund war stellte insbesondere meine Frau schnell fest, dass ihre Kopfform unnormal war. Ihr Hinterkopf war auffallend abgeflacht und ferner einseitig „unterentwickelt“. Darauf angesprochen beschwichtigten uns die Ärzte und stellten in Aussicht, dass sich dieses „primär ästhetische“ Problem in absehbarer Zeit normalisieren und „verwachsen“ werde.
Die nächsten zwei Monate zeigten indes eine gegenteilige Entwicklung und so begann meine Frau sich im Internet mit dieser Thematik näher zu beschäftigen. Recht schnell konnte sie die Diagnose einer lagerungsbedingten occipitalen Plagiocephali „herausfinden“.
Das Wort Plagiocephalus stammt aus dem Griechischen und bedeutet «schiefer Kopf». Seit der Empfehlung, Neugeborene und Säuglinge im Rahmen der SIDS-Prophylaxe in Rückenlage schlafen zu lassen werden seither sechsmal mehr lagebedingte unnormale Kopfformen registriert. Man unterscheidet die lagebedingte, sekundäre Plagiocephali von der primären Plagiocephali bei einseitiger Coronarnaht- oder Lambdanahtsynostose.
Unsere Tochter war also alles andere als eine Ausnahme. Bereits im Mutterleib hatte diese Fehlentwicklung begonnen und wurde in der weiteren Folge durch die Rückenlage beim Schlafen weiter verstärkt. Unsere „Recherchen“ zur Therapie ergaben, dass eine Helmbehandlung angezeigt war. Die Suche nach einem kompetenten Ansprechpartner hierfür brachte uns schließlich an die Universitätsklinik nach Würzburg. Dort hatte die pädiatrische Neurochirurgie in Zusammenarbeit mit den Abteilungen für Kieferorthopädie und Mund-Kiefer-Gesichts-Chirurgie eine Spezialsprechstunde hierfür eingerichtet.
Eine dort für Sophie individuell angefertigte Kopforthese wurde daraufhin von ihr für die nächsten Monaten konsequent getragen.
Sophie im Alter von 5 1/2 Monaten mit Kopforthese
Konsequent bedeutete in diesem Zusammenhang 23 Stunden am Tag…
die Eingewöhnung hierfür dauerte keine zwei Tage und verlief unproblematisch.
Drei Monate und einige Kontrolltermine später war die Behandlung abgeschlossen. Die Gegenüberstellung von prä- und postoperativer Situation verdeutlicht das beeindruckende Behandlungsergebnis …
prä- vs postoperative Situation bei lagerungsbedingter Plagiocephalie
Unser besonderer Dank gilt allen beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Universität Würzburg. Insbesondere Frau S. Habel und Herrn Dr. P. Meyer-Marcotty
Jetzt könnte unsere Tochter auch Super-Modell werden…
;-)
P.S.: Wer sich näher mit dieser Thematik beschäftigen möchte kann dies hier und hier tun
Vor gut drei Jahren habe ich hier über unsere Erfahrungen mit der Miscea Armatur berichtet. Es scheint, als wären wir nicht die einzigen gewesen, die zum Teil „Probleme“ mit dieser Armatur hatten. Als Reaktion auf die unzuverlässige Abgabe des Desinfektionsmittels hat uns die Firma auf jeden Fall vor einiger Zeit einen Rückflussverhinderer zugeschickt.
Rückflussverhinderer close-up
Dessen Einbau gestallte sich dank Anleitung sehr einfach.
Einbauanleitung Rückflussverhinderer
Und die Wirkung?
Absolut überzeugend! Seit dem Einbau gehört diese „Neustart-Kinderkrankheit“ der Vergangenheit an.
Heute möchten ich Ihnen den 5. Teil der Beitragsreihe zu vertrauensbildenden Maßnahmen in der Endodontologie vorstellen. Wieder geht es um das zentrale Thema Lokalanästhesie und weitere (kleine oder grosse) Anwendungshinweise die dazu führen können, dass unsere Patienten eine möglichst angenehme, weil hierdurch schmerzfreie Behandlung erfahren. Hierfür ist es zunächst nötig sich einiger Grundlagen zu erinnern.
Zum Beispiel, dass das in Deutschland und Europa zumeist verwendete Articain einen Wirkungseintritt nach bereits 2-3 Minuten aufweist. Dies ist wichtig zu beachten, da ferner eine unterschiedliche Wirkungsdauer auf Pulpa und Weichgewebe besteht, die sich zeitlich stark unterscheiden. Erwähnenswert ist ferner, dass die Konzentration des Vasokonstiktors (z.B. 1:100.000 bzw. 1:200.000) keinen Unterschied hinsichtlich der Dauer der Pulpaanästhesie bewirkt. Diese liegt laut Malamed (2006) bei beiden Darreichungsformen bei (voraussichtlich) 60 Minuten. Es macht daher in der Regel keinen Sinn, bewusst (deutlich) länger auf die einsetzende Wirkung zu warten ,weil so „kostbare“ Anästhesiezeit „verschenkt“ wird.
Die nachfolgende Grafik gibt einen guten Überblick über gängige Lokalanästhetika und deren Wirkungseintritt/dauer.
Ferner ist es auch wichtig sich daran zu erinnern, dass die Anästhesie von Weichgewebe nicht gleichbedeutend mit einer pulpalen Anästhesie ist. Um also sicher zu gehen, dass der Patient während unserer Massnahmen keine Schmerzen verspürt reicht die Frage nach der „tauben Lippe“ alleine nicht aus. Erst die ebenfalls getestete negative Reaktion auf Kälte- und/oder elektrischen Reiz erlaubt eine objektive Aussage über die tatsächliche pulpale Anästhesie. Der Unterschied zwischen Weichgewebs- und Pulpaanästhesie lässt sich mit dem Aufbau der Nervenfaser(n) erklären. Die primär für die Weichteilanästhesie verantwortlichen Mantelfaszikel liegen mehr in der Peripherie, wohingegen die für die pulpale Anästhesie zu betäubenden Faszikel zentral(er) liegen.
Schematische Zeichnung einer Nervenfaser
Es bedarf also einer entsprechenden Konzentration an Lokalanästhetikum nahe der Nervenfaser, um eine entsprechende Diffusion ins Innere zu gewährleisten. Dies erklärt ferner, warum die Weichteilanästhesie deutlich länger anhält, als die Pulpabetäubung.
Zuletzt möchte ich noch einen kleinen klinischen Tipp anführen der dazu beitragen kann, dass die „Spritze beim Zahnarzt“ weniger unangenehm ist. Um eine Verletzung der Knochenhaut durch den Schliff der Kanüle möglichst gering zu halten sollte dieser zur periostzugewandten Seite gerichtet sein. Das nachfolgenden Schaubilder verdeutlichen warum:
Das Freud und Leid auch in der Endodontologie nah beisammen liegen können zeigen die beiden nachfolgenden Fälle.
Zum Abschluss der nachfolgenden Revisionsbehandlung schlug mein endodontisches Herz höher…
die Bilder zeigen denke ich, warum:
Prä-OP
einen Mini-Molaren wie diesen behandeln wir schliesslich nicht alle Tage.
intrakoronale Ansicht
Masterpoint-Röntgenaufnahme mit scheinbarer Konfluation der beiden bukkalen Kanalsysteme
und schon gleich gar keinen, der bukkal eine x-Bein-Konfiguration aufweist…
Post-OP
Prä-op vs. post-op
So hätte der Behandlungstag (oder auch die Woche) gerne enden dürfen.
Leider folgte direkt im Anschluss noch eine Nachkontrolle eines Falles, den wir vor gut einem Jahr abgeschlossen hatten…
hier die damalige Ausgangssituation.
Prä-op
Es handelte sich um einen Zahn 46 mit insuffizienter endodontischer Vorbehandlung und disto-vestibulärer Fistel. Die Revisionsbehandlung (der trägerbasierten Wurzelfüllmasse) erfolgte ohne Besonderheiten und so konnte der Zahn im zweiten Termin und abgeklungener Symptome zu Ende behandelt werden.
Masterpoint-Röntgenaufnahme
Post-OP
Das alio angefertigte Kontrollbild ein Jahr nach Abschluss unserer Behandlung zeigte folgende Situation:
Recall 2015
2014 vs. 2015
Bei aller Freude über das bisherige Ergebnis des revidierten Mini-Molaren stellt sich die Situation hier wohl weniger erfreulich dar.
