Neustart (VIII) – Bewährte Anschaffungen (I)

von Christoph Kaaden

letzte Woche habe ich hier über unsere bisherigen (teilweise suboptimalen) Erfahrungen mit dem von mir ausgewählten Dentalmikroskop berichtet.

Der heutige Bericht ist der erste von einer Reihe von zukünftigen Beiträgen über (für uns sehr) bewährte Anschaffungen in Zuge des Praxis-Neustarts…

die Anschaffung und Integration des Dentalmikroskops für und in den täglichen (endodontischen) Praxisalltag ist weit mehr als der Kauf eines (optischen) Hilfsmittels.           Er bedeutet eine Änderung der Philosophie mit umfassenden Abwandlungen der bisher gewöhnten Arbeitsweisen. Zusätzliche Neuanschaffungen von Instrumenten und Einrichtungsgegenständen sind ferner sinnvoll bzw. notwendig.

Hierzu zählt insbesondere die Wahl des OP-Stuhls, da eine suffiziente Abstützung der Arme während der Behandlung für Behandler _und_ Assistenz unerlässlich ist.

Nach reichlicher Information über in Frage kommende Modelle (u.a. Coburg Medicalift 3014 von Jörg&Sohn) entschieden wir uns für den von JADENT vertriebenen ERGOsit

Nach einem 3/4 Jahr im Einsatz kann ich diese Anschaffung mehr als empfehlen. In meinen Augen kommt man bei der Wahl eines OP-Stuhls um den ERGOsit kaum herum…

ob „Regular“ oder „Support“ ist ein stückweit Geschmacksache; auf die Führungsschienen für die Armlehnen und den Fuss-Aktivator sollte man in meinen Augen jedoch in keinem Fall verzichten.

P.S.: An dieser Stelle noch eine Frage in eigener Sache… hat jemand der WS-Leser Erfahrungen mit dem von Jadent angebotenen Endocart ?

Neustart (VII) – Kinderkrankheiten (II)

von Christoph Kaaden

Bei unseren Praxisplanung war natürlich die Wahl des Dentalmikroskopes ein sehr zentrales Thema.

Nach Abwägung der Vor- und Nachteile habe ich mich für ein ZEISS ProErgo entschieden.

Ein Mikroskop, mit dem ich bereits in der Vergangenheit an der Universität gearbeitet hatte.

Wie im Bild unten zu sehen wurde es an eine Centrosäule montiert.

Wenngleich die Montage und Inbetriebnahme sehr erfreulich reibungslos verlief kämpfen wir aber quasi seit dem ersten Tag mit einer (wohl bekannten) Kinderkrankeit dieses „Luxusklasse“-Mikroskops.

Auch die insgesamt circa acht Stunden dauernden Bemühungen zweier unterschiedlicher Techniker (von zwei verschiedenen Firmen) in drei Anläufen vermöchten das Problem nicht dauerhaft zu beheben.

Mich würde interessieren, wie es andernen ProErgo-Nutzern ergeht…?

Wer kennt dieses Problem?

Trauma App

von Christoph Kaaden

Einem Hinweis von Dr. Fred Barnett (Einstein Institute – Abteilung für Endodontologie –  Philadelphia/USA) verdanke ich den Hinweis auf das Erscheinen einer wertvollen „App“ für Smartphones:

DENTAL TRAUMA

Eine Applikation gedacht als schnelle „Online-Hilfe“ bei der Versorgung von unfallbedingten Zahnverletzungen.

Verfasst wurde das Ganze von Dr. Ulf Glendor und ist bisher in englischer und schwedischer Sprache erhältlich…

Meine persönliche Meinung zu dieser Anwedenung…

wenn nur ein Zahn mehr durch dieses Programm korrekt behandelt wird (und sich dadurch die Prognose verbessern lässt) hat sich die Anschaffung schon gelohnt…

Dafür gibt`s einen „Daumen hoch“ von mir…

Wissenschaftliche Mitteilung der DGET zur GOZ 2012

von Christoph Kaaden

Die Einführung GOZ 2012 zum 01. Januar diesen Jahres hat in der Zahnärzteschaft und Öffentlichkeit für einigen Diskussionsstoff gesorgt.

Ganz aktuell hat sich nun die Deutsche Gesellschaft für Endodontologie und zahnärztliche Traumatologie (DGET) mit einer Mitteilung zur Thematik der Endodontolgie positioniert…

Nachzulesen ist die komplette Mitteilung hier

Medizinischer Portlandzement

von Christoph Kaaden

Vor längerer Zeit haben wir hier erstmals über eine Schweizer MTA-Alternative berichtet. Kurze Zeit danach stellte ferner Bonald Decker in diesem Fallbericht seine ersten klinischen Erfahrungen mit diesem Produkt vor.

War es bisher schwierig und ggf. aufwendig diesen medizinischen Portlandzement in Deutschland zu erhalten, hat sich die Situation nun erheblich verbessert.

Die Firma DSI-Huber vertreibt seit Mai 2012 das Produkt in Mittel- und Nordeuropa. Laut Homepage mit Versandgarantie innerhalb von 24 Sunden. Bestellt wird im Online-Shop.

Einige lesenswerte Artikel zu dieser Thematik finden sich ferner hier.

Neustart (VI) – Patientenaufklärung und Beratung

von Christoph Kaaden

Mit der Anschaffung einiger technischer Neuerungen (wie z.B. dem 40 Zoll Flachbild-Fernseher zur Übertragung des Mikroskopbildes für die Assistenz) haben sich für uns eine Reihe weiterer Anwendungsmöglichkeiten ergeben.

Als _die_ Beste hat sich binnen kürzester Zeit die Nutzung des Fernsehers für die Patientenaufklärung und Beratung herauskristallisiert.

Während ich „früher“ z.T. kleine Zeichnungen oder Ähnliches zur Erläuterung der Situation und des Vorgehens auf einem Stück Papier (oder „schlimmer“, auf die Trayauflage skizziert habe) nutze ich nun eine Kombination folgender Dinge:

Die Idee ist eigentlich recht simpel.

AppleTV erlaubt eine Synchronisierung von IPad und Fernseher. So ist es mir nun möglich, meine Skizzen auf dem IPad anzufertigen während der Patient diese ganz ungezwungen am TV verfolgen kann.

_Endlich_ ist es nun nicht mehr notwendig, dass der Patient gezwungen ist mir über die Schulter zuschauen, damit er etwas sehen kann…

Wie bei jedem „normalen“ Gespräch kann ich dem Patienten mit dieser Variante gegenübersitzen, während er bei Bedarf ggf. den Blick auf den Beratungsbildschirm richten kann.

Eine, wie ich finde, sehr komfortable wie auch professionelle Lösung.

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Die über Adobe Ideas erstelle Datei kann ferner im Anschluss sehr einfach weiterverarbeitet werden (Z.b. Zuordnung in die digitale Patientenakte) und dem Patienten auf Wunsch problemlos mitgegeben werden.

Für uns ist diese Form der Patientenaufklärung binnen kürzester Zeit (quasi) unverzichtbar geworden…

Probieren Sie es aus… Sie (und besonders ihre Patienten) werden es „lieben“

:-)

P.S.:

Vielleicht fragt sich der ein oder andere, wie ich das Röntgenbild („so schnell“) auf`s IPad bekomme…

ganz einfach…

ich fotografiere es mit der integrierten IPad-Kamera von dem PC Monitor ab, um es dann mit dem digitalen Zeichenblock zu verwenden und zu bearbeiten.

Die Qualität reicht (mir) auf alle Fälle spielend aus und übersteigt im Übrigen auch meine Zeichenkünste bei Weitem…

;-)

Erstellung eines Desktop Mitschnittes

von Christoph Kaaden

Bonald Decker hatte im Zuge seines jüngsten Fallberichtes letzte Woche auch (erstmals bei Ihm) ein Kurzvideo einer DVT-Aufnahme eingearbeitet. Bisher handelte es sich bei Ihm immer um Screenshots, die einzeln oder als Abfolge gezeigt wurden.

Diesmal erfolgte die Erstellung anders…

Über einen Desktop-Mitschnitt.

Programme zur Erstellung hierfür gibt es wie Sand am Meer:

Als der Klassiker für solche Fälle wird in der Regel Screentoaster.com, ein Java-basiertes Tool gennant.

Bonald Decker hingegen hat nach einer Alternative gesucht und ist auf screencast-o-matic.com gestossen.

Trotz des „bescheidenen“ Namens (und Logos) bietet Screencast-o-matic alle notwendigen Features zur Erstellung eines Bildschirmmittschnittes und ist „Kinderleicht“ zu bedienen.

Und auch die Filegrösse hielt sich in dem gezeigten Fall in Grenzen… keine 4 MB umfasste das „Oster-Ei“Video…

try it… you`ll like it

:-)

Neustart (V) – Spiegel

von Christoph Kaaden

Im Zuge einer Praxis-Neugründung bzw. eines Umbaus stehen eine Vielzahl (um nicht zu sagen eine „Unmenge“) an zu treffenden Entscheidungen an. Dazu zählen u.a. auch die Auswahl von diversen Einrichtungsutensilien.

Wie zum Beispiel der Badspiegel… ein nicht unwichtiges, wie sensibles Thema, dass viel mit „Geschmackssache“ zu tun hat

Hier unsere Wahl:

Modell: Vernissage

Bestellt bei Lionidas.

Individuell nach Mass gefertigt.

Kosten pro Stück: 150 Euro
Wie ich finde ein gutes Preis – Leistungsverhältnis

Auch, wenn die Lieferung ein paar Wochen auf sich warten liess… können wir sie uneingeschränkt empfehlen…

P.S.: Den Tipp für diesen Onlineanbieter habe ich (wie könnte es anders sein, Florian Krekel zu verdanken)

Neustart (III) – Kinderkrankheiten (I)

von Christoph Kaaden

Zu unserer “Multi-Media”-Ausstattung des Behandlungszimmers habe ich bereits an dieser Stelle berichtet…

nicht unerwähnt möchte ich lassen, dass eine solche Ausstattung auch eine Kehrseite hat…

eine Kehrseite, die das tägliche Arbeiten (sehr) erschwert oder im schlechtesten Fall unmöglich macht…

in unserem Fall trifft dies z.T. auf die „PC-Anlage“ im Behandlungszimmer zu…

und so kämpfen wir mit den „Kinderkrankheiten“ eines Neustarts…

eine dieser möchte ich heute vorstellen…

Im Rahmen unserer Behandlungszimmerplanung galt es u.a. die „Hinterkopf-Behandlungszeile“ zu konzipieren.

