Sicher ist sicher!

von Ronald Wecker

Die endodontische Therapie unterer Frontzähne hält einige Stolpersteine bereit. Anatomische Variationen, eingeschränkte Sichtverhältnisse, schwieriger Zugang zu den Kanalsystemen sind nur einige Punkte.

Bereits das sichere Verankern des Kofferdams kann bei besonders grazilen Zähnen mit flacher oro-vestibulärer Ausdehnung eine Herausforderung sein. Um das Abhebeln von Butterflyklammern zu verhindern hat Olaf Löffler hier bereits ein Verfahren vorgestellt.

In unserer Praxis kommt zum Erstellen eines Kippmeiders ein schnellhärtendes Bissregistratmaterial (Registrado, Fa. Voco) zum Einsatz.

Da während der Kofferdamapplikation die Orientierung erschwert sein kann und sich sowohl natürliche als auch mit Kronen versorgte untere Frontzähne sehr ähnlich sehen können, markieren wir vor dem Legen des Kofferdams den zu behandelnden Zahn mit einem wasserfesten Filzstift.

Verwechselungen sind damit ausgeschlossen. Wäre nämlich ziemlich unangenehm den falschen Zahn zu trepanieren.

In vorliegendem Fall hatten die unteren Inzisivi aufgrund von Abrasionen ein sehr ähnliches Erscheinungsbild. Die apikale Aufhellung ist Spätfolge eines Frontzahntraumas vor ca. 5 Jahren. Schön zu sehen wie bereits 6 Monate postoperativ eine deutliche Heilungstendenz zu beobachten ist.

Und die Abfolge der Röntgenbilder lässt insbesondere am letzten Bild erkennen, das die Positionierung des Röntgensensors in engen Kieferbögen durch die Verwendung eines Haltersystems verbessert wird.  ;)

Saving hopeless teeth (XX)

von Ronald Wecker

Die Ausgangssituation erschien alles andere als rosig: massive Metallstifte, 11 und 21 bereits 2x resiziert, seit ca. 6 Monaten zunehmende Druckdolenzen vestibulär.

Zudem an 21 vestibulär eine isolierte Sondierungstiefe von 7mm. Eine vertikale Wurzelfraktur erschien sehr wahrscheinlich und damit der Erhalt zumindest von 21 sehr fraglich.

Die alio loco ausgesprochene Empfehlung von 2 Einzelimplantaten ist angesichts der präoperativ zu stellenden endodontischen Prognose nachzuvollziehen, birgt allerdings bei relativ hoher Lachlinie ästhetische Risiken.

Nach ausführlicher Beratung entschied sich der Patient für einen Erhaltungsversuch. Nach nunmehr 6 Monaten scheint es die richtige Entscheidung gewesen zu sein:

Beide Stifte „schwammen“ präoperativ in den Kavitäten. Am Herausfallen wurden sie nur durch den als Aufbaumaterial verwendeten Laborkunststoff (im Bild rot) gehindert. Periapikal zeigten sich ausgedehnte knöcherne Krypten. Zahn 21 war zudem bei der Präparation des Stiftbettes nach palatinal perforiert worden.

Beide Zähne wurden zweizeitig behandelt. Als temporäre Versorgung diente unter dem stuhlgefertigten Provisorium ein adhäsiv befestigter Glasfaserstift sowie ein dentinadhäsiver Aufbau. In der 2. Behandlungssitzung wurde der erneute Zugang zum Kanalsystem durch diesen Aufbau hindurch angelegt. Die Obturation wurde nach Anlegen eines periapikalen kollagenen Widerlagers mit MTA Angelus durchgeführt.

6 Monate postoperativ zeigen sich bereits deutlich verbesserte periapikale Verhältnisse. Die Sondierungstiefe vestibulär an 21 beträgt nunmehr 3 mm.

Hinsichtlich der röntgenologischen „Ästhetik“ stören nur die bei der Unterschichtung der laborgefertigten Schalenprovisorien reichlich in den Provisorienkunststoff  „eingegliederten“ Luftblasen.

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C Shape Zahn 37

von Donald Becker

Der Patient kam 2007 zu uns.

Er hatte Beschwerden an Zahn 46 und 37, beide 6 Monate zuvor wurzelkanalbehandelt. Beide nachwievor  schmerzhaft. Der 37 jetzt akut, bei deutlicher apikaler und lateraler Aufhellung.

So war es auch an Zahn 36 abgelaufen und letztendlich war der Zahn dann vom Hauszahnarzt gezogen worden.

Wir haben die Wurzelkanalfüllung 37 revidiert.

Es fand sich ein C Shape – Kanalsystem, dessen Ausmaß erst  in Augenschein genommen werden konnte, nachdem wir die Hartsubstanz über dem Kanalsystem mit Ultraschall entfernt hatten. Es war offensichtlich, dass allein schon wegen dieser Obstruktion eine suffiziente Wurzelkanalfüllung bislang nicht möglich gewesen war.
Der Blick durch das Dentalmikroskop offenbarte aber auch, daß das durchgeführte  kalte WF – Verfahren in diesem Falle keine ausreichende  Abdichtung gewährleisten konnte.

Nach WF – Revision, Präparation, Desinfektion und Calciumhydroxideinlage war die  WF in thermoplastischer Füllweise nur noch Routine, wie eigentlich die gesamte Behandlung in diesem Fall  für uns zu den eher leichten Aufgaben gehörte.

Jetzt 3 Jahre später ist der Patient wieder da.
Mit akuten Beschwerden im Oberkiefer.

Die im Rahmen der heutigen Behandlungssitzung angefertigte Röntgenkontrollaufnahme von 37  zeigt eine komplette Ausheilung des ehemals vorhandenen apikalen Prozesses.

An der vielgepriesenen postendodontischen koronalen Abdichtung kann es nicht gelegen haben. Die ehemals vorhandene Kunststofffüllung ist nicht mehr vorhanden, es steht nur noch der von uns direkt nach WF angefertigte Verschluss der Trepanationsöffnung.


Saving hopeless teeth (XVII) Apikale Aufhellung (22)

von Ronald Wecker

Zustand nach zweimaliger Resektion, starker Substanzverlust, Sekundärkaries: eine Ausgangssituation, wie man sie sich „besser“ nicht wünschen könnte.

Die Frage des vom Oralchirurgen überwiesenen Patienten, ob dieser Zahn erhaltungsfähig wäre, liess sich nur Schritt für Schritt klären. Die Ursachen für die persistierende apikale Parodontitis waren schnell gefunden:

Die stark randspaltige Goldgussfüllung mit ausgedehnter Sekundärkaries harmonierte gut mit der nicht wandständigen Wurzelfüllung. Zudem war ein mesiobukkales Kanalsystem unaufbereitet geblieben. Nach dentinadhäsivem Aufbau, chemo-mechanischer Aufbereitung und einer CaOH2-Einlage heilte die mesiobukkal gelegene Fistelöffnung vollständig ab.

Die Obturation der Kanalsysteme mit MTA erfolgte aufgrund ausgedehnter apikaler Lysen nach Anlegen eines kollagenen Widerlagers.

Die röntgenologische Kontrolle nach einem Jahr zeigt eine fast vollständige Ausheilung der apikalen Parodontitis.

