Heute wende ich mich mit einer persönlichen Frage an die WURZELSPITZE Runde…
ich bin seit 27 Jahren Zahnarzt und die Behandlung von kindlichen Patienten ist bis heute das für mich Forderndste im täglichen Praxisalltag.
Erst gestern haben wir den 7jährigen Tasi und später noch die 9-jährige Dilara (nach Frontzahntrauma in der Vergangenheit) in Lokalanästhesie behandelt.
Insbesondere die erste Behandlung war _maximal_ fordernd für mich…
Am Abend kam mir schliesslich der Gedanke, ob ich zukünftig ein Mindestalter einführen sollte…
2015 haben wir eine Patientin zu einer endodontischen Therapie beraten. Sie ist bei einer Privaten Krankenversicherung versichert. Für diese Beratung über 30 Minuten haben wir 2015 ein Honorar von 35,20 Euro bekommen.
2026 haben wir diese Patientin erneut zu einer endodontischen Therapie beraten. Dafür haben wir ein Honorar von 35,20 Euro bekommen.
Dieses Honorar ist seit 1988, seit dem gilt der Punktwert der GOZ (Gebührenordnung für Zahnärzte). unverändert. 2012 wurde die GOZ angepasst. Der Punktwert blieb unverändert. Für die Praxis bedeutete das: Viele der 2012er Änderungen betrafen die Abrechnungsfähigkeit und die genaue Leistungsabgrenzung, nicht primär das Honorarvolumen.
Nehmen wir also diese 3%, dann heißt das zwischen 1988 und 2026 sind die Kosten in den Praxen um 114% gestiegen. Dabei lassen wir die Pandemie mit extremen Kostenexplosion für die Praxen außen vor.
Für die endodontische Spülung verwenden wir die IrriFlex Endo-Spülkanülen LuerLock von Produits Dentaires SA. Über diese wurde bereits oft geschrieben. Die Kosten für diese Kanüle sind nicht ganz unbeträchtlich, zumal bei uns mindestens zwei Kanülen pro Behandlungssitzung verbraucht werden. Zudem empfinde ich die Spitze der Kanüle als sehr instabil. Deshalb hatten wir auf eBay nach Alternativen geschaut.
Diese Kanüle haben wir dann bestellt. Leider ist das ein totaler Reinfall, da die Kanüle aus zwei Teilen besteht und diese nur gesteckt sind. In der Behandlungssitzung hat sich dann die Steckverbindung gelöst, was zur Folge hat, daß die Spüllösung unkontrolliert herausströmt. Zm Glück hatten wir nur Kochsalzlösung zum Test in Verwendung.
Also WARNUNG – vor diesem Produkt! Es ist nicht geeignet für die endodontische Spülung.
Noch eine Anmerkung in merkwürdigen Zeiten: Da bereits die bloße Nennung eines Produktes auf einer Homepage als Werbung interpretiert werden kann, benennen wir diesen Blogbeitrag (wie auch jeden bereits geschriebenen sowie alle zukünftigen Beiträge, in denen Produkte benannt werden) als unbezahlte Werbung. Sollten wir (jemals) finanzielle Zuwendungen von Firmen erhalten, die Erwähnung bestimmter Produkte betreffend, werden wir die entsprechenden Blogbeiträge als „bezahlte Werbung“ ausweisen.
Neuauflage Weck Worscht Woi 2.0 in 2027 Frequenzillusion oder das Baader Meinhof Phänomen
Es ist ein bekanntes Phänomen
Wer ein giftgrünes Auto kauft, der sieht im Anschluss plötzlich jede Menge davon. Das sogenannte Baader Meinhof-Phänomen. Neuerdings als Frequenzillusion bezeichnet.
So ähnlich ging es mir vor ein paar Monaten. Als mal wieder die Frage an mich herangetragen wurde, ob ich nicht noch einmal meine „Weck, Worscht,Woi“ -Fortbildungsreihe aufleben lassen würde.
Bisher habe ich da immer höflich verneint.
