Acht Jahre ist diese Behandlung nun mittlerweile her…
hier das Recall von vergangener Woche
:-)))

Heute kamen die zwei bestellten NSK Bauteile bzw. der Schlüssel.
Dank des Videos war der Tausch in 5 Minuten erledigt. Ohne Lupenbrille geht das bei mir aber nicht mehr…
😉
Morgen dann der Praxistest, ob das Winkelstück wieder voll in Funktion ist…

Seit Praxisgründung verwenden wir Winkelstücke von NSK und sind mit diesen sehr zufrieden. Leider kommt es natürlich vor, dass diese irgendwann kaputt gehen. Der Kostenvoranschlag für die Reparatur belief sich auf ca 440 EUR…
über die Facebook Gruppe -Dentalfamilie- bin ich auf ein Video gestossen, das erklärt, wie man eine solche Reparatur ggf. selber vornehmen kann…
hier der Link zum Video:
Die Ersatzteile (Kopftrieb und Schlüssel zur Deckelentfernung) für ca. 150 EUR) habe ich hier bestellt:
Home
Danke Matthias Bach für das Video und mehr
:-)
Ich bin gespannt, ob ich es hinbekomme…
ich werde berichten
Nachfolgend zeige ich unsere beiden letzten Fälle einer Fragmententfernung.


Unser Vorgehen ist dabei zunächst die „unproblematischen“ Kanalsysteme zu präparieren, bevor ich mich um das Fragment kümmere.
Bei diesem Schritt präpariere ich das Kanalsystem dann zunächst in der Regel bis zu einer Größe von ISO 45 (Wave One Gold). Nachfolgend kommen dann Ultraschallansätze der ISO-Größe 25 und ggf. 15 zur Anwendung (Cave: Abdeckung der anderen Eingänge mittels Wattepellet).
Wichtig ist mir hierbei dem Patienten keine „Wasserstandsmeldungen“ hinsichtlich der Fortschritte abzugeben. Getreu dem Motto: “ Es bewegt sich schon, jetzt haben wir es gleich“…
leider ist so ein Umstand nämlich kein sicherer Garant dafür, dass das Instrument tatsächlich gleich entfernt ist…
raten Sie, woher ich das weiss
;-)
Sollte die Spitze des Instrumentes beim entfernten Fragment nicht erkennbar sein empfiehlt es sich zu diesem Zeitpunkt ein Röntgenbild anzufertigen, um das Erreichte zu kontrollieren. Ggf. ist das Fragment nämlich in sich nochmals frakturiert. Dies passiert meiner Meinung nach am ehesten bei NiTi-Fragmenten…
In unseren beiden Fällen handelte es sich um ein Niti- bzw. Stahl-Fragment. Der zeitliche Aufwand lag bei 30 bzw. 20 Minuten…
der restliche Ablauf war dann „Routine“….






Mit einer Häufigkeit von 0,01 bis 1 % tritt eine interne Zahnresorption sehr selten auf. Sie manifestiert sich in der Regel auf Basis einer chronischen Pulpaentzündung. Voraussetzungen sind Defekte im Bereich des Odontoblastensaumes und Prädentins, Entzündungsreize aufgrund einer bakteriellen Pulpainfektion sowie vitales Pulpagewebe apikal der Resorptionslakune.
Als Ursachen kommen u.a. das Vorliegen einer traumatischen Zahnverletzung, Dentinfrakturen und kieferorthopädische Behandlungen infrage. (S.h.:hier)
Bei der heute vorgestellten 14-jährigen Hanna kann neben der vormals durchgeführten kieferorthopädischen Behandlung ggf. die zusätzlich vorhandene Invagination mit daraus resultierender chronischer Pulpainfektion als Ursache herangezogen werden…

Die eigentliche Behandlung erfolgte einzeitig und verlief ohne Besonderheiten.
Die Wurzelkanalfüllung erfolgte mittels Guttapercha & BC Seiler high flow. Der Resorptionsprozess war dabei größtenteils mittels Mikroskop einsehbar…



Auch wenn es noch knapp zehn Monate dauert, bis der 65. bayerische Zahnärztetag wieder in München stattfindet möchte ich schon jetzt auf dieses Event aufmerksam machen.
Immerhin widmet sich dieser Kongress ausschliesslich dem Thema Frontzahntrauma.

Als Organisatoren fungieren Prof. Einwag und Prof. Krastl.
Diese Kombination verspricht ein interessantes Programm…
stay tuned…
Es gibt bei uns allen immer wieder Behandlungen, auf die man sich mehr „freut“, als auf andere…
auf die Revision des nachfolgenden Falls habe ich mich _sehr_ gefreut…



die Vorberhandlung lag mehr als zehn Jahre zurück. Beschwerden bestanden keine.


Im Zuge einer prothetischen Neuversorgung sollte aber natürlich eine Revision bei diesem 52-jährigen Patienten erfolgen…
in zwei Terminen und einem Zeitaufwand von 2,5h konnten wir dieses Ergebnis erzielen…



ich bin sehr guter Dinge, dass unsere Bemühungen Früchte tragen werden…
Vor gut einem Jahr stellte sich die heute 20-jährige Marcella bei uns vor.
Bei ihrem Unterkiefer-Frontzahn (mit Traumahistorie) war alio loco trotz massiver Obliteration vergebens versucht worden, eine endodontische Behandlung durchzuführen.

Trotz dentalmikroskopischer Vergrösserung war es dort nicht möglich, der Anatomie gerecht zu werden.


Alle Beteiligten waren höhst erfreut, dass es uns trotz aller Widrigkeiten (u.a. zahnfarbenes Komposit in kompletter Zugangskavität) (scheinbar) gelang, dem Problem die Stirn zu bieten…

leider stellte sich Marcella diese Woche mit wiederkehrenden, stärkeren Beschwerden an dem Zahn bei uns vor…
wie die Radiologie zeigt waren unsere konservativen Bemühungen nicht erfolgreich die apikale Pathologie zu bekämpfen….



leider schlägt unsere Therapie nicht in 100% aller Fälle an…
:-/
Bei der nachfolgenden Patientin war die vormalige Restauration an Zahn 22 frakturiert und es stand eine Neuanfertigung an.
Leider zeigte das Röntgenbild, dass der vormals endodontisch behandelte Zahn bei unauffälligen apikalen Verhältnissen ein Instrumentenfragement bereithielt… was also tun?

Gemeinsam entschieden wir uns mit der Patientin für eine Revision. Intraoperativ zeigte sich, dass es sich nicht um ein Hedströminstrument handelte, sondern (wohl) um einen Kompaktor zur thermohydraulischen Verdichtung des Wurzelkanalfüllmaterials. Dieser war wahrscheinlich während der Anwendung frakturiert.

Klinisch bedeutete dies ein extrem festsitzendes Fragment. Die DREI Versuche mittels BTR Pen scheiterten, weil der Draht (0,5mm) beim Zugversuch jedes Mal riss…
erst der zweite Anlauf mittels Hülsentechnik (+Rely X Unicem) führte schliesslich zum Erfolg.

So ein derart festsitzendes Fragment habe ich bisher noch nicht erlebt…



Seit gut zwei Wochen ist die neue Homepage
https://www.rette-deinen-zahn.de
online.
Die Intention der Seite ist es, für Patienten Hilfestellungen bei Zahnunfällen zu liefern.
Ich bitte alle Leser von WURZELSPITZE diese Seite „unter das Volk zu bringen „
Ein gutes Jahr ist mittlerweile vergangen, seit wir bei Charlotta Zahn 21 behandelt haben.
Nachfolgend zeigte ich Ihnen das kürzlich durchgeführte radiologische Recall..

Freu :-)
Hier noch ein Kurzvideo des DVTs.
Mit Verspätung von gestern möchte ich Ihnen heute noch den ersten Schritt einer Prämolarenbehandlung vorstellen. Damit verbunden auch eine Frage in die Runde…
aber der Reihe nach…
bei der 43-jährigen Patientin war bei der Routineuntersuchung eine asymptomatische chronische apikale Parodontitis an Zahn 25 diagnostiziert worden.

Aufgrund der massiven Obliteration erfolgte die Zuweisung zu uns.
Während der Behandlung bewahrheitete sich wieder einmal, dass die tatsächliche Obliteration klinisch „geringer“ ausfällt als radiologisch erkennbar…

Die Darstellung und Präparation erfolgte mittels Munce-Bohrern und C- und R-Pilot-Instrumenten.
In der Vergrösserung ist gut zu erkennen, welche Ausdehnung des Kanalsysteme insbesondere koronal früher einmal hatte.

Nun aber zu meiner Frage:
Würden Sie diese Hartsubstanz noch entfernen, weil hier ggf. Bakterien „versteckt“ sind?


Ich bin gespannt auf Ihre Antworten.
Hallo aus dem Ägypten-Urlaub.
Heute eine Kurzvorstellung eines Zahnes 25, den wir vor gut sechs Monaten behandeln durften.

Die palatinale Radix hielt eine kleine abrupte Krümmung parat, die wir, wie nachfolgend zu sehen, präparierten.



In der idealen Welt hätte ich mir einen grösseren Aufbereitungsdurchmesser gewünscht…
das Recall sechs Monate post-op stimmt mich trotzdem versöhnlich …


Heute stelle ich wieder einmal eine reparative endodontische Therapie vor…
Zur Vorgeschichte:
Der heute zehnjährige Lorenz erlitt im Mai 2022 ein Frontzahntrauma (u.a. Dislokation 11 und 21).
In der Nachfolge wurde alio loco zunächst mit einer endodontischen Therapie an Zahn 21 begonnen.