Nach eingehender Beratung und Besprechung über unsere Anforderungen folgten wir den Empfehlungen von Dental-Depot und Möbelfirma (spezialisiert auf die Einrichtung von Zahn-/Arzt-Praxen).

Hierzu zählte u.a., dass man (wir) den PC des Behandlungszimmers in einem der Oberschränke unterbringen solle. Dies schien uns aus diversen Gründen eine gute Idee.

Das Thema „Wärmeentwicklung“ sollte durch die (liebevoll) „ausgeschnittene offene“ Rückwand des Schrankes „gelöst“ werden…

Diese „Lösung“ bzw. „Empfehlung“ erwies sich bereits nach kürzester Zeit als „Wunschdenken“.

Als Konsequenz schaltete sich der PC nach recht kurzer Betriebsdauer automatisch ab, um eine Überhitzung zu vermeiden. Somit war damit u.a. auch das Anfertigen von Röntgenbildern unmöglich.

Ein Punkt, der insbesondere in einer „Endo-Praxis“ von grosser Bedeutung ist…

als „Lösung“ des Problems würde uns von der Einrichtungsfirma vorgeschlagen, weitere „Lüftungsöffnungen“ in Decke und Boden des PC-Fachs bohren zu lassen, um so eine bessere Luftzirkulation zu erlauben…

gesagt, getan…

das Resultat…

fünf Löcher, (quasi) null (positive) Wirkung…

extrem unbefriedigend…

aus verschiedenen Gründen.

Ein „ständig“ abstürzender PC, der z.T. dazu führte, dass man Patienten nicht wunschgemäss behandeln konnte.

Man könnte auch sagen …

„Alptraum“

und das für gut 12.000 Euro, die man in die Behandlungszeile investiert hat…

die Lösung des Problems verdanke ich einem extrem findigen und engagierten Kollegen und Freund der sich eine kleine Ventilator-Einheit für unseren PC-Schrank ausgedacht und dann ge-/eingebaut hat.

Dr. Florian Krekel

Im Zuge unserer Blog-Staffel “ Neustart“ werden Sie diesen Namen noch häufiger lesen… was daran liegt, dass Florian uns nicht nur bei der Bewältigung der PC-Wärmeentwicklungs-Krankheit geholfen hat, sondern auch noch diverse andere kleine und grosse Wunder bei uns vollbracht hat…

hier aber zunächst seine Lösung unseres PC-Wärme-Problems.

Ein Einbau von fünf (vier oben und einen unten) kleinen Ventilatoren zur besseren Luftzirkulation. Um die Geräuschentwicklung möglichst gering zu halten hat Dr. Krekel ferner eine Silikonunterlage zwischen Schrankholz und Lüfter eingelegt.

Die Ventilatoren stammen von der Firma Papst  und haben einem Durchmesser von 60 mm (Typ 612Fl (mit 12 V und 19 m3/h bei gerade mal 16db).

Bestellt hat er diese bei www.pcsilent.de

Und so sieht das Ganze jetzt  fertig aus…

Die Temperatur innerhalb des PC-Fachs misst ein kleiner Thermostat, der bei Übersteigen der eingestellten „Kerntemperatur“ das Lüftersystem aktiviert (und nach Abkühlung auch wieder abschaltet).

Seit dem beschrieben Einbau ist das Wärme-Problem für uns gelöst und erlaubt nun endlich einen reibungslosen Behandlungsablauf.

Eigentlich hätte ich gedacht (oder besser erwartet), dass sich die „Dental-Profis“ im Vorfeld darüber Gedanken gemacht habe (wenn man es so verkauft)…

aber (leider) weit gefehlt…

umso dankbarer bin ich unserem „Retter“ für seinen Erfindungsgeist und sein Engagement…

D A N K E

Florian

und nicht nur dafür…

;-)

Neustart (III) – Deutschland vs. Schweden (I)

von Christoph Kaaden

Im Zuge der Praxisplanung standen natürlich auch bei uns ein paar grundlegende Überlegungen und Entscheidungen an.

Unter anderem die Wahl des Autoklaven.

Ein sensibles und heikles Thema.

Wie nicht zuletzt auch der kürzlich hier erschiene Beitrag von Olaf Löffler zeigt…

Die Empfehlung des Depots war eindeutig:

MELAG !

Die Empfehlung von Freunden und Bekannten auch:

_BLOSS KEIN MELAG_ !

An dieser Stelle galt es abzuwägen und sich um mögliche Alternativen zu kümmern.

Erstmal brachte Dr. Thomas Weber (der Autor des – Memorix Zahnheilkunde-)  den Namen – Getinge – für mich „ins Spiel“…

Auch Dr. Andreas Habash hat sich im Kommentar zu diesem Artikel für „seinen“ Getinge K5+ „stark gemacht“. Ebenso wie weitere Kollegen.

Fragt man bei den „üblichen“ Depots (und auch bei Kollegen) hinsichtlich möglicher „Getinge“-Erfahrungen nach, ist die Reaktion (in der Regel) immer die selbe:

GETINGE ?

„Kenn` ich nicht…“ oder „Nie gehört…“

Erstaunlich eigentlich, wenn man sich ein bisschen mit der Materie beschäftigt.

Handelt es sich doch bei dieser schwedischen Firma um alles andere als eine Hinterhof-Firma.

Wie hier nachzulesen ist.

„Vergleichen“ Sie dies mal mit der in Deutschland zumeist bekannten Firma in diesem Bereich der Medizintechnik.

Wer sich näher über die Getinge-Tischsterilisatoren informieren möchte kann dies zunächst einmal hier tun.

Demnächst werden wir von unseren bisherigen praktischen Erfahrungen berichten…

Dental Traumatology – freebie

von Christoph Kaaden

dem Hinweis von Marc Semper verdanke ich den heutigen Blogbeitrag.

Er war es, der mich darauf aufmerksam machte, dass die aktuelle Ausgabe des Journals Dental Traumatology frei zugänglich ist und die entsprechenden Artikel kostenfrei heruntergeladen werden können.

Hauptthemen sind aktuelle Empfehlungen zur dentalen Traumatologie sowie der regenerativen Endodontologie.

Zu finden ist das Ganze hier.

Danke Marc für den Hinweis

:-)

Neustart (II) – Verkabelung

von Christoph Kaaden

Letzte Woche habe ich hier über unseren Praxis-Neustart geschrieben.

Hierzu heute der nächste Beitrag:

Im Zuge der „Multi-Media“-Ausstattung unseres Behandlungszimmers hatte ich recht konkrete Vorstellungen…

Ich wollte gerne 3 Monitore an der Behandlungszeile (12-Uhr Position hinter einer Glasscheibe) zur möglichen Darstellung von

– Abrechnungssoftware

– Röntgensoftware

und

– Mikroskop-Video-Bild

Ferner sollte ein Monitor an der Behandlungseinheit in der Lage sein, dass Mikroskop-Video-Bild bzw. wahlweise das Röntgenbild zeigen zu können (Hiermit hatten wir in den letzten Jahren bei den Patienten sehr gute Erfahrungen gemacht).

Als Röntgensensor haben wir uns im Vorfeld für einen Kodak 6100 Sensor entschieden, der mittels USB-Anschluss an der PC im Behandlungszimmer angeschlossen werden muss.

Zuletzt war auf „9 Uhr“ die Übertragung des Mikroskop-Video-Bildes auf einen Fernseher (zur besseren Mitbetrachtung der Behandlung u.a. für die Assistenz) gewünscht.

Zur vereinfachten Bearbeitung der von uns häufig mitgefilmten Behandlungen hatte mich ferner Oscar von Stetten (Danke Ossi!!!) in der Planungsphase auf die Idee gebracht, einen H264-Recorder „zwischenzuschalten“. Dieser ist in der Lage, das über die HD-Videokamera Aufgenommene gleich in eine MP4-Datei umzuwandeln, um diese dann auf einem Computer zu speichern… somit endlich kein „lästiges“ Auslesen der MC Karte mehr…!!!

Klingt kompliziert das Ganze…???

na ja…

was soll ich sagen…

so sieht die entsprechende Planungsskizze der „Verkabelung“ aus…

Um dies umsetzten zu können, müssen im Vorfeld u.a. einige Leerrohre vorgesehen werden, die einen entsprechenden Durchmesser (u.a. für den HDMI Stecker) aufweisen. Ferner sind z.T. (passive) HDMI bzw. USB Repeater notwendig.

Mein Dank für die quasi reibungslose „Planung und Umsetzung“ geht massgeblich an Holger Stölting (Fa. Advance Computer).

Und hier noch ein paar Impressionen des Ganzen:

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Neustart

von Christoph Kaaden

Seit 09.Januar 2012 praktizieren wir also nun in neuen Räumlichkeiten…

nach insgesamt fünf Monaten Umbau (vom Büro in eine Zahnarztpraxis) und jeder Menge positiver und negativer Erfahrungen möchte ich diesem Projekt in den nächsten Wochen und Monaten einige Blogbeiträge widmen.

Ziel ist es dann, unsere vorab durchgeführten Planungen, deren Umsetzung und die gemachten (neuen) Erfahrungen hier vorzustellen. Schliesslich muss nicht jeder von uns das Rad neu erfinden und in diesem Zusammenhang jeden Fehler selber machen….

Unsere Erfahrungsberichte werden u.a. die Wahl

  • des Bodenbelags
  • der Dentaleinheit (Planmeca Compact I)
  • des Mikroskopstühls
  • des Röntgensystems (Kodak/Carestream)
  • der Abrechnungssoftware (Evident)
  • des Autoklaven (Getinge K5)
  • des Mikroskops (Zeiss ProErgo) & Dokumentationsmöglichkeiten
  • und viele weitere Pukte umfassen.

Nachfolgend einige Impressionen der neuen Praxis

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P.S.: Und weil der Beitrag von gestern so „schön“ gepasst hat werde ich auch über unsere Erfahrungen mit dem Schreiner & Co berichten…

Skylight

von Christoph Kaaden

einem Hinweis von Florian Grummt verdanke ich den kurzen nachfolgenden Beitrag.

Es handelt sich dabei um einen Adapter für Smart Phones am Mikroskop.