In kurzer Zeit danach habe ich von mehreren Leuten gehört, wie hilfreich doch die Bücher waren und noch immer sind als Nachschlagewerk, die ich als begleitendes Vorlesungsskript den Teilnehmern mitgegeben hatte.
10 Jahre ist das erste „Weck, Worscht,Woi“ her.
Wieviele Rückmeldungen, die Bücher betreffend, hatte ich in den neuneinhalb Jahren zuvor?
Freut mich sehr. Denn diese Bücher, mit einem normalen Kurskript schon rein haptisch nicht vergleichbar, waren doch viel mehr Arbeit als die normalerweise von irgendwelchen Institionen dargereichten klammergehefteten Mappen.
Was mich rückblickend in meiner These bestärkt hat. Ein haptisch ansprechendes Buch wird nicht achtlos beiseite gelegt oder gar weggeworfen, sondern wird aufbewahrt. Sichtbar ins Regal gestellt und immer wieder mal auch zur Hand genommen wird.
Vielleicht ist es doch nicht ganz umsonst, was ich mache. Und vermutlich ist jetzt ein guter Zeitpunkt, noch einmal eine aktualisierte Zusammenfassung zu geben.
Daher ich habe mich entschieden, Weck, Worscht,Woi in 2027 noch einmal aufleben zu lassen.
Weck, Worscht, Woi 2.0 gewissermaßen.
Denn in den 10 Jahren, die vergangen sind, hat sich mein Behandlungskonzept doch noch maßgeblich verändert. Vor allem aber auch meine Erkenntnisse, die Zahnmedizin im Allgemeinen und die Ausrichtung der Praxis im Speziellen betreffend. Und natürlich auch die betriebswirtschaftlichen Aspekte. Zeit ist Geld und mehr Geld bedeutet mehr Zeit und umgekehrt.
Ein zeitnaher Termin wurde angefragt.
Nachvollziehbar. Aber so einfach ist das nicht. Viele Dinge müssen bedacht, im Vorfeld abgeklärt und in die Wege geleitet werden.
Zwei Termine habe ich ins Auge gefasst. Und ich bitte um Rückmeldung aller Mitlesenden, ob irgendwas gegen diese Termine spricht (Ferien, Nähe zu Feiertagen oder Brückentagen, Konflikt mit anderen Fortbildungen):
Termin 1 DO 11.03.2027 FR 12.03.2027 SA. 13.03.2027
Termin 2 DO 15.04.2027 FR 16.04.2027 SA 17.04.2027
Aufbauend auf den Rückmeldungen dann demnächst dann an dieser Stelle:
Hier hatten wir zuletzt über eine Variante der Mikroabsaugung berichtet. Seit einiger Zeit benutze ich keine Navitips mehr. Grund war die Notwendigkeit, die Kanüle immer wieder vorzubiegen. Auf eBay haben wir eine Variante gefunden mit 0,35 oder 0,25 mm Kanülendurchmesser an der Spitze. Die Kanüle ist bereits gebogen, hat einen Luer-Lock-Ansatz und ist aus transparentem Kunststoff. Das ist hilfreich, um die Absaugflüssigkeit besser erkennen zu können. Deshalb sind für uns die farbigen Kanülen uninteressant.
Genau der richtige Zeitpunkt um über unser Treffen beim WURZELSPITZE Gipfel 2026 am 19. und 20. Juni zu sprechen.
Zunächst aber noch einmal vielen Dank für das große Interesse am WURZELSPITZE Gipfel 2026 und eure Voranmeldungen. Die 36 verfügbaren Plätze wurden schnell vergeben und es besteht eine Warteliste mit weiteren Interessierten.
Damit wir die Planung finalisieren können, bitte ich nun um verbindliche Anmeldung all derer, die sich auf der unten aufgeführten vorläufigen Teilnehmerliste befinden.
Mit Eingang der Zahlung ist eure Teilnahme verbindlich bestätigt. Sollte bis zum 15. Mai keine Anmeldung erfolgen, wird euer Platz freigegeben und damit erhalten Kolleginnen und Kollegen auf der Warteliste die Chance, als Nachrücker am WURZELSPITZE Gipfel 2026 teilzunehmen.
