Heute wieder ein Recall einer ausgeprägten Aufhellung bis in die Bifurkation (ohne pathologische Taschensondierung)…

ein Jahr nach Abschluss der zweizeitigen Therapie…
stellt sich die Situation erfreulich dar…
SO macht Recall Spaß
:-)
Akzessorische Kanalsysteme in Form eines Furkationskanals zählen wohl eher zur Seltenheit bei oberer Molaren…
vor Kurzem hatten wir aber das „Glück“ dieser besonderen Anatomie klinisch-radiologisch begegnen zu dürfen…
ursprünglich wurde uns der Patient zur möglichen Revision des Zahnes 26 überwiesen worden.
Im Zuge der umfassenden Diagnostik wurde auch ein kleinvolumiges DVT der Region angefertigt. Schnell stelle sich heraus, dass eine Erhaltungswürdigkeit/-fähigkeit des Zahnes nicht gegeben war. Allerdings zeigte sich auch an 27 als Nebenbefund eine Pathologie. Diese lag nicht nur apikal, sondern auch in der Furkation vor. Für mich neu war die Tatsache, dass der hierfür wohl ursächliche Furkationskanal sich radiologisch so deutlich präsentierte…
In einem der nächsten Beiträge zeigte ich Ihnen klinische Fotos und die Behandlungsabfolge…
Gestern stellte sich erneut ein Patient bei uns vor, bei dem wir vor gut zwei Jahren Zahn 46 revidiert hatten.
Hier die Ausgangssituation des 46 von damals….
Diesmal ging es um Zahn 26, der bereits vor gut zehn Jahren alio loco reseziert worden war.
Im Zuge der OK-Befundung konnte ich den Patienten davon „überzeugen“ auch Zahn 46 nachkontrollieren zu lassen.
Nachdem dieses Recall erfreulich ausfiel hoffte der Patient inständig, dass ich auch Zahn 26 eine realistische Chance auf Zahnerhaltung durch Revision einräumte…
Zunächst einmal überwog auch bei uns die Freude über den Therapieerfolg an 46.
Ob ich dem Patienten tatsächlich Hoffnung für 26 machen konnte…?
Demnächst mehr dazu
;-)
Vor Kurzem habe ich hier den erster Teil der –Kein Kanal- Serie vorgestellt.
Heute liefere ich noch einige Röntgenbilder des ersten Behandlungsfalls nach.
Die Behandlung erfolgte in zwei Terminen a 60 bzw. 90 Minuten.
Für die Präparation haben wir R-Pilot, Wave One Gold- und RECIPROC Blue Instrumente verwendet. Bei der Wurzelkanalfüllung kamen Guttapercha-Points und BC Sealer high flow zum Einsatz…
demnächst mehr in dieser Serie…
„Entdeckt“ habe ich auf den Dentapen übrigens bei diesem empfehlenswerten Webinar von Prof. Malamed. Er ist bis heute einer der führenden Meinungsbildner, wenn es um das Thema Lokalanästhesie geht.
Und wer noch mehr Zeit in dieses Thema investieren möchte, dem sei auch diese ältere Vorlesung empfohlen…
Vor gut zwei Jahren haben wir bei dem heute zehnjährigen Lasse eine reparative endodontische Behandlung durchgeführt.
Der kleine Junge erlitt im Oktober 2019 eigentlich eine recht milde traumatische Verletzungen der Zähne 11 und 21 in Form einer geringgradigen Dislokation nach Sturz.
Auch das alio loco angefertige DVT zeigte initial keine Besonderheiten.
Gleichwohl war es im Januar 2010 alio loco notwendig geworden an Zahn 21 eine endodontische Behandlung einzuleiten.
In der weiteren Folge wurden wir gebeten, die Behandlung weiter- und abzuschliessen. Diese erfolgte nach dem hier bekannten Protokoll.
Vor einigen Tagen war die Mutter so freundlich uns das Recallbild zwei Jahre später zukommen zulassen.
Es sieht aus, als wäre die Behandlung bei Lasse eine weitere kleine Erfolgsgeschichte für diese Therapieform…
Einer meiner „liebsten“ Überweisungsgründe ist es, wenn wir den „Zuruft“ erhalten, dass es bei der Vorverhandlung nicht gelungen ist alle oder überhaupt einen „Kanal“ zu finden …
vorausgesetzt, dass bei dem Trepanationsversuch nicht zu sehr „gewütet“ wurde, ist es mit entsprechender Vergrösserung und etwas anatomischen intrakoronalen Grundkenntnissen sehr dankbar entsprechende Kanalsysteme initial darzustellen und zu präparieren…
zum Einsatz kommen hierfür bei uns in der Regel überlange Rosenbohrer (=Munce) und NiTi-Instrumente (Profile 15.04/06 und R-Pilot). Ich versuche den Einsatz von Handinstrumenten möglichst gering zu halten.
Hier die erste „Serie“ unserer jungsten „archäologischen Ausgrabungen“…
anhand der unterschiedlichen Dentin-Farben (Primär-/Sekundär-/ und Tertiär-Dentin), der Symmetrie-Regel (ausser bei oberen Molaren) und der Einpressungen des entstehenden Dentinstaubs (=folge den weissen Linien bzw. Punkten) in vorhandene Hohlräume gelingt die Darstellung in der Regel sehr zügig…
aber Bilder sagen mehr als Worte…
demnächst mehr aus dieser Serie…
Vor einiger Zeit wurde uns ein Patient zur Beurteilung der Situation Regio 12 überwiesen…
an dem lateralen Frontzahn war vor circa sechs Monaten alio loco eine mikrochirurgische Resektion aufgrund einer ausgeprägten apikalen „Raumforderung“ erfolgt.
Jetzt manifestierten sich allerdings erneut Beschwerden in Form einer Fistelbildung in der Region. Die Genese war der Zuweiserin unklar.
Handelte es sich um ein Rezidiv oder könnte auch etwas anderes ursächlich sein?
Hier einige Impressionen der damaligen Therapie und die aktuellen Röntgenbilder…
Hier das von uns daraufhin angefertigte kleinvol. DVT zur Klärung der Genese des Rezidivs:
Es zeigt sich, dass ein ausgeprägter Seitenkanal an Zahn 13 für die laterale Osteolyse verantwortlich ist.
Daher empfahlen wir eine endodontische Therapie des Zahnes 13 in zwei Terminen.
Bereits kurz nach der ersten Sitzung war die Fistel abgeheilt.
Nach der Wurzelkanalfüllung erfolgte in diesem Fall aufgrund des vorhandenen Teleskops die Platzierung eines Titan-Stifts.
Abschluss-Röntgenbild nach Wurzelkanalfüllung mit Titanstift bis ins mittlere Kanaldrittel. Es zeigt sich ein lateraler Sealerpuff auf Höhe des Seitenkanals
Gut, dass die Zuweiserin nicht vorschnell an ein Rezidiv gedacht hatte…
Dein Arzt, Dein (Zahn)Schicksal…
Wie Olaf Löffler schon in einem Kommentar beschrieb gab es in der Vergangenheit Lieferprobleme mit den Schutzhüllen des Dentapens.
Auf Initiative unserer Septodont-Aussendienstmitarbeiterin erreichte uns gestern eine Packung mit 250 solcher Schutzhüllen.
Der Preis dafür liegt bei 146,37 EUR inkl. Mehrwertsteuer.
Macht also circa 58 Cent pro Stück…
Quasi zehn Jahre lang war der Jadent Mikroskop Stuhl ERGOsit in unserer Praxis unangefochten.
Leider musste ich für mich persönlich feststellen, dass die Sitzposition auf Dauer ggf nicht optimal ist. Daher beschäftigte ich mich über einen längeren Zeitraum mit Alternativen.
Diese sind allerdings recht rar gesät.
Meine Wahl fiel vor einiger Zeit nun auf der Sally Ergorest.
Hauptunterschied ist die Sitzschale –
ein Sattelsitz.
Im ersten Moment ungewohnt, aber für mich innerhalb von Minuten „gut“.
Grösster Unterschied sind die anderen „Features“ der Armstützen.
Dieses Video verdeutlicht, welche Einstellungsmöglichkeiten es für diese gibt.
Mein bisheriges Fazit nach einer Woche ist sehr positiv. Ich werde die neue Sitzposition und die Armlehnen für ich weiter testen und berichten…
hat jemand ggf. eine Alternative bzw. eine andere Option?
Noch eine Anmerkung in merkwürdigen Zeiten: Da bereits die bloße Nennung eines Produktes auf einer Homepage als Werbung interpretiert werden kann, benennen wir diesen Blogbeitrag (wie auch jeden bereits geschriebenen sowie alle zukünftigen Beiträge, in denen Produkte benannt werden) als unbezahlte Werbung. Sollten wir (jemals) finanzielle Zuwendungen von Firmen erhalten, die Erwähnung bestimmter Produkte betreffend, werden wir die entsprechenden Blogbeiträge als „bezahlte Werbung“ ausweisen.
T
Der Dentapen ist mittlerweile in einigen Beiträgen bei WURZELSPITZE beschrieben und beurteilt worden.
Hier noch ein aktuelles Video unserer Anwendung im OK:
Kurz zu unserem Vorgehen:
Oberflächenanästhetikum bukkal und palatinal
Trocknung der Einstichstelle mit Watterolle
Spannung der beweglichen Gingiva bei geringer Mundöffnung
Schliff der Kanüle beachten! (Wirkung wie Skalpell wünschenswert)
Minimaler Einstich (Penetrationstiefe max. 1mm) und Applikation eines kleinsten Depots
Kurze Verweildauer mit Warten auf ersten Wirkungseintritt (Somit Vermeidung des pH-Wert bedingten „Brennens“ bei der Applikation)
Weitere langsame Applikation mit kontinuierlich tieferer Penetration der Kanüle ohne Kortikaliskontakt
Penetrationstiefe der Kanüle immer unter Sicht bei unbedingter Beachtung der Sollbruchstelle
Ähnliches Vorgehen palatinal
Hier zusätzliche Druckanästhesie mit Sondenrückseite (ggf. vorab zusätzliche Vereisung der Sonde mittels Kältesprays)
Dentapen-Modus: intraligamentäre Anästhesie:
Folge:deutlich sichtbare Ischämie durch suffiziente Menge an Anästhetikums…
Voila: Schmerzfreie Behandlung und maximal schmerzarme/frei Anästhesie
Der heute achtjährige Vinzenz erlitt im Sommer 2021 beim Fußballspielen ein Frontzahntrauma in Form einer Avulsion des Zahnes 11.
Leider wurde der Zahn vor der Replantation ca. zwei Stunden unphysiologisch in einem Taschentuch gelagert. In der weiteren Folge wurden alio loco wiederholt Nachkontrollen sowie die Schienenentfernung durchgeführt.
Eine erste radiologische Nachuntersuchung erfolgte im Oktober 2021, die ohne weitere Therapie blieb.
Im Januar 2022 bildete sich in der Regio 11 eine vestibuläre Fistel. Nach Anfertigung einer weiteren Röntgenaufnahme erfolgte schließlich die Überweisung zu uns.
In zwei Terminen haben wir kürzlich versucht, „zu retten, was noch (oder nicht mehr?) zu retten ist… (1. Termin Med-Einlage Ledermix; 2. Termin Ca(OH)2)
hier wieder die entsprechenden Röntgenaufnahmen und einige weitere Impressionen.
Ich werde weiter berichten…
Letzte Woche habe ich hier über die Verletzung von Loreen berichtet.
Vielen Dank für die Rückmeldungen…
wir haben uns also tatsächlich für den ungewöhnlichen Versuch der Behandlung beider Fragmente entschieden.
Hier ein paar bewegte Bilder der Behandlung…
Ob diese Strategie (einen gewissen) Erfolg zeigt wird die „Reaktion“ der Fistel zeigen müssen.
Abhängig davon entscheiden wir das weitere Procedere…
Ich werde berichten.
So ein Fragment aus der oben genannten Kategorie (I & II) hatten wir nun länger nicht…
dieses „Phänomen“ scheint aber weiterhin aufzutreten…
Die Entfernung gelang nach Ultraschall-Darstellung und initialer Freilegung schließlich mittels BTR Pen.
Der Rest war dann eigentlich Routine bei bestehender Konfluation der beiden bukkalen Kanalsysteme…
ich bin gespannt, wann wir das nächste Mal wieder einen solchen Rekordhalter bei uns begrüssen „dürfen“…
Heute möchte ich Ihnen die jetzt elfjährige Loreen vorstellen.
Das junge Mädchen erlitt im März 2021 ein Frontzahntrauma an Zahn 11.
Hierbei kam es augenscheinlich zu einer unkomplizierten Kronenfraktur. Der Defekt wurde zeitnah mittels Kompositfüllung versorgt. Eine radiologische Untersuchung des Traumas erfolgte nicht.