ZE -Gesamtplanung

von Hans – Willi Herrmann

Die Patientin war vor einiger Zeit umgezogen.
Ihr neuer Zahnarzt  überwies sie nun wegen einer Fistel in Regio 47.
Neuer Zahnersatz steht an.
Im Oberkiefer und eventuell auch im Unterkiefer.

Im angefertigten Zahnfilm zeigte sich eine apikale  Aufhellung.

Kann der Zahn 47 erhalten werden ? Das war die Frage des Überweisers.

Die Chancen dazu stehen gut.

Dann der  Blick auf das mitgeschickte OPG.

9 Zähne sind wurzelkanalbehandelt. Nur zwei davon, von ihrem röntgenologischen Erscheinungsbild her, akzeptabel.
Was nichts heißen muss.

Fakt ist jedoch, daß die anderen 7 Wurzelfüllungen den Richtlinien zur Versorgung mit Kronen bei einer bei der  Patientin anstehenden Zahnersatzversorgung nicht entsprechen.

Wie also verfahren ?

Sollten, nein müssten nicht diese Wurzelkanalfüllungen vor ZE – Neuversorgung allesamt revidiert werden ?

Falls ja, wer trägt die Kosten ?

Die GKV ? Wie sind die Therapierichtlinien der gesetzlichen Krankenkassen ?

7 mal Wurzelspitzenresektion ?
Mit welcher Erfolgsprognose ?

Oder doch 7 mal Extraktion und ein herausnehmbarer Zahnersatz im Ober- und Unterkiefer für eine 29 jährige Patientin, die im Übrigen nicht den Eindruck macht, dass sie ihre Zähne gedankenlos hat verkommen lassen, sondern möglicherweise lediglich  einem subqualifizierten Behandler ihr Vertrauen geschenkt hat.

Wie also verfahren ?

Ich frage dies, weil aus zahnmedizinischer Sicht die Revision indiziert und die Erfolgswahrscheinlichkeit zwar nicht 100%ig vorhersagbar, aber deswegen nicht schlecht sein muss.

Besagte Zähne sind definitiv erhaltungswürdig. Ob sie erhaltungsfähig sind, hängt davon ab, was wir im Zahn vorfinden und ob wir diese Situationen meistern können.

Sollte man diesen Versuch also wagen ? Auf jeden Fall.

Und jetzt nehmen wir einmal an, die Behandlung hätte Erfolg.
Man würde erwarten, dass die Krankenkassen ihrem erfolgreich behandelten Mitglied, welches jeden Monat einen nicht unerheblichen Geldbetrag zur Finanzierung des Solidarsystems überweist, im Erfolgsfalle eine Kostenübernahme einräumen würden. Dass im Falle eines Misserfolges nichts gezahlt wird, ist klar.

Aber wie sieht es aus, wenn die Behandlung nachgewiesenermaßen erfolgreich verläuft. Im Falle des 47, bei vollständiger Rückbildung der apikalen Aufhellung.

Volle Kostenübernahme ?
Keineswegs.

Der Patient versteht die Welt nicht mehr.

Die Kosten der 9 Wurzelkanalbehandlungen, die alio loco durchgeführt wurden, wurden vollständig übernommen.

„Da stimmt doch was nicht“, sagt die Patientin.
Ich kann ihr nicht widersprechen.


Stift Ex oder nicht, das ist hier die Frage

von Nestaf Cherv

Oft stellen sich pathogene apikale Veränderungen dar, die sich in Zusammenhang mit einer kontaminierten Wurzelfüllung bringen lassen. Die Therapie der Wahl stellt oft eine Wurzelkanalrevisionsbehandlung dar, die den Kanal von Bakterien befreien und dicht verschließen soll. Schwieriger wird es, wenn ein Stift den Zugang orthograd zu dem Wurzelkanal versperrt oder verblockt. Im vorliegenden Fall besaß dieser zudem noch eine bis fast an den Apex reichende Länge.

Die Stiftentfernung mittels Ultraschall ist eine bewährte Methode; mir persönlich jedoch birgt sie bei sehr langen und voluminösen Stiften die Gefahr, daß letztlich doch zu viel Kraft mittels Ultraschall oder mittels Kräften , die den Stift zum Bewegen bringen sollen, übertragen werden und zu Rissen führt.

Der vorgestellte Fall zeigt einen fistelnden Zahn 21 mit einem Stift, der den gesamten Kanal bis fast zum Apex ausfüllte. Ich sah eine Stiftentfernung als indiziert an, um die Kanalinfektion zu beseitigen. Eine alleinige WSR hätte kontaminierte Anteile über eine zweifelhaft dichte retrograde Füllung belassen. Ich habe mich daher zum Entfernen durch Herausbohren mittels eines langschaftigen Munce Rosenbohrers des kleinsten verfügbaren Durchmessers entschieden. Nach Entfernen der Krone bohrte ich  unter der Sicht des Mikroskops langsamdrehend einen mittigen Kanal in den Stift, bis die letzte Schicht des Metalls fast erreicht war. Das weitere Vordringen wurde alternierend von der vorsichtigen Entfernung der seitlichen Stiftanteile neben dem mittigen Hauptbohrkanal mittels Muncebohrers begleitet.

Für die letzten 2 mm reichte dann eine Aktivierung über die Endo Chuck Nadel und das Stiftende verließ seinen Platz. Nach der medikamentösen Einlage und dem Verschluß des koronalen Einganges mit Cavit wurde der Zahn mittels Komposit als „direkte plastische Krone“ aufgebaut.

Die Wurzelfüllung wurde durch die trepanierte „direkte plastische Krone“ mit MTA durchgeführt und anschließend wurde in 2. Sitzung ein Glasfaserstift inseriert.

6 Monate stellten sich auf dem 2 dimensionalen Röntgenbild ausgeheilte Verhältnisse dar.

Saving hopeless teeth (XVI) – Apikale Aufhellung (21)

von Ronald Wecker

Hoffnungslos, das war das Wort das mir spontan beim Betrachten des Röntgenbildes von Zahn 45 einfiel. Ein Wort das auch sehr gut zu 46 und 47 passen würde.

Zahn 47 wies eine Vertikalfraktur der mesialen Wurzel auf, 46 war tief zerstört und Zahn 45 ….

Zustand nach WSR vor ca. 8-9 Jahren. Seitdem beschwerdefrei, nun aber seit 2 Wochen eine Fistelung mesial von 45 . Das retrograde Verschlussmaterial war deutlich disloziert. Der Zahn zeigte nur eine geringe Lockerung jedoch eine  deutliche Aufbissempfindlichkeit. Meiner Empfehlung einer implantologischen Lösung des Problems wollte der fast 80-jährige Patient nicht folgen ohne vorher einen Erhaltungsversuch unternommen zu haben.

Nach Entfernung der prothetischen Krone konnte der massive Stiftaufbau mit Hilfe des Thomas-Systems problemlos entfernt werden. Nach großvolumiger Spülung mit CHX gelang es das dislozierte retrograde Verschlussmaterial unter dem Dentalmikroskop zu visualisieren.

Da die Zementpartikel größer als der apikale Kanaldurchmesser waren, wurden die Zementpartikel mittels Ultraschall zerteilt. Trotz hartnäckigem Bemühen gelang es nicht alle Partikel aus dem Periapikalbereich zu entfernen.