Was halten Sie von der aktuellen Situation im Vergleich zum Abschluss vor einem Jahr (soweit beurteilbar) und wie würde ihr weiteres Procedere aussehen?
Erinnern Sie sich noch an diesen Beitrag, in dem ich auf einen kleinen Trick hinwies, wie man eine palatinale Anästhesie für den Patienten schmerzfrei(er) gestallten kann?
Zu meiner Freude erhielt ich in diesem Zusammenhang gestern von einer Kollegin nachfolgende Mail:
„Hallo Herr Dr. Kaaden,
Ich wollte mich noch einmal bedanken für den guten Rat zum Einsatz des Kugelstopfers bei der palatinalen Anästhesie. Dass es wirklich gut funktioniert, habe ich letzte Woche im Härtetest festgestellt, als eine zwölfjährige Patientin als Schmerzfall behandelt werden musste. Zustand nach Frontzahntrauma vor vier Jahren mit komplizierter Kronenfraktur 21 und anschließendem adhäsivem Aufbau im Notdienst. Letzte Woche bereitete der Zahn Beschwerden und wies nur noch eine schwache Restvitalität auf. Da die Notfallbehandlung damals ohne Anästhesie erfolgte, war das Kind mir bisher als sehr ängstliche Patientin mit eher geringer Kooperationsbereitschaft bekannt und hat zumindest vor meiner Zeit in der Praxis häufiger die Behandlung verweigert, auch bei Prophylaxeterminen. Am Freitag musste die Wurzelkanalbehandlung an 21 notfallmäßig eingeleitet werden. Es folgte die erste Anästhesie, der erste Kofferdam und die erste umfangreiche Behandlung ihres Lebens. Nach kindgemäßer Erklärung der Behandlung habe ich sie anästhesiert, wie Sie es empfohlen hatten. Es gab KEINEN Pieps, keinen Zappler, kein Tränchen, einfach gar nichts, während der ganzen Behandlung nicht. War alles zwar komisch, aber nicht schlimm, sagte sie. Und der Pieks war eigentlich gar nicht richtig da. Davor hatte sie am meisten Angst. Klingt doch gut, finde ich. Nochmal herzlichen Dank dafür!
Ihre xxx
Am Meisten freut es mich für das junge Mädchen, die durch das umsichtige Vorgehen Ihrer Behandlerin nun neues Vertrauen in eine schmerzfreie Zahnbehandlung gefunden hat. Welche Folgen die damalige Behandlung bei Verzicht auf jegliche Anästhesie für das Mädchen hat, kann man nur erahnen. Allerdings bestärkt mich die traurige Erfahrung des Mädchens in der Fortführung dieser Beitragsreihe.
Daher möchte ich an dieser Stelle einen weiteren einfachen, wie effektiven Hinweis einer vertrauensbildenden Maßnahme während der Lokalanästhesie geben…
Die meisten Patienten verschliessen kurz vor der eigentlichen Lokalanästhesie und dem damit ggf. empfundenen Pieks die Augen. Diesen „Umstand“ nutze ich und bitte die Patienten in dem Moment, in dem ich mit der Kanüle einsteche …
die Augen zu öffnen.
Diese kleine Bitte erstaunt die Patienten in der Regel in diesem Moment und resultiert in einer gewissen Ablenkung. Ferner ist der für den Menschen sehr wichtige Sinn des Sehens nicht „ausgeschaltet“ und die Patienten konzentrieren sich unweigerlich nicht nur auf das in diesem Moment „Gefühlte“ (= den ggf. spürbaren Pieks)…
Sollten Sie diesen kleinen Trick bisher nicht anwenden, so empfehle ich dies unbedingt.
Über Feedback mit Ihren Erfahrungen würde ich mich freuen.
Die Schall bzw. Ultraschallaktivierung von Spüllösungen innerhalb des endodontischen Kanalsystems hat in den letzten Jahren zunehmend an Beachtung erlangt. Auch auf der IDS wurden hierzu einige Neuerungen vorgestellt.
Zum Beispiel:
„EDDY“
Nach einer Idee von Dr. Winfried Zeppenfeld bewirkt diese Polyamid-Spitze in Kombination mit einem Airscaler eine Schallirrigation endodontischer Spüllösungen. Wie dieses kleine Video zeigt scheint der Name (Eddy = Wirbel) „Programm“ zu sein
In dieser Firmenbroschüre finden sich nähere Einzelheiten zu dieser IDS-Neuheit.
Seit 2008 ist die Verwendung eines kabellosen Endodontie-Motors aus unserem Praxisalltag nicht mehr wegzudenken. Meine Erfahrungen mit dem von mir sehr geschätzten ENTRAN habe ich in diversen Beiträgen (u.a. auch hier) auf WURZELSPITZE veröffentlicht.
Leider war es diesem Motor (wie auch anderen) nicht möglich neben der vollrotierenden auch die reziproke Bewegung für Nickel-Titan-Instrumente umzusetzen.
Wie für Hans-Willi Herrmann (und viele andere) wird daher in Kürze auch für mich mit der Vorstellung solcher „Kombigeräte „ein Traum“ in Erfüllung gehen . Das von VDW für diesen Zweck entwickelte Gerät wird der breiten Öffentlichkeit erstmals auf der IDS unter dem Namen Connect drive vorgestellt.
VDW Connect drive
In dieser Produktbroschüre finden sie hierzu vorab schon nähere Informationen.
Auf die regelmässige klinische Anwendung und unsere Erfahrungen mit diesem und anderen Kombimotoren bin ich selber maximal gespannt…
Diverse Faktoren entscheiden darüber, ob ein vom Zahnarzt/ Zahnärztin appliziertes Lokalanästhetikum eine (vollständige) Schmerzausschaltung während der Behandlung bewirkt oder gegebenenfalls auch nicht. Sollte eine unzureichende oder ausbleibende Wirkung eintreten werden in der wissenschaftlichen Literatur u.a. folgende Gründe hierfür angeführt:
Pharmazeutische Gründe (überaltert etc.)
Behandlungsgründe
Behandlergründe
Anatomische Gründe (Variationen)
Pathologische Gründe (Gewebsstruktur etc.)
Psychologische Gründe (Meechan 2011)
Erst in den letzten Jahren wurde auch der Einfluss der Chronobiologie auf die Wirksamkeit dentaler Lokalanästhetika erkannt. Wie Chassard & Bruguerollein ihrem Übersichtsartikel eindrucksvoll zusammenfassen konnten scheint die Tageszeit, bei der die Applikation stattfindet, eine beträchtliche Rolle zu spielen.
Bei schwierig zu anästhesierenden Patienten sollten man daher laut der aufgelisteten Studien ggf. darüber nachdenken, den Behandlungstermin eher in die Nachmittags– statt Morgenstunden zu legen. Eine laut Lemmer & Wiemers bis zu 37% höhere Wirksamkeit für Articain geben hierzu durchaus Anlass. Es scheint sich also „zu lohnen“ dies im Hinterkopf zu haben, wenn die nächste Terminvereinbarung des schwierig zu anästhesierenden Patienten ansteht..
Auf den Tag genau drei Jahre ist es her, dass wir mit unserer Praxis für Endodontologie & dentale Traumatologie in München gestartet sind. Das erste Dreivierteljahr stand uns zunächst nur ein Behandlungszimmer zur Verfügung. Später wurde dann Therapie-Raum II sukzessive eingerichtet und „aufgerüstet„. Den letzten Bericht hierzu finden sie hier.
Circa 1500 Patienten später erfolgte nun vorgestern mit der Wandmontage der Monitore der (vorerst) letzte Schritt dieser „Instandsetzungsserie“. Unter anderem auf Grund der 5-Jahres-Garantie und dem inkludierten Reparaturservice (mit Leihgerät) habe ich mich für zwei graue Eizo Monitore entschieden.
Mein besonderer Dank gilt auch hier wieder Dr. „Heimwerker-König“ Florian Krekel, ohne dessen Einsatz mir auch dieses Projekt alleine nicht annähernd möglich gewesen wäre.
