Vertrauensbildende Maßnahmen in der Endodontologie (IV)

Von Christoph Kaaden

Erinnern Sie sich noch an diesen Beitrag, in dem ich auf einen kleinen Trick hinwies, wie man eine palatinale Anästhesie für den Patienten schmerzfrei(er) gestallten kann?

Zu meiner Freude erhielt ich in diesem Zusammenhang gestern von einer Kollegin nachfolgende Mail:

„Hallo Herr Dr. Kaaden,

Augen zu

die Augen zu öffnen.

Diese kleine Bitte erstaunt die Patienten in der Regel in diesem Moment und resultiert in einer gewissen Ablenkung. Ferner ist der für den Menschen sehr wichtige Sinn des Sehens nicht „ausgeschaltet“ und die Patienten konzentrieren sich unweigerlich nicht nur auf das in diesem Moment „Gefühlte“ (= den ggf. spürbaren Pieks)…

Sollten Sie diesen kleinen Trick bisher nicht anwenden, so empfehle ich dies unbedingt.

Über Feedback mit Ihren Erfahrungen würde ich mich freuen.

2 Gedanken zu „Vertrauensbildende Maßnahmen in der Endodontologie (IV)

  1. Werde ich mal ausprobieren, mal schauen wie es ankommt. Mein Standardvorgehen bisher (hoffe wiederhole mich hier nicht): ich sage dem Patienten vorher, das er „ganz tief in den Bauch einatmen , die Luft kurz anhalten, und dann auf Kommando so langsam wie geht wieder ausatmen soll“. Auf das Kommando „ausatmen“ löst der Patient die Spannung vom Einatmen und läßt sozusagen die Kanüle selbst in das Gewebe eindringen, oder man zieht es im OK gegen die Kanüle (und drückt die Lippe etwas fester). Zusätzliche Vibration oder Wackeln vom Spiegel lenkt ebenfalls gut ab.

    Können Kollegen eigentlich die Meinung teilen, dass die Kanülen von Heraeus Kulzer leichter ins Gewebe eindringen und gleiten? Ich habe die noch nicht getestet und nutze bisher nur normale von Hager&Werken (Miraject)…

  2. Bei uns legt die Assistenz ihre Hand auf die Schulter des Patienten und gibt ihm einen sanften, aber spürbaren Gegendruck. Die Patienten empfinden das als sehr angenehm. Das vermittelt so ein bisschen Mitgefühl.

    Die „Augen zu – Augen auf – Methode“ wenden wir auch schon lange an. Das funktioniert wirklich prima.
    Vielleicht hat jemand einen Tipp für die intraligamentäre Anästhesie. Augen zu – Augen auf – Augen zu – Augen auf… ;-)

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