Obliteration als Überweisungsgrund

Wie immer gibt es „dankbare“ und undankbare Überweisungen.

Für mich zählt der Überweisungsgrund: „massive Obliteration – wir finden die Kanäle nicht“

zu der ersten Kategorie.

Hier also so ein Fall der jüngsten Vergangenheit.

Zustand nach alio loco begonnener Behandlung Zahn 16 bei einer 54-jährigen Patientin

Der Zuweiser hatte bisher nur den palatinalen Kanal gefunden. Glücklicherweise hatte er nach einigem „Suchen“ recht schnell aufgegeben…

Alio loco angefertigte Zugangskavität mit Kunststoff-Verschluss

Mit der entsprechenden Sehvergrösserung und LED-Ausleuchtung (I love it :-))), etwas anatomischen Wissen und geeigneten Instrumentarium war die Aufgabenstellung recht gut beherrschbar…

hier die Impressionen des Falls…

Zustand nach Füllungsentfernung. Blick auf Sekundär-und Tertiärdentin mit teilweise erkennbarem Pulpakammerboden
Höhere Vergrösserung der oben genannten Situation
Alio loco aufgefundenes palatinales Orifizium

Beginn der Kanaldarstellung mb1 und mb2 ; distales Kanalsystem bisher nur durch Dentineinpressungen erkennbar, deutlich erkennbare Abgrenzung von dunklem Kammerboden zu heller Wand mit Sekundärdentin
Mesiale Kanalsysteme nach Darstellung und Präparation
Blick auf Initial dargestellten distalen Kanal. Farblich gut erkennbarer Unterschied zwischen Boden und Wand bzw Sekundärdentin
„Danger Zone“ mit vorhandnen Dentintubuli – eine weitere „Kanalsuche“ hier würde sicher zu einer Perforation führen.
Blick auf vollständig dargestellten und präparierten distalen Kanal mit deutlicher Differenzierbarkeit zwischen Pulpakammer-Boden und Wand mit Sekundärdentin mit Tubuli
Vier Kanalsysteme fertig präpariert
Materpoint-Aufnahme
Abschluss-Aufnahme

Die Präparation erfolgte mit folgenden Instrumenten: C-Pilot 006-010; R-Pilot, RECIPROC Blue 25, Wave One Gold 20, 25 und 35 (palatinal); Wurzelkanalfüllung mit Guttapercha & BC Sealer high flow; zwei Termine (a 90 bzw. 60 Minuten)

Ich hoffe 2022 bringt viele dieser „dankbaren“ Zuweisungen…

Happy New Year

:-)

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