Hier ein Fall eines Patienten der sich in unserer Sprechstunde auf Grund einer Überweisung vom Hauszahnarzt vorstellte.
Der Zahn 16 ist vollkommen schmerzfrei, zeigt einen Lockerungsgrad I und cirumferent erhöhte Sondierungstiefen. Palatinal betragen die ST mehr als 10mm. Im angefertigten 3D Bild ist crestal palatinal, eine dem Knochen aufgelagerte compactadichte, abgegrenzte Struktur zu erkennen. Diese ist klinisch nicht aufgefallen und nicht palpierbar. Der Patient erschien nicht zum ausgemachten Termin in einer lieferchirurgischen Praxis und ebenso nicht beim HZA. Jetzt nach einem halben Jahr vergeblichen Wartens, müssen wir festhalten. Wir wissen nicht, welcher Genese diese Struktur ist.
Gerne hätte wir mehr über diese Struktur erfahren. Meine Vermutung ist, daß es sich um früher überpresstes WF oder MED Material handelt.
Sollten wir doch noch Informationen zu diesem Fall erhalten, werden wir das hier veröffentlichen.
Es ist, wie so oft. Im 2D Röntgen übersieht man gern die vorhandenen Strukturen, welche im 3D offensichtlich werden. Der Vergleich beider Aufnahmen zeigt uns, jede noch so kleine Struktur zu beachten.
Wer mich kennt, weiss, ich bin ein Freund des schönen Designs. Und unsere Morita Soaric-Behandlungseinheiten besitzen ein wunderbares reduziertes Äusseres in bester Architektur-Ikone-Dieter Rams-Braun-Geräte Design der 60er und 70er Jahre – Tradition.
Trotzdem – und man würde vermuten, es sei mir nicht leichtgefallen – verunstaltet seit Freitag eine an der Lampenstange unseres Behandlungsstuhls in Zimmer 1 angeflanschte Plastikflasche das durchgestylte Äussere, kontrakariert das zurückhaltende Wesen dieser Dentaleinheit.
Warum? Weil vor kurzem an diesem Stuhl die WEK, die Wasserentkeimungseinheit ihren Dienst mit lautem Signaldauerton quittierte. Der Gott sei Dank am gleichen Tag noch herbeigeeilte Dentaltechniker (vielen Dank dafür) diagnostizierte den notwendigen Totalaustausch. Mehrere tausend Euro in Konsequenz.
Nun kann man das Ereignis von zwei Seiten betrachten. Fest steht, das die WEK für sehr saubere Leitungen gesorgt hatte, wir haben den Stuhl seit Frühjahr 2016 in Betrieb und bei der jährlichen Wartung präsentieren sich die Schläuche in blitzsauberem Zustand. Vielleicht ist ein Zeitraum von 7 ,5 Jahren der Lebenszyklus solcher Geräte? Mit unseren extrem störungsunanfälligen, vom AG-Abscheider abgesehen unkaputtbaren Siemens M1- Einheiten kann ich die Soaric nicht vergleichen, die hatten nämlich keine freie Fallstrecke, das brauchte man früher nicht und BTW in Japan bis heute immer noch nicht.
Also – Augen zu und durch? Und darauf hoffen, dass die neue WEK wieder 7 Jahre hält ? Ganz so einfach war es dann doch nicht, hatte die besagte WEK doch im Laufe der Jahre
(nur an dieser Einheit, der baugleiche Stuhl in Zimmer 2 blieb vollkommen verschont, wird von uns aber auch nur eher selten genutzt)
sich immer mal wieder gemeldet, genau genommen 3 mal zuvor schon wegen Problemen mit der freien Fallstrecke Knall auf Fall den Stuhl abgeschaltet, was zwar keinen Austausch der WEK, aber doch Technikerbesuche und den sehr unerfreulichen temporären Stillstand der Einheit mit sich brachte.
Aus diesem Grund habe ich mich – was nicht da ist kann auch nicht kaputt gehen – nun entschieden, Design hin oder her – statt der WEK das oben gezeigte Bottle -System zu installieren. Welches an unserer 3. Einheit, einer Morita Signo T500 immerhin schon seit 2019 von Anfang an in Betrieb ist.
Störungen oder Defekte in dieser Zeit, immerhin auch schon fast 4,5 Jahre ? ZERO.
Zu sehen ist die Flasche, auch wenn wir sie wegen unseres Winkelstück-Spezial Trays deutlich höher als normal befestigen mussten, so gut wie gar nicht. Und vermutlich denken die Patienten ohnehin, das müsse so sein…
Der 13-jährige Paul erlitt vor einigen Wochen ein Frontzahntrauma, bei dem multiple Zähne der oberen Zahnreihe betroffen waren. Diverse Zahnfragmente fanden sich daraufhin in der penetrierenden Wunde der Unterlippe.
„Zahntechnisch“ hatte es den 23 am „schlimmsten“ erwischt.
Hier wurde alio loco eine komplizierte Kronenfraktur diagnostiziert. Da die Pulpa seit mehr als 12h der Mundhöhle exponiert war, wurde dort die Therapie einer partiellen Pulpotomie mit Biodentine-Deckung und Komposit-„Wundverband gewählt.
Es gelang zu dieser Zeit nicht, ein wirklich aussagekräftiges Röntgenbild anzufertigen. Das uns übermittelte stellte sich wie folgt dar…
Unsere Röntgenaufnahme während der Erstvorstellung sehen sie nachfolgend…
Aufgrund der veränderten Diagnosestellung folgte ein eine kleinvol. DVT-Aufnahme…
Wie wäre ihr weiteres Vorgehen? Was empfehlen Sie Patient und Eltern?
Hier hatten wir diesen Beitrag angefangen. Vielen Dank für Eure Hinweise. Folgende Kofferdamtücher wurden uns empfohlen:
Kofferdam Latexfrei-Sigma isodam Kofferdam (Non-Latex) / ohne Spezifizierung (Preis auf Abfrage) Derma Dam-Ultradent / Quadrantenisolierung (0,74/Tuch) Endo NicTone heavy in schwarz -MDS Dental / Endo (nicht lieferbar) (0,75/Tuch) Sanctuary Non Latex Medium – ADSystems / ohne Spezifizierung (1,49/Tuch)
Auf einer Tagung wurden mir diese empfohlen:
Dental Rubber Dam blau mittel 0,18mm-Cerkamed /Quadrantenisolierung (0,25/Tuch) Sympatic Dam Premium blau mittel-KKD / Quadrantenisolierung (0,39/Tuch)
Im ersten Testlauf waren der KKD und der Cerkamed Kofferdam für die Quadrantenisolierung. Beide Kofferdamtücher sind sehr elastisch und neigen kaum zum Reissen. Beide Tücher erscheinen auch dünner im Vergleich zum entsprechend verwendeten Coltene Kofferdam. Das KKDtuch war etwas zu elastisch/weich. Im Vergleich war subjektiv der Cerkamed Kofferdam leicht besser im Handling. Im Vergleich waren beide Gummis mit der Angabe mittel deutlich dünner als der Hyginic Kofferdam in Stärke: mittel Letztendlich muss ich sagen, nicht so gut wie der Hygienic Kofferdam war, aber der Cerkamed Kofferdam ist brauchbar. Der Preis von 0,25 /Tuch ist dafür unschlagbar (Stand 02/2024).
Wir werden weiter berichten und hätten gern etwas mehr Kommentare. Bitte denkt daran, einen Namen unter die Kommentare zu setzen, wenn man kein WordPresslogin nutzt. Danke.
Noch eine Anmerkung in merkwürdigen Zeiten: Da bereits die bloße Nennung eines Produktes auf einer Homepage als Werbung interpretiert werden kann, benennen wir diesen Blogbeitrag (wie auch jeden bereits geschriebenen sowie alle zukünftigen Beiträge, in denen Produkte benannt werden) als unbezahlte Werbung. Sollten wir (jemals) finanzielle Zuwendungen von Firmen erhalten, die Erwähnung bestimmter Produkte betreffend, werden wir die entsprechenden Blogbeiträge als „bezahlte Werbung“ ausweisen.
Wieviele Perforationen sind versammelt im vorliegenden Fall, dessen Zahnfilm des Zahnes 46 ich am Freitag letzter Woche eingestellt habe.
Das DVT gibt Aufschluss darüber, was im zweidimensionalen Röntgenbild prinzipbedingt verborgen bleiben muss. Es waren 5 Perforationen, verteilt auf die Zähne 46 und 47.
Der Zahn 46 hatte mit 3 Perforationen die Nase leicht vorn, zwei in der hinteren Wurzel, eine Perforation in der vorderen. Der Zahn 47 kann hier nicht zurückstehen offensichtlich und steuert noch zwei Perforationen in seiner vorderen Wurzel bei.
Iatrogen verursacht alle zusammen. Daran kann nach Sichtung der Gemengelage kein Zweifel sein.
Die Frage nun aber – Was tun ? Der Patient ist noch jung und obendrein stehen die Kosten für zwei Implantate und die implantatgetragene Kronenversorgungen im Raum, falls die Zähne extrahiert werden. Andererseits wäre auch eine endodontische Therapie mit nicht unerheblichen Kosten verbunden, bei möglicherweise ungewisser Prognose.
Bei den Hiobsbotschaften und Botschaften, die ich von den KZV und Kammerbossen auf der Bezirksstellenversammlung in der vorletzten Woche erhielt „ Spezialisierung, Rosinen picken -> soviel wie möglich privat abdingen, Faktor 3,5 war nur vorgestern noch gerade so ausreichend…“ las ich Deinen uralten Artikel aus 2010, lieber Ha-Wi, mit Verzückung über Deine Orakelfähigkeiten und treffliche Analyse des deutschen Konsumverhaltens:
Ich muss gestehen, ich hatte selbst nicht mehr auf dem Schirm, was ich damals geschrieben hatte, finde jedoch, dass das damals Gesagte mehr denn je seine Bedeutung hat.
Nachfolgend geht´s zum Artikel von damals, nun mehr bald 14 Jahre her.
Ich muss gestehen, das uns Perforationen -sofern sie nicht tief in der Wurzel sich präsentieren – heutzutage nicht mehr sonderlich beeindrucken, was die Therapiefähigkeit angeht.
Zu oft schon haben wir teils riesige Perforationen vorgefunden, diese verschlossen und konnten im Nachgang den Erhalt des als infaust einzustufenden Zahn dokumentieren, teils über mehr als 20 Jahre hinweg, denn meine ersten Erfahrungen konnte ich mit dem hierfür wichtigen „Wunderstoff“ MTA noch im alten Millennium sammeln. Welches mir damals in einem Filmdöschen angediehen wurde, unter der Hand gewissermaßen, denn das Material war 1999 noch lange nicht offiziell im Handel erhältlich. Nie hätte ich gedacht, wie wertvoll dieses unscheinbar aussehende Pulver, dass ich unwissend rein äußerlich spontan als Racofix- Schnellbeton einordnete (und nicht die geringste Ahnung hatte, wie nahe ich damit der Realität kommen würde) mal sein würde, für welchen exorbitant hohen Preis es dann irgendwann einmal verkauft werden würde. Ich wäre definitiv wesentlich sorgsamer damit umgegangen.
So jedoch mischten wir es, in Ayers Rock großen Häufchen, wie Phosphatzement aufgetürmt, in großzügigen Portionen an, nichtahnend das dieses Material einmal in Zehntelgramm Dosen zu dreistelligen Eurobeträgen würde angeboten werden würde.
Die Dose war also viel zu schnell leer, rückblickend, geblieben sind die uneingeschränkt positiven Erfahrungen.
Und das stimmt mich optimistisch, den nachfolgenden Fall betreffend. Der Patient, Ende 20, Anfang 30, sucht wegen des stark symptomatischen Zahnes 46, der ihn seit über 6 Monaten nun quält, unsere Praxis auf. Nach initialer Wurzelkanalbehandlung wurde die alio loco durchgeführte endodontische Behandlung nicht weitergeführt.
Und ich verrate kein Geheimnis, wenn ich hier schreibe, das im Röntgenbild Perforationen ( ja ich verwende den Plural) vorhanden sind.
Wie viele und wo genau? Das ist unser Suchbild fürs Wochenende.
Zahn 26 der heute 53-jährigen Patientin wurde vor weit mehr als zehn Jahren von einem Endo-Spezialisten behandelt.
In all den Jahren war der Zahn (klinisch) unauffällig. Zuletzt berichtete die Patientin jedoch über ein gewisses „Missempfinden“.
Die klinische Untersuchung ergab keinerlei Besonderheiten (Taschensondierung, Lockerungsgrad etc.)
Das daraufhin angefertigte Einzelzahnröntgenbild zeigte jedoch eine Aufhellung an der mesio-bukkalen Radix. Rein radiologisch erschien die Präparation der dazugehörigen Kanalsysteme ggf. als „zu kurz“
Das wahre Ausmass der Problematik zeigte sich jedoch (mal wieder) erst im DVT…
DVT Regio 26 FOV 5x5cm
Bei der daraufhin durchgeführten intrakanalären Diagnostik (IKD) könnte die interradikuläre Aufhellung einem (sehr dezenten) Riss zugeschrieben werden.
Erstaunlich finde ich jedes Mal wieder, wie unterschiedlich der Ausprägungsgrad eines solchen Risses ausfallen kann. In diesem Fall erst etliche Millimeter nach dem Kanaleingang ersichtlich und nur durch Anfärbung mit Kariesdetektor sicher detektierbar…
ein weiterer Zahnerhalt erscheint leider nicht möglich zu sein…
Nun sind einige Recallkontrollen dazu gekommen, welche ich nicht vorenthalten möchte. Der Zahn ist schmerz- und symptomfrei, zeigt keine erhöhten Sondierungstiefen und der Lockerungsgrad ist 0.
Sehr geehrte Kolleginnen und sehr geehrte Kollegen, liebe Mitstreiterinnen auf dem Gebiet der Endodontie,
es war der 13. Mai 2012, als der erste Prototyp des zukünftig FragRemover genannten Gerätes das Licht der Welt erblickte. Unter den geschickten Händen von Marcus Leineweber war ein Gerät entstanden, was die Schlaufentechnik mit der Einhandbedienung und hervorragender Zugspannung vereint hatte.
Wenige Jahre später gelang es den drei Kollegen Nils Widera, Marcus Leineweber und Stephan Gäbler ein Produkt zu entwickeln und mit breiter Unterstützung aus der Zahnärzteschaft auch zu zertifizieren und produzieren zu lassen, welches mit handelsüblichen Verbrauchsmaterialien (Kanülen und Stahldraht) zur Fragmententfernung aus dem Wurzelkanal eingesetzt werden kann.
Der FragRemover fand weite Verbreitung und wurde auch in einigen Lehrbüchern erwähnt. Dass der FragRemover das erste kommerziell verfügbare Gerät mit wechselbarer Schlaufe, Einhandbedienung und hoher Kraftentwicklung war, hat sicher dazu beigetragen. Inzwischen gibt es eine ganze Reihe alternativer Produkte, die, das Grundprinzip aufgreifend, individuell abgewandelte Lösungsansätze nutzen. Wir sind stolz darauf, mit dem FragRemover Anstoß und Reibungspunkt für diese Entwicklung gewesen zu sein. Ein Vorteil und gleichzeitig Handicap war, dass der FragRemover aus der Praxis kam und auch die Firma „neben den Praxen“ der Inhaber geführt wurde. Dennoch war es uns möglich, unser Produkt im Laufe der Jahre weiterzuentwickeln. So führte eine Kooperation mit der TU Dresden und dem Leibniz-Institut unter anderem zu einer Verbesserung der zur Anwendung kommenden Drähte.
Inzwischen bedingt das MDR (European Medical Device Regulation) eine neue Zulassung des FragRemovers. Deren Umsetzung und die dafür notwendigen zu erfüllenden Auflagen überschreiten unsere Möglichkeiten und Kapazitäten und stehen darüber hinaus in keinem Verhältnis zu Umsatz und Gewinn. So muss den Vorgaben des Gesetzgebers Folge leistend der Vertrieb des FragRemovers und aller damit in Zusammenhang stehenden Artikel zum 26.04.2024 eingestellt werden.
Wir sehen das mit Wehmut, bedauern die Entwicklung, sind aber machtlos.
Im Markt befindliche Geräte dürfen uneingeschränkt und unbegrenzt weiterverwendet werden. Daher haben wir von FragRemover uns entschlossen, vor Einstellung der Geschäftstätigkeit allen Interessenten und treuen Kunden ein nachfolgendes Angebot zu machen, so lange es der Lagerbestand ermöglicht:
Unsere Überlegungen dazu: Es macht Sinn ein Zweit- (oder Dritt-) Gerät anzuschaffen, wir selber haben sogar mehr Geräte im Einsatz, da hierbei in schwierigen Fällen, die mehrere Drahtschlaufen erfordern, ein verzögerungsfreies Arbeiten ohne „Nachladen“ des Gerätes möglich wird. Darum gibt es für Bestandskunden und Neukäufer ein Zweitgerät und alle weiteren Geräte zu einem sehr günstigen Mehrpreis.
Auch der Draht wird wieder in den größeren 40 m Spulen angeboten, aus denen ca. 60 Schlaufen gefertigt werden können.
Zukünftig wird es den Draht von demselben Hersteller nur noch als nicht zertifiziertes Produkt zu Demo- und Übungszwecken über die Prophylaxeshops der Praxen Leineweber und Gäbler geben. Es macht also Sinn, zu den jetzt günstigen Konditionen ausreichend Draht zu ordern und die Belege dafür gut zu verwahren. Sollte zukünftig Bedarf an Demodraht bestehen, wird der unkompliziert über die Websites der o. g. Praxen bestellst sein.
Die kostenpflichtige Online-Order ist ausschlaggebend für die Reihenfolge der Auslieferung:
2x FragRemover device + case + manual 400€ 1x FragRemover device + case + manual 300€
WireSpool 0,10 x 40 m 60€ WireSpool 0,15 x 40 m 60€ WireSpool 0,075 x 40 m 60€
WireSpool 0,09 x 40 m + 90 Spezial-Kanülen 0,3 70€
Kofferdam-Klapprahmen 80€
Die Preise werden am 15.2.2024 im Onlineshop freigeschaltet und gelten bis zum 15.3.2024. Danach gelten bis zum 31.3.2024 noch einmal die Standardpreise, soweit der Lagerbestand noch nicht ausverkauft ist. Ab 1.4.2024 wird der Online-Shop geschlossen und wir nutzen die verbleibenden Tage um den Versand abzuwickeln.
Vielen Dank an alle Unterstützer des FragRemovers
Euer FragTeam
Nils Widera Marcus Leineweber Stephan Gäbler
Noch eine Anmerkung in merkwürdigen Zeiten: Da bereits die bloße Nennung eines Produktes auf einer Homepage als Werbung interpretiert werden kann, benennen wir diesen Blogbeitrag (wie auch jeden bereits geschriebenen sowie alle zukünftigen Beiträge, in denen Produkte benannt werden) als unbezahlte Werbung. Sollten wir (jemals) finanzielle Zuwendungen von Firmen erhalten, die Erwähnung bestimmter Produkte betreffend, werden wir die entsprechenden Blogbeiträge als „bezahlte Werbung“ ausweisen.
Was unsere WURZELSPITZE Patrons schon länger wissen…jetzt kann ich offiziell berichten, wie es weitergeht mit DIE3 HERRMANN KAADEN SCHRÖDER.
DIE3 HERRMANN KAADEN SCHRÖDER war von mir von vorne herein als 3 teiliges Event konzipiert. Ich will jetzt nicht Star Wars als Vorbild bemühen, aber die grundsätzliche Überlegung habe ich in der Tat von George Lucas übernommen. Der wusste nämlich auch nicht, ob seine Geschichte von den Weltraum-Rittern mit Laser-Schwertkämpfen um Prinzessinnen, den wahren Glauben und übersinnliche Fähigkeiten beim Kinopublikum ankommen würde. Deshalb hat er erst mal von Teil 2 und Teil 3 mit niemandem gesprochen, auch wenn er die Idee dazu von vornherein im Kopf hatte.
Und wäre DIE3 HERRMANN KAADEN SCHRÖDER Teil 1 nicht so ausserordentlich gut angekommen, dann hätte ich Nachfolgendes niemals geschrieben.
So aber kann ich voller Freude verkünden, dass es weitergeht. Und zwar mit Teil 2 und Teil 3 in diesem Jahr.
Das Format bleibt das gleiche wie bei Teil 1. Bei dem am 07.10.2023 DIE3 HERRMANN KAADEN SCHRÖDER über Wurzelkanalaufbereitung geredet haben.
Auf der Bühne, im Zwiegepräch untereinander und mit dem Auditorium.
Das bedeutet: Teil 1 ist leider unwideruflich vorbei. Denn das Format an sich bedingt, dass es jeder dieser Veranstaltungen nur einmal geben kann. Bei Wiederholungen ist der Überraschungsmoment (kein Referent weiss im Voraus, was die beiden Anderen präsentieren werden) nicht mehr gegeben.
Daher. Für Alle die dabei waren, Glückwunsch!