Hier die einzelnen Arbeitsschritte anhand zahlreicher Aufnahmen:
Der Durchmesser der Bohrungen (hinter PC-Fach-Wand und Behandlungszeilen-Wand) richtet sich hierbei nach der Steckergröße der Monitore und Anzahl der Kabel (hier vier). Es empfiehlt sich die Kabel mittels Zugseil (hier Nylon- und Drahtvariante) von unten nach oben durchzuziehen. Um zu verhindern, dass die Kabel durchhängen und ungewollt unterhalb des Monitors sichtbar werden wurden diese mittels Kabelbinder am Monitor fixiert.
Et voila… gut drei Stunden später war das Projekt abgeschlossen und insbesondere Florian hatte sich sein „Belohnungs-Steak“ mehr als verdient!
Genau wie in unserem ersten Behandlungszimmer findet sich ferner auf der drei-Uhr-Position des Patienten ein grosser Bildschirm, der mit dem PC Monitor II synchronisiert ist, um so eine umfassende Patientenaufklärung und Beratung durchführen zu können. Die Position des 42 Zoll Flachbild-Fernsehers ist so gewählt, dass dieser nicht versehentlich durch die Tür beschädigt werden kann.
Ich freue mich auf das Arbeiten in diesem Behandlungszimmer und danke Florian für seine großen großen Mühen. Mir hat`s viel Spass gemacht :-)
Vor zwei Jahren habe ich hier erstmals über unsere kostengünstige schwedische Behandlungszeile des zweiten Therapiezimmers berichtet. Mein Kurzfazit nach dieser Zeit fällt positiv aus. Ein gelungener Kauf, der sich für unsere Zwecke voll rentiert hat, praxistauglich ist und daher von mir weiterempfohlen werden kann.
Fast drei Jahre nach Praxiseröffnung standen in diesem Zimmer jedoch einige Umbaumassnahmen (u.a. Installation eines PCs etc) an. (Mehr dazu in einem späteren Bericht). In diesem Zuge war ich auf der Suche nach geeigneten Oberschränken. Diesmal wurde ich bei einem anderen Hersteller fündig und wir entschieden uns zwei dieser Modelle. Seit gestern „hängen“ sie…
Oberschränke nach Montage
Ein wenig Arbeit bleibt zu tun, da die beiden Monitore noch an geeigneter Wandposition unter den Oberschränken befestigt werden sollen. Rein optisch bin ich aber schon mal zufrieden. Über die Praxistauglichkeit dieser „gepimpten Behandlungszeile light“ werde ich wieder berichten…
In der endodontischen „Szene“ ist der Name – Dr. Holm Reuver – seit Langem ein Begriff. Insbesondere verbindet man mit seinem Namen die von ihm in den letzten Jahren perfektionierte Technik der „Transparentmachung von Zähnen„
Vor sehr Kurzem hat dieser „Daniel Düsentrieb“ der Zahnheilkunde beschlossen sein Wissen und seine Erkenntnisse der „breiten Masse“ zuteilwerden zu lassen. Mittels einer eigenen Homepage:
Transparentmacher.de
Die Seite richtet sich primär „an Zahnärzte, die auf Endodontie spezialisiert sind oder ein besonderes Interesse an diesem Fachgebiet haben. Hier können hochwertige Bilder durchsichtiger Zahnpräparate für die Praxis erworben werden.“
Der zwei Teil der Seite stellt mit „CLEARINGSERVICE ein ganz neuen und besonderen Dienst zur Verfügung. Es ist eine weltweit einmalige Einrichtung zur Untersuchung von Zähnen mit Hilfe der Clearing-Technik. Sie eignet sich besonders zur Untersuchung wurzelbehandelter Zähne. Von Ihnen eingeschickte Zähne werden in transparente Präparate überführt und anschließend mit einer hochwertigen Fotodokumentation ausgewertet.“
Ich bin mir sehr sicher, dass diese Seite und seine Inhalte ein voller Erfolg werden.
Nicht erst seit diesem Artikel ist bekannt, dass für zahnärztliche Patienten eine möglichst indolente Lokalanästhesie-Injektion mit nachfolgender schmerzfreier Behandlung von grösster Wichtigkeit ist. Diese Patienten-„Wünsche“ sind von zahnärztlicher Seite her jedoch unterschiedlich „einfach“ zu erfüllen. Unterkiefer-Inzisivi gelten zum Beispiel zumeist als nicht besonders schwierig zu anästhesierende Zähne. Hierzu wird in der Regel eine bukkale Infiltration auf Höhe der Wurzelspitze des betreffenden Zahnes gewählt.
Gestern wurde in unserer Praxis eine endodontische Notfallbehandlung solcher Unterkiefer-Inzisivi bei einer Patientin notwendig. Auch sie hatte selbstverständlich den Wunsch möglichst keine Schmerzen während der Behandlung zu verspüren.
Apikale Aufhellungen an den Zähnen 31 und 32 nach prothetischer Versorgung alio loco. Radiologisch besteht der „begründete Verdacht“ auf jeweils 2 Kanalsysteme pro Frontzahn
Um eine bestmögliche Anästhesiewirkung in solch einem Fall zu erzielen vertraue ich jedoch nicht nur auf das oben kurz beschriebene Vorgehen, sondern setzte ein Studienergebnis von Meechan&Ledvinka klinisch um:
In Ihrer klinischen Studie konnten Sie zeigen, dass eine alleinige bukkale Infiltration in nur 50% aller Fälle eine profunde pulpale Anästhesie bewirkt. Erst die Kombination mit einer zusätzlichen lingualen Applikation führte zu einer hohen Erfolgsquote (92%).
Diese Ergebnisse waren für mich sehr überzeugend und meine daraufhin gesammelten klinischen Erfahrungen seit Einführung dieser „Doppel-Anästhesie“ decken sich mit denen von Meechan&Ledvinka. Daher erfolgt bei Unterkiefer-Inzisivi-Behandlungen immer eine bukkale und linguale Anästhesie als vertrauensbildende Maßnahmen in der Endodontologie.
Sollten Sie das Fazit der “Meechan&Ledvinka-Studie” bisher nicht anwenden, so hätte dieses in meinen Augen mehr als eine „Chance“ verdient. Ich bin mir sicher, Ihre Patienten werden es Ihnen danken…
Es gibt (diverse) Maßnahmen die man als Zahnmediziner vor, während und nach einer (endodontischen) Behandlung ergreifen kann, dass sich Patienten maximal „wohl und gut betreut fühlen“ und somit Vertrauen in die Behandlung (inkl. behandelnden Zahnarzt/Zahnärztin) fassen.
Befragt man Patienten dazu, was Ihnen bei der Wahl des Zahnarztes „ihres Vertrauens“ besonders wichtig ist, so spielen die Themen schmerzfreie/arme Behandlung und Injektion eine zentrale Rolle. Dies wurde u.a. in der Veröffentlichung von Jennifer de St. Georges 2004 eindrucksvoll belegt.
10 Gründe wonach Patienten ihren Zahnarzt auswählen – nach J. de St. Georges (2004)
Auf Nachfrage bei Patienten, welche „Spritze“ beim Zahnarzt als besonders unangenehm empfunden wird nimmt die palatinale Anästhesie einen „Spitzenplatz“ in der Schmerzhaftigkeit ein.
Macht es also „Sinn“ daher auf diese Anästhesie bei der Behandlung eines mehrwurzligen Oberkieferzahnes (insbesondere eines Molaren) zu verzichten?
Laut Maladem SF (Handbook of Local Anesthesia, 2013) „reicht“ bei ca. 30% aller behandelten Patienten eine alleinige vestibuläre Infiltration nicht aus, um auch palatinal eine profunde Anästhesie während der (endodontischen) Therapie zu erzielen. Aus diesem Grund erfolgt bei uns bei mehrwurzligen Zähnen (quasi immer) eine bukkale und palatinale Injektion.
Oberkiefer-Molar vor endodontischer Behandlung bei irr. Pulpitis
Um diese jedoch so angenehm wie möglich zu gestallten bediene ich mich eines kleines Tricks. Vor der eigentlichen palatinalen Injektion nutze ich die Rückseite des Spiegelgriffes oder der Sonde, um an der gewünschten (späteren) Einstichstelle eine Druckanästhesie zu erzielen. Die in der Regel nach ca. 15-30s kurzfristig ischämisch werdende Gingiva ist ein guter Indikator für den gewünschten „Effekt“.
reversible Druckanästhesie palatinal vor Lokalanästhesie-Injektion
Nun kann unter Aufrechterhaltung des Griffdruckes die _langsame_ Injektion erfolgen, ohne, dass der Patient die sonst geäusserten Missempfindungen bzw. Schmerzen verspürt.
