
Noch einmal das 1. Leipziger Symposium für Zahnerhaltung.
Aus aktuellem Anlass.
Samstags referierte Nils Widera über scheinbar einfach zu behandelnde Endo-Zähne. Oberkiefer-Front Zähne.
Und die latente Gefahr der Perforation im Rahmen von Trepanationsversuchen.
Und gerade mal zwei Tage später sitzen 2 Patienten bei mir im Behandlungsstuhl.
Sie bringen mit
eine Fastperforation an Zahn 12 und
eine respekteinflössende iatrogene Perforation an Zahn 45.
Bei Zahn 12 konnte der koronal obliterierte Wurzelkanal erschlossen und aufbereitet werden. Hinweise auf die Kanalpositionierung gab es wenig bis keine, der Zahn stellte sich wesentlich schwieriger dar, als es das DVT vermuten liess.
Was den Zahn 45 angeht – Der Versuch des Zahnerhaltes ist auch hier sicherlich möglich, die Frage ist aber, was ist die vorhersagbarste Versorgungsmöglichkeit und was in der Summe aller Vor- und Nachteile die sinnvollste. Es geht vor allem auch um den finanziellen Aufwand, den die Patientin vollständig selbst tragen muss…
Anbei ein Video, das in Zahnfilm und DVT die jeweilige Situation darstellt.
Noch eine Info, die Fastperforation betreffend. Die Patientin war vor Jahren bei uns, wir haben den Zahn 13 wurzelkanalbehandelt. Die Patientin war sehr zufrieden, wie sie bei den Nachkontrollen immer wieder wortreich ausführte. Warum sie dann vor kurzem für die Endo an Zahn 12 den Hauszahnarzt aufsuchte ??? Aus Bequemlichkeit, man muss nicht so weit fahren. Schon verrückt, man sollte meinen, dass Patienten die Werthaftigkeit unserer Leistung verinnerlicht haben. Dem war hier offensichtlich nicht der Fall, die Lobpreisungen im Recall nur Worthülsen.
Ein Video mit DVT und Zahnfilmen der Zähne findet sich auf unserer WURZELSPITZE Patreon- Seite.