Für Alle, die es verpasst haben – wenigstens gibt es noch Teil 2 und Teil 3. Allerdings – nicht wieder zu lange warten. Denn es gilt die Vermutung, dass auch diese beiden Events rasch ausgebucht sein werden. Und zwar vermutlich noch schneller als Teil Nummer 1.
Worum geht es in diesem Jahr?
Teil 2 07.06.2024 DIE3 HERRMANN KAADEN SCHRÖDER reden über…EndoOrganisation
Über erfolgreiche Wurzelkanalaufbereitung haben wir gesprochen. Aber erfolgreiche Wurzelkanalbehandlung geht über die eigentliche endodontische Tätigkeit weit hinaus. Beginnt mit der ersten Kontaktaufnahme, lange bevor der Patient überhaupt die Praxis betritt und endet erst mit der letzten Recallsitzung. Etliche Jahre später.
Was alles muss getan werden, bevor der erste Patient im Behandlungszimmer auf den Behandlungsstuhl gesetzt werden kann, was alles, nachdem er wieder gegangen ist?
Solches Insiderwissen ist Gold wert. Und in einer Zeit der Mitarbeiterknappheit, einem Phänomen, das auf dem Lande wie in der grossen Stadt gleichermaßen präsent und gefürchtet ist, kommt über die eigentliche optimale zahnmedizinische Behandlung an sich der Vorbereitung und Nachbereitung eine besondere strategische Bedeutung zu.
Umso bedauerlicher, das es zu diesem wichtigen Thema EndoOrganisation im deutschsprachigen Raum so gut wie keine Weiterbildung gibt. Das wollen wir ändern: DIE3 HERRMANN KAADEN SCHRÖDER, in eigener auf Wurzelkanalbehandlung limitierter Praxis erfolgreich tätig, berichten, wie sie ihre Arbeitsbereiche organisiert haben. Wie sieht es aus in unseren Arbeitstrays, unseren Trayablagen, unseren Endo-Boxen. Wir blicken in Schubladen und Schränke. Sprechen über alle Dinge, die gemacht sein sollten, in dem Moment, in dem der Patient die Praxis betritt und was zu tun ist, nachdem er die Praxis wieder verlassen hat. Von der ersten Kontaktaufnahme bis zur Rechnungsstellung, der Korrespondenz mit Kostenerstattern. Wir sprechen über Ordnung, diskutieren über Struktur, präsentieren Abläufe, vergleichen Honorarnoten. Zeigen Anschreiben und Patienteninformationen.
Teil 3 20.09.2024 DIE3 HERRMANN KAADEN SCHRÖDER reden über…EndoErgonomie
Hier geht´s ans Eingemachte. Professionelles endodontisches Arbeiten und Top-Ergebnisse lassen sich idealerweise im Team verwirklichen. Das optimale Zusammenspiel zwischen Assistenz und Behandler ist die Grundlage für präzises, effizientes und ermüdungsfreies zahnmedizinisches Arbeiten. Dies trifft in besonderem Maße auf die Endodontie zu, wo auf engstem Raum auf einen Bruchteil eines Millimeters genau gearbeitet werden muss.
Eine steile Lernkurve bedeutet allerdings einen langen, steinigen Weg für die Lernenden. Erschwert durch den Umstand, dass solchen Lerninhalten in der endodontischen Fortbildungslandschaft – wenn überhaupt – nur eine seltene Ausnahmestellung eingeräumt wird. Das hundertste Seminar über Nickel-Titan-Instrumente. Kein Problem. Eine Fortbildung über endodontisches Arbeiten im Team ? Bislang so gut wie immer Fehlanzeige. DIE3 HERRMANN KAADEN SCHRÖDER schaffen Abhilfe. Teilen offen und vorbehaltlos ihr Wissen zur EndoErgonomie.
Die Themen ändern sich, was aber bleibt.
Der Rahmen, sowohl für den Vortrag, als auch für das Rahmenprogramm DIE3 HERRMANN KAADEN SCHRÖDER das ist auch “zu Gast bei Freunden”: Die Veranstaltung findet in Bad Kreuznach statt und startet wie gehabt zur Einstimmung am Vorabend der Fortbildung mit einem „Get-Together unter Freunden”, einer Weinprobe mit Premiumweinen von der Nahe und Streetfood von Benno, dem Landmetzger. Und für diejenigen, die das Gelernte im Nachgang in gepflegtem Ambiente erörtern und vertiefen wollen (das war ein vielfach geäußerter Wunsch bei DIE3 HERRMANN KAADEN SCHRÖDER Teil 1), bietet zum Abschluss der Fortbildung der „Meisenheimer Hof“ mit einem 4 Gänge Menue von Chefkoch Markus Pape den entsprechenden Rahmen. Bus-Shuttle inbegriffen, so dass die neu gewonnene Freundschaft zu hiesigen Weinen gefahrlos vertieft werden kann.
Anmerkung zum Organisatorischen: Wir schreiben die Kurse ca. 6 Monate vor Veranstaltungsbeginn aus. Und es gibt einen Bonus für diejenigen, die sich für Teil 2 anmelden. Diese dürfen sich gleichzeitig für Kurs 3 schon anmelden. Damit wollen wir Allen, die frühzeitig mit der Anmeldung dabei sind, die Chance geben, Teil 3 auf gar keinen Fall zu verpassen. So ist sichergestellt, das jeder, der Teil 2 bucht, auf jeden Fall bei Teil 3 dabei sein kann. Da auch bei Teil 2 und Teil 3 die Teilnehmerzahl limitiert ist, könnte das Szenario entstehen, dass Teil 3 schon zu Beginn oder kurz nach Anmeldungsbeginn ausgebucht ist. Das wäre schlecht für die später dazugekommenen, aber gut für die früh entschlossenen.
Und damit Keine(r) sagen kann hinterher, er hätte es nicht gewusst noch einmal extra und fett markiert angeführt: DIE3 HERRMANN KAADEN SCHRÖDER wird und kann es prinzipbedingt nur ein einziges Mal geben.
Das Format an sich bedingt, dass diese Veranstaltung nicht wiederholt werden kann. Denn bei Wiederholungen ist der Überraschungsmoment (kein Referent weiß im Voraus, was die beiden anderen präsentieren werden) nicht mehr gegeben.
Zur Anmeldung bei der Morita academy geht es hier.
Dieser Fall wurde vor einigen Jahren von uns behandelt und zeigt, wie aus einem anfänglich kleinen Problem ein großes werden kann. Im Ausgangsbefund zeigte sich ein junger Patient mit einem Zahn 36, oklusaler intakter Füllung, ohne erhöhte Sondeirungstiefen. Der Lockerungsgrad ist 0. Es gab keine traumatische Zahnverletzung und keine Attrition am Zahn 36.
Im Röntgenbild zeigte sich apikal an beiden Wurzel ausgedehnte Resorptionen mit größerer apikaler Ostelyse. Die Anamnese ergab, das mal (unklare Termin, mehr als 5 Jahre her) eine Kunststofffüllung mit einer cp erfolgte. Im Röntgenbild zeigte sich mesial ein ausgedehntes Pulpenhorn, welches während der Füllung eröffnet gewesen sein könnte. Im angefertigten DVT konnte die resorptionsbedingte Konturveränderung an beiden Wurzeln und die Ausdehnung der Osteolyse dargestellt werden. Es wurde die endodontische Behandlung des Zahnes 36 geplant.
Die Behandlung erfolgte zweizeitig. Nach Füllungsentfernung erfolgte die klinische Darstellung der Pulpainfektion. Erkennbar war eine unterminierende Karies im Dentin in direktem Kontakt zur Pulpa. (Siehe Bilder) Ursächlich könnte das belassen von erweichtem und infiziertem Dentin sein, ebenfalls denkbar ist eine nicht vollständige Polymerisation des Kunststoffes als Ursache für die Pulpanekrose. Die endodontische Therapie erfolgte zweizeitig nach dem bewährten Protokoll ohne Laser mit NaOCl und Zitronensäure, Aktivierung mit Eddy und Aufbereitung mit ProFile, Wave One und MTwo bis #35.06.ie Wurzelfüllung erfolgte mit AH Plus und Guttapercha in warm vertikaler Fülltechnik 14 Tage nach CaOH Einlage. Die anfänglich gute Heilungstendenz nach 6 Monaten stagnierte recht schnell. Der apikale Resorptionsfortschritt stagnierte mit abnehmender Heilungstendenz. Wir werden den Fall weiter beobachten. Was würde ich aus dem heutigen Wissen anders machen. CaOH mit Jodanteilen verwenden und über einen 3 monatigen Zeitraum kontrollieren, dann ggf. mit MTA apikal verschließen, wenn die apikalen Foramina größer, gleich Ist 60 sind.
Es gibt - die Kieferorthopädie mal ausgenommen – keinen Teilbereich der Zahnmedizin, der sich von seinen zeitlichen Abläufen her so vorhersagbar planen lässt wie die Endodontie.
Ein wichtiger Vorteil. Aus ganz unterschiedlichen Gründen.
Punkt 1: Eine Behandlung, die ihren Zeitrahmen überzieht, bedeutet Stress. Für alle Beteiligten.
Stress gilt es zu vermeiden. Ein gestresster Behandler kann keine optimale Behandlung durchführen. Ein gestresstes Praxisteam macht sich für Patient und Behandler unangenehm bemerkbar. Dies sind suboptimale Voraussetzungen insbesondere für Behandlungen, die sowohl haptisch wie auch sensitiv ohnehin schon besonders kritisch in ihrer Durchführung sind, wie es nun mal in der Zahnmedizin generell und in der Endodontie noch mal im Besonderen der Fall ist
Punkt 2: Der Patient weiss eine pünktlich beginnende und pünktlich endende Behandlung zu schätzen. In Zeiten, in denen der gesamte Tag der Menschen gnadenlos durchgetaktet ist, kommt diesem Aspekt eine wichtige, auch strategische Bedeutung zu.
Punkt 3: Planbare, zeitlich genau vorhersagbare Behandlungen lassen sich betriebswirtschaftlich präzise bewerten. Der Behandler weiss also schon im Voraus, was er an besagtem Behandlungstag zu jeglicher Zeit an Honorar erzielen wird. So kann man fair, sowohl sich selbst wie auch dem Patienten gegenüber rechnen und berechnen.
Eine Behandlung, die betriebswirtschaftlich solide berechnet ist, lässt den Behandler gelassen in die Behandlung gehen. Weniger Stress also. Sehr gut.
Es ist aber nicht nur so, dass eine endodontische Behandlung sehr präzise zeitlich terminiert werden kann, auch wenn das schon per se gegenüber den anderen, mit Unwägbarkeiten gespickten zahnmedizinischen Behandlungen einen Vorteil darstellt. Im Falle unvorhersehbarer Unwägbarkeiten, wovon man natürlich auch in der Endodontie nicht grundsätzlich gefeit ist, sind wir in der Lage, die Behandlung innerhalb weniger Minuten zum Abschluss zu bringen.
Damit die Behandlung auch wirklich pünktlich endet, ist es sinnvoll, zu ermitteln, wie lange es dauert, bis aus der Behandlung heraus ein Patient das Behandlungszimmer verlässt und welche Zeit zur Nach- und Vorbereitung des Zimmers benötigt wird. Hat man diese Rahmenbedingungen für das eigene Arbeiten erst mal ermittelt, ist es ein Leichtes, das eigene Arbeiten darauf abzustimmen.
Wann ist die nächste Behandlung terminiert ? Dann einfach das entsprechende Zeitkontingent rückwärts zählen und schon hat man den Zeitpunkt ermittelt, an dem man sprichwörtlich die „Hedstrom-Feile“ aus der Hand legen muss, um pünktlich mit er neuen Behandlung starten zu können. Man könnte sogar die Uhr danach stellen sich von der Apple Watch oder dem Smartphone via Wecker- Funktion das Ende der Behandlung ankündigen lassen.
Wer das ein paar Tage macht, der wird feststellen, wieviel stressfreier der Arbeitsablauf sich gestaltet. Ein weiterer positiver Nebeneffekt – wenn man öfters mal zeitlich aus dem Ruder gerät, feststellt, das man das geplante Arbeitspensum nicht im anvisierten Zeitrahmen absolvieren konnte, die Behandlung also vorzeitig abbrechen muss, der wird zukünftig besser kalkulieren, mehr Zeit einplanen, was dann in Folge wiederum zu einer zusätzlichen Entspannung im Arbeitsalltag führen wird.
Muss das Alles sein? Nein. Natürlich nicht.
Aber – Es gibt nichts Angenehmeres, als pünktlich oder sogar kurz vor dem eigentlichen Termin in die neue Behandlung gehen zu können.
Kurzes Update, weil mich privat Anfragen erreichten, wo man denn diese Instrumente in Deutschland beziehen könne.
Ich habe mich erkundigt: Den Micro-Opener und Micro-Shaper kann man bei Depots der Dental Union (Gerl Dental, Klöss Dental, Paveas, Bruns und Klein.. und über Bauer Dental (GLS ehemals Pluradent) beziehen.
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Die letzen Jahre liefen bei uns die Behandlungen mit Kofferdam völlig sorgenfrei ab. Bis zu dem Tag als Coltene beschloß etwas zu ändern. Wir benutzten den Hygienic Kofferdam in blau und grün, d.h. blau = stark und grün = x-stark. Den blauen Hygienic verwenden wir bei Quadrantenisolationen und den grünen Hygienic bei Einzelzahnisolation.
Seit einiger Zeit gibt es diese nicht mehr. Keine Ahnung warum. Es ist immer eine lange Phase der Findung, wenn ein bewährtes Produkt durch ein möglichst gleichwertiges oder besseres Produkt ersetzt werden muss.
Die Test mit dem neuen Kofferdam von Coltene waren nicht zufriedenstellend. Wir beobachten bei endodontischen Behandlungen mit dem dickeren grünen Kofferdam nach einigen Spülungsphasen ein zunehmende Haftung, geradezu Ankleben von Mundspiegel, Endomotorkopf am Gummi. Gerade bei eingeschränkter Mundöffnung und den letzten Molaren wird das sehr störend beim „Einfädeln“ der Nickeltitaninstrumente unter optischer Kontrolle.
Nun wollen wir neue Kofferdamsorten testen. Unsere Frage lautet, welchen Kofferdam favorisiert ihr zur Quadranten- und/oder Einzelzahnisolierung? Bitte nutzen sie / ihr die Kommentarfunktion für eure Kofferdamfavoriten. Nach dem Test werden wir unsere Eindrücke in unserem Behandlungsablauf hier gern vorstellen.
Vor ein paar Wochen wurde berichtet, die MC K-Feilen von VDW gibt es nicht mehr. Eine schlechte Nachricht, für Alle, die sie eingesetzt haben und das waren in unserem Kreis der WURZELSPITZE – Leser doch einige.
Hier möglicherweise nun eine Alternative. Micro-Shaper und Micro-Opener von UDG.
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Der Patient wollte nach einigen Tagen um einen KV für das DVT. Die Beihilfe lehnte die Kostenübernahme ab. Der Patient bat uns nun nach Rücksprache mit seine HZA um WSR von 43. Das lehnte ich ohne 3 dimensionale Bildgebung ab. Zudem verwies ich auf den röntgenlogisch auffälligen Befund am Zahn 42 und die damit notwendige Behandlungsnotqwendigkeit von 42 und nicht 43.
Letzendlich wurde nun die 3 dimensionale Bildgebung durchgeführt. Die apikale Situation am Zahn 42 zeigte eine deutlich erkennbare und zurordenbare Aufhellung. Nach nochmaliger Beratung und Kontrolle Sensibilität 42 (positiv) rat ich zur Probetrepanation am Zahn 42. Die alternative elektronische Sensibilitätsmessung war ebenso immer positiv im Bereich zwischen 11 und 16 (Digitest Parkell).
Die Anästhesiologe Probetrepanation konnte ohne erkennbare Schmerzsensation bis zum Pulpacavum erfolgen. Es stellte sich ein mit einer Flüssigkeit gefülltes Cavum dar. (Einen ähnlichen Fall, Zahn 21hatten wir bereits vor vielen Jahren vorgestellt. Offensichtlich wird ein Reiz auf Kälte und Strom übertragen und der Patient gibt dies als positive Reaktion an.)
Die nun folgende endodontische Behandlung wurde analog zum Zahn 43 durchgeführt und im Verlauf der Recalls konnte eine sehr deutliche Heilungstendenz verzeichnet werden. Der Patient ist inzwischen vollkommen beschwerdefrei.
Ich sage es bei meinen Fortbildungen und habe es bei WURZELSPITZE immer wieder mal geschrieben. Ich halte die Trennung der Arbeitsschritte von Aufbereitung und Apexmessung für ausgesprochen sinnvoll. Heisst: Erst messen, dann aufbereiten.
Wir messen immer wieder im Rahmen der Aufbereitung und nutzen mehrere unterschiedliche Messgeräte. 2 Apexlokatoren stehen bei uns auf dem Schwebetray, ein weiterer ist in den Behandlungsstuhl fest eingebaut, ein besonderes Feature unserer Morita Soaric Behandlungseinheit.
Warum das, obwohl die Mehrzahl unserer akkubetriebenen Endo- Motoren einen Apexlokator im Handstück integriert aufweist? Warum denn nicht einfach die integrierten Messgeräte nutzen ?
Die Antwort ist einfach. Wir nutzen bis zu 6 Endo-Motoren gleichzeitig. Und müssten dann jeweils zwischen den Endo-Motoren die Verbindungskabel umstecken. Was zwar theoretisch machbar ist und naheliegend erscheint, angesichts der Fragilität der Steckerbuchsen aber im Hinblick auf die Langlebigkeit der Motoren ich grosse Zweifel habe. Oder sagen wir, ich habe grosse Angst, meine Motoren zu zerstören auf diese Art und Weise. Nicht ganz unbegründet im Übrigen, hatten wir doch schon 2 Motoren eines namhaften Herstellers, die aus diesem Grund (wir haben die Buchse nur zum Aufladen benutzt) in Reparatur gingen.
Ich liebe das Arbeiten mit mehreren Endo-Motoren. Wir haben uns im Laufe der Jahre einen effizienten Workflow erarbeitet.
Und daran hat auch die Geräte-Kombi Akku Handstück- Bluetooth Display der Firma Bondent nichts geändert. Obwohl – immerhin fand ich das Konstrukt so interessant, das ich es einem ausführlichen Praxistest unterzogen habe.
Der positiv ausgefallen ist. Den Bondent-„iRoot Pro“-Motor – der vorletztes Jahr noch Bomedent hiess – verwenden wir ja schon gut ein Jahr. Er wurde zwischenzeitlich weiter verbessert, wenngleich ich vermelden kann, dass schon die ursprüngliche Version gut funktioniert hat und ich diesbezüglich im praktischen Arbeiten keine eklatanten Unterschiede zwischen alter und neuer Version feststellen konnte. Heisst- wer neukauft, freut sich über die 2024er Version, wer schon ein Gerät besitzt, kann unbesorgt mit dem Vorgängermodell weiterarbeiten. Neu ist allerdings das iRoot Apex Bluetooth-Display für den Apexlokator. Gefällt mir sehr gut. Es ist gut ablesbar, kann sowohl hochkant wie auch querliegend aufgestellt werden und die Datenübertragung funktioniert ohne nennenswerte Karenz. So lässt sich angenehm arbeiten. Und der Verzicht auf das Kabel (zum Display hin) schafft Freiräume. Nervt nicht mehr.
Alles in Allem finde ich die getestete Bondent-Kombination Akku Endo-Motor – Bluetooth Display sehr gelungen. Wer nur mit einem Handstück arbeitet, der sollte vor einem geplanten Neukauf auf jeden Fall sich die Geräte einmal anschauen oder vorführen lassen. Und ich muss an dieser Stelle gestehen, das ich fast ein wenig neidisch bin auf die jungen Zahnärzte, die heute für einen günstigen Preis alle möglichen Endo-Geräte sich zulegen können, für die wir alte Hasen das Doppelte oder gar das Vierfache noch hinlegen mussten.
Gäbe es nun noch eine magnetische Andockmöglichkeit, das Apexlokator-Kabel blitzschnell an das Endo- Handstück anzudocken, ich wäre dabei. So jedoch bleiben wir weiterhin bei unserem bewährten Workflow, der – da halte ich die Wette, schneller ist als alles andere.
Seit Praxisgründung verwenden wir Winkelstücke von NSK und sind mit diesen sehr zufrieden. Leider kommt es natürlich vor, dass diese irgendwann kaputt gehen. Der Kostenvoranschlag für die Reparatur belief sich auf ca 440 EUR…
über die Facebook Gruppe -Dentalfamilie- bin ich auf ein Video gestossen, das erklärt, wie man eine solche Reparatur ggf. selber vornehmen kann…
Nachfolgend zeige ich unsere beiden letzten Fälle einer Fragmententfernung.
Unser Vorgehen ist dabei zunächst die „unproblematischen“ Kanalsysteme zu präparieren, bevor ich mich um das Fragment kümmere.