Palatinale Injektion mittels Citoject bei vorhandener reversibler Druckanästhesie durch Spiegelgriffdruck
Sollten Sie diesen „Trick“ bisher nicht anwenden, so hätte dieser in meinen Augen einmal eine Chance verdient.
Ich bin mir sicher, Ihre Patienten werden es Ihnen danken…
Nachdem ich mich vor einiger Zeit endlich für ein Praxislogo entschieden habe wollte ich dieses nun sukzessive in den Praxisalltag integrieren. Neben neuen Beschilderungen (u.a. am Hauseingang, Treppenhaus etc.) lag mir eine individualisierte Praxisbekleidung am Herzen. Ein Patient hat mich schliesslich auf die Firma Stoiber aufmerksam gemacht, die z.B. die für uns interessanten Polohemden nach Wunsch bestickt oder bedruckt.
Nach Farbauswahl (etc.) der Hemden erfolgte die online-Bestellung absolut problemlos und sehr professionell. Es ist noch zu früh über die tatsächliche Langlebigkeit und Qualität zu urteilen, aber bisher scheint das Preis-Leistungs-Verhältnis absolut zu stimmen.
Gesticktes Logo der Praxis für Endodontologie und dentale Traumatologie – Dr. Christoph Kaaden- B5 München
Vielleicht sind diese Firma und ihre Produkte auch etwas für Sie…
Seit diesem 2012 von Ronald Wecker veröffentlichten Artikel mit dem darin enthaltenen Hinweis auf von ihm verwendete Hartmetallfräsen sind auch wir regelmässige und begeisterte Nutzer dieser Instrumente geworden. Aus diesem Grund war mein „Leidensdruck“ neu auf dem Markt erhältliche Fräsen eines „Mitbewerbers“ auszuprobieren gering…
Nach einigen Wochen im „Praxistest“ und multiplen Anwendungen bin ich nun aber doch froh, den SabreCut-Instrumenten „eine Chance gegeben zu haben“.
Die vom Vertreiber versprochenen Eigenschaften decken sich mit unseren bisherigen Erfahrungen. Je nach Grösse des zu bearbeitenden Areals nutzen wir also nun eine der beiden genannten Fräsentypen und haben somit für uns mehr“Handlungsspielraum“ dazugewonnen.
Wenn Sie also darüber nachdenken einmal andere bzw. zusätzliche Hartmetallfräsen zu verwenden als bisher, scheinen die SabreCuts in meinen Augen eine sehr gute Wahl zu sein.
Disclaimer: Es besteht beim Autor kein Interessenkonflikt in Form einer finanziellen oder persönlichen Beziehung zu Dritten, deren Interessen vom Beitragsinhalt positiv oder negativ betroffen sein könnten.
Erstmals hatte ich hier im Januar 2012 von unseren Erfahrungen der Neugründung einer endodontologischen Praxis berichtet. Die vergangenen Beiträge befassten sich u.a. mit den gewählten Behandlungseinheiten, dem Dentalmikroskop (mit den mittlerweile behobenen Kinderkrankheiten) u.v.m. Heute möchte ich den ersten Teil einer neuen Beitragsreihe vorstellen, obgleich von einem wirklichen Neustart nach gut 2 1/2 Jahren nicht mehr die Rede sein kann. Da eine Praxisführung jedoch ein „dynamischer Prozess“ ist, spielen stetige Überlegungen hinsichtlich möglicher Neuanschaffungen eine große Rolle. In meinen ursprünglichen Praxisplanungen war der Kauf eines möglichen Orthopantomogramms (OPG) bzw. digitalen Volumentomographs (DVT) nicht vorgesehen, da ich zu dem damaligen Zeitpunkt in meinem angedachten Praxiskonzept hierfür keine Notwendigkeit sah. Auch räumlich war ein solches Gerät nicht vorgesehen, wie ein Blick auf den Grundriss „verrät“.
Grundriss Praxis für Endodontologie B5-München
Seit längerer Zeit hat sich meine Ansicht hierzu geändert und auch ich erachte eine solche Anschaffung mittlerweile für unsere Praxis als wichtig an. Daraufhin begann ich mich mit den diversen auf dem Markt befindlichen DVT näher zu beschäftigen. Schnell erkannte ich, dass die Auswahl (je nach Budget und Anwendungsbereich) scheinbar unbegrenzt ist. Um sich weitere Anhalte über die diversen Geräte zu verschaffen lieferte diese Auflistung einen guten Überblick.
In meinen weiteren Überlegungen kamen schliesslich primär zwei Apparate in die nähere Auswahl:
Das CS 9000 3D (Fa.CARESTREAM) mit einem sehr guten Preis-Leistungsverhältnis und das Veraviewepocs 3D F40 (Fa.MORITA). Letzteres Gerät hat nicht nur bei WURZELSPITZE sehr gute Kritiken erhalten und kam bei vielen der vorgestellten DVT-Fälle zum Einsatz. Näheres zum F40 und Gründe für seine Kaufentscheidung hat Dr. Hans-Willi Herrmann in diesem Betrag sehr gut herausgearbeitet.
Das Veraviewepocs 3D R100 (mit diversen wählbaren (aber für die Endodontie wohl verzichtbaren) Field of Views (FOV)) spielte in meinen Überlegungen aufgrund des höheren Preises keine Rolle.
Während meiner weiteren Recherchen zu diesem Thema kamen noch zwei weitere Geräte in die nähere Auswahl:
Das CS 9300 Select (Fa.CARESTREAM), welches ich aus meiner Klinik-Zeit inklusive diverser WS-Beiträge (I, II…) (recht) gut kannte und welches mich durch die sehr hohe Qualität der Aufnahmen immer überzeugt hatte.
Ferner das in Deutschland Anfang 2014 gerade neu eingeführte CS 8100 3D (Fa.CARESTREAM). Insbesondere dieses Gerät beeindruckte mich durch seine Kompaktheit (bei dem geringen Platzangebot in unserer Praxis ein (ggf.) wichtiger Punkt), das breite Anwendungsgebiet (mit einer Voxelgrösse von 75μm laut Hersteller) und die sehr einfache Bedienbarkeit. Insbesondere hiervon konnte ich mich beim Besuch einer Anwenderpraxis eindrucksvoll überzeugen…
CS 8100 3D
Wer die Qual hat, hat also die Wahl…
Im nächsten Beitrag dieser Reihe möchte ich Ihnen meinen Findungsprozess (seit November 2013!) und die Beweggründe für die endgültige Wahl unseres digitalen Volumentomographs näher erläutern…
P.S.: Sollten Sie die Anschaffung eines digitalen Volumentomographen für Ihre Praxis auch in Erwägung ziehen möchte ich Ihnen vorab u.a. diese kleine Checkliste ans Herz legen.
Disclaimer: Es besteht beim Autor kein Interessenkonflikt in Form einer finanziellen oder persönlichen Beziehung zu Dritten, deren Interessen vom Beitragsinhalt positiv oder negativ betroffen sein könnten.
Die zeitnahe und sinnvolle Terminierung von Schmerzpatienten zählt zu d e n grossen Herausforderungen einer jeden zahnärztlichen Praxis. Um dieser logistischen Aufgabe gerecht zu werden haben wir zum Beispiel mehrfach die Woche „Schmerz-Zeiten“ für solche Notfall-Patienten geblockt. Dies ist aber sicher kein Patentrezept und ich könnte mir vorstellen, dass „jeder“ Mitleser von Wurzelspitze für sinnvolle Anregungen und Tipps hierzu dankbar wäre.
Daher möchte ich Ihnen solche von Jennifer de St. Georges, einer sehr renommierten und international gefragten Praxismanagerin, „weitergeben“.
In diesem Video gibt sie zahlreiche Anregungen und Sichtweisen zu dieser Thematik. Die gut 20 Minuten dieses Videos sind in meinen Augen sehr gut investierte Zeit und können ggf. helfen das Management und die Terminierung von Schmerzpatienten in Ihrer Praxis zu verbessern bzw. zu optimieren.
Ferner würde mich interessieren, wie Sie diese Problematik in Ihrer Praxis handhaben und welche Tipps Sie weitergeben können… nutzen Sie dazu doch die Kommentar-Funktion.
