Vor gut drei Jahren habe ich hier über unsere Erfahrungen mit der Miscea Armatur berichtet. Es scheint, als wären wir nicht die einzigen gewesen, die zum Teil „Probleme“ mit dieser Armatur hatten. Als Reaktion auf die unzuverlässige Abgabe des Desinfektionsmittels hat uns die Firma auf jeden Fall vor einiger Zeit einen Rückflussverhinderer zugeschickt.
Rückflussverhinderer close-up
Dessen Einbau gestallte sich dank Anleitung sehr einfach.
Einbauanleitung Rückflussverhinderer
Und die Wirkung?
Absolut überzeugend! Seit dem Einbau gehört diese „Neustart-Kinderkrankheit“ der Vergangenheit an.
Zu unserer “Multi-Media”-Ausstattung des Behandlungszimmers habe ich bereits an dieser Stelle berichtet…
nicht unerwähnt möchte ich lassen, dass eine solche Ausstattung auch eine Kehrseite hat…
eine Kehrseite, die das tägliche Arbeiten (sehr) erschwert oder im schlechtesten Fall unmöglich macht…
in unserem Fall trifft dies z.T. auf die „PC-Anlage“ im Behandlungszimmer zu…
und so kämpfen wir mit den „Kinderkrankheiten“ eines Neustarts…
eine dieser möchte ich heute vorstellen…
Im Rahmen unserer Behandlungszimmerplanung galt es u.a. die „Hinterkopf-Behandlungszeile“ zu konzipieren.
Nach eingehender Beratung und Besprechung über unsere Anforderungen folgten wir den Empfehlungen von Dental-Depot und Möbelfirma (spezialisiert auf die Einrichtung von Zahn-/Arzt-Praxen).
Hierzu zählte u.a., dass man (wir) den PC des Behandlungszimmers in einem der Oberschränke unterbringen solle. Dies schien uns aus diversen Gründen eine gute Idee.
Das Thema „Wärmeentwicklung“ sollte durch die (liebevoll) „ausgeschnittene offene“ Rückwand des Schrankes „gelöst“ werden…
Diese „Lösung“ bzw. „Empfehlung“ erwies sich bereits nach kürzester Zeit als „Wunschdenken“.
Als Konsequenz schaltete sich der PC nach recht kurzer Betriebsdauer automatisch ab, um eine Überhitzung zu vermeiden. Somit war damit u.a. auch das Anfertigen von Röntgenbildern unmöglich.
Ein Punkt, der insbesondere in einer „Endo-Praxis“ von grosser Bedeutung ist…
als „Lösung“ des Problems würde uns von der Einrichtungsfirma vorgeschlagen, weitere „Lüftungsöffnungen“ in Decke und Boden des PC-Fachs bohren zu lassen, um so eine bessere Luftzirkulation zu erlauben…
gesagt, getan…
das Resultat…
fünf Löcher, (quasi) null (positive) Wirkung…
extrem unbefriedigend…
aus verschiedenen Gründen.
Ein „ständig“ abstürzender PC, der z.T. dazu führte, dass man Patienten nicht wunschgemäss behandeln konnte.
Man könnte auch sagen …
„Alptraum“
und das für gut 12.000 Euro, die man in die Behandlungszeile investiert hat…
die Lösung des Problems verdanke ich einem extrem findigen und engagierten Kollegen und Freund der sich eine kleine Ventilator-Einheit für unseren PC-Schrank ausgedacht und dann ge-/eingebaut hat.
Dr. Florian Krekel
Im Zuge unserer Blog-Staffel “ Neustart“ werden Sie diesen Namen noch häufiger lesen… was daran liegt, dass Florian uns nicht nur bei der Bewältigung der PC-Wärmeentwicklungs-Krankheit geholfen hat, sondern auch noch diverse andere kleine und grosse Wunder bei uns vollbracht hat…
hier aber zunächst seine Lösung unseres PC-Wärme-Problems.
Ein Einbau von fünf (vier oben und einen unten) kleinen Ventilatoren zur besseren Luftzirkulation. Um die Geräuschentwicklung möglichst gering zu halten hat Dr. Krekel ferner eine Silikonunterlage zwischen Schrankholz und Lüfter eingelegt.
Die Ventilatoren stammen von der Firma Papst und haben einem Durchmesser von 60 mm (Typ 612Fl (mit 12 V und 19 m3/h bei gerade mal 16db).
Die Temperatur innerhalb des PC-Fachs misst ein kleiner Thermostat, der bei Übersteigen der eingestellten „Kerntemperatur“ das Lüftersystem aktiviert (und nach Abkühlung auch wieder abschaltet).
Seit dem beschrieben Einbau ist das Wärme-Problem für uns gelöst und erlaubt nun endlich einen reibungslosen Behandlungsablauf.
Eigentlich hätte ich gedacht (oder besser erwartet), dass sich die „Dental-Profis“ im Vorfeld darüber Gedanken gemacht habe (wenn man es so verkauft)…
aber (leider) weit gefehlt…
umso dankbarer bin ich unserem „Retter“ für seinen Erfindungsgeist und sein Engagement…