Aufgrund des nicht abgeschlossenen Wurzelwachstums erfolgte die Zuweisung an uns.

Wenig später wurde es auch an Zahn 11 notwendig, eine solche Behandlung einzuleiten.
Gemeinsam mit Lorenz, seinen Eltern und der Zuweiserin entschieden wir uns für eine reparative endodontische Therapie (in insgesamt drei Terminen).
Der Abschluss hiervon erfolgte Ende Oktober 2022.

Gestern nun stellte sich Laurenz zur Einjahres-Nachkontrolle vor…
et voila…


ich „liebe“ diese Art der Behandlung
:-))))
Vorletzte Woche haben wir uns in Bad Kreuznach über das Thema „Aufbereitung“ von Wurzelkanalsystemen unterhalten.
Hier ein aktuelles Beispiel und unsere Herangehensweise bei der PRÄPARATION ;-) solcher komplexen Anatomien.
In dem vorliegenden Fall lagen zwei konfluierende Systeme vor. Wie nahezu immer erfolgt die initiale Präparation mit reziprok arbeitenden Instrumenten (nein, es sind keine Feilen ;-)))) )
In diesem Fall R-Pilot und RECIPROC Blue auf Arbeitslänge minus 3-5 mm.
In diesem Fall bis kurz nach der ersten Krümmung. Erst dann folge der Einsatz von Handinstrumenten. Nachdem es palatinal leichter gelang eine Gängigkeit zu erzielen erfolgte hier zunächst die weitere Präparation. Da der Taper von R-Motion Instrumenten kleiner ist als z.B. von Wave One Gold Instrumenten haben wir uns für die apikale Präparation für diese entschieden…
So sah unsere Abfolge aus:








Gute sechs Monate ist es her, seit wir den heute 13-jährigen Ludwig behandelt haben
Bei der letzten Kontrolle mussten wir leider feststellen, dass Zahn 12 durch eine Ersatzresorption verloren gehen wird.

Für Zahn 11 ist demnächst die Wurzelkanalfüllung geplant.
Jetzt gilt es eine weitere Planung hinsichtlich des 12 auf den Weg zu bringen…
Die heute 23-jährige Medizinstudentin Lala erlitt im Alter von zehn Jahren ein Frontzahntrauma.
Das Mädchen war damals auf einer Wasserrutsche gestürzt. Hierbei kam es zu einer Dislokation des Zahnes 22 mit unkomplizierter Kronenfraktur.
Als Therapie wurde eine Repositionierung mit nachfolgender endodontischer Behandlung und Kompositaufbau des Zahnes durchgeführt.
Nachdem zehn Jahre später erneut Probleme auftraten, wurde eine (Art) Wurzelspitzenresektion durchgeführt (2020).
Leider war der therapeutische „Erfolg“ dieses Eingriffs nur von kurzer Dauer.
Im März 2021 stellte sich die junge Frau mit diesem radiologischen Befund bei uns vor:


In insgesamt zwei Terminen erfolgte die Revision (der vormaligen Thermafil-Füllung ohne Sealer), gefolgt von einer MTA-Apexifikation und Glasfaserstift-Insertion/Kompositfüllung.



Gute zwei Jahre später stellt sich die Situation nun so dar:


:-)))
Heute stelle ich Ihnen den mittlerweile 10-jährigen Luis vor.
Der Junge war im Herbst 2022 mit seinem Scooter gestürzt. Dabei erlitten die Zähne 12 und 11 unkomplizierte Kronenfrakturen. Ferner bestand ein erhöhter Lockerungsgrad. Die Erstversorgung erfolgte beim Hauszahnarzt.

In der weiteren Folge kam es zu einer Grauverfärbung der betroffenen Zähne. Radiologisch imponierten entzündlich bedingte externe Wurzelresorptionen.

Aufgrund des unterschiedlich weit fortgeschrittenen Wurzelwachstums entschieden wir uns für eine reparative endodontische Therapie (12) bzw. eine MTA-Apexifikation (11). Dies erfolgte in insgesamt drei Terminen.

Kürzlich stelle sich Luis zur Sechsmonatskontrolle bei uns vor.
Es sieht aus, als tragen die Therapien Früchte…
die weiteren Kontrollen müssen zeigen, ob die Resorptionen tatsächlich zum Stillstand gekommen sind…


Heute möchte ich die Thermafil-Revision eines Zahnes 36 vorstellen.
Rein radiologisch sah die Wurzelkanalfüllung des Zahnes eigentlich „gut“ aus.
Trotzdem imponierte insbesondere distal eine nicht unerheblich apikale Aufhellung.

Bei der eingeleiteten Revision zeigte sich recht schnell einer der Gründe dafür, warum hier ein Misserfolg vorlag.
Wie in 90+ Prozent aller von uns revidierten Thermafil-Füllungen war damals auf den Einsatz eines Sealers verzichtet worden.
Dieses „Phänomen“ erkläre ich mir damit, dass auf diese Weise ein entsprechender „Puff“ bei der Wurzelkanalfüllung vermieden werden soll.
Unser praktisches Vorgehen in solchen Revisionsfällen ist zumeist wie folgt:
Mittels einer RECIPROC 25 schaffe ich mir lateral des Kunstoffträgers ein wenig Platz, um dann eine (oder ggf. zwei) Hedströminstrumente „eindrehen“ zu können. Mittels Arterienklemme erfolgt dann eine Luxation. Dieses Vorgehen wiederhole ich so lange, bis der Träger in toto entfernt ist. Ein Zerspanen des Trägers sollte unter allen Umständen vermieden werden.






Die weitere Revision gestaltete sich dann unproblematisch.
Der resorptionsbedingt offene Apex distal wurde orthograd mit MTA verschlossen. Die weitere Wurzelkanalfüllung erfolgte mit Guttapercha und BC Sealer high flow.


Sechs Monate später tragen unsere Bemühungen schon deutliche Früchte…


😁
Heute erreichte mich das Recall dieses Falls :
Patient und alle anderen Beteiligten sind happy.

So!
Gerade ist er „raus“…
unser letzter Patient vor dem Sommerurlaub.
Ein ausgesprochen netter 22-jähriger Münchner Polizist.
Erstmalig haben wir ihn im März 2021 gesehen. Sein alio loco behandelter Zahn 26 machte ihm Beschwerden.
Das alio loco angefertigte Röntgenbild lässt vermuten, warum…
;-)

Die Revision in zwei Termin verlief ohne grosse Besonderheiten.

Ende Dezember 2021 stellte er sich dann zum ersten Recall wieder vor…

und eben heute, als letzter Patient des Sommers…

jetzt kann der Urlaub kommen…

SO macht Recall Spaß
und jetzt grillen wir zur Feier des Tages gleich auf unserer Praxisterrasse
:-)))
Heute also noch der Abschluss dieser Behandlung:
Die Patientin gab an, dass sie nach dem letzten Termin sehr schnell schmerzfrei geworden war…
die Wurzelkanalfüllung erfolgte mit Guttapercha und BC Sealer high flow; der apikale Aufbereitungsdurchmesser beträgt 40.06.

Merke: Häufig stellt sich die Situation klinisch deutlich „besser“ da, als es vorab radiologisch den Anschein hat…
:-)

Heute möchte ich noch den Abschluss dieses Falles nachreichen.
Im zweiten Termin benötigten wir circa 60 Minuten und konnten abschliessend das Langzeitprovisorium wieder eingliedern…


Ich bin guter Dinge, dass die apikale Parodontitis nun ausheilen kann…
:-)
Anfang der Woche stellte sich der 14-jährige Josua in Begleitung seines Vaters erstmals bei uns vor.
Der Junge hatte die Woche davor eine Schwellung mit anschliessender Fistelbildung Regio 11/12 entwickelt.
Das in der Vorwoche im Notdienst angefertigte Röntgenbild stellte die Situation wie folgt dar:

Eine weitere Therapie wurde nicht eingeleitet.
Anschliessend wurde der junge Patient bei seinem Hauszahnarzt vorstellig.
Hier wurde mit einer endodontischen Therapie begonnen.
Nachdem es nicht gelang, dass Kanalsystem zu erschliessen und die Prognose aufgrund dieser Tatsache in Kombination mit der ausgeprägten Osteolyse als sehr schlecht angesehen wurde erfolgte die Überweisung zum Oralchirurgen zur Entfernung des Zahnes…

über Umwege gelangten Patient und Vater schliesslich zu uns…
so stellte sich die Situation radiologisch bei uns dar…