Bitte überweist die Teilnahmegebühr bis spätestens 15. Mai auf das Konto des Blogs WURZELSPITZE. Die Daten finden sich auf unserer Patreon Homepage.
Den Überweisungsgrund „Deckungsgebühr Kosten WURZELSPITZE Gipfel 2026“ bitte nicht vergessen.
Nachfolgend eine detaillierte Schilderung der Abläufe:
Der Ort, das Datum, die Abläufe
Tagungsort Haus des Gastes
Kurhausstraße 22-24, 55543 Bad Kreuznach
Samstag 20. Juni
Die Vorträge
09:00 – 17:00 Uhr
Das Besondere am Format: Nach jedem Vortrag ist bewusst Raum für Diskussion und offenen Austausch eingeplant – ein Aspekt, der bei uns im Mittelpunkt stehen soll. Weil ich finde, dass dies in den gebräuchlichen Formaten auf Kongressen zu kurz kommt. Sowohl vom zeitlichen Aspekt her als auch von der Möglichkeit der intensiven und ehrlichen Aussprache. Das soll und wird bei uns anders sein.
Screenshot
Die Teilnehmer
Screenshot
Freitag 19. Juni
Das Incontro
17:30 – 23:00
Restaurant Meisenheimer Hof, Meisenheim am Glan
Dem eigentlichen Gipfel vorangestellt ist ein Treffen und ein gemeinsamer Abend im Sterne- Restaurant Meisenheimer Hof in Meisenheim.
Meisenheim ist ein sehr schönes kleines Städtchen, am Glan gelegen, etwa 30 km von Bad Kreuznach entfernt. Um von Bad Kreuznach dort hinzukommen, wird es einen Busshuttle geben. Das hat sich bei DIE3 bewährt, denn es entbindet die Teilnehmer vom Fahren mit dem eigenen Auto und gestattet denen, die es möchten, die Verkostung von Naheweinen zum Abendessen. Deshalb habe ich das wieder geordert.
Treffen ist am Freitag um 17:15 Uhr. Der Bus fährt um 17:30 Uhr vor dem Haus des Gastes ab und wird auch dort bei der Rückkehr um ca 23:00 Uhr – 23:30 Uhr wieder alle Mitfahrenden absetzen.
Im Hinblick darauf empfiehlt sich die Übernachtung im direkt am Tagungsort gegelegenen Hotel Fürstenhof oder im Parkhotel Kurhaus genau gegenüber.
Nachfolgend eine Liste der Teilnehmer, die einen Platz ergattern konnten:
Die Kosten
Die Veranstaltung ist ein Non Profit-Veranstaltung.
Es gibt kein Vortragshonorar.
Die Teilnahmegebühren sollten lediglich die Kosten des Events decken.
Aus diesem Grund fällt die Teilnahmegebühr entsprechend moderat aus.
Die Kosten für Alles, was mit den Vorträgen am Samstag in Zusammenhang steht, betragen in Schätzung 134,85 Euro. Wir runden es um 15 Cent auf. 135 Euro. Darin beinhaltet ist der Tagungsraum inkl. Aufbau/Abbau/Reinigung, Getränke und Verpflegung für die 2 Kaffeepausen und das Mittagessen (in einer kleinen Pizzeria).
Für alle Teilnehmenden, die nur am Samstag dabei sind, beträgt die Teilnahmegebühr 135 Euro.
Wer am Freitag Abend am Abendessen im Meisenheimer Hof teilnehmen möchte, für den erhöht sich die Teilnahmegebühr um 156 Euro. Darin beinhaltet ist das Busshuttle, Begrüssungsprosecco (Montfort Pinot Sekt brut oder mit einem alkoholfreien Fruchtsecco der Manufaktur Jörg)
Das 4 Gänge Menü sieht wie folgt aus
Tatar vom Glantalrind
Asiatische Aromen | Dashi | Shitake | Miso
***
Essenz von roter Beete
Meerrettich | Kimchi Gyoza
***
Rehkeule aus dem Soonwald am Stück gebraten
Speckerbse | Pfifferlinge | Pommes Macaire | Sauce Grand Veneur
***
Variation aus der restauranteigenen Patisserie
Ein vegetarisches Menü ist alternativ machbar, sofern frühzeitig kundgetan.
