Auch bei uns in der Praxis waren Schutzbrillen ein Thema. „Gelandet“ sind wir inzwischen bei 3M, Modell 2720.
UV-Schutz, Anti-Beschlag- und Anti-Kratz-Beschichtung. Gewicht 24g. Die Scheibe aus Polycarbonat ist verfügbar in klar, gelb und grau (leider nicht in orange, um das blaue Licht der Polymerisationslampe rauszufiltern).
Ein Verschleiss ist bei unseren Brillen bis jetzt nicht zu bemerken.
Wir haben im Hinblick auf die RKI – Richtlinien für jede Patientenbehandlung eigene Bohrerständer, die sterilisiert und in Steri – Folie eingeschweisst aufbewahrt werden.
Auch hier gibt es eine Vielzahl ganz unterschiedlicher Modelle/Systeme.
Die Ständer, die wir verwenden, sind nicht optimal (die hätte man vermutlich mir erst „backen“ müssen), aber für den überwiegenden Teil der Arbeiten (schätzungsweise für über 95 % der Fälle) sind die Ständer in Ordnung.
Bohrer mit unterschiedlichen Schäften (FG – Schaft und Winkelstück – Schaft) finden darin Platz und auch Bohrer mit moderater Überlänge. Es gibt die Ständer in 3 Farben, so dass 3 unterschiedliche Bestückungen gut sichtbar unterschieden werden können.
Sie kosten nicht die Welt. 6,90 Euro. Und das ist, angesichts der Tatsache, dass diese Teile durch die Sterilisation leiden, nach einer gewissen Zeit unansehlich werden und aus optischen Gründen ausgetauscht werden müssen, ein nicht zu unterschätzender Faktor.
Wir verwenden die Bohrerständer seit 1,5 Jahren. Bisher ohne Probleme.
Ich denke, dass ist ein Zeitrahmen, nachdem man schon einmal eine Empfehlung abgeben kann.
Rund 3 Monate arbeite ich jetzt schon mit der Led ION Plus Leuchte von Sigma Dental.
Ausnahmslos.
Könnte ich noch darauf verzichten ?
Nur wenn ich einen adäquaten Ersatz hätte.
Aber „Ganz Ohne“ auskommen ?
Keine Chance, es geht nicht mehr.
Die Led ION fällt nicht zur Last beim Tragen, sie ist für mich de facto nicht auffällig, nicht spürbar.
Ich kann damit den ganzen Tag arbeiten, ohne dass ihre Gewicht sich negativ bemerkbar macht. Das war mit dem von mir verwendeten Lupenleuchte auf Halogenbasis und mit Glasfaserleiter nicht so. Hier war nach längerer Tragezeit das zusätzliche Gewicht spürbar, ja teilweise sogar richtig lästig.
Am deutlichsten wir all dies mir bewußt, wenn der Leuchten – Akku aufgebraucht ist und zum Nachladen ans Stromnetz muss.
Dann stehe ich ziemlich im Dunkeln. Ein Ersatz – Akku wäre vermutlich sinnvoll (der Mitbewerber „Starmed“ bietet so etwas standardmäßig an).
Auf der kommenden IDS werde ich bei Sigma – Dental einmal nachfragen,was so was kostet. Ich vermute, es wird nicht billig sein.
Bis dahin hängen wir den einzig vorhandenen Akku jeden Abend ans Ladegerät zum „Auftanken“.
Im Alltagsgeschäft geht das manchmal, aus welchen Gründen auch immer, vergessen.
Die Folge ist, am nächsten Tag, mitten in der Arbeit, geht das Licht aus. Und dann können 1- 2 Stunden, bis der Akku wieder aufgeladen ist, sehr lange sein… Gefühlte Ewigkeiten.
Ein Kollege erzählte mir vor einigen Wochen, dass er die Wärmeentwicklung der Lampe als zumindest so hoch empfindet, dass es für ihn zwar akzeptabel, aber doch unangenehm spürbar ist. Ich für meine Person bemerke das nicht in dieser Dimension. Vielleicht ist an meiner Lupenbrille die Leuchte weit genug von meiner Stirn entfernt montiert, so dass die Wärmestrahlung nicht so sehr ins Gewicht fällt.
Auch hat er ein gewisses Nachlassen der Akkuleistung gegen Ende des Arbeitstages registriert.
Das stelle auch ich anekdotisch ab und zu mal fest, jedoch ist dies bisher bei uns, einen vollen Startakku vorausgesetzt, nicht so drastisch, dass es störend ins Gewicht fallen würde. Möglicherweise nimmt dieses Phänomen im Laufe der Zeit mit zunehmendem Ermüdungseffekt des Akkus zu.
Ich werde gegebenenfalls berichten.
Alles in allem ist die Led ION sicherlich kein Fehlkauf, selbst wenn, vorausgesetzt, ich bekomme sie irgendwann einmal in die Finger, die Starmed – LED – Leuchte den positiven Eindruck der LED ION noch übertreffen sollte.
Mit den Erfahrungen, die Pro – Tip – Kanülen betreffend, stehe ich offensichtlich nicht alleine da.
Gestern, bei einem Autoren – Treffen, stellte sich heraus, dass auch Olaf Löffler und Christian Danzl mit den Spritzenansätzen gearbeitet hatten und dabei ebenfalls zu dem Ergebnis gekommen sind, dass „noch Potential nach oben“ drin ist, dieses System betreffend. Letztendlich waren es die Schwierigkeiten bei der Applikation, die jeden von uns veranlasst haben, wieder von dieser Lösung Abstand zu nehmen.
Gegenwärtig ist in keiner der 3 Praxen das System mehr im Einsatz.
Vor nicht allzu langer Zeit ging es hier im „Wurzelspitze“ – Blog unter der Überschrift „Zugeschaut – mitgebaut“ um den kostengünstigen Eigenbau eines Endo-Feilenhalters.
Hier nun – quasi als das offizielle Gegenstück zum zweckentfremdeten Approximalbürstenhalter von Curaden- das Vorbild von YDM.
Es gibt den Feilenhalter in zwei Versionen. Bei der einen Version ist das Arbeitsende nach vorne, bei der anderen nach hinten gekröpft. 60° und 120°. Weiterlesen →
Seit einigen Wochen haben wir die Pro Tip – Pusteransätze gegen das Riskontrol – System der Firma Aceton getauscht.