Die Idee einer adhäsiven provisorischen Versorgung des Zahns um eine medikamentöse Einlage zu ermöglichen wurde nach kurzem Abwägen der Vor- und Nachteile verworfen.  Der ausgedehnte knöcherne Defekt birgt die Gefahr einer Verschleppung von CaOH2 in das periapikale Gewebe, das erneute Anlegen der Zugangskavität führt zu, wenn auch geringfügigem, erneutem Hartsubstanzverlust. Daher wurde die Behandlung in einer Sitzung durchgeführt.

Nach Erstellen eines kollagenen Widerlagers erfolgte die Obturation mit MTA Angelus. Anschliessend wurde der Zahn unter Verwendung eines Quarzfaserstiftes  dentinadhäsiv aufgebaut und mit einer provisorischen Krone versorgt.

In weiteren Behandlungssitzungen wurde Zahn 46 adhäsiv aufgebaut und endodontisch versorgt, die mesiale Wurzel von Zahn 47 entfernt, die distale Wurzel ebenfalls endodontisch behandelt und laborgefertigte Langzeitprovisorien eingegliedert.

Das 14 Monatsrecall zeigt eine deutliche Reduktion der apikalen Aufhellung. Der Zahn zeigt keine erhöhte Beweglichkeit und normale Sondierungstiefen. Die Fistelung war 1 Woche postoperativ verschlossen.

Sicherlich kein Behandlungsfall aus dem geschlossen werden kann, dass stark kompromittierte Zähne in jedem Fall erhalten werden können. Darüber hinaus ist die Nachbeobachtungszeit als kurz zu bezeichnen und das Risiko einer Längsfraktur sicherlich hoch.

Aber der Fall zeigt zu welchen regenerativen Leistungen unser Organismus in der Lage ist, wenn wir die entsprechenden Umgebungsbedingungen schaffen können.

Und ich hoffe der Patient erscheint regelmässig zum Recall.

Apikale Aufhellung (19)

von Ronald Wecker

Interessanter Recall von dieser Woche:

Zahn 35, Brückenpfeiler seit mehr als 15 Jahren. Im Rahmen einer Erstuntersuchung zeigte sich eine ausgedehnte apikale Veränderung.

Das Entfernen des gegossenen Stiftaufbaus gelang unter Erhalt der Krone. Das Kontrollbild nach Obturation lässt eine geringe Extrusion von Sealermaterial vermuten.

Nach 3,5 Monaten heute der erste Röntgenrecall. Ich staunte nicht schlecht als ich den ersten Blick auf das Röntgenbild warf. Hatte jemand erneut obturiert? Der Sealer war deutlicher zu erkennen als im Abschlussbild. Die Periapikalregion stellte sich deutlich röntgendichter dar als in der Ausgangssituation. Im Zuge der von peripher nach zentral voranschreitenden Ausheilung ist der Sealer offensichtlich zusammen geschoben worden.

Ordnet man die Bilder in anderer Abfolge an, kann man schnell falsche Rückschlüsse ziehen: initialer Sealerüberschuss wird im Verlauf der sich langsam ausbreitenden Infektion „abgebaut“, die apikale Veränderung wird größer: Misserfolg.

Schön, dass die digitalen Bilder automatisch mit dem Aufnahmedatum versehen werden.

Ubi pus, ibi evacua

von Christoph Kaaden

Es ist immer schwierig und ein stückweit „heikel“ eine Einschätzung zu einer Situation nur anhand einiger Bilder zu treffen…

Nach dem Betrachten der Abbildungen in dieser Rezension einer kürzlich stattgefunden Fortbildung würde ich mir allerdings trotzdem wünschen, dass sich (zahn)medizinische Disziplinen und Fachrichtungen zukünftig mehr austauschen und somit besser zusammenarbeiten.

Zum Wohle unserer Patienten…

Endo – Engel

von Hans – Willi Herrmann

Nicht immer endet eine Überweisung zur endodontischen Behandlung auch tatsächlich in einer Wurzelkanalbehandlung.

Am Freitag kam ein Patientin zu Nachkontrolle, die sich vor ein paar Wochen in unserer Praxis mit starken Aufbissbeschwerden an Zahn 16  vorgestellt hatte.
Die Untersuchung ergab Hinweise darauf, dass die Beschwerdeproblematik mit einer Infraktur, einem Riss in der Zahnhartsubstanz in Zusammenhang stehen könnte.

Aus diesem Grund wurde mit der Patientin vereinbart, eine kürzlich durchgeführte Füllung zu entfernen und mittels dem Dentalmikroskop nach verborgenen Rissen zu suchen.

In der Tat fand sich eine Infraktur eines Zahnhöckers.

Der Zahn wurde mit einer dentinadhäsiv verankerten Kunststoffrestauration versehen. Die Nachkontrolle ergab, dass der Zahn „tausendmal besser sei als vor der Behandlung“ und die Wurzelkanalbehandlung nun nicht mehr notwendig sei.

Einen anderen Weg, Wurzelkanalbehandlungen zu vermeiden, beschreibt ein kurzes Video, das den Einsatz von Engelsymbolen zur Vermeidung von Wurzelkanalbehandlungen schildert.
Unter dem Gesichtspunkt der Kostenersparnis ein (mir bislang vollkommen unbekannter) interessanter Ansatz, wenn man bedenkt, dass eine solche Behandlung ja defacto keine Kosten verursachen kann und somit eine enorme Entlastung der Krankenkassenbudgets ermöglicht.
Es muss nur funktionieren.

Zum Video gehts hier.

Globuli

von Knic Soman

Die Patientin kam im April 2009 mit starken Zahnschmerzen zu mir.
Sie musste ihren Afrika-Urlaub früher abbrechen, sie hatte es vor Schmerzen nicht mehr ausgehalten.

Ihr Mann, ein alter Freund von mir, wir hatten uns seit Jahren nicht mehr gesehen.
Nun rief er an. Samstags abends. Und fragte, ob er mit seiner Frau bei mir vorbeikommen könne, da die Zahnschmerzen unerträglich seien.

Wir trafen uns in der Praxis.
Die Patientin  war in der Woche vor dem Urlaub wegen bereits vorhandener Beschwerden zu ihrem Hauszahnarzt gegangen.
Dieser trepanierte den Zahn 22, ohne ein Röntgenbild anzufertigen. Und liess den Zahn offen.
Die Schmerzen hielten weiter an, darauf hin trepanierte der Hauszahnarzt den Zahn 21.
Auch dieser wurde  offen gelassen.

Als ich an jenen Samstagabend die Patientin zu ersten Mal sah (sie hatte eine Anreise von ca. 150 km hinter sich) fand ich zwei trepanierte, unverschlossene Zähne vor mit, salopp ausgedrückt, „reichlich Schmodder drin“.

Ich bereitete beide Zähne auf und machte eine medikamentöse Einlage mit CaOH2, die für einen Monat belassen wurde.
Dann folgte im Mai – die  Patientin war nach unserer Erstbehandlung schmerzfrei und blieb es –  die WF.

Februar 2010.

Die  Familie kam zur Routinekontrolle wieder und ich fertigte ein neues Röntgenbild von 21 und 22 an.
Und es hat mich sehr gefreut, dass im Röntgenbild  eine klare Heilungstendenz nach relativ überschaubarer Zeit bei so einem doch größeren Knochendefekt  zu sehen war.