Bei diesem Schritt präpariere ich das Kanalsystem dann zunächst in der Regel bis zu einer Größe von ISO 45 (Wave One Gold). Nachfolgend kommen dann Ultraschallansätze der ISO-Größe 25 und ggf. 15 zur Anwendung (Cave: Abdeckung der anderen Eingänge mittels Wattepellet).
Wichtig ist mir hierbei dem Patienten keine „Wasserstandsmeldungen“ hinsichtlich der Fortschritte abzugeben. Getreu dem Motto: “ Es bewegt sich schon, jetzt haben wir es gleich“…
leider ist so ein Umstand nämlich kein sicherer Garant dafür, dass das Instrument tatsächlich gleich entfernt ist…
raten Sie, woher ich das weiss
;-)
Sollte die Spitze des Instrumentes beim entfernten Fragment nicht erkennbar sein empfiehlt es sich zu diesem Zeitpunkt ein Röntgenbild anzufertigen, um das Erreichte zu kontrollieren. Ggf. ist das Fragment nämlich in sich nochmals frakturiert. Dies passiert meiner Meinung nach am ehesten bei NiTi-Fragmenten…
In unseren beiden Fällen handelte es sich um ein Niti- bzw. Stahl-Fragment. Der zeitliche Aufwand lag bei 30 bzw. 20 Minuten…
der restliche Ablauf war dann „Routine“….
Erkennbare Fragmentspitze als Anhalt, dass das Fragment (MTwo?) in toto entfernt werden konnteLeider war es mir nicht möglich einen distalen Approximalkontakt zu gestallten
Der Patient erschien vor einige Jahren auf Überweisung in unserer Praxis. Er hatte im Unterkiefer rechts Beschwerden und ein starkes Druckgefühl. Lange Zeit hat er dieses toleriert, nun wurde es immer aufdringlicher, wie er sagte. Einen Unfall oder anderweitiges traumatisches Geschehen gab es nicht.
Der HZA hatte den Zahn 43 bereits behandelt und bat um Behandlung 42. Im exzentrischen Röntgenbild zeigte sich ein zweiwurzeliger 43 mit einer apikalen Parodontitis. Ein wiederholter Sendetest am Zahn 42 zeigte eine positive Reaktion und war füllungsfrei. Das angeratene DVT lehnte der Patient ohne Angaben von Gründen rundweg ab. Wir empfahlen die Revision von 43, danach unbedingte röntgenlogische Kontrollen in 6 /12 / 24 Monaten und verwiesen, daß bei unklarem Befund ein DVT unausweichlich sein wird. Die Zähne 43, 42 zeigten einen Lockerungsgrad 0 und waren nicht auf Perkussion empfindlich. Die Sondierungen gastiefen waren im Sinne einer Gingivitis erhöht.
Die Revision erfolgte nach präendodontischem Aufbau unter mikroskopischer Kontrolle. Die Aufteilung des Kanalsystems ließ sich unter mikroskopischer Kontrolle einfach darstellen und entsprechend weiter behandeln. Die Aufbereitung gelang mit Handinstrumenten, Reziprok 25 und Wave One Gold Instrumenten, die Desinfektion erfolgte mit NaOCl 3% /Zitronensäure 10% und Eddyaktivierung. Die Sensibilität am Zahn 42 prüften wir nach 14 Tagen, 4 Wochen und 3 Monaten. Immer zeigte sich eine positive Reaktion. Das Druckgefühl ließ nach.
Nach 6 Monaten erfolgte die Röntgenkontrolle. Das Druckgefühl hatte weiter nachgelassen, war aber noch vorhanden. Der Patient gab am Zahn 42 zeigte wiederum eine Reaktion auf Kalt und elektrischen Reiz an. Wir empfahlen auf Grund der röntgenlogisch nun erkennbaren apikalen Veränderung an 42 und dem entgegenstreckenden klinischen Befund ein DVT zur Abklärung. Der Patient wollte nochmals Bedenkzeit… Weiter geht es demnächst.
Wer wissen möchte, was es mit diesem Gegenstand auf sich hat und was sich unter den beiden Spülbechern verbirgt, der möge sich den 08. Juni 2024 vormerken!
Zwei Hinweise. Es hat nichts mit dem mysteriösen schwarzen Gegenstand auf dem Cover des 1975er Led Zeppelin Albums „Presence“ zu tun, aber ganz viel mit ORGANISATION.
Für ein adäquates zahmedizinisches Arbeiten unter großer Vergrößerung müssen auch die verwendeten Instrumente in der Dimension angepasst werden.
Das gilt für die verwendeten Bohrer mit schmalen überlangen Schäften, dem Microsauger und idealerweise auch für die Luft-Wasser-Spritze.
Allerdings wird für die Luft-Wasser-Spritze am Markt kaum etwas angeboten. Der Stropko-Irrigator (ca.370 Euro, Nachbauten bei AliExpress für ca. 15,00. Euro) mit Luerlockanschluss an der Spitze war bisher das einzige mir bekannte System. Der Metalladapter an der Spitze ist recht groß. Das Arbeiten mit eingesetzter Kanüle ist angenehm, allerdings ist der Kopf der Luftspritze nach Abnahme der Kanüle zu unhandlich.
Bei der (super) Morita-Veranstaltung „Die 3 HERRMANN KAADEN SCHRÖDER“ im Oktober 2023 kam man auch auf diesen Punkt zu sprechen. Ich habe damals meine simple Lösung vorgestellt: Umwickeln des Luftbläserendes mit Teflonband und die gewünschte Kanäle aufsetzen.
Daniel Düsentrieb, genannt Ha Wi, hatte sofort eine Idee, die er mir zuschicken würde. Mehr hat er nicht verraten. Kurz darauf kam ein Briefumschlag mit Kunststoffadaptern an, die das Umwickeln des DCI-Luftbläsers mit Teflonband überflüssig machten. Er hatte sie konstruiert und mit einem Filamentdrucker gedruckt. Der Adapter funktionierte, aber wie eigentlich immer bei 3D – Druck-Prototyp-Konstruktionen zeigt sich im Einsatz, wie man das Produkt noch verbessern kann. Eine kurze Rückmeldung an Ha Wi und die nächste Umsetzung (beim 3D Druck spricht man von Iterationen) kam postwendend.
Zufälligerweise hatte ich zu diesem Zeitpunkt bereits auch einen Filamentdrucker (Anycubic Kobra 2) geordert (pure Neugierde). Ich macht mich also selbst daran, den Adapter zu modifizieren. Dazu habe ich mich in die einfache kostenlose Software Tindercad (tindercad.com) eingearbeitet und das Ergebnis mit Fusion 360 (ebenfalls von Autodesk) modifiziert: die Kanüle wird nun seitlich eingeschoben in den Adapter und die Luftspritze im zweiten Schritt durch den Adapter in die Kanüle gepresst, bis sie sichtbar im Luerlockansatz erscheint.
Funktioniert! Ist das nicht herrlich ?!?
Der Adapter ist günstig in der Herstellung (wenige Cent), kann beliebig nachgedruckt werden und ist ein Einmalartikel, was aus hygienischer Sicht sicher ein Vorteil ist. Er erspart viele Papierspitzen und erlaubt den punktgenauen Einsatz des Luftbläsers (auch „um die Ecke“) selbst in der Trepanationskavität, ohne direkt in die Kanäle zu pusten.
Die STL-Datei zum Druck habe ich auf thingiverse.com hochgeladen unter „Miniluftbläser“. Thingiverse ist eine Datenbank für zumeist kostenlose Downloads von 3D-Druckdateien.
Gekauft habe ich den 3D-Drucker aus reiner Neugierde, so wie damals das erste i-Pad. Damals wie heute war ich überzeugt, dass das nur ein Spielzeug mit weniger praktischer Anwendung sein würde.
Das I-Pad ist heute aus meinem Alltag nicht mehr wegzudenken und ich bin mir sicher, das wird auch der 3D-Drucker nicht mehr sein.
Der Ausgangsbefund – ein 12 jähriger Junge, Sportunfall, Zustand nach Frontzahntrauma, Erstuntersuchung am 14.07.2023.
Das DVT zeigt eine ausgedehnte, in allen 3 Dimensionen mehr als 1 cm grosse periapikale Knochendestruktion, die sogar den Zahn 12 tangiert. Da aber sowohl der Zahn 12 wie auch der Zahn 21 auf den Sensibilitätstest mittels Kältespräy positiv reagieren, erfolgt am 15.08.2023 die alleinige Wurzelkanalbehandlung des Zahnes 11. Zum Abschluss der Behandlung wird ein Calciumhydroxid- Präparat eingebracht mit 16 Wochen Liegedauer.
Am 08.01.2024 zeigt sich bei Wiedereröffnung erfreulicherweise ein vollständiger knöcherner Verschluss des Foramens apicale, was nicht nur die optimale Applikation des Wurzelfüllmaterials wesentlich erleichtert, sondern darüber hinaus die Verwendung jeglichen xenogenen Materials als apikales Überpressungshemmnis – egal ob von Kuh, Schwein oder Pferd – überflüssig werden lässt.
MTA als apikale Barriere
Es folgt die Wurzelkanalfüllung mittels MTA als apikale Barriere und durch Erwärmung plastifizierte Guttapercha sowie Kerr Pulp Canal XWT als Sealer.
MTA als apikale Barriere
Es ist immer wieder erstaunlich, welch hohes Regenerationspotential der menschliche Organismus bereitstellt, wenn man ihn nur lässt bzw. die Voraussetzungen für die Heilung schafft.
Mit einer Häufigkeit von 0,01 bis 1 % tritt eine interne Zahnresorption sehr selten auf. Sie manifestiert sich in der Regel auf Basis einer chronischen Pulpaentzündung. Voraussetzungen sind Defekte im Bereich des Odontoblastensaumes und Prädentins, Entzündungsreize aufgrund einer bakteriellen Pulpainfektion sowie vitales Pulpagewebe apikal der Resorptionslakune.
Als Ursachen kommen u.a. das Vorliegen einer traumatischen Zahnverletzung, Dentinfrakturen und kieferorthopädische Behandlungen infrage. (S.h.:hier)
Bei der heute vorgestellten 14-jährigen Hanna kann neben der vormals durchgeführten kieferorthopädischen Behandlung ggf. die zusätzlich vorhandene Invagination mit daraus resultierender chronischer Pulpainfektion als Ursache herangezogen werden…
Die eigentliche Behandlung erfolgte einzeitig und verlief ohne Besonderheiten.
Die Wurzelkanalfüllung erfolgte mittels Guttapercha & BC Seiler high flow. Der Resorptionsprozess war dabei größtenteils mittels Mikroskop einsehbar…
Die Zusammenarbeit mit Kieferorthopäden ist in unserer Praxis über die letzten Jahre immer mehr zusammen gewachsen. Nicht selten erhalten wir Überweisungen, die Auf Grund KFO Röntgenaufnahmen als Zufallsbefunde auftreten. Die Behandlungen treffen häufig Frontzähne im Unterkiefer und Oberkiefer. Im letzten Jahr mehrten sich die Fälle mit einem Dens invaginatus.
Heute möchte ich einen Fall aus 2022/2023 vorstellen. Die Ausgangssituation zeigt bei dem 14 jährigen jungen Patienten eine großräumige apikale Osteolyse am Zahn 41. In der Vergangenheit sind solche Fälle nicht selten zuerst beim Kieferchirurgen gelandet. Der Patient hatte keine Beschwerden. An einen Unfall konnte er sich selbst nicht erinnern, die Mutter schloß dies aber nicht aus, da es wohl, daß eine oder andere Sturzgeschehen gab. 41 war symptomfrei, Lockerungsrad 0 und ohne erkennbare Verfärbung koronal. Inzisal ist ein Schmelzverlust erkennbar. Dieser kann attritionsbedingt (Laterotrusion re.) oder traumatisch bedingt sein. Im DVT ist eine großlumiges, sich auf einen Kanal beschränkendes Wurzelkanalsystem erkennbar. Sehr gut erkennt man im Schnittbild, daß das apikale Foramen lingual der Wurzelspitze liegt. Die Therapie erfolgte in bereits öfters beschriebener Vorgehensweise, minimalinvaisve Zugangskvität, Desinfektion und Aufbereitung des Kanalsystems mit NaOCl 3% und Zitronensäure 10%, Sweeps 2x30s und CaOH Einlage. Klinisch ist in der Behandlung ein starke apikale puride Exsudation erkennbar. In diesen Fällen ist es nicht ausgeschlossen, daß noch zu den geplanten zwei Behandlungsterminen ein dritter Termin notwendig ist. Die apikale puride Exsudation ist eine Kontraindikation zur Wurzelfüllung in unserem Behandlungsprotokoll.
Bei diesem jungen Patienten konnten wir jedoch im zweiten Termin das Wurzelkanalsystem in warm, vertikaler Obstruktion mit Guttapercha und BC Sealer Totalfill HiFlow nach vorheriger Desinfektion verschließen. Die Nachkontrollen zeigen den erfreulichen Heilungsverlauf und den Fortgang der KFO Behandlung.
Alles wird teuer. Und im Gegensatz zu den Diäten der Politiker gibt es bei den Ärzte-Honoraren keine automatische Anpassung nach oben. Eigentlich gibt es gar keine Anpassung von Amts wegen, die über eine alibihafte subinflationäre, demnach nicht ausreichende Punktwerterhöhung bei den Kassenpatienten hinausgeht. Bei den privaten Krankenversicherern gab es das in den letzten über 35 Jahren gar nicht.
Und obendrein vom Bundesverfassungsgericht die Ansage, dies sei nicht notwendig, der Behandler könne (über den Weg der abweichenden Vereinbarung, so im Gesetzestext niedergeschrieben) seine Honorare mit dem Patienten selbst festlegen. Wenn er das nicht tue, sei er selber schuld. Da es so gut wie niemand mache, sei damit de facto der Beweis erbracht, den Ärzten/Zahnärzten ginge es immer ja noch zu gut, schöpften sie den Gestaltungsspielraum, der Ihnen mitgegeben sei, nicht aus.
Daher „Und dem Mutigen hilft Gott!“ Um Friedrich Schiller zu zitieren. Oder besser noch, was der Volksmund sagt: „Hilf Dir selbst, dann hilft Dir Gott!“
Faktoren erhöhen! Gilt natürlich für die gesamte Zahnmedizin.
Aber ich behaupte mal, nirgendwo ist es einfacher als in der Endo.
Warum ? Weil wir nur ganz wenige Heil- und Kostenpläne anpassen müssen. Bei mir waren es diese Woche 9 Positionen. Eigentlich nur 8, denn die WSR kommt bei uns so gut wie nicht vor, ich erwähne sie nur der Vollständigkeit halber.
Der Superorganismus Zahnarztpraxis existiert nicht mehr. Für den Zahnarzt bedeutet das, er verliert an Produktivität.
Ein Umsatzrückgang, Honorarverlust und letztendlich in direkter Folge eine möglicherweise sogar überproportionale Verringerung des Unternehmensgewinns sind die Folge.
In Konsequenz müssen zwangsläufig die Preise der Zahnarztpraxis steigen. Und eins ist von vorne herein klar – Es geht hier nicht um ein wenig Inflationsausgleich, es geht um deutlich mehr als das.
Wieviel genau, DAS ist die Frage. Der jede Praxis für sich selbst ermitteln muss.
Wie geht das? Extrem einfach. Und daher sind Alle, die von der evolutionären Rückentwicklung betroffen sind, in der Schuld, diesen Wert zeitnah für sich zu vermitteln. Angenommen die Praxis hat 2022 (als sie noch Superorganismus-Praxis war) einen Gewinn von 180.000 Euro gemacht. 2023 (nach evolutionärer Rückentwicklung und geringerer Produktivität) einen Gewinn von 150.000 Euro. Dann haben wir über das Jahr gesehen einen Honorarverlust von 30.000 Euro zu verbuchen. Auf 200 Arbeitstage verteilt ist das ein Honorarverlust von 150 Euro pro Arbeitstag. Bei 5 Behandlungen pro Tag sind das 30 Euro pro Behandlung, die von nun an jeder Behandlung zugeschlagen werden müssen.
Ja, SO einfach ist das. Banal eigentlich.
Jetzt gilt es als Nächstes, diesen Betrag jeder Behandlung zuzuordnen. Warum auch das in der Endodontie extrem einfach ist, liest man hier.
Und das ist dann schon Alles.
A Faktoren anpassen. B Heil- und Kostenplan erstellen. C Abweichende Vereinbarung drucken, denn die brauchen wir zwangsläufig. D Den Patienten vorlegen. Und damit E sagen: „Das ist unser Honorar ! Dafür arbeiten wir !“
Zwischen Weihnachten und Neujahr erhielten wir die Information, daß Henry Schein den Vertrieb von Fotonaprodukten zum 31.12.2023 einstellt. Gemunkelt wurde schon viel und es geisterten verschiedenste Termine durch die Welt. Wichtig ist der unten stehende Satz in dem Schreiben.
Ersatzteile & Technischer Service Den technischen Service, sowie die Ersatzteile für die Lasersysteme von FOTONA bietet Henry Schein weiterhin an.
Als Ansprechpartner für den Direktvertrieb gilt nun:
Über die Zahnmed-Emailliste von Michael Logies erreichte mich Ende letzten Jahres der Hinweis auf ein Whitepaper der LZK Hessen.
GOZ: Mögliche Handlungsspielräume aktiv nutzen! Whitepaper Band 10 der Schriftenreihe der Landeszahnärztekammer Hessen Landeszahnärztekammer Hessen Körperschaft des öffentlichen Rechts
Auf jeden Fall lesenswert. Diese 5 Minuten sollte jeder unbedingt zwischen den Jahren investieren.
Bedauerlich jedoch – Achtung Spoileralarm – das sich der konkrete Rat des „wie aktiv nutzen“ auf den Tipp beschränkt, über den 3,5 fachen Satz zu berechnen, keine Angst vor der Reaktion des Patienten zu fürchten und wie eh und je in den letzten 40 Jahren gegebenenfalls eine mehr oder weniger zutreffende Begründung anführen zu müssen, damit der Patient wenigstens die Differenz 2,3 bis 3,5 erstattet bekommt von seiner Rechnungsstelle, die selbstverständlich dezidiert das unerhörte Abrechnungsverhalten des Zahnarztes anprangern und außerdem die Begründung ablehnen oder in Frage stellen wird.
Schade, da wünschte ich mir endlich einmal ein „Aufstehen“ der Zahnärztekammern. Bislang klingt das alles immer noch lediglich nach „Marschier Du vor, aber erwarte nicht, das wir Dir helfen, wenn es ernst wird…“
Schade. Aber 2024 hat ja gerade erst angefangen, man soll die Hoffnung nicht aufgeben …
Um diese Frage beantworten zu können, ist es notwendig, zu analysieren, wie unser gegenwärtiger Status Quo des betriebswirtschaftlichen Arbeitens in der zahnärztlichen (Einzel)praxis aussieht und wie es dazu kam.
Es wird also philosophisch. Und wir steigen ganz weit oben und grundsätzlich ein: Was unterscheidet den Menschen vom Tier?
Die Intelligenz? Sicher nicht.
Seit Douglas Adams epocheweisendem literarischen Werk wissen ´wir, dass wir nur die drittintelligentesten Wesen auf der Erde sind. Scherz beiseite. Tintenfische, Delphine, Raben. Hochintelligente Tiere.
So intelligent sogar, dass sie sich nicht grundlos gegenseitig umbringen. Das nur zum Nachdenken zu Jahresbeginn, aber wir schweifen ab, zurück zum Thema.
Die Kommunikation? Ist es auch nicht. Man denke an den Gesang der Buckelwale oder den Schwänzeltanz der Honigbienen.
Auch die Ausbildung komplexer Sozialisations-Systeme ist nicht auf den Menschen beschränkt. Man denke an die Jagd nach Beute im Löwenrudel.
Aber im Gegensatz zum Löwen, der mit seiner Jagd auf die Antilope eine Wertschöpfung generiert, welche die Ernährung seiner selbst und im Nachgang seines Rudels sichert, ist der Mensch bestrebt, darüber hinaus einen Mehrwert für sich zu schaffen. Der Löwe jagt, um satt zu werden. Sind er und sein Rudel gesättigt, liegt er wieder faul im Schatten, während die lauernden Hyänen sich ungestört über die restliche Beute hermachen.
Kein Löwe käme auf die Idee, die verbleibenden Essenreste meistbietend an die umherstreunenden Fleischfresser der Gegend zu veräußern.
Hierin unterscheidet sich in der Tat die Gattung Homo sapiens grundlegend von der Tierwelt. Statt die Grundbedürfnisse des Lebens zu decken und danach dem süßen Nichtstun zu frönen, arbeiten wir weiter. Und generieren Mehrwert.
Wie aber entsteht Mehrwert? Zunächst bedarf es der Definition des Wertes einer jeden Arbeit. Nicht zwingend notwendig aber auf jeden Fall hilfreich ist die Existenz eines einen jeweiligen Wertes repräsentierenden Speichermediums. Nichts anderes sind Währungen und Währungsequivalente (Gold, Diamanten). Sie erleichtern den Vergleich und damit den Austausch untereinander.