Sechs Monate später begann Loreen klinische Symptome in Form von pulsierenden Schmerzen an dem betroffenen Zahn zu entwickeln.
Das alio loco angefertigte Röntgenbild zeigte laut Hauszahnarzt keine sichere Diagnose.
Daraufhin wurde eine abwartende Haltung vereinbart.
Wieder acht Wochen später zeigte sich eine vestibuläre Fistel. Das ebenfalls anfertige Einzelbild zeigte nun eine horizontale Wurzelfraktur mit Osteolyse im Bruchspalt.
Als Aktumaßnahme wurde der Zahn trepaniert und mit einer medikamentösen Einlage versorgt.
Es folgte die Überweisung zur ortsansässigen Kieferchirurgin zur Entfernung des Zahnes.
Diese Kollegin wiederum verwies das Mädchen schliesslich zu uns..
Klinische imponierte eine ausgeprägte vestibuläre Fistel. Es lagen keine erhöhten Sondierungswerte vor. Der Lockerungsgrad betrug Grad I.
Radiologisch stelle sich die Situation im Januar 2022 wie folgt dar…
welche Optionen sehen Sie neben der Extraktion des Zahnes?
Wieder ist ein Jahr seit dem letzten Recall vergangen.
Pünktlich zum Jahresende 2021 führte der Zuweiser wieder eine Nachuntersuchung bei Magdalena durch.
Die Situation ist weiterhin stabil und stellt sich sehr erfreulich dar…
So kann und wird es hoffentlich bleiben…
Am 09.Januar 2012 haben wir in der Brienner Strasse 5 unsere neugegründete Praxis für Endodontologie und dentale Traumatologie in München eröffnet.
Seitdem haben wir 4974 Patienten untersucht und behandelt.
Der erste Patient war der damals 71-jährige Herr W.F.
Entgegen meines sonstigen Naturells habe ich ihn damals um ein gemeinsames Foto gebeten…
Die Behandlung seines Zahns 27 verlief dann ohne nennenswerte Besonderheiten.
Vor Kurzem erhielten wir ein Kontrollierter-OPG (mit seehr mässiger Qualität) des Patienten.
Es schein, als wäre die damals erste Behandlung geglückt.
Ebenso wie unsere Praxisneugründung.
Ich möchte mich auf diesem Weg nochmals bei allen Freunden, Beratern, Unterstützern, Helfern und mehr für die grenzenlose Unterstützung bedanken.
Ohne Euch hätte ich diesen Schritt nicht gewagt und gemeistert!
D A N K E
Ich freue mich auf die nächsten hoffentlich 15 Jahre.
Wie immer gibt es „dankbare“ und undankbare Überweisungen.
Für mich zählt der Überweisungsgrund: „massive Obliteration – wir finden die Kanäle nicht“
zu der ersten Kategorie.
Hier also so ein Fall der jüngsten Vergangenheit.
Der Zuweiser hatte bisher nur den palatinalen Kanal gefunden. Glücklicherweise hatte er nach einigem „Suchen“ recht schnell aufgegeben…
Mit der entsprechenden Sehvergrösserung und LED-Ausleuchtung (I love it :-))), etwas anatomischen Wissen und geeigneten Instrumentarium war die Aufgabenstellung recht gut beherrschbar…
hier die Impressionen des Falls…
Die Präparation erfolgte mit folgenden Instrumenten: C-Pilot 006-010; R-Pilot, RECIPROC Blue 25, Wave One Gold 20, 25 und 35 (palatinal); Wurzelkanalfüllung mit Guttapercha & BC Sealer high flow; zwei Termine (a 90 bzw. 60 Minuten)
Ich hoffe 2022 bringt viele dieser „dankbaren“ Zuweisungen…
Happy New Year
:-)
Hallo aus München,
hier noch unsere letzten Recalls bevor wir am Mittwoch die Praxis für 2021 geschlossen haben.
Dies war zugleich der Abschluss unseres zehnten Praxisjahrs.
Ich wünsche allen WURZELSPITZE-Lesern geruhsame Stunden fernab von Praxis und Alltagsstress.
Frohe Weihnachten
Hier wieder einmal eine Nachuntersuchung einer von uns durchgeführten reparativen endodontischen Behandlung.
Zu den Hintergründen:
Der damals achtjährige Oscar erlitt 2013 eine unkomplizierte Kronenfraktur.
In der weiteren Folge entwickelte sich eine Pulpanekrose bei nicht abgeschlossenem Wurzelwachstum.
Wieder wurde von uns in drei Terminen eine reparative endodontische Behandlung nach bekanntem Muster zu durchgeführt.
Da das MTA in der weiteren Folge zu einer beträchtlichen Verfärbung des Zahnhalsbereichs führte entschieden wir uns nach einem erfolglosen internen Bleaching für den Wechsel des Zements auf Biodentine.
Acht Jahre nach Behandlungsbeginn war der mittlerweile gut 15-jährige Oscar zur Nachkontrolle wieder bei uns.
So stellt sich die Situation mittlerweile dar.
Handelt es sich Ihrer Meinung nach hier um einen Behandlungs- Erfolg oder Misserfolg ?
Die Behandlung der 8-jährigen Karla zählt sicherlich zu den anspruchsvollsten meiner bisherigen dentalen Laufbahn.
Nicht aufgrund der Komplexizität der Therapie, sondern vielmehr aufgrund ihres Verhaltens…
Eine „Prinzessin auf der Erbse“ mit ausgeprägtem kapriziösen Verhalten.
Leider von der Mutter nicht nur „geduldet“ sondern noch gefördert…
Kurzum: Karla ist ein „kleiner Sargnagel“…
aber genug gejammert…
in drei Terminen gelang es uns gemeinsam eine reparative endodontische Behandlung nach bekanntem Muster zu initiieren.
hier ein paar Behandlungsfakten und die Zuweisung der Kollegin:
„Vielen Dank, dass ich dieses Kind (Karla. M.) so zeitnah zu Ihnen überweisen darf.
Kurze Krankengeschichte:
Erstvorstellung bei mir war heute.
Laut Mutter erfolgte die Kronenfraktur (mit Pulpeneröffnung) an Zahn 11 Anfang Februar 2021 beim Seilhüpfen im Wohnzimmer.
Insgesamt wurde der Zahn 3x versorgt, da das angeklebte Fragment 2 x abgegangen ist. Zuletzt war das Kind am Karsamstag im Notdienst bei xxx, wo man laut Mutter jedoch keine Behandlung durchgeführt hat.
Klinischer Befund heute:
Vipr. positiv, leicht klopfempfindlich, V.a. Pulpaeröffnung: austretender Gewebsflüssigkeit, kein Blutungspunkt.,
Behandlung heute:
Röntgenbild, Desinfektion mit NaOCl 3%, Applikation Calcimol und Ionosit, Aufklärung über möglichen Druck/
Schmerzen, Überweisung zur Weiterbehandlung.
Bei Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung…
hier die alio loco angefertigten Röntgenbilden:
Intrakanalär zeigte sich bei unseren Behandlungen eine Pulpanekrose… aufgrund des nicht abgeschlossenem Wurzelwachstums entschieden wir uns für eine reparative Therapie…
sechs Monate später scheint es, also ob sich die „Qualen“ für alle „gelohnt haben..
ich werde weiter berichten…
Hier das Zweijahres Recall einer von uns durchgeführten Revision eines bereits vormals resezierten Frontzahns.
Die Behandlung erfolgte nach dem üblichen WURZELSPITZE Protokoll und in zwei Terminen.
Hier die entsprechenden Aufnahmen:
So macht Recall Spaß
Als hätten Jörg Schröder und ich uns abgesprochen hatte ich vor sehr kurzem einen Fall, bei dem genau diese Kuhfuß-Technik gewinnbringend eingesetzt werden konnte…
zu den Hintergründen:
Die heute 25-jährige Lehramtstudentin hatte vor circa drei Jahren ein Frontzahntrauma (unkomplizierte Kronenfrakturen). In der weiteren Folge musste der Zahn 21 daher endodontisch behandelt werden.
Jetzt, circa zwei Jahre nach Ende der Therapie entwickelte die Patientin wieder ein starkes Beschwerdebild.
Das seit einer Woche verordnete Antibiotikum zeigte leider keine positive Wirkung.
Klinisch imponierte eine nicht unerhebliche vestibuläre Schwellung.
Gemeinsam mit der Patientin entschieden wir uns trotz ungünstiger Voraussetzungen für eine Revision.
Wenig überraschend präsentierte sich das Kanalsystem maximal bakteriell kontaminiert.
Mittels Hedström-Instrument und Aterienklemme konnte das WF-Material in toto entfernt werden.
Spontan kam es zu einer beträchtlichen Pus-Entleerung…
ohne die Kuhfuß-Technik hätte dieser Behandlungsschritt nicht so problemlos funktioniert…
Demnächst mehr zu diesem Fall…
Der Dentapen kommt mittlerweile seit gut sechs Wochen jeden Tag bei uns zum Einsatz.
Für mich DIE Anschaffung des Jahres 2021 für unsere Praxis.
Insbesondere dessen Anwendung bei der palatinalen Anästhesie finde ich besonders bemerkenswert und erzielt in meinen Händen deutlich (deutlich!) bessere Anästhesie-Ergebnisse als durch die von uns bisher angewandte Techniken.
Das nachfolgende Video verdeutlicht die palatinale Wirkung durch die rasch einsätzende Ischämie eindrucksvoll.
Mit dem Pen ist es schlicht möglich druckarmer höhere Mengen des Anästhetikums zu applizieren, um somit eine tiefere Wirkung zu erzielen…
Try it… you’ll like it…
;-)
P.S.: Vor der endodontischen Therapie (und nach der Anästhesie) wurde bei dem Zahn noch eine Zahnreinigung durchgeführt.
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Circa acht Jahre ist es her, dass ich den Fall von Sophia erstmals u.a hier, hier bzw. hier vorgestellt habe.
Heute ein weiteres klinisch-radiologisches Update zu der erfreulichen Entwicklung der Situation…
Ich werde weiter berichten…
Einen Hinweis von Oscar von Stetten verdanke ich die Tatsache, dass ich online die „Abtrittsvorlseung“ des endodontischen „Großmeisters“ Dr Gary Carr nachverfolgen konnte.
Hier der Link für alle, die dieses Highlight auch erleben wollen.
Die knapp zwei Stunden sind in meinen Augen wirklich gut investiert und ich habe eine Reihe von Dingen für mich mitgenommen…
Vor zwei Wochen habe ich hier über unsere Neuanschaffung, den Dentapen berichtet.
Hier zwei kurze Videos zur Anwendung und unsere Einschätzung…
PS: Auch bei den Patienten kommt der PEN sehr gut an und wird als “Verbesserung “ empfunden …
PPS: Das Geräusch, dass man hört wenn man die Applikation stoppt ist die „automatische Aspiration“ des Geräts. …
Vor einiger Zeit habe ich hier über unsere ersten Erfahrungen mit dem BTR Pen berichtet.
Nach mehr als sechs Monaten Anwendung hat sich unser erster Eindruck bestätigt.
Dieses Tool ist aus unserer „Werkzeugkiste“ nicht mehr wegzudenken!
Hier ein Fall, bei dem uns der Pen sehr geholfen hat…
der Zuweiserin war eine RECIPROC Blue 25 während der Präparation mesio-lingual frakturiert.
Die nachfolgenden Bilder der unzureichenden Zugangskavität vermitteln, warum dies unter anderem „passierte“.
Ferner ergab die Untersuchung und Beurteilung der Kavität sowie des Bodens, dass ausserdem ein bisher unbehandeltes distales Kanalsystem vorlag.
Ich hoffe darauf, dass ich demnächst das Recall des Falls hier vorstellen kann…
Mit einer Häufigkeit von circa 2 Prozent aller notwendigen endodontischen Behandlungen zählt die unterer Frontzähne zu den Ausnahmen.
Bei der uns zugewiesenen 75-jährigen Patientin war eine solche Behandlung als Folge einer sehr ausgeprägten Kompositfülllung mit nachfolgender Nekrose notwendig geworden.
Die alio loco begonnene Behandlung wurde abgebrochen, da es nicht gelang einen Wurzelkanal darzustellen.
Die angefertigten Röntgenbilder zeigten, dass es zu einer Fehleinschätzung der Trepanationsrichtung und Tiefe gekommen war.
Eine Perforation lag nicht vor.
Dafür zählte dieser Zahn aber zu den 40%, die zwei Kanalsysteme in dieser grazilen Radix aufweisen.
Gesucht und gefunden haben wir die fehlenden Strukturen (wie eigentlich immer) deutlich weiter lingual…
In ingesamt zwei Terminen a einer Stunde konnten wir die Behandlung gestern abschliessen.