Klinisch imponierte eine Fistel Regio 11/12; Der Sensibilitätstest an Zahn 12 war positiv; weitere pathologische Befunde lagen nicht vor.
Anamnestisch ergab sich keine bekannte Historie eines vormaligen Frontzahntraumas.
Allerdings gab Josua an, sich bereits im Januar 2022 mit moderaten Beschwerden in dieser Region bei seinem Zahnarzt vorgestellt zu haben.
Nachfolgend das damals angefertigte Röntgenbild (das wir auf Nachfrage im Nachgang erhielten)…

welche Gedanken gehen Ihnen bei der Betrachtung der Bilder durch den Kopf?
Welche Therapie empfehlen Sie Josua und seinem Vater?
An uns überwiesene Patienten können und/oder wollen zum Teil nicht einsehen und/oder verstehen, warum sie in der Regel nicht direkt zu einer Behandlung kommen können, sondern vorab eine Untersuchung und Einschätzung durch uns notwendig ist…
Anfang dieser Woche hatten wir mal wieder ein gutes Beispiel dafür, warum man niemals von diesem Vorgehen abweichen sollte…
kurz zur Vorgeschichte…
der am Telefon vorab sehr fordernde 39-jährige Patient (Rechtsanwalt in einer sehr grossen Unternehmens/Steuerberatungsfirma) („ich will direkt zur Behandlung kommen; warum eine Voruntersuchung?, mein Arzt hat doch schon…, Dr. Kaaden muss doch „nur noch“…) stellte sich nach einer alio loco begonnenen endodontischen Therapie an Zahn 47 bei uns vor.
Laut seiner Aussage war es dem Hauszahnarzt nicht gelungen, die vorderen Wurzelkanäle zu bearbeiten („Mein Zahnarzt kommt da nicht rein“).
Dieser empfahl daher eine Vorstellung beim Endodontologen.
Die Empfehlung für unsere Praxis kam allerdings von einer Bekannten des Patienten, die selber Zahnärztin ist.
Schon bei der Betrachtung des Ausgangs-OPGs hegte ich gewisse Zweifel an der Erhaltungswürdigkeit dieses Zahnes…

ein Einzelzahnröntgenbild existierte nicht.
Klinisch imponierte der Zahn insbesondere durch ein recht liebloses Fermit oder Clip (?)-Provisorium.
Seit der Erstbehandlung war der Patient schmerzfrei.
Unsere daraufhin angefertigte Röntgenaufnahme zeigte folgendes Bild:

Neben dem hohen Destruktionsgrad und der fraglichen Restaurierbarkeit wies ich den Patienten auf den tatsächlichen Grund der „Probleme im vorderen Zahnabschnitt“ durch den Behandler hin.
Da der Patient weiterhin einen „Zahnerhalt mit allen Mitteln“ wünschte fertigten wir ein DVT der Regio 47 an.
Bei der Betrachtung imponierte die zweite „Überraschung“ dieses Zahnes sehr schnell.
Auch dem Patienten leuchtete spätestens nun ein, dass an zahnerhaltende Maßnahmen nicht mehr zu denken war…
Gut, dass wir für den Patienten nicht, wie von ihm gewünscht und (fast) gefordert direkt einen 90-120 Minuten-Termin eingeräumt hatten…
Und wieder ist ein Jahr seit der letzten Kontrolle des jungen Jakob vergangen…
so stellt sich die aktuelle Situation vor ein paar Tagen dar…

:-)

Der nachfolgende Fall erinnerte mich an frühere Berichte von uns, wie diesen oder diesen.
Dieses Mal war alio bei einem Zahn 46 im mesiobukkalem Kanalsystem eine RECIPROC blue frakturiert.
Schnell war beim Anblick des Röntgenbildes klar, dass hier keine Schlaufentechnik a la BTR Pen erfolgsvorsprechend sein würde.

Wir entschieden uns für die Hülsentechnik in Kombination mit Rely X Unicem.
Mit am schwierigsten war es zunächst eine Kanüle zu finden, die einen Durchmesser von > 1mm aufweist.
Eine solcher „Prügel“ findet in der Regel bei uns in der Praxis keine Anwendung.
Ich habe die Kanüle wie einen Radschlüssel vorgebogen und über das gut erkennbare Fragment platziert. Eine zeitaufwändige Darstellung war nur bedingt notwendig…
Im zweiten Anlauf gelang es schliesslich das Fragment im Uhrzeigersinn aus dem Kanalsystem zu drehen…


nach insgesamt 90 Minuten konnten wir dieses Ergebnis erzielen.

Entscheidender für den bisherigen Misserfolg der Vorbehandlung war ziemlich sicher nicht das Fragment, sondern das übersehene und bisher unbehandelte zweite distale Kanalsystem…

;-)
Bei der nachfolgenden 46-jährigen Patientin war alio loco an einem Zahn 13 mit einer endodontischen Behandlung angefangen worden.

Dort war es nicht gelungen das Kanalsystem erfolgreich darzustellen und zu präparieren.
Trotz radiologischem Anhalt für eine massive Obliteration stellte sich die klinische Situation „einfacher“ dar als befürchtet…



Nach insgesamt knappen 60 Minuten konnten wir diesen Zwischenstand erreichen…

Der 13-jährige Simon war in den Pfingstferien mit seinen Großeltern zum Badeurlaub in der Türkei.
Leider kam auch er auf die Idee, eine Wasserrutsche hinaufzulaufen….
Die Folgen für ihn und seinen Zahn 11 waren leider recht verheerend…

Die Erstversorgung mit Repositionierung und Schienung erfolgte vor Ort.

Nach Rückkehr aus dem Urlaub holte seine Hauszahnärztin die bisher unterlassene Röntgendiagnostik nach.


Unsere Aufgabe ist es nun, die endodontische Therapie zu übernehmen.
Hierfür sind zunächst zwei Termine (1. med. Einlage mit Ledermix; 2.anschliessender Wechsel auf Ca(OH)2) geplant.
Die Nachkontrolle einigen Wochen später muss dann zeigen, ob es tatsächlich zu der wahrscheinlichen Ersatzresorption kommt…
ich werde berichten
Und schon wieder ist ein Jahr vergangen…
weiterhin stellt sich die Situation stabil dar…

Das nächste Recall ist wieder in zwölf Monaten terminiert…
P.S.: Hier kann man nochmals die Historie des Falls nachlesen
Die nachfolgende Patientin wurde uns überwiesen, weil es der Hauszahnärztin nicht gelungen war, alle Kanalsysteme an Zahn 46 zu finden und zu bearbeiten.

Die Röntgenbilder liessen stark vermuten, dass hier eine komplexere Anatomie in Form einer Radix entomolaris vorlag.

Die Darstellung aller Kanalsysteme gelang mittels überlanger Rosenbohrer problemlos.






Anschliessend erfolgte die Präparation mit Nickel-Titan-Instrumenten in reziproker Antriebsweise.
Während mesial eine Konfluation der Kanalsysteme vorlag bestätigte sich distal der „Anfangsverdacht“ einer zusätzlichen disto-lingualen Wurzel.



Wir haben der Patientin eine zeitnahe prothetische Versorgung des Zahnes empfohlen…
P.S:
Unser detailliertes Vorgehen in solchen und ähnlichen Fälle stelle ich Anfang Oktober in Bad Kreuznach vor.
Be there or be square
;-)))
Das nicht alle RE-Therapien den selben (positiven) Verlauf nehmen zeigt der nachfolgende Fall des heute neunjährigen Laurenz.
Der Junge erlitt Ostern 2022 ein Fronttzahntrauma in Form einer unkomplizierten Kronenfraktur mit ausgeprägter Lockerung an Zahn 11.
In der weiteren Folge entwickelte der junge Patient eine ausgeprägte Schwellung in der Region des betroffenen Zahnes.


Die zweizeitige Behandlung konnte im Juli 2022 angeschlossen werden.


In der kürzlich durchgeführten Nachkontrolle zeigt sich ein Fortschreiten des Wurzelwachstums bisher nicht wirklich.

„Positiv“ anzumerken ist ggf., dass auch der vitale Nachbarzahn in der Zeit kaum eine Weiterentwicklung erfahren hat…


die nächste Nachkontrolle erfolgt in sechs Monaten…
Erinnern Sie sich noch an die hier beschriebenen Behandlungen von Vincent?
Gestern war der nun Zehnjährige zur von allen mit Spannung erwarteten Nachkontrolle bei uns…
aber sehen Sie selbst…


Geht schlechter, würde ich sagen…
:-)))
Circa vier Wochen ist es her, dass ich über unsere letzten Fragmententfernungen berichtet habe.
Leider ging es schneller als erhofft, dass wir wieder mit einer solchen Behandlung betraut wurden…
diesmal handelte es sich um einen 47, bei dem im mesio-lingualen Kanalsysteme ein Ni-Ti-Instrument (ISO 25) frakturiert war.

In insgesamt zwei Terminen a 1,5h gelang es uns das Fragment mittels Ultraschall und BTR-Pen zu entfernen und alle Kanalsystem möglichst suffizient zu reinigen und zu füllen…



hoffentlich dauert es diesmal länger, bis so eine Therapie wieder notwendig wird…
Die heute 8-jährige Charlotta erlitt im Sommer 2021 ein Frontzahntrauma an Zahn 21 in Form einer unkomplizierten Kronenfraktur.
Das keine Mädchen hatte versucht, eine Wasserrutsche raufzulaufen und war dabei weggerutscht.
Circa ein Jahr später bildete sich eine vestibuläre Fistel in der Regio 21 aus. Das alio loco angefertigte Röntgenbild zeigte eine ausgeprägte apikale Parodontitis bei nicht abgeschlossenem Wurzelwachstum.

In insgesamt zwei Terminen führten wir wieder einmal eine RE-Therapie nach bekanntem Protokoll durch.