Um Mehrwert entstehen zu lassen, bedarf es zunächst der Anstrengung, über den Bedarf der Sättigung der elementaren Grundbedürfnisse hinaus zu arbeiten. Mehrwert zu generieren bedeutet also zunächst, mehr zu arbeiten.
Jetzt schlagen wir den Bogen zur Jetztzeit und zur Zahnmedizin. Irgendwann in den 6oer Jahren des letzten Jahrhunderts gab es eine Festlegung der zahnärztlichen Honorare, die sich an der Sättigung der Grundbedürfnisse und am gesellschaftlichen Status des Zahnarztes orientierte. Die Höhe dieser Honorare war zum Zeitpunkt der Festlegung gesellschaftlich sanktioniert. Ein entsprechender Verdienst demnach dem Behandler, seiner Tätigkeit angemessen, zugestanden.
Um nun Mehrwert generieren, bieten sich dem Zahnarzt im Rahmen seiner Tätigkeit 3 Möglichkeiten:
1. Länger arbeiten. 2. Schneller arbeiten. 3. Teilbereiche seiner Tätigkeit an Mitarbeiter zu delegieren, so dass insgesamt eine höhere Produktivität entsteht.
All das haben die Zahnärzte in der Vergangenheit getan. Und damit für sich einen adäquaten Mehrwert generiert.
Bis hierher ist das Leben im Lot. Betrachten wir nun jedoch die komplexe Gesamtheit des sozialen Systems, verändert sich das Ganze. Der Menge der geleisteten Arbeit Aller steht eine adäquate Menge an Arbeitsequivalent gegenüber. Gehen wir zunächst davon aus, dass dieses Arbeitsequivalent (nachfolgend eine bestimmte Menge an Gold) eine feste unveränderbare Größe ist. Dann bewirkt die Mehrarbeit aller, dass der Wert der Einzelleistungen, die der Menge Goldes gegenübersteht, im Laufe der Zeit immer weniger wert sein wird.
So entsteht Inflation. Diese auszugleichen gelingt, in dem man die Honorare adäquat erhöht. Dies ist, die Zahnärzte betreffend, in den letzten Jahrzehnten nicht, beziehungsweisend nur unzureichend erfolgt. Dem Zahnarzt, wenn er nicht weniger als bisher verdienen möchte, blieb nur die Qual, mehr, schneller oder produktiver zu arbeiten.
Genau das haben die Zahnärzte getan. Mehr gearbeitet, mehr verdient.
Aber nun ist der Punkt erreicht, wo all das nicht mehr aussreicht. Mehr und schneller arbeiten geht nicht mehr, es gibt eine natürliche Grenze. Diese ist erreicht. Oder gar schon überschritten. Und jetzt bricht auch noch die 3. Möglichkeit, der Mehrwert-Schaffung weg. Es gibt nicht mehr genügend Mitarbeiter, die uns zuarbeiten und uns damit produktiver machen können.
Kleine Zukunftsprognose gefällig, schliesslich ist ja Jahreswechsel ? Ich muss gestehen, ich habe keine Ahnung wie sich die Zahnmedizin zukünftig fachlich entwickeln wird, aber ich weiss, wie es organisatorisch weitergehen wird.
Machen wir uns nichts vor. Es fehlen dem Berufsstand die Mitarbeiter. Und es ist davon auszugehen, dass dies zumindest in der nächsten weiteren Zukunft, Zeithorizont 10 Jahre mindestens, nicht besser, sondern sogar noch schlechter werden wird.
Dass dies in vielen Bereichen des täglichen Lebens so sein wird, ist kein Trost. Lediglich ein weiteres Indiz, dass sich unser Arbeiten grundlegend verändern wird.
Jetzt die Prognose:
Zukünftig wird ein Behandler, der über 2 Mitarbeiter in der Praxis verfügt, welche ihm zuarbeiten, sich schon komfortabel glücklich schätzen dürfen.
Es wird -vor wenigen Jahren noch unvorstellbar- Praxen geben, die mit einer Mitarbeiterin, dem sprichwörtlichen „Mädchen für Alles“ welches heutzutage auch ein Mann sein darf, auskommen müssen und es wird
Zahnärzte geben, die am Behandlungsstuhl ohne Assistenz arbeiten und gegebenenfalls wie in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts mit der helfenden Hand der assistierenden Ehefrau/des assistierenden Ehemannes auskommen werden.
Willkommen in 2024ff!
Auch wenn uns diese Entwicklung nicht passt, wir müssen uns damit auseinandersetzen. Und je früher wir das tun, umso besser können wir gegensteuern. Statt irgendwann von der Realität kalt erwischt zu werden.
Zum Gegensteuern gibt es 2 Stellschrauben. Die eine davon ist, in einem begrenzten Markt und im Hinblick darauf, dass man am liebsten immer so weiter machen möchte wie bisher und dieser Weg der einfachste erscheint, den Kollegen die Mitarbeiter wegzunehmen.
Nennen wir es Mitarbeiter-Kannibalismus.
Bedeutet konkret, das ich mehr Geld zahle und bessere Rahmenbedingungen schaffe für meine Mitarbeiter als alle anderen um mich drum herum.
Sollte ohnehin selbstverständlich sein, aber wird alleine das Problem nicht lösen.
Weil die Konkurrenz zu groß geworden ist. Denn es kämpfen nun auch fachfremde Bereiche um diesen Mitarbeiterpool. Arztpraxen, Krankenhäuser, Krankenversicherungen, Unikliniken, Gesundheitsdienste. Sie alle sind dankbar dafür, wenn sie die vorhandenen Lücken in ihren Teams auffüllen können. Und werben mit Rahmenbedingungen, die die Zahnarztpraxis bisher nicht gewohnt war, aufzubieten. Längst werden fachfremde Kräfte gerne genommen und wenn diese auch nur in entferntestem Maße in ihrem bisherigen Arbeiten etwas mit Medizin zu tun hatten, dann ist das schon ein seltener und daher nur zu gerne genommener Glücksfall.
Machen wir uns daher nix vor. Wir brauchen einen Plan B.
Schon ist es vorbei das Jahr 2023. Ging rasend schnell.
Und die gute, nein, die sehr gute Nachricht.
Wir sind verschont geblieben von der Rezession. Natürlich ist alles teurer geworden letztes Jahr.
Das Entscheidende aber war. Die Arbeit ist uns nicht ausgegangen. Im Gegenteil. Und damit ist die grösste Gefahr schon mal abgewendet. Die da wäre die Kombination aus steigenden Kosten und Nachfragerückgang. Das wäre die typische Schere, die immer weiter zu unseren Ungunsten auseinandergeht. Ist nicht passiert. Sehr gut.
Um uns herum schon. Leider.
Trotzdem schaue ich gedämpft positiv ins nächste Jahr. Woher kommt der Optimismus?
Weil wir bisher immer aus allen schwierigen Situationen gestärkt hervorgegangen sind. Wir haben die neue Situation analysiert. Strategien entwickelt. Handlungsweisen angepasst.
Genau das werden wir für 2024 wieder tun.
Natürlich kann es immer ein erstes Mal zum Schlechteren hin geben. Wäre hätte vor 5 Jahren an Corona, Ukraine und Gaza gedacht??? Aber solange das Gegenteil nicht sich einstellt, gehe ich jetzt erst einmal davon aus, dass 2024 ebenfalls ein gutes Jahr werden wird.
Denn wir tun aktiv etwas dafür. Die zwei Kernsätze für das neue Jahr?
Auch wenn es noch knapp zehn Monate dauert, bis der 65. bayerische Zahnärztetag wieder in München stattfindet möchte ich schon jetzt auf dieses Event aufmerksam machen.
Immerhin widmet sich dieser Kongress ausschliesslich dem Thema Frontzahntrauma.
Als Organisatoren fungieren Prof. Einwag und Prof. Krastl.
Diese Kombination verspricht ein interessantes Programm…
Dieser Fall hatte einige Herausforderugen parat. Zahn 46 mit chronischer Fistelung und großer apikaler Osteolyse und der Zahn 47 mit einer akuten Pulpitis und Caries profunda im distobukkalen, zervikalen Bereich. Lockerungsgrad 0 – 47, Lockerungsgrad 1 – 46. Die Sondieungstiefen sind zirkulär am Zahn 46 und 47 erhöht ohne vertikalen Einbruch. Diagnose 47: akute Pulpitis, Sekundärkaries. Diagnose 46: Z.n. WKB begonnen, P. apicalis
Für alle Kofferdamanwender ist 47 db zervikal eine ungeliebte Situation, da die Kofferdamklammer meistens in der Präparation oder Präparationsgrenze liegt, oder der Kofferdam in der Kavität aufliegt und nicht abdichtet, etc. Lässt man den Kofferdam weg ist das Risiko von Speichel in der Kavität drastisch höher und die Gefahr eines Leakage stark erhöht. Unser Vorgehen sieht immer das Anlegen von Kofferdam vor. Sollte es unmöglich sein mit Kofferdam die Kavität zu therapieren, entschließen wir uns ohne Kofferdam, mit relativer Trockenlegung zu arbeiten. Das hat allerdings einen Nachteil, es kann sein, daß durch die Kofferdamklammer die Gingiva traumatisiert wird und eine Blutung dazu kommt. Dann wird es spannend.
In diesem Fall wurde es spannend, so spannend, daß Fotos nicht gemacht wurden, bzw. vollkommen aus dem Fokus des Behandlers verschwanden. Deshalb haben wir nur Röntgenbilder in diesem Fall.
Zum Fall selbst. 47 wurde auf Grund der akuten irreversiblen Pulpitis zu erst behandelt. Wir haben die Isolation mit modifizierter Butterfly-Klammer Nr. 6 und Teflonband nach Gingivektomie mit dem Elektrotom erreicht. Danach erfolgte der präendodontischer Aufbau mit Beautifil BW, das Gestalten der Zugangskavität, die initiale WK mit NaoCl 3% und Zitronensäure 10%, Sweeps 2x30s und CaOH Einlage. Der Zahn 46 wurde ebenso (Präendodontischer Aufbau mit Beautifil BW, Gingevektomie m/d, Zugangskavität, WK mit NaoCl 3% und Zitronensäure 10%, Sweeps 2x30s und CaOH Einlage) behandelt. Auf Grund einer puriden Exsudation distal wurde CaOHJ für 4 Wochen in die Kanäle appliziert. Die Wurzelfüllung erfolgte in beiden Zähnen in thermischer vertikaler Kondensation mit Guttapercha und BC Sealer Totalfill.
Die Recalls in 6 Monaten zeigten einen erstaunlichen Heilungsverlauf, den wir in dieser Schnelligkeit am Zahn 46 nicht erwartet hatten. Auf Grund der chronischen apikalen, puriden Exsudation waren wir zurückhaltend in der Prognose. Auffallend an beiden Zähnen ist die Sealerüberpressung d in die apikalen Gefäße. Wir führen das auf den Einsatz des Lasers mit Sweeps zurück. In beiden Fällen wurde die gleiche Zeit Dauer und „Energiemenge“ eingesetzt. Ein Zeichen, daß es im Einsatz bei vitalen und neurotischen Fällen wohl keinen Unterschied in der „Aktivierung“ des NaOCl durch den Lasers, bei ähnlicher Anatomie gibt. In der Behandlung des Zahnes 46 im distoapikalen Bereich, ist es uns nicht gelungen die lateralen Kanäle zu sondieren. Obwohl im DVT erkennbar konnten wir trotz ausgiebiger circumferenter Sondierung mit vorgebogenen Handfeilen in #8 und #10 keine laterale Kanalstruktur finden.
Noch eine Anmerkung in merkwürdigen Zeiten: Da bereits die bloße Nennung eines Produktes auf einer Homepage als Werbung interpretiert werden kann, benennen wir diesen Blogbeitrag (wie auch jeden bereits geschriebenen sowie alle zukünftigen Beiträge, in denen Produkte benannt werden) als unbezahlte Werbung. Sollten wir (jemals) finanzielle Zuwendungen von Firmen erhalten, die Erwähnung bestimmter Produkte betreffend, werden wir die entsprechenden Blogbeiträge als „bezahlte Werbung“ ausweisen.
Fast wie ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk. Ich bin gebeten worden, den neuen Bondent-Endomotor (akkubetrieben, mit integrierter Längenmessung) zu testen. In Kombination mit dem dazu erhältlichen Displaystand, der via Bluetooth mit dem Motor kommuniziert. Der Motor ist jetzt in Version 2.0, die Vorgängerversion haben wir seit einem Jahr bei uns in der Praxis in der Anwendung.
Wie sich der neue Motor schlägt und ob das als Option erhältliche Display sich bewährt oder vielleicht doch eher nur ein leicht verzichtbares Gimmick ist, darüber berichte ich demnächst in einem ausführlichen Erfahrungsbericht.
Der Preis für den Motor ist auf jeden Fall nachwievor interessant. Zum Preis eines Endo Steppers Motor von Anfang der 2000er Jahre bekommt man heute 4 akkubetriebene Motoren inklusive Apexlokator.
Noch eine Anmerkung in merkwürdigen Zeiten: Da bereits die bloße Nennung eines Produktes auf einer Homepage als Werbung interpretiert werden kann, benennen wir diesen Blogbeitrag (wie auch jeden bereits geschriebenen sowie alle zukünftigen Beiträge, in denen Produkte benannt werden) als unbezahlte Werbung. Sollten wir (jemals) finanzielle Zuwendungen von Firmen erhalten, die Erwähnung bestimmter Produkte betreffend, werden wir die entsprechenden Blogbeiträge als „bezahlte Werbung“ ausweisen.
Diese Woche ist mit eine Werbung für ein Niti-System in die Finger gekommen. Und ich bin seitdem unschlüssig, wie ich diese Werbung einordnen und bewerten soll.
Zur Info, es geht um NiTI WK – Instrumente für Milchzähne. Die Kernaussage: Das Immunsystem von Kindern sei relativ niedrig, deshalb Kreuzkontaminationen vermeiden!
Ich weiss nicht, ob ich dieser Argumentationskette folgen kann. Weder was Argument 1 noch was Argument 2 angeht. Schreibt´s in die Kommentare, würde der Social Media-Native schreiben, aber auch ich bitte darum. Es gibt ja einige gute Gründe, Endo-Instrumente obligat als Einmal-Instrumente zu verwenden, aber so argumentieren ???
Noch eine Anmerkung in merkwürdigen Zeiten: Da bereits die bloße Nennung eines Produktes auf einer Homepage als Werbung interpretiert werden kann, benennen wir diesen Blogbeitrag (wie auch jeden bereits geschriebenen sowie alle zukünftigen Beiträge, in denen Produkte benannt werden) als unbezahlte Werbung. Sollten wir (jemals) finanzielle Zuwendungen von Firmen erhalten, die Erwähnung bestimmter Produkte betreffend, werden wir die entsprechenden Blogbeiträge als „bezahlte Werbung“ ausweisen.
Nach fast exakt 15 Jahren Wurzelspitze wird der nachfolgende Beitrag zunächst einmal der letzte von DocSchroeder sein.
Nach mehr als 30 Jahren in eigener Praxis werde ich Berlin verlassen und mit meiner Frau in die Bretagne ziehen.
Ab dem 2. Quartal 2024 wird es dann wieder Fälle, Fälle, Fälle geben. Bis dahin: Kenavo!
Zum Abschluss ein wirklich schöner 27!
X800, TriAutoZX2+ im OGP2-Modus, Endowave, Hyflex, AdvErL Evo und BC Sealer.
4 Kanäle die alle apikal konfluieren. Die Planung ging voll und ganz auf. Der DB wurde, da am geringsten gekrümmt, als erster Kanal aufbereitet. Es folgte P, der im mittleren Drittel stärker nach bukkal gekrümmt war. Dann der MB1 (auch er geringer gekrümmt als MB2) und zu guter Letzt der MB2. Das Debris Gauging zeigte die erwarteten Debriseinpressungen. Unglaublich, wie vorhersagbar das DVT die Behandlung macht.
Vor gut einem Jahr stellte sich die heute 20-jährige Marcella bei uns vor.
Bei ihrem Unterkiefer-Frontzahn (mit Traumahistorie) war alio loco trotz massiver Obliteration vergebens versucht worden, eine endodontische Behandlung durchzuführen.
Ausgangs-Röntgenbild Zahn 31 mit apikaler Parodontitis bei massiver Obliteration
Trotz dentalmikroskopischer Vergrösserung war es dort nicht möglich, der Anatomie gerecht zu werden.
Zustand nach alio loco durchgeführter endodontischer „Therapie“; es konnte bei Kanalsystem gefunden werdenAusgangssituation im kleinvol. DVT
Alle Beteiligten waren höhst erfreut, dass es uns trotz aller Widrigkeiten (u.a. zahnfarbenes Komposit in kompletter Zugangskavität) (scheinbar) gelang, dem Problem die Stirn zu bieten…
Post-op Röntgenbild nach zweizeitiger endodontischer Behandlung (MAF: Wave One Gold 35)
leider stellte sich Marcella diese Woche mit wiederkehrenden, stärkeren Beschwerden an dem Zahn bei uns vor…
wie die Radiologie zeigt waren unsere konservativen Bemühungen nicht erfolgreich die apikale Pathologie zu bekämpfen….
alio loco angefertigtes Röntgenbild bei wiederkehrenden Beschwerden an Zahn 31aktuelles DVT 1 Jahr post-op – Nachbarzähne klinisch und radiologisch o.B.Zustand nach Abschluss der Behandlung vs. 1 Jahr post-op
leider schlägt unsere Therapie nicht in 100% aller Fälle an…
im nahezu wörtlichen Sinn. Bei diesem Patienten erfolgte einer prothetische Therapie mit Veränderung der Bisslage. Erst im Behandlungstermin musste ich feststellen, daß dies mit NE Stärken von 7-9mm erfolgte.
Der Zahn 45 stellte eine extreme Herausforderung dar. Eine Zugangskavität möglichst minimal durch 8mm Nichtedelmetallelgierung zu bohren hatte bereits die geplante Behandlungszeit um 30 Minuten gesprengt. 120 Minuten waren eingeplant. Das Teil – OPG hatte ich leider nicht beachtet. Ein Fehler, wie ich im Nachhinein feststellen musste. 12 Hartmetaller (Trifft Hawk Talon 12) wurden für die Zugangspräparation vernichtet. (Das passiert in Deutschland wohlgemerkt ohne Honorar. Die Zugangskavität gibt es in keiner Gebührenordnung. Verbrauchsmaterial ist obendrein Gratiszugabe der Praxis und als Krönung wird der vorhandene Zahnersatz noch lange weiter erhalten und erspart eine Neuanfertigung.)
Das nächste Problem ist bei dieser Metalldicke die elektrische Längenmessung ohne Kurzschluss durchzuführen. Mit entsprechendem Aufwand gelang auch dies, über die Messinstrumente wurden Kanülenteile eines Capillarytips gezogen um diese zu isolieren. (Wie hier 2015 bereits auf Wurzelspitze beschrieben.) Die Desinfektion und Reinigung des Kanalsystems erfolgte mit NaOCl 3%, Zitronensäure 10% und Aktivierung mit Schall und Ultraschall. Zur Instrumentation verwendeten wir Handinstrumente,Profile und Wave One Gold. Die Wurzelfüllung erfolgte in thermisch vertikaler Obturation mit AH Plus.
Rechtwinkelige Röntgenhalter und unsere Sensoren hatten bei der Länge des Zahnes und der Restauration keine Chance den Zahn apikal abzubilden. Deshalb mussten alle Aufnahmen mit den Carestream Haltern Typ Zahnbürste (2009 beschrieben) erfolgen.
Den Zahn 48 wurde extrahiert da kein Antagonist vorhanden war. Einige Zeit nach Behandlung des Zahnes 45 mussten wir im Recall feststellen, daß der Zahn 47 nun ebenso eine zunehmende apicale Ostelyse ausbildete. In Absprache mit dem HZA wurde nun dieser Zahn ebenso wir 45 behandelt.
Die Recallbilder zeigen eine deutliche Heilöungstendenz und sind Belohnung für die im wahrsten Sinne Schinderei des roten Winkelstückes bei der Zugangspräparation…
Noch eine Anmerkung in merkwürdigen Zeiten: Da bereits die bloße Nennung eines Produktes auf einer Homepage als Werbung interpretiert werden kann, benennen wir diesen Blogbeitrag (wie auch jeden bereits geschriebenen sowie alle zukünftigen Beiträge, in denen Produkte benannt werden) als unbezahlte Werbung. Sollten wir (jemals) finanzielle Zuwendungen von Firmen erhalten, die Erwähnung bestimmter Produkte betreffend, werden wir die entsprechenden Blogbeiträge als „bezahlte Werbung“ ausweisen.
Die nachfolgende Geschichte könnte auch unter „Geschichten aus dem Endozän“ eingeordnet sein. Die Patientin wird 2014 zur endodontischen Behandlung des Zahnes 15 und 17 an uns überwiesen. Beide devital. Beide mit massiven apikalen Aufhellungen. Der Zahn 15 zeigt zudem im oberen Wurzeldrittel nach distal hin eine nicht unerhebliche laterale Aufhellung.