Einfach aus dem Beweggrund heraus, dass wir mit Pro Tip zwar leben könnten, aber nicht hundertprozentig zufrieden waren.
Vor einigen Jahren, unmittelbar bei Markteinführung hatte ich mir das Riskontrol – System schon mal angeschaut, die Ansätze aber nicht als besonders hochwertig wahrgenommen. Als die Bestellung in der Praxis eintraf, war ich zunächst einmal erstaunt über die Materialbeschaffenheit der Kanülen. Ich hatte diese ganz anders in Erinnerung, nämlich aus weicherem Kunststoff, einem haptisch anders gearteten Material. Sicherlich eine Sinnestäuschung. Vermutlich war die Kanüle schon immer so wie jetzt, egal, die „neue Version“ gefällt mir besser ;-) Weiterlesen →
Und – weil wir gestern gerade von Dingen gesprochen haben, die nicht mehr genutzt in dunklen Schubladen ein jämmerliches Dentalrentner – Dasein fristen.
Heute geht es in diesem Blog um einen Flop: Im letzten Jahr haben wir unsere Luftpuster an den Behandlungseinheiten von sterilisierbaren Mehrfachansätzen auf Einmalansätze umgestellt.
Beide Arbeitsmodelle (Sterilisation und Einmalanwendung) sind möglich und so haben wir uns entschlossen (weil uns keine Erfahrungswerte bis dahin vorlagen), die Probe auf s Exempel zu machen und „side by side“ die Vor- und Nachteile der zwei unterschiedlichen Vorgehensweisen auszuprobieren.
Von den zwei zur Auswahl stehenden Einmalansätzen haben wir zunächst die Pro Tip – Ansätze der Firma Loser ausprobiert.
Warum die Wahl zunächst auf dieses System fiel ?
Allzuoft kommt es vor: Für die Praxis wird ein neues Gerät gekauft und es ist nicht gerade billig. Wie das nun mal so ist, wenn ZAHNMEDIZIN irgendwo drauf steht.
Das wäre noch zu verschmerzen, man gewöhnt sich halt dran im Laufe der Zeit und dann tuts nicht mehr ganz so weh, wenn man wieder mal mit dem nicht ausgesprochenen aber stets vorausgesetzten Verweis auf die bis zur Obergrenze auszureizende Kaufkraft des DENTAL – Marktes kräftig zur Kasse gebeten wird.
Aber dann erfüllt das teure Gerät nicht die Erwartungen, die einen zum Kauf bewogen haben.
Und so verstaubt das exklusive Teil alsbald in irgendeiner Schublade irgendeines Praxisschranks, um dann über viele viele Jahre immer mal wieder in die Hand genommen und anschließend doch wieder in eben diese Schublade zurückgelegt zu werden.
Schlußendlich – bei einer Inventur, vermutlich im Rahmen der Praxisübergabe, wird es dann mit großem Kopfschütteln darüber, wie man für so einen Mist Geld ausgeben konnte, entsorgt werden.
Der umgekehrte Fall ist eher selten, aber dann umso lobenswerter.
Ich spreche von ebenso nützlichen wie kostengünstigen Hilfsmitteln, bei denen es einfach Spass macht, damit zu arbeiten und man sich auch nach längerer Zeit immer wieder über die erzielten Ergebnisse freut.
Wie bei der Sanyo E6 Kamera, einer digitalen „point and shoot“ – Kamera, die so unscheinbar ist, dass diese selbst im Hinblick auf für ihre eigentlichen Bestimmung, der unkomplizierten Schnappschussfotografie, extrem wenig Beachtung beim Käufer gefunden hat. Weiterlesen →
Um bei Kompositfüllungen einen ordentlichen Approximalkontakt herzustellen, haben sich bei mir in der Praxis Teilmatritzen bewährt. Ich verwende das System von Garrison, weil es mir aufgrund der zierlichen „Füße“ am besten gefallen hat.
Es war aber bisweilen umständlich, wenn die kleinen Füße in Leere gegriffen haben, z.B. wenn die Kavität approximal weit offen, und der Zahn stark zerstört war. Ein klassischer Fall hierfür sind Zähne, die zur endodontischen Behandlung aufgebaut werden sollen. Dann ist die Wiederherstellung der Zahnform und eines Kontaktpunktes mit viel Aufwand verbunden.
Hier sind andere Systeme vielleicht im Vorteil.
Jetzt gibt es im Garrison – Systemangebot einen Ring, der schon einen Approximalbereich vorgibt und die Teilmatritze auch in kniffligeren Fällen bei ausgedehnteren aproximalen Defekten in die passende Form bringt. Die Füße sind mit Kunststoff und Silikon ausgeformt.
Zur Papille hin sind die Füße hohl, um Platz für einen Interdentalkeil zu lassen.
Mein Fazit – Die Herstellung eines strammen, anatomisch ausgeformten Kontaktpunktes in besagten Problemfällen geht mir nun leichter von der Hand.
Wie lange allerdings dieser Kunststoff-Silikon-Verbund im Praxisalltag hält, wird sich zeigen.
Und – mit knapp 90,- € für zwei Ringe sind diese allerdings nicht im Sonderangebots – Regal zu finden.
Nun ist es soweit: man hat sich für ein Dentalmikroskop entschieden, es wurde installiert, das Team hat die ersten Hürden im Umgang mit dem Instrument gemeistert, und der Wunsch nach Dokumentation der Behandlungsergebnisse wird immer grösser.
Kein Problem, jeder Mikroskophersteller hat passende Adapterlösungen im Programm. Flugs dran geschraubt und los geht die Dokumentation.
Aber ein Aspekt trübt die Freude: die KABEL!!!!
Kabel? Welche Kabel ? In den Prospekten sieht man keine Kabel.
Ergebnis geschickter Werbefotografie oder heutzutage professioneller Umgang mit Retuscheprogrammen ala Photoshop.
Kabel würden nur den runden Gesamteindruck zerstören.