Bei aller Freude über das Ergebnis bin ich recht froh, dass diese Zahngruppe selten bei uns behandelt werden muss. Auf Grund der grazilen Strukturen und der undankbaren Zugänglichkeit zählen Unterkiefer-Frontzähne zu den eher ungeliebteren Kandidaten bei mir…
hoffentlich war es der letzte für dieses Jahr…
Von Christoph Kaaden
Seit längerer Zeit beschäftige ich mich regelmässig mit dem Thema Lokalanästhesie und dessen Applikation. Im Laufe meiner zahnärztlichen Tätigkeit habe ich gelernt, wie wichtig gerade dieser Schritt für die allermeisten Patienten ist…
vor Kurzem bin ich bei einem Webinar auf den Dentapen gestossen.
Anders, als STA-the wand ist dieser Anästhesiecomputer u.a. kabellos.
Ein riesiger Pluspunkt gleich vorab.
Der Preis von ca. 1100 EUR war aber erstmal abschreckend…
Über die zuständige Aussendienstmitarbeiterin von Septodont hatte ich die Möglichkeit den Dentapen eine Woche kostenfrei zu testen…
meine initialen Erfahrungen damit waren so positiv, dass ich diesen nun für uns bestellt habe.
Ich bin persönlich der Meinung, dass es mir damit noch ein paar Prozentpunkte „besser“ gelingt, eine möglichst schmerzfreie Anästhesie zu applizieren. Insbesondere palatinal…
hier ein paar Bilder des Dentapens und ein Kurzvideo „unboxing the dentapen“…
demnächst berichte ich mehr von unseren klinischen Erfahrungen…
die ersten „Reaktionen“ der Patienten waren auf jeden Fall schon mal positiv.
„Das war aber neu, Dr. Kaaden. Anästhesieren Sie jetzt elektronisch? fragte der Professor für Augenheilkunde bei seinem zweiten Termin…
Noch eine Anmerkung in merkwürdigen Zeiten: Da bereits die bloße Nennung eines Produktes auf einer Homepage als Werbung interpretiert werden kann, benennen wir diesen Blogbeitrag (wie auch jeden bereits geschriebenen sowie alle zukünftigen Beiträge, in denen Produkte benannt werden) als unbezahlte Werbung. Sollten wir (jemals) finanzielle Zuwendungen von Firmen erhalten, die Erwähnung bestimmter Produkte betreffend, werden wir die entsprechenden Blogbeiträge als „bezahlte Werbung“ ausweisen.
Von Christoph Kaaden
Letzte Woche lief ein sehr interessantes Webinar zum Thema Revitalisierung.
Referentin war Prof. Kerstin Galler.
Eine ausgewiesene Expertin (insbesondere forschungsmässig) auf dem Bereich der Pulpabiologie „meiner“ Heimatuniversität Regensburg.
Wer diesen sehr informativen Vortrag verpasst haben sollte kann diesen seit kurzem aber nun hier nochmals anschauen.
Ich finde es lohnt sich
:-)
Letzte Woche habe ich u.a hier über einen unseren aktuellen Traumafällen berichtet.
Gestern kamen zwei weitere Fälle dazu.
Hier die Hintergründe Fall 1:
Fall 1:
Dem siebenjährigen Theo sind folgende traumatische Erfahrung inklusive Folgen widerfahren:
Und hier Fall II:
Der 11-jährige Nico hat auf einer Wasser-Rutsche vor einigen Wochen ein kleines zahnärztliches Polytrauma erfahren.
Hier die klinische Situation circa drei Wochen danach :
Aktuell war unklar, ob sich eine weitere Therapie ergibt…
Demnächst mehr zu diesen Fällen…
Von Christoph Kaaden
Die heute 11-jährie Nelly erlitt im Sommer 2017 ein Frontzahntrauma im Sinne einer Avulsion des Zahnes 11.
Fünf Minuten nach Avulsion des Zahnes erfolgte zunächst eine ca. 30 minütige Lagerung in Milch, bevor dann der Wechsel in ein Dentosafe-Nährmedium erfolgte.
Der Zahn würde anschliessend unter lokaler Anästhesie reponiert und für 6 Wochen semirigide geschient.
Im Spätherbst 2017 entwickelte Nelly eine kleine Schwellung der betreffenden Region, woraufhin alio loco eine endodontische Therapie eingeleitet wurde.
Trotz sehr ungünstiger Voraussetzungen entschieden wir uns mit der Patientin und den Eltern für den Versuch einer reparativen endodontischen Therapie.
Die weitere Nachkontrolle verdeutlichte jedoch leider, dass diese nicht erfolgreich war und die apikale Parodontitis zurückgekehrt war.
Daraufhin entschieden wir uns die Kompositfüllung und den Biodentine-Verschluss zu entfernen und nach eingehender Desinfektion eine jodoformhaltige Einlage einzubringen.
Leider zeigten diese Maßnahmen auch keine Wirkung und die Entzündung nahm radiologisch zu.
Zu diesem Zeitpunkt fiel die Entscheidung für eine kieferchirurgische Intervention.
Hier würde alio loco in ITN das entzündliche Gewebe entfernt und das Kanalsystem retrograd verschlossen.
Nachfolgend die Nachkontrollen sechs bzw. zwölf Monate nach dem Eingriff…
Was denken Sie über den Fall? Was hätten wir ggf. anders machen können oder müssen?
Fire on…
Von Christoph Kaaden
Die heute fast neunjährige Clea erlitt vor sechs Monaten ein Frontzahntrauma.
Beim Inlineskaten war sie gestürzt und hatte sich insbesondere Zahn 21 deutlich intrudiert (=klinische Krone intraoral nicht mehr erkennbar).
Der rechte Inzisivus hatte seiner Zeit „nur“ eine unkomplizierte Kronenfraktur erlitten…
Die weiteren Therapieempfehlungen multipler Kollegen und Kollgeinnen bestand in einer abwartenden Haltung, da es u.a auf eine spontane Reeruption zu warten galt…
sechs Monate nach dem Unfall stellten sich Mutter und Tochter nun bei uns vor.
Anbei ein paar klinische und radiologische Befunde..
wie lautet Ihre Therapieempfelung für Clea?
Vor Kurzem ist hier nach Ihrer Einschätzung gefragt worden.
Heute frage ich Sie bei einem zum Teil ähnlichen Fall um Ihre Meinung.
Die Patientin ist 69 Jahre alt und berichtete, dass bereits wiederholte Male „chirurgische Dinge“ an den Oberkieferfrontzähnen durchgeführt wurden. Genaueres wusste sie nicht.
Die Oberkieferfrontzähne sind gegenwärtig mit einem Langzeitprovisorium versorgt.
Aktuell beklagte die Patientin eine Fistel Regio 21 und 22.
Hier die Einzelröntgenaufnahme und unser Desktop-Mitschnitt…
Nutzen auch Sie wieder die Kommentarfunktion!
Heute möchte ich Sie zunächst für ein paar Stunden auf „die Folter spannen“ …
Zur Vorgeschichte:
Bei der 30-jährigen Patientin war vor der geplanten Implantation Regio 16 aufgefallen, dass der zuvor endodontisch behandelte Zahn 14 eine apikale PA aufwies. Daher erfolgte die Überweisung zu uns mit der Bitte um Revision.
hier schon mal das Ausgangsröntgenbild des Falles..
man kann bereits erkennen, dass dieser Zahn mal wieder etwas „mehr Anatomie“ zu bieten hat, als ein „normaler“ Prämolar…
stay tuned…
mehr dazu in ein paar Stunden…
Hier ein weiteres Kapitel dieser bzw dieser Geschichte.
Gestern stellte sich die Patientin mit neuerlichen Beschwerden in Regio 37 vor. Insbesondere dieser Zahn war seit der Metallplatten-Entfernung vor ca. einer Woche sehr klopf- und aufbissempfindlich.
Mit der bekannten Vorgeschichte war die Patientin verständlicherweise sehr beunruhigt.
Das angefertigte DVT zeigte Folgendes:
Glücklicherweise konnte dieses Mal eine endodontische Genese der Beschwerden durch eine Schraubenperforation ausgeschlossen werden…
leider gibt es aber ein weiteres Kapitel zu dem von uns behandelten Zahn 16…
aber mehr dazu in Kürze…
Von Christoph Kaaden
In der Vergangenheit habe ich hier und hier über zwei Fälle mit Komplikationen nach bzw. durch eine Umstellungsosteotomie berichtet.
Heute ein neues Kapitel in dieser Rubrik.
Allerdings bei einer anderen Patientin… was die Situation allerdings nicht wirklich besser macht.
Zu den Hintergründen:
Bei der heute 22-jährigen Patientin war Anfang 2020 eine bignathe Umstellungsosteotomie durchgeführt worden. Mit dem operativen Ergebnis war und ist die Patientin sehr zufrieden.
Einige Zeit nach dem Eingriff kam es allerdings zu einer starken Bordeauxrot-Färbung des Zahnes 21, der im weiteren Verlauf dann laut Patientin „schwarz“ wurde.
Das Ergebnis der daraufhin durchgeführten endodontischen Behandlung sehen Sie hier:
Leider ereilte Zahn 13 kurze Zeit danach laut Patientin ein ähnliches Schicksal.
Diese Behandlung, sowie die Revision von 21, wurde anschliessend von einem anderen Kollegen durchgeführt.
Da das mehrfach durchgeführte interne Bleaching der beiden Zähne immer nur ca. 10-12 Wochen stabil blieb, entschied sich die Patientin zur Erzielung einer permanent guten Ästhetik für eine prothetische Versorgung der Zähne (21: Vollkrone; 13: Veneer).
Leider erfüllte sich der ästhetische Wunsch der jungen Dame nicht und sie hadert sehr mit dem Ergebnis…
Es wurde ihr vermittelt, dass sie sich mit dem Ergebnis anfreunden müsse. Alternativ wurde auch eine mögliche Implantation besprochen.
Uns wurde die Patientin nun zugewiesen, weil es bei der ebenfalls kürzlich initiierten endodontischen Therapie des 23 Probleme bei der Auffindung des Kanalsystems gab.
und nun?
Von Christoph Kaaden
Zumeist berichten wir von erfreulichen Ergebnissen unserer endodontischen Bemühungen. Heute möchte ich Ihnen ein gestriges Recall zeigen, welches einen Misserfolg zu Tage brachte.
Zur Vorgeschichte:
Ich sah den 56-jährigen Patienten erstmals im September 2019. Alio loco war an Zahn 16 mit einer endodontischen Behandlung begonnen worden.
Unser „Auftrag“ war es die Behandlung zu Ende zu führen. Die Therapie erfolgte zweizeitig und konnte ohne Besonderheiten im November 2019 abgeschlossen werden.
Im August 2020 stellte sich der Patient erneut mit Schmerzen im Seitenzahngebiet des Oberkiefers rechts vor. Diesmal wurde Zahn 17 als ursächlich diagnostiziert.
Auch hier zeigten sich im ersten Termin keine nennenswerten Besonderheiten. Allerdings gab der Patient im weiteren Verlauf an, dass das Beschwerdebild persistierte (Druckgefühl; Verstärkung durch körperliche Aktivitäten wie Treppensteigen). Wir führten daraufhin eine weitere Behandlung durch, bei der die Aufbereitungsdurchmesser der Kanalsysteme vergrössert wurden und ferner eine jodoformhaltige medikamentöse Einlage eingebracht wurde. Etliche Wochen später war der Patient beschwerdefrei und es erfolgte der Abschluss der Therapie mittels Wurzelkanalfüllung (BC Sealer High flow) und postendodontischem adhäsiven Verschluss der Zugangskavität.
Anfang dieser Woche rief der Patient nun an und berichtete von erheblichen Aufbißbeschwerden und vestibulären Druckempfindlichkeit an Zahn 17.
Hier das daraufhin angefertigte Kontrollbild.
Meine erste Reaktion war zunächst „positiv“, schien es doch so, als wäre die vormals sichtbare apikale Parodontitis rückläufig….
Woher aber die beschriebenen Symptome und die vestibuläre Rötung?
Das daraufhin anfertige DVT zeigte eine bukkale Osteolyse bis in die Trifurkation.
Insbesondere im Verlaufvergleich war diese anfänglich nicht vorhanden gewesen…
Ich habe den Patienten darüber informiert, dass ich keine weitere Chance der Zahnerhaltung sehe…
Wie schätzen Sie die Situation (soweit für Sie beurteilbar) ein?
PS: SO macht Recall KEINEN Spaß!
Neben Vincent haben wir in unserer letzten Arbeitswoche vor den Sommerferien „leider“ auch den 11-jährigen Jakob behandeln müssen. Ein Jahr zuvor haben wir bereits seinen zwei Jahre älteren Bruder nach Trauma (Intrusion) behandelt…
Jakob hatte sich Zahn 11 in einem Rutschenparadies avulsiert.