Die Behandlung steht von Anfang an unter einem schwierigen, oder sollte ich besser sagen unglücklichen Stern. Die Patientin möchte schwanger werden. Endodontische Behandlungen sind daher wegen der benötigten Röntgenbilder immer nur möglich, wenn zum Therapiezeitpunkt eine Schwangerschaft sicher ausgeschlossen werden kann.
Die Zeitfenster sind stark eingeschränkt, die Terminierung ist sehr schwierig. Und muss immer wieder neu aufgestellt werden, dementsprechend ziehen sich die Behandlungen in die Länge.
Die Patientin ist zudem in die Kategorie „Angstpatient“ einzuordnen. Das sie zudem jeden unserer Behandlungsschritte kritisch hinterfragt und ihr Modus operandi in Semantik, Pragmatik und Diktion, wie sie ihre Bedenken vorträgt, erschweren das Arbeiten zusätzlich.
In einfachen endodontischen Fällen mag dies noch keine so bedeutende Rolle spielen. Aber im vorliegenden Fall wiegt dieser Umstand schwer. Ist sich die Patientin der Tatsache bewusst, das unsere Behandlungen der ultimative Versuch des Zahnerhalts darstellen und mit grosser Wahrscheinlichkeit an anderen Orten die besagten Zähne ohne auch nur einen Wimpernschlag drüber nachzudenken stante pede extrahiert werden würden ? Wir also heldenhaft um ihre Zähne kämpfen, uns – aller Unkenrufen, allem Abwinkens des dentalen Mainstreams zum Trotz- aufopfernd um den Zahnerhalt bemühen, Stichwort Herodontics?
Statt die Zähne zur Extraktion freizugeben, um in einem Bruchteil der Zeit die wesentlich besser honorierte Implantation durchzuführen, um danach auch noch an einfacheren aber dennoch besser bezahlten, nun zwingend notwendig gewordenen ZE- Neuversorgung finanziell zu partizipieren ?
Ich weiss nicht, ob dies der Patientin bewusst ist, sie sich überhaupt darüber Gedanken macht.
Der Habitus der Patienten lässt auf jeden Fall keinen Zweifel daran, das diese einen Behandlungserfolg, unser Arbeiten betreffend, zwingend voraussetzt! Und zwar nicht im Sinne eines ausmunternden „Sie schaffen dass, Herr Doktor“, vielmehr ein permanent subliminal nonverbal Mitschwingendes „Ich gehe selbstverständlich davon aus, dass sie das hinkriegen, das ist ja ihr Job, es ist mir egal, wie sie das machen, aber wehe, wehe, wehe, wenn sie es nicht schaffen!“.
Immerhin. Es gelingt, die Behandlung an beiden Zähnen zum Abschluss zu bringen.
An Zahn 15 zeigt sich eine sehr grosse Überpressung von Calciumhydroxid periapikal. Angesichts der massiven Knochendestruktion in Folge der Entzündung kein unerwartetes Ereignis.
Dennoch hätte ich mir das Ausmaß der Überpressung kleiner gewünscht. Was wäre im Falle einer Beschwerdeproblematik ? Eventuell im Notdienst ?
Würde der Behandler gegebenenfalls die Überpressung als Auslöser der Schmerzen benennen, vielleicht sogar als Ursache der riesigen Knochendestruktion ? Wem würde die Patientin dann mehr Glauben schenken ? Und wäre, wenn es soweit käme, in ihrer Entscheidungswelt nicht sogar ich dann für den Misserfolg verantwortlich ?
Ich würde es nicht ausschliessen wollen.
Normalerweise warte ich in Fällen solcher Überpressungen 12 – 16 Wochen ab, um in der Röntgenverlaufskontrolle die Resorption des Calciumhydroxides und damit einhergehend eine initiale knöcherne Konsolidierung überprüfen zu können.
Diese Zeit haben wir hier nicht. Angesichts des konkreten Kinderwunsches und damit einhergehender medizinischer Massnahmen in der Sache führe ich am 08.05.2014 die Wurzelkanalfüllung durch.
Termine für die postendodontische Stabilisierung der Zähne und für den ersten Recall werden vereinbart. Dazu kommt es aber nicht mehr. Einen Monat nach Abschluss unserer Maßnahmen ist die Patientin schwanger und sagt alle Termine ab.
Bereits das analoge Einzelbild ließ erkennen, was das präoperative DVT klar zeigte. Dieser 15 glänzte mit einer doppelten Krümmung.
Die initiale Aufbereitung und die Längenmessung erfolgte nach Trepanation und „Bereinigung“ der beiden koronal getrennt verlaufenden Kanalanteile mit einer im OGP2-Modus des TriAutoZX2+ eingesetzten EndoWave-Feile der Dimension 10/02.
Es war davon auszugehen, dass es bei der alio loco durchgeführten Erstbehandlung zu einer gewissen Stufenbildung im Bereich der gegenläufigen zweiten Wurzelkrümmung genommen war. Erfreulicherweise ließ sich die 10/02 ohne größeres „Hakeln“ bis auf Arbeitslänge bringen. Das nachfolgende Erweitern erfolgte kleinteilig, was bedeutet, dass die nachfolgenden Instrumente nur gering im Durchmesser und Taper zunahmen. Das Ergebnis hat mich vollkommen zufrieden gestellt.
Bei der nachfolgenden Patientin war die vormalige Restauration an Zahn 22 frakturiert und es stand eine Neuanfertigung an.
Leider zeigte das Röntgenbild, dass der vormals endodontisch behandelte Zahn bei unauffälligen apikalen Verhältnissen ein Instrumentenfragement bereithielt… was also tun?
Gemeinsam entschieden wir uns mit der Patientin für eine Revision. Intraoperativ zeigte sich, dass es sich nicht um ein Hedströminstrument handelte, sondern (wohl) um einen Kompaktor zur thermohydraulischen Verdichtung des Wurzelkanalfüllmaterials. Dieser war wahrscheinlich während der Anwendung frakturiert.
Klinisch bedeutete dies ein extrem festsitzendes Fragment. Die DREI Versuche mittels BTR Pen scheiterten, weil der Draht (0,5mm) beim Zugversuch jedes Mal riss…
erst der zweite Anlauf mittels Hülsentechnik (+Rely X Unicem) führte schliesslich zum Erfolg.
So ein derart festsitzendes Fragment habe ich bisher noch nicht erlebt…
In diesem Beitrag hatten wir erstmals über den Woodpecker R1 Plus berichtet. Wir hatten diesen jetzt mehrfach im Einsatz. In der Beschreibung / Beipackzettel steht, daß das Gerät auf 500 Anwendungen ausgelegt ist. Das hat mich überrascht. Das sind ca. 125 Molare. Das reicht nicht weit, zumal die Klinge nicht wechselbar ist.
Beim genauen Betrachten des Schneidvorganges ist erkennbar, daß der GP Point dezent nach dem Schneidevorgang übersteht. Das entspricht dem Spalt zwischen Messlehre und Schneide. Dabei kann eine Schneidfahne am GP Point entstehen. Deshalb hat sich bewährt die Schneide in einer Ritsch/Ratsch Bewegung hin und her zu führen.
Die Schnittflächen sind mit der o.g. Bewegung akzeptabel, jedoch nicht immer ohne Nasen. Lästig ist die dadurch notwendige mikroskopische Kontrolle der Points.
Empfehlung kann ich auf Grund der geringen Nutzungsdauer und nicht wechselbarer Schneide nicht geben.
In einem medizinischen Forum habe ich die Tage folgende Anekdote gefunden. Es berichtet ein Dermatologe:
Pat war nach Op in USA, dort einfache Wunde nässend . Kollege untersucht , macht Sono und Röntgen. Reinigung, Pflaster, ca 1 Stunde in Praxis. Super schöne Einrichtung und Service etc
Honorar: 33 000 Dollar / Auslandsversicherung übernimmt 25000.
Wow – soviel kann ärztliche Kunst wert sein Pat jetzt sehr demütig zurück.
Dermatologe in Bayern14.70 / Quartal / brutto 60 offene Sprechstunden/ Quartal ohne Honorar allinclusive .
Fühl mich wertlos und ausgebeutet und bin unmotiviert . keine ärztliche Kunst möglich.
Wir hatten neulich Notdienst. Die Patienten kommen mit Schmerzen, es erfolgt Schmerzausschaltung durch endodontische Maßnahmen. Die Patienten präsentieren sich nach der Behandlung schmerzfrei. Aber. Es darf so gut wie keine endodontische Leistung abgerechnet werden.
Keine VITE, keine WK, nicht einmal die Med. Nicht einmal die eingehende Untersuchung darf abgerechnet werden, egal wie schwierig und zeitaufwändig die Diagnostik sich darstellt. In Fällen, in denen beim devitalen Zahn bereits die Trepanation vom Vorbehandler abgerechnet wurde, nicht einmal diese, selbst wenn sie nicht suffizient durchgeführt worden war. Und auch keine Anästhesie ? Weil der Zahn ja, weil devital, nicht wehtun „kann“.
Wie schreibt der Kollege: Fühle mich wertlos und ausgebeutet. Dito.
Wann ist die Formgebung bei der Kanalaufbereitung ausreichend?
Für mich ist das der Fall, wenn die Spanräume der Feile über eine Strecke von 4-5 mm, beginnend von der Feilenspitze gemessen, vollständig mit hellem Debris gefüllt sind und die Aufbereitungsweite ein nachfolgendes warmes Füllen des Wurzelkanals ermöglicht.
Damit ist meine minimalste Aufbereitungsendweite 25/06. Im Falle des bei diesem Molaren sehr engen und im Eingangsbereich sehr stark obliteriertem MB2 völlig ausreichend.
Die Sealerextrusion ist hier für meinen Geschmack etwas zu üppig ausgefallen und was genau ich mir bei der Zugangskavität gedacht habe, kann ich in der der Nachbetrachtung nicht mehr genau sagen. Diese hätte deutlich kleiner ausfallen können, ja müssen.
Interessant, die Zuversicht der Vorbehandlerin, dass es die Pulpa des 47 schon schaffen wird, wenn erst einmal die neue Krone zementiert wurde.
Dieser Zahn 25 wurde laut Aussage des Patienten zuletzt vor ca. 20 Jahren behandelt. Seit dem ist er schmerzfrei. Nach Wechsel des HZA kam als Zufallsbefund die apikale Veränderung des Zahnes zum Vorschein. In unserer bildbegebenden und klinischen Diagnostik zeigte sich eine laterale Kanalstruktur in der bukkalen Wurzel. Das ist eine Ansage.
Nach der ersten Behandlung mit Aufbereitung bis ISO25 mit Wave One Gold, Desinfektion mit NaOCl 3% und Zitronensäure 10% unter Einsatz des Eddy konnte die medikalmentöse Einlage die Kanalstruktur nicht erreichen. Den Fotona Laser (Skypulse Versa) hatten wir eingesetzt, allerdings kam nach 20 Sekunden eine Fehlermeldung und wir konnten die Behandlung damit nicht fortsetzen. In der Röntgenkontrolle der medikamentösen Einlage zeigte sich keine vollständig erfasste Kanalstruktur.
Im zweiten Termin konnten wir mit unserem Sweeps Protokoll 2×30 Sekunden mit fortlaufender NaOCl 3% Spülung wieder behandeln. Nach Applikation des CaOHJ Präparates zeigte sich dieses mal im Röntgenbild eine erfasste laterale Kanalstruktur.
Ist das Zufall? Keine Ahnung. Die apikale Aufbereitungsgröße wurde von 25.04 auf 25.07 erweitert und das CaOHJ entfernt. Die Desinfektion fand unter den selben Bedingungen statt. Die Applikation des Medikamentes erfolgte ebenfalls gleich mit einer Kunststoffkanüle und Transport mit Eddy auf Arbeitslänge. Über den weiteren Verlauf werde ich berichten.
Die bevorstehende DGET Jahrestagung erinnert mich daran, daß es nun schon mindestens ein Jahr her ist, dass ich mit verschiedenen China-Endo-Handstücken in der Praxis arbeite.
Zeit und Anlass, ein Langzeit-Resüme zu ziehen. 5 unterschiedliche Handstück-Typen werden bei uns eingesetzt. Für vollrotierende Instrumente das Morita TriAuto ZX 2 Plus-Handstück. Der innovative OGP2- Modus ist Alleinstellungsmerkmal und Grund genug, damit zu arbeiten.
Für sogenannte reziproke Endo-Instrumente im Sinne einer nicht kontinuierlichen teilweise rückgeführten rotierenden Bewegung nach Ghassan Yared kommen die vier anderen Handstück-Typen zum Einsatz.
Zu allererst zu nennen, weil Referenz: Das VDW.Connect.Drive (bzw. das baugleiche Dentsply Sirona) X-Smart IQ
Nachwievor mein Favorit, was das Handling und die Effizienz angeht. Es liegt, gerade weil etwas schwerer ist, sehr gut in der Hand, mit Abstand am besten von allen. Der Motor ist durchzugsstark und fällt unter Last nicht ab. Darin unterscheidet er sich positiv von allen anderen. Zierlicher Winkelstückkopf, die Halskrümmung ist so gestaltet, dass auch in schwierigen Fällen eine gute Positionierung möglich ist. Ich bräuchte keinen anderen „reziproken“ Motor, wenn, ja wenn der Motor sich nicht selbst immer wieder ein Bein stellen würde.
Stichwort Reparaturanfälligkeit. Die 3 Schwachpunkte ?
Das Gehäuse ist bruchsensibel, nennen wie es so, ebenso wie die Ladebuchse. Und die Batterien geben immer wieder (in zu kurzen Abständen) den Geist auf. Was mit teuren und mit einer gewissen Abwesenheit von der Praxis verbundenen Unannehmlichkeiten einhergeht. Sehr schade. Der Motor ist nicht mehr im Markt als Neugerät erhältlich, ein Nachfolger lässt vermutlich noch einige Zeit auf sich warten.
Bleiben also die Mitbewerber. Die alle drei zu deutlich geringeren Preisen angeboten werden als das Connect.Drive / X-Smart IQ Duo. Ein wichtiges Plus.
Aber können sie auch arbeitstechnisch mithalten ? Mit kleinen Abstrichen ja.
Der Woodpecker zum Beispiel. Ergonomisch ist er mit den Dentsply-Konzern-Produkten gleich auf. Zierliches Winkelstück, der Kröpfungswinkel sehr gut, ebenso wie seine wertige Haptik. Er ist allerdings deutlich leichter. Das kann man sogar als Plus empfinden, auch wenn ich die etwas höhere „Schwere“ des Connect.Drive / X-Smart IQ beim Arbeiten unter dem Operationsmikroskop bevorzuge, da der blinde Handstückwechsel so leichter fällt. Unter Last fällt die reziproke Bewegung spürbar ab, diese Eigenschaft teilt der Motor sich mit den anderen beiden China-Winkelstücken.
Grösstes Manko allerdings. Das fehlende Display.
Dies haben die beiden anderen Geräte, Eightteeth und Bomedent ihm voraus. Und ich sage wieder an dieser Stelle. Vergesst cool wirkende Ipads als Steuerzentrale, wenn vollrotierende und reziproke Instrumente im Sinne eines Hybrid-Systems gemischt werden. Nichts geht einfacher und schneller als die direkte Verstellmöglichkeit im Handstück selbst. Das Bomedent-Gerät kommt trotz integriertem Display zu einem Kampfpreis daher. Was die Haptik angeht, muss man zwangsläufig dann Abstriche machen, dafür ist die Verwendung eines Standard-Akkus und ein im Notfalle in der Praxis selbst durchführbarer Akku-Wechsel sicherlich ein weiteres Kaufargument.
Fassen wir zusammen. Den Platzhirsch Connect.Drive / X-Smart IQ gibt es nicht mehr. Gäbe es ihn, könnte ich ihn angesichts seiner Reparaturanfälligkeit und im Hinblick auf seinen hohen Preis im Moment nur noch denjenigen Kolleginnen und Kollegen empfehlen, die angesichts seines Handlings und seiner Effizienz bereit sind, mit diesen Schwachpunkten zu leben. Für die reziproke Anwendung alleine wohlgemerkt, denn in der Kombination mit vollrotierenden Instrumenten im Wechsel gibt es mittlerweile sehr gute Alternativen. Das wäre dann zum Beispiel das Eigthteeth-Gerät, weil es in der Summe aller Eigenschaften eine gute Schnittmenge bildet. Das Bomedent-Gerät ist eine Low Budget-Alternative für alle, die ganz genau aufs Geld schauen müssen. Es bietet sehr viel für vergleichsweise wenig. So gesehen ein guter Einstieg zum Beispiel für diejenigen, die mit zwei oder weniger Geräten im schnellstmöglichen Wechsel arbeiten wollen, aber jeden Cent mehrmals umdrehen müssen.
Und der Woodpecker ? Wäre mein Favorit, wenn er denn nur ein Display hätte. Ergonomisch führt er mit deutlichem Abstand. In dem Moment, in dem meine Connect.Drive / X-Smart IQ unreparierbar ihren Geist aufgeben, wäre gegenwärtig dieser Motor mein Gerät der Wahl für meine VDW Reciproc und WaveOne Gold – Instrumente. Der Drehzahlabfall unter Last gefällt mir nicht, ich würde es mir anders wünschen, aber unter den Blinden ist der Einäugige König, zumal wir nicht wissen, inwieweit dies wirklich klinisch relevant ist. Ach ja. Mein Exemplar kommt in leuchtendem Knall-Orange daher. Das tut mir in der Seele weh. Das nächste Gerät wäre daher definitiv weiss. Ich weiss, ein Luxusproblem, aber wer Tag für Tag damit arbeitet, der nimmt die Krawall-Farbe entweder nicht mehr wahr oder wie in meinem Falle leidet jeden Morgen aufs Neue. Ich bin jedenfalls gespannt, was in München in einer Woche man am Woodpecker-Stand bereithält. Vielleicht ein duchzugsstarkes weisses Handstück, das via Display ansteuerbar ist ? Man wird ja noch träumen dürfen. Und manchmal gehen Träume ja auch in Erfüllung.
Noch eine Anmerkung in merkwürdigen Zeiten: Da bereits die bloße Nennung eines Produktes auf einer Homepage als Werbung interpretiert werden kann, benennen wir diesen Blogbeitrag (wie auch jeden bereits geschriebenen sowie alle zukünftigen Beiträge, in denen Produkte benannt werden) als unbezahlte Werbung. Sollten wir (jemals) finanzielle Zuwendungen von Firmen erhalten, die Erwähnung bestimmter Produkte betreffend, werden wir die entsprechenden Blogbeiträge als „bezahlte Werbung“ ausweisen.
Ein Fall aus der Reihe „Erst hatte sie kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu.“ Die Patientin suchte unsere Praxis 2021 auf Rat Ihres Ehemanns (nach Überweisung, Behandlung 2020 bei uns) auf, nachdem es größere Problem und schmerzhafte Momente in der endodontischen Behandlung am Zahn 15 gab.
Die Patientin gab an mit pulpitischen Beschwerden am Zahn 15 den zahnärztlichen Notdienst aufgesucht zu haben. In der endodontischen Behandlung wurden keine Wurzelkanäle gefunden. Der Zahn wurde offen gelassen. So stellte sich die Patientin ihrem HZA vor. Die Schmerzen bestanden unverändert. Da auch der HZA keine Kanäle finden konnte erfolgte die Einlage eines nervtötenden Medikaments laut Patientin. Nach kurzer Zeit kam es zu noch stärkeren Schmerzen. Der HZA entfernte das Medikament und es trat eine Linderung ein. Nun kam der Ehemann ins Spiel und verwies auf uns.
Nach dieser Vorgeschichte war die Patientin sehr angespannt und ängstlich. In der Beratung haben wir die vorhandenen Probleme mit der Patientin erörtert. Hauptproblem der starke interradikuläre Substanzverlust und nahezu vollständiger Verlust der Papille mesial mit nekrotischen Knochenresten. Auf Grund eines Schwangerschaftsverdachtes haben wir die röntgenlogische Diagnostik verschoben und zunächst den Zahn adhäsiv mit Beautifill in sequentielle Matritzentechnik aufgebaut, die „Fastperforation“ adhäsiv mit EverX Flow repariert, die Kanaleingänge dargestellt und mit CaOH abgedeckt. Nach dem fest stand, daß keine Schwangerschaft besteht erfolgte die Röntgendiagnostik. Die endodontische Behandlung verlief wie geplant und verlief durch die mikroskopische Kontrolle problemlos. Der Zahn ist seit der Erstbehandlung symptomlos. Der Verlust der Papille und des Alveolarknochens sind auf Grund des einwandigen Knochendefektes verloren.
Ich bin von verschiedener Seite gebeten worden, ob ich meine Workflow Diagramme aus meinem Vortrag bei DIE3 HERRMANN KAADEN SCHRÖDER hier bei WURZELSPITZE einstellen könne.
Was ich hiermit gerne tue.
Und ein Kollege hat mich gebeten, ob ich nicht auch das Workflow -Diagramm meines Prämolaren-Online-Vortrags von 2022 hier einstellen könne. Was ich ebenfalls gerne tue.
