Neustart (XIV) – Digitaler Volumentomograph (I)

von Christoph Kaaden

Erstmals hatte ich hier im Januar 2012 von unseren Erfahrungen der Neugründung einer endodontologischen Praxis berichtet. Die vergangenen Beiträge befassten sich u.a. mit den gewählten Behandlungseinheiten, dem Dentalmikroskop (mit den mittlerweile behobenen Kinderkrankheiten) u.v.m. Heute möchte ich den ersten Teil einer neuen Beitragsreihe vorstellen, obgleich von einem wirklichen Neustart nach gut 2 1/2 Jahren nicht mehr die Rede sein kann. Da eine Praxisführung jedoch ein „dynamischer Prozess“ ist, spielen stetige Überlegungen hinsichtlich möglicher Neuanschaffungen eine große Rolle. In meinen ursprünglichen Praxisplanungen war der Kauf eines möglichen Orthopantomogramms (OPG) bzw. digitalen Volumentomographs (DVT) nicht vorgesehen, da ich zu dem damaligen Zeitpunkt in meinem angedachten Praxiskonzept hierfür keine Notwendigkeit sah. Auch räumlich war ein solches Gerät nicht vorgesehen, wie ein Blick auf den Grundriss „verrät“.

Grundriss Praxis für Endodontologie B5-München

Grundriss Praxis für Endodontologie B5-München

Seit längerer Zeit hat sich meine Ansicht hierzu geändert und auch ich erachte eine solche Anschaffung mittlerweile für unsere Praxis als wichtig an. Daraufhin begann ich mich mit den diversen auf dem Markt befindlichen DVT näher zu beschäftigen. Schnell erkannte ich, dass die Auswahl (je nach Budget und Anwendungsbereich) scheinbar unbegrenzt ist. Um sich weitere Anhalte über die diversen Geräte zu verschaffen lieferte diese Auflistung einen guten Überblick.

In meinen weiteren Überlegungen kamen schliesslich primär zwei Apparate in die nähere Auswahl:

Das CS 9000 3D (Fa.CARESTREAM) mit einem sehr guten Preis-Leistungsverhältnis und das Veraviewepocs 3D F40 (Fa.MORITA). Letzteres Gerät hat nicht nur bei WURZELSPITZE sehr gute Kritiken erhalten und kam bei vielen der vorgestellten DVT-Fälle zum Einsatz. Näheres zum F40 und Gründe für seine Kaufentscheidung hat Dr. Hans-Willi Herrmann in diesem Betrag sehr gut herausgearbeitet.

Das Veraviewepocs 3D R100 (mit diversen wählbaren (aber für die Endodontie wohl verzichtbaren) Field of Views (FOV)) spielte in meinen Überlegungen aufgrund des höheren Preises keine Rolle.

Während meiner weiteren Recherchen zu diesem Thema kamen noch zwei weitere Geräte in die nähere Auswahl:

Das CS 9300 Select (Fa.CARESTREAM), welches ich aus meiner Klinik-Zeit inklusive diverser WS-Beiträge (I, II…)  (recht) gut kannte und welches mich durch die sehr hohe Qualität der Aufnahmen immer überzeugt hatte.

Ferner das in Deutschland Anfang 2014 gerade neu eingeführte CS 8100 3D (Fa.CARESTREAM). Insbesondere dieses Gerät beeindruckte mich durch seine Kompaktheit (bei dem geringen Platzangebot in unserer Praxis ein (ggf.) wichtiger Punkt), das breite Anwendungsgebiet (mit einer Voxelgrösse von 75μm laut Hersteller) und die sehr einfache Bedienbarkeit. Insbesondere hiervon konnte ich mich beim Besuch einer Anwenderpraxis eindrucksvoll überzeugen…

CS 8100 3D

Wer die Qual hat, hat also die Wahl…

Im nächsten Beitrag dieser Reihe möchte ich Ihnen meinen Findungsprozess (seit November 2013!) und die Beweggründe für die endgültige Wahl unseres digitalen Volumentomographs näher erläutern…

P.S.: Sollten Sie die Anschaffung eines digitalen Volumentomographen für Ihre Praxis auch in Erwägung ziehen möchte ich Ihnen vorab u.a. diese kleine Checkliste ans Herz legen.

 

Disclaimer: Es besteht beim Autor kein Interessenkonflikt in Form einer finanziellen oder persönlichen Beziehung zu Dritten, deren Interessen vom Beitragsinhalt positiv oder negativ betroffen sein könnten.