Auf den Knien-rutschend hatte er das Gleichgewicht verloren und war vornüber auf die Rutsche geknallt.
Der Zahn war anschliessend circa 45 Minuten unphysiologisch (Wasser) gelagert worden.
Danach folgte die „Umsetzung“ in Milch.
Nach der circa zweistündigen Wartezeit in dem grossen Münchner Versorgungszentrum erfolgte vor der „Erstversorgung“ eine weitere Zwischenlagerung in einer Zahnrettungsbox…
Vor der dann ohne Lokalanästhesie durchgeführten Replantation würde der Zahn extraoral „trepaniert“ und abschliessend mittels Komposit an den Nachbarn „geschient“…
DIe beschriebene „Behandlung“ erfolgte an einem Freitag; wir sahen Jakob am darauffolgenden Montag…
hier ein paar Impressionen der vorgefundenen Situation…
Vor einigen Wochen habe ich hier über die Behandlung des achtjährigen Vincent berichtet.
Letzte Woche kontaktierte uns die Mutter, weil ihr Sohn über Nacht eine nicht unerhebliche Schwellung im Oberkiefer-Frontzahnbereich entwickelt hatte:
Das am Vortag alio loco angefertigte Röntgenbild brachte die Erklärung für das Leid:
Zahn 11 hatte seit unserer Behandlung von 21 eine apikale Parodontitis entwickelt und war ursächlich für die Schwellung.
Die weitere Therapie unterschied sich nur geringfügig von der bereits vorgestellten.
Zur Akutbehandlung trepanierten wir den Zahn und liessen diesen für circa vier Stunden „offen“. Nach dieser Zeit war die Schwellung deutlich rückläufig und wir plazierten die bekannte Antibiotikum-Mischung intrakanalär.
Als letzter Patient vor unserem Urlaub kam Vincent für die RET-Behandlung.
Hier die entscheidenen Schritte als Kurzvideo:
Hier das Abschlussröntgenbild:
Ich bin maximal gespannt, wie es in diesem Fall weitergeht…
und Sie?
Fire on…
Über viele Jahre war Vitapex unsere „Geheimwaffe“ bei Fällen mit z.B. persistierender Fistel. etc…
Den Hinweis auf diese „Wunderwaffe“ verdankten wir seiner Zeit (ca. 2009) Dr. Thomas Weber.
Den meisten besser bekannt als DEM Autor des Memorix Zahnheilkunde…
Ha-Wi Herrmann berichtete an späterer Stelle von seinen Erfahrungen mit einer anderen jodoformaltigen Einlage namens Metapex.
Nachdem unser „geliebtes“ Vitapex seit kurzem nicht mehr auf dem deutschen Markt erhältich ist bemühten wir uns um den oben genannten „Nachfolger“…
leider ohne Erfolg.
Auch auf direkter Nachfrage bei Sinny Park (META BIOMED EUROPE GMBH) wurde uns erklärt, dass das Produkt in Deutschland keine Zulassung hat und wir es daher nicht beziehen können.
Daraufhin folgte ich dem Hinweis von Georg Benjamin und bestellte Calcipast + I.
Unsre ersten klinischen Eindrücke sind positiv.
Es scheint, als wäre das Material etwas dünnflüssiger und damit leichter applizierbar (und damit ggf. auch leichter entfernbar?
Egel wie…
wir sind zunächst froh einen scheinbar „ebenbürtigen“ Ersatz für unsere bisherige Vitapex-Waffe gefunden zu haben…
ich werde von unseren weiteren Erfahrungen damit berichten…
Kürzlich wurde uns eine Patientin überwiesen, deren Zahn 48 erhebliche Wurzelkrümmungen aufwies.
Ich möchte diesen Beitrag nutzen um unser Vorgehen in solch einem Fall vorzustellen. Gleichzeitig bin ich an Ihrem Management dieser Kurvaturen interessiert…
Hier also unser Vorgehen in diesem Fall. :
Nach jedem Instrument wird ferner immer die Gängigkeit verifiziert und ausgiebig schallaktiviert (EDDY) gespült.
Wie lautet Ihr präferiertes Vorgehen in einem solchen Fall?
Nutzen Sie die Kommentarfunktion.
Hier noch einige Röntgenaufnahmen der Behandlung.
Heute wieder ein Recall nach durchgeführter reparativer endodontischer Therapie.
Zur Vorgeschichte:
Im Frühling 2017 haben wir den damals achtjährigen Justin behandelt.
Der Junge hatte Anfang des Jahres ein Frontzahntrauma in Form einer komplizierten Kronenfraktur erlitten.
Damals wurde von der Hauszahnärztin eine direkte Überkappung mit nachfolgendem Kompositaufbau durchgeführt.
Gut drei Monate später manifestierte sich eine Pulpanekrose bei nicht abgeschlossenem Wurzelwachstum.
Hier unsere Abschlußaufnahme nach zweizeitiger Therapie:
Die sehr kürzlich durchgeführte Vierjahreskontrolle der Hauszahnärztin stellt sich mehr als erfreulich dar…
Der heute achtjährige Jakob erlitt im Mai 2019 ein Frontzahntrauma in Form einer unkomplizierten Kronenfraktur an Zahn 21.
Knapp sechs Monate später bildete sich eine vestibuläre Fistel aus. Aufgrund des nicht abgeschlossenen Wurzelwachstums wurde uns der Junge zur Weiterbehandlung überwiesen.
Die Therapie erfolgte nach dem bekannten Protokoll und konnte im Januar 2020 abgeschlossen werden.
Diese Woche stellte sich Jakob in Begleitung seines Vaters zur Nachkontrolle wieder vor.
Es sieht aus, als würde die reparative endodontische Therapie den erhofften Erfolg zeigen…
Vor circa sechs Wochen habe ich von unserer Licht-Umrüstung am Mikroskop berichtet.
Nach diesem Zeitraum fällt unserer erstes Fazit mehr als positiv aus. Ein wenig schwingt sogar der Gedanke mit…:
„Warum haben wir das nicht schon viiiel früher gemacht“…
Wir geniessen die „Stille“ durch den wegfallenden Geräuschpegel der Lüftung.
Außerdem stellt sich die Ausleuchtung als subjektiv viiiel besser da. Insbesondere in tieferen Arealen.
Daher meine uneingeschränkte Empfehlung für diese Investion.
Do it!
Noch eine Anmerkung in merkwürdigen Zeiten: Da bereits die bloße Nennung eines Produktes auf einer Homepage als Werbung interpretiert werden kann, benennen wir diesen Blogbeitrag (wie auch jeden bereits geschriebenen sowie alle zukünftigen Beiträge, in denen Produkte benannt werden) als unbezahlte Werbung. Sollten wir (jemals) finanzielle Zuwendungen von Firmen erhalten, die Erwähnung bestimmter Produkte betreffend, werden wir die entsprechenden Blogbeiträge als „bezahlte Werbung“ ausweisen.
Von Christoph Kaaden
Drei Tage, nachdem diese Patientin bei uns gewesen war entwickelte der Zahn pulpitische Schmerzen.
Daraufhin leitete der Zuweiser die endodontische Behandlung ein und bat uns anschliessend die Weiterbehandlung zu übernehmen.
Hier ein paar klinische Impressionen und Röntgenbilder.
Alle Beteiligten sind sehr gespannt, wie es in diesem Fall weitergeht…
Von Christoph Kaaden
Mittlerweile ist diese Behandlung mehr als fünf Jahre her.
Vor Kurzem stellte sich der junge Patient erneut vor, weil der alio loco plazierte Komposit-Aufbau verloren gegangen war…
Zum Glück stellt sich „das Fundament“ weiterhin erfreulich dar
:-)
Von Christoph Kaaden
Obere erste und zweite Molaren zählen unter anderem wegen der stark variierenden Anatomie der mesio-bukkalen Wurzel zu den grösseren klinischen Herausforderungen der Endodontologie.
Es gilt klinisch und/oder radiologisch zu klären, ob die vorhandenen mesialen Kanalsysteme konfluieren, sich überkreuzen oder ggf. komplett separat bis apikal verlaufen.
Während eine x-Bein-Konfiguration wohl am seltensten vorliegt (aber auch am schwierigsten zu detektieren ist) stellt die Konfluation die am häufigsten anzutreffende Variante dar.
Klinisch gibt es einige Möglichkeiten die anatomische Variante zu ermitteln. Einer der ersten Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Konfluation kann es sein, wenn beim Absaugen der Spülflüssigkeit in beiden Kanalsystemen der Flüssigkeitspegel sinkt. Allerdings ist dies kein absolut sicheres Indiz, wie der nachfolgende klinische Fall von gestern verdeutlicht.
Hier zunächst das Ausgangsröntgenbild des Zahnes 26:
Ferner hier noch ein paar Impressionen der mesialen Kanaldarstellung:
Das nachfolgende Video zeigt, dass man bei der Spülung mit nachfolgender Aktivierung zunächst den Eindruck gewinnen könnte, dass eine Konfluation vorlag. Insbesondere, als der Flüssigkeitspegel in mb1 und mb2 bei Aspiration gleichmäßig fällt.
Bei genauer Betrachtung der Systeme fällt allerdings auf, dass in der Apikalregion von mb1 weiterhin gewisse Restflüssigkeit vorliegt. Ein kleiner aber feiner Hinweis, dass hier ggf. „nur“ eine Kommunikation und keine Konfluation besteht.
Mittels eingebrachter Papierspitzen ließ sich die Anatomie auch bildlich einfach darstellen…
Radiologisch stellte sich die Behandlung dann wie folgt dar.
Merke: Achte auf kleine Details, um möglichst viel Informationen über die Anatomie zu sammeln…
Von Christoph Kaaden
Im Jahr führen wir ca. 6-10 reparative endodontische Therapien durch.
Zuletzt haben wir die Behandlung bei dem 8-jährigen Vincent abgeschlossen. Der Junge hatte ein Jahr zuvor beim Stunt-Scouter-Fahren ein Frontzahntrauma im Sinne einer Dislokation des Zahnes 21 erfahren. Erst mit einiger Zeit Verspätungen zeigte sich eine vestibuläre Fistel. Dazu passte, dass das Röntgenbild ein nicht abgeschlossenes Wurzelwachstum zeigte.
Die Behandlung erfolgte nach dem auf WURZELSPITZE multiple Male beschrieben Vorgehen. Diesmal möchte ich allerdings die Gelegenheit nutzen auf ein paar Details der Behandlung hinzuweisen. Die Notwendigkeit hierfür wurde mir vor einiger Zeit klar, als ich mit einer Kollegin das Procedere bespracht. In dem Gespräch ging es u.a. um die Applikation des kollagenen Widerlagers. Ein Schritt, der mit völlig klar war und dem ich keine übermäßige Erläuterung zuordnete. Erst, als die Kollegin mir im Nachgespräch ihrer eigenen Behandlung von den auftretenden Problemen schilderte wurde mir erneut klar, dass der Teufel im Detail liegt. In dem konkreten Behandlungsschritt „verzweifelte“ die Kollegin daran, das Koagulum mit einem einzigen Stück Kollagen abzudecken. In Wirklichkeit bedarf es „natürlich“ multipler Stückchen, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen… hier daher noch einige weitere Details…
Letze Woche habe ich bereits hier ein Recall eines 36 vorgestellt
Heute möchte ich eine weitere Revision und die Nachuntersuchung eines ersten unteren linken Molaren vorstellen.
Hier die Ausgangssituation:
Als erschwerend war in diesem Fall zu nennen, dass die BKS-Schraube in der distalen Radix nicht zementiert sondern adhäsiv befestigt war. Somit erfolgte die Entfernung des Einsatzkomposits mittels Rosenbohrern und (z.T. diamantierten) Ultraschallansätzen. Hilfreich war die Tatsache, dass der Querschnitt der Radix oval war.
Nach zwei Terminen und einer Gesamtbehandlungszeit von 180 Minuten konnten wir folgendes Ergebnis erzielen:
Kürzlich hatten wir die Möglichkeit den Zahn ein Jahr später nachzukontrollieren.
Auch hier zeigt sich ein sehr positiver Heilungsverlauf.
:-)
Von Christoph Kaaden
Gut ein Jahr ist der Abschluss dieser Behandlung her.
Das letzte Recall hatte ich hier vorgestellt.
Letzte Woche war der Patient erneut zur Kontrolle bei uns.
Trotz ungünstiger Ausgangsbefunde stellt sich die Situation weiterhin mehr als erfreulich dar…
ich werde weiter berichten…
Vor gut einem Jahr stellte sich die damals 49-jährige Patientin mit Zustand nach starken Beschwerden und nachfolgend alio loco verschriebener Antibiose bei uns vor.