Um so härter und unerwartet traf mich die Reaktion der Patientin, als ich ihr das Röntgenbild zeigte:  „Puuh, da bin ich aber froh, dass mir meine Heilpraktikerin die richtigen Globuli gegeben hat.“
Hatte ich richtig gehört ? Ich fragte nach. „Wie meinen Sie das ?“

Die Antwort: „Ich bin sicher, dass es ohne die Globuli niemals so geworden wäre!“

Vertrackt!

von Ronald Wecker

Fragmente im mittleren Kanaldrittel mit einer Länge von 3-4 mm stellen normalerweise kein wirkliches Problem dar. Schon gar nicht unter Zuhilfenahme eines Dentalmikroskopes. Und erst recht nicht an einem unteren Eckzahn.

Normalerweise.

Nicht jedoch wenn das Kanalsystem eng und schlitzförmig gestaltet ist und zudem nach distal und bukkal gekrümmt verläuft. Und erst recht nicht, wenn das Instrumentenfragment die Spitze eines diamantiertern Ultraschallansatzes ist.

So geschehen am heutigen Tag. Zahn 33 mit einer recht ungewöhnlichen Kanalgeometrie. Es sah zunächst nach 2 Kanalsystemen aus. Nachdem die Zugangskavität des Überweisers verändert war, konnten 2 durch einen schmalen Isthmus getrennte Kanäle sondiert werden.

Die vorgebogene Endosonor-Feile vermochte den koronalen Teil des Schlitzes jedoch nach meinem Dafürhalten nicht rasch genug zu erweitern. Also musste ein diamantierter Ansatz her. Der erst Kontakt mit dem Dentin war das Aus für die Arbeitspitze. Die Schwerkraft tat ihr Übriges und das Teil stürzte kopfüber nach apikal. Der Microopener konnte das Teil bewegen und so war es schnell  nach oben gezogen. Das Vorhaben es nun mit einem leicht forcierten Spüleinsatz mit CHX nach koronal zu befördern war nicht von Erfolg beschieden. Statt bukkal saß das Fragment jetzt lingual und noch etwas tiefer.

Die Idee es nun mit Ultraschall zu entfernen war prinzipiell richtig, jedoch sollte man a) vorher koronal so viel Platz schaffen daß das Fragment auch in leicht schräger Lage entfernt werden kann und b) das diamantierte Fragment tunlichst nicht so mit dem Ultraschallansatz treffen, daß es noch weiter nach apikal rutscht. Weil sich dann nämlich die Diamantierung als wenig hilfreich entpuppt. Sie sorgt für einen hervorragenden TugBack der unschönen Art. Die starke Lingualkippung des Zahns erschwerte zudem den Zugang. Nach ca. 40 Minuten hatte ich es dann endlich geschafft. Das Stück war mittlerweile 3x „Aufzug“ gefahren und hatte sich um 180 Grad gedreht. Das dünne Teil nach oben gerichtet konnte es wenigstens nicht mehr ganz so tief fallen und liess sich am Ende widerstandslos mit einer feuchten Papierspitze an der Kanalwand hochziehen.

Dies übrigens ein Vorgehen, welches ich vor wenigen Tagen in einem Fragment-Entfernungskurs von Michael Arnold gelernt habe.

Fortbildung kann nützlich sein.

Saving hopeless teeth (XIII) – Apikale Aufhellung (19)

von Ronald Wecker

Externe Resorptionen können nicht nur in Folge eines traumatischen Geschehens beobachtet werden, sondern treten auch häufig bei Zähnen auf, die ausgedehnte apikale Parodontitiden aufweisen. Der Verlust der apikalen Konstriktion durch Resorptionsvorgänge kann häufig beobachtet werden. In vorliegendem Fall wurde bei einer Routinekontrolle  an Zahn 15 eine ausgedehnte periapikale Läsion entdeckt die mit einem Verlust eines Großteils der mesialen Kanalwand einher ging. Der  Zahn war bislang noch nicht endodontisch behandelt worden.

Bereits auf dem von der überweisenden Kollegin mitgeschickten Messaufnahme ist ein resorptives Geschehen zu vermuten.

Nach Anlegen der Zugangskavität und Darstellung des Kanalverlaufs konnte unter dem Dentalmikroskop recht schnell die durch das resorptive Geschehen verursachte Perforation visualisiert werden. Aufgrund einer schwer zu stillenden Blutung erfolgte zunächst eine medikamentöse Einlage mit CaOH2.

Beim zweiten Behandlungstermin 2 Wochen später, kam es zu keiner Blutung mehr. Mit einem vorgebogenem Microopener wurde versucht unter Kontakt zur distalen Kanalwand einen eventuell noch vorhandenen Originalkanal zu instrumentieren. An dieser Stelle wird deutlich, wie hilfreich an dieser Stelle eine dreidimensionale Darstellung gewesen wäre, die mit großer Wahrscheinlichkeit bereits präoperativ das Ausmass der resorptiven Zerstörung hätte erkennen lassen.

Nachdem klar wurde, dass apikal der Perforation kein Wurzelkanal mehr existierte, wurde nach Erstellen eines kollagen Widerlagers bis zur Perforationsstelle mit MTA obturiert. Das Gestalten eines Widerlagers bei lateralen Defekten gestaltet sich technisch recht schwierig. Eine ausreichende Verdichtung des Kollagens ist nicht immer zu erreichen, sodass es in der Folge zu einer geringen Extrusion von MTA kommen kann.

Der Patient wurde bereits präoperativ darüber informiert, dass es sich um einen Erhaltungsversuch handelt und unter Umständen ein chirurgischer Eingriff folgen muss.

Das Röntgenbild nach 8 Monaten zeigt eine in Ausheilung begriffene Läsion. Der Zahn ist klinisch symptomlos. Weitere Kontrollen werden zeigen, ob es gelungen ist, das resorptive Geschehen vollständig zu stoppen.

En bloque

von Ronald Wecker

Fälle wie diese machen immer wieder deutlich, dass die weite Verbreitung moderner Techniken und Hilfsmittel die Erfolgsprognose endodontischer Behandlungen wahrscheinlich nicht oder nur unwesentlich verbessern werden.

Solange Grundprinzipien endodontischer Therapie wie z.B. eine bakteriendichte prä- und postendodontische Versorgung unbeachtet bleiben ist der Misserfolg vorprogrammiert.

Ich denke die Bilder sprechen für sich.

Fata Morgana?

von Jörg Schröder

Neben dem Fehlen von klinischen Symptomen steht bei der Einschätzung des Behandlungserfolges die radiologische Untersuchung der periradikulären Strukturen im Vordergrund. Ein durchgehender Parodontalspalt sowie das Fehlen radiologischer Transluzenzen wird dabei als Ausdruck vollständiger Heilung und somit als Behandlungserfolg angesehen. Sollte eine präoperative vorhandene Transluzenz  nicht innerhalb eines 4-jährigen Beobachtungszeitraumes rückgebildet sein, so ist der Fall als Misserfolg zu werten. So steht es im Konsensus-Report der ESE. Die Grundlage unserer Bewertung bildet dabei in erster Linie ein zweidimensionales Röntgenbild.

Das die Realität oftmals von dem im Röntgenbild vermittelten Eindruck erheblich abweicht kennt sicher jeder von der elektronischen Bestimmung der Arbeitslänge mit Hilfe eines Foramenlokatorgerätes.