Das nachfolgende hier zu sehende Video stellt die Idee hinter dem Produkt Skylightscope vor…

eine, in meinen Augen, simple, wie brillante Idee, die Unterstützung mehr als verdient.

2D vs. 3D (VII)

von Christoph Kaaden

Wenn es um den tatsächlichen Nutzen einer DVT-Aufnahme in der Endodontie geht wird gerne danach gefragt, inwieweit das dreidimensional Dargestellte tatsächlich einen Einfluss auf die Therapie hat…

in dem nachfolgenden Fall sieht man (einmal mehr) sehr eindrucksvoll, wie gross der Mehrgewinn an Informationen tatsächlich sein kann und dass sich hieraus sehr wohl (häufig) Konsequenzen auf das weitere Procedere ergeben (können)…

Kurz zur Vorgeschichte: Eine 25-jährige Patientin stellte sich zum Konsil bei uns vor. An den Zähnen 46 und 47 war alio loco vor einigen Jahren eine endodontische Behandlung durchgeführt worden. Da sich jedoch einige Zeit später erneut Beschwerden einstellten wurde daraufhin nach Angaben der Patientin eine Revision sowie eine Wurzelspitzenresektion durchgeführt.

Nachfolgend das jüngst angefertigte Einzelzahnröntgenbild der entsprechenden Region:

Insbesondere die Erfolgsaussicht einer erneuten Revision interessierte die Patienten massgeblich. Nach der Betrachtung der DVT-Aufnahme fiel unsere Beurteilung „eindeutig“ aus…

Wir halten eine erneute Revision aufgrund der erkennbaren (wohl WSR-bedingten) Zahnhartsubstanzdefekte für nicht erfolgsversprechend und haben die Extraktionen empfohlen…

ohne das DVT hätte ich ggf. eine erneute Revision empfohlen…

Neue Visionen – Neue Möglichkeiten

von Christoph Kaaden

Endlich ist er „da“…

der Endodontie Kalender 2012 

Mit neuen Visionen & Möglichkeiten möchte Michael Arnold zusammen mit zahlreichen Autoren über neue Möglichkeiten in der Endodontologie auf der Basis aktueller Forschung informieren.

Dies gelingt nicht nur aufgrund der optisch ansprechenden zwölf Kalenderseiten, sondern insbesondere durch spannende und sehr versiert gelöste Behandlungsfälle eindrucksvoll.

Online zu bestellen gibt es den Kalender hier.

Kleine Helferlein „plus 1“

von Christoph Kaaden

Christian Danzl hat vor zwei Tagen über einige „neue“ kleine Helferlein für den zahnärztlich-endodontischen Alltag berichtet…

diesem Beitrag möchte ich ein weiteres Produkt hinzufügen…:

Die ENDOGUIDE™ Hartmetallinstrumente von SS White:

Entwickelt und gedacht als Alternative bzw. Ersatz von üblicherweise verwendeten runden Hartmetallbohrern, wie den Munce Discovery Burs (Hanchadent)

Das nachfolgende Video soll die Vorteile des neuen Instrumentensatzes verdeutlichen:

ENDOGUIDE™-Video

Erhältlich sind die Instrumente seit Kurzem in Deutschland bei Atec-Dental.

Behandungsplanung & Prognose

von Christoph Kaaden

Die notwendigen Schritte zur Planung und Durchführung einer _vorhersagbaren_ endodontischen Behandlung sind zwar zahlreich, aber immer wiederkehrend…

hierzu zählen unter anderem:

  • Diagnosestellung
  • (ggf.) Präendodontischer Aufbau & antiseptisches Protokoll
  • Zugangskavität
  • Chemo-mechanische Reinigung
  • Obturation & Postendo-Versorgung

Schwieriger verhält es sich da schon bei der prä- bzw. postoperativen Einschätzung der „Wertigkeit“ und Prognose des Zahnes.  Zur Hilfestellung hat daher die American Association of Endodontists (AAE) jüngst einen lesenswerten Leitfaden veröffentlicht, der Zahnärzten bei der Einschätzung deutlich unterstützen sollte…

Nachzulesen hier

 

 

Praxiskurs & Teamtraining

von Christoph Kaaden

Vor Kurzem habe ich hier über die Möglichkeiten einer Online-Fortbildung im Rahmen der kommenden AMED-Tagung berichtet…

wem dies zu „virtuell“ ist, dem liegt eventuell ein auf Einladung von Zeiss ausgerichteter Praxiskurs und/oder ein Teamtraining mehr.

Nähere Informationen hierzu finden sich hier.

Intraossäre Anästhesie (I)

von Christoph Kaaden

Endodontische Behandlungen haben in aller Regel bei Patienten den Ruf sehr schmerzhaft und unangenehm zu sein. Zumeist ist es jedoch durch eine profunde Anästhesie möglich, eine schmerz-frei bzw. -arme Behandlung zu erreichen. Hierfür stehen verschiedene Lokalanästhesie-Verfahren und Applikationstechniken zur Verfügung. Neben Infiltrations- bzw. Leitungs-anästhesie sind ferner alternative Formen wie intra-ligamentäre bzw. -ossäre Techniken verfügbar. Insbesondere die letztgenannte Vorgehensweise ist in aller Regel in der Zahnheilkunde aus verschiedenen Gründen wenig weit verbreitet.

Geht es nach der Firma W&H (Bürmoos/Österreich), soll sich dies in näherer Zukunft durch die Markteinführung von Anesto ändern.

Bei diesem Produkt handelt es sich um ein spezielles Handstück zur direkten intraossären Anästhetikum-Injektion über eine rotierende Nadel.

Nähere Informationen hierzu bieten diese beiden Videos:

In einem zweiten Teil dieses Blogbeitrages berichte ich von unseren bisherigen „Anesto“-Erfahrungen…

Elektrischer Pulpa Tester

von Christoph Kaaden

Vor einigen Wochen habe ich es „getan“,…

und einen elektrischen Pulpa Tester bestellt.

Soweit nichts besonderes… allerdings handelt es sich um ein Produkt hergestellt und geliefert aus China

Geordert hier bei Ebay…

Für knapp 74 Euro.

Zuzüglich Versandkosten von 14,85 Euro

Fünf (!) Tage später wurde es geliefert.

Wie „versprochen“.

Unser erster Eindruck…

Tadellos

Ob`s so bleibt…?

Ich werde berichten…

PS: Ein seeehr ähnlich aussehendes Produkt gibt es ansonsten hier

DVT-Anwendung in der Endodontologie

von Christoph Kaaden

der zunehmende Einsatz der digitalen Volumentomographie in der Zahnheilkunde führt dazu, dass in vielen Teildisziplinen (wie der Endodontologie) täglich zahlreiche neue Erkenntnisse, Einschätzungen und Betrachtungsweisen gewonnen werden.

Häufig bestehen jedoch unterschiedliche Ansichten über die tatsächliche Notwendigkeit (und Indikation) dieser Röntgentechnik und deren sinnvoller Einsatz (s.h. z.B. Kommentare zu dem Fall hier ).

Ferner wird in diesem Zusammenhang gerne „angezweifelt“, dass sich tatsächlich „andere“ therapeutische Konsequenzen aus den DVT-Befunden ableiten lassen, als jene, die sich aus 2D-Aufnahmen ergeben würden…

In diesem Zusammenhang möchte ich auf zwei lesenswerte Veröffentlichungen zu diesem Thema verweisen.

1.:

2.: Endodontics Colleagues for Excellence Newsletter: Cone beam tomography in endodontics

AMED-Tagung

von Christoph Kaaden

Zahnmedizinische Fortbildungen gibt es wie Sand am Meer. Zu jedem erdenklichen Thema…schwieriger, um nicht zu sagen sehr viel schwieriger wird es da schon Veranstaltungen zu finden, die das Dentalmikroskop und dessen Integration in die tägliche Zahnheilkunde als zentrales Thema haben.

Als „Mutter aller Mikroskop-Fortbildungen“weltweit gilt langläufig die AMED-Tagung.

Die –Academy of Microscope Enhanced Dentistry- trifft sich einmal jährlich an (zumeist) wechselnden Orten, um diverse Bereiche mikroskopunterstüzter Zahnheilkunde (z.B. restaurative Mikrozahnheilkunde, parodontale Mikrochirurgie, Mikroendodontologie etc.)
eingehend zu beleuchten.

Mich persönlich hat bisher u.a. die weite Anreise von der Teilnahme an einer solchen Tagung abgehalten. Umso erfreuter war ich vor Kurzem zu erfahren, dass dieses Meeting erstmals als Online-Fortbildung ausgerichtet wird. Im Zeitraum vom 10. bis 12. November 2011.

Erste Informationen hierzu finden sich hier.

Ich freue mich sehr darauf und bin dabei…

:-)

PS: Ein Rückblick auf vergangene Treffen findet sich hier.

Spülprotokoll bei Revaskularisierungstherapie

von Christoph Kaaden

Letzte Woche wurde hier über das mögliche klinische Vorgehen bei der Revaskularisierungstherapie von nekrotischen Zähnen mit nicht abgeschlossenem Wurzelwachstum berichtet.

Da passt es gut, dass Trevino et al. in der aktuellen Ausgabe des Journal of Endodontics ihre Ergebnisse zu unterschiedlichen Spülprotokollen in solchen Fällen veröffentlicht haben.

Als Quintessenz dieser in-vitro-Untersuchung  leitet sich folgendes mögliche klinische Vorgehen ab:

Erster Behandlungstermin: Spülung mit NaOCl gefolgt von EDTA (17%)-Anwendung. Danach Applikation der Antibiotika-Mixtur.

Zweiter Behandlungstermin: Alleinige Anwendung  von EDTA zur Ausspülung des Antibiotikums. Von einer NaOCl- oder CHX-Spülung wird aufgrund der abtötenden Wirkung auf mögliche Stammzellen abgeraten.

Näheres zu dieser Studie und dem Abstract findet der interessierte Leser hier.

eBook – Moderne Endodontie im Überblick

von Christoph Kaaden

Das Internet bietet uns allen nahezu in jeglichen Bereichen des täglichen Lebens – beruflich, wie privat- unbegrenzte Möglichkeiten der Informationsgewinnung…

auch im Dentalbereich hat dieses Medium mittlerweile umfassend Einzug gehalten.