Ich weise noch einmal darauf hin, dass der Discount in Höhe von 10 Prozent für WURZELSPITZE Leser für die Yirro Plus Luftspiegel am 30.November ausläuft. Wer also einen solchen Spiegel haben und etwas Geld sparen möchte, sollte sich nun zeitnah mit dem Hersteller DHM Dental in Verbindung setzen.
Ich habe auf jeden Fall mein Plädoyer bei DIE3 HERRMANN KAADEN SCHRÖDER für dieses nützliche Hilfsmittel für mich selbst zum Anlass genommen, endlich auch noch das fehlende Zimmer damit auszustatten. Vielen Dank an DHM im Namen aller WURZELSPITZE -Leser für das nette Entgegenkommen.
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Im Jahr 2006 hatte diese Patientin im Alter von 17 Jahren in Folge eines Autounfalls erhebliche Frakturen im Bereich des Gesichtsschädels erlitten. Neben mehrerer Frakturen im Bereich des Oberkiefers und des Orbitabodens war auch der Unterkiefer stark betroffen. Der Unterkiefer war im Bereich des Kieferwinkels und mesial des Zahnes 33 frakturiert. Die Zähne 32 und 41 waren avulsiert und konnten nicht reponiert werden.
Eine sehr aufmerksame Überweiserin nahm die von der Patientin geäusserten Beschwerden in Regio 33 ernst und fertigte ein Röntgenbild an. 3 Jahre zuvor war der Patientin in einer anderen Praxis beschieden worden, dass die Ursache der bukkalen Schwellung in der Region 33 nicht zu ergründen war.
Zahn 31 reagierte negativ auf den Kältereiz. Ausserdem fiel ihr eine kreisrunde intrakanaläre Aufhellung im mittleren Drittel des Zahnes 34 auf. Die Bitte der Überweisern war nunmehr, Licht ins Dunkel zu bringen.
Der elektrische Sensibilitätstest an 31 verlief positiv. Das Einzelbild und das DVT zeigen einen durchgehenden Parodontalspalt bei gleichzeitig starker Obliteration. Zahn 33 wies im mittleren Wurzeldrittel eine palpatorisch erhebbare Schwellung auf und war gering perkussionsempfindlich. An Zahn 34 fiel eine starke Rosafärbung der klinische Krone auf. Die Zähne 31,33 und 34 waren frei von Restaurationen.
Das DVT zeigt einige der Spätfolgen eines Frontzahntraumas:
Zahn 31 weist eine sehr starke Obliteration des Pulpakavums und des Kanalquerschnittes auf.
Zahn 33 zeigt distal im koronalen Drittel eine arretierte externe Resorption. Apikal imponiert eine ausgedehnte Aufhellung mit teilweisem Verlust der bukkalen Lamelle, sowie im Foramenbereich eine infektionsbedingte externe Resorption.
Bei der kreisrunden intrakanalären Aufhellung an Zahn 34 handelt es sich um den Bohrschacht einer vor langer Zeit entfernten Osteosyntheseschraube.
Wie wäre wohl die Therapieentscheidung ohne DVT ausgefallen?
Mit Verspätung von gestern möchte ich Ihnen heute noch den ersten Schritt einer Prämolarenbehandlung vorstellen. Damit verbunden auch eine Frage in die Runde…
aber der Reihe nach…
bei der 43-jährigen Patientin war bei der Routineuntersuchung eine asymptomatische chronische apikale Parodontitis an Zahn 25 diagnostiziert worden.
Aufgrund der massiven Obliteration erfolgte die Zuweisung zu uns.
Während der Behandlung bewahrheitete sich wieder einmal, dass die tatsächliche Obliteration klinisch „geringer“ ausfällt als radiologisch erkennbar…
Die Darstellung und Präparation erfolgte mittels Munce-Bohrern und C- und R-Pilot-Instrumenten.
In der Vergrösserung ist gut zu erkennen, welche Ausdehnung des Kanalsysteme insbesondere koronal früher einmal hatte.
Nun aber zu meiner Frage:
Würden Sie diese Hartsubstanz noch entfernen, weil hier ggf. Bakterien „versteckt“ sind?
Als ich das erste Mal von dem Entbürokratisierungsgesetz im Gesundheitswesen hörte, dachte ich das ist wieder einer aus der Reihe FakeNews.
Aber das gibt es doch. Es ist (k)ein Schildbürgerstreich. Man meint das ernst. Es sind sicherlich viele Leute daran beteiligt, neue Regelungen zur Entregelung zu entwickeln. Sicherlich werden noch Durchführungsbestimmungen und Prozessabläufe entwickelt, Charts erstellt und Verantwortliche ausgebildet.
Was kommt dann raus – NICHTS, außer Schlagzeilen, wie toll das Ganze ist. Eine unsinnige Verordnung ersatzlos zu streichen kommt gar nicht in die Tüte.
Beispiele: – Nachweispflicht von Fortbildungen gegenüber der KZV, die meisten Fortbildungen bringen keine Therapieoption im Rahmen der GKV. – Oder den Nachweis einer Berufshaftpflichtversicherung – Röntgenverordnung – Ab dem 1. Januar 2023 müssen neu in Verkehr gebrachte (zahnärztliche) Röntgeneinrichtungen gemäß § 114 Strahlenschutzverordnung über eine Funktion verfügen, die die Expositionsparameter elektronisch aufzeichnet und für die Qualitätssicherung elektronisch nutzbar macht. – usw…
Der Stein der Weisen ist jetzt die Digitalisierung… Aber lesen Sie selber hier ein Kommentar im ÄN.
Irgendwann werden alle Ärzte nur noch Onlineformulare ausfüllen oder weggelaufen oder ihre Praxen einfach zugeschlossen haben.
Microbrush (Microbrush Applikationstips superfein 1,0 weiß – lange und kurze Ausführung) sind in unseren Behandlungen nicht mehr weg zu denken. In letzter Zeit stellen wir fest, daß die Qualität der o.g. Microbrush vom Hersteller Microbrush zunehmend große Qualitätsunterschiede aufweist. Die Bushs verlieren zunehmend feine Härchen und zuletzt oftmals ganze Haarbüschel. Diese zu Entfernen ist eine zeitraubende Angelegenheit. Es kündigt sich bereits an, wenn die Brushes so aussehen (leider etwas unscharfe, aber erkennbare Bilder). Oft sind ganze Büschel des Bruchs in der Cavität verblieben. Mit bloßem Auge fällt das vielleicht weniger auf, unter mikroskopischer Kontrolle nervt das und führt zu Problemen. Wie sind Eure Beobachtungen? Welche Alternative ist zu empfehlen?
Wie schon am Freitag berichtet, hatte ich in der letzten Woche das Vergnügen mehrere Erstbehandlungen durchführen zu können. Und hier auch noch eine Vitalexstirpation!
Die X-Bein-Anatomie in der mesialen Wurzel konnte offensichtlich mittels LAI gereinigt werden. Ansonsten kam auch hier meine geliebte Endo-Wave-Sequenz 10/02 & 15/02 im OGP2-Modus mit dem TriAutoZX 2+ zum Einsatz.
Erstbehandlungen gehören leider zu den Raritäten in meinem Praxisalltag. Umso schöner, dass ich in dieser Woche gleich drei Mal das Vergnügen haben durfte.
Nachfolgender 47 wies neben einem tief hinab reichendem Dentikel in D h-förmig kommunizierende MB & ML auf, die zudem apikal seehehr eng gestaltet waren.
Nach initialer Darstellung der Kanaleingänge wurde der Dentikel in D zunächst mittels der Endosonor-Feile zerkleinert und nachfolgend herausgespült. MB und ML wurden mit der in Bad Kreuznach vorgestellten Kombination aus TriAutoZX2+ im OGP2-Modus und den EndoWave-Feilen 10/02 und 15/02 realisiert.
Trotz ausgiebiger schallunterstützter Irrigation fand ein Austausch der Spüllösung über die h-förmige Kommunikation erst statt, nachdem ich laserunterstützt gespült hatte. Dabei beginne ich immer mit EDTA und nutze anschliessend NaOCl. Mein Vorgehen in Kurzform findet sich in den dem Fall angehängten Folien.
Nachdem der Laser in der Endodontie aufgrund der in den 1990ern eingesetzten Technik (NdYAG-Laser sollte Bakterien thermisch zerstören) ein gewisses Schmuddelimage hatte, ist es für mich interessant zu sehen, dass sich mittlerweile immer mehr Studien mit dem Thema befassen.
Die Patientin suchte unsere Praxis auf um den Zahn 26 unbedingt zu erhalten. Seit Jahren traten immer wieder Beschwerden an dem Zahn auf, die sie in ihrer Leistungsfähigkeit einschränkten. Ab und zu entstehe auch eine kleine „Beule“, die aufplatzt und wieder verschwindet.
Der Zahn 26 war mit einer Keramikteilkrone suffizient prothetisch rehabilitiert. Der Lockerungsrad ist 0 und die Sondierungstiefen sind nicht erhöht. Röntgenologisch imponierten die „ausgeschachteten“ Kanäle. Im DVT waren apikale Osteolysen an allen 3 Wurzel erkennbar und ebenso, daß dies ein seltenes Exemplar eines ersten oberen Molaren ohne zweiten mesiobukkalen Kanal war. Als Nebenbefund kam noch die P. apicalis am 22 als Z.n. Wurzelspitzenresektion zu Tage. Dieser Zahn war beschwerdefrei. In der Behandlung des 26 kam die befürchtete resezierte Metallwurzelfüllung unbekannten Fabrikates zu Tage. Durch die nahezu sealerfreie Verbolzung waren die Stifte relativ gut mit Ultraschall entfernbar. Nach minimaler Aufbereitung (Gates), Desinfektion mit NaOCl (3%) und Zitronensäure (10%) erfolgte eine CaOH Einlage. Die Patientin gab an, nach 2-3 Tagen deutliche Beschwerden an dem Zahn 26 zu haben. Nach 4 Tagen gingen die Beschwerden vollkommen zurück. Im 2. Behandlungstermin erfolgte nach Einbringung eines Kollagenwiderlagers die Wurzelfüllung mit MTA und Guttapercha. Die Krone wurde adhäsiv nach Silanisierung verschlossen. Es wurde zuvor ein Glasfserstift palatinal inseriert. Zum 2 Jahrerecall berichtete die Patientin glücklich über vollständige Beschwerdefreiheit nach der Behandlung. Dank der Beschwerdefreiheit hatte sie einen Ultramarathon in Angriff nehmen können und durchlaufen können. Palatinal am 26 ist die Heilungstendenz erkennbar. Mesial und distal ist es nicht beurteilbar. Am Zahn 22 ist eine deutliche Heilungstendenz erkennbar.
„Möchtest Du einen Kaffee?“, frage ich meinen Freund Benno. Es ist Samstag morgen und Benno ist gekommen, um den Käse abzuholen, den ich ihm aus unserem Urlaub mitgebracht habe.
Benno, der Landmetzger liebt nämlich einen besonderen Südtiroler Hartkäse. Trocken und fest, in Rotwein eingelegt, und lange gereift, so soll er sein. „Den gibt es bei uns nicht,“ sagt er. Deshalb muss ich ihm immer gleich ein paar Kilo davon mitbringen, wenn wir in Südtirol waren und so sitzt er nun an unserem Küchentisch.
Wir erzählen, was in der Zwischenzeit so alles passiert ist.
„Letzte Woche war der Veterinärmediziner da“, erzählt er. Einmal pro Jahr ist dieser vor Ort, um die Schlachtung zu überwachen. Ein Standardprozedere, auch wenn immer wieder es neue Regularien zu beachten gibt. So unterliegt nun auch das Bolzenschussgerät, das zur Betäubung der Schlachttiere eingesetzt wird, einer besonderen Beachtung. Eine EU- Richtlinie. Es muss eine Prüfplakette aufweisen zur Dokumentation der einwandfreien Funktion. Man sollte meinen, dass dies im ureigensten Interesse des Metzgers liegt. Wer möchte schon einen 300 kg schweren Bullen wieder unter Kontrolle bringen, wenn die Betäubung unversehens fehl schlägt und man kurz davor ist, dessen Kehle mit einem Messer zu bearbeiten. Benno erzählt, dass er natürlich vor jeder Schlachtung die Funktion überprüft. Schussbolzen, Feder, Dichtung, all das muss in Ordnung sein oder wird gegebenenfalls von ihm ausgetauscht. So macht er das seit nunmehr über 40 Jahren. Das genügt nun aber nicht mehr. Es bedarf der offiziellen Absegnung der einwandfreien Funktion durch eine Prüfstelle. 140 Euro kostet die Begutachtung. Viel Geld im Vergleich zum Neugerät, welches – Benno lacht – 168 Euro kostet. Und 5 Wochen war das Gerät unterwegs. In dieser Zeit durfte nicht geschlachtet werden. Ein betriebswirtschaftliches Unding. Es ist im Übrigen Vorschrift, dass – für den Falle eines Falles des Nichtfunktionieren des zertifizierte Gerätes – ein zweites Bolzenschussgerät vorhanden ist. Dieses muss nicht TÜV-zertifiziert sein, es reicht ein zertifiziertes Gerät pro Metzgerei. Macht das Sinn?, frage ich. Für den Fall, dass dein zertifiziertes Gerät ausfällt, darfst du dann mit einem unzertifizierten Gerät arbeiten. Das erscheint mir nicht logisch. Abgesehen davon brauchst Du nun 3 Bolzenschussgeräte, sage ich. Damit Du weiterschlachten kannst, solange das eine Gerät zur Überprüfung eingeschickt ist, brauchst du ein zweites zertifiziertes Gerät. Und dann ein drittes Gerät, das vorgehalten werden muss, wenn das erste Gerät zur Überprüfung ist und das zweite Gerät ausfallen sollte. Und zwei deiner drei Geräte müssen dann mit Prüfplaketten versehen sein. Macht auf 20 Jahre hochgerechnet, solange hält in der Regel so ein Gerät, statt 168 Euro nun 1568 Euro. „
Unsere Sterilisatoren müssen auch zertifiziert sein. Nennt sich Validierung. Quasi der Sterilisationsgeräte-TÜV. Früher hatten wir einen Sterilisator. Das waren Geräte, die in der Regel ebenfalls mehr als 20 Jahre ohne Probleme ihren Dienst versahen. Alle paar Jahre musste mal die Türdichtung getauscht werden, dass war´s dann aber schon. Was kostete so eine Dichtung ? 50 Euro ?
Dann wurde eine neue Generation an Sterilisatoren vorgeschrieben. Die mit Vakuum arbeiten, damit der Dampf auch wirklich in jede noch so feinste Ritze vordringen kann. Ist dies klinisch relevant ? Man weiss es nicht. Dafür haben wir es nun mit sehr komplizierter Technik zu tun. Die regelmäßig, spätestens alle 2 Jahre, in der Regel früher sogar gewartet werden muss. Von einem Fachtechniker. Und wir haben 2 davon, weil im Gegensatz zu den früheren Geräten, die neuen Geräte immer wieder mal eine Störung aufweisen. Ihre Funktion einstellen. Klar, die kompliziertere Technik bedingt eine höhere Fehleranfälligkeit. Also brauchen wir ein zweites Gerät, damit wir weiterarbeiten könnten, wenn das erste Gerät ausfällt. Was immer mal wieder vorkommen kann. Plötzlich. Unerwartet. Obwohl die Geräte regelmäßig gewartet werden. Von einem Fachtechniker.
Was kostet die Wartung ? Was kostet die Validierung ? Pro Gerät über den Daumen jeweils 1500 – 2000 Euro. Aus aktuellem Anlass kann ich sogar mit konkreten Zahlen aufwarten => Für die Wartung von 3 Geräten beträgt die Rechnung vom 12.10.2023 4950 Euro.
Kleine Hochrechnung gefällig? Macht bei 4 Geräten, die in unserer Praxis benötigt werden zur Aufbereitung der Instrumente (2 B-Sterilisatoren, ein DAC, ein Thermodesinfektor) auf 20 Jahre gesehen 66.000 Euro. Die zum Kaufpreis von rund 30.000 Euro hinzukommen. Und die Validierung alle 2 Jahre mit weiteren rund 1000 Euro pro Gerät ist da noch gar nicht berücksichtigt.
100.000 Euro. Oder gar 130.000 Euro weil diese Geräte vermutlich nur 10 Jahre durchhalten werden. Plus 40.000 Euro Validierungskosten in dieser Zeit. Macht nach Adam Riese 170.000 Euro.
Der Sterilisator, den ich zu Beginn meiner Praxistätigkeit kaufte, ja genau so ein Modell, das 20 Jahre problemlos funktionierte, der kostete damals umgerechnet 2750 Euro.
„Wenn ´s nicht so früh am Tag wäre, müssten wir jetzt eigentlich einen Schnaps trinken, Benno!“, sage ich. Wir lachen. Humor ist ja bekanntlich, wenn man trotzdem lacht…
Ein p.s. aus unerfreulichem aktiuellem Anlass. Seit ein paar Tagen, die letzte Wartung ist weniger als 2 Arbeitswochen her, zeigt einer der beiden Sterilisatoren in zunehmendem Maße eine Fehlermeldung „61“ an und bricht die Sterilisation ab. Das Telefonat mit dem Service-Techniker ergab, vermutlich müsse die Speisewasserpumpe ausgetauscht werden. Ich werde berichten.
Nachdem dieser zuvor unversehrte 11 irgendwann vor 2 Jahren einmal die Farbe veränderte, wurde alio loco versucht den kosmetischen Mangel mit einer Verblendschale zu beheben. Ohne Erfolg. Eine deutlich nach der Versorgung durchgeführte radiologische Untersuchung zeigte die für eine externe Resorption typische idiffus begrenzte intrakoronale Aufhellung.
Die 17-jährige Patientin stellte sich vor 3 Wochen in meiner Praxis vor. Das DVT zeigt neben dem resorptiven Geschen eine apikale Aufhellung. Eine Zahnentfernung stellt in diesem Lebensalter sicher eine nicht ideale Therapieform vor. Es gilt, den Zahn, wenn möglich, noch 10- 15 Jahre in situ zu halten. Die Behandlung erfolgte zweizeitig.
In der ersten Sitzung wurde nach Anlegen von Kofferdam zunächst das neurotische Pulpagewebe entfernt und das 27,5 mm lange und apikal sehr weite Kanalsystem intensiv desinfiziert. Nach Einlage von CaOH2 und dem adhäsiven Verschluss wurde in gleicher Sitzung der Resorptionsdefekt chirurgisch dargestellt.
Interessant war dabei, dass es im Laufe der Resorption zu einer knöchernen Reparatur gekommen war. Dieser neu entstandene Knochen wurde wieder entfernt, um die Defektgrenze sicher trockenlegen zu können. In der Tiefe solcher Defeket verwende ich gerne Geristore, welches anschliessend mit einem Flow-Komposit überschichtet wird.
4 Tage nach dem Eingriff zeigte sich bei der Nahtentfernung bereits eine erstaunlich gute Wundheilung. 14 Tage nach dem ersten Termin wurde das Kanalsystem obturiert. Dabei habe ich den Masterpoint mittels Chlor-Dip-Technik individuell angepasst. Somit konnte eine massive Sealerextrusion vermieden werden. Um das etwas kniffelige Erwärmen der koronalen Guttaperchaanteile zu überspringen, habe ich die apikalen 6 Millimeter des Masterpoints abgetrennt und nach Aufspießen auf einen Microopener nach apikal verbracht.
Nunmehr wird der Zahn noch intern aufgehellt, um eine Neuanfertigung der Verblendschale vielleicht umgehen zu können.
Wie es so ist, es gehen Dinge kaputt, die man täglich verwendet und die plötzlich nichteinfach zu ersetzen sind. Unser Sybron Endo Guttapercha Cutter Tip Snip ist nicht mehr lieferbar. In allen benachbarten EU Ländern das selbe Ergebnis. Warum wollten wir gerade diesen. Er ist nicht beschränkt auf bestimmte Konizitäten und man kann damit sehr gut auch Durchmesser messen.
Zum Glück haben wir noch Ersatz. Allerdings wird das Problem wiederkommen. Wir brauchen also eine Alternative. Nach einigem recherchieren sind wir auf den Woodpecker R1 Plus gekommen. Bestellt haben wir diesen im Internet auf einer englischen Seite – Toothsaver/London.
Das Gerät macht einen sehr soliden Eindruck. Es ist sterilisierbar. Was zwar die Klingenschärfe im Laufe der Zeit reduziert, aber hygienisch vorbildlich ist. Die Klinge ist leider nicht tauschbar. Das ist ein Minus. Ebenso fällt auf, das auf die Messskala nur in ganzen Millimeterschritten angegeben ist. Unterteilungen in Halbmillimeterschritten, wie auf dem Carrspiegel sind genauer für die Längenbestimmung des Cone. Allerdings hatte der Tip Snip gar keine Längenmessskala.
Nun werden wir die Praxistauglichkeit testen und weiter berichten.