Wie stark jedoch die zweidimensionale Darstellung das tatsächliche Geschehen verschleiert zeigt nachfolgender Fall:

Zahn 27 wurde alio loco vor 3 Monaten endodontisch behandelt. Der Zahn zeigt keinerlei klinische Symptomatik. Die Wurzelfüllung im distobukkalen Kanal erscheint deutlich überextendiert. Mesial zeigt sich eine knöcherne Struktur, ein dezenter Sealer-Puff, sowie eine geringe Transluzenz. Die palatinale Periapikalregion ist projektionsbedingt nur unzureichend zu beurteilen.

Anlässlich der Frage ob die Schaltlücke in regio 26 implatologisch versorgt werden kann wurde ein digitales Volumentomogramm (DVT) angefertigt. Darauf sind an allen Wurzeln ausgedehnte knöcherne Lysen zu diagnostizieren, deren Existenz 3 Monate postoperativ zwar nicht beunruhigend sind, deren Ausdehnung mich bei der Betrachtung des Einzelbildes jedoch stark verwundert hat.


Die zur Zeit auf einer internationalen Newsgroup fast täglich eingestellten DVT-Befunde zeigen ein ähnliches Bild: ausgedehnte knöcherne Läsionen die im zweidimensionalen Röntgenbild nicht oder nur mit viel Phantasie zu erkennen sind.

Es scheint so zu sein, dass die knöcherne Regeneration periapikaler Parodontitiden deutlich mehr Zeit benötigt und unsere bisherige Röntgendiagnostik nicht in der Lage ist das wahre Geschehen darzustellen. Unter Umständen müssen wir angesichts dieses Sachverhaltes die Kriterien für den endodontischen Behandlungserfolg neu definieren.

Anatomie eines Notdienstes (2)

von Donald Becker

Gleich der erste Endo -Patient des Notdienstes stellt eine Besonderheit dar.

Nicht was den Fall angeht, der wäre für uns Routine.
Es geht um die Richtlinien, die in einem engen Korsett vorgeben, wie bzw. was genau im Rahmen eines Notdienstes an zahnärztlichen Behandlungsschritten durchgeführt werden darf. Und was nicht, um nicht als unwirtschaftlich eingestuft zu werden oder als unkollegial zu gelten.

Im vorliegenden Fall müsste ich (folgte ich den Anweisungen der Kammer, die sogar auf ein LSG – Gerichtsurteil verweist) den Zahn des Patienten, einen Oberkiefereckzahn, ziehen. Der Zahn ist devital und die Pulpakammer ist bereits eröffnet. Eigentlich dürfte der Patient, dies wurde in einer jüngsten offiziellen Stellungnahme der Zahnärztekammer impliziert, gar keine Zahnschmerzen haben, daher sind  weitere Massnahmen zur Wurzelkanalbehandlung nicht notwendig und dürfen nicht durchgeführt werden.

Der Patient weiss nichts von diesem Schreiben und stellt sich daher trotzdem mit starken Zahnschmerzen bei uns vor.

Der Eckzahn steht sehr gut im Knochen, dass angefertigte Röntgenbild ergibt ausserdem, dass nicht einmal eine über das Maß einer Vermutung hinausgehende apikale Aufhellung an diesem Zahn im Röntgenbild festzustellen ist. Eine stärkere gingivale oder gar extraorale Schwellung, die eine Inzision rechtfertigen würde, ist ebenfalls nicht aufzufinden.

Es gibt aus medizinischer Sicht keinen Grund, diesen Zahn zu entfernen, ganz abgesehen davon, dass diese Extraktion hohe Folgekosten mitsichbringen würde. Schließlich müsste die entstandene Lücke, die im deutlich sichtbaren Bereich ist, mit einem Zahnersatz gleichwelcher Art verschlossen werden.

Aus medizinischer Sicht sieht die Behandlung folgender Maßen aus: Versorgung des vorhandenen kariösen Defektes mit einer Füllung. Trepanation des Zahnes, Kofferdam, Wurzelkanalaufbereitung, zusätzliche desinfizierende Maßnahmen, medikamentöse Einlage, Verschluss der Trepanationsöffnung mit einer bakteriendichten und die Zahnrestsubstanz stabilisierenden Füllung.

Es erhebt sich die Frage: Darf die Art einer Behandlung davon abhängig gemacht werden, ob der Patient einen Zahnarzt während der Woche oder  am Wochenende aufsucht ?

Darf die Art einer Behandlung davon abhängig gemacht werden, ob diese vom Hauszahnarzt oder von einem Zahnarzt im Rahmen des Notdienstes durchgeführt wird, wenn das Ergebnis im Zweifelsfall dem Patienten zum Nachteil gereicht ?

Ist es zulässig, dass eine Behandlungsmaßnahme, die vom Hauszahnarzt ohne Erfolg durchgeführt wurde und diesem erstattet wurde, einem Zahnarzt, der durch adäquate Massnahmen eine Schmerzbeseitigung erreicht, vorzuenthalten ?

Passt gut zu Weihnachten…


Apikale Aufhellung (18)

von Wonald Recker

Zum Endorecall haben wir letzte Woche einen Patienten zum 3 Monatsrecall einbestellt, der uns von einem Kieferchirurgen überwiesen wurde. Ich freue mich, daß es immer mehr chirurgische Kollegen gibt, die der endodontischen Revision oder Erstbehandlung eine Chance geben ohne gleich zu resezieren.

Hier nun der Fall.
Unterkiefer Molar ohne pathologischen Sondierungstiefen, leichter Druckschmerz auf Palpation apikal, Sensibilität fraglich und für den Patienten vollkommen symptomlos.
Zufallsbefund vor ZE Versorgung.

Es ist keine vollständige Ausheilung erkennbar. Jedoch ist eine deutliche Heilungstendenz radiologisch zu erkennen. Das 6 Monatsrecall werde ich hier wieder einstellen.

Das endodontische Recall gestaltet sich in unserer Praxis generell sehr schwierig, bzw mit großem personellen Einsatz. Unsere Praxissoftware biete alle möglichen Recalls an Prophylaxe, Kieferorthopädie, Vorsorge etc..
Nur ein Zahn- und gleichzeitig Patientenbezogenes Recall finde ich bei Dampsoft beispielsweise nicht. Für die Implantologie wäre dies durchaus sinnvoll. Denn auch in solchen Fällen kann es sein, daß im Laufe der Zeit ein weiteres Implantat dazukommt.

Heilungstendenz

Saving hopeless teeth (XI) – apikale Aufhellung (17)

von Bonald Decker

diese Patientin stellte sich erstmals im Sommer 2004 mit Beschwerden an Zahn 36 bei einer Zahnärztin vor. Nach einigen klinischen Untersuchungen und dem Anfertigen einer Röntgenaufnahme wurde der Patientin mitgeteilt, dass der Zahn aufgrund der ausgeprägten apikalen Parodontitis nicht erhaltungsfähig sei. Daher erfolgte die Überweisung zu einem Oralchirurgen mit der Bitte um Entfernung des Zahnes.

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Entgegen des ursprünglichen Therapievorschlages liess die Patientin über 3 Jahre verstreichen, bevor sie sich im Herbst 2007 bei uns vorzustellen. Zu diesem Zeitpunkt imponierte klinisch eine bukkale Fistel; radiologisch musste eine sehr deutliche Progredienz der apikalen Parodontitis diagnostiziert werden.