In diesem Zusammenhang möchte ich auf das Journal ZWP online verweisen, wo ab sofort ein aktuelles eBook zum Thema „Moderne Endodontie im Überblick“ mit zahlreichen interessanten Artikeln frei erhältlich ist…

Viel Spass beim Stöbern & Lesen…

Patientenvideos

von Christoph Kaaden

einem Hinweis von Holger Dennhardt (Landshut) verdanke ich den Verweis auf eine Reihe von (Patienten-) Videos, in denen zahlreiche Themen rund um die Endodontologie sowie weitere zahnmedizinische Aspekte veranschaulicht werden.

Hier einige der links:

Wurzelkanalbehandlung

Kofferdam

Wurzelspitzenresektion

Ich bin auf Ihre & Eure Meinungen zu diesen Videos gespannt…

Messblock-Modifikation

von Christoph Kaaden

Zur Längenjustierung der von uns verwendeten Wurzelkanalinstrumente und Guttapercha Mastercones verwenden wir in der Regel den Endo-M-Block (Fa. DENTSPLY Maillefer). Dieser erlaubt die Einstellung der Arbeitslänge in 0,5 mm Schritten im Bereich von 10 mm bis 30,5 mm. Er ist aus Aluminium gefertigt, sterilisierbar und ausreichend standfest (anders als entsprechende Versionen aus Kunststoff).
Neben diesen positiven Eigenschaften weist dieses Produkt leider einen (für uns) gravierenden Mangel auf. Ab der 20 bzw. 21 mm Messlänge ist die Bohröffnung im Messblock für die abzumessenden Instrumente und Guttaperchastift grösserer Konizität (z.B. 6%) zu klein dimensioniert. Eine adäquate Einstellung ist so nicht möglich.
Abhilfe schafft hier eine „pfiffige“ Kollegin die die Bohrungen „kurzer Hand“ mit einer Fräse (aus dem Bereich Zahntechnik) entsprechend modifiziert.
et voilà…
Das Lob für die Idee und Umsetzung gebührt in unserer Praxis Franziska Lori
Danke Franzi
:-)
Bleibt für die Zukunft zu wünschen, dass der Hersteller den Endo-M-Block gleich entsprechend modifiziert produziert…

Zahnmedizin-Studium

von Christoph Kaaden

Das nachfolgende Video zauberte ein kleines Lächeln auf mein Gesicht und erinnerte mich doch sehr daran wie der Alltag im Zahnmedizin-Studium so war (und wohl immer noch ist)…

und eines wurde mir hier auch klar… es scheint (bzw. schien) keine Rolle zu spielen, ob man in Freiburg oder wie ich, in Regensburg studiert hat…

;-)

„Superendo-Alpha & Beta“-Erfahrungen nach 12+ Monaten

von Christoph Kaaden

Letzte Woche hat Hans-Willi Herrmann hier von seinen Erfahrungen mit dem Superendo-Alpha Gerät berichtet.

Auch wir möchten an dieser Stelle unsere Erkenntnisse der letzten 12+ Monate über die Geräte „Alpha & Beta“ kurz zusammenfassen. Besonders, da wir auch nach gut einem Jahr von unseren initialen Einschätzungen nur bedingt abweichen „müssen“.

Als besonders positiv möchten wir folgende Punkte hervorheben:

  • keine Wartung & Reparatur in der bisherigen Nutzungsphase
  • keiner der insgesamt 9 unterschiedlichen Hitzeplugger musste in der bisherigen Anwendungszeit defektbedingt ausgetauscht werden.
  • (weiterhin) sehr gute Akkuleistung
  • auch nach einjähriger Anwendungszeit keine (bzw. kaum) vorhandenen Abnutzungserscheinungen

Diese positiven Einschätzungen umfassen allerdings nicht das Beta-Gerät. Während die „Umstellung“ auf den „Hitzeträger“ nicht nur aus ergonomischen Gründen problemlos gelang fiel die Anwendung der Guttapercha-“Pistole“ in der täglichen Anwendung bei uns „durch“. Neben Handling-Problemen missfielen uns unter anderem ein deutlich erhöhter Aufwand für Reinigung und Instandhaltung.

Unser persönliches Fazit steht daher fest. Während das Beta-Gerät in unserer Anwendung noch Optimierungspotential besitzt fällt das Superendo-Alpha unter die Kategorie „must buy“. Daher ist es für uns ein unverzichtbares Gadget im täglichen endodontischen „Alltag“.

Kuriositätenkabinett

von Christoph Kaaden

So, wie manche Briefmarken oder Schallplatten sammeln, so sammle ich Röntgenbilder…

bevorzugt natürlich Kuriositäten oder Raritäten…

folgendes Bild wurde mir von einer Kollegin für meine Sammlung zu Verfügung gestellt.

ich denke Sie stimmen mir zu, dass es einen „Ehrenplatz“ in meinen Kuriositätenkabinett verdient hat… oder?

1. Endodontie Symposium Sachsen

von Christoph Kaaden

Heute von mir ein Hinweis für kurzentschlossene Endo-Liebhaber…

unter dem Motto „Standortbestimmung und Visionen“ findet am 20. und 21. Januar 2011 erstmals in Dresden das Endodontie Symposium Sachsen statt. Neben zahlreichen Vorträgen am Donnerstagabend (bzw. Nacht) lockt der Freitagvormittag mit einer Reihe interessanter Workshops. Hier der link zu dem Programm mit näheren Informationen… Endo-Symposium_Sachsen

wir sehen uns in Dresden ;-)

Reciproc

von Christoph Kaaden

Vielleicht geht es ja dem ein oder anderem Leser dieses Blogs wie mir und hatte keine Möglichkeit in Wien oder Berlin (oder anderen Ortes) Vorträge von Dr. Ghassan Yared zu der von Ihm neu entwickelten Aufbereitungstechnik incl. neuer Instrumente zu hören…

aber heute habe ich erstmals im ROOTS Journal davon gelesen.

Hier der link zu dem Bericht (auf Seite 40) und weiteren lesenswerten Artikeln…

ENDOXPLUS

von Christoph Kaaden

Zuletzt haben einige technische Neuerungen wie das SAF-System oder die Ghassan Yared Technik in der endodontischen Welt für Aufmerksamkeit gesorgt.

Passend hierzu scheint die Schweizer Firma Enos diesen aktuellen Entwicklungen mit der Markteinführung von ENDOXPLUS nicht nachstehen zu wollen…

Nähere Informationen zu diesem Gerät, dass eine Sterilisation des Wurzelkanalsystems mittels Hochfrequenzimpuls verspricht finden sich in dieser Broschüre

Man darf gespannt sein…

ROOTS Summit 2010 Online Vorträge

von Christoph Kaaden

Wer es im letzten Sommer nicht zum ROOTS Summit nach Barcelona geschafft hat besitzt nun seit Kurzem die Möglichkeit viele der dort gehaltenen Vorträge „nachträglich“ online herunterzuladen.

Folgende Vorträge sind als Gesamtpaket hier oder auch einzeln bestellbar:

  1. Rationale Shaping: When, How & Which file?
    Dr. García Puente, Carlos (Santa Fe) Argentinien
  2. Way down to the root end: Preparing root canals safely and predictable in “easy and not so easy” cases
    Dr. Herrmann, Hans-Willi (Bad Kreuznach)
  3. Root Canal Irrigation
    Dr. Zehnder, Matthias (Zürich) Schweiz
  4. Three Canal Premolars: An Endodontic Challenge
    Dr. Nallapati, Sashi. (Kingston) Jamaika
  5. Dens Invaginatus: Treatment Options
    Dr. Nallapati, Sashi. (Kingston) Jamaika
  6. Endo-Perio Lesions
    Dennhardt, Holger. MD DMD FICD. (Landshut)
  7. Management of Iatrogenic Perforations
    Dr. Schröder, Jörg. (Berlin)
  8. MTA, Bioceramics materials and the future perspective in this field
    Dr. Bortoluzzi, Eduardo, Brasilien
  9. Luxation Injuries: Long Term Outcomes
    Dr. Barnett, Frederic. DMD (Philadelphia) USA
  10. Pulp Regeneration/Revascularization
    Dr. Barnett, Frederic. DMD (Philadelphia) USA
  11. Microscope Centered Practice: Ergonomics & Documentation
    Dr. Van As, Glenn. BSc, DMD. (Vancouver) Canada
  12. Retreatment or Implants: Are Endodontists capable of deciding?
    Dr. Murgel, Carlos. (Campinyas, SP) Brasilien
  13. The Cutting Edge of Endodontic Microsurgery
    Dr. Saavedra, Juan. (Caracas) Venezuela
  14. Endodontics & Implants, discovering the potential of each side
    Dr. Martínez Merino, Enrique. (León) Spanien
  15. Endo Implant Algorithm
    Dr. Hoyo, José (Boston) USA

Viel Vergnügen

:-)

Hand-Plugger (I) — reloaded —

von Christoph Kaaden

Im Januar diesen Jahres habe ich hier über unsere ersten Erfahrungen mit den Pluggern der Firma B&L Biotech berichtet.

Knapp ein Dreivierteljahr und etliche Wurzelkanalfüllungen später kann ich über weitere Erkenntnisse berichten. Diesmal allerdings weniger positiv…

Leider sieht man allen Instrumenten mittlerweile sehr sehr deutliche Gebrauchsspuren an, was ggf. nicht nur bei Patienten einen negativen Eindruck hinterlässt.

„Saubere“ und „sterile“ Instrumente sehen anders aus…

Sehr schade; sind diese Instrumente ansonsten wirklich empfehlenswert…


SAF System Präsentation

von Christoph Kaaden

Nach dem vor einigen Tagen hier vorgestellten Video über das SAF System möchte ich auf eine weiterführende Präsentation zu dieser Thematik hinweisen…

Herzlichen Dank an das Internetforum „Zahnmed„, aus dem der Hinweis zu diesem link stammt…

Internationale Traumatologie-Tagung 2011

von Christoph Kaaden

am 01.- und 02.Februar 2011 findet in Dubai die nächste internationale orale Traumatologie-Tagung statt.

Weitere Informationen zu diesem sehr empfehlenswerten Event gibt es hier.

Treat the tooth with sunshine

von Christoph Kaaden

eigentlich hatte ich für heute einen anderen Beitrag vorgesehen….

eigentlich…

aber beim Anblick des heute Abend zu begutachteten Zahnes habe ich meine Meinung kurzfristig geändert.