Noch eine Anmerkung in merkwürdigen Zeiten: Da bereits die bloße Nennung eines Produktes auf einer Homepage als Werbung interpretiert werden kann, benennen wir diesen Blogbeitrag (wie auch jeden bereits geschriebenen sowie alle zukünftigen Beiträge, in denen Produkte benannt werden) als unbezahlte Werbung. Sollten wir (jemals) finanzielle Zuwendungen von Firmen erhalten, die Erwähnung bestimmter Produkte betreffend, werden wir die entsprechenden Blogbeiträge als „bezahlte Werbung“ ausweisen.
Bei DIE3 HERRMANN KAADEN SCHRÖDER habe ich als wertvollen Endo-Heinzelmann den Kavo Fine Air vorgestellt. Den es leider nicht mehr im Handel zu kaufen gibt. Claudia Schaller aus Bamberg berichtete über ihre Selbstbau-Alternative. Mittels Teflonband die Spitze der DCI-Spritze umwickeln, schon lässt sich eine Kanüle damit fixieren und dann kann man das Konstrukt als Fine Air-Ersatz nutzen, wie ihre nachfolgende Darstellung zeigt. Wenn man das Fixieren des Teflonbandes ein paar Mal gemacht hat und weiss, wie s zu gehen hat, dann ist in weniger als 15 Sekunden das Ganze einsetzbar.
Super Idee finde ich. Denn der Fine Air dürfte nur in den seltensten Fällen als Gebrauchtgerät auf dem Markt noch erhältlich sein.
Hier meine Alternative. Mittels 3 D- Druck umgesetzt.
Der Vorteil ? Durch Aufstecken verwendbar, das lästige manuelle Aufwickeln entfällt bei reproduzierbaren Ergebnissen, was die Friktion der Kanüle angeht.
Ich werde Claudia Schaller Testexemplare zukommen lassen und bin gespannt, was sie berichten wird.
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Bei „Die 3 reden über …“ habe ich gezeigt, mit welcher Taktik ich stark gekrümmte Kanäle bei einer Erstbehandlung aufbereite.
Nachdem ich den Zahn und seine Kanalverläufe im DVT analysiert hatte, war der Fahrplan bei diesem 27 klar.
Da es sich um eine Vitalexstirpation handelte und der palatinale Kanal noch sicher vitales Gewebe enthalten würde, habe ich mit diesem Kanal begonnen. Die Menge an Anästhetikum, welches palatinal platziert werden kann, ist deutlich kleiner als das bukkale Depot, sodass ich zunächst das Gewebe aus P entfernen wollte. Mittels der gekoppelten Längenmessung am TriAutoZX2+ konnte die Präparation des Gleitpfades und die Aufbereitung des P problemlos erfolgen.
Da MB1 und MB2 eine fast 90 Grad-Krümmung zeigten, kamen die EndoWave-Feilen 10/02 und 15/02 im OGP2-Modus mit begleitender Längenmessung zum Einsatz. Geradezu beängstigend genau die Bestimmung der Arbeitslänge. MB2 war bis zur Konfluation mit MB1 in bukkaler Richtung und nach distal gekrümmt. DB wies ein kleines „S“ auf und wurde ebenfalls im OGP2-Modus erschlossen.
Vorletzte Woche haben wir uns in Bad Kreuznach über das Thema „Aufbereitung“ von Wurzelkanalsystemen unterhalten.
Hier ein aktuelles Beispiel und unsere Herangehensweise bei der PRÄPARATION ;-) solcher komplexen Anatomien.
In dem vorliegenden Fall lagen zwei konfluierende Systeme vor. Wie nahezu immer erfolgt die initiale Präparation mit reziprok arbeitenden Instrumenten (nein, es sind keine Feilen ;-)))) )
In diesem Fall R-Pilot und RECIPROC Blue auf Arbeitslänge minus 3-5 mm.
In diesem Fall bis kurz nach der ersten Krümmung. Erst dann folge der Einsatz von Handinstrumenten. Nachdem es palatinal leichter gelang eine Gängigkeit zu erzielen erfolgte hier zunächst die weitere Präparation. Da der Taper von R-Motion Instrumenten kleiner ist als z.B. von Wave One Gold Instrumenten haben wir uns für die apikale Präparation für diese entschieden…
Hier berichteten wir über den Schalterdefekt unseres Röntgengerätes.
Am 15.09. wurde der Schalter gewechselt. Jetzt kam die Rechnung.
Sage und schreibe Euro 421,62.
Der Kippschalter, grün mit Beleuchtung wird bei Conradelektronik für Euro 2,24 verkauft. Carestrem stellt dafür l Euro 161,00 + Ust. 19% in Rechnung. Das sind Euro 191,59, dazu kommen 11,42 inkl. Ust. Versand für dieses Teil. Mit allen Leistungen des Dentaldepots kommt man auf Euro 421,62.
Wenn wir als Zahnärztinnen und Zahnärzte gezwungen werden derartige Preisgestaltungen hinzunehmen, können wir unmöglich im Rahmen der BEMA oder GOZ honorieren. Dann entstehen Honorare, die als Wucher bezeichnet werden. Nicht um uns zu bereichern, sondern um Wucher im dentalindustriellen Bereich bedienen zu können. Die Firma Carestream habe ich um eine Stellungnahme zur Preisgestaltung gebeten… Bis heute erhielt ich keine Antwort.
Wie bei DIE3 HERRMANN KAADEN SCHRÖDER versprochen, habe ich bei DHM dental, dem Erfinder und Produzenten der Yirro Plus Mundspiegel wegen des mir auf der IDS angebotenen Discounts für unsere WURZELSPITZE-Leser nachgefragt und folgende Antwort bekommen:
„Der folgende Discount Code wurde eingerichtet in unserem Webstore, er ist speziell für die ‘Wurzelspitze-Nutzer’ :
W23-Spitze!
Dieser Code ermöglicht das Spitzenangebot von 10% Rabatt auf alle Yirro-plus Produkten mit kostenlosem Versand für einen Einkauf über € 200,-. Dieser Code gilt bis zum 30. November 2023.
Anmerkung 1 Dieser Rabattcode gilt für alle WURZELSPITZE Leser, also nicht nur für die Teilnehmer von DIE3 HERRMANN KAADEN SCHRÖDER
Anmerkung 2 WURZELSPITZE wurde eine kleine Provision für den Verkauf von Produkten von DHM dental via Affiliate Link zugesagt. Wir möchten aber nicht an dem Verkauf partizipieren, und haben DHM gebeten, dass der gesamte Discount in vollem Umfang den Käufern zu Gute kommen soll.
Anmerkung 3 Da bereits die bloße Nennung eines Produktes auf einer Homepage als Werbung interpretiert werden kann, benennen wir diesen Blogbeitrag (wie auch jeden bereits geschriebenen sowie alle zukünftigen Beiträge, in denen Produkte benannt werden) als unbezahlte Werbung. Sollten wir (jemals) finanzielle Zuwendungen von Firmen erhalten, die Erwähnung bestimmter Produkte betreffend, werden wir die entsprechenden Blogbeiträge als „bezahlte Werbung“ ausweisen.
13 Monate ist es her, dass sich der damals 17-jährige Patient bei mir vorstellte.
Tippte ich beim Betrachten des alio loco erstellten noch auf eine Gemination oder eine zusätzliche Wurzel glaubte, belehrte mich das DVT eines Besseren.
Eine Invagination mit direktem Kontakt zum Parodontose war die Ursache für die deutliche apikale Pathologie. Es überraschte daher nicht, dass der elektrische Sensibilitätstest positiv ausfiel.
Die Behandlung erfolgte insgesamt in 3 Sitzungen. Dazwischen lagen 13 Monate. Am vergangenen Donnerstag erfolgte die Obturation mittels kollagenen Widerlager und MedCem.
Interessant, wie das extrudierte CaOH2 – die Invagination war sehr kurz und apikal sehr weit -weichgewebig eingeschieden worden war und durch das Kollagen nach mesial verdrängt wurde.
Sich wenn die Ausheilung noch nicht vollständig ist, bin ich guter Dinge, dass dies beim nächsten Recall in 6 Monaten der Fall sein wird.
Lange haben wir gewartet und nun kurz vor dem anstehenden Austausch der Xenonleuchten an unseren Mikroskopen ( Pro Ergo und Kaps SOM62 ) die Lichtquellen auf LED umgerüstet.
(Warum die Rechtschreibkorrektur immer wieder aus LED Modul LES Modul macht, bleibt mir für immer verschlossen.) Über das Pro Ergo wurde bereits hier von Christoph Kaaden berichtet. Am ProErgo und am Kaps sind die Lüfter des Mikroskops noch hörbar. Ganz leise ist es also nicht. Insbesondere für das Fotografieren am Mikroskop ist das LED Licht ein großer Vorteil. Man kann mit kürzeren Belichtungszeiten arbeiten und hat dadurch weniger Bewegungsunschärfen. Ebenso fällt jetzt die schon etwas lästige Kontrolle der Betriebsstunden der Xenonbeleuchtung weg. Am Kaps wird ein neuer Lichtleiter notwendig, da der alte nicht in die CubiX Aufnahme passt. Das Licht wird am SOM62 mittels Fernbedienung geregelt und an und ausgeschaltet.
Der Wechsel verlief vollkommen problemlos durch MARIO HORVAT von Microdoc.
Die Lichtleistung der LED ist jetzt in einem extremen Bereich, welchen man möglichst nie lange auf 100% stellen sollte.
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Vor kurzem wurde hier bei WURZELSPITZE die Frage gestellt, warum im hier präsentierten Patientenfall kein kollagenes Widerlager im Rahmen eines apikalen MTA-Verschlusses verwendet wurde. Und bei DIE3 HERRMANN KAADEN SCHRÖDER reden über …am letzten Samstag haben wir über den Einsatz von Calciumhydroxid mit Iodoform-Zusatz gesprochen, wie er in einigen Präparaten in der Kinderzahnheilkunde zur Anwendung kommt und sich für den Einsatz als Medikamentation vor Wurzelfüllung empfiehlt.
Wie auf der Fortbildung vom 07. Oktober versprochen hier nachfolgend nun der Fall in Röntgenbildern, klinischen Fotos und im DVT.
Ich persönlich verwende äusserst selten Kollagen. Oder sollte ich besser schreiben, ich muss es äußerst selten nur zum Einsatz bringen, weil wie in diesem Fall von letzter Woche es erfreulicherweise nicht notwendig ist.
Der junge Samuel, zum Zeitpunkt der Erstvorstellung in unserer Praxis noch nicht ganz 14 Jahre alt, hatte 2017 einen Unfall, bei dem der Zahn 11 offensichtlich Schaden genommen hatte. Er war damals schon an uns überwiesen worden. Ein im Notdienst angefertigter Zahnfilm konnte uns in der ersten Untersuchungssitzung nicht vorgelegt werden, eine Wiedervorstellung des damals noncomplianten Kindes mit den benötigten Unterlagen erfolgte dann nicht mehr.
Am 2. Mai 2023, 6 Jahre später dann stellte sich der Junge dann nach kurz zuvor aufgetretener klinischer Beschwerdeproblematik erneut bei uns vor. Im Zahnfilm der regio 11 -13 liess sich das wahre Ausmaß der ossären Läsion bestenfalls erahnen.
Das DVT vermittelte dafür umso eindringlicher das wahre Ausmaß der Knochendestruktion.
Die Behandlung konnte Dank der sehr guten Mitarbeit des jungen Patienten ohne Probleme durchgeführt werden. Nach 16 Wochen Wartezeit zeigte sich in der Röngtenverlaufskontrolle eine Verbesserung der Knochensituation.
Noch erfreulicher die Situation nach Entfernung des Kavitätenverschlusses und Entfernung der medikamentösen Einlage. Das riesige Foramen apicale war vollständig mit neu gebildetem Knochen verschlossen. Ein wunderbares festes Gegenlager, so dass für die apikale Wurzelkanalfüllung mit MTA es keiner Notwendigkeit des Einsatzes von Kollagen bedurfte.
So zeigt dann auch die Röntgenkontrolle des apical plug nach MTA Applikation die hervorragende Adaptation des WF- Materials zum Wurzelkanalende und nach lateral hin.
Das dies kein Einzelfall ist, zeigt auch das nachfolgende Foto. Auch bei dieser jungen Patientin Anfang 20, mit Zustand der Wurzelspitzen von Zahn 11, 21 nach 2 maliger erfolgloser WSR und Fistelbildung kam es zum vollständigen knöchernen apikalen Verschluss der NeoApices nach Calciumhydroxid-Einlage mit Iodoformzusatz.
Im WF- Röntgenbild nach Auffüllung des weiter koronalen Wurzelkanalanteiles stellt sich dann die Situation an Zahn 11wie folgt dar:
So mein erster Gedanke, als ich das präoperative Bild sah.
Denn diese sind bei mir eher die Ausnahme als die Regel (90% Revisionsbehandlung vs. 5 % Erstbehandlung) während sich bei Christoph Kaaden, so seine Aussage am letzten Wochenende bei „DIE3 HERRMANN KAADEN SCHRÖDER reden über …“, beide Varianten die Waage halten.
Doch einmal wieder sieht die Sache auf den ersten Blick leichter aus, als sie in Wirklichkeit war.
Der Dentikel im distalen Kanal ließ sich leicht mit Endosonore und Laser entfernen. Der Detailteufel lag in den mesialen Kanälen. Zunächst waren zwei Middle Mesials vorhanden, von denen der bukkale mit dem MB und linguale mit dem ML konfluierte. Ein Austausch der Spülflüssigkeit zwischen MB und ML, wie vom DVT her zu erwarten, zeigte sich jedoch nicht.
Darüber hinaus wartete apikal in der mesialen Wurzel eine tiefe Aufgabelung auf die Befreiung von Geweberesten.
Daher war für mich klar, hier den AdvErL- Laser einzusetzen. Und siehe da, nach viel schallunterstützter Irrigation ohne Flüssigkeitsaustausch zwischen MB und ML genügten 2x 30 Sekunden mit NaOCl und 1x 30 Sekunden mit EDTA um einen raschen Flüssigkeitsaustausch zwischen den beiden mesialen Kanalsystemen zu erzielen.
Am Ende ein sehr zufrieden stellendes Behandlungsergebnis, dem ich die Hürden nicht unbedingt angesehen habe.
Wieder ein Recall. Besonders intensiv versuchen wir die sogenannten „hopeless teeth“ nachzuverfolgen. Diese Fälle mit einem schwer progonostizierbarem Behandlungserfolg geben uns Hinweise auf die Möglichkeiten und Grenzen in der endodontischen Therapie.
Hier nun die aktuelle Entwicklung in dem 2015 vorgestellten Fall. Für die Planung einer Behandlung im 1. Quadranten ergab sich die Notwendigkeit eines DVT. Es war möglich, die Zähne 21, 22 in dieser 3D-Aufnahme mitzuerfassen. Röntgenologisch zeigte sich eine apikal entzündungsfreie Situation. Auffällig ist die Spaltbildung am MTA-Verschluß apikal am Zahn 21.
Wie ist das zu erklären? Wahrscheinlich kam es durch die Ultraschallkompression auf das MTA zu einer Verformung des apikalen Widerlagers und einer Extrusion des MTA Plugs. Seit 2019 ist eine Resorption dieses MTA Plugs erkennbar. Klinisch zeigen sich die Zähne symptomlos, ohne Lockerungsgrade.
Irgendwo bei über 200 Tagen startete der Count Down. Jetzt sind wir fast bei Null angekommen. Am Freitag, den 06.Oktober ist es endlich so weit. Und wir freuen uns wie Bolle, wie Jörg, unser Mann aus der Hauptstadt, sagen würde.
Los geht es um 18 Uhr mit dem Get Together. Ab 17 45 Uhr ist Einlass in der Nahe.Wein.Vinothek im Dienheimer Hof. Mannheimer Str. 6, 55545 Bad Kreuznach. Mit Weinverkostung & rustikalem Essen.
Benno, der Landmetzgerparkt mit seiner Vespa Ape im Hof vor der Weinstube. Es gibt dort neudeutsch Street Food. Also dass, was man früher lecker Pommes, Bratwurst, Currywurst und Hamburger von der Imbissbude genannt hätte.
Der Wein der offenen Weinprobe (von 18-20 Uhr) kommt vom Weingut Hexamer. Wer darüber hinaus noch andere önologische Kostbarkeiten von der Nahe (in der Weinwelt sind 50 Weingüter der Nahe mit jeweils 3 Weinen vertreten, darunter selbstverständlich auch alle regionalen VDP-Premiumweingüter) probieren möchte, der hat bis 23 Uhr im Hause Gelegenheit dazu.
Wichtiger Hinweis – DIE3 HERRMANN KAADEN SCHRÖDER ist seit etlichen Wochen ausgebucht. Wir hätten gerne noch viele anderen Kolleginnen und Kollegen die Möglichkeit gegeben, teilzunehmen. Aber die begrenzte Kapazität der Räumlichkeiten liess dies leider nicht zu. Dies gilt in besonderem Maße für das Get Together. Die MORITA Acedemy weist daher noch einmal explizit darauf hin, dass pro Anmeldung für DIE3 nur ein Platz in der Vinothek reserviert ist, etwaige Begleitpersonen daher nicht teilnehmen können.
Am Samstag treffen wir uns im Rudi Müller Saal der Loge,
im Haus des Gastes Kurhausstraße 22-24 55543 Bad Kreuznach.
Wir starten wir pünktlich um 8 45 Uhr mit einer Einführung in den Tag. Damit exakt um 9 Uhr die gesamte uns zur Verfügung stehende Zeit dem eigentlichen Themenkomplex gewidmet werden kann. Also – Liebe KollegInnen, bitte idealerweise etwas vor der Zeit da sein. Einlass/Begrüßung ist um 8 30 Uhr.
Hier der Ablaufplan:
09:00 Uhr Skizzierung des Themenkomplex „Wurzelkanalaufbereitung“ Zielsetzung der Fortbildung ▪
09:20 Uhr Einführung Arbeitssystematik System Berlin -Dr. Jörg Schröder
09:40Uhr Einführung Arbeitssystematik System München Dr. Christoph Kaaden
10:10 Uhr Einführung Arbeitssystematik System Bad Kreuznach Dr. Hans-Willi Herrmann
10:30Uhr Kaffeepause
11:00 Uhr Endodontischer Workflow„Aufbereitung“ Systematik Dr. Hans-Willi Herrmann
12:30 Uhr Mittagspause
13:30 Uhr Endodontischer Workflow „Aufbereitung“ Systematik Dr. Christoph Kaaden
15:00 Uhr Kaffeepause
15:30 Uhr Endodontischer Workflow „Aufbereitung“ Systematik Dr. Jörg Schröder
17:00 Uhr Resümee und abschließende Diskussion
17:30 Uhr Abschluss-Rede
Dresscode: Smart CasualNoch ein Hinweis organisatorischer Art: Diese und ergänzende Infos wurden letzte Woche von der MORITA Acedemy via Email an jeden Teilnehmer verschickt. Wer nichts diesbezüglich erhalten hat, der möge zunächst im SPAM Ordner nachsehen und sich gegebenenfalls bitte umgehend an Frau Sarah König (skoenig@morita.de ) odeoschetti (lboschetti@morita.de) wenden
Noch eine Anmerkung in merkwürdigen Zeiten: Da bereits die bloße Nennung eines Produktes auf einer Homepage als Werbung interpretiert werden kann, benennen wir diesen Blogbeitrag (wie auch jeden bereits geschriebenen sowie alle zukünftigen Beiträge, in denen Produkte benannt werden) als unbezahlte Werbung. Sollten wir (jemals) finanzielle Zuwendungen von Firmen erhalten, die Erwähnung bestimmter Produkte betreffend, werden wir die entsprechenden Blogbeiträge als „bezahlte Werbung“ ausweisen.
Die heute 23-jährige Medizinstudentin Lala erlitt im Alter von zehn Jahren ein Frontzahntrauma.
Das Mädchen war damals auf einer Wasserrutsche gestürzt. Hierbei kam es zu einer Dislokation des Zahnes 22 mit unkomplizierter Kronenfraktur.
Als Therapie wurde eine Repositionierung mit nachfolgender endodontischer Behandlung und Kompositaufbau des Zahnes durchgeführt.
Nachdem zehn Jahre später erneut Probleme auftraten, wurde eine (Art) Wurzelspitzenresektion durchgeführt (2020).
Leider war der therapeutische „Erfolg“ dieses Eingriffs nur von kurzer Dauer.
Im März 2021 stellte sich die junge Frau mit diesem radiologischen Befund bei uns vor:
In insgesamt zwei Terminen erfolgte die Revision (der vormaligen Thermafil-Füllung ohne Sealer), gefolgt von einer MTA-Apexifikation und Glasfaserstift-Insertion/Kompositfüllung.
Gute zwei Jahre später stellt sich die Situation nun so dar:
Das letzte Recall war 2021. Jetzt haben wir die Patientin wieder gesehen und das Recall möchte ich nicht vorenthalten. Der Zahn ist vollkommen symptomlos. Der Lockerungsgrad = 0. Die Sondierungstiefen sind nicht pathologisch erhöht.
Und alles sieht gut aus, oder doch nicht ? Wie sehen Sie das?
Im Juni 1990 war ich das allererste Mal in Barcelona.
Das Staatsexamen hatte ich zu diesem Zeitpunkt gerade hinter mich gebracht. Und darauf hin 2 Wochen Urlaub im Süden Spaniens verbracht. Mit dem Auto. Ich – 26 Jahre alt – war bis dato noch nie geflogen. Das nur am Rande, liebe Klima-Kleber, wenn wieder mal das Argument aufkommt, die Generation der Boomer sei alleinig schuld für die Erderwärmung. Wieviele Flüge gehen auf euer Konto mit Mitte 20 ?
Es war sehr heiss damals. Fast 40 Grad im Schatten zeigte das Thermometer. Den Klimawandel, wie er heute die Medien beherrscht, gab es den etwa damals schon ?
Auf der Rückreise führte uns unser Weg nach Barcelona. Natürlich stand die Architektur der Metropole auf dem Programm. Gaudi. Mies van der Rohe. In der prallen Mittagssonne besichtigte ich den Barcelona-Pavillon.
Und danach wanderten wir – mein Bruder und ich – tapfer dem drohenden Sonnenstich trotzend, die kurvige Strasse zum Montjuic hinauf. Ein paar Jahre später sollte der Berg die olympischen Spiele beherbergen, doch davon war noch nichts zu sehen. Wir wollten zur Fondacio Miro. Ein Museum der Moderne. Architektonisch dem Brutalismus zuzuordnen, wenngleich weiss gestrichen und damit schöner anzuschauen als viele andere Bauten, die dieser Stilrichtung zugehörig sind.
Im Innern fast ausschliesslich Werke des namensgebenden spanischen Meisters der Moderne. Und eine kinetische Skulptur Alexander Calders. 1937 erschaffen. Ein Brunnen, der über mehrere Kaskaden unablässig Wasser nach unten beförderte.
Die Skulptur ist immer noch vorhanden, wie ich bei meinem letzten Besuch vorletzte Woche feststellen konnte. Ich muss gestehen, ich hatte sie vollkommen vergessen. Was mich im Nachhinein wundert.
Denn die perlenden, wie auf einer heissen Herdplatte sich zusammenrollenden Wassertropfen waren nichts anderes als … Quecksilber. Ein Brunnen voll mit Quecksilber!!! Jetzt fiel es mir wieder ein. Das hatte mich auch damals schon, mit berufsbezogener Affinität zum Material, fasziniert.
Amalgam war zu diesem Zeitpunkt noch der einzige dauerhaft kaustabile plastische Füllungswerkstoff für Zähne im Seitenzahnbereich. Und Quecksilber in der Zahnmedizin wie anderswo gesellschaftlich akzeptiert. Zwar war auch Anfang der Neunziger des letzten Jahrhunderts schon der Brunnen selbstverständlich hinter Glas gestellt. Man wusste natürlich um die Gesundheitsschädlichkeit der Quecksilber-Dämpfe. Aber ein EU-weites Verbot, das selbst Glühbirnen obsolet werden lassen sollte, daran war noch überhaupt nicht zu denken. Umso mehr verwundert es, dass dieses Kunstwerk heute noch existiert. Ich bin gespannt, ob bzw. wie lange noch der Brunnen weiter vorsichhinrinnen darf.
p.s.:
Die Parkhäuser in Barcelona kosteten 1990 umgerechnet 24 DM pro Tag, also in Euro 50 Cent pro Stunde. Eine zu dieser Zeit maßlose, unerhörte Summe, fanden wir. Parkten selbstverständlich unter der Laternengarage, also neben dem Bürgersteig.
Kürzlich in New York, in Manhattan, warben die Schilder der Parkdecks mit besonders günstigen 13 Dollar pro halbe Stunde an Werktagen. So ändern sich die Zeiten.
Dafür kann man heute mit einem mobilen handtellergroßen kabellosen Telefon, einer Gerätegattung, die zur damaligen Zeit nur in Sciene Fiction Filmen (Raumschiff Enterprise) existierte, nicht nur Gespräche rund um den Globus führen, sondern darüber hinaus erstklassige Fotos und sogar hochauflösende Videos machen und diese sofort in alle Welt verschicken.
Eigentlich wäre die Behandlung dieses traumatisch geschädigten Zahnes 11 unmittelbar nach Erstvorstellung des jungen Patienten vorhersagbar möglich gewesen.
Durch die Trennung der Eltern und deren unterschiedlichen Auffassungen hinsichtlich der Notwendigkeit einer Therapie geschah es, dass der Zahn zwar kieferorthopädisch bewegt wurde (mir fehlen heute noch die Worte), eine endodontische Behandlung blieb jedoch aus.
Und nicht nur das. Der temporäre Verschluss ging frühzeitig verloren und so blieb der Zahn über mehr als ein Jahr lang offen. Die periapikale Pathologie ist mittlerweile so groß geworden, dass ich in der Obturationssitzung – insgesamt habe ich 3 Behandlungssitzungen benötigt um eine Sistieren der putriden Exsudation zu erzielen – auf das Anlegen eines kollagenen Widerlagers verzichtet habe und stattdessen mit einer Guttaperchastange ISO 140 und unter Zuhilfenahme eines Lösungsmittels die Guttapercha apikal so dem Kanal angewärmt habe, dass ich am Ende eine warme vertikale Kompaktion wagen konnte, ohne die Guttapercha über das weite Foramen nach periapikal zu bewegen.
Der koronale Kanalanteil wurde nach adhäsiver Abdeckung der Obturationsmaterialien für das interne Aufhellen beim überweisenden Kollegen vorbereitet.
Heute stelle ich Ihnen den mittlerweile 10-jährigen Luis vor.
Der Junge war im Herbst 2022 mit seinem Scooter gestürzt. Dabei erlitten die Zähne 12 und 11 unkomplizierte Kronenfrakturen. Ferner bestand ein erhöhter Lockerungsgrad. Die Erstversorgung erfolgte beim Hauszahnarzt.
In der weiteren Folge kam es zu einer Grauverfärbung der betroffenen Zähne. Radiologisch imponierten entzündlich bedingte externe Wurzelresorptionen.
Aufgrund des unterschiedlich weit fortgeschrittenen Wurzelwachstums entschieden wir uns für eine reparative endodontische Therapie (12) bzw. eine MTA-Apexifikation (11). Dies erfolgte in insgesamt drei Terminen.
Kürzlich stelle sich Luis zur Sechsmonatskontrolle bei uns vor.
Es sieht aus, als tragen die Therapien Früchte…
die weiteren Kontrollen müssen zeigen, ob die Resorptionen tatsächlich zum Stillstand gekommen sind…
Die Gematik und TI sind ein leidiges Thema. Mehr oder weniger gezwungen sind die meisten Praxen dabei. Auch wir. Unser Praxisalltag ist dadurch verändert. Meistens zum Negativen. Eine Mitarbeiterin ist immer mit diesem Thema beschäftigt. Es gibt auch einen Teil, den ich persönlich gut annehmen kann. Das ist das KIM Postfach.
Wir bekommen einfacher Röntgenbilder übermittelt und viele Praxen nutzen dies nach der DSGVO Novelle.
Derzeit ist unser Konrektor defekt, seit 1 über Woche. Nach einem Update ist das Gerät ausgefallen. Nicht nur bei uns, es soll einige Praxen erwischt haben. Jetzt gibt es laut Betreiber nicht genügend Austauschgeräte. Das Update sei Schuld.
Für jeden Kassen-Patienten drucken wir jetzt einen Erfassungsschein aus und fotografieren die Versichertenkarte. Digitale Beantragung und Anrechnung geht nicht. Was wirklich ärgerlich ist, wir haben ein KIM Postfach, welches von unseren Überweiserpraxen gern genutzt wird um uns Röntgenbilder zuzusenden. Nun sehen wir nicht ob eine Mail gekommen ist und wir können auch nicht zugreifen. Wir versenden Arztbrief und Befund, die liegen seit einer Woche im Postfach und können ebenso wenig nicht versendet werden. Wann es wieder gehen wird? Alle vereinbarten Termine (2x) zum Konnektortausch wurden wieder gecancelt. Es gibt keine Geräte von der Compugroup…
Wenn man sich vorstellt, daß mit einem Update des Betreibers die Geräte geschrottet werden, dann entsteht ein ungutes Gefühl.
Aber das hat man ja inzwischen bei fast allen Neugeräten. Das neu gekaufte Röntgengerät meldet sich am Montag morgen mit einer Fehlermeldung und piepst ständig. Zum Glück wurde am Freitag an dem anderen Gerät der Schalter getauscht.
Biokeramische Sealer sind in. Die steigenden Verkaufszahlen lassen keine Zweifel daran.
Mit dem Entwicklungsteams eines Herstellers habe ich mich letzte Woche längere Zeit über Sealer unterhalten. Und dort grosses Erstaunen ausgelöst, als ich auf die Frage, ob ich noch AH Plus einsetze, antwortete, dass der Sealer meiner Wahl seit fast 30 Jahren ein eugonolhaltiger Zement-Sealer ganz alter Schule aus der Aera Herbert Schilders ist.
„??? Warum ich diesen Sealer verwende und keinen neueren ???“, wollten die Herren wissen.
3 Gründe:
Weil ich über ganz lange Zeit (27 Jahre) nur positive Erfahrungen mit diesem Sealer gemacht habe.
Weil der Seraler bei Überpressungen (im Gegensatz zu AH Plus) sehr gut und rasch resorbiert wird.
Weil der Sealer für das Arbeiten mit warmen Gutapercha-Techniken geeignet ist.
Letzteres ist ein kritischer Punkt mit den biokeramischen Sealern. Das Aushärteverhalten bei höheren Temperaturen. Und man macht es sich IMHO zu einfach, diesbezüglich zu antworten, durch die biokeramischen Sealer bedarf es keiner solchen hochtemperaturigen Fülltechniken mehr, eine kalte Zentralstift- Technik sei ausreichend.
Trotzdem setze ich in wenigen bestimmen Fällen biokeramische Sealer ein. Zum Beispiel beim Vorliegen einer Allergie, die Inhaltsstoffe unseres Sealers betreffend.
Und dann greifen wir auf die Füllgeräte von Eighteeth zurück. Also nicht nur ein anderer Sealer, auch andere Geräte.
Warum ? Weil diese wesentlich niedrigere Arbeitstemperaturen zur Verfügung stellen als unsere geliebten Metasys-Genesis-Geräte. Deren niedrigste Arbeitstemperatur liegt bei 140 Grad, das Eighteeth reicht auf 120 bzw. sogar 90 Grad Celsius herunter. Das macht beim Arbeiten mit biokeramischen Sealern einen entscheidenden Unterschied.
Da wäre es naheliegend, die Eighteeth-Geräte zu unserem neuen Standard zu erklären. Aber im Handling präsentieren sich die Metasys Genesys-Handstücke die entscheidende Nasenlänge besser. Liegen leichter und ausgewogener in der Hand. Lassen sich leichter auch in schwierigen Situationen handhaben. Dinge, die vermutlich am stärksten im direkten Vergleich auffallen oder wenn man – wie in unserem Fall – schon lange mit diesen Geräten gearbeitet hat. Dafür haben die Eighteeth-Geräte beim Preis die Nase weit vorn. Und auch die Batterien – das nur für alle Akku- Skeptiker – lassen sich kostengünstig selbst austauschen.
Ich bin auf jeden Fall froh, dass wir für biokeramische Sealer auf das Eighteeth Fast Fill und das Eighteeth Fast Pack zurückgreifen können.
Noch eine Anmerkung in merkwürdigen Zeiten: Da bereits die bloße Nennung eines Produktes auf einer Homepage als Werbung interpretiert werden kann, benennen wir diesen Blogbeitrag (wie auch jeden bereits geschriebenen sowie alle zukünftigen Beiträge, in denen Produkte benannt werden) als unbezahlte Werbung. Sollten wir (jemals) finanzielle Zuwendungen von Firmen erhalten, die Erwähnung bestimmter Produkte betreffend, werden wir die entsprechenden Blogbeiträge als „bezahlte Werbung“ ausweisen.
Ich bin geneigt die Überschrift mit dem Zusatz „mal wieder“ zu versehen.
Einen Tag nach der Kronenfraktur des 22 stellte sich der 9-jährige Patient beim HZA vor.
Die Risswunde der Oberlippe war im Krankenhaus nahtversorgt worden. Die durchschimmernde Pulpa und das weite Foramen hätten eine Pulpotomie sehr erfolgversprechend erscheinen lassen.
Stattdessen wurde zugewartet. Mal wieder. Und die Pulpa war zum Zeitpunkt der Erstbehandlung in unserer Praxis weitestgehend nekrotisch. Lediglich apikal schien ein sehr kleiner Bereich überlebt zu haben.
Die Behandlung erfolgte ungeplant zweizeitig, da die nekrotische Pulpa bereits nach der ersten Irrigation im Gesamten aus dem Zahn herausgespült werden konnte. Die sterile Papierspitze ließ apikal noch einen Gewebestumpf vermuten.
Nach Einlage von CaOH2 erfolgte in der zweiten Sitzung die Abdeckung des Pulpagewebes mit MTA. Von einer reparativen endodontischen Therapie habe ich aufgrund des geringen Foramendurchmessers abgesehen. Nun erwarte ich mit Spannung das Recallbild.
Hilfreich war den mit wenig Unterschnitt versehenen Zahn mit einer Butterflyklammer zu belegen, die -ein Tipp von Christoph Kaaden- mit RelyXUniCem befestigt wurde. Als Kippmeider wurden die Klammerflügel mit einem schnellhärtenden Bissregistrierungsmaterial unterfüttert.
Heute möchte ich die Thermafil-Revision eines Zahnes 36 vorstellen.
Rein radiologisch sah die Wurzelkanalfüllung des Zahnes eigentlich „gut“ aus.
Trotzdem imponierte insbesondere distal eine nicht unerheblich apikale Aufhellung.
Bei der eingeleiteten Revision zeigte sich recht schnell einer der Gründe dafür, warum hier ein Misserfolg vorlag.
Wie in 90+ Prozent aller von uns revidierten Thermafil-Füllungen war damals auf den Einsatz eines Sealers verzichtet worden.
Dieses „Phänomen“ erkläre ich mir damit, dass auf diese Weise ein entsprechender „Puff“ bei der Wurzelkanalfüllung vermieden werden soll.
Unser praktisches Vorgehen in solchen Revisionsfällen ist zumeist wie folgt:
Mittels einer RECIPROC 25 schaffe ich mir lateral des Kunstoffträgers ein wenig Platz, um dann eine (oder ggf. zwei) Hedströminstrumente „eindrehen“ zu können. Mittels Arterienklemme erfolgt dann eine Luxation. Dieses Vorgehen wiederhole ich so lange, bis der Träger in toto entfernt ist. Ein Zerspanen des Trägers sollte unter allen Umständen vermieden werden.
Die weitere Revision gestaltete sich dann unproblematisch.
Der resorptionsbedingt offene Apex distal wurde orthograd mit MTA verschlossen. Die weitere Wurzelkanalfüllung erfolgte mit Guttapercha und BC Sealer high flow.
Sechs Monate später tragen unsere Bemühungen schon deutliche Früchte…
Erster Tag nach dem Urlaub. Während der morgendlichen Vorbereitung des Behandlungszimmers kommt eine Mitarbeiterin zu mir und sagt: „Das Röntgengerät für Zahnfilme geht nicht. Es lässt sich nicht anschalten. Letzte Woche ging es noch.“
Statt dem ersten Patienten muss der Techniker aus dem Depot kommen. Alle anderen Behandlungszimmer sind belegt. Der Schalter des Gerätes ist defekt oder hat einen Wackelkontakt, wie man laienhaft sagt, denn wenn man an dem Schalter etwas herumdrückt geht das Gerät an, sobald man loslässt geht es aus. Das heißt Behandlung ohne Röntgen. In der Endodontie nahezu unmöglich. Einen anderen Schalter kann man nicht ersatzweise einbauen… und kurzschließen geht auch nicht…(Das wären „kommunistische“ Lösungen aus dem Beitrittsgebiet gewesen.)
So muss ich dem Patienten sagen, wir können sie nicht behandeln, da wir zur Kontrolle unserer Behandlung (Wurzelfüllung) die entsprechenden Röntgenbilder nicht anfertigen können. Zum Glück ist er schmerzfrei. Ich erkläre ihm die unschöne Situation. Da erzählt er mir von einem Beitrag aus der Zeitung und fragt, wann machen sie die Praxis zu? … Das System ist gescheitert, kann man dazu nur sagen. Aber es geht immer weiter, weil nicht sein kann, was nicht sein darf.
Lieferzeit für den Schalter…? Kann Anfang Oktober da sein oder morgen. Das Depot weiß es nicht…
20 Jahre war ich allgemeinzahnmedizinisch tätig, bis ich 2013 meine Tätigkeit auf die Endodontie limitierte. Auch davor war die Endodontie der Praxisschwerpunkt mit zuletzt etwa 90 Prozent reiner Wurzelkanalbehandlung, aber das Jahr 2013 stellte insofern eine Zäsur da, dass von nun an auch unsere Stammpatienten von mir ausschließlich endodontisch behandelt wurden. Bis 2017 fand eine nicht endodontische Behandlung noch in unserer Praxis durch eine Kollegin statt. Seit 2018 ist auch das Historie.
Ab und an fragen dennoch unsere Patienten von früher an, in der Regel mit dem Satz: Ich weiss, dass sie nur noch Wurzelkanalbehandlungen machen, aber könnten sie sich vielleicht meine Situation einmal anschauen und mir einen Rat geben.
So auch in dem nachfolgenden Fall: Die bukkale Wand des Zahnes 36 war auf Gingivaniveau abgebrochen. „Der Zahn muss raus!“, diagnostizierte der gegenwärtige Behandler, als er die Situation in Augenschein nahm.
Zahn 36, mit dunkler gefärbte Restzahnsubstanz, die eine Devitalität/Wurzelkanalbehandlung vermuten lässt, trägt eine grosse Composite-Füllung.
Wir machten ein Röntgenbild. Die Knochensituation an Zahn 36 bei der 60 jährigen Patientin ist überdurchschnittlich, auf jeden Fall besser als am Zahn 37. Auch die WF sieht gut aus. Im Computer finden sich keine Röntgenbilder. Wurde die Endo überhaupt von mir gemacht ? Vermutlich. Dann muss diese 2008 oder früher gemacht worden sein, bis dahin hatten wir analog geröntgt.
Ein Blick in die noch vorhandene Papierakte offenbart. Die Behandlung hatte am 18.11.1998 stattgefunden. Das präoperative Zahnfilm zeigt eine apikale Aufhellung. „4 Kanäle !“ war in der Karte vermerkt. Die Kanäle waren stark obliteriert. Die Aufbereitung erfolgte bis zum einem apikalen Durchmesser von 0.35 mm bzw. 0.4 mm. Als medikamentöse Einlage kam selbst angemischtes Calciumhydroxid zum Einsatz. In zweiter Sitzung wurde der Zahn am 03.12.1998 wurzelgefüllt.
25 Jahre danach ist er Zahn unverändert in situ. Ein Viertel Jahrhundert.
Nicht schlecht dafür, dass er bereits vor 25 Jahren „Der Zahn ist obliteriert, der muss raus!“ hätte gezogen werden sollen. Die Recall-Röntgenbilder, in entsprechenden Abständen erfolgt, hatten eine knöcherne Konsolidierung gezeigt und dabei ist es bis heute geblieben.
Ich mache ja nun keinen Zahnersatz mehr. Aber für mich sieht der Zahn 36 so aus, dass er mit einer Krone noch viele weitere Jahre im Mund bleiben kann.
Und dann bat gestern eine Überweisungspatientin um Rat. Wir hatten im letzten Jahr ihren Zahn 18 wurzelkanalbehandelt. Ihre starken Schmerzen, die rechte Gesichtshälfte betreffend, die sie in den Unterkieferseitenzahnbereich interpretiert hatte, waren darauf hin schlagartig verschwunden und sind bis heute nicht mehr aufgetaucht.
Der Unterkiefer lässt sie dennoch nicht in Ruhe. Zwischenzeitlich ist der Zahn 46 extrahiert, aber immer noch tauchen von Zeit zu Zeit merkwürdige Beschwerden auf. Deshalb soll nun auch der Zahn 44 extrahiert werden, wegen der tiefen Tasche und der Zahnfleischproblematik, die zwischen 44 und 45 beheimatet ist. „Der Zahn muss raus, da ist nichts mehr zu machen.“ So zitiert wortwörtlich die Patientin den Behandler.
Die Patientin ist 67 Jahre alt. Eine Taschenmessung an Zahn 44 (Lockerungsgrad 0) ergab an den 6 Messpunkten Taschentiefen von 2 Millimetern. Die Gingiva ist fest und blutet nicht, auch nicht bei stärkerer Sondierung.
Ich habe der Patientin geraten, den Zahn 44 auf gar keinen Fall extrahieren zu lassen.