Zahn 36 war vor etlichen Jahren endodontisch behandelt worden und machte bis vor Kurzem keinerlei Probleme.
Gemeinsam mit der Patientin entschieden wir uns für eine Revision.
Intraoperativ zeigte sich, dass es sich bei dem vormals eingebrachten Füllmaterial um das trägerbasierte Thermafil handelte.
Unser primäres Vorgehen ist in solchen Fällen zumeist gleich:
Einsatz einer RECIPROC „classic“ (ISO 25) zur Schaffung einer Penetrationsstelle für nachfolgend verwendete Hedströminstrumente.
Diese werden dann vorsichtig lateral des Kunstoffstiftes eingedreht und anschliessend mittels Aterienklemme luxiert.
Der Vorgang wird so häufig wiederholt, bis die Kunststoffträger (möglichst in toto) entfernt wurden.
In diesem Fall kam in einem Kanalsystem zusätzlich der BTR Pen zum Einsatz, da die oben beschriebene Vorgehensweise nicht zum Erfolg führte…
Nach zwei Terminen und einer Behandlungszeit von insgesamt 2,5 Stunden konnten wir dieses Ergebnis erzielen:
Ein Jahr später stellt sich die Situation wie folgt dar:
SO macht Recall Spaß
:-)
Von Christoph Kaaden
Erinnern Sie sich noch an diesen Fall?
Letzte Woche rief die Patientin erneut an, da sie seit einiger Zeit zunehmende Schmerzen in Regio 16 verspürte…
Das, nach der damaligen Operation, angefertigte grossvolumige DVT habe laut Patientin (und Operateur) keine Besonderheiten gezeigt.
Unser kleinvolumige Aufnahme konnte zur Klärung der Beschwerden allerdings eine traurige Gewissheit liefern…
Von Christoph Kaaden
Unser ProErgo Mikroskop ist im zehnten Einsatzjahr seit Praxisgründung.
In dieser Zeit war es wiederholt notwendig, die („nicht ganz günstige“) Xenonlampe zu wechseln.
In letzter Zeit fiel mir erneut eine deutliche Leistungsabnahme der Beleuchtung auf.
Statt einer Neuanschaffung der Lampe mit entsprechenden Kosten habe ich mich für eine Umrüstung auf LED entschieden.
Zugegebenermassen auch kein günstiges Unterfangen (ca. 5000 EUR all inclusive.), aber dafür mit wahrscheinlich (und hoffentlich) deutlich grösserer Nachhaltigkeit…
Der Umbau hat gute zwei Stunden gedauert und ist von Microdoc durchgeführt worden.
Ich freue mich darauf, diese neue Beleuchtungsart nach unserem Pfingsturlaub zu testen und werde von unseren Erfahrungen berichten…
wir werden (im wahrsten Sinne des Wortes) sehen, ob diese Investition die versprochenen Erwartungen erfüllt…
hat jemand von Ihnen bereits entsprechende Erfahrungen mit der Umrüstung?
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Von Christoph Kaaden
Zwei Jahre ist das Frontzahntrauma der heute 15-jährigen Aiona her. Sie war im Frühjahr 2019 bei ihrer eigenen Geburtstagsfeier in einem Wasserpark verunfallt. Bei dem Versuch eine Wasserrutsche den umgekehrten Weg hinaufzulaufen war sie gestürzt und hatte sich beide zentralen Inzisivi totalluxiert.
Glücklicherweise konnten die beiden Zähne bereits drei (!) Minuten später in eine Zahnrettungsbox überführt werden.
Die Notfallbehandlung mit Replantation und Schienung (mittels Komposit interdental von 13-23) erfolgte in einem grossen Zahnmedizinischen Versorgungszentrum.
Die weitere Behandlung der sehr ängstlichen Patientin erfolgte in insgesamt drei Terminen (1.)Ledermix; 2.)Ca(OH)2; 3.) WF ) gemäss der international empfohlenen Zeitfenster bei uns.
Zu keinem Zeitpunkt gab es einen Anhalt für eine einsetzende Ersatzresorption…
leider haben wir die junge Patientin erst diese Woche wiedergesehen…
das hierbei angefertigte Röntgenbild verdeutlicht, dass trotz der optimalen Rettungskette eine ausgeprägte Ersatzresorption stattfindet…
die Prognose ist daher leider als infaust anzusehen…
jetzt geht es an die Planung der weiteren Behandlungsoptionen.
Als erstes ist zunächst die Entfernung des vormals eingebrachten Wurzelfüllmaterials geplant, um eine Fremdkörperreaktion bei weiter fortschreitender und schliesslich perforierender Resorption zu vermeiden…
ich halte Sie auf dem Laufenden…
Von Christoph Kaaden
Im Rahmen dieses Beitrags ging es kürzlich um unser Vorgehen bei der Lokalanästhesie (insbesondere bei Kindern).
Obgleich unser Procedere sicher kein Geheimnis ist, möchte ich dennoch ein paar Punkte hier vorstellen.
Ich betonte ausdrücklich, dass dieser Beitrag meine persönliche Meinung widerspiegelt und ich nicht den Anspruch erhebe, dass meine Meinung der Weisheit letzter Schluß ist…
ich möchte einfach nur vorstellen, worauf wir bei der Lokalanästhesie achten…
Grundsätzlich muss man sich in meinen Augen (nicht nur bei Kindern) vor Augen führen, dass die aller-allermeisten Patienten ANGST vor der SPRITZE haben.
Zum Teil panische Angst.
Warum?
Weil sie in der Vergangenheit schlechte bzw. sehr Erfahrungen gemacht haben…
Warum?
Weil Sie ggf. an einen Behandler oder eine Behandlerin geraten sind, die diesem Behandlungsschritt nicht die notwendige Bedeutung und Beachtung schenken.
Ich denke das „Problem“ Lokalanästhesie beim Zahnarzt beginnt schon in der Ausbildung.
Dort sind nämlich zumeist die Mund-Kiefer-Gesichts- bzw. Oralchirurgen damit betraut den Studenten diese Thematik „beizubringen“…
Rückblickend und mit 20+ Jahren Berufserfahrung muss ich für mich festhalten, dass dieser so wichtige Schritt der Lehre dort gänzlich falsch positioniert ist.
Viel besser wäre es hier z.B. von den Kinderzahnärzten zu lernen…
unser Ziel sollte es sein, jede Lokalanästhesie so anzugehen, als ob diese Maßnahme in diesem Moment ein „Leben retten“ könnte.
Gerade in einer Zuweiserpraxis ist es die beste vertrauensbildende Maßnahme überhaupt, wenn der Patient von der Applikation des Anästhetikums mehr als positiv überrascht wird…
Was aber tut eigentlich ggf. weh?
Hier sind in meinen Augen primär drei Punkte zu nennen:
Aus diesem Grund verwenden wir als ersten Schritt ausnahmslos immer ein Oberflächenanästhetikum.
Nicht direkt intraoral appliziert (wie es einer meiner Mitarbeiterinnen bei einem unserer Top-Zuweiser erfahren hat und so die ganze Mundhöhle „eingenebelt“ wurde), sondern auf einem Wattepellet.
Schon dieser Schritt ist in meinen Augen nicht (an eine Mitarbeiterin o.ä.) deligierbar und wird von dem ausgeführt, der auch die Anästhesie gibt.
Bei Kindern verwenden wir zwei Oberflächenanästhetika hintereinander, weil ich subjektiv den Eindruck habe, dass so eine noch bessere Wirkung erzielbar ist.
Somit lässt sich der Einstichschmerz bei der Penetration der Gingiva eliminieren.
Dann folgt der nächste mögliche Schmerzmoment…
die Applikation des Anästhetikums.
hier kann es aufgrund des pH-Wertes und der Gewebeverdrängung zu einem Missempfinden kommen.
Daher appliziere ich nach dem vorsichtigen Einstich ein oder zwei Tröpfchen Articain und verweile einen Moment.
Fünf bis zehn Sekunden später hat die erste Wirkung eingesetzt und ich kann nun laaaaangsam das weitere Anästhetikum applizieren. Ferner arbeite ich mich langsam mit der Kanüle Richtung Wurzelspitze vor und applizieren immer wieder kleine Depots und warte zwischendurch.
Aufgrund der sehr guten Haptik benutze ich bei diesem Vorgehen das Citoject System.
Außerdem wackle ich die ganze Zeit mit dem Spiegel der die Lippe abhält, um eine gewisse Reiz-Überlagerung zu erzielen.
Und natürlich vermeide ich unter allen Umständen zu jedem Zeitpunkt den Kontakt der Kanülenspitze mit dem Periost. Dies ist bei der Infiltrationsanästhesie unnötig und eliminiert diesen ggf. sehr schmerzhaften Part.
Sind diese Schritte bewältigt, folgen zwei kleine Depots in die Papillen des betreffenden Zahnes, um dann final auch an der marginalen Gingiva palatinal zu infiltrieren.
So gelingt dann auch die sichere Kofferdamklammer-Applikation bei ggf. unvollständig durchgebrochenen Zähnen.
Zeitaufwand für diese Vorgehen…
geschätzt 5-8 Minuten (vom Oberflächenanästhetikum bis zum Ende der Infiltrationen)
In meinen Augen sehr sehr gut investierte Zeit…
Was haben Sie für Erfahrungen, Tipps und Empfehlungen bei der Lokalanästhesie -Anwendung?
Noch eine Anmerkung in merkwürdigen Zeiten: Da bereits die bloße Nennung eines Produktes auf einer Homepage als Werbung interpretiert werden kann, benennen wir diesen Blogbeitrag (wie auch jeden bereits geschriebenen sowie alle zukünftigen Beiträge, in denen Produkte benannt werden) als unbezahlte Werbung. Sollten wir (jemals) finanzielle Zuwendungen von Firmen erhalten, die Erwähnung bestimmter Produkte betreffend, werden wir die entsprechenden Blogbeiträge als „bezahlte Werbung“ ausweisen.
Vor längerer Zeit hatte ich hier über die Entfernung eines sehr langen Instrumentenfragments berichtet…
interessanterweise haben sich unsere Erfahrungen hinsichtlich dieses Phänomens „gehäuft“…
wenn RECIPROC bzw. RECIPROC Blue Instrumente frakturieren, dann „gerne“ sehr schaftnah (ca. auf 15mm der Arbeitslänge)…
hat jemand eine Erklärung dafür?
Wer kann diese Erfahrung warum teilen?
Von Christoph Kaaden
Vor gut einem halben Jahr haben wir die damals 10-jährige Laura behandelt.
Das junge Mädchen hatte zwei Jahre zuvor ein Trauma in Form einer unkomplizierten Kronenfraktur an Zahn 21 erlitten. Die Dentinwunde war leider zu keiner Zeit (adhäsiv) abgedeckt worden.
Erst, als sich jetzt eine Fistel ausbildete wurde dem vormaligen Trauma wieder Beachtung geschenkt…
Insbesondere das Röntgenbild zeigt die Folgen der damaligen „Nichtbehandlung“…
Der Fall bekräftigt die aktuelle Studienlage…
Die durchgeführte MTA-Apexifikation erfolgte zweizeitig. Zu meinem Erstaunen kam es initial zu einer deutlichen Blutung aus dem Kanalsystem.
Ferner fand sich in der Apikalregion noch scheinbar normal-vitales Gewebe, dass von uns als eine Art Widerlager für das MTA „belassen“ wurde…
Aus diesem Grund erscheint das Abschlussröntgenbild und die Position des MTAs ungewöhnlich…
Die alio loco durchgeführte Röntgenkontrolle verdeutlicht, dass unsere Einschätzung jedoch „richtig“ gewesen sein muss…
Es bleibt also dabei: „Trauma, man weiß nie was passiert“…
Von Christoph Kaaden
Vor einiger Zeit hatte ich Sie hier nach Ihrem möglichen Vorgehen bei Zähnen mit Rissbildung gefragt.
Unser Vorgehen ist recht gleich mit dem von Jörg Schröder beschriebenen.
Etwas zu denken gab mir aber u.a. die nachfolgende Übersichtsarbeit, die solchen Zähnen eine bessere Prognose zuspricht, als ich es erwartet hätte.
(Sehr) kritisch bleiben Zähne mit zusätzlicher (lokal erhöhter) Taschensondierung und Rißverlauf über den kompletten Pulpakammerboden und / oder in ein Kanalsystem hinein…
in dem nachfolgenden Fall lag ein einseitiger Riss bis zum Kammerboden vor, der zu einer Pulpitis (grundsätzlich prognostisch natürlich besser als bei bestehender Nekrose) geführt hatte.
Nach eingehender Beratung mit der Patientin (MKG-Chirurgin) entschieden wir uns für den Versuch der Zahnerhaltung.