Obwohl in diesem Blog häufiger von der „Rettung“ (vermeintlich) hoffnungsloser Zähne berichtet wird, war hier beim besten Willen keine Zahnerhaltung mehr sinnvoll möglich…

und so fiel mein Therapievorschlag „neudeutsch“ formuliert so aus:

„Treat the tooth with sunshine…“

;-)

PS: Irgendwie erinnert mich dieser Zahn doch sehr an das hier vorgestellte „Objekt“

PPS: Ist es nicht immer wieder erstaunlich, was der menschliche Körper über Jahre toleriert?

Kabellose Obturation – Update

von Christoph Kaaden

vor einiger Zeit habe ich hier über die kabellosen Obturationsgeräte HotTip & HotShot berichtet. Mittlerweile hat sich hinsichtlich der Bestellmöglichkeiten eine Änderung ergeben. Die Geräte werden seit Kurzem unter dem „Überbegriff“ Superendo exklusiv von der Firma ADS vertrieben…

Hand-Plugger (I) — update —

von Christoph Kaaden

vor einiger Zeit habe ich hier über die BL Condenser der koreanischen Firma B&L Biotech berichtet.

Zum Zeitpunkt damals waren diese (in meinen Augen sehr ergonomischen) Handinstrumente in Deutschland noch nicht erhältlich. Dies hat sich seit einiger Zeit geändert…

Zu bestellen sind sie nun im Online- Shop von American Dental Systems.

Die dritte Dimension (II)

von Christoph Kaaden

Die Erkenntnis ist eigentlich alles andere als neu. Bereits 1961 konnten Bender and Seltzer in-vitro nachweisen, dass „konventionelle“ dentale Röntgenaufnahmen häufig nicht in der Lage sind tatsächliche Ausmasse apikaler Parodontopathien darzustellen. Dies gilt insbesondere für den Unterkiefer. Das Fazit Ihrer Untersuchungen lautete daher:

Lesions in cortical bone can be detected roentgenographically only if there is perforation of the bone cortex, erosion from the inner surface of the bone cortex, or extensive erosion or destruction from the outer surface. Lesions in cancellous bone cannot be detected roentgenographically. Extensive disease of bone may be present even when there is no evidence of it on roentgenograms.

Bender IB, and Seltzer S: Roentgenographic and direct observation of experimental lesions in bone I. J Am Dent Assoc 62:152-60, 1961

Der nachfolgende Fall unterstreicht diese Erkenntnisse eindrucksvoll. Während sich die Einzelzahnaufnahmen als wenig aussagekräftig erwiesen zeigte die angefertigte DVT-Aufnahme ein anderes Bild. Hier konnte eine knapp 10 Millimeter grösse apikale Osteoloyse endodontischen Ursprungs des alio loco behandelten Zahnes 47 als Ursache für das bestehende Beschwerdebild ausgemacht werden. Die weiterhin intakte bukkale bzw. linguale Kortikalis verhinderte eine adäquate Beurteilung durch die Einzelzahnaufnahmen…

ÖG Endo – Gründungskongress

von Christoph Kaaden

am 22./23. Oktober 2010 findet in Wien der Internationale Gründungskongress der Österreichischen Gesellschaft für Endodontie, kurz „OEGENDO“ statt.

Die Agenda verspricht ein breit gefächertes Programm mit namhaften Referenten wie Gilberto Debelian und Gianluca Gambarini.

Besonders gespannt darf man wohl auf die Ausführungen von Ghassan Yared zur Wurzelkanalpräparation mit einem einzigen Instrument sein…

Patriotismus

von Christoph Kaaden

Seit ein paar Tagen rollt der Ball wieder bei der Fussballweltmeisterschaft in Südafrika…

insbesondere in dieser Zeit scheint der Patriotismus für das eigene Vaterland besonders ausgeprägt zu sein…

und auch vor Zähnen macht – Schwarz – Rot – Gold nicht halt…

;-)


Übungszahn

von Christoph Kaaden

Endodontische Arbeitskurse sind in aller Regel stark von Abschnitten geprägt, in denen praktische Schulungen eine zentrale Rolle einnehmen.

Speziell bei Übungen zur maschinellen Präparation von Wurzelkanälen muss jedoch häufig auf Kunststoffblöcke ausgewichen werden, da natürliche, extrahierte Zähne zumeist garnicht bzw. nur im begrenzten Mass zur Verfügung stehen.

Jeder, der mit diesen jedoch schon Erfahrungen sammeln „durfte“, erkennt schnell die Limitationen dieser artifiziellen Wurzelkanäle, da hier u.a. das Schneidverhalten der Instrumente je nach Typ mehr oder minder stark von der tatsächlichen klinischen Realität abweicht.

Für Anfang Juli ist in diesem Zusammenhang jedoch eine Neuerung zu erwarten.


Gemeinsam mit Teilnehmern eines Workshops hatte ich beim Roots Summit in Barcelona die Möglichkeit, Eindrücke und Erfahrungen mit diesen neuen artifiziellen Oberkiefer-Molaren von VDW zu sammeln.

Mein Fazit, wie auch das der Teilnehmer, stand schnell fest. Dieser Übungszahn kommt dem Natürlichen bisher am Nächsten (bei genauem Suchen findet sich „sogar“ ein mb2) und stellt hierfür eine sinnvolle Alternative dar. Für einen Stückpreis von 12,50 Euro kann man sie zukünftig hier beziehen. Rechnet man 4 Plastikblöcke, die ein solcher Zahn ersetzen kann, gegen, so wird der Mehrwert um so deutlicher.

Andere Länder, selbe „Probleme“…

von Christoph Kaaden

Die Diskussionen über die Qualität endodontischer Behandlungen in Deutschland, die Zukunft der Endodontologie und der „Trend“ zu Spezialisierungen erhitzen die Gemüter innerhalb und ausserhalb unseres Berufsstandes…

Interessant war es daher für mich in der „ehrwürdigen“ Times zu lesen, dass auch in Nachbarländern (in denen es z.B. eine Fachzahnarztausbildung „Endodontologie“ gibt) solche Diskussion geführt werden, bzw. geführt werden müssen. Hier der link zu dem Artikel mit einigen interessanten Informationen.

Drei Augen und ein „Oooh…“

von Christoph Kaaden

Die Behandlungssitzung neigt sich dem Ende entgegen. Drinnen läuft zum ersten Mal dieses Jahr die Klimaanlage, draussen sind es gut 26 Grad. Die WF bei dem  Patienten ist unter “Dach&Fach”, die Kavität versäubert und bereit für die adhäsive Deckfüllung.…

und beim Blick durch das Mikroskop scheinen mich wieder einmal ein „Gesicht“ mit drei Augen und Mund “anzuschauen”, als würde es sagen:

“Ooooh…“ endlich kommt der Sommer.

Bleibt zu Hoffen, dass das „Zahnorakel“ recht behält

;-)

P.S.: Nachdem ich vor Kurzem per privater Mail gefragt wurde, welches Material wir zur weiteren Abdichtung um jeden Zahn applizieren, möchte ich dies an dieser Stelle gerne beantworten. Es handelt sich um lichthärtenden Kofferdam (Opaldam; Fa. Ultradent). Einen weiteren Beitrag zu dieser Thematik findet sich hier

VDZE Tagung 2010

von Christoph Kaaden

Seit Kurzem ist das Programm der kommenden VDZE-Jahrestagung in Wiesbaden hier einsehbar.

Interessenten für die Veranstaltung dürfen sich insbesondere auf  Vorträge eines der weltweit bekanntesten Endodontologen, Dr. Cliff Ruddle (Santa Barbara/U.S.A), freuen…


Dentales Trauma – Online Ratgeber

von Christoph Kaaden

Bereits seit einiger Zeit angekündigt ist die Web-Seite nun endlich online:

http://www.dentaltraumaguide.org/

Dieser zahnmedizinische Trauma-Ratgeber ist eine gemeinnützige Web-Seite, die sich der Optimierung der weltweiten Behandlung des zahnmedizinischen Traumas verschreiben hat.

In meinen Augen eine“must-have“-Seite in der Lesezeichenleiste des Computers…

Ubi pus, ibi evacua

von Christoph Kaaden

Es ist immer schwierig und ein stückweit „heikel“ eine Einschätzung zu einer Situation nur anhand einiger Bilder zu treffen…

Nach dem Betrachten der Abbildungen in dieser Rezension einer kürzlich stattgefunden Fortbildung würde ich mir allerdings trotzdem wünschen, dass sich (zahn)medizinische Disziplinen und Fachrichtungen zukünftig mehr austauschen und somit besser zusammenarbeiten.

Zum Wohle unserer Patienten…

8. World Endodontic Congress

von Christoph Kaaden


Im Zeitraum vom 06. – 09. Oktober 2010 findet in Athen der

8.World Endodontic Congress

statt.

Interessenten an dieser internationalen Tagung mit zahlreichen renommierten Referenten finden nähere Informationen zu dem wissenschaftlichen Programm hier:

Horizontale Wurzel-Fraktur (I)

von Christoph Kaaden

Der Anblick solcher klinischer und radiologischer Bilder führt nicht selten dazu, dass entsprechende Zähne als hoffnungslos angesehen werden und daher zur Extraktion „frei gegeben werden“.

Die nächsten Blog-Beiträge zum Thema „horizontale Wurzelfraktur“ (HW#) sollen dazu beitragen, diese häufige (Fehl-) Einschätzung zu korrigieren, da klinische Untersuchungen belegen, dass es sich hierbei um eine sehr beherrschbare Traumafolge mit guter bzw. sehr guter Prognose handelt.

Neben Erläuterungen zu Hintergründen der Entstehungsmechanismen werden ferner adäquate Therapien und Nachsorgeintervalle besprochen.

Hintergründe:

Mit 0,5 – 7% aller Verletzungen zählt die HW# zu den seltenen dentalen Traumaformen. Der Altersgipfel liegt zwischen dem 11. und 20. Lebensjahr. Betroffen sind primär obere Incisivi, die bereits einen vollständigen Durchbruch mit abgeschlossenem Wurzelwachstums aufweisen. Ein Auftreten in der ersten Dentition gilt als sehr selten.

Entsprechend des Fraktur-Ortes ist diese im

  • koronalen
  • mittleren
  • oder apikalen Drittel

lokalisiert.

Aufgrund einiger in der späteren Folge näher zu erläuternden Punkte nimmt die koronale Fraktur eine gewisse Sonderstellung ein. Sie wird mit einer Inzidenz von 6-19 % angegeben.