Obwohl eine deutliche Verschlechterung der Situation seit 2004 offensichtlich war, sahen wir trotzdem eine berechtigte Möglichkeit, den Zahn durch eine Wurzelkanalbehandlung erhalten zu können. Diese wurde in anschliessenden Terminen durchgeführt, bei denen der Zahn chemo-mechanisch gereinigt wurde. Nach einer mehrmonatigen medikamentösen Einlage mit Ca(OH)2 erfolgte anschliessend die Wurzelkanalfüllung und der adhäsive Verschluss der Zugangskavität.

Bereits ein Jahr nach Therapiebeginn zeigte sich bei der Nachkontrolle im Herbst 2008 eine deutliche Heilungstendenz, woraufhin die Patienten einer prothetischen Neuversorgung des Zahnes zustimmte.


Auch bei der weiteren Nachkontrolle 2009 scheint die gewählte Therapie erfolgsversprechend zu sein. Bei absoluter klinischer Beschwerdefreiheit zeigt sich radiologisch (trotz geringfügigem Sealer Puff) eine fast vollständige Remission der apikalen Aufhellung.

Als kleiner „Nebenbefund“ (s.h. Pfeil) sieht man besonders in dieser exzentrischen Kontrollaufnahme, dass es während der Präparation des Wurzelkanalsystems zu einer ungewollten Stufenbildung gekommen ist. Durch den Einsatz eines vorgebogenen Nickel-Titan-Instrumentes im manuellen Einsatz gelang es damals, die Stufe soweit zu nivellieren, dass eine weitere maschinelle Präparation der Apikalregion möglich wurde. Aber mehr zu dieser Vorgehensweise in einem späteren Beitrag… ;-)

Jetzt gilt es erst einmal sich über das bisherige Therapieergebnis zu freuen…




Saving hopeless teeth (X) – „Ofenrohr“

Ausgangsbild

von Wonald Recker

Der Patient stellte sich in unserer Sprechstunde mit dem Wunsch des Zahnerhaltes vor.

Die Anamnese ergab ein traumatisches Ereigniss als Ursache für die Wurzelbehandlung, der sich eine Wurzelspitzenresektion anschloss. Der Zahn war lange vollkommen beschwerdefrei.

In der Umschlagfalte war jetzt eine Fistelbildung erkennbar und der Zahn zeigte eine Schmerzreaktion auf Perkussion horizontal und Palpation apikal bukkal.
Pathologische Sondierungstiefen und Lockerungsgrade waren nicht messbar.

Im Röntgenbild imponiert eine P. apicalis nach Wurzelspitzeresektion. Der Erhalt erschien nach „chirurgischer Vorbehandlung“ fast hoffnungslos.

Nach Aufklärung, Diagnostik, klinischer Inspektion und Kronenentfernung erfolgte die Revision unter Kofferdam und mikroskopischer Kontrolle.

Der Entfernung der Guttapercha schloss sich eine ausgiebige Desinfektion an. Die Kanalwände wurden sonoabrasiv unter Kontrolle mit dem Dentalmikroskop gereinigt.

Einlage CaOH

Danach erfolgte die Applikation von Calciumhydroxid für 14 Tage.
Der Patient berichtete, daß die Fistel sich nach 2-3 Tagen verschlossen hatte und die leichte Schwellung vollkommen verschwunden war. Nach 2 Wochen war keine apikale Druckdolenz palpierbar und kein Perkussionsschmerz auslösbar.

In der nächsten Sitzung wurde das CaOH entfernt und wiederholt der Kanal mit Natriumhypochlorid unter Ultraschsalleinsatz desinfiziert.

Die große apikale Läsion erforderte das Anlegen eines Widerlagers um größere Überstopfungen von Wurzelfüllmaterial zu vermeiden. Das Widerlager erfolgte durch Einbringung eines Kollagenvlies.

Gegen dieses Kollagenwiderlager wurde anschließend ProRoot MTA (Dentsply) geschichtet. Die erste Schichten wurden röntgenologisch kontrolliert und anschließend auf die Länge von 4 mm aufgefüllt und mit Ultraschall verdichtet.
Das MTA wurde mit einer Schicht Glasionomerzement abgedeckt und danach der Zahn adhäsiv unter Verwendung eines Glasfaserstiftes ( DT Light Post – VDW ) schichtweise aufgebaut.

Abschlusskontrolle

Apikale Aufhellung (16)

von Bonald Decker

eigentlich ein unspektakulärer Fall.

Nichtsdestotrotz ein erfreuliches Ergebnis.

Insbesondere für die Patientin.

3 Beine, sicherer Stand – Apikale Aufhellung (13)

von Rahald Birdele

Die Patientin bekam vor 10 Jahren eine Endo an Zahn 14.
Danach keine Probleme.
Vor ca. 3 Jahren Schmerzen.
Der Hauszahnarzt revidierte seine eigene Endo.
Danach war die Patientin wieder beschwerdefrei.

Jetzt vor einem Monat hatte die Patientin wieder Beschwerden. Der neue Zahnarzt versuchte die Endo zu revidieren, scheiterte aber.
Die Schmerzen persisitierten. Die Patientin wurde zu uns überwiesen. Ausgangsbild dabei das Foto Nr. 1. In der Rö zu sehen diffuse Reste von Guttapercha.

Während der Revision zeigte sich buccal tief intrakanalär, auf ca. 16 mm eine Gabelung in mb und db Kanal. Der mesiobukkale Kanal  war noch nie instrumentiert worden und es kam zum spontanen Pusabfluss. Genauso spontan verlor die Patientin das dauernde Druckgefühl in diesem Bereich, das sie seit einem Monat plagte. In der zweiten Sitzung erfolgte der Verschluss mit Guttapercha und AH plus.
Die Patientin war seit der ersten Behandlung beschwerdefrei.

Größte Schwierigkeit bei der Therapie: Den Masterpoint und den Sealer so in einen buccalen Kanal zu bekommen und zu kondensieren, ohne dass an der Abzweigung der andere Kanal vollläuft.

Apikale Aufhellung (11,12)

von Donald Becker

Zahnschmerzen tauchen ja immer dann auf, wenn man sie gar nicht gebrauchen kann.

Zum Beispiel im Urlaub wie bei diesem Patienten.

Unterwegs in Oberbayern musste er wegen starker Schmerzen in Regio 47 einen Kollegen aufsuchen.

Zwei verblockte Kronen auf Zahn 46 und 47  1,5 Jahre alt, vor Überkronung durchgeführte WF.
Apikale Aufhellungen an beiden Zähnen.
6 Monate nach Überkronung Schmerzen im rechten Unterkieferseitenzahnbereich.
Inzision und Antibiotika- Gabe ohne dauerhaften Erfolg.
Es folgte zunächst die Extraktion des Zahnes 16 und des Zahnes 48 als vermutete Schmerzauslöser.
Die Schmerzen blieben.


Therapieempfehlung des Hauszahnarztes: Extraktion 46 durch Oralchirurg.
Doch vor dem vereinbarten Termin fuhr der Patient noch in Urlaub….