Intraoperativ hielt der Zahn dann noch eine zusätzliche kleine Überraschung parat, die mir im Vorfeld und zunächst auch während der Therapie verborgen geblieben war…
Demnächst stelle ich Ihnen den nächsten klinischen Fall dieser Serie vor…
Von Christoph Kaaden
Über Dipl. Stom. Michael Arnold (Dresden) habe ich Informationen zur SOS Zahnbox bzw. zum Dentosafe und deren Inhaltsstoffe erhalten. Diese möchte ich in Absprache mit dem Kollegen gerne auch hier teilen.
Hier die Aussage von Hager & Werken:
„In der Vergangenheit erhielten beide Anbieter die spezielle Zellnährlösung von dem Berliner Unternehmen Biochrom. Bedeutet in beiden Produkten waren die gleichen Inhaltsstoffe. Das Unternehmen Biochrom wurde vor einigen Jahren von der Merck AG gekauft und die Produktion aber beibehalten. Das Unternehmen Merck hat sich in 2018/2019 entschieden den Produktionsstandort Deutschland zu verlassen und hatte alle Verträge gekündigt.
Es wurde von Hager & Werken ein neuer deutscher Anbieter gefunden, der die gleichen Inhaltsstoffe verwendet und produziert. Der zweite Anbieter im Markt Medice mit der Dentosafe lässt dieses Produkt nun auch über Hager & Werken herstellen, nur das Etikett ist geändert und damit ist wiederum die gleiche Flüssigkeit in beiden Produkten. „
P.S.: HEPES ist eine Pufferlösung
Von Christoph Kaaden
Heute einmal ein praktischer Fall unserer Dokumentation am Mikroskop mittel Camcorder Canon Legria.
Ich persönlich habe kein Talent für die Fotografie und daher bin ich froh, wenn ein System in meinen Händen einigermaßen zuverlässig funktioniert …
hier also ein paar Bilder eines Falles, der uns kürzlich überwiesen wurde…
Der Erstbehandler konnte keine Kanalsysteme auffinden…
mit etwas Erfahrung, anatomischen Wissen und einem bewaffneten Auge kein wirkliches Problem…
Von Christoph Kaaden
Heute würde ich Ihnen gerne eine Grundsatzfrage stellen:
„Wann ist ein Riss ein RISS“
und damit für Sie ein Grund den Zahn als hoffnungslos anzusehen?
Bitte nutzen Sie die Kommentarfunktion und schildern Sie mir Ihre Beweggründe.
Hier ein paar Beispiele unsrer jüngsten behandlerischen Vergangenheit und die Frage, wie Sie entscheiden würden…?
Zustand nach Trepanation alio loco mit Frakturlinien mesial und distal ohne Beteiligung des Pulpakammerbodens
Zahn 14 mit pulpitischen Beschwerden seit einigen Tagen..
Zustand nach Entfernung der vormaligen Restauration
Ausgangsröntgenbild
Also…
wie handeln und denken SIE in solchen Fällen?
Von Christoph Kaaden
Ich habe hier kürzlich über eine MTA-Apexifikationsbehandlung berichtet.
In diesem Zusammenhang möchte ich Ihnen heute eine Variante vorstellen, die wir das überschüssige MTA, welches sich an den Kanalwänden befindet, entfernen.
In der Vergangenheit erfolgte dies primär rotierend mit überlangen Rosenbohrern. Seit einiger Zeit kommt hierfür jedoch der XP-Finisher zum Einsatz, mit dem wir im Vorfeld bei der endodontischen Behandlung gearbeitet hatten.
Das nachfolgende Kurzvideo verdeutlicht den effizienten Einsatz.
Es ist einzig darauf zu achten mit der Instrumentenspitze nicht zu weit apikal vorzudringen, um eine „Verletzung“ des MTA plugs zu vermeiden.
Try it- you will like it
:-)
Von Christoph Kaaden
Vor Kurzem habe ich hier über die Geschichte vom Alissa berichtet.
Aufgrund der infektionsbedingten externen Wurzelresorption distal und der lateralen Aufhellung haben wir uns für eine endodontische Therapie des Zahnes 21 entschieden.
Intrakoronal bestätigte sich der „Verdacht“der Pulpanekrose. Der vormals wiederholt durchgeführte Sensibilitätstest war in diesem Fall falsch-positiv.
Vier Wochen nach dem ersten Behandlungstermin war die Fistel verheilt und wir konnten das Kanalsystem mittels MTA und Guttapercha/Sealer Backfill füllen.
Von Christoph Kaaden
Anfang der Woche sind wir von einem Zuweiser gebeten worden die Situation seiner 21-jährigen Mitarbeiterin zu beurteilen.
Zu den Hintergründen:
Anfang Februar 2021 war in einer kieferchirurgischen Praxis eine OK/UK-Umstellungsosteotomie vorgenommen worden.
In diesem Zuge wurden auch eine Reihe von IMF-Schrauben zur mandibulo-maxillären Fixation platziert.
Laut der Patientin wurden diese gut zwei Wochen postoperativ (nur) nach Applikation eines Oberflächenanästhetikums entfernt.
Insbesondere in Regio 46 war dies ihrer Angabe nach extremst schmerzhaft.
Gut zehn Tage später bemerkte sie eine Fistelbildung in der betreffenden Region…
während das OPG und die Einzelzahnaufnahme noch Anlass zur Hoffnung gaben…
zeigte das DVT das volle Ausmass der Problematik…
leider hat die Schraube den Zweikampf gegen den Zahn eindeutig gewonnen.
Nun wird eine andere Art „Schraube“ die entstehende Lücke versorgen müssen…
Von Christoph Kaaden
Seit circa einem Dreivierteljahr plagt die heute neunjährige Alissa eine Fistel in Regio 22.
Ursprünglich wurde der Milchzahnrest des 62 als ursächlich erkannt und daraufhin entfernt…
Leider stellte sich der gewünschte Erfolg nicht ein und die Fistel persistierte.
Das zu einem späteren Zeitpunkt angefertigte Einzelzahnröntgenbild dieser Region liess nun den Verdacht aufkommen, dass Zahn 63 ursächlich sein könnte.
Daraufhin wurde auch dieser Zahn entfernt..
Leider mit genauso wenig Erfolg, wie bei der vorherigen Therapie….
die Fistel persistierte…
Der spätere Versuch, den „Fistelgang“ mittels Guttaperchastift radiologisch besser darzustellen war ebenfalls mässig erfolgreich und brachte keine weiteren wertvollen Informationen…
Der Fistelgang wurde daraufhin wiederholt gespült, was nur kurzzeitig zu einer Reduktion des Granulationsgewebes führte…
die Fistel persistierte…
Die behandelnde Kieferorthopäden überwies uns schliesslich die junge Patientin, nachdem ihr der nächste Therapievorschlag wenig schlüssig erschien.
Angedacht war, den bisher nicht durchgebrochenen Zahn 23 chirurgisch freizulegen, um diesen dann zu extrudieren…
Bei unserer Erhebung der Anamnese gab die Mutter an, dass ihre Tochter in der Vergangenheit zweimal ein Frontzahntrauma in der Oberkieferfront erlitten hatte. Zuletzt resultierte dies in einer unkomplizierten Kronenfraktur an Zahn 21. Dies war vor circa zwölf Monaten.
Der Defekt war im Anschluss mittels Kompositfüllung versorgt worden.
Klinisch stellte sich die Situation für uns so dar:
Die weiteren Untersuchungen brachten keine besonderen Erkenntnisse.
Der wiederholt durchgeführte Sensibilitättstest (Kältespray) der entsprechenden Zähne wurde von Alissa als positiv angegeben. Der Lockerungsgrad und die Klopfempfindlichkeit waren unauffällig…
Wie sollte es Ihrer Meinung nach weitergehen?
leider persistiere die Fistel.
Von Christoph Kaaden
Gut sechs Monate ist diese Revision (inklusive WF mit Guttapercha&Sealer & BC Sealer high flow) her.
Gestern war die Patientin zum Recall bei uns.
:-)
SO macht Recall Spaß
Von Christoph Kaaden
Meine erste „Begegnung“ mit dem BTR-Pen hatte ich vor circa einem Jahr, als Jörg Schröder eine solches Exemplar auf dem Berliner Zahnärztetag erstand.
Einige Zeit danach schwärmte er mir am Telefon von dieser Anschaffung vor, die u.a. wegen der exzellenten Haptik zu überzeugen weiss.
Daraufhin beschloss ich unser eigenes Instrument anzuschaffen. Auch hier folgte ich der Empfehlung von Jörg und kaufte den BTR-Pen bei LyDenti.
Kaum geordert war die Bestellung schon bei uns. Inklusive etlicher Proben an diversen Spüllösungen, EDTA-Gels etc… auch die Nachbestellung der Schlaufen einige Zeit später erfolgte prompt. Ich kann diesen Onlinehändler bisher absolut empfehlen.
Aber zurück zum BTR-Pen.
Eine genaue Gebrauchsanweisung finden Sie hier.
Als grossen Vorteil empfinde ich neben der sehr sehr guten Haptik, dass der Schlaufenwechsel innerhalb kürzester Zeit erfolgen kann, da bereits vorgefertigte Kanülen mit Draht zur Verfügung stehen. So dauert es keine Minute, bis man nach einem Wechsel weiterarbeiten kann.
Als Durchmesser stehen Kanülen von 0,3 – 0,5mm zur Verfügung. Meines Wissens nach hat der verwendete NiTi-Draht einen Durchmesser von 0,15 mm.
Als nachteilig muss der Preis dieser Draht-Kanülen angeführt werden, der bei ca. 10 EUR pro Stück anzusiedeln ist.
Unser bisheriges Fazit fällt also mehr als positiv aus. Wer über die Anschaffung eines solchen Instrumentes zur Fragmententfernung nachdenkt, der sollte den BTR-Pen definitiv auf der Liste haben…
Von Christoph Kaaden
Gestern konnten wir eine OK-Molaren Revision im zweiten Termin abschliessen.
Die Entfernung des vormals eingebrachten WF-Materials gestaltete sich erfreulich einfach.
Um genau zu sein:
Sehr sehr sehr einfach.
„Gefühlt“ hat der Einsatz von Hedström-Instrumenten und Debrider circa 90 Sekunden umfasst.
Die Röntgenkontrolle zeigte, dass die Einstift-Füllungen in toto aus den Kanalsystemen entfernt werden konnten.
Die weitere Präparation erfolgte dann bis ISO 040 (mesial/distal) bzw. ISO 060 (palatinal).
Im zweiten Termin kamen dann Total fill BC Sealer high flow und Guttapercha zum Einsatz.
Bleibt zu hoffen, dass der Heilungsverlauf ähnlich rasant verläuft wie die Entfernung des Wurzelfüllmaterials…
Ich werde berichten….
Von Christoph Kaaden
Hier mal wieder eine MTA-Apexifikation eines bereits resezierten Oberkiefer-Frontzahnes.
Wie bei uns „immer“ erfolgte die Therapie zweizeitig. Die Entfernung des alten WF-Materials führten wir mit Hedström- und rotierenden Instrumenten durch.
Behandlungsdauer insgesamt 2 Stunden.
Zur Applikation des MTAs verwende ich gerne einen Handplugger.
Mit der Anwendung eines „MTA-Guns“ konnte ich mich nie anfreunden…
Hier das Ganze mal wieder in bewegten Bildern.
In sechs Monaten werden wir sehen, ob die Therapie erfolgreich war…
Von Christoph Kaaden
Hier mal wieder ein Beitrag aus der Rubrik: „Immer gut…“
In der Vergangenheit haben wir (zum Teil „schmerzlich“) lernen müssen, dass es „immer gut„ ist, vor Beginn der zugewiesenen Behandlung ein eigenes „präoperatives“ Röntgenbild zu machen…
diese „Regel“ sollte sich in dem nachfolgenden Fall mal wieder bewähren.
Wir sind von einem unserer Zuweiser gebeten worden die Behandlung dieses oberen Prämolaren weiterzuführen.
Im Vorgespräch eröffnete uns der Patient, dass der Zahn im Notdienst „anbehandelt“ wurde, da ein akutes Schmerzbild bestanden…
Nachfolgend unsere präoperative Röntgenaufnahme, die schnell deutlich macht, dass sich die Behandlung gerade deutlich verkompliziert hatte…
Insgesamt hat die Behandlung zwei Stunden umfasst. Aufgrund der sehr koronalen Lage war die Fragmententfernung kein wirkliches Problem. Trotzdem war es, wie immer (sehr) gut, vor Therapiebeginn ein eigenes Röntgenbild angefertigt zu haben…
Von Christoph Kaaden
Anfang der Woche hatte ich einige radiologische Beispiele unserer High flow-Anwendung gezeigt.
Heute möchte ich ein paar bewegte Bilder hinzufügen.