P.S.:Auf der Homepage von Jennifer de St. Georges finden sich hier noch einige weitere sehenswerten Videomitschnitte einiger ihrer Präsentationen…
Obgleich medizinische Notfälle in einer Zahnarztpraxis (zum Glück) sehr selten vorkommen muss man bestmöglich auf einen solchen eventuellen Zwischenfall vorbereitet sein. Neben einer Erste-Hilfe-Ausstattung sind regelmässig besuchte Notfall-Kurse (so wie z.B. beim Team-Day 2013 in Salzburg für die WS-Praxisteams) hierfür unabdingbar.
Insbesondere ein Kreislaufstillstand (Herz-Kreislauf-Stillstand) stellt einen der dramatischsten Zwischenfälle dar. Dieser unmittelbar lebensbedrohliche medizinische Notfall (ausgelöst durch z.B. Herzinfarkt oder Herzrhythmusstörungen) erfordert umgehende Maßnahmen, wie insbesondere die Herz-Lungen-Wiederbelebung. In diesem Zusammenhang kann ein Automatisierter Externer Defibrillator (AED) helfen, die Überlebenschance der Betroffenen signifikant zu verbessern. Obgleich vom Gesetzgeber (bisher meines Wissens nach) für Zahnarztpraxen nicht zwingend gefordert, stellt dieser eine sehr sinnvolle Ergänzung zur praxisinternen Notfallausrüstung dar. Mit etwas Verspätung (weil eigentlich direkt zum Praxisstart als Inventar vorgesehen) habe ich mich in den letzten Wochen eingehender mit der Thematik beschäftigt, um ein für uns geeignetes Gerät auszuwählen.
Geholfen haben mir hierbei unter anderem folgende Internetseiten:
Meine Wahl fiel schliesslich auf einen LIFEPAK CR Plus Automatik, den wir nun gut sichtbar und zugänglich für Praxisteam und Patienten in der Praxis (mittels Wandhalterung) platzieren werden. Aufgrund von Empfehlungen und Ratschlägen einiger Notfallmediziner habe ich mich aktiv für einen „Vollautomaten“ entschieden. Dieser nimmt dem Anwender die „Entscheidungen“ bzw. das _aktive_ Auslösen des empfohlenen Schocks ab und hilft so, die Angst des (unerfahrenen) Ersthelfers vor Behandlungsfehlern zu reduziert.
Hier ein Schulungsvideo (leider nur auf Englisch verfügbar) zu diesem Gerät.
Auch wenn es gut zu wissen ist, dass wir so einen AED nun sofort verfügbar hätten, hoffe ich trotzdem sehr, dass dieser bei uns nie zur Anwendung kommen muss. Aber eines ist mir in den letzten Wochen leider wieder vor Augen geführt worden: Always „Be prepared“ bzw. „Allzeit bereit“
Disclaimer: Es besteht beim Autor kein Interessenkonflikt in Form einer finanziellen oder persönlichen Beziehung zu Dritten, deren Interessen vom Beitragsinhalt positiv oder negativ betroffen sein könnten.
Infrakturen und/oder Risse (der Zahnkrone oder Wurzel) zählen zu den gravierensten Befunden, die Zähne aus endodontischer Sicht aufweisen können, da deren Vorhandensein die Prognose erheblich (negativ) beeinflusst. Um deren (eventuelle) Existenz besser visualisieren und verifizieren zu können hat sich allgemein besonders Methylenblau zur Anfärbung dieser „Cracks“ bewährt.
Mittels Methylenblau visualisierte und verifizierte vertikale Wurzelfraktur. Als Folge zeigt sich eine massiv erhöhte Taschensondierungstiefe
Leider ist das von uns in der Vergangenheit verwendete Produkt kommerziell nicht mehr erhältlich und so waren wir auf der Suche nach einer Alternative. Am naheliegendsten war die Anwendung eines Karies-Detektors. Während die intrakoronale Anwendung des bei uns vorhandenen roten Färbemittels suffiziente Ergebnisse lieferte waren wir wegen des fehlenden Kontrastes zu Gingiva und Blutung wenig zufrieden.
Suffiziente Anfärbung einer Infraktur mittels rotem Kariesdetektor
Ein blauer Kariesdetektor (im 12 ml-Fläschen) der Firma Pulpdent. Zu beziehen über den Dentalhändler ihres Vertrauens für ca. 35,60 – 57,00 €
Disclaimer: Es besteht beim Autor kein Interessenkonflikt in Form einer finanziellen oder persönlichen Beziehung zu Dritten, deren Interessen vom Beitragsinhalt positiv oder negativ betroffen sein könnten. Es besteht beim Autor kein Interessenkonflikt in Form einer finanziellen oder persönlichen Beziehungen zu Dritten, deren Interessen vom Beitragsinhalt positiv oder negativ betroffen sein könnten.
In der Vergangenheit widmeten sich einige WURZELSPITZE-Beiträge (1,2 & 3) kleinen Helferlein des zahnmedizinischen Alltags. Heute möchte ich dieser Beitragsreihe eine weitere Ergänzung hinzufügen.
Kronen aus Zirkoniumdioxid (ZrO2) erfreuen sich immer grösserer Beliebheit bei Patienten und Zahnärztinnen/Zahnärzten. Jeder, der diesen Werkstoff aber schon mal näher „zu Leibe rücken“ musste weiss, dass dies wegen des erheblichen Härtegrades gewisse Schwierigkeiten bereiten kann. Benötigten wir in der Vergangenheit bei der Trepanation eines Zahnes mit ZrO2-Krone zum Teil zwei oder gar drei „herkömmliche“ Diamantschleifkörper hat sich dieses „Problem“ seit der Anschaffung der ZR-Schleifer (Fa. Komet) erübrigt.
Hierbei handelt es sich laut Hersteller um ein Instrument, bei dem„eine Spezialbindung die Diamantkörner einbindet, sodass die Schleifinstrumente gegenüber herkömmlichen Diamantinstrumenten eine erheblich verbesserte Standzeit und Abtragsleistung ermöglichen.“
Wie von Herstellerseite empfohlen hat sich zur Trepanation die Anwendung von abtragsstarken Instrumenten in grober Körnung (grün-weißer Ring) sehr bewährt.
Wer, wie wir, (in der Vergangenheit) bei der Trepanation einer Zirkoniumdioxid-Kronen zu kämpfen hat, dem sei dieser kleine Helferlein ans Herz zu legen.
Disclaimer: Es besteht beim Autor kein Interessenkonflikt in Form einer finanziellen oder persönlichen Beziehung zu Dritten, deren Interessen vom Beitragsinhalt positiv oder negativ betroffen sein könnten.
Bis zu 50 Prozent aller Kinder und Jugendlichen erleiden in jungen Jahren eine Zahnverletzung der ersten und/oder zweiten Dentition. Diese traumatischen Zahnverletzungen (z.B. Avulsion) können zu (sehr) ausgedehnten Verletzungen der Wurzelhaut führen. Kommt es hierbei zu Schädigungen von mehr als 20% der Wurzeloberfläche kann (ggf.) eine progrediente Wurzelresorption mit evtl. späterem Zahnverlust die Folge sein.
Bei einem avulsierten Zahn induziert die Reimplantation eine Entzündungsreaktion, bei der nekrotische Zellen des Zahnhalteapparates phagozytiert werden. In der weiteren Folge wird die Wurzeloberfläche dann wieder durch angrenzendes vitale Gewebe besiedelt. Da es sich hier jedoch zumeist um Zellen des umgebenden Knochens (und nicht des Parodontes) handelt, kommt somit Knochen in direkten Kontakt mit Wurzeloberfläche und führt schließlich zu einer dentoalveolären Ankylose.
Als einer der (ersten) klinischen Anhaltspunkte für eine (beginnende) Ankylose ist der metallische Klang bei Perkussion zu nennen.
Anbei unser jüngster Fall einer solchen Ersatzresorption.
Kurz zu den Hintergründen:
Bei dem 9 Jahre alten Rodrigo war Zahn 21 nach Avulsion alio loco erstversorgt, replantiert und geschient worden. Die nachfolgende notwendige endodontische Behandlung wurde uns übertragen.
Aufgrund der ungünstigen „Vorgeschichte“ (u.a. Replantation nach mehr als 60 min. trockener Lagerung) erfolgte nach chemo-mechanischer Reinigung des Kanalsystems zunächst „nur“ eine medikamentöse Einlage bei Verzicht auf eine definitive Wurzelkanalfüllung.