 

16 Gedanken zu „Neustart (XIV) – Digitaler Volumentomograph (I)

  1. Möglicher Aufstellort für das DVT ist eigentlich nur in den Behandlungszimmern. Ich habe zwar in einigen Praxen schon OPTGs direkt auf dem Flur gesehen, aber bei dem Grundriss fällt das mit meinem laienhaften Kenntnissen aus. Das CS 8100 3D sieht von den Abmessungen sogar so klein aus, dass es in die Abstellkammer passen könnte :D, bin gespannt wie diese Problematik gelöst wurde. Ich freue mich schon darauf zu hören was dann doch zum Kauf bewogen hat, immerhin ist das eine ordentliche Summe Geld die dafür angefasst werden muß, aber wenn man vor oder besser an einem Zahn sitzt und nicht weiter kommt, wünsche ich mir z.B. jedes Mal ein DVT um verstehen zu können was da gerade stört…

  2. Lieber Christoph,
    auch wenn es mir schwer fällt, ich finde diesen Beitrag nicht sehr hilfreich. Durchaus geeignete Geräte werden nicht erwähnt, das Ranking der CS-Scanner kann ich nicht bestätigen, die Stärken und Schwächen der lediglich zwei Anbieter, die Du anführst werden nicht gewürdigt und in Bezug auf die Checkliste fehlen ganz wesentliche Aspekte, die für die Praxis und Scanqualität relevant sind.
    Herzliche Grüße
    Marc

    • Hallo Marc. Tut mir leid, wenn Du es nicht als hilfreich empfunden hast.
      Welche Parameter sind für Dich entscheidend und welches Gerät würdest Du empfehlen? Für Endo-Zwecke und welches für den generellen Einsatz? Worauf sollte ich achten bevor ich/man ein Gerät kauft?
      Vgc

      • Lieber Christoph,
        auch wenn man eine gewisse Vorauswahl treffen muss und Du natürlich aus Deiner Warte schreibst, der Markt beschränkt sich bei den für die Endodontologie geeigneten Volumentomographen nicht auf Morita und Carestream. Wie schon im persönlichen Gespräch erwähnt, NewTom, Planmeca und PreXion sind Geräte, die eine Überlegung wert sind und das sollte den Lesern gegenüber erwähnt werden. Das CS 9300 ist für die Endodontologie in meinen Augen nur zweite Wahl, was auch die Spezifikationen erkennen lassen und auch CS einräumt. Ob die neue Kompaktklasse an das CS 9000 3D heranreicht, das kann ich noch nicht beurteilen, weil ich zu wenige Scans geshene habe. Aber auch hier ist zu vermuten, dass die Qualität dem CS 9000 nicht ebenbürtig sein könnte (Brennfleck, Graustufen …). Bei Morita gebe ich Dir Recht, da hat man leider keine Wahl mehr. Planmeca geht mir zwar mit seinem Werbeclaim ganz gehörig auf den Zeiger, die Aufnahmen sind aber seit jeher sehr gut und ich würde mir das neue Gerät zumindest einmal näher betrachten. NewTom ist eher zum Exoten mutiert aber qualitativ wieder auf der Höhe. PreXion ist mein Geheimfavorit und ich würde es die engste Wahl nehmen. Warum? Jetzt komme ich zu einem wesentlichen Fakt, der für den Kauf wichtig ist und auf jede Checkliste gehört: gerade in der Endodontolgie braucht es Geräte, die neben geeigneten physikalischen Werten eine breite Möglichkeit an Einstellungsvariablen erlauben, denn nur so kann man wirksam an der Qualität arbeiten, was bei jedem Gerät und Scan unterschiedliche Modifikationen erfordert, bzw. erfordern kann. Alle anderen Punkte kann man der Checkliste entnehmen. Abschließend sollte man den Service der Hersteller/des EDV-Diensleisters und deren Aufstellung in der Region unter die Lupe nehmen.
        Herzliche Grüße
        Marc

        https://app.sugarsync.com/iris/wf/D7301881_6

          • Lieber Christoph,
            ich habe geschrieben, dass es zweite Wahl ist, gemessen am CS 9000, nicht, dass es nicht geeignet ist. Vergleiche einmal die Eigenschaften Strahlengeometrie, Brennfleck, Graustufen … . Das 9300 rauscht sichtbar mehr.
            Herzliche Grüße
            Marc
            PS: Warum bin ich Anonym, obwohl bei wp eingeloggt?

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