Vor ein paar Tagen nun erfolgte die sechs Monatskontrolle…

es sieht aus, als wären wir auf dem absolut richtigen Weg

:-)
Erinnern Sie sich noch an diesen Fall?
Neulich stellte sich die Patientin wieder bei uns vor.
Palatinal imponierte eine nicht druckdolente Schwellung.
Auf Nachfrage gab die Patientin an, dass die Krone vor circa zwölf Monaten erneuert worden war…
das daraufhin angefertigte Röntgenbild stellte sich so dar…

Wahrscheinlich war es zu einer Rekontamination (insbesondere während der Provisoriumsversorgung) gekommen…
Die weitere Therapie erinnerte mich an diesen Fall…



Gestern habe ich hier über Nelly berichtet.
Obgleich die Prognose einer RE-Therapie bei avulsierten Zähnen vermeintlich schlechter ist haben wir uns für diese Behandlung entschlossen.

Leider kam es zu einem Misserfolg…

Was nun?
Die heute 13-jährige Nelly erlitt im Sommer 2017 ein Frontzahntrauma in Form einer Avulsion des Zahnes 11.
Hier in Kurzform die damaligen Eckdaten:

Die alio loco durchgeführten Kontrollen verliefen ohne Besonderheiten.
Leider entwickelte Nelly im November Schmerzen Regio 11.
Die Vorstellung im Notdienst ergab folgendes Bild:
Zwei Tage später stellte sich Nelly im Beisein ihres Vaters bei uns vor…
welche Therapie würden Sie Vater und Tochter empfehlen?

Die Fragmententfernung zählt nicht gerade zu meinen Lieblingsbehandlungen.
Letzte Woche konnten wir zwei solcher Behandlungen abschliessen. Die Ausgangslage war bei beiden Zähnen grundunterschiedlich.
Der eher undankbare Zahn 25 wies im unteren Wurzeldrittel ein Hedström-Fragment auf. Zusätzlich war hier von einem Stift im Kanalsystem auszugehen.
Das palatinale Kanalsystem war nicht komplett bis apikal erschlossen und es bestand der Verdacht einer Begradigung /Verblockung.
Alles in allem also eher ein undankbarer Zahn.

Glücklicherweise stellte sich die Behandlung unproblematischer dar, als es die Ausgangssituation vermuten lies. Zwei Termine später (1,5 und 1h) war der Zahn revidiert und neu gefüllt…




Bei Zahn 47 war die Ausgangslage dankbarer. Der überweisenden Kollegin war es nicht gelungen, das mesio -bukkale Kanalsystem zu finden und zu präparieren. Die restliche Anatomie hatte sie gut meistern können.
Bei ihrer „Suche (mittels Rosenbohrern?) hatte sie einen „eigenen“ Kanal geschaffen und darin die Spitze einer RECIPROC 25 zurückgelassen…

glücklicherweise war es nicht noch zusätzlich zu einer Perforation gekommen. Wenngleich hierfür nicht „viel gefehlt hatte“…


Beide Fragmente in den Zähnen liessen sich mittels ISO 25 Ultraschallansätzen recht zügig entfernen…
ich hoffe, es dauert dennoch eine ganze Weile, bis wir wieder eine Fragmententfernung versuchen sollen…
Im Januar 2013 stellte sich der heute 63-jährige Patient (ärztlicher Kollege) erstmals bei uns vor.
Er berichtete, dass vor Kurzem alio loco mit einer endodontischen Behandlung an Zahn 46 begonnen wurde. Leider gelang es hierbei nicht, alle Kanalsysteme aufzufinden.
Ferner kam es bei der Kanalsuche zu einer Perforation am Pulpakammerboden. Mittlerweile hatte sich nun als weitere Folge eine vestibuläre Schwellung entwickelt.


In insgesamt drei Terminen gelang es alle Kanalsysteme zu präparieren und zu füllen. Insbesondere distal zeigte sich eine komplexe Anatomie.
Die Deckung der Perforation im ersten Termin erfolgte mittels MTA.


Das letzte Mal stellte sich der Patient bei uns im Februar 2013 vor. Schon hier war ein erfreulicher Heilungsverlauf erkennbar.

Gestern nun erreichte uns das Recallbild des Zuweisers zehn Jahre nach der Behandlung…

ich denke man kann zu Recht von einer nachhaltigen Behandlung sprechen…

Seit circa 1 1/2 Jahren ist der Dentapen aus unserer täglichen Anwendung nicht mehr wegzudenken.
Vorgestern kam es kurz vor Ende einer Infiltrations-Injektion zu einem „komischen“ knackenden Geräusch.
Der anschliessende Blick auf den Pen erklärte die Ursache des Geräusches…


Offensichtlich ein Ermüdungsbruch des Kunststoffteils am Pen.
Bei allem „Ärger“ über diesen Defekt bleibt positiv zu erwähnen, dass uns bei der Kontaktaufnahme mit der Herstellerfirma ein umgehender, kostenfreien Austausch des Geräts zugesagt wurde…
SO geht Kundenfreundlichkeit
:-)
Noch eine Anmerkung in merkwürdigen Zeiten: Da bereits die bloße Nennung eines Produktes auf einer Homepage als Werbung interpretiert werden kann, benennen wir diesen Blogbeitrag (wie auch jeden bereits geschriebenen sowie alle zukünftigen Beiträge, in denen Produkte benannt werden) als unbezahlte Werbung. Sollten wir (jemals) finanzielle Zuwendungen von Firmen erhalten, die Erwähnung bestimmter Produkte betreffend, werden wir die entsprechenden Blogbeiträge als „bezahlte Werbung“ ausweisen.
Ich habe vor längerer Zeit auf WURZELSPITZE den Fall der heute 15-jährigen Leonie vorgestellt.
Heute ein Update…
Zur Erinnerung:
Das Mädchen war damals (2017) beim Spielen mit einer Freundin zusammengestossen und hatte sich dabei eine horizontale Wurzelfraktur an Zahn 11 zu gezogen.
Aufgrund des ungünstigen Frakturverlaufs haben wir uns damals für eine Schienungsdauer von drei Monaten entschieden.
Glücklicherweise zeigte sich ein günstiger Heilungsverlauf…
Knapp sechs Jahre später stellt sich die Situation weiterhin erfreulich dar…
Im Sommer 2012 erlitt der damals 13-jährige Rudyard eine Avulsion des Zahnes 21.

Leider wurde die Situation über fünf Monate hinweg nur „beobachtet“, bevor der junge Patient schliesslich zu uns überwiesen wurde.

Die durchgeführte endodontische Behandlung in (zunächst) zwei Terminen schien die Resorptionsprozesse zu stoppen.

Deshalb erfolgte im Sommer 2013 die endgültige Wurzelkanalfüllung.



Das letzte Recall bei uns war im Februar 2019:

Weitere vier Jahre später wurde der junge Mann (nun 23) mit folgender Situation wieder bei uns vorstellig.

Mit deutlicher Zeitverzögerung zeigt sich eine Ersatzresorption mit Anklyose und Infraposition des Zahnes…

Wie würden Sie jetzt weiter verfahren?
Gestern erfolgte der Behandlungsabschluss bei Korbinian nach der auf WURZELSPITZE wiederholt beschriebenen Vorgehensweise.

Eine Änderung im klinischen Behandlungsverlauf hat sich allerdings seit einiger Zeit bei uns etabliert.
Habe ich in der Vergangenheit das Biodentine portionsweise mit einem Plugger eingebracht und adaptiert, so erfolgt dieser Schritt mittlerweile mittels Centrix Accudose.
Funktioniert ausgesprochen gut…
Diesen klinischen Tipp verdanke ich PD DR. Matthias Widbiller (Uni Regensburg).

Vor längerer Zeit habe ich hier von der Initialbehandlung der 17-jährigen Rosa-Florentine berichtet.
So ging es in insgesamt zwei Terminen bei der jungen Frau weiter…


sehr erfreulich ist zu sehen, dass die Therapie in kurzer Zeit den gewünschten Erfolg zeigt…