Das nachfolgende Kurzvideo verdeutlicht die Situation drei Monate nach Ca(OH)2-Einlage mit (beginnender) Ankylose und charakteristischem metallischen Klang bei Perkussion.
Die weitere Prognose des Zahnes ist daher leider als ungünstig einzuschätzen…
In der Vergangenheit gab es auf WURZELSPITZE schon zahlreiche Beiträge zum Thema Kofferdam. Wie z.B. die Kofferdamgeschichten Teil I, II und III und viele mehr.
Heute möchte ich ein weiteres kurzes Kapitel zu diesem Topic beitragen…
Neben der initialen Wahl der „richtigen“ Kofferdamklammer haben (ggf.) weitere Massnahmen (wie u.a. hier beschrieben) einen entscheidenden Einfluss auf die dauerhafte Isolation des Arbeitsfeldes während der Behandlung…
Mich persönlich „nervt“ während des endodontischen „Eingriffs“ kaum etwas mehr als das ungewollte Herunterspringen bzw. Abrutschen der Klammer von dem zu isolierenden Zahn nach z.T. sehr mühevoller Applikation.
Als „ganz einfache“ (wenn auch nicht kostengünstige) Variante hat sich bei uns die (temporäre) adhäsive Fixierung der Kofferdamklammer mittels RelyX™ Unicem bewährt. Diese erfolgt in aller Regel nach initialer Klammerpositionierung. Situationsabhängig ist jedoch auch denkbar, dass wir vorab mit Hilfe des Materials schnell und unkompliziert Retentionsflächen für die Klammer schaffen.
Die RelyX™ Unicem-Klammer-Fixierung erfüllt für mich eine Vielzahl wünschenswerter Kriterien (u.a. sehr schnelle Applikation) und findet mehrfach die Woche bei uns Anwendung.
Daher lautet unser Motto bei der Kofferdamklammer-Fixation:
Wenn`s ganz sicher halten muss…
Temporäre Fixation der Kofferdam-Klammer mit RelyX™ Unicem
Adhäsive Fixierung
P.S.: Die Entfernung des Materials zum Ende der Behandlung gelingt in aller Regel bei uns (sehr) problemlos bei bzw. durch Abnahme der Klammer ;ggf. unterstützt durch den gezielten Einsatz eines Schall-Scalers.
P.P.S: Es besteht beim Autor kein Interessenkonflikt in Form einer finanziellen oder persönlichen Beziehungen zu Dritten, deren Interessen vom Beitragsinhalt positiv oder negativ betroffen sein könnten.
Vor einiger Zeit habe ich über den „neuen“ WordPress Blog VOXELTALK von Marc I. Semper berichtet….
binnen kürzester Zeit hat dieser (zurecht) bereits breite Akzeptanz und Zusprache gefunden…
heute möchte ich Ihnen einen entsprechenden Ausblick auf 2014 liefern, der allerdings (oder „zum Glück“) primär nicht mit der Endodontologie vergesellschaftet ist.
Ab Januar 2014 wird der international sehr renommierte Prof. Dr. Tore L. Hansson wöchentlich seinen neu gegründeten Blog – kondyläre Asymmetrie TACAR- (des Kiefergelenks) ins Leben rufen. Gerade für diejenigen, die sich mit dieser sehr komplexen Thematik näher beschäftigen wird dieser sicher ein zukünftiges Highlight darstellen und liefert eine interaktive Plattform mit dieser Thematik …
Im Zuge meiner Praxisneugründung im Januar 2012 und den damit verbundenen grossen und kleinen Aufgaben stand anfangs auch der Neuentwurf eines Praxislogos auf der „To-do-Liste“… aufgrund diverser Gründe rückte dieses Projekt jedoch auf meiner Aufgabenliste immer und immer weiter nach hinten und schien „Gefahr“ zu laufen davon gänzlich zu verschwinden…
dies änderte sich schlagartig, als ich kürzlich durch ein Gespräch mit einem Patienten auf eine Internet-„Lösung“ meines Problems namens –12designer– aufmerksam gemacht wurde.
Hierbei handelt es sich (Zitat der Homepage) um „ein innovatives Portal zur Durchführung von Kreativ-Projekten als Wettbewerb. Egal ob Logos, Flyer, Visitenkarten, Briefpapier, Grafiken, Aufkleber, Plakate, Webseiten, Illustrationen, Banner, Namensfindung, Sound und Multimedia-Videos – kurz alles, was gestaltet wird, findet über 12designer den richtigen Kreativen. Auch bei der Namensfindung für Ihr Startup oder ein neues Produkt hilft die Community.“
Kurzentschlossen habe ich dort eine Ausschreibung zur Logo-Gestaltung für unsere endodontische Praxis gestartet und war über die Resonanz mehr als (positiv) erstaunt.
120 Entwürfe von 32 Designern sind in der Ausschreibungsfrist bei mir eingegangen… mit zum Teil in meinen Augen sehr sehr kreativen Ideen und Vorschlägen…
vorgestern war Deadline und es galt sich zu entscheiden…
bevor ich Ihnen in einem weiteren Beitrag unser neues Logo tatsächlich zeige bleibt für mich ein kurzes Fazit zu ziehen.
Kurzum. Ich kann das Kreativ-Portal 12designer bisher sehr empfehlen, da es mir die Möglichkeit geboten hat zusammen mit unzähligen kreativen Köpfen einen weiteren Punkt von unserer Aufgabenliste zu streichen…
Seit Sommer 2008 arbeiten wir nun mit kabellosen Endomotoren von W&H.
Meine erste positive Beurteilungen über den Entran veröffentlichte ich im Oktober 2009 hier. Und zuletzt verlieh ich dem Produkt in unserem Adventskalender 2012 vier+ (von 5 möglichen ) Wurzelspitzen.
Gestern ist es nun also passiert.
5 1/2 Jahre nach Erstanschaffung und absoluter Zuverlässigkeit bei von bis zu sechs endodontischen Behandlungen am Tag hat einer der Entran einen (wohl irreparablen) Defekt entwickelt.
Ich wünschte mir, dass alle von uns verwendeten Produkte eine ähnliche Haltbarkeit an den Tag legen würden. Dies ist leider nicht der Fall. So wie z.B. unser Monitor (für Röntgenbilder und mehr) an der Centro-Säule, der nach nur knapp 1 1/2 Jahren defekt ist. Aber mehr dazu in einem anderen Beitrag.
Wir haben heute auf jeden Fall direkt einen neuen kabellosen Motor bestellt.
Im September werden es zwei Jahre, dass wir bei Ebay einen elektrischen Pulpa Tester bestellt haben. Nach diesem Zeitraum kann ich festhalten, dass sich diese kleine Anschaffung mehr als gelohnt hat. Regelmässig verrichtet das Gerät zuverlässig seine Dienste…
so regelmässig, dass meine beiden Assistentinnen angeregt haben ein Zweites zu ordern.
Zu dumm, dass „unser“ Modell bei Ebay nicht mehr erhältlich ist. Daher mussten wir auf ein Anderes ausweichen:
Der Preis variiert je nach Anbieter zwischen 20 bis 50 Euro….
Von Bestellung bis Lieferung vergingen diesmal 16 Tage. Wir werden berichten, ob unsere Erfahrungen ähnlich positiv sind wie beim ersten Mal…
Seit gut 1 1/2 Jahren sind wir nun „voll“ im Praxisbetrieb. Nach dieser Zeit lässt es sich leider trotz aller Vorsicht nicht vermeiden, dass erste „Abnutzungsspuren des Alltagsbetriebs“ an Einrichtungsgegenständen u.ä. sichtbar werden.
Mir besonders ein Dorn im Auge sind „Spuren und Schrammen“ an den (weissen) Wänden. Bei uns als „neuralgische“ Bereiche besonders betroffen sind die Wände hinter den Stühlen des Wartebereichs und unterhalb des Mitbeobachter/Beratungs-Fernsehers im Behandlungszimmer EINS.
Abhilfe schaffen seit Kurzem weisse Kunststoffplatten die wir mittels Industriekleber an den entsprechenden Wandbereichen befestigt haben.
Für mich optisch das Beste (und Unauffälligste & Pflegeleichteste), was meine Suche in diesem Bereich ergeben hat… vielleicht hilft dem ein oder anderen unsere Wahl des Wandschutzes.