Mitt-mesiale & distale Kanäle (III)

von Christoph Kaaden


Klinisches Erscheinungsbild und Vorgehen

Bei der Inspektion des Pulpakammerbodens gilt es ein besonderes Augenmerk auf evtl. vorhandene Dentinüberhänge oder Kalzifikationen zwischen den Kanalorifizien zu richten. Diese sollten gezielt entfernt werden (mittels Rosenbohrern oder diamantierten Ultraschallansätzen), um somit eine Sondierung mittels grazilen Handinstrument (ISO 010 oder kleiner) zu erlauben.

Als Faustregel gilt ferner, dass, je weiter die beiden regulären Kanaleingänge voneinander entfernt liegen, desto wahrscheinlicher ist das Vorhandensein eines zusätzlichen mittleren Kanals.

.

Mitt-mesialer Kanaleingang nach initialer Darstellung

Nach initialer Sondierung des Kanalverlaufs sollte beim Preflaring von einem übermässigen Instrumenteneinsatz (z.B. Gates-Glidden-Bohrer) Abstand genommen werden, da hierbei eine erhöhte Strip-Perforationsgefahr (zur Furkation hin) besteht.

Ferner sollte vor der Präparation der Wurzelkanäle auf eine mögliche Konfluation der Kanalsysteme hin geprüft werden. Sollte diese bestehen, darf nur ein Wurzelkanal (zumeist der „leichter gängige“ mesio-linguale) bis zur vollen Arbeitslänge bearbeitet werden. Der andere Kanal (bzw. die anderen Kanäle) hingeben dürfen nur bis zu dem Konfluationspunkt bearbeitet werden, um eine mögliche Instrumentenfraktur aufgrund einer evtl. abrupt auftretenden Krümmung und der damit verbundenen Torsionsbelastung des Instrumentes zu umgehen.

Bei der Aspiration der Spüllösung verdeutlicht sich die bestehende Konfluation der drei mesialen Wurzelkanalsysteme

Mitt-mesiale & distale Kanäle (II)

von Christoph Kaaden


Entstehungsmechanismus


Als möglicher Entstehungsmechanismus für überzählige Kanäle wird diskutiert, dass es durch Sekundärdentinbildung während der Zahnentwicklung zur vertikalen Dentinaufteilung innerhalb des Wurzelkanalsystems kommt, wodurch separate Kanäle entstehen. Diese (dritten) Kanäle sind in der Regel zentral zwischen bukkalem und lingualem Kanal lokalisiert. Sie weisen einen deutlich geringeren Durchmesser auf, der aufgrund von Dentinapposition außerdem altersabhängig ist. Als eigenständiger Wurzelkanal wird der mitt-mesiale (oder mitt-distale) Kanal dann angesehen, wenn er ein eindeutiges Kanalorifizium aufweist und im weiteren Verlauf in einem eigenen apikalen Foramen mündet bzw. mit einem der beiden anderen „Hauptkanäle“ konfluiert. Sollte es allerdings möglich sein, ein endodontisches Instrument zwischen den betreffenden Kanälen hin- und her zu bewegen, so handelt  es sich definitionsgemäß um eine transversale Anastomose und nicht um einen eigenständigen Kanal.

Der dritte Teil dieses Beitrages wird sich mit dem klinischen Erscheinungsbild & Handling dieser anatomischen Variationen beschäftigen…

Mitt-mesiale & distale Kanäle (I)

von Christoph Kaaden


Ich habe in vorherigen Beiträgen (I & II), wenn auch mit einem kleinen „Augenzwinkern“, über das Vorhandensein zusätzlicher Wurzelkanäle bei unteren Molaren berichtet.

Heute möchte ich diese Thematik mit mehr „Ernsthaftigkeit“ angehen und weitere Informationen zu diesen anatomischen Besonderheiten liefern.

Es gilt als Allgemein anerkannt, dass die Mehrzahl kaukasischer erster und zweiter UK-Molaren zwei Wurzeln mit zwei mesialen und einem distalen Wurzelkanal besitzen. Eine Untersuchung zur Anzahl der zu erwartenden Wurzelkanäle zeigte, dass 8% zwei, 56% drei und 36% vier Kanäle aufwiesen. Allerdings sind in der Literatur auch eine Vielzahl anatomischer Variationen unterer Molaren beschrieben worden zu denen u.a. drei mesiale bzw. distale Wurzelkanäle zählen.

In einer röntgenologischen Untersuchung extrahierter erster Unterkiefermolaren fanden sich in 13,3% aller Zähne drei und in 3,3% des Untersuchungsgutes sogar vier mesiale Kanäle. Ferner zeigte diese Studie, dass in 30% ein mesiales apikales Foramen vorlag, zwei in 60%, drei in 6,7% und vier in 3,3% der Fälle.

In einer klinischen Erhebung von 145 ersten Unterkiefer Molaren wurde von vier Molaren (2%) mit fünf Wurzelkanälen (drei mesiale und zwei distale) berichtet. Hervorgehoben wurde hierbei, dass in keinem dieser Fälle ein separates apikales Foramen des mittleren Kanals vorlag. Einige andere Fallberichte konnten jedoch belegen, dass neben der zumeist zu erwartenden Konfluation der Kanalsysteme auch das Auftreten vollständig separat verlaufender Wurzelkanalverläufe mit apikalem Foramen möglich ist.

Das Vorhandensein dritter mesialer Kanäle ist bei Unterkiefer 6-Jahr-Molaren häufiger, als bei zweiten Molaren und wird mit 2% bis 12% angegeben. Als noch unwahrscheinlicher ist das Auftreten dieser Besonderheit in distalen Wurzeln zu erwarten und wird mit einer Häufigkeit von lediglich 1,7% angegeben.

UK-Molar mit drei distalen Kanalorifizien

Der zweite Teil dieses Beitrages wird sich mit dem Enstehungsmechanismus dieser anatomischen Variationen beschäftigen…

PS: Die Literaturliste kann beim Autor angefordert werden ;-)

Drei „lugelnde“ Augen & ein Lächeln

von Christoph Kaaden

Die Behandlungssitzung neigt sich dem Ende entgegen. Die WF bei dem  Patienten ist unter “Dach&Fach”, die Kavität versäubert und bereit für die adhäsive Deckfüllung.…

und beim Blick durch das Mikroskop scheinen mich erneut drei „lugelnde“ Augen (und ein Lächeln) “anzuschauen”, als würden sie sagen:

“Ok Doc, Zeit fertig zu werden für heute, der Frühling steht vor der Tür!

Geh raus und geniess den Rest des Tages”.

PS: Dieses Bild ist mit der recht neu an unserem Mikroskop installierten HD Videokamera Canon Legria HF20 (in der Fotofunktion) aufgenommen und erfüllt „meine“ Ansprüche quasi vollends…

Kleine Dinge

von Christoph Kaaden

Wie so oft im Leben sind es nicht selten die kleinen Dinge die dazu führen, dass wir etwas z.B. als schön und angenehm oder eben auch als unangenehm empfinden.

Und nachdem gestern innerhalb kürzerer Zeit die dritte Patientin (von unterschiedlichen Zuweisern) berichtete, dass Sie den von uns bei jeder endodontischen Behandlung verwendeten Kofferdam als viel angenehmer empfunden hat, als dies bei Behandlungen des Hauszahnarztes der Fall war, macht es Sinn, sich hierüber ein paar Gedanken zu machen warum dem so war…

Die Antwort war schnell gefunden.

Die von uns ebenfalls immer unter dem Kofferdam verwendete Serviette führt offensichtlich dazu, dass das (Non-) Latex Tuch nicht direkt auf der Haut aufliegt, was von den Patienten als unangenehm beschrieben wird. Insbesondere dann, wenn es durch Speichel feucht geworden ist.

Und es bestätigt sich, dass eine solch kleine Massnahme zu einer erheblich gesteigerten Akzeptanz der Kofferdam-Verwendung führen kann.

Sollten Sie bisher noch keine Kofferdam-Serviette bei der Behandlung benutzen, empfehle ich die Anwendung bei Ihren Patienten einmal zu testen.

PS: Und noch etwas haben wir durch Erzählungen erfahren, was ich gerne weitergebe. Bei Patienten, die bisher noch keine Erfahrungen mit der Kofferdam-Applikation gemacht haben sollten Sie insbesondere „beim ersten Mal“ das Anlegen nicht delegieren, um so eine reibungslosen Ablauf zu garantieren.

Die dritte Dimension (I)

von Christoph Kaaden

Standardmäßig basiert die Röntgendiagnostik der für die Zahnheilkunde relevanten Strukturen zumeist auf 2-dimensionalen „konventionellen“ Röntgenaufnahmen. Bisher werden zumeist nur in seltenen Situationen 3-dimensionale (computertomographische) Aufnahmen durchgeführt.

Seit der Einführung der digitalen Volumentomografie (auch Kegelstrahl-CT genannt) in der Zahnheilkunde im Jahr 1997 gewinnt dieses dreidimensionale bildgebende Verfahren jedoch zunehmend an Bedeutung. Dies hat allerdings noch nicht den Stellenwert erreicht, wie es in der Allgemeinmedizin der Fall ist. Dort sind 3D-Aufnahmen (z.B. CT und MRT) seit Jahrzehnten Standard und gewisse Eingriffe und Operationen sind ohne diese Verfahren kaum mehr vorstellbar.

Auch wir sind momentan bestrebt das diagnostische Hilfsmittel der DVT-Aufnahmen in entsprechenden Situation einzusetzen, um so u.a. dem Patienten eine bessere Einschätzungen der möglichen Therapieoptionen und deren Prognosen geben zu können.

Anbei unserer aktuellster Fall, der erst in der DVT-Aufnahme das volle Ausmass der knöchernen Osteolyse sowie die komplexe Morphologie insbesondere des Zahnes 45 erkennen lässt.

Bei aller Euphorie über die „Vorteile“ und Vorzüge dieses diagnostischen Hilfsmittels gilt es die vorhandenen „Nachteile“ bzw. Einschränkungen nicht ausser Acht zu lassen. Über eine Einschätzung und weitere Erfahrungen berichten wir demnächst…

Tip Taxi

von Christoph Kaaden

Die zweitägige Hospitation meiner Assistentin Franziska Lori in der  Berliner Praxis von Jörg Schröder und Sebstian Riedl hat neben einigen behandlungstechnischen Veränderungen unseres täglichen Therapiesablaufes auch die Anschaffung einiger  „Tools & Toys“ nach sich gezogen.