Der Kollege im Urlaubsort entfernte zunächst die Kronen, ermittelte dann den Zahn 47 als alleinigen Schmerzauslöser, revidierte mit viel Enthusiasmus soweit es ihm möglich war das alte WF -Material in 47, sorgte für weitgehende, den Urlaub wieder lebenswert erscheinen lassende Schmerzfreiheit und gab dem Patienten zu guter  Letzt mit auf den Weg, dass es in Heimatnähe des Patienten (Nähe ist relativ, es waren rund 120 km)  jemanden gäbe, an den er sich zur Weiterbehandlung wenden könne.

So kam der Patient zu uns.

Wir führten im November 2007 eine WF – Revision an Zahn 47 und 46 durch.

Die Schmerzen verschwanden und kamen nicht wieder. Die apikalen Aufhellungen bildeten sich zurück.

Im Februar 2009 kam der Patient wieder.

Mit Zahnschmerzen im Unterkiefer links an Zahn 37.

Zahn 37 und 36 waren kurz zuvor (von einem neuen Behandler) wurzelkanalbehandelt worden, jedoch waren die Zähne (zumindest der Zahn 37) weiterhin nicht schmerzfrei.

Ich habe beide Wurzelfüllungen revidiert, woraufhin Schmerzfreiheit eintrat.

Apikale Aufhellung (11)

von Donald Becker

Eine Patientin, Anfang Zwanzig, kommt auf Rat ihrer Arbeitskollegin in unsere Praxis.

Zahn 46 ist für die Patientin klinisch unauffällig.
Er weist jedoch eine Fistel auf vestibulär.

Auf Sensibilitätsprüfung mit Kälte reagiert der Zahn nicht.

Die Messung der Taschentiefen ergibt:

mv 2 mm
v 2 mm
dv 2 mm
dl 3 mm
l 3 mm
ml 3 mm

Die diagnostische Röntgenaufnahme vom 29.09.2008 ergibt eine apikale Aufhellung jeweils an der distalen und an der mesialen Wurzel, die Aufhellung an der distalen Wurzel ist überdurchschnittlich groß.

Therapie:
Wurzelkanalbehandlung, 3 Sitzungen.

In der Röntgenkontrollaufnahme unmittelbar nach WF vom 26.01.2009 findet sich eine deutliche Reduktion der apikalen Aufhellungen, die Röntgenkontrolle 7 Monate nach WF vom 18.08.2009 zeigt eine vollständige Rückbildung der beiden apikalen Läsionen.


Apikale Aufhellung (10)

Von Ronald Wecker

Überweisungsfall mit einem in den Periapikalbereich hineinragenden Instrumentenfragment.

Medikamentöse Einlage CaOH2 für 2 Wochen, kollagenes Widerlager, MTA Angelus und adhäsiver Verschluss. Das röntgenologische Recall nach 6 Monaten zeigt eine deutliche Heilungstendenz.

Ach ja, den Stiftaufbau habe ich mit dem Thomas-System entfernen können.



Saving hopeless teeth (VI), Apikale Aufhellung (9) – Zahn 21 mit Fistel, WSR, SSA, tiefen Taschen und Resorption

von Donald Becker

Der Patient, männlich, Ende 40 kam zu uns mit Beschwerden und einer zeitweilig auftretenden Fistel an Zahn 21.

Der Zahn war überkront, mit SSA.

Im Röntgenbild zeigte sich eine insuffiziente WF und apikal  war vermutlich Zustand nach WSR.

Was tun mit dem Zahn ?
Extrahieren ?

Vieles sprach dafür, eigentlich fast alles.

Die missglückte WSR.
Die Fistel.
Die Resorption.
Der vorhandene SSA.
Die tiefen Taschen.

Der Patient wünschte dennoch unbedingt den Versuch des Zahnerhaltes und so entfernte ich zunächst die Krone.
Anschließend den Stiftstumpfaufbau.
Wäre früher undenkbar gewesen, heute und in diesem Falle dank Dentalmikroskop und spezieller Ultraschallinstrumente kein Problem.

Danach wurde die insuffiziente Wurzelfüllung entfernt.
Die vorhandene Infektion war nun offensichtlich, angesichts der  schmierigen Pampe im Wurzelkanal.

Abschließend erfolgte eine medikamentöse Einlage mit Calciumhydroxid.
Die sich, unerwartet, aus dem Sulcus unter dem Kofferdam rausdrückte.

Grund dafür war offensichtlich ein Defekt in der Wurzel.
Gott sei Dank keine vertikale Wurzelfraktur, wie im ersten Moment vermutet.

Nach Aufklappung zeigte sich palatinal ein Riss und Resorptionen. Unerheblich ob primär extern oder intern.
Fakt war, es bestand eine Verbindung zwischen Sulkus und Zahninnerem.

Mit mikrochirurgischen Ultraschallansätzen wurde im Bereich der Frakturlinie und der Resorptionen eine Kavitätenpräparation durchgeführt und der Defekt adhäsiv mit Flow – Komposit verschlossen.

Im Rahmen der WF  – Sitzung wurde zunächst apikal  Pro Root MTA white eingebracht. Weiter koronal erfüllte die Defektfüllung im Bereich der internen Resorption mit Guttapercha aus der Beefill – Injektionspistole, abschließend wurde ein Glasfaserstift als Makrofüller und Retentionsgeber in eine Kompositmatrix eingebettet.

Es erfolgte eine Präparation für die provisorische Krone und die Eingliederung dieser markierte das Ende der Behandlung,

Heute. mehr als 12 Monate später ist die Krone immer noch in situ.
Sie kann sich, obwohl für dieses langen Zeitraum nicht konzipiert, immer noch  noch sehen lassen.

Die Taschentiefen sind zirkulär auf 2 mm zurückgegangen, die Fistel, die über Jahre hinweg bestanden hatte, verschwand schnell und tauchte nie wieder auf.

Der Zahn ist nun bereit für die definitive Kronenversorgung, die im Laufe des Jahre erfolgen soll.

Saving hopeless teeth (V) – Frontzahn mit Seitenkanal – Verlaufkontrolle nach 3,5 Jahren

von Donald Becker

Vor einiger Zeit habe ich an dieser Stelle über einen wurzelgefüllten Frontzahn berichtet, der auf Grund eines großen Seitenkanals eine klinische Problematik entwickelte und eigentlich auf Grund der vorhandenen Situation hätte entfernt werden müssen.

Die Situation wurde chirrugisch angegangen und der vorhandene Seitenkanal nach Darstellung und Retropräparation mit Ultraschall mit einem Flow – Komposite in Adhäsivtechnik verschlossen.

An diesem Zahn 21 wurde nun, nach 3,5 Jahren, eine Verlaufskontrolle gemacht.

Der Zahn ist klinisch unauffällig, die Taschentiefe beträgt statt vormals mehr als 6 mm nun gerade noch  1 mm und das seit über 3 Jahren.
In der Röntgenaufnahme zeigt sich, dass die in der Ausgangsaufnahme (links) festgestellte knöcherne Läsion nach 2,5 Jahren (Mitte) und nach 3,5 Jahren (rechts) sich knöchern konsolidiert hat.

Die Patientin ist jedenfalls froh, dass ihr der eigene Zahn erhalten werden konnte.

Saving hopeless teeth (IV)

von Bonald Decker

Die Behandlung dieses (radiologisch) nicht ganz zu unrecht als hoffnungslos eingestuften Zahnes erfolgte vor einiger Zeit…

Das aktuelle Recall-Bild nach 54 Monaten bestätigt allerdings, dass Einsatz und Aufwand moderner zahnmedizinischer Behandlungsoptionen wie z.B. MTA, individuellem Glasfaserstift und Vollkeramik-Restauration auch (vermeintlich) hoffnungslosen Zähnen „neues Leben einhauchen können“.