Bezogen haben wir diese für „schlankes Geld“ bei einem Schreiner unseres Vertrauens..
Über den klinischen Nutzen und Mehrgewinn an Informationen durch eine (präoperative) DVT-Aufnahme für eine vorhersagbarere endodontische Behandlung ist auf WURZELSPITZE mittlerweile zahlreiche Male berichtet worden.
Hier (I, II, III & IV) finden Sie bei Interesse nochmals eine Reihe dieser Beiträge.
Bei diesen handelt es sich in der Regel um „Anwendungsbeschreibungen“, welche keine (theoretischen) Hintergründe zu dem zum Teil sehr komplexen Gebiet der digitalen Volumentomographie liefern.
Umso erwähnenswerter ist daher der von Marc I. Semper ins Leben gerufene Blog VOXELTALK.
Sein Initiator umschreibt dessen Intention wie folgt:
„Der Zweck dieses Blogs ist es die Grundlagen der DVT zu vermitteln,den diagnostischen Nutzen der DVT kritisch zu überprüfen und darzustellen, inwiefern deren Einsatz zu einer Verbesserung der Qualität der Diagnostik, der Behandlungsplanung und deren Langzeitergebnis führen kann.“ (Den kompletten Wortlaut finden Sie hier)
Beim Lesen der ersten Beiträge kann ich mir sehr gut vorstellen, wieviel Arbeit hier bereits investiert wurde. Nicht zu vergessen, dass die Texte ferner auch ins Englische übersetzt wurden!
Für jeden DVT-Interessierten wird VOXELTALK in Zukunft sicher einen der ersten Plätze in der Lesezeichenleiste einnehmen.
Für pfiffige Geschäftsideen und dem Traum es vom „Tellerwäscher zum Millionär“ zu schaffen ist die U.S.A. weltweit bekannt geworden. Daran haben bis heute Wirtschafts- und Politkrise des Landes nur wenig geändert.
Hier ein link zu einer ungewöhnlichen Idee und Serviceleistung im Dentalbereich…
Auf Wurzelspitze wurde in der Vergangenheit schon mehrfach über den medizinischen Portlandzement aus der Schweiz berichtet. Erstmals 2008 hier. Einige Zeit später folgte ein Artikel über dessen Weiterentwicklung, sowie ein Fallbericht. Fazit der Beträge war unter anderem, dass eine verbesserte Röntgenopazität des Materials für die Anwendung in der Endodontologie wünschenswert wäre…
Diesem Wunsch wurde nun Gehör geschenkt. Seit Kurzem ist der medizinische Portlandzement mit einem Zirkonium-Zusatz als Röntgen-Kontrastmittel erhältlich.
Über unsere Vorliebe für HR-Front Spiegel der Firma Röder haben wir bereits vor einiger Zeit hier berichtet…
Pünktlich zur IDS wartet der Hersteller mit einer sinnvollen Erweiterung seiner Produktpalette auf.
Als „kleiner Bruder“ des bisherigen 14 Millimeter Spiegels (Grösse 0) ist nun auch einer mit einem Durchmesser von 10 Millimetern (Grösse 000) verfügbar.
HR Front Spiegel Grösse 0 vs 000
Eine wirklich sinnvolle Ergänzung und in vielen kleinen und grossen endodontischen Alltagssituation ein sehr nützliches Tool.
„So etwas“ will Moritz nicht, dass ihm noch mal passieren…
ein Zahnunfall beim Basketballspielen.
„Gemeinsam“ mit Moritz und seinen Eltern haben wir daher entschieden nach der ersten Behandlungsphase einen individuellen Zahnschutz anzufertigen.
Die Wahl fiel auf einen individuellen Mulit-Layer-Zahnschutz.
Das klinische Vorgehen hierfür ist recht schnell erläutert:
Abformungen von Ober- und Unterkiefer inklusive Bissnahme
Da der Zahnschutz in den allermeisten Fällen im Oberkiefer getragen wird (Ausnahme bei ausgeprägter Progenie) sollte darauf geachtet werden, dass Umschlagfalte, Lippen- und Wangenbändchen sowie Gaumen bis zum 1. Molaren gut dargestellt sind.
Die eigentliche Herstellung erfolgt in einem zahntechnischen Labor. Im Vorfeld gilt es dabei zu berücksichtigen, bei welcher Sportart (mit damit ggf. verbundenen Krafteinwirkungen auf die Zähne) der Zahnschutz getragen werden soll. Dies hat einen entscheidenden Einfluss auf die Wahl der verschiedenen Kunstoffschichten. Da beim Basketball mit einer flächigen Krafteinwirlung zu rechnen ist wurde bei Moritz ein Multi-Layer Zahnschutz mit 2 und 4 mm Schichten hergestellt.
Dieser macht das erste Zahntrauma zwar nicht unvergessen und rückgängig, sollte aber verhindern, dass ähnliches wieder passiert…
… ist nicht nur das Motto der Pfadfinder, sondern auch das Unsere im endodontischen Praxisalltag. Ziel ist es möglichst immer für (quasi) jede Behandlungsituation vorbereitet und gewappnet zu sein…
Dabei sollen uns neben technischen Hilfsmitteln (wie Microopener, Debrider, M4-Winkelstück, überlangen Pluggern u.v.m.) auch Dinge, die den Behandlungsablauf positiv beeinflussen oder erst ermöglichen, unterstützen.
Gestern trat so eine Situation ein.
Einer unserer Patienten hatte aufgrund einer Erkältung und der damit einhergehenden verschnupften Nase Sorge vor der Kofferdam-Applikation mit daraus ggf. resultierender eingeschränkter Mundatmung.
Erstmalig, seit der Anschaffung vor ca. acht Monaten kamen „sie“ also zum Einsatz:
Abschwellende Nasentropfen, als 0,1% Einzeldosispipette ohne Konservierungsstoffe.
Bereits kurze Zeit nach Anwendung gab uns der Patient „grünes Licht“ und der Behandlung unter Kofferdam stand trotz Erkältung nichts mehr im Wege.
Dank dieses „Tipps“ von Jörg Schröder vor einiger Zeit waren wir auch für diese Situation gewappnet…
P.S.: Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheke. Weitere Informationen finden Sie ferner hier.
Endodontische Fortbildungen habe ich im Laufe meines Berufslebens zuhauf besucht. Ein absolutes Highlight stellt bis heute der Besuch der 5. DGEndo-Jahrestagung mit den Live-Behandlungen von Dipl.Stom Michael Arnold (Dresden) dar.
Erstmals habe ich u.a. damals gesehen und gelernt, dass z.B. die rein maschinelle Erschliessung von Wurzelkanalsystemen mittels Nickel-Titan-Instrumente ohne vorherige Etablierung eines manuellen Gleitpfades durchführbar ist. Ferner imponierte mir die für mich bis dato nie gesehene 6-Hand-Behandlung am Dentalmikroskop.
Ich könnte mir vorstellen, dass ich nicht der Einzige war bzw. bin, dem diese Behandlungen damals sehr imponiert haben…
Sechs Jahre später gibt es erneut die Möglichkeit diesem Endodontologen (quasi) über die Schulter zu schauen. Diesmal allerdings in Form des DVD Kompendiums Problemlösungen in der Endodontie.
Auf vier DVDs mit insgesamt 12 Behandlungsfilmen hat man die Möglichkeit kleine und grosse „Arnold`sche“ Lösungsansätze für diverse endodontische Problemfälle mitzuverfolgen.
Genauere Informationen zu den Inhalten des Kompendiums und mehr findet man hier.
Mein persönliches Kurzfazit für den interessierten „Endo-Liebhaber am Dentalmikroskop“ lautet: Absolut empfehlenswert!
Wie bereits in der Vergangenheit in anderem Zusammenhang erwähnt bedeutet die Anschaffung und Integration des Dentalmikroskops für den Praxisalltag weit mehr als den Kauf eines optischen Hilfsmittels. Um die Optik (und die Lichtquelle des Mikroskops) allerdings möglichst optimal nutzen zu können sind ferner zusätzliche Neuanschaffungen hilfreich. In diesem Zusammenhang ist die Wahl des zu verwendenden Mundspiegels zu nennen. Dieser sollte eine möglichst maximale Lichtreflexion bieten. Für uns haben sich dafür in den letzten Jahren HR Front Spiegel (Firma Röder) bewährt, die durch ihre besondere Helligkeit und Bildschärfe überzeugen. Laut Herstellerangaben ist eine Reflexion des vorhandenen Lichts von bis zu 98% möglich, was unter anderem der Beschichtungsart geschuldet sein soll.