Nach meiner Antwort auf die Rezension habe ich ferner mit dem Patienten telefoniert.
Es schien, als würde er die von mir angebrachten Punkte zumindestens teilweise nachvollziehen können.
Daraufhin änderte er seine Bewertung von einem auf drei Sterne.
Ferner änderte er seinen Text zu diesem:
„Gute Arbeit, leider teuer.
Machen Sie sich darauf gefasst dass Sie Rechnungen mit Faktor 5,8 und sogar 6,8 erhalten werden, um die Arbeit zu honorieren.“
… mal schauen, ob und wie es weitergeht…
Hier also meine Antwort auf die gestern veröffentlichte Rezension :
„ Hallo Herr O, ich verstehe Ihre öffentliche Verärgerung nicht und bedauere, dass Sie diesen Weg eingeschlagen haben.
Wie von uns gesetzlich gefordert haben wir Ihnen einen entsprechenden Heil-/Kostenplan mit den zu erwartenden Kosten _im Vorfeld_ zukommen lassen. Auch habe ich diese Punkte zusätzlich _vorab eingehend_ mündlich besprochen und erläutert.
Mit der Unterschrift auf der schriftlichen Vereinbarung sind diese Punkte auch nachweislich bestätigt worden.
Wir waren in der Summe bisher 2 1/4 Stunden mit der Behandlung dieser Situation beschäftigt, die andere Kollegen als für sich zu schwierig und anspruchsvoll angesehen haben. Das wir in so einem Fall auch über den 3,5xSatz abrechnen liegt an dem oben genannten Zeitaufwand (und natürlich dem Schwierigkeitsgrad), den wir uns hierfür nehmen.
Ich wiederhole: 2 1/4 Stunden nur und _exklusiv_ für diese bisherige Therapie.
Ist Ihnen dies in dieser Form beim Zahnarzt schon mal widerfahren?
Der Aufwand, den wir für eine solche Behandlung zeitlich ansetzen, wird von „normalen“ Sätzen in Abhängigkeit des abgeschlossenen Versicherungsvertrags des Patienten ggf. nicht übernommen.
Es gibt für mich also genau zwei Möglichkeiten:
1.) Ich verkürze die Behandlungsdauer (was ich nicht möchte, da ggf. das Ergebnis und die Prognose des Zahnes darunter leiden) oder
2.)ich erhöhe den Steigerungssatz, wie es vom Gesetzgeber vorgesehen ist, um den fachlichen und zeitlichen Aufwand gerecht zu werden.
Im Sinne des Behandlungsergebnisses habe ich mich für Variante zwei entschieden und dies im Vorfeld mündlich und schriftlich eingehend kommuniziert.
Ich war bisher der Meinung, dass dies in Ihrem Sinn war.
Offensichtlich nicht.
Was hätte ich in Ihren Augen anders machen sollen?
Mit freundlichen Grüßen,
Dr. Christoph Kaaden
P.S.: Vielleicht erwähnen Sie in Ihrer Rezension auch noch für den interessierten Leser, von welchem Betrag wir in der Rechnung reden und wie hoch der ggf. selbst zu tragende Betrag war, so Sie einen Versicherungsvertrag abgeschlossen hatten, der nur bis 3,5x erstattet..“
Höre ich Verbesserungsvorschläge?
Bisher sind unsere Online Bewertungen bei Jameda&co in der Regel positiv ausgefallen.
Kürzlich hat uns ein Vater jedoch negativ bewertet:
„Gute Arbeit, leider sehr teuer. Machen Sie sich darauf gefasst dass Ihre private Kasse diese Rechnungen mit Faktor 5,8 und sogar 6,8 nicht bezahlen wird – ob Sie selbst willens sind, diese überhöhten Preise zu akzeptieren muss jeder selbst entscheiden. Schade dass man auf diesen Konditionen besteht.“
Kurz zu den fachlichen Hintergründen:
10 jähriger Patienten mit Z.n Trauma.
Jetzt Pulpanekrose bei nicht abgeschlossem Wurzelwachstum. Bisher 3 Termine mit insgesamt 2 1/4 Behandlungszeit.
Im Vorfeld waren alle fachlichen wie finanziellen Aspekte eingehend besprochen worden und die entsprechenden Unterlagen von den Eltern unterschrieben worden…
Man sollte also meinen, dass es keine Überraschungen für die Eltern gab…. Trotzdem diese Bewertung.
Wie alos damit umgehen?
Höre ich Vorschläge?
Gestern stellte sich der 12-jährige Ludwig erstmals in Begleitung seines Vaters bei uns vor.
Der Junge hatte am vergangenen Samstag in einem Schwimmbad versucht eine Wasserrutsche hinaufzulaufen (wie so oft!) und war auf halber Strecke gestürzt.
Des Resultat war u.a eine veritable Intrusion der Zähne 11 und 12 (inklusive Kronenfrakturen von 11 und 21).

Glücklicherweise wurde bei der Erstversorgung in einer Universitätsklinik der Weg einer chirurgischen Repositionierung gewählt und die Zähne entsprechend geschient…
Leider wurde darauf verzichtet, die Gingiva-Verletzung zu vernähen…


Das DVT zeigt das Resultat der Krafteinwirkung auf den bukkalen Alveolarknochen bei fehlender Repositionierung, die für den Heilungsverlauf sehr vorteilhaft gewesen wäre…

In diesem Fall beginnen wir zeitnah mit einer endodontischen Behandlung der Zähne 11 und 12, um entzündlich bedingten Resorptionsprozessen ein stückweit entgegenzuwirken…
ich werde demnächst über den weiteren Verlauf dieser zum Glück recht seltenen traumatischen Verletzung berichten…
Vor vier Tagen sind wir in unser neues „endodontisches“ Jahr gestartet und bereits jetzt gehen die notwendigen reparativen endodontischen Behandlungen weiter.
Zum Einen der 11-jährige Korbinian.
Die Invagination an Zahn 12 hat dazu geführt, dass die Pulpa nekrotisch wurde und in der weiteren Folge eine apikale Pathologie mit vestibulärer Fistel entstanden ist.


Klinisch bewahrheitete sich die Rolle der Invagination an der Pulpanekrose

Ferner der 9-jährige Jonas, der im Januar 2022 eine unkomplizierte Kronenfraktur an den Zähnen 11 und 21 erfahren hatte. Leider verzögerte sich die adhäsive Versorgung der Zähne bis in den März 2022 und somit stieg auch das Risiko für eine Infektion…

und genau so kam es, Im Dezember entwickelte auch Jonas eine Fistel, die leider mittels oraler Antibiose „therapiert wurde…

auch hier ist bei Zahn 21 eine RE-Therapie vorgesehen…

Wer zu dieser Thematik Artikel mit höchstem Evidenzgrad lesen möchte, dem seien diese zwei Artikel ans Herz gelegt…
Hallo aus München.
Heute zeige ich das letztes Recall des Jahres, welches uns ein Zuweiser hat zukommen lassen.
Auch wenn die Ausgangssituation damals nicht zu Jubelstürmen Anlass gab hat sich die Therapie doch „rentiert“ …




Ich wünsche Euch und Ihnen allen Frohe Weihnachten mit geruhsamen Stunden im Kreis der Lieben fernab von Praxis, Zähnen & Co…
Der heute 16-jährige Oskar erlitt im Sommer 2013 ein dentales Trauma in Form einer unkomplizierten Kronenfraktur mit Dislokation an Zahn 11.

In der weiteren Folge stellte sich eine Pulpanekrose ein, die eine endodontische Intervention nach sich zog.

Im Dezember 2013 schlossen wir damals die RE-Therapie ab.

Zu der Zeit benutzen wir noch kein Biodentine. Daher war es nicht erstaunlich, dass sich der Zahn zervikal unschön verfärbte.

Zunächst störte es Patient und Eltern nicht. Mit den Jahren änderte sich dies.
Wir haben daraufhin ein internes Bleaching bei Belassung des MTAs durchgeführt. Das initial gute Ergebnis war aber leider nicht von sehr langer Dauer.

Daraufhin entschlossen wir uns das MTA durch Biodentine zu ersetzten.
Spannend war der Blick in das Kanallumen, welches durchblutetes Gewebe enthielt…

Ich bin guter Dinge, dass das ästhetische Ergebnis diesmal von Dauer ist…



Heute möchte ich kurz unseren letzten MTA Fall des Jahres von gestern vorstellen.
Im Prinzip eine Behandlung aus der Kategorie : „straight forward“…
die heute 9-jährige Elzara erlittt vor einem Jahr ein Frontzahntrauma beim Radfahren. In der weiteren Folge bildete sich dann im Herbst 2022 eine Fistel Regio 21 aus. Nach klinisch radiologischer Untersuchung verwiesen Hauszahnarzt und Kinderzahnärztin die junge Patientin an uns.
In zwei Terminen konnte die Behandlung nach Abheilung der Fistel schliesslich abgeschlossen werden.
Hier das Ganze in bewegten Bildern…
Gestern haben wir nun „endlich“ die Behandlung von Mia nach ihrem Zahntrauma mit Kronen-Wurzelfraktur abschliessen können…
als nächstes ist geplant, dass die Zähne mit Langzeit-Provisorien versorgt werden…

Bislang sind Patientin und wir maximal angetan von dem bisherigen Ergebnis…

ich werde weiter berichten..
Im Oktober 2012 haben wir bei der nachfolgenden Patientin Zahn 17 aufgrund einer apikalen Parodontitis behandeln dürfen. Die Therapie erfolgte in zwei Terminen und verlief ohne besondere Vorkommnisse.




Auch die Nachkontrolle ein Jahr später zeigte einen positiven Heilungsverlauf.

Zehn Jahre später stellte sich die Patientin erneut bei uns vor. Sie gab an, eine vestibuläre Druckdolenz auf Höhe der Wurzelspitzen „unseres“ Zahnes zu verspüren. Die klinische Untersuchung bestätigte ihr Beschwerdebild.
Während das alio loco angefertigte Röntgenbild keinen wirklichen Anhalt lieferte zeigte der 3D Scan die wahre Ursache der Problematik….

Zahn 16 hatte nun ebenfalls eine apikale Pathologie entwickelt. Die distale Wurzelspitze des 16 liegt weiter vestibulär und „überlagert“ die mesio-bukkale Radix des 17. So entstand der falsche Verdacht hinsichtlich des letzten Molaren…



demnächst berichte ich mehr über die Behandlung des 16.
Jetzt „freue“ ich mich erstmal, dass ich unsere eigene Behandlung nach 10 Jahren in 3D-Röntgen nachuntersuchen könnte…
Dienstag dieser Woche sind wir gebeten worden den Zahn 17 einer 20-jährigen Patientin mit asiatischen Wurzeln final zu behandeln. Ihr Hauszahnarzt (gleichzeitig auch ihr Chef) hatte vor einiger Zeit mit der Therapie begonnen, nachdem der Zahn u.a. aufgrund einer ausgeprägten vestibulären Karies pulpitisch geworden war…

die intrakanaläre Anatomie stellte sich dabei wie eine Art Schultüte dar.
Das apikale Foramen war sehr gut einsehbar.
Aufgrund des Durchmessers entschied ich mich für einen apikalen MTA plug.
Nachfolgend dieser Behandlungsschritt in bewegten Bildern…

der Rest war dann „Routine“…

Heute Nachmittag kommt der gerade sieben Jahre alt gewordene Yannick zu uns.
Im Sommer sollte bei ihm ein Mesiodens entfernt werden.