Blättern sie doch mal in Lifestyle- oder Wohnzeitschriften ala „Schöner Wohnen“. Sie sehen lauter Elektrogeräte ohne Kabel. Zu Hause sieht das anders aus. Wer eine ausgewachsene Heimkinoinstallation sein eigen nennt, weiss wovon ich rede.
Am Dentalmikroskop ist das Ganze aber noch viel komplizierter. Weiterlesen →
Es gibt Firmennamen wie Donnerhall in der Zahnmedizin.
Firmen, denen man unbedingt und nachhaltig vertrauen kann oder dies zumindest in der Vergangenheit so war.
Zumeist stützt sich der gute Ruf auf ein oder mehrere qualitativ hochwertige Produkte, die ihre Ausnahmestellung über viele Jahre hinweg bewiesen haben.
KAVO und SIEMENS waren solche Namen.
Was Behandlungsstühle anging.
Die Visualisierung und das Erkennen der Strukturen im Wurzelkanalsystem eines Zahnes ist einer der Erfolgsgaranten in der modernen dentalmikroskopgestützten Endodontie. Neben einer besonders hellen Lichtquelle sind die Qualität der optischen Systeme des Mikroskops und die Reflektionseigenschaften der benutzten Spiegel bedeutungsvoll.
In meiner Praxis wird fast ausschließlich indirekt in der endodontischen Behandlung gearbeitet. Im Mikroskop ist das Spiegelbild des Behandlungsobjektes zu sehen. Damit wirkt auch der Mundspiegel entscheidend bei der Abbildentstehung mit. Weiterlesen →
Nicht nur im Kino, auch in der der Endodontie kann „Überlänge“ manchmal anstrengend sein.
Arbeitslängen von mehr als 30 mm sind insbesondere bei oberen Eckzähnen keine Seltenheit. Ein Einkürzen der klinischen Krone ist aus ästhetischen Gründen, insbesondere wenn eine vorhandene Restauration erhalten werden soll, nicht immer möglich.
Da die meisten der im Handel erhältlichen Papier- und Guttaperchaspitzen nur bis zu einer Gesamtlänge von 28 mm zur Verfügung stehen ist eine, in Bezug auf die Arbeitslänge, exakte Platzierung dieser Hilfsmittel im Wurzelkanal nicht möglich.
Im Gegensatz zum Jörg & Sohn Stuhl 2 gravierende Unterschiede: Die Armlehnen sind deutlich länger und sie lassen sich schräg stellen.
Mit diesem Stuhl ist es möglich, mit vollkommen entlasteten Armen (weil abgestützt bis in unmittelbare Nähe des Behandlungsobjektes) zu arbeiten. Damit gelingt es, dauerhaft Klasse 1 – und Klasse 2 – Bewegungen durchzuführen, dass heißt zum Arbeiten brauchen nur die Finger bzw. maximal die Handgelenke bewegt zu werden. Ein sehr präzises und auch auf längere Zeit ermüdungsfreies Arbeiten ist so möglich.
Denn Stuhl gibt es im Übrigen in 3 Sitzvarianten und, wem das knallig Rot des Beispielbildes nicht gefällt, in 12 verschiedenen Farben zur Auswahl.
Viel wichtiger noch, sie sollten die gepolsterte Armvariante wählen (die Original – Lehne war ungepolstert) und sich überlegen, ob sie die kurze (30 cm) oder die lange (43 cm) Variante bevorzugen.
Vor ein paar Tagen habe ich an dieser Stelle das Hama – Kompakt LED – Ringlicht in diesem Blog vorgestellt.
Hier nun weitere klinische Bilder, die mit einer Sanyo E6 Kompaktkamera gemacht wurden.
Das Ringlicht wurde zusätzlich zum Blitz der Kamera eingesetzt. Hierbei dient es vor allem der Ausleuchtung der Zähne auch im hinteren Mundhöhlenbereich.
Insbesondere der Autofokus der Kamera profitiert davon, findet er doch schneller und zuverlässig sein Ziel.
Zähne sind sehr kontrastarm. Dies ist gerade bei schwierigen Lichtverhältnissen des öfteren ein Ärgernis, da der Autofokus der Kamera kein Ziel findet, auf das er scharfstellen kann.
Hier stellt das Hama -LED – Licht gegenüber der Original -Kamera eine deutliche Verbesserung dar.
In den letzten Wochen habe ich mehrmals Anfragen bekommen, mit welchem Arbeitsstuhl wir am Dentalmikroskop arbeiten.
Ich würde diese Antwort gerne erschöpfend und präzise beantworten.
Aber Fakt ist, es ist schon zu lange her, dass ich den Stuhl gekauft habe, als dass ich die Bezeichnung wüßte.
Fakt ist aber auch, dass ich auf den Stuhl auf keinen Fall verzichten möchte.
Und meine Assistentin am Dentalmikroskop ebenfalls nicht.
Und wo wir gerade bei Sachen sind, die mit zunehmendem Alter in Vergessenheit geraten.
Ich habe noch deutlich vor der Jahrtausendwende einen Stuhl gekauft, (dessen Namen mir vollends entfallen ist und) der
a) ebenfalls Armlehnen aufweist, sogar ausziehbare und federgestützte
b) ich glaube aus Skandinavien stammt
c) mich irgendwie eher an einen Gynäkologen – Praxis erinnert.
Den würde ich NICHT wieder kaufen.
Was nicht heißt, dass andere damit glänzend zurechtkommen können. Aber für das Arbeiten am Dentalmikroskop ist der Stuhl, ich sach mal, „suboptimal“. Und wer mit dem Jörg & Sohn Stuhl, den wir verwenden, am Dentalmikroskop gearbeitet hat, der will auch alle andere Sachen mit diesem Stuhl behandeln.
Weil die Arme superabgestützt sind und sich so sehr sehr präzise arbeiten lässt. Schon mal versucht, ne 8.0er Naht ohne Abstützung zu entfernen, wenn man gewohnt ist, das die Arme absolut sicher und unverrückbar ruhen ? Ich sehe, wir verstehen uns.
Ach ja, auf der Stuhlunterseite steht im Übrigen Folgendes:
Jörg & Sohn
Modell 11015/2×2014
K20 SDD
Ich hoffe, es hilft weiter.
Zur Sicherheit werde ich bei Gelegenheit noch ein Bild vom Stuhl einstellen, ich hab nur im Moment keins greifbar.