Helligkeitsvergleich HR-Front mit herkömmlichen Beschichtungen.Quelle:Röder Dental
Der Entran, ein kabelloser Endodontie-Motor, ist seit einigen Jahren konstant bei uns im endodontischen „Alltag“ in Betrieb.
Im Oktober 2009 hatten wir hier erstmals über unsere bis zu diesem Zeitraum gesammelten klinischen Erfahrungen berichtet. Später folgten in einem nachfolgenden Beitrag auch Eindrücke unter ergonomischen Gesichtspunkten.
Gut 4 1/2 Jahre nach Erstinbetriebnahme kann ich meine damals getroffenen Beurteilungen uneingeschränkt wiederholen…
Über welches Produkt kann man so was schon sagen…?
Ein Wunsch (aus aktuellerem Anlass) bleibt für die Zukunft offen…
und wo doch bald Weihnachten ist… ;-)
leider ist der Entran bisher nicht in der Lage eine reziproke Instrumentation zu ermöglichen. Vielleicht aber ja zukünftig.
Von mir gibt es 4 (+) Wurzelspitzen für ein sehr gutes Produkt.
Im Laufe meines Berufslebens habe ich mit diversen Dentaleinheiten diverser Hersteller (u.a Kavo und Sirona) Erfahrungen sammeln dürfen und „müssen“. Die Letzten waren mit einem DentalEz Stuhl inclusive Cart. Ein, nicht nur in der Endodontie, von diversen Kollegen sehr geschätztes Modell.
Für den Neustart im Januar 2012 galt es sich also auf diese oder eine andere Einheit (bzw. zwei) festzulegen…
Insbesondere der Besuch der IDS 2011 ermöglichte uns die intensive Beschäftigung mit der Wahl des zukünftigen Behandlungsstuhls. Letztendlich fiel diese schließlich auf die Compact I mit Schwingbügel der Firma Planmeca. Aus diversen Gründen, die ich in diesem Beitrag kurz erläutern möchte.
Bei Behandlungszeiten von in der Regel 1 (1/2) bis 2 Stunden pro Behandlungstermin spielt der „Lagerungskomfort“ des Patienten eine zentrale Rolle. Schnell kamen wir daher auf Planmeca und die „Ultra Relax Polsterung“.
Nach einem Jahr im Einsatz können wir festhalten, dass dieser Bezug tatsächlich hält, was er verspricht. Die Patienten berichten durch die Bank weg, dass sie selten auf einem Zahnarztstuhl Platz genommen haben, der sich so bequem anfühlt, wie dieser. Ferner wird von Ihnen die sehr gute Rückenunterstützung des Stuhls im Lendenwirbelbereich positiv erwähnt.
Weitere Compact I-Features haben uns „damals“, wie heute, zu der Wahl dieser Einheit bewogen. Hier gilt es für uns die Kombination aus „freischwebender Einheit“ mit abklappbarem Fußteil hervorzuheben. Dies erlaubt uns u.a. mit Patienten Befundungs-/Beprechungstermine auf „Augenhöhe und „normaler“ Sitzposition durchzuführen.
Aus endodontisch-ergonomischer Sicht hat sich ferner das Schwingbügel-System über die Maße bewährt. Dieses ermöglicht der Assistentin in 4-Hand-Techik nun erstmals das Anreichen von Winkelstücke usw. an den Behandler, ohne das dieser seinen Blick vom Mikroskop wenden muss. Ein Feature, dass (uns) ein Behandlungsstuhl mit Cart-System nicht ermöglichte.
Daher lautet unser Kurzfazit nach fast einem Jahr… die Compact I ist aus unserer Sicht eine sehr gute Wahl für den endodontischen Alltag und hat unsere Erwartungen voll erfüllt!
Im Zuge der initialen Praxisplanung hatte ich ursprünglich einmal den „Traum“ zwei identisch ausgestattete Behandlungszimmer einzurichten. Schnell wurde mir dann aber klar, dass dies mein Budget nicht zulassen würde. So entschied ich mich zur „Vollausstattung“ eines Behandlungsraumes.
Zimmer II hatte ich für einen späteren Zeitpunkt und evtl. nach ersten Beurteilungen der betriebswirtschaftlichen Entwicklungen der Praxis angedacht. Zu meiner grossen Freude erlaubte mein ursprünglich aufgenommenes Darlehn nach Bezahlung aller Umbaurechnung schon vorab finanziellen Handlungsspielraum für die Anschaffung eines Behandlungsstuhls. Ich entschied mich erneut für die Dentaleinheit Compact I mit Schwingbügel von Planmeca, mit der wir bisher sehr zufrieden sind. Mehr dazu aber in einem separaten Beitrag demnächst.
Den finanziellen Rahmen für die Anschaffung einer Behandlungszeile (und anderer Dinge wie Dentalmikroskop, digitales Röntgen etc.) wie in Zimmer I war jedoch nicht gegeben. Auf der Suche nach einer (günstigen) Alternative stiess ich schliesslich auf Küchenschränke eines grossen schwedischen Möbelhauses. Finanziell liegt diese Variante um das ca. 10-fache (!) unter dem Anschaffungspreis unserer Zimmer I-Behandlungszeile, wenngleich auch ohne Oberschränke.
Seit ein paar Tagen ist das Ganze nun montiert und ich bin von dem Ergebnis sehr angetan!
Der Praxisalltag wird zeigen, wie sich die Behandlungszeile bei uns bewährt. Ich werde berichten…
seit ein paar Wochen ist das (internationale) Online-Endodontie-Forum ROOTS in seiner bisherigen Form vom Netz genommen worden…
Leider !
Ich persönlich habe hier eine Menge lernen dürfen.
Obgleich ich mir von ROOTS-„Veteranen“ habe sagen lassen, dass die besten Zeiten des Forums, in dem internationale Grössen der Endodontologie (u.a Gary Carr, John Stropko u.v.a.m) bereitwillig ihr Wissen mit anderen „Endothusiasten“ teilten, schon länger (bzw. lange) der Vergangenheit angehörte…
aber es scheint trotzdem weiter zu gehen…
Ein „Nachfolger“-Forum findet sich unter der Regie des neuen Administrators Freddy Belliard (ganz zeitgemäß) hier auf Facebook…
die Zeit wird zeigen, ob ROOTS auf Facebook an „die guten alten Zeiten“ anknüpfen kann…
Fortbildungen zum Thema „Dentale Traumatologie“ (insbesondere mit Beiträgen international renommierter Referenten) sind sehr rar.
Um so erfreulicher, dass am 26. und 27.10 2012 eine solche unter der Schirmherrschaft von Professor Jens Ove Andreasen (dem Initiator des Dental Trauma Guide) in Kopenhagen stattfindet.
Näheres Informationen findet der Interessierte (und ggf. Kurzentschlossene) hier…
Bei der Wahl der Armatur für die Hinterkopf-Behandlungszeile haben wir uns nach einigen Überlegungen für eine Miscea CLASSIC dental entschieden.
Schlicht aus dem Grund, dass wir es aus der Vergangenheit leid waren mit (separaten) Spendern für Seife und Desinfektionsmittel zu arbeiten, die dann auch gerne nachtropfen und unschöne Flecken hinterlassen.
Unter anderem dieses Problem sollte durch die gewählte Armatur beseitigt zu sein…
Nach einem 3/4-Jahr kann ich bestätigen, dass dem so ist.
Auch die Benutzerfreundlichkeit empfinde ich als sehr hoch und die Armatur gefällt uns.
Leider kämpfen wir aber auch mit „gewissen“ Problemen.
Aktuell scheint irgendetwas (ein Fehler in der Elektronik?) dazu zu führen, dass keine Desinfektionsllösung abgegeben wird …
„Daueraktivierter“ Desinfektionsspender
Unsere bisherigen eigenen „Reparatur-Bemühungen“ konnten das Problem nicht lösen.
Und so kommt am Donnerstag der Techniker, um sich des Fehlers anzunehmen.
Leider nicht zum ersten Mal.
Eine erste Reparatur sowie einen zusätzlichen kompletten Austausch der Armatur (wegen eines Technikfehlers, der dazu führte, dass kein Wasser kam) haben wir bereits erlebt.