Leider stellte sich intraoperativ heraus, das eine andere Zahnanomalie vorlag…
aber sehen und lesen Sie selbst…
hier ein Auszug des behandelnden Chirurgen:
“ In Regio 21 stellte sich zunächst palatinal der Verdacht auf eine überzählige Zahnanlage dar.
Beim Versuch der Entfernung am 13.06. zeigte sich eine Verschmelzung mit dem Zahn 21
Somit wurde der palatinale Anteil zu zwei Drittel abgetragen. Hierbei wurde die Pulpa punktförmig eröffnet. Es erfolgte eine direkte Überkappung mit Kerr Life und Aufklärung der Mutter über die besondere Situation.
Wie gestern (16.11.2022) mit Frau Kollegin xxx besprochen ist nun eine endodontische Behandlung des Zahns vorgesehen.
Für Rückfragen stehen wir jederzeit gerne zur Verfügung.
Hier noch die Dokumentation des Kollegen

Hier ein Fall aus der Kategorie – Kein Kanal- von gestern.
Bei der heute 43jährigen Patientin wurde der retiniert und verlagerte 23 vor vielen Jahren aufwändig kieferorthopädisch eingestellt. Leider zeigte sich vor einiger Zeit, dass der Zahn eine ausgeprägte apikale Parodontitis entwickelt hatte.
Der (mutige) Trepanationsversuch der Zuweiserin brachte leider nicht den gewünschten Erfolg.
Zur weiteren Behandlung wurde die Patientin schlussendlich an uns verwiesen.
Nachfolgend einige Impressionen der gestrigen 60-minütigen Behandlung…










Demnächst mehr zu diesem Fall…
Und hier noch unserer jüngster Fall aus der obigen Rubrik.


in diesem Fall kommt „erschwerend“ hinzu, dass es sich bei dem Patienten um einen zahnärztlichen Kollegen (in Weiterbildung zum Kieferorthopäden) handelt.
Der Zahn würde in seiner vormaligen Praxis von seinen beiden Chefs „anbehandelt“. Leider gelang es nicht eine Gängigkeit des Kanalsystems zu erzielen…



Der Patient selber brachte die Möglichkeit des kieferorthopädischen Lückenschlusses
und nun?
hier unser jüngster Fall aus der oben genannten Kategorie…
zu den Hintergründen:
Die heute 35-jährige Patientin erlitt vor ca. 15 Jahren ein Frontzahntrauma mit Dislokation der Zähne 11 und 21 in Kombination mit unkomplizierten Kronenfrakturen.
2018 kam es zu „Verfärbungen“ der Zähne, weswegen eine endodontische Therapie an beiden Zähnen eingeleitet wurde.
Damals gab es (ohne Wissen der Patientin) Probleme die Kanalsysteme aufzufinden und suffizient zu versorgen.

Alio loco angefertigte „Messaufnahme“ 2018
Vor jetzt zwei Monaten erfolgte dann ein internes Bleaching mit anschliessender Veneerversorgung.
Leider bildete sich kurze Zeit danach an Zahn 11 eine Fistel aus.

Die alio loco angefertigten Aufnahmen zeigen dies:


Der zunächst konsultierte Oralchirurg riet von einer chirurgischen Intervention (im Sinne einer WSR) ab…
jetzt war unsere Meinung gefragt…
ich werde weiter berichten…
Letzte Woche stellte sich eine Patientin zur Beurteilung ihres Zahnes 35 bei uns vor, bei der wir bereits vor vielen Jahren Zahn 17 endodontisch behandelt haben…
in diesem Zusammenhang ergab sich ein 10-Jahres-Recall des 17…
hier die entsprechenden Röntgenaufnahmen…





SO macht Recall Spaß…
demnächst berichte ich über die sehr besondere Situation des Zahnes 35 dieser Patientin…
es bleibt spannend …
Vor einiger Zeit habe ich hier um eine Molarenbehandlung berichtet…
die selbe Patientin stelle sich kürzlich mit persistierenden Schmerzen nach alio loco begonnener Behandlung an Zahn 35.

Radiologisch gab es einige Anhaltspunkte dafür, dass hier ein wenig versteckte komplexe Anatomie vorlag.


Tatsächlich fand sich nach der Erweiterung der Zugangskavität ein bisher unbehandeltes linguales Kanalsystem. Die initial Erschliessung erfolgte mittels R-Pilot und RECIPROC blue-Instrumenten.


Nach endometrischer Arbeitslängenbestimmung (ISO 010) erfolgte in beiden Kanalsystemen eine apikale Präparation bis 25.08.
Zwei Wochen später war die Patientin beschwerdefrei und die Wurzelkanalfüllung erfolgte mit erwärmter Guttapercha und BC Sealer high flow…


Vor einiger Zeit habe ich hier über die nicht auffindbare Anatomie von Frontzähnen berichtet.
Heute möchte ich Ihnen und euch den Abschluß der Behandlung von Fall I zeigen.
Die zwei Behandlung dauerte jeweils sechzig Minuten.
Die grösste Herausforderung war es, den von Komposit verlegten Kanaleingang substanzschonend darzustellen. Dies erfolgte mittels Munce-Bohrern.

Der Rest der Behandlung war dann eigentlich Routine. Zum Einsatz kamen 006-010-Pilot-, sowie R-Pilot-, Wave One Gold (20,35) und RECIPROC blue (25)-Instrumente.

Ich hoffe, dass die Prognose des Zahnes trotz des Substanzverlustes durch die Vorbehandlung günstig ist…
Mit ein paar Stunden Verspätung hier noch mein Beitrag von Freitag.
Die 10jährige Alessia erlitt vor ca. 1,5 Jahren ein Frtonzahntrauma in Form einer Intrusion. Erst krürzlich stellten sich Symptome ein. Daraufhin würde alio loco eine endodontische Behandlung eingeleitet und das Mädchen zur weiteren Behandlung an uns verwiesen.

Die Therapie erfolgte zweizeitig. Seit der Verwendung von BC Sealer high flow erfolgt die Wurzelkanalfüllung nach MTA-Apexifikation ohne weitere „Verzögerung“.
Zur chemo-mechanischen Reinigung hat sich der XP-Finisher bewährt. Diesen verwende ich auch, um überschüssige MTA-Reste von den Wänden zu entfernen…
hier das Ganze in bewegten Bildern…
Seit knapp einem Jahr nutzen wir nun den Dentapen.
Zeit, ein kurzes Fazit zu ziehen.
Kurzum:
Der Dentapen ist aus unserem täglichen Praxisalltag nicht mehr wegzudenken.
100% aller Anästhesiearten führe ich mittlerweile mit dem Gerät durch. Insbesondere die palatinale Anästhesie lässt sich in meinen Händen damit deutlich besser (=schmerzarmer bei höherer Applikationsmenge= bessere Anästhesiewirkung) durchführen.
Negativ finde ich den Preis der Schutzhüllen und die recht kurze Lebensdauer der kleinen Batterien (die übrigens nicht zwingend die des Herstellers sein müssen).
Sollte die Firma, wie zwischen den Zeilen einmal „angekündigt“, den Verkauf bzw. den Support für das Produkt einstellen, wäre dies für uns „suboptimal“
Gut ist es daher, dass ich kürzlich auf die chinesische Firma Soga gestossen bin.
Hier wird ein Produkt angeboten, dass dem Dentapen doch seeeehr ähnlich sieht.

Es ist immer gut bei Bedarf eine Ausweichmöglichkeit zu haben…
;-)
Noch eine Anmerkung in merkwürdigen Zeiten: Da bereits die bloße Nennung eines Produktes auf einer Homepage als Werbung interpretiert werden kann, benennen wir diesen Blogbeitrag (wie auch jeden bereits geschriebenen sowie alle zukünftigen Beiträge, in denen Produkte benannt werden) als unbezahlte Werbung. Sollten wir (jemals) finanzielle Zuwendungen von Firmen erhalten, die Erwähnung bestimmter Produkte betreffend, werden wir die entsprechenden Blogbeiträge als „bezahlte Werbung“ ausweisen.
Wir benutzen zum Teil SDR von Dentsply zum BulK Fill nach Wurzelkanalfüllung. Seit Längerem ist mir wiederholt aufgefallen, dass sich in dem Material bei mikroskopischer Betrachtung z.T. schwarze „Fremdkörperpartikel“ befinden.

Benutzt jemand auch dieses Material und kann diese Beobachtung bestätigen?
Heute zeige ich also noch die Röntgenbilder zu dem hier vorgestellten Zweittrauma.
Aufgrund der apikalen Foramengrösse von ca. ISO 050 habe ich mich gegen eine MTA Anwendung entschlossen. Zur Anwendung kamen ein vertikal verdichteter individualisierter Guttapercha-Point und BC Sealer high flow…

Es wird spannend bleiben zu sehen, wie sich beide Zähne weiter „entwickeln“…


wir alle drücken Lasse die Daumen
Erinnern Sie sich noch an die Therapie von Lasse?
Vor ein paar Wochen erreichrte uns diese Mail der Mutter:
“ Hallo Herr Kaaden,
Lasse hat heute ein zweites viel schlimmeres Frontzahntrauma erlitten. Avulsion 11 mit bukkaler Lamelle und Luxation 21. auch einige Weichteilverletzungen. Der avulsierte Zahn war ca. 10 Minuten extraoral, dann für ca. 1 Stunde in der Zahnrettungsbox, zuerst wurde die Lippe mehrfach genäht. Dann habe ich mit der Kieferchirurgin im Krankenhaus beide Zähne reponiert und geschient. Papillennähte wurden auch noch gemacht.
Ein Röntgenbild wurde nicht gemacht, da es nur ein OPG Gerät gab. Werde ich sobald es geht nachholen.Schicke ich Ihnen dann direkt zu. Er nimmt jetzt noch Doxycyclin.
Wir wären alle froh, wenn sie noch einmal die Weiterbehandlung übernehmen….“

Einige Wochen später erreichte uns dieses Mail:
Heute Schiene ex und Med mit Calciumhydroxid, 12 und 22 Vipr+, 11 und 21 -,
21 hat noch minimalen Lockerungsgrad, 11 weniger. Man sieht deutlich den Knochenverlust an 11, aber Alles in Allem ist es schon ganz ok.
Bis nächste Woche, Lasse freut sich tatsächlich auf unseren Ausflug nach München. Ich hoffe, Ihr Selfiedrucker ist parat;-) … was Kinder sich so alles merken.


Demnächst mehr dazu…
Leider habe ich hier aus der Runde keine Vorschläge zur Verbesserung der ästhetischen Situation von Ainoa bekommen.
Da das Mädchen aktuell noch in kieferorthopädischen Behandlung ist kam für uns nur ein Aufbau der Zähne mit Komposit in Frage. Dafür habe ich im Labor nach Abdrucknahme ein Modell inklusive Wax-up erstellen lassen.


Mittels Silikonwall, viiiel Komposit und Geduld (1 3/4h) erzielten wir dieses Resultat…

Gestern erreichte uns das Recall-Röntgenbild dieses Falles.
Sechs Monate nach Abschluss der Therapie stellt sich die Heilung positiv dar.

SO macht Recall Spaß
:-)
Und wieder ein Fall aus der oben genannten Rubrik von gestern…


ungewöhnlich war die Lokalisation den beiden bukkalen Kanalsysteme, die sich zunächst als ein ovales Kanalsystem präsentierten. Erst die genaue Darstellung mittels Rosenbohrer entlarvte die exakte Anatomie…




Hier wieder ein Fall aus der oben genannten Rubrik von heute…
vom Ausgangs-Röntgenbild war ich mehr als zuversichtlich…

prinzipiell ist das Vorgehen immer „gleich“.
Als Grundsatz gilt:
Meide die Dentintubuli, die wie Sonnenstrahlen gen Pulpa „scheinen“
Innerhalb dieses Dentinbereichs zu suchen wird nie zum Erfolg führen…



Zehn Tage ist die chirurgische Repositionierung bei Mia jetzt her.
Gestern haben wir nun mit der endodontischen Behandlung des Zahnes 21 gestartet.

Auch wenn der Heilungsverlauf recht positiv ist wäre eine bessere Mundghygiene sicher zusätzlich hilfreich…

Hallo aus München
hier wieder ein Fall aus der Rubrik – Kein Kanal
Beim Anblick des Ausgangsbildes war ich erstaunt, dass der Zuweiser überhaupt versucht hatte, den Zahn zu Trepanieren. Nach einigen „Anläufen“ wurde der 30-jährige Patient schließlich doch an uns verwiesen.

Unter entsprechender Vergrößerung gelang es abermals die ausgeprägte Obliteration mittels Rosenbohrern und Profile-/ R-Pilot Instrumenten zu überwinden.



Auch das Bleaching resultierte für den Patienten in einem erfreulichen Ergebnis…



Hallo aus München,
heute würde ich mich über Therapievorschläge freuen…
hier der Fall dazu…
die heute 16-jährige Ainoa erlitt im Sommer 2019 ein Frontzahntrauma in Form einer Avulsion der Zähne 11 und 21. Trotz idealer Rettungskette (Zähne nach zwei Minuten in Zahnrettungsbox) entwickelten beide Zähne eine ausgeprägte Ersatzresorption.


Die Zähne wurden entfernt und es folgte eine Autotransplantation der Zähne 15 und 25 in die entsprechende Frontzahnregion.
Leider entwickelte sich nun auch an „Zahn 11“ eine erneute Ersatzresorption mit Infraposition.

Verständlicherweise belastet das junge Mädchen die ästhetische Situation sehr.

In einiger Zeit ist eine erneute Luxation des Zahnes 11 durch den Transplanteur geplant.
Wie würdet ihr kurzfristig nun die Ästhetik angehen, damit das Mädchen einen unbeschwerteren Sommerurlaub verbringen kann?
Und wie soll es aus endodontischer Sicht weitergehen?
Heute mal wieder ein Fall aus der ´Rubrik – Kein Kanal –
Diesmal handelt es sich allerdings nicht um eine Molaren-Behandlung, sondern um stark obliterierte Unterkiefer-Frontzähne.
Genauer gesagt von zwei dieser Zähne, bei zwei unterschiedlichen Patientinnen mit einer Frontzahntrauma-Historie…
Hier die bestehenden Röntgenbilder…




In diesem Beitrag möchte im mich zunächst dem Fall II widmen…



Zur Entfernung der Obliteration kamen überlange Rosenbohrer zum Einsatz.


Bis es gelungen war eine vollständige Gängigkeit (ISO 006-012) an Zahn 41 herzustellen vergingen circa 25-30 Minuten. Neben C-Pilot Instrumenten (zum Teil in Anwendung mittels M4 Winkelstück) halfen uns ferner 15.04 – Profile und R-Pilot-Instrumente.
So stellte sich die Situation nach der Präparation beider Zähne dar. Nach insgesamt 75 Minuten konnten wir dieses Ergebnis erzielen…
Ich werde weiter berichten.

PS: Zahn 32 reagiert sensibel auf Kälte und Elektrizität
Vor einiger Zeit hatte ich hier über das dentale Trauma der 15-jährigen Mia berichtet.
Aufgrund der sehr komplizierten Kronen-Wurzelfrakturen haben wir uns gegen eine kieferorthopädische Extrusion entschieden. Stattdessen hat mein geschätzter Kollege Dr. Lars Helfrich (Oralchirurg) dies chirurgisch durchgeführt.
Nach vorsichtiger Entfernung der beiden Zähne aus der Alveole folgte die Drehung der Inzisivi um 180 Grad. Nachfolgend würden die Zähne in der neuen Position geschient und provisorisch mit Kunststoff aufgebaut, um so für Mia eine gewisse Ästhetik wiederherzustellen.
Hier ein paar Impressionen der Behandlung.



Ich bitte die suboptimale Qualität zu entschuldigen. Unser Hauptaugenmerk lag in der möglichst zügigen Behandlung der Patienten und so habe ich diese Aufnahmen quasi aus der „Hüfte geschossen“…
ich werde weiter berichten…
Letzte Woche war nicht nur Jakob zur Nachuntersuchung bei uns, sondern auch die mittlerweile neunjährige Karla.
So stellt sich die Situation bei ihr zwölf Monate nach Therapieabschluss dar…


Anfang der Woche war der mittlerweile neunjährige Jakob zur Nachkontrolle bei uns.
Zweieinhalb Jahre nach Abschluss der Therapie freuen wir uns alle über die weiterhin erfreuliche Entwicklung…


Guten Morgen!
Ich würde gerne zu nachfolgendem Fall Meinungen hören…
15jähriges Mädchen
Trauma letzten Samstag 2.7.2022 (Sturz mit E Roller)
„Erstversorgung“ MKG Notdienst.



Aktuell 11 und 21 devital
DVT zeigt sehr ausgeprägte Frakturen an 21.
Die Situation an Zahn 11 ist „besser“, aber auch mit nicht so günstigem Verlauf.
Welche Therapie würdet ihr wählen und in welcher zeitlichen Abfolge?
Hier schon mal für den INTERNEN Gebrauch der Mitschnitt des Webinars…
gestern Abend fand wieder eine DGET Veranstaltung am Abend statt:
Thema ENDLICH mal die dentale Traumatologie:

Anmeldungen gab es fast 1000…
tatsächlich waren zu Spitzenzeiten ca 850 Personen online anwesend…
ich fand es war ein sehr gelungenes Event.
Für diejenigen, die es nicht live erleben konnten hier der Hinweis der DGET für einen späteren YouTube-link

Ab 4.Juli wird man das Webinar auch auf YouTube schauen können…
Liebe WURZELSPITZLER
heute möchte ich einmal wieder die Chance nutzen eure Meinung zu nachfolgendem Fall einzuholen.
Leider ist die Qualität der abfotografierten DVT Aufnahmen mehr als suboptimal. Ich hoffe aber, dass man die grundsätzliche Problematik erkennt…
kurz zu den Hintergründen:
Der heute 31jährige Patient erlitt Mitte November 2021 ein Frontzahntrauma in Sinne einer ausgeprägten palatinalen Dislokation von 12-22 (inkl unkompl. Kronenfrakturen von 11 und 21).
Die Zähne wurden in einem MKG Notdienst „reponiert“ und geschient.

Drei Wochen später erfolgte eine 3D-Röntgenuntersuchung die trotz mässiger Qualität zeigt, dass es bei Zahn 11 nicht annähernd gelungen war den Zahn in der vormalige Position zu reponieren.

Aufgrund der verstrichenen Zeit wurde darauf verzichtet einen neuen Repositionierungsversuch zu unternehmen.
Das jetzt im April erneut angefertigte DVT zeigt die aktuelle Situation.

Zahn 11 steht insbesondere apikal komplett ausserhalb des Knochens. Es liegt ein Lockerungsgrad I-II vor. Ferner weissen die Zähne 21 und 22 eine dezente apikale Aufhellung auf.
Zahn 12 reagiert auf elektr. Stimulation und ist apikal o.p.B
Wie die klinischen Bilder hoffentlich zeigen ist die ästhetische Situation recht stark kompromittiert (Zahnstellung/-verfärbung, schwarze Dreiecke interdental… ).




Jetzt würde mich euer Vorgehen interessieren! Insbesondere hinsichtlich des Zahnes 11.
Was tun?
Vor Kurzem habe ich hier über unsere Behandlung eines Zahnes 48 berichtet.
Hier noch das Abschluss-Röntgenbild dieser Woche.

Wie es (prothetisch) mit dem Zahn weitergeht entzieht sich meiner Kenntnis…
Mal schauen, ob sich unsere endodontischen Wege in Zukunft nochmals kreuzen…
Ich würde sicher wieder darüber schreiben… ;-)
Und wieder ist ein Jahr seit dem letzten Recall vergangen.
Weiterhin sieht die Situation positiv aus.

Bei der klinischen Untersuchung fiel uns auf, dass sich an einem der Nachbarzähne weiterhin Kompositreste befunden haben.

Bei der sicheren Entfernung dieser hat uns die hier beschriebene Technik geholfen.

Danke Jörg für diesen Hinweis.
ist ein Begriff, den ich sehr eng mit meiner langen Tätigkeit in der Münchner Zahnklinik und dem damit verbundenen „Dienst“ in der Ambulanz“ verbinde…
entstanden ist der Ausdruck damals, weil der letzte Patient des Tages mit „schöner“ Regelmässigkeit diese Behandlung benötigte…
gestern war unser letzter Arbeitstag vor unserer einwöchigen Pfingstferien-Woche ( und ja, in Bayern sind sogar ZWEI Wochen Schulferien ;-)) und…
unsere letzte Patientin war die 17-jährige Rosa-Florentine…
sie musste vor einigen Tagen ihr Schulpraktikum in Brandenburg abbrechen, weil sie massive Schmerzen an Zahn 12 entwickelt hatte.
Ihr daraufhin aufgesuchter Hauszahnarzt in München verschrieb ihr nach klinisch-radiologischer Untersuchung eine Antibiotikum und verwies sie für eine zeitnahe Behandlung an uns…
unsere Diagnose:
Dens emboliformis nach ästhetischer (Komposit)-Korrektur mit Pulpanekrose und ausgeprägter apikaler Parodontitis inkl. vestibulärer Schwellung…


wie aber mit dieser Situation praxistechnisch umgehen?
Zunächst eine Erst-Untersuchung und ein späterer Behandlunsgtermin?…
wie aber damit umgehen, dass wir in der nächsten Woche im Urlaub sind?
Allerdings sind die Schmerzen aufgrund der alio loco verschriebenen Antibiose rückläufig…
wie geht man man mit der Patientenaufklärung um und wie mit dem notwendigen HKP, der bei uns bei einer Frontzahn-Behandlung in der Regel einen Steigerungsfaktor über den 3,5x-Satz bedeutet…?
wie handhabt ihr eine solche Situation?
hier abschließend für heute ein paar Impressionen der „Feierabend“-Trepanation…

Bisher waren unsere sehr wenigen Bewertungen durch die Bank weg positiv. Sehr kürzlich kam es, wie es kommen musste…
eine schlechte Bewertung.
Allerdings nicht für die Behandlung, sondern für den „Erstkontakt“…

wie würdert ihr damit umgehen?
Hinsichtlich Patient und natürlich auch der Empfangsdame?
Gibt es bei Euch „Soforttermine“ ohne eigene Befundung und Diagnosestellung? Wie geht ihr damit um, wenn Patienten dies „fordern“?
Reserviert ihr 60 oder 90 Minuten Termine ohne eigene Erstuntersuchung und sind eure Patienten bereit diese Zeit zu bezahlen, falls ihr nach 5 Minuten sagt, dass der Zahn nicht erhaltbar ist?
Viele viele Fragen…
ich bin gespannt
Erinnern Sie sich noch an diesen Fall und das Recall?
Zehn Jahre später haben wir gestern den Patienten wieder behandeln „dürfen“
Diesmal Zahn 48.
Die Ehefrau hatte wieder aufgrund der akuten Schmerzproblematik mit der Behandlung begonnen.
So stellte sich die Ausgangssituation danach für uns dar…

Nach unserer ersten Behandlung konnten wir bisher dieses Ergebnis erzielen…

i

ich werde weiter berichten..
P.S.: Wie es aus prothetischer Sicht mit 47 und 48 weitergehen soll überlasse ich der Behandlerin…
;-)
Vor einiger Zeit habe ich hier über Loreen berichtet.
Drei Monate nach der letzten Therapie war die Fistel dauerhaft abgeheilt und die junge Patientin beschwerdefrei. ´Radiologisch zeigte sich folgendes Bild:

Aufgrund dieser Situation haben wir uns dazu entschlossen eine Wurzelkanalfüllung durchzuführen.
Dabei erfolgte eine erneute Applikation der medikamentösen Einlage in das apikale Fragment. Der koronale Anteil würde mit Biodentine versorgt.

Ich bin gespannt, wie sich der Fall weiter entwickeln wird.
Es bleibt ein heldenhafter Versuch Loreen diesen Zahn möglichst lange zu erhalten…
ich werde weiter berichten.
Die Prävalenz von zweiten mesio-bukkalen Kanalsystemen bei oberen ersten Molaren wird in der Literatur mit 87% bis 92% angegeben.
Gestern war es seit laaaaaaaaaanger Zeit mal wieder soweit, dass wir es mit einem 1. OK-Molaren mit „nur“ drei Kanalsystemen zu tun hatten…

die „ungünstige“ mesio-bukkale Kanalmorphologie verlangte uns trotzdem einiges ab…



Bisher habe ich primär von unseren positiven Erfahrungen bei reparativen endodontischen Behandlungen berichtet…
in diesem Beitrag möchte ich Ihnen den heute 16-jährigen Felix vorstellen.
Wir haben vor sieben Jahren bei dem Jungen die erwähnte Behandlung durchgeführt.

Damals war es sehr schwierig eine adequate Blutung im Kanalsystem zu provozieren (trotz Beachtung aller „Spielregeln“), weswegen sich das MTA nach meinem persönlichen „Geschmack“ zu weit im mittleren Kanaldrittel befindet…

unter dem Strich waren wir aber froh die Behandlung wie hier zu sehen abzuschliessen zu können.

Gestern nun erreichte uns das 7-Jahres-Recall.
Während die apikale Parodontitis ausgeheilt scheint, kam es leider zu keiner Zunahme der Wandstärken bzw. der Wurzellänge.

Handelt es sich also um einen Misserfolg?

Sollte man eine weitere Behandlung durchführen und falls ja, wie sollte diese aussehen?
Akzessorische Kanalsysteme in Form eines Furkationskanals zählen wohl eher zur Seltenheit bei oberer Molaren…
vor Kurzem hatten wir aber das „Glück“ dieser besonderen Anatomie klinisch-radiologisch begegnen zu dürfen…
ursprünglich wurde uns der Patient zur möglichen Revision des Zahnes 26 überwiesen worden.


Im Zuge der umfassenden Diagnostik wurde auch ein kleinvolumiges DVT der Region angefertigt. Schnell stelle sich heraus, dass eine Erhaltungswürdigkeit/-fähigkeit des Zahnes nicht gegeben war. Allerdings zeigte sich auch an 27 als Nebenbefund eine Pathologie. Diese lag nicht nur apikal, sondern auch in der Furkation vor. Für mich neu war die Tatsache, dass der hierfür wohl ursächliche Furkationskanal sich radiologisch so deutlich präsentierte…
In einem der nächsten Beiträge zeigte ich Ihnen klinische Fotos und die Behandlungsabfolge…
Gestern stellte sich erneut ein Patient bei uns vor, bei dem wir vor gut zwei Jahren Zahn 46 revidiert hatten.
Hier die Ausgangssituation des 46 von damals….

Diesmal ging es um Zahn 26, der bereits vor gut zehn Jahren alio loco reseziert worden war.

Im Zuge der OK-Befundung konnte ich den Patienten davon „überzeugen“ auch Zahn 46 nachkontrollieren zu lassen.
Nachdem dieses Recall erfreulich ausfiel hoffte der Patient inständig, dass ich auch Zahn 26 eine realistische Chance auf Zahnerhaltung durch Revision einräumte…



Zunächst einmal überwog auch bei uns die Freude über den Therapieerfolg an 46.
Ob ich dem Patienten tatsächlich Hoffnung für 26 machen konnte…?
Demnächst mehr dazu
;-)