Zu einem dieser sehr nützlichen Gadgets zählen die Tip Taxis, in denen wir seit dieser Zeit nun die Ultraschallansätze (nach Indikationen) geordnet und materialgerecht sortiert, lagern können.

Wahrscheinlich gibt es die Tip Taxis schon lange, allerdings wussten wir von deren Existenz bis vor Kurzem nichts. Vielleicht geht es dem ein oder anderen Leser ja ähnlich und zieht jetzt eine Anschaffung in Erwägung, ohne das ein vorheriger Besuch der „Hauptstadt-Kollegen“ notwendig wird…


Hand-Plugger (II)

von Christoph Kaaden


neben den zuletzt erwähnten BL Hand-Plugger haben wir vor einiger Zeit ein weiteres Instrument in unseren Behandlungsablauf integriert.

In diesem Fall handelt es sich um einen Condenser nach Dr. Joseph S. Dovgan. Besonders bei der Behandlung juveniler Oberkieferincisivi (nach Trauma) wird der grosse Nutzen schnell erkennbar, da dieses Handinstrument zwei „stattliche“ ISO-Grössen aufweist. Ferner kommt dieser Plugger bzw. Condenser auch bei Perforationsdeckungen mit MTA (z.B. im Pulpakavum) zum Einsatz.

Und anders, als die Instrumente des ersten Blogbeitrages zu diesem Thema, ist dieses in Deutschland bereits problemlos erhältlich. Die genaue Typenbezeichnung lautet: Dovgan Condenser NiTi 0,2 ISO100-140

Hand-Plugger (I)

von Christoph Kaaden

Quasi seit Etablierung warmer Abfülltechniken in unseren Behandlungsalltag arbeiten wir überwiegend mit den S-Condenser. Bei diesen Handplugger nach Dr. Sam Kratchman sind drei unterschiedliche Instrumente  der Grössen

  • ISO 40  & 80 (schwarz)
  • ISO 50 &  100 (gelb bzw.gold) und
  • ISO 60 & 120  (blau)

in einer Nickel-Titan / Stahl-Kombination erhältlich.

Kürzlich bin ich jedoch auf eine Modifikation dieses Sets gestossen, dass mir noch besser gefällt. Die BL Plugger der Firma B&L Biotech weisen insbesondere zwei Änderungen auf. Neben der Einführung eines neuen, vierten Pluggers der Grösse ISO 35 & 70 (grün) ist der Griff nun weitaus breiter und somit ergonomischer gestaltet.

Während sich die verbreiterte Fingerauflage bzw. Abstützung zusätzlich positiv auswirkt, scheint sich die veränderte Angulation des Plugger-Arbeitsteils klinisch bei uns nicht bemerkbar zu machen.

Wenn es also um eine Neuanschaffung geht würde ich empfehlen, diese Instrumente unbedingt in Erwägung zu ziehen. In Deutschland sind diese Instrumente bisher (wohl noch) nicht erhältlich, wobei ich mir ganz sicher bin, dass es sich nur um eine Frage der Zeit handeln kann, bis sich dieser Status ändert…

Masterstudiengang Endodontologie

von Christoph Kaaden


Im August 2010 soll es so weit sein… 

dann startet der erste deutsche Masterstudiengang Endodontologie unter der Trägerschaft einer gemeinsamen Gesellschaft der

– Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU)

– Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) sowie

– Deutschen Gesellschaft für Zahnerhaltungskunde (DGZ).

Man darf gespannt sein!

Nähere Informationen finden sich auf der entsprechenden Homepage.

Kabellose Obturation

von Christoph Kaaden

über meine persönliche Vorliebe hinsichtlich des kabellosen Arbeitens mit endodotischen Geräten habe ich hier bereits an anderer Stelle berichtet. Umso erfreuter war ich, als ich vor Kurzem bei einer Vortragsreise in Südkorea zwei für mich neue Produkt einer koreanischen Firma entdeckte. Es handelt sich hierbei um die Geräte Alpha und Beta.

Nach den ersten Anwendung fällt unser bisheriges Fazit  positiv aus. Entgegen der Erwartungen scheinen die (Akku)-Leistungen (mehr als) auszureichen, die für die warme vertikale Kompaktion benötigten Temperaturen problemlos erzielen zu können, und im Falle der Guttapercha-„Pistole“ auch halten zu können.

Während uns die „Umstellung“ auf den „Hitzeträger“ problemlos gelungen ist, fällt die Anwendung einer Guttapercha-„Pistole“ im Vergleich zu einem motorbetriebenen „Guttapercha-Pen“ (wie beim Beefill; Fa. VDW) nicht nur aus ergonomischen Gründen deutlich schwerer und erlaubt u.a. aus diesem Grund noch kein abschliessendes Fazit. 

Hier noch einige technische Daten zu den Geräten:

  • 9 unterschiedliche Hitzeplugger von Grösse 30/04 bis 60/12.
  • 3 verschiedene Guttapercha Applikations-Nadeln der Grössen: 20G, 23G und 25G. Die beiden letztgenannten sind schwenkbar einsetzbar. 

 

Auf dem deutschen Markt werde die Geräte übrigens seit Kürzerem unter dem Namen HotTip & HotShot hier vertrieben.

CHX – NaOCl Ausfällungsreaktion bei MTA

von Christoph Kaaden

dass es zwischen CHX und NaOCl  zu einer Ausfällungsreaktion kommt ist bekannt und mittlerweile in der Literatur auch mehrfach beschrieben. In diesem Zusammenhang hatte ich vor einigen Tagen jedoch eine Situation, die mich mehr als erstaunt hat.

Wir haben bei einer Patientin eine MTA-Perforationsdeckung am Pulpakammerboden durchgeführt. Da wir hierbei in der Regel ein zweizeitiges Vorgehen bevorzugen und MTA für den Abbindeprozess Feuchtigkeit benötigt, plazieren wir aus diesem Grund auf den Zement in feuchtes Wattepellet. Zumeist, wie auch in diesem Fall, verwenden wir CHX zum Befeuchten des Pellets.

Im zweiten Termin, ca. 10 Tage später, zeigte sich klinisch eine vollständige Aushärtung des MTAs.  Allerdings mussten wir bei der anschliessenden NaOCl-Spülung der Wurzelkanalsysteme beobachteten, dass sich die oberflächliche Schicht des Zementes rötlich färbte. Scheinbar war die Substantivität des CHX auch etliche Tage nach Applikation noch gegeben und so kam es auch hier zu dieser „Unverträglichkeitsreaktion“, die es zukünftig für uns zu vermeiden gilt…

Blick in Zugangskavität nach Wurzelkanal-Obturation und MTA-Perforationsverschluss mit rötlichem Ausfällungspräzipitat

Robert Enke ist tot

von Christoph Kaaden

Robert Enke, Torwart von Fussball-Bundesligist Hannover 96 und erster Anwärter auf den Posten des Nationaltorhüters der kommenden Fussballweltmeisterschaft 2010 ist am 10.11. 2009  gestorben. Bewahrheiten sich die aktuellen Pressemitteilungen, dann hat Robert Enke für sich den Freitod gewählt.

Diese Meldung ist bestimmt nicht nur für mich unfassbar. Ein ähnliches Schicksal eines aktiven Sportlers hat es im deutschen Sport meines Wissens nach bis dato nicht gegeben.

Mein besonders Mitgefühl gilt seiner Frau, die nach dem Verlust der gemeinsamen Tochter vor einigen Jahren nun den Tod Ihres Ehemannes hinnehmen muss.

Ich wünsche Frau Enke, der Familie und den Hinterbliebenen insbesondere in den nächsten Wochen und Monaten viel Kraft den Verlust Ihrer geliebten Person Robert Enke zu realisieren und ansatzweise zu verarbeiten. Auch wenn dies unmöglich erscheint.

„Entran“-Erfahrungen nach 12+ Monaten

von Christoph Kaaden

mit dem Beginn meiner rein endodontisch-ausgerichteten Praxistätigkeit vor gut einem Jahr habe ich einige Dinge in meinem Behandlungsablauf verändert.

Als wohl bis dato beste Neuerung hat sich für uns die Anwendung des akkubetriebenen Endo-Winkelstücks „Entran“ der Firma W&H erwiesen. Genauer gesagt zweier dieser Winkelstücke. Endlich ist es uns ohne lästigen Fussanlasser und „Kabelsalat“ erlaubt, eine möglichst ergonomische Wurzelkanal-Präparation durchzuführen.

Nähere Informationen zu dem Winkelstück finden sich auf der Firmen-Homepage.

Als besonders positiv möchte ich einige Punkte hervorheben:

  • keine Wartung & Reparatur in der bisherigen Nutzungsphase
  • subjektiv empfundene sehr gleichmässige Laufleistung und „Durchzugskraft“
  • sehr gute Akku-Leistung
  • auch nach einjähriger Anwendungszeit keine (bzw. kaum) Abnutzungserscheinungen an den Winkelstücken

Eine zusätzliche Ausstattung des Entran, die z.B. andere bzw. höhere Umdrehungszahlen erlauben würde, vermisse ich im klinischen Alltag (quasi) nicht, da die überwiegende Mehrzahl der Kanal-Präparationen mit der gegebenen Umdrehungszahl bewältigt werden. Einzig ein akustisches, anstelle eines rein optischen „Warnsignals“ beim Erreichen des eingestellte Drehmoments würde ich mir für zukünftige Weiterentwicklungen wünschen.

Unser persönliches Fazit steht daher fest. Der Entran ist ein „must buy“ und für uns ein unverzichtbares Gadget im täglichen endodontischen „Alltag“.

Bewegte Bilder (3)

von Christoph Kaaden

Dank des Adapters von Jörg Schröder bin ich seit sehr kurzem auch in der Lage meine ersten Erfahrungen mit einer HD Kamera am Mikroskop zu machen…

Obwohl noch (viel) Luft nach oben ist, bin ich mit den ersten „Gehversuchen“ zufrieden. Insbesondere, weil ich eigentlich ein echter Foto-„Dummy“ bin.

Bei der von mir verwendeten Kamera handelt es sich um eine Canon Legria HF 20, die mir für erste Tests freundlicherweise von meinem Kollegen Christian Diegritz ausgeliehen wurde. Als Vorteilhaft erweist es sich, dass diese ohne einen weiteren Zwischenring auf den Adapter geschraubt werden kann und so bei vollen Zoom (bis 15x möglich) keine Vignettierung auftritt. Ferner imponiert mit die Tiefenschärfe, die mit diesem Gerät erreichbar ist.