Neu für uns sind bei dieser Anwendung massgeblich folgende drei Punkte:
-geringere Trocknung der Kanalsysteme mit reduzierter Anzahl an Papierspitzen
-Einbringen des Sealers mit Kanüle (statt vormals Beschicken des Masterpoints mit Sealer)
-deutlich grössere Menge an Sealer
Das Video verdeutlicht das komplett andere Wärmeverhalten von High flow im Vergleich zum „klassischen“ BC Sealer (ohne „Ausflocken“ des Materials)…
ich bin auf Ihre Meinungen gespannt…
fire on
Von Christoph Kaaden
Vor Kurzem haben wir im WURZELSPITZE LIVE Talk über den klinischen Einsatz von Total Fill BC Sealer (high flow) gesprochen.
Wir haben seit einiger Zeit auf dieses „neue“ Material (= BC high flow) )umgestellt und ich möchte diese Beitragsreihe nutzen, um über unsere Erfahrungen zu berichten.
Gestartet haben wir vor einer Reihe von Jahren mit Total Fill BC Sealer.
Die Anwendung bedeutete eine Abkehr des bisherigen Vorgehens hin zu einem vermehrten Einsatz von Sealer (statt Guttaperacha)
Für ich stark gewöhnungsbedürftig…
u.a., weil der Sealer beim Kontakt mit dem Wärmeträger sofort „ausflockte“…
Trotzdem sehe und sah ich eine Reihe von Vorteilen (keine Schrumpfung, Hydrophilie …)
Einige Zeit später wurde ich auf die „high flow“ Variante von Total Fill aufmerksam.
Unser erster Eindruck…
sehr gut.
Was sich dadurch erklärt, dass sich das Material wie vormals verwendete Sealer verhält (bei hoffentlich „besseren“ labortechnisch-klinischen Ergebnissen)…
Hier als erstes Mal ein paar klinisch-radiologische Beispiele, die einen ersten Eidruck zur Opazität und Fließfähigkeit des Materials geben…
Das Handling entsprach dem, was ich von bisherigen Sealern gewohnt war…
wäre da nicht der Preis…
aber mehr zu diesen Punkten und mehr später…
Hier noch ein interessanter Link mit einigen Beschreibungen zu den Materialeigenschaften.
Von Christoph Kaaden
Fast auf den Tag zwölf Monate ist es her, dass wir Kim und „ihre“ apikale Raumforderung behandelt haben.
Gestern kam sie mir ihrer Mutter zum 1-Jahres-Recall.
SO macht Recall Spaß…
in weiteren 12 Monaten sehen wir uns wieder. Dann werden wir auch ein Kontroll-DVT anfertigen…
Von Christoph Kaaden
Vor vier Jahren (19.01.2017) wurde uns die damals 10-jährige Jana überweisen.
Folgende Informationen hatten wir von dem Zuweiser erhalten:
Zustand nach Zahntrauma (Avulsion Zahn 21, extrusive Dislokation Zahn 11 ) am 1.12.16.
Der Zahn 21 wurde nach weniger als einer Stunde replantiert, jedoch erfolgte die Lagerung zwischenzeitlich in einem feuchten Handtuch. Zusätzlich kam dazu, dass der Zahn beim Notzahnarzt während der Replantation versehentlich mit dem Sauger ein-bzw. abgesaugt wurde…
nach dessen Bergung aus dem entsprechenden Sieb wurde dieser dann aber doch noch replantiert.
Eine Kunststoffschienung wurde angelegt und bis heute nicht entfernt.
Die Zähne 21 und 11 sind eindeutig nicht vital und bei 21 zeigt sich eine Fistelbildung.
Die Behandlung der beiden Zähne erfolgte mehrzeitig. Aufgrund des nicht abgeschlossenen Wurzelwachstums kam apikal MTA zum Einsatz.
Anfang diesen Jahres (2021) war Jana zur Kontrolle bei uns in der Praxis.
Trotz unphysiologischer Lagerung zeigt insbesondere der vormals avulsierte Zahn keinerlei Anzeichen einer Ersatzresortion und die apikale Aufhellung ist ausgeheilt.
Auch klinisch präsentiert sich die Situation erfreulich.
SO macht Recall Spaß
:-)
Von Christoph Kaaden
Die Tage erreichte uns das Einjahres-Kontrollröntgenbild eines von uns behandelten Zahnes 16 nach Revision.
Ein Jahr ist der Abschluss dieser Thermafil-Revision her.
Hier die Kurzabfolge des Falles:
S O macht Recall Spass
:-)
Von Christoph Kaaden
Gut zehn Jahre ist es her, dass ich damals von diesem Fall mit Recall berichtet habe.
Im Herbst 2020 war die junge Frau wieder zur Nachkontrolle bei uns in der Praxis.
S O machen Recalls Spaß
:-)))
Von Christoph Kaaden
Heute möchte ich kurz die Nachuntersuchung einer Prämolaren-Revision vorstellen.
Wie auf dem DVT erkennbar lag ein weit offenes Foramen vor.
Zum apikalen Verschluss verwendeten wir daher MTA.
Zwei Jahre nach Abschluss der Therapie stellt sich die Situation im 2D-Röntgen erfreulich dar.
Mission accomplished
:-)
Von Christoph Kaaden
Jetzt hat es doch sechs Monate gedauert, bis wir unseren nächsten Mini-Molaren seit Sommer 2020 behandeln durften.
Bei dem Zuweiser gab es Probleme die beiden bukkalen Kanalsysteme zu finden.
Alio loco gelang es bisher nur das palatinale Kanalsystem zu präparieren…
Mit der entsprechenden Vergrößerung war die Darstellung und Präparation der gesamten Kanalsysteme kein Problem…
Ich hoffe, 2021 hat weit mehr dieser speziellen Anatomie für uns parat….
Von Christoph Kaaden
Vor ein paar Tagen erreichte uns eine kurz gehaltene E-Mail des Zuweisers zu diesem bzw. diesem Traumafall.
„Magdalena war heute bei mir zur Kontrolle. Beschwerdefrei, klinisch fest, keine apikale Druckdolenz“
Hier noch die mitgeschickten Recallaufnahmen.
Ich werde weiter über den Verlauf bei Magdalena berichten…
Von Christoph Kaaden
Letzte Woche habe ich hier über einen aktuellen Behandlungsfall berichtet…
ich steckte moralisch in einer gewissen Zwickmühle…
ich entschloss ich schliesslich dazu der Patientin anzubieten, sie doch noch am Freitagnachmittag zu behandeln. Zu den genauen Beweggründen hierfür erkläre ich mich zu einem späteren Zeitpunkt.
Wir trafen uns also um 16:30 in unserer Praxis in der Münchner Innenstadt. Die Revision verlief für mich wunschgemäß und ich bat die Patientin mich am darauffolgenden Tag zu kontaktieren um zu berichten, ob sich das Schmerzbild veränderte…
nach ingesamt 1:30 Stunden verliess ich die Räumlichkeiten wieder, um den 30 minütigen Nachhauseweg anzutreten…
hier noch ein Desktop-Mitschnitt des präoperativ angefertigten DVTs sowie ein intrakanaläres Foto nach Revision.
Der darauffolgende Tag verging und ich hörte nichts weiter von der geplagten Patientin.
Am Sonntagvormittag entschloss ich mich schliesslich dem Ehemann eine SMS zu schicken:
„Hallo Herr J. Nachdem ich nichts mehr gehört habe wollte ich mal nachfragen. Hat die Behandlung was gebracht? Geht es ihrer Frau ein stückweit besser?„
Kurz drauf seine Antwort:
„Guten Morgen Dr. Kaaden,vielen Dank der Nachfrage. Meine Frau hat schon ein schlechtes Gewissen, weil sie gestern nicht geschrieben hat….Nach der Behandlung am Freitag hatte sie zunächst weiter starke Schmerzen …heute ist es viel besser und der Wurzelschmerz ist fast weg. 1000 Dank nochmal für Ihren Sondereinsatz. Wie soll meine Frau weiter verfahren? Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie einen schönen Sonntag. Mit besten Grüßen AJ„
Demnächst mehr zu dieser Thematik…
Von Christoph Kaaden
Heute möchte ich Ihnen eine „Patientenanfrage“ vorstellen und Sie fragen, wie Sie sich verhalten würden (bzw. wie ich mich verhalten soll)…
Folgende SMS erhielt ich letzte Woche am Mittwoch Abend:
„Hallo Dr. Kaaden,kann es sein, dass Ihre Tochter Sophie bei meiner Tochter Sissi in der Klasse 4d ist? Habe gerade Ihren Namen ausgesprochen und meine Tochter meinte, dass eine Klassenkameradin genauso mit Nachnamen heißt….
Ich wollte Sie fragen ob meine Frau zu Ihnen in die Behandlung kann? Unser Zahnarzt wollte sie eigentlich zu Dr. XXX in Grünwald schicken, aber die Terminkoordination gestaltet sich etwas kompliziert… Sie hat eine Wurzelspitzenenzündung.
Mit besten Grüßen AJ“
Als Hintergrund muss man ggf. noch wissen, dass beide unsere Töchter zu Beginn des laufenden Schuljahres die Schule gewechselt hatten…meine private Handynummer hatte der Patient, weil ich ihn vor circa einem Jahr behandelt habe und ihm in diesem Zug eine Nachricht geschrieben hatte.
Ich antwortete:
CK: „Hat Ihre Frau ein akutes Problem?“
Antwort AJ: “ Ja, sie nimmt seit 5 Tagen Clindamycin. Der Zahn ist bereits wurzelbehandelt. Das letzte Röntgenbild wurde vor einem Jahr gemacht“
Daraufhin habe ich der Ehefrau für den darauffolgenden Tag (=Donnerstag) einen Untersuchungstermin freigeräumt und bei dem Hauszahnarzt (ein Freund der Patientin und ferner ehemaliger Klinikkollege aus der Prothetik, der gelegentlich an uns überweist) für weitere Informationen kontaktiert.
Hier sein letztes Röntgenbild mit Erläuterung der Situation:
„Guten Morgen,
Pat kommt heute zu Euch… 15 WF 2013 / 14 WF 2010. Zystische Aufhellung seit mehr als 3 Jahren bekannt und kommuniziert. Erhaltungswürdigkeit??? „
Das angefertigte DVT (Screenshots zu einem späteren Zeitpunkt) liess den Zahn 15 als ursächlich erscheinen (u.a. übersehenes palatinales Kanalsystem bei sehr tiefer Gabelung).
Ansonsten ergab die klinisch-radiologische Untersuchung keine besonderen Erkenntnisse. Auf der bekannten Schmerzskala gab die Patientin einen Grad 4 an…
wir vereinbarten einen Revisionstermin für die darauffolgende Woche.
Freitag früh um 7:09 erhielt ich dann vom Ehemann folgende SMS:
„Guten Morgen Dr. Kaaden,vielen Dank, dass der Termin für meine Frau so rasch geklappt hat. Sie hat seit gestern Abend leider unerträgliche Zahnschmerzen trotz Ibuprofen 800. Was könnten wir da machen? Beste Grüße AJ“
Da ich an diesem Freitag nicht in der Praxis war sondern u.a. (virtuelle) Vorlesungen an der Uni hielt schlug ich dem Ehemann vor, dass seine Frau als Erstmassnahme ein stärkeres Schmerzmittel nehmen sollte (Novalgin) und sich ferner an Ihren Hauszahnarzt und Freund wenden möge…
Um 13.56 dann diese SMS:
„Hallo Dr. Kaaden. Das Novalgin schlägt bei meiner Frau leider nicht an. Kennen Sie irgendeinen Spezialisten wo meine Frau heute hingehen könnte? Unser Hauszahnarzt hat sich auf unsere Kontaktaufnahme nicht gemeldet. Beste Grüße AJ“
Was nun? Wie würden Sie sich verhalten?
Ich bin gespannt…
Von Christoph Kaaden
Vor vier Jahren stellte sich der nachfolgende Patient erstmals bei uns vor.
Damals ging es um den Zahn 36.
Die Behandlung nach Pulpanekrose erfolgte zweizeitig und führte zu folgendem Endergebnis.
Dieses Mal wünschte der Patient unsere Einschätzung hinsichtlich des Zahnes 47 der auf dem OPG auffällig geworden war…
Auch die alio loco angefertigte Einzelaufnahme liess nichts Gutes erwarten…
Das daraufhin angefertigte kleinvol. DVT zeigte dann das volle Ausmass der externen Resorption…
an der Stelle war leider
“ Game over“
Wir haben den Patienten aber ermutigt Zahn 36 nun endlich prothetisch weiterversorgen zu lassen!
Damit es bei diesem Zahn nicht irgendwann ähnlich lauten muss…
Von Christoph Kaaden
Von der Häufung gleichgearteter Behandlungen innerhalb kurzer Zeitabstände habe ich in der Vergangenheit hier, hier oder hier berichtet.