Zum Essen gereicht werden Weine vom hauseigenen Weingut Disibodenberg
Natürlich auch Wasser/Bier/Softdrinks.
Sonderwünsche trägt darüber hinaus jeder Teilnehmer selbst.
Bitte überweist entsprechend den Gesamtbetrag (135 € bei Teilnahme lediglich am Samstag oder 291 € bei Teilnahme am Abendprogramm).
Wichtiger Hinweis zur Stornierung Solltet ihr nach erfolgter Anmeldung verhindert sein, könnt ihr euren Platz selbstverständlich an eine andere Kollegin bzw. einen anderen Kollegen weitergegeben. Eine Rückerstattung der Teilnahmegebühr ist jedoch nicht möglich, da die Kostenkalkulation auf der festen Teilnehmerzahl von 36 Personen basiert.
Ich freue mich sehr auf einen intensiven fachlichen Austausch in besonderer Atmosphäre.
Bei Fragen meldet euch jederzeit gern via Email an h2w2@gmx.de.
Diese und auch die nächste Woche gibt’s zusätzlich zu den regulären Folgen zwei Feedback-Folgen. Zunächst eine Folge, den INTRADENTAL – Live Event betreffend im Mai in Essen.
Und nächsten Sonntag ein Feedback zu Tomas Langs Kauf des Morita DVT´s und sein erstes halbe Jahr mit diesem Gerät, auch im Vergleich zu seinem bereits vorhandenen DVT.
In den regulären Folgen (BTW eigentlich müsste auch noch eine Off Topic – Folge erscheinen) Regulär sprechen wir noch immer über das OP- Mikroskop. In der abschliessenden Folge geht es um die verschiedenen Montage-Möglichkeiten der Mikroskope.
Noch einmal das 1. Leipziger Symposium für Zahnerhaltung.
Aus aktuellem Anlass.
Samstags referierte Nils Widera über scheinbar einfach zu behandelnde Endo-Zähne. Oberkiefer-Front Zähne. Und die latente Gefahr der Perforation im Rahmen von Trepanationsversuchen.
Und gerade mal zwei Tage später sitzen 2 Patienten bei mir im Behandlungsstuhl.
Sie bringen mit
eine Fastperforation an Zahn 12 und
eine respekteinflössende iatrogene Perforation an Zahn 45.
Bei Zahn 12 konnte der koronal obliterierte Wurzelkanal erschlossen und aufbereitet werden. Hinweise auf die Kanalpositionierung gab es wenig bis keine, der Zahn stellte sich wesentlich schwieriger dar, als es das DVT vermuten liess.
Was den Zahn 45 angeht – Der Versuch des Zahnerhaltes ist auch hier sicherlich möglich, die Frage ist aber, was ist die vorhersagbarste Versorgungsmöglichkeit und was in der Summe aller Vor- und Nachteile die sinnvollste. Es geht vor allem auch um den finanziellen Aufwand, den die Patientin vollständig selbst tragen muss…
Anbei ein Video, das in Zahnfilm und DVT die jeweilige Situation darstellt. Noch eine Info, die Fastperforation betreffend. Die Patientin war vor Jahren bei uns, wir haben den Zahn 13 wurzelkanalbehandelt. Die Patientin war sehr zufrieden, wie sie bei den Nachkontrollen immer wieder wortreich ausführte. Warum sie dann vor kurzem für die Endo an Zahn 12 den Hauszahnarzt aufsuchte ??? Aus Bequemlichkeit, man muss nicht so weit fahren. Schon verrückt, man sollte meinen, dass Patienten die Werthaftigkeit unserer Leistung verinnerlicht haben. Dem war hier offensichtlich nicht der Fall, die Lobpreisungen im Recall nur Worthülsen.