Aus  Zeitgründen habe ich die Aufnahmen bisher nur  im Autofokus-Modus erstellt, was einige Probleme mit sich bringt. In nächster Zeit gilt es daher für mich Erfahrungen mit der manuellen Fokus-Einstellung zu sammeln. Selbiges gilt für die Foto-Funktion der Canon.

Insgesamt steht mein Fazit aber schon fest. Innerhalb der nächsten Wochen werde ich mir eine HD Kamera anschaffen und in den Praxisalltag integrieren. Die Investitionsumfang ist überschaubar, der Nutzen hingegen gewaltig.

Zu sehen ist das erste Video übrigens hier.


Internationale Trauma-Tagung 2010

von Christoph Kaaden

Italien ist immer eine Reise wert…

insbesondere dann, wenn dort eine internationale zahnmedizinische Tagung stattfindet. Im kommenden Sommer (13. – 15. Juni 2010) ist Verona Gastgeber der „Internationalen Trauma-Tagung“. Anbei der link zu dem vorläufigen Programm mit weiteren Informationen zu einer ganz sicher sehr informativen Veranstaltung mit den „who`s who“ der dentalen Traumatologie:

http://www.iadt-dentaltrauma.org/web/

Saving hopeless teeth VIII – Lentulo & WSR

von Bonald Decker

diesen Fall „verdanke“ ich einem Oral-Chirurgen, mit dem unsere Praxis in anderen Belangen regelmässig zusammenarbeitet.

Dieser Kollege sah keine Indikation für die ihm von einem anderen Zahnarzt „angewiesene“  WSR an Zahn 27. Aus diesem Grund riet er dem Patienten an, weitere Meinungen hinsichtlich anderer Therapieoptionen bei qualifizierten Kollegen einzuholen.

Bis zur  Erstvorstellung in unserer Praxis war sich der Patient zu keinem Zeitpunkt über die (gravierenden) Befunde seines Zahnes (und der benachbarten Strukturen) bewusst, war jedoch Willens, auf unseren Therapievorschlag einer nicht-chirurgischen Revisionsbehandlung des Zahnes 27 einzugehen.

Das hier gezeigte Endergebnis konnte in zwei Terminen erreicht werden und  lässt auf eine gute Langzeitprognose des Zahnes hoffen.

 

 

PS: Die Krone an Zahn 26 ist laut des Patienten brandneu        :-/

Drei Augen und ein Lächeln

von  Christoph Kaaden

Der Behandlungstag neigt sich dem Ende entgegen.
Drinnen läuft (zum Glück) die Klimaanlage, draussen sind es immer noch 31 Grad.
Die WF bei dem letzten Patienten ist unter „Dach&Fach“.
Jetzt noch die adhäsive Deckfüllung und der Feierabend kann kommen…und beim Blick durch das Mikroskop scheinen mich abschliessend drei Augen (und ein Lächeln) „anzuzwinkern“, als würden sie sagen:
„Ok Doc, fertig für heute!“.

uns so darf ich mich  „beruhigt“ auf einen lauen Sommerabend mit meiner Frau freuen

:)

10. ENDODONTIE Symposium Berlin April 2010

von Christoph Kaaden

Am 16./17. April 2010 findet in Berlin das 10. ENDODONTIE Symposium  statt.

Unter dem Motto. „Problemlösungen in der Endodontie“ sind an  zwei Kongresstagen national wie international renommierte Wissenschaftler und Kliniker eingeladen worden, um über Problembereiche moderner Endodontie und mögliche Lösungsansätze zu referieren.

Hier der Link zum Kongress – Programm als PDF – Download.

Ultracal XS und NaviTip

von Christoph Kaaden und Jörg Schröder

Sicher einer der besten Neuerungen in unserem Behandlungsprotokoll war die Einführung des Calciumhydroxid-Präparates Ultracal XS und den dazugehörigen NaviTips vor einigen Jahren. 
Als negative Begleiterscheinung kann es allerdings immer wieder einmal passieren, dass die Applikationskanüle just beim Einbringen des Materials scheinbar verblockt ist, bzw. sich kein Ultracal applizieren lässt. Dies ist aus verschiedenen Gründen ärgerlich und es wäre schön, diese Schwierigkeit umgehen zu können.

Hier zwei kleine Tipps, die zur Vermeidung dieses Problems ggf. beitragen können.

Zunächst einmal empfiehlt es sich für die Ultracal-Applikation keine „frische“  (und somit „trockene“) Kanüle zu verwenden, sondern eine, die bei diesem Patienten z.B. bereits für die CHX-Spülung verwendet wurde. Vorab ist es ratsam, die in der Kanüle befindliche Restflüssigkeit außerhalb des Zahnes auszudrücken. 
Sollte diese Maßnahme allein noch nicht zu dem gewünschten Erfolg führen, kann man ferner den zähflüssigen Charakter des Ultracals positiv beeinflussen, indem man mit einem Schallscaler (z.B. SonicSys) die NaviTip berührt und gleichzeitig auf den Stempel der Ultracal XS – Spritze drückt.
In vielen Fällen sollten diese beiden kleinen Maßnahme helfen, die Fliesseigenschaften des Ca(OH)2 Präparates positiv zu beeinflussen und so die medikamentöse Einlage wie geplant einbringen zu können… 

Wer hat`s (neu) erfunden…?

von Christoph Kaaden

…die Schweizer?

Vielleicht…

Auf jeden Fall gibt es aus dem Land des Käsefondues, der  Alphörner und mechanischen Uhren seit kurzem eine Alternative zu den bislang kommerziell erhältlichen Portland-Zement Derivaten der Firmen Dentsply / Maillefer und Angelus.
Pfiffig vepackt in Kapselform und zu einem deutlich günstigerem Preis.

Die klinische Anwendung sowie Studien müssen die Gleichwertigkeit zu den „bewährten“ Produkten allerdings erst belegen.

Auf jeden Fall tut sich etwas…

„Be a Mac Gyver“

von Christoph Kaaden

zu den wohl besten technischen Neuerungen in der Endodontologie zählen moderne Endometriegeräte. Diese „Mini-Computer“ erlauben eine sehr vorhersagbare, zuverlässige und reproduzierbare Bestimmung der endodontischen Arbeitslänge mittels Impedanzmessung. 

Allerdings sieht man sich in der klinischen Anwendung gelegentlich mit gewissen anwendungstechnischen Problemen konfrontiert.
Hierzu zählen in erster Instanz Fehlmessungen bei Zähnen mit metallischen Restaurationen (z.B. Kronen).

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Scharfe Fotos

Woran erkennt man eigentlich ein scharfes Foto ?

Nein, liebe Sexmaniacs, hier geht es nicht um nacktes Fleisch auf Celluloid (oder digitale Speicherkarten) gebannt, es geht um die zahnärztliche Fotografie unter Zuhilfenahme eines Dentalmikroskopes.

Es geht um Wurzelkanäle oder andere winzige Strukturen innerhalb eines Zahnes. Und das Tolle an den seit Anfang der Neunziger Jahre in der Zahnmedizin zur Verfügung stehenden Operationsmikroskopen ist, dass diese Strukturen nicht nur dem Behandler sichtbar gemacht werden können. Mit Hilfe in das Mikroskop integrierter Video- oder Fotokameras kann auch der Patient sich ein sprichwörtliches Bild vom Gegenstand der Behandlung machen.

Allerdings ist auch in der Mikroskopfotografie mit den gleichen prinzipbedingten Widrigkeiten zu kämpfen, die in der normalen Objektfotografie kleiner Gegenstände, der Makrofotografie, vorhanden sind.

Auf Grund der vorhandenen geringen Schärfentiefe und dem durch die Vergrößerung bedingten hohen Lichtbedarfs kommt es in einer Reihe von Fällen zu unscharfen Fotos.

In der künstlerischen Fotografie kann Unschärfe als gezieltes Gestaltungsmittel gewünscht und von Vorteil sein. In der Dentalfotografie ist es das nicht. Hier ist das Ziel, ein knackscharfes Foto zu erzielen.

Wann aber ist ein Bild unscharf ?

Eine scheinbar banale Frage, jedoch offenbart eine genauere Betrachtung, dass es nicht eine, sondern vielmehr zwei Ursachen für unscharfe Bilder gibt.

Zum einen eine optische bedingte Unschärfe.  Entweder ist die Kamera mangels adäquater optischer Abbildungsqualität nicht in der Lage, scharf abzubilden oder das zu fotografierende Objekt befindet sich ausserhalb des Schärfebereich der Kamera.

Zum anderen kommt es zu einer bewegungsbedingten Unschärfe, sofern Kamera und/oder Objekt sich während der Aufnahme bewegen. Dieses Phänomen ist landläufig als „Verwackeln“ bekannt.

Beide Phänomene können auftreten im Rahmen der Fotografie über das Dentalmikroskop, getrennt voneinander oder in Kombination.

Anbei ein paar Fotos zur Verdeutlichung:


Diese Fotos zeigen ein Objekt im apikalen Drittel eines Wurzelkanals bei hoher Vergrößerung. Ein kleiner Punkt im oberen Bereich des linken Wurzelkanals zeigt an, dass diese Aufnahme trotz schwieriger Aufnahmebedingungen scharf und trotz langer Belichtungsdauer nicht verwackelt ist. Im Bild sichtbare Unschärfen beruhen auf optischen Unzulänglichkeiten der Kamera -Mikroskop – Konstruktion (bzw. auf der starken Kompression und Verkleinerung dieser Aufnahmen, um möglichst kurze Ladezeiten zu gewährleisten).

Auch das nachfolgende Bild erscheint scharf. Wenn man genau hinschaut, sieht man, dass es sich bei den Lichtreflexen nicht um kleine Punkte, sondern um minimale Linien handelt, die von links oben schräg nach rechts unten verlaufen. Dieses Bild ist optimal fokusiert, jedoch minimal verwackelt, auch wenn die Verwacklung noch so gering ist, dass sie tolerierbar erscheint und den positiven Gesamteindruck nicht schmälert.

Bei diesem Bild sind eindeutig linienförmige Lichtreflexe zu erkennen, die alle in die gleiche Richtung zeigen.
Das Bild ist verwackelt.