Insbesondere in dieser Woche erfasst uns die Frontzahn-„Welle“. Ich werde in zukünftigen Beiträgen über die genauen Hintergründe der einzelnen klinischen Fälle berichten.
Hier also schon mal die 10 (!) Situation die wir in dieser Woche behandelt bzw. erstuntersucht haben in der Reihenfolge, wie diese bei uns „stattfanden“.
Leider entwickelte der Zahn kurz nach Eingliederung der definitiven Krone eine Fistel…
Wir führten nach eingehender Beratung der Patientin (ärztliche Kollegin) eine Revision durch. U.a. Corona-bedingt verzögerte sich der Abschluss der Behandlung erheblich.
Positiv zu vermerken ist, dass der lange Zeitraum der Behandlungspause dazu geführt hat, dass bereits eine klare Heilungstedenz erkennbar ist…
Bei dem zweiten Patienten am Montag handelt es sich um den 10-jährigen Carlos.
Hier der sehr umfassende Arztbericht der Überweiserpraxis
Fall III des Montags war der Behandlungsbeginn einer Revision bei Zustand nach endodontischer Vorbehandlung und Resektion
Als klinisch etwas „tricky“ gestaltete sich die Entfernung des „unorthodox“ eingebrachten Glasfaserstiftes.
Der „Durchbruch“ gelang mittels diamantiertem Ultraschallansatz der schliesslich zu einer Lockerung des adhäsiven Verbunds führte.
Die nächste Patientin war ein 19-jähriges Mädel, dass vor zwei Jahren beim Skifahren ein Frontzahntrauma erlitten hatte.
Klinischer imponierte mittlerweile eine deutliche Verfärbung die sich auch bei der Trepanation des Dentins deutlich präsentierte…
Die nächste 26-jährige Patientin konnte sich an kein Trauma in der jüngeren Vergangenheit erinnern…
während die Nachbarzähne eindeutlich vital reagierten zeigte Zahn 31 alle klinisch-radiologischen Zeichen eine Nekrose mit apikaler Pathologie…
Bei dem nachfolgenden 67-jährigen Patienten stellte sich die Situation aufgrund seiner Vorerkrankungen (metastasierendes Prostata-CA mit geplanter Bisphosponat-Therapie) als etwas komplizierter dar.
Eine Entfernung weiterer Zähne soll unbedingt vermieden werden…
Als nächstes in der Woche stand die Behandlung eines 12-jährigen Jungen an, bei dessem Eckzahn eine ungewöhnliche Resorption evident geworden war. Klinisch und radiologisch hätte ich diese eigentlich als primär extern eingestuft… obgleich die „Eintrittspforte“ inzisal zu liegen schien…
Bei dem Eckzahn dieser 66-jährigen Patientin gelang es dem Zuweiser nicht das Kanalsystem aufzufinden…
Bevor es zu einer Perforation kam überwies er die Patientin zu uns…
Fall Nummer neun ist wieder ein Traumafall.
Leider ist die Prognose der unphysiologisch gelagerten Zähne nicht optimal…
Und auch in dem 10. Fall war eine traumatische Verletzungini Form einer unkomplizierten Kronenfraktur der Grund für eine anstehende Behandlung…
Demnächst berichte ich Ihnen also weiter von dieser Frontzahn-„Welle“…
stay tuned…
Von Christoph Kaaden
Letzte Woche habe ich hier über die Montage unserer Centro-Säule berichtet.
Das Gros des Projektes betreute Mario Horvart, der bereits beim Neustart 2012 unser ProErgo montiert hatte. Mittlerweile hat er sich selbstständig gemacht.
Um das Pico an die Centro-Säule umzusetzen war es notwendig einen längeren Arm und Lichtleiter zu benutzen. Bei der Centro-Säule handelte es sich um ein gebrauchtes Modell, welches Mario Horvart erstanden hatte.
Als sehr zeitaufwändig stellte sich die Anbindung der Mikroskop-Kamera mittels HDMI- Kabel an den Flatscreen dar.
Insgesamt dauerte die Montage von 8:00 bis 18:00.
Geplant waren ursprünglich circa sechs Stunden.
Leider war es wegen des fehlenden Adapters nicht möglich auch das digitale Röntgen wieder in Betrieb zu nehmen.
Dieses Projekt übernahm der unabhängig Techniker Damir Zupcevic.
Über die Firma Chirana liess er den zeigten Adapter herstellen und führte die Montage durch.
Ich bin allen Beteiligten für deren Arbeit dankbar; insbesondere Damir.
Jetzt ist auf absehbare Zeit erstmal kein weiteres Projekt dieser Größe angedacht…
Von Christoph Kaaden
Nach fast neun Jahren eigener Praxis kann von „Neustart“ sicher nicht mehr die Rede sein.
Heute berichte ich trotzdem über dieses Topic und stelle das jüngste Update zu dieser bzw. dieser Thematik vor.:
Die Anschaffung der zwei digitalen Röntgengeräte (Einzel-Röntgen mit Sensor und DVT) für unser zweites Behandlungszimmer (aka Untersuchungs-/Befundungszimmer) hat uns seiner Zeit um „Lichtjahre“ vorangebracht.
Etwas später habe ich dann noch ein weiteres Dentalmikroskop angeschafft. Unter anderem aus Platzgründen war es nicht möglich ein weiteres Zeiss ProErgo zu wählen.
Daher fiel unsere Wahl auf ein Zeiss Pico mit Xenon-Beleuchtung etc. auf einem Rollstativ.
Schnell wurde klar, dass diese „Lösung“ suboptimal ist…
ein Bild zeigt sofort warum…
der Aufwand das Mikroskop bei „Bedarf“ in Position zu bringen war immer enorm. Von der Dokumentationsfähigkeit der Behandlung mittels Kamera etc. ganz zu schweigen…
Daher entschied ich mich nach einiger Zeit für die Anschaffung und Installation einer weiteren Centro-Säule.
Die baulichen Vorkehrungen etc. dafür waren bei dem Umbau 2011/2012 getroffen worden…
trotzdem gestaltete sich die Umsetzung, wie leider eigentlich immer, als hürdenreich…
als Hauptproblem ergab sich die Tatsache, dass es für unseren Planmeca-„Röntgenarm“ keinen Adapter zur Centro-Säule gab (was im Vorfeld mit mir so _nicht_ kommuniziert wurde )
… daher bedeutete dies eine individuelle Anfertigung…
was dies u.a zeitlich etc bedeutet wird daher auch schnell klar…
hier schon mal ein paar Aufnahmen zu dem dann individuell hergestellten Adapter…
mehr dazu und den weiteren Problemen aber zu einem anderen Zeitpunkt…
Von Christoph Kaaden
Die mögliche Fraktur eines Präparationsinstrumentes während der endodontischen Behandlung zählt zu den unerfreulichen Komplikationen die vorkommen können…
diese Problematik kann und wird jedem Behandler/jeder Behandlerin im Laufe des Berufslebens (mehr oder minder häufig) widerfahren…
Die Frage ist, wie häufig es „passiert“ und wie es zu vermeiden ist…(zur persönlichen Vermeidungsstrategie berichte ich zu einem späteren Zeitpunkt… )
Wenn es aber um die Fragestellung der möglichen Entfernbarkeit des Fragements geht (egal ob „selbstverschuldet“ oder „alio loco passiert“) ist der Schlüssel zum Erfolg (imho) primär die Visualisierung des Fragments.
Wie würde ihre Strategie in nachfolgendem Fall aussehen?
Was gilt es ggf. zu beachten (zB. zeitliches Management und Kosten der Behandlung etc.. ? ) Welche Technik und welche Hilfsmittel verwenden Sie?
Wo sind deren Limitationen?
Wie ist die Prognose ?
Ich bin auf Ihre Meinungen und Herangehensweisen gespannt…
Von Christoph Kaaden
Ich habe in der Vergangenheit multiple „Revitaliserungsfälle“ auf Wurzelspitze vorgestellt. Unter anderem hier oder hier.
Nachfolgend zeigte ich Ihnen unser jüngstes Recall dieser Behandlungsoption:
Kaum eine endodontische Therapie wird aber auch so kontrovers diskutiert.
Nachfolgend möchte ich Ihnen einige relevante Literatur in Kürze vorstellen und meine Indikaitonsstellung für diese Behandlungsart darlegen…
auf Ihre persönliche Meinung hinsichtlich dieser Therapie bin ich gespannt…
fire on
Von Christoph Kaaden
Hier ein 3. Fall von gerade eben.
– 13-jähriger Junge; Trauma 11/2016 mit Intrusion inkl. unkomplizierte. Kronenfraktur 21
Seit dieser Zeit unversorgt, Schmerzhistorie 2019, die mit Ibuprofen therapiert wurde; jetzt akute Schmerzen Zahn 21 mit Perk +++ und vestibulärer Druckdolenz
Von Christoph Kaaden
Ich möchte heute zwei aktuelle Traumafälle vorstellen die uns beschäftigen.
Bei Fall I kenne ich bisher nur die nachfolgende Beschreibung der Zuweiserin und die alio loco angefertigten Röntgenbilder.
Text und Bilder sprechen leider für sich…
Dieser und der nachfolgende Fall bekräftigen mich in meiner Meinung, dass das Thema dentale Traumatologie eine v i e l breitere Bühne bei Fortbildungen eingeräumt werden muss!
Leider ist dies häufig nicht der Fall, wie z.B. die Programme der letzten drei und auch der kommenden DGET Jahrestagung zeigen!
Auch bei dem bayerischen Zahnärztetag der letzten Jahre:
Fehlanzeige!
Dabei könnten schon kleine Maßnahmen häufig eine große Wirkung zeigen.
Leider ist in Fall II auf die kleine Maßnahme der adhäsiven Versiegelung der unkomplizierten Kronenfraktur bei der heute 11-jährigen Laura damals „verzichtet“ worden.
So war das Dentin für zwei Jahre der Mundhöhle ausgesetzt…
und es kam, wie es kommen musste (und in der Literatur eindeutig beschrieben ist)
Ich werde weiter berichten…
Von Christoph Kaaden
Gestern nach der Mittagspause war bei uns „Wurzelkanalfüllnachmittag“…
zum „Leidwesen“ der Mädels (ich bin mir nicht sicher, warum sie es nicht mögen diese Behandlungsart dreimal nacheinander durchzuführen) folgte der Behandlungsabschluss von einem Prämolaren und zwei Molaren.
In den Bildbeschreibungen gebe ich Ihnen noch ein paar Hinweise zu den Behandlungen…
Hier die Röntgenbilder zusammen mit einigen klinischen Bildern…
Ich persönlich mag den Schritt der WF.
Morgen gehts weiter… dann stehen zur Freude der Mädels Revisionen und Präparationen an…
:-)
Von Christoph Kaaden
Letzte Woche habe ich hier von der Nachbehandlung einer vormaligen traumatischen Zahnverletzung berichtet.
Hier noch das bisher schuldig gebliebene Abschlussröntgenbild nach Tausch MTA zu Biodentine.
Ich werde Sie über den weiteren Verlauf auf dem Laufenden halten.
„Passend“ zu diesem Thema müsste ich vorgestern leider erfahren, dass Dr. Jens Ove Andreasen, der „Vater“ der dentalen Traumatologie verstorben ist.
Hier sein letztes, einige Wochen altes Schreiben an Freunde und Kollegen auf der ganzen Welt.
Ich werde seinem Wunsch nachkommen und zeitnah einen Beitrag nach Dänemark überweisen.
Ich bin froh, dass ich eine solche Persönlichkeit vor einigen Jahren selber treffen durfte und werde weiter versuchen insbesondere Kinder und Jugendliche in seinem Sinne zu behandeln….
(augenscheinlich war ich begeisterter als er ;-) )
Von Christoph Kaaden
Vor Kurzem habe ich hier einen Fall nach reparativer endodontischer Behandlung vorgestellt, bei dem wir zusätzlich ein Bleaching durchgeführt haben.
Heute also ein weiterer Fall, bei dem diese Therapie „notwendig“ wurde…
interessant fand ich, wie sich das MTA intrakanalär darstelle…
Das anschliessende Bleaching erfolgte wieder mit Opalescence Endo. Laut Patientin war die Verfärbung innerhalb von Stunden entfernt…
Patientin happy
Behandler Team happy
:-)
Von Christoph Kaaden
Vier Monate ist der Behandlungsbeginn dieses Zahntraumas nun her.
Ende August haben wir daher die Schienung entfernt und die Zähne klinisch und radiologisch nachuntersucht.
Bisher stellt sich die Situation als stabil dar (Sens, Perk etc) und die nächste Kontrolle ist für Ende November diesen Jahres geplant…