Saving hopeless teeth (3), apikale Aufhellung (8)

von Bodald Necker

Eine 67-jährige Patientin stellte sich montags ohne Termin vor. Schwellung an der Oberlippe links. Ein diagnostische Röntgenbild bestätigte die Vermutung. Der Zahn 22 war der Übeltäter. Da die Patientin den Zahn unbedingt erhalten wollte, wurde der Versuch einer Wurzelkanalbehandlung unternommen.
Trepanation durch die Krone. Das Foramen wurde eröffnet, große Mengen Pus traten aus, zusätzlich wurde labial inzidiert. Die Patientin wurde nach Antibiose-Verordnung entlassen. Der Zahn blieb offen. Bis zur nächsten Sitzung war der wieder aufgeflammte Abszess zusätzlich palatinal durchgebrochen.
Die Schwellung war aber deutlich zurückgegangen. Es folgte Wurzelkanalaufbereitung und Calciumhydroxideinlage. Schwellung und Schmerz waren zur 3. Sitzung komplett verschwunden. Nach abermaliger CaOH-Einlage – diesmal für 8 Wochen – war röntgenologisch eine Heilungstendenz zu vermuten. Die Wurzelfüllung folgte. Die Heilung schritt fort, so dass 15 Monate post -OP eine neue Krone angefertigt wurde. 22 Monate post-OP ist die apikale Aufhellung fast ganz verschwunden.

Nach Inzision und zusätzlichem Durchbruch schien der Zahn eine eher schlechte Prognose zu haben. Er hat es trotzdem geschafft.

Der Blick auf die anderen wurzelgefüllten Zähne zeigt durchaus Handlungsbedarf. Die Patientin sieht es – wie viele andere auch – nicht so. Es tut ja nichts weh.

Ausgangszustand

Foramen eröffnet

Masterpoint

WF-Kontrolle

15 Monate post-OP

26 Monate post-OP

Apikale Aufhellung (7)

von Wonald Recker

Überweisungspatient aus einer kieferchirurgischen Praxis!
Keine WSR, der Chirurg hat dem Patienten einen Revisionsversuch angeraten.

Diese erfolgte unter Kofferdam und Dentalmikroskop – Kontrolle. Nach Ca(OH)2-Einlage erfolgte die warme vertikale Obturation in  modifizierter Schildertechnik. Anbei die Situation im 1 Jahresrecall.

In die Irre führend – ein nicht alltäglicher Fistelgang

von Rahald Birdele

Ein Patient,  30 Jahre, Soldat, war zur Routineuntersuchung beim Truppenzahnarzt.
Zufallsbefund dort: Fistel zwischen 12 und 13.
Ohne ein Röntgenbild wurde der Patient zum Kieferchirurgen überwiesen zur weiteren Anklärung, ggf. Therapievorschlag.
Der Chirurg machte eine Röntgenaufnahme mit Guttaperchaspitze und diagnostizierte eine deutliche Assoziation der Radioluzenz zur aussergewöhnlich gewachsenen Wurzel des Zahnes 14.
Ausserdem imponierte ihm, dem Chirurgen (der Truppenzahnarzt hat nix gesehen), die dunkle Verfärbung des Zahnes 14.
Auf dem Antwortbrief für den Truppenzahnarzt stand nur drauf: Das ist ein Fall für den Endodontologen, nicht für einen Chirurg.

Danach suchte der Patient unsere Praxis auf, mit der Bitte um Endo 14.
Eine neue Ausnahme mit Guttaperchaspitze bestätigte die Diagnose des Chirurgen.

Gestern dann: WK/WF in einer Sitzung.

Was auffallend war: Der Patient hatte immer schon den 13 mit Aussenstand, seit Jahren den verfärbten 14, der im Übrigen seit Jahren ein okklusales Trauma erfahren hat, indem er in übermäßiger Okklusion stand.

Da der Patient immer schmerzfrei war, wurde nie eingeschliffen, nie ein Kieferorthopäde empfohlen, nie ein Röntgenbild gemacht. Auch auch von mir nicht. Ich kannte den Patienten, da ich vor etwa 7 Jahren eine Endo am Zahn 36 bei ihm durchgeführt habe.  Asche auf mein Haupt. Jetzt erst, durch die Fistel, dieser Befund. Ich frage mich, ob  man bei rechtzeitiger Diagnosestellung die Endo an 14 hätte vermeiden können.
Interessant finde ich auf jeden Fall die Wachstumsrichtung der Wurzel an 14, obwohl die Krone selbst sich unauffällig in den Zahnbogen integriert.

Noch eine Anmerkung am Rande:  Die Aufbereitung erfolgte mittels einer ProTaper F2 – Feile in Yared – Technik.

Apikale Aufhellung (5)

Zufallsbefund bei 25-jährigem Patient mit Z.n. Frontzahntrauma vor einigen Jahren; Behandlungsbeginn alio loco;

Ca(OH)2-Einlage, MTA-Apexifikation, WF mit Guttapercha & Sealer und abschließender Kompositrestauration;

Recallbild 2 Jahre nach Behandlungsende

Apikale Aufhellung (4)

Zustand nach Wurzelkanalbehandlung und nachfolgender WSR vor ca. 10 Jahren alio loco.

Erstvorstellung 2004 mit akuten Beschwerden.  

Revision

apikaler MTA-Verschluss des Neoapex

Backfill mit Guttapercha und Sealer.

Recallbild 3 Jahre postoperativ.

Apikale Aufhellung (3)

von Donald Becker

Zahn 46

devital, diffuse apikale Aufhellung mehr als kirschkerngroß

3 Behandlungssitzungen

Aufbereitung mit Handinstrumenten und rotierenden Nickel – Titan- Instrumenten.
Apikale Master – Feile Mtwo 35./06.

Röntgenkontrolle unmittelbar nach WF, 6 Monate nach WF, 2 Jahre nach WF

Apikale Aufhellung (2)

von Donald Becker

Behandlung des Zahnes 46

Sensibilität negativ, Aufbissbeschwerden

Aufbereitung mit NiTi-Hybridtechnik bis Iso 40 Taper 6, thermische Obturation, Kerr PCS

Recall nach 1 Jahr.

Apikale Aufhellung (1)

von Donald Becker

Es müssen ja nicht immer Romane sein.
Und ein Bild sagt mehr als 1000 Worte.

Daher eine neue Rubrik: Apikale Aufhellungen.

Vorher – Nachher Röntgenbilder, ein paar Angaben zum Zahn und zur Vorgehensweise, vielleicht ein paar klinische Fotos.

Mein Ziel: 100 Fälle bis zumEnde des Jahres 2009.

Hier der erste.

Zahn 36, devital, Wurzelresorption distal, deutlich ausgeprägte apikale Aufhellung.

Aufbereitung mit rotierenden Nickel – Titan – Instrumenten in Hybrid -Technik bis 35.06, Wurzelfüllung mit Kerr PCS XWT als Sealer und warmer Guttapercha in zeitgemässer Schildertechnik.

Der Zahn, der zur Extraktion freigegeben war, ist nun 8 Jahre post WF im Mund.