Nur ein Bild des skandinavischen Stuhls, den wir nicht mehr verwenden.
Es kennt jeder: Ist die Endo sowieso schon schwierig, dann reicht auch noch die Mundöffnung nicht!
Bei den allermeisten Patienten ist es kein Problem. Aber immer wieder behandeln wir Patienten mit eingeschränkter Mundöffnung, mit Kiefergelenksbeschwerden, mit Muskelverspannungen im Kieferbereich. Diese können den Mund oft nicht so weit öffnen und so lange offen halten, wie man es sich als Behandler wünscht. Meist geht es irgendwie, die Kanäle zu finden aber möglicherweise reicht es dann nicht mehr für die Aufbereitung.
Als gutes Hilfsmittel – bei gleichzeitig guter Patientenakzeptanz – hat sich bei mir in der Praxis der Aufbisskeil herausgestellt. Jedoch bin ich abgekommen von den monströsen Teilen von Markel, die aussehen, als hätte man sie Darth Vader aus der Maske geschnitten. Hager & Werken hat einen zierlichen hellgrünen Aufbisskeil im Programm, Mirahold Block, der weniger furchteinflössend aussieht. Er kann zudem gut gegen das Verschlucken gesichert werden, weil man ihn leicht mit Zahnseide anbinden oder mit einer dazugehörigen „Klammer“ im Mundwinkel gut fixieren kann.
Meine erste Intraoralkamera kostete 5000 DM und war damals ein Schnäppchen im Vergleich zu den anderen Produkten, die mit bis zu 15.000 DM zu Buche schlugen.
Und heute gibts für den Endverbraucher schon Intraoralkameras für 159 Dollar.
Im Endoskop Shop findet man das MIHARU Intraoral Dental Endoskop. Von RF System Lab.
Keine Ahnung, wie die Qualität ist und die Auflösung beträgt mit 217.000 Pixeln nur ein Zehntel dessen, was im Hinblick auf ihre Fotoqualität eher suboptimal ausgestattete In – Design- Touchscreeen -Smartphones heute liefern, aber das hieße Äpfel mit Birnen zu vergleichen.
RF System Lab. – der Hersteller – sagte mir bisher gar nichts.
Um so erstaunter war ich, als ein Besuch der US – Homepage offenbarte, dass es sich hierbei um einen Produzenten oder Vertreiber einer ganzen Reihe unterschiedlicher dentaler und allgemeinmedizinischer Produkte handelte. Die Produktpalette umfasst neben besagten Endoskopen für Mund und Ohr auch UV – Polimerisationslampen, Lupenbrillen und digitale Röntgensensoren.
Den großen Bruder der MIHARU – Visualisierung, gewissermaßen die Spitze dessen, was an Pixelflut und Bildqualität gegenwärtig zumindest hierzulande erhältlich ist, habe ich am Wochenende auf der 7. Jahrestagung der DG Endo in Stuttgart am Stand von Jadent gesehen.
Allerdings zu einem Preis, der mir den Kauf von 120 MIHARU Intraoral Dental Endoskopen ermöglichen würde.
Ist es das wert? Die Bildqualität ist auf jeden Fall sehr beeindruckend.
So ausserordentlich gut, dass ich dies sogar im raschen Vorübergehen, vom Flur in einen Workshop -Raum hineinblickend, bemerken konnte.
Ich ging zurück und ich konnte nicht anders, ich musste trotz engen Zeitplans 2,3 Minuten stehen bleiben, weil das, was ich sehen konnte, um Klassen besser als alles andere, was man heutzutage an Videobildern aus dem Dentalmikroskop kommend sieht.
Und so gesehen relativiert sich der scheinbar hohe Preis der High End – Lösung.
Denn diese ist nicht teurer sondern sogar billiger als entspechende Produkte, die bisher auf dem Markt vertreten sind bei deutlich besserer Qualität.
So wie es aussieht hat in unserer Praxis das leidige Thema „Wattekügelchen“ ein Ende gefunden.
Bisher hatten wir das Problem, die Wattepellets sauber zu entnehmen, ohne dabei versehentlich den Spender zu kontaminieren. Wir arbeiteten mit einer Pinzette, die nur für die Entnahme von Arbeitsmaterial aus den Schubläden auf der Arbeitsfläche in einem Edelstahlköcher bereitstand. Aber das ist umständlich und eine Kreuzkontamination kann nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden.
Durch Zufall bin ich wieder auf einen Wattepelletdispenser gestoßen, den ich noch aus der Studentenzeit kannte.
Es ist der Pelletspender 4054S von Knapstein, Krefeld.
Mit Pellets gefüllt, eingeschweisst und sterilisiert wird er bei Bedarf aus der Schublade geholt und auf dem Behandlungstray platziert.
Mit einem Preis von unter 10,- € gehört er zu den eher günstigeren Dentalartikeln und so kann man einige davon in der Schublade vorrätig halten.
Somit sind immer genügend sterile Wattekügelchen zur Hand.
Nach Gebrauch einfach neu befüllen und ab in den Autoklaven.
Kreuzkontamination ade!
Wie es der Zufall so will.
Gestern die HAMA – LED – Leuchte zum ersten Mal erwähnt, am selben Tag wurde das Teil im Media – Markt erspäht und heute steht es zum Ausprobieren in der Praxis bereit (Dank an Dr. Andreas Habash für die Beschaffung).
Ich bin ohne große Erwartungen an die Sache herangegangen und war, was die Ergebnisse angeht, ein wenig positiv überrascht. Die Lichtstärke ist erwartungsgemäß geringer als beim Blitz der Sanyo E6, aber nicht so gering, wie ich befürchtet hatte. Es gibt sogar situationsbedingte Vorteile gegenüber dem Blitz, aber natürlich auch Nachteile. Darüber zu berichten zum jetzigen Zeitpunkt wäre verfrüht, aber anbei erste Bilder, die mit der Kamera – Blitzkombination Sanyo E6 + HAMA – LED gemacht wurden.
Am Freitag war ich wegen eines Arbeitskurses unterwegs.
Meine Lupenbrille nehme ich immer mit, denn ohne die bin ich gewissermaßen „blind“. Und auch wenn in den Arbeitskursen Dentalmikroskope zur Verfügung stehen, so gibt es doch immer wieder zwischendrin die Notwendigkeit, bestimmte Dinge ohne Mikroskop in Augenschein nehmen zu müssen, daher immer mit Lupenbrille.
Natürlich habe ich dieses Mal auch das „Led ION“ – Licht dabei gehabt.
Gerade wenn, wie bei den Arbeitskursen keine OP – Leuchte einer Behandlungseinheit zur Verfügung steht, ist so eine Lichtquelle sehr sehr nützlich.
Und im Falle der „Led ION“ auch ohne Probleme transportabel. Mit meinem ZEON – Halogen – Licht wäre an so etwas nicht zu denken gewesen. In der Praxis herumtragen ist ein Sache, aber das ZEON – Licht mit auf Reisen nehmen ? Vielleicht noch mit der Bahn oder dem Flugzeug ? Unrealistisch. Mit der „Led ION“ kein Problem.
Es lebe (in diesem Falle) der technische Fortschritt.
Am Montag morgen, in der Praxis angekommen, habe ich feststellen müssen, dass ich die Lupenbrille zu Hause vergessen habe.
Kein Problem erst mal, denn ich habe für den Fall der Fälle noch eine Ersatzlupenbrille.
Aber – natürlich ohne Licht.
Und so war ich den ganzen Vormittag gezwungen, wieder wie gewohnt, wie all die Jahre zuvor, zu behandeln.
Das heißt: Routinebehandlungen ohne zusätzliches Licht, falls notwendig, musste wie früher wieder das ZEON – Licht aufgebaut werden. Und ohne Licht bedeutete, zig mal an die Lampe der Behandlungseinheit greifen, nachjustieren, trotzdem mit Schatten im hinteren Bereich der Mundhöhle leben müssen.
Ganz schön nervig. Naja, all die Jahre gings auch, aber so ist das mit den Annehmlichkeiten, wenn man diese einmal kennen und schätzen gelernt hat, dann …
Und was das ZEON – Licht angeht: Sein Lichtkegel ist deutlich kleiner als der Lichtkegel der „Led ION“ bei gleicher Lichtstärke. Während das „Led ION“ – Licht das gesamte Sehfeld meiner 4,3 TTL Orascoptic – Lupenbrille ausfüllt, bleibt beim ZEON – Licht ein dunkler Randbereich. Auch damit kann man leben, aber ich habe so ein Gefühl, dass solche Lichtverhältnisse eher zur Ermüdung und Überanstrengung der Augen führen als ein gleichmäßig ausgeleuchteter Lichtkegel. Ich empfinde jedenfalls die vollständige Ausleuchtung des Sehfeldes als deutlich angenehmer.
Nachmittags konnte ich dann wieder mit dem „Led ION“ arbeiten. Wie schön….
Bei einem Kollegen habe ich im Übrigen vor kurzem die StarMed – LED -Lampe einmal in Augenschein nehmen können.
Schickes Teil. Er hat mir versprochen, mir die StarMed zum Ausprobieren zur Verfügung zu stellen.
Schon sehr beeindruckend, dieser neue Blitz von Metz, über den vor ein paar Tagen an dieser Stelle Dr. Andreas Habash berichtete.
Leider nur was für Spiegelreflexkameras.
In den letzten Jahren haben jedoch immer wieder auch digitale Kompaktkameras sich einen Platz in der dentalen Fotografie erobert.
Und wer jetzt verächtlich mit der Nase rümpft, dem sei gesagt, dass es sehr wohl eine Reihe von Vorteilen gegenüber den etablierten SLR´s gibt, die den Einsatz einer solchen „Zwergenknipse“ sinnvoll erscheinen lassen. Ich erinnere nur an die mittlerweile legendäre (weil nicht mehr im Handel erhältliche) Sanyo E6, aber dazu demnächst mehr.
Leider verfügen nur die wenigsten dieser Kameras über die Möglichkeit, einen zusätzlichen Blitz zu nutzen. Das ist schade, denn der eingebaute Blitz ist zumeist schon allein auf Grund seiner Positionierung im Gehäuse nicht in der Lage, dentale Objekte, unabhängig ob in der Mundhöhle gelegen oder ausserhalb, adäquat auszuleuchten.
Die Firma Hama hat jetzt eine Ring LED -Leuchte für digitale Kompaktkameras auf den Markt gebracht und es stellt sich die Frage, ob diese es wert ist, sie einer genaueren Betrachtung für die Eignung in der Dentalfotografie zu unterziehen.
Keine Ahnung, ob man damit an die Leistungen eines Blitzes heranreichen wird. Vermutlich nicht, denn dafür sind die Voraussetzungen in der Mundhöhle zu ungünstig, aber einen Versuch, es mal im Praxistest herauszufinden, wäre reizvoll. Denn mit einem Preis von 89 Euro liegt diese Lösung weit unter dem, was bisher angebotene Dentalprodukte an Löchern in den Geldbeutel reissen.
Die sehr kompakte Ringleuchte (12 LEDs, in zwei Helligkeitsstufen schaltbar, sorgen für eine konstante und schattenfreie Beleuchtung) wird mittels eines Schwanenhalses am Stativgewinde der Kompaktkamera befestigt und bildet so eine Einheit mit dem Kameragehäuse.
Der, die oder das „Tip Snip“ der Firma SybronEndo (keine Ahnung, welcher Artikel hier der richtige ist, die Amerikaner haben es ja diesbezüglich viel einfacher) gehört unbedingt in diese Kategorie.
Was macht man damit ?
Den Durchmesser eines Guttapercha- Masterkonus exakt festlegen. Und präzise zuschneiden.
Und dies funktioniert beim „Tip Snip“ auch mit Greater Taper“ -Guttaperchastiften.
Und immer ganz hervorragend.
Für mich hat sich der Kauf des „Tip Snip“ gelohnt. Ich spare Zeit gegenüber meiner bisherigen Vorgehensweise und die Präzision der Ablängung hat sich erhöht, was in einer Reihe von Fällen die Erzielung eines „tug back“ vereinfacht oder das Ergebnis verbessert.
Und da ich bisher diesbezüglich bereits ein adäquates Vorgehen aufweisen konnte, freut mich das zu erzielbare Ergebnis umso mehr.
Ich frag´mich nur, angesichts der seit vielen vielen Jahren bekannten Tatsache, dass Guttaperchastifte in ihrem Durchmesser eine hohe Toleranz aufweisen: Warum haben nicht auch andere Endo – Firmen so etwas im Angebot ?
In Zeiten, in welchen bekanntermaßen Preissteigerungen an der Tagesordnung sind und sich hinter einer vordergründigen Preisstabilität oftmals nur unzureichende „abgespeckte“ Versionen ursprünglich ausgereifter Produkte verbergen, gibt es erfreulicherweise auch Firmen, die diesem Trend entgegenwirken und von denen glücklicherweise auch die dentale Fotografie profitiert.
Leider passiert dies allzuoft im Verborgenen. Unbemerkt von vielen Insidern und engagierten Dentalfotografen stellte die Firma Metz (Zirndorf) auf der Photokina 2008, Ende September in Köln ein solches aus der Masse der Neugeräte herausragendes Ausnahmeprodukt vor: Es handelt sich dabei um den „mecablitz 15 MS-1 digital“. Ein sehr gut durchdachtes Blitzgerät, dass nicht zuletzt wegen seiner benutzerfreundlichen/komfortablen Bedienung durchaus mehr Beachtung verdient hätte.
Folgende Eigenschaften halte ich nach den ersten eigenen praktischen Einsätzen gerade im Bereich der Dentalfotografie für besonders bemerkenswert:
Drahtlose TTL-Blitzsteuerung, Slave und manueller Blitzbetrieb
Auslösung mit in der Kamera integrierten Blitz möglich
Auslösung über ein Systemblitzgerät mit Master-Funktion möglich
Auslösung über Blitzsynchronkabel möglich
USB-Buchse zum Firmwareupdate via Internet
Zusätzliches Autofokus-Hilfslicht, welches das Fokussieren unter schwierigen intraoralen Lichtbedingungen deutlich erleichtert
Die Reflektoren links und rechts unabhängig voneinander um 10 bzw. 20 Grad schwenkbar
Adapterringe für Filterdurchmesser von 52mm, 55mm und 58mm liegen bei (weitere Adapterringe 62, 67, 72 mm sind als Zubehör erhältlich)
Der Blitz ist in einer handlichen Gürteltasche erhältlich, die ebenso im Lieferumfang inbegriffen ist wie eine Bouncerscheibe, Infrarot-Klammer und Adapterringe.
Besonders hervorzuheben ist die Tatsache, dass der als Slave-Blitz konzipierte 15 MS-1 in Verbindung mit einem Master auch TTL fähig ist (Canon E-TTL, Nikon-i-TTL, Olympus/Panasonic FourThirds-System TTL, Pentax/Samsung P-TTL und Sony TTL).
Das gilt auch für die integrierten Kamerablitze, die als Master funktionieren wie nach meinem Wissen zum Beispiel bei
In der Slave Betriebsart beherrscht der 15 MS-1 eine Vorblitzunterdrückung über eine integrierte Lernfunktion.
Der Blitz ist also auf alle auf dem Markt befindlichen Kamerasysteme programmierbar und somit ohne Aufwand mit unterschiedliche Kameras kompatibel.
Die Teillichtleistungen sind von 1/1 bis 1/64 anpassbar und auch ein ungleiches Verhältniss der beiden Reflektoren kann eingestellt werden.
Die ersten Tests unter Praxisbedingungen sind vielversprechend. In der Gallerie finden sie Bilder des Metz 15 MS-1 mit Zubehör und der bereits aufgesetzten Bouncerscheibe, außerdem ein paar erste „Schnappschüsse“ aus dem klinischen Alltag.
Jeder, der schon mal eine Wurzelbehandlung an einem 6er oder 7er gemacht hat, kennt das Problem:
Manchmal heisst es: Sehen ODER Arbeiten. Denn Hände und Finger sind im Weg, zumindest aber im Sichtfeld, wenn man mit endodontischen Handinstrumenten arbeitet.
In solchen Fällen leistet ein Micro-Opener von Maillefer gute Dienste. Er ähnelt in seiner Form einer zahnärztlichen Sonde, das gekröpfte Arbeitsteil entspricht einer K-Feile. Somit hat man beim Arbeiten keine Finger im Weg, die einem die Sicht nehmen.
Allerdings gibt es den Micro-Opener nur in wenigen ausgewählten Größen. Soll die Feile dicker oder dünner, kürzer oder länger sein, oder besser ein Reamer oder eine Hedström – Feile, steht leider nichts Passendes zur Verfügung.
Eine Alternative ist der Eigenbau.
Curaden, Hersteller von Prophylaxe – Artikeln, bietet Halter für Interdentalbürstchen an.
In Alu, farbig eloxiert (UHS 411, 412, 413 „mono“ und mit zwei Arbeitsenden UHS 420 „duo“) oder Edelstahl (UHS 415 „mono“), um ca. 8,- bzw 13,- €.
Diese haben noch eine kleine Bohrung zusätzlich zur Aufnahme der Curaden CPS-Bürstchen (Vorsicht nicht der grüne UHS 410 „mono“ und der Edelstahl UHS 415 „mono“!).
Dort kann fast jede beliebige Hand-Feile eingeklemmt werden (Handgriff der Feile vorher entfernen). Der Kopf ist zwar dicker als beim Micro-Opener, aber dafür ist beim Eigenbau der Griff länger, stabiler, universeller und wiederverwendbar, was das Instrument auch wirtschaftlich interessant macht.
Beim Arbeiten mit dem Dentalmikroskop gilt die Devise: alles ist mini, der Aufwand aber maxi. Wer kennt nicht die Situation, man hat eine kleine zierliche Kavität eröffnet und dann keinerlei Instrumente zur Verfügung, mit denen man diese Kavität vernünftig füllen oder weiter bearbeiten könnte. Oder aber – die Sicht durch das Dentalmikroskop ist zwar hervorragend, man sieht noch Karies an der Schmelz-Dentingrenze, kann diese aber nicht erreichen und muss die Kavität grösser aufziehen, als es unter dem Gesichtspunkt der reinen Kariesentfernung her eigentlich notwendig gewesen wäre.
Ich habe mich in den letzten 12 Monaten zusehends über solche Unzulänglichkeiten geärgert und war auf der Suche nach einem geeigneten Mikroinstrumentarium.
Loser Dental (Leverkusen) hat Eagle-Instrumente im Angebot, die von der Grösse schon dem Gewünschten nahe kamen. Diese sind dunkel mattiert (um unerwünschte Reflexionen mit der koaxialen Beleuchtung zu vermeiden). Leider sind die Angulationen dieser Instrumente für bestimmte Situationen unzureichend.
Auf der Fachdental 2008 in Stuttgart habe ich nun die Instrumente gefunden, die ich so lange vermisst habe: Hu-Friedy hat speziell für die mikroskopische Behandlung konzipierte Instrumente. Zwei grosse Trays voller Mikrokugelstopfer, Mikroexkavatoren, Mikroküretten etc. etc. Diese Instrumente gibt es in sehr vielen Angulationen, so dass man auch wie gewohnt mit dem Mikroskop „um die Ecke“ behandeln kann. Selbstverständlich sind diese Instrumente geschwärzt und vergütet.
Mein Rat für den Einsatz in der Praxis: Der Preis macht eine vorsichtige Behandlung nötig, diese Instrumenten kauft man sich nicht jede Woche neu. Eine exakte Anleitung für die Assistentin zur Pflege ist wichtig, idealerweise auch eine Lupenbrille. Die Instrumente sind zwar für ihre Grösse stabil, dennoch als Mikroinstrumente sehr empfindlich.
Seit dem konsequenten Einsatz des Dentalmikroskopes in der endodontischen Behandlung in meiner Praxis ist der 100prozentig optisch kontrollierbare Substanzabtrag zur Kanaleingangsdarstellung der wichtigste Bestandteil meiner initialen Kanalerschließung geworden.
Im Zuge dessen habe ich die frustrierende Erfahrung gemacht, daß eine ultraschallgestützte Präparation in diesem Bereich teilweise wenig effizient ist. Daher nutze ich heute im Rahmen des Gestaltung der primären und sekundären Zugangskavität stattdessen häufig spezielle Rosenbohrer, die eine Reihe von Vorteilen gegenüber oszillierenden Abtragstechniken aufweisen. Nicht nur ist diese Vorgehensweise äußerst produktiv. Ein Einpressen von Spänen in vorhandene Hohlräume des Kanalsystems geben dem erfahrenen Behandler wichtige Hinweise auf mögliche verborgene zusätzliche Wurzelkanalstrukturen.
Wichtig für den Einsatz ist die Verwendung von Bohrern mit einer große Schaftlänge von zumeist 31 -34 mm, um an dem Instrument gezielt vorbeischauen zu können. In solchen Fällen ist der Winkelstückkopf nicht mehr im Blickfeld und man kann gezielt am Instrumentenschaft vorbeiblicken und hat so jederzeit das Bohrfeld vollständig im Auge. Eine grazile, aber dennoch stabile und biegefeste Schaftgestaltung liefert noch mehr visuelle Freiräume.
Es gibt gegenwärtig nicht viele Anbieter solcher Instrumente. Ich nutze vorrangig die Bohrer der Firma Drux. Die bis zu 8mm kleinen Fräsköpfe zeigen sich äußerst standfest und sind daher empfehlenswert.
Die erhältlichen Größen sind 05,06,08,10,12.
Seit mehreren Jahren ist das Mtwo – System der Firma VDW (München) auf dem Markt.
Es hat neben den ProFile und ProTaper -Instrumenten (Maillefer, Ballaigues, Schweiz) seinen festen Platz in unserer Praxis erobert und ist aus unserem täglichen Arbeiten nicht mehr wegzudenken.
Bislang vermisst habe ich die Möglichkeit, mit Mtwo im Rahmen der Wurzelkanalaufbereitung auch bei größeren apikalen Durchmessern von über 0.25 mm einen Konus mit einem Taper von 6 Prozent oder mehr präparieren zu können. Eine wichtige Voraussetzung für den Einsatz warmer Guttapercha – Füllmethoden, wie wir sie in der Praxis anwenden.
Bisher mussten wir zum abschließenden Finishing auf ProFile und ProTaper – Instrumente ausweichen.
Im Oktober 2008 wurde nun das Mtwo – System um 2 Feilen erweitert, die genau diese Lücke schließen, nämlich die Feilen 35/.06 und 40/.06.
Das Instrumentendesign der Mtwo – Instrumente, das mit hoher Flexibilität und sehr guter Effizienz einhergeht, ermöglicht, korrekt angewandt, den vorhersagbar zuverlässigen Einsatz dieser Instrumente auch in stärker gekrümmten Wurzelkanälen.
Sowohl bei der Anwendung warmer Guttapercha – Techniken, aber auch beim Einsatz eines zur durchgeführten Präparation formkongruenten Guttaperchastiftes im Sinne einer Einstift – Technik lassen sich durch diese Instrumente Präparationen erzielen, die der vorhandenen Kanalanatomie Rechnung tragen bei gleichzeitiger Reduktion des Risikos der Stufenbildung oder der Instrumentenfraktur.
Schon etwas länger arbeiten wir in unserer Praxis mit dem kabellosen Winkelstück NSK TC2.
Es ist eine Alternative zu dem Winkelstück von W&H, dass ich vor ein paar Tagen vorstellte.
Was mir gut gefällt, ist bei diesen kabellosen Winkelstücken die Möglichkeit, daß ich mit 2 Winkelstücken arbeite und diese mit vormontierten Feilen von meiner Endo – Assistentin (selbst wenn ich nur mit einer Assistentin, also in 4 Hand – Technik arbeite) unter dem Dentalmikroskop angereicht bekomme, so dass ich den Blick vom Mikroskop nicht abwenden muss.
Eine deutliche Verbesserung der Ergonomie gegenüber den kabelgeführten Winkelstücken.
Gegenwärtig benutzen wir sowohl das W&H Winkelstück und das NSK – Winkelstück parallel.
Ich werde zu gegebener Zeit über unsere Erfahrungen und über die Unterschiede zwischen den beiden Geräten im Praxisalltag berichten.
Kommt ein Patient zu uns zur Wurzelkanalbehandlung, wird eine Instrumentenbox speziell für diesen Patienten angelegt. Diese wird solange aufbewahrt, bis die Behandlung abgeschlossen ist. In unserer Praxis bewährt haben sich die Instrumentenboxen von Maillefer. Sie bieten ausreichend Platz für bis zu 36 Instrumente, erlauben eine übersichtliche Anordnung und können durch unterschiedliche Einsätze den verschiedensten Gegebenheiten angepasst werden.
Nachdem die Behandlung abgeschlossen ist, werden die Instrumente verworfen und die Boxen können nach Sterilisation für einen anderen Patienten verwendet werden.
Und gleich noch eine Neuigkeit, die mir in den Niederlanden über den Weg gelaufen ist.
Eine LED – Beleuchtung für die Lupenbrille. Von Sigma Dental Flensburg.
Seit langer langer Zeit (also seit zumindest mehr als 10 Jahren) arbeite ich mit einer ZEON – Halogenbeleuchtung an meiner Lupenbrille.
Unverzichtbar, wenngleich ein wenig den vollkommen freien Handlungsbereich einschränkend.
Ich komme damit zurecht.
Man arrangiert sich.
Trotzdem wäre es schön, wenn man auf den Glasfaserlichtleiter verzichten könnte und auch das Herumtragen der nicht gerade handlichen Leuchteinheit von Zimmer zu Zimmer ist etwas, worauf ich gerne verzichten würde.
Aus diesem Grund habe ich schon seit Auftauchen der ersten LED – Beleuchtungen mit dem Kauf einer solchen neuzeitigen Lichtlösung geliebäugelt.
Tests mit den LED – Lampen der ersten Generationen waren jedoch nicht so durchschlagend, dass ich meine ZEON – Einheit, die nachwievor klaglos funktioniert, einfach so in die Ecke gestellt hätte.
Zu lichtschwach waren diese ersten Modelle, als dass sie gegenüber der vorhandenen Halogen -Einheit einen Mehrwert gebracht hätten, der die nicht unbeträchtliche Investition rechtfertigen würde.
Für mich waren diese Tests eher enttäuschend und so habe ich die Entwicklungen auf diesem Gebiet zwar aufmerksam beobachtet, jedoch bis dato an meinem Vorhaben festgehalten, mich mit dem Thema LED erst wieder zu zwingend beschäftigen, wenn meine antiquierte Halogen- Funzel ihren Geist aufgegeben hat.
Dies hat sich jetzt geändert.
Die Lampe, die mich überzeugt hat, nennt sich „Led ION DeLux Edition 50.000+“.
Ziemlich kryptischer Name, der da die Verpackung ziert, aber was zählt, ist das Ergebnis.
Und mit einer Nennleistung von 50.000 Lux gehört die Lampe zu den leuchtstärksten LED – Lampen, die gegenwärtig auf dem Dentalmarkt erhältlich sind.
Jetzt sind Meßwerte immer so eine Sache und auch der Unterschied zum Vorgänger, der mit 40.000 Lux aufwartet und als rund 100 Euro günstigere Variante immer noch erhältlich ist, ist nicht so, dass er ultimativ ins Auge fällt.
Aber wenn ich mir die Beleuchtungsmöglichkeiten mit dieser Lampe vor Augen halte, kann ich nur sagen, dass ich einen deutlichen Unterschied in der Lichtleistung sehe gegenüber meiner gegenwärtigen Variante. Von den anderen Vorteilen ganz zu schweigen.
Für mich steht fest.
Ich werde dieses Teil ausprobieren.
Und irgendwie habe ich so ein Gefühl, dass mein ZEON – Licht auf dem Weg ist, im Keller der Praxis seinen Lebensabend zu fristen.
Bleibt nur noch die Frage, was andere Firmen an ähnlichen Produkten aufweisen können.
Die Firma starMED zum Beispiel hat ebenfalls interessante Lichtquellen in ihrem Produktportfolio.
Ich war am Wochenende des 3. Oktober in Ütrecht /Niederlande für 2 Handson – Workshops mit den Mtwo – Instrumenten der Firma VDW. Das Ganze fand statt im Rahmen eines „Tag der offenen Tür“ bei der Dental Union Niederlande.
Ich war absolut perplex, welche enormen Ausmaße dieses Event dort hat.
Von Freitag bis Sontag, von 10.00 Uhr bis 21.00 Uhr sind dort die Türen geöffnet, es kommen 2 -3000 Zahnärzte dorthin und diese erwartet dort eine Riesen-Dentalausstellung.
Beim Gang durch die Ausstellung konnte ich dort auch das neue Endo -Winkelstück der Firma W & H in Augenschein nehmen. Kabellos, akkubetrieben, liegt gut in der Hand.
Genau das Richtige für den „7 Samurai“ Team – Arbeitskurs, der das Wochenende darauf in Bozen / Südtirol stattfinden sollte. Sicherlich wäre es eine tolle Sache, wenn die Kursteilnehmer das Handstück dort ausprobieren würden können.
Der W&H Repräsentant vor Ort, den ich darauf ansprach, gab mir eine Telefonnummer und riet mir, in der W& H Zentrale anzurufen und um Demo – Geräte für die Vorführung nachzufragen. Auf meinen Einwand, dass ich bereits kommenden Mittwoch nach Bozen aufbrechen müsse, meinte er nur, dass ginge in Ordnung.
Gesagt getan. Montags ein kurzer Anruf, eine dezidierte Erläuterung unseres Vorhabens und die Geräte waren auf dem Weg nach Bad Kreuznach. Und – weniger als 24 Stunden später trafen die Demo – Geräte bei uns ein so dass wir sogar die Geräte schon vor dem Kurs in unserer Praxis ausprobieren konnten.
Nach dem Ende des 3. Südtiroler Endodontie – Oktober sind die Geräte jetzt bei uns in der Praxis zum Praxistest.
Ich werde über meine Erfahrungen im Alltagsbetrieb berichten.
Vorbildlich – kann ich nur sagen – ich wünschte, alle Dentalunternehmen würden so schnell und flexibel, so kundenorientiert